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Einrichtung zum Betätigen des Löschwassermagnetventils von Kokslöscheinrichtungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Betätigen des Löschwassermagnetventils
einer Kokslöscheinrichtung, bei der die von dem glühenden Koks auf ein elektrisches
Schaltelement abgestrahlte Wärme den Schaltimpuls liefert.
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Es ist bekannt, den Löschvorgang dadurch selbsttätig einzuleiten,
daß ein am Kokslöschwagen angeordnetes, auf die Wärmeabstrahlung durch den glühenden
Koks ansprechendes elektrisches Schaltelement eine auf dem Kokslöschwagen angeordnete
Schalteinrichtung betätigt, die auf eine weitere, längs der Fahrbahn des Kokslöschwagens
angeordnete, ortsfeste, das Löschwassermagnetventil der Löscheinrichtung betätigende
Schalteinrichtung einwirkt.
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Die bei dieser bekannten Einrichtung erforderliche, von dem Schaltelement
des Löschwagens einzuschaltende Lampe, die einen Lichtstrahl auf eine seitlich der
Fahrbahn des Löschwagens angeordnete Fotozelle der Schalteinrichtung wirft, ist
zweckmäßig auf der Lokomotive anzubringen, um sowohl eine Kontrolle zu haben, als
auch die Lampe der hohen Wärmeeinwirkung des glühenden Kokses und der Verschmutzung
durch das mit Koksteilchen beladene Löschwasser zu entziehen. Das erfordert jedoch
ein Stromkabel zur Lokomotive, das im Bereich des Löchwagens der hohen Strahlungswärme
des Kokses ausgesetzt ist. An der freien Stelle zwischen der Lokomotive und dem
Löschwagen besteht die Gefahr, daß herabfallende glühende Koksstücke das Kabel beschädigen.
Einer solchen Verschmutzung ist auch die Kontaktstelle, durch die bei der Ausdehnung
des Thermostates des Löschwagens der Kontakt mit der Lampe hergestellt werden soll,
ausgesetzt. Dadurch ist der Kontakt unter Umständen in Frage gestellt. Weiterhin
ist es schwierig, den Termostat in den Bereich des glühenden Kokses zu bringen,
da der Löschwagenboden eine glatte, durch keinerlei Unebenheiten gestörte Fläche
aufweisen muß, um den Koks nach Ablöschen auf die Rampe abzulassen.
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Aufgabe der Erfindung ist nun, eine Einrichtung zum Betätigen des
Löschwassermagnetventils einer Kokslöscheinrichtung zu schaffen, die außerhalb des
Löschwagens angeordnet ist.
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Die Erfindung benutzt die bei elektrischen Widerstandsthermometern
bekannte Verstimmung der Wheatstoneschen Brücke zur Abgabe von Steuerimpulsen für
das Löschwassermagnetventil.
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Die Erfindung besteht darin, im Bereich der Fahrbahn des Löschwagens
einen am Eingang oder innerhalb der Kokslöscheinrichtung im Strahlungsbereich des
Kokses und einen weiteren, die Außentemperatur messenden, außerhalb des Strahlungsbereiches
liegenden Temperaturfühler in einer Wheatstoneschen Brücke anzuordnen, wobei ein
im Brückenabgriff liegendes Relais mit dem Magneten des Löschwasserventils derart
in Verbindung steht, daß bei Verstimmung der Brücke der Magnet das Löschwasserventil
öffnet.
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Da die Höhe der Außentemperatur sich auf beide Temperaturfühler in
gleicher Weise auswirkt, bleibt somit die Temperaturdifferenz zwischen den beiden
Temperaturfühlern praktisch stets die gleiche, so daß die Schalteinrichtung in jedem
Fall wirksam ist.
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Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung entfällt ferner die Anordnung
empfindlicher Teile am Löschwagen. Die das Einschalten des Löschwasserventils beeinflussende
Einrichtung liegt vielmehr außerhalb des Löschwagens und ist somit keiner Verschmutzung
unterworfen. Die Wheatstonesche Brücke besteht ferner aus einfachen, unempfindlichen
Elementen, die auch bei einer nicht zu starken Verschmutzung jederzeit betriebsbereit
ist. Sie ist infolge ihrer Einfachheit vergleichsweise preiswert und betriebssicher.
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Die in den beiden Brückenzweigen liegenden Widerstände sind nach einem
weiteren Merkmal der Erfindung einstellbar ausgebildet, so daß sich der Schaltpunkt
des polarisierten Relais für jeden beliebigen Temperaturdifferenzpunkt festlegen
läßt.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel schematisch
veranschaulicht.
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In der Zeichnung ist die Kokslöscheinrichtung mit dem Kokslöschwagen
schematisch im Grundriß dargestellt. Der mit dem glühenden Koks einer Ofen-
Kammer
der nicht dargestellten Ofenbatterie beladene Löschwagen 1 wird auf Gleisen
2 in eine Kokslöscheinrichtung 3 eingefahren, in der Koks mittels einer Berieselungseinrichtung
4 mit Wasser abgebraust wird. In der Löschwasserzuleitung 5 ist ein von einem
Elektromagneten 7 betätigtes Ventil 6 angeordnet.
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Vor der Kokslöscheinrichtung 3 ist ein Temperaturfühler
8 so angeordnet, daß er im Bereich der Wärmestrahlung des glühenden Kokses
des Löschwagens 1 liegt. Außerhalb des Strahlungsbereiches des Kokses des
Löschwagens 1 ist ein Temperaturfühler 9 seitlich der Kokslöscheinrichtung
3 angeordnet. Die Temperaturfühler 8, 9 sind je mit einer Brückenzweigleitung
10, 11 an die eine Leitung 12
und unter Vermittlung je eines einstellbaren
Widerstandes 13, 14 an die andere Leitung 15 eines Stromkreises angeschlossen.
Die beiden Brückenzweigleitungen 10, 11 sind zwischen den Temperaturfühlern
8, 9 und den Widerständen 13, 14 durch einen Brückenabgriff
16 miteinander verbunden, in der ein polarisiertes Relais 17 angeordnet
ist. Der Ausgangskontakt dieses Relais ist über die Impulsleitung 21
mit dem
Elektromagneten 7 des Löschwasserventils 6
verbunden.
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Die Arbeitsweise des polarisierten Relais kann durch eine Prüfleitung
18, die ihre Spannung vor und hinter dem Relais abgreift, überwacht werden.
Zu diesem Zwecke sind im Zuge dieser Leitung ein Spannungsmesser 20 und ein
Prüftaster 19 angeordnet.
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Wenn der mit dem glühenden Koks beladene Löschwagen 1 an dem
Temperaturfühler 8 vorbei in die Kokslöscheinrichtung 3 gefahren wird,
wirkt sich die über die Umgebungstemperatur hinaus auf den Temperaturfühler
8 einwirkende Kokswärme in einem durch die Leitung 16 und das polarisierte
Relais 17
fließenden Differenzstrom aus, dessen Spannung bei Drücken der Prüftaste
19 an dem Spannungsmesser 20 gemessen werden kann. Nachdem, gegeben
durch die Differenztemperatur, der durch den Brückenabgriff 16 fließende
Strom eine genügende Stärke erreicht hat, schaltet das polarisierte Relais und beaufschlagt
seinerseits über die Impulsleitung 21 den am Löschventil 6 sitzenden Magneten 7,
wodurch dieses geöffnet und so der Löschvorgang eingeleitet wird. Dadurch wird gleichzeitig
ein nicht dargestelltes Zeitrelais eingeschaltet, das nach Ablauf einer bestimmten
Löschzeit das Schließen des Ventils 6 bewirkt.
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Die Widerstände 13, 14 in den Brückenzweigen 10,
11
werden so eingestellt, daß der Schaltpunkt des polarisierten Relais 17 für
einen bestimmten Temperaturdifferenzpunkt festliegt.