-
Vorrichtung für Hängeregistraturen aus übereinander angeordneten Schriftgutbehälterreihen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für Hängeregistraturen aus übereinander
angeordneten, in Schränken, Gestellen od. dgl. untergebrachten Schriftgutbehälterreihen
mit je einer einzigen, an den Seitenwänden des Schrankes, Gestelles od. dgl. gelagerten
Tragschiene zur Aufnahme der Hängeränder der zugeordneten Schriftgutbehälter, z.
B. Hängemappen, Hängetaschen od. dgl.
-
Derartige Hängeregistraturen haben zwischen den übereinander angeordneten
Schriftgutbehälterreihen einen nicht unerheblichen Abstand, der von dem Drehwinkel
bestimmt wird, um welchen jeder Schriftgutbehälter um die Tragschiene als Achse
verdreht bzw. schräg gestellt werden muß, damit er ohne Eingriff in die darüber
und darunter befindliche Schriftgutbehälterreihe auf die zugeordnete Tragschiene
aufgehängt oder von dieser abgehängt werden kann. Dieser notwendige Abstand ist
die Ursache, daß in den üblichen, für Hängeregistraturen vorgesehenen Büroschränken,
Gestellen od. dgl. von einer gegebenen Höhe immer nur eine bestimmte Anzahl Tragschienen,
z. B. fünf, untergebracht werden können. Durch den notwendigen Abstand zwischen
den. Schriftgutbehälterreihen entsteht ein sehr beachtlicher Raumverlust, da auf
Grund der tatsächlichen Höhe allein eine Schriftgutbehälterreihe einschließlich
der zugeordneten Tragschiene mit ihren Lagerstellen mindestens eine weitere Schriftgutbehälterreihe
mehr in dem betreifenden Schrank oder Gestell vorgesehen werden kann.
-
Es sind daher bei solchen Hängeregistraturen schon Vorkehrungen getroffen
worden, um zwischen den einzelnen Schriftgutbehälterreihen einen verhältnismäßig
geringen Abstand zu ermöglichen. Hierzu ist die Tragschiene jeder Schriftgutbehälterreihe
in einem U-förmigen, zur Bedienungsseite der Hängeregistratur offenen sowie teleskopartig
ausziehbar ausgebildeten Hängerahmen angeordnet worden. Zum Einhängen oder Entnehmen
eines Schriftgutbehälters wird der Hängerahmen aus dem Schrank, Gestell od. dgl.
herausgezogen, so daß der um die Hängeschiene zu verdrehende Schriftgutbehälter
nicht in die darunter oder darüber befindliche benachbarte Schriftgutbehälterreihe
eingreifen und das aufgereihte Schriftgut zerknittert oder sonstwie beschädigt werden
kann.
-
Solche ausziehbare Hängerahmen verteuern jedoch nicht nur infolge
der Hängerahmen selbst, sondern auch wegen des dazu notwendigen Platzes nicht unerheblich
die Herstellung des Schrankes, Gestelles od. dgl. Sie beeinträchtigen auch die Standsicherheit
des Schrankes, Gestelles od. dgl., und zwar insbesondere dann, wenn die oberen,
mit vollgefüllten Schriftgutbehältern dicht besetzten Hängerahmen herausgezogen
werden müssen. Insbesondere erfordern derartige Schränke, Gestelle od. dgl. einen
zusätzlichen Platzbedarf, weil vor jedem Schrank, Gestell od. dgl. ein die herausgezogenen
Hängerahmen aufnehmender Raum frei gehalten werden muß. Insgesamt sind demnach die
bekannten Hängeregistraturen in jeder Hinsicht verhältnismäßig unwirtschaftlich.
-
Somit besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorrichtung für
die Hängeregistraturen mit den weiteren Merkmalen des im ersten Absatz erläuterten
Gattungsbegriffes zu schaffen, die es mit einem kleineren baulichen Aufwand ermöglicht,
in einem Schrank, Gestell od. dgl. den gegenseitigen Abstand zwischen den übereinander
angeordneten Schriftgutbehälterreihen so zu verringern, daß gegenüber der bisherigen
Anordnung eine weitere Schriftgutbehälterreihe untergebracht werden kann, d. h.
daß die Anzahl der Schriftgutbehälterreihen annähernd durch den Quotienten aus der
Schrank- bzw. Gestellhöhe und der tatsächlichen Bauhöhe einer Schriftgutbehälterreihe
bestimmt ist.
-
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß den Tragschienen
eine das Verschwenken der Hängeränder der Schriftgutbehälter zum Boden des Schrankes,
Gestelles od. dgl. bewirkende Vorrichtung zugeordnet ist, die zum Verschwenken der
Hängeränder sämtlicher Schriftgutbehälterreihen an der Bedienungsseite der Hängeregistratur
mindestens eine Handhabe aufweist. Für Schriftgutbehälter mit einer von zwei Nasen
überragten randoffenen Ausnehmung
in jedem Hängerand zur Aufnahme
einer Tragschiene mit einer gegenüber der randseitigen Öffnung größeren Breite wird
die Ausbildung der Vorrichtung so durchgeführt, daß jedes Ende einer Tragschiene
um den von der Bedienungsseite der Hängeregistratur abgekehrten Tragrand drehbar
in den Seitenwänden des Schrankes, Gestelles od. dgl. gelagert und im Bereich der
Enden des anderen Tragrandes mit je einer in. der zugeordneten Seitenwand längsverschiebbar
geführten Stange, Schiene od. dgl. gelenkig verbunden ist, an welcher als Handhabe
ein an der benachbarten Seitenwand gelagerter einarmiger Hebel angelenkt ist. Eine
derartige Vorrichtung kann ganz allgemein für Schriftgutbehälter mit einer randoffenen
Ausnehmung in jedem Hängerand zur Aufnahme einen gegenüber der randseitigen Ölung
breiteren Tragschiene auch so gestaltet werden, daß jedes Ende einer Tragschiene
an dem einen Hebelarm eines in der zugeordneten Seitenwand schwenkbar gelagerten
Winkelhebels befestigt wird, dessen anderer Hebelarm mit einer in dieser Seitenwand
längsverschiebbar geführten Stange, Schiene od. dgl. gelenkig verbunden ist. Schließlich
kann die Vorrichtung für eine andere Art von Schriftgutbehältem mit einer randoffenen,
die Tragschiene vollständig aufnehmenden Ausnehmung in jedem in der normalen Hängelage
von einer besonderen Stützschiene parallel zum Boden des Schrankes, Gestelles od.
dgl. gehalterten Hängerand so ausgebildet werden, daß jedes Ende der Stützschiene
an einer auf der Tragschiene schwenkbar gelagerten Schwinge befestigt und zugleich
mit einer in der zugeordneten Seitenwand längsverschiebbar geführten Stange, Schiene
od. dgl. gelenkig verbunden ist, an welcher der kleinere Arm eines zweiarmigen,
in dieser Seitenwand drehbar gelagerten und als Handhabe dienenden Hebels angelenkt
ist. Insbesondere kann jeder Tragschiene noch eine in der normalen Hängelage das
Hochschwenken der Hängeränder verhindernde Sperrschiene zugeordriet werden, deren
der Bedienungsseite der Hängeregistratur zugekehrte Fläche erforderlichenfalls als
Sichtfläche für auswechselbare Beschriftungsstreifen ausgebildet ist. In vorteilhafter
Weise sind die in den Seitenwänden des Schrankes, Gestelles od. dgl. längsverschiebbar
geführten Stangen, Schienen od. dgl. im Bereich des Schrank- oder Gestellbodens
durch eine drehbar gelagerte Welle über zwei auf dieser Welle fest angeordnete Hebel
gleichsinnig gelenkig miteinander verbunden.
-
Durch diese Maßnahmen wird nicht nur der Abstand zwischen den Schriftgutbehälterreihen
so weit verringert, daß gegenüber der bisherigen Ausführung in einem Schrank, Gestell
od. dgl. üblicher Bauhöhe eine Schriftgutbehälterreihe mehr untergebracht werden
kann. Darüber hinaus wird auch die Bedienung der Hängeregistratur,. insbesondere
der oberen Schriftgutbehälterreihen, erheblich erleichtert. Denn durch das Verschwenken
der Hängeränder gegen den Bedienenden der Hängeregistratur zu brauchen die Schriftgutbehälter
zum Einhängen und Entnehmen nur noch wenig hochgeschwenkt zu werden. Außerdem können
die an den Querseiten der Schriftgutbehälter angeordneten Beschriftungen der oberen
Schriftgutbehälterreihen wesentlich besser abgelesen werden. Einen weiteren Vorteil
bietet das Ausführungsbeispiel, bei dem die Tragschienen an verschwenkbaren Winkelhebeln
befestigt werden. Denn in diesem Falle können die Tragschienen im Schrank, Gestell
od. dgl. so weit zurückgesetzt werden, daß die von der Bedienungsseite abgekehrten
Querseiten der Schriftgutbehälter praktisch an der Rückwand anliegen. In dieser
normalen Hängelage, bei welcher die Hängeränder parallel zum Schrank- bzw. Gestellboden
verlaufen, sind somit die Schriftgutbehälter auch ohne Sperrschiene verriegelt,
weil die Rückwand das Hochschwenken der Schriftgutbehälter für . eine unerwünschte
Entnahme verhindert.
-
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
schematisch dargestellt. Es zeigt Abb. 1 einen Querschnitt durch die Tragschiene
und eine Ansicht der Vorrichtung zum Verschwenken der Tragschiene an einer Seitenwand
eines Schrankes, Gestelles od. dgl. für eine Schriftgutbehälterreihe eines ersten
Ausführungsbeispieles, Abb. 2 eine der Abb. 1 entsprechende Darstellung eines zweiten
Ausführungsbeispieles, Abb. 3 eine der Abb.1 entsprechende Darstellung eines dritten
Ausführungsbeispieles, Abb. 4 eine schaubildliche Ansicht eines Schrankes mit sechs
übereinander angeordneten Tragschienen und mit der zum Verschwenken der Tragschienen
notwendigen Vorrichtung nach Abb. 2 ohne Sperrschiene.
-
Bei der Hängeregistratur nach dem ersten Ausführungsbeispiel nach
Abb. 1 ist für jede Schriftgutbehälterreihe eine Tragschiene 1 vorgesehen, die einen
auf dem Kopf stehenden T@förmigen Querschnitt aufweist. Die freien Längsränder der
beiden Flansche sind etwas aufwärts zum lotrecht stehenden Steg aufgebogen und bilden
Tragränder 2 und 3 für zwei Nasen 4 und 5. Diese Nasen sind einander zugekehrt und
begrenzen eine randseitige Öffnung 6, die kleiner als die Breite der Tragschiene
ausgebildet und einer randoffenen Ausnehmung 7 zugeordnet ist. Letztere ist in jedem
Hängerand 8 eines in Abb. 4 dargestellten Schriftgutbehälters 10 einer Schriftgutbehälterreihe
so vorgesehen, daß der Abstand der Schwerlinie 5 zur Nase 5 kleiner ist als der
Abstand zur Nase 4. Unter Schriftgutbehälter sind Hängemappen, Hängehefter, Hängetaschen
u. dgl. zu verstehen. Jede randoffene Ausnehmung ist hierbei so ausgebildet, daß
der zugeordnete Hängerand bzw. Schriftgutbehälter auf der Bedienungsseite der Hängeregistratur
zum Aufhängen bzw. Abhängen um die Tragschiene 1 als Drehachse hochgeschwenkt und
dabei quer zur Tragschiene verschoben werden kann. Wird der hochgeschwenkte und
zugleich in der von der Bedienungsseite abgekehrten Richtung quer zur Tragschiene
etwas verschobene Schriftgutbehälter nicht aus der Schriftgutbehälterreihe herausgezogen,
sondern losgelassen, so ergibt sich eine zur Richtung der beiden Tragschienenflansche
schräg stehende Markierungslage, in welcher die von der Bedienungsseite abgekehrte
Nase 4 des Hängerandes auf der Unterseite ihres zugeordneten Tragrandes 2 anliegt
und die andere Nase 5 allein noch auf dem Tragrand 3 ruht. In dieser Stellung wird
der Hängerand durch die Hochbiegung des Tragrandes gegen unbeabsichtigtes Abrutschen
gesichert. Insoweit ist die Üängeregistratur bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung.
-
Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung vorgesehen, die den Tragschienen
1 einer z. B. in einem Schrank 9, Gestell od. dgl. untergebrachten Hängeregistratur
zugeordnet wird. Diese Vorrichtung ist so ausgebildet, daß die Hängeränder 8 der
Schriftgutbehälter 10
sämtlicher Schriftgutbehälterreihen schräg
zum Boden des Schrankes verschwenkt werden können, und zwar mittels einer Handhabe
11, die an einer Seitenwand 12 des Schrankes schwenkbar gelagert wird (vgl. Abb.
4). Zum Verschwenken der Hängeränder wird gemäß Abb. 1 jedes Ende der Tragschienen
in der ideellen Verlängerung des von der Bedienungsseite der Hängeregistratur abgekehrten
Tragrandes 2 in der zugeordneten Seitenwand 12 gegebenenfalls mittels einer eingelassenen
Schiene 13, Platte od. dgl. drehbar gelagert, so daß eine feste Lagerstelle 14 gebildet
wird. Jedes Stirnende des anderen Tragrandes 3 wird dagegen an einer Stange bzw.
Schiene 15 angelenkt, welche die Anlenkstellen 16 dieser Tragrandenden aufnimmt
und in der jeweils benachbarten Seitenwand 12 längsverschiebbar geführt ist. Eine
der beiden Stangen, Schienen 15 od. dgl. ist an der Handhabe 11 angelenkt, die von
einem einarmigen Hebel 17 gebildet wird. Dieser Hebel ist in der zugeordneten Seitenwand
12 schwenkbar gelagert, und zwar so, daß der Abstand seiner Lagerstelle 18 in der
Seitenwand von der Anlenkstelle 19 an der Schiene 15 gegenüber dem Abstand zwischen
der Lagerstelle 18 und dem freien Ende des Hebels 17 um ein Mehrfaches kleiner ist.
Dadurch entsteht ein übersetzungsverhältnis, das ein leichtes Verschieben der Stangen,
Schienen 15 od. dgl. gewährleistet.
-
Wird beispielsweise der Hebel 17 nach unten, d. h. in Richtung zum
Schrankboden, geschwenkt, so folgt die Schiene 15 entsprechend dem übersetzungsverhältnis
nach und schwenkt die Tragschiene 1 um ihre feste Anlenkstelle 14 in der gleichen
Richtung. Die Tragschiene 1 und die Hängeränder 8 der Schriftgutbehälter 10 nehmen
dann die mit strichpunktierten Linien angedeutete schräge Stellung I ein (vgl. Abb.1).
Je nach Größe des gewählten Schwenkwinkels liegt hierbei die etwa zur Längsrichtung
der Hängeränder verlaufende Begrenzungskante jeder randoffenen Ausnehmung an der
Unterseite der Tragschiene an, so daß die Rückenkanten der Hängeränder sämtlicher
Schriftgutbehälterreihen an der Bedienungsseite der Hängeregistratur unter dem gleichen
Winkel zum Schrank- bzw. Gestenboden geneigt sind. In dieser Stellung braucht ein
gesuchter Schriftgutbehälter unter Verschieben gegen die Tragschiene nur noch wenig
hochgeschwenkt zu werden, um ihn von der Tragschiene abziehen oder um ihn in die
ebenfalls mit strichpunktierten Linien angedeutete Stellung II zu bringen. Diese
Stellung stellt zugleich eine stabile Markierungslage dar, in welcher die von der
Bedienungsseite abgekehrte Nase 4 auf der Unterseite der Tragschiene 1 anliegt.
In der Stellung I ruht das Gewicht der Schriftgutbehälter jeder Schriftgutbehälterreihe
auf dem von der Bedienungsseite abgekehrten Tragrand 2 der zugeordneten Tragschiene
1, so daß zum Verschwenken der Tragschienen an der auf die Vorrichtung einwirkenden
Handhabe 11 kein Schriftgutgewicht bewegt werden muß. Aber auch zum Zurückschwenken
der Tragschienen ist infolge des Schwerlinienverlaufes zwischen den beiden Nasen
4 und 5 kein besonderer Kraftaufwand an der Handhabe notwendig.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erläuterten Ausführungsbeispieles
ist die Ausbildung so durchgeführt, daß die Tragschiene :t mit jedem Stirnende auf
einer Scheibe 20 befestigt wird. Jede Scheibe wird in der ideellen Verlängerung
des von der Bedienungsseite abgekehrten Tragrandes 2 mittels der festen Lagerstelle
14 in der jeweils zugeordneten Seitenwand 12 schwenkbar gelagert. In entsprechender
Weise wird die längsverschiebbare Stange, Schiene 15 od. dgl. über die Anlenkstelle
16 mit der Scheibe 20 gelenkig verbunden.
-
Unmittelbar über den Hängerändern 8 der in der normalen Hängelage
befindlichen Schriftgutbehälter ist eine hochkant stehende Sperrschiene 21 angeordnet,
die auch als eine im Querschnitt L-förmige Profilschiene ausgebildet sein kann.
Die der Bedienungsseite zugekehrte Fläche der Sperrschiene kann als Sichtfläche
22 zur Aufnahme von auswechselbaren Beschriftungsstreifen ausgebildet und mit einem
durchsichtigen Schutzstreifen versehen werden. Durch die Sperrschiene 21 wird das
Hochschwenken und damit die Entnahme der Schriftgutbehälter 10 verhindert. Hierzu
wird noch die Handhabe 11 in ihrer dem parallelen Verlauf der Hängeränder zum Boden
des Schrankes 9, Gestelles od. dgl. entsprechenden Ruhestellung abschließbar gestaltet.
-
Um die Bedienung einer solchen Hängeregistratur weitestgehend zu vereinfachen
und demgemäß mit einer einzigen Handhabe 11 auszukommen, werden die beiden in den
Seitenwänden 12 des Schrankes 9 längsverschiebbar geführten Stangen, Schienen 15
od. dgl. durch eine im Bereich des Schrankbodens drehbar gelagerte Welle 23 über
zwei an ihren Enden befestigte Hebel 24 gleichsinnig gelenkig untereinander verbunden.
Wird durch die Handhabe 11 die eine Schiene 15 nach oben oder unten verschoben,
so macht die andere Schiene in der gegenüberliegenden Seitenwand diese Bewegung
zwangläufig mit.
-
Das Ausführungsbeispiel nach Abb.2 unterscheidet sich von dem nach
Abb. 1 lediglich durch die Art der Tragschienenlagerung. Für jedes Ende der Tragschienen
1 ist ein Winkelhebel 25 mit zwei Hebelarmen 26 und 27 vorgesehen. Jeder
Winkelhebel ist wiederum mittels der festen Anlenkstelle 14 drehbar in der zugeordneten
Seitenwand 12 gelagert. In der normalen Hängelage der Schriftgutbehälter 10 mit
parallel zum Schrankboden verlaufenden Hängerändern 8 steht der eine Hebelarm 26
etwa senkrecht zum Schrankboden und ist an seinem freien Ende fest mit dem zugeordneten
Tragschienenende verbunden. Am freien Ende des anderen Hebelarmes 27 ist mittels
der Anlenkstelle 16 die zugeordnete längsverschiebbare Stange, Schiene 15 od. dgl.
angelenkt. Diese Stangen, Schienen 15 od. dgl. der beiden Seitenwände 12 sind wiederum
im Bereich des Schrankbodens mittels der Welle 23 über die beiden Hebel 24 gelenkig
miteinander verbunden, so daß mittels der Handhabe 11 beide Schienen gleichzeitig
und zwangläufig verstellt werden können. Außerdem ist eine Sperrschiene 21 vorgesehen,
die in gleicher Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach Abb.l angeordnet wird.
-
Diese Sperrschiene kann bei dem zweiten Ausführungsbeispiel auch entfallen,
wenn die Winkelhebel mit den Tragschienen so angeordnet werden, daß die von der
Bedienungsseite der Hängeregistratur abgekehrten Querseiten der Schriftgutbehälter
in deren normalen Hängelage mit parallel zum Schrankboden verlaufenden Hängerändern
praktisch spielfrei an der Rückwand des Schrankes, Gestelles od. dgl. anliegen.
Denn in einem solchen Falle sind sie zwangläufig gegen das für ihre Entnahme notwendige
Hochschwenken gesichert. Selbstverständlich wird die Handhabe in ihrer dieser Lage
der Schriftgutbehälter
entsprechenden Stellung wiederum abschließbar
gestaltet.
-
Eine solche Anordnung ist möglich, weil jede Tragschiene durch die
Winkelhebel nicht nur verschwenkt, sondern darüber hinaus zusätzlich noch gegen
die Bedienungsseite der Hängeregistratur vorgeschoben werden, so daß dadurch das
zum Hochschwenken notwendige Spiel zwischen der Rückwand und den Schriftgutbehältern
entsteht. Außerdem bietet dieses Ausführungsbeispiel. noch den weiteren Vorteil,
daß die Tragschiene eine beliebige Querschnittform (z. B. L-förmig, O-förmig od.
dgL) aufweisen und die randseitige öffnung jeder randoffenen Ausnehmung auch nur
von einer Nase begrenzt sein kann, die über die randoffene Ausnehmung ragt.
-
Das Ausführungsbeispiel nach Abb.3 ist für Schriftgutbehälter vorgesehen,
die zwar in jedem Hängerand 8 eine randoffene Ausnehmung 7 mit nur einer einzigen,
die randseitige öffnung begrenzende Nase 5 aufweisen. Bei dieser Art von Schriftgutbehältern
wird jedoch die zugeordnete, vorzugsweise einen kreisrunden Querschnitt aufweisende
Tragschiene 28 vollständig von der randoffenen Ausnehmung aufgenommen. Die Schwerlinie
5 dieser Schriftgutbehälter liegt von. der Bedienungsseite aus gesehen vor den Tragschienen.
Um hierbei ein Hochschwenken der Hängeränder an dem der Rückwand zugekehrten Teil
zu verhindern, ist noch eine Stützschiene 29 angeordnet, die in eine randoffene
Aussparung jedes Hängerandes etwa bündig eingreift und so an den Seitenwänden befestigt
ist, daß die Hängeränder beim Anliegen an der Stützschiene zum Schrank- oder Gestenboden
etwa parallel sind.
-
Die . Vorrichtung zum Verschwenken der Hängeränder jeder Schriftgutbehälterreihe
aus vorstehend erläuterten Schriftgutbehältern wird für jede Schriftgutbehälterreihe
von zwei Schwingen 30 gebildet, von denen jede Schwinge mit einem Ende unmittelbar
an der zugeordneten Seitenwand 12 auf der Tragschiene 28 schwenkbar
gelagert ist. Die Tragschiene bildet bei diesem Ausführungsbeispiel zugleich die
feste Anlenkstelle an der Seitenwand. Am gegenüberliegenden Ende jeder Schwinge
30 ist das entsprechende Ende der Stützschiene 29 befestigt, das zugleich die Schwinge
durchsetzen kann. Das aus jeder Schwinge herausragende und gegebenenfalls zapfenartig
ausgebildete Ende greift in ein querliegendes Langloch der zugeordneten längsverschiebbar
geführten Stange, Schiene 15 od. dgl. ein, die beide wiederum wie bei den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen gelenkig gleichsinnig miteinander verbunden sind und durch
eine Handhabe 11 auf und ab bewegt werden können. Die Handhabe wird im vorliegenden
Falle von einem zweiarmigen Hebel 31 mit ungleich langen Armen gebildet, der mittels
der Anlenkstelle 18 drehbar in der benachbarten Seitenwand 12 gelagert ist.
Am Ende des kleineren Armes ist die Stange, Schiene 15 od. dgl. aasgelenkt. Selbstverständlich
ist in der Anlenkstelle 19 in gleicher Weise wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
entsprechend der Pfeilhöhe des Hebelanschlages Spiel vorgesehen.
-
Wird die Handhabe 11 an dem längeren, beispielsweise mit einem Handgriff
33 versehenen Arm nach unten gegen den Schrankboden verschwenkt, so wird die Stange,
Schiene 15 od. dgl. und damit auch die Schwinge 30 mit der Stützschiene
29 in entgegengesetzter Richtung nach oben bewegt. Dadurch werden die Hängeränder
ihrer Parallelhalterung beraubt, so daß sie an der Bedienungsseite der Hängeregistratur
unter der Einwirkung des jeweiligen Schriftgutbehältergewichtes so weit nach unten
schwenken, bis die Aussparungen wieder an der Stützschiene anliegen. In dieser Stellung
können dann die Schriftgutbehälter ohne weiteren nennenswerten Schwenkweg von der
Tragschiene 28 abgenommen werden.
-
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist unmittelbar oberhalb der Hängeränder,
und zwar vor der Tragschiene 28, eine hochkant stehende Sperrschiene 21 angeordnet,
deren der Bedienungsseite zugekehrte Fläche als Sichtfläche 22 ausgebildet werden
kann. Ebenso wird die Handhabe 11 in ihrer der normalen Hängelage der Schriftgutbehälter
entsprechenden Stellung abschließbar gestaltet. Der Verschwenkvorgang ist praktisch
ohne Kraftaufwand durchführbar, weil das Hauptgewicht der Schriftgutbehälter jeder
Schriftgutbehälterreihe von der im Schrank, Gestell od. dgl. fest angeordneten Tragschiene
aufgenommen wird. Im übrigen kann bei sämtlichen AusführungsbeispieIen die Vorrichtung
zum Verschwenken der Hängeränder in die Seitenwände 12 des Schrankes 9, Gestelles
od. dgl. eingelassen und abgedeckt werden, so daß die äußeren Schriftgutbehälter
jeder Schriftgutbehälterreihe. vor Beschädigungen geschützt sind.