DE1123785B - Stueckfoermiges Waschmittel - Google Patents
Stueckfoermiges WaschmittelInfo
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Description
Die| Erfindung betrifft ein stückförmiges, praktisch alkalifreies Waschmittel, das als waschaktive Bestandteile
synthetische waschaktive Substanzen und Seife und als Bindemittel und Füllmaterial Stärke enthält.
Aus Hefter-Schönfeld, »Chemie und Technologie
der Fette und Fettprodukte«, Bd. IV, S. 244, ist es bekannt, Stärkemehl als Füllstoff für Natronseifen zu
verwenden, und aus der deutschen Patentschrift 339049 ist der Zusatz von Stärke zu Stückseifen bekannt,
wobei durch die Verarbeitungstemperatur zumindest eine teilweise Gelatinierung der Stärke erfolgt.
Jedoch ist bei diesem bekannten Verfahren der Zusatz von beträchtlichen Mengen an Alkalilauge obligat.
Der Vorteil der synthetischen kapillaraktiven Substanzen gegenüber den alkalisch reagierenden Seifen
ist aber gerade ihre neutrale Reaktion.
Synthetische Waschmittel in Stückform, die Stärke enthielten, besaßen bisher allgemein nicht den kennzeichnenden
»Griff« gewöhnlicher Toilettseife, sondern fühlten sich klebrig an. Außerdem werden solche
Stücke leicht schmierig oder bekommen eine schleimige Oberfläche, wenn sie in Berührung mit Wasser gelassen
werden, was das Aussehen des Stückes beträchtlich beeinträchtigt, ein häufiges Reinigen der Seifenschale
erforderlich macht und zu großen Verschleiß zur Folge
hat.
Das stückförmige, praktisch alkalifreie Waschmittel gemäß der Erfindung weist diese Nachteile nicht auf
und besitzt den charakteristischen seifenartigen Griff. Es enthält 10 bis 35% Natriumseife, 15 bis 40% einer
normalerweise festen anionischen synthetischen waschaktiven Substanz und 15 bis 75 %>
vorzugsweise 15 bis 45 % einer gelatinierten wachsartigen Stärke, wobei die Gesamtmenge an synthetischer waschaktiver Substanz
und Natriumseife zwischen 25 und 65% beträgt und die Stärke bis zum völligen Verschwinden der Anisotropie
gelatiniert ist.
Das Verfahren der Erfindung zur Herstellung eines solchen stückförmigen Waschmittels besteht darin, daß
man die Stärke in einer Wasser und synthetische waschaktive Substanz enthaltenden Lösung erwärmt und
rührt, sie dann in dieser Lösung zerkleinert und weiter bis zum Verschwinden der Anisotropie der Stärke erwärmt,
wobei gleichzeitig Wasser abgetrieben wird, und daß man dem getrockneten Gemisch dann weitere
Bestandteile zufügt und das Gemisch vermahlt, strangpreßt und zu Stücken prägt.
Die Zeichnung ist eine graphische Darstellung des Einflusses der Temperatur auf die Gelatinierung bestimmter
Stärken.
Wenn Stärke in Wasser suspendiert und erwärmt wird, so erfolgt eine allmähliche Aufnahme von
Stückförmiges Waschmittel
Anmelder:
The Procter & Gamble Company,
Cincinnati, Ohio (V. St. A.)
Cincinnati, Ohio (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. I. Ruch, Patentanwalt,
München 5, Reichenbachstr. 47/49
München 5, Reichenbachstr. 47/49
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 8. September 1955 (Nr. 533 081)
V. St. v. Amerika vom 8. September 1955 (Nr. 533 081)
Joseph Blinka und Preston W. Grounds jun.,
Cincinnati, Ohio (V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Wasser (Gelatinierung). Dies ist in Radley, »Starch and its Derivates«, 2. Auflage, Bd. 1, S. 89 und 90,
beschrieben. Fig. 1 dieser Publikation von Radley zeigt das Fortschreiten der Gelatinierung von Kartoffel-
und Maisstärke. Das Ausmaß der Gelatinierung wird für die vorliegende Beschreibung vorzugsweise mit
Hilfe eines mit gekreuzten Nicols ausgestatteten Mikroskops bestimmt. Die nicht gelatinierten Partikeln
erweisen sich bei solcher Betrachtung als doppelbrechend. Bei der Durchführung des Verfahrens der
vorliegenden Erfindung wird vorzugsweise bis zu Punkt B der Zeichnung gelatiniert, bei dem die gesamte
Anisotropie verschwunden ist, wie sich aus der Doppelbrechung ergibt. Wie von Radley bei der Besprechung
der Gelatinierung festgestellt ist, ist als Gelatinierungspunkt der Punkt A anzusehen, an dem die Anisotropie
des größten Teiles der Granalien verschwindet. Für die Verwendung der gelatinierten Stärke in stückförmigen,
synthetische Waschaktivsubstanz enthaltenden Waschmitteln wurde jedoch gefunden, daß die erwünschten
Eigenschaften vollständig entwickelt sind, wenn so weit gelatiniert wird, bis die Anisotropie vollständig verschwindet.
Als Stärke ist eine normale (nicht wachsartige) Stärke zu verwenden. Der Gehalt dieser nicht wachsartigen
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3 4
Stärken an Amylose wird mit etwa 15 bis etwa 25°/0 einer Seifenmasse mit einem Gehalt von etwa 30%
angegeben. Die wachsartigen Stärken, die wenig oder Wasser zugesetzt werden, wenn Wasser erforderlich ist,
gar keine Amylose enthalten, ergeben kein zufrieden- um den Feuchtigkeitsgehalt des getrockneten Gemisches
stellendes Produkt. auf den Wert zu bringen, der für das fertige Stück er-
Die normale Stärke kann auf verschiedene Weise in 5 wünscht ist. Der Ausdruck Natriumseife bedeutet eine
den gewünschten Zustand gebracht werden. Sie kann Seife, deren Alkali vorwiegend Natrium ist, die jedoch
in Wasser suspendiert und erwärmt werden. Das hat eine geringe Menge, etwa 5 bis 10% Kaliumseife entden
Nachteil, daß eine große Menge Wasser in die halten kann, ohne daß das Stück zu weich wird.
Masse eingebracht wird, da normale Stärke nicht Die Natriumseife wird zweckmäßigerweise in der
gelatiniert, sofern sie nicht in mehr als etwa dem io Mischmaschine — einer Vorrichtung zum Vermischen
15fachen ihres Gewichtes an Wasses suspendiert wird. von Materialien mit getrockneten Seifen — mit dem
Die oxydierten Stärken, die hergestellt werden kön- auf der Walze getrockneten Gemisch vermischt. Eine
nen, indem man Stärke mit einem alkalischen Hypo- Mischmaschine wird gewöhnlich auch verwendet, um
chlorit behandelt, sind für die Herstellung des Produk- Parfüm und färbende Materialien in die Seifen eintes
der vorliegenden Erfindung besser verwendbar als 15 zumischen, bevor sie piliert werden. Beim Arbeiten im
nicht derart behandelte Stärke. Diese oxydierten kleinen Maßstab, wie es für einige Fälle im folgenden
Stärken können mit viel weniger Wasser gelatiniert beschrieben ist, kann die Mischmaschine fortgelassen
werden als die unbehandelte Stärke. Normalerweise ist und das Mischen erzielt werden, indem man das Geein
Verhältnis von 4 Teilen Wasser zu 1 Teil oxydierter misch noch einmal durch die Mischwalzen führt.
Stärke bei Anwesenheit synthetischer waschaktiver 20 Die synthetischen Waschaktivsubstanzen, die für die
Substanz und Seifen, die beide die Gelatinierung ver- vorliegende Erfindung verwendet werden können, sind
zögern, ausreichend. Die oxydierten Stärken sind im die normalerweise festen synthetischen Waschaktiv-Handel
erhältlich. substanzen, die gewöhnlich als anionische, organische
Die Waschmittel der vorliegenden Erfindung ent- Schwefelsäurereaktionsprodukte bezeichnet werden,
halten wenigstens 10 % Natriumseifen von Fettsäuren, 25 Kationische Waschaktivsubstanzen sind nicht geeignet,
vorzugsweise von Talg oder Kokosnußöl. Diese kön- da sie mit Seife nicht verträglich sind, und nichtioninen
insgesamt oder zum Teil der wäßrigen Lösung und sehe Waschaktivsubstanzen sind gewöhnlich entweder
Dispersion, die für die Gelatinierung der Stärke ver- flüssig oder pastenartig und bilden oft keinen Schaum,
wendet wird, zugesetzt werden. Jedoch ergibt sich ein Mit den normalerweise festen anionischen Waschbesseres
Aussehen der Seifenstücke, wenn diese 3° aktivsubstanzen kann eine begrenzte Menge an pasten-Natriumseifen
nach Trocknung der Stärkezubereitung förmigen oder sogar flüssigen synthetischen Waschzugesetzt
werden. aktivsubstanzen verwendet werden.
Die bevorzugte Methode, die Stärke zu gelatinieren, Der Gehalt an synthetischer Waschaktivsubstanz
besteht darin, daß man in einen Mischer, in der Seifen- kann je nach den für das Stück erwünschten Eigenindustrie
gewöhnlich Crutcher genannt, so viel heißes 35 schäften und dem Schäumvermögen der verwendeten
Wasser einbringt, daß das Gemisch, wenn alle Bestand- synthetischen Waschaktivsubstanz zwischen 15 und
teüe, die in den Crutcher eingebracht werden sollen, 40 % variieren.
einschließlich der synthetischen Waschaktivsubstanz, Es wurden Stücke mit nur 15% Stärke als einziges
zugegeben sind, etwa 55 bis etwa 70 % Wasser enthält. Bindemittelfüllmaterial hergestellt, und diese Stücke
Die synthetische, waschaktive Substanz bzw. die Sub- 4° waren zufriedenstellend. Jedoch erfordert das Senken
stanzen und weitere Bestandteile, die zweckmäßig zu des Stärkegehaltes eine Erhöhung des Gehaltes an
diesem Zeitpunkt zugesetzt werden, werden dann zu- Seife oder an der anionischen synthetischen Waschgefügt
und in dem Wasser dispergiert. Dann wird die aktivsubstanz oder an beiden. Ein Erhöhen des Seifenoxydierte
Stärke zugesetzt und mit einer mit hoher gehaltes erhöht die Neigung, in hartem Wasser zu
Geschwindigkeit arbeitenden Hilf smischvorrichtung 45 koagulieren, und ein Erhöhen des Gehaltes an synthetigut
dispergiert. Bei einer halbtechnischen Anlage kann scher Waschaktivsubstanz erhöht die Kosten, ohne daß
dies mit einer von Hand gehaltenen, maschinell an- die Eigenschaften verbessert würden. Die untere
getriebenen Schaufelrad-Mischvorrichtung erfolgen. Grenze für die nützliche Menge an Stärke liegt bei etwa
Dann wird der Crutcher mit der regulären Rührung 15%.
betrieben. Das Gemisch wird auf der Walze getrocknet, 50 Die obere Grenze ergibt sich aus der Tatsache, daß
und auf den Walzen wird die Gelatinierung der Stärken etwa 25% an aktiven synthetischen Waschaktivbeendet.
Die zur Beendigung der Gelatinierung erfor- substanzen plus lösliche Seife das Minimum für die
derliche Temperatur wird erreicht, wenn den Walzen Erzielung guter Verwendbarkeit darstellen. Gewöhn-Dampf
unter einem Druck von 4,2 Atmosphären zu- lieh beträgt die Mindestmenge an verschiedenen angeführt
wird. Sie variiert für die verschiedenen Stärken. 55 organischen Salzen 5 %, so daß die obere Grenze für
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, kann die Gelatinie- den Stärkegehalt eines Waschmittelstückes bei etwa
rung von Maisstärke bei etwa 8O0C und die von 70 % liegt. Bei den Zusammensetzungen der vorliegen-Kartoffelstärke
bei etwa 9O0C bewirkt werden. Dabei den Erfindung liegt er gewöhnlich in dem Bereich von
spielt natürlich auch die Zeit eine Rolle, und es können 15 bis 45 %.
niedrige Temperaturen angewandt werden, wenn die 60 Die lösliche Seife ist ein erwünschter Bestandteil
Stärke längere Zeit erwärmt wird. in den Stücken, die anionische synthetische Wasch-
Das getrocknete Crutchergemisch kann in einer aktivsubstanz und Stärke enthalten. Sie ist normalerüblichen
Anlage zur Herstellung von Seife piliert, weise zur Hauptsache eine Natriumseife von Ölen der
stranggepreßt und geprägt werden. Wenn die Natrium- Kokosnußart oder Natriumseife von Talg und einem
seife nicht schon in den Crutcher zugegeben wurde, 65 Öl der Kokosnußart. Wenn die anionische synthetische
muß sie vor dem Vermählen zugesetzt werden. Die Waschaktivsubstanz bei der Verwendung langsam
Natriumseife kann in Form getrockneter Flocken oder schäumt, wird Kokosnußseife bevorzugt, da sie das
Tabletten zugesetzt werden, oder ein Teil kann in Form Waschakivsubstanz bei der Verwendung langsam
5 6
schäumt, wird Kokusnußseife bevorzugt, da sie das Beispiel 1
Schämuen beschleunigt. Die lösliche Seife bildet
wenn die Schäumgeschwindigkeit kein Haupterforder- 700 ml heißes Wasser wurden in einen 1000-g-Crut-
nis ist. Die Gesamtmenge von synthetischer Wasch- eher gegeben. Dann wurden 45 g Natriumsalz von
aktivsubstanz und Natriumseife ist normalerweise 5 Kokosnußalkoholsulfat, mittlere Fraktion, das etwa
nicht größer als 65%· 65% C12-Alkohol enthielt, und 21 g sulfatiertes und
Die Natriumseife kann geringe Mengen an Kalium- mit Natrium neutralisiertes Reaktionsprodukt von
oder Ammoniumseife oder an Seife von substituiertem 1 Mol der gleichen mittleren Kokosnußalkoholfraktion
Ammoniak enthalten, jedoch ist die verwendbare und 3 Mol Äthylenoxyd zugesetzt. Dann wurden 30 g
Menge an diesen Seifen zufolge ihrer Weichheit be- ίο Natrium aus 80% Talg und 20% Kokosnußöl zuschränkt,
gesetzt sowie 60 g Natriumkokosnußseife. Nachdem
Das stückförmige synthetische Waschmittel, das in diese dispergiert waren, wurden 18 g Natriumtripolygeeigneter
Weise gelatinierte Stärke enthält, kann her- phosphat zugesetzt und aufgelöst. Dann wurden 103 g
gestellt werden, indem man ein Waschmittel-Stärke- Leimstärke (oxydiert) zugesetzt. Die Stärke wurde
Crutchergemisch sprühtrocknet, anstatt es auf der xg durch Rühren mit hoher Geschwindigkeit dispergiert,
Walze zu trocknen. Wenn in dieser Weise getrocknet und es wurde etwa 20 Minuten weitergemischt. Wähwird,
so ist es erwünscht, das Crutchergemisch einer rend des Mischens betrug die Temperatur etwa 66 0C.
Behandlung zu unterwerfen, bei der es kräftig gerührt Das Gemisch wurde auf einer mit Dampf von etwa
und mechanisch in feinste Bestandteile zerteilt wird, 4,2 Atmosphären geheizten Walze bei einer Geschwinbevor
man es sprühtrocknet. Die Heizdauer in einem 20 digkeit von 4,9 kg getrocknetes Produkt je Stunde je
Sprühturm ist, verglichen mit dem Trocknen auf der Quadratmeter Walze getrocknet und auf nichtgelati-Walze,
kurz, und das Gelatinieren und Zerkleinern nierte Stärke überprüft. Es wurde keine Doppelkann
wegen des verzögernden Einflusses der Seife und brechung festgestellt. Das Gemisch wurde piliert, aus
der synthetischen Waschaktivsubstanz auf das Gelati- einer kleinen Strangpresse ausgepreßt und zu Stücken
nieren in dem Crutcher allein nicht in geeigneter Weise 25 von 80 g geprägt. Das fertige "Stück enthielt etwa 1 %
erfolgen. Eine geeignete Rührung und mechanische Natriumchlorid und Natriumsulfat und hatte einen
Zerteilung in feinste Bestandteile können erzielt wer- Feuchtigkeitsgehalt von 12%·
den, wenn man das Crutchergemisch vor dem Ver- Diese Stücke gaben guten Schaum und waren aussprühen
in dem Trocknungsturm mit einem Druck gezeichnet beständig gegen Schmieren, wenn sie über
von 210 atü durch ein Homogenisierungsventil 30 Nacht in Wasser getaucht wurden. Der Schmiertest
leitet. erfolgte, indem man die geprägte Oberfläche eines
Eine andere Methode, die Stärke zu gelatinieren, be- Stückes abschnitt, um eine ebene Fläche zu erhalten,
steht darin, sie vor dem Vermischen mit den übrigen Dann wurde das Stück 16 Stunden in Wasser von 210C
Waschmittelbestandteilen vorzukochen. Für dieses eingetaucht. Das Stück wurde gewogen, und dann wurde
Verfahren sind die oxydierten Stärken am besten ver- 35 die weiche »schmierige« Schnittfläche mit der vollen
wendbar, da sie bei einem Verhältnis Wasser zu Stärke Kraft des Zeigefingers abgestrichen. Dann wurde das
von nur 2: 1 gekocht werden können. Bei Anwesenheit Stück wieder gewogen. Der Gewichtsverlust im Versynthetischer
Waschaktivsubstanzen, die die Gelatinie- gleich zu dem Gewichtsverlust eines gleichen Stückes
rung verzögern, ist dagegen ein Verhältnis von 4: 1 aus Seife oder Waschmittel, von dem bekannt ist, daß
bevorzugt, während unbehandelte Maisstärke ein 40 es bei einem in gleicher Weise durchgeführten Test
Verhältnis von etwa 15:1 erfordert. zufriedenstellend ist, ist ein Maß für das Schmieren.
Das Vorkochen der oxydierten Stärke muß unter
gutem Rühren erfolgen, um Klumpenbildung zu ver- Beispiel 2
hindern. Das Durchmischen der vorgekochten Stärke
hindern. Das Durchmischen der vorgekochten Stärke
und die Dispergierung von Seifen und waschaktivem 45 Die Zusammensetzung war gleich der von Beispiel 1.
Material muß sehr gründlich erfolgen, da die Stärke Es wurden die gleichen Bestandteile verwendet, jedoch
sonst in dem fertigen Stück als Grieß erscheint. war die Menge an synthetischer Waschaktivsubstanz
Der Feuchtigkeitsgehalt der Stücke, die gelatinierte größer als die von Beispiel 1, und die Menge an Stärke
Stärke, lösliche Seife und eine synthetische Wasch- war entsprechend geringer. Die Herstellung erfolgte in
aktivsubstanz enthalten, muß zwischen der durch die so der gleichen Weise wie im Beispiel 1. Das Endprodukt
Plastizität vorgeschriebenen unteren Grenze und der hatte die folgende Zusammensetzung (Trockenbasis):
durch die Weichheit vorgeschriebenen oberen Grenze Natrium-(mittlere Kokosnußfraktion-
liegen Diese Grenzen liegen normalerweise zwischen Alkyl)-Sulfat, % Trockenbasis 20
10 und 15% Jedoch können bis herunter zu 5% Natriumsalz des sulfatiert*» Reaktions-Feuchtigkeit
verwendet werden, wenn das verwendete 55 produktes von 3 Mol Äthylenoxyd mit
amomsche SuIfonsaurereaktionsprodukt wachsartig ist * Mol Kokosnußalkohol einer mittleren
und m großer Menge, beispielsweise m einer Menge von Fraktion 9 5
35o/„, verwendet wird. Natriumseife ' äuV ' 80% ' Talg!' 20% '
amomsche SuIfonsaurereaktionsprodukt wachsartig ist * Mol Kokosnußalkohol einer mittleren
und m großer Menge, beispielsweise m einer Menge von Fraktion 9 5
35o/„, verwendet wird. Natriumseife ' äuV ' 80% ' Talg!' 20% '
Starke kann m verschiedener Weise so gelatiniert Kokosnuß 10
werden, daß sie in ein synthetische waschaktive Sub- 60 v Natriumseife ^- Kokosnußöl'.'.'.'.'.'.'.'. 20
stanz enthaltendes Waschmittelstuck eingearbeitet Natriumtripolyphosphat 6
werden kann, wobei hauptsächlich zu beachten ist, daß Sa]ze und ^^dene Materialien ... 10,5
die Starke bis zum Verschwinden der Anisotropie ge- Stärke 24
latiniert.
latiniert.
In den folgenden Beispielen beziehen sich die an- 65 Das fertige Stück enthielt 13% Feuchtigkeit. Es
gegebenen Mengen auf die reinen Materialien, d. h. schäumte so gut wie das Stück von Beispiel 1 und ergab
Wasser und Natriumchlorid, und Sulfate wurden von bei Einweichen über Nacht in Wasser praktisch das
den verwendeten Gewichtsmengen subtrahiert. gleiche Schmieren.
Das Natriumalkylsulfat einer mittleren Kokosnuß- nachtschmiertest etwa zweimal so viel an Gewicht wie
fraktion dieses Beispiels kann durch Natriumalkyl- die gleiche Zusammensetzung in einem Stück mit
benzolsulfonat, worin das Alkyl Polypropylen mit im gelatinierter Stärke. Mittel etwa 12 Kohlenstoffatomen in dem Rest ist, . .
ersetzt werden. Das Stück mit Alkylbenzolsulfonat ist 5 Beispiel 5
ebensogut verwendbar wie dasjenige mit Kokosnuß- In einen 1000-g-Crutcher wurden etwa 650 ml heißes
alkylsulfat, fühlt sich jedoch mit der Hand etwas Wasser von etwa 93° C gegeben. Dann wurden 45 g
klebrig an. Natriumsalz eines Fettalkoholsulfats mittlerer Frak-
tion zugegeben. Dazu wurden 15 g Natriumsalz des
Beispiel ό ίο sulfatierten Reaktionsproduktes von 10 Mol Äthylen-
Das Stück wurde, wie im Beispiel 1 beschrieben, her- oxyd und 1 Mol Talgalkohol sowie 11,4g Natriumgestellt. Die Zusammensetzung des fertigen Produktes kokosnußseife zugesetzt. Dann wurden 45 g Natriumwar
(Trockenbasis): tripolyphosphat zugesetzt. Dieses Gemisch wurde Natriumalkylsulfat (mittlere Kokos- durdl Mischen dispergiert und es wurden 84 g Stärke
nußfraktionl 20 0I ls zuSesetzt· Da die Temperatur auf 66 C gesunken war,
Natriumsalz des' sulfatierten Reak- mußte kräftig gerührt werden, um eine Gelatinierung
tionsproduktes von 3 Mol Äthylen- 1er Starke zu Klumpen zu verhindern Nachdem die
oxyd mit 1 Mol Kokosnußalkohol StaJe Sut ^pergiert war wurde in dem Crutcher
(mittlere Fraktion^ 6 5°/ wieder normal gerührt, und das Mischen wurde etwa
Natriumseife aus 80°/0' Talg,' 20°/'0 ' ° 20 ^ Minuten fortgesetzt. Das Gemisch wurde auf der
Kokosnuß 10 0I Walze getrocknet, und zwar bei einem Dampfdruck
Natriumseife 'aus Kokosnußöl".'.'.'. 20 % ™n *™ 4>? Atmosphären in den Walzen und mit einer
Natriumtripolyphosphat 6 % Geschwindigkeit von 4,9 kg trockenes Produkt je
Salze und verschiedene Materialien 10,1 % Quadratmeter Walze je Stunde. Diese Bedingungen
Stärke 27 4°/ 25 waren ausreichend, um die Gelatinierung der Starke zu
— beendigen. Auf der Walze wurden 78,6 g Natriumseife
100,0 /0 aus 8Oo/o Talg; 200/0 Kokosnußöl sowie 7,5 g Kokos-
Zu diesen 100 Teilen wurden auf den Mahlwalzen nußölfettalkohol (mittlere Fraktion) zugegeben. Nach
3,5 Teile Kokosnußalkohol einer mittleren Fraktion dem Pilieren wurde das Material stranggepreßt und zu
zugegeben. Das geprägte Stück enthielt 12,2% 3° Stücken geprägt. Die Stücke enthielten 18% Feuchtig-Wasser.
Der Kokosnußalkohol, ein Waschwirkungs- keit. Ihre Schaumbildung war ausgezeichnet. Bezüglich
verstärker, verbesserte den Schaum derart, daß er etwas der Schmierbeständigkeit nach Einweichen über Nacht
besser war als bei Beispiel 2. Das Schmieren über Nacht in Wasser waren sie den mit nicht gelatinierter Stärke
war nahezu das gleiche wie bei Beispiel 2. hergestellten überlegen.
Beispiel 4 35 Beispiel 6
Etwa 650 ml heißes Wasser von etwa 93°C wurden Die Herstellung erfolgte wie im Beispiel 5. Jedoch
in einen 1000-g-Crutcher gegeben. Dazu wurden 45 g ™f d* Mengenverhältnisse anders. Das fertige
btaok enthielt
Natriumalkylsulfat einer mittleren Fraktion mit etwa btaok enthielt.
65% C12-Alkoholen zugesetzt. Dann wurden 9 g des 40 Natriumsalz von Kokosnußalkohol-Natriumsalzes
des sulfatierten Reaktionsproduktes von sulfat (mittlere Fraktion) 20
3 Mol Äthylenoxyd und 1 Mol Fettalkohol aus Talg Natriumsalz des sulfatierten Reaktions-
zugegeben. Nachdem diese Bestandteile gut dispergiert Produktes von 3 Mol Athylenoxyd mit
waren, wurden 103,5 g Hercules-Nr. 55-Stärke, her- 1 Mol Talgalkohol 6,5
gestellt von der Corn Products Refining Co., zugesetzt. 45 Natriumseife aus 80% Talg, 20%
Die Stärke wurde unter schnellem Rühren dispergiert Kokosnußöl 18
und dann etwa 20 Minuten auf etwa 660C erwärmt. Natriumseife von Kokosnußöl 12
Das Gemisch wurde auf der Walze getrocknet, wobei Natriumtripolyphosphat 15
die Walzen mit Dampf von 4,2 Atmosphären Druck Salze und verschiedene Materialien ... 5,8
geheizt wurden, und die Geschwindigkeit 4,9 kg ge- 50 btarKe ζυ,ζ
trocknetes Produkt je Quadratmeter Walze je Stunde Fettalkohol mittlere Fraktion 2,5
betrug. Bei diesen Bedingungen ergab sich eine voll- Feuchtigkeit 13,8
ständige Gelatinierung der Stärke. Den Mischwalzen, Das Stück schäumte gut, und die Schmierteste waren
mit denen das getrocknete Gemisch piliert wurde, zufriedenstellend.
wurden 75 g Natriumseife aus 80% Talg, 20% 55 .
Kokosnußöl zugesetzt. Außerdem wurden als Wasch- Beispiel /
Wirkungsverstärker 10,5 g Kokosnußalkohol (mittlere Die im folgenden angegebenen Teile beziehen sich
Fraktion) zugesetzt. Diese Bestandteile wurden gut a^f das Gewicht.
in das auf der Walze getrocknete Gemisch einpiliert. 20 Teile Natriumalkylglyceryläthersulfonat (Kokos-
Dann wurde das Gemisch stranggepreßt und geprägt. 60 nußalkyl mittlere Fraktion),
Zufolge der geringen Menge an Alkylsulfat schäumte 10 Teile Natriumseife aus 80 % Talg und 20 % Kokos-
dieses Stück nicht ganz so gut wie das Produkt von nußöl,
Beispiel 3, aber das Schmieren über Nacht war besser 15 Teile NatriumkokosnußÖlseife,
als das von Beispiel 3, woraus ersichtlich ist, daß mit in 10 Teile hydratisierte Calciumseife von 80% Talg,
geeigneter Weise gelatinierter Stärke ein Stück erhalten 65 20 % Kokosnußöl,
wird, das zusammenhält, wenn es 16 Stunden in Wasser 25 Teile oxydierte Stärke,
von 24° C eingetaucht wird. Ein Stück mit nicht gelati- 10 Teile Wasser,
nierter Stärke beispielsweise verliert bei einem Über- 10 Teile verschiedene Salze.
Claims (1)
- 9 10Das Natriumalkylglyceryläthersulfonat wird in so Die Stücke wurden mikroskopisch untersucht. Dieviel Wasser gelöst, daß ein 60- bis 75 %iges Gemisch in Stärke in dem Stück Nr. 1 war etwas anisotrop unddem Crutcher vorliegt. Dann wird die Seife aus 80% teilweise gelatiniert. Die Stärke in dem Stück Nr. 2Talg, 20 % Kokosnußöl, die zu Calciumseif e verarbeitet zeigte keine Anisotropie und war vollständig gelatiniert,werden soll, in dem Crutcher gelöst. Die äquivalente 5 Die beiden Stücke wurden nach dem folgenden TestMenge Calciumchlorid wird zugefügt, und das Rühren miteinander verglichen:wird fortgesetzt, bis Dispergierung erfolgt. Dann wird Die geprägte Fläche des Stückes wurde abgeschnit-die Stärke hinzugefügt und unter Rühren mit hoher ten, so daß eine ebene Fläche entstand. Dann wurdenGeschwindigkeit dispergiert. Nach der Dispergierung die Stücke gewogen. Die Stücke wurden 16 Stundenläßt man das Rührwerk mit normaler Geschwindigkeit io in Wasser von 210C eingetaucht. Dann wurde diekufen, bis ein gutes Gemisch erhalten ist. Das Gemisch weiche, schmierige Schnittfläche mit der vollen Kraftwird auf der Walze getrocknet. Die Natriumseife aus des Zeigefingers fortgewischt. Die Stücke wurden er-80 % Talg, 20 % Kokosnußöl wird in Form von kleinen neut gewogen und die Gewichtsverluste aufgezeichnet:Stückchen zugefügt und die Natriumkokosnußseife als Stück Nr. 1 9,5 gKernseife in die Mischmaschine zugegeben. Nach dem 15 Stück Nr! 2 .................. 93 gMischen wird die Masse piliert, ausgepreßt und geprägt.Das Handschäumen war zufriedenstellend. Der gleiche Test nach 2stündigem Eintauchen:An Stelle von Calciumchlorid können stöchiome- Stück Nr 1 4 9girisch äquivalente Mengen Magnesiumsulfat verwendet Stück Nr' 2 43 gwerden. Wenn es erwünscht ist, ein Gemisch von 20Calcium- und Magnesiumseifen herzustellen, so müssen Der Gewichtsverlust ist ein Maß für das Schmierig-die Chloride von Calcium und Magnesium verwendet werden. Der Gewichtsverlust ist bei dem Stück Nr. 2werden, um die Bildung von relativ unlöslichem geringer, d. h., die Tendenz, schmierig zu werden, istCalciumsulfat zu verhindern. geringer als bei dem Stück Nr. 1.Für die Zusammensetzung von Beispiel 7 kann an 25 Wenn die Stücke von einer Anzahl Personen zumStelle des Alkylglyceryläthersulfonats das Natriumsalz Händewaschen verwendet wurden, so wurde fest-des Kokosnußesters von Isäthionsäure verwendet gestellt, daß das Stück Nr. 2 sich sahniger anfühlte alswerden, wobei ein Stück mit gleich guten Eigenschaften das Stück Nr. 1 und gewöhnlicher Toilettseife nahezuerhalten wird. Die Stücke dieser Beispiele enthalten gleich war.
20 % synthetischer Waschaktivsubstanz. 30D . . , „ PATENTANSPRÜCHE:
Beispiel 8Es wurden zwei Stücke, Nr. 1 und Nr. 2, mit der 1. Stückförmiges, praktisch alkalifreies Waschfolgenden Zusammensetzung hergestellt: mittel mit charakteristischem seifenartigem Griff, 29 %feinvermahlene oxydierte Maisstärke, 3S dadurch gekennzeichnet, daß es 10 bis 35 »/oNatrium-24"/ eines Gemisches von Natriumtalgseife und Na- seife' ,15 bls 4J h ^mer normalerweise festen an-triumkokosnußseife, Verhältnis 1: 1, ionischen synthetischen waschaktiven Substanz und29 »/0 Natrium-kokosnußfettalkohol-glyceryläther- 15 bls 75% vorzugsweise 15 bis 45V0, einer gelati-sulfonat nierten wachsartigen Starke enthalt, wobei die0 75 0I Parfüm 4° Gesamtmenge an synthetischer waschaktiver Sub-11 "/Feuchtigkeit stanz und Natriumseife zwischen 25 und 65%6,25% eines Gemisches von NaCl und Na2SO1. beträf u A nd die Stärke bis.zum völliSen Verschwinden der Anisotropie gelatiniert ist.Das Stück Nr. 1 wurde hergestellt, indem man die 2. Stückförmiges Waschmittel nach Anspruch 1, Stärke, die Seife und die synthetische waschaktive 45 dadurch gekennzeichnet, daß es als weiteren BeSubstanz in so viel Wasser von 77° C einrührte und standteil eine unlösliche Seife, wie Calciumseife, dispergierte, daß das erhaltene Gemisch 70 % Wasser Magnesiumseife oder Gemische von diesen, enthält, enthielt. Das Gemisch wurde auf Stahlwalzen getrock- 3. Verfahren zur Herstellung eines Toilettseifennet, die mit Dampf von etwa 2,45 Atmosphären Stückes nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch (138° C) geheizt wurden. Die Feuchtigkeit in dem so 50 gekennzeichnet, daß man die Stärke in einer Wasser erhaltenen getrockneten Gemisch wurde auf 11 % ein- und synthetische waschaktive Substanz enthaltengestellt, und das Gemisch wurde piliert, stranggepreßt den Lösung erwärmt und rührt, sie dann in dieser und zu einem Stück geprägt. Lösung mechanisch in feinste Bestandteile zerteiltDas Stück Nr. 2 wurde hergestellt, indem man die und weiter bis zum Verschwinden der Anisotropie Stärke, die Seife und die synthetische waschaktive 55 der Stärke erwärmt, wobei gleichzeitig Wasser abSubstanz in so viel Wasser von 770C einrührte und getrieben wird, daß man dem getrockneten Gemisch dispergierte, daß das erhaltene Gemisch 70% Wasser dann weitere Bestandteile zufügt und das Gemisch enthielt. Das Gemisch wurde auf Stahlwalzen getrock- piliert, strangpreßt und zu Stücken prägt.net, die mit Dampf von etwa 5,25 Atmosphären(1600C) geheizt waren. Die Feuchtigkeit in dem so 60getrockneten Gemisch wurde auf 11 % eingestellt, und Iß Betracht gezogene Druckschriften:das Gemisch wurde piliert, stranggepreßt und zu einem Deutsche Patentschrift Nr. 339 049;Stück geprägt. Heiss, Lebensmitteltechnologie, 1950, S. 148.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 209 509/325 2.62
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