DE1123518B - Einrichtung zur Verstellung des Einspritzzeitpunktes bei Brennkraftmaschinen - Google Patents
Einrichtung zur Verstellung des Einspritzzeitpunktes bei BrennkraftmaschinenInfo
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Description
- Einrichtung zur Verstellung des Einspritzzeitpunktes bei Brennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft eine Einspritzzeitpunkt-Verstelleinrichtung für durch Nocken und Stößel angetriebene Einspritzpumpen von Brennkraftmaschinen mittels einer gegenüber der Nockenbahn um eine zur Nockenwellenachse parallele Achse schwenkbaren Stößelführung.
- Es ist bereits eine Einspritzzeitpunkt-Verstelleinrichtung bekannt, bei welcher die Stößel in einem Gehäuse geführt sind, das auf der Nockenwelle selbst um diese verschwenkbar gelagert ist. Zum Verschwenken des Gehäuses mit den Stößeln dient eine an ihrem freien Ende mit einem Handrad versehene Schraubenspindel, die einerseits mit einem in einem ortsfesten Maschinenteil vorgesehenen Gewinde zusammenwirkt und andererseits in einem am Gehäuse schwenkbar gelagerten Block unverschiebbar gehalten ist. Diese Einrichtung ist sehr aufwendig und hat vor allem den Nachteil, daß zusätzliche Lagerstellen auf derNockenwelle vorgesehen werden müssen, die einem hohen Verschleiß unterworfen sind.
- Bei einer weiteren bekannten Einspritzzeitpunkt-Verstelleinrichtung ist die für mehrere Stößel gemeinsame Stößelführung tangential zur Nockenwelle verschiebbar. Zu diesem Zweck ist die Stößelführung auf mehreren parallelen Bolzen geführt. Die Verschiebung der Stößelführung erfolgt mit Hilfe von Schrauben, die entweder zentral angeordnet oder auf den Führungsbolzen vorgesehen sind. Auch diese Anordnung ist sehr aufwendig und hat vor allem den Nachteil, daß derartige Parallelführungenn nur schwer mit der erforderlichen Genauigkeit herstellbar sind, um ein Verklemmen der Stößelführung zu vermeiden. Dies gilt auch für eine weitere bekannte Ausführungsform, bei welcher die Stößelführung auf zwei Stangen gelagert ist, die sich seitlich der Stößel parallel zur Nockenwelle erstrecken und ihrerseits im Gehäuse mittels exzentrisch angeordneter Zapfen gelagert sind. Die Verschiebung der Stößelführung wird hier durch gleichsinniges Verdrehen der exzentrischen Stangen erzielt. Auch hier ist es schwierig, einen absoluten Gleichlauf der exzentrischen Teile der Stangen zu gewährleisten, damit keine Hemmungen auftreten.
- Endlich ist es auch bekannt. das untere Ende eines Stößels gelenkig mit einer Kurbel zu verbinden, die auf einer exzentrischen Scheibe gelagert ist und durch Verdrehen des Exzenters eine tangentiale Verschiebung des Stößels zur Nockenwelle bewirkt. Bei dieser bekannten Anordnung ist eine Vielzahl von Gelenkstellen vorgesehen, die zu Störungen Anlaß geben können und es dürfte auch schwierig sein, den Stößel ohne größeren Aufwand und die Anbringung weiterer Gelenke so zu führen, daß seine Verschiebung möglich ist.
- Ferner ist es von Einrichtungen zum Ändern der Ventilzeitüberschneidung bei Sternmotoren her bekannt, die Stößelführungen jeweils um eine Achse schwenkbar zu machen, die im Bereich des vom Nokken abgewandten Stößelendes liegt und parallel zur Nockenwellenachse verläuft. Zu diesem Zweck sind die Stößelführungen mittels Kugelköpfen radial zu einem Nockenring im Motorgehäuse fest gelagert. Im Bereich des unteren Endes der Stößelführungen ist ein drehbarer Ring angeordnet, in welchem die Stößelführungen wieder mittels Kugelgelenken gehalten sind. Das Schwenken der Stößelführungen erfolgt durch Drehen des koaxial zur Nockenscheibe und zum Motorgehäuse gelagerten Ringes. Eine analoge Ausbildung einer Verstelleinrichtung für Reihenmotoren wäre viel zu aufwendig, als daß sie hierfür von praktischer Bedeutung sein könnte.
- Die Erfindung hat den Zweck, die Mängel der bekannten Anordnungen zu vermeiden und eine Einspritzzeitpunkt-Verstelleinrichtung zu schaffen, die besonders einfach und besonders betriebssicher ist. Die Erfindung besteht darin, daß die Schwenkachse in an sich bekannter Weise im Bereich des vom Nocken abgewandten Stößelendes an der Stößelführung angeordnet ist, und daß die Schwenklage der Stößelführung durch einen verstellbaren Anschlag bestimmt ist, gegen den die Stößelführung kraftschlüssig angedrückt wird, wobei die im Förderhub auf die Stößelführung übertragenen Querkräfte im gleichen Sinne wirken.
- Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Zeichnung im Querschnitt dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben und erläutert. Die in der Zeichnung dargestellte Einspritzzeitpunkt-Verstelleinrichtung weist einen Nocken 1 und eine Rolle 2 auf. Wenn der Nocken 1 in Richtung des Pfeiles 3 rotiert, läuft die Rolle 2 auf der Oberfläche 4 des Nockens ab.
- Die Rolle 2 ist am unteren Ende des Stößels 5 angebracht, der sich entsprechend dem Doppelpfeil 6 auf und ab bewegt, und zwar mit und gegen den Druck einer Schraubenfeder 7. Die Feder 7 befindet sich in einer fest mit dem Halter der Rolle 2 verbundenen Hülse B. In Normal- oder Mittellage der Rolle 2 befindet sich der Stößel 5 im oberen Totpunkt, wenn der Scheitelpunkt 16 des Nockens 1 senkrecht über der Achse 14 liegt.
- Eine Fortbewegung der Rolle 2 aus ihrer Normal-oder Mittellage wird durch ein Verschwenken der gesamten Stößelführung um den Punkt 18 erreicht, der die Lage der Schwenkachse bezeichnet. Die Gesamtheit der Stößelführung besteht aus der Hülse 19, die in ihrem Inneren die zylinderförmige Lauffläche für die Führungshülse 8 des Stößels 5 aufweist und aus dem Arm 20. Die Hülse 19 ist mit reichlichem Spiel in das Gehäuse 11 eingesetzt.
- Diese Gesamtheit von Teilen wird durch den Exzenter 21 entsprechend den Doppelpfeilen 22, 23 um die Achse 18 verschwenkt. Der Exzenter 21 selbst ist mit einem Hebel 24 versehen, der entsprechend dem Doppelpfeil 25 bewegt werden kann und somit durch Verstellen zur Verdrehung der Teile 20 und 19 führt, die ein Stück bilden. Damit der Arm 20 stets am Exzenter 21 anliegt, ist er auf der dem Exzenter gegenüberliegenden Seite von einer Feder 26 beaufschlagt. Im gleichen Sinne wie die Feder 26 wirken auch die während des Förderhubes auf die Stößelführung übertragenen Querkräfte.
- Die Ausschläge der Achse 17 der Rolle 2 entsprechend dem Doppelpfeil 23 führen zu einer Vor- oder Nachverlegung des Zeitpunktes, zu dem der Stößel 5 seinen oberen Totpunkt einnimmt und die Einspritzung des Kraftstoffes bewirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einspritzzeitpunkt-Verstelleinrichtungfür durch Nocken und Stößel angetriebene Einspritzpumpen von Brennkraftmaschinen mittels einer gegenüber der Nockenbahn um eine zur Nockenwellenachse parallele Achse schwenkbaren Stößelführung, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse in an sich bekannter Weise im Bereich des vom Nocken abgewandten Stößelendes an der Stößelführung (19) angeordnet ist, und daß die Schwenklage der Stößelführung durch einen verstellbaren Anschlag bestimmt ist, gegen den die Stößelführung kraftschlüssig angedrückt wird, wobei die während des Förderhubes auf die Stößelführung übertragenen Querkräfte im gleichen Sinne wirken. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 704 736; österreichische Patentschrift Nr. 189 447; britische Patentschrift Nr. 772 392; USA.-Patentschrift Nr. 2 452 984.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED37059A DE1123518B (de) | 1959-03-19 | 1959-03-19 | Einrichtung zur Verstellung des Einspritzzeitpunktes bei Brennkraftmaschinen |
| GB7404/60A GB883543A (en) | 1959-03-19 | 1960-03-02 | Improvements relating to the adjustment of injection timing in internal combustion engines |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED37059A DE1123518B (de) | 1959-03-19 | 1959-03-19 | Einrichtung zur Verstellung des Einspritzzeitpunktes bei Brennkraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1123518B true DE1123518B (de) | 1962-02-08 |
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ID=7043425
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED37059A Pending DE1123518B (de) | 1959-03-19 | 1959-03-19 | Einrichtung zur Verstellung des Einspritzzeitpunktes bei Brennkraftmaschinen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1123518B (de) |
| GB (1) | GB883543A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3643071A1 (de) * | 1986-12-17 | 1988-06-30 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Einspritzpumpe fuer brennkraftmaschinen |
| DE10236838A1 (de) * | 2002-08-10 | 2004-02-26 | Ina-Schaeffler Kg | Rollenstößel für eine Brennkraftmaschine |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE704736C (de) * | 1938-10-14 | 1941-04-05 | Bmw Flugmotorenbau Ges M B H | Einrichtung zum AEndern der Ventilzeitueberschneidung |
| US2452984A (en) * | 1946-09-14 | 1948-11-02 | Blom Oyvind | Advance and retard injection mechanism for diesel engines |
| AT189447B (de) * | 1949-12-28 | 1957-03-25 | Anton Dipl Ing Dr T Pischinger | Brennstoffeinspritzpumpe für Einspritzbrennkraftmaschinen |
| GB772392A (en) * | 1954-07-24 | 1957-04-10 | Burmeister & Wains Mot Mask | Improvements in and relating to a method of operating turbo-charged two-stroke cycleinternal combustion engines, and arrangement in such engines for carrying out the method |
-
1959
- 1959-03-19 DE DED37059A patent/DE1123518B/de active Pending
-
1960
- 1960-03-02 GB GB7404/60A patent/GB883543A/en not_active Expired
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| DE10236838A1 (de) * | 2002-08-10 | 2004-02-26 | Ina-Schaeffler Kg | Rollenstößel für eine Brennkraftmaschine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB883543A (en) | 1961-11-29 |
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