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Leuchtzahlenanzeigegerät Es sind bereits verschiedene Leuchtzahlenanzeigegeräte
bekannt, bei denen in einem Geberteil die anzuzeigenden Zahlen gewählt werden und
dann im Anzeigeteil dargestellt werden. Bei diesen Geräten wird die Anzeige in Form
von Zahlentableaus, Lampenzusammenstellungen oder Zahlenfigurenbildungen durch Glühlampen
durchgeführt. Im Fall von Zahlentableaus sind bei mehrstelligen Ziffern große Abmessungen
der Geräte erforderlich und die Ablesungen umständlich, da die Ziffern nicht immer
in einer Reihe liegen können. Bei Lampenzusammenstellungen handelt es sich meistens
umAnzeigekörper, die aus Halbzylindern mit aufgebrachten Zahlen bestehen. Die jeweiligen
Zahlen werden dabei in verschiedenen Farben beleuchtet, um mehrere Möglichkeiten
der Anzeige zu erschließen. Die Ablesung der Zahlenwerte ist dabei sehr umständlich
und erfordert besondere Aufmerksamkeit. Weiterhin ist dieses System für mehrstellige
Zahlen ungeeignet. Wenn dagegen eine Leuchtzahlenanzeige mittels Figurenbildung
von Zahlen durch mehrere Glühlampen verwendet wird, wird ein großer Aufwand von
Schaltmitteln benötigt. Für mehrstellige Zahlen ist außerdem eine relativ große
Abmessung des Gerätes erforderlich. Insbesondere hierbei, aber auch bei allen anderen
bisher bekannten Geräten, wird außerdem eine recht umfangreiche Kabelführung benötigt.
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Durch das erfindungsgemäße Leuchtzahlenanzeigegerät werden a11 diese
Nachteile der bisher bekannten Geräte beseitigt, und es wird ein Gerät angegeben,
das eine sichere, sehr leicht ablesbare Anzeige gewährleistet und nur einen äußerst
geringen Schaltmittelaufwand erfordert. Beispielsweise ist zur Anzeige von dreistelligen
Zahlen nur ein vieradriges Kabel zur Verbindung von Geberteil und Anzeigeteil notwendig.
Darüber hinaus besitzt das erfindungsgemäße Anzeigegerät nur einen relativ sehr
kleinen räumlichen Aufbau, und es werden mehrziffrige Zahlen in direkter Anzeige
und zusammenhängend wiedergegeben.
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Die Erfindung geht aus von einem Leuchtzahlenanzeigegerät mit einer
Anzeigeröhre, mit der eine Mehrzahl von Zeichen oder Zahlen darstellbar ist. Erfindungsgemäß
wird für ein solches Leuchtzahlenanzeigegeiät vorgeschlagen, daß der Geberteil aus
einer Gleichstromquelle besteht, deren einer Pol an Erde liegt und deren anderer
Pol mit einem an sich bekannten Impulswahlschalter nach Art einer Wählscheibe und
einer Rückstelltaste verbunden ist, der Anzeigeteil eine Spule eines an sich ebenfalls
bekannten Schrittschaltwerkes enthält, die mit der Ruheseite eines Wechselkontaktes
eines Rückstellrelais im Anzeigegerät mit Erde und über einen anderen Wechselkontakt
mit dem Impulswahlschalter des Geberteils verbunden ist und die auf zwei Kontaktbahnen
des Schrittschaltwerkes mit je einer der Anzahl der Zahlen oder Zeichen der Anzeigeröhre
entsprechenden Anzahl von festen Kontakten gleichzeitig und gleichsinnig einwirkt,
wobei durch die jeweilige Kontaktstellung auf der einen Kontaktbahn jeweils eine
bestimmte Zahl oder ein bestimmtes Zeichen von der Anzeigeröhre darstellbar ist,
die Spule des Rückstellrelais mit je einer Leitung zur Rückstelltaste des Gebers
und mit Erde verbunden ist, und bei Erregung den einen Wechselkontakt auf den beweglichen
Kontaktarm der anderen Kontaktbahn des Schrittschaltwerkes, dessen feste Kontakte
über einen ersten Arbeitskontakt eines Relais mit Erde verbindbar sind und den anderen
Wechselkontakt auf die Leitung zur Rückstelltaste umschaltet und diese Leitung außer
über die Spule des Rückstellrelais über eine, das Relais enthaltende, an sich bekannte
Relaisunterbrecheranordnung, durch die der Arbeitskontakt das Relais intermittierend
geschlossen wird, mit Erde verbunden ist.
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Als Anzeigeröhre wird dabei vorteilhafterweise eine bekannte Röhre
benutzt, bei der mittels Glimmentladung in einem Glaskolben, dort als Kathoden befindlich,
eine Mehrzahl von Zeichen oder Zahlen darstellbar ist. Es können jedoch auch irgendwelche
anderen Anzeigeröhren benutzt werden, bei denen in Abhängigkeit von der Stellung
eines Schrittschaltwerkes verschiedene Zeichen oder Zahlen darstellbar sind.
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Weitere Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung werden
nachfolgend an Hand der
Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig.1 den Geberteil und Fig.2 den Anzeigeteil
eines erfindungsgemäßen Leuchtzahlenanzeigegerätes.
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Die in den Zeichnungen gezeigte Schaltung eines erfindungsgemäßen
Leuchtzahlenanzeigegerätes ist für die Anzeige von dreistelligen Zahlen ausgelegt.
Das Gerät kann selbstverständlich in einfacher Weise so abgewandelt werden, daß
behebigstellige Zahlen mit ihm angezeigt werden können.
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Der in Fig.1 gezeigte Geberteil wird über einen Transformator Tr1,
dessen Primärseite über eine Sicherung Si 1 mittels Schukosystem an die normale
Lichtleitung angeschlossen wird, mit Strom versorgt. Dabei liegt die Sekundärseite
des Transformators Trl an einem Gleichrichter G11, dessen Minusseite an Erde liegt,
während die Plusseite über einen Impulswahlschalter Ws in Form einer Wählscheibe
mit drei parallel geschalteten Kanaltasten 1, 1I und III und mit einer Rückstelltaste
Rü verbunden ist. An die Kanaltasten und die Rückstelltaste ist je eine Anschlußklemme
1, 2, 3, 4 angeschlossen.
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Diese Anschlußklemmen werden über ein einfaches vieradriges Schwachstromkabel
mit entsprechenden Anschlußklemmen 1, 2, 3 und 4 im in Fig. 2 gezeigten Anzeigeteil
verbunden. Die Anschlußklemmen 1, 2 und 3 sind dabei jeweils, wenn das Gerät für
die Rückstellung nicht betätigt wird, über einen Wechselkontakt r11 2 bzw.
r11 4 bzw. r11 6 eines Rückstellrelais RÜ mit einer SpuleA bzw. B
bzw. C von jeweils einem Schrittschaltwerk verbunden, deren anderes Ende über einen
Wechselkontakt r11 1 bzw. M3 bzw.
r115 mit Erde verbunden ist.
Parallel zu der ersten Spule A liegt ein Summer SU. Jede der Spulen
A, B, C
wirkt jeweils auf zwei Kontaktbahnen a1, all bzw. b1, blI bzw. cI,
clI. Die Kontakte der Kontaktbahnen all, bII und cII sind gemeinsam über einen Arbeitskontakt
t2, der von einem aus Dioden und einem Kondensator bestehenden Funkenlöschglied
Fl überbrückt wird, mit Erde S verbunden.
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Die Anschlußklemme 4 besitzt einmal eine Verbindung zu den Kontakten
r112, r114, rii 6 und ist andererseits über das Rückstellrelais RU
mit Erde S verbunden. Eine weitere Verbindung führt über einen Widerstand Wi1 und
einen Ruhekontakt t1 und eine dahinterliegende RelaisspuleZ, der ein Kondensator
K1, beispielsweise ein Elektrolytkondensator, als Abschaltverzögerungsmittel parallel
geschaltet ist, an Erde S. Parallel zur Relaisspule Z und zum Ruhe= kontakt t1 ist
ein von einem als Abschaltverzögerungsmittel und Funkenlöschglied dienender Kondensator
K2 überbrückter Arbeitskontakt z1 und ein Relais T geschaltet.
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Die Stromversorgung der Anzeigeröhren D, E, F
geschieht über
einen Transformator Tr2, dessen Primärseite über eine Sicherung Si 2 mittels Schukosystem
an die Lichtleitung angeschlossen ist, und dessen Sekundärseite an einem Gleichrichter
G12 liegt. Die Minusseite des Gleichrichters liegt an Erde S, während die Plusseite
über Widerstände Wi 2, Wi 3 und Wi 4 mit den Anoden der Anzeigeröhren
D, E und F verbunden ist. Die Zahlen oder Zeichen darstellenden Kathoden jener Anzeigeröhren
sind über die KontaktbahnenaI, b1, cl der Schrittschaltwerke mit ErdeS verbindbar.
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Die Arbeitsweise dieses in den Zeichnungen gezeigten Anzeigewerkes
ist folgende: Soll in der Anzeigeröhre D eine bestimmte Zahl aufleuchten, so wird
im Geberteil die Drucktaste l gedrückt und die entsprechende Zahl mit dem Impulswahlschalter
Ws gewählt. Hierdurch entstehen der gewünschten Zahl entsprechende Stromstöße, die
über die Anschlußklemmen 1 und den in Ruhelage befindlichen Wechselkontaktrü2 an
die über den Wechselkontaktriil mit Erde verbundene Spule gelangen. Bei jedem Impuls,
der durch die Spule A fließt, schaltet diese die beweglichen Kontaktarme auf den
KontaktbahnenaI und all des zugehörigen Schrittschaltwerkes jeweils um einen Kontakt
weiter, so daß ein der gewählten Zahl entsprechender Kontakt ausgewählt wird. Gleichzeitig
zeigt der der Spule A parallel geschaltete Summer SU an, daß das Leuchtzahlenanzeigegerät
bedient wird. Dadurch ist ein Kontakt der Kontaktbahn aI mit Erde verbunden, und
es kann durch die Anzeigeröhre über die der Kontaktstellung entsprechende Zahlenkathode
ein Strom fließen. Die Anzeigeröhre D leuchtet somit mit dem gewählten Zahlenbild
auf.
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Wenn statt der Kanaltaste I die Kanaltaste II gedrückt wird, ist der
Stromverlauf entsprechend. In diesem Fall wird die Spule B erregt und somit die
Anzeigeröhre E zum Aufleuchten gebracht. Entsprechend bringt die Kanaltaste III
eine Betätigung der Anzeigeröhre F mit sich. Auf diese Weise kann nach Drücken der
entsprechenden Kanaltaste in jeder Anzeigeröhre ein Zahlenbild zum Aufleuchten gebracht
werden. Mit dem gemäß den Zeichnungen ausgelegten Gerät können somit 999 Rufmöglichkeiten
erzielt werden.
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Soll das durch die Anzeigeröhre dargestellte Zahlenbild zum Verschwinden
gebracht werden, wird im Geberteil die Rückstelltaste Rü gedrückt. Hierdurch wird
ein Stromkreis geschlossen, der die Plusseite des Gleichrichters Gl1 über die Rückstelltaste
Rü und die Anschlußklemmen 4 über das Rückstellrelais RÜ mit Erde S verbindet. Das
Rückstellrelais RÜ zieht daraufhin an und die Wechselkontakterül, rüg, r113,
r114,
r115 und rii6 schalten um. Hierdurch wird das Pluspotential an der Anschlußklemme
4 über den Wechselkontakt rii 2, die Spule A, den Wechselkontaktrül,
die KontaktbahnalI und den Arbeitskontakt t2 mit parallel geschaltetem Funkenlöschglied
Fl mit Erde verbunden. Entsprechend entsteht dabei ein Stromkreis von der Anschlußklemme
4 über den Wechselkontakt r114, die Spule B, den Wechselkontakt
r113, die Kontaktbahn b II und ein Stromkreis von der Anschlußklemme
4 über den Wechselkontakt r116,
die Spule C, den Wechselkontakt
r115, die Kontaktbahn cII, wobei beide Stromkreise ebenfalls über den Arbeitskontakt
t2 auf Erde führen. Durch die Relaisunterbrecheranordnung wird dabei bewirkt, daß
der Arbeitskontakt t2 intermittierend geschlossen wird. Hierdurch entstehen Stromstöße
in den Spulen A, B, C, die bewirken, daß sämtliche beweglichen Kontaktarme der Kontaktbahnen
wieder in ihre Ruhestellung geschaltet werden.
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Die Relaisunterbrecheranordnung wird dabei automatisch durch Drücken
der Rückstelltaste Rü in Tätigkeit gesetzt. Hierdurch kann nämlich ein Strom von
der Plusseite des Gleichrichters Gll über die Rückstelltaste Rii, die Anschlußklemmen
4, den Widerstand Wi1, den Ruhekontakt t1 und über die durch den KondensatorKlüberbrückteRelaisspuleZ
nach Erde S fließen. Dadurch wird die Relaisspule Z erregt und schließt den Kontakt
z 1. Hierdurch wird
das Relais T erregt, wodurch der Arbeitskontakt
t2
geschlossen wird und der Ruhekontakt t1 geöffnet wird. Dadurch fällt das
Relais Z auf Grund der verzögernden Wirkung des Kondensators K1 verzögert ab, so
daß der Kontaktzl wieder öffnet. Dadurch wird das Relais T wieder stromlos und fällt
auf Grund des als Funkenlöschglied und Abfallverzögerungsmittel dienenden Kondensators
K2 verzögert ab. Durch dieses abwechselnde Anziehen und Abfallen der Relais Z und
T wird der Arbeitskontakt t2 intermittierend geschlossen. Hierdurch
geraten sämtliche beweglichen Kontaktarme der Kontaktbahnen wieder in ihre Nullpunktstellungen.
In dieser werden die Anzeigeröhren automatisch abgeschaltet, so daß das Leuchtzahlenanzeigegerät
wieder zum Anzeigen einer anderen Zahl zur Verfügung steht.