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DE1123010B - Elektrischer Fluessigkeitsschalter - Google Patents

Elektrischer Fluessigkeitsschalter

Info

Publication number
DE1123010B
DE1123010B DEL28836A DEL0028836A DE1123010B DE 1123010 B DE1123010 B DE 1123010B DE L28836 A DEL28836 A DE L28836A DE L0028836 A DEL0028836 A DE L0028836A DE 1123010 B DE1123010 B DE 1123010B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
chamber
piston
switch
contact
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL28836A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Rolf Leber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DEL28836A priority Critical patent/DE1123010B/de
Publication of DE1123010B publication Critical patent/DE1123010B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/04Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
    • H01H33/045Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts for arcs formed during closing

Landscapes

  • Circuit Breakers (AREA)

Description

  • Elektrischer Flüssigkeitsschalter Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Flüssigkeitsschalter, insbesondere einen ölarmen Schalter, der mit Mitteln zur Entlastung der Löschkammer von hohen Schaltdrücken versehen ist. Um die namentlich beim Ausschalten starker Ströme und beim Einschalten auf einen bestehenden Kurzschluß entstehenden hohen Drücke innerhalb der Löschkammer auf einen solchen Wert herabzusetzen, daß keine Explosionsgefahr besteht, sind Entlastungsventile oder Entlüftungsöffnungen bekannt. Diese leiten die unter hohem Druck stehenden Schaltgase in einen druckfreien Raum ab.
  • Die Erfindung bezweckt, das Entstehen solcher hohen Drücke sowohl beim Ein- als auch beim Ausschalten schon von vornherein zu vermeiden, so daß die Gefahr einer Beschädigung der Löschkammer weitgehend ausgeschaltet ist. Sie geht hierbei von einem Schalter aus, bei dem ein federnd angeordneter Gegenkontakt dem beweglichen Schaltstift entgegen der Kraft einer Rückführfeder im Sinne einer Lichtbogenverkürzung nachgeführt wird. Während bei dem bekannten Schalter die Nachführung des Gegen-Kontaktes durch einen Differentialkolben erfolgt, der zugleich die Lichtbogenlöschmittelströmung erzeugt, ist bei dem vorgeschlagenen Schalter erfindungsgemäß der Gegenkontakt zusätzlich mit einem auf schnelle Druckschwankungen ansprechenden Verstellorgan gekuppelt. Die Erfindung hat gegenüber dem bekannten Schalter den Vorteil, daß die Nachführung des Gegenkontaktes sowohl beim Einschalten als auch beim Ausschalten viel schneller erfolgt und damit auch geringere Lichtbogenlängen auftreten. Ein Differentialkolben dient in erster Linie zur Erzeugung einer starken Löschmittelströmung und arbeitet daher wegen seiner größeren Fläche und der darüber lastenden großen Ölmenge viel träger als ein nur für die Nachführung des Gegenkontaktes vorgesehenes Verstellorgan, so daß noch beträchtliche Drücke in der Löschkammer entstehen können.
  • Als Verstellorgan wird zweckmäßigerweise ein vom Kammerdruck beaufschlagter Kolben vorgesehen, der mit dem Gegenkontakt mechanisch oder auch hydraulisch gekuppelt ist. Dieser Kolben hat ferner zweckmäßig Entlüftungsöffnungen, die in der Einschaltstellung den Druckraum mit dem druckfreien Ölraum verbinden. Auf diese Weise werden auch die beim Einschalten entstehenden Gasreste aus dem Druckraum entfernt und dadurch der Nachfluß frischen Löschmittels für die Ausschaltung ermöglicht. Treten beim Ausschalten sehr hohe Drücke auf. so sind zweckmI::ßigerweise in dem Zylinder des Druckkolbens weitere Entlüftungsöffnungen vorgesehen, die nach ihrer Freigabe durch den Kolben den Druckraum mit dem druckfreien Ölraum verbinden.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung sei auf die Zeichnung verwiesen, in der ein Schnitt durch einen Teil einer Löschkammer dargestellt ist.
  • Innerhalb der Löschkammer mit dem Druckraum 1 und dem druckfreien (Ölraum 2 sind der an sich ortsfeste Gegenkontakt 3 und der bewegliche Schaltstift 4 angeordnet. Der Gegenkontakt 3 steht unter der Wirkung zweier Federn 5 und 6. Die Feder 5 bewegt den Gegenkontakt 3 nach oben, während die Feder 6 dem Gegenkontakt 3 einen Kontaktdruck in der Einschaltstellung (r erteilt. Der Druckraum 1 ist von dem druckfreien Raum 2 durch einen Kolben 7 abgeteilt, der über ein Hebelgestänge 8 mit dem Kontakt 3 gekuppelt ist. Das Gestänge 8 ist bei 9 ortsfest gelagert. Der Kolben 7 gleitet in einem zylinderförmigen Gehäuse 10, das Entlüftungsöffnungen 11 aufweist. Der Kolben 7 selbst hat eine V-förmige Entlüftungsöffnung 12, die in der Einschaltstellung über die Öffnungen 11 den Druckraum 1 mit dem druckfreien Raum 2 verbindet. Innerhalb des Druckraumes 1 sind Querplatten 13 vorgesehen, die eine Querbespülung des Lichtbogens ermöglichen.
  • Beim Ausschalten von kleinen Strömen bewegt sich der Gegenkontakt 3 unter der Wirkung der Feder 6 in die Stellung 6, die als seine Ausschaltstellung für diese Ströme gilt. Zugleich wird der Kolben 7 nach oben bewegt, wobei die Öffnungen 11 durch den Kolben abgedeckt werden, so daß der gesamte, innerhalb des Raumes -t erzeugte Druck zur Lichtbogenlöschung zur Verfügung steht.
  • Werden größere Ströme ausgeschaltet, so treibt der hierbei entstehende starke Druck den Kolben 7 noch weiter nach oben, so daß der Gegenkontakt 3 dem Schaltstift 4 stärker nachgeführt wird, z. B. bis in die Stellung c, wobei der Lichtbogen zwischen den beiden Kontakten stark verkürzt wird, so daß kein unzulässig hoher Druck innerhalb des Raumes 1 entstehen kann. Tritt dennoch ein verstärkter Druck auf, so kann nach überlaufen der Öffnungen 11 durch den Kolben 7 auch ein Druckausgleich zwischen den Räumen 1 und 2 stattfinden, so daß jede Gefahr der Zerstörung der Schaltkammer beseitigt wird. Nach der Ausschaltung der großen Ströme geht der Kontakt 3 wieder in die Stellung b zurück.
  • Beim Einschalten auf einen Kurzschluß kann durch vorzeitige Durchzündung ein großer Druck entstehen; dabei wird jedoch der Gegenkontakt 3 durch den Kolben 7 auf den Schaltstift 4 zubewegt und so die Lichtbogenzeit bis zur Kontaktberührung verringert und außerdem der Kammerdruck durch die Freigabe der Entlüftungsöffnungen 11 durch den Kolben 7 herabgesetzt. Der Schalter nach der Erfindung erreicht somit auch bei Kurzschlußschaltungen bzw. Kurzunterbrechungen eine einwandfreie Lichtbogenlöschung bei geringstmöglicher Druckbelastung der Löschkammer.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: Löschkammer von hohen Schaltdrücken der federnd angeordnete Gegenkontakt dem beweglichen Schaltstift entgegen der Kraft einer Rückführfeder im Sinne einer Lichtbogenverkürzung nachgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenkontakt zusätzlich mit einem auf schnelle Druckschwankungen ansprechenden Verstellorgan (7) gekuppelt ist.
  2. 2. Flüssigkeitsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Kammerdruck beaufschlagte Kolben mit dem Gegenkontakt mechanisch oder hydraulisch gekuppelt ist.
  3. 3. Flüssigkeitsschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben Entlüftungsöffnungen (12) aufweist, die in der Einschaltstellung den Druckraum (1) mit dem druckfreien Ölraum (2) verbinden.
  4. 4. Flüssigkeitsschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Zylinders des Druckkolbens Entlüftungsöffnungen (11) vorgesehen sind, die bei hohen Ausschaltdrücken nach ihrer Freigabe durch den Kolben den Druckraum mit dem druckfreien Ölraum verbinden. 1. Elektrischer Flüssigkeitsschalter, insbesondere ölarmer Schalter, bei dem zur Entlastung der In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 659 239.
DEL28836A 1957-10-14 1957-10-14 Elektrischer Fluessigkeitsschalter Pending DE1123010B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL28836A DE1123010B (de) 1957-10-14 1957-10-14 Elektrischer Fluessigkeitsschalter

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL28836A DE1123010B (de) 1957-10-14 1957-10-14 Elektrischer Fluessigkeitsschalter

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1123010B true DE1123010B (de) 1962-02-01

Family

ID=7264667

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL28836A Pending DE1123010B (de) 1957-10-14 1957-10-14 Elektrischer Fluessigkeitsschalter

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1123010B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE659239C (de) * 1935-09-10 1938-04-28 Studiengesellschaft Fuer Hochl Schalter mit in der Lichtbogenkammer eingebautem Differentialpumpkolben

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE659239C (de) * 1935-09-10 1938-04-28 Studiengesellschaft Fuer Hochl Schalter mit in der Lichtbogenkammer eingebautem Differentialpumpkolben

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