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DE1122744B - Datenverarbeitende Bueromaschine - Google Patents

Datenverarbeitende Bueromaschine

Info

Publication number
DE1122744B
DE1122744B DED26297A DED0026297A DE1122744B DE 1122744 B DE1122744 B DE 1122744B DE D26297 A DED26297 A DE D26297A DE D0026297 A DED0026297 A DE D0026297A DE 1122744 B DE1122744 B DE 1122744B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
machine according
office machine
memory
pulse
assigned
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED26297A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerhard Dirks
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DED26297A priority Critical patent/DE1122744B/de
Publication of DE1122744B publication Critical patent/DE1122744B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
    • G06F15/00Digital computers in general; Data processing equipment in general

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

  • Datenverarbeitende Büromaschine
    Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der
    Büromaschinen, wo die bestehenden maschinellen
    Einrichtungen zum Zwecke der Durchführung von
    Rechen-, Anzeige-, Schreib-, Sortier- und Speicher-
    arbeitsgängen bis jetzt in weitem Maße auf der An-
    wendung mechanischer Mittel beruhen: z. B. Zahn-
    räder zum Zählen, Typenschreibhebeln, die durch
    Tastaturen, Lochkarten usw. gesteuert werden. Die
    Bemühungen, diese mechanischen Mittel durch elek-
    trische zu ersetzen, bestehen seit längerer Zeit. Die
    technische Entwicklung in dieser Entwicklungsrich-
    tung hat zu den allgemein bekannten Büromaschinen
    geführt, bei denen mechanisch arbeitende Teile elek-
    trisch gesteuert werden.
    Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf jene Elek-
    troneneinrichtungen, die zur Lösung mathematischer
    Probleme konstruiert sind, die eine außerordentliche
    Menge von Elektronenröhren und anderen Schalt-
    mitteln der Elektronentechnik erfordern und weiter-
    hin für ihren Aufbau einen sehr beträchtlichen Raum
    in Anspruch nehmen. Da diese Art Elektronen-
    einrichtungen hauptsächlich dafür konstruiert wurde,
    mathematische Probleme mit großer Geschwindigkeit
    zu lösen, sind sie in der Hauptsache Rechenwerke,
    die trotz ihres Umfanges und ihrer Leistungsfähigkeit
    nicht in der Lage sind, all die verschiedenen Arten
    von Organisationsaufgaben durchzuführen, die die
    handelsüblichen Büromaschineneinrichtungen infolge
    ihrer Konstruktion erledigen Können, die darauf ab-
    gestellt sind, alle rechnerischen und statistischen Auf-
    gaben des Wirtschaftslebens zuverl:issig durchzufüh-
    ren. Daher können diese umfanureichen Flektronen-
    einrichtungen nicht als für den T#t#yesbcd#irf des
    Wirtschaftslebens bestimmte Büromaschinen an(-ye-
    sehen werden, um so mehr. als sie eine sehr kom-
    plizierte und umfangreiche Konstruktion aufweisen und
    außerordentlich kostspielig in ihrer Beschaffuna sind.
    Die Elektronenbüromaschinen, die nachstehend be-
    schrieben sind. unterscheiden sich von diesen elektro-
    mechanischen und den bekannten elektronischen
    Recheneinrichtungen völlig. Indem sie von dem neu-
    zeitlichen Sta-nd elektronischer Gebrauch
    machen, führen sie Einricht1.111-
    _gen in vollelektrisch arbeitende Büronia#chinen ein,
    die für alle vorkommenden #-,eeli#net sind.
    Die nachstehend besclir;-bciien iu--.inrichttiiiiien be-
    stehen aus kleinen Konstru. mit weni#jen
    Elektronenröhren und Flektronei-,schAtmitteln, die
    jede beliebige Art gegenseitiger elektrischer Vorbin-
    Z, C zr
    dung und Kombination miteinander gestatten, so daß
    jede bekannte Art von Büromaschinen als billiOe und
    kleine Einheit hergestellt werden kann. Die Möglich-
    keiten, die elektronischen Vorgängen und Schalt-
    mitteln ei(#en sind und weit über die mechanischen
    Möglichkeiten hinausgehen, eröffnen neue Wege im
    Büromaschinenbau in bezug auf Einfachheit, Zuver-
    lässigkeit, Wirtschaftlichkeit und neuartige Anwen-
    dungen, die über die bekannter Konstruktionen weit
    hinausgehen.
    Die Konstruktionseinheiten. die beliebig mitein-
    ander zusammengeschaltet werden können, sind die
    Rechen-, Anzeice-, Schreib-, Speicher- und Sortier-
    einrichtUng. Hierzu treten Zusatzeinrichtungen für
    Abfü;ilLin", Fernübertragung usw.
    Entsprechend den Möglichkeiten gegenseitiger Ver-
    bindLin(, uestatten diL-sc Konstruktionseinheiten die
    Stellung einer großen Zahl unterschiedlicher Büro-
    maschinen in bczuc, auf' die von diesen erfüllten Auf-
    2aben. N#,chstchend wird zunächst ein Cbcrblick
    gaben, denen die cin-
    über die haup#sichlichen Auf 1
    zellicn Einheiten (jenüc)en, Lind über die
    ihrer Ei(,ens",h#iftcn in der Anwendun- innerhalb
    Bürornaschinen Ileucben. i,-\jiscbließer#d "Nird ein
    Überblick #ib"i- die technischen Mittel der einzelnen
    Finlic;tcii -#c2cbon, w:;hrend die technischen
    foh:en.
    Die Konstrukt' n. inheitcr# für Büro-
    m.isch:Inen. die nachstchend -schrieben sind, Lc-
    sl"ittcn in ihrer Wirkunt, sowohl einen weit#ichcn"f,2!1
    \'C-#ZiC!lt ILII' mcchanische Getriebe als #;tich eine
    Frhöhun-- der Leistuneen de,- Büro-
    17,ci der Lösun-
    Auf"aben, Lind sie (#cstLittc#i schließ-
    lich die Vermirideruna der Herstellunaskosten vor,
    M,t"chiine;i #-Icichur 1-ei##tun,(-sfI*ihi"- #)nd haben
    Cinc Verrin'-,Irung (!es Verschleißes «,- lietr'ichtli#:licm
    zur Fol,-#e.
    in vielen Fl'illen gestattet erst die vorgeschlagene
    Einrichtun-, bestimmte or-iinisatorische Aufaaben
    C cr
    praktisch durchzuführen, die bisher nur mit -ri3ßecn
    C
    Kosten und Schwierigkeiten gelöst werden konnten. Das vorgeschlagene Verfahren und die dazugehörenden Einrichtungen können bei richtigem Einsatz so revolutionierend wirken, daß sie d;e #,-#k--nri,-n mechanischen oder halbmechaniscb-ii Konstruktionen weitclehend über-flüssig machen. Es scheint sicher zu sein, daß die elektronischen Verfahren die mechanischen bei Büromaschinen ersetzen werden.
  • Ein gemeinsames Kennzeichen aller Einzeleinrichtungen, aus denen die nachstehend beschriebene elektronische Büromaschine besteht, ist die Verwen-dung von Standardkonstruktionseinheiten (jede Aufgabengruppe besteht aus gleichen inneren Teilen trotz verschiedener äußerer Kombinationsmöglichkeiten) sowie die Fähigkeit dieser Einheiten zu unterschiedlichen Kombinationen (alle Konstruktionseinheiten können elektrisch zu jeder gewünschten Kombination miteinander zusammenaeschaltet und gruppiert werden). Sie enthält oder kann enthalten: Rechenwerke, welche Additionen und Subtraktionen ausführen können, Vierspezies-Rechenmaschinen, Register- Lind Vielwerko,eräte sowie Geräte zur Durchführun kom-C 9 binierter Verfahren. An Schreibwerken können vorgesehen sein: einzeilige und einstellige Schreibwerke (Z. B. Schreib-, Stenographier-, Fernschreibmaschinen, Kleinrechen- und Buchungsmaschinen, Registerkassen und Kleinlochkartenmaschinen), einzeili2e und mehrstellige Schreibwerke (z. B. größere Rechenmaschinen, Lochkartenmaschinen, Breitschreibwerke) oder auch mehrzeilige und einstellige Schreibwerke (z. B. für Adressiermaschinen, Kontenbeschrifter und Vervielfältigungsmaschinen).
  • Speicherwerke können vorzugsweise in den folgend aufgeführten Verbindungen Anwendung finden: Einfachspeicher in Verbindung mit Rechenwerk-en (z. B. Ein- oder Vielzählwerkmaschinen), Einfachspeicher in Verbindung mit Schreibwerken (z. B. Korrektur gestattende Schreibmaschinen, Adressenspeicherung, Fernschreibmaschinen), Einfachspeicher in Verbindung mit Rechenwerk und Sichteinrichtung (z. B. elektrische Vierspeziesmaschinen), Anrufspeicher in Verbindung mit Sichteinrichtungen (z. B. elektrische Sichtkartei mit eventueller Fernübertragung der »Sicht«) undAnrufspeicher für Rechen- und Schreibwerke (z. B. Saldenvortragsspeicherung, Wortspeicherung für neuartige Stenogramm-Maschinen, Preislisten- und Adressenspeicherung für Fakturiermaschinen, Tabellenspeicher [Lohnabzugstabellen, Logarithmen-, Funktionstafeln und Leitertafelnl).
  • Rein elektrische Sortiergeräte können als Kleinsortiergeräte, z. B. für Umsortierung des Tagesbuchungsanfalles nach Konten u. dgl., des Adressenmaterials nach Sortiergesichtspunkten bzw. dem Alphabet u. dgl., oder Großsortiergeräte, z. B. für Ersatz der bisherigen Lochkartensortiermethoden durch einfache, schnellereVerfahren, ausgeführt sein.
  • Aufnahme- und Obertragungsspeicher können der Büromaschine zugeordnet sein; alsAufnahmespeicher dienen sie beispielsweise als Ersatz der Lochkarte oder des Lochstreifens zwecks Steuerung der Rechen-. Schreib-, Speicher- und Sortierwerke einschließlich Summenspeicherung. Zweckmäßig sind hierfür Beschrifter (»Locher«), Duplizierer und Kontroller sowie Cbertragungseinrichtungen (z. B. zur draht- oder drahtlos betätigten Fernschrift, Rechen-, Speicher-Lind Sortiertätigkeit, Fernabbildung von Saldenständen, Schrift u. dgl., eventuell Zeichnungen) vorgesehen.
    Weiterhin sind den Büromaschinen Sichteinrich-
    tungen zugeordnet, so z. B. Kleinsichteinrichtungen
    für die Sichtbarmachung einzelner Zahlen, Buch-
    stabengruppen cd-.r Ze:l#,-n- z. B. Saldenständen in
    entfernter Stelle bei Materialkarteien usw., Mitlesc-
    einrichtungen bei Speicherschrift u. dgl. Ein weiteres
    gemeinsames Kennzeichen aller nachstehend bch#In-
    delten Geräte ist das Baukastensystem, bei welchem
    jede Aufgabergruppe tiotz unterschiedlicher äußerer
    Kombination weitgehend aus gleichen inneren Teilen
    besteht. Die einzelnen Baugruppen sind zusammen-
    schaltbar. Sämtliche Aufgabengruppen sind elektrisch
    miteinander zu beliebiaen Kombination.--n verbi.idb#:i-.
    Das Kennzeichnende der Rechenwerke besteht
    darin, daß im Grundsatz nur eine einzige »Rechen-
    stelle« vorgesehen ist, die entweder nur mit geringer
    Tätigkeit behaftet ist (bis 500 Stellen-Additionen Je
    Sekunde für mittlere Ansprüche, bis 5000 Stellen-
    Additionen je Sekunde für höhere Ansprüche) eder
    die für noch böhere Ansprüche, die jedoch im all-
    gemeinen Organisationsbetrieb nicht gestellt werden,
    praktisch trägheitslos arbeiten. Diese Rechenstelle
    enthält die Zehner-Cbertracseinrichtung. Sie arbei-
    tet stets im Zusainmenhano mit einem Klein- und
    Großspeicherwerk, von dem sie, mit der letzten Stelle
    beginnend, die Impulse entnimmt Lind in das hinein
    sie zwecks weiterer Verarbeitung die entsprechenden
    Impulse für das Ergebnis wiedergibt.
    Bei Additionen oder Subtraktionen zehnstelliger
    Zahlen wird daher diese Rechenstelle zehnmal tätie
    sein, bei zehn zehnsteili(jen Werk-en im überkommi-
    nen Sinne 10 - 10 - 1 00mal. Natürlich bestehen auch
    die Möglichkeiten, mehrere Rechenstellen parallel zu
    schalten. Bei manLiell oder selbsttätig gesteuerten
    Rechen-, Buchunos- oder Klein-»Lochkartenmaschi-
    nen« wird man eine langsame Ausführungsart wäh-
    len, bei Großmaschinen entsprechend schnellere.
    Multiplikationen und Divisionen erfolgen analog
    den mechanischen Verfahren durch wiederholte
    Addition bzw. Subtraktion, wobei sich beim elek-
    trischen Verfahren praktisch einfachste Ausführungs-
    forrnen ergeben. Die Ausführungsart der »Rechen-
    stelle« ist nach der gewünschten Endleistung zu
    wählen (vgl. oben). Durch Einsetzung von »Ein-mal-
    eins-Impulsen« oder >,Logarithmen-Impulsen« aus
    dem Speicher könnte dabei die Geschwindigkeit noch
    gesteigert werden, jedoch geht dies im allgemeinen
    erheblich über die organisatorisch benötigte Ge-
    schwindigkeit hinaus.
    Bei Kombinationen der Rechenstelle mit dem An-
    rufspeicher ergeben sich organisatorisch interessante
    Möglichkeiten, da in einem derartigen Speicher ohne
    wesentlichen Aufwand eine bis zehntausend zehn-
    stellige Zahlen elektrisch gespeichert und jederzeit
    auf Anruf elektrisch in die Rechenstelle eingefügt
    werden können. Damit ist das Problem der Mehr-
    oder Vielregistermaschinen und der automatischen
    Saldenvorträge gelöst. Zu beachten ist, daß bei dieser
    »Registerarbeit« jeweils nur ein Rechenwerk von
    zehn Stellen im allgemeinen angesprochen wird und
    nicht zehn verschiedene Registerwerke gleichzeitig.
    so daß für den Rechenvorgang mir die zehnfache
    »Stellenzeit« benötigt wird. Auch die Auswahlzeit ist
    in Bruchteilen von Sekunden je nach gewünschter
    Ausführungsforrn zu halten (vgl. Ausführungen über
    Speicherwerke).
    Das zeitliche Nacheinanderarbeiten der Rechen-
    stelle löst durch kombinierte Verfahren auch die
    Schwierigkeiten, die sich jetzt z. B. bei Lochkartenmaschinen aus den Erfordernissen des gleichzeitigen Längs- und Querrechnens er-eben. Während die »Längswerke« innerhalb des »Arbeitstakt,-s#, nur je einmal angezogen werden. wird das Querwerk in diesem Falle eben mehrfach, z. B. jedesmal, angezogen. Weiterhin sind damit auch die Schwierigkeiten der in den Rechenvorgang hinein verflochtenen Multiplikationen oder Divisionen beseitigt. Der gesamte Rechenvorgang kann infolge der hohen Rechengeschwindigkeit innerhalb des »Arbeitstaktes« in mehrere »Arbeitsgänge« zerlegt werden, z. B. zehn, wobei die ersten Arbeitsgänge vielleicht Multiplikationen oder Divisionen vornehmen, die nächsten Queradditionen und Längsspeicherungen usw.
  • Das kennzeichnende Prinzip der vorgeschlagenen Schreibwerke besteht darin, daß sie an Stelle von jeweils je Buchstabe oder Ziffer vorgesehenen Typen, die mechanisch ausgewählt werden müssen, durch Impulse gesteuerte »Typen« verwenden, durch die jeweils alle Buchstaben oder Ziffern »gemalt« werden. Der Grundbaustein »Schreibstelle« wird einheitlich sowohl für Kleinst- wie Größtwerke verwendet.
  • Die Verwendung bildhafter Schrift vereinfacht das Schreibwerk außerordentlich und gestattet hohe Schreibgeschwindigkeiten bei einfacher Konstruktion. Weiterhin gestattet sie das gegebenenfalls gleichzeitige Verarbeiten verschiedener Alphabete (lateinisch, russisch, indisch usw.; gebenenfalls Bildschrift wie chinesische oder japanische Schrift). In senkrechter Schreibrichtung (Breitschreibwerk, ähnlich denen von Lochkartenmaschinen) gestattet ein solches Schreibwerk bei einfacher Ausführung einen Betrieb mit 50 Hz eine Schreibleistung von 5 Zeilen je Sekunde = 18 000 Zeilen je Stunde. Die Geschwindigkeit ist bei Ausnutzung der nach dem Stand der Technik beherrschten Impulsfrequenzen auf etwa 20 Zeilen je Sekunde = 72 000 Zeilen je Stunde steigerbar.
  • In der Querschreibrichtung (Schreibmaschine, Adressiermaschine) liegen die Schreibgeschwindigkeiten bei 50 Hz bei 10 Zeichen je Sekunde. über die Möglichkeit, die Geschwindigkeit zu steigem, vergleiche oben. Entsprechend dem Breitschreibwerk in senkrechter Richtung kann das Breitschreibwerk in Querrichtung gleichzeitig eine beliebige Anzahl paralleler Zeilen durch parallel geschaltete Werke steigerungen, so kann man innerhalb der Zeile noch beschriften. Wünscht man noch weitere Leistungsjeweils mehrere Werke ansetzen. Jedoch dürfte dies bereits über die organisatorisch erforderliche Geschwindigkeit hinausgehen.
  • Konstruktiv ist das Werk so gehalten, daß es keinerlei mechanischen Antrieb von außen her erfordert. Es ist in seinen Elementen für sich geschlossen und wird ausschließlich elektrisch erregt. Es ist daher von Tastaturen, Abfühlstellen u. dgl. mechanisch und daher örtlich völlig unabhängig. Die Schrift entsteht dadurch, daß das Werk einfach über das Papier hinweggeführt wird, wobei es gleichgültig ist, ob sich das Papier gegen das Schreibwerk oder das Schreibwerk gegen das Papier verschiebt. In vielen Fällen kann es z. B. empfehlenswert sein, wegen der Verwendung eines mechanischen An- und Ablegers für Konten, Briefbogen u. dgl. das Werk zu verschieben, so daß das Papier immer an der gleichen Stelle liegt. Das Schreibwerk hat sichtbare Schrift.
  • Einzeilige und einstellige Schreibwerke sind vornehmlich für den Einsatz als Schreibmaschine, Fernschreibmaschine und als Schreibwerk für die üblichen Rechen- und Buchungsmaschinen sowie Registerkassen gedacht, in denen ihre Schreibgeschwindigkeit völ!ig ausreicht. Während die --,#-inf?.chheit ihrer Krinstruktion bereits einen Einsatz al-, normale Schreibmaschine günstig erscheinen läßt, zeigen sich ihre besonderen Vorzüge als elektrische Werke dann, wenn sie in Kombination mit Rechen- oder Speichereinrichtungen verwendet werden.
  • Ein mit einem einzeiligen und einstelligen Schreibwerk ausgestattete Büromaschine gestattet z.B. durch diese Kombination neuartige Möglichkeiten in Verbindung mit der Speichereinrichtung. Schaltet man z. B. parallel zu Tastenanschlag und Schrift einen einfachen Speicher, der die Buchstabenimpulse speichert, so hat man außer der selbsttätigen Wiederholungsmöglichkeit sehr interessante Korrekturmöglichkeiten. Fügt man nämlich mittels Anruf an einer bestimmten Stelle Korrekturtext ein, so wird dieser ebenfalls im Speicher festgehalten. Streichungen von Buci-staben führen zu entsprechenden Korrekturen im Speicher. Ebenso können absatzweise Versetzungen vorgenommen werden. Damit ist es aber bei Anwendung dieser rein elektrischen Speicher nicht notwendig, daß wegen unter Umständen nur geringfügiger Korrekturen ganze Seiten von der Schreiberin neu geschrieben werden. Es werden nur die wirklich korrigierten Stellen neu geschrieben; die Textehnfügung erfolgt mittels des elektrischen Impuls-Verweis-Prinzips einschließlich neuer Zeileneinteilung im in selbsttätiger Wiederholung.
  • Es ist auch nicht erforderlich, daß mit Tastenanschlag unmittelbar zugleich der Text nieder-,geschrieben wird. Er kann vielmehr nur in Leuchtschrift sichtbar sein und im übrigen vom Speicher aufgenommen werden. Hierdurch hat die Schreiberin selbst Korrekturmöglichkeiten noch beim Schreiben. Außerdem ist die Arbeit völlig geräusch-los.
  • Bei Kombinationen mit dem Anrufspeicher ergibt die Tastatur eine sehr interessante Stenographiermaschine. Legt man nämlich in den Speicher für die jetzt z. B. in der Stenographie mit Kürzel gekennzeichneten Worte und für eine Reihe selbst gewählter weiterer die Impulse im Anrufspeicher fest, was in einfachster Weise geschieht, so kann man jeder Taste bei gleichzeitigem Niederdrücken einer zweiten außer ihrer Buchstabenbedeutung noch eine Wortbedeutung geben, die in gleicher Geschwindigkeit, wie es sonst mit einem Buchstaben geschieht, impulsmäßig festgehalten wird. Die Schrift kann sogar an zweiter Stelle mit sichtbar gemacht werden, so daß der Diktierende unter Umständen mitlesen kann. Interessant ist dabei, daß infolge der einfachen Konstruktion die Kosten eines Schreibwerkes mit Speicher sich durchaus im Rahmen der normaler Bürogeräte halten können. Die festgehaltenen Impulsfolgen sind sowohl als Unterlaoerungstelegraphie (Springschreiberimpulsfolgen) als auch in der unmittelbaren bildlichen Schreibweise für drahtlose Obertragung oder übertragung auf dem Telephonwege verwendbar. Infolge der nicht trägheitsgebundenen Empfangsgeschwindigkeit kann die mögliche übertragungsfrequenz des betreffenden Obertragungskanals voll ausgenutzt werden, so daß z. B. über eine Telephonleitung eine Springschreiberimpulsfolge mit einer Geschwindigkeit von bis zweihundert Buchstaben je Sekunde durchgegeben werden kann. Sehr einschneidende Vereinfachungen ergeben sich auf dem Gebiet der Kleinrechen-, Buchungs-, Fakturier-, Registrierkassen- und Lochkartenmaschinen. Dies ergibt sich daraus, daß in der Größenordnung der geforderten Schreibleistung von etwa zehn Anschlägen je Sekunde die »eine elektrische Rechenstelle« denkbar einfach ist und alle anderen Funktionen, z. B. die Bereitstellung von Registerwerken, von dem ebenfalls denkbar einfachen elektrischen Speicher vorgenommen werden.
  • Die Gestehungskosten der Apparaturen werden erheblich unter den Kosten der bisherigen Mehrzählwerksmaschinen liegen. Da aber der Speicher in sich selbst sortierfähig ist, werden die Kosten derartig leistungsfähiger »Klein - Lochkartenanlagen«, auf Wunsch auch mit Multiplikation und Division ausgestattete, im Rahmen der bisherigen Vielzählwerks-Rechenmaschinen liegen. Die Möglichkeiten des selbsttätigen Auswahlspeichers werden schließlich organisatorisch dem bisherigen Lochkartenverfahren noch überlegenere Formen der kurzfristigen Rechnung bereits mit Hilfe derartiger Kleinmaschinen bieten, da jetzt der tägliche Saldenvortrag und -auszug keinerlei Schwierigkeiten mehr bietet, während bei dem bisherigen Verfahren mit seinen Vortragskarten sich bei täglichem Verkehr nur unwirtschaftliche Verdichtungsverhältnisse ergaben, so daß man aus diesem Grunde beim Lochkartenverfahren immer erst die Karten einer Periode zwecks Sortierung und Summierung bzw. Summenlochkartenausschreibung aus wirtschaftlichen Gründen vornehmen mußte.
  • Die Grundanwendungsarten des Lochkartenverfahrens in Industriebetrieben mit ihrer belegzahlmäßigen Fundierung in der Lohn- und Materialabrechnung werden durch die sich erschließenden neuen organisatorischen Möglichkeiten Formen gewinnen, die die bisherigen Organisationswege der nachträglichen, mit Verzögerungen erfolgten monatlichen Abrechnungen gegenüber der laufenden Tagesrechnung als veraltet erscheinen lassen wird.
  • Die Steuerung der Breitschreibwerke, d. h. einzeiliger, mehrstelliger Schreibwerke, deren Leistung oben angegeben wurde, erfolgt grundsätzlich in gleicher Weise wie die der Einfachschreibwerke von den beliebigen Anrufstellen Rechenwerk, Schreibwerk sowie Aufnahme- und übertragungsspeicher. Daher gelten auch die dort gemachten Angaben sinngemäß.
  • Eine Schreibmaschine nach diesem Prinzip, deren Kosten sich ebenfalls im Rahmen der normaler Bürogeräte hält, ist z. B. in der Lage, eine DIN-A-4-Seite ' mit 35 Zeilen engzeilig beschrieben, bei normaler Arbeitsfrequenz von 50 Hz in 13 Sekunden zu beschriften, wobei, wie oben angegeben, diese Schreibgeschwindigkeit im Rahmen des jetzigen technischen Standes noch gesteigert werden kann. Dieses Schreibwerk kann z. B. auch die mit Hilfe der vorerwähnten Stenographiermaschine vorgenommene Impulsspeicherung verarbeiten. Ihre Schrift ist drahtlos an zweiter Stelle mitschreibbar. Dies gilt damit zwangläuftig auch für »Lochkarten-List-« oder »Tabellier-Gänge«. Es kann verschiedene Alphabete gleichzeitig verarbeiten und auch Bildschrift wiedergeben, so daß hiermit organisatorisch neue Wege auch auf dem gesamten Planungsgebiet gegangen werden können.
  • Die Zuordnung der einzelnen Schreibstellen zu Rechen- bzw. Abfüblstellen erfolgt analog der bei elektromechanischen Verfahren üblichen Schnürenverbindung.
  • Die universelle Verwendbarkeit der »Schreibstelle« ähnlich wie die der Rechenstelle (vgl. oben) gestattet interessante Anwendungsmöglichkeiten auch in der gleichzeitig mehrzeiligen Beschriftung. Ein derartiges Anwendungsgebiet ist z. B. die Kombination Schreibwerk mit Speicher für Adressierinaschinen. Je nach dem Umfang des vorliegenden Adressenmaterials sind entweder fest eingebaute Speicher oder nach dem Kassettenprinzip auswechselbare Speicher anzuwenden. In kleinen, handlichen Kassetten werden jeweils 20 000 bis 50 000 Adressen- oder sonstige Buchstaben- und Ziffernunterlagen festgehalten. Durch eine einfache Auswahleinrichtung können entsprechend durch Ziffern- oder Alphabetsymbole, die in großem Umfange anbringbar sind, ähnlich den bestehenden Adressiermaschinen, selbsttätig Teilauszüge aus den Unterlagen hergestellt werden. Die Anordnung des Schriftbildes erfolgt durch elektrische Schaltung.
  • Neuartige Möglichkeiten bieten sich dabei durch Kombinationen mit dem bereits erwähnten elektrischen Sortierverfahren, da das Unterlagsmaterial mit erheblicher Sortiergeschwindigkeit elektrisch analog dem Lochkarten-Sortierverfahren umsortiert werden kann.
  • Von besonderem Interesse ist auch die Verwendung der Mehrzeilenschreibwerke an Stelle von Umdruckverfahren od. dgl. beim Erstellen der Stücklisten und Arbeitspläne. Hier können einmal in üblicher Weise Stücklisten und Arbeitspläne aus dem Speicher geschrieben werden. Außerdem lassen sich in gleicher Weise die Materialentnahmescheine und Akkordkarten, die sonst im Zeilenumdruckverfahren erstellt werden, durch die Einzelbeschriftung aus der Schablone erstellen. Durch Umsortierung der nach Stücklistennummern geordneten Positionen der Stücklisten nach Materialarten durch Sortierung innerhalb des elektrischen Speichers läßt sich eine sonst organisatorisch immer mit Schwierigkeiten verbundene Aufgabe, nämlich die Erstellung des mit der Stückliste laufend übereinstimmenden Materialbedarfsplanes, erfüllen. Durch Sortierung der Arbeitsgangpositionen des ebenfalls stücklistenmäßig geordneten Arbeitsplanes nach Fertigplätzen läßt sich der Belegungsplan für die einzelnen Arbeitsgänge zwangläufig schreiben. Durch Kombination dieser beiden Mengenrechnungen mit der Wertrechnung über die Multiplikation mit Hilfe des Rechenwerkes der Buchungsmaschine entsteht der laufend neueste Stichpunktkalkulationsstand. Durch eine entsprechende Kombination mit einer Differenzperiodenrechnung bietet sich eine ausgezeichnete Budget-und Kostenkontrollmöglichkeit für die direkten Kosten.
  • Auch auf dem Gebiet der Kontenbeschriftung findet das Mehrzeilenwerk ein unter Umständen interessantes Anwendungsfeld. Bei maschineller An-und Ablage ist das Ansteuern der richtigen Buchungszeile eine gewisse konstruktive Erschwerung, selbst wenn man die jeweils richtige Zeile zusammen mit dem alten Saldo aus dem Anrufspeicher eingesteuert bekommt (sonstige Lösung). Das Mehrzeilenschreibwerk erledigt diese Aufgabe einfach in der Weise, daß sowohl das Kontenblatt wie das Schreibwerk selbst in Richtung der Zeilen nicht gegeneinander verschoben werden, sondern daß der »Zeilenimpuls« aus dem Speicher rein elektrisch die richtige Schreibzeile bestimmt, die übrigen Schreibzeilen des Werkes laufen beim Darüberführen über den Bogen allerdings dann leer. Bei der Einfachheit der Konstruktion der Schreibwerke ist dieser Mehraufwand jedoch nicht so erheblich.
  • Ein derartiges, für sämtliche Zeilen der Seite vorgesehenes Mehrzeilenschreibwerk ist auch für Vervielfältigungsaufgaben mit automatischer An- und Ablage interessant, da es Originalschrift liefert.
  • Das Prinzip der Speicherung bringt bei dem vorgeschlagenen Verfahren die entscheidenden Vereinfachungen. Durch das Speicherverfahren wird es einerseits ermöglicht, innerhalb eines zehnstelligen Werkes nur eine Rechenstelle vorzusehen, andererseits gestattet es die beliebige Anwendung und Erweiterung vonVielfach- und Registerwerken. Schließlich bieten die Einspielmöglichkeiten von Anrufspeicherstellen in großer Zahl organisatorisch neuartige Möglichkeiten.
  • Die Speicher können von allen Organisationsgeräten dieser Art aus auf Anruf beliebig beschriftet werden. Die Beschriftung ist korrigierbar, duplizierbar und kann sowohl in den Rechen-, Schreib-, Sortier-, übertragungs- und Sichteinrichtungen wirksam werden.
  • Der Einfachspeicher in Verbindung mit dem Rechenwerk bildet die Grundlage für das eigentliche Rechenverfahren. An einem einfachen Anwendungsbeispiel sei er in seiner Auswirkung beschrieben. Wird z. B. unter den Typen »0« bis »9« einer gewöhnlichen Schreibmaschine mit Typen bisheriger Ausführung je ein Kontakt angebracht, der mit dem Impulsgeber des Speichers Verbindung hat, so ist damit diese Schreibmaschine bereits als Mehr- oder Vielzählwerks-Rechen- oder Buchungsmaschine verwendbar. Die zehn Kontakte unter den Tasten stellen dabei die Impulsverteiler des Rechenwerkes bereits dar. Wird bei diesem Ausführungsbeispiel mit dem Schlitten für die in Frage kommenden Schreibstellen ein »Stellenkontaktverteiler« verbunden, so wird je nach Zählwerksstelle eine entsprechende Veränderung im anrufbaren Speicher vorgenommen. Auf dem Wege der Sichtabbildung können diese Ziffern dann jederzeit beim Tastenfeld der Maschine aufleuchten, so daß die Ergebnisse aus den Werken herausgeschrieben werden können. Die Zählwerkszahl selbst ist ebenso wie die Kombinierbarkeit zwischen Längs- und Querrechnung beliebig. Es könnten somit auch sämtliche Saldenvorträge der Konten in die Rechnungen unmittelbar einbezogen werden. Schreibt man dabei das Buchungsjournal umdruckfähig, so lassen sich im Zeilenumdruck die Kontenblätter in getrenntem Arbeitsgang beschriften. Dies wäre etwa die theoretisch denkbar einfachste Buchungsmaschine, die als Mehrzählwerksmaschine eine laufende Kontenführung ermöglichte. Sie arbeitet zudem außerordentlich schnell, da das Vorstecken der Konten und die Notwendigkeit des Ablesens des alten Saldos entfallen.
  • Durch geringfügige Erweiterung ließe sie sich so ausbilden, daß an Stelle des nur Sichtbarwerdens der Ziffern ein selbständiges Niederschreiben der Ziffern durch Betätigung der entsprechenden zehn Zifferntasten mittels Relais tritt. Setzt man an die Stelle der Schreibmaschine das Schreibwerk, so ist damit bereits die Kleinbuchungs- und Lochkartenmaschine als Einheitsgrundtyp fertig. Wünscht man jedoch nur eine Rechenmaschine ohne Alphabetschreibung, so läßt sich diese in analoger Form erstellen. Die Maschine braucht dann nur Zifferntasten und -typen zu enthalten. Sie ist gleichzeitig Vielzählwerksmaschine und in ihrer Fassungskapazität den bisher größten Buchungsmaschinen weit überlegen, obwohl sie in ihrer Ausführung von jeder bestehenden Schreibmaschine abgeleitet werden kann. Zweckmäßigerweise wird jedoch die Ausführung insofern etwas variiert, als im Speicher als elektrischer Zusatz der »selbsttätige Tabulator« zugeschaltet wird. Die Tastatur schreibt dann nicht unmittelbar in das Schreibwerk, sondern in den Speicher. Bei jedem Anschlag wird der »elektrischeTabulator«, ein einfaches Schrittschalt-Verteilrelais, betätigt, mit dem dann bei Beendigung die richtige Stellenzuordnung der Impulse für das Rechnen und Schreiben wiederum recht einfach erfolgt, da das Rechnen sowie das Schreiben nacheinander vorgenommen wird.
  • Für die Registrierkassen ergeben sich dann entsprechend einfachere Ausführungsformen. Bei ihnen werden vom Speicher aus die beiden Schreibwerke für Kupon und Streifen sowie die Sichteinrichtung durch Impulse gesteuert.
  • Für den Einfachspeicher in Verbindung mit einem Schreibwerk ergeben sich analog interessante Anwendungsfälle. über die Korrekturen zulassende Schreibmaschine wurde bereits oben bei der Behandlung des Schreibwerkes gesprochen. Gleiche Möglichkeiten bieten sich bei der Kombination mit üblichen Schreibmaschinen, deren Typen, wie bereits ausgeführt, über Relais betätigt werden. Während der Erstbesehriftung wird dann parallel zum Briefbogen der Speicher beschriftet. Korrekturen werden, soweit sie nicht im Speicher unmittelbar korrigiert werden, da es sich z. B. um Zusatzkorrekturen handelt, in den anrufbaren Korrekturspeicher übernommen. Das Neuschreiben der Seiten von Hand entfällt dann, da die Schreibwiederholung vom Speicher aus gesteuert wird. So ist auch bei der erwähnten Stenogramm-Maschine die Verwendung des Normalschreibwerkes durchaus möglich.
  • Weitere interessante Anwendungsgebiete liegen auf dem Gebiet der Adressenspeicherung und der Fernschreibmaschine mit beschleunigter übertragung der Impulsfolge über Draht auf Zwischenspeicher, z. B. im Rahmen eines Telephongespräches.
  • Das wesentlichste Aufgabengebiet eines Einfachspeichers in Verbindung mit einem Rechenwerk und einer Sichteinrichtung dürfte die einfache vollelektrische Vierspeziesmaschine sein. Ihre Konstruktion ist im Vergleich mit den sonst erforderlichen mechanischen Getrieben denkbar einfach, zumal auch die Anzeige des Ergebnisses rein elektrisch erfolgt. Hinzu kommt, daß die Maschine fast verschleißfrei und erheblich billiger in den Herstellungskosten ist als elektromechanische Vergleichskonstruktionen, die sie in ihrer Arbeitsgeschwindigkeit übertrifft. Die Einsteuerung kann nach Wunsch über Zehner- oder Volltastatur erfolgen. Die Rechnung erfolgt nach dem Grundsatz wiederholter Addition bzw. Subtraktion. Subtraktion Die Ergebnisse können analog den sonstigen Vorgängen auch ebenso wie die Faktoren bzw. Divident und Divisor im Schreibwerk festgehalten werden oder zwecks wiederholter Multiplikation oder Division in Zwischenspeicher übertragen werden. Die Einspeisung der Faktoren bzw. des Dividenden und Divisors kann auch von der »Lochkarte« oder besser dem Aufnahmespeicher erfolgen, in denen auch die Ergebnisse an dafür vorgesehenen Stellen festgehalten werden können. Als Arbeitsgeschwindigkeit ist bis etwa fünf je Sekunde, d. h. etwa 18 000 je Stunde vorgesehen. Die Werke können mit Abrundungsimpuls vorgesehen werden.
  • Bei einem Anrufspeicher in Verbindung mit einer Sichteinrichtung handelt es sich um eine Art elektrischer »Sichtkartei«. Hält man z. B. die Lagerbestände der einzelnen Materialarten im Speicher fest, so kann der jeweils neueste Stand auf Anruf durch Eintasten der Warenschlüsselnummer an der gleichen oder örtlich getrennten Stelle sichtbar gemacht werden. Will man auch den Bewegungsverkehr festhalten, um nachträglich das Gesamtkonto jederzeit überblicken zu können, so kann das durch Festhalten des Bewegungsverkehrs z. B. auf einem Aufnahmespeicher erfolgen. Dies wird wiederum auch zu Kombinationen mit dem Schreibwerk bzw. Rechenwerk führen, wie sie oben bereits beschrieben sind.
  • Anrufspeicher für Rechen- und Schreibwerke gestatten im besonderen neuartige organisatorische Möglichkeiten, wenn sie nüt Rechen-, Schreibwerken usw. kombiniert werden. Ein Anrufspeicher kann jeweils bis etwa 100 000 Ziffern oder Buchstaben aufnehmen. Die erforderliche Anrufzeit liegt im Grundsatz je nach Ausführungsart zwischen 1/5 und '/so Sekunde. Da aber die erforderlichen Ansprechgeschwindigkeiten meist erheblich niedriger liegen, können durch wiederholte, nacheinander erfolgende Verwendung der gleichen übertragungssysteme weitere konstruktive Einsparungen vorgenommen werden, zumal innerhalb eines Anrufes meist jeweils zehnstelhge Zahlen oder vielstellige Schriftbilder übertragen werden, deren Verwendung in den üblichen Geräten wieder nacheinander erfolgt. Es können mehrere Anrufspeicher grundsätzlich parallel geschaltet werden, so daß weitere Steigerungen des Fassungsvermögens möglich sind. Bei noch größerem Anrufbedarf empfiehlt sich die Zwischenschaltung der Aufnahmespeicherkassetten mit vorheriger elektrischer Sortierung. Organisatorisch werden diese Fälle jedoch nur selten unbedingt erforderlich sein.
  • Die Beschriftung der Anrufspeicher kann entweder laufend individuell durch übernahme neuester Stände, laufender Veränderungen usw. erfolgen, sie kann aber auch unmittelbar vom Werk aus als Dauerbeschriftung geliefert werden, z. B. bei Tabellen wie Lohnabzugstabellen, Logarithmen- und Funktionstafeln oder Leitertafeln bei maschineller Rechnung mit Nomogrammen.
  • An zwei grundlegenden Arbeitsgängen sei die Arbeitsweise in Ergänzung zu den bereits bei der Besprechung der Vielzählwerksmaschinen gemachten Ausführungen erläutert. Das erste Anwendungsbeispiel sei die selbsttätige Fakturierung. Als Schreibwerk sei dabei gedacht an ein Mehrstellenwerk, das Rechnungsvordrucke von einer Rolle beschreibt. Die Steuerung des Vorganges erfolgt entweder von Lochkarten-, -streifen oder besser von dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Aufnahmespeicher. Im Anrufspeicher seien festgehalten: die Adressen der Kunden, anrufbar durch Kundennummern, und die genauen textlichen Bezeichnungen der zu fakturierenden Artikel mit sämtlichen Einzelheiten einschließlich Preis unter Anruf durch Warennummern. Der Adressen- und Warenspeicher sei auf dem jeweils neuesten Stand gehalten. Die steuernde Lochkarte od. dgl. enthielte Kundennummer, Menge, Warennummer und gegebenenfalls Angaben über Sonderrabatte und sonstige Individualitäten, falls diese sich nicht aus der Empfangsadresse oder der Materialart ergeben und dort mit im Speicher festgehalten werden können. Die Maschine würde dann wie folgt arbeiten: Auf Grund der Kundennummer wird aus dem Speicher die Adresse gesteuert. Im weiteren Verlauf der Zeilenbeschriftung würden Datum und Rechnungsnummer ebenfalls aus dem Speicher impulsmäßig ge- liefert. Eventuell individuelle Zusätze werden der »Karte« entnommen. Sodann steuert die Maschine für die einzelnen Warennummern die Einheitspreise in das Multiplikationswerk und die Alphabettexte ins Schreibwerk, das auch die jeweiligen Endbeträge je Materialart mit aufnimmt. Die Beträge werden gespeichert, und die Summe wird unter eventueller Ab- setzung von Rabatten ausgeworfen.
  • Der gleiche Vorgang, der hier mit Verwendung eines Mehrstellenschreibwerkes beschrieben ist, kann unter Anwendung des einstelligen Einzeilenschreib-, gesteuerten Schreibwerkes oder einer normalen.
  • maschine stellenweise nacheinander analog bewirkt werden. Speicherung und Multiplikation können auch in einem vorgeschalteten Arbeitsgang erfolgen.
  • Als Anwendungsbeispiel für einen hinsichtlich seines Speicherinhaltes einer gelegentlichen Veränderung unterliegenden, jedoch herstellerseitig beschrifteten Anrufspeichers, für den auch herstellerseitig die Impulsgeber für Nachtragkorrekturen nachgeliefert werden können, seien die Lohnsteuer- und Sozialabzugstabelle erwähnt. Ihr Anruf erfolgt durch den kombinierten Schlüssel von Betrag und Familienstand. Im übrigen entspricht derVorgang wieder dem oben beschriebenen.
  • Als letztes Arbeitsbeispiel seien die Arbeiten mit im Anrufspeicher festgehaltenen Logarithmen, Funktions- oder Leitertafeln aufgezeigt. Als Aufgabe sei die wiederholte Multiplikation und Division nach der Formel mit Logarithmen gewählt. Für die einzelnen Zahlena bis e werden nacheinander die Logarithmen ins Additionswerk übernommen und hierbei die Logarithmen der Zahlen a bis c addiert und die der Zahlen d und e subtrahiert. Das im Speicher festgehaltene Ergebnis dient als Anrufimpuls für die umkehrende Numerustafel, die für dieses den Numerus aufweist und dem Speicher bzw. dem Schreibwerk das Ergebnis zuführt. Der Vorgang erfolgt mit großer Geschwindigkeit. Dieses Vorgehen kann laufend erweitert werden, so daß hierzu z. B. Zahlen addiert werden können und durch jeweilige Additionen konstanter oder variierender Logarithmen für Konstante einer Reihe komplette Zahlenreihen in kürzester Zeit entwickelt als Ergebnis niedergeschrieben werden. Durch entsprechende Verwendung der vorhandenen Logarithmen kann die Maschine auch unter Niederschrift der Ergebnisse potenzieren und radizieren. Werden gar »Matrizen« im Anrufspeicher festgehalten, so sind mathematisch unbeschränkte Anwendungsmöglichkeiten in einfacher Form gegeben. Für die industriellen Bedürfnisse wird die Möglichkeit einer stark vereinfachten, genauen Rechnung mit Nomogrammen interessante Anwendungsgebiete erbringen, so z. B. auf dem Gebiet der Akkordzeitermittlung, elektrischer Berechnungen, Festigkeitsrechnungen u. dgl. Von den wesentlichen Vorteilen ist zu nennen, daß ungeübte Kräfte mit der mechanischen Rechenarbeit, die sonst von wertvollen Ingenieuren vorgenommen werden mußte, betraut werden können, so daß es auch dort, ähnlich wie im Bürobetrieb, zu der Arbeitsteilung zwischen eigentlicher Inc",enieurtätigkeit (Festlegung des Arbeitsganges, Schnittgeschwindigkeit usw.) und den rein mechanischen Rechenarbeiten kommt. Die Ergebnisse werden, ähnlich wie bei den oben beschriebenen, einfachen elektrischen Vierspeziesmaschinen, mittels einfacher Sichteinrichtungen angezeigt. Sie können aber auch auf Einzelzetteln oder in Listen von der Bedienungsperson niedergeschrieben werden, so daß von dem betreffenden Ingenieur die Richtigkeit der Arbeit des Bedienungspersonals überwacht werden kann. Es würden dann, ähnlich wie bei der Buchungsmaschine, untereinander in entsprechenden Kolonnen Tourenzahl, Höchstgeschwindigkeit, Schnittiefe usw. und Ergebnis ausgewiesen. Die bekannten, durch Umordnung mechanischer Träger wirksamen Sortiergeräte sind leistungsmäßig beschränkt. Die Steigerung der jetzt üblichen Sortiergeschwindigkeit von 20 000 je Stunde dürfte über einen gewissen Umfang hinweg nicht mehr möglich sein, da dann Schwierigkeiten in der Sicherheit der Kartenzuführung aufträten. Außerdem ist der Aufwand der mechanischen bzw. elektromechanischen Sortiergeräte nicht unbeträchtlich. Infolge der jedoch wegen vielstelliger Sortierung meist sehr umfangreichen Sortierarbeit ist der Sortiervorgang zeitraubend. Die elektrischen Sortiergeräte gestatten, die Sortiergeschwindigkeiten nicht unbeträchtlich zu steigern. Während bei den Kleinsortiergeräten die Geschwindigkeit mit fünf je Sekunde -- 18000 Sortierungen je Stunde, jedoch bei erheblich vereinfachter Konstruktion, beibehalten ist, leisten die Großsortiergeräte etwa bis 50 »Karten« (Speicherbandabschnitte) je Sekunde = 180 000 »Karten« (Speicherbandabschnitte) je Stunde je Sortierstelle. Wünscht man weitere Steigerungen, so kann dies durch Parallelschaltungen erfolgen, bei zehnfacher Parallelschaltung z. B. auf 1,8 Millionen »Karten« (Speicherbandabschnitte) je Stunde, jedoch dürfte dies über den organisatorischen Bedarf gehen. Es ist nämlich dabei zu beachten, daß es sich bei dem Wunsch nach Geschwindigkeitssteigerung meist darum handelt, daß das Auswerten der Karten hinsichtlich weiterer Rechnungsmöglichkeiten dadurch verzögert wird, daß die Karten durch den vorhergehenden Auswertgang in der Sortier- und Tabelliermaschine gebunden sind. Bei dem elektrischen Verfahren wird man jedoch meist das Bedürfnis einer noch größeren Steigerung der Sortiergeschwindigkeit über 180 000 »Karten« (Speicherbandabschnitte) je Stunde hinaus nicht haben, da man in solchen Fällen elektrisch einfach duplizieren und getrennt sortieren kann und durch die organisatorische Bevorzugung der »laufenden Rechnung« an Stelle der nachträglich monatlichen sowieso im allgemeinen der Termindruck auf das Ergebnis fehlen wird.
  • Kleinsortiergeräte sind als Bestandteile der Kleinbuchungsgeräte gedacht. Sie haben ein beschränktes Aufnahmevermögen von etwa tausend hundertstelligen »Karten«, haben eine Sortiergeschwindigkeit von fürf »Karten« je Sekunde = 18000 »Karten« je Stunde und sind außerordentlich einfach konstruiert. Sie dienen beispielsweise dazu, den Tagesbuchungsanfall nach Konten zu sortieren. In der Finanzbuchhaltung würde sich der Buchungsvorgang dann z. B. in folgender Weise abspielen: Soweit der Buchungsbeleg nicht selbst bereits »Matrize« ist, schreibt die Bucherin mit dem Schreibwerk und dem parallel geschalteten Speicher die Buchungsangaben (Text, Zahl usw.) unter Anruf der Konten zeilenweise untereinander (Joumal). Hierbei wird der Tagesumsatz in üblicher Weise von der Maschine als Kontrollziffer mitgerechnet. Sodann wird die Buchungsmaschine auf »Sortierung« umgeschaltet und nach dem Belastungskonto sortiert. Bei ungefähr 1000 Tagesbuchungen, was immerhin schon einer mittelgroßen Finanzbuchhaltung entspricht, wäre dies bei z. B. fünfstelligen Kontennummern in etwa 16 Minuten erfolgt, da beim elektrischen Verfahren »Nebenzeiten beim Sortieren« wegfallen. Danach nimmt die Maschine selbsttätig die Sollbuchung unter Anruf des alten Kontenstandes und der Kontenzeile aus dem Speicher vor (s. oben). Die neue Zeile und der neue Stand werden wieder in das Speicherwerk eingesteuert. Die Endsumme wird abgestimmt, und Untergruppensummen für Debitoren- und Kreditorengruppen sowie Hauptbuchkontengruppen werden ausgeworfen. Sodann erfolgt wiederum die maschinelle Umsortierung nach dem Belastungskonto und das Beschriften der Gegenkonten, ebenfalls wieder unter Gruppensummenbildung und Gesamtabstimmung. Nach Beendigung dieser Arbeit wird dann von der Maschine automatisch als Liste die Tagesbilanz geschrieben, d. h. von jedem Konto textliche Bezeichnung, Verkehrsziffern und neuer Stand aus dem Speicher zeilenmäßig unter Auswerfung von Gruppensummen ausgeschrieben. Gruppensummen und Gesamtsumme werden abgestimmt. Entsprechende Arbeiten gelten für alle kontenmäßig durchgeführten Arbeitsgänge. Bei größerem Buchungsanfall wird zweckmäßig zwischen Beschriftung (vergleichbar dem »Locher«), Sortier- und Rechenvorgang getrennt.
  • Vergleichbar sind auf einem anderen Anwendungsgebiet der Kleinsortierung die Umsortierung des Adressenmaterials nach Sortiergesichtspunkten oder Alphabet und das entsprechende Erstellen von Listen.
  • Die Großsortiergeräte unterscheiden sich von den obenerwähnten dadurch, daß sie eine beliebige »Kartenmenge« verarbeiten können und daß ihre Sortiergeschwindigkeiten erheblich höher liegen (s. oben). Sie gestatten entsprechend den bisherigen mechanischen oder elektromechanischen Geräten die Sortierung in einstellbaren Stellen nach Ziffern oder Alphabet.
  • Bei Aufnahmespeichern, Beschriftern und übertragungseinrichtungen ist zu unterscheiden zwischen dem als Ersatz der Lochkarte od. dgl. dienenden Speicher und den Übertragungs- bzw. Dupliziereinrichtungen.
  • Der Aufnahmespeicher dient als Ersatz für Lochkarten od. dgl. Mittels Abfühlvorrichtungen können aus ihm die einzelnen Stellen abgefühlt und in Rechen-, Schreib-, übertragungs- oder Sichteinrichtungen übernommen werden. Er ist zweckmäßig so ausgebildet, daß er eine leichte Auswechselung gestattet. Die Speichereinheit, die leicht und handlich ist, entspricht in ihrer Kapazität je nach Ausführung 20 000 bis 50 000 Lochkarten. An seine Stelle können auch andere Impulsgeber treten, wie z. B. Tastaturen, Lochkarten, Lochstreifen u. dgl. Seine Impulse können auch in optische Impulse übergeführt werden.
  • Bei der Verwendung magnetischer Speichereinrichtungen sind das Beschriftungs-, Duplizier-und Kontrollverfahren unterschieden. Der Beschrifter kann mit dem Schreibwerk so verbunden sein, daß er parallel zur Schreibmaschine arbeitet. Hierbei ist es gleichgültig, ob es sich um eine Typenschreibmaschine im alten Sinne oder um das erfmdungsgemäße neue Schreibwerk handelt. Jede Schreibmaschine kann bei Anbringung eines Kontaktes je Type als Original-Impulsgeber Verwendung finden. An die Stelle des Schreibwerkes kann auch eine Sichteinrichtung treten, sie kann aber auch ganz entfallen.
  • Das Dupliziergerät arbeitet mit großer Geschwindigkeit (bis zu 50 »Karten« je Sekunde) geräuschlos und kann Impulse neu einwerfen oder stellenmäßig versetzen. Der »Kontroller« gibt in üblicher Weise ein Signal, wenn sich Neubeschriftung und Altbeschriftung nicht decken.
  • Die elektrischen übertragungseinrichtungen des neuen Verfahrens geben durch ihre Zuschaltmöglichkeit zu allen obenerwähnten Verfahrenspunkten neuartige organisatorische Möglichkeiten. Sie können sich dabei drahtgebundener Übertragungskanäle (Unterlagerungstelegraphie bzw. Träger frequenter Telegraphierkanäle oder den entsprechenden Telephoniewegen) bedienen. Der Frequenzdurchlaßbereich kann voll ausgenutzt werden. Die Übertragungseinrichtungen sind aber auch für drahtlose übertragung verwendbar, da in bekannter Weise bei der »Malschrift« nur eine verhältnismäßig geringe Beeinflussung der Lesbarkeit der Schrift durch Funkstörungen eintritt. Zum Beispiel kann das Breitschreibwerk drahtlos gesteuert werden, was bei einem hundertstelligen Werk und fünf Zeilen je Sekunde einer »Fernschreibgeschwindigkeit« von 500 Zeichen je Sekunde entspricht. Die Bedeutung dieser Wege dürfte dabei daraus erhellt werden, daß die jetzigen Fernschreib- bzw. Telegraphieverfahren eine übertragungsleistung von etwa 7 Zeichen je Sekunde aufweisen.
  • Interessant sind auch die sich bei diesem Verfahren ergebenden Möglichkeiten der Fernabbildung der Impulse. Zum Beispiel können im Anrufspeicher der Materialkartei festgehaltene Mengenbestände jederzeit auf Anruf an anderer Stelle, die über Drahtleitungen verbunden ist, sichtbar gemacht oder dort niedergeschrieben werden. Es besteht auch die Möglichkeit, Schriftzeichen, z. B. eine gespeicherte Schreibseite (bei Anwendung einer Photozelle entsprechend auch Zeichnungen) an anderer Stelle niederzuschreiben oder sichtbar zu machen.
  • Die Sichteinrichtungen dienen der Darstellung der für die obigen Geräte gespeicherten Impulsfolgen zur unmittelbaren Betrachtung. Sie beschränken sich entweder bei Kleinsichteinrichtungen auf das Sichtbarmachen einzelner Zahlen, Buchstabengruppen oder Zeilen, oder sie dienen bei Großsichteinrichtungen dazu, eine Reihe von Zeilen gleichzeitig sichtbar werden zu lassen. Hierbei kann es sich auch in Ab- wandlung des Verfahrens um das Sichtbarmachen von Zeichnungen oder Bildern über Telephonkabel handeln. Kleinsichteinrichtungen dienen bei der »Beschriftung« auf Wunsch der zusätzlichen Sichtbarmachung der Beschriftung für die Schreiberin. Bei den Schreibmaschinen bzw. der Stenogramm-Maschine werden sie dann Anwendung finden, wenn beim Tastendruck die Buchstaben nicht unmittelbar mitgeschrieben, sondern zunächst gespeichert werden. Sie werden dann unter Umständen auch auf dem Arbeitsplatz des Diktierenden Aufstellung finden. Weitere Aufgaben sind die Bekanntgabe von zentral oder dezentral gespeicherten Zahlen oder Buchstaben für Auskünfte über neueste Bestände an örtlich getrennten Stellen (z. B. Materialstand gleichzeitig im Lager und in der Arbeitsvorbereitung, in der Lager- und Mengenkartei sowie der Materialverfügungskartei der Arbeitsvorbereitung), die Zusammenarbeit zwischen zentralen und dezentralen Planungsstellen zwecks nur einmaliger Führung neuester Bestände und Verkehrsziffern sowie die Sichtbarmachung des neuesten Kontenstandes im Kassenraum von Banken für Barauszahlungen usw.
  • Großsichteinrichtungen dienen der Sichtbarmachung ganzer Seiten. Sie können z. B. als Unterlagen bei Telephongesprächen über Vertragsentwürfe usw. dienen, wobei die Betreffenden für etwa 1/4 Minute auf Speicherübertragung umlegen, da das Bild infolge der beschränkten Breite des Frequenzbereiches des Telephonierkanals nur mit Tonfrequenz durchgegeben werden kann. Nach Beendigung der Durchgabe erscheint es dann beim Empfänger als stehendes Bild, so daß Diskussionen, die zu eventuellen Korrekturen einzelner Zeilen führen, telephonisch erfolgen können. Werden die Korrekturen in der oben dargestellten Weise vorgenommen, so läßt sich in kürzester Frist auch der neue Text wieder durchgeben und nach übereinstimmung, aus dem Speicher des Empfängers vom Schreibwerk fixiert, festhalten. Diese Möglichkeiten ergeben sich, weil für die Sichtbarmachung grundsätzlich gleichartige Impulsfolgen Verwendung finden wie für den Schreibvorgang, so daß nur Geschwindigkeitsumsetzungen erforderlich sind, die bei dem geschilderten Verfahren leicht möglich sind. Dabei sei der Vollständigkeit wegen erwähnt, daß der Brief auch mit Originalunterschrift signiert an der Empfängerseite wiedergegeben werden kann, um ihm einen Originalcharakter zu wahren. Der Impulsgeber für die Unterschrift kann zweckmäßig nur nach Betätigung eines Sicherheitsschlosses in Gang gesetzt werden.
  • Fig. 1 vermittelt eine übersicht über einzelne der erfindungsgemäßen Konstruktionseinheiten, die zu einer Allzweck-Büromaschine vereint sind. Mit den Konstruktionseinheiten wird die Art und Weise, in der sie kombiniert werden, veranschaulicht.
  • Das Gehäuse 1 enthält zunächst die Rechenwerkeinheit. Mechanisch besteht die Rechenwerkeinheit aus einem Rotor 101, 102, 103 (einschließlich Elektromotor 3) und einem Stator. In Verbindung mit den Teilen der Rechenwerkeinheit befinden sich auf der Hauptwelle 2, die eine durchgehende Keilnut zur gemeinsamen Justierung aufweist, auch die Rechen-, Speicher- und Anzeigescheibe 101 (vgl. auch Fig. 2 a, 2b und 2d) für die Zwecke der Addition und Subtraktion, des Speicherns und der Anzeige sowie zusätzliche Einrichtungen für Multiplikation und Division (Impulserregungszähler 102 und die Schrittschalt-Verteilerscheiben 103 [vgl. auch Fig. 8]). Die Zahnräder 104/1, 104/2 und 10511 sowie 105/2 veranschaulichen eine andere Art von Rechen-Speichermitteln, die an Stelle von Scheibe 101 zur Impulsauslösung verwendbar sind (vgl. auch die Anzeigetrommel 101 a und das Kathodenstrahlrohr 101 b).
  • Der trommelförmige Körper 301, der ebenfalls auf der Hauptwelle 2 vorgesehen ist, stellt den Auswahlspeicher dar und ist später beschrieben (vgl. Fig. 11).
  • Der ganze Satz der Rotorteile, der auf der Hauptwelle 2 vorgesehen ist, wird von dem Motor 3 angetrieben, der eine Umdrehungsgeschwindigkeit zwischen 300 und 12 000 U/min aufweist, die von der gewünschten Leistung und Geschwindigkeit des Rechenwerkes abhängt. Entsprechend diesen Umdrehungszahlen kann die Rechenspeichereinheit etwa 5 bis 200 Additionen je Stelle bei einer Stellenzahl der zu addierenden Zahlen bis zu 100 oder 150 leisten. Die unterschiedlichen Phasen des Arbeitsvorganges beim Rechnen werden an Hand der Fig. 3 bis 7 gezeigt, während Fig. 8 zusätzliche Mittel für Vierspezies-Rechenvorgänge in ihrer gegenseitigen Verbindung zeigt.
  • Der Stator mit seiner Spulenanordnung wird schematisch in Fig. 2b und 3 bis 7 dargestellt. Das Chassis für die elektronischen Teile der Rechenwerkeinheit ist in Fig. 1 durch Ziffer 196 nur angedeutet. Ihr Schaltbild wird in Fig. 6 bis 8 gezeigt.
  • Die Rechenspeicherwerkeinheit bewirkt ihre Funktionen mittels magnetischer Impulse. Sie werden mit Hilfe von Aufzeichnungsspulen des Stators auf einer magnetischen Schicht festgehalten, die sich auf einer rotierenden Rechenspeicherscheibe oder einer magnetischen Trommel befindet. Sie werden durch Abfühlspulen für Rechenzwecke usw. wirksam gemacht und durch Löschspulen im Stator ausgelöscht.
  • Der magnetische Fluß der Spulen im Stator wird über die magnetische Schicht 1618 (Fig. 12) des Rotors geschlossen. Die Pole des Eisenkernes 1619 der Spulen 1620 bis 1622 berühren sich nicht, sondern sind durch einen Schlitz voneinander getrennt, der sich auf der wirksamen Seite des Spulenkernes be- findet (vgl. Fig. 12). Zum Zwecke der Abfühlung, Aufzeichnung und Löschung sind drei verschiedene Arten von Spulen vorgesehen (1620 bis 1622).
  • Magnetische Impulse werden auf der magnetischen Schicht in der Weise aufgezeichnet, daß der magnetische Fluß, der durch einen Strom in der Aufzeichnungsspule im Kern hervorgerufen wird, über die Schicht 1618 an der Schlitzstelle des Kernes geschlossen wird. Wenn in diesem Falle der Träger der magnetischen Schicht am Schlitz vorbeibewegt wird und ein Stromimpuls innerhalb der Aufzeichnungsspule bewirkt ist, so wird innerhalb der magnetischen Schicht ein permanenter, magnetischer Impuls erzeugt, der innerhalb der magnetischen Schicht an dieser Stelle einen Punkt mit vermehrter magnetischer Sättigung verursacht. Falls sich in diesem Augenblick unterhalb des Schlitzes keine magnetische Schicht befindet, kann auch keine Aufzeichnung stattfinden: Aufzeichnungen können daher nur an den Stellen der Oberfläche der Rechenspeicherscheibe oder -trommel bewirkt werden, an denen eine magnetisierbare Schicht vorhanden ist.
  • Die Abfühlung solcher magnetischen Impulse wird zweckmäßig durch Abfühlspulen, die hochohmig gewickelt sind, bewirkt. Ein magnetischer Impuls, der unterhalb des Schlitzes der Abfühlspule vorbeiläuft, erzeugt einen Spannungsstoß (Spannungsimpuls), der verstärkt wird und für Steuerfunktionen Verwendung findet.
  • Das Löschen geschieht entweder mittels Hochfrequenzstromes oder durch eine geeignete Gleichspannung, so daß die magnetische Ausgangslage wieder eingestellt wird.
  • Das Speichern von Impulsen auf der Speichertrommel, der Speicherscheibe oder dem Speicherband erfolgt entsprechend dem nachstehend beschriebenen Vorgang in der Weise, daß die magnetisierbaren Trommeln, Scheiben od. dgl. in eine Anzahl von Sektoren ideell geteilt zu denken sind, z. B. 100 Sektoren für ein hundertstelliges Rechenspeicherwerk, von denen wieder-um jeder Sektor ideell in vierzig einzelne Impulsfelder unterteilt gedacht werden muß (vgl. Fig. 6 a und 9). Wenn die Speicherscheibe 101 oder die Speichertrommel im Verhältnis zum Stator sich in Pfeilrichtung bewegt (Fig. 2a), so wird das Aufzeichnen z. B. der Zahl 274 in der Weise vorgenommen, daß zuerst die »4«, d. h. die letzte Stelle der Zahl, auf dem Umfang der magnetisierbaren Trommel oder Scheibe magnetisch festgehalten wird, und zwar mittels eines remanenten magnetischen Impulses innerhalb des vierten Feldes des Sektors 1. Die vorletzte Ziffer »7« der Zahl »274« wird entsprechend im siebenten Feld von Sektor 11 gespeichert, die Ziffer »2« der Zahl »274«, d. h. die drittletzte Stelle, im zweiten Feld von Sektor 11 usw. Zum besseren Verständnis der Aufgabenstellung und der Möglichkeiten dieser Erfindung muß man sich vorstellen, da-ß die magnetische Trommel oder Scheibe nicht nur in der Richtung der Umdrehung (Sektoren unterteilt in »Felder«), sondern auch in Seitenrichtung in einer Vielzahl von »Bahnen« aufgeteilt zu denken ist, von
    denen jede in der Lage ist, unabhängig voneinander
    magnetische Impulse aufzuzeichnen und zu speichern.
    Jeder »Sek-tor« jeder »Bahn« stellt das Aufzeich-
    nungsmittel für eine einzelne Stelle einer Zahl oder
    einen Buchstaben dar. Eine Bahn, die ideell in
    100 Sektoren geteilt ist, stellt daher einen hundert-
    stelligen Speicher dar, und eine Trommel mit z. B.
    25 cm Durchmesser und 1 in Länge hat die Speicher-
    fähigkeit von über 1000 - 100 = 100 000 Stellen. von
    denen jede Stelle entweder mit einer Ziffer oder
    einem Buchstaben oder sonstigen Zeichen gekenn-
    zeichnet werden kann. Diese außerordentliche
    Speicherfähigkeit ergibt sich aus der Tatsache,
    jeder einzelne magnetische Impuls nur einen Raum-
    bedarf von !00 bis 250 a besitzt.
    Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungs-
    Z, Clemäß vorgeschlagenen Rechenspeicherwerk-einheit
    ist die Tatsache, daß durch das Zusammenwirken
    von Speicher- und Rechenfunktionen bei Aufein-
    anderfolge der Vorgänge nur ein einstelliges elek-
    tronisches Rechenwerk als wenig Elektronenröhren
    und andere Elektronenschaltmittel aufweisende Ein-
    heit an Stelle der Vielzahl von Speicherscheiben
    mechanischer oder elektronentechnischer Art, von
    denen üblicherweise innerhalb jeder Stelle für
    Rechen- und Speichervorgänge eine vorgesehen ist.
    erforderlich ist. Durch die strenge Trennung zwischen
    Speicher- und Rechenfunktionen erzielt die Einrich-
    tung gemäß der vorliegenden Erfindung ihre Einfach-
    heit und Zuverlässigkeit. Dies wird erreicht, indem,
    beginnend mit dem Impuls der letzten Stelle der zu
    addierenden Zahl, die Zählimpulse aus dem Speicher
    entnommen, durch Addition oder Subtraktionen im
    einstelligen Rechenwerk zur neuen Zahl aufgerechnet
    und als einstelfiges Resultat in die gleiche Stelle der Speichereinheit wieder eingefügt werden, an der sich der alte Zählimpuls, der inzwischen gelöscht wurde, befunden hatte. Entsprechende Mittel für die übertragung des Zehner-übertragimpulses sind in dem einstelligen Zählwerk vorgesehen. Mit Rücksicht auf das obenerwähnte Beispiel, bei dem je Bahn 100 Sektoren::2 100 Stellen vorgesehen waren, ist es einleuchtend, daß nach einer Umdrehung der Trommel oder Scheibe diese 100 Stellen zum neuen Stand aufgerechnet sind. Auf diese Weise kann eine Vielzahl von Bahnen auf der Oberfläche der Scheibe oder Trommel festgehalten werden. Ein noch größerer Wirkungsgrad kann erreicht werden, wenn zwecks Schaffung einer Vielzahl von »Rechenwerken« das gleiche einstellige Elektronenrechenwerk benutzt wird, während die Spulen des Stators seitlich längs der rotierenden magnetischen Trommel oder Scheibe geführt werden oder umgekehrt. Hierdurch entstehen ohne zusätzliche Schaltmittel Vielzählwerksmaschinen größten Umfanges.
  • In Fig. 2a wird die rotierende Rechen-, Speicher-und Anzeigescheibe 101 dargestellt, die in vier Sektoren 1 bis IV geteilt ist, von denen drei für Rechenzwecke für die einzelnen Zählstellen bestimmt sind, während der letzte Sektor frei bleibt. Bei der Zahl »274« befindet sich in Sektor 1 daher ein magnetischer Impuls in Feld »4« (Bahn a), in Sektor 11 ein Impuls im Feld »7« (Bahn a) und in Sektor 111 ein Impuls im Feld »2« (Bahn a). Die verschiedenen Bahnen a bis e sind als ideale konzentrische Ringe mit Durchmesser angeordnet, welche jeweils entsprechend dem Abstand der Aufzeichnungsspulen im Stator vom Mittelpunkt der sich drehenden Scheibe festgelegt sind. Es brauchen keine gegenständlichen konzentrischen Ringe in Form von Eingravierungen od. dgL auf der Scheibe vorgesehen zu werden. Sind keine Mittel für die optische Anzeige erforderlich, so kann die Speicherrechenscheibe aus einer rotierenden, soliden Stahlscheibe bestehen. Wird dagegen eine optische Anzeige des Zählresultates gewünscht, so wird an Stelle der Stahlscheibe eine ebene Glasscheibe verwendet, die in dem Mittelteil der Oberfläche eine magnetisch empfindliche Emulsion und zusätzlich hierzu eine lichtempfindliche Emulsionsschicht besitzt, welche die anzuzeigenden Zahlen und gewisse optische Steuerkennzeichen enthält.
  • Das Schreibwerk wird in Fig. 1 in zwei Anwendungsformen gezeigt. Das einzeilige, vielstellige Schreibwerk 201 zum Beschriften von Endlospapier schreibt auf Bogen 202, die von einer Rolle über den Schlitz 4 des Gehäuses 1 geführt werden. Dieser Druckmechanismus verwendet das erfindungsgemäße Prinzip der elektromagnetisch gesteuerten Umkehrhebel. Da das Schreibwerk keine Typen enthält, wird der gewünschte Druck durch das rhythrrüsche Schwingen von Umkehrhebeln erreicht, die jeweils einen Schreibpunkt aufweisen. Dieses Umkehrhebelprinzip gestattet eine beträchtliche Beschleunigung des Schreibvorganges, die im wesentlichen unabhän-gig von der verhältnismäßig kräftigen Anschlagstärke bleibt. Darüber hinaus beseitigt es die Auswirkungen aller magnetischen und mechanischen Zeitkonstanten für die Ankerbewegungen von Relais, die Selbstinduktionen von Spulen usw. Das Schriftzeichen wird, ähnlich wie beim drahtlosen Fernschreiben, nicht durch den Anschlag einer Type bewirkt, sondern durch das rhythmische Anschlagen von Umkehrhebeln, die mit einem Schreibpunkt versehen sind, und die oberhalb des Papiers parallel zueinander angeordnet sind. Das Papier wird kontinuierlich bewegt unter ihnen entlanggeführt. Auf Grund eines Impulses gibt der Steuermagnet 203 den kontinuierlichen Papiertransport jeweils um eine Zeile frei. Während dieses Zeitraumes wird das Schreiben der Zeile bewirkt. Diese Schreibmethode macht die einzeilige, vielstellige Schreibwerkeinheit unabhängig von den darzustellenden Typen, so daß sie in der Lage ist, Ziffern, Buchstaben, selbst von fremden Schriftzeichen, die sich von den unseren völlig unterscheiden, z. B. arabischen, griechischen oder japanischen, ohne Auswechselung von Typen oder ähnlichen Maßnahmen im gleichen Arbeitsgang zu schreiben.
  • Das Schreibwerk für Bogenbeschriftung (Kontenbeschriftung) 204 entspricht in seiner Konstruktion der Schreibwerkeinheit 201. Es ist jedoch Bestandteil der Kontenbeschriftungseinrichtung. Die völlige Unabhängigkeit von einem gemeinsamen mechanischen Antrieb erlaubt, daß die Schreibwerkeinheiten 201 und 204 in beliebiger Lage angeordnet werden können. Es ist nur erforderlich, daß während des Schreibvorganges das Papier kontinuierlich gegenüber dem Schreibmechanismus oder umgekehrt der letztere gegenüber dem Papier verschoben wird. In dem Beispiel wird die Schreibwerkeinheit 204 ebenfalls stillstehend verwendet wie die Schreibwerkeinheit 201, während das Papier unter den Umkehrschreibhebeln beim Schreiben sich bewegt. Die Kontenbeschriftungseinrichtung enthält jedoch noch weitere Einrichtungen. Zwecks Anlage der zu beschriftenden Kontenkarten in der Weise, daß die Beschriftung jedesmal auf der nächst freien Zeile erfolgt, ist der automatische Anleger 205 mit einem Abfühlmagnet 206 gekoppelt, der das unter ihm hinweglaufende Kontenblatt od. dgl. nach magnetischen Impulsen abfühlt, die gegebenenfalls in der magnetischen Schicht gespeichert sind, die entweder in das Papier selbst eingebettet ist oder als Schicht auf der Oberfläche angeordnet ist. Im Zusammenwirken mit der Zuführeinrichtung 205 bewirkt dieser Magnet, daß das Kontenblatt, die Karte od. dgl. nur bis zu der nächsten Zeile geführt wird, die beschriftet werden soll. Während der Zuführbewegung des Kontenblattes, der Karte od. dgl. wird der Abfühlmagnet wirksam. Abgefühlte Impulse lösen das Stopsignal für die Zuführeinrichtung aus, die durch den eine magnetische Bremse aufweisenden Motor 207 angetrieben wird und die den Antriebsmechanismus 208 und die Antriebsrollenpaare 209 enthält. Weiterhin ist dieser Abfühlmagnet in der Lage, zwecks selbsttätigen Vortrags des alten Saldos im Rechenwerk und des Ausschreibens des neuen nach dessen Ausrechnung, falls kein Auswahlspeicherwerk verwendet wird, den jeweils letzten Saldo aus der magnetischen Schicht der Kontenkarte abzufühlen.
  • Die Umwandlung der Zählimpulse, die magnetisch auf der Speichertrommel oder -scheibe festgehalten sind, in Schreibimpulse usw. kann in verschiedener Weise erfolgen. Unabhängig von der Anzahl von Stellen, die von dem Schreibwerk zu schreiben sind, wird jeweils nur eine Impulsumsetzungseinrichtung erforderlich, da der Umsetzer mit großen Geschwindigkeiten Stelle um Stelle arbeitet. Während einer Umdrehung der Trommel kann er die verschiedenen umgesetzten Impulsfolgen entweder einem Schreibspeicher auf der Trommel oder Scheibe zuführen und diese Impulse unmittelbar im Schreibwerk verwerten.
  • Die Rechen- und Schreibvorgänge werden vorzugsweise mittels des Speicherbandes gesteuert. Ein magnetisches Speicherband ist in den Fig. 1 und 18d als Position 302 dargestellt. Das Band kann jedoch auch durch ein optisches Filmband. Lochkarten oder Tastaturen ersetzt werden. Das Speicherband ist auf Trommel 303 aufgespult und läuft nach Trommel 304, wo es beim Abspulen von Trommel 303 wieder aufgespult wird. Auf seinem Weg wird es dabei in einer Bahn innerhalb der oberen Führungsplatte 305 geführt. Zwischen der oberen Führungsplatte 305 und der unteren Führungsplatte 306 sind zwei Gleitköpfe 307 und 308 beweglich befestigt. Beide Köpfe werden gleichmäßig in übereinstimmung mit den Umdrehungen der Welle 2 mit Hilfe der Stange 5 bewegt, die von den Bolzen 6 und 7 angetrieben wird. Der linksseitige Kopf 307 ist mit einer Anzahl von Abfühl-, Lösch- und Aufzeichnungsspulen versehen, deren Keine 309 und 313 in Fig. 18 d dargestellt sind und die mit den beiden Bändern 302 und 310 zusammenarbeiten, wie später beschrieben wird. Unterhalb der Anordnung des oberen Bandes 302 gibt es eine analoge Anordnung eines unteren Bandes 310, das von Trommel 31.1 abgerollt und auf Trommel 312 aufgerollt wird (Fig. 1). Auf seinem Wege wird das Band 310 in einer Führung der unteren Führungsplatte306 gehalten. Für jedes der Bänder302 und 310 bestehen entsprechende Abfühl-, Lösch-und Aufzeichnungsspulen, die auf dem Gleitkopf 307 angeordnet sind, wobei die Spulen 309 mit dem oberen Band 302 und die Spulen 313 mit dem unteren Band310 zusammenarbeiten. Der rechtsseitige Kopf 308 bewirkt das schrittweise Bewegen der Speicherbänder302 und 310, wobei die Betätigung der Bewegung des Bandes 310 von einem Magneten 315 gesteuert wird (Fig. 18 d). Die Köpfe 307 und 308 werden gleichzeitig für die Sortiereinrichtung benutzt, die später beschrieben wird, und mit deren Hilfe die elektromagnetische Sortierung von einzelnen Stellen oder Gruppen von Stellen (100 bis 150 Stellen je zu sortierender Einheit) erfolgt. Werden magnetisierbare Bänder verwendet, so enthält der Gleitkopf 307 die Abfühl-, Lösch- und Aufzeichnungsspulen. Falls ein optischer Film verwendet wird, so trägt der Kopf die Lichtquelle oder das Intensitäts-Leucht-Gasentladungsrohr. Der Schrittschaltkopf 308 ist in der Lage, eine unabhängige Steuerung des Transportes der Speicherbänder 302 und 310 vorzunehmen, und zwar in der Weise, daß der Transport des zugeordneten Bandes unterdrückt wird, wenn die Steuermagnete 314 oder 315 einen elektrischen Impuls zugeführt erhalten.
  • Dient das Steuerband dem Zwecke der Steuerung des Rechen-, Schreib- oder Speichermechanismus, so ist der durchzuführende Arbeitsvorgang folgender: Die Trommeln nüt den Speicherbändern 303 und 304 werden eingesetzt. Nachdem der Startknopf 316 gedrückt ist, sichert der Schrittschaltkopf 308 die schrittweise Zuführung der Speicherbänder. Nachdem die ganze Länge der Speicherbänder den Trommeln 303 und 304 zugeführt worden ist, müssen neue Trommeln mit Speicherbändern eingesetzt werden. Das Fassungsvermögen solch eines Speicherbandes beläuft sich bis auf 50 000 Speichereinheiten (vergleichbar den früheren Lochkarten) je Trommel. Die schrittweise Bewegung jedes dieser Bänder kann in Obereinstimmung miteinander erfolgen oder unabhängig. Die Art des Arbeitsvorganges wird durch den Zweck bestimmt, für den eines oder beide Bänder gebraucht werden. Im Falle der Steuerung der Rechen-, Speicher- und Schreibwerkeinheiten werden aus dem oberen Band alle gespeicherten Steuerimpulse aufgenommen und den Werkseinheiten zugeführt, wo sie verrechnet und geschrieben werden. Die Summen werden jeweils auf dem unteren Band festgehalten, das also als Summenspeicherband verwendet wird. Es ist ersichtlich, daß, falls nicht für jede Speichereinheit des Speicherbandes ein Schreibvorgang benötigt wird, das untere Band auch als Zwischenspeicher für spätere Schreibvorgänge benutzt werden kann. Entsprechend bei der übung bei der Verwendung der heute bekannten Büromaschinen können die obenerwähnten Einheiten als selbständige Einheiten in einer Vielzahl von Wegen durch elektrische Schaltungen oder durch Zwischenschaltung derartiger Speicherbänder miteinander verbunden werden.
  • Die Verbindung zwischen Speicherband und Schreibwerkeinheit oder Speicherrechenwerkeinheit und Schreibwerkeinheit kann entweder mittels einer Schalttafel 408 (Fig. 1) direkt erfolgen oder aber indirekt durch die Zwischenschaltung eines Speicherbandes od. dgl. bewirkt werden, mit dessen Hilfe eine Stellenversetzung in getrenntem Arbeitsgang durch eine gesonderte Stellenversetzvorrichtung vorgenommen werden kann.
  • Von der Funktion des Speicherbandes abweichende Aufgaben hat die Auswahlspeichereinrichtung zu lösen. Sie dient vorzugsweise der zwischenzeitlichen Speicherung beispielsweise errechneter Ergebnisse, z. B. neuer Salden, in den Fällen, in denen diese für spätere Rechenzwecke wieder benötigt werden, und für das Speichern von festen Wertimpulsen od. dgl. (Tabellen, List-Werten, z. B. Logarithmen usw.). In Fig. 1 und 11 weist die Auswahlspeichereinrichtung die magnetisierbare Trommel 301 bzw. 1601 auf. Ihre Verwendung erlaubt die Konstruktion von Maschinen mit vielen Zählwerken ohne die Notwendigkeit, zusätzliche Rechenwerkeinheiten vorsehen zu müssen. Auch bei der Auswahlspeichereinrichtung werden in Abhängigkeit von den verschiedenen »Bahnen« auf dem Umfang magnetische Impulse in den »Feldern« der einzelnen Sektoren gespeichert. Diese Impulse werden einer vollelektronisch arbeitenden Recheneinrichtung zugeführt, die als Einheit nur mit einem einstelligen Werk versehen ist. Das Rechenwerk beginnt mit der Aufnahme der Impulse der letzten Zählwertstelle in Sektor 1 (vgl. Fig. 2a und 5), zu der es den Zählwert der entsprechenden Stelle der neuen Zahl addiert bzw. es von ihm subtrahiert. Das so erhaltene Resultat wird je einzelne Zählwertstelle wieder auf der Speicherwerkeinheit aufgezeichnet, nachdem der vorhergehende Zählwert der betreffenden Stelle automatisch in diesem »Feld« gelöscht worden ist. Während dieses Arbeitsvorganges kann der Rechenmechanismus die üblichen Zählwertüberträge in die nächste Stelle und den übertrag der »flüchtigen Eins« vornehmen. Als Ergebnis dieser aneinanderschließenden Rechenfunktionen ist es möglich, Rechenvorgänge im Zusammenwirken mit der Auswahlspeichereinheit vorzunehmen, wobei die einzelnen verschiedenen Bahnen eine Vielzahl von einzelnen Rechenwerken darstellen, ohne daß eine Vermehrung der eigentlichen Rechenkörper bzw, Rechenwerkeinheiten erforderlich ist. Auch eine Vielzählwerksmaschine benötigt in diesem Falle der Trennung der Speicher- und Rechenfunktionen nur eine einstellige Rechenwerkeinheit für den einstelligen elektronischen Rechenvorgang.
  • Fig. 11 zeigt Einzelheiten der Auswahl-Speicherwerkeinheit. Die Speichertrommel wird hier mit 1601 bezeichnet, während der Stator mit seinen Abfühl-, Lösch- und Aufzeichnungsspulen mit 1616 bezeichnet ist. Da die Spulen im Stator 1616 liegen, der sich horizontal in gerader Linie während der Umdrehung der Trommel vorwärts bewegt, ergibt sich aus beiden Bewegungen eine kontinuierliche, spiralförnüge Bahn auf dem Umfange der Trommel oder, falls ein schrittweiser Vorschub des Stators entlang der Trommel gewählt wird, eine Vielzahl von parallel zueinander liegenden Einzelbahnen auf dem Umfang der Trommel. Um den Auswahlvorgang zu beschleunigen, können nebeneinander mehrere Spulensysteme im Stator angeordnet werden, so daß damit die Seitwärtsbewegung des Stators auf ein Ausmaß reduziert werden kann, das eine Mindestauswahlzeit in Abhängigkeit von der Anzahl der zu überwachenden Bahnen sicherstellt.
  • Im Falle von Fixwertspeichern können die Aufzeichnungsspulen auch durch optische Abfühleinrichtungen ersetzt werden. Hierbei wird ein Lichtstrahl entweder abgelenkt oder mit einer Blende in solch einer Weise abgedeckt, daß gerade die in Frage kommenden Bahnen angesprochen werden.
  • Aufzeichnungen auf dem Speicherband 310 der Sortier-, Summenspeicher- und Stellenversetzungseinheiten, das sich von der Bandtrommel 311 abrollt und auf Trommel 312 wieder aufgespult wird, können entweder durch das Speicherband 302, durch die Rechenwerkeinheit oder durch das Auswahlspeicherwerk bewirkt werden. Wenn die Aufzeichnung auf Band 310 auf Grund von Impulsen stattfindet, die vom Band 302 übernommen werden, ist das Speicherband 310 in der Lage, Sortier- und Stellenversetzungsaufgaben zu erfüllen. Im Falle der Aufzeichnung von Ergebnissen aus dem magnetischen Rechenspeicherwerk übernimmt es die Aufgabe eines Summenspeicherbandes.
  • Im einfachsten Falle ist der Sortiervorgang folgender: Wirksame elektrische Übertragungen von einem duplizierten Speicherband 302 auf Speicherband 310 können nur vorgenommen werden, wenn ein zwischengeschaltetes Relais (Verstärkerrohr, z. B. gesteuert von einem Gasentladungsrohr) »offen« ist. Wenn Vorkehrungen dafür getroffen werden, daß solche Übertragungen nur dann wirksam erfolgen können, wenn während der Bewegung des Bandes 302 z. B. eine »0« an der zu sortierenden Stelle abgefühlt wird und wenn weiterhin der Transportmechanismus des Speicherbandes 310 in Abhängigkeit von der Feststellung eines derartigen Impulses steht, können nur diejenigen Teile (Einheiten) des Speicherbandes 302 zusammen mit allen ihren dort gespeicherten Impulsen auf Speicherband 310 übertragen werden, die an der zu sortierenden Stelle das Symbol »0« aufweisen. Unter »Einheit« bzw. Speicherbandeinheit ist hier ein Abschnitt des Speicherbandes verstanden, der eine Anzahl von Stellen, z. B. 100 Zählwert- oder Alphabetstellen entsprechend der Kapazität einer Lochkarte, aufweist. - Auf diese Weise erhält das Speicherband 310 einen Auszug aller derjenigen Teile (Einheiten) des Speicherbandes 302, die an der zu sortierenden Stelle das Symbol »0« tragen. Wenn im Anschluß daran die Übertragung derjenigen Speicherbandteile (Einheiten, Abschnitte) von Band 302 nach Band 310 erfolgt, die an der zu sortierenden Stelle eine » 1 « aufweisen, so wird das Speicherband im Anschluß daran den Auszug aller der Speicherbandabschnitte enthalten, die an der zu sortierenden Stelle das Symbol »1« tragen. Sie folgen dann auf dem Speicherband 310 den dorthin übertragenen Speicherabschnitten, die im vorhergehenden Arbeitsgang das Symbol »0« an der zu sortierenden Stelle aufwiesen. In gleicher Weise wird der Sortiervorgang für die Symbole »2«, »3«, »4« usw. vorgenommen. Alphabetische Symbole werden in entsprechender Weise sortiert.
  • Mittels eines Umkehrprozesses, d. h. mittels eines umgekehrten auszugsweisen Übertrages von Speicherband 310 zurück auf Speicherband 302, dessen Symbolimpulse vorher gelöscht worden sind oder wobei das ursprüngliche Band 302 durch ein neues, unbeschriftetes Band ersetzt worden ist, wird das Sortieren der Symbole nach der zweiten Sortierstelle durchgeführt, und die bisherige Speicherung auf das Band 310 wird hierbei nach dem übertragen der Symbolimpulse gelöscht. Mittels einer weiteren Rückübertragung in gleicher Weise von Band 302 auf Band 310 findet der Sortiervorgang nach der dritten Stelle statt usw. Da solch ein Speicherbandvorschub mit der Geschwindigkeit von 50 Abschnitten (Speicherbandeinheiten entsprechend jeweils einer Lochkarte) je Sekunde die Arbeitsgeschwindigkeit der schnellsten Lochkartenmaschine überschreitet, ist dieser einfache Sortiervorgang mit zwei Speicherbändern bereits für die üblichen Sortieranforderungen ausreichend. Eine Einzelbeschreibung der hierzu technisch erforderlichen Einrichtungen ist in Fig. 20 enthalten.
  • Wenn andererseits das Bedürfnis besteht, die Sortiergeschwindigkeit auf das Zehnf ache der früheren Geschwindigkeit zu beschleunigen, so verfährt man in folgender Weise: Zehn Speicherbänder dieser Art sind zusammen mit ihren entsprechenden Spulen nebeneinander angeordnet. Die Impulse der Speicherbandabschnitte (Speicherbandeinheiten) des Ursprungsbandes werden dann auf dasjenige der zehn nebeneinander angeordneten Bänder übertragen. das dem Impulssymbol der zu sortierenden Stelle entspricht. Durch den Rücktransport auf das inzwischen gelöste Ursprungsband wird die Sortierung nach der zweiten Stelle vorbereitet. Im Anschluß daran erfolgt der Sortiervorgang nach der zweiten Stelle analog in der Weise, daß die Übertragung der Impulse des einzelnen Speicherbandabschnittes in Abhängigkeit davon, ob die zu sortierende Stelle eine »0«, »l«, »2« usw. als Symbol enthält, auf das zugeordnete Speicherband »0« bis »0« vorgenommen wird. Die Sortierung nach der dritten Stelle erfolgt in gleicher Weise. Am Ende des Sortiervorganges werden die Speicherbänder wiederum automatisch in ein zusammenhängendes Band übertragen, wobei bei diesem Übertrag wiederum die Bandreihenfolge »0«, »l«, »2« usw. eingehalten wird. Die Anwendung geeigneter Schaltmittel (Verstärkerrohr bzw. Gasentladungsrohr beim Übertrag von einem Band zum andem) sichert, daß keine Impulsabschwächung oder -veränderung eintritt. Das so entsprechend den Anforderungen sortierte Speicherband kann nunmehr als Steuermittel für den Rechenvorgang, Schreibvorgang, Speichervorgang usw. dienen. Ist eine kontinuierliche Bandbewegung erwünscht, so wird der Sortiervorgang mittels einer Speichertrommel vorgenommen, die für die einzelnen Sortierfelder »0« bis »9« schrittweise seitwärts verschiebbare Spulensätze im Stator enthält, deren schrittweise Steuerung durch impulsgesteuerte Steuermagneten bewirkt wird. Nachdem die Sortierung auf der Trommel erfolgte, werden die Impulse wieder auf Bänder in kontinuierlicher Geschwindigkeit übertragen.
  • Wenn der Sortiervorgang als Summenspeichervorgang arbeiten soll, so wird die gleiche Einrichtung verwendet, nur wird in diesem Falle die Steuerung vom Rechenwerk bewirkt. Das Aufzeichnen der Summen oder Untergruppensummen erfolgt dabei in ähnlicher Weise wie das Ausstanzen von Summenlochkarten für die Gruppen- oder Untergruppensummen bei Lochkartenmaschinen. In diesem Falle wird wiederum das Speicherband 310 verwendet. Es übernimmt ähnlich dem Sortiervorgang Impulse, in diesem Falle die Impulse für die errechneten Summen usw., nur, wenn das Verstärkerrohr, das den Vorgang steuert, geöffnet ist. Die öffnung des Rohres erfolgt hierbei in Abhängigkeit von einer Gruppenkontrolleinrichtung. Die Impulse für Summen und Untergruppensummen können auf diese Weise zusammen mit den zugehörigen Impulsen der Sortierbegriffe auf den entsprechenden Stellen (Feldern) des Speicherbandes festgehalten werden. Nach der Aufzeichnung wird das Band entsprechend dem Sortiervorgang schrittweise um einen Speicherbandabschnitt (Speicherbandeinheit) bewegt.
  • Die Summen, neuen Salden von Konten usw. können aber auch auf einem Auswahlspeicher festgehalten werden. Die Vorteile dieser Speicherart bestehen darin, daß die Auswahl des neuen Saldos usw. unmittelbar in den Rechenvorgang eingeführt werden kann und daß am Tagesende oder zu anderen Zeiträumen automatisch Listen geschrieben werden können, die den neuesten Stand aufweisen und die jeweils auch Alphabettext enthalten können.
  • Im vom Gesichtspunkt der Erläuterung des Arbeitsvorganges einfachsten Falle wird die Steuerung der Rechenfunktion direkt mittels einer Volltastatur oder Zehnertastatur vorgenommen, die z. B. imFalle derAnordnung einesGehäuses entsprechend Fig. 28 a bis 28 c auf der Vorderseite angeordnet sind. Der Arbeitsvorgang kann hier unmittelbar durch die Tasten gesteuert werden. Die Steuerung kann aber auch mittelbar über den Speichervorgang erfolgen.
  • Die unmittelbare Steuerung der Rechenvorgänge durch die Tastatur ist nur für gewisse kleinere Einrichtungen geeignet, z. B. Rechen- oder Buchungsmaschinen mit oder ohne Verwendung eines Speicherbandes (vgl. Fig. 7 a, 8 und 10). Im Falle eines vollalphabetischen Schreibwerkes kann die übliche Schreibmaschinentastatur Verwendung finden. Sie kann wiederum entweder unmittelbar den Schreib-oder Rechenvorgang betätigen oder dessen Steuerung indirekt mittels aufgezeichneter Impulse auf dem Speicherband bewirken. In letzterem Ausführungsbeispiel der Zwischenschaltung eines Speichers übernimmt dieser dann die Steuerung der Rechen- und Schreibwerkeinheit.
  • Die Steuerung des Schreibvorganges mittels eines Auswahlspeichers kann z. B., wie bereits erläutert, in Speicherschreibmaschinen mit Korrektureinrichtung und Kurzschrift- bzw. Volltextschreibmaschinen Verwendung finden, die beide durch die neuartige Kopplung von Speicher- und Schreibfunktionen erstellbar sind. Bei der Speicherschreibmaschine mit Korrektureinrichtung wird ein bestimmter Abschnitt der Auswahlspeichereinrichtung für die Aufnahme der Impulse des Originaltextes vorgesehen. Die Aufzeichnung auf dieser Speichereinheit kann entweder direkt oder indirekt mittels eines Speicherbandes erfolgen. Korrekturen des Originaltextes werJen wiederum in besonderen Abschnitten des Speichers als Impulse festgehalten. Die Korrekturen der gespeicherten Aufzeichnungen können entweder in der Weise erfolgen, daß jeweils eine Zeile neu geschrieben wird, die dann an der zugehörenden Stelle zwischengeschaltet wird, oder daß bei Zwischenschaltungen, die länger als eine solche Zeile sind, diese in einem Spezialabschnitt der Speicherauswahleinrichtung festgehalten werden. Wenn beim Schreiben des Originaltextes die Korrekturstelle erreicht wird, werden Schaltmittel wirksam, die zu den getrennt gespeicherten Korrekturzeichen überschalten und sie in der richtigen Ordnung im Originaltext zum Abdruck bringen. Veränderungen der Zeilen wird dabei in der Weise Rechnung getragen, daß das Zeilenende jeweils Steuerimpulse für die Zeilenweiterschaltung bewirkt, wobei die Weiterschaltung in Abhängigkeit des Auftretens eines Zwischenraumes, Kommas, Punktes, Bindestriches od. dgl. erfolgt, so daß keine Wortzerreißungen stattfinden.
  • Wenn die Auswahlspeichereinrichtung in Verbindung mit einer Tastatur in der Weise verwendet wird, daß das Niederdrücken einiger Tasten zu gleicher Zeit oder eine sonstige geeignete Tastenkombination mit einer bestimmten Silbe, bestimmten Worten, Sätzen oder Gruppen von Worten gleichbedeutend ist, so ist es möglich, ähnlich der Kurzschriftmethode die Impulskode, die zur unmittelbaren Niederschrift der entsprechenden Wortbilder durch die Maschine geeignet sind, für solche Vielzahlen von Schriftzeichen, die in Abhängigkeit von der niedergedrückten Tastenkombination stehen, unmittelbar aufzuzeichnen, so daß diese Kurzschriftmaschinen keineKurzzeichen. sondernVolltext mitStenographiegeschwindigkeit schreiben.Dies gestattet., denSchreibvorgang erheblich zu beschleunigen, da bei allen durch Kode erfaßten Schriftzeichengruppen kein Einzeltastenjnschlag für die einzelnen Schriftzeichen der Worte mehr erforderlich ist, sondern der Kombinationstastenanschlag ausreicht.
  • In den meisten Fällen wird jedoch die Aufzeichnung auf dem Speicher in einem vorgelagerten Arbeitsgang erfolgen, ähnlich dem Lochvorgang bei der Verwendung von Lochkartenmaschinen oder dem Erstellen von Lochstreifen für Lochstreifengeber von Fernschreibmaschinen. In ihrer einfachsten Form enthalten diese Aufzeichnungsgeräte eine Tastatur, einen Aufzeichnungsmagneten und eine Transporteinrichtung für das Speicherband. Sie können aber auch mit anderen Aufzeichnungsgeräten verbunden werden, z. B. Zeituhren, Registrierkassen u. dgl. Da die Steuerung rein elektrisch ist, kann die Aufzeichnung auf den Speicherbändern auch durch Fernübertragung erfolgen, so daß z. B. in einem Betrieb mehrere getrennte »Tastaturen« die Aufzeichnung bewirken können. An Stelle der magnetischen Speicherung auf einer Trommel oder einem magnetischen Speicherband kann die Aufzeichnung auch auf anderen Gegenständen Mer unterschiedlichem Material erfolgen, vorausgesetzt nur, daß diese mit einer magnetisierbaren Schicht versehen sind, welche die Aufzeichnung und Wiederabfühlung durch eine Magnetspule gestatten. Auf diese Weise können z. B. Briefbogen, Briefumschläge usw. mit einer magnetisierbaren Schicht versehen werden, die entweder in das Papier eingelassen ist oder an bestimmten Stellen auf sie gespritzt ist, so daß dieses Papier in der Lage ist, z. B. eigene Sortierungsvorgänge für dieses Papier entsprechend den Impulsen, die die magnetisierte Schicht aufweist, zu steuern, Buchungstexte oder sonstige Texte, neue Salden oder sonstige Ziffern auf dem Papier zwecks magnetischer Abfühlung festzuhalten oder gar den gesamten Inhalt des Schriftstückes festzuhalten, so daß es auf Grund der Magnetisierungen selbsttätig durch ein Schreibwerk reproduziert werden kann.
  • Die Festhaltung von Impulsen auf dem Speicherband od. dgL zwecks Markierung der »Null-Punkte« kann in verschiedener Weise erfolgen. Wenn der Film z. B. ähnlich den photographischen Filmen Randlochungen aufweist, so kann der Rand einer derartigen Lochung auf dem Speicherband als »Null-Marke« dienen. An Stelle einer mechanischen Kennzeichnung der »Null-Marke«, z. B. durch den Rand des Filmes, können auch magnetische oder optische Markierungen im Band selbst für die Zwecke der Synchronisation Verwendung finden. Bei mit geringen Geschwindigkeiten arbeitenden Maschinen kann das erfolgen, indem ähnlich dem für das Fernschreiben verwandten Springschreibersystem entweder das Unterbrechen einer Ruhestrommodulation oder ein Startimpuls das jeweilige neue Zeichen einleitet. Der Vorgang der Impulsaufzeichnung wird hierbei völlig unabhängig von irgendwelchen mechanischen Teilen oder Randmarkierungen, so daß die Steuerung aus dem Speicher unmittelbar elektromagnetisch vorgenommen werden kann. Mit großer Geschwindigkeit arbeitende Maschinen können ebenfalls, wenn die Null-Marke nicht unmittelbar aus der Lage des Randes der Lochungen u. dgl. gewonnen werden soll, durch rein elektrische bzw. elektromagnetische Synchronisation gesteuert werden. In diesem Falle wird der Startimpuls entsprechend dem Springschreiberprinzip, wie er für langsame Maschinen in Frage kommt, durch eine Steuerfrequenz für einen Elektronenschalter (Kathodenstrahlverteiler) ersetzt, oder es wird ein Motor vorgesehen, der zur Phasenlage der Steuerfrequenz des Bandes elektronisch synchronisiert ist.
  • In diesen F`ällen bewirken die Steuerfrequenzen unmittelbar elektrisch eine Synchronisation des Verteilschalters. Wird ein Kathodenstrahlverteiler (Elektronenstrahlverteiler) verwendet, so ist in einfacher Weise auch die Synchronisation von zeilenweise schreibenden Fernschreibmaschinen möglich, bei denen vollständige Zeilen übertragen und Zeile für Zeile geschrieben werden, so daß höchste Ansprüche befriedigt werden können.
  • Werden in einem zweiten Speicherwerk die gleichen Dokumente in vollkommener übereinstimmung mit denen des ersten festgehalten, so gestattet das beschriebene Gerät eine wirksame Prüfung in bezug auf die Richtigkeit der geschriebenen Daten und ihre Auswertung durch die Maschine. Dies geschieht dadurch, daß beide Speichereinheiten während ihrer Impulsübertragung verglichen werden und so ihre gleichmäßige Arbeitsweise geprüft wird. Laufzeitunterschiede zeigen Fehler an und verursachen ein Anhalten der Maschine oder schreiben eine entsprechende Marke auf.
  • Die Anwendung einer vollelektrischen Synchronisierung zwischen den Zähl-, Rechen-, Schreib- und Speicherfunktionen, insbesondere unter Verwendung von Elektronenschaltem, gestattet völlige Freiheit in der Wahl der übertragungsmittel. Kombinationen der einzelnen Einheiten erfordern daher in diesem Falle keinerlei mechanische Kopplung, sondern können entweder über Draht oder auch drahtlos vorgenommen werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Anzeigevorrichtung wendet eine stroboskopische Scheibe an. Ein Anzeigegerät dieser Art zeigt Fig. 2 a. Es besteht aus einer Glasscheibe mit einer transparenten Schicht. Hierauf sind auf photographischem Wege Zahlenreihen »0« bis »9« in bestimmten Sektoren angeordnet, während der Rest der Oberfläche undurchsichtig ist. Die verschiedenen Reihen der Zahlen »0« bis »9« sind konzentrischen Kreisen angeordnet, wobei jede Reihe, beginnend von dem inneren Teil der Scheibe, um einen Kreis je Sektor versetzt ist. Jeder Sektor entspricht einer Zahlenstelle. - Ober dieser Glasplatte ist eine Schlitzblende 410 und darunter ein Leuchtimpulsrohr 409 angebracht. Als Lichtquelle nutzt das Leuchtimpulsrohr hauptsächlich den positiven Anteil der Gasentladung.
  • Die Impulse, die auf dieses Rohr einwirken, sind zeitlich in der Art gesteuert, daß es jedesmal die schnell laufende Scheibe beleuchtet, wenn die anzuzeigende Ziffer vorbeiläuft. Diese Ziffer erscheint dann im Schlitz der Blende 410. Da sämtliche Stellen einer Zahl, die dargestellt werden soll, innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde Zeile für Zeile unter dem Schlitz der Blende vorbeilaufen, wird die vollständige Zahl infolge der Trägheit des menschlichen Auges sofort erfaßt.
  • Die Sichtbarmachung von Zahlen, Buchstaben usw. kann jedoch auch auf dem Leuchtschirm eines Kathodenstrahlrohres erfolgen. In diesem Falle werden die gespeicherten Impulse für die zerlegten Buchstaben abgebildet, während der fortschreitende Kathodenstrahl in Zeilen über den Schirm wandert. Hierbei wird ein Bild der in Frage kommenden Buchstaben in Abhängigkeit von der Aufnahmegeschwindigkeit und der Größe des Leuchtschirmes des Kathodenstrahlrohres reproduziert. Es kann also eine Vielzahl von Zeilen abgebildet werden und ein bewegungsloses Bild sogar eines vollständigen Schriftstückes gezeigt werden. Da das Schreibwerk und das Kathodenstrahlrohr vollkommen gleich in bezug auf ihre Wiedergabe-Impulstechnik sind, können die gleichen Impulsgruppen für Steuerungszwecke benutzt werden, wie sie bei dem Schreibwerk angewendet werden. Der Unterschied zwischen beiden besteht im wesentlichen darin, daß beim Kathodenstrahlrohr die Impulse in Intensitätswerte auf dem Schirm umgeformt werden, während sie bei dem Schreibprozeß das Anschlagen der Schreibhebel verursachen.
  • Die folgenden eingehenden Erläuterungen befassen sich zunächst mit einer durch eine Volltastatur gesteuerten Additionsmaschine mit einer Anzeigescheibe.
  • Wie bereits beschrieben, enthält das Rechenwerk nur eine einstellige Rechenstelle, die mit einer Speichereinhei -t zusammenarbeitet. Von dort werden die Zählwerte, einer nach dem anderen, herausgenommen und nach der Rechnung dort wieder gespeichert.
  • Die Recheneinheit kann ebenso wie die Speichereinheit, abhängig von der geforderten Leistung und Rechenart, verschiedenartig aufgebaut sein. Die Beschreibung geht zunächst von Rechenwerken aus, die magnetische Speicherung mit magnetischer Rechnung kombinieren. Für höhere Leistungen sind rein elektrische Rechenwerke, gegebenenfalls in Verbindung mit elektrostatischer Speicherung, vorgesehen.
  • Die Rechenspeicherwerke mit Impulsverteilung durch versetzte Spulen machen von der Impulsversetzung in verschiedenen Feldern durch versetzte Spulen od. dgl. Gebrauch und arbeiten direkt mit Speicherwerken zusammen. Die Versetzung der Impulse kann entweder beim Abfühlen oder beim Aufschreiben erfolgen.
  • Das zunächst beschriebene Rechenwerk mit Impulsverteilung bei der Aufzeichnung weist einen Rotor und einen Stator auf. Der Rotor wird als Speicher benutzt, aus dem die Rechenimpulse (letzte Gesamtsumme od. dgl.) herausgenommen werden und in dem sie nach dem Rechenvorgang durch Abfühlen, Aufschreiben und Löschen der Impulse aufgezeichnet werden.
  • Das beschriebene Rechenwerk besteht aus einer Volltastatur, unter Umständen einer Lochkarte, welche mittels Kontakten abgefühlt wird (Fig. 7 a, 8). Sie ist weiterhin mit der Rechenspeicherscheibe (Fig. 2 a) versehen, welche gleichzeitig zur stroboskopischen Anzeige dient. Diese Speicherscheibe besteht aus einer Glasscheibe od. dgl., die auf ihrem inneren Kreise mit einer magnetischen Filmschicht belegt ist, während der äußere Kreis mit einer photographischen Filmschicht versehen ist.
  • Abfühl-, Lösch- und Aufschreibspulen liegen über dem magnetischen Teil dieser Scheibe. Die Fig. 2 a und 6 a zeigen die Einzelheiten an Hand eines Diagramms. Die Abfühlspulen A sind mit o gekennzeichnet, Löschspulen L mit * und Aufschreibspulen M mit +. Perspektivisch-schematisch ist die Anordnung von Antriebsmotor, Stator und Rotor in Fig. 26 gezeigt. Der Rotor 101 weist einen von einer magnetisierbaren Schicht bedeckten Bereich 5010 sowie einen eine optische Schicht aufweisenden Bereich 5011 auf. Dem Antrieb dient der Motor 3. Eine Sichtanzeige kann mittels der Schlitzblende 5013 bewirkt werden. Steuersignale werden mittels der Photozelle 5012 abgeleitet. Die Lösch-, Abfühl- und Aufzeichenköpfe des Stators sind mit 5003, 5004 und 5002 bezeichnet.
  • Die für den Rechenvorgang benötigten Verstärkerkreise sind mit den üblichen Symbolen (s. Fig. 6 b und 6 c) dargestellt. Sie enthalten auch für die Sichtanzeige nötigen Steuerelemente. Die magnetische Schicht des Rotors (Scheibe) ist in gedachte Bahnen a bis e eingeteilt. Sie laufen konzentrisch zu dem Mittelpunkt des Rotors (Fig. 2 a). Sie entstehen durch die Anordnung der Aufschreib-, Abfühl- und Löschspulen, welche von dem Plattenmittelpunkt in übereinstimmung mit diesen Bahnen in verschiedenen konzentrischen Ringen liegen. Zusätzlich zu dieser Unterteilung der magnetischen Schicht in Bahnen findet eine weitere gedachte Teilung in Sektoren statt. In der Absicht, nicht zu große Kreise für die in Frage kommende Rechenscheibe zu zeichnen, zeigt diese Scheibe in Fig.2 a nur vier Sektoren. Ein zwölfstelliges Rechenwerk würde dreizehn Sektoren umfassen, während eines mit sechzehn Stellen siebzehn gedachte Sektoren enthalten müßte usw. Jeder dieser Sektoren, z. B. Sektor 1, muß wiederum als in vierzig Speicherfelder aufgeteilt gedacht werden. Während die Speicherfelder 1 bis 20 für das Aufschreiben und Abfühlen von Rechenimpulsen bestimmt sind, werden die mit 21 bis 40 bezeichneten gewöhnlich für die Speicherung nicht benutzt. Sie dienen nur der Gewinnung von Zeitabständen im Laufe der Rechenoperation. Den dem Rotor nach Fig. 2 a zugeordneten Stator zeigt schematisch Fig. 2 a.
  • Fig. 6 a zeigt die Anordnung der einzelnen Abfühl-, Aufschreib- und Löschspulen über den Bahnen a bis e des Stators. Wenn man es mit einem zwölfstelligen Rechenwerk zu tun hat, zeigt diese Figur die Unterteilung des Stators in dreizehn Sektoren. Sektor 11, welcher in dem Diagramm rechts vom Sektor 1 gezeigt wird, muß als an den Sektor 1 anschließend betrachtet werden, so daß die Speicherfelder 0 bis 40 von Sektor 1 ihre Fortsetzung in den Speicherfeldern 0 bis 40 von Sektor 11 usw. finden (über die vierzig Felder von Sektor 111 zu den Feldern von Sektor XIII). Die Fig. 3 bis 5 zeigen den Stator in Übereinstimmung mit Fig. 6 a gezeichnet, indem der äußere Kreis über den Kreisumfang einer Trommel gelegt wurde (um die Darstellung zu vereinfachen, sind die zehn Spulen in Bahn b des Stators innerhalb eines Ringes gezeichnet, da sie alle die gleiche Funktion haben). Wenn die Speicherscheibe benutzt wird, muß die Darstellung so aufgefaßt werden, daß die Spulen direkt über der Speicherscheibe, die mit der magnetischen Schicht bedeckt ist, liegen.
  • In der folgenden Beschreibung ist eine Abfühlspule dadurch definiert, daß in ihr durch eine unter ihrem Luftspalt vorbeilaufende verstärkte Magnetisierung (magnetischer Impuls) ein Impuls (Spannungsstoß) induziert wird.
  • Eine Aufschreibspule ist derart definiert, daß sie während eines Stromstoßes eine remanente Magnetisierung der unter ihr hindurchlaufenden magnetischen Schicht hervorruft. Unter einer Löschspule wird eine Spule verstanden, welche einen Löschvorgang bewirkt: entweder magnetisiert sie unter Anwendung der Gleichstrom-Löschungsmethode die unter ihr hindurchlaufende Schicht bis zum Sättigungspunkt, oder sie bewirkt unter Anwendung eines Hochfrequenz-Löschungsverfahrens die Null-Bedingung der magnetischen Schicht.
  • Ein Impuls auf dem Rotor bzw. auf der Speicherscheibe nach Fig. 2 a, welcher sich auf Bahn a, Feld »0«, befindet, hat den Zählwert 0, ein Impuls im Feld » 1 «, Bahn a der Scheibe, hat den Zählwert » 1 «, in Feld »2« den Zählwert »2« usw.
  • In Fig. 2 a sind die Impulse für die Zahl » 274 « in der Speicherbahn a markiert. Der Rechenvorgang in diesem elektromagnetischen Speicherungsmechanismus ist ein sehr einfacher und außerordentlich zuverlässiger, denn die Addition usw. ist nichts anderes als eine übertragung von versetzten Impulsen sowie die Versetzung des zu addierenden Zählwertes bei der übertragung von einer Bahn in die andere. Infolgedessen sind diese Vorgänge vollkommen unabhängig und unbeeinflußt durch Alterungserscheinungen der Röhren usw. und dienen nur Strom- oder Nichtstromsteuervorgängen. Mit Ausnahme des rotierenden Speichers werden keine beweglichen Teile benötigt.
  • Die Lage der verschiedenen Spulen in den Feldern des Stators und ihre Verbindungen sind schematisch in den Fig. 6a bis 6c dargestellt. Die dargestellte Form der Schaltbilder ist nicht die einfachste, welche möglich wäre, aber sie wurde gewählt, da sie die Erklärung der verschiedenen Rechenvorgänge am besten gestattet und sie in anderen Schaltplänen auch angewendet wurde.
  • Zum leichteren Verständnis sind die verschiedenen Rechenvorgänge mit Impulsverteilung und Speicherung ausführlich zuerst beschrieben. Die folgenden Rechenvorgänge müssen beobachtet werden: 1. Der wirkliche Additionsvorgang (z. B. 8 + 6 = 14), vorgenommen über den Verstärkerkreis »A«.
  • 2. Der Zehner-übertrag aus der vorhergehenden Stelle (Sektor) und die Feststellung, ob die Summe der zwei Zählwerte gleich oder größer als zehn ist (z. B. Teilübertrag von dem vorhergehenden Sektor und die Feststellung, daß vierzehn gleich oder größer als zehn ist), bewirkt durch Verstärkerkreis »B«.
  • 3. Die Subtraktion von zehn, wenn das Ergebnis gleich oder größer als zehn ist, und die Bewirkung eines Zehner-übertrages in die nächste Stelle in diesem Falle (z. B. 14 - 10 = 4, Additionsimpuls »l« in den nächsten Sektor), hervorgerufen durch den Verstärkerkreis »C«.
  • 4. Der direkle Übertrag, wenn das Ergebnis kleiner als zehn ist (z. B. in diesem Falle kein Übertrag), bewirkt durch den Verstärkerkreis »D«.
  • 5. Die Addition der »flüchtigen Eins« bei Subtraktion (in diesem Falle nichts), bewirkt durch den Verstärkerkreis »E«. Die Rechenvorgänge innerhalb der elektronischen, vorzugsweise einstelligen Rechenstelle bestehen bei dieser Art der Impulsverteilung vorwiegend in der Übertragung von magnetisch gespeicherten Impulsen von einer Bahn des Rotors auf eine andere. Die Impulse werden von Bahn a auf Bahn b, von Bahn b auf c oder d, von c oder d auf e und von e entweder direkt oder unter Zwischenschaltung eines Speichers auf Bahn a übertragen. Die Übertragung erfolgt dabei je nach Art der räumlichen, gegenseitigen Lageanordnung der Abfühlspulen (gekennzeichnet durch o oder A) zu den Aufzeichnungsspulen (gekennzeichnet durch + oder M) im Stator entweder ohne oder mit zählwertmäßiger Versetzung der Impulse.
  • Die Übertragung der Impulse von Bahn c nach Bahn e des Rotors erfolgt z. B. beim Vorgang 4 »unveränderter Übertrag« mittels Verstärkerkreis »D« dadurch stets mit unverändertem Zählwert, daß sich im Stator die wirksame Abfühlspule gemäß des Statordiagramms der Fig. 6a in Sektor 11, Feld 5 der Bahn c (daher Kurzbezeichnung der Statorspule A 1 1 c 5) und die zugehörige Aufzeichnungsspule sich ebenfalls in Feld 5 des Sektors 11, jedoch in Bahne befindet (daher Kurzbezeichnung der Aufzeichenspule M 11 e 5).
  • Die Übertragung der Impulse von Bahn d des Rotors nach Bahn e erfolgt dagegen z. B. beim Vorgang 3. »Subtraktion von zehn« dadurch stets um zehn Felder (Zählwerteinheiten) versetzt, weil sich im Stator die Abfühlspule in Sektor 1, Feld 35, in Bahnd (Ald35) und die Aufzeichnungsspule um zehn Felder des Stators versetzt in Sektor 11, Feld 5, Bahn e (M 11 e 5) befindet.
  • Die Übertragung der Impulse von Bahn b nach den Bahnen c oder d des Rotors erfolgt z. B. beim Vorgang 2 »Zehner-übertrag« mittels des Verstärkerkreises »B« dadurch entweder mit gleichem Zählwert (ohne Zehner-übertrag) oder mit einem um eins höheren Zählwert (mit Zehner-übertrag), weil die Abfühlspule A 1 b 19 (d. h. im Stator in Sektor 1, Feld 19, Bahn b) über ein Relais (vorzugsweise Elektronenrelais) im ersteren Falle mit Aufzeichnungsspule M 1 cld 19 (d. h. im Stator in Sektor 1, Feld 19, Bahnen c und d) und im letzteren Falle mit Aufzeichnungsspule M1c1d18 (d. k. im Stator in Sektor 1, Feld 18) verbunden ist.
  • Entsprechendes gilt beim Übertrag der Impulse von Bahn e nach Bahn a des Rotors beim Vorgang 5 »Addition der flüchtigen Eins« bei Subtraktion, wobei in Abhängigkeit davon, ob eine »flüchtige Eins« addiert werden soll oder nicht, die Impulsübertragung von Abfühlspule A XIII e 19 des Stators über Relais entweder zur Aufzeichnungsspule MXIIIa18 oder MXII1a19 erfolgt.
  • Beim ersten Arbeitsvorgang der eigentlichen Addition schließlich erfolgt der Übertrag der Impulse von Bahn a des Rotors auf Bahn b mittels des Verstärkerkreises »A « dadurch mit gleichem oder wahlweise entsprechend dem zu addierenden Zählwert verändertem Zählwert, daß die Abfühlspule A la 9 des Stators durch einen Schalter bei Addition von »0« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 9 Addition von »1.« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 8 Addition von »2 « mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 7 Addition von »3« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 6 Addition von »4« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 5 Addition von »5« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 4 Addition von »6« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 3 Addition von »7« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 2 Addition von »8« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 1 Addition von »9« mit der Aufzeichnungsspule A 1 b 0 verbunden ist.
  • Die Art des gewählten Schalters, der die Verbindung zwischen Abfühl- und Aufzeichnungsspule herstellt, ist von der geforderten Geschwindigkeit und von der Art der Steuerung durch die Tastatur, Lochkarten- oder Speicherbandabfühlung usw. abhängig. Er hat gleichzeitig Einfluß auf die schaltungsmäßige Ausgestaltung des Verstärkerkreises »A«.
  • Zusammengefaßt sieht der Verlauf des Rechenvorganges bei dieser Rechenstelle folgendermaßen aus (Fig. 6 b): Im Rechenvorgang 1 erfolgt über Verstärkerkreis »A« der »eigentliche« Additionsvorgang. Die Abfühlspule A la 9 wird in Abhängigkeit davon, welcher Zählwert zu addieren und welcher der Schalter 0 bis 9 daher geschlossen ist, mit einer der Aufzeichnungsspulen »0« bis »9« auf Bahn b des Stators (M 1 b 9 bis N 1 b 0) verbunden (vgl. oben). Hierbei wird während des übertragungsvorganges von Bahn a auf Bahn b der eigentliche Additionsvorgang durch entsprechende Impulsversetzung vorgenommen. Für die Addition des zur Erläuterung gewählten Rechenbeispieles 0+28 = 28 findet zuerst die Addition 0 + 8 = 8 in Sektor 1 der Speicherscheibe statt und daraufhin in Sektor 11 die Addition der Zählwerte der Zehner 0+2 = 2.
  • Die Schaltmittel der Rechenstelle sind hierbei für eine große Zahl von Stellen nur einmal nötig, da alle gerechneten Ergebnisse immer aus der Speichereinrichtung entnommen und wieder dort gespeichert werden.
  • Im Rechenvorgang 2, dem Zehner-übertrag und dem Feststellvorgang, ob das Ergebnis aus Vorgang 1 gleich, größer oder kleiner als zehn ist, wird für den Übertrag von Bahn b auf die Bahnen c bzw. d der Impuls über die Abfühlspule A 1 b 19 entweder bei vorgemerktem Zehner-übertrag (gezündetes Gasentladungsrohr) von der vorhergehenden Stelle (Sektor) den Aufzeichnungsspulen Mlcl'dI8 oder ohne Zehner-Übertragsvorinerk den Aufzeichnungsspulen M 1 cld 19 zugeführt. In dem Falle 0 + 28 = 28 führen beide Zählwerke den Übertrag mit den gleichen Zählwerten ohne Zehner-übertrag von der Abfühlspule A 1 b 19 über die Aufzeichnungsspulen M 1 cld 19 aus. Da Bahn c des Rotors eine magnetische Schicht je- weils in den Feldern 0 bis 19 aufweist und somit nur Zählwertimpulse von »0« bis »9« aufnehmen kann, Bahn d des Rotors jedoch eine magnetisierbare Schicht jeweils in den Feldern 10 bis 19 besitzt und somit nur Zählwertimpulse von »10« bis »19« innerhalb des Bereiches der einzelnen Felder speichern kann, sind in dem Beispiel 0 + 28 = 28 (0 + 8 = 8; 0 + 2 = 2) beide Zählwerte nur auf Bahn c des Rotors aufgeschrieben, und zwar Zählwert » 8 « in Sektor 1 und Zählwert »2« in Sektor 11 der Speicherscheibe od. dgl.
  • Der Übertrag von Bahn c auf Bahn e findet gemäß Vorgang 4 mit gleichem Zählwert ohne irgendeinen Schaltvorgang von Abfühlspule A 11 c 5 über Aufzeichnungsspule M 11 e 5 statt. In dem Beispiel 0 + 28 = 28, bei dem die Impulse für die Zahl »28« auf Bahn c gespeichert sind, folgt der Übertrag von Bahn c auf e diesem Muster in beiden Sektoren, d. h. in beiden Feldern 8 und 2.
  • Zählwerte, die gleich oder größer als zehn sind, würden jedoch nur auf Bahn d gespeichert. Der übertrag würde dann wegen des Fehlens einer magnetischen Schicht ohne Schaltvorgang von Abfühlspule A 1 d 35 über die Aufzeichnungsspule M 11 e 5 in Vorgang 1 unter Subtraktion von zehn Zähleinheiten durch eine Feldversetzung um zehn Felder vorgenommen. In diesem Falle würde durch den Zehner-Übertrag, der innerhalb des nächsten Sektors durchgeführt werden müßte, eine Eins vorgemerkt (Zündung des Gasentladungsrohres 1111 in Verstärkerkreis »B« der Fig. 6c), so daß der nächste Impulsübertrag von Bahn b auf die Bahnen c oder d des Rotors über die Abfühlspule A 1 b 19 und die Aufschreibspulen M1c1d18 des Stators bewirkt wurde, was eine Impulsversetzung um ein Feld zur Folge hätte.
  • Nach dem Löschen des Impulses auf den Bahnen a bis d mittels der Löschspulen L 11 ald 19 sind die Bahnen wieder für neue Aufzeichnungen bereit. Von der Bahn e können die Impulse entweder auf Speicherwerke übertragen werden, oder sie können für weitere Rechnungen auf Bahn a zurückgenommen werden. In diesem Falle kann bei Subtraktionen die »flüchtige Eins« durch einen Übertrag von Abfühlspule A XIII e 19 auf Aufschreibspule M XIII a 18 korrigiert werden, während sie normalerweise mit dem gleichen Zählwert über die Abfühlspule A XIII e 19 der Aufschreibspule MXII1a19 zugeführt wird.
  • Nachstehend sind die Verstärkerkreise »A « bis »E« im einzelnen beschrieben. Im Anschluß daran werden die einzelnen Phasen des Rechenvorganges an Hand von Rechenbeispielen erläutert. Zuerst wird eine Addition 0 + 28 = 28 (Fig. 3, Phasen a bis e) durchgeführt. Daraufhin folgt als weiteres Beispiel die Addition 28 + 91 = 119 (Fig. 3 und 4, Phasen f bis 1). Dann ist in Fig. 4 bis 5, Phasen n bis s, die Subtraktion 119 - 84 = 35 im einzelnen gezeigt.
  • Der eigentliche Additionsvorgang im Verstärkerkreis »A« wird zunächst unter Steuerung von Kontaktschaltern, sodann mit elektronischen Schaltern beschrieben. Wie in Fig. 6b, zweite Reihe von oben, symbolisch dargestellt wird, ist in diesem Kreise die Abfühlspule A in Sektor 1, Bahn a in Feld 9 des Stators (oder kurz: Abfühlspule A la 9) über Verstärker 1119 und einen der Schalter 1124/1125 mit den Aufzeichnungsspulen des Sektors 1 in Bahn b in den Feldern 0 bis 9 des Stators verbunden (oder 5 kurz: M1b019). Abhängig davon, welcher der Schalter geschlossen ist, findet eine Addition von eins, zwei, drei ... bis neun Feldern statt (z. B. bei Schließen des Schalters »5« eine Versetzung um fünf Felder). Als Beispiel sei die Kontaktschaltung bei Volltastatur, Lochkarten- und Speicherbandabfühlung gewählt-.
  • Die Arbeitsweise des Verstärkerkreises »A« bei Kontaktschaltung mittels der Volltastatur 1131 entsprechend der obersten Darstellung der Fig. 6b ist die folgende: Die Abfühlspule A 1 a 9 (gemäß Statordiagramm der Fig. 6a) ist mit dem Steuergitter und Kathodenwiderstand der Pentode 1101 verbunden. Der verstärkte Spannungsstoß, der in der Abfühlspule A la 9 durch den vorbeilaufenden magnetischen Impuls hervorgerufen wird, wird über einen Kopplungskondensator auf das Gitter des Gasentladungsrohres 1109 über-tragen. Der Kondensator 1108 wird über den Widerstand 1132 mit einer Spannung geladen, welche dicht unter der Zündspannung des Gasentladungsrohres 1109 liegt, das über den Widerstand 1133 vorgespannt ist. Der Widerstand 1132 gestattet infolge seines hohen Wertes nur eine einmalige Entladung in jedem Sektor. Die Entladung des Kondensators 1108 wird durch Zündung des Gasentladungsrohres 1109 mittels Rohr 1101 über eine der Aufschreibspulen (in dem Beispiel von Fig. 6b der Spule für die Addition des Wertes »8«: Mlbl), die gedrückte Taste »8« (1124 »8«) und den Verteilerkontakt 1125 vorgenommen. Eine durch Glimmstrecken stabilisierte Vorspannung sorgt für die Stabilität der Impulse. Auf diese Weise wird das Ergebnis der Addition des Null-Impulses mit acht (0 --1- 8 = 8) auf dem Speicherteil des Rechenwerkes aufgezeichnet.
  • Bei der Grundschaltung des Verstärkdrkreises »A« gemäß Fig. 6c ist eine elektronische »Rastung« der Impulse vorgesehen, die jede Abhängigkeit von der genauen Stellung der aufgezeichneten Impulse vermeidet, wenn wiederholte Additionen einer Vielzahl von Zahlen vorzunehmen sind. Durch den zusätzlichen »Rastkreis« wird gesichert, daß jeder Kreis bei jeder Umdrehung einen konstanten Zündimpuls von einer Photozelle oder Zündspule als Grundlage hat. Die Abf ühlspule A la 9 (gemäß Statordiagramm der Fig. 6a) ist mit dem Steuergitter und der Kathode desVerstärkerrohres 1101 verbunden. In der Abfühlspule A la 9 induzierte Spannungsstöße werden durch das Verstärkerrohr verstärkt und zünden über den Kondensator 1103 das Gasentladungsrohr 1102, welches daraufhin, da nach der Zündung eine genügende Schirmgitterspannung am Widerstand 1104 abfällt, die Verstärkerpentode 1105 öffnet. Diese geöffnete Pentode stellt im Falle magnetischer Markierungen für die Abfühlspule A XIII n 19, im Falle optischer Markierungen für eine Photozelle (1107 in Fig. 7b) das Verstärkerrohr dar. Die Photozelle 1107 in Fig. 7a ist vorgesehen, um die Lichtimpulse auf Grund optischer Markierungen in Bahn n des Rotors in Fig. 2a aufzunehmen und damit die Entladung des Kondensators 1108 über das Gasentladungsrohr 1109 zu steuern.
  • Als ausführliches Beispiel für direkte Kontaktschaltung, welche auch für höhere Geschwindigkeiten anwendbar ist, wird zu Fig. 7b eine Ausführung des Verstärkerkreises »A« bei Kontaktschaltung und Lochkarten- oder Speicherabfühlung beschrieben, und zwar wird eine Lochkarte mit Hilfe einer Photozelle abgefühlt. Wie bereits beschrieben, wird in diesem Falle das Steuergitter der Pentode 1514 in Fig. 7b (entsprechend 1101 in Fig. 6b und 6c) statt von der in Fig. 6 dargestellten AbfühlspuleAla9 durch die Photozelle 1513 über einen Kopplungskondensator gesteuert. Gegebenenfalls wird eine zusätzliche Verstärkerröhre benötigt, falls die erreichte Lichtstärke nicht ausreichend ist. Das Abfühlen der Lochkarte mit Hilfe dieser Photozelle wird durch die im folgenden beschriebeneEinrichtung vorgenommen und ist sehr einfach.
  • Die Photozelle ist über der Lochkarte angebracht und in der üblichen Weise geschaltet. Ein Lichtstrahl wird von unten bei der ersten Umdrehung oder einem Teil derselben entlang der oberen Zeile der Lochkarte 1501 geführt, dann in der zweiten Zeile usf., und zwar mit Hilfe von rotierenden Spiegeln, wie es in Fig. 7b dargestellt ist, oder es kann der Leuchtfleck. eines Braunschen Rohres entlang der Zeile geführt werden. Im Laufe des ersten Durchlaufes, in welchem nur die Stellen ein Loch aufweisen, welche dem Zählwert »0« entsprechen, ist die Aufschreibspule »0« (MIb9) eingeschaltet. Bei dem zweiten Durchlauf, bei dem alle Zählwerte »l« der Reihen der Lochkarte abgefühlt werden, ist die Abfühlspule »l« (M1b8) eingeschaltet, bei dem dritten Durchlauf wird der Zählwert »2« aller Spalten der Lochkarte abgefühlt und in der gleichen Zeit im Speicherrechner, der von der gleichen Achse angetrieben ist, gerechnet, während die Aufschreibspule »2« (M1b7) eingeschaltet ist usf. So ist nach zehn »Durchläufen« die ganze Lochkarte abgefühlt und gerechnet. Da die Zuführung der Lochkarte in Pfeilrichtung kontinuierlich in der Weise bewirkt wird, daß bei jedem Durchlauf die Lochkarte um eine Reihe in Pfeilrichtung bewegt wird, ist die Anwendung sehr einfach. Trotzdem gestattet sie verhältnismäßig hohe Geschwindigkeiten. Eine Steigerung der Rechengeschwindigkeit ist über die heute möglichen Rechengeschwindigkeiten hinaus mit verhältnismäßig einfachen Mitteln zu erreichen. Verschlüsselungen in Form eines überloches für »+l« in der Lochkarte, um den Inhalt der Karte zu verdoppeln, können auf dieselbe Weise entschlüsselt werden, indem einfach die Aufzeichenspule »l« (MIb8) bei dem Durchlauf der überlochreihe eingeschaltet wird, d. h. daß der Wert 1 in jedem in Frage kommenden Sektor hinzugefügt wird. Der untere Teil solch einer doppelt benutzten, geschlüsselten Lochkarte wird in einer anderen Bahn des Speichers gerechnet. Wenn z. B. zweimal fünfundvierzigstellige Lochkarten benutzt werden, so würde der Speicher des Rechenwerkes (in diesem Falle z. B. die Scheibe in Fig. 2 a in natürlicher Größe) hierfür einen Umfang benötigen, der die Speicherung von 45 Sektoren in einer Bahn, d. h. 45 Sektoren mit 40 Feldern, insgesamt also 1800 Feldern, ungefähr 450 mm oder einen Durchmesser von 150 mm und eine Breite von weniger als 1 mm für die beiden Bahnen gestattet. Wenn das Rechenwerk mit fünfzig neunzigstelligen Zählwerken ausgestattet werden soll, wird für die Speicherung nicht mehr als 50 mm Breite benötigt. Da Photozellenabfühlung nur kleine Lochungen erfordert, kann der Inhalt der Lochkarte wesentlich vergrößert werden.
  • Um zu vermeiden, daß an den Stellen der abgefühlten Reihe, die keine Lochung aufweisen, die Impulse der Bahn b gelöscht werden, ist die Wicklung 1135 der Fig. 6c bzw. 1516 der Fig. 7b der Löschspule der Bahn a in Feld 19 des Sektors II mit dem Entladungskreis der Röhre 1102 bzw. 1515 verbunden, so daß eine Löschung in Bahn a nur erfolgt, wenn ein Impuls von der Photozelle 1133 bzw. 1513 aufgenommen wird, d. h. wenn ein Zählen erfolgt ist. Das Verhältnis des Kondensators 1136 zu denWiderständen 1104 und 1135 wird in diesem Falle derart gewählt, daß die Entladung in dem Kreise ungefähr den Durchlauf von zwanzig Feldern überdauert, ehe das Entladungsrohr 1102 gelöscht ist. Das Verhältnis des Kondensators 1108 zu dem Widerstand der eingeschalteten Spule wird so gewählt, daß ein steiler Impuls entsteht.
  • Sobald höhere Schaltgeschwindigkeiten gebraucht werden, wird die Kontaktschaltung durch elektronische Mittel ersetzt. Das wird z. B. notwendig sein, wenn ein Abfühlen nicht Zeile für Zeile, d. h. Zählwert für Zählwert, für alle Stellen vorgenommen wird, sondern Stelle für Stelle, so daß bei einem Durchlauf die Rechnung beendet ist.
  • Die Schaltung wird dann entweder mittels Glimmentladungsrelais mit kalter Kathode und vorzugsweise mit Zündelektroden vorgenommen oder mit Hilfe von Gastrioden (Gasentladungsrohren, Thyratronen) mit heißer Kathode oder aber, für höchste Ansprüche, einem gekoppelten Satz von Elektronenröhren.
  • Für den Ersatz der Kontakte 1125 und 1124 gibt es mehrere Lösungen, von denen einige als Beispiel aufgeführt werden.
  • In Fig. 7 a wird das Schalten durch den Satz von Gasentladungsrohren 1139/1 bis 1139/12 innerhalb des Verstärkerkreises »A« vorgenommen. Im Vergleich zu dem Verstärkerkreis »A« von Fig. 6c enthält er die Pentode 1101, welche die Impulse, die von der Abfühlspule A la 9 kommen, verstärkt. Die verstärkten Impulse bewirken eine Entladung des Kondensators 1136 bei der Zündung des Gasentladungsrohres 1102. Dadurch entsteht die Schirmgitterspannung der Pentode 1105 als Spannungsabfall an dem Widerstand 1104. Anstatt über die Abfühlspule A XIII n 19 in Fig. 6 a werden die präzisen Impulse, welche für das Ausschreiben benötigt werden, den Punkten in der photographischen Schicht der Scheibe in Fig. 2 a mit Hilfe der Photozelle 1107 entnommen. Die Spulen M 1 b 0 bis M 1 b 9 sind bei dieser Schaltung nicht direkt dem Gasentladungsrohr 1109 nachgeordnet. Das Gasentladungsrohr steuert nur das Aufschreiben über Pentode 1141 und die Gasentladungsverteilrohre 1139/1 bis 1139/12. Ist keines der Gasentladungsrohre 1139 gezündet, so wird der normale Spannungsabfall an dem Anodenwiderstand 1142 in dem Anodenkreis der Pentode 1141 genutzt, welcher durch deren Schirmgitterspannung reguliert werden kann. So haben die Entladungsrohre 1139 einen definierten Spannungsabfall zwischen Anode und Kathode, der unter deren Zündspannung liegt (die Spannung ist durch den Stabilisator 1149 stabilisiert). Ihre Steuergitter sind mittels der aus Widerständen 115411 bis 1154/12 und Spulen 1140/1 bis 1140/12 gebildeten Spannungsteiler gegenüber ihren Kathoden negativ eingestellt. Der Spannungsabfall ist durch niederohmige Ausführung der Spulen M1b0 bis M1b9 so dimensioniert, daß durch die Zündung eines der Gasentladungsrohre die an den anderen Entladungsrohren anliegende Spannung nahezu bis auf die Bogenspannung abfällt, so daß weitere Zündungen anderer Gasentladungsrohre 1139 nicht mehr möglich sind. Bevor bei der Drehung des Speicherrotors der Rechen-Speicher- und Anzeigescheibe 101 (Fig. 21 a) die Nullstellung des Sektors 1 erreicht wird, muß das in Frage kommende Entladungsrohr gezündet sein.
  • Sollen z. B. zum Zwecke der wiederholten Addition (Multiplikation) unter Steuerung der Volltastatur1131 der Fig. 7 a die durch die Tasten eingestellten Zählwerte nacheinander Stelle für Stelle eingeschaltet werden, so ist der folgende Weg zweckmäßig: Die Tasten der Tastatur bleiben, nachdem sie gedrückt sind, unberührt. Zuerst wird die letzte Stelle der Tastatur, in der im vorliegenden Ausführungsbeispiel die Taste »8« gedrückt ist, eingeschaltet, d. h., Gasentladungsrohr 1139/1 wird durch einen in der Spule 1140/1 induzierten Spannungsstoß gezündet, so daß die Aufzeichnungsspule M 1 b 1 (Spule »8«) über Entladungsrohr 1139/1 und den Kontakt der Taste »8« der letzten Stelle wirksam wird. Kurz nachdem die Abfühlspule A 1 a 9 erregt ist (wie oben beschrieben), entlädt sich Kondensator 1108 über das Entladungsrohr 1109 und den Widerstand 1143. Der Entladungsstromstoß bewirkt, mittels der Pentode 1141 verstärkt, einen starken Impuls in deren Anodenkreis. Das Entladungsrohr 1139/1, das gerade gezündet ist, versucht seine Bogenspannung trotz des ansteigenden Stromes der Pentode 1141 zu halten, und ein Spannungsstoß in der gerade eingeschalteten Aufzeichnungsspule Mlbl mit dem Wert »8« entsprechend der gedrückten Taste »8« der letzten Stelle der Tastatur wird hervorgerufen.
  • Bei der Anwendung für Multiplikation bzw. Division wird der Spannungsstoß in Spule 1140/1 entsprechend Fig. 8 durch das Eintreten einer Zacke in das magnetische Feld der Spule 534/1 der Fig. 8, entsprechend Spule 1140/1 in Fig. 7 a, bewirkt.
  • Nach dem soeben geschilderten Aufschreiben des Ergebnisses werden die Gasentladungsrohre, gesteuert durch einen Impuls von Bahn m (s. Fig. 2 a), abgefühlt durch die Photozelle 1144 (PX111m19) (während Photozelle 1107 in der Lage P1n9 die Lichtimpulse von Bahn n abfühlt), gelöscht. Der Löschimpuls, abgefühlt durch die Photozelle 1144, wird über den Kondensator1145 durch die Pentode 1146 verstärkt und zündet das Gasentladungsrohr 1147, wobei ein Spannungsabfall am Widerstand 1148 entsteht. Dieser macht die Kathode der Pentode 1141 gegenüber dem Nullpotential positiv (Gasentladungsrohr 1109 ist in diesem Augenblick gelöscht, da die Entladung des Kondensators 1108 beendet ist), so daß das Steuergitter der Pentode eine negative Vorspannung bekommt, die Pentode »schließt« und auf diese Weise auch das gezündete Gasentladungsrohr 1139/1 löscht, da sein Stromkreis unterbrochen ist. Bevor das Abfühlen der Abfühlspule A la 9 auf Bahn a des Rotors in Sektor 11 in Tätigkeit tritt, wird das Entladungsrohr 1139/2 durch einen in Spule 1140/2 induzierten Spannungsstoß gezündet. Spule 1140/2 ist der Spule 534 in Fig. 8 vergleichbar, bei welcher die Zacke 102/1 bei der weiteren Drehung des Rotors das magnetische Feld der Spule 534/2 schneidet. In diesem Falle der Verrechnung der vorletzten Stelle, bei welcher in der Tastatur die Taste »2« gedrückt dargestellt ist, wird die Aufschreibspule »2« (M1b7) wirksam, und der oben beschriebene Kreislauf ist, nur mit einem anderen Zählwert, wiederholt. Hierdurch ist eine Rechnung ohne Kontaktverteiler erreicht. Der Versetzungsvorgang für die Multiplikation ist im einzelnen später beschrieben. Dieser Versetzungsvorgang wird gleicherweise ohne Kontakt erreicht, indem man, wie in Fig. 8 dargestellt, Zacke 102/2 gegenüber der Zacke 102/1 um einen Sektor versetzt vorsieht. Die Zacken werden in dem Spulensatz 53411 bis 534/10 der Fig. 8 wirksam, welcher den Spulen 1140/1 bis 1140/12 in Fig. 7 a entspricht. In Fig. 8 werden an Stelle von Gasentladungsrohren Glimmrelais benutzt.
  • Für gleichzeitiges Abfühlen und Aufschreiben der verschiedenen Zählwerte »0« bis »9« kann die Zündung des Gasentladungsrohres auch auf andere Weise durchgeführt werden. Soll z. B. die vorerwähnte Lochkarte in einem »Durchlauf« abgefühlt werden, so kann der Satz von Entladungsrohren 1139 in Fig. 7 a auf eine ähnliche Weise wirksam werden, wie es bei der wiederholten Arbeit der Volltastatur 1131 beschrieben wurde. In diesem Falle können an Stelle der gewöhnlichen Gasentladungsrohre photoempfindliche Entladungsrohre gebraucht werden. Ihre Zündung tritt im Falle ihrer Belichtung ein. Um die Reihen der in Fig. 7c dargestellten Lochkarte 1501 abzufühlen, würde es nur nötig sein, die Lochkarten von unten zu beleuchten und darüber ein optisches System anzubringen, das die Lichtstrahlen in der Weise konzentriert, daß die Photorelaisrohre 1536, die in dem Stator über dem rechten Ende der Karte befestigt sind, alle von dem Licht getroffen werden, das durch die Löcher der entsprechenden Zeile fällt, wenn die Karte 1501 gleichmäßig in Pfeilrichtung 1537 hindurchgeht. In diesem Falle ist ohne jeg- lichen weiteren Tastenkontakt od. dgl. jede Aufzeichnungsspule M 1 b 0 bis M 1 b 9 einer Photorelaisröhre zu eordnet, welche sie steuert. An Stelle eines ganzen 9 Satzes von Photorelaisröhren kann ein Satz normaler Caesiumphotozellen 1540 bis 1545 od. dgl. benutzt werden, wenn deren Impulse verstärkt werden und so dasjenige aus dem Satz der Entladungsrohre 1139 der Fig. 7 a zünden, das der beleuchteten Photozelle entspricht.
  • Ein weiterer Weg, ein elektronisches Schalten zu ermöglichen, besteht in der Benutzung einer Spezialkathodenstrahlröhre 1521 der Fig. 7 d. Sie weist wie die üblichen Kathodenstrahlröhren eine Kathode C, ein Steuergitter (Wehneltzylinder) CE, Anoden A, und A, sowie zwei Paare von Ablenkplatten DP, und DP2 auf. Zusätzlich ist dieses Kathodenstrahlrohr mit einer Schicht 1522 ausgestattet, welche in verschiedene Sektoren eingeteilt ist und sich auf der Glasplatte 1529 befindet. Das Kathodenstrahlrohr 1521, gesteuert durch das Steuergitter CE und die Paare von Ablenkplatten DP, und DP." ist ein Verteiler von hoher Leistung.. Ein weiterer Vorteil im Gegensatz zu anderen Verteilern ist die einfach zu bewirkende Synchronisation mit einer Steuerfrequenz, wobei gegebenenfalls mehrere Verteiler durch die gleiche Frequenz gesteuert werden können. Wenn dem Steuergitter der Pentode 1525 durch die Abfühlspule 1526 eine Synchronisierfrequenz zugeführt wird und diese dann nach der Verstärkung den AblenkplattenpaarenDP1 und DP, des Kathodenstrahlrohres1521 unter gegenseitiger Phasenverschiebung um 901 zugeführt wird, so hat dies zur Folge, daß der Kathodenstrahl in einer definierten Abhängigkeit zur Phasenlage der Steuerfrequenz rotiert. An Stelle einer Gewinnung der Phasenverschiebung durch Schaltglieder 1910, wie in diesem Falle, können auch zwei Steuerfrequenzen, die gegeneinander in der Phase um 90' verschoben sind und dem Band entnommen werden, benutzt werden. Auf diese Weise kann der Verteiler vollkommen unabhängig von jeg-Echen mechanischen Teilen gehalten werden, ist aber leicht aus dem Speicher oder durch Modulationsübertragung zu synchronisieren.
  • Die Schichtsektoren 1530/0 usf. senden Sekundärelektronen aus, wenn sie von einem Kathodenstrahl genügender Intensität getroffen werden. Diese Intensität wird durch die Vorspannung des Gitters am Spannungsteiler 1529 eingestellt und mittels des übertragers 1523 gesteuert. In dem Kathodenstrahlrohr befindet sich eine dritte Anode IE, welche mit den verschiedenen Sekundäremissionssektoren über hochohmige Widerstände 1531/0 usf. verbunden ist. An diesen Widerständen entsteht ein Spannungsabfall, wenn Sekundärelektronen emittiert werden, d. h. wenn die Vorspannung des Gitters infolge eines durch die Spule 1528 abgefühlten und anschließend mittels der Pentode 1524 verstärkten Impulses weniger negativ wird.
  • In diesem Augenblick erhält das zugeordnete Gasentladungsrohr, z. B. Rohr »8«, welches in Fig. 7 a die SpuleM1b1 steuert, einen Impuls auf sein Gitter, so daß es zündet. Da bei entsprechender Dimensionierung der Reihenwiderstände nach Zündung eines Rohres die anderen blockiert werden, können die gleichen, oben beschriebenen Vorgänge ohne Berücksichtigung der Impulse und der mechanischen Anforderungen erreicht werden. Das Löschen des Gasentladungsrohres wird zu einem bestimmten Zeitpunkt mit Hilfe eines negativen Impulses einer Abfühlspule auf das Steuergitter einer Pentode bewirkt, so daß der Anodenstrom und mit ihm der Kreis der Entladungsrohre 1532 unterbrochen ist.
  • Wenn z. B. von einem gleichmäßig laufenden Band zwecks Speicherung, Rechnung, Sortierung oder dergleichen übertragungen auf den Rotor vorgenommen werden, ist die Zuverlässigkeit dieser übertragung völlig unabhängig von jeglichen mechanischen Mängeln.
  • Zwischen den Sektoren 1530 und Gasentladungsrohren 1532 mit ihnen zugeordneten Spulen kann über eine Steckerschalttafel jede gewünschte Verbindung bewerkstelligt werden, so daß jeder Stellenübertrag erreichbar ist.
  • Das Aufschreiben solcher Impulse in Abhängigkeit von der Phasenlage der Steuerfrequenz kann auf umgekehrtem Wege erreicht werden. Das Steuergitter des Kathodenstrahlrohres wird in der Weise vorgespannt, daß ein Kathodenstrahl genügender Intensität erzeugt wird. Zwischen allen Sektoren und einem diesen gemeinsamen Verstärkerrohr sind Schalter angeordnet, so daß nur in den Phasenlagen der Steuerfrequenz Impulse erzeugt werden, während deren der Kathodenstrahl über Sektoren streicht, deren zugeordnete Schalter geschlossen sind.
  • Weitere Verteileranordnungen, durch die die Zündung der Gasentladungsrohre 1139 der Fig. 7 a bei gleichzeitiger Beachtung der Steuerimpulse erreicht werden kann, werden als induktive Verteiler in Fig. 13 und 22 beschrieben.
  • Zur Bewirkung des Zehner-übertrages ist der Verstärkerkreis »B« vorgesehen. Wie in Fig. 6b, rechte Seite, dritte Darstellung von oben, symbolisch dargestellt ist, wird in diesem Kreis Abfühlspule A 1 b 19 über den Verstärker 1120 und die Relaiskontakte 1126 entweder mit den Aufschreibspulen M1c1d19, wenn kein Zehner-übertrag in diesem Sektor bewirkt werden soll, oder mit den Spulen M1c1d18, wenn ein Zehner-Übertrag in diesem Sektor erfolgen soll, verbunden. Je nachdem, welcher der beiden Spulensätze M 1 cld 19 oder M 1 cld 18 eingeschaltet ist, findet keine Impulsversetzung (kein Zehner-übertrag) oder eine Versetzung um ein Feld (Zehner-übertrag) statt.
  • In der Zwischenzeit werden die resultierenden Impulse der wirklichen Addition plus dem »Zehnerübertrag« danach sortiert, ob ihre entsprechenden Zählwerte niedriger als zehn oder gleich bzw. größer als zehn sind. Den Wert zehn unterschreitende Zählwerte, die in den Rotorfeldern »0« bis »9« gespeichert werden müssen, werden nur in der Bahne aufgezeichnet, da in Bahn d in den Rotorfeldern »0« bis »9« keine magnetisierbare Schicht vorhanden ist. Die Impulse für Zählwerte gleich oder größer als zehn werden in Bahn d gespeichert, da umgekehrt Bahn c keine magnetisierbare Schicht in ihren Rotorfeldern »lO« bis » 19« aufweist, dagegen die Rotorfelder »10« bis » 19« dieser Bahn magnetisierbar sind.
  • Die Schaltinittel dieses Verstärkerkreises eines Rechenwerkes für niedrige Geschwindigkeiten (Fig. 6 b, linke Seite) sind die Abfühlspule A 1 b 19, die mit dem Steuergitter und Kathodenwiderstand der Pentode 1110 verbunden ist, und die Telegraphenrelaiskontakte 1126, welche die Anode der Pentode 1110 entweder mit den Aufschreibspulen M1c1d19 (kein Zehner-übertrag) oder mit den Aufschreibspulen M1xId18 (Zehner-übertrag) verbindet.
  • Bei Rechenwerken für höhere Geschwindigkeiten (Fig. 6 c und 7 a) ist die Abfühlspule A 1 b 19 über das Verstärkerrohr 1110 und das elektronische Relais entweder mit den AufschreibspulenM1c/d18 oder mit den AufschreibspulenM1c/d19 verbunden, je nachdem, ob das Gasentladungsrohr 1111 gezündet ist oder nicht. Ist es gezündet, so ist die Pentode 1112 »offen«, und wenn es gelöscht ist, ist die Pentode 1113 »offen« und die erste war »geschlossen«. Dieses gegenseitige öffnen und Schließen der wechselseitig verbundenen Pentoden wird durch die Widerstände 1114 und 1115 erreicht, die in dem Hauptentladungskreis des Gasentladungsrohres 1111 liegen und deren Abgriff mit der Kathode der Pentode 1113 verbunden ist, während ihre positive Seite am Schirmgitter der Pentode 1112 und ihre negative Seite an dem Bremsgitter der Pentode 1113 liegt. Sie ist deshalb »geschlossen«. Das Brernsgitter der Pentode 1113 hat andererseits das gleiche Potential wie ihre Kathode. Deshalb ist sie »geöffnet«.
  • Bei gezündetem Gasentladungsrohr erfolgt ein Spannungsabfall an den Widerständen 1144 und 1145, die in dem Hauptentladungskreise liegen. Daraufhin bekommt das Schirmgitter der Pentode 1112 eine positive Spannung, während das Bremsgitter der zweiten Pentode 1113 negativ vorgenommen wird. Als Folge hiervon und im Gegensatz zu dem vorhergehenden Zustand ist nun die Pentode 1112 »offen«, während die zweite 1113 »geschlossen« ist. Die übertragung von magnetischen Impulsen von Bahn b auf die Bahnen c und d über den Verstärkerkreis »B« von A 1 b 19 auf M 1 cld 19 oder M 1 cld 18 hängt also davon ab, ob das Gasentladungsrohr 1111 gezündet ist oder nicht. Der Zehner-übertrag wird somit durch Übertragung mit gleichem Zählwert von A 1 b 19 auf M1c1d19 bzw. mit Durchführung des Zählwertübertrages als übertragungsvorgang in ein um ein Feld höheres Speicherfeld von A 1 b 19 auf M 1 c/d 18 durchgeführt.
  • In dem Schaltbild des Verstärkerkreises »B« wird das Löschen des Gasentladungsrohres 1111 mittels der Entladung des Kondensators 1106 gezeigt. Eine Löschung kann auch zu genauen Zeitpunkten durch die bekannten Mittel der Kreisunterbrechung erfolgen. In der Beschreibung des Verstärkerkreises »A « der Fig. 7a ist eine elektronische Lösung hierfür gezeigt worden: Pentode 1141 der Fig. 7 a wird von einem gezündeten Gasentladungsrohr durch eine negative Vorspannung geschlossen. Bei einer alternativen Ausführungsform sind zwei direkt gekuppelte Gasentladungsröhren vorgesehen, und die Pentode kann entfallen.
  • An Stelle der Verwendung von Gasentladungsrohren als Schaltrelais können auch zwei gekoppelte Elektronenröhren für den gleichen Zweck benutzt werden. Die in der Abfühlspule A 1 b 19 induzierten Impulse werden in diesem Falle, wie bereits beschrieben, von der Pentode 1110 verstärkt und, wie in der untersten Darstellung der Fig. 6 gezeigt, den Steuergittern der Pentoden 1155 und 1156 über die Kondensatoren 1159 und 1160 zugeführt. In dem Anodenkreis der Pentode 1155 sind die Aufzeichenspulen M 1 c 18 und M 1 d 18 vorgesehen, und in dem Anodenkreis der Pentode 1156 befinden sich die Aufzeichenspulen M 1 c 19 und M 1 d 19.
  • Der Kathodenwiderstand 1157 der Pentode 1155 bewirkt eine negative Vorspannung des Bremsgitters der Pentode 1156, wenn ein Stromfluß innerhalb der Pentode 1155 stattfindet. Analog liefert der Kathodenwiderstand 1158 der Pentode 1156 eine negative Vorspannung für die Pentode 1155, wenn die Pentode 1156 vom Strom durchflossen wird. So liefert jeweils die eine offene Pentode über den Kathodenwiderstand die Sperrspannung, mit der die andere Pentode vollkommen »geschlossen« wird. Auf diese Weise kann immer nur eine der beiden Pentoden »geöffnet« sein. Die Steuerung dieses elektronischen Relais geschieht mittels negativer Impulse, die dem Relais entweder von dem Verstärkerkreis »D« oder »C« beim Aufzeichnen der Impulse zugeführt werden.
  • Die Umschaltung von der Elektronenröhre 1155 zu der anderen 1156 geschieht in diesem Falle durch Unterdrückung des Stromes der Elektronenröhre 1155 für einen kurzen Augenblick entweder durch einen negativen Impuls auf das Steuergitter selbst oder, wie in Fig. 6c dargestellt, durch einen negativen Impuls auf das zweite Steuergitter. Solange Strom in der einen Röhre fließt, ist die andere durch die Vorspannung des Kathodenwiderstandes 1157 bzw. 1158 am Bremsgitter 1156 oder 1155 gesperrt. Ist durch einen negativen Impuls die Pentode 1155 für eine kurze Weile geschlossen, so wird in diesem Augenblick keine Vorspannung geliefert: Pentode 1156 wird geöffnet, zunächst nur für diesen Augenblick; aber durch Blockierung der Pentode 1155 bleibt die Röhre geöffnet, bis die Pentode 1155 durch einen negativen Impuls auf das Steuergitter der Pentode 1156 wieder geöffnet wird.
  • Die Verstärkerkreise »A« und »B« können kombiniert werden, wenn das Zehner-Übertragsrelais eine Umsch altung von der Abfühlspule A 1 a 9 auf eine zusätzliche Spule A la 10 vornimmt, wenn ein Zehner-Übertrag erfolgen soll. Ein getrennter Verstärkerkreis »B« kann dann entfallen; andere Vereinfachungen sind weiterhin möglich.
  • 5 Auf dem Rotor sind in Bahn c nur die Felder 1 bis 10 und auf Bahn d nur die Felder 11 bis 20 mit einer magnetisierbaren Schicht versehen. Auf Bahn c können daher nur Aufzeichnungen für die Zählwerte »0« bis »9« und auf Bahn d nur solche für die Zählwerte »10« bis »19« vorgenommen werden, da andere Impulse nicht aufgezeichnet werden können. Das bedeutet, daß im Laufe des Übertrages von Bahn b auf die Bahnen c und d, d. h. vom Abfühlmagneten A 1 b 19 auf die Aufzeichenmagneten M 1 c 18, M1d18, M1c19 und M1d19, alle Zählwerte unter zehn nur auf die Bahn c übertragen werden, während jene mit Werten von »10« bis »19« von der Bahn b nur auf Bahn d übertragen werden.
  • So ist mit Hilfe dieses Sortierungsvorganges, welcher die Impulsübertragung auf die Bahnen c und d abhängig davon macht, ob die Zählwerte der Summe kleiner oder größer oder gleich zehn sind, ein Charakteristikum für den Zehner-übertrag gefunden.
  • Weiterhin ist es durch Subtraktion von zehn Zähleinheiten für die den Wert neun überschreitenden Zählwerte möglich, diese Impulse zu dem richtigen in Frage kommenden Zählwertfeld zurückzubringen, d.h. 8+6= 14-10=4; dabei ist eine »l« für den Zehner-übertrag vorgemerkt. Dieser Vorgang findet automatisch durch die Übertragung von Bahn c und d auf Bahn e statt und ist unabhängig von jeglichem Schaltungsvorgang.
  • Für die Subtraktion von zehn und die Bewirkung eines Zehner-Obertraus ist der Verstärkerkreis »C« vorgesehen. Der Impulsübertrag von Bahn d auf Bahne kann nur für Zählwerte gleich oder größer als zehn stattfinden, da Impulse für Zählwerte unter zehn nicht auf Bahn d, sondern auf Bahn c aufgezeichnet sind. Deshalb müssen alle Impulse der Bahn d um zehn Felder (minus 10) versetzt werden, und für alle ist ein Zehner-übertragsvorgang notwendig.
  • Der übertrag von Bahn d auf Bahn e geschieht über die Abfühlspule A 1 d 35, die über ihr Verstärkerrohr 1117 die Impulse dem Aufzeichenmagneten MIle5 zuführt (11 zeigt an, da.13 der Magnet in dem zweiten Sektor des Stators angeordnet ist). Die Aufzeichenspule MII e 5 weist eine zusätzliche Wicklung 1116 (Verstärkerkreis »B«) auf, welche die Zündung des Gasentladungsrohres 1111 zum Zwecke des Zehner-Übertrags in die nächste Stelle (Sektor) vornimmt. Das heißt, das Gasentladungsrohr 1111 wird gezündet, öffnet Pentode 1112 und bewirkt den Übertrag von der Abfühlspule A 1 b 19 auf die Aufzeichenspulen M1c18 und M1d18. So wird während des übertrages des den Zählwert darstellenden Impulses von Bahn d (wenn der Zählwert größer bzw. gleich zehn war) auf Bahn e um zehn Felder zurückversetzt, entsprechend der Differenz von zehn Feldern, die zwischeu den Stellungen der Abfühlspule A 1 d 35 und der Aufzeichenspule MIle5 besteht. Wie bereits ausgeführt, wird hierbei mittels der zweiten Wicklung 1116 der AufzeichenspuleM11e5 das Gasentladungsrohr 1111 gezündet.
  • Befindet sich jedoch der Impuls für den Zählwert auf Bahn c, so wird er über den Verstärkerkreis »D« für den unveränderten Übertrag von der Abfühlspule A 11 c 5 über die Pentode 1118 der Aufzeichenspule M II e 5, die in einem gleichwertigen Feld des Stators vorgesehen ist, mit dem gleichen Wert übertragen, so daß weder eine Versetzung des Zählwertes noch ein Zehner-Übertrag erfolgt.
  • Die Addition der » flüchtigen Eins « erfolgt gegebenenfalls innerhalb des Verstärkerkreises »E«. Von der Bahn e können Zählwerte zum Zwecke der weiteren Addition auf Bahn a rückübertragen werden. Jedoch können sie auch auf Speicherbahnen (z. B. Auswahlspeicherbahnen) oder auf Speicherbändern festgehalten werden. Die Rückübertragung auf Bahn a kann ohne Versetzung des Zählwertes vorgenommen werden.
  • Sollen Subtraktionen vorgenommen werden, so treten komplementäre Wicklungen der Spulen M I b 0 bis MIb in Tätigkeit, so daß Additionen von komplementären Zahlen an Stelle direkter Subtraktionen bewirkt werden. Die »flüchtige Eins« wird dem letzten Zählwert ohne zusätzlichen Aufwand durch den Verstärkerkreis »B« zugeführt, oder sie wird durch zusätzliche Mittel des Verstärkerkreises »E« bewirkt. Der zusätzliche Verstärkerkreis »E« wird nicht gebraucht wenn kein Sektor XIII vorgesehen ist, d. h., wenn dem Sektor XII der Sektor 1 unmittelbar folgt, so daß der Übertrag automatisch von XII auf 1 erfolgt. Der Nachteil ist nur gering. Eine zusätzliche leere Umdrehung wird in diesem Falle benötigt. Soll dieses vermieden werden, so muß der zusätzliche Kreis vorgesehen werden, der nur zum Übertrag des Sektors XIII in Tätigkeit tritt. Die Berücksichtigung der »flüchtigen Eins« während des Durchlaufes des Sektors XIII wird durch eine Versetzung des Impulses um ein Feld mittels des Verstärkerkreises »E« bewirkt. Der Übertrag von der Abfühlspule A XIII e 19 auf die Aufzeichenspulen MXII1a18 bzw. MXII1a19 zur Addition der »flüchtigen Eins« wird über ein Relais ähnlich dem im Verstärkerkreis »B« bei dem übertrag von Alb19 auf M1c18, M1d18 bzw. M1c19 und M1d19 verwendeten bewirkt.
  • Die Löschspulen der Bahnen b bis d sind in den Statorfeldem LIIb19, LI1c19 und LIld19 vorgesehen, während die Löschspulen der Bahnen a und e in Feldern LXII1a19 und LX111e19 vorgesehen werden können (vgL Fig. 6 c und 7 a).
  • Zusammenfassend sieht der Verlauf des Arbeitsvorganges bei diesem Rechenwerk folgendermaßen aus: Die Abfühlspule A la 9 ist, in Abhängigkeit davon, welche der Tasten gedrückt ist, mit einer der Aufzeichenspulen »0« bis »9« * auf Bahnb (M1b0 bis M1b9) verbunden. Herbei wird während des übertragungsvorganges von Bahn a auf Bahn b die wirkliche Addition durch Impulsversetzung vorgenommen. Für ein zur Erläuterung angenommenes Additionsbeispiel »0+28=28« findet zunächst die Addition »0+8=8« in Sektorl der Speicherscheibe statt und daraufhin in Sektor 11 die Addition der Zählwerte der Zehnerstelle: »0 + 2 = 2«. Die Schaltmittel sind hierbei so gesteuert, daß sie unabhängig von der zu verarbeitenden Anzahl von Zahlenstellen nur einmal erforderlich sind, da alle zu verrechnenden Werte aus der Speichereinrichtung entnommen und die Ergebnisse wieder gespeichert werden.
  • Für den Übertrag von Bahn b auf die Bahn c bzw. d wird der Impuls über die Abfühlspule A 1 b 19 entweder den Aufzeichenspulen M I c 18 und M I d 18 (vorausgesetzt, daß ein Zehner-Übertrag von der vorhergehenden Stelle durchgeführt werden sollte: gezündetes Gasentladungsrohr) oder den Aufzeichenspulen M 1 c 19 und M I d 19 zugeführt. Im Falle des Rechenexempels »0+28=28« wird in beiden Zahlenstellen der Übertrag von der Abfühlspule A 1 b 19 auf die Aufzeichenspulen M 1 c 19 und M1d19 mit den gleichen Zählwerten, d. h. ohne Änderung, bewirkt. Da Bahn c nur Zählwertimpulse von null bis neun und Bahn d nur Zählwertimpulse von zehn bis neunzehn innerhalb des Bereiches der einzelnen Felder speichern, sind in dem Beispiel »0 + 28 = 28 (0 + 8 = 8; 0 + 2 = 2)« beide Zählwerte auf Bahn c aufgeschrieben, und zwar der Zählwert »8« in Sektor 1 und der Zählwert »2« in Sektor 11 der Speicherscheibe. Der Übertrag von Bahn c auf Bahn d findet mit gleichem Zählwert ohne irgendeinen Schaltvorgang von der Abfühlspule A 11 c 5 auf die Aufzeichenspule M 11 e 5 statt. In dem zur Erläuterung angenommenen Beispiel »0 + 28 = 28«, bei dem die Impulse für die Zahl »28« auf der Bahn c gespeichert wurden, folgt der Übertrag in diesem Schema, d. h., in den Sektoren 1 und II werden in den Feldern »8« und »2« Impulse aufgezeichnet. - Zählwerte, deren Wert größer als oder gleich zehn ist, werden auf der Bahn d ge- speichert. Der Übertrag wird gleicherweise ohne Schaltvorgang von der Abfühlspule A 1 d 35 zur Aufzeichenspule M 11 e 5 unter Durchführung einer Subtraktion von zehn Zähleinheiten durch eine Feldversetzung um zehn Felder vorgenommen. Hierbei wird für den Zehner-Übertrag, der innerhalb des Rechenvorganges des nächsten Sektors durchgeführt werden muß, eine »1« vorgemerkt (Zündung des Gasentladungsrohres 1111), d. h., der Impulsübertrag von der Bahn b auf die Bahn c bzw. d wird über die Abf ühlspule A 1 b 19 und die Aufzeichenspulen M1c18 bzw. M1d18 bewirkt, was eine Impulsversetzung um ein Feld bedeutet.
  • Nach dem Löschen der Impulse auf den Bahnen a bis d mittels der Löschspulen L11a19 bis LIld19 sind die Bahnen wieder für neue Aufzeichnungen bereit. Von der Bahn e können die Impulse entweder auf Speicherwerke übertragen werden, oder sie können für weitere Rechenvorgänge auf Bahn a zurückgenommen werden. In diesem Falle kann bei Subtraktionen die gegebenenfalls auftretende »flüchtige Eins« durch einen Übertrag von der Abfühlspule A XIII e 19 auf die Aufzeichenspule M XIII a 18 berücksichtigt werden, während einfache Überträge, bei denen keine »flüchtige Eins« zu berücksichtigen ist, mit dem gleichen Zählwert über die Abfühlspule AXI1e19 und die Aufzeichenspule MXII1a19 bewirkt werden.
  • Der Additionsvorgang erfolgt bei einem Ausführungsbeispiel mit einer Tourenzahl des Motors von 3000 U/min in 1/,5o Sekunde, bei einem weiteren mit einer Tourenzahl des Motors von 8000 U/min in etwa 1/13o Sekunde, gleichgültig, ob die verarbeitete Zahl drei- oder zwölfstellig oder zehnmal zwölfstellig ist. Bei 3000 U/min beträgt daher die Additionsleistung des Gesamtwerkes 180 000 Additionen z. B. zwölfstelliger Zahlen je Stunde und bei 8000 U/min 480000 Additionen je Stunde. Auf Wunsch kann dabei die Geschwindigkeit in der Weise noch gesteigert werden, daß auf einem Trommelumfang z. B. zehnmal zwölf Stellen gespeichert werden, so daß bei einer Umdrehung zehn Additionsmöglichkeiten bestehen usw., ganz abgesehen von der Möglichkeit, bei Multiplikationsvorgängen vorgerechnete Ergebnisse, die einem Einmaleinsimpulsgeber entnommen werden, in die Rechnung einzuschalten.
  • Die Leistungsfähigkeit des Rechenwerkes gemäß der Erfindung kann bei Additions- und Subtraktionsvorgängen mittels der einfachen mechanischen Hilfsmittel wie Tastaturen, das Abfühlen von Lochkarten durch Stifte, durch Typenschreibwerke usw. selbstverständlich nicht ausgenutzt werden. Um die erreichbaren Geschwindigkeiten möglichst auszunutzen, muß das Werk die zu verarbeitenden Werte dem Speicher entnehmen, d. h. zum Beispiel von einem Magnetband abfühlen, und das Ergebnis im Speicher wieder festhalten. Bei Multiplikations- und Divisionsaufgaben ist jedoch die Verwendung der einfachen Einstellmittel noch möglich, weil hier eine größere Anzahl von Umdrehungen bei gleicher Einstellung erfolgen können. Bei Additions- und Subtraktionsvorgängen mit langsamer Geschwindigkeit zeigt sich die große überlegenheit des Werkes, die es dank seiner Speichermöglichkeiten bei Anwendung als Mehr- und Vielzählwerksmaschine gegenüber den bekannten Maschinen aufweist.
  • Zum besseren Verständnis eines Arbeitsvorganges des Rechenwerkes nach der Erfindung seien anschließend an Hand der Fig. 3 bis 5 je ein Additions-und Subtraktionsvorgang in den einzelnen Phasen a bis s dargestellt. Zur Erleichterung der Cbersicht ist wiederum nur ein dreistelliges Werk (Sektoren 1, 11, 111) wie in Fig. 2a dargestellt. Der Sektor IV der Trommel ist wiederum der Leersektor. Der Stator ist als Halbkreis dargestellt, dessen Bahnen um die Trommel gelegt sind. Die Sektorenbezeichnung im Stator erfolgt, vom Nullpunkt des Stators aus beginnend, in Laufrichtung, während die Sektorenbezeichnung auf der Trommel der Laufrichtung, entgegengesetzt vom Nullpunkt der Trommel beginnend, vorgenommen ist. Die Lage des Nullpunktes der Trommel ist jeweils durch einen bis zur Trommelachse durchgezogenen Radius anschaulich gemacht.
  • Im folgenden sind die einzelnen Phasen der Rechenvorgänge an Hand der angenommenen Beispiele erläutert. Zunächst wird die Einführung einer Zahl als Addition durchgeführt: »0+28 = 28«. Es folgt dann das Additionsbeispiel »28+91 = 119«, sodann ist am Beispiel » 119 - 84 = 35 « die Subtraktion im einzelnen gezeigt.
  • Zunächst wird in Fig. 3, Skizzen a bis e, als Beispiel die Teilaufgabe »0 + 28 = 28« behandelt. Umdrehungslage in Fig. 3, Skizze a: Während der ersten Arbeitsumdrehung werden über den AufzeichenmagnetenMX111a19 »Null-Impulse« in den Speicher gespielt. Die Aufteilung der Spulen bzw. Magneten auf die einzelnen Bahnen und Sektoren des Speichers ist, um eine größere Anschaulichkeit zu erzielen, übereinstimmend mit der nach dem Diagramm in Fig. 6 a vorgenommen. Ebenso deckt sich die Einteilung der Trommel in Fig. 3 bis 5 mit der Darstellung der Trommel in Fig. 2 a. - Impulsgeber für diese Null-Impulse ist die Zacke 450 od. dgl. Ein derartiger Null-Impuls befindet sich in Fig. 3, Phasenbild a, in der Position »0« des Sektors 1 der Trommel 101. Er ist durch einen Strich in der äußersten Trommelbahn, der Bahn a, angedeutet. Innerhalb des die Trommel darstellenden Kreises ist dies dadurch zusätzlich angedeutet, daß eine »0« in den ersten Teil des Sektors 1 der Trommel geschrieben ist. In der Volltastatur ist die letzte Stelle eingeschaltet, so daß die Spule M1b8 durch den Arbeitskontakt unter der in dieser Stelle gedrückten Taste vorbereitet, entsprechend der letzten Stelle der zu addierenden Zahl »28«. Hierdurch wird bewirkt, daß diese Spule in dem Augenblick einen Impuls in der Bahn b aufzeichnen wird, indem sie von dem Abfühlmagnet A la 9 über den diesem zugeordneten Verstärker einen Impuls zugeleitet erhält. Die übrigen Aufzeichenspulen Mlbl bis M1b7 und M1b9 können dabei nicht wirksam werden, da sie nicht eingeschaltet und damit nicht vorbereitet sind (vgl. Fig. 6 a). Als Zeichen dafür, daß die Spule »8« vorbereitet ist, ist an den Umfang des Sektors 1 des Stators eine »8« geschrieben.
  • Umdrehungslage in Skizze b: Bei einer Drehung der Trommel um zehn Positionen kommt sie in die in der zweiten Skizze b der Fig. 3 dargestellte Lage. Der Null-Impuls auf Bahn a ist mit der Drehung der Trommel weitergewandert und befindet sich in dieser Lage der Trommel direkt unter dem Abfühlmagneten A la 9 der Bahn a. In diesem Augenblick ist über den Verstärker die Aufzeichenspule M1b7 des Stators, die bereits eingeschaltet ist (s. oben), wirksam geworden, und in Bahn b der Trommel 101 ist ein Impuls in Position »8« als Summe von »0+8« aufgezeichnet worden (vgl. Fig. 6 a, Vorgang 1, »der eigentliche Additionsvorgang«).
  • Inzwischen ist von MX111a19 ein weiterer Null-Impuls eingespielt.
  • Umdrehungslage in Skizze c: Nach einer Drehung um weitere zwanzig Positionen hat die Trommel 101 die Lage gemäß Skizze c der Fig. 3 eingenommen. Es ist ersichtlich, daß die beiden Impulse in Bahnen a und b inzwischen weitergewandert sind. Während der Impuls »0« in Bahn a bei dieser Weiterdrehung nicht wieder benutzt wurde, hat der Magnetisierungsimpuls »8« auf Bahn b in der Abfühlspule A Ib19 während dieser Wanderung in dem Zeitpunkt einen Spannungsstoß induziert, in dem er unter ihr durchgelaufen ist (vgl. Fig. 6 a, Vorgang 2, »Der Zehnerübertrag aus der vorhergehenden Stelle«). Da sich das Relais (Telegraphen- bzw. Elektronenrelais 1111 [vgl. oben]) in Ruhelage befindet, weil vorher kein Zehner-Obertragsimpuls ihm zugeleitet wurde, hat es diesen Spannungsstoß nach seiner Verstärkung den beiden parallel geschalteten Aufzeichenspulen M 1 c 19 und M1d19 als Stromimpuls zugeführt. Beide Spulen sind erregt worden, jedoch konnte nur die Spule über der Bahn c eine wirksame Aufzeichnung vornehmen, weil in den Positionen »0« bis »9« der Bahn d eine Aufnahmemöglichkeit für magnetische Impulse fehlt. Der Impuls »8« ist daher mit gleichem Zählwert auf die Bahn c übernommen worden. In der Stellung der Skitzze c befinden sich daher in Sektor 1 der Trommel auf Bahn a der Impuls »0«, in Bahn b der Impuls »8« und in Bahn c ebenfalls ein Impuls »8«.
  • In Sektor 11 der Trommel ist der Impuls »0« auf Bahn a inzwischen ebenfalls weitergewandert. Inzwischen ist die vorletzte Stelle der Tastatur wirksam geworden und die Aufzeichenspule Mlbl eingeschaltet.
  • Umdrehungslage in Skizze d: Bei einer weiteren Drehung um dreißig Positionen ist auf Bahna der Null-Impuls unter dem Löschmagneten L11a19 durchgelaufen und gelöscht worden, so daß Bahna im Sektorl der Trommel wieder leer ist. Der Impuls »8« auf Bahn b ist weitergelaufen, ohne wieder wirksam zu werden. Der Impuls »8« auf Bahn c ist hingegen unter dem Abfühlmagneten All c 5 hindurchgelaufen und hat über den Verstärker den Impuls »8« auf Bahn e mittels der Aufzeichenspule MIle5 mit unverändertem Zählwert übernommen (vgl. Fig.6b und 6c, Verstärkerkreis»D« für den »übertragungsvorgang, falls die Summe der Zählwerte neun nicht überschreitet«). Der übertragungsvorgang»C« der Fig.6b und 6c »Subtraktion von zehn, wenn die Summe größer oder gleich zehn ist«, konnte hingegen nicht wirksam werden, weil auf Bahn d sich kein Impuls befand, als die entsprechende Stelle unter dem Abfühlmagneten A 1 d 35 hindurchlief. Wie bei Skizze c der Fig. 3 beschrieben, wurde dort der Impuls »8« der Bahn c und nicht der Bahn d zugeführt, da er einen kleineren Wert als zehn darstellt.
  • In Sektor 11 der Trommel ist inzwischen der Null-Impuls auf Bahn a unter dem Abfühlinagneten A la 9 durchgelaufen. Im Augenblick des Durchlaufs hat er in der Spule einen Spannungsstoß bewirkt, der über den Verstärker der Aufzeichenspule M 1 b 7, der eingeschalteten der Aufzeichnungsspulen M1b0 bis M1b9, zugeleitet wurde. So wurde nur diese eine Spule wirksam und hat entsprechend ihrer Anordnung eine Impulsversetzung um zwei Positionen bewirkt, d. h., sie hat »0+ 2 = 2« addiert.
  • In den Sektorll der Trommel ist auf Bahna inzwischen wieder ein Null-Impuls eingespielt. Umdrehungslage in Skizze e: Die Trommel hat eine Umdrehung fast beendet. In Sektor 1 der Trommel wurden auf den Bahnen b und c die Impulse »8« durch die Löschmagneten dieser Bahnen LIlb19 und L 11 c 19 gelöscht. Der Impuls »8« der Bahn e ist inzwischen unter dem Abfühlmagneten A XIII e 19 durchgelaufen und hat, da das zugehörige Relais für die »flüchtige Eins« nicht erregt war, den Impuls mit unverändertem Zählwert »8« auf die Bahn a übertragen. Der Impuls »8« auf Bahn e ist noch sichtbar.
  • In Sektor 11 wurde inzwischen zuerst der Impuls »2« (Vorgang 2 gemäß Fig. 6) mit gleichem Zählwert auf die Bahn c übertragen, da das Relais durch einen Zehner-übertrag nicht erregt war und die Aufzeichenspule M1d19 in Bahn d bei Impulsen für Zählwerte unter zehn nicht wirksam werden kann, da diese Bahn an dieser Stelle nicht magnetisch aufnahmefähig ist. Dieser Impuls »2« auf Bahn c lief im weiteren Verlauf der Drehung unter der Abfühlspule A1c5 hindurch und übertrug dabei diesen Impuls mit unverändertem Zählwert »2« in die Bahn e. Während beim weiteren Verlauf der Drehung der Impuls»O« in Bahna und die Impulse»2« in den Bahnenb und c durch die LöschmagnetenLI1a19, LIIb19 und LI1c19 gelöscht wurden, ist der Impuls »2« in Bahn e noch erhalten.
  • In Sektor 111 ist der NuR-Impuls ohne Veränderung des Zählwertes über die Verstärkerkreise »A«, »B« und »D« (gemäß Fig. 6b) in Bahn e übergeführt worden, da »0 + 0« die Summe »0« ergibt. Die Weiterführung der Null kann auch unterdrückt werden, wenn der »Null-Kontakt« beim Additionsvorgang (Verstärkerkreis »A«) nicht betätigt wird. Dann würde in Sektor 111 kein Impuls von Bahn a auf Bahn b übergeführt worden sein, und der Impuls »0« wäre vom Löschmagneten der Bahn a gelöscht worden, ohne vorher wirksam geworden zu sein.
  • Wie aus Skizze e ersichtlich ist, ist jetzt in Bahn e die Summe »0+ 28 = 28« gespeichert. Schaltet man den Löschmagneten L XIII e 39 aus und schaltet den Verstärker im Verstärkerkreis »E« auf die Kippvorrichtung der Impulslampe zur Erzeugung der stroboskopischen Lichtblitze um, so wird in der bei der Beschreibung des Rotors bereits geschilderten Weise das Ergebnis »28« sichtbar gemacht. Das gleiche kann, wie bereits beschrieben, aus Bahn a erfolgen.
  • Als weitere Teilaufgabe folgt nun in Fig. 3 und 4, Skizzen f bis 1, die Addition »28 + 91 = 119«.
  • Man betrachtet zunächst nochmal Skizze e der Fig. 3. Das Ergebnis »28« ist auf der Trommel in Bahn e festgehalten, und in den Sektor 1 der Bahn a ist bereits der Impuls »8« der letzten Stelle dieses Zwischenergebnisses übertragen. Die letzte Stelle der neuen Zahl »91«. eine »l«, ist bereits durch die Tastatur eingeschaltet.
  • Umdrehungslage in Skizze f der Fig. 3: In Sektor 1 der Trommel befindet sich in Bahn a der Impuls »8« unter dem Abfühlmagneten der Bahn a (A I a 9, Verstärkerkreis »A« gemäß Fig. 6b). Da nur der Aufzeichenmagnet >A« (M1b8) eingeschaltet ist, wird der Impuls bei der übertragung auf Bahn b um eine Position versetzt und als »9«, d. h. als Summe von » 8 + 1 = 9 « festgehalten.
  • In Sektor 11 ist der Impuls »2« und in Sektor 111 der Impuls »0« weiter vorgerückt.
  • Umdrehungslage in Skizze g der Fig. 4: In Sektor 1 der Trommel ist in Bahn a der ursprüngliche Impuls »8« weitergerückt, ohne inzwischen nochmals wirksam geworden zu sein. Der Impuls »9« in Bahn b ist inzwischen unter dem Abfühlmagneten der Bahn b (A 1 b 19 des Verstärkerkreises »B«) durchgelaufen und hat dabei in bereits geschilderter Weise in Bahn c gleichfalls den Impuls »9« festgehalten, da das Zehner-übertragungsrelais aus der vorigen Stelle nicht erregt war und die übertragung somit mit gleichem Zählwert durchzuführen war und in Bahn d keine Magnetisierungsmöglichkeit für Zählwerte unter zehn besteht. Der Abfühlmagnet in Bahn d, der die Subtraktion von zehn bei Zählwerten über neun vornimmt und den Zehner-übertrag in die nächste Stelle veranlaßt, ist wiederum nicht wirksam geworden, weil auf der Bahn d sich kein Impuls befindet.
  • In Sektor 11 ist inzwischen in Bahn a der Impuls »2« unter dem Abfühlmagneten dieser Bahn, der den »reinen Additionsvorgang« über Verstärkerkreis »A« bewirkt, gekommen. Da durch die vorletzte Stelle der Volltastatur »9« der Zahl »91« die Aufzeichenspule M1b9 eingeschaltet ist, erfolgt über Verstärkerkreis »A« eine Zählwertversetzung um neun Positionen bei diesem übertragungsvorgang. Auf Bahnb wird in Sektor II der Trommel daher »11« als Impuls der Summe festgehalten.
  • In Sektor III der Trommel befindet sich auf Bahne der Impuls »0«.
  • Umdrehungslage in Skizze h der Fig. 4: In Sektor 1 wurden in Bahn a der Ausgangsimpuls »8« und in den Bahnen b und c die Impulse »9« durch die Löschmagneten L 11 a 19, L II b 19 und L 11 c 19 gelöscht, nachdem der Impuls »9« vorher beim Durchlauf unter dem Abfühlmagneten der Bahn c (Verstärkerkreis »D«) mit gleichem Zählwert in die Bahn e übertragen worden war, wo er in der dargestellten Skizze sichtbar ist.
  • In Sektor 11 ist der Ausgangsimpuls »2« auf Bahn a weitergewandert, ohne inzwischen wieder wirksam geworden zu sein. In Bahn b befindet sich der Impuls »11« dicht vor dem Abfühlmagneten der Bahn b (Verstärkerkreis »B«).
  • In Sektor 111 ist der Null-Impuls weitergewandert, ohne inzwischen wieder wirksam geworden zu sein. Umdrehungslage in Skizze i der Fig. 4: In Sektor 1 ist in Bahn e der Impuls »9« weitergewandert. Die Impulse in den Bahnen b und c sind gelöscht.
  • In Sektor 11 ist der Impuls der Bahn a »2« weiter vorwärts gekommen, ohne inzwischen wieder wirksam gewesen zu sein. Beim Durchlauf des Impulses »11« unter dem Abfühlmagneten der Bahn b wurde der Impuls »11« mit gleichem Zählwert dieses Mal nicht in Bahn c, sondern in Bahn d übertragen. Der Zählwert wurde beibehalten, da das Relais aus der vorigen Stelle nicht erregt war. Die übertragung erfolgte nicht, wie bisher, in Bahn e, weil diese Bahn im Bereich der Positionen »10« bis »19« keine Magnetisierungsmöglichkeiten bietet, jedoch Bahn d in diesem Bereich aufnahmefähig ist, während sie es in den Positionen »0« bis »9« nicht ist> (vgl. die geschwärzten Bereiche der Darstellungen der Trommel der Fig. 3 bis 5). Beim weiteren Verlauf der Umdrehung lief der Impuls »11« daher auf Bahn d unter dem Abfühlmagneten A 1 d 35 durch. Hierbei wurde der Verstärkerkreis »C« wirksam. Hierbei erfolgte zunächst, da der Zählwert größer als neun ist, eine Stellenversetzung über zehn Einheiten als Subtraktion von zehn Positionen (Ald35 nach MIle5). Die Aufzeichnung in Bahn e erfolgte daher als Impuls »1«. Weiterhin wurde als Kennzeichen für einen zu erfolgenden Zehner-übertrag das Glimmrelais 1111 mittels des gleichen Impulses gezündet (s. Schraffur des Glimmrelais 1111 in der Skizze i). Hierdurch wird bewirkt, daß das Telegraphen- oder Elektronenrelais des Verstärkerkreises »B« sich umlegt und für die Rechenvorgänge der nächsten Zahlenstelle den übertragungsweg vom Abfühlmagneten A 1 b 19 zu den Aufzeichenmagneten M1c18 und M1d18 schaltet.
  • In Sektor III ist der Null-Impuls über den Verstärkerkreis »A« inzwischen ebenfalls als »0« in Bahnb festgehalten worden, so daß er jetzt in den Bahnen a und b vorhanden ist.
  • Umdrehungslage in Skizze k der Fig. 4: In Sektor 1 ist der Impuls »9« in Bahn e weitergewandert, ohne inzwischen nochmals wirksam geworden zu sein.
  • In Sektor II ist der Ausgangsimpuls »2« inzwischen in Bahn a ebenso gelöscht wie die Impulse »11« auf den Bahnen b und d. In Bahn e ist der Impuls »l« weitergewandert, ohne inzwischen wieder wirksam geworden zu sein.
  • In Sektor 11 ist der Ausgangsimpuls »0« in Bahn a weitergewandert, ohne inzwischen wirksam geworden zu sein. Der Impuls »0« in Bahn b ist jedoch unter der Abfühlspule in Bahn b durchgelaufen. Beim übertragungsvorgang über den Verstärkerkreis »B«, der den Zehner-übertrag in der nächsten Stelle durchführt, ist der Impuls »0« der Bahn b vom Abfühlmagneten A 1 b 19 zu den Aufzeichenmagneten MIc18 und M1d18 über den zugeordneten Verstärker weitergeleitet worden, da das Relais umgelegt war ( vgl. oben: »Umdrehungslage in Skizze i«). Hierbei wurde jedoch nur die Aufzeichnung in Bahn c aus den mehrfach geschilderten Gründen wirksam. In der dargestellten Umdrehungslage befindet sich daher in den Bahnen a und b ein Null-Impuls und in der Bahn c der Impuls >A«.
  • Umdrehungslage in Skizze 1 der Fig. 4: Die Trommel hat inzwischen die Umdrehung beendet und ist in die Null-Lage zurückgekehrt.
  • In Sektor 1 ist der Impuls »9« mit gleichem Zählwert durch den Verstärkerkreis »E« von Bahn e nach Bahn a übertragen worden. Er ist daher in beiden Bahnen vorhanden.
  • In Sektor 11 ist der Impuls »l« weitergewandert, ohne nochmal wirksam geworden zu sein.
  • In Sektor 111 wurden die Impulse »0« in den Bahnen a und b sowie der Impuls »l« in Bahn c inzwischen durch die Löschmagnete dieser Bahnen gelöscht. Der Impuls »l« der Bahn c wurde jedoch vorher über den Verstärkerkreis »D« in Bahn e übertragen, wo er noch aufgezeichnet ist.
  • Das Glimmrelais 1111 ist inzwischen durch einen Impuls gelöscht, den die Zacke51 in der Null-Lage des Sektors IV in der Löschspule LS regelmäßig be- wirkt. Solche Zacken, z. B. die Zacken 50 und 51, befinden sich in der Null-Lage jedes Sektors (über die verschiedenen Ausführungsarten vgl. oben). Diese Impulse werden bei jedem Vorbeilauf bewirkt, waren aber bisher von keiner besonderen Wirkun , da das 9, Glimmrohr 1111 nicht gezündet war.
  • Hiermit ist der Additionsvorgang der zweiten Zahl wiederum während einer Umdrehung der Trommel mit der oben näher umrissenen Geschwindigkeit beendet. Bei den Multiplikations- und Divisionsvorgängen würde sich nun der erneute Addition oder Subtraktion der gleichen Zahl aus der Tastatur ohne deren Neueinstellung anschließen.
  • Um auch den Subtraktionsvorgang durch eine ausführliche Darstellung verständlich zu machen, ist davon ausgegangen, daß nun die Aufgabe » 119 -- 84 = 35 « an Hand der Fig. 4 und 5, Skizzen m bis s, behandelt werden soll. Es wird hierbei von der Umdrehungslage der Skizze 1 ausgegangen.
  • Umdrehungslage in Skizze m der Fig. 4: In Sektor 1 ist in Bahn a der Impuls »9« unter dem Abfühlmagneten in der Bahn a (Verstärkerkreis YA«) hindurchgelaufen. Hierbei hat er einen Spannungsstoß in der Abfühlspule induziert, der über den Verstärker der für die Subtraktion vorgesehenen Zweitwicklung (komplementärer Spulenwert) der eingeschalteten Spule A 1 a 4 zugeführt wird, die die neue Summe als Impuls »14« in Bahn b festhält.
  • In den Sektoren 11 und 111 der Trommel befinden sich noch die Impulse »l« jeweils auf Bahn e. Umdrehungslage in Skizze n der Fig. 5: In Sektor 1 ist im weiteren Verlauf der Drehung der Ausgangsimpuls »9« auf Bahn a weitergewandert, ohne inzwischen wieder wirksam geworden zu sein. Der Impuls »14« wurde hingegen über den Verstärkerkreis »B« von Bahn b mit gleichem Zählwert auf die Bahn d übertragen, da aus der vorigen Stelle kein Zehner-Übertragsimpuls vorlag und der Zählwert selbst größer als neun ist.
  • In Sektor 11 wurde inzwischen der Impuls >A« über den Verstärkerkreis »E« von Bahn e nach Bahn a übertragen und in Bahn e durch den Löschmagneten L XIII e 39 gelöscht. In Sektor 111 befindet sich der Impuls »l« noch auf Bahn e.
  • Umdrehungslage in Skizze o der Fig. 5: In Sektor 1 befindet sich inBahn a noch derAusgangsimpuls »9«. Auch der Impuls »14« ist in Bahn b weitergewandert, ohne daß er wiederum wirksam geworden ist. Der Impuls »14« auf Bahn d ist inzwischen unter dem Abfühlmagneten dieser Bahn durchgelaufen, wobei über den Verstärkerkreis »C« einmal eine Verminderung um zehn durch Stellenversetzung um zehn Positionen beim Übertrag in Bahn e erfolgte (A 1 d 35 nach MlIe5), und zum anderen das Glimmrelais (Gasentladungsrohr) 1111 durch den gleichen Impuls gezündet wurde (vgl. oben, Umdrehungslage 1). Der Impuls »14« der Bahn d wurde daher als Impuls »4« in Bahn e übernommen.
  • In Sektor 11 ist inzwischen der Ursprungsimpuls »l« unter dem Abfühlmagneten der Bahn a durchgelaufen. In diesem Zeitpunkt wurde über den Verstärkerkreis »A« die Übertragung in Bahn b nüttels der Zweitwicklung des eingeschalteten Aufzeichenmagneten M1b8 vorgenommen. Das entspricht bei der Erstwicklung einer additiven Impulsversetzung um den Zählwert »l«. Auf der Bahn b ist daher der Impuls »2« festgehalten.
  • In Sektor 11 ist der Impuls »l« inzwischen weitergewandert, ohne wirksam geworden zu sein. Umdrehungslage in Skizze p der Fig. 5: Bei der weiteren Umdrehung sind in Bahn a der Ursprungsimpuls »9« und in den Bahnen b und d die Impulse »14« durch die Löschmagneten gelöscht worden. In Bahn e ist der Impuls »4« enthalten.
  • In Sektor 11 ist in Bahn a der Ursprungsimpuls »l« weitergelaufen, ohne wieder wirksam geworden zu sein. In Bahn b ist der Impuls »2« unter dem Abfühlmagneten dieser Bahn durchgelaufen und von ihm über Verstärkerkreis »B« als Impuls »3« in der Bahn c festgehalten worden, da das Relais »umgelegt« (vgl. Umdrehungslage in Skizze o) und der Zählwert »3« kleiner ist als zehn.
  • In Sektor 111 ist der Impuls »l« inzwischen von Bahn e auf Bahn a über den Verstärkerkreis »E« übertragen und in Bahn e gelöscht worden. Die Zweitwicklung der Spule M 1 b 0 ist eingeschaltet.
  • Umdrehungslage in Skizze q der Fig. 5: In Sektor I ist in Bahn e der Impuls »4« weitergelaufen, ohne inzwischen wieder wirksam geworden zu sein.
  • In Sektor 11 ist inzwischen in Bahn c der Impuls »3« über den Verstärkerkreis »D« in Bahn e mit gleichem Zählwert übertragen worden. Die Impulse >A«, »2« und »3« in den Bahnen a, b sowie c sind inzwischen gelöscht worden.
  • In Sektor 111 ist in Bahn a der Impuls »l« unter der Abfühlspule dieser Bahn durchgelaufen. Hierbei hatte er einen Spannungsstoß induziert, der über das Verstärkerrohr derZweitwicklung desAufzeichnungsmagneten M 1 b 0 zugeführt worden ist, der der additiven Wirkung des Zählwertes »9« entspricht. Hierdurch wurde in Bahn b über den Verstärkerkreis »A« der Impuls »10« festgehalten. Beim Durchlauf unter dem Abfühlmagneten dieser Bahn wurde der Impuls »10« mit gleichem Zählwert über den Verstärkungskreis »B« in die Bahn d übernommen, da das Relais inzwischen mangels erneuter Zehner-Übertragsimpulse sich in Ruhelage befand, weil das Gasentladungsrohr 1111 beim Durchlauf der Zacke 52 durch den Löschmagneten LS (vgl. oben) gelöscht wurde. Umdrehungslage in Skizze r der Fig. 5: In Sektor 1 und 11 sind inzwischen in Bahn e die Impulse »4« und »3« weitergelaufen, ohne wirksam geworden zu sein.
  • In Sektor 111 wurde inzwischen der Ursprungsimpuls »1« in Bahn a gelöscht. Der Impuls >AO« in Bahn b ist weitergelaufen, ohne inzwischen wieder wirksam geworden zu sein. Der Impuls »10« in Bahn d ist inzwischen jedoch über den Verstärkerkreis »C« unter dem Abfühlmagneten der Bahn d durchgelaufen, wobei er bei der Übertragung den Impuls »10« in Bahn d in den Impuls »0« in Bahn e verwandelte und dabei mit Hilfe des gleichen Impulses das Gasentladungsrohr 1111 zur Kennzeichnung des Zehner-übertrags zündete. Durch geeignete Schaltmittel (vgl. Fig. 8, Gasentladungsrohr 411, und Skizze r das angedeutete schraffierte Gasentladungsrohr 1163) ist dafür Sorge zu tragen, daß beim Vorliegen eines Zehner-übertragsimpulses beim übergang von Sektor 111 zu Sektor IV bzw. von Sektor XII zu Sektor XIII auch das Steuerrelais des Verstärkerkreises »E« durch Zünden eines Gasentladungsrohres 1163 in Tätigkeit tritt (vgl. Fig. 6 c, Verstärkerkreis »E«; Fig. 8, Gasentladungsrohr 411).
  • Umdrehungslage in Skizze s der Fig. 5: In Sektor 1 ist inzwischen in Bahn e der Impuls »4« unter dem Abfühlmagn#ten A XIII e 19 durchgelaufen. Da das Relais »umgelegt« war, wurde über das Verstärkerrohr beim Übertrag von Bahn e nach Bahn a über den Verstärkerkreis »E« die Übertragung des Impulses vom Abfühlmagneten A XIII e 19 auf den AufzeichenmagnetenMX111a18 vorgenommen, wodurch eine Versetzung des Impulses in additiver Richtung um »l« erfolgte. Hierdurch wurde der Impuls »4« der Bahn e als Impuls »5« in Bahn a festgehalten.
  • In Sektor 11 lief der Impuls »3« in Bahn e weiter, ohne wieder wirksam zu werden oder eine Veränderung zu erfahren.
  • In Sektor 111 wurden die Impulse »10« in den Bahnen b und d gelöscht, so daß nur der Impuls »0« in Bahn e verbleibt.
  • Damit ist mit dieser Phase der Subtraktionsvorgang »119-84=35« nach einer Umdrehung beendet.
  • Bei Subtraktionen unter Null erfolgt im Gegensatz zu Subtraktionen über Null keine Addition der Alüchtigen Eins«, da sie nicht durchläuft, sondern der Komplementärwert neun an vorderster Stelle verbleibt. Das im Speicher festgehaltene Ergebnis kann sowohl im Sichtwerk als auch im Schreibwerk in positiven Ziffern sichtbar gemacht werden. Auf der Sichtscheibe sind dann in den in Fig. 2a vorhandenen, geschwärzten Zwischenräumen zwischen den Zahlenreihen »0« bis »9« entsprechende Zahlenreihen »9« bis »0« angeordnet. Die magnetischen Impulse werden dadurch, daß der zugeordnete Abfühlmagnet um zehn Positionen gegenüber der Null-Lage versetzt ist, jeweils dann wirksam, wenn die komplementäre Zahlenreihe hinter der Schlitzblende vorbeiläuft (vgl. Beschreibung der Fig. 2a). Beim Schreibwerk werden die komplementären Umsetz- oder Schreibspulen durch Zweitwicklungen angerufen, so daß die Ergebnisse positiv unter entsprechender Kennzeichnung niedergeschrieben werden können.
  • Der Multiplikationsvorgang stellt eine wiederholte Addition dar, zu der eine Stellenversetzung tritt. Um das Verständnis des Vorganges zu erleichtern, ist als Rechenstelle die gleiche vorgesehen, wie sie beim Additions- und Subtraktionsvorgang beschrieben wurde. Die elektrischen Schaltmittel, Elektronenröhren, Gasentladungsröhren usw., sind im Gegensatz zur bisherigen Darstellung nicht mehr symbolisch dargestellt, sondern unmittelbar schaltungstechnisch gezeichnet. Die folgenden Ausführungen sollen zur Aufdeckung der Zusammenhänge zwischen den bisher geschilderten Ausführungsbeispielen und den schaltungstechnischen Darstellungen in Fig. 8 die Elemente der erläuterten Verstärkerkreise mit denen dieser Figur vergleichen.
  • Abfühlspule A 1 a 9 des Verstärkerkreises »A « der Fig. 6 a ist Spule 517 der Fig. 8. Der Verstärker des Verstärkerkreises »A « ist Pentode 516 mit den zugehörigen Schaltmitteln wie Widerständen und Kondensatoren. Die Erstwicklungen der Aufzeichnungsmagneten M 1 b 0 bis M 1 b 9 sind die Wicklungen 523. Die Zweitwicklungen für die Subtraktion (komplementäre Wicklungen) sind die Wicklungen 524. Die Kontakte im Zuleitungsweg sind die Arbeitskontakte der Volltastatur 522, die sich jeweils unter einer Taste befinden. Die bei der obigen Beschreibung erwähnte nacheinander erfolgende Einschaltung der letzten, vorletzten Stelle usw. der Volltastatur erfolgt mittels der Gasentladungsrohre 536.
  • Die Abfühlspule A 1 b 19 des Verstärkerkreises »B « der Fig. 6 a ist die Spule 556 der Fig. 8. Der Anker des Relais wird zugleich mit dem Verstärker durch zwei Elektronenröhren, und zwar durch die beiden Pentoden 544 und 545 dargestellt, von denen die Pentode 545 den Ruhekontakt einschließlich Verstärker bildet und die Pentode 544 als Arbeitskontakt einschließlich Verstärker wirkt. Die Spulen M1c18 und M1d18 sind daher sinngemäß die Spulen 552, und die Aufzeichenspulen des Ruhekontaktes M I c 19 und MId19 entsprechen den Spulen 553.
  • Die Abfühlspule A 1 d 35 des Verstärkerkreises »C« der Fig. 6 a ist Spule 558. Der Verstärker ist Pentode 551 mit ihren Widerständen und Kondensatoren. Der Aufzeichenmagnet M 11 e 5 entspricht der Spule 556. Der in Fig. 6b und 6c angedeutete Übertrager 1116 bzw. 1129 entspricht dem übertrager 542 in Fig. 8. Das die Umschaltung des Elektronenrelais bewirkende Gasentladungsrohr (Gasentladungsrohr 111.1 der Fig. 6 c) ist in Fig. 8 mit Ziffer 543 gekennzeichnet.
  • DerAbfühlmagnetA 11 c5 desVerstärkerkreises »D« ist Spule 539. Als Verstärkerrohr dient die Pentode 538 mit ihren Schaltmitteln. Die Aufzeichenspule MIleS entspricht der Spule 556.
  • Die Abfühlspule A XIlle19 des Verstärkerkreises »E« der Fig. 6 c entspricht der Spule 557 der Fig. 8. Das Relais der Fig. 8 ist durch die beiden Pentoden 547 und 548 gebildet und bewirkt gleichzeitig die Verstärkung, während das Elektronenrelais nach Fig. 6c die Röhren 1164 und 1165 aufweist und ein besonderes Verstärkerrohr 1166 zugeordnet ist. Die Relais werden durch Gasentladungsrohre 546 bzw. 1163 als Schalter betätigt. Den Ruhekontakt des Relais stellt Pentode 548 bzw. 1165 dar. Der Aufzeichenmagnet MX111a19 der Fig. 6c ist die Spule 555. Den Arbeitskontakt stellt die Pentode 547 bzw. 1164 dar, und die Aufzeichenspule M XIII a 18 der Fig. 6e ist die Spule 554 der Fig. 8. Der Schalter, der dafür Sorge trägt, daß nur Zehner-übertragsimpulse beim Übergang von Sektor XII zu Sektor XIII eine Zündung des Gasentladungsrohres 546 und damit ein Umlegen des Elektronenrelais bewirken, ist der vom Gasentladungsrohr 540 Ringmodulatorkreis 542, 549, 550 in Sonderausführung. Er schaltet die Impulse vom Obertrager 542 zu Obertrager 550 und damit zum Gitter des Gasentladungsrohres 546 nur dann durch, wenn das Gasentladungsrohr 540 gezündet ist. In den Hauptentladungskreisen der Gasentladungsrohre sind jeweils Mittel vorgesehen, welche die Rohre zu gesteuerten Zeitpunkten löschen.
  • Die Pentode 516 kann im Gitter- und Anodenkreis für die Sichtbarmachung der Zahlen umgeschaltet werden, so daß sie mit der Abfühlmagnetspule 519 über den übertrager 520 der Steuerung der Lichtblitze des Leuchtimpulsrohres 409 dient. Die Kippvorrichtung für besonders kurze und intensive Lichtblitze ist nicht mit aufgeführt, um die Darstellung nicht zu überlasten.
  • Auf der Welle 2 der perspektivischen Darstellung der Fig. 8 sind je um eine Stelle gegeneinander versetzte Zacken dargestellt, die das Feld der Spulensätze 535 und 534 schneiden, die um diese Zacken ebenfalls stellenweise gegeneinander versetzt angeordnet sind und die in horizontaler Richtung verschiebbar sind. Außerdem ist die fest angeordnete Spule 521 gezeigt, deren Feld ebenfalls von einer Zacke geschnitten wird.
  • Die Darstellung der Zacken ist sinnbildlich, wie es auch bei der obigen Ausführung der Fall war. Sie nehmen im Zusammenwirken mit den Spulensätzen und den Gasentladungsrohren 536 die selbsttätige Stellenversetzung für die Zwecke der Multiplikation und Division sowie die Einschaltung der einzelnen Stellen der Volltastatur, von hinten beginnend, für die jeweilige Addition und Subtraktion vor, deren Funktion als aus den obigen Darstellungen bekannt vorausgesetzt wurde.
  • Weiterhin ist die Volltastatur mit einem zweiten Teil 510 ausgerüstet, der, wie bei den bekannten mechanischen Verfahren der Eintastung des zweiten Faktors dient und der die Umdrehungskontrolle übernimmt. Er nimmt die erforderlichen Schaltvorgänge im Zusammenwirken mit dem Schrittschaltwerk 508 und 509 auf, das in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls induktiv wirksam ist und damit frei von Kontakten arbeitet. Die Wicklungen der Spulensätze sind mit 513 und 514 bezeichnet und der Gasentladungsschalter mit 515. An seiner Stelle können auch bei Benutzung des Speichers reine Impulsverfahren vorgesehen sein.
  • Auf die Varianten, die sich dann ergeben, wenn die Vereinfachung der Bedienung und mechanischen Ausführung noch weitergeführt wird und die Eintastung der beiden Faktoren durch eine einzige Zehnertastatur erfolgt, ist in dieser Darstellung nicht eingegangen. Die Darstellung solcher Varianten sowie eine automatische Kommasetzung zusammen mit einer von der Kommastellung abhängigen Möglichkeit der Abrundung (z. B. Abrundung zwei Stellen nach dem Komma) ist in die Beschreibung dieses Ausführungsbeispieles nicht mit aufgenommen, um die Figur nicht zu überlasten. Wohl aber ist die Darstellung der »Kreuzspul-Impulsmethoden« bei der Beschreibung der Fig. 22 auf diese Vorgänge abgestellt, die ebenso für das dargestellte Verfahren Gültigkeit haben und sich auf dieses übertragen lassen, da die unterschiedlichen Ausführungen der Magnetspulen usw. in den Rechenstellen nach den beiden Verfahren diese Vorgänge nicht berühren.
  • Die Festlegung, ob der Arbeitsvorgang »Addition«, »Subtraktion«, »Multiplikation« oder »Division« sein soll, erfolgt durch Auswahl einer der Tasten »A «, »S«, »M« bzw. »D«, unter denen sich derjenige der in der Figur gezeichneten Kontaktsätze befindet, der die betreffende Funktion einleitet.
  • Für die Erläuterung des Arbeitsganges »Multiplikation« wird der Additionsvorgang als auf Grund der vorhergehenden Darstellung bekannt vorausgesetzt, so daß die zusätzlichen Erläuterungen sich nur auf die Steuerung der wiederholten Addition und die Stellenversetzung beschränken.
  • Im rechts dargestellten Teil 522 der Volltastatur sei die Zahl »28« und in deren linken Teil 510 die Zahl »69« eingetastet. Dies seien die beiden Faktoren, die im Rahmen des zur Veranschaulichung gewählten Multiplikationsbeispieles miteinander verarbeitet werden sollen.
  • Das Additionsspiel beginnt in der bereits geschilderten Form. Der Steuervorgang der Stelleneinschaltung der Volltastatur bedarf nur der zusätzlichen Erwähnung. Zuerst wird das Gasentladungsrohr 5364 dadurch gezündet, daß die letzte Zacke 102/1 das Feld der diesem Gasentladungsrohr zugeordneten Spule 534/1 schneidet und damit das Potential der Zündelektrode, das durch Spannungsteilung mittels des zugeordneten Widerstandes 537/1 über die Löschspannung vorgespannt ist, kurzzeitig positiv verschiebt. Nach Zündung dauert die Entladung des Entladungskreises an. Durch entsprechende Ausbildung der Querströme und Dimensionierung der Vorspannungswiderstände wird dabei erreicht, daß hierbei gleichzeitig die Möglichkeit für die übrigen Röhren zu zünden so lange blockiert wird, als dieses eine Rohr gezündet ist (Zusammenbrechen der Vorspannung bis auf Brennspannung). Der Hauptentladungskreis der Gasentladungsrohre liegt im Anodenkreis der Pentode 516. Er wird damit durch ihr Gitterpotential gesteuert. Sie ist im Ruhezustand soweit vorgespannt, daß gerade noch ein Strom fließt, der ausreicht, um die Gasentladung im gezündeten Rohr aufrechtzuerhalten.
  • Erhält die Aufnahmespule 517 in Bahn a (vgl. A 1 a 9 in Fig. 6 a, 6 b, 6 c sowie 3, Stellung b der Rotation) durch Induktion des durchlaufenden magnetischen Impulses »0« einen Spannungsstoß, der den inneren Widerstand des Rohres 516 herabsetzt, so versucht die Hauptstrecke des Gasentladungsrohres innerhalb der sich nunmehr ergebenden Spannungsteilung seine Brennspannung aufrechtzuerhalten und nimmt einen größeren Strom auf, der nur in der Aufzeichenspule »8« (vgl. A 1 b 1 in Fig. 6 a, 6 b, 8 und 3) in Bahn b wirksam wird und dort den Impuls »8« festhält. Zur Erzielung besonders intensiver und flankensteiler Impulse steuert man die Pentode zweckmäßig indirekt über den Spannungsabfall an einem Widerstand in einem durch den Impuls angestoßenen Kippkreis, was, um die Schaltung übersichtlich zu halten, in der Fig. 8 nicht dargestellt wurde. Die Steuerung kann aber auch durch ein Gasentladungsrohr mit mehr als einer Zündelektrode oder Sonde in entsprechender Weise erfolgen.
  • Im weiteren Verlauf der Umdrehung wird das Gasentladungsrohr gelöscht, indem das Gitter der Pentode 516 durch die Spule 518 so weit negativ getastet wird, daß sie durch Erhöhung ihres inneren Widerstandes das Potential des Gasentladungsrohres unter die Löschspannung senkt (vgl. Fig. 3, Umdrehungslage c).
  • Sodann schneidet die letzte Zacke 102/1 im weiteren Verlauf der Drehung die nächste Spule 534/2 des kranzförmig angeordneten Spulensatzes. Das vorhergehende der Gasentladungsrohre 536, das die vorletzte Stelle der Volltastatur wirksam macht, wird dabei durch diese Spule gezündet, die auf die Zündelektrode dieses Rohres wirkt (vgl. Vorgang bei der letzten Stelle der Volltastatur). Da in der vorletzten Stelle die Taste »2« gedrückt ist, wird vom Spulensatz 523 nur die Wicklung 1 (Addition) der Spule »2« wirksam, die beim Durchlauf des Impulses »0« unter der Abfühlspule der Bahn a die Aufzeichnung des Impulses »2« in Bahn b bewirkt (vgl. Fig. 3, Umdrehungslage d).
  • In dieser Weise wird während der ersten Umdrehung nacheinander eine Stelle der Tastatur nach der anderen durch Zünden des nächsten Gasentladungsrohres beim Durchlauf der Zacke durch die jeweils nächste Spule des Spulenkranzes wirksam gemacht. Null-Impulsergänzungen können hierbei rein kontaktmäßig über die Tastatur erfolgen, indem z. B. in jeder Stelle ein Ruhekontakt »0« vorgesehen ist, der beim Drücken einer Taste der betreffenden Reihe jedoch mechanisch geöffnet wird. Die Null-Impulsergänzung kann aber auch rein elektrisch in der in Fig. 8 dargestellten Weise erfolgen. Hier erhält im Anschluß an die Zündimpulse für das jeweilige Gasentladungsrohr 536 das Gasentladungsrohr 561 stets einen Zündimpuls.
  • Ist ein Kontakt innerhalb der Senkrechtreihe der Volltastatur, deren Gasentladungsrohr soeben den Zündimpuls erhielt, geschlossen und das betreffende Rohr daher gezündet, so kann das Gasentladungsrohr »0« nicht gezündet werden, weil inzwischen die Vorspannung auf »Brennspannung« zusammengebrochen ist (Verriegelungswirkung, wie oben beschrieben). War hingegen der Kontakt unterbrochen, so daß je nach Schaltung Hauptkreis oder beide Kreise des der Stelle zugeordneten Gasentladungsrohres 536 nicht zünden konnten, so zündet durch den nachträglich bewirkten Impuls an seiner Stelle das Glimmrohr 561, dessen Hauptentladungskreis über eine Wicklung der Spule 523/0 für »0« führt.
  • Es erfolgt dann in völlig gleicher Weise die zweite Umdrehung. In bereits geschilderter Weise wird damit zu der im Speicher befindlichen Summe »28« die neue Zahl »28« addiert, so daß am Ende dieser Umdrehung sich »56« als neue Summe im Speicher befindet, am Ende der dritten Umdrehung die Summe »87« usw.
  • Da in dem linken Teil 510 der Volltastatur an letzter Stelle eine »9« steht, erfolgen neun Umdrehungen ohne besondere Steuervorgänge nacheinander. Nach diesen neun Umdrehungen befindet sich das Produkt von »9 - 28« im Speicher. (Wären am Umfang die Speichermöglichkeiten für Zählsektoren mit je zwölf Stellen vorgesehen, so wäre dies nach einer Umdrehung bereits der Fall; in diesem Falle wären zehn Zacken am Umfang der Welle verteilt). Nach jeweils neun Umdrehungen wird bei dem in Fig. 8 dargestellten Verfahren der Spulensatz 5341535 mechanisch um eine Stelle nach links verschoben. Hierdurch wird während des Durchlaufs von Sektor I der Trommel (vgl. Fig. 3, Umdrehungslagen a und b) kein Gasentladungsrohr gezündet und damit auch keine Stelle der Volltastatur wirksam. Es tritt vielmehr nur das »NuH«-Gasentladungsrohr 561 od. dgl. in Wirksamkeit, so daß zu der bisher letzten Stelle der neuen Summe nichts addiert, sondern sie durch Addition von »0« unverändert durchgeführt wird.
  • Inzwischen hat jedoch beim Weiterlauf die vorletzte Zacke 102/2 das Feld der Spule 534/1 erreicht, damit das letzte der Gasentladungsrohre 536/1 gezündet und die gedrückte Taste »8« in der letzten Stelle der Volltastatur vorbereitend für den Vorbeilauf des Sektors 11 der Trommel (vgl. Fig. 3, Umdrehungslagen c und d) wirksam gemacht. Die Versetzung der Zacke um eine Stelle bewirkt somit, daß ohne irgendwelche Schalter u. dgl. eine Stellenversetzung um eine Stelle bei der nunmehrigen wiederholten Addition von »28« in dieser Stelle erfolgt.
  • Bei der geschilderten Ausführung erfolgen mit dieser um eine Stelle versetzten Lage der Zacke 102/2 zum Spulenkranz 5341535 im übrigen mechanisch unverändert wiederum neun Umdrehungen. Da in der vorletzten Stelle des linken Teiles 510 der Volltastatur jedoch die Taste »6« gedrückt ist, da im zur Erläuterung gewählten Multiplikationsbeispiel als Faktor »69« eingetastet wurde, wird elektrisch dafür Sorge getragen, daß nur die ersten sechs Umdrehungen elektrisch in der Weise wirksam werden sollen, daß in dieser Stellung der Zacken zum Spulenkranz Additionen erfolgen, während in den drei weiteren Umdrehungen keinerlei Funktionen wirksam werden. Bewirkt wird dieses durch das Gasentladungsrohr 515: Bei Zündung spannt es das Brernsgitter der Pentode 516 so weit vor, daß das Rohr praktisch »geschlossen« wird. Damit entfällt in diesem Augenblick die Verstärkerfunktion der Pentode für die in Spule 517 induzierten Spannungsstöße der durchlaufenden Impulse. Außerdem wird durch das Schließen der Pentode das Gasentladungsrohr 536/2 der vorletzten Stelle des rechten Teiles 522 der Volltastatur gelöscht. Über eine Kompensationswicklung560 auf der Löschmagnetspule L 11 a 19, die im Hauptkreis des Gasentladungsrohres 515 liegt, hebt diese gleichzeitig die Löschwirkung in Bahn a auf, so daß in Bahn a in den einzelnen Sektoren festgehaltenen Impulse für die bisherige Summe während der nächsten Umdrehungen so lange nicht verändert werden, bis durch Löschung des Gasentladungsrohres nach Beendigung der neun »Umdrehungen« (vgl. zur Definition »Umdrehung« die in der Vorbemerkung, d. h. in der zusammenfassenden Kennzeichnung der Verfahren gemachten Ausführungen) die Pentode wieder »geöffnet« und die Unwirksamkeit des Löschmagneten in Bahn a wieder aufgehoben wird.
  • Wie gezeigt, setzt der Multiplikationsvorgang in einfachster Form eine Vorrichtung voraus, die nach j Durchführung der innerhalb einer Stelle erforderlichen Additionen, im gewählten Multiplikationsbeispiel entsprechend der in der vorletzten Stelle gedrückten Taste nach der sechsten Umdrehung, einen Zündimpuls zum Gasentladungsrohr 515 leitet. Dieser Impuls kann in verschiedener Weise erzeugt werden: Bei Anwendung der Volltastatur, wie im vorliegenden Falle, kann das z. B. rein mechanisch, d. h. über einen Kontaktverteiler erfolgen, der auf dem zweistelligen Umdrehungszähler 5301531 angeordnet ist, da von seiten der Schaltgeschwindigkeit hierbei keine besonderen Anforderungen gestellt werden. Je Umdrehung des Rotors, d. h. nach je 10 oder 20 Millisekunden, schaltet die Scheibe 530, die den Zählwert der Stelle im Umdrehungsteil der Volltastatur überwacht, um einen Schritt weiter und die Zählerscheibe 531 des Umdrehungszählers, die von Stelle zu Stelle 5 des linken Teiles 510 der Volltastatur schaltet, jeweils nach etwa 100 oder 200 Millisekunden. Wird von einer Spannungsquelle aus über die beiden Kontaktverteiler der Stromkreis über die Primärseite eines Übertragers oder über einen Widerstand geschlossen, der über einen Kondensator als Kopplungsglied mit der Zündelektrode des Gasentladungsrohres 515 verbunden ist, so wären dies bereits zwei Ausführungsbeispiele. Der Impuls wird hierbei in dem Augenblick erzeugt, in dem der Stromkreis über den zehnteiligen Kontaktverteiler des zweistelligen Umdrehungszählers 5301531 geschlossen wird, d. h., wenn die in dem Teil 510 der Tastatur eingestellte Umdrehungszahl erreicht wird.
  • Im Ausführungsbeispiel ist an die Stelle des Kontaktverteilers ein induktiver Verteiler getreten, bei dem durch ein Joch auf den Scheiben des Umdrehungszählers der magnetische Fluß eines Spulenpaares vorbereitend geschlossen wird. Die Spulenpaare 513 sind dabei um die »Einer-Scheibe« 530 des Umdrehungszählwerkes und die Spulenpaare 514 um die »Zehner-Scheibe« 531 des Umdrebungszählwerkes angeordnet. Das Joch508 befindet sich auf der unmagnetischen Scheibe 530 und Joch 509 auf der unmagnetischen Scheibe 531. Die Sekundärwicklungen der Spule 513 sind über die Tastatur mit den Primärwicklungen der Spule 514 verbunden. Die Sekundärwicklung der Spule 521 ist mit den Primärwicklungen der Spule 513 und die Sekundärwicklungen der Spule 514 ist mit der Kathode sowie der Zündelektrode des Gasentladungsrohres 515 verbunden. Die Primärwicklung der Spule 521 ist direkt durch Gleichstrom erregt. Beim Durchlauf der Zacke 102/6 durch das magnetische Feld der Spule 521, das durch die Gleichstromerregung der Primärwicklung der Spule aufgebaut ist, wird nach jeder »Umdrehung« ein Spannungsstoß in der Sekundärwicklung erzeugt. Er wird jedoch über den induktiven Verteiler513/514 nur dann auf dem beschriebenen Wege zur Zündelektrode des Gasentladungsrohres weitergeleitet, wenn der entsprechende Kontakt der Tastatur in dieser Stelle geschlossen ist, in diesem Falle nach der sechsten »Umdrehung«.
  • Andere Lösungsmethoden sind bei der Behandlung der Zehnertastatur im »Kreuzspulverfahren« behandelt. Der Impuls wird dort in einer Spule ähnlich Spule 521 erzeugt. Die Umdrehungsscheibe 530 ist mit einer »Zacke« versehen.
  • Es kann aber auch je Umdrehung ein Aufzeichenmagnet längs des Speichers über eine Übersetzung verschoben werden, wie es bei den Auswahlspeichern der zusammenfassenden Darstellung geschildert wurde, oder es wird ein ins Langsame übersetzter Speicher zugeschaltet. Hierbei würde der Impuls an der entsprechenden Stelle des Umfanges festgehalten, z. B. der Impuls »6« an der Stelle, an der nach der sechsten Umdrehung Abfühlmagnet und Speicher sich gegenüberstehen. Läuft bei der Multiplikation der Impuls unter der Abfühlspule durch, so wird das Gasentladungsrohr 515 gezündet.
  • Die Geschwindigkeit des Werkes ist so groß, daß es nicht erforderlich erscheint, Stellenumschaltungen bereits vor Ablauf der neun Umdrehungen vorzunehmen, obwohl dies technisch sowohl durch mechanische wie auch elektrische Versetzungen ohne weiteres möglich wäre.
  • Jedoch wird es bei besonders schnell arbeitenden Werken unter Umständen zweckmäßig sein, das Werk nicht stets alle, z. B. acht Stellen des die Umdrehungszahl steuernden Faktors durchlaufen zu lassen, wenn dieser, wie es z. B. beim vorliegenden Beispiel der Fall ist, nur zweistellig ist. Es empfiehlt sich dann, die Umschaltung auf Wiedergabe in dem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem die vorderste von Null verschiedene Stelle des in Tastatur 510 eingestellten Faktors durchgelaufen ist. Bei der Zehner-Tastatur geschieht dies ebenfalls selbsttätig. Die Schaltung des erforderlichen Relais bedarf keiner näheren Erläuterung. Es schalten die Kontakte von »R« auf »W« um und heben die Wirkung des Löschmagneten in Bahn a auf. Die Zwischenschaltung eines Multiplikationskörpers ist im Zusammenhang mit einem Ausführungsbeispiel des Rechenwerkes nach dem Kreuzspulverfahren behandelt.
  • Die Zusatzeinrichtung für Division besteht in einer Kompensationswicklung der Spule 534/1, mit deren Hilfe die Feststellung, daß die Null-Stellung durchlaufen ist, getroffen und zur Impulsweiterleitung ausgewertet wird, und im Spulensatz 525 mit den Spulen »0« bis »9«, mit deren Hilfe das Ergebnis, der Quotient, im Speicher festgehalten wird.
  • Die Vorgänge bei der Division entsprechen weitgehend dem Vorgang bei der Multiplikation. Werden der Dividend in Teil 510 der Tastatur und der Divisor in Teil 522 eingestellt, so wird bei der ersten »Umdrehung« der Dividend durch Addition in den Speicher übernommen. Der Spulenschlitten 534 befindet sich dabei in der linken Stellung. Sodann wird in dieser Stellung des Spulensatzes die im Teil 522 der Tastatur eingestellte Zahl im Grundsatz neunmal subtrahiert. Dies erfolgt durch Benutzung der Wicklungen 524 der Aufzeichenmagneten der Bahn b, die den Erstwicklungen 523 mit komplementärer Bedeutung zugeordnet sind. Die Umschaltung von »Addition« auf »Subtraktion« wird durch Umlegen des Ankers 559 von »a« auf »b« vorgenommen. Ähnlich wie beim Multiplikationsvorgang beschrieben, wird die Wirksamkeit dieser neun Umdrehungen in bezug auf den Rechenvorgang abgebrochen, sobald das Gasentladungsrohr515 gezündet wird. Gezündet wird dieses Gasentladungsrohr, wenn beim Durchgang der Zacke 102/6 durch den Feldbereich der Spule 534/1 kein Zehner-übertragsimpuls der »flüchtigen Eins« bewirkt wird. Während zunächst durch eine Zweitwicklung der Spule 534/1, die im Hauptentladungskreis des Gasentladungsrohres 546 vorgesehen ist, nach deren Zündung die magnetische Wirksamkeit dieser Spule kompensiert wurde, tritt beim Ausbleiben der »flüchtigen Eins« diese Kompensation nicht ein, so daß ein Impuls erzeugt wird, der zunächst das Gasentladungsrohr 515 zündet und damit den Subtraktionsvorgang durch Sperrung der Pentode 516 unterbricht sowie den Löschmagneten in Bahn a außer Tätigkeit setzt und weiterhin ein Impuls über denienigen der Aufzeicherunagneten 525 leitet, der über den Verteiler 508/513 bei entsprechender SchaltersteRung der Umschalter 511 und 512 während der betreffenden Umdrehung »eingeschaltet« ist. Auf diese Weise wird der Quotient als Ergebnis des Divisionsvorganges im Speicher, wie bereits erläutert, stellenweise festgehalten. Die richtige, stellenweise Zuordnung im Speicher erfolgt durch Zusammenwirken des Verteilers 509/514 mit dem Spulenkranz 534/535. Von den neun Umdrehungen innerhalb einer Stellenversetzung werden daher nur so viel wirksam, als bis zur Unterschreitung der »0« stattfinden. Durch geeignete Zusammenschaltung der Spulen der Verteilerwicklung 513 mit den Aufzeichenspulen 525 wird als Quotient ein Wert angegeben, der um eines niedriger ist als die Anzahl der Umdrehungen, die wirksam stattfanden.
  • Als »zehnte« Umdrehung erfolgt zweckmäßig innerhalb jeder. Stellenversetzung eine Addition des im rechten Tastenfeld 522 festgehaltenen Divisors, indem während der zehnten, d. h. letzten »Umdrehung« im Falle der vorliegenden Stellenversetzung der Kontakt 559 von der Lage a nach b umgelegt wird.
  • Abrundungsvorgänge, eventuell sogar inAbhängigkeit von der Kommasetzung können bei der Division ebenso wie bei der Multiplikation vorgenommen werden. Sie sind jedoch, um die vorliegende Darstellung nicht zu überlasten, bei der Behandlung des Kreuszpulverfahrens und der Zehnertastatur beschrieben.
  • Wie bereits in den Beschreibungen der Multiplikation ausgeführt wurde, kann ein entsprechender Effekt zur Vergrößerung der Geschwindigkeit auch beim Divisionsvorgang erreicht werden, indem die Umfangsfläche des Rotors so weit vergrößert wird, daß die zehnfache Anzahl von Sektoren untergebracht werden kann. In diesem Falle würden die ersten neun Gruppen von je sechzehn Sektoren eine bis zu neunfache Subtraktion ermöglichen, während die zehnte Gruppe von sechzehn Sektoren bei jeder Umdrehung des Rotors eine einzige Addition des Divisiors bewirkt. Die wiederholte Subtraktion wird während der Umdrehung abgebrochen, wenn der Wert »0« unterschritten wird. In diesem Augenblick wird eine Marke auf die entsprechende Bahn der »Quotientenabteilung« des Speicherrotors geschrieben, welche die Anzahl der mittels des Spulensatzes 524 bewirkten Subtraktionen weniger den Wert »l« darstellt. Die selbsttätige Verringerung um eins wird beispielsweise derart bewirkt, daß der Aufzeichenmagnet des Quotienten, des Ergebnisses, im Stator in radialer Richtung entgegen dem Drehsinn des Rotors um einen Sektor versetzt vorgesehen ist. Im Falle dieses abgewandelten Ausführungsbeispiels ist an Stelle von zehnAufzeichenmagneten (Spulen525»0« bis525»9« der Fig. 8) nur ein Aufzeichenmagnet erforderlich.
  • Nach den bisherigen Darstellungen wurde die Verteilung der Impulse über den Verstärkerkreis »A« (eigentlicher Additionsvorgang) dadurch vorgenommen, daß die in einer Abfühlspule (oder bei der Kombination mit dem Zehner-übertrag in einer von zwei Abfühlspulen) induzierten Spannungsstöße über den Verstärker auf zehn Aufzeichenspulen weitergeleitet wurden, von denen jeweils nur eine durch ein Gasentladungsrohr od. dgl. eingeschaltet war.
  • Abweichend hiervon sind bei den nunmehr beschriebenen Ausführungsbeispielen zehn Abfühlmagneten vorgesehen, von denen jeweils nur einer über einen Auswahlschalter eingeschaltet ist. Die übertragung erfolgt über einen Verstärker auf einen oder, bei gleichzeitiger Durchführung des Zehnerübertrages, auf zwei oder schließlich bei kornbinierter Durchführung der Feststellung der Zählwerte über neun und der Subtraktion von zehn zu vier Aufzeichnungsmagneten. Fig. 9 zeigt diagrammatisch solche Anordnungen von Magneten im Statorfeld. In Sektor 1 sind zehn Abfühlmagneten A 1 a 10 bis A 1 a 19 und zwei Aufzeichenmagneten M 1 b 10 und M 1 b 0 vorgesehen. Weiterhin sind im Sektor XII die Aufzeichenmagneten für Bahn a (MXI1a19), der Abfühlmagnet AXI1b19 und die Null-ImpulsmagnetenAXI1m19 und SAXI1n19 angeordnet. Lösehmagneten sind in den Feldern L 1 a 35 und L I b 35 vorgesehen.
  • An Stelle von mehreren Bahnen a kann bei gleichen Funktionen durch geeignete Maßnahmen eine Bahn a benutzt werden. In Fig. 10 ist die Anordnung für eine vollständige Vielzählwerks - Buchhaltungsmaschine (fünfzig zwölfstellige Zählwerke, jedes davon mit direkter Subtraktion unter Null) gezeigt. Ohne weiteren größeren elektrischen Aufwand kann diese mit einer Auswahlspeichervorrichtung versehen werden, welche die automatische Speicherung des neuen Saldos gestattet, wenn der neue Saldo nicht von einer magnetisierbaren Schicht od. dgl. auf oder in der Karte selbst genommen wird.
  • Auf jeden der Abfühlmagneten A 1 a 10 bis A 1 a 19 sind zwei Wicklungen aufgebracht, eine für direkte Addition (Wicklungen 1301 bis 1310), endigend in Kontakt 1321, und eine weitere für komplementäre Additionen (Subtraktion), endigend in Kontakt 1322 der Kontaktstücke des Relais 1323.
  • Das Relais 1323 bewirkt die Umschaltung von »Addition« auf »Subtraktion«. Die Kontakte 1311 bis 1320 der Tasten »0« bis »9« der Zehnertastatur sind ebenfalls in der Zeichnung dargestellt (wird an Stelle von direkter Verteilung eine automatische Tabellierung gewünscht, so kann die indirekte Verteilung über den Speicher, wie oben beschrieben, vorgenommen werden). Die Spulen A 1 a 10 bis A 1 a 19 können nur wirksam werden, wenn sie während der Umdrehung über das Relais 1324 mittels dessen Kontakten 1335 und 1337 eingeschaltet werden. Das Relais wird durch justierbare Nocken, z. B. Nocken 1325, gesteuert, die auf der automatischen Schalttafel 1326 angeordnet sind, die in üblicher Weise auf dem beweglichen Teil des Schreibwerkes befestigt ist. Von dieser Schalttafel wird mittels der Nocken in Teil A, z. B. Nocken 1325, bestimmt, in welcher Zahlenstelle der gerade abgefühlte Zählwert verarbeitet werden soll. Wird beispielsweise Nocken »2« wirksam, so wird der Zählwert des Sektors 11 abgefühlt und über die eingeschaltete der Spulen 1301 bis 1310 in Sektor 11 aufgeschrieben (vorletzte Stelle), da nur im Sektor 11 des rotierenden Verteilers 1338 ein Kontakt angebracht ist, der eine Einschaltung des Relais 1324 bewirkt, welches den Umschaltekontakt 1336 auf den Arbeitskontakt 1337 umschaltet.
  • Teil Bi stellt durch die Nocken 1327 fest, in welcher Bahn a, b, c des Speicherwerkes, d. h. zu welchem vertikalen Zählwerk die Zählwerte gerechnet werden, während in Teil B 2 durch die Nocken 1328 markiert wird, ob Addition oder Subtraktion bewirkt werden sollen. Teil Ci steuert durch die Nocken 1329, zu welchem horizontalen Zählwerk die Zählwerte gerechnet werden sollen, während Teil C, mittels der Nocken 1330 kontrolliert, ob in den-Querwerken Additionen oder Subtraktionen bewirkt werden sollen.
  • Entsprechend der Beschreibung der Multiplikationsvorgänge kann die Steuerung dieser Vorgänge von verschiedenen Bahnen des Speichers bewirkt werden, die für diese Marken bestimmt sind und von einer gleitenden Abfühlspulengruppe abgetastet werden.
  • Die Arbeitsweise ist folgende: Die Feldversetzung für Additionen wird hervorgerufen, indem eine der Abf ühlspulen A 1 a 10 bis A 1 a 19 eingeschaltet wird (Wicklungen 1301 bis 1310, Schalter 1311 bis 1320). Die Impulsversetzung wird um den jeweiligen Ab- stand zum Aufzeichenmagneten M1b10 bewirkt, wenn die Ergebniszählwerte niedriger als zehn sind. In diesem Falle wird der Impuls, der in der eingeschalteten der Abfühlspulen 1301 bis 1310 induziert ist, mittels der Pentode 1339 verstärkt und zündet das Gasentladungsrohr 1340. Der durch den Widerstand 1342 bis kurz unter die Zündspannung geladene Kondensator 1341 wird hierdurch kurz entladen. Der am Widerstand 1343 auftretende Spannungsabfall wird der Pentode 1344 als Schirmgitterspannung zugeführt und öffnet diese. Der in diesem Moment mittels des Abfühlmagneten A X 11 I n 19 von Bahn a abgefühlte Impuls wird verstärkt und über die Kontakte x und z des Verteilers 1332 sowie den Aufzeichenmagneten M 1 a 10 aufgeschrieben. Durch die Verwendung der Normalimpulse der Bahn n wird bewirkt, daß selbst bei längsten Additionsreihen keine Verschiebungen der Impulse möglich sind (an Stelle des direkten Schreibens über die Pentode 1344 kann ein Schreiben über ein Gasentladungsrohr ähnlich den Schaltungen der Fig. 6 c und 7 a [Verstärkerkreis »A «] vorgenommen werden). Die Feststellung, daß der resultierende Wert kleiner als zehn ist und das Aufschreiben daher über den Aufzeichenmagneten M 1 a 10 vorgenommen wird, wird automatisch durch den Verteiler 1332 erreicht, durch den während des Durchlaufes der Felder »0« bis »9« des Rotors Kontakte z und x sowie Aufzeichenmagnet M1a10 eingeschaltet sind, und bei den Feldern »10« bis »19« über Kontakte z und y der AufzeichenmagnetMIa0 eingeschaltet ist. So wird durch den Verteiler1332 die »Verminderung um zehn« erreicht. Da Wicklung 1345 des polarisierten Relais 1349 durch eine Sekundärwicklung 1346 der Spule M la 10 erregt wird, was bewirkt, daß das Kontaktstück des polarisierten Relais 1349 gegen deren Kontakt 1333 gelegt wird, werden Aufzeichnungen durch diese Spule keinen Zehner-übertrag bewirken, während nach einem vorhergehenden Aufzeichnen mittels der Spule M la 0 über deren Sekundärwicklung 1348 die Wicklung 1347 des polarisierten Relais erregt ist und der Ankerkontakt des Relais 1349 auf Kontakt 1334 umlegt und so die Einschaltung von Spule »l« vornimmt.
  • So werden in allen Stellen (Sektoren), in denen nicht gerechnet wird, die Zählwertimpulse mit dem gleichen Wert über die Kontakte 1335/1336 und 1349/1333 übertragen, so daß der Abfühlmagnet A la 10 wirksam ist. In dem Sektor, in dem gerechnet wird, wird die direkte oder die komplementäre Addition über die Schalter 1135 bis 1337 und den geschlossenen der Schalter 1311 bis 1320 bewirkt. In der darauffolgenden Stelle wird, wenn die Aufzeichnung über die Aufzeichenspule M la 10 (kein übertrag in die nächste Stelle) bewirkt wurde, die Abfühlung der nächsten Stelle über die Kontakte 1349 und 1333 mit demselben Zählwert bewirkt; wurde die Aufzeichnung dagegen über die Aufzeichenspule M1a0 (mit der Verminderung um zehn) unter Auslösung eines Übertrags zur nächsten Stelle bewirkt, so wurde das Telegraphenrelais 1349 auf den Kontakt 1334 umgeschaltet und eine » 1 « hinzugefügt. In den folgenden Stellen erfolgt die Übertragung unverändert, indem über die Kontakte 1349 und 1333 abgefühlt wird. Wenn der Sektor XII auf dem Umfang des Rotors an den Sektor I anschließt, wird die »flüchtige Eins« in die nächste Umdrehung direkt übertragen. An Stelle von Telegraphenrelais können auch elektronische Relais vorgesehen sein, so daß höchste Leistungen erreicht werden können.
  • Das Aufschreiben der Ergebnisse wird durch eine Schreibeinheit bewirkt, wie sie späterhin dargestellt wird.
  • Im folgenden werden Impulsspeicherrechenwerke mit elektromagnetischer Rechenstelle mit Rechenkörper beschrieben.
  • Das Kreuzungskontaktverfahren ist aus Fig. 19 ersichtlich. Bei ihm erfolgt die Feststellung des Zählwertes der Summe oder der Differenz zweier Zählwerte dadurch, daß die Verbindung zwischen dem Kontakt des einen Zählwertes und dem Kontakt des zweiten Zählwertes über die Spule (oder Kontakte) des Zählwertes der Summe geführt wird. Aus der Figur ist ersichtlich, daß die Verbindung der Kontaktserie »0« des einen Zählwertes (vgl. Fig. 19: 601) zu den Kontakten »0« des anderen Zählwertes (vgl. 613) über eine Wicklung der Spule 607»0« führt, entsprechend »0+0=0«. Entsprechend führt die Verbindung von der Kontaktgruppe602»1« zu der Kontaktgruppe615»2« über die Spule610»3«, entsprechend der Aufgabe » 1 + 2 = 3 «. Die Verbindung der Kontaktgruppe606»6« mit der Gruppe617»4« führt sowohl über die Spule607»O« als auch über die Spule612»Z« für den Zählwertübertrag. Die Kontakte 601 bis 606 bzw. 613 bis 618 können entweder metallische Kontakte sein, die zur Kontaktgabe sich berühren, oder teils metallische, teils elektronische, d. h. Gasentladungsrohre mit mehreren Sonden.
  • Die durch die Spulen 607 bis 611 (bei denen es sich auch um Kontaktserien handeln kann) weitergegebenen Ergebnisse werden im Speicher festgehalten. Dieser ist entweder ein Magnetspeicher in der bereits beschriebenen Form oder ein Glinunspeicher, in dem je Stelle zehn Gasentladungsrohre angeordnet sind, von denen jeweils eines gezündet ist. Die Wiederverwertung des gespeicherten Begriffes erfolgt dabei entweder durch den Spannungsabfall an einem Widerstand im Hauptentladungskreis oder durch die Potentialdifferenz, die an einer Sonde als Anode gegenüber z. B. der Kathode dann entsteht, wenn das Glimmrohr gezündet ist.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, das Ergebnis in einfachen Relaiskontakten, eventuell in Form der Schreibwerkkontakte, wie sie bereits oben vorgeschlagen wurden, zu speichern.
  • Nach dem gleichen Prinzip können Rechenkörper für Multiplikationen aufgebaut sein. Hierbei sind analog die Verbindungen zweier Faktoren über derartige Kreuzungsspulen geführt.
  • Der Nachteil der je Zählstelle mehrfach vorhandenen Kontakte zwecks Vermeidung von Querströmen bei diesem Verfahren mit dem Rechenkörper wird durch die Kreuzspulverfahren vermieden. Mit ihrer Hilfe lassen sich sehr stabile und zuverlässige Werke mt universeller Verwendbarkeit bei geringem Aufwand bauen.
  • Ein solches einfaches Werk für relativ geringe Arbeitsgeschwindigkeiten mit nacheinander erfolgendem Ansprechen des zweiten Zählwertes stellt Fig. 20 dar. Hier läuft bei der ersten Umdrehung das magnetische Joch 733 (das »Null-Joch«) zwischen den Primärspulen 701 bis 709 und den Sekundärspulen 717 bis 726 durch. Diese Umdrehung ist dem Zählwert »0« der einen Zahl zugeordnet. Bei der zweiten Umdrehung geht das um eine Position nach rückwärts versetzte Joch 734 durch diese Spulenpaare. Nach einer weiteren Umdrehung, die dem Zählwert »2« entspricht, Joch 735, dann 736 usw., insgesamt in zehn Umdrehungen zehn gegeneinander jeweils um eine Position versetzte Joche. Durch die Schalter 710 bis 716 (»0« bis »9«), z. B. die Schalter einer Volltastatur, die Zifferntasten einer Schreib- oder Buchungsmaschine usw., wird eine der Primärspulen 702 bis 708 eingeschaltet, welche die Zählwerte »0« bis »9« darstellen (bei Subtraktion die komplementären Werte »9« bis »0«). Diese Stellung der Schalter 710 bis 716 bleibt während zehn Umdrehungen erhalten.
  • Es sei beispielsweise Kontakt 712 geschlossen, d. h. eine »2« eingeschaltet. Wird nun während der ersten Umdrehung, der Null-Umdrehung, das Gasentladungsrohr 727 gezündet, so liegt die Primärspule 704 im Hauptentladungskreis des Gasentladungsrohres 727. Beim Durchlauf des magnetischen Jochs 733 zwischen den magnetischen Polen der Spulen 702 bis 708 entsteht im Impulszeitpunkt »2« (0 + 2 = 2) ein Spannungsstoß im Sekundärkreis der Wicklungen 719 bis 725. Dieser Impuls wird im Speicher, im Ausführungsbeispiel einem Magnetspeicher, mittels einer der Aufzeichenspulen 740, 741, 744 bzw. 745 an geeigneter Stelle festgehalten. Bei geändertem Ausführungsbeispiel kann auch ein elektronischer Speicher, ein Kontaktspeicher od. dgl. Verwendung finden.
  • Ist dagegen bei einem anderen Arbeitsbeispiel an Stelle des Kontaktes 712»2« der Kontakt 715»8« geschlossen, so wird im Impulszeitpunkt »8« ein Spannungsstoß induziert.
  • Bei einer Zündung des Gasentladungsrohres 727 erst während der zweiten Umdrehung, der Umdrehung »l«, wäre beim Einschalten des Kontaktes 712 »2« der Spannungsstoß im Impulszeitpunkt »3 « aufgetreten usw. Es ist ersichtlich, daß dieses Verfahren ähnlich der bereits beschriebenen Impulsverteilverfahren ein Mittel darstellt, einen der Summe der beiden Zählwerte entsprechenden Impuls dann zu erzeugen, wenn das entsprechende Feld des Speichers unter dem Aufzeichenmagneten hindurchläuft.
  • Die Zündung des Gasentladungsrohres 727 während der Umdrehung, die dem einen Zählwert entspricht, bedarf noch der Erläuterung. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird sie bewirkt, indem die magnetischen Joche 733, 734, 735 usw. bei jeder Umdrehung zuerst durch eine vorgelagerte Spulengruppe mit einer Primärwicklung 701, einer Sekundärwicklung 717 mit positivem Wicklungssinn und einer weiteren, 718, mit entgegengesetztemWicklungssinn laufen. Während des Durchlaufes des jeweiligen magnetischen Joches durch die Spulengruppe 701, 717 und 718 ist das Glimmrohr 737 gezündet: Durch einen in der Sekundärwicklung717 induzierten Impuls wird es gezündet und mittels der Sekundärwicklung 718 gelöscht. Beim Durchlauf des Joches 733 ist das Glimmrohr 737 während der Zeit gezündet, in der das Feld des Impulses »0« unter dem Abfühlmagneten 739 durchläuft. Da das Gasentladungsrohr 737 die Pentode 738 nur dann »einschaltet«, wenn es gezündet ist, wird von ihr der im Abfühlmagneten 739 induzierte Spannungsstoß nur dann verstärkt weitergeleitet, wenn er während dieser öffnungszeit erfolgL Das heißt, bei der ersten Umdrehung werden nur Nufl-Impulse weitergeleitet, bei der zweiten Umdrehung Eins-Impulse usw. Es findet hierdurch ein zwangläufiger Vergleich des Ergebnisses von Umdrehungszählungen mit den Werten gespeicherter Impulse statt, und im Falle der Übereinstimmung wird eine Weiterleitung der Impulse bewirkt (über andere Lösungen vgl. die bereits erläuterte Umdrehungszählung bei Multiplikationen).
  • Verstärkte Impulse werden über den Übertrager 728 der Zündelektrode des Gasentladungsrohres 727 zugeführt und zünden dieses Rohr bei »übereinstimmung« vor dem Durchlauf des Joches durch die Spulenpaare 702-719, 703-720, 704-721, 705-722, 706-723, 707-724 und 708-725. Beim Durchlauf des jeweiligen magnetischen Joches durch das Spulenpaar 709-726, d. h. nach Beendigung der Umdrehung, wird das Glimmrohr 727 durch einen entsprechenden Löschimpuls gelöscht.
  • Der in den Sekundärspulen 719 bis 725 erzeugte Impuls wird mittels der Aufzeichenmagneten 740, 741, 744 und 745 festgehalten. Die Auswahl des jeweils wirksam zu machenden Aufzeichenmagneten erfolgt analog dem zu Fig. 9 und 10 beschriebenen Vorgang für die Impulsverteilung bei der Abfühlung. Die Aufzeichenmagneten 744 und 745 sind gegenüber den Aufzeichenmagneten 740 und 741 um zehn Zählwerteinheiten entsprechende Positionen versetzt. Sie dienen der Subtraktion von zehn bei Zählwertsummen gleich oder größer als zehn. Die Umschaltung erfolgt durch eine entsprechende Kontaktanordnung 742.
  • Die Zehner-übertragsfeststellung erfolgt im Ausführungsbeispiel mittels eines polarisierten Relais 743, das sich bei einem positiven Impuls auf eine Kontaktlage einstellt und bei einem negativen Impuls auf die andere Kontaktstellung umlegt. Es dient als Steuerrelais. Positive Impulse werden den Wicklungen dieses Relais bei der Aufzeichnung der jeweiligen Zählwert-Summenimpulse durch die Aufzeichenmagneten 740 oder 741 zugeführt, negative Impulse dagegen bei der Aufzeichnung durch die Aufzeichenmagneten 744 und 745. Das eigentliche Zehner-übertragsrelais nimmt dann in dem Augenblick die entsprechende zugehörige Lage ein, indem der Arbeitskontakt 730 geschlossen wird. Liegt der Anker 746 des Steuerrelais 743 in der oberen, d. h. der Zehner-ÜbertragssteHung, so wird das Relais 729 erregt. Es hält sich über seinen Kontakt 731 so lange, bis der Haltestromkreis durch das Öffnen des Ruhekontaktes 747 aufgebrochen wird. Über den Umschaltkontakt 732 des gleichen Relais 729 erfolgt dann die Umschaltung auf die Aufzeichenmagneten 740 und 744 für einen Zehner-übertrag, während in der Ruhelage des Kontaktes 732 die aufzuzeichnenden Impulse auf die Aufzeichenmagneten 741 bzw. 745 geleitet werden. Von jeder dieser Gruppen von Aufzeichenmagneten wird, wie erwähnt, vermittels der Schalteranordnung 742 nur jeweils einer wirksam.
  • An Stelle der Kontaktumschaltung können für trägheitsloses Arbeiten auch trägheitslose Schalter wie Glimmröhren, Gasentladungsrohre usw. treten.
  • Der Nachteil des dargestellten Verfahrens besteht darin, daß es zehn »Umdrehungen« für einen Rechenvorgang benötigt, was bei höheren Umdrehungszahlen für übliche Rechenvorgänge noch durchaus tragbar erscheint. Leistungsfähigere Verfahren lassen sich bei dem an Hand dieses Ausführungsbeispiels dargestellten Kreuzungsmagnetspulverfahren erreichen, wenn für jedes magnetische Joch ein Spulenkranz vorgesehen ist, so daß der zweite Zählwert jeweils gleichzeitig eingeschaltet ist. Es ergeben sich dann Ausführungen wie die Ausführungsbeispiele der Fig. 21 und 22.
  • Abweichend von der Darstellung der Fig. 20 ist in Fig. 21 für jedes der magnetischen Joche 809, 810, 811, 812, 813 usw. eine eigene Spulenbahn 825 bis 835, 842, 836 und 837, 843, 838 und 839, 844, 840 und 841 usw. vorgesehen. Innerhalb jeder Spulenbahn ist dabei gleichzeitig noch eine Trennung der Sekundärspulen vorgenommen, und zwar sind innerhalb des Bereiches des magnetischen Joches 810 die Sekundärspulen in Gruppen 836 und 837 aufgedreht, im Bereiche des magnetischen Joches 811 nach 839 und 838 usw.
  • Während bei Fig. 20 die magnetischen Joche gegenüber dem Spulenkranz seitlich verschoben wurden, so daß bei der ersten »Umdrehung« zunächst das magnetische Joch 733 durch die magnetischen Felder der Spulen lief, Joch 734 bei der zweiten »Umdrehung«, Joch 735 bei der dritten usw., so fällt diese seitwärtige Versetzung bei dem Verfahren gemäß Fig. 21 fort. Während bei Fig. 20 das Gasentladungsrohr 727, mit dessen Hilfe die Erregung der Spule vorgenommen wurde, nur während einer Umdrehung gezündet war, während der restlichen jedoch gelöscht blieb, ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 21 bei jeder Umdrehung eines der Gasentladungsrohre 820, 821, 822, 823, 824 usw. gezündet. Diese Gasentladungsrohre nehmen in der gleichen Weise wie das Gasentladungsrohr 727 in Fig. 20 die Erregung der zugeordneten Spulenkränze vor.
  • Der Unterschied besteht also darin, daß jedem Zählwert ein Gasentladungsrohr und damit einer der Spulenkränze 825 bis 845 »0« bis »9« zugeordnet ist. Soll beispielsweise zu einer Ziffer »6« in der letzten Stelle der Volltastatur 801 in Fig. 21 der Wert »0« addiert werden, so wird das Gasentladungsrohr 820 gezündet. Hierdurch wird die Primärspule 831, die dem Wert »6« zugeordnet ist, erregt. Läuft an dieser Stelle das magnetische Joch 809 durch, so wird in den Sekundärspulen 835, die sämtlich hintereinandergeschaltet sind, in dem Augenblick ein Spannungsstoß induziert, in dem sich unter dem Aufzeichenmagneten 849 das Speicherfeld befindet, das der Zählwertsumme » 6 + 0 6 « entspricht. Wäre hingegen als Beispiel »6+1 zu rechnen gewesen, so wäre an Stelle des Gasentladungsrohres 820 Gasentladungsrohr 821 zu zünden gewesen. Da das magnetische Joch 810 um eine Zählwerteinheit gegenüber dem Joch 809 versetzt ist, wäre durch den Aufzeichenmagneten 849 die Zählwertsumme »7« im Speicher festgehalten worden.
  • Die Zündung der Gasentladungsrohre 820 bis 824 erfolgt vermittels des oberen Spulenkranzes 808, 814 bis 819 und des magnetischen Joches 809. Wird von den Abfühlmagneten 802 oder 803 dem Gitter der Pentode 805 ein beim Darunterhinweggleiten der entsprechenden Speicherstelle induzierter Spannungsstoß zugeführt und verstärkt, so wird hierdurch über das Kopplungsglied 806 das Gasentladungsrohr 807 gezündet, das mit dem Kondensator 851 und dem Widerstand 852 eine Kippschaltung bildet. Der Kondensator ist dabei bis dicht unter die Zündspannung vorgespannt. Bei eingetretener Zündung entlädt er sich über die Hauptentladungsstrecke des Gasentladungsrohres 807 und die Primärspulen 808 des Spulenkranzes. Dadurch wird in dem Augenblick, in dem der den Zählwert der einen Zahl im Speicher darstellende Impuls unter dem Abfühlmagneten 802 bzw. 803 hindurchläuft, in den Spulen 808 ein starker Stromfluß bewirkt, der über das magnetische Joch 809 nur derjenigen der Sekundärspulen zugeführt wird, an deren Stelle sich das Joch 809 gerade befindet, d. h., der diesem Zählwert zugeordneten Spule, beispielsweise Spule 814 im Falle des Zählwertes »0«, 815 im Falle des Zählwertes » 1 « usw. Da der eine Ausgang der Sekundärwicklungen mit den Kathoden der Gasentladungsrohre 820 bis 824, der andere Ausgang der Spule 814 n-üt der Zündelektrode des Rohres 820, der Spule 815 mit der Zündelektrode des Rohres 821 verbunden ist usw., wird jeweils dasjenige Gasentladungsrohr gezündet, dessen Zählwertimpuls unter den Abfühlmagneten 802 bzw. 803 hindurchlief.
  • Damit ist der eigentliche Additionsvorgang (Verstärkerkreis »A «) beendet. Die Anordnung des Spulenkranzes gestattet gleichzeitig die Feststellung, ob die Summe der beiden Zählwerte kleiner als die Zahl zehn ist oder ob sie gleich bzw. größer als zehn ist. Hierzu sind die Sekundärspulen in Spulengruppen 836, 837, 838, 839, 840, 841 usw. aufgetrennt. In der Bahn des magnetischen Joches 809, der Bahn »0«, ist eine derartige Auftrennung der Sekundärspulen 835 nicht vorgesehen, da für einen Summanden »0« als höchste Zählwertsumme der betreffenden Stelle stets nur ein Wert kleiner als zehn auftreten kann. In der nächsten Reihe, der Reihe »l« des magnetischen Joches 810 ist hingegen die letzte Spule 836 abgetrennt, da für sie » 9 + 1 = 10 « ist. Entsprechend sind in der Bahn »2« des magnetischen Joches 811 die beiden letzten Spulen für die Summen »8+2 = 10« und »9 + 2 = 11 « als Spulengruppe 839 abgetrennt.
  • Die Subtraktion von zehn in den Fällen, in denen die Summe der Zählwerte der betreffenden Stelle den Wert zehn überschreitet, wird beim vorliegenden Ausführungsbeispiel mittels der abgetrennten Spulengruppen bewirkt, indem in den Sekundärwicklungen induzierte Impulse für Zählwerte kleiner als zehn dem Gasentladungsrohr 846, dagegen Impulse für Zählwerte gleich oder größer als zehn dem Gasentladungsrohr 847 zugeleitet werden. Beide Gasentladungsrohre liegen in je einem Kippkreis, der bis kurz unterhalb der Zündspannung vorgespannt ist. Beim Eintreffen des Zählwertsummenimpulses wird über Gasentladungsrehr 846 und Aufzeichenmagneten 849 der Kondensator 853 oder über Gasentladungsrohr 847 und Aufzeichenmagneten 850 der Kondensator 854 entladen. Hierbei entsteht eine flankensteile Impulsmarkier-ung für die Zählwertsumme im Speicher für den bereits gegebenenfalls um zehn berichtigten Zählwert, da der Aufzeichenmagnet 849 von dem Aufzeichenmagneten 850 stellungsmäßig um zehn Zählwerteinheiten entfernt angeordnet ist. In Abhängigkeit davon, ob durch den Impuls der Aufzeichenmagnet 849 oder der Aufzeichenmagnet 850 erregt wurde, wird entweder die eine oder die andere, gegensinnig wirkende Wicklung des Relais 884 erregt. Solange die Impulse durch den Aufzeichenmagneten 849 aufgezeichnet werden, legt der Anker 804 dieses Relais den Abfühlmagneten 802 an das Gitter der Pentode 805. Erfolgt hingegen die Festhaltung des Impulses durch den Aufzeichenmagneten.850, weil die Zählwertsumme gleich oder größer als zehn ist, so wird der Abfühlmagnet 803 durch den Anker 804 des Relais 848 mit dem Gitter der Pentode 805 verbunden. Durchläuft das magnetische Joch 809 zu Beginn des Rechenvorganges der nächsten Zahlenstelle die Spulen 808 und 814 bis 819, so wird in den Fällen, in denen die Abfühlung über den Abfühlmagneten 803 erfolgt, die um eine Zählwerteinheit höhere der Spulen 814 bis 819 erregt und damit das um eine Einheit »höhere« Gasentladungsrohr der Gasentladungsrohre 820 bis 824 gezündet. Damit ist der Zählwertübertrag in die nächste Stelle bewirkt.
  • Sollen höhere Geschwindigkeiten erreicht werden, so wird wiederum das polarisierte Relais 848 durch ein elektronisches Relais ersetzt.
  • Fig. 22 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines nach dem Kreuzungs-Magnetspul-Verfahren arbeitenden, mittels einer Zehnertastatur gesteuerten Rechenwerkes, bei dem Multiplikation, Division, Abrundung und Kommasetzung vorgesehen sind.
  • In der Darstellung der Fig. 22 entsprechen die Gasentladungsrohre 940 den Gasentladungsrohren 820 usf. der Fig. 21. Die Wicklungen 842 in Fig. 21 entsprechen den Wicklungen 917 in Fig. 22, die Wicklungen 836 und 837 der Fig. 21 den Wicklungen 918 und 919 der Fig. 22. An die Stelle der unmittelbaren Anschaltung der Volltastatur 801 an die Spulen 825 bis 834 usw. und 842 bis 845 tritt die Erregung entsprechender getrennter Spulen durch die Glimmlampen 941-0 bis 941-9, die gleichfalls je Zählwert vorgesehen sind. Hierdurch tritt an der Kreuzungsstelle der beiden Wicklungsreihen in einer Spule ein doppelt so starkes magnetisches Feld auf. Durch eine entgegengesetzte feste magnetische Vorspannung über eine weitere Wicklung ist erreicht, daß nur dann ein positives magnetisches Feld entsteht, das beim Durchschneiden von magnetischen Jochen wirksam wird, wenn sowohl eine Erregung des dem einen Zählwert zugeordneten der Gasentladungsrohre 940-0 bis 940-9 als auch gleichzeitig eine Erregung des dem zweiten Zählwert zugeordneten der Gasentladungsrohre 941-0 bis 941-9 auftritt, d. h. in der Spule des Kreuzungspunktes. An die Stelle des einen magnetischen Joches innerhalb einer Bahn, wie in Fig. 21, sind in Fig. 22 zwanzig Zacken 916 als magnetische Joche getreten. Die größere Zahl der Zacken je Bahn ist vorgesehen, da auch auf dem Umfange des Speichers Raum für zwanzig Zählwerkstellen vorgesehen ist. Durch ungleichzahlige Teilung zwischen Stator und Rotor wird dabei gleichzeitig erreicht, daß trotz großer gegenseitiger Abstände der einzelnen Magnetspulen des Verteilers die Impulse im Speicher außerordentlich dicht nebeneinander angeordnet werden können.
  • Der Aufzeichnungskippkreis 847 und 850 der Fig. 21 entspricht dem Aufzeichnungskippkreis 927 der Fig. 22. Ebenso entspricht der Aufzeichnungskippkreis 846, 849 der Fig. 21 dem Aufzeichnungskippkreis 926 der Fig. 22. Die Funktionen stimmen völlig überein: Der Kippkreis 926 der Fig. 22 wird wirksam, wenn die Zählwertsumme der betreffenden Stelle kleiner als zehn ist, und der Kippkreis 927, wenn diese Summe gleich oder größer als zehn ist. An die Stelle des polarisierten Relais 848 in Fig. 21 ist in Fig. 22 das Elektronenrelais 913, 914 mit zugeordnetem Gasentladungsrohr 950 getreten. Dieses Rohr wird jeweils erregt, wenn kein Zehner-Übertrag stattfinden soll. Die Erregung erfolgt über den im Kippkreis des Gasentladungsrohres 926 liegenden Übertrager 904 bei dessen Zündung. Nach Zündung des Gasentladungsrohres 950 erhält das Schirmgitter der Pentode 913 positive Spannung und dieses Rohr wird »geöffnet«. Gleichzeitig wird die Pentode 914 durch negative Vorspannung des Bremsgitters geschlossen. Läuft nun in Bahn a unter dem eingeschalteten der Abfühlmagneten ein Zählwertimpuls hindurch, so wird damit im gleichen Zeitpunkt über den Übertrager 907 der linke Spulenkranz 902 in der Bahn »0« des Zackenverteilers 916 erregt. Hierdurch wird mittels bereits zur Fig. 21 erläuterter Vorgänge dasjenige der Gasentladungsrohre 940-0 bis 940-9 gezündet, das dem abgefühlten Zählwert entspricht.
  • Soll hingegen an dieser Stelle ein Zehner-übertrag stattfinden, weil in der vorhergehenden Zahlenstelle die Zählwertsumme größer oder gleich zehn war, so erfolgte in der vorhergehenden Stelle die Niederschrift des Ergebnisses über den Kippkreis des Gasentladungsrohres 927. Hierdurch wurde gleichzeitig über den übertrager 905 ein negativer Stromstoß auf das Gasentladungsrohr 950 des Elektronenrelais bewirkt, der diesen Gasentladungsschalter durch Senkung der Brennspannung unter die Löschspannung löschte. Hierdurch wurde die Pentode 913 »geschlossen«, die Pentode 914 hingegen »geöffnet«. Der nächste Zählwertimpuls der Bahn a wird daher über die Pentode 914 und den übertrager 908 mittels des zugeordneten Gasentladungsrohres 954 im rechten Spulenkranz 903, d. h. in der Bahn » 1 « des Zackenverteilers 916 wirksam. In bereits dargestellter Weise erfolgt hierdurch zwangläufig die Zündung desjenigen der Gasentladungsrohre 940-0 bis 940-9, das der Summe des Zählwertes der Bahn a, um den Wert » 1 « erhöht, entspricht. Hierdurch erfolgt wiederum gemäß Fig. 21 in bekannter Weise die Aufzeichnung der Summe der beiden Zählwerte über einen der beiden Kippkreise 926 bzw. 927, je nachdem, ob die neue Zählwertsumme kleiner als zehn oder gleich bzw. größer als zehn ist. Der Additionsvorgang ist damit abgeschlossen. Der Subtraktionsvorgang erfolgt analog; in diesem Falle ist jedoch der Schalter »Addition-Subtraktion« 972 von »A « auf »S« gelegt. Die üb- rigen, in der Fig. 22 dargestellten Schaltmittel gelten den Multiplikationsvorgängen, der automatischen Abrundung, der selbsttätigen »Tabulatoreinstellung« und der Kommasetzung.
  • Zunächst seien die Vorgänge der Multiplikation dargestellt, die wiederum wie bei Multiplikationsvorgang nach Fig. 8 durch wiederholte Addition und eine Stellenversetzung nach je zehn »Umdrehungen« vorgenommen wird. Ähnlich, wie es bereits zu Fig. 8 beschrieben wurde, wird durch einen trägheitsarmen Schalter bewirkt, daß die wiederholte Addition innerhalb einer Stellenversetzung nur während so vieler »Umdrehungen« erfolgt, wie es der betreffenden Stelle des Multiplikators entspricht. Im Ausführungsbeispiel sind als Teile dieses trägheitslosen Schalters die Gasentladungsrohre 973-0 bis 973-9 mit den Spulen 959 und 958-0 bis 958-9 sowie das magnetische Joch 957 eines Verteilers vorgesehen. Während der eine Faktor durch die Zehnertastatur 931 in Bahn c aufgenommen wurde (diese Bahn c kann auch außerhalb des eigentlichen Rechenwerkes vorgesehen sein und z. B. auf dem Aufnahmespeicher liegen), wird der andere Faktor, der die Anzahl der »Umdrehungen« kontrolliert, in Bahn d aufgenommen (die ebenfalls wieder an einer vom Rechenwerk getrennten Stelle liegen kann).
  • Das Einspielen der Zählwertimpulse über die Zehnertastatur über die Bahnen c und d wird weiter unten beschrieben. Hier sei zunächst davon ausgegangen, daß die Impulse bereits in richtiger Stellenanordnung auf einem Speicher aufgezeichnet sind. Wenn nun der Impuls in Bahn d unter dem eingeschalteten der Abfühlmagnete 962 durchwandert, wird über das Gasentladungsrohr 974 und die Verteileranordnung 975, 976 dasjenige der Gasentladungsrohre 973-0 bis 973-9 gezündet, das dem Felde des abgefühlten Zählwertes entspricht. So wird beispielsweise beim Ausmultiplizieren der als Rechenbeispiel gewählten Aufgabe »69 - 28« entsprechend dem Impuls »9« des ersten Sektors das Gasentladungsrohr 973-9 gezündet (letzte Stelle des ersten Sektors des Multiplikators 69). Diese Zündung wird bewirkt von dem eingeschalteten der Abfühlmagneten 962 über den Transformator 910, die Pentode 912, den Transformator 906, das bereits erwähnte Gasentladungsrohr 974 und über den Verteiler 916 mit seinem linken Spulenkranz mit Primärwicklungen 975 und Sekundärwicklungen 976.
  • Das gezündete der Entladungsrelais 973 bleibt während zehn Umdrehungen gezündet und wird erst im Anschluß an die zehn Umdrehungen mittels eines in der Löschimpulsspule 977 induzierten Impulses gelöscht. Der Zackenverteiler 957 ist Bestandteil der einen Scheibe des Umdrehungszählers und wird daher jeweils nach einer Umdrehung um eine Stelle weitergeschaltet, d. h. von einer der Primärspulen in den Hauptentladungskreisen 973 zur nächsten weiterbewegt. In den Sekundärspulen 959, welche in Reihe geschaltet sind, wird daher beim gewählten Arbeitsbeispiel »69 -28« nach neun Umdrehungen entsprechend der letzten Ziffer des Faktors »69« ein Impuls erzeugt, wenn die Zacke 957 durch das Feld der Primärspule 958-9 tritt, da bei diesem Beispiel das Gasentladungsrohr 973-9 gezündet war. über den Transformator 911 wird hierdurch die Röhre 934 gelöscht und die Pentode 933 »geschlossen«. Diese Röhre 934 wird in regelmäßigen Zeitabständen, und zwar im Null-Zeitpunkt, über den Transformator 935 gezündet. Gelöscht wird sie während des Arbeitsablaufes über den Transformator 911 in dem Augenblick, in dem die Zacke 957 durch das Spulenfeld der der gezündeten der Gasentladungsröhren 973 zugeordneten Primärspule 958 tritt. Die Pentode 933 ist deshalb nur während solcher Umdrehungen »geöffnet«, während derer die wiederholte Addition durchgeführt wird. Gleichzeitig erregt das Gasentladungsrohr 934 die Wicklung 960 des Löschmagneten der Bahn a. Diese Wicklung kann derart ausgebildet sein, daß bereits ihr ohmscher Widerstand den Spannungsabfall liefert, der, dem Schirmgitter der Pentode 933 zugeführt, diese »öffnet«. So kann weder eine Änderung der Werte auf Bahn a noch ein Löschen erfolgen, wenn die Pentode 933 »geschlossen« ist. Eine Addition kann dagegen nur während der öffnungszeit dieser Pentode stattfinden, da letztere die Impulse der Zählwerte des Multiplikanden (»28« in diesem Beispiel) der Bahn c verstärkt, aufgenommen durch den eingeschalteten der Abfühlmagneten 982-1 bis 982-X, und sie auf das entsprechende der Gasentladungsrohre 941-0 bis 941-9 über den Primärwicklungen 962, Sekundärwicklungen 963 und Joche 978 aufweisenden Entladungsverteiler gibt. Gesteuert wird die Primärwicklung 962 über den Transformator 964 und das Gasentladungsrohr 965.
  • Dieser Ein- und Ausschaltvorgang kann auch mit dem in Fig. 20 behandelten Auswahlvorgang der Umdrehungszählung vorgenommen werden. In einem solchen Falle ist dann an Stelle der zehn Gasentladungsrohre 973 nur ein einziges Gasentladungsrohr erforderlich, und die Umdrebungszählung wird mittels mechanischer Zackenverschiebung bewirkt. - Eine weitere Lösung der gleichen Aufgabe stellt ein Abfühlmagnet dar, der kontinuierlich oder schrittweise längs einer Trommel geführt wird, auf der je- weils in der der »Umdrehung« entsprechenden »Reihe« ein Impuls festgehalten ist.
  • Die Stellenversetzung nach zehn Umdrehungen ist in der Fig. 22 der Anschaulichkeit wegen mittels eines Kontaktverteilers 920 bewirkt, der nach je zehn Umdrehungen um einen Abfühlmagneten weiterschaltet. Dieser Kontaktverteiler 920 schaltet von der ersten Abfühlspule 966-1 in Sektor 1 des Stators während der ersten zehn Umdrehungen für die folgenden zehn Umdrehungen auf den nächsten Abfühlmagneten 966-11 des Stators um. Hierdurch wird eine Versetzung um eine Zahlenstelle zwischen Stator und Rotor bewirkt. - Die Weiterschaltung kann rein mechanisch zwangläufig nach je zehn Umdrehungen bewirkt werden. An Stelle des Kontaktverteilers kann auch die in Fig. 8 mit Ziffern 533, 534 usw. bezeichnete Anordnung zur kontaktlosen Stellenversetzung treten. Da im Ausführungsbeispiel der Fig. 22 die Schaltfrequenz jedoch relativ niedrig ist, erscheint im vorliegenden Fall eine trägheitslose Ausführung nicht erforderlich.
  • Der Divisionsvorgang unterscheidet sich von dem der Multiplikation nicht wesentlich. Ähnlich, wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 beschrieben, wird der Dividend durch einen Additionsvorgang in die Bahn a eingespielt. Während neun Umdrehungen, die durch einen Schalter gesteuert werden, werden Kornplementärspulen erregt, die eine wiederholte komplementäre Addition bewirken. Erfolgt in der letzten Zahlenstelle kein übertrag der »flüchtigen Eins«, so wird die Pentode 933 durch das Gasentladungsrohr 934 gesperrt und damit der Subtraktionsvorgang während der nächsten Umdrehungen unterdrückt. Hierdurch wird entsprechend der Stellung des magnetischen Joches die Zündung des entsprechenden der Gasentladungsrohre 973 bewirkt, und mittels des Verteilerkreises 962, 963 und mit Hilfe des links dargestellten Spulenkranzes 902 (»0«-Spulen) wird der Quotient auf der Bahn d über den Verteiler 916 und Entladungskreis 926 sowie Schalter 928 in Stellung »Division« festgehalten. Die Quotienten können daher unmittelbar wiederum, beispielsweise als Faktor, weiterverarbeitet werden. Entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 (Position 559) wird die zehnte »Umdrehung« selbsttätig als Additionsspiel (Fig. 22, Schalter 972) wirksam.
  • Soll eine Abrundung nach einer vorbestimmten Anzahl von Zahlenstellen bewirkt werden, so wird die vorhergehende Stelle voreingestellt und der Wert dieser Stelle durch Addition des Wertes »5« aufgerundet. Die Umschaltung wird mittels des Relais 922 bewirkt, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel über das im Schalter 979 gesetzte Schaltstück 980 erregt wird. Das Relais 922 setzt mittels seines Umschalters 938 unmittelbar das Gasentladungsrohr 970 in Tätigkeit, welches dem Spulenkranz 971 für den Abrundungswert »5« zugeordnet ist.
  • Die stellenrichtige Tabulation erfolgt mittels der Aufzeichen- und Abfühlmagneten 961 und 982, mittels des Schalters 930, des Schrittschaltrelais 932 mit Wicklung 983 und der Zehnertastatur 931.
  • Beim Niederdrücken einer Taste der Tastatur wird jeweils das Gasentladungsrelais der Reihe 941-0 bis 941-9 gezündet, daß dem Zählwert der in der Tastatur gedrückten Taste entspricht. Gleichzeitig wird die Zündung des Gasentladungsrohres »0« 940-0 bewirkt. Wie bereits erläutert, wird, wenn beispielsweise die Zählwerttaste »3« gedrückt wurde, der Additionsvorgang »0+3 = 3« durchgeführt und über den Entladungskreis 726 der Ergebnisimpuls mit dem Wert »3« aufgeschrieben.
  • In der mittleren Stellung»K« des Schalters928 und der Stellung»K« des Schalters930 werden die aufzuzeichnenden Impulse nicht dem Aufzeichenmagneten der Bahn b, sondern demjenigen der Aufzeichenmagneten 961 der Bahn c zugeführt, welcher durch das Schrittschaltrelais 932 eingeschaltet ist. Gleichzeitig wird das Schrittschaltrelais vern-üttels seiner Relaisspule 983 um einen Schritt in Richtung des Pfeiles 929 weitergeschaltet. Dies hat zur Folge, daß das Ergebnis der nächsten Addition (z. B. eine »6« als Ergebnis von »0+6«, wenn die Taste »6« gedrückt wurde) dem nächsten der Aufzeichenmagneten, dem Magnet 961-11 über Schaltstellung 932-11 zugeführt wird.
  • Die stellenrichtige Weiterverarbeitung der Ziffern erfolgt nach Umlegen des Schalters 930 von Schaltstellung >X« auf Schaltstellung »W« (Arbeit). Hierdurch ist die zuletzt über den Kontakt 981 des Schrittschaltrelais 932 eingeschaltete der Abfühlspulen 982 der Bahn c angeschaltet und hat damit hinsichtlich der Zahlenstellen die Bedeutung der Null-Lage übernommen. Die in Bahn c gespeicherten Werte befinden sich damit in bezug auf diesen Abfühlmagneten in stellenrichtiger Abfühllage. Die Weiterverarbeitung erfolgt in der bereits bekannten Form.
  • Für die Zwecke der Multiplikation sind im Ausführungsbeispiel nach Fig. 22 für beide Faktoren getrennte Aufnahmebahnen c und d vorgesehen. Hierdurch ist eine universelle Ausnutzung des Rechenwerkes möglich. An Stelle getrennter Bahnen c und d kann, wie bereits oben erwähnt, die Speicherung auf nur einer Bahn mit versetzter Anordnung innerhalb der Stellen erfolgen.
  • Wird innerhalb der Zehnertastatur eine Kommataste vorgesehen, so kann an der beim Drücken der Kommataste durch die Stellung des Schrittschaltrelais 932 angegebenen Stelle eine Speichermarkierung für das Komma bewirkt werden, ohne daß eine Weiterschaltung des Schrittschaltrelais um eine Stelle durch diesen Tastendruck ausgelöst wird. Hierdurch kann der Kommaimpuls im Sichtwerk angezeigt werden. Zweckmäßig sind hierfür in der Mitte zwischen den Reihen der Ziffern 0 bis 9 in der Sichtscheibe entsprechende Kommas vorgesehen.
  • Durch entsprechende Umsetzung kann die Auswertung auch bei der Niederschrift erfolgen. Soll auch beispielsweise im Ergebnis einer Multiplikation die Kommastellung selbsttätig ermittelt werden, so wird zweckmäßig ein weiteres, in der Figur nicht dargestelltes Schrittschaltrelais vorgesehen, das erst dann durch den Tastendruck der Tastatur 931 erregt wird, wenn vorher die Kommataste gedrückt war. Hierdurch nimmt das Relais diejenige Schrittstellung ein, die sich aus der Summe der Tastendrucke nach dem Betätigen der Kommatasten, d. h. aus der Anzahl der Stellen nach dem Komma beider Faktoren, ergibt. Diese Stellung dient als Markierung der Kommastellung des Ergebnisses im Speicher. In gleicher Weise bewirkt der Schrittschalter 932/929 die Kommasetzung der beiden Faktoren im Speicher.
  • Die Kommafesthaltung des Quotienten kann ebenfalls über das Schrittschaltrelais erfolgen. Sind Dividend und Divisor bei der Eintastung von Hand oder selbsttätig auf die gleiche Stellenzahl nach dem Komma abgeglichen worden, so wird das Schrittschaltrelais jeweils nach zehn »Umdrehungen« um eine Stelle zurückgeschaltet. Beim Erreichen der Ausgangsstellung wird der Kommaimpuls ausgelöst, der an der Stelle festgehalten wird, die sich aus der jeweiligen Stellung des Verteilers 921 ergibt.
  • Soll als weitere Variante die Abrundung in Ab- hängigkeit von der Kommastellung vorgenommen werden, so wird die Zuleitung des Abrundungsrelais 922/938 über das Schrittschaltrelais der Kommastellung geführt, so daß eine unmittelbare Abhängigkeit erhalten wird.
  • Auch beim vorliegenden Ausführungsbeispiel können die Ergebnisse mittels einer stroboskopischen Scheibe angezeigt werden. über eine Drittwicklung des Übertragers 905 und den Schalter 942 kann das Leuchtimpulsrohr 943 dem Kippkreis 926 zugeordnet werden, so daß es von diesem unmittelbar die für die Anzeige erforderlichen stroboskopischen Lichtblitze erhält, Das »Ausschreiben« der Ergebnisse erfolgt mittels des Gasentladungs-Relaissatzes 973, der jeweils diejenige Wicklung des Umsetzers des Schreibwerkes erregt, die der betreffenden Ziffer zugeordnet ist. Dieser Umsetzer ist später gesondert behandelt. Die Umsetzerwicklungen, beispielsweise entsprechend Fig. 13, können direkt durch die Gasentladungsrohre 973-0 bis 973-9 erregt werden.
  • An Stelle der Zuführung der Zählwertimpulse durch die Bahnen c und d kann ihre Zuführung auch über eine Volltastatur entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig. 8 erfolgen. Ist auch hier beabsichtigt, die Kommasetzung selbsttätig zu bewirken, so werden an Stelle einer Kommataste Kommaleisten vorgesehen, die zwischen den senkrechten Reihen der Tasten der Volltastatur angeordnet sind und dort umgelegt werden, wo das Komma eingetastet werden soll. Hierdurch wird an der umgelegten Stelle eine Kontaktgabe bewirkt. Das obenerwähnte Schrittschaltrelais schaltet sich, von hinten beginnend, schrittweise so lange weiter, bis es durch den Kontakt der umgelegten Kommaleiste stillgesetzt wird. Hierdurch kann es in gleicher Weise Verwendung finden, wie oben bei der Zehnertastatur bereits dargestellt.
  • Das Impulsspeicherrechnen kann analog dem Rechnen mittels elektromagnetischer Impulsverteilung oder elektromagnetischer Rechenkörper auch durch rein elektronische Mittel bewirkt werden. Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele für mit elektronischen Rechenstellen arbeitende Rechen- 9 werke dargestellt, welche hauptsächlich in der Art der Impulsspeicherung differieren. Bei der ersten Anordnung ist eine elektrostatische Speicherung vorgesehen, während bei dem zweiten Gerät die Speicherung elektromagnetisch, die Rechenoperation dagegen auf rein elektronischem Wege bewirkt wird.
  • Das Schaltbild der gesamten elektronischen Anordnung des Impulsspeicherrechenwerkes mit elektronischer Rechenstelle und einer elektronischen Speichereinrichtung ist in Fig. 24 gezeigt. Sie arbeitet, wenn gewünscht, mit Einzelteilen, die praktisch keine Verzögerung besitzen. Die Anordnung weist als wesentlichen Bestandteil das Kathodenstrahlrohr 1786 mit zwei Systemen von Ablenkplatten DP 1, DP 2 und DP3, DP4 auf. Innerhalb dieses Kathodenstrahlrohres befindet sich ein besonderer Schirm 1788, der mit einer Spezialschicht belegt ist. Diese Schicht bewirkt, sobald sie von einem darüberlaufenden Kathodenstrahl getroffen wird, eine Emission von Sekundärelektronen an den besonders markierten Punkten (vgl. die gesondert dargestellte Aufsicht auf den Schirm 1788). Dieses Kathodenstrahlrohr 1786 hat die Aufgabe, in einer Vielzahl von Stellen zu rechnen und zu speichern sowie eine Impulsschlüsselung vorzunehmen, d. h. gespeicherte Impulse in Impulsfolgen aufzulösen, welche ihrerseits als gekodete Buchstabentypen zum Schreiben und zur Sichtbärmachung benutzt werden können.
  • Auch das weitere Kathodenstrahlrohr 1789 verfügt über zwei Systeme von Ablenkplatten DP5, DP6 und DP7, DP8. Es ist ebenfalls mit einem Spezialschirm 1791 versehen (vgl. gesonderte Darstellung), der mit einer Schicht bedeckt ist, die Sekundärelektronen aussendet, wenn bestimmte Punkte dieser Schicht von einem darüberlaufenden Kathodenstrahl getroffen werden. Während die Anordnung der Ablenkplatten DP5, DP6 auf Grund zweier sinusförrniger Ablenkspannungen, deren Phasen gegeneinander um 901 verschoben sind, ein Rotieren des zugeordneten Kathodenstrahles über den Schirm 1791 bewirkt, steuern die Ablenkplatten DP 7, DP 8 einen zweiten Kathodenstrahl, der über den Schichtteil 1792 läuft. Dieses zweite Kathodenstrahlrohr 1789 hat die Aufgabe, die auf dem Schirm 1788 gespeicherten Impulse in die Schaltvorgänge umzusetzen, welche den in Frage kommenden Impulsen zugeordnet sind, beispielsweise für die Zwecke des Schreibens od. dgl. Weiterhin bewirkt dieser Kathodenstrahlverteiler 1789 die zeitliche Steuerung des gesamten Rechenvorganges der Recheneinheit.
  • Die zu verrechnenden Impulse werden dem Band 1797 entnommen; für die Abfühlung sind die drei Abf ühlköpfe A 1 f 1, A 1 g 1 und A 1 h 1 vorgesehen; das Aufzeichnen der Ergebnisse kann gleicherweise auf einem Band 1798 mit Hilfe der Aufzeichenköpfe Mlfl, MIgl und Mlhl bewirkt werden. Als Bänder können magnetisierbare Bänder oder aber auch optische Bänder vorgesehen sein; im Ausführungsbeispiel wird Abfühlung und Aufzeichnung mittels magnetisierbarer Bänder beschrieben. Das Ergebnis kann auch direkt dem Schreib- oder Anzeigewerk zugeführt werden. Das Rechnen wird mittels Gruppen von Elektronenröhren und Gasentladungsröhren bewirkt, welche in dem unteren Teil der Fig. 24 dargestellt sind. Mit der dort gezeigten, verhältnismäßig geringen Anzahl von Elektronenröhren kann ein nahezu trägheitsloses Rechnen in mehr als 4000 Stellen gleichzeitig vorgenommen werden. Werden bei einem abgeänderten Ausführungsbeispiel an Stelle der Gasentladungsrohre elektronische Relais, beispielsweise gemäß dem Schaltbild der Fig. 6c (1110, 1155, 1156) vorgesehen, so ist die Leistung der Anordnung im wesentlichen durch die Verzögerung der Aufzeichenniittel (Aufschreiben auf magnetisches oder optisches Band oder mit Hilfe des Schreibwerkes) begrenzt, soweit die Endergebnisse betroffen sind, während das Aufschreiben von Zwischenergebnissen auf dem elektro,-statischen Schirm des Speicherrohres ohne wesentliche Verzögerung erfolgt. Das vorliegende Ausführungsbeispiel gestattet daher, mit nur wenig Röhren die Geschwindigkeit größter über-Rechenmaschinen zu erreichen.
  • Im Schaltbild der Fig. 26 sind zunächst drei Baugruppen auf dem linken unteren Teil der Zeichnung zu sehen. Sie bestehen aus den Pentoden 2001 bis 2006, den Kondensatoren 2027 bis 2029, geladen und gesteuert durch die Pentoden 2002, 2004 sowie 2006, den Gasentladungsrohren 1793, 1794 und 1795 zur Entladung der Kondensatoren sowie den weiteren Gasentladungsrohren 2013 bis 2021 sowie den üblichen Widerständen und Kondensatoren, welche im Zusammenhang mit den Elektronenröhren benötigt werden, um eine entsprechende Spannung, Vorspannung od. dgl. zu erzielen.
  • Der Kondensator 2027 hat in Verbindung mit dem Ablenkplattensystem DP 2 die Aufgabe des Rechnens. Während der eine Pol a des Kondensators 2027 mit der Anode A 4 und, innerhalb des Rohres, mit der entsprechenden Platte des Ablenkplattenpaares DP 2 verbunden ist, ist der andere Pol b an die andere Ablenkplatte des Plattenpaares DP2 gelegt.
  • Zum Rechnen lädt die Pentode 2002 den Kondensator 2027 mit einer konstanten Elektrizitätsmenge je Mikrosekunde auf, so daß auf Grund dieser Ladung in Abhängigkeit von der.Zeit, während deren die Pentode »geöffnet« ist, eine bestimmte Elektrizitätsmenge in den Kondensator gebracht wird und dieser eine bestimmte Spannung aufweist. Ist die Pentode während beispielsweise fünf »Zeiteinheiten« entsprechend dem Zählwert »5« »geöffnet«, so wird eine diesem Zählwert entsprechende Ladung von dem Kondensator 2027 aufgenommen. Entsprechend dieser Ladung des Kondensators 2027 wird der Kathodenstrahl des oberen Systems des Kathodenstrahlrohres 1786 (bestehend aus Kathode Cl. Steuerelektrode CEJ, Anode Al. FokussierelektrodeFEJ, Anode A., Auslenkplattensysteme DP1 und DP2, Intensivierungselektrode IE, [Anode] und Schirm 1788) in Abhängigkeit von der Spannung, die an dem Kondensator lieg abgelenkt. Um zu vermeiden, daß gegebenenfalls kleine Ungenauigkeiten der Ladungen auf Grund von Veränderungen der elektrischen Daten der Pentode oder des Kondensators oder auf Grund der Spannungsbeschleunigung der Elektronen des Kathodenstrahles auf die Speicherung der Ergebnisse, insbesondere, wenn lange Reihen von Additionen vorgenommen werden müssen, Einfluß haben, wird die Markierung der Impulse durch feste Punkte S 1 auf dem Sekundäremissionsschirm 1788 gesteuert. In Fig. 1 ist dargesteIlt, daß diese Punkte S 1, welche die Speicherung der resultierenden Impulse bewirken, auf dem Schirm derartig schrittweise versetzt angeordnet sind, daß in der untersten Stufe nur ein Sekundäremissionspunkt S3 in der Null-Lage vorgesehen ist. Bei einer Ablenkung entsprechend dem Zählwert »l« passiert ein durch eine Sägezahnspannung horizontal ausgelenkter Kathodenstrahl zuerst die Linie S2, wobei eine Sekundäremission in der Null-Lage bewirkt wird, und in einem Abstand von einem Schritt den Punkt »l« Sl, wobei eine weitere Sekundäremission in der Lage »l« ausgelöst wird. Diese beiden Sekundäremissionen bewirken nach Verstärkung eine bestimmte Impulsspeicherung, die der als Ergebnis in dem Kondensator zusammengefaßten Spannung entspricht. Durch die gezeigte Anordnung wird erreicht, daß Veränderungen in der Auslenkung des Kathodenstrahles infolge ungenauer Spannung od. dgl. so lange ohne Wirkung bleiben, als die Ungenauigkeiten nicht die Länge eines Sekundäremissionspunktes (Striche S 1) überschreiten. Diese Längen sind daher derart festzulegen, daß die Grenzen der Veränderungen, die einen Einfluß auf das Rechnen bzw. Speichern ausüben, im praktischen Betrieb nicht erreicht werden. - Diese Punkte entsprechen den Nuten der genuteten Scheiben in mechanischen Rechenwerken.
  • Die Aufzeichnung von Ergebnissen auf Grund von Spannungen des Kondensators 2027, die durch eine Addition von zwei Zählwerten, deren Summe gleich oder größer als zehn ist, entstanden sind, erfolgt mit einem entsprechenden, um zehn verminderten Zählwert (z. B. wird »14« als »4« aufgezeichnet). Hierbei wird mittels einer zusätzlichen Sekundärernissionslinie S4, die in dem oberen Teil des Schirmes 1788 vorgesehen ist, ein Impuls bewirkt, der einen Zehner-Übertrag in die nächste SteIle vornimmt. Entsprechend dem zur Erläuterung gewählten Beispiel ruft zwar eine dem Zählwert »4« entsprechende Spannung des Kondensators 2027 eine Sekundäremission im unteren Teil des Sekundäremissionsschirmes 1788 sowohl in der Null-Lage an der Sekundäremissionslinie S2 als auch in der Position »4« an dem entsprechenden der Punkte S 1 hervor. Eine dem Zählwert »14« entsprechende Spannung dagegen wird mittels an der Sekundäremissionslinie S 2 in der Null-Lage des oberen Teiles des Schirmes 1788 an dem vierzehnten der Sekundäremissionspunkte Sl in Steflung »4« und schließlich an der Zehner-übertragslinie S4 ausgelöster Sektindäremissionen aufgezeichnet.
  • Die Addition mittels des Kondensators 2027 wird durch das »öffnen« der Pentode 2002 in der folgend beschriebenen Weise bewirkt: Beim Additionsvorgang wird die Steuerung des Rechnens durch die Abfühlköpfe A 1 f 1 und A 1 g 1 bewirkt. Gemäß dem Schaltbild enthält das magnetische (oder optische) Band 1797 drei gedachte Bahnen f, g sowie h, wobei in Bahn f die Impulse für die Zählwerte enthalten sind, während sich auf Bahn g die Null-Impulse für die Addition und auf Bahn h die Null-Impulse für die Subtraktion befinden. Bei einer alternativen Lösung kann man, anstatt die Markierung der Null-Lagen durch Impulse auf den Bändern in Bahn g und h vorzunehmen, eine sinuswellen- oder eine andere weHenförrnige Modulation auzeichnen, z. B. gemäß Fig. 26, 31, 32b und in Fig. 7d in Verbindung mit Abfühlkopf 1526. Im Falle einer solchen alternativen Anordnung würde der Abfühlkopf A 1 f 1 die Impulse für die Zählwerte abfühlen, während die Impulse der NuBstellung von dem Kathodenstrahlverteiler 1791 (S 13, S 14) abgeleitet würden, welcher durch die Steuerfrequenz auf dem Band, abgefühlt durch den zugehörigen Abfühlkopf gemäß A 1 g 1 oder A 1 h 1, gesteuert wird.
  • In der folgenden Beschreibung ist die Anordnung so, getroffen, daß die Null-Lagen direkt auf dem Band in den Bahnen g und h markiert sind und durch die Abfühlköpfe A 1 g 1 sowie A 1 h 1 abgefühlt werden. Beim Additionsvorgang befindet sich der Schalter 2030 in der Rechtslage. In diesem Falle ist die Abfühlspule A 1 g 1 (im Falle der Verwendung von magnetischen Bändern, sonst wird eine entsprechende Photozelle vorgesehen) mit dem Steuergitter der Pentode 2001 und über den zweiten Umschalterkontakt 19" des gleichen Schalters Abfühlkopf A 1 f 1 mit dem Steuergitter der Pentode 2003 verbunden. Ein in der Abfühlspule A 1 g 1 induzierter Impuls wird mittels der Pentode 2001 verstärkt und dem Steuergitter des Gasentladungsrohres 2014 zugeführt, so daß dieses Gasentladungsrohr in dem Moment gezündet wird, in dem ein magnetischer Impuls, der den Zählwert anzeigt, unter dem Spalt der Abfühlspule A Igl des magnetisierbaren Bandes 1797 durchläuft. Die Schirmgitterspannung der Pentode 2002 wird durch den Entladungskreis des Entladungsrohres 2014 gesteuert, da der Widerstand 2031 in dessen Hauptentladungskreis liegt. Hierdurch wird bewirkt, daß die Pentode 2002 zunächst »geschlossen« ist, bis die Zündung des Gasentladungsrohres 2014 sie durch Lieferung der benötigten Schirmgitterspannung »öffnet«. Während der Zeit der »öffnung« der. Pentode 2002 wird der Kondensator 2027 mit einer konstanten Elektrizitätsmenge je Mikrosekunde geladen. Diese Ladung des Kondensators ist in dem Augenblick beendet, in dem die Pentode 2002 wieder geschlossen wird. Dies wird mittels der als Spannungsverstärker geschalteten Pentode 2003 und des als elektronischer Schalter arbeitenden Entladungsrohres 2015 bewirkt. Während die Pentode 2002 zu Beginn des Additionsvorganges in der Nullstellung auf Grund des verstärkten Null-Impulses der mittels der Abfühlspule A 1 g 1 abgefühlt wurde, »geöffnet« wurde, wird das »Schließen« der Pentode 2002 durch den Zählwertimpuls in Bahn f, der durch die Abfühlspule A 1 f 1 abgefühlt wird, bewirkt. Passiert der Zählwertimpuls der Bahn f den Schlitz der Abfühlspule A 1 f 1, so wird in der Spule eine Spannung induziert, die mittels der Pentode 2003 verstärkt wird. Der verstärkte Impuls wird über den Kondensator 1998 dem Steuergitter des Entladungsrohres 2015 zugeführt und zündet das Rohr. Der über den Kathodenwiderstand 1997 der Pentode 2002 geführte Entladungsstrom ruft am Kathodenwiderstand einen derartigen Spannungsabfall hervor, daß die Kathode der Pentode positiv in bezug auf deren Steuer- und Bremsgitter und der Stromfluß durch die Pentode unterbunden wird.
  • So wird die Pentode 2002, um es kurz zu wiederholen, in der Nullstellung über die Pentode 2001 und das Entladungsrohr 2014 »geöffnet«, während sie durch den Zählwertimpuls über die Pentode 2003 und das Gasentladungsrohr 2015 »geschlossen« wird, so daß dem Kondensator 2027 eine Elektrizitätsmenge zugeführt wird, welche direkt von dem Betrag des zu addierenden Zählwertes abhängt. Infolge der zugeführten Elektrizitätsmenge wird die Spannung des Kondensators entsprechend erhöht.
  • Das »öffnen« der Pentode 2002 kann nicht nur durch die verstärkten Impulse, die in dem Abfühlkopf Algl induziert werden, bewirkt werden, sondern kann auch durch andere Impulse, welche die Bedeutung zu addierender Zählwerte haben, erfolgen.
  • Während des Rechenvorganges können zwei weitere Zählwerte wirksam werden, nämlich durch die Addition des Zehner-übertrages mit dem Wert »l« und während der Addition des entsprechenden Stellenzählwertes des alten Saldos. Im folgenden wird angegeben, wie in einer Reihe von Zyklen Additionsmöglichkeiten durch Steuern der Pentode 2002 und zwangläufig verbundenes Laden des Kondensators 2027 gegeben werden.
  • Der eigentliche Rechenvorgang wird beim vorliegenden Ausführungsbeispiel in vier Zyklen durchgeführt, nämlich Zyklus 1: Addition des Zehner-Cibertrages, Zyklus 2: Addition des entsprechenden Stellenzählwertes des alten Saldos, Zyklus 3: Addition des neuen Zählwertes der entsprechenden Stelle und Zyklus 4: Abfühlung des resultierenden Zählwertes und die Auslösung eines Zehner-übertragsimpulses, wenn das Ergebnis gleich oder größer als zehn ist.
  • Die einzelnen Zyklen werden mit Hilfe von Impulsen des Kathodenstrahlverteilers 1791 gesteuert. Innerhalb jeder Stelle überschreitet der Kathodenstrahl in der Nullstellung des Additionsvorganges die Linie 2033 der Elektrode S17 in Richtung des Pfeiles 1996.
  • Während des ersten Zyklus bewegt sich der Kathodenstrahl vom Strich 2033 um 90' zum Sekundäremissionsstrich S 17. Der Sekundäremissionsstrich Sll steuert die Zündung des Gasentladungsrohres 2014 für den Zehner-übertragungsvorgang. Zur Durchführung dieses Steuervorganges ist der Sekundäremissionsstrich Sll mit dem Steuergitter der Pentode 2001 verbunden. Nach Verstärkung in der Pentode zünden die Sekundäremissionsimpulse das Entladungsrohr 2014 und »öffnen« auf diese Weise die Pentode 2002. Die Beendigung der Addition der »l« des Zehner-übertrages wird durch den Sekundäremissionsstrich S12 gesteuert, der im Ab- stand »l« vom Strich Sll vorgesehen ist. So kann erforderlichenfalls der Zehner-Cbertrag mittels der Sekundäremissionsstriche Sll und S12 bewirkt werden.
  • Die Steuerung des Zehner-Übertragungsvorganges wird auf folgendem Wege erreicht: Wie bereits ausgeführt, werden diese Zehner-übertragsvorgänge in Abhängigkeit von dem Passieren eines Kathodenstrahles über die Sekundäremissionslinie S4 in dem oberen System des Kathodenstrahlrohres 1786 ausgelöst. Der Kathodenstrahl wird nur dann in einem solchen Maße ausgelenkt, daß er die Linie 2032 des Schirmes passiert und bei der nachfolgenden Auslenkung über die Sekundäremissionslinie S4 streicht, wenn der resultierende Betrag der Zählwerte der entsprechenden Stelle gleich oder größer als zehn ist, da die Sekundäremissionslinie S4 nur oberhalb der Linie 2032 vorgesehen ist. Sie reicht nicht in den unter der Linie 2032 befindlichen Teil des Schirmes, so daß ein nur in diesem Bereich ausgelenkter Kathodenstrahl keinen Zehner-übertragsimpuls bewirken kann. Das »öffnen« der Pentode 2001 wird durch das Gasentladungsrohr 2013 gesteuert. War im vorliegenden Arbeitszyklus ein Zehner-übertrag zu bewirken, so wurde die Zündung des Gasentladungsrohres 2013 bereits bewirkt, wenn beim Abfühlen des Ergebnisses in Zyklus 4 der vorhergehenden Stelle ein Zehner-übertragsimpuls durch das Vorbeilaufen des Kathodenstrahles über die Sekundäremissionslinie S4 ausgelöst war. Wie bereits beschrieben, werden in diesem Falle die Impulse, die der Kathodenstrahl des Kathodenstrahlrohres 1789 beim Passieren der Sekundäremissionslinien S 11 und S 12 auslöst, wirksam, da die Pentode 2001 infolge der Zündung des Entladungsrohres 2013 bereits »offen« ist. Lag dagegen kein Zehner-übertrag vor, so konnten die beim Passieren der Sekundärernissionslinien Sll und S12 ausgelösten Impulse nicht wirksam werden, da die Pentode 2001 noch »geschlossen« ist, da Entladungsrohr 2013 noch nicht gezündet ist. In diesem Falle wird das Steuergitter dieses Gasentladungsrohres erst erregt, wenn der Kathodenstrahl des Kathodenstrahlverteilerrohres 1789 über die Sekundärernissionslinie S17 läuft, so daß die Zündung, wenn kein Zehner-übertrag zu erreichen war, erst zu Beginn des zweiten Zyklus bewirkt wird.
  • Der Zyklus 2 dient der Addition des entsprechenden Stellenzählwertes des alten Saldos. Die die Zählwerte darstellenden Impulse werden bei diesem Ausführungsbeispiel eines elektrostatischen Rechenwerkes auf dem elektrostatischen Schirm des Kathodenstrahlrohres 1786 gespeichert. Dieser Teil des Schirmes S 6, in Teilbereiche S 6 a bis S 6 e eingeteilt, in denen die Additionsimpulse gespeichert sind, weist eine Schicht auf, deren Partikelchen sehr klein sind und aus einem Halbleitermaterial bestehen. Die einzelnen Partikelchen dieser Schicht haben die Eigenschaft sehr kleiner Kodensatoren und können durch einen Kathodenstrahl einer gewissen Intensität geladen werden (Impulsaufzeichnungen auf dieser Schicht). Ebenso können sie durch einen passierenden Kathodenstrahl entladen werden, wenn zwischen dem Laden und Entladen kein größerer Zeitabstand als ungefähr 0,1 Sekunde liegt (Impulsabfühlung der Schicht auf dem Schirm). Die Impulse selbst werden in dem beschriebenen Beispiel in derselben Weise aufgezeichnet, wie sie in dem oben beschriebenen Rechenwerk gebraucht wurden, d. h. mit Hilfe von Impulsen, von denen der eine den Zählwert der in Frage kommenden Stelle darstellt, während ein weiterer Impuls, der die Nullstellung kennzeichnet, ein fest eingestellter sein kann. Der Kathodenstrahl, der die Impulse auf den Bereichen S6 des Schirmes aufzeichnet, passiert horizontal linienförnüg einen vertikalen Bereich dieses Schirmes (z. B. Bereich S 6 a, S 6 c), so daß eine Linie über der anderen, beginnend von unten, liegt. Die Horizontalbewegung dieses Kathodenstrahles wird durch den Kondensator 2029 in der Weise gesteuert, daß dies gewöhnlich innerhalb eines Zyklus, d. h. während der Bewegung des Kathodenstrahles im Kathodenstrahlverteiler 1789 um 901 geschieht. Die schrittweise Aufwärtsbewegung der Zeilen wird durch den Kondensator 2028 gesteuert, welcher eine bestimmte Elektrizitätsmenge nur dann erhält, wenn der Additionsvorgang der Stelle vonstatten geht. So sind die Zählwertimpulse der letzten Stelle in der untersten gedachten Zeile des Kathodenstrahles enthalten, während die Impulse der vorletzten Stelle in der vorletzten Zeile des Kathodenstrahles in oberer Richtung gespeichert sind usw. Gewöhnlich sind etwa vier oder fünf solcher Zeilen in vertikaler Richtung auf einem Schirm enthalten. Da nur ein vertikaler Bruchteil des Schirmes zur Speicherung der Impulse eines Zählwertes benötigt wird, kann eine Vielzahl solcher senkrechter Bruchteile vorgesehen werden, so daß auf diese Weise ein vielstelliges Rechensystem erreicht wird, bei dem nur ein einstelliges Rechenwerk für den Rechenvorgang selbst Verwendung findet.
  • Wenn die Impulse der untersten Zeile des Bereiches S6a der Schicht des Schirmes 1788 dem Steuergitter der Pentoden 2001 und 2003 zugeführt werden, so geschehen das »öffnen« und »Schließen« der Pentode 2002 in der gleichen Weise wie bei dem Additionsvorgang des Zyklus 3, der oben kurz beschrieben wurde. Um zu vermeiden, daß die Öffnungsimpulse gleichzeitig die Pentode 2002 wieder »schließen«, ist die Intensität der auf dem Schirm gespeicherten Impulse in der Weise voneinander verschieden, daß der erste Impuls nur ungefähr 50% der Spannung des Schließungsimpulses aufweist, so daß der Öffnungsimpuls nach Verstärkung der Pentode 2001 nur die Zündung des Gasentladungsrohres 2014 bewirkt und die Pentode 2002 öffnet, während der Schließimpuls sowohl auf das Steuergitter des Entladungsrohres 2014 wie auf das Steuergitter des Gasentladungsrohres 2015 einwirkt. Da Rohr 1014 in diesem Augenblick bereits gezündet ist, hat dieser Schließimpuls auf das Gasentladungsrohr 2014 keinerlei Einfluß mehr, während er jedoch Gasentladungsrohr 2015 zündet und so die Pentode 2002 schließt, indem er eine Vorspannung an dem Kathodenwiderstand 1997 der Pentode 2002 hervorruft. Diese bewirkt, daß die Kathode positiv in bezug auf das Steuergitter sowie Bremsgitter der Pentode 2002 wird. Auf diese Weise wird der Kondensator 2027 während des zweiten Zyklus mit einer Elektrizitätsmenge aufgeladen, die dem Zählwert der entsprechenden Stelle entspricht (z. B. Zeile des elektrostatischen Schirmes). Wenn während des ersten Zyklus kein Zehner-übertrag stattgefunden hat und wenn während des vorliegenden Zyklus der Wert »4« addiert werden soll, entspricht die Spannung des Kondensators 2027 dem Zählwert »4«. Hat dagegen in einem anderen angenommenen Arbeitsbeispiel während des ersten Zyklus ein Zehner-übertrag stattgefunden, so war bereits eine dem Zählwert »1« entsprechende Elektrizitätsmenge vor dem Beginn der erneuten Ladung des Kondensators in diesem vorhanden, so daß in diesem Falle nach der Beendigung des zweiten Zyklus die Spannung des Kondensators 2027 der Summe » 1 + 4 = 5 « entspricht. In diesem Falle wird eine Auslenkung des Kathodenstrahles des Kathodenstrahlrohres 1786 auf die Höhe des Impulses »5« des Schirmteiles S 1 erreicht, während im zuvor beschriebenen Beispiel, bei dem kein Zehner-Übertrag stattgefunden hatte, die Auslenkung nur die Höhe des Impulspunktes »4« des Teiles S 1 des Schirmes erreicht.
  • Die Addition des entsprechenden neuen Zählwertes während des Zyklus 3 ist im wesentlichen bereits oben beschrieben. Sie wird in der nach rechts umgelegten Lage der Umschalter 2030 und 1999 bewirkt, in der der Abfühlmagnet A 1 gl mit dem Steuergitter der Pentode 2001 und der Abfühlmagnet A I f 1 mit dem Steuergitter der Pentode 2030 verbunden sind. Während der Abfühlmagnet A I g 1 bei der Addition im Nullpunkt erregt wird, d. h., wenn der Null-Impuls an dem Spalt des Abfühlkopfes vorbeiläuft, wird der Abfühlmagnet A 1 f 1 durch die Impulse, welche dem zu addierenden Zählwert entsprechen, gesteuert. Der Spannungsstoß, der in dem Abfühlmagneten A 1 g 1 induziert wird und den Nullpunkt darstellt, zündet nach Verstärkung in Pentode 2001 über das Steuergitter des Gasentladungsrohres 2014 das letztere. Hierdurch liefert der Kathodenwiderstand 2031 des letzteren, wie bereits beschrieben, die von der Pentode 2002 benötigte Schirmgitterspannung und öffnet diese hierdurch im Null-Zeitpunkt. Wird nun der Zählwertimpuls mittels des Abfühlmagneten A 1 f 1 abgefühlt und mittels der Pentode 2003 verstärkt, so zündet er das Gasentladungsrohr 2015 und bewirkt einen Spannungsabfall an dem Kathodenwiderstand 1997 der Pentode 2002 und schließt diese dadurch, daß die Kathode positiv in bezug auf deren Bremsgitter, wie oben beschrieben, wird. Damit ist die Addition des neuen Zählwertes durchgeführt; der Kondensator 2027 hat inzwischen eine Ladung erhalten, welche der Summe der Zählwerte entspricht, die während der Zyklen 1, 2 und 3 zu addieren waren. Enthielt der Kondensator 2027 entsprechend dem oben gewählten Arbeitsbeispiel als Ergebnis der Zyklen 1 und 2 beispielsweise den Zählwert »5«, so bewirkt die weitere Addition eines neuen, ebenfalls beispielsweise angenommenen Zählwertes »8«, daß der Kondensator eine Spannung entsprechend »8+5 = 13« erhält. In diesem Falle wird der Kathodenstrahl des oberen Systems des Kathodenstrahlrohres 1786 um dreizehn Stufen von unten her ausgelenkt.
  • Das Aufzeichnen der resultierenden Zählwerte auf den Schirmteilen S6 oder, wenn jede Summe für Speicherzwecke auf dem Band 1798 gebraucht wird, auf diesem wird während des vierten Zyklus vorgenommen. Mit großer Genauigkeit wird diese Aufzeichnung dadurch bewirkt, daß der Kondensator 2027 mittels des Ablenkplattenpaares DP2 eine Auslenkung des Kathodenstrahles des oberen Systems des Kathodenstrahlrohres 1786 bewirkt. Das Aufzeichnen selbst wird durch Abfühlen der Sekundäremissionspunkte S 2 und S 1 der Schicht des Schirmes 1788 vorgenommen, so daß bei dem Abfühlen des im Arbeitsbeispiel erhaltenen Zählwertes »13« der nach der vertikalen Auslenkung horizontal über den Schirm ausgelenkte Kathodenstrahl in der Null-Lage die Sekundäremissionslinie S2 und drei Felder danach einen der Sekundäremissionspunkte Sl trifft. Dieser Abstand von drei Feldern entspricht dem Impuls »3«; obwohl das Ergebnis »13« betrug, wurde der Impuls »3« ausgelöst, da die Subtraktion von zehn auf Grund der Anordnung der Sekundäremissionspunkte »l« bereits mit dem Abfühlen kombiniert ist. Kleine Auslenkfehler des Kathodenstrahles auf Grund von Spannungsänderungen u. dgl. haben auf dieses Ergebnis keinen Einfluß, da die Punkte immer einen definierten Impuls ergeben. Im weiteren Verlauf der horizontalen Auslenkung passiert der Kathodenstrahl die Sekundäremissionslinie S4 und bewirkt die Zündung des mit dieser verbundenen Gasentladungsrohres 2013. Hierdurch wird die Pentode 2001 früh »geöffnet«, und als Folge davon wird während des Zyklus 1 der nächsten Zahlenstelle, gesteuert durch die Sekundäremissionslinien Sll und S12, der Zehner-Übertrag in die nächste Stelle, wie bereits beschrieben, durchgeführt. Im Falle der Subtraktion werden die Schalter 2030 und 1999 nach links umgelegt. An Stelle von Kontaktschaltern können auch elektronische Mittel, wie beispielsweise oben zu Fig. 6c beschrieben, angewendet werden, oder bei weiteren alternativen Ausführungen werden die Null-Impulse nicht dem Band, sondern dem Schirm 1788 oder dem Kathodenstrahlverteilerschirm 1791 entnommen. Werden die Subtraktionsimpulse völlig dem Band entnommen, so bewirkt die Umschaltung auf Subtraktion, daß das öffnen der Pentode 2002 durch den Impuls des Zählwertes, abgefühlt mittels des Abfühlmagneten A 1 f 1, erfolgt, der nunmehr an Stelle des Abfühlmagneten A 1 g 1 an das Gitter der Pentode 2001 angeschaltet ist. Das Schließen der Pentode 2002 wird im Falle der Subtraktion durch den Impuls »9« bewirkt, der mittels des Abfühlmagneten A 1 h 1 abgefühlt wird, der nunmehr an Stelle des Abfühlmagneten A 1 f 1 an das Gitter der Pentode 2003 geschaltet ist. Auf diese Weise werden an Stelle einer direkten Subtraktion komplementäre Zahlen addiert. Ob die »flüchtige Eins« einen besonderen Zehner-übertrag erfordert oder nicht, hängt davon ab, ob ein besonderer Sektor (im vorliegenden Falle eine besondere Zeile) vorgesehen ist oder nicht. Die Vorgänge sind analog den bereits beschriebenen, abgesehen von der Anwendung der Schaltmittel des vorliegenden Ausführungsbeispieles. Ist dagegen kein besonderer Sektor vorgesehen, so daß der Zehner-übertrag der ersten Stelle mit der Addition der letzten Stelle zusammenfällt, so wird die »flüchtige Eins« automatisch in der gleichen Weise wie ein regulärer Zehner-übertrag addiert.
  • Bei Multiplikation oder Division sind die Vorgänge den bereits beschriebenen analog. Die Multiplikation wird mit Hilfe wiederholter Additionen und die Division mit Hilfe wiederholter Subtraktionen durchgeführt. Die Versetzung um eine Stelle nach zehn Umdrehungen wird durch einen zusätzlichen Ladeimpuls bewirkt, der in einen Kondensator nach jeweils zehn »Umdrehungen« eingeführt wird. Eine Umdrehung entspricht im vorliegenden Ausführungsbeispiel dem zeilenweisen Abtasten der Sekundäremissionsskalen 1792 a und 1792 b, wobei das Aufsteigen durch einen stellenweisen Impuls bewirkt wird, welcher nach jeder Umdrehung des Kathodenstrahles in dem Verteiler 1791 auftritt.
  • Im Ausführungsbeispiel wird ein hundertstelliges Werk beschrieben. Dementsprechend weist die Skala 1792 a hundert Sekundäremissionslinien Sa 1 bis Sa 100 auf. Beim überschreiten der Stellenkapazität überstreicht der Kathodenstrahl den Sekundäremissionsstrich S 101 und löst hierbei einen Impuls aus, der die Ladung des Kondensators 1794 um eine Einheit bewirkt und damit eine Aufwärtsbewegung des Elektronenstrahles um einen Schritt über die Skala 1792b bewirkt, so daß nach zehn Strichen der Skala 1792b die Operation von neuem beginnt, wobei entsprechend der später beschriebenen Anordnung der Gasentladungsrohre 2017 bis 2021 eine einer Stelle entsprechende Vorspannung den Ablenkplatten des Kathodenstrahlrohres zugeführt wird. Bei üblichen Multiplikationsrechnem wird die Kapazität des Werkes auf sechzehn Stellen begrenzt.
  • Durch diese Maßnahmen wird der gleiche Effekt elektronisch erreicht, welcher mit Hilfe der Zacken 102/ bis 102/6, die jeweils um eine Stelle gegeneinander versetzt sind, nach Fig. 8 induktiv bewirkt wird. Was die Zahl der »Umdrehungen« anbetrifft, welche bei der wiederholten Addition bewirkt werden, so wird das gleiche Abschaltprinzip benutzt, wie es zu Fig. 8 beschrieben wurde, so daß nur die Zahl von Additionen innerhalb von zehn »Umdrehungen« wirksam wird, welche der in Frage kommenden Stelle des Multiplikators entsprechen.
  • Entsprechend wird der Divisionsvorgang durch wiederholte Subtraktion vorgenommen, welche unterbrochen wird, sobald kein »Flüchtiger-Eins«-Impuls wirksam ist. Das Aufschreiben des Quotienten wird in einer der vertikalen Teilbereiche der Schicht S6 vorgenommen, so daß also die Quotientenimpulse in einer mit der Speicherung auf der Trommel gemäß Fig. 8 vergleichbaren Weise vorgenommen wird, während die Impulse für die Anzahl der Umdrehungen beim Multiplizieren in gleicher Weise aus einem Speicher auf Schicht S6 genommen werden können. Die ausführliche Beschreibung des zusätzlichen Zubehörs ist ausgelassen worden, um nicht den überblick über das Schaltbild zu verlieren; es werden einige weitere Röhren benötigt, um die Vorgänge, die zu anderen Ausführungsbeispielen bereits beschrieben wurden, entsprechend zu übertragen.
  • Die Additionszyklen werden durch Steuerimpulse gesteuert, die zyklisch je Stelle ausgelöst werden. Der Kondensator 2027 wird nach jeder kreisförmigen Auslenkung des Kathodenstrahles über den Schirm 1791, d. h. nach dem Rechenvorgang jeder Stelle, entladen: Passiert der Kathodenstrahl die Sekundäremissionslinie S16 des Schirmes 1791, so wird ein Impuls ausgelöst, der über den Kondensator 1995 der Gasentladungsröhre 1793 zugeführt wird. Der Kondensator 2027 wird entladen und ist »leer«, d. h., die restliche Spannung entspricht der Löschspannung des Gasentladungsrohres 1793, wenn mit dem Rechnen innerhalb der Stelle begonnen wird, so daß die vier Zyklen sich von Stelle zu Stelle wiederholen.
  • Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das Gasentladungsrohr 2014 durch einen Sägezahnentladungskreis gelöscht: der Kondensator 1994, zunächst aufgeladen über den Widerstand 1993, beginnt seine Entladung in dem Augenblick, in dem das Gasentladungsrohr 2013 entweder durch die Zehnerübertragungsimpuls-Ernissionslinie S4 des Schirmes 1788 oder, wenn ein Zehner-übertragungsvorgang nicht stattzufinden hat, durch die Sekundäremissionslinie S 17 des Schirmes 1791 des Kathodenstrahlverteilers 1789, gezündet wird. Das Wirkverhältnis des Kondensators 1994 zu den Werten der Widerstände 1993 und 1992 ist derartig gewählt, daß der Kondensator 1994 beim Beginn des vierten Zyklus, wie oben beschrieben, entladebereit ist und daß die Entladung innerhalb des zweiten bis zum Beginn des dritten Zyklus beendet ist. Eine genaue Begrenzung des Entladungsvorganges ist nicht notwendig, da dieser Entladungskreis nur die Aufgabe hat, noch wirksam zu sein, d. h., einen Spannungsabfall am Widerstand 1992 hervorzurufen, der die Schirmgitterspannung der Pentode 2001 liefert, solange dieses Rohr zu öffnen ist, z. B. während des ersten Zyklus, wenn ein Zehner-übertrag erfolgen soll. Bei alternativen Ausführungen kann an Stelle der Selbstlöschung mittels der Kombination des Kondensators 1994 mit dem Entladungsrohr 2013 gleicherweise wie bei den anderen Gasentladungsrohren ein Löschen zu einem definierten Zeitpunkt bewirkt werden; die Löschung kann beispielsweise durch einen besonderen Impuls des Kathodenstrahlverteiler-Schirmes1791 bewirkt werden, z. B. in dem Augenblick, in dem der Kathodenstrahl über die Sekundäremissionslinie S 17 des Schirmes 1791 läuft.
  • Das Löschen der Gasentladungsrohre 2014, 2016 und 2017 wird immer am Anfang der vier Zyklen einer Stelle bewirkt, nämlich in dem Augenblick, in dem der Kathodenstrahl die Sekundäremissionslinie S10 des Schirmes 1791 passiert. Der durch das Passieren der Sekundäremissionslinie S10 durch den Kathodenstrahl entstehende Impuls zündet das Gasentladungsrohr 2022. Dieses entlädt den vorgespannten Kondensator 1991 in kurzer Zeit, wobei die Gittervorspannung, die durch die Entladung in dem Kathodenwiderstand 1990 der Pentode 2010 hervorgerufen wird, die Pentode 2010 kurzzeitig schließt, so daß der Spannungsabfall an dem Widerstand 1989 den Gasentladungsrohren 2014, 2015, 2016 und 2017 zunächst noch gestattet, gezündet zu bleiben. Nach Erlöschen des Entladungsrohres 2022 nimmt die Pentode 2010 wieder Strom auf, so daß besagte Entladungsrohre in dem Augenblick gelöscht werden, in dem der Kathodenstrahl die Sekundäremissionslinie S10 des Schirmes 1791 passiert. Die Schaltvorgänge der vier Zyklen wiederholen sich so Stelle für Stelle.
  • Das Abfühlen und Aufschreiben der Zählwerte der verschiedenen Stellen wird mittels des zweiten Kathodenstrahles des Kathodenstrahlrohres 1786 bewirkt. Die Vertikalbewegung dieses Kathodenstrahles wird durch das Ablenkplattensystem DP 4 übereinstimmend mit der schrittweisen Vertikalbewegung des Kathodenstrahles des Kathodenstrahlrohres 1789 gesteuert, welcher seinerseits durch das Ablenkplattensystem DP8 ausgelenkt wird, wobei der Kathodenstrahl schrittweise über die Sekundäremissionslinien Sa 1 bis Sa 100 der Skala 1792 a läuft. Hierbei entspricht jede Linie einer Stelle. Die schrittweise Bewegung beider Kathodenstrahlen verläuft synchron, da beide Bewegungen mittels des gleichen Kondensators 2028 gesteuert sind. Das Laden dieses Kondensators erfolgt über die Pentode 2004, welche in dem Augenblick einen Impuls erhält, in dem der Kathodenstrahl die Sekundäremissionslinie S10 des Schirmes 1791 passiert. Das öffnen der Pentode 2004 wird nur während des kurzen Augenblickes bewirkt, in dem der Kondensator 1988 sich über das Entladungsrohr 2016 und den Widerstand 1987 entlädt. Der Spannungsabfall an diesem Widerstand öffnet die Pentode 2004, indem er ihr als Schirmgitterspannung zugeführt wird.
  • So zeigt die horizontale Bewegung des Kathodenstrahles, gesteuert durch die Ablenkplattenpaare DP4 und DP8, eine schrittweise, zeilenweise Aufwärtsbewegung, die dem Stelle für Stelle erfolgenden Ab- fühlen, Rechnen und Aufzeichnen entspricht. Dabei stellt die unterste Zeile die letzte Zahlenstelle dar, die zweite Zeile von unten die vorletzte Stelle der Zahl usw. Die Zählwerte der einzelnen Stellen sind durch die Stellung von Impulsen innerhalb jeder Zeile markiert, d. h. beispielsweise der Zählwert »4« wird durch einen im Abstand von vier Feldern von dem Nullpunkt aufgezeichneten Impuls auf der Schicht S6 des Schirmes 1788 dargestellt. Die Speicherung dieser Impulse durch die speziellen Eigenschaften der Speicherschicht wird, wie schon oben ausgeführt, mittels kleiner Teilchen bewirkt, deren jedes einem kleinen Kondensator entspricht, welche in Abhängigkeit von der Intensität eines Kathodenstrahles geladen werden und welche in umgekehrter Weise entladbar sind. Die an dem Kondensator 2088 stufenweise erreichte Spannung wird in dem Augenblick zur Löschspannung erniedrigt, in dem das Entladungsrohr 1794 gezündet wird. Die Zündung dieses Rohres wird bewirkt, wenn der Kathodenstrahl während seiner schrittweisen Aufwärtsbewegung über die Skala 1792 a die Impuls-Emissionslinie S101 erreicht, welche am Ende der den Stellen der Zahl zugeordneten Linien vorgesehen ist, die eine Recheneinheit darstellen. Im Ausführungsbeispiel arbeitet die Recheneinheit hundertstellig. Würde dagegen in einem anderen Arbeitsbeispiel die einundfünfzigste Sekundäremissionslinie der Skala 1792 a über den Kondensator 1986 mit dem Gitter der Gasentladungsrohre 1794 verbunden, so erfolgte das Wegnehmen der Spannung des Kondensators 2028 nach der fünfzigsten Stelle: In einem solchen Falle würde das Rechenwerk fünfzigstellig arbeiten. Wäre dagegen die vierhundertste Zeile mit dem Kondensator 1986 verbunden, so arbeitete das Rechenwerk vierhundertstellig. Durch parallele Anordnungen solcher Skalen, wie z. B. bei der Skala 1792 gezeigt, können mittels eines einzigen Kathodenstrahlrohres hunderte von Stellen vorgesehen werden, ohne daß besondere Schwierigkeiten auftreten. Vorteile können sich hierbei ergeben, wenn mittels der einen Skala die Zehner- und die Einer-Stellen gesteuert werden, während nach der anderen Skala die Hunderter- und Tausender-Stellen gesteuert werden usw.
  • Die Unterteilung auf den Schichten S 6 des Schirmes 1788 ist imaginär; sie wird durch die zeilenweise, stufenweise Bewegung des Kathodenstrahles bewirkt.
  • Das Aufschreiben resultierender Zählwerte auf Bereichen der Schicht S 6 des Schirmes wird mit Hilfe der Pentode 2007 bewirkt, welche ihre Impulse von der vorgeordneten Spannungsverstärkerstufe 1985 erhält. Das Steuergitter der Pentode 1985 ist mit den Sekundäremissionspunkten S 1, S 2 und S 3 des Schirmes 1788 über Kondensatoren verbunden, während die Sekundäremissionslinie S 2, welche die Nullstellung anzeigt, mit dem Gitterableitwiderstand verbunden ist, so daß die Verstärkung der Impulse, die von der Sekundärernissionslinie S2 abgeleitet werden, geringer ist als die derer, welche durch die Markierungen S 2 und S3 abgeleitet werden. So wird die Null-Lage mit einer geringeren Intensität auf der Schicht S6 des Schirmes markiert, d. h. beispielsweise mit der halben Intensität, während die Zählwertimpulse selbst die volle Intensität aufweisen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt die Aufzeichnung über den Transformator 1984, dessen Primärwicklung im Anodenkreis der Pentode 2007 liegt, während die Sekundärwicklung im negativ vorgespannten Gitterkreis des Kathodenstrahlrohres 1786 vorgesehen und mit der Steuerelektrode CE 1 verbunden ist. Hierdurch wird erreicht, daß die Intensität des Kathodenstrahles des Kathodenstrahlrohres 1786, dessen Auslenkung durch die Ablenkplattensysteme DP 3 und DP4 gesteuert wird, durch die Impulse moduliert wird, welche von den MarkierungenS1 und S3 abgenommen und über die Pentoden 1985 und 2007 verstärkt wurden. An Stelle einer Transformatorkopplung mittels des Transformators 1984 kann die Kopplung auch in anderer üblicher Weise über Widerstände und Kondensatoren vorgenommen werden.
  • Die Horizontalbewegung des Kathodenstrahles wird als mittels der Ablenksysteme DP 1 und DP 3 bewirkte Auslenkung mittels des Kondensators 2029 gesteuert, dem das Gasentladungsrohr 1795, mit dem Widerstand 1983 in Reihe geschaltet, parallel liegt. Der Kondensator 2029 wird über die Pentode 2006 mit jeweils gleichförrnigen Elektrizitätsmengen geladen. Läuft während des Rechenvorganges der Kathodenstrahl des Kathodenstrahlrohres 1789 über die Sekundäremissionslinie S30 des Kathodenstrahlverteilers 1791, so zündet der hierbei ausgelöste Impuls das Gasentladungsrohr 2017, und der am Kathodenwiderstand 1982 auftretende Spannungsabfall dient der Pentode 2006 als Schirmgitterspannung und öffnet diese. Dieser Effekt wird als zusätzliche Synchronisation nach jeder Stelle zusätzlich zu dem eigentlichen Synchronisierimpuls benutzt, der während jedes der vier Zyklen an den Sekundäremissionslinien S10, S 13, S 14 und S 16 gewonnen wird, die über Kondensatoren in Stellung a des dreipoligen Umschalters 2005 mit dem Steuergitter der Pentode 2005 verbunden sind. In der Stellung a verbindet ein zweiter Umschalter des dreipoligen Umschalters 2005 das Gitter des Gasentladungsrohres 1795 mit einer Anzapfung des Widerstandes 1981, die ein relativ niedriges Potential aufweist. Das Gasentladungsrohr 1795 erhält hierdurch eine relativ hohe negative Vorspannung, welche bewirkt, daß das Gasentladungsrohr erst nach einem Steigen der Spannung am Kondensator 2029 gezündet wird, das der überschreitung der Sekundäremissionslinien S 10, S 13, S 14 und S 16 entspräche. So steht das Gasentladungsrohr 1795 jeweils kurz vor der Zündung, wenn über den Kondensator 1980 die mittels der Pentode 2005 verstärkten Synchronisierimpulse eintreffen und die Zündung steuern. Der Entladungskreis 2029, 1795 und 1983 ist damit jeweils innerhalb der vier Zyklen vollkommen synchronisiert.
  • Wird der dreipolige Umschalter 2005 in die Stellung b umgelegt, so ist das Steuergitter der Pentode 2005 über einen Kondensator mit den während des dritten Zyklus wirksamen Markierungen S 15 verbunden, während in dieser Stellung das Steuergitter des Gasentladungsrohres 1795 eine verhältnismäßig niedrige Vorspannung hat (Abgriff b am Widerstand 1981), so daß die Sägezahnfrequenz wesentlich höher ist und die Horizontalbewegung nicht jedesmal während eines Zyklus stattfindet, sondern während des dritten Zyklus zehnmal. Der dritte Kontakt des dreipoligen Umschalters 2005 verbindet in diesem Falle in Lage b das Steuergitter des Gasentladungsrohres 2016 mit der Sekundäremissionslinie S 14 des Schirmes 1791. - Diese Bewegungsbeschleunigung des Kathodenstrahles wird nur gebraucht, wenn eine Umsetzung (Entschlüsselung) in Schriftzeichen-Impulsfolgen stattfinden soll.
  • Um zu bewirken, daß die horizontale Sägezahnauslenkung der Kathodenstrahlen in unterschiedlichen vertikalen Bereichen des Schirmes1788 wirksam werden, ist ein System von einzelnen Gasentladungsrohren 2018 bis 2021 vorgesehen. Während die Gasentladungsrohre 2018 und 2019 zusätzliche Vorspannungen für eine horizontale Auslenkung des Kathodenstrahles mittels des Plattenpaares DP1 liefern, bewirken die Gasentladungsrohre 2020 und 2021 zusätzliche Vorspannungen für eine Auslenkung des mittels des Plattensystemes DP3 gesteuerten Kathodenstrahles. So wird mittels der Gasentladungsrohre ein zusätzliches Springen der Kathodenstrahlen erreicht, welches zu der Horizontalauslenkung der regelmäßigen Sägezahnbewegung hinzukommt. Die Steuerung dieses Vorganges erfolgt durch Zündung der Gasentladungsrohre 2018 bis 2021 mittels der Markierungen S 14, S 16 und S 101 des Schirmes 1791 des Kathodenstrahlrohres 1789.
  • Die Arbeitsweise ist die folgende: Die Ablenkplatten DP 1 und DP 3 erhalten die Spannungsänderungen des Kondensators 2029 über die Kondensatoren 1978 und 1979. Ist keines der Entladungsrohre 2018 bis 2021 gezündet, so findet die horizontale Sägezahnauslenkung des entsprechenden Kathodenstrahles in einem bestimmten Nullabschnitt statt. Ist das Gasentladungsrohr 2018 durch die Impulsmarke S 14 gezündet, so wird die Horizontalbewegung des Kathodenstrahles in der Weise durch die intermittierend vorgespannten Ablenkplatten DP 1 gesteuert, daß der abfühlende Kathodenstrahl sich horizontal innerhalb des Abschnittes S 6 a des Schirmes 1788 während des dritten Zyklus bewegt. Am Ende dieses Zyklus wird, wie am Ende jedes der vier Zyklen, mit Hilfe der SekundäremissionslinienS17 das Gasentladungsrohr 2023 über den Kondensator 1977 gezündet. Hierdurch wird die Pentode2011 geschlossen und Gasentladungsrohr2018 gelöscht. Während des vierten Zyklus wird mit Hilfe der Markierung S 16 das Gasentladungsrohr 2019 gezündet, so daß der abfühlende Kathodenstrahl sich horizontal über den Teil des Schirmes 1788 bewegt, der die Sekundäremissionslinie S 2, die Zählwertmarken S 1, die Komplementär-Nullstellungs-Enüssionslinie S7 und die Zehnerübertragungsimpuls-Emissionslinie S4 aufweist. Im gleichen vierten Zyklus läuft der schreibende Kathodenstrahl, gesteuert durch das Ablenkplattensystern DP 3, über die Schicht S 6 des Schirmes 1788, um auf dem elektrostatischen Speicher S6 die Impulse der resultierenden Zählwerte aufzuzeichnen. Das erforderliche intermittierende Springen des Kathodenstrahles auf die entsprechende Abteilung der Schicht S6 wird mit Hilfe des Gasentladungsrohres 2021 bewirkt, welches während dieses Zyklus mittels der Emissionslinie S 16 gezündet wird, mit der sein Gitter über einen Kondensator verbunden ist.
  • Um zu erreichen, daß bei dem Abfühlen von z. B. AbschnittS6a der Schicht ein Aufschreiben des resultierenden Zählwertes oder, wenn innerhalb dieser Stelle kein anderer Zählwert zu addieren war, des gleichen Zählwertes (Addition des alten Zählwertes + Null) stattfinden kann, wird dieses Aufschreiben auf Teil S 6 b vorgenommen.
  • Sobald alle Stellen der Zahl gerechnet sind und die nächste Zahl folgen soll, wird das Abfühlen und Aufschreiben in umgekehrter Weise auf Schicht S 6 vorgenommen, d. h., daß das Abfühlen in dem Ab- schnitt S 6 b und das Aufschreiben in dem Abschnitte S6a vor sich geht. So geschieht das Rechnen von links nach rechts oder von rechts nach links auf dem Schirm. Hierfür sind zusätzliche Widerstände 1474 und 1476 vorgesehen. Während an den Widerständen 1473 und 1457 ein Spannungsabfall auftritt, wenn die Entladungsrohre 2018 und 2019 bzw. 2021 gezündet werden, wird ein Spannungsabfaff an den Widerständen 1473 und 1475 erzielt, wenn das Entladungsrohr 2020 gezündet ist. Da das Steuergitter des Entladungsrohres 2020 über einen Kondensator mit der Sekundären-üssionsmarke S 101 der Skala 1792 a verbunden ist, findet diese Zündung nur statt, wenn der Kathodenstrahl der Skala 1792 a, gesteuert von den Ablenkplatten DP7 und DP8, an der linken Seite der Skala 1792a aufwärts steigt (horizontaler Nullabschnitt). Nach der Zündung des Gasentladungsrohres 2020 steigt dieser Kathodenstrahl auf der rechten Seite der Skala 1792a Schritt für Schritt aufwärts. Am Ende der Skala erreicht der Kathodenstrahl den Sekundäremissionsstrich S 101 und zündet durch den hierbei ausgelösten Impuls die diesem nachgeordneten Entladungsrohre 2024 und 1794. Hierdurch fällt, wie bereits beschrieben, der Kathodenstrahl in den Anfangspunkt der Skala zurück, und da das Steuergitter des Entladungsrohres 2020 nicht erregt ist, steigt der Kathodenstrahl an der linken Seite wieder schrittweise nach oben. Auf diese Weise wird die wechselseitige Bewegung des Aufwärtssteigens des Kathodenstrahls von links nach rechts im, Zusammenhang mit dem wechselseitigen Abfühlen und Aufschreiben auf den Schichtabschnitten S6a und S 6 b usw., wie oben beschrieben, gesteuert.
  • Wenn die Zählwertergebnisse von dem Schirm abgefühlt sind und auf einem Band festgehalten werden sollen (in der vorliegenden Beschreibung wird ein magnetisches Band an Stelle eines sonst auch möglichen optischen benutzt), so geschieht dies mit Hilfe von Pentode 2008 und den Aufschreibköpfen 1975 und 1976. Der Aufschreibkopf 1976 erhält seine Impulse über die Pentode 2008 von der Schicht S6. Die Pentode 2009 steuert die Rotation des Kathodenstrahles im Kathodenstrahlverteiler 1791. Die die kreisförmige Auslenkung des Kathodenstrahles steuernde Frequenz wird mittels des Abfühlkopfes 1796 vom Band abgefühlt. Die Vormagnetisierung der Abfühl- und Aufschreibköpfe, besonders bei hohen Frequenzmodulationen, ist in Fig. 27 in Verbindung mit dem Oszillator 1731 gezeigt, so daß die Einzelheiten des Aufzeichnens dort entnommen werden können. Die durch die Pentode 2009 gesteuerte kreisförmige Auslenkung wird durch zwei um 90' in der Phase gegeneinander verschobene Sinuswellen bewirkt. Im Ausführungsbeispiel werden die beiden Sinusspannungen im Anodenkreis der Röhre 2009 an dem Phasenschiebersystem 1974 gewonnen. Statt dessen könnten bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel auch zwei Steuerfrequenzen, die gegeneinander um 90' verschoben sind, direkt vom Band genommen werden.
  • Zur Steuerung nachgeordneter Einrichtungen, wie beispielsweise Schreibwerken oder Breitschreibwerken, kann es erforderlich sein, die Schicht auf dem Schirm abzufühlen und die abgefühlten Impulse auf diese nachgeordneten Einrichtungen steuernde Relais zu verteilen. Wenn die Zählwerte in den verschiedenen Stellen vom Schirm abgefühlt werden und für mechanische Steuerzwecke od. dgl. benutzt werden sollen, finden die Verteilersektoren S 20 bis S 29 des Schirmes 1791 Verwendung. In diesem Falle sind die Relaisröhren gemäß Fig. 7d den verschiedenen Sekundäreniissionssektoren im zweiten Zyklus des Schirmes 1791 zugeordnet. Es ist bereits beschrieben, daß in dem zweiten Zyklus die Impulse von der Schicht S 6 abgefühlt werden.
  • Im gleichen Augenblick läuft der Kathodenstrahl des Kathodenstrahlverteilers 1791 über die einzelnen Abschnitte S 20 bis S 29. Diese Bewegung ist mit der Horizontalbewegung des Kathodenstrahles über den Schirm 1788 synchronisiert, da die Sägezahnbewegung ihre Synchronisierungsimpulse durch den rotierenden Kathodenstrahl erhält, welcher über die Sekundäremissionshnien S10, S13, S14 und S16 erhält. So bewegt sich der Kathodenstrahl bei einem Zählwertimpuls »0« über den SektorS20, während der Abfühlung des Zählwertes »l« über den Sektor S21 usw. Bewirkt in diesem Augenblick der Zäh]-wertimpuls »l«, z. B. verstärkt über die Pentoden 1985 und 2007, einen positiven Impuls an der SteuerelektrodeCE1 des Kathodenstrahlrohres1786, so daß die Steuerelektrode CE1 weniger negativ wird in bezug auf die Kathode C 1, so bekommt der Kathodenstrahl eine höhere Intensität, und der dem Zählwertimpuls entsprechende Sektor gibt eine größere Menge von Sekundärelektronen ab, durch die auf der anderen Seite die Zündung desjenigen Gasentladungsrohres bewirkt wird, das diesem Sektor nachgeordnet ist, im beschriebenen Arbeitsbeispiel dem Sektor S 21, welcher damit den abgefühlten Zählwert darstellt.
  • Die im Ausführungsbeispiel dargestellte Anordnung läßt sich auch zum Koden von Buchstaben sowie zum Speichern der gekodeten Impulsfolgen verwenden, so daß beispielsweise Punktschreibwerke direkt betrieben werden können. Wie oben beschrieben, nimmt der Kathodenstrahl, gesteuert durch die Ablenkplattensysteme DP1 und DP2, eine Stellung ein, die von der Spannung des Kondensators 2027 abhängt. Der gleiche Effekt, der in der obigen Beschreibung für das Rechnen angewendet wurde, wird nun zum Koden von Buchstaben benutzt. - Es sei beispielsweise angenommen, daß der Kondensator 2027 eine Spannung aufweist, die dem Zählwert »4« entspricht. Wird jetzt der Kathodenstrahl horizontal ausgelenkt, dann läuft er bei der Impulsabfühlung zum Rechnen über die Abschnitte Sl, S2 und S3, um die Impulse für die Aufzeichnung des resultierenden Zählwertes zu liefern. In dem Abschnitt S5 weisen in der Höhe zugeordnete Stellen Sekundäremissionsmarken auf, die Buchstabentypen darstellen.
  • Es wurde bereits gezeigt, daß die Horizontalbewegung des Kathodenstrahles im Kathodenstrahlrohr 1786 während des dritten Zyklus um den Faktor zehn beschleunigt werden konnte, wenn der dreipolige Umschalter 2005 aus der Lage a in die Lage b gebracht wurde. In diesem Falle war die Synchronisation der Sägezahnbewegung des Kathodenstrahles nicht mehr in vier horizontale Bewegungen während einer Rotation aufgeteilt, während des dritten Zyklus wurde hierbei eine zehnmal höhere Geschwindigkeit erreicht. Die Synchronisation wird in diesem Falle durch die Sekundäremissionsmarken des Schirmes 1791 vorgenommen. Jeder Impuls, der von den einzelnen Marken der Strichserien kommt, wird dem Steuergitter der Pentode 2002 zugeführt. Dieser Impuls kann auch von dem Kathodenwiderstand 1983 des Gasentladungsrohres 1795 abgenommen werden, wenn durch einen vierten Pol des Schalters 1790 sichergestellt ist, daß diese Impulse nur in Stellung b des Schalters 1790 eine Ladung des Kondensators 2027 bewirken können, was das Anwachsen der Auslenkung um eine Zeile zur Folge hat. So wird Zeile für Zeile der Buchstabentype, welche der Impuls entspricht, horizontal und zeilenweise vertikal von unten im Abschnitt S5 des Schirmes 1788 abgetastet, so daß er Zeile für Zeile von unten zu einer vollen Linie niedergeschrieben werden kann, beispielsweise auf dem Speicher S 6 od. dgl. Sind die Buchstabentypen auf diese Weise zu einer kompletten Zeile auf der Speicherschicht des Abschnittes S6 angeordnet, so können sie von dort beispielsweise einem Breitschreibwerk gemäß Fig. 30 oder 31 zugeführt werden. Das zeilenweise Abfühlen für die zeilenweise Steuerung der Schreibhebel kann durch eine einfache Drehung um die Achse erfolgen. Aus diesem Grunde sind deshalb die Buchstabentypen des Schirmes 1788 horizontal im Bereiche S5 angeordnet. Durch die Benutzung verschiedener Vorspannungen entsprechend den Entladungsrohren 2018 bis 2021 wird die horizontale Vorspannung für die Ablenkung in Abhängigkeit von den verschiedenen Widerständen, beispielsweise Widerständen 1972 und 1973, in den Hauptkreisen des Entladungsrohres gesteuert. So können durch Veränderung der Vorspannung gemäß einer zusätzlichen Einzelmarkierung zu den Impulsen »0« bis »9« die verschiedenen Buchstabentypen abgefühlt und entweder auf dem Band 1789 oder auf dem Schirm 6a aufgezeichnet werden.
  • Mit Hilfe des Kathodenstrahlverteilers 1789, dessen Steuerung mit der des Verteilers nach Fig. 23 zu vergleichen ist, kann das Vielzeilenschreiben durch die zeilenweise Abtastung von Impulsen gemäß Fig. 30 und 31 vorgenommen werden. Die Impulse können auf einem magnetischen oder optischen Band, das als Vermittler dient, gespeichert werden, so daß das Schreiben später erfolgen kann, wobei die Steuerung der Synchronisation des Rechenwerkes einfach mit Hilfe der Ablenkplatten und zweier Sinusspannungen erfolgen kann, von denen die eine um 901 gegen die andere verschoben ist.
  • Die einzelnen Gasentladungsrohre für die Steuerung der Druckbuchstaben sind in Fig. 30 als Zusatz zu dem Schreibwerk gezeigt. Der Kathodenstrahlverteiler 2101 mit den Kontakten al bis a10 entspricht dem Kathodenstrahlverteiler 1791, und der Dekadenverteiler 2100 entspricht der Skala 1792a.
  • Um eine ausreichende übersicht der verschiedenen Kreise des Schaltbildes in Fig. 24 zu gestatten, sind nur die für die Funktion wesentlichen Teile gezeigt. Einzelheiten und Zubehör sind aus diesem Grunde fortgelassen worden.
  • In Fig. 25 wird ein Ausführungsbeispiel eines elektronischen Rechenwerkes gezeigt, das mit einer elektromagnetischen Speichervorrichtung zusammenwirkt. Abweichend von den oben beschriebenen elektromagnetischen Lösungen ist in diesem Falle nur die Speicherung magnetisch, während das Rechnen nicht durch einen Satz elektromagnetischer Spulen oder einen Rechenkörper, sondern durch direktes elektronisches Rechnen bewerkstelligt wird, wobei das elektromagnetische Speicherungsprinzip auf einem Rotor oder einem Band beibehalten wird.
  • Das Rechenwerk, gezeigt in Fig. 25, weist elektromagnetische Mittel auf, die in dem oberen Teil der Zeichnung gezeigt werden, und weist weiterhin einen mehr elektronischen Teil auf, welcher in dem unteren Teil der Fig. 25 dargestellt wird. Ähnlich den bereits in den Fig. 2 bis 5 beschriebenen Ausführungsbeispielen besteht es gleichermaßen aus einem Stator mit magnetischen Spulen, einem Rotor und einem Band. Die Verbindung der Abfühlspulen mit den Aufzeichnungsspulen und den Löschspulen sind in dem unteren Teil der Fig. 25 dargestellt. In den Bahnen a bis e des Stators sind die Spulen um den Rotor herum angeordnet, wobei die Spulen der Bahnen a bis c die Aufgabe haben, auf dem Rotor markierte Impulse abzufühlen, während in den Bahnen d und e des Rotors Zählwertimpulse aufgezeichnet werden. Die Spulen der Bahnen f, g und h haben die Aufgabe des Abfühlens und des Aufschreibens auf das Band. Bahn f enthält die Zählwertimpulse, während in den Bahnen g und h die Null- und Begrenzungsimpulse markiert sind.
  • Die Zählwertimpulse auf dem Band 1470 oder auf dem Rotor 1471 sind bei dem gezeigten Beispiel in der Weise gespeichert, daß die Zählwertimpulse in einem bestimmten Abstand von den Begrenzungsimpulsen bei dem Additionsvorgang aufgezeichnet sind, während der Abstand zu dem Anfangsimpuls eine komplementäre Bedeutung hat. In Sektor 1, Bahn f, Feld 19 des Bandes ist z. B. der Impuls » 1 « markiert, während der Impuls »9« des zweiten Sektors (für die vorletzte Zahlenstelle) in Sektor 11, Bahn 1, Feld 10 markiert ist. An Stelle einer Einzelimpulsmarkierung eines Zählwertes in einemAbstand von dem Begrenzungsfeld bzw. Nullfeld in Bahn f kann auch eine solche Anzahl von Impulsen gespeichert werden, die dem in Frage kommenden Zählwert gleicht, so daß der ganze Abstand von dem Zählwertimpuls zu dem Begrenzungsimpuls diese Markierungen in regelmäßigem Abstand enthält. Die Wirkungsweise und die Rechenoperation sind in beiden Fällen die gleichen.
  • In dem Rechenvorgang sind drei Arbeitszyklen zu betrachten: 1. Zyklus: Abfühlen und Addition der Zählwerte des alten Saldos der Stelle aus dem Rotor, wobei der Zehner-übertrag berücksichtigt wird.
  • 2. Zyklus: Abfühlen und Addition der neuen Zählwerte von dem Band unter Feststellung, ob ein Zehner-übertrag erfolgen muß. 3. Zyklus: Aufschreiben der resultierenden Zählwerte. Während des ersten Zyklus erfolgen das Abfühlen und die Addition des Zählwertes des alten Saldos der Stelle aus dem Rotor, gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Zehner-übertrages. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel geschieht die Zündung des Gasentladungsrohres 1971 entweder von der Verstärkerpentode 1968 oder von der Pentode 1969 her. Die beiden Pentoden 1968 und 1969 werden durch das Gasentladungsrohr 1967 gesteuert, in dessen Kathodenkreis zwei Widerstände 1965 und 1966 bewirken, daß bei Zündung des Gasentladungsrohres 1967 die Pentode 1969 »offen« und Pentode 1968 »geschlossen« ist. Die Zündung dieses Gasentladungsrohres 1967 wird bewirkt, wenn ein Zehner-übertrag stattfinden soll. Während des normalen Betriebes fühlt die Abfühlspule A 1 d 1 die Impulse der Zählwerte ab und zündet das Gasentladungsrohr 1971 in dem Augenblick, in dem die Zählwertimpulse der Bahn d unter dem Schlitz dieser Abfühlspule vorbeigleiten. Soll dagegen ein Zehner-übertrag wirksam werden, so wird das Gasentladungsrohr 1967 gezündet, und Pentode 1969 ist »offen«, da sie ihre Schirmgitterspannung von dem Widerstand 1966 im Entladungskreis des Gasentladungsrohres 1967 erhält. In diesem Falle wird die Zündung des Gasentladungsrohres 1971 um ein Feld früher bewirkt, da nunmehr die Abfühlspule A XII d 40 wirksam wird, die gegenüber der zuvor wirksamen Abfühlspule A 1 d 1 um ein Feld versetzt vorgesehen ist. Die Zündung des Gasentladungsrohres 1971 bewirkt das öffnen der Pentode 1964, da der Spannungsabfall an dem Kathodenwiderstand 1963 des Entladungsrohres die für das öffnen der Pentode 1964 benötigte Schirmgitterspannung liefert. Von diesem Augenblick an wird das Laden des Kondensators 1962 mit Hilfe der Verstärkerpentode 1961 in Verbindung mit der Ladepentode 1964 bewirkt. - Das Laden kann entweder kontinuierlich erfolgen, und zwar vom Eintreffen des Zählwertimpulses an bis zu dem des Begrenzungsimpulses, oder es kann durch eine bestimmte Anzahl von Einzelladungen bewirkt werden, die durch eine Anzahl von Rechteckimpulsen gesteuert werden, welche den Zählwerten entspricht. So kann z. B. ein Rechteckimpuls dem Zählwert »l« entsprechen bzw. neun Rechteckimpulse dem Zählwert »9«. In der Zeichnung ist der letztere Weg zusätzlich dargestellt, um die Möglichkeiten einer solchen Ladung zu erklären. Die Arbeitsgeschwindigkeit der Recheneinrichtung bei kontinuierlicher Ladung kann in einem gewissen Grade höher als bei unterbrochener Ladung sein, weil die unterbrochene Ladung eine Vielzahl von Zählwertimpulswellen innerhalb eines Zählwertes erfordert und deshalb eine höhere Übertragungsfrequenz an dem Abfühl- oder Aufschreibkopf bedingt, die bis zu zehn Perioden pro Zählwert liegen kann, während die kontinuierliche Ladung zum Schalten nur zwei Impulse mit relativ steilen Flanken erfordert.
  • Die kontinuierliche Ladung des Kondensators be- ginnt mit der Zündung des Gasentladungsrohres 1971 und endet mit der Zündung des Gasentladungsrohres 1960. Das Steuergitter der Pentode 1964 kann in diesem Falle direkt mit dem Nullpunkt verbunden sein, und die Pentode 1961 kann weggelassen werden. Soll dagegen während des Zeitraumes, der zwischen der Zündung der Gasentladungsrohre 1960 und 1971 liegt, eine bestimmte Anzahl von Zählimpulsen einer bestimmten Länge addiert werden, so muß, wie es in der Fig. 25 dargestellt ist, die Elektronenröhre 1961 zwischengeschaltet werden, deren Anoden- und Schirmgitterspannung sowie deren Gittervorspannung so eingestellt sind, daß der Oberteil der Sinuswelle der Impulse rechteckig abgeschnitten wird, so daß das Laden des Kondensators 1962 nur während der Wirkung dieser Rechteckimpulse von der Elektronenröhre 1961 auf das Steuergitter der Pentode 1964 bewirkt wird.
  • Das Schließen der Pentode 1964 wird mittels des Gasentladungsrohres 1960 bewirkt, dessen Zündung die Kathode der Pentode 1964 positiv im Verhältnis zu ihrem Steuer- und Bremsgitter macht, die mit dem Nullpotential verbunden sind. Das Steuergitter des Entladungsrohres 1960 wird durch die Verstärkerpentode 1959 gesteuert. Das Steuergitter der letzteren wird während des ersten Zyklus durch die Abfühlspule A la 30 erregt.
  • Kurz dargestellt ist der erste Zyklus bei der Addition folgender: Die Abfühlspulen A X11d40 und A 1 d 1 bekommen durch den Zählwertimpuls je einen induktiven Spannungsstoß, welcher den Stellenzählwert des alten Saldos darstellt. In Abhängigkeit davon, ob das Gasentladungsrohr 1967 gezündet ist oder nicht, wird entweder Pentode 1969 oder 1968 für die Zündung des Gasentladungsrohres 1971 wirksam, welches die Ladepentode 1964 »öffnet«. So beginnt das Laden des Kondensators 1962 in dem Augenblick, in dem der Zählwertimpuls auf Bahn d des Rotors den Schlitz der AbfühlspuleAXIld40 bzw. A 1 d 1 passiert. Die Pentode 1964 wird »geschlossen« und das Laden des Kondensators 1962 beendet, wenn das Entladungsrohr 1960 durch die in der Abfühlspule A la 10 induzierten, mittels der Pentode 1959 verstärkten Begrenzungsimpulse gezündet ist.
  • Während des zweiten Zyklus wird das Abfühlen des neuen Zählwertes von dem Band sowie seine Addition unter Feststellung, ob ein Zehner-Cbertrag zu erfolgen hat, bewirkt.
  • Der zweite Zyklus des Additionsvorganges wird durch dieselben Mittel bewirkt, die schon während des ersten Zyklus tätig waren. Nur zusätzliche Abfühlspulen müssen benutzt werden, nämlich A 1 f 11 und Alhll für die Additionen und A lgll sowie die Sekundärwicklung A 1 f 11 bei der Subtraktion. Bei der Addition, d. h., in der Stellung a des zweipoligen Schalters 1959 wird die Addition in dem zweiten Zyklus vorgenommen. Im Verlaufe dieses Zyklus »öffnen« die Zählwertimpulse der Bahn f das Entladungsrohr 1971 über die Verstärkerpentode 1968, während die Begrenzungsimpulse die Laderöhre 1964 über die Abfühlspule A 1 h 11, die Verstärkerpentode 1959 sowie das Gasentladungsrohr 1960 »schließen«.
  • Bei der Subtraktion in Stellung b des zweipoligen Schalters 1959 wird der Öffnungsimpuls in der Abfühlspule A 1 g 11 in der Null-Lage induziert, während das »Schließen« der Pentode 1964 durch die Zählwertimpulse, induziert in einer Sekundärwicklung der Abfühlspule A 1 f 11, bewirkt wird. Durch dieses Vertauschen des Begrenzungspunktes mit dem Nullpunkt findet eine komplementäre Addition an Stelle der gewöhnlichen Addition statt.
  • Für die Multiplikations- und Divisionsvorgänge wird die Impulsversetzung, wie sie beispielsweise zu den Ausführungsbeispielen der Fig. 8 und 22 beschrieben war, analog angewendet.
  • Nach Beendigung des zweiten Zyklus enthält der Kondensators 1962 eine Ladung, die der Summe des alten Saldos des Stellenzählwertes, gegebenenfalls um »l« durch den Zehner-übertrag und durch den neuen Zählwert erhöht, entspricht, so daß während der beiden ersten Zyklen eine resultierende Spannung entsteht, die dem Ergebnis entspricht.
  • Das Gasentladungsrohr 2037 erhält eine derart eingestellte Gitter-vorspannung, daß bei einer Spannung zwischen »neun und zehn Zählwerteinheiten« am Kondensator 1962 die Gastriode gezündet wird. Dadurch entsteht in dem Augenblick, in dem die Spannung an dem Kondensator von »neun auf zehn Einheiten« steigt, ein steiler Impuls in dem Entladungskreis 2037 und 1962. Dieser Impuls wird über den Transformator 1958 übertragen und zündet das Gasentladungsrohr 1957, und durch den Spannungsabfall an seinem Kathodenwiderstand 1956 liefert das Gasentladungsrohr 1957 die Anodenspannung für die Pentoden 2034 und 2035. Während des zweiten Zyklus ist die Pentode 2035 »offen«, da das Gasentladungsrohr 2038 noch nicht in Tätigkeit getreten ist. Waren beispielsweise die Zählwerte »8+5 = 13« zu addieren, so wurde die Spannung, die der Mitte zwischen »neun und zehn Einheiten« entspricht, in den beiden ersten Zyklen überschritten, als noch drei Impulsfelder (7, 8, 9) zur Abfühlung in Bahn b durchlaufen mußten. Diese Felder 6 bis 9 blieben übrig, da die anderen konstanten Impulse auf dieser Bahn (die Felder 0 bis 6) schon vorbeigelaufen waren. Vom Augenblick des öffnens der Pentode 2035 an konnten deshalb noch drei Impulse der Bahn b des Rotors durch die Abf ühlspule A 1 b 11 abgef ühlt und mittels der Aufschreibspule Mlell aufgeschrieben werden. Im Falle dieses Arbeitsbeispiels zündet bei dem Aufschreiben eine zweite Wicklung der Aufzeichenspule mit den Enden c und d das Gasentladungsrohr 1967 und bewirkt dadurch, daß ein Zehner-übertrag in die nächste Stelle stattfindet, indem an Stelle der Pentode 1968 während des Rechenvorganges in der nächsten Stelle die Pentode 1969 »offen« ist.
  • Wird dagegen während des zweiten Zyklus in einem anderen Arbeitsbeispiel die Spannung des Kondensators 1962 die Zündspannung des Gasentladungsrohres 2037 nicht erreichen, d. h., bleibt der resultierende Zählwert während der ersten beiden Zyklen kleiner als zehn, so wird die Pentode 2035 in dieser Stelle nicht wirksam, und an der Sekundärwicklung c/d der Aufschreibspule Mlell entsteht kein Zehner-übertragungsimpuls. - In Bahn c ist zwischen den Feldern 20 und 21 die Abfühlspule A 1 c 20/21 angeordnet, durch die die in Bahn c vorgesehenen Null-Impulse abgefühlt werden, welche nach Verstärkung in der Pentode 1955 das Gaseniladungsrohr 2038 beim übergang vom zweiten zum dritten Zyklus zünden, so daß während des dritten Zyklus die Pentode 2035 »geschlossen« ist, während die Pentode 2034 »offen« ist.
  • Während des dritten Zyklus erfolgt das Aufschreiben des resultierenden Zählwertes, wenn dieses nicht bereits während des zweiten Zyklus stattfand, weil der resultierende Zählwert gleich oder größer als zehn war. In diesem Falle wurde, wie bereits ausgeführt, zu gleicher Zeit angezeigt, daß ein Zehner-Obertrag stattzufinden habe. - Im dritten Zyklus werden diejenigen resultierenden Spannungen des Kondensators 1962 ausgewertet, die »kleiner als zehn» sind, d. h., deren resultierende Zählwerte kleiner als zehn sind. Im Ausführungsbeispiel findet während des dritten Zyklus in diesem Falle automatisch ein konstantes Addieren von zehn Zählwerteinheiten statt, und zwar gesteuert durch den öffnungsimpuls der Abfühlspule A la 21 und den Schließimpuls über die Abfühlspule A la 30.
  • Hierdurch wird die Spannung von »neun nach zehn« Spannungseinheiten, eingestellt durch die Vorspannung des Steuergitters des Gasentladungsrohres 2037, während des dritten Zyklus auch von all den resultierenden Zählwerten überschritten, die während der beiden ersten Zyklen unter dem Wert zehn blieben. In aleicher Weise, wie oben beschrieben, werden die übrigen Zählwertimpulse den resultierenden Zählwertimpulsen von Bahn b auf e mit Hilfe der Abfühlspule A 1 b 21, der Pentode 2034 und der Aufschreibspule Mle21 übertragen, da während des dritten Zyklus das Gasentladungsrohr 2038 gezündet ist, das die Pentode 2034 »öffnete«, die Pentode 2035 dagegen »schloß«. Sind beispielsweise in einem Arbeitsbeispiel » 1 + 2 = 3 « zu addieren, so würde das Er-"ebnis innerhalb der ersten beiden Zyklen »3« und damit niedriger als der Wert zehn sein. Während des dritten Zyklus werden nun automatisch zehn Zählwerteinheiten addiert. Die Spannung »zwischen neun und zehn Spannungseinheiten« wird damit in dem Augenblick überschritten, in dem noch drei Impulse vorhanden sind, ähnlich wie es bei dem oben aufgeführten Arbeitsbeispiel der Fall war, bei dem »8+5 = 13« gerechnet wurde, nur mit dem Unterschied, daß dieser Übertrag durch Abfühlspule A 1 b 21 über Pentode 2034 auf Aufschreibspule M 1 e 21 bewirkt wird, d. h., daß die Übertragung nunmehr während des dritten Zyklus durchgeführt wird und ohne Wirkung in bezug auf den Zehner-übertrag bleibt.
  • Bei einem abgeänderten Ausführungsbeispiel kann beispielsweise, anstatt alle übrigen Impulse der Bahn b von dem Augenblick an, in dem die Spannung »neun nach zehn« Spannungseinheiten überschritt, zu markieren, nur der jeweils erste Impuls auf Bahne markiert werden. Dieser Effekt kann entweder mit Hilfe einer kurzen Entladungsperiode des Entladungskreises 1957 erzielt werden oder durch Aufschreiben des Impulses selbst durch eine Kondensatorentladung über ein Entladungsrohr, daß in dem Augenblick gezündet ist, wenn der erste Impuls der Abfühlspule A 1 b 21 oder A 1 b 11 durchkommt.
  • Im weiteren Verlauf des Rechenvorganges bewirkt die Pentode 2036 die Rückübertragung von Bahn e auf Bahn d über die Abfühlspule A XII e 35 zur Aufschreibspule MXI1d35. Die Löschspulen in den Bahnen d und e können ein- und ausgeschaltet werden. Sie arbeiten vorzugsweise nach dem Hochfrequenz-Löschungsverfahren, welches in Fig. 27 dargestellt ist.
  • Wenn das Ergebnis nicht direkt geschrieben wird, wofür die verschiedenen Arten des Kodes der Zählwertimpulse benutzt werden können (beschrieben in den Fig. 7d, 13, 16, 17 und 23) kann das Ergebnis auf einem zusammenfassenden Band aufgeschrieben werden. In diesem Falle würden die Null- und Begrenzungsirnpulse für Addition und Subtraktion von den Bahnen a und c des Rotors auf die Bahnen g und h des Bandes durch eine einfache Verstärkerröhre, welche der Verstärkerpentode 2036 mit Abfühlspule und Aufschreibspule entspricht, übertragen werden.
  • In der zusammenfassenden Zeichnung der Fig. 1 werden zwei verschiedene Schreibwerke gezeigt, ein Werk 201, welches vertikal arbeitet und auf einen zusammenhängenden Bogen Papier 202 schreibt, und ein weiteres Schreibwerk 204, welches horizontal arbeitet (für Hauptbuchposten u. dgl.). Die Arbeitsweise der Schreibwerke ist die gleiche, unabhängig davon, ob sie für das Schreiben einer einzelnen Zeile oder einer Vielzahl solcher Zeilen, z. B. einhundert oder mehr Schreibzeilen oder Zeilengruppen, benutzt werden. Im letzteren Falle werden einige der benötigten Teile in einer Vielzahl in den Werken gebraucht.
  • Werden solche Schreibeinrichtungen in einzeiliger Form nach Art einer Schreibmaschine angewendet (vgl. Fig. 28 a bis 28 c), so muß das Schreibwerk auf dem Papier die Schreiblinie entlanggeführt werden, oder das Papier muß entlang der Schreibeinrichtung geführt werden. Diese Bewegung kann kontinuierlich ausgeführt werden und vermeidet damit die Begrenzung der Geschwindigkeit, die durch mechanische Unterbrechereinrichtungen bedingt ist, wenn ein Papierträger oder die Schreibeinheit selbst von Buchstabe zu Buchstabe oder von Zahl zu Zahl springend bewegt wird.
  • Finden diese Schreibwerke bei vielzeiligen Schreibeinrichtungen Anwendung, so wird das Papier vertikal zur Schreibzeile oder aber die Schreibeinheit in umgekehrter Richtung bewegt. Auch diese Bewegung wird vorzugsweise kontinuierlich ausgeführt. In dem hochleistungsfähigen Einzeilen-Vielstellen-Schreibwerk nach Fig. 30 ist zum Schreiben der einzelnen Bildpunkte eine Vielzahl von Schreibhebeln 2106 vorgesehen, denen zur Steuerung Magnetspulen zugeordnet sind. Durch eine Erregung der Magnetspulen 2108 und 2109 in Abhängigkeit von der Form der Buchstabentypen, die geschrieben werden sollen, kann der Schreibvorgang der einzelnen Zeilen mit einer relativ hohen Geschwindigkeit erfolgen. Diese Geschwindigkeit ist nur durch die Frequenz begrenzt, welche durch schwingende Hebel, gesteuert durch die Magnetspulen, erreicht werden kann. Da unter den schwierigeren Bedingungen der üblichen Relais mit Zeitverzögerungen durch Selbstinduktion in den Spulen usw. eine Schaltfrequenz von zweihundertfünfzig Perioden je Sekunde in den Fernschreibgeräten erreicht wird, ist es hier unter diesen besseren Bedingungen möglich, zweihundertfünfzig Punktzeilen je Sekunde, was etwa fünfundzwanzig Buchstabenzeilen je Sekunde als Hilfsgeschwindigkeit entspricht, nach diesem Prinzip zu erzielen. Diese Leistung entspricht neunzigtausend Buchstabenzeilen je Sekunde oder, bei einem Vielstellenschreibwerk von hundert Stellen, bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von zweihundertfünfzig Buchstabentypen je Sekunde in Vielzeilen-Fernschreibern dieser Art gemäß den heutigen Möglichkeiten.
  • Die Steuerung der Erregung der Spulen wird gemäß Fig. 30 in Kombination mit dem Kathodenstrahlverteiler 2101 bewirkt. Die Benutzung dieses verhältnismäßig einfachen und billigen trägheitslosen Verteilers wird hauptsächlich beim Fernschreiben auf Grund der Möglichkeit einer einfachen Synchronisation vorgenommen. Selbstverständlich können bei abgewandelten Ausführungsbeispielen für Vielstellenschreiber auch induktive Verteiler, beispielsweise nach Fig. 13, benutzt werden.
  • Bei der Steuerung des Vielstellenwerkes nüt Hilfe des Kathodenstrahlverteilers der Fig. 30 ist die Arbeitsweise wie folgt: Das magnetische oder optische Band 2137 der Fig. 31 oder der Speicher 2130 enthält eine Steuerfrequenz als Modulation zusätzlich zu den Impulsen, welche die verschiedenen Buchstabentypen darstellen. Um mittels eines Punktschreibwerkes schreiben zu können, müssen die Impulse, welche die Buchstaben charakterisieren, in Impulsfolgen aufgelöst werden, welche den Punktfolgen entsprechen, die die Form der Buchstaben beim Schreiben hervorrufen (s. Fig. 13, Type »4« in der rechten Ecke der Darstellung). So enthält z. B. die Auswahlspeichereinheit 2130 in Fig. 31 solche in aufgelöste Impulsfrequenzen umgeformte Typen, welche in gleicher Weise direkt zum Schreiben mit Hilfe eines Vielstellenschreibwerkes nach Fig. 30 wie auch für Sichtbarmachung mit Hilfe eines Kathodenstrahlrohres benutzt werden können. In dem Schaltbild der Fig. 30 werden die Impulsfrequenzen, welche die Form der Hauptlinie der Buchstabentype darstellen, durch eine Abfühlspule abgefühlt, deren eines Ende mit dem Steuergitter der Pentode 2095 verbunden ist. Die Anodenspannungsänderungen dieser Verstärkerpentode werden über einen Kondensator dem negativ vorgespannten Steuergitter CE 2 des Zweistrahlkathodenrohres 1954 in Fig. 30 zugeführt. Die Synchronisation der Rotation der Kathodenstrahlbewegung über die Sektoren al bis a, auf dem Schirm 2101 wird durch den Abfühlkopf 1953 bewirkt, welcher mit seinem Schlitz die Kontrollfrequenz auf dem Speicher abtastet. Das eine Ende dieser Abfühlspule 1953 ist mit dem Steuergitter der Pentode 2096 verbunden. Nach Verstärkung wird diese Steuerfrequenz dem Ablenkplattensystem DP3 direkt zugeführt; ebenso wird die Phasenschiebereinrichtung 1789 gespeist, welche als Brücke ausgebildet ist und in jedem Brückenzweig je einen Kondensator und einen Widerstand aufweist. Dieser Phasenschieber bewirkt eine Phasenverschiebung der abgefühlten Steuerfrequenz um 90'. Diese jeweils um 901 verschobenen, an den Brückenzweigen abgreifbaren Sinuswellen werden den beiden Ablenkplatten des Systems DP4 zugeführt. - An Stelle einer Phasenschiebereinrichtung kann wieder eine zweite Kontrollfrequenz vorgesehen sein, die bereits um 90' verschoben gespeichert ist und die nach Abfühlung und Verstärkung dem Ablenkplattensystem DP4 zugeführt wird.
  • Die negative Spannung an derSteuerelektrodeCE2 des unteren Elektrodensystems des Kathodenstrahlrohres 1954 ist derart eingestellt, daß die Intensität des Kathodenstrahles nicht ausreicht, beim überlaufen der Sekundäremissionssektoren al bis a" des Schirmes 2101 eine Anzahl von Sekundärelektronen auszulösen, die genügt, um einen Spannungsstoß an den Steuergittern der Gasentladungsrohre 2102 zu bewirken. Wird nun in der Abfühlspule 1952 ein Impuls induziert und über die Pentode 2095 verstärkt, so wird für die Dauer dieses Impulses die an der Steuerelektrode CE2 anliegende Steuersparinung weniger negativ, und die Intensität des Kathodenstrahles wird derart verstärkt, daß er an dem gerade überstrichenen der Sektoren al bis a" Sekundärelektronen in einer derartigen Menge auslöst, daß das nachgeordnete der Gasentladungsrohre 2102 bzw. 2103, das über einen Kondensator mit den Sekundäremissionssektoren verbunden ist, zu zünden. Im Hauptentladungskreis dieser Gasentladungsrohre sind Steuerimpulsspulen 2108 bzw. 2109 vorgesehen, deren Verbindung über eine Steckschalttafel bewirkt werden kann, wie sie schematisch in Fig. 31 gezeigt wird.
  • Die Erregung des magnetischen Systems 2104 und 2111 des gesondert dargestellten Punkt-Zeilenschreibwerkes erfolgt mit Hilfe des Gasentladungsrohres 2099, in dessen Hauptentladungskreis die Spulen dieses magnetischen Systems mit ihren Wicklungsenden d und e vorgesehen sind. Sind nicht mehr als hundert bis hundertzwanzig Spulen zu erregen, so kann die Steuerung des Steuergitters des Gasentladungsrohres 2099 durch Impulse bewirkt werden, welche direkt der Sekundäremissionslinie c entnommen wurden, so daß die Erregung einmal während der Rotation des Kathodenstrahles auf dem Schirm 2101 erfolgt.
  • Bei einer solchen Anzahl von Spulen 2108 und 2109 des Schreibwerkes und den entsprechenden Sektoren auf dem Schirme 2101 können Kathodenstrahlrohre üblicher Abmessungen benutzt werden. Ist eine größere Anzahl von Sektoren erforderlich und sollen kleine Kathodenstrahlrohre benutzt werden, so könnte eine Vielzahl von Kathodenstrahlverteilern benutzt werden, welche in Reihe arbeiten. Um zu erreichen, daß eine Vielzahl solcher Spulen bzw. Gasentladungsrohre durch einen Kathodenstrahlverteiler gesteuert werden kann, ist eine zusätzliche Skala 2101a mit Anschlüssen b 10 bis b 1 vorgesehen, welche durch einen Kathodenstrahl gesteuert wird, welcher durch das Ablenkplattensystem DP1 abgelenkt wird. (Weitere Varianten ergeben sich, wenn beispielsweise die Gasentladungsrohre durch kleine Glimmrelais ersetzt werden, die direkt in der Verdrahtung anzuordnen sind.) Soll eine größere Zahl von Spulen mittels eines einzigen Kathodenstrahlverteilers gleichzeitig erregt werden, so wird die Zündung des Entladungsrohres 2099 durch den oberen Abschnitt b 1 des Skalenabschnittes 2101 a bewirkt. Dieser Skalenabschnitt, gesteuert durch das Ablenkplattensystem DP 1, ist vergleichbar der Skala 1792a, 1792b der Fig. 24, die bereits oben beschrieben ist.
  • Der Kathodenstrahl dieses Ablenkplattensystems DP1 wird durch einen Kondensator gesteuert, der im Anodenkreis der Pentode 2098 vorgesehen ist und dessen eines Ende mit der Ablenkplatte DP1 verbunden ist. Bei jedem Zyklus der Rotation des Kathodenstrahles über den Schirm 2101 wird beim Überstreichen des Sektors c ein Impuls ausgelöst, der den Gasentladungskreis durch die Zündung des Gasentladungsrohres 2097 entlädt. Hierdurch ist die Pentode 2098 kurzzeitig geöffnet, während sie gewöhnlich durch eine negative Vorspannung des Steuergitters, die über den Gitterableitwiderstand zugeführt wird, geschlossen ist. Hierdurch wird eine stufenweise Auslenkung des Kathodenstrahles, der über die Sektoren b 10 bis b 1 der Skala 2101 a aufwärts wandert, in solcher Weise erreicht, daß während jeder Umdrehung dieser Kathodenstrahl um einen Schritt, entsprechend der schrittweisen Ladung des Kondensators im Anodenkreis der Pentode 2098, weiter ausgelenkt wird.
  • Bei der schrittweisen Vertikalbewegung des Kathodenstrahles der Skala 2101a zündet der Kathodenstrahl, der eine definierte Intensität aufweist, bei der ersten Rotation, d. h., wenn das Laden des Kondensators durch die Zündung des Gasentladungsrohres 2097 von dem Sektor c aus begonnen hat, das Gasentladungsrohr 2100/0. Dieses gezündete Gasentladungsrohr liefert an seinem Kathodenwiderstand einen Spannungsabfall, der als Anodenspannung für die Entladungsrelais der untersten Gruppe dient und die gerade unterhalb der Zündspannung der Gasentladungsröhren liegt. Deshalb ist nur diese eine Reihe der Entladungsrelais für die Zündung vorbereitet. Gitterseitig sind sämtliche Sätze der Entladungsrelais über vertikale Leitungen mit den Sektorenal bis a" des Kathodenstrahlverteilers verbunden, so daß bei Auslösen eines Impulses an den Sektoren innerhalb jeder Gruppe der Entladungsrelais eines diesen Impuls an seinem Steuergitter empfängt. So wird nur dasjenige der Entladungsrelaisrohre gezündet, das sowohl über die vertikal verbundene Gitterleitung Impulse von den Sektoren al bis a, erhält und das auch in der horizontalen Reihe der Entladungsrohre angeordnet ist, dessen vorgeordnetes, durch die Sektoren b 10 bis b 1 der Skala 2101 a gesteuertes Entladungsrohr gezündet ist und die notwendige Anodenspannung liefert.
  • Nach einem Zyklus, d. h. nach einer Rotation des Kathodenstrahles des Verteilers, läuft der Kathodenstrahl über den Abschnitt d des Schirmes 2101 und zündet das diesem nachgeordnete Gasentladungsrohr 1951. Hierdurch wird der Anodenkreis der Pentode 2103 unterbrochen, der die Entladungsrohre 2100/0 bis 2100/9 speist. Daher wird das dem Abschnitt b 10 zugeordnete Entladungsrohr gelöscht (erste Rotation des Kathodenstrahles im Verteiler 2101), aber dasjenige der Entladungsrelais 2102 der letzten Reihe 2102/0, das erregt war, bleibt gezündet, da diese Reihe über einen Widerstand an einer positiven Spannung liegt, welche etwas höher als die Löschspannung des Gasentladungsrohres ist.
  • Während der zweiten Rotation wird das Gasentladungsrohr der zweiten Reihe, gesteuert durch das Gasentladungsrohr des Sektors b9, gezündet; in der dritten Reihe wird das dem Sektor b 8 zugeordnete Gasentladungsrohr gezündet usw., so daß nach z. B. zehn Rotationen dieses Kathodenstrahlverteilers alle benötigten Gasentladungsrohre gezündet sind. Die zugeordneten Spulen 2108 bzw. 2109 bewirken, daß die diesen zugeordneten Schreibhebel 2106 bei dieser horizontalen Punktlinie auf das Papier schreiben.
  • Um zu erreichen, daß ein intensiver Impuls in diesen Spulen wirksam wird, wird die Spannung des Pluspols, die während der Vorbereitungsphase, wie oben beschrieben, nur etwas höher als die Löschspannung der Gasentladungsrohre war, kurz vor der Erreichung des Kulminationspunktes der Aufwärtsbewegung der Welle 2105 so weit erhöht, daß sie dicht unter der Zündspannung des Gasentladungsrohres liegt, und zwar während eines kurzen Augenblickes, der vor dem Kuhninationspunkt beginnt, bis nach Verlassen dieses Punktes. Diese Erhöhung der Spannung wird im Ausführungsbeispiel mittels des Schalters 1950 bewirkt; dieser Schalter kann entweder ein Kontaktschalter sein, der durch das Relais 1949 gesteuert wird; dieses wiederum wird durch die mechanische Bewegung der Welle 2105 gesteuert. Andererseits kann auch ein Elektronenschalter vorgesehen sein, der beispielsweise durch das Entladungsrohr 2099 gesteuert wird.
  • Aus der Fülle der möglichen Varianten sei auf die hingewiesen, nach der Entladungsrohre mit einer zusätzlichen Elektrode verwendet werden. Die Änderung der Spannung auf einen höheren, nur kurz unter der Zündspannung der Entladungsrohre liegenden Wert wird damit vermieden. Die Entladungsrohre werden über die Zündelektrode gezündet, und während des »Vorbereitungszyklus« wird über die zusätzliche Elektrode die Zündung aufrechterhalten. Der Hauptentladungskreis wird impulsmäßig über die Kathode und die Anode hergestellt. Dieser Hauptentladungskreis wird bei den vorgezündeten Gasentladungsrohren nur während des kurzen Zeitraumes der Bewegung der Hebel um ihren oberen Kulminationspunkt herum wirksam. - Die erwähnten Relaisröhren können entweder mit einer heißen Kathode (Tbyratron) oder mit einer kalten Kathode versehen sein. Während heiße Kathoden in erster Linie in Mehrsystemröhren Anwendung finden, deren Systeme gegeneinander abgeschirmt sind, werden die letzteren gerne verwendet, wenn die Röhren direkt in der Verdrahtung angeordnet werden können und sich dadurch ein einfacher Aufbau ergibt.
  • Die beschriebenen Vielstellenschreibwerke können auch in höchst wirksamer Weise für das Femschreiben gemäß Fig. 31 verwendet werden. Das Schreibwerk der Sendestation gleicht im Ausführungsbeispiel der Fig. 31 dem in Fig. 30 dargestellten. Die Intensität des Strahles des Kathodenstrahlverteilers 2132 wird durch die Pentode 2135 gesteuert, welche die gleichen Impulse dem Modulationsrohr des Senders 2136 zuführt. Die Pentode 2134 überträgt die Synchronisationsfrequenz von der Spur 2129 der Speichertrommel 2130 über die Phasenschieberbrücke 2133 auf die Ablenkplattensysteme DP1 und DP2 der Kathodenstrahlröhre 2132. Die gleiche Frequenz wird dem Modulationsteil des Senders 2136 zugeführt. Im Ausführungsbeispiel werden die beiden Frequenzen wie folgt übertragen: Zunächst wird die Hochfrequenz des Senders 2136 durch eine sinusförmige Steuerfrequenz von einer verhältnismäßig niedrigen Schwingungszahl, verglichen mit der zusätzlichen Frequenz der Buchstabentypenimpulse, welche von einer viel höheren Frequenz sind, moduliert. Die verschiedenen Abschnitte des Kathodenstrahlverteilerschirmes 2119 bewirken die Erregung oder Nichterregung des Steuerentladungsrohres der Vielzeilenentladungsrohre 119 bis 122, welche das Vielzeilenschreibwerk 2117 mit den Spulen 2116 über die Steckschalttafel2118 steuern. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 31 sind als Entladungsrelais Kaltkathodenröhren dargestellt. Die Bewegung der schwingenden Welle, welche die einzeilig schreibenden Hebel auf und ab bewegt, wird durch das Gasentladungsrohr 2144 gesteuert, das seinerseits durch einen besonderen Abschnitt des Kathodenstrahlverteilers 2119 gesteuert wird. Das Löschen dieses Entladungsrohres erfolgt durch Unterbrechung des Kreises mittels eines mechanischen Kontaktes oder Relais, die mechanisch durch die Enden der schwingenden Welle gesteuert werden.
  • Auf der Empfangsseite finden wir die entsprechende Anordnung. Die Übertragung wird Punktlinie für Punktlinie über den Empfänger 2142, den Kathodenstrahlverteiler mit dem Kathodenstrahlrohr 2138 und dessen Schirm 2128 und das Schreibwerk 2121 vorgenommen. Die Ablenkimpulse werden von dem Empfänger den elektronischen Zweiwegeseparatoren 2141 und 2140 zugeführt, von denen 2140 die niederen Frequenzen passieren läßt, während 2141 die höheren passieren läßt, d. h. im Ausführungsbeispiel die Impulsfolgen, welche die Umrisse der Buchstaben darstellen. Gegebenenfalls werden Phasenverschiebungen durch diese Einrichtung mittels bekannter Mittel behoben.
  • Die niedere Frequenz, welche aus dem elektronischen Separator 2140 kommt, wird in der Pentode 2139 verstärkt und steuert die Auslenkung des Elektronenstrahles mittels der Ablenksysteme DP1 und DP2, deren Ablenkspannungen gegeneinander um 900 phasenverschoben sind. Die in der Pentode 2143 verstärkten Impulse steuern die Intensität des Kathodenstrahles des Kathodenstrahlrohres 2138 entsprechend der der Steuerelektrode CE zugeführten, mehr oder weniger negativen Spannung. Da das Rotieren des Kathodenstrahles des Kathodenstrahlverteilers 2119, 2132 der Sendestation durch dieselbe Steuerfrequenz bewirkt wird, die auch an dem Kathodenstrahlverteiler 2138, 2128 anliegt, passiert der Kathodenstrahl auf dem Kathodenstrahlverteilerschirm2119 in jedem Augenblick des Zyklus den entsprechenden Sektor a, bis a" des Schirmes, wie auch der über die Abschnitte des Schirmes 2128 ausgelenkte Kathodenstrahl des Kathodenstrahlverteilers 2138 jeweils die entsprechenden Sektoren passiert. Die Steuerfrequenz kann entweder von der Speichertrommel (Spur 2129 der Trommel 2130) oder einem Speicherband, z. B. Magnetband 2137, oder von einem Wechselstrom-Zeilengenerator entnommen werden, der zwei Wechselströme erzeugt, deren Spannungen gegeneinander um 901 in der Phase verschoben sind; dies kann beispielsweise durch versetzte Anordnung der Wicklungen erzielt werden. Das Schreiben wird gleicherweise durch das Vielstellenwerk 2121 über die Zündung der Steuerentladungsrohre 2123 bis 2126 vorgenommen, die mit den verschiedenen Abschnitten des Kathodenstrahlverteilerschirmes 2128 verbunden sind. Die Entladungskreise der Entladungsrohre sind mit den Spulen des Vielzeilenschreibwerkes über die Steckschalttafel 2122 verbunden, so daß die gewünschte Stellenumsetzung sich erreichen läßt. Die Bewegung der schwingenden Welle, welche sich mit den Schreibhebeln auf und ab bewegt, wird wie bei der stationären Einheit durch die Magnetsysteme 2104 (vgl. Fig. 30) bzw. 1948 in Fig. 31 in beiden Vielstellenschreibwerken 2117 und 2121 gesteuert. Damit wird die Bewegung der Welle über den Kathodenstrahlverteiler und die Entladungsrohre 2144 bzw. 2127 entsprechend der Beschreibung der Tätigkeit des Gasentladungsrohres 2099 in Fig. 30 gesteuert.
  • Auch hier können, wenn gewünscht, zusätzliche Skalen oder Kreissektoren des gleichen Kathodenstrahlverteilers oder innerhalb anderer Kathodenstrahlverteiler benutzt werden.
  • Außer der Steuerung der Schreibhebel od. dgl. durch diese Kombination des Kathodenstrahlverteilers mit den Relaisrohren od. dgl. kann nahezu jede Synchronisierung von Effekten über größere Entfernungen mit großer Genauigkeit erreicht werden.
  • Die Impulse, welche die Bewegung der Hauptwelle des Schreibwerkes auslösen, z. B. steuern, können auch als Synchronisationsimpulse für die Sägezahnbewegung eines Entladungskreises benutzt werden, dessen Kondensator die horizontalen Ablenkplatten eines Kathodenstrahlrohres parallel liegen. Dieses Kathodenstrahlrohr (101 b der Fig. 2 d) weist einen üblichen Leuchtschirm auf, und die in der Pentode 2143 verstärkten Impulse werden auf die Steuerelektrode des Kathodenstrahlrohres gegeben, so daß innerhalb jeder horizontalen Zeile die Intensität des Kathodenstrahles entsprechend den gesendeten Buchstabenimpulsen gesteuert wird und die geschriebenen Punktreihen die Buchstaben auf dem Schirm sichtbar machen. - Mit Hilfe der Steckschalttafel kann die Anordnung der Buchstabenreihen auf dem Papierbogen durch entsprechende Zwischenverbindungen zwischen den Spulen 2116 und den Relaisrohren 119 bis 122 oder 2120 und 2123 bis 2126 in gewünschter Weise abgeändert werden.
  • Die Einrichtung, welche die Auflösung der Buchstabentypen-Symbolimpulse in aufschreibbare oder anzeigbare Buchstabenimpulsfrequenzen umsetzt, wird später beschrieben werden.
  • Die verschiedenen Möglichkeiten, diese Vielzeilenschreibwerke in verschiedenen Lagen in Abhängigkeit davon, ob sie für das Beschreiben von Papierrollen oder für das Hauptbuchschreiben verwendet werden sollen, sind bereits beschrieben worden. An Hand der Tatsache, daß die Buchstabentypen durch direkte Wiedergabe ihrer Form reproduziert werden, kann das Fernschreiben auf dem Wege einer drahtlosen Übertragung bewirkt werden, da beispielsweise atmosphärische Störungen nur einen geringen Einfluß auf die Lesbarkeit der Buchstabentypen haben. Außerdem ist es bedeutungslos, ob Buchstaben, Zahlen oder andere Zeichen in den gleichen Zeilen wiedergegeben werden sollen.
  • Fig. 28 a zeigt ein Ausführungsbeispiel einer mit einer einstelligen, einzeiligen Schreibeinheit ausgerüsteten Büromaschine. Sie kann mit zusätzlichem Zubehör wie Vollsicht der Schreibseite, Stenographie-Einrichtung für ein automatisches Niederschreiben vollständiger Worte und Silben durch Niederdrücken i einer Kombination von Tasten der Tastatur, automatischem Wiederholen und Verbessern kurz vorher aufgeschriebener Texte, eine Einrichtung, welche automatisch die Breite und den Abstand der Buchstaben in Abhängigkeit von ihrer Zahl in einer Zeile ändert, so daß jede Zeile mit einer festgelegten Länge endet, einer Rechen-, Speicherband-, Abfühl- und Aufschreibvorrichtung, einer Anzeigevorrichtung u. dgl. versehen werden.
  • Im folgenden wird zuerst der Einzeilen-, Einstellenschreiber beschrieben, während die Zusätze später folgen. Die Hauptteile dieses Schreibwerkes sind die Einstellenschreibeinheit 2091, befestigt auf dem Schlitten 1947, und die Tastatur 2099. Die Schreibeinheit, wie oben beschrieben, wurde als Punktschreibwerk ausgeführt. Das Schreibwerk erhält die Impulse entweder direkt durch die Tastatur oder durch die kombinierten Anordnungen aus dem Speicher. Das Schreibwerk 2091 ist nur eine kleine Einheit mit einer Höhe von 4,25 mm, entsprechend der Höhe einer Buchstabentype, und ist auf dem Schlitten 1947, der horizontal verschiebbar ist, befestigt. Die Horizontalbewegung gegenüber dem Papier wird in diesem Falle durch Bewegung des auf dem Schlitten 1947 befestigten Schreibwerkes entlang der Führungsschienen 2090 bewerkstelligt, da in der gezeigten Anordnung das Schreibwerk gegenüber dem Papier bewegt wird.
  • Selbstverständlich kann eine nüt dem Schreibwerk nach der Erfindung ausgerüstete Schreibmaschine wie bei üblichen Maschinen das Papier mittels einer Gummiwalze halten, und das Papier kann fortlaufend gegenüber dem Schreibwerk bewegt werden, wie es in den Ausführungsbeispielen der Fig. 28b und 28c gezeigt ist. Da die Arbeit des Schreibwerkes gemäß der Erfindung rein elektrisch gesteuert wird, sind keine zusätzlichen mechanischen Hilfsvorrichtungen nötig.
  • Im Falle des Ausführungsbeispieles nach Fig. 28 a wird die Seitwärtsbewegung des Schlittens 1947 durch den Bedienungsmotor 2093 bewirkt, der durch elektrische Drehfelder oder Synchronisationsimpulse angetrieben wird. An seiner Stelle kann auch ein fortlaufend arbeitendes Relais oder ein Drahtzug treten. Bei den kombinierten Anordnungen, wie sie im Ausführungsbeispiel der Fig. 28 a gezeigt werden, ist der Bedienungsmotor auf Grund seiner universellen und einfachen Steuermöglichkeit vorzuziehen. Die Aufundabbewegung des Führungsbalkens 2090 geschieht entlang der Achsen 2097 mit den gleichen Mitteln, wie sie oben für die Seitwärtsverschiebung beschrieben wurden, vorzugsweise durch Drahtzug od. dgl.
  • Der zu beschreibende Papierbogen wird durch den Rahmen 2095 als volle Seite gehalten, so daß der auf der Seite bereits geschriebene Text gut zu übersehen ist und besonders bei einem größeren Satz von Kopien leicht korrigierbar bleibt.
  • Das Gehäuse 2094 enthält das obenerwähnte Zubehör wie Einrichtungen für die Stenographie, Berichtigung und einen konstanten genauen Zeilenabstand sowie gleiche Zeilenlänge sowie gegebenenfalls Rechen- und Sortiereinrichtungen. Die Kodeeinrichtung, wie sie ebenfalls vorgesehen ist, wird später eingehend beschrieben. Die Sichtzeile 2098 wird besonders dann benutzt, wenn zunächst blind geschrieben wird, wobei die Buchstabentypen nur im Speicher aufgezeichnet werden, um später gesondert geschrieben zu werden. Dies trifft beispielsweise für Kurzschriftanordnungen od. dgl. zu. Dargestellt sind weiter der Magnettrommelspeicher 1946, die Speicherbänder 1944 und 1945, die Steckschalttafel 1942 sowie ein elektrischer Verbindungsstecker 1943, der dem Anschluß anderer elektrischer Geräte, beispielsweise solcher für das Fernschreiben, oder für das Kombinieren mit anderen Anordnungen, z. B. einer Lochkarten-Abfühleinrichtung od. dgl.
  • Ein solches Einzeilen-Einstellen-Schreibwerk hat eine Leistung von fünfundzwanzig bis dreißig Buchstabentypen je Sekunde. Dadurch können auch Tabelliermaschinen gebaut werden, ohne daß die Benutzung vielstelliger Schreibwerke hierbei erforderlich ist. Buchhaltungsmaschinen, gesteuert durch magnetische Bänder (1944, 1945 der Fig. 28 a bzw. 350, 351 der Fig. 28b und 28c) oder Lochkarten erlauben bei solchen Konstruktionen die Wiedergabe des vollalphabetischen Textes sowie die Leistung kleiner Tabelliermaschinen zu einem niedrigen Preis (s. Fig. 28 b). Wenn z. B * * fünf dieser einzeiligen, einstelligen Schreibwerke 250/1 bis 250/5 in einer Reihe angeordnet werden (s. Fig. 28b), so leistet solch eine einfache Tabelliermaschine ungefähr fünftausend Buchstaben-Typenreihen mit je einhundert Stellen je Stunde. Wenn so ein Gerät ein vielstelliges Rechen-und Speicherwerk, wie bereits beschrieben, und eine Sortiereinrichtung erhält, so ergibt sich bereits eine hochqualifizierte Büromaschine, welche eine analoge Anwendung wie modernste Lochkarteneinrichtungen gestattet.
  • Wenn ein einzeiliges, einstelliges Schreibwerk gemäß Fig. 28c benutzt wird, wird eine Kleinmaschine erhalten, die eine größere Leistung als die modernsten existierenden Buchungsmsachinen hat und wesentlich kleiner ist als die bestehenden großen Tabelliermaschinen. Es ist eine »kleine Tabelliermaschine«, die mit relativ niedrigen Kosten mit einer großen Zahl von Zählwerken sich bestücken läßt und außerdem durch Lochkarten oder Bänder 350, 351 gesteuert werden kann, wenn die Tastatur 253 selbst nicht gebraucht wird. Eine zusätzliche Beschreibung dieser Rechen- und Speichereinrichtungen ist an dieser Stelle nicht erforderlich, da diese Anordnungen bereits beschrieben sind oder noch beschrieben werden.
  • Die folgenden Abschnitte enthalten die Beschreibung desjenigen Zubehörs, das für die Erweiterung der Möglichkeiten solcher Anordnungen typisch ist, z. B. die Kodeeinrichtung für Buchstabentypen u. dgl., Vorrichtungen für die Ermöglichung der Wiederholung und Berichtigung, die Vorrichtung, mittels deren jede Buchstabenzeile an dem gleichen Punkt durch Änderung der Zwischenräume ihrer Buchstabentypen in Abhängigkeit von der Anzahl der Buchstaben in jeder Zeüe an dem gleichen Punkt begrenzt wird, sowie die Stellenübertragungseinrichtung.
  • Die Umwandlung der Buchstaben- bzw. Zählimpulse, die beispielsweise magnetisch auf der Speichertrommel 1946 der Fig. 28 a festgehalten sind, in Schreibimpulsfolgen kann in unterschiedlicher Weise bewirkt werden. Unabhängig von der Anzahl von Stellen, die von dem Schreibwerk zu schreiben sind, wird jeweils nur eine Impulsumsetzungseinrichtung erforderlich, da der Umsetzer mit großer Geschwindigkeit Stelle um Stelle arbeitet. Während einer Umdrehung der Trommel kann er die verschiedenen umgesetzten Impulsfolgen entweder einem Schreibspeicher 1941 auf der Trommel oder Scheibe zuführen oder diese Impulse unmittelbar im Schreibwerk 2091 verwerten.
  • In Fig. 13 ist ein Ausführungsbeispiel eines Umsetzers dargestellt, bei dem entsprechend den Zählwertimpulsen in jedem der Sektoren der Speichertrommel entsprechende Wicklungen von Spulen erregt werden, die ihrerseits eine entsprechende Impulsumschlüsselung zum Schreiben der verschiedenen Schriftzeichen als Punktlinien-Schriftbild bewirken. Der Impulskodeumsetzer kann aber auch in der Weise arbeiten, daß an Stelle von unterschiedlichen Wicklungen auf einer und derselben Spule jeweils verschiedene Spulen während der Bewegung korrespondierender gezackter Koderäder (1624 in Fig. 14) erregt werden, die innerhalb der auf vorerregten Jochen vorgesehenen Spulen, beispielsweise Spule 1625, Impulse in einer Folge erzeugen, die dem Schriftbild des betreffenden Schriftzeichens entspricht. Diese Impulskodeumsetzung kann auch durch rein elektronische Vorrichtungen bewirkt werden, bei denen die Umsetzung mittels der Sekundärelektronenemission innerhalb einer Kathodenstrahlröhre mittels einer Schicht erfolgt, welche die Gestalt der verschiedenen Schriftzeichen, die darzustellen sind, in den einzelnen Feldern des Schirmes als sekundärenüttierende Schicht aufweist (vgl. Fig. 24). Weiterhin können magnetische und optische Umsetzer Verwendung finden. Als magnetischer Umsetzer hat sich eine Auswahl-Speichereinrichtung entsprechend Fig. 15 be- währt. In Abhängigkeit von den darzustellenden Schriftzeichen werden die Impulsfolgen aus dem Auswahlspeicher abgefühlt und der Schreibwerkeinheit oder dem Schreibspeicher in der Speichereinrichtung zugeführt. Falls die optische Kodeumsetzung Verwendung findet, so geschieht die Auswahl mittels einer entsprechenden Auslenkung eines Lichtstrahles oder die Zündung einer entsprechenden Intensitätsglimmlampe od. dgl., wie es in Fig. 16 dargestellt ist. Falls die Kodeumsetzung mittels eines Elektronenstrahlrohres vorgenommen werden soll, wird der Leuchtschirm des Kathodenstrahlrohres durch eine Glasplatte ersetzt, die mit einer Schicht bedeckt ist, auf der die in Frage stehenden Schriftzeichen vorgesehen sind. Durch Anlegung geeigneter Ablenkspannungen an die Ablenkplattenpaare des Kathodenstrahlrohres wird eine Auswahl der Schriftzeichen, die umgesetzt bzw. gekodet werden sollen, vorgenommen, und es werden nur jene Impulskodefolgen freigegeben, die der Gestalt der Schriftzeichen, die in Rede stehen, entsprechen (vgl. Fig. 17).
  • Wie bereits gezeigt, wird eine solche Kodeeinrichtung entsprechend der geforderten Leistung nach verschiedenen Gesichtspunkten aufgebaut. So können die Einrichtungen entweder elektromagnetischer, optischer oder elektrostatischer Art sein. Außerdem können Kombinationen zwischen diesen Gruppen vorgenommen werden. Sie können entweder die Aufgabe haben, Symbole von Buchstabencharakter wie z.B. »A«, »B«, »a«, »b«, »l«, »2«, »!«, »?« zu koden oder zu entkoden. Anstatt dieser Kodeaufgaben für einzelne Buchstabengruppen kann das Koden bzw. Entkoden auch für ganze Silben oder Serien von Wörtern, vergleichbar mit dem Abkürzungs- oder Kurzschriftsystem, angewendet werden. In diesem Falle muß die Kodeeinrichtung eine »Buchstabensymboltype«, bestehend z.B. aus einer Folge von »Kreis«- oder »Nicht-Kreis«-Impulsen in Buchstabentypenfolgen, welche die Umrisse der Buchstabentypen durch punktierte Reihen abbilden, umsetzen.
  • Nachstehend werden einige Ausführungsbeispiele von Kodeeinrichtungen in den Fig. 13, 14 und 15 (elektromagnetisch), 16 (optisch), 17 (elektrostatisch) sowie 29 (Kodeeinrichtung für längere Kombinationen) gezeigt, während eine weitere Kodeeinrichtung bereits im Zusammenhang mit einem Ausführungsbeispiel eines elektronisch wirksamen Rechenwerkes an Hand der Fig. 24 erläutert wurde.
  • Die in Fig. 13 gezeigte Kodeeinrichtung, welche eine Spulenanordnung und Wicklungen entsprechend dem Umriß der Buchstaben aufweist, kann in Verbindung mit einem Rechenwerk gemäß Fig. 22, welche eine ähnliche Anordnung zeigt, oder genauso gut mit anderen Rechen- oder Speichereinheiten zum Schreiben benutzt werden. Sie besteht aus einer Anordnung von Spulen 1626 und 1627 oder 1639 und 1640, welche um die Kreislinie eines Zahnrades 1637 herumgesetzt sind. Die Teilung der zugespitzten Zähne des Zahnrades 1637 differiert um einen Zahn von der der Spulensätze, so daß im Ausführungsbeispiel ein Halbkreis des Zahnrades zehn Zähne aufweist, während bei ' der Teilung der Spulenreihe ein Winkel von 1801 - 18' (9/1. von 180' = 1621) in zehn gleiche Teile eingeteilt ist. So wird erreicht, daß bei einer Umdrehung des Zahnrades nach links zunächst die zugespitzten Keine 1628 und 1629 der Spulen 1626 und 1627 der Schneide des Zahnes links unten gegenüberstehen. Im nächsten Augenblick wird der zweite Zahn von links den Kernen der zweiten Spulen von links unten gegenüberstehen, im darauffolgenden Augenblick die Schneide des dritten Zahnes den Kernen des dritten Spulensatzes usw. In der Darstellung der Fig. 13 a ist gerade diese letztere Stellung während der Umdrehung des Zahnrades erreicht.
  • Der mechanische Halt der Spulen ist durch zwei zylindrische Messingringe, beispielsweise Ring 1638, gewährleistet. Jeder dieser Ringe ist aus zwei Teilringen zusammengesetzt, wobei der eine Schlitze auf der rechten, der andere Schlitze auf der linken Seite in Abständen aufweist, die der Teilung der Anordnung der Spulenkerne entsprechen. Der Abstand dieser Ringe wird durch Seiten-Abdeckplatten gesichert, in die je zwei zylindrische Nuten eingestochen sind, die den Durchmesser der Messingringe aufweisen und welche die Messingringe halten. So können die einzelnen Spulen bei der Montage leicht in die Schlitze der Messingringe eingeschoben, in die richtige Stellung gebracht und durch den zweiten geschlitzten Messingring von der anderen Seite her befestigt werden.
  • Im Ausführungsbeispiel der Fig. 13 a sind zwei Reihen von Spulen vorgesehen. Die Spulen der vorderen Reihe haben die Aufgabe, anzuzeigen, in welchem Feld des entsprechenden Sektors der Speichertrommel ein Impuls enthalten ist, der den innerhalb dieses Sektors gespeicherten Zählwert anzeigt. Die Differenz der Teilungen des Zahnrades und der Spulenanordnung hat den zusätzlichen Vorteil, daß diese Anordnung einen relativ großen Zwischenraum zwischen den Spulen trotz der kleinen Abstände der Impulse auf der magnetischen Schicht erlaubt, besonders, wenn die Spulen wie die Zähne um den ganzen Kreisumfang herum angeordnet sind. Hierdurch werden alle Sektoren der Umfangslinie des Speichers während einer Rotation einer nach dem anderen abgefühlt, da das Abfühlen eines Sektors mit all seinen Feldern innerhalb eines Zeitraumes stattfindet, den das Zahnrad 1631 zu einer Drehung benötigt, die, an ihrer Umfangslänge gemessen, der Breite eines Zahnes entspricht: Während dieses Zeitraumes hat jedem der Spulensysteme auch einer der Zähne gegenübergestanden.
  • Im Ausführungsbeispiel sind die Primärwicklungen, beispielsweise Wicklung 1627 der Fig. 13 a, der vorderen Spulen dieser Figur in Reihe geschaltet. Im Schaltbild der Fig. 13b sind die Primärwicklungen mit 1648/0 bis 1648/n bezeichnet und liegen in Serie geschaltet im Anodenkreis der Pentode 1636. Das Abfühlen der Zählwertimpulse vom Speicher wird wie folgend beschrieben vorgenommen: Die magnetischen Impulse, welche Zählwerte im Speicher, der als Magnetbahn 1939 gezeigt ist, darstellen, werden durch den Abfühlkopf 1940 abgetastet und mittels der Pentode 1636 verstärkt. Damit werden alle Primärwicklungen 1648 in dem Augenblick erregt, wenn ein Impuls unter dem Schlitz des Abfühlkopfes 1940 durchläuft. Die Schneiden der Zähne des Zahnrades der Fig. 13 a werden symbolisch durch einen Strich 1641 dargestellt, der den magnetischen Fluß jeweils nur vor einem Paar der Spulenkerne schließt, denen gerade die Schneide eines Zahnes gegenübersteht. Der mittels der Pentode 1636 verstärkte Impuls kann damit nur in derjenigen der Sekundärwicklungen 1642/0 bis 1642/n wirksam werden, die über ein magnetisches Joch 1641 mit der zugeordneten Primärspule 1648 verbunden ist und welche dem in Frage kommenden Zählwert entspricht. Im Ausführungsbeispiel ist in der Magnetbahn 1939 die Zahl »1058274« durch Magnetimpulse gespeichert. Demnach wird bei der Abfühlung der letzten Stelle der Zählwert »4«, in der vorletzten Stelle der Zählwert »7« abgefühlt usw. Der in der entsprechenden der Sekundärwicklungen 1642 induzierte Impuls zündet das nachgeordnete der Gasentladungsrohre 1643 entsprechend dem abgefühlten Zählwert, im angenommenen Arbeitsbeispiel der gespeicherten Zahl »1058274« bei der Abfühlung der letzten Stelle das Gasentladungsrohr 1643/4. Da im Ausführungsbeispiel die zu schreibenden Zeichen auf die Ziffern »0« bis »9« beschränkt sind, umfaßt der Satz der Gasentladungsrohre 1643 die Röhren 1643/0 bis 1643/9.
  • Die Primärwicklungen der zweiten Spulenreihe, in Fig. 13 a beispielsweise Spule 1640, in Fig. 13 b die Spulen 1644/0 bis 16441'n, weisen je eine Vielzahl von Primärwicklungen auf, deren eines Ende jeweils mit dem zugeordneten der Entladungsrelais 1643/0 bis 1643/9 verbunden ist. Entsprechend der Form der zu schreibenden Buchstabentype weisen die Spulen 1644 entweder einen einfachen, durchgehenden Draht auf, der den Eingang mit dem Ausgang verbindet, ohne induktiv wirksam zu werden, oder es ist die zur induktiven Wirkung erforderliche bestimmte Anzahl von Windungen vorgesehen. Im Schaltbild der Fig. 13 b sind innerhalb der Spulen 1644 diejenigen Verbindungen bzw. Wicklungen angegeben, die gemäß Fig. 13 c erforderlich sind, um bei der Niederschrift die Ziffer »4« gemäß Fig. 13d zu ergeben. Im Schema der Fig. 13c ist das Schriftfeld in sieben Reihen und sechs Spalten aufgeteilt, entsprechend den ieweils sieben WicklunLyen auf den geeb-, Snitlen 1644. Einfache, durchgehende Drähte sind in Fig. 13 b gestrichelt gezeichnet, während sie im Schema der Fig. 13 c als Minuszeichen dargestellt sind. Wicklungen, die induktiv wirksam werden, sind in Fig. 13 b durchgezogen, im Schema der Fig. 13 c sind sie als Kreuz gezeigt.
  • Im Ausführungsbeispiel enthält die erste Spule 1644/1 die Wicklungen für die erste vertikale Spalte der Darstellung der Fig. 13 c, wobei die ersten beiden Felder keine wirksamen Wicklungen, sondern direkte Verbindungen haben, während die Felder 3 bis 6 eine effektive Wicktung aufweisen und für das Feld 7 wieder nur eine einfache Verbindung vorgesehen ist. Entsprechend der zweiten vertikalen Spalte der Fig. 13 c ist die Anordnung der Spule 1644/2 gezeigt, die dritte vertikale Spalte entspricht der dritten Spule 1644/3 usw.
  • Den Primärspulen 1644 sind Sekundärspulen 1646 (1639 der Fig. 13 a) zugeordnet, und die durchlaufenden Zähne, z. B. Zahn 1634, des Zahnrades 1631 der Fig. 13 a sind durch einen Strich 1645 symbolisch dargestellt, der als magnetisches Joch wirkt und nacheinander die Primär- mit den zugeordneten Sekundärspulen verbindet. So wird erreicht, daß während des ersten Teiles der Rotation oder, wenn das Zahnrad mit genügender Geschwindigkeit sich dreht (3000 bis 15 000 Umdrehungen je Minute), während einer Umdrehung die erste horizontale Reihe der Zahlentype »4« im Arbeitsbeispiel durch das nachgeordnete Schreibwerk geschrieben wird. Dieses Schreibwerk (beispielsweise das Schreibwerk 2107 der Fig. 30), bewegt sich vertikal über das Papier. In Fig. 13 b sind die seinen einzelnen Hebeln zugeordneten Erregerspulen mit 1648/0 bis 1648/n bezeichnet.
  • Während des Durchlaufes des magnetischen Joches 1645 wird das erste Spulenpaar 1644/0 und 1646/0 und damit auch der nachgeordnete Magnet des Schreibwerkes 1648/0 nicht wirksam, da die Spule 1644/0 keine während der ersten Umdrehung wirksame Wicklung aufweist. Solche wirksamen Wicklungen sind aber auf den Primärspulen 1644/1 und 1644/2 vorgesehen, während die Spulen 1644/3 bis 1644/5 wieder nur einfache Verbindungen aufweisen. Hierdurch werden während des ersten Teiles der Umdrehung bzw. während der ersten Umdrehung Impulse nur in den Sekundärspulen 1646/1 und 1646/2 induziert und den Zündelektroden der nachgeordneten Gasentladungsrohre 1647/1 und 1647/2 zugeführt. Die Gasentladungsrohre weisen eine zusätzliche Elektrode auf, die über einen Widerstand an dem gemeinsamen Pluspol liegt. Damit werden diese beiden Gasentladungsrohre gezündet, und die ihnen zugeordneten Magneten des nachgeordneten Schreibwerkes 1649/1 und 1649/2 werden erregt.
  • Die Zündung des im Arbeitsbeispiel gezündeten Gasentladungsrohres 1643/4 bleibt über die ganze Umdrehung oder, wenn mit einer höheren Geschwindigkeit gearbeitet wird, über sieben Rotationen hin bestehen, so daß mit einer Zündung eines Gasentladungsrohres der Reihe 1643 der ganze Buchstabe bzw. die ganze Ziffer geschrieben werden kann.
  • Das letzte Spulensystem der rückwärtigen Spulenreihe weist eine Sekundärwicklung 1938 auf, an welcher das magnetische Joch 1645 zuletzt vorbeiläuft und welche mittels des hierbei induzierten Impulses das Gasentladungsrohr 1937 zündet, sobald das Abfühlen der ersten Wicklungen der Spulen 1644 beendet ist. In dem Hauptentladungskreis dieses Rohres liegt die Spule 1936, durch welche die Schwingbewegung der Schreibhebel des nachgeordneten Punktschreibwerkes gesteuert wird. Damit entspricht das Gasentladungsrohr 1937 mit der Spule 1936 etwa dem Gasentladungsrohr 2099 der Fig. 30 mit den Spulen d, e bzw. 2111. Der Spannungsabfall, der während der Zündung des Gasentladungsrohres 1937 an der Spule 1936 bewirkt wird, wird im Ausführungsbeispiel als Spannung zur Bewirkung der impulsmäßigen Erregung der Spulen 1649/0 bis 1649/n (Fig. 13 b) benutzt, die den Spulen 2108 und 2109 der Fig. 30 entsprechen.
  • Dieser Spannungsabfall an der Spule 1936 tritt während der Bewegung der Welle 2105 der Fig. 30 nur kurz vor Erreichung des Kulminationspunktes bis nach Verlassen dieses Punktes auf und zündet nur die Hauptstrecken derjenigen der Gasentladungsrohre 1647/0 bis 1647/n, deren Zündstrecken vorgezündet waren, und erregt damit nur die diesen Entladungsröhren zugeordneten der Spulen 1649. Im beschriebenen Arbeitsbeispiel waren während des ersten Vorganges nur die Entladungsröhren 1647/1 und 1647/2 vorgezündet, so daß nur die Spulen 1649/1 und 1649/2 des Schreibwerkes erregt wurden. Nach dem Abdruck der entsprechenden Punkte werden die Gasentladungsrohre 1647 durch Öffnen des Kontaktes 1935 gelöscht, der durch die mechanische Bewegung der Welle 2105 der Fig. 30 gesteuert wird; andererseits kann auch das Gasentladungsrohr 1937 über ein Verzögerungsrelais gelöscht werden. Durch diese Löschung sind während der nächsten Umdrehung bzw. Teilumdrehung, in der die zweite Punktreihe durch die Schreibhebel geschrieben wird, diese Röhren wieder aktionsbereit.
  • Bei diesem zweiten Abfühlen, d. h. dem zweiten Durchlauf des Joches 1645, ist der Schalter 1650 um ein Feld weitergeschaltet und macht die jeweils zweite Wicklung der Primärspulen 1644 wirksam. Der Schalter ist derart aufgebaut, daß bei dem Umschalten der Strom nicht unterbrochen wird; hierdurch wird vermieden, daß das gezündete der Gasentladungsrohre 1643, im geschilderten Arbeitsbeispiel das Gasentladungsrohr 1643/4, gelöscht wird. Bei einer Rotationsgeschwindigkeit von 50 bis 250 Umdrehungen je Sekunde wird diese Umschaltung mechanisch durch einen einfachen Schrittschaltmechanismus bewirkt. Die zweiten Wicklungen sind auf den einzelnen Spulen 1644 ebenso wie die ersten ausgeführt, so daß in der zweiten horizontalen Reihe ebenso nur im zweiten und dritten Felde ein Punkt beschrieben wird. Auch die weiteren, die dritte und vierte Reihe, werden in der gleichen Weise geschrieben, während der Schalter 1650 schrittweise von Kontakt zu Kontakt schaltet. Bei der Niederschrift der dritten Reihe werden entsprechend der Anordnung von wirksamen Wicklungen nur auf den Spulen 1644/0 und 1644/1 in übereinstimmung mit dem Schema der Fig. 13 c im ersten und zweiten Felde Punkte geschrieben.
  • Nach Bestreichen des letzten Kontaktes des Umschalters 1650 unterbricht dieser während des Weiterschaltens zu dem ersten Kontakt den Entladungskreis der Entladungsrohre 1643/0 bis 1643/9 für einen kurzen Augenblick. Das jeweils gezündete der Entladungsrohre wird damit gelöscht, und die Gruppe der Röhren wird so für den nächsten Kreislauf vorbereitet. Um zu erreichen, daß kleine Buchstaben ebensogut geschrieben werden können wie die großen, wird das Schema der Fig. 13 c beispielsweise auf neun horizontale Zeilen und sieben vertikale Reihen verfeinert.
  • An Stelle einer direkten Steuerung einer einzeiligen und einstelligen Schreibeinheit mit Hilfe einer solchen Kodeeinrichtung kann das Koden auch im Zusammenhang mit einem Speicher bewirkt werden. In diesem Falle gibt es im wesentlichen zwei Möglichkeiten für das Aufschreiben der resultierenden Impulsfolgen: In dem einen Falle werden die Impulsfolgen der ersten Reihe in jedem Sektor auf dem Speicher festgehalten. Dieses Koden aus Speichern bewirkt, daß bei dem ersten Sektor das Gasentladungsrohr 1643/4 entsprechend dem Impuls »4« gezündet ist und daß am Ende dieses Sektors das Gasentladungsrohr 1643/4 gelöscht wird. Während des Durchlaufes des zweiten Sektors zündet dann der Impuls »7« nach Verstärkung über die Pentode 1636 mit Hilfe der Primärwicklungen 1648 über die Sekundärwicklung 1642 das dem abgefühlten Impuls entsprechende Gasentladungsrohr 1643/7. Da der Schalter 1650 sich während der ersten Rotation noch in der ersten Stellung befindet, werden die Impulsfolgen der ersten horizontalen Reihe des Bildes der Zahl » 7 « aufgezeichnet. Wenn bei dieser ersten Umdrehung der Abfühlkopf 1940 der Pentode 1636 den dritten Sektor der Speicherbahn 1939 mit dem magnetischen Impuls »2« passiert, wird das Gasentladungsrohr 1643/2 über die Verstärkerpentode 1636, die Primärwicklung 1648/2 und die Sekundärwicklung 1642/2 gezündet. Hierdurch bewirken alle Zählwertimpulse der einzelnen Sektoren ein Aufschreiben der Impulsfolge der ersten Reihen der Buchstaben. Bei der zweiten Rotation hat sich der Schalter 1650 auf den zweiten Kontakt bewegt. In diesem Falle wiederholt sich der gleiche Kreislauf, der vorher bei der Aufzeichnung von Schreibimpulsfrequenzen der ersten Reihe beschrieben wurde, jedoch mit dem Unterschied, daß während dieser Umdrehung die Schreibimpulsfolgen der Buchstaben der zweiten horizontalen Reihe der Fig. 13 c aufgezeichnet sind. Bei der dritten Umdrehung wird dann die Impulsfolge der dritten horizontalen Reihe nach Fig. 13 c aufgezeichnet usw. An Stelle jeweils die Impulsfolgen für horizontale Reihen des Schemas Fig. 13 c zu liefern, kann bei entsprechendem Einsatz des Schreibwerkes auch jeweils die Impulsfolge für vertikale Reihen geliefert werden; zweckmäßig bewegt sich hierbei das Schreibwerk in Zeilenrichtung über das Papier.
  • In Fig. 31 sind auf einer Trommel die gekodeten Impulsfrequenzen »Multi Column Printing Unit By ... « gespeichert. Das Aufschreiben auf der Trommel wird mit Hilfe von Aufschreibeköpfen bewirkt, die mit den Spulen 1646/0 bis 1646/n der Fig. 13 b in Reihe liegen. Soll auf eine direkte Steuerung des Schreibwerkes verzichtet werden und eine Aufzeichnung nur auf einem Speicher bewirkt werden, so sind zweckmäßig die Sekundärspulen 1646 in Reihe verbunden, wobei der Aufzeichenkopf ebenfalls in Serie geschaltet ist. Wird bei jeder Umdrehung der Aufschreibekopf um eine Bahn verzögert bewegt, so werden die Impulsfolgen, z. B. »MULTI COLUMN PRINTING UNIT BY ... «, gezeigt in Fig. 3 1, erreicht. Diese magnetische Aufzeichnung entspricht dabei völlig den Buchstaben, die entweder durch Aufschreiben, z. B. mit einem Vielzeilenschreibwerk gemäß Fig. 30 oder 31 oder über eine Anzeige auf dem Anzeigeschirrn eines Kathodenstrahlrohres, z. B. Rohr 101b der Fig. 2d, dargestellt werden. Nach sieben Umdrehungen sind diese Impulsfolgen bei dieser schrittweisen Bewegung des Schalters 1650 und bei der schrittweise verzögerten Bewegung des Aufschreibekopfes entlang der Trommel bzw. über das Band gespeichert.
  • Soll dagegen während einer Umdrehung die vollständige Kodung in Buchstabenimpulsfolgen bewirkt werden, so sind zweckmäßig sieben Spulensätze 1644 und 1646 sowie entsprechende Schreibkopfspulen vorgesehen. Die sieben Spulensätze 1646 sind gleicherweise in Reihe geschaltet, wobei der jeweilige Aufschreibekopf mit im Kreise verbunden ist. Hierdurch ist das Gasentladungsrohr 1643/4, das im ausgewählten Arbeitsbeispiel während des ersten Sektors gezündet ist, mit den sieben Primärwindungen der Spulen 1644 verbunden, die den sieben Feldern der ersten vertikalen Reihe des Schemas der Fig. 13c entsprechen. Das Rohr ist aber außerdem auch noch mit einem zweiten Spulensatz verbunden, welcher der zweiten vertikalen Reihe des Schemas der Fig. 13c entspricht usw. Auf diese Weise werden während dieser einen Umdrehung während des einen Sektors die sieben Impulsfolgen der ersten Zahlenstelle, z. B. der Ziffer »4«, entsprechend den horizontalen Reihen des Schemas der Fig. 13c gleichzeitig aufgeschrieben. Dabei wird die Aufzeichnung der Impulsfolgen der ersten horizontalen Reihe in der ersten Bahn durch die erste Aufzeichnungsspule, der zweiten horizontalen Reihe in der zweiten Bahn durch die zweite Aufzeichnungsspule usw. bewirkt. So werden während einer Umdrehung alle diese Symbole der Zählwerte u. dgl., die in den verschiedenen Feldern der Sektoren gespeichert sind, in entsprechende Impulsfolgen in sieben Bahnen gemäß der Form der Buchstaben einer kompletten Zeile aufgelöst.
  • Das Koden von Buchstabentypen wird bei einem anderen Ausführungsbeispiel einer Kodeeinrichtung mittels Spulen und Zackenscheiben, wie in Fig. 14 gezeigt., vorgenommen. Hier sind Räder vorgesehen, welche aus Eisenblech ausgestanzt sind und Zähne aufweisen, welche entsprechend der Form von Buchstaben, welche gekodet werden sollen, angeordnet sind. Wird beispielsweise das Gasentladungsrohr 1623 gezündet, so wird die Primärwicklung eines magnetischen Spulensystems, welches um die Eisenscheibe 1624 herum angeordnet ist und einen Schlitz aufweist, welcher der Dicke der Scheibe entspricht, erregt. In der Sekundärwicklung 1625 werden Impulse nur dann erzeugt, wenn die rotierende Scheibe 1624 mit ihren Zähnen das magnetische Feld des Spulensystems schneidet. In Abhängigkeit davon, welche der Primärwicklungen einer Vielzahl solcher Wicklungen durch ein zugeordnetes Entladungsrohr erregt wird, wird eine andere Impulsfolge, die der Zahlenfolge der zugeordneten Scheibe entspricht, in der zugeordneten Sekundärwicklung induziert. Ein Zünden des Gasentladungsrohres 1623, das seinerseits die Primärwicklung 1934 des ersten Spulensystems erregt, bedeutet z. B. eine »l«, ein Erregen des zweiten Spulensystems durch ein zweites, in der Fig. 14 nicht dargestelltes Gasentladungsrohr stellt eine »2« dar, usw.
  • Um nicht nur Zahlen, sondern auch Buchstaben zu koden, werden zusätzliche Primärwicklungen vorgesehen, welche mit entsprechenden Gasentladungsrohren verbunden sind. Wird beispielsweise der Buchstabe »A« durch einen Zählwert »l« und ein zusätzliches übersymbol »0« und der Buchstabe »B« durch das Symbol eines Zählwertes »2« und ein Übersymbol »0«, der Buchstabe »C« durch ein Symbol des Zählwertes »3« und das übersymbol »0« dargestellt, so wird die Erregung der zwei Primärwicklungen »l« und der des übersymbols »0« mit Hilfe der Scheibe »A« deren Impulsfolge ergeben. Mit Hilfe einer negativen Vorspannung, beispielsweise entsprechend einer negativen magnetischen Vorspannung der Beschreibung zu Fig. 22 werden Sekundärimpulse genügender Intensität nur dann ausgelöst, wenn beide Wicklungen eines Spulensystems erregt sind. So kann durch eine Kombination von zehn Zählwert-Relaisrohren und fünf übersymbol-Relaisrohren das ganze Alphabet mit sämtlichen Ziffern gekodet werden. Durch zusätzliche übersymbole werden auch die kleinen Buchstaben in der gleichen Weise behandelt.
  • Das Abfühlen von Impulsfolgen von einem Auswahlspeicher kann gleicherweise für die Umsetzung von Buchstabensymbolen in schreibbare Impulsfolgen angewendet werden.
  • Zweckmäßig wird das Prinzip der Auswahlspeicherung nach Fig. 11 bzw. 15 benutzt. Die verschiedenen Bahnen der Magnettrommel 1651 des Auswahlspeichers werden durch die Abfühlköpfe, beispielsweise 1652 und 1653, abgefühlt, wobei die entsprechenden Serien von Impulsen in den Köpfen induziert werden. Die Einschaltung des in Frage kommenden Abfühlkopfes wird entweder mittels einer zugeordneten Pentode erreicht, welche mit einem elektronischen Schalter, wie oben beschrieben, geöffnet wird, oder den sogenannten Modulatorschaltem bewirkt, welche aus einer Ringschaltung von Kupferoxyd- oder Selengleichrichterzellen bestehen, die das Passieren der Impulsfrequenzen nur gestatten, wenn ein Spannungsabfall in Stromrichtung an sie angelegt wird. Ein solcher Spannungsabfall kann beispielsweise durch das Zünden eines Relaisrohres bewirkt werden. Schließlich kann das Einschalten auch durch Kontakte und Relais bewirkt werden. Die Impulse können entweder in verschiedenen Bahnen oder auf verschiedenen Sektoren der rotierenden Trommel 1651 angeordnet sein. In dem letzteren Falle müssen die Impulse in der Weise versetzt angeordnet sein, daß jedem Sektor für jedes Symbol die Impulsfolge entnommen werden kann.
  • Ein optisches Koden wird an Hand des Prinzipschemas der Fig. 16 gezeigt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist eine rotierende Scheibe 1654 Reihen 1655 auf, die jeweils Darstellungen der Ziffern »0« bis »9« aufweisen. Weiterhin ist eine Reihe von Entladungsrohren 1658/0 bis 1658/9 vorgesehen, von denen jeweils eines unter dem einer Ziffer zugeordneten Kreisring angeordnet ist. In Ab- hängigkeit davon, welches dieser Entladungsrohre gezündet ist, werden die Zahlen beleuchtet. Mittels einer Schlitzblende 1659, welche Umdrehung für Umdrehung seitwärts verschoben wird, wird jeweils nur eine Reihe von Punkten der Zahlen durch die Photozelle 1656 abgefühlt. An Stelle einer beweglichen Blende kann auch eine Scheibe vorgesehen sein, welche Schlitze in verschiedenen Abständen vom Mittelpunkt aufweist. Diese Scheibe rotiert mit einem Neuntel der Geschwindigkeit der Scheibe 1654. Sollen die Impulse gleichzeitig aufgezeichnet werden, so wird der die Aufzeichnung bewirkende Aufschreibekopf seitlich schrittweise in übereinstimmung mit der schrittweisen Bewegung des Schlitzes in der Blende der rotierenden Scheibe bewegt. Weitere Auswahlmittel sind in der Beschreibung der Auswahlspeicherung dargestellt.
  • Das Koden mittels eines Kathodenstrahlrohres ist bereits oben im Zusammenhang mit dem elektronischen Rechnen und der elektrostatischen Speicherung beschrieben worden. Bei einem weiteren, ebenfalls ein Kathodenstrahlrohr aufweisenden Ausführungsbeispiel einer Kodeeinrichtung nach Fig. 17 erfolgt die Steuerung durch einen Satz von Entladungsrohren 1678/0 bis 1678/9, wie sie z. B. bereits zu Ausführungsbeispielen des Rechenwerkes analog beschrieben wurden. Das Schalten des Kathodenstrahlrohres selbst findet auf die übliche Weise statt. Die Steuerelektrode 1666 weist eine negative Vorspannung, bezogen auf die Kathode 1660, auf; die Spannungen der Anoden 1661 (Anode 1), 1662 (Fokussierelektrode), 1663 (Beschleunigungsanode) und 1668 (Intensivierungselektrode) sind wie üblich gewählt. Auch die Schaltung der Ablenkplattensysterne 1664 und 1665, von denen jeweils eine Platte direkt mit der zweiten Anode 1663 verbunden ist, sind wie üblich. Die in der Figur dargestellte Pentode 1673 ist beim einfachen Koden nicht erforderlich; sie wird nur gebraucht, wenn eine zusätzliche Speicheraufgabe ähnlich der der Fig. 25 zu erfüllen ist. Bei der üblichen Arbeitsweise genügt es, der Steuerelektrode 1666 eine konstante, negative Vorspannung zu erteilen, und die von der Pentode 1673 über den Transformator 1667 kommenden Impulse sind bedeutungslos. Das Ablenkplattensystem 1664 dient der Horizontalauslenkung des Kathodenstrahles, der durch das Ablenkplattenpaar 1665 in vertikaler Richtung ausgelenkt wird. Durch die Anwendung einer Ladepentode 1674 erfolgt die Ladung des Kondensators, der die Auslenkung bewirkt, nicht nach einer »e«-Funktion, sondern wird linear bewirkt. Die Amplitude sowie die Frequenz der Horizontalauslenkung kann entweder durch Regelung der Schiringitterspannung der Ladepentode 1674 oder der negativen Vorspannung der Steuerelektrode der Gastriode 1672 bewirkt werden. Bei dem letzteren Verfahren kann die Synchronisierungsfrequenz über einen Kondensator zugeführt werden. Die Auslenkung in vertikaler Richtung entspricht dem jeweils zu kodenden Zählwert und wird mit Hilfe des Satzes von Gasentladungsrohren 1678/0 bis 1678/9 bewirkt. Die Steuerung wird durch den Spannungsabfall an dem Widerstand 1677 bewirkt, mit dässen beiden Enden die Platten des Ablenkplattensystems 1665 verbunden sind. Die Widerstände 1679/0 bis 1679/9 in den Kathodenkreisen der Gasentladungsrohre 1678/0 bis 1678/9 weisen unterschiedliche Werte auf, die dem durch das zugeordnete der Gasentladungsrohre darzustellenden Zählwert entsprechen. Die Widerstände sind so bemessen, daß bei dem Zählwert »0«, d. h. wenn das Gasentladungsrohr 1678/0 gezündet ist, der zugeordnete Widerstand einen derartigen Wert aufweist, daß nur ein geringer Strom durch den Widerstand 1677 fließt und nur ein kleiner Spannungsabfall entsteht, der den Elektronenstrahl in die Höhe der Ziffer »0« des Schirmes 1671 auslenkt. Ist dagegen das Entladungsrohr 1768/1 gezündet, so wird der Widerstand 1769/1 wirksam, der einen geringeren Widerstand aufweist, so daß der Spannungsabfall an dem Widerstand 1677 eine Auslenkung des Kathodenstrahles bis zu der Höhe der Ziffer »l« des Schirmes1671 ergibt, welche die Umrisse der Zählwerte und Buchstaben enthält. Sobald die Pentode 1676 über die Abfühlspule 1681 einen negativen Impuls auf ihre Steuergitter erhält, so daß sie für einen kurzen Augenblick geschlossen ist, wird das jeweils gezündete der Gasentladungsrohre 1678/0 bis 1678/9 gelöscht, so daß ein neuer Kreislauf wirksam werden kann. Die verschiedenen Buchstabentypen können in der Weise abgefühlt werden, daß vergleichbar mit dem schrittweisen Abfühlen nach Fig. 13 der Spannungsabfall an dem Widerstand 1677 an verschiedenen Punkten dieses Widerstandes abgenommen wird, von denen einer nach dem anderen eingeschaltet wird, so daß die Impulsfolgen der Buchstaben Bahn um Bahn aufgeschrieben werden. Bei der Aufzeichnung auf dem elektrostatischen Schirm oder auf optischen Bändern kann ein zeilenweises Abfühlen der Buchstabentypen gemäß dem Vorgang nach Fig. 25 vorgenommen werden. Hier wird die zeilenweise zusätzliche Vertikalauslenkung durch einen Kondensator bewirkt. Dieser Kondensator wird mit Hilfe einer Pentode geladen, welche bei jeder Entladung des Gasentladungsrohres 1672 (vgl. auch Fig. 25) einen positiven Impuls erhält. Die Auslenkung kann auch erfolgen, indem man schrittweise die Schiringitterspannung oder die Vorspannung des Bremsgitters beeinflußt, so daß der Strom in dem Widerstand 1677 sich ändert und infolgedessen auch der Spannungsabfall am Widerstand.
  • Das Abfühlen der Buchstabenumrisse im Falle eines Sekundäremissionsschirmes erfolgt über die Verstärkerpentode 1675, die mit dem Schirm 1669 und dem hochohmigen Widerstand 1670 über einen Kondensator verbunden ist. Die verstärkte Spannung kann, gegebenenfalls weiterhin verstärkt, für Steueraufgaben Verwendung finden, z. B. für das Aufschreiben über einen Leistungsverstärker, der mit der Anode der Pentode 1675 über normale Kopplungsglieder, d. h. einen Kondensator und Gitterableitwiderstände, verbunden ist.
  • Mit der folgend beschriebenen Kodeeinrichtung für die Lieferung von Impulsfolgen für ganze Silben, Wörter od. dgl. wird erreicht, daß die gekodeten Symbole für eine Vielzahl von Zeichen in die Impulsfolgen für japanische Zeichen, für ganze Worte od. dgl. zurückübertragen werden. Dieses Koden wird vorzugsweise für Kurzschriftmaschinen zum Niederschreiben von gedrucktem Text mit voll lesbaren Buchstaben, zur Beschleunigung des Fernschreibens auf Telephondrähten mit Frequenzen unterhalb der Sprachfrequenz und um japanische und chinesische Schriftzeichen aufzuzeichnen, indem man den Originaltext in lateinischen Buchstaben oder in Kombinationen entsprechend den Kode-Schriftabkürzungen schreibt, benutzt.
  • In der Kodeeinrichtung nach Fig. 29 a sind Gruppen von Elektronenschaltern, beispielsweise 2061, 2067 und 2070; 2062, 2068 und 2071, vorgesehen. Die Zahl der Gruppen, welche vorgesehen werden muß, hängt von der Anzahl der Kombinationssymbole ab, welche gebraucht werden, um die geforderte Anzahl von Kombinationen zu erreichen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Die Kodung wird in der folgend beschriebenen Weise vorgenommen, indem jeweils festgestellt wird, bei welcher Stellung des Speichers die gewünschten Impulse gefunden werden: Das Gasentladungsrohr 2070 wird durch eine Abfühlspule 1933 gesteuert, welche über einem induktiv wirksamen Zackenrad angebracht ist. Die Anordnung der Zähne dieses Rades wird als Ab- wicklung unter Nr. 1932 in Fig. 29 b gezeigt. Die Querstriche innerhalb dieser Figur stellen die Zacken einer Gruppe von Zahnscheiben dar. Die Abfühlspule 1933 des Gasentladungsrohres 2070 ist über der linken Zahnscheibe 1932 angeordnet. Das Gasentladungsrohr 2071 wird mittels einer Abfühlspule 1931 gesteuert, die über der zweiten Zahnscheibe 1930 vorgesehen ist, das Gasentladungsrohr 2072 wird mittels der Abfühlspule 1929 durch die dritte der Zahnscheiben 1928 gesteuert usw.
  • Ist das Gasentladungsrohr 2070 nicht gezündet, so ist die Pentode 2061 geschlossen, während die Pentode 2067 offen ist: Solange das Gasentladungsrohr 2070 nicht gezündet ist, tritt an den Widerständen 1926 und 1927 kein Spannungsabfall auf. Damit aber erhält die Pentode 2061 keine Schirmgitterspannung, und das Kathodenpotential der Pentode 2067 entspricht dem des Bremsgitters sowie, bis auf die Gittervorspannung, dem des Steuergitters. Sobald aber das Gasentladungsrohr 2070 gezündet wird, wechseln die öffnungsbezichungen der Pentoden 2061 und 2067, d. h., die Pentode 2061 ist »offen«, die Pentode 2067 dagegen »geschlossen«, da die Pentode 2061 nunmehr die als Spannungsabfall an den Widerständen 1926 und 1927 anstehende Spannung als Schirmgitterspannung erhält, während die Kathode der Pentode 2067 positiv in bezug auf das Brerns- und Steuergitterpotential geworden ist.
  • Der Kontakt 61 liegt entweder in der Stellung b oder c, je nachdem, ob das erste gesuchte Kombinationselement »Kreis« (Stellung b) oder »Nicht-Kreis« (Stellung c) aufweist. Ein allgemeiner Impuls, der in der Spule 1925 beispielsweise durch ein vollkommen gleichmäßig gezahntes Zahnrad induziert wird, kann den Schalter 61 nur dann passieren, wenn das Gasentladungsrohr 2070 gezündet ist, d. h. wenn die Pentode 2061 offen ist und wenn der Schalter 61 in Stellung b liegt. über den Schalter 61 kann in Stellung c bei offener Pentode 2061 keine Impulsübertragung von der Spule 1925 stattfinden, da der notwendige Kreis durch den Schalter 61 unterbrochen ist. Der Sägezahnkreis des Gasentladungsrohres 2070 ist auf eine derartige Frequenz eingestellt, daß die Entladung, welche die Pentode 2061 öffnet und die Pentode 2067 schließt, nach einem Zeitraum beendet ist, der der Drehung der gezahnten Scheibe von einem Zahn auf dem nächsten entspricht. Die Impulse, die in den Spulen 1924 und 1925 induziert werden, sind immer in der Mitte des Zwischenraumes zwischen zwei Zähnen wirksam, da diese Zahnscheiben bzw. die Abfühlspulen entsprechend eingestellt sind.
  • In der zweiten Gruppe der Pentoden 2062 und 2068 mit dem Gasentladungsrohr 2071 findet der gleiche Vorgang statt, d. h., die von den Spulen 1924 bzw. 1925 übertragenen Impulse werden nur dann weiterübertragen, wenn das Gasentladungsrohr 2071 gelöscht ist, d. h. wenn die Pentode 2068 offen ist, da der Schalter 62 in Fig. 29 a in Stellung c dargestellt ist. Wie Fig. 29 b an Hand der Abwicklung der Zahnscheibe 1932, die das Öffnen und Schließen der Pentode 2061 bzw. 2067 bewirkt, zeigt, wird die Pentode 2061 während des Durchlaufes der oberen Hälfte der Abwicklung unter der Abfühlspule 1933 geöffnet und während des Durchlaufes des unteren Teiles geschlossen. Das bedeutet, daß während der ersten 1801 einer vollen Rotation die Pentode 2061 praktisch »offen« ist, während bei den folgenden 1801 einer Rotation die Pentode 2067 »offen« ist. Bei der nächsten Pentodengruppe, gesteuert mittels der Zahnscheibe 1930, ist die Pentode 2062 von 0 bis 90' und von 180 bis 270' einer vollen Umdrehung offen, während sie geschlossen und die Pentode 2068 offen ist von 90 bis 180' und von 270 bis 360'. Dieses automatische öffnen und Schließen während einer Umdrehung bewirkt, daß nur bei einer einzigen Stellung der Kombination von »offen« und »geschlossen« der Kombination der Stellungen b oder c der Schalter 61, 62 usw. beziehungsweise entsprechender Relaiskontakte, Kontakttasten der Tastatur od. dgl. entsprochen wird.
  • Um eine zu große Verstärkung der in den Abfühlspulen 1924 bzw. 1925 induzierten Impulse zu vermeiden, wird die übertragung zum Steuergitter der nächsten Röhre von einer Anzapfung des Anodenwiderstandes aus bewirkt.
  • Durch die gezeigte Anordnung werden nur jene Impulse der Abfühlspulen 1924 bzw. 1925 über die ganze Kette von Elektronenschaltern mit jeweils nachgeordneten Kontaktschaltern, z. B. 61, 62, 63 usw., geleitet, deren Stellung auf dem Speicher der gleichzeitig abgefühlten Kombination von Zähnen der Zahnscheiben nach Fig. 29b entspricht, die mittels der bereits erwähnten Kontaktschalter eingestellt ist.
  • In dem Augenblick des Durchlaufes des Trommelspeichers, in dem die Kombination der abgefühlten Zähne der Zahnscheiben gemäß Fig. 29b der mittels der Schalter 61, 62 usw. eingestellten Kombination gleicht, läuft ein von der Abfühlspule 1924 bzw. 1925 abgefühlter Impuls durch die Kette der Schalter bis zur Pentode 2063 und zündet über den Transformaior 1923 und den Schalter 1922 das Gasentladungsrohr 2074. Im Entladungskreis dieses Gasentladungsrohres ist die Intensitätsglimmlampe 1921 vorgesehen, deren positives Glimmlicht aufblitzt. Diese Glimmlampe ist vergleichbar mit der in Fig. 2 a vorgesehenen Glimmlampe 409 und ist hinter der Glasscheibe 1920 der Fig. 29c vorgesehen. Diese Glasscheibe weist entsprechend den einzelnen Kombinationen in ihren Feldern die Buchstabensymbole der verschiedenen Buchstaben auf, welche in der Stelle oder auf dem Wort, welches zu drucken ist, enthalten sind. Durch die Anordnung einer Blende gemäß Fig. 2 a, welche einen zusätzlichen zentrischen Schlitz aufweist, der seitlich von der Mitte nach der Außenseite Schritt für Schritt bewegt werden kann, wird Zeile für Zeile dargestellt. An Stelle dieser beweglichen Blende kann auch eine rotierende Blende mit kreisförtnigen Schlitzen, die gegeneinander um einen Schritt versetzt sind, Verwendung finden, oder ein schrittweises Abtasten in Drehrichtung erfolgen, wie es ähnlich bereits zu Fig. 16 ausgeführt wurde.
  • Entsprechend den Symbolen, welche durch den Blitz der Intensitätsglimmlampe 1921 beleuchtet werden, wird eines der Photoentladungsrohre 2065, 2066, welche für die zehn Stellenwerte, und zusätzlich das Photoentladungsrohr, das für die übersymbole vorgesehen ist, welche das Alphabet anzeigen, gezündet. Diese Photoentladungsrohre erregen in der Im zu den Fig. 13 oder 14 beschriebenen Weise ihnen zugeordnete Spulen, wodurch ein Erregen der Sekundärwicklungen in übereinstimmung mit den Impulsfolgen bewirkt wird, die für das Schreiben gebraucht werden.
  • Nach der Zündung dieser Entladungsrohre gleicht der weitere Vorgang völlig dem Kodeverfahren, das, wie oben beschrieben, für jede Stelle bewirkt wurde. Um zu erreichen, daß die Impulsfolgen für die Buchstaben bei jeder Umdrehung Buchstabe für Buchstabe in einer anhaltenden, schrittweisen Bewegung angeordnet werden, ist ein besonderer Entladungsschalter vorgesehen, dessen Abfühlspule eine Wicklung der sich schrittweise bewegenden Spule 2152 ist (vgl. Fig. 32 a bzw. die Spulensysteme 1561 und 1562 der Fig. 7e). Eine solche Spule erhält nur dann einen Spannungsstoß, wenn der entsprechende Nocken an dem Spulensystem vorbeiläuft. In der Fig. 29c, die ein Ausführungsbeispiel des Rotors, passend für die Schaltung nach Fig. 29 a, perspektivisch-schematisch mit Teilen des Stators zeigt, ist ein solches Spulensystem, das sich schrittweise um den Kreisumfang bewegen kann, mit der Referenznummer 1919 bezeichnet. Im Vergleich zu den Spulensystemen 1561 und 1562 der Fig. 7 e werden die Wicklungen 64 bis 66 nur dann erregt, wenn bei der Rotation der Trommel die Stellung erreicht ist, in der der nächste Buchstabe zu schreiben ist. Das Aufschreiben selbst erfolgt mittels der Entladungskreise 67, 68 und 69 mit den entsprechenden Aufschreibspulen 70, 71 und 72.
  • Entsprechend den verfolgten Zwecken kann das Setzen der Kombinationsschalter 61, 62 und 63 usw. auf unterschiedliche Weise erfolgen. Bei der Kurzschrifteinrichtung stellen die Tasten der Tastatur diese Schalter 61 usw. selbst dar, wobei sie, wenn sie nicht gedrückt sind, in Kontaktposition »b« liegen, während sie während der Betätigung in der Kontaktposition »c« hegen. Bei der hohen Rotationsgeschwindigkeit spielt es keine Rolle, daß das Ab- fühlen und Aufschreiben für fünfzehn und mehr Stellen gleichzeitig durch ein einmaliges Niederdrücken der Tasten geschieht. Die Anordnung des Entladungskreises 67, kombiniert mit einer schrittweisen Bewegung der Spulen 1919 (1561 und 1562 der Fig. 7e), verhindert Doppelzündungen.
  • Wird dieses Verfahren der Auflösung von Kombinationen durch übersetzung in Folgen von Buchstabenpunkten für die Beschleunigung des Fernschreibens bzw. der Telegraphie mit Frequenzen unterhalb der Sprachfrequenz auf Telephonleitungen verwendet, so wird die Einstellung der Kontakte 61 usw. durch den üblichen, schrittweise schaltenden Verteiler bewirkt, der in allen synchron arbeitenden Fernschreibgeräten vorgesehen ist. Relaiskontakte werden in Abhängigkeit davon eingestellt, ob der Impulsverteiler bei der in Frage kommenden Stellung der Kombination einen »Kreis«- oder »Nicht-Kreis«-Impuls liefert. Eine Kombination des üblichen Systems erfordert mit einem »Start«- und einem »Stop«-Symbol sieben Symbolelemente für die Kombination für jedes Zeichen. Eine 15-Position-Kombination der gleichen Art erfordert ungefähr nur die doppelte Zeit bei der Fernübertragung, wenn die gleiche obere Grenzfrequenz vorgesehen ist. Während heute das Fernschreiben durch die Grenzen mechanischer Geschwindigkeiten beschränkt ist, erlauben die üblichen Obertragungskanäle mit Frequenzen unterhalb der für Telephonübertragungen vorgesehenen Sprachfrequenz oder die Vielfachübertragung auf oder entlang Drähten od. dgl. mit dieser z. B. 15-Element-Kombination die gleiche Obertragungsgeschwindigkeit, wie sie mit der 7-Element-Kombination zu erzielen ist, wobei die vorgeschlagene 15-Element-Kombination das selbsttätige Schreiben von ungefähr dreißigtausend verschiedenen Worten und Silben gestattet, die mit solchen Kombinationen darstellbar sind, während die 7-Element-Kombination nur die Darstellung eines jeden Buchstabens gestattet. Durch diese Mittel können verhältnismäßig hohe Leistungen ohne bemerkenswerten zusätzlichen mechanischen Aufwand erreicht werden, da das Schreibwerk seinerseits wiederum einfacher als das üblicher Fernschreiber ist.
  • Für die Bedienung einer chinesischen oder japanischen Schreibeinheit, die in der gezeigten Kombination auch fernschreiben kann, kann zur Steuerung solcher japanischer Buchstaben die übliche Tastatur Verwendung finden. Die zu schreibenden japanischen Zeichen werden durch das Schreiben der entsprechenden Worte in gewöhnlichen lateinischen Buchstaben gekodet, z. B. durch das Schreiben von »LI-CHU-WANG«. Nun werden die Symbole der lateinischen Buchstaben gespeichert und steuern dann in der beschriebenen Weise ihrerseits eine Gruppe von elektronischen Schaltern, so daß der Vergleich bewirkt werden kann. So kann durch Niederschreiben des Originaltextes in lateinischen Buchstaben in lesbarer Form auch für die, die nur lateinische Buchstaben kennen, und zu gleicher Zeit das Schreiben mit japanischen Bildzeichen automatisch erfolgen.
  • Durch die Umsetzung der abgefühlten Impulse, die im Speicher festgehalten sind, und die Zündung von Gasentladungsrohren kann eine Umsetzung der Impulse, die einem Punkt des Speichers entnommen wurden, auf einen anderen Punkt des Speichers od. dgl. durchgeführt werden. Der Vorteil des be- schriebenen Verfahrens ist offensichtlich: Im Zyklus des Zündens der Entladungsrelais werden die Symbole nur der Buchstaben, welche zu schreiben sind, wirksam. So können die vollen Impulsfolgen der Umrisse der zu schreibenden Buchstaben während des zweiten Zyklus zum Koden benutzt werden, und im Aufschreibzyklus kann die entsprechende Signalfolge gespeichert und/oder gedruckt werden. Die Zündung des Gasentladungsrohres 2064 bewirkt, daß nur in den Feldern des Speichers Impulsfolgen aufgeschrieben werden können, bei deren Durchlauf das Gasentladungsrelais 2064 gezündet wurde. Seine Zündung wird durch die ihm vorgeordnete Abfühlwicklung 92 bewirkt, die an seine Kathode und sein Gitter geschaltet ist und die eine Wicklung der Spule 1919 entsprechend den schrittweise bewegten Spulen 1561 und 1562 der Fig. 7 e ist.
  • An Stelle von »Kreis«-»Nicht-Kreis«-Kombinationselementen können Zählwertimpulse in gleicher Weise benutzt werden, soll beispielsweise der Punkt eines rotierenden Speichers od. dgl. abgefühlt werden, der einer definierten Zahl entspricht, so wird das gleiche Verfahren benutzt. Im Falle von Zahlen, die z. B. aus fünf Zählwerteinheiten bestehen, z. B. Logarithmentafeln oder Tabellen anderer mathematischer Funktionen, Tafeln für Lohnabzüge od. dgl., können auch fünf Gruppen entsprechend den Pentoden 2061 und 2067 und dem Gasentladungsrohr 2070 benutzt werden, wobei der Schaltzustand auf Grund einer Auswahl mittels eines der Abfühlspule 1933 entsprechenden Abfühlkopfes oder mittels der besonderen Auslenkung eines Lichtstrahles od. dgl. in Kombination mit einer Photozelle und einem Gasentladungsrohr bewirkbar ist. Durch das Anschalten einer einzigen eines Satzes von zehn Abfühlspulen, die dem abzufühlenden Zählwert entspricht, wird das Gasentladungsrohr 2070 nur in dem Augenblick gezündet, in dem der eingestellte Zählwert abgefühlt wird. Bei dem Abfühlen von Photoimpulsspeicher-ungen sind diese Markierungen für die Symbole der Zahl, die das entsprechende Feld des Speichers symbolisieren, beispielsweise mit Hilfe von optischen Impulsen, vergleichbar dem Schema der Fig. 31 oder der Fig. 29b, auf dem rotierenden Speicher festgelegt. Die Auswahl kann mit Hilfe einer Schlitzblende bewirkt werden, die entweder horizontal oder vertikal von den Tasten einer Tastatur od. dgl. durch Verschiebung einstellbar ist, oder durch die Bewegung eines Spiegels, der durch eine Magnetspule, ein Piezokristall od. dgl. gesteuert wird, oder auch durch die Ablenkung eines intensiv leuchtenden Punktes auf dem Schirme einer Kathodenstrahlröhre. So erlauben nicht nur mechanische Einstellungen eine optische Auswahl, sondern auch rein elektrische Impulse können eine optische Auswahl durch die Erregung einer Spule oder eines deformierbaren oder auch selbstablenkenden Kristalles bewirkt werden.
  • An Stelle des ununterbrochenen »Ein«- und Ausschaltens« in allen Gruppen beim Durchlauf jedes einzelnen Zahnes kann auch beispielsweise das Einschalten der ersten Gruppe, d. h. das öffnen der Pentode 2061 und Schließen der Pentode 2068, während der ganzen ersten Hälfte einer Rotation durch die Zündung der Gastriode 2070 durch einen Zahn und durch ihre Löschung nach Durchlauf der halben Umdrehung durch einen zweiten Zahn bewirkt werden, der einen Spannungsstoß in einer zweiten Spule induziert. Bei dieser Variante ist zweckmäßig eine zusätzliche Pentode vorgesehen, die durch diesen in der zweiten Spule induzierten Impuls kurzzeitig geschlossen wird. Diese zusätzliche Pentode ist innerhalb jeder Gruppe im Hauptentladungskreis der Gastriode, im beschriebenen Beispiel der Gastriode 2270, vorgesehen und löscht bei Sperrung die Entladung des Gasentladungsrohres entsprechend der Wirkungsweise der Pentode 1781 im Schaltbild der Fig. 23.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel für die Erzielung einer solchen Wirkung zeigt die Fig. 7e, bei der das Öffnen der Pentode 1570 durch die Zündung eines Gasentladungsrohres 1569 bewirkt wird, indem diese deren Schirmgitterspannung erhöht, während das Schließen dieser Pentode 1570 durch eine andere Gastriode 1571 herbeigeführt wird, die einen positiven Spannungsabfall an dem Kathodenwiderstand der Pentode 1570 hervorruft und so ihre Kathode im Verhältnis zu deren Bremsgitter positiv macht. So ist die Pentode 1570 offen nur während eines Zeitraumes, der durch einen öffnungsimpuls mittels der Spule 1562 und des Zahnes 1560 gesteuert wird. Die zweite Pentode der Fig. 29 a, Pentode 2067, welche jeweils den inversen Schaltzustand der Pentode 2061 aufweist, ist dann durch die Zündung des zweiten Gasentladungsrohres 1571 (der Fig. 7 e) geöffnet und durch die Gastriode 1569 geschlossen. Diese Arbeitsweise kann entsprechend für die Auswahl von Impulsfolgen verwendet werden, die durch Zahlen bezeichnet sind, wobei die erste Gruppe der Rohre 2061 und 2067 usw. entsprechend dem ersten Zählwert der Zahl, die zweite Gruppe entsprechend dem Wert der zweiten Stelle usw. gesteuert wird (Logarithmentafein usw., Auswahl von veränderbaren Impulsfolgen gemäß Fig. 11).
  • Das berichtigte Wiederholen eines Textes, der mit einem Schreibwerk niedergeschrieben ist bzw. zum Schreiben gespeichert ist, erfordert die Möglichkeit, jede Stelle zu markieren, an der Verbesserungen hinzugefügt werden sollen, sowie die Möglichkeit, besondere Impulse zu markieren, welche an den entsprechenden Stellen des Speichers entsprechend den Stellen oder Zeilen auf die Speicherteile hinweisen, in denen die Impulse für den Text gespeichert sind, welcher an den in Frage kommenden Stellen eingefügt werden soll. Dieser letztere Hinweis ist insbesondere erforderlich, wenn zusätzliche Worte oder Sätze eingesetzt werden sollen, oder wenn Zeichen gesetzt werden sollen. Die Ausscheidung von Buchstaben, Silben, Worten oder Sätzen kann durch die üblichen Löschnuttel, beispielsweise durch Hochfrequenz-Löschanordnungen gemäß Fig. 27, vorgenommen werden. Zweckmäßig wird der Vorgang des Korrigierens derart bewirkt, daß die Bahnen, welche die Impulsfolgen einer Zeile enthalten, durch eine zusätzliche Bahn erweitert werden, die für jede Buchstabenlinie zugefügt wird. In diese Bahnen werden keine Impulse für Buchstaben aufgeschrieben; die leeren Bahnen speichern alle jene Impulse, welche anzeigen, in welchem Teil des Speichers die Wörter oder Sätze, welche eingefügt werden sollen, gespeichert sind. Andererseits kann man in ihnen auch die Impulse für den Text, welcher eingefügt werden soll, direkt speichem. So lassen sich an jeder beliebigen Stelle einer Zeile Verbesserungen vornehmen (universelle Verbesserungsmöglichkeit).
  • Sollen Verbesserungen nur jeweils für ganze Zeilen bewirkt werden, so daß Zeilen, welche zu berichtigen sind, von ihrem Beginn bis zur Stelle mit der Korrektur völlig wiederholt werden, so sind solche zusätzliche Bahnen nicht erforderlich, da die Impulse, die die Verbesserung des Speichers anzeigen sollen, am Beginn der Zeile, welche verbessert werden soll, gespeichert werden können.
  • An Stelle von Speichertrommeln können auch schrittweise bewegte und abgefühlte Speicherbänder benutzt werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Korrekturvorrichtung ist im Schaltbild der Fig. 29a berücksichtigt. Wenn die Abfühlspule 1918 die Impulse der Buchstaben abfühlt, welche Buchstabe für Buchstabe geschrieben werden sollen, ist die Pentode 2079 infolge der Zündung des Gasentladungsrohres 2080 über die schrittweise sich bewegenden Spulen 1919 (s. perspektivisch-schematische Darstellung der Fig. 29 c und Schaltbild der Fig. 29 a), die den Spulen 1561 und 1562 der Fig. 7 e entsprechen, jederzeit derart geöffnet, daß Stelle für Stelle abgefühlt wird. Die Abfühlspule 1918, welche die Originalimpulse in dem Teil des Speichers, beispielsweise einer Magnettrommel, abfühlt, der für die Originalniederschrift bestimmt ist, kann nur auf das Gitter der Pentode 2079 einwirken, wenn die drei Kontakte 2076c, 2077c und 2078c der Relais2076a, 2077a und 2078 a geschlossen sind, d. h. wenn die Entladungsrelais 2076, 2077 und 2078 nicht erregt sind. Dieses schrittweise Abfühlen, Umdrehung für Umdrehung und Stelle nach Stelle des Originaltextes mit Hilfe der Abfühlspule 1918 wird abgebrochen, sobald die Abfühlspule 1917 einen Impuls aufnimmt, der anzeigt, daß eine Berichtigung zu erfolgen hat.
  • Diese Abfühlspule 1917 fühlt die Spezialimpulsmarken-Bahnen ab, die jeder Originalbahn für die Impulse von Buchstaben, wie oben erwähnt, zugeordnet sind. über die Pentode 2075, die Primärwicklung 2075 b und die Sekundärwicklungen 2075 c, 2075d und 2075e wird dasjenige der Entladungsrohre2076, 2077 bzw. 2078 erregt, das durch die mittels der Spule 1917 abgefühlten Impulse angezeigt war. Die Entladungsrelais 2076, 2077 bzw. 2078 steuern jedes einen besonderen Teil der Speichertrommel an, in dem entweder durch Erregen des Relais 2076a, 2077a oder 2078a der zugeordnete Kontakt 2076 b, 2077 b oder 2078 b geschlossen wird und der Abfühlkopf 2076d des Berichtigungsspeichers I, die Abfühlspule 2077 d des Berichtigungsspeichers 11 oder die Abfühlspule 2078d des Berichtigungsspeichers 111 entsprechend den durch die Abfühlspule 1917 abgefühlten Anzeigeimpulsen in Tätigkeit tritt. In dem gleichen Augenblick, in dem eines der Gasentladungsrohre 2076, 2077 oder 2078 erregt worden und das entsprechende Relais in Tätigkeit getreten ist, wird der Abfühlkreis der Abfühlspule 1918 unterbrochen, indem der dem Relais zugeordnete der drei Ruhekontakte 2076c, 2077c bzw. 2078c geöffnet wird.
  • Das schrittweise Abfühlen dieser Berichtigungsbahnen wird in der gleichen Weise vorgenommen wie das Abfühlen mittels der Abfühlspule 1918, da nur die jeweils eingeschaltete der Abfühlspulen 2076d, 2077d bzw. 2078d an Stelle der Abfühlspule 1918 mit dem Gitter der Pentode 2079 verbunden wurde. Hierdurch geht das Abfühlen und das stufenweise Schreiben in der gleichen Weise weiter, wie es zu Fig. 13 oder 14, die magnetischen Kodeeinrichtungen darstellen, und Fig. 7e, bei der schrittweise ausgeführtes Abfühlen mittels der Spulen 1551 und 1562 bewirkt wurde, beschrieben ist. Sobald eines der Entladungsrelais des Satzes 2081, 2082 und 2083 usw. gezündet wird, bringt die Relaisspule 83 den Anker 84 des Relais in die Stellung d. Der Kontakt 85 öffnet sich einmal bei jeder Umdrehung und löscht die Gasentladungsrohre durch Unterbrechung ihrer Entladungskreise. Ist keines der Gasentladungsrelais 2081, 2082 oder 2083 usw. gezündet, d. h., wird an Stelle des Schreibens eines Buchstabens ein Zwischenraum auf dem Papier verlangt, so liegt der Kontakt 84 in Kontaktstellung e.
  • Eine selbsttätig Verbesserungen berücksichtigende Schreibwiede,rholungseinheit verlangt, daß die Schreibzeilen automatisch beendet werden, wenn nahe dem Ende einer Zeile ein Wort endete. Zusätzlich hat diese Einrichtung die Aufgabe, die Zeilen unabhängig von der Anzahl der Buchstaben, die sich in ihr befinden, auf gleiche Längen abzugleichen, um ein gutes Aussehen des geschriebenen Textes zu erzielen. Wenn verschiedene Größen von Buchstaben in Form ihrer Impulse genommen werden, kann bewirkt werden, daß nicht nur die Arbeit einer Linotype- bzw. Monotype-Setzmaschine ersetzt wird, sondern überhaupt das Setzen eines Textes od. dgl. ermöglicht wird. Dieses neue Verfahren, die Niederschrift eines Textes zu erhalten, stellt eine vorzügliche Art des Maschinenschreibens dar und ergibt ein Schriftbild, das sonst nur durch Setzen des Textes von Druckerhand erreichbar ist. Um festzustellen, wann ein Wort nahe dem Ende einer Zeile beendet ist, ist ein Kontaktjoch 86 vorgesehen, das mit den schrittweise schaltenden Spulen 1919 fest verbunden ist und gegen Ende jeder Zeile wirksam wird. Das Kontaktjoch 86 verbindet hierbei mittels einer Kontaktbrücke Schritt für Schritt die entsprechenden Kontakte des Kontaktverteilers 87, der beispielsweise zehn bis fünfzehn Kontakte aufweist. Wird während einer Umdrehung des Rotors nach Fig. 29a keines der Entladungsrohre 2081 bis 2083 usw. gezündet, so bleibt der Relaisanker 84 des Relais 83 in Stellung e liegen. In der Sekundärwicklung der Spule 1916 der Fig. 29 c, die der Spule 1658 der Fig. 7 e entspricht, werden je Umdrehung des dort dargestellten Rotors Impulse induziert. Diese Sekundärwicklung 88 der Spule 1916 ist mit dem Steuergitter des Gasentladungrohres 1915 verbunden und zündet dieses, dessen Hauptentladungskreis über den Kontakt e, den Relaisanker 84 sowie über den Kontaktverteiler 86/87 geschlossen ist.
  • Da das Kontaktjoch 86 sich schrittweise jeweils um einen Schritt je Umdrehung des Rotors vorwärts bewegt und anzeigt, an welcher Zeilenstelle gedruckt bzw. maschinengeschrieben wird, wird angezeigt, an der wievielten Stelle der Zeile der die Zündung des Gasentladungsrohres 1915 auslösende Zwischenraum steht. Wie oben ausgeführt, wurde die Niederschrift des Zwischenraumes durch Nichtzünden der Gasentladungsrohre 2081 bis 2083 und Relaisstellung e des Ankers 84 angezeigt. Soll nur eine Selbstbegrenzung der Zeile und das Umschalten auf eine neue Zeile, nicht aber ein Ausschließen der Zeilen erreicht werden, so werden außer einem Relais keine zusätzlichen Anordnungen benötigt.
  • Mit Hilfe des schrittweise bewegten Kontaktjoches 86 ist beim Zünden des Gasentladungsrohres 1915 nur einer der Kontakte des Kontaktverteilers 87 mit dem Gegenkontakt verbunden und zeigt an, an wievielter Stelle nahe dem Ende der Zeile dieser Zwischenraum eingefügt worden ist. Entsprechend der Stellung des Kontaktjoches 86 in dem Kontaktverteiler 87 wird eines der dem Kontaktverteiler nachgeordneten Relais, beispielsweise Relais 89, erregt. Hierdurch wird eine andere Geschwindigkeitsübersetzung des Zeilenschreibwerkes gegenüber dem Papier und den Bewegungen der Schreibhebel wirksam gemacht, und zwar in Abhängigkeit von der Stelle, an der innerhalb der Zeile der Zwischenraum bewirkt wurde. Das Einschalten und Wechseln des Übersetzungsverhältnisses kann abhängig von dem benutzten Schreibwerk auf unterschiedliche Weisen bewirkt werden. In Fig. 29 ist ein Ausführungsbeispiel einer vollelektrischen übersetzung dargestellt. Auf dem Rotor der Fig. 29 c ist eine Anzahl von Zahnscheiben, beispielsweise Zahnscheibe 1915, vorgesehen, deren Zähneanzahlen in einem festen Verhältnis zueinander stehen. Im Ausführungsbeispiel beträgt die Differenz der Anzahl der Zähne von Scheibe zu Scheibe je einen Zahn. Die Anzahl der Zähne der Scheiben entspricht der Anzahl der Stellen, welche bei Benutzung der betreffenden Zahnscheibe innerhalb einer Zeile geschrieben werden. Um diese Scheiben, z. B. die Scheibe 1915, her-um sind Spulen, z. B. die Spulen 1913 und 1914, in der Weise versetzt angeordnet, daß sie ein elektrisches Drehfeld bewirken. Die einzelnen Spulen, z. B. die Spulen 1913 und 1914, sind über Schalter mit den Gittern der Pentoden 2087 a, 2087 b und 2087 c in Verbindung zu bringen. Im Anodenkreis dieser Pentoden sind die Spulen X, Y und Z eines Drehfeldsystems, symbolisch in Fig. 29 d dargestellt, angeordnet.
  • Das Verhältnis der Anzahl der Zähne der verschiedenen Zahnscheiben bewirkt, daß die Zahl der Aufundabbewegungen der Schreibhebel, die für eine be- stimmte Zahl von Buchstaben gebraucht werden, immer an demselben Punkt der Zeilen endet, unabhängig davon, wie viele Stellen innerhalb dieser Zeile niedergeschrieben wurden, solange eine bestimmte Differenz nicht überschritten wird, da das Verhältnis der übersetzungen zwischen den beiden Bewegungen entsprechend dem eingeschalteten der Relais, beispielsweise Relais 89, das den Ort des Zwischenraumes anzeigt, festgelegt ist.
  • Werden die Unterschiede nicht auf die Buchstaben und Zwischenräume verteilt, was allerdings die geringsten Änderungen in der Breite für jede Stelle mit sich bringt, sondern wenn nur eine Änderung der Zwischenräume vorgesehen ist, kann dies in ähnlicher Weise bewirkt werden, indem gleichzeitig die Anzahl der Buchstaben und der Zwischenräume gezählt werden und abhängig vom Ergebnis der Zählung in entsprechender Weise die Änderung der Zwischenräume gesteuert wird. Das zunächst vorgeschlagene Verfahren erweist sich wegen der einfacheren Anordnung und des geringeren Einflusses auf die Breite jeder Schreibstelle vorteilhafter.
  • Die Anordnung der verschiedenen Stellen auf dem Speicher, beispielsweise einer Lochkarte, einem Band, einer Trommel, einer Scheibe, entspricht gewöhnlich nicht der Stellenanordnung, welche auf dem Papier benötigt wird. Um die gewünschte Anordnung der Stellen zu erreichen, werden Stellenübertragungsmittel vorgesehen. Sie werden über eine Schalttafel geschaltet, durch welche sichergestellt wird, daß z. B. die Stelle »12« innerhalb der Originalspeicherung in die Stelle »3«, beim Aufschreiben z. B. auf ein Papier mittels eines Schreibwerkes übertragen wird. An Stelle einer Schalttafel, welche die Stellenversetzung steuert, können auch »bewegliche Schaltsteuergeräte« benutzt werden, so daß leicht und sicher auch die Stellenversetzung wieder geändert werden kann. Gegebenenfalls können fortlaufende Änderungen in dem Schema der Stellenversetzung vorgenommen werden, so daß auch verschiedene Rechenaufgaben auf diese Weise gesteuert werden. Ausführungsbeispiele der Stellenversetzung über eine Schalttafel wurden in den Fig. 30 und 31 gezeigt. Während in Fig. 30 die Stellenversetzung mit Hilfe eines Kathodenstrahlverteilers zeigt, der besonders bei der übertragung vom Speieher- oder Rechenwerk zu dem Schreibwerk benutzt wird und der auch durch einen induktiven Verteiler ersetzbar wäre, zeigt die Fig. 31 eine Vorrichtung für die Stellenumsetzung innerhalb eines Speichers oder bei der übertragung von einem Speicher, z. B. einem Band, zu einem anderen bzw. zu den Magneten eines Breitschreibwerkes.
  • Eine andere Stellenumsetzung kann entsprechend der Anordnung von Spulen und Zahnrädern gemäß Fig. 7e erreicht werden, wenn die Umsetzung z. B. durch das Schreiben mit einem einzeiligen, einstelligen Schreibwerk bewirkt wird, in dem die Zeichen Stelle für Stelle geschrieben werden. In diesem Falle wird eine Serie von Spulen, vergleichbar den Spulen 1561 und 1562 der Fig. 7 e, um die Scheiben, beispielsweise Scheibe 1556, mit den Zähnen 1559 und 1560 herum angeordnet. Dieser Anordnung entsprechen in Fig. lgc die Spulen 1708/1 bis 1708/n und 1709. - Wenn die Anordnung der Spulen 1561 und 1562 in Fig. 7 e bzw. 1708 in Fig. 18 c in der Weise getroffen wird, daß ihre Abstände einer Stelle entsprechen, und wenn die Räder, beispielsweise 1556 in Fig. 7 e bzw. 1710 in Fig. 18 c, mechanisch mit der Bewegung des Speichers oder der Abfühlköpfe gekoppelt sind, kann das Abfühlen der verschiedenen Stellen in Abhängigkeit davon erfolgen, welche dieser Spulen vorerregt ist, da die nachgeordnete Pentode 1570 nur während des Zeitraumes zwischen der Zündung des Gasentladungsrohres 1569 und der des Entladungsrohres 1571 (Fig. 7 e) offen ist, da die erstere die Schirmgitterspannung für das »öffnen« der Pentode 1570 liefert, während die letztere die Kathode der Pentode positiv gegenüber dem Potential ihres Bremsgitters macht und sie sperrt.
  • Wenn das Einschalten der Primärwicklungen r, s der Spulen 1561 bzw. 1562 (entsprechend in Fig. 18 c 1708) durch Anlegen einer Gleichspannung über eine Schalttafel 1703 so bewirkt wird, daß bei jeder Stellenumsetzung entsprechend Fig. 18 a bei dem Niederschreiben der ersten endgültigen Stelle die Primärwicklung der Spulen der ursprünglichen Stelle Position 14 (1708/14), bei der zweiten Rotation des Speichers, d. h. bei der zweiten endgültigen Stelle, die Spule 1708/3, entsprechend der ursprünglichen Stelle »3«, bei der dritten Rotation die Spule 1708/1 der ursprünglichen Stelle »l« und bei der vierten Umdrehung bei dem Aufschreiben der endgültigen Stelle »4« die Spule 1708/15 der ursprünglichen Stelle »15« des Speichers erregt werden, wird das Niederschreiben Stelle für Stelle schon in der richtigen gewünschten Ordnung vorgenommen, wobei auch Zwischenräume eingefügt werden können.
  • Eingehend sind diese Vorgänge an Hand der Fig. 18 dargestellt. In Zeile 1701 der Fig. 18 a wird die Stellenanordnung gezeigt, in der die Buchstaben mit dem einzeiligen, einstelligen Schreibwerk geschrieben werden sollen. In der Linie 1702 sind die Stellen markiert, von denen die entsprechenden Impulse genommen werden sollen. An den Stellen 6 bis 10 der geschriebenen Zeile sollen keine Zeichen erscheinen, da z. B. eine Karte niedergeschrieben wird, vergleichbar mit der Anordnung der Buchstaben eines Vielstellenschreibers in einer TabeRiermaschine. Dieses Nichtschreiben der Buchstaben geschieht durch Fortlassen der Kontaktverbindung an diesen Stellen.
  • Die Schalttafel 1703, die diesen Vorgang steuert, wird in Fig. 18b schematisch gezeigt. Ihre vertikalen Reihen entsprechen der Anordnung der Stellen, in der die Buchstaben geschrieben werden, während ihre horizontalen Zeilen den Stellen respektive Sektoren entsprechen (Speicher, Rechenwerk), an denen die Impulse für die Buchstaben, welche geschrieben werden sollen, stehen.
  • Während die horizontalen Linien der Schalttafel 1703 mit den primären Wicklungen der Spulen 1708/1 bis 1708/n entsprechend den Wicklungen r, s der Spulen 1561 bzw. 1562 der Fig. 7 e verbunden sind, sind die vertikalen Reihen der Schalttafel mit dem Schrittschaltverteiler 1704 verbunden, dessen Kontaktjoch 1705 sich nach jeder Umdrehung Schritt für Schritt bewegt. So befindet sich bei der ersten Umdrehung das Kontaktjoch 1705 in seiner linken Stellung (Fig. 18b). In dieser Stellung ist die vertikale Reihe »l« mit der horizontalen Linie »14« verbunden, d. h. daß bei der ersten Umdrehung entsprechend dem ersten Buchstaben der Reihe 1701 (Fig. 18a) die Impulse von Stelle (Sektor) »14« des Speichers genommen werden: eines der Kreuze 1706 der Fig. 18b, welche Kontakte darstellen, verbindet die vertikale Reihe »l« mit der horizontalen Linie »14«. Da hierdurch die Primärwicklung der Spule 1708/14 erregt wird, wird die Zündung des nachgeordneten Gasentladungsrohres, das in der vorliegenden Figur nicht dargestellt ist und das etwa dem Gasentladungsrohr 1569 der Fig. 7e entspricht, bei der Stelle (Sektor) »14« des Speichers bewirkt, so daß nur bei dieser Stellung die Pentode, beispielsweise 1507 der Fig. 7 e, offen ist und so die abgefühlten Impulse z. B. den Primärwicklungen der Verteiler- und Kodespulen der Fig. 13 b zuführt.
  • Da bei der zweiten Umdrehung das Joch 1705 die zweite vertikale Reihe mit der dritten horizontalen Reihe verbindet, was wieder mit einem Kreuz angedeutet ist, werden die Impulse bei dem Schreiben des zweiten Buchstabens der Reihe 1701 (Fig. 18a) der Stelle (Sektor) »3« des Speichers entnommen (vgl. Reihe 1702 der Fig. 18 a).
  • So wird Stelle für Stelle die Zeile vollständig geschrieben, und zwar mit Buchstaben entsprechend dem Schema, welches durch die Einstellung der Schalttafel gegeben ist. Besteht bei einer vertikalen Reihe keine Verbindung zu einer horizontalen Linie, so kann auch kein Buchstabe geschrieben werden. In diesem Falle wird auf dem Papier nur ein Zwischenraum dargestellt. Durch die in den Fig. 18 dargestellten Mittel können die Aufgaben einer kleineren Tabelliermaschine völlig erfüllt werden, da die Rotation des induktiv wirksamen Verteilers der Fig. 18 c und das Drucken mit einer ziemlich hohen Geschwindigkeit bewirkt wird. Werden an Stelle eines einzigen einstelligen Schreibwerkes beispielsweise fünf Schreibwerke dieser Art verwendet, wie es beispielsweise in Fig. 28 b. mit Schreibwerken 250/1 bis 250/5 gezeigt ist, so wird durch diese einfachen Mittel bereits die Leistung einer modernen Tabelliermaschine erreicht. In einem solchen Falle wird die Steuerung der fünf einzelnen Schreibwerke, welche gleichzeitig arbeiten, derart bewirkt, daß fünf Verteilerjoche entsprechend Joch 1705 vorgesehen sind, von denen jedes z. B. zwanzig Stellen eines Hundertstellenschreibers steuert. Die ersten zwanzig vertikalen Reihen 1 bis 20 bewirken die Steuerung des ersten Schreibwerkes, die vertikalen Reihen 21 bis 40 die des zweiten Schreibwerkes usw., so daß durch gleichzeitiges Arbeiten die entsprechende Leistungserhöhung erzielt wird.
  • An Stelle von Verbindungen durch Schalter einer Schalttafel können auch bewegliche Verbindungen benutzt werden, wie sie bereits oben als »bewegliche Schaltsteuergeräte« beschrieben wurden. Solche beweglichen Verbindungen können aus mehreren isolierten Bogen bestehen, auf denen mit Hilfe von Silbertinte, dünnen Drähten od. dgl. Verbindungen von einer oberen Kontaktreihe mit einer unteren Kontaktreihe hergestellt werden. Diese aus Isolierstoff bestehenden Bogen werden entweder einzeln benutzt oder mit Hilfe von Nieten miteinander verbunden, wobei ein isolierender Vorderbogen und ein isolierender rückwärtiger Bogen benutzt werden. Die Kartensätze werden bei Gebrauch in eine Halterung eingeführt, so daß an jedem oberen wie an jedem unteren Kontakt eine Kontaktfeder anliegt und so die Verbindung zwischen diesen oberen und unteren Kontaktfedem mit Hilfe der Steuerschalttafeln bewirkt wird.
  • Auf den vorderen Bogen sind nur die Kontakte, welche aus silbernen Nieten od. dgl. bestehen, zu sehen und zu fühlen. Diese kleinen beweglichen Steuereinheiten erlauben einen leichten Wechsel der Schaltverbindungen, i nsbesondere, wenn sie automatisch zugeführt werden. Die Schaltverbindungen können bei Bedarf für das Abfühlen eines Bandes oder beliebiger Lochkarten usw. leicht gewechselt werden. Da diese elektronischen Büromaschinen für ihre Steuerung nur sehr geringe Ströme benötigen, können auch solch kleine Bogen Verwendung finden.
  • Für eine Stellenumsetzung entsprechend der Schalttafel'der Fig. 1, 18b, 28a oder 31 können auch die dort gezeigten Schalttafeln durch solche beweglichen Schaltsteuereinheiten ersetzt bzw. ergänzt werden.
  • Die Speicherwerke, die für die Steuerung dieser elektronischen Büromaschinen benutzt werden, sind entweder mechanischer Art, wie Lochkarten, gelochte Bänder od. dgl., besser aber optische oder magnetische Bänder bzw. Trommeln. In den folgenden Absätzen werden verschiedene Arten des Zusammenwirkens zwischen Speichermitteln und Rechen-, Schreibwerken u. dgl. an Hand verschiedener Ausführungsbeispiele erläutert.
  • Die übertragung aus dem Speicher auf Schreib-oder Stanzinechanismen od. dgl. kann Stelle für Stelle bewirkt werden. Ist keine Stellenumsetzung vorgesehen, so bewegen sich die Spulen 1561 und 1562 der Fig. 7e Stelle für Stelle schrittweise innerhalb des Kreisrahmens 1557 von dessen Nullpunkt bis zum Ende, wobei nur ein solcher Spulensatz vorgesehen ist, wie es auch in Fig. 7 e abweichend von Fig. 18 b und 18c dargestellt ist. Dieses stellenweise Eintasten von den Tasten einer Tastatur, eines Stanzmechanismus oder eines stellenweisen Schreibens mit Hilfe des einzeiligen, einstelligen Werkes genügt, wenn nur niedrige oder mittlere Leistungen verlangt werden.
  • Die zeilenweise Einstellung von Stanzmechanismen, Schreibwerken u. dgl. wird vorzugsweise entweder über einen Kathodenstrahlverteiler gemäß Fig. 7d bzw. 23 oder einen induktiv wirksamen Verteiler gemäß Fig. 13 a, 13 b bzw. Fig. 18 oder 7 e vorgenommen. Solch ein reihenweises Abfühlen wird in der Weise bewirkt, daß zunächst alle Zählwerte »0« in aUen Stellen abgefühlt werden und auf einen Satz von Entladungsrelais über einen Kathodenstrahl-oder einen induktiv wirksamen Verteiler verteilt werden, daß im nächsten Schritt alle Zählwerte »l« abgefühlt und entsprechenderweise verteilt werden usw.
  • Das Auswählen der ganzen »Null«-Symbole aus den verschiedenen Stellen (Sektoren) beim Abfühlen und Verteilen der »ersten Zeile« kann auf unterschiedliche Weise erreicht werden. Es kann z. B. durch Zusammenwirken von zwei Kathodenstrahlverteilem geschehen, wobei deren einer entsprechend Fig. 32a einmal je Stelle rotiert, während der andere entsprechend Fig. 23 einmal je Zeile rotiert. Auf diese Weise werden durch den Kathodenstrahlverteiler gemäß Fig. 32c nur die Impulse für eine weitere Verstärkung über die Pentode 1778 der Fig. 23 und die Steuerelektrode CE des Kathodenstrahlverteilers 1776 verteilt, deren Zählwert demjenigen der Kontakte 1912/0 bis 1912/9 der Fig. 32 c entspricht, der während des Abfühlens dieser Zeile geschlossen ist. Dieses Einschalten der Kontakte, beispielsweise der Kontakte 1912/0 bis 1912/9, Schritt für Schritt erfolgt entsprechend der mechanischen Vorwärtsbewegung der Schreibbarren, wie sie in den bekannten Tabuliermaschinen Verwendung finden und die die Buchstabentypen der üblichen Vielstellenschreibwerke aufweisen, oder entsprechend dem zeilenweisen Setzen der Einstellvorrichtung von Stanzeinrichtungen, das entweder im Zusammenhang mit der Zuführung einer Lochkarte oder der Bewegung einer Reihe von Setzhebeln bewirkt werden kann, wenn die Löcher nicht Reihe für Reihe, sondern in einer einzigen Stanzbewegung gestanzt werden sollen.
  • So wird erreicht, daß, wenn der Schalter 1912/0 der Fig. 32c geschlossen ist, nur an den Stellen ein Zünden des zugeordneten Gasentladungsrohres, das dem entsprechenden Sektor1780 des Kathodenstrahlverteilers der Fig. 23 zugeordnet ist, stattfindet, an denen der Speicher den Impuls »0« aufweist. Mit Hilfe eines Stellenumsetzmechanismus über eine Stezkschalttafel, beispielsweise 1703 der Fig. 18b, kann das Schreiben oder das Stanzen od. dgl. in beliebig eingestellten Stellen eines Schreibwerkes oder einer Stanzvorrichtung vorgenommen werden. Sollen hierbei bewegliche Schaltsteuergeräte benutzt werden, wie sie oben beschrieben wurden, so werden die Gasentladungsrelais 1782/0 bis 1782/n der Stellenumsetzungsschaltung nachgeordnet, da in diesem Falle des mechanischen oder elektromechanischen Schreibens, Stanzens od. dgl. größere Ströme benötigt werden. Diese werden über die Gasentladungsrohre bereitgestellt, die mit geringen Strömen über die beweglichen Schaltsteuerwerke gezündet wurden.
  • In der zweiten Reihe ist an Stelle des Schalters 1912/0 der Schalter 1912/1 geschlossen (Fig. 32 c), so daß, nachdem die Gasentladungsrohre 1782/0 bis 1782/n der Fig. 23 gelöscht sind, d. h. nach der Beendigung des ersten Durchlaufes oder nach dem Schreiben oder Stanzen in allen den Stellen, welche eine »0« enthalten, alle die Gasentladungsrohre gezündet werden, deren zugeordnete Stellen (Sektoren) Impulse des Zählwertes »l« aufweisen. Erreicht in einem Zyklus während der Aufwärtsbewegung der Schreibbarren od. dgl. diese mit der Type »2« die Druckzeile, so wird der Schalter 1912/2 der Fig. 32 c geschlossen, und nur die der den Entladungsrohren nachgeordneten der Spulen werden beispielsweise durch die Zündung eines zugeordneten Gasentladungsrohres erregt, deren zugeordnete Stellen (Sektoren) des Speichers Impulse mit der Bedeutung »2« aufweisen. Die in Frage kommende Speicherung braucht nicht notwendigerweise eine magnetische zu sein, sondern es kann ebensogut auch eine optische oder eine elektrostatische Speicherung Anwendung finden.
  • Die weiteren Elektromagneten in den Tabellier-oder Schreibeinrichtungen bedürfen keiner besonderen Erklärung, da sie bekannte Mittel der üblichen Lochkartenmaschinen darstellen. Bei ihnen wird der Kontakt oder das mechanische Abfühlen durch das Erregen der betreffenden Spule mit Hilfe von Gasentladungsrohren od. dgl. ersetzt.
  • An Stelle von Kathodenstrahlverteilern können gemäß Fig. 13 a, 13 b oder 18 induktiv wirksame Verteiler Verwendung finden. An Stelle von zwei induktiv wirksamen Verteilern kann die Auswahl der verschiedenen Zählwertimpulse od. dgl. auch mittels Abfühlspulen bewirkt werden, welche gegeneinander um je ein Feld versetzt* angeordnet sind. Sind in einem solchen Falle beispielsweise Abfühlspulen A 1 a 10 bis A 1 a 19 (Fig. 9) Pentoden zugeordnet, die jeweils nur in der Nullposition geöffnet werden, so wird nur von derjenigen der Pentoden ein Spannungsstoß verstärkt werden, welche dem Feld des abgefühlten Zählwertes entspricht. Dieser Vorgang kann beispielsweise benutzt werden, um gespeicherte Impulse abzufühlen und diesen entsprechende Gasentladungsrohre für eine weitere Anwendung zu zünden. Auch für das zeilenweise Abfühlen und Verteilen sowie für das Auswählen kann eine solche Vorrichtung benutzt werden, da hierbei nur diejenigen Impulse verstärkt werden, die der eingeschalteten der Abfühlspulen A 1 a 10 bis A 1 a 19 und damit dem Zählwert oder dem Symbol des in Frage kommenden Buchstabens entsprechen.
  • Beim Speichern auf Bändern kann sowohl die optische als auch eine magnetische Speicherung vorgesehen sein. Die Bedeutung des auf einem solchen Band aufgezeichneten Zählwertes kann entweder auf Grund einer definierten Stellung der Impulse zu einem Loch od. dgl. des Bandes oder zu Synchronisierungsmarken auf der Bahn selbst ermittelt werden. Diese Synchronisierungsmarken können entweder als Steuerfrequenzen aufgezeichnet sein, wie es in Fig. 7 d gezeigt wurde und die gleichzeitig die Steuerspannung für das Ablenksystem eines Kathodenstrahlverteilers darstellt, oder sie können als NuIl-Impulse aufgezeichnet sein (Fig. 7 f), die beispielsweise Sägezahn-Gasentladungskreise steuern. Schließlich können sie auch aus Schritt- und Stopimpulsen bestehen, wie sie für die Steuerung von Fernschreibern benutzt werden (Fig. 7 g).
  • Das Abfühlen von Bändern, auf denen eine Steuerfrequenz vorgesehen ist, wird gemäß Fig. 7 d vorgenommen, falls ein Kathodenstrahlverteiler benutzt wird. Im in dieser Figur dargestellten Ausführungsbeispiel fühlt der Abfühlkopf 1526 die in Bahn 1911 vorgesehenen Steuerfrequenzen ab, und nach Verstärkung mittels der Pentode 1525 werden sie über einen Widerstand dem Ablenkplattensystem DP1 direkt und über eine Phasenschieberbrücke 587 dem Ablenksystem DP2 zugeführt. Hierdurch wird eine definierte Stellung des kreisförmig über den Schirm 1529 ausgelenkten Kathodenstrahles gegenüber den Verteilersektoren 1530/0 bis 1530/9 der Schicht 1522 des Schirmes 1529 des Kathodenstrahlrohres 1521 erreicht.
  • Die jeweilige Stellung des Kathodenstrahles ist unabhängig von irgendwelchen Marken außerhalb des Bandes, so daß das Band sich selbst synchronisiert. Die Zählwertimpulse oder die Impulse von Buchstaben usw. werden mittels des Abfühlkopfes 1528 abgefühlt und, durch die Pentode 1524 verstärkt, der negativ vorgespannten SteuerelektrodeCE des Kathodenstrahlrohres 1521 über den Tranformator 1523 zugeführt. Von den den Verteilersektoren 1530 nachgeordneten Gasentladungsrelais 1532/0 bis 1532/9 werden durch einen Spannungsstoß, der an den hochohmigen Widerständen 153110 bis 1531/9 entsteht, nur diejenigen gezündet, in deren entsprechendem der Sektoren 153010 bis 1530/9 mittels eines intensivierten Kathodenstrahles Sekundärelektronen in verstärktem Maße ausgelöst werden. Die Intensität des Kathodenstrahles wird in dem Augenblick verstärkt, in dem die SteuerelektrodeCE einen positiven Impuls erhält und ihr Potential damit kurzzeitig über das Ruhepotential angehoben wird. So werden die auf dem Band gespeicherten Impulse dem jeweils dem Zählwert des Impulses zugeordneten der Gasentladungsrelais zugeführt. An Stelle von Zahlen kann das abgefühlte Band oder eine entsprechende Magnettrommel auch schon die Impulsfrequenzen von Buchstaben entsprechend der Speicherung auf der Trommel in Fig. 31 aufweisen.
  • Im Schaltbild der Fig. 7 d ist noch das Ausführungsbeispiel einer weiteren Vorrichtung angedeutet. Es ist ein weiterer Abfühlkopf 1527 dargestellt, welcher zum Übergang von Addition auf Subtraktion NuRmarken abfühlt (vgl. Fig. 25). Wird ein solcher Kathodenstrahlverteiler gemäß Fig. 7d benutzt, so können die Impulse der Zählwerte in einer Bahn 590 entsprechend den Feldern und den Sektoren des Rotors in Fig. 6a vorgesehen sein, da die Selbstsynchronisierung ein exaktes Abfühlen selbst kleinster Zwischenräume zwischen den verschiedenen Zählwertimpulsen gewährleistet. Deshalb sind die Sektoren für die Zählwerte »0« bis »9« des Kathodenstrahlverteilers1521 als Sektoren1530/0 bis 1530/9 innerhalb eines Sektors von 90' des Schirmes1529 entsprechend der Teilung der Sektoren in vierzig Felder in Fig. 6 a angeordnet.
  • An Stelle von magnetischen Bändern können optische Bänder benutzt werden, und an Stelle von magnetischen Abfühlspulen treten in solchem Falle Photozellen. Weiterhin ist es aber auch nicht nötig, daß Bänder benutzt werden. Da der Vorgang sich mittels der Steuerfrequenz selbst synchronisiert, kann die magnetische Schicht auch auf Karten und Bögen vorgesehen sein. Da für die Auswertung keine exakte Einhaltung eines bestimmten Abstandes der Aufzeichnung von den Kanten solcher Karten erforderlich ist, bleiben auch unregelmäßige Kanten ohne Einfluß auf die Auswertung. Anstatt magnetische Schichten auf solche Karten oder Bögen aufzubringen, kann auch magnetisches Material oder können magnetische Emulsionen in der Struktur des Papiers od. dgl. vorgesehen sein.
  • An Stelle dieser Anordnung kann auch eine solche nach Fig. 7e vorgesehen werden. Im in dieser Figur dargestellten Ausführungsbeispiel sind seitlich nebeneinander zehn bis zwölf Bahnen vorgesehen, so daß die Anordnung der Impulse auf dem Band der Anordnung der Zeilen von Lochkarten vergleichbar ist. Die in Längsrichtung des Bandes 1906 verlaufenden Impulsreihen, die den jeweiligen Abfühlspulen 1566 zugeordnet sind, entsprechen denjenigen, die vom Abfühlen von Lochkarten her bekannt sind. Im dargelegten Ausführungsbeispiel wird der Kathodenstrahlverteiler der Fig. 7 d durch einen Satz von Pentoden 1568/0 bis 1568/9, verbunden mit den Gasentladungsrohren 1567/0 bis 1567/9 ersetzt. Die am Ausführungsbeispiel gezeigte Art des Abfühlens erlaubt die gleichzeitige Steuerung eines Sortiervorganges, zu dessen Durchführung die Schaltmittel 1556 bis 1563 und 1569 bis 1579 vorgesehen sind. Zum Abfühlen und zum Rechnen sind die Abfühlspulen 1566/0 bis 1566/9, die Pentoden 1568/0 bis 1568/9 und die Entladungsrohre 1567/0 bis 1567/9 vorgesehen. Werden die Abfühlköpfe 1566 gegen das Band oder umgekehrt dieses gegen die Abfühlköpfe bewegt, so wird in jeder Stelle dasjenige der Gasentladungsrohre 1567/0 bis 1567/9 gezündet, dessen Abfühlkopf über die zugeordnete der Pentoden 1558/0 bis 1558/9 einen Impuls entsprechend dem auf dem Band gespeicherten Zählwert erhält. Ein solcher Rechenprozeß läßt sich bewirken, wenn die Schalter 1908 und 1910 mit den unteren Kontakten verbunden sind und der Schalter 1909 offen ist.
  • Die Stellung der Impulse ist durch ihre Lage gegenüber mechanischen Markierungen, nämlich Löchern 1907, des Bandes 1906 gegeben. Für die beschriebene Abfühlung ist dieses ausreichend, da es im vorliegenden Falle nicht von wesentlicher Bedeutung ist, ob das Band um einen Zehntehnillimeter oder sogar Bruchteile davon verschoben ist, da der in Frage kommende Zählwert durch die Stellung des Impulses in einer der verschiedenen Bahnen markiert ist, während das Abfühlen der Impulse innerhalb eines Raumes von zehn Feldern eines Sektors erfolgen kann: Das Rechnen erfordert nämlich nur, daß die entsprechenden Aufschreibe- bzw. Abfühlspulen (Fig. 6a, 9) innerhalb von zehn Feldern geschaltet werden. Das Rechnen selbst in allen Einzelheiten ist bereits oben beschrieben, so daß an dieser Stelle nur ein Verweis nötig ist. Der Sortiervorgang selbst und die hierzu benötigten weiteren Schaltmittel des Schaltbildes der Fig. 7 e werden später erläutert.
  • Wenn das Abfühlen und Aufschreiben auf das Band durch die Aufundabbewegung der Abfühlköpfe gemäß Fig. 26 bewirkt wird, kann die Anordnung der verschiedenen Bahnen auf dem Band durch eine zusätzliche Seitwärtsbewegung der Abfühlspulen derart erreicht werden, daß sie seitlich gestaffelt nebeneinanderliegen, d.h. daß der Anfang der seitlich jeweils folgenden Bahn in der Längsrichtung des Bandes von dem Nullpunkt der vorhergehenden Bahn beispielsweise um eine Lochteilung des Bandes versetzt vorgesehen ist (vgl. Fig. 32 c). Hierdurch wird erreicht, daß das Band beispielsweise Impulse in einer Anzahl aufzunehmen vermag, die dem Inhalt von ungefähr fünfzigtausend Lochkarten entsprechen. Zusätzlich ist die Tatsache von Bedeutung, daß beim schrittweisen Zuführen auf Grund des Sortierungsvorganges od. dgl. die Zuführungsschritte von Loch zu Loch vorgenommen werden können, so daß sie relativ klein sind und hohe Zuführungsschrittgeschwindigkeiten erlauben. Durch die Anwendung von selbstsynchronisierenden Marken können Sägezahn-Gasentladungskreise in Kombination mit elektronischen Rechnern entsprechend Fig. 24 bzw. 25 verwendet werden. Auf Grund der Vorteile der Kathodenstrahlverteiler als Steuermittel, die durch ihre vielseitige Anwendungsmöglichkeit gegeben sind, ist auch in Fig. 25 die Steuerung der Sägezahnkreise über den Kathodenstrahlverteiler vorgenommen worden, obwohl sie auch durch Nullmarken 1578, die den Zählwertmarken 1577 auf dem Band 1579 selbst zugeordnet sind und durch ihre Stellung zu den letzteren diese ihre Bedeutung verleihen, erfolgen konnte. Das entsprechende Schaltbild ist in Fig. 7 f gezeigt.
  • Die Selbstsynchronisation mittels Schritt-Stop-Anordnungen, die etwa denen der Fernschreibmittel entsprechen, hat besondere Vorteile. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Anordnung ist in Fig. 7g gezeigt. Auf dem Bogen 1580, z. B. einem Kontenblatt, sind, durch Striche angedeutet, Impulsgruppen aufmagnetisiert. Eine vorgeordnete, drei Signale aufweisende Gruppe 1581 wirkt als Startsignal, dann folgen die eigentliche Signalkombination darstellende Impulsgruppen 1582, die durch eine als Stopsignal wirkende Aufzeichnungslücke 1583 abgeschlossen werden. Das Abfühlen bzw. Aufzeichnen erfolgt Stelle für Stelle. Hierdurch wird z. B. das Speichern des Inhaltes von Briefen, von Buchungsbelegen od. dgl. auf dem Papier selbst ermöglicht. Im einfachsten Falle ist einem Fernschreibgerät eine Aufzeichenspule 1584 vorgeordnet, so daß die Aufzeichnungen auch in einem anderen Büro abgefühlt werden können und dort benötigte Kopien selbsttätig erstellt werden können. Das Verfahren hat für die Vervielfältigung und Ersteflung interner Buchhaltungsbelege, Bänder, Lochkarten od. dgl., beispielsweise für die Buchhalttjng oder Kostenrechnung in weiteren Büros eine gewisse Bedeutung. Werden solche Anordnungen genormt, so können noch weitere Vereinfachungen durch Verwendung von Bögen, Briefen od. dgl. als Übertragungsmittel für automatisches Rechnen, Speichern, für Sortierungsvorgänge od. dgl. erreicht werden. Hierdurch kann z. B. auch der neueste Saldo eines Hauptbuchkontos magnetisch gespeichert werden, indem er in einem besonderen Bereich des Bogens, der für diesen Zweck vorgesehen ist, festgehalten wird. So kann ein automatischer Saldoübertrag erreicht werden, ohne daß die Auswahlspeicherung einer großen Zahl von Hauptbuchkonten erforderlich wird. Werden die jeweiligen Impulse doppelt gespeichert, so kann mittels einer Vergleichs- bzw. einer Gruppenkontrolleinrichtung eine vollständige Nullkontrolle durchgeführt werden. Auch weiterer Gebrauch kann von solchen Markierungen gemacht werden; beispielsweise können besondere Impulse auf Bögen, Karten od. dgl. bei dem Schreiben von Hauptbuchkonten vorgesehen werden. In einem solchen Falle kann die Nummer des Kontos geprüft werden, um festzustellen, ob ein vorgestecktes Konto gebraucht wird oder das richtige Konto vorgesteckt wurde. Wenn der Kontoschreiber entsprechend der Position 204 der Fig. 1 mit einem automatisch arbeitenden Zuführer versehen ist, können die Kontonummern der durchlaufenden Karten laufend mit der Zahl des benötigten Kontos verglichen werden, so daß nur solche Konten zum Schreiben vorbereitet werden, welche die gewünschten Nummern tragen, während die anderen durchlaufen, ohne beschrieben zu werden. Zusätzlich kann die Stellung der neuen Schreibzeile, auf der das Schreiben zu erfolgen hat, gleicherweise gespeichert werden.
  • Einer der Hauptvorzüge der vorgeschlagenen elektronischen Mittel zum Rechnen, Speichern usw. besteht in der Möglichkeit der Auswahlspeicherung in Verbindung mit Rechen-, Schreib- und Anzeigeeinrichtungen u. dgl. Diese Auswahlspeicher können entweder wechselbare Impulse enthalten, welche abgefühlt, gelöscht und beim Aufschreiben erneuert werden können, oder aber feste Impulsfolgen, die den Inhalt von Karten, Tabellen od. dgl. enthalten. Beide Arten des Auswahlspeichers erlauben das Abfühlen einer eingestellten Position des Speichers und das übertragen der abgefühlten Impulse auf Rechen-, Schreib- und Anzeigevorrichtungen im Bruchteil von Sekunden. Die Prinzipien für die Auswahl entsprechen denen des Kodes, das zu Fig. 29 beschrieben wurde.
  • Ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur magnetischen Auswahlspeicherung wird in Fig. 11 gezeigt. Die Einrichtung weist einen Stahlzylinder 1601 mit seiner Welle 1609 auf, welcher in den Lagern der Schienen 1610 und 1615 läuft. Auf der Welle 1609 ist weiterhin das schrittweise angetriebene Rad 1607 mit dem fortschreitend arbeitenden Nocken 1606 vorgesehen. Hierdurch wird Rad 1602 schrittweise gedreht, und zwar für jede Rotation der Welle 1609 bzw. der Trommel 1601 um einen Schritt. Das Rad 1602 weist an seiner Rückseite eine Kurbel auf, mit deren Hilfe der Schlitten 1616 sich auf den Führungen 1614 und 1617 bewegt. Er wird schrittweise seitlich entsprechend der schrittweisen Bewegung des Rades 1602 verschoben. Diese seitliche Verschiebung des Schlittens 1614 wird vorzugsweise angewendet ', wenn ein Satz solcher Schlitten vorgesehen ist, von denen jeder für eine ganze Trommel gebraucht wird. Der Antrieb dieses Schlittens kann in gleicher Weise durch ein auf der Welle 1614 vorgesehenes Gewinde bewirkt werden; während die seitliche Verschiebung der Schlitten durch die Kurve des Rades 1602 gegen Ende der Bewegung keinen Wechsel in der Rotationsrichtung des Rades erfordert, ist bei Benutzung eines Gewindes eine Umkehrung der Bewegungsrichtung erforderlich, sobald der Schlitten die Breite der Trommel passiert hat. In diesem Falle haben der Schalter und die Antriebsmittel 1603, 1604 und 1605 die Aufgabe, einer solchen Umkehrung durch Zwischenschaltung eines weiteren Zahnrades, im Ausführungsbeispiel Zahnrad 1608, zu bewirken.
  • Die für die Auswahl vorgesehenen Impulse sind seitlich nebeneinander in einer Anzahl von Bahnen vorgesehen; eine weitere Unterteilung ist in Richtung des Umfanges in verschiedene Sektoren vorgenommen.
  • Das Speichern von Impulsen, beispielsweise für Auswahlspeicherkonten, seitlich nebeneinander wird einfach durch eine seitliche Bewegung des Schlittens bewirkt. Wird diese Bewegung schrittweise vor-genommen, so werden die Impulse in kreisförmigen, in sich geschlossenen Bahnen gespeichert, die seitlich nebeneinander liegen. Eine solche schrittweise Bewegung ist vorteilhafter als eine kontinuierliche seitliche Führung des Schlittens 1616, da im letzteren Falle die Impulse in Form einer Spirale um den Zy- linder herum liegen und bei der Rückwärtsbewegung von der linken Seite die Linien der Vorwärtsbewegung in einem Winkel kreuzen, während bei der schrittweisen Bewegung des Schlittens in beiden Richtungen die gleichen Bahnen sowohl zum Abfühlen als auch zum Löschen bzw. zum Aufschreiben benutzt werden können.
  • Der Schlitten weist gleichzeitig Abfühl-, Lösch- und Aufschreibeköpfe 1611, 1612 und 1613 auf, welche entsprechend Fig. 12 auch zu einem einzigen Kopf vereinigt werden können, beispielsweise indem mehrere Wicklungen vorgesehen werden. Die Auswahl verschiedener Bahnen wird nicht nur durch die seitliche Bewegung des Schlittens bewirkt, sondern auch durch ein elektrisches Schalten von nebeneinander angeordneten Spulensätzen, wie es ausführlich in Fig. 15 dargestellt ist.
  • Das Löschen bei der Auswahlspeicherung wird vorteilhafterweise nach dem Hochfrequenzverfahren bewirkt, da auf diese Weise das Löschen zu bestimmten Punkten vorgenommen werden kann. Bei der übertragung der Löschfrequenz nur auf einen gewünschten Punkt wird diese in dem Augenblick eingeleitet, in dem der Kopf sich gerade über dem Feld der magnetischen Schicht befindet, in dem die Löschung bewirkt werden soll. Das Schalten solcher Löschspannungen ist im einzelnen bei der Beschreibung der Fig. 27 gezeigt, die zur Erläuterung der Sortierungsvorgänge dient. Die verschiedenen Bahnen und die verschiedenen Schlitten können die Bedeutung von einzelnen Rechenwerken erhalten.
  • Bei der Erklärung des Kodens und Entkodens von Kombinationen wurde bereits gezeigt, daß die Umsetzimpulse aus bestimmten Bereichen bzw. Sektoren abzufühlen waren. Bei der Kombination von Auswahlspeicherung und Rechnen sind diese Bedingungen durch die Tatsache vereinfacht, daß die kreisförmige Oberfläche des Rechenspeichers gedanklich bereits in Sektoren eingeteilt ist, die den verschiedenen Stellen einer Zahl entsprechen. Um die Notwendigkeit allgemeiner übertragungen von einem Sektor in den anderen bei der Auswahlspeicherung zu vermeiden, da hierfür eine volle Umdrehung für den übertrag eines jeden Zählwertes benötigt wird, wenn nicht eine Vielzahl von Impulsspeichern, z. B. Entladungsrelais, vorgesehen sein soll, sind die gespeicherten Impulse bei der Auswahlspeicherung auch in verschiedenen Sektoren untergebracht, die der Unterteilung bei dem Speicherrechenwerk in verschiedene Sektoren entspricht. Hierdurch können drei Viertel eines jeden Sektors für Auswahlspeicherungsaufgaben benutzt werden, die gedanklich in so viel Felder eingeteilt sind, wie es die für die Abfühlung benötigten Mittel erlauben. Da eine optische Speicherung auf Mikrofilmschichten die optische Vergrößerung der gespeicherten Impulse mittels Linsen in einem solchen Grade gestattet, daß Schlitze üblicher mechanischer Größe für die Auswahl der verschiedenen Impulse benutzt werden können, kann die Unterteilung bei der optischen Auswahlspeicherung noch mehr ins einzelne gehen als bei dem magnetischen Abfühlen, bei dem die magnetischen Impulse direkt abgefühlt werden. Die Vorteile der magnetischen Trommel überwiegen dann, wenn die Impulse der Auswahlspeicher durch Löschen und erneutes Aufschreiben wechselbar sein sollen, während das optische Abfühlen vorzuziehen ist, wenn eine große Anzahl von Werten einer festen Tabelle (Logarithmentafel od. dgl.) vorgesehen ist. In beiden Fällen wird vorteilhafterweise die Unterteilung immer innerhalb der Sekteren vorgenommen, d. h. innerhalb der Stellen, zu denen die Impulse gehören.
  • Die Ansteuerung von innerhalb des Kreisumfanges unterteilten Auswahlspeicherungen wird an Hand des Ausführungsbeispieles eines optischen Auswahlspeichers gemäß Fig. 2e erläutert. Hier werden die Mittel der optischen Auswahlspeicherung schematisch gezeigt, wie sie z. B. für die Steuerung und Auswahl von Werten von Logarithmentafeln u. dgl. benutzt sind. Die gezeigte Art der Auswahlspeicherung und ihrer Steuerung kann auch im Zusammenhang mit magnetischenAuswahlspeichereinrichtungenVerwendung finden.
  • Die Steuerung der Auswahl der verschiedenen Impulse wird durch Impulsmarkierungen innerhalb der konzentrischen Ringe 1904 und 1905 bewirkt. Bei der Speicherung von optischen Impulsen können vier Dekaden in der gleichen Weise unterteilt werden, wenn beispielsweise Impulse mit einer Größe von 10 R auf Mikrofilmen verwendet werden, so daß bei zehn konzentrischen Ringen die Impulse für fünf Stellen gespeichert werden können. Bei magnetischer Auswahlspeicherung können zehn bis hundert Unterteilungen bei zehnstelligen Zahlen erreicht werden.
  • Die Steuerimpulse für die »Hunderter« sind in den zehn Bahnen bzw. konzentrischen Ringen des Bereiches 1905 vorgesehen, während die Steuerimpulse für die »Einer« in den Bahnen des Bereiches 1904 enthalten sind. Jeder der Teile 1904 »0« bis 1904 »9« und 1905 »00« bis 1905 »90« steuert die Auswahl über eine Photozelle, verbunden mit einem Gasentladungsrohr, die in der Fig. 2e nicht dargestellt sind. Vor der optisch wirksamen Speicherscheibe 1901 sind Schlitzblenden 1902 und 1903 vorgesehen, welche auf jeweils einen der konzentrischen Ringe der Bereiche 1904 bzw. 1905 eingestellt werden können, so beispielsweise auf Ringe »00«, »10«, »20« usw. des Bereiches 1905; nach Einstellung kann nur jeweils einer der jeweils zehn konzentrischen Ringe der Bereiche 1904 bzw. 1905 für die Auswahlsteuerung wirksam werden. Solche Steuerungsmarkierungen, wie sie im Ausführungsbeispiel der Scheibe 1901 der Fig. 2 e nur im Sektorl dargestellt sind, weist der praktisch ausgeführte Auswahlspeicher entsprechend der Zahl der benötigten Stellen auf. Die Felder 1/1, 114, 111/1, IV/1 usw. sind dem »wirklichen Additionsprozeß« des Rechnens entsprechend dem Verstärkerkreis »A« der Fig. 6 c vorbehalten, so daß in den Feldern dieser Teilsektoren keine Impulse für die Auswahlspeicherung festgehalten werden können. Die Auswahlspeicherung beschränkt sich im Ausführungsbeispiel auf die Teilsektoren 1/2-4, 11/2-4, 111/2-4 und IV/2-4. Die Impulse für die Zählwerte selbst sind in den konzentrischen Ringen des Bereiches 1900 (»0« bis »9«) festgehalten.
  • In jedem der Bereiche 1904 bzw. 1905 ist eine Serie von Zehner-, Hunderter- usw. bzw. Löschimpulse angeordnet, mit deren Hilfe das öffnen und Schließen einer nachgeordneten Pentode bewirkt wird. Entsprechend der Anordnungen der Schlitzblenden 1902 und 1903 werden beide Pentoden nur an einem besonderen Zeitpunkt innerhalb jedes der Sektoren gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt, so daß nur einer der Impulse (»0« bis »9«) des Bereiches 1900 innerhalb eines jeden dieser Sektoren wirksam werden kann. An Stelle von Schlitzblenden kann auch eine entsprechende Auslenkung eines Lichtstrahles benutzt werden. Bei dieser Anordnung sind die Zählwertimpulse in konzentrischen Ringen im Bereiche 1900 um den Mittelpunkt herum angeordnet. - Weiter,-Ausführungsbeispiele ergeben sich, wenn die Impulse jeweils in einem konzentrischen Ring angeordnet sind und die Auswahl mittels eines Verteilers bewirkt wird. Andererseits kann eine Auswahl aber auch, wie zu Fig. 16 geschildert, bewirkt werden, indem die Impulse jeweils in Bahnen untergebracht sind, denen Entladungsrohre zugeordnet sind, die mittels Schalter zündbar sind und die Auswahl einer Bahn bewirken. Vergleichbar ist diese Auswahl der des selektiven Abfühlens von parallelen Bahnen eines Bandes vermittels von zehn Abfühlspulen 1563/0 bis 1563/9 und eine nachgeordnete Pentode 1570, wie es für die magnetische Abfühlung in Fig. 7 e dargestellt war. Die Auswahl einer bestimmten Bahn ist hierbei mittels der den Magnetköpfen 1563 zugeordneten Schaltern 1897 möglich, während die Auswahl bestimmter Stellen oder Sektoren durch den zugeordneten induktiv wirksamen Verteiler bewirkt wird.
  • An Stelle optischer Marken können auch die Zähne einer Zahnscheibe gemäß Fig. 29 b bzw. 29 c Verwendung finden, die eine magnetische Steuerung der Auswahl im Zusammenhang mit den Mitteln des Schaltbildes Fig. 29 a bewirken. Die Impulse werden ausgewählt, je nachdem, ob die in den Wicklungen von Abfühlspulen erregten Impulse mit den vorgegebenen Schaltzuständen der Schalter 61 usw. übereinstimmen. Gemäß dem in Fig. 2 e vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das Speichern in jedem der Sektoren wirksam, so daß bei einer Umdrehung der 5 Speicherscheibe 1901 innerhalb jedes Sektors dieser Scheibe der Bereich 1900, der die Zählwerte enthält, auswahlabgefühlt wurde.
  • Um größere Kapazitäten zu erhalten, wird man weitere Impulsserien in zusätzlichen Bahnen unterbringen. Diese Köpfe können jeweils eigene Abfühlköpfe aufweisen; andererseits können aber auch für eine Reihe von Bahnen die gleichen Abfühlköpfe benutzt werden. Das Abfühlen kann während einer Vielzahl von Umdrehungen erfolgen, andererseits aber kann das Auswahlabfühlen auch innerhalb einer Umdrehung voll erreicht werden. Im Falle getrennter Abfühlköpfe, vergleichbar mit der Anordnung nach Fig. 15, genügt ein Umschalten der Köpfe, während bei dem Abfühlen innerhalb einer von wiederholten Umdrehungen ein zusätzliches Kontaktjoch entsprechend Joch 1705 der Fig. 18b erforderlich wird, das bei jeder Umdrehung Schritt für Schritt schaltet.
  • Die Steuerung des Abfühlens und Aufschreibens in verschiedenen Teilen und Bahnen kann mit Hilfe von Schalttafeln oder den bereits oben beschriebenen beweglichen Schaltsteuergeräten bewirkt werden, so daß Vielstellen-Rechen- und Schreibmaschinen automatisch gesteuert werden können.
  • In Fig. 18e ist ein Ausführungsbeispiel eines Auswahl- und Sortiergerätes hohen Wirkungsgrades beschrieben. Es weist elf Trommelpaare auf, welche magnetisierbare Bänder enthalten, die schrittweise mittels des schaltbaren Schrittantriebes 1724 abgerollt und dann auf der gegenüberliegenden Trommel, bei Entnahme von der Trommel 1720 auf der Trommel 1721, wieder aufgerollt werden. Gegebenenfalls erfolgt ein schrittweises Zuführen nur dann, wenn ein übertrag auf ein zweites Band stattgefunden hat.
  • Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das Originalband 1722 bzw. sein Duplikat fortlaufend schrittweise transportiert. Parallel hierzu sind zehn weitere Trommelpaare angeordnet, von denen das zweite von links das Band enthält, auf das die »Einheiten« des »Original«-Bandes (Trommelpaar 1720 und 1721) übertragen werden sollen, welche in der eingestellten Sortierstelle den Zählwert »0« aufweisen. Das dritte Band von links erhält alle Impulse der Einheiten, welche in der ersten Phase in der letzten Stelle bzw. der eingestellten Stelle den Zählwert »l« aufweisen. Das vierte Band von links ist für die Aufnahme aller Impulse der Bandeinheiten bestimmt, die in der Sortierungsstelle der ersten Phase durch den Zählwert »2« markiert sind usw. Wenn das Original- oder das Duplikatband durch eine Führungseinrichtung 1724 fortlaufend schrittweise geführt und durch Abfühlspulen 1723 abgefühlt wird, so werden die Nachrichten-»Einheiten« des Original- bzw. Duplikatbandes aufeinanderfolgend auf jeweils das der zehn weiteren Bänder übertragen, welches dem vorgefundenen Zählwert innerhalb der eingestellten Stelle entspricht.
  • Nach dieser ersten Phase werden die Bänder auf die Trommeln, von denen sie abgerollt waren, in schrittweisem, ununterbrochenem Rücklauf aufgespult, wobei die jeweilig übertragenen Nachrichten auf das Original- bzw. Duplikatband oder ein entsprechendes anderes Band rückilbertragen werden. Begonnen wird diese übertragung mit der Abfühlung des Bandes »9«, anschließend wird auf das Abfühlen des Bandes »8« umgeschaltet, dann auf Band »7« usw. So hat das Duplikatband nach dem Rücklauf der zehn Bänder die Anordnung von Einheiten, wie sie durch die Folge der Werte innerhalb der eingestellten Stelle vorgegeben wird. Nach dem Ab- fühlen und dem übertragen auf das Duplikat werden die Impulse der zehn Bänder gelöscht, so daß sie nun für eine zweite Phase bereit sind. Der Vorgang, der mit einer Geschwindigkeit von fünfzig bis hundert Einheiten je Sekunde ablief, entspricht der Leistung von ungefähr zehn Lochkartensortierinaschinen, da innerhalb dieses Sortierungsvorganges der gleiche Effekt erreicht wurde, als ob ein Stoß von 180 000 Lochkarten nach einer eingestellten Stelle sortiert worden wäre (eine Phase), und darauf in die verschiedenen Fächer der Sortiermaschine einsortiert worden wäre, worauf anschließend die Stapel von »0« bis »9« aufeinandergehäuft waren, nachdem sie den Fächern der Sortiermaschine entnommen waren. Während der zweiten Phase wird das erhaltene Duplikatband auf Trommel 1720 wieder schrittweise geführt und abgefühlt, so daß nunmehr eine weitere Umordnung auf Grund einer zweiten eingestellten Stelle bewirkt werden kann.
  • Das Schaltbild eines Ausführungsbeispieles einer solchen Sortiervorrichtung hohen Wirkungsgrades wird in Fig. 27 gezeigt. Es werden im wesentlichen die gleichen elektronischen Mittel, die auch für das Rechnen, Speichern und Schreiben benutzt wurden, verwendet, so daß nur wenig zusätzliche elektronische Mittel zu beschreiben sind. Das Schaltbild zeigt, daß die Sortiervorrichtung im Zusammenwirken mit einem elektronischen Verteiler 1725 verwendet wird. Dieser elektronische Verteiler wird hinsichtlich der Auslenkung seines Kathodenstrahles durch eine Steuerfrequenz gesteuert, die gemäß Fig. 7 d auf dem Band 1899 selbst vorgesehen ist. Diese Steuerfrequenz wird mittels des Abfühlkopfes 1733 abgefühlt, und, über die Pentode 1728 verstärkt, steuert sie die beiden Ablenkplattensysteme DP 1 und DP 2, deren Phasen gegeneinander um 90' verschoben sind, so daß eine kreisförmige Auslenkung des Kathodenstrahles bewirkt wird. Die Zählwertimpulse werden mittels der Abfühlköpfe 1732 abgefühlt, durch die Pentode 1727 verstärkt und der Steuerelektrode CE des Kathodenstrahlverteilers 1725 zugeführt, wenn die Pentode 1727 »offen« ist.
  • Dieses öffnen findet mittels des Gasentladungsrohres 1889 statt, welches durch einen Impuls auf sein Steuergitter über die Leitung t gezündet wird, wenn der Abfühlkopf die eingestellte Stelle passiert, nach der das Sortieren der Bänder vorgenommen werden soll. Dieses Zünden beim Durchlauf der eingestellten Stelle durch Impulse über die Leitung 1 hängt davon ab, welche elektronische Mittel bei der in Frage kommenden Büromaschine vorgesehen sind. Dieses Zünden kann z. B. durch Anordnen einer schrittweise schaltenden Skala entsprechend der Skala 1792 der Fig. 24 bewirkt werden, wobei der Kondensator der Leitung f mit demjenigen der SekundäremissionsstricheSal bis Sal00 zu verbinden ist, der der für das Sortieren eingestellten Stelle entspricht. Diese Mittel werden auch für das Vielstellenschreiben benutzt (vgl. Fig. 30: 2100). Jeder dieser Striche Sa 1 bis Sa 100 entspricht in diesem Falle einer -Stelle, da der Kathodenstrahl sich schrittweise von Skalenlinie zu Skalenlinie, d. h. Stelle für Stelle, vorwärts bewegt. Statt dessen kann auch ein zweites rotierendes Elektronenstrahlsystern innerhalb dieses Kathodenstrahlverteilers 1725 entsprechend denen der Fig. 23 oder 26 oder 32 c vorgesehen werden, das in seiner kreisförmigen Auslenkung des Kathodenstrahles mit Hilfe einer Steuerfrequenz gesteuert wird, die entweder direkt von dem Band genommen wird oder aber durch einen Synchronisierungsimpuls, der beim Rotieren des Kathodenstrahles über den Schirm 1726 erzeugt wird, für jede Stelle synchronisiert wird. Schließlich kann auch eine Einstellung gemäß Fig. 7e vorgenommen werden, wenn das Band eine Perforation aufweist, so daß die Stelle, bei der das Zünden des Gasentladungsrohres stattfinden soll, durch das Einstellen der Spulen 1561 bzw. 1562 auf die entsprechende Stelle vorgenommen werden kann, wie es bei dem Ausführungsbeispiel der Sortiereinrichtung nach Fig. 7e geschieht.
  • Die Zählwertimpulse, abgefühlt durch die Abfühlköpfe 1732, werden weiterhin in der Pentode 1792 verstärkt und über den Transformator a 1738a (s. Band 1740) aller Bänder »0« bis »9« zugeführt. Die Spulen 1738a werden durch die Oszillatorpentode 1731 vormagnetisiert, denen der Transformator c parallel liegL Der Kreis 1737a weist eine Selbstinduktion und einen parallel liegenden Kondensator auf und ist auf die Oszillatorfrequenz von ungefähr 100 kHz abgestimmt, wodurch die Hochfrequenz dem Transformator a ferngehalten wird. Der Kreis 1737a sperrt für die Zählwertimpulse nicht, da er ja nicht auf deren Frequenz, sondern auf die der Löschspannung abgestimmt ist. So werden die abgefühlten Impulse mit Hilfe der Abfählspule 1732 während einer Bewegung der Köpfe 1732 und 1733 entgegen der Richtung des Bandes 1899 allen Bändern 1740, 1741, 1742 usw., d. h. den Bändern »0« bis »9«, zugeführt.
  • Weiterhin wird die Steuerfrequenz der Abfühlspule 1733 über die Pentode 1730 und den Transforrnator b den Aufschreibimpulsen 1738 zugeführt. Die Vormagnetisierung von der Oszillatorpentode 1731 über den Transformator c wird in der oben beschriebenen Weise bewirkt, da der Kreis 1737, wieder aus Kondensator und Selbstinduktionsspule bestehen, wie bereits erläutert, als Sperrkreis genutzt wird. Die Hochfrequenzschwingung der Spule c in dem Anodenkreis der Pentode 1731 wird über die Pentoden 1734, 1735, 1736 usw. verstärkt, in deren Gitterkreis eine Sekundärwicklung der Oszillatorspule c liegt, so daß in den Transformatoren d eine Löschspannung bewirkt wird, die während der Rückwärtsbewegung der Spulensysteme über das Band mechanisch eingeschaltet wird.
  • Hierdurch werden alle von dem Abfühlkopf 1732 übertragenen Impulse durch die Köpfe derjenigen der Bänder 1740, 1741, 1742 usw. gelöscht, bei denen das zugeordnete der Gasentladungsrohre 1734a, 1735a, 1736a usw. mit Hilfe des eingestellten und abgefühlten Impulses nicht gezündet ist. Ist eines dieser Rohre gezündet, so ist die zugeordnete Pentode geschlossen, weil bei gezündetem Gasentladungsrohr die Kathode der zugeordneten Pentode positiv in bezug auf ihr Steuergitter wird und die Pentode sperrt. So werden die Impulse nur auf dasienige der zehn Bänder »0« bis »9« übertragen, das dem Zählwert in der eingestellten Sortierstelle des Bandes entspricht. Wird beim Sortieren mit zehn Bändern gearbeitet, so ist dieses übertragen aller Zählwertimpulse auf die Aufschreibeköpfe aller Bänder und das Löschen aller derjenigen Aufzeichnungen bei der Rückwärtsbewegung der Abfühlspulen, welche nicht dem Zählwert der sortierten Stelle entsprechen, einfacher als ein direkter Übertrag, da in dem letzten Falle bei einem vorhergehenden Abfühlvorgang festgestellt und aufgezeichnet werden müßte, auf welches der Bänder die Impulse zu übertragen sind, da ja erst am Ende des Abfühlens der ersten Einheit die Stelle auch sicher abgefühlt ist, auf Grund deren die Zählwerte endlich auf eines der Bänder »0« bis »9« übertragen werden.
  • Die eben beschriebene Sortiereinrichtung hat trotz ihres relativ einfachen Aufbaues eine Leistung, die der von zehn Lochkartenmaschinen entspricht. Werden solche hohen Anforderungen nicht gestellt, so brauchen nur einige Zusätze vorgesehen zu werden, um aus einer elektronischen Rechen- und Tabelliermaschine zusätzlich eine Sortiermaschine relativ hoher Leistung zu machen.
  • Diese zusätzlichen Mittel unterscheiden sich von denen der Hochleistungs-Sortiermaschine hauptsächlich dadurch, daß an Stelle eines Satzes von zehn Bändern, auf welche die Impulse sortiert, d. h. übertragen werden, nur ein zusätzliches Band benutzt wird. Dieses kann zwischenzeitlich auch zum Summieren benutzt werden. An die Stelle der gleichzeitigen Übertragung auf eines der zehn Bänder »0« bis »9« werden in diesem Falle zunächst nur diejenigen Impulse einer vollständigen Bandeinheit übertragen, die während der ersten Phase in der eingestellten Sortierstelle den Zählwert »0« ergaben. In der nächsten Phase werden die Impulse aller der Einheiten auf das zweite Band übertragen, in deren Sortierstelle der Zählwert »I« markiert ist; in der dritten Phase werden alle Impulse der Einheiten auf das zweite Band übertragen, in deren Sortierstelle der Impuls »2« markiert ist usw. Durch dieses Verfahren wird der gleich Effekt erreicht, welcher bei dein Ausführungsbeispiel einer Hochleistungssortiermaschine durch den Impulsübertrag von jeweils einer Einheit auf eines der zehn Bänder und durch Rückübertragung auf ein zweites Band erreicht wurde, indem hier der Übertrag von Impulsen auf ein zweites Band wiederholt bewirkt wird.
  • In Fig. 7e waren solche zusätzlichen Mittel gezeigt, die das Bewirken von Sortiervorgängen gestatten. Im einzelnen sind hierbei folgende Aufgaben durchzuführen: Die Abfühlspulen 156310 bis 1563/9 haben festzustellen, ob an der eingestellten Stelle ein eingestellter Impuls aufgezeichnet ist oder nicht. Abhängig davon, welche der Abfühlspulen 1563/0 bis 1563/9 mittels der Schalter 1887/0 bis 1887/9 eingeschaltet ist, wird das Sortieren gemäß den entsprechenden Zählwerten vorgenommen. Während der ersten Phase ist die Abfühlspule 1563/0 eingeschaltet, in der zweiten Phase die Abfühlspule 156311, in der dritten Phase die Abfühlspule i 1563/2 usw.
  • Die Stelle, gemäß der das Sortieren vorgenommen wird, wird mit Hilfe der Spulen 1561 und 1562 eingestellt, indem diese innerhalb des Kreises 1557 entsprechend verschoben werden. Der Kreis 1557 weist eine Skala auf, welche anzeigt, in welcher Stelle die Spulen 1561 und 1562 wirksam werden. Das Sortieren geht damit in Abhängigkeit vom Auftreten des vorgegebenen Zählwertes in der ausgewählten Stelk vor sich.
  • Die Räder 1556, welche auf der Hauptwelle der Rechen- und Speicherscheibe oder auch der Trommel vorgesehen sind, weisen zwei Kämme 1559 und 1560 auf, deren Spitzen dicht über den zugespitzten Kernen der Spulen 1561 und 1562 laufen. Werden die Primärwicklungen r, s dieser Spulen an Gleichstrom gelegt, so wird bei dem Vorbeilaufen der Spitze des Kammes 1559 an dem Spulenkern 1561 das Gasentladungsrohr 1569 gezündet, da die Sekundärwicklung der Spule 1561 mit ihren Enden c, ti mit der Steuerbrücke des Gasentladungsrohres 1569 verbunden ist. Das Zünden des Gasentladungsrohres 1569 bewirkt ein Öffnen der Pentode 1570, da der Kathodenwiderstand 1896 des Gasentladungsrohres den Spannungsabfall für das Schirmgitter der Pentode 1570 liefert. Sobald nach einem Zeitraum entsprechend nahezu dem Durchlauf einer Stelle der Kamm 1560 den Spulenkern der Spule 1562 passiert, wird das Gasentladungsrohr 1571 gezündet und schließt die Pentode 1570 nach der kurzen, einer Stelle entsprechenden Zeitspanne, indem sie ihr Kathodenpontential positiv in bezug auf das Nullpotential ihres Bremsgitters macht. Da das Steuergitter dieser Pentode 1570 nur mit derjenigen der Abfühlspulen 1563/0 bis 1563/9 verbunden ist, die über den zugeordneten Schalter 1897/0 bis 1897/9 gerade eingeschaltet ist (während der ersten Phase ist dies bei der Abfühlspule 1563/0 der Fall, in der zweiten Phase bei der Abfühlspule 156311 usw.), können nur die Impulse über die Pentode 1570 wirksam werden, die sowohl der durch die Einstellung der Spulen 1561 bzw. 1562 vorgegebenen Stelle als auch der eingeschalteten der Abfühlspulen 1563 entsprechen.
  • Ist ein derartiger Impuls erreicht, so wird nach Verstärkung mittels der Pentode 1570 das Gasentladungsrohr 1572 gezündet und öffnet die Pentode 1573, deren Steuergitter mit der Sekundärwicklung der Spule 1558 über die Leitungen p, q verbunden ist. Im Anodenkreis dieser Pentode ist die Aufzeichenspule 1564 mit ihren Anschlüssen k, 1 eingeschaltet, die in ihrer Lage über dem Band 1906 durch das Symbol 1564 dargestellt ist. So wird nur dann eine Anzeigemarke durch einen Impuls auf einer be- sonderen Linie des Bandes, z. B. der vierzehnten Bahn, gespeichert, wenn die folgende Einheit (das Band 1906 bewegt sich von links nach rechts) durch Einschaltung der Abfühlköpfe 1566 übertragen werden soll. Hierdurch können verhältnismäßig hohe Bandgeschwindigkeiten erreicht werden, da die Bewegung des Bandes während aller Rückwärtsbewegungen der Hebel 317 oder der Schlitten 308 erfolgen kann (vgl. auch Fig. 26 und 1: 308). Mit Hilfe dieser Vomotierung, die festhält, ob ein Übertrag stattfinden soll oder nicht, kann die Einstellung direkt vom ersten Beginn des Abfühlens der Zählwertimpulse stattfinden.
  • Die Vornotierungsmarke wird mittels der Abfühlspule 1556, welche mit dem Steuergitter der Pentode 1574 verbunden ist, abgefühlt. Wird in ihr ein Impuls induziert, so wird dieser durch die Pentode verstärkt und zündet das nachgeordnete Gasentladungsrohr 1575. Bei dem Sortiervorgang liegen die Schalter 1908 und 1910 in der oberen, in der Fig. 7 e nicht dargestellten Lage. Die Schiringitterspannung der Pentoden 1568/0 bis 1568/9 wird damit nur mit Hilfe des Spannungsabfalles an dem Kathodenwiderstand 1576 des Entladungsrohres 1575 erzeugt, der über die Verbindungm und den Schalter1908 mit den Schirmgittern verbunden wird.
  • In der oberen Stellung des Schalters 1910 zünden die Pentoden die Gasentladungsrohre 1567/0 bis 1567/9 nicht, sondern die Aufschreibspulen des zweiten Bandes sind in den Anodenkreisen der entsprechenden Pentoden 1568/0 bis 1568/9 wirksam, so daß ein Übertrag der Zählwertimpulse aller Reihen von den Abfühlspulen 1566 auf die Aufzeichenspulen 1894/0 bis 1894/9 erreicht wird. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 18 d, das die beiden Bänder zeigt, wird die Erregung der Spulen 315 in Abhängigkeit von dem Gasentladungsrohr 1575 der Fig. 7 e bewirkt, welches anzeigt, daß ein Übertrag zu erfolgen hat.
  • Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wurde die Auswahl der Stelle, nach der der Sortiervorgang stattfindet, durch einen induktiv wirksamen Verteiler bewirkt. Bei einem abgeänderten Ausführungsbeispiel kann auch ein Schaltbild entsprechend Fig. 26 benutzt werden. Das übertragungsverfahren selbst ist nahezu das gleiche wie das der Beschreibung der Fig. 7 e zugrunde liegende. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 26 bewirkt der Abfühlkopf 2050 in Verbindung mit der Synchronisierspur über die Pentode 2042 und den Phasenschieber 1893 die Rotation des Kathodenstrahlverteilers 2049. Die Stelle, nach der die Sortierung vorgenommen werden soll, wird durch die Verbindung des hochohmigen Widerstandes 2047 angezeigt, der das Gasentladungsrohr 2043 zündet und damit den Sortiervorgang auslöst. Merdurch ist die Pentode 2044 offen, da sie ihre Schiringitterspannung als Spannungsabfall an dem Kathodenwiderstand 1892 des Entladungsrohres 2043 erhöht. Der Impuls, durch den markiert wird, daß ein Übertrag zu erfolgen hat, wird mittels des hochehmigen Widerstandes 2047 ausgelöst. Nur diejenige der Abfühlspulen 2051/0 bis 2051/9 kann über den Kathodenstrahlverteiler 2049 wirksam werden die mittels des zugeordneten Schalters auf das Steuergitter der Pentode 2041 geschaltet ist. Vom Anodenkreis der Pentode werden die Impulse über den Transformator 1891 auf die Steuerelektrode CE des Kathodenstrahlverteilers 2049 geführt. Ein Übertrag auf das zweite Band von den Abfühlspulen 2054/0 bis 2054/9 über die Pentoden 2055/0 bis 2055/9 auf die Aufzeichenspulen 1890/0 bis 1890/9 des zweiten Bandes, die in ihrer Stellung der der Spulen 2054 entsprechen, kann nur erfolgen, wenn beim Beginn des Abfühlens der »Einheit« das Gasentladungsrohr 2046 mit Hilfe der Vornotierungsmarke' auf dem Band, die mittels der AbfüMspule 2053 abgefühlt wird und in der Spule einen Impuls induziert, der durch die Pentode 2045 verstärkt wird, gezündet wird.
  • Während die Abfühl- und Aufzeichenspulensätze in dem Schlitten 303 vorgesehen sind, steuert der Schütten 308 die schrittweise Bewegung des Originalbandes 302 und des »zweiten Bandes« 310, auf das die Impulse übertragen werden sollen. Die schrittweise Bewegung wird durch die in dem Schlitten 308 vorgesehenen Spulen, beispielsweise Spule 1889 für das Band 310, gesteuert; die Erregung der Spule 1889 erfolgt über das gleiche Gasentladungsrohr 2046, das auch die Übertragungen bewirkt-Das Aufschreiben auf ein Band kann nach mehreren Verfahren bewirkt werden. Einige Beispiele werden im folgenden beschrieben. Die aufzuwendenden Mittel hängen davon ab, ob das Aufschreiben auf den Bändern mit besonderen selbstsynchronisierenden Markierungen erfolgt.
  • Im Ausführungsbeispiel der Fig. 32 a wird das Aufschreiben mittels einer Zehnertastatur bewirkt. Gleichzeitig wird die Spule 2152, die den Spulen 1561 bzw. 1562 der Fig. 7 c entspricht, Stelle für Stelle innerhalb des Kreises 2151 weitergeschaltet. Impulse werden hierbei nur erzeugt, wenn der Kamm 2153 des Rades 2154 dem Kern 2152 gegenübersteht. In diesem Augenblick wird das Gasentladungsrohr 2155 erregt, wodurch ein Impuls in diejenige der Aufzeichenspulen 2158 übertragen wird, die durch Drücken der dem Zählwert entsprechenden Taste der Zehnertastatur 2157 mit dem Gasentladungsrohr 2155 verbunden ist. Die Zündung des Gasentladungsrohres 2155 bewirkt, daß das Relais 2156 so lange abfällt, wie diese eine der Tasten gedrückt ist. So kann ein Impuls nur einmal wirksam werden. Die Aufzeichenspulen 2158 bewegen sich entsprechend der Rotation des Rades 2154 über das Band.
  • Ein anderes Ausführungsbeispiel einer Aufzeichenvorrichtung ist in Fig. 32b dargestellt. Bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel werden die Impulse zunächst mittels der Aufzeichenspulen 2161 auf einer Trommel od. dgl. gespeichert. Diese Spulen sind, wie es zu Fig. 32 a beschrieben wurde, mit den Tasten einer Tastatur 2157 verbunden. Die Spule 2160 entspricht der Spule 2152 der Fig. 32 a, und das Gasentladungsrohr 2159 erfüllt die gleichen Aufgaben wie das Gasentladungsrohr 2155 in Fig. 32a. Das Übertragen der Impulse und der Steuerfrequenz von der Trommel auf das Band wird bewirkt, nachdem alle benötigten Impulse auf der Trommel gespeichert sind. Die Impulse können zugleich mit der Steuerfrequenz abgefühlt werden, so daß Nachrichten- und Synchronisiersignale parallel durch die Pentoden 2163 und 2162 verstärkt und mittels der Aufzeichenköpfe 2165 und 2164 auf das Band geschrieben werden.
  • Nimmt man gemäß Fig. 32 e beim Aufschreiben, wie schon oben vorgeschlagen, eine seitliche Bewegung der Aufzeichenspulen 2165 um eine Bahn vor, während das Band schrittweise um ein Loch vorwärts bewegt wird, so erreicht man schrittweise versetzte Aufzeichnungen.
  • Verschiedene Verfahren des Aufzeichnens sind bereits zu Ausführungsbeispielen des Rechenwerkes beschrieben. Beispielsweise das automatische Tabuheren, die Stellensetzung und das Setzen der Dezimalstelle wurden gezeigt. Bei der Stellenumsetzung waren andere Arten des Aufschreibens erläutert, hierdurch wurde das zwischenzeitliche Aufschreiben auf ein Band oder einen anderen Speicher in einer Anordnung ermöglicht, welche sich von der Folge, in der die Nachrichten im Speicher erscheinen, sich unterscheidet. Diese Möglichkeit der Stellenumsetzung gemäß einem geschalteten Schema eröffnet interessante Möglichkeiten, wenn beispielsweise Buchungsbelege, deren Nachrichten gespeichert werden sollen, die Zahlen in einer anderen Folge aufweisen, als sie für das Aufschreiben auf dem Speicher benötigt werden. Beim Lochkartensystem z. B. müssen alle Buchungsbelege u. dgl. entsprechend der Folge der Stellen der Lochkarten angeordnet werden, um das Aufschreiben zu erleichtern. Diese Notwendigkeit besteht, wenn Stellenumsetzungsmittel gemäß der Erfindung vorgesehen werden, nicht, da jede Folge von niedergedrückten Tastaturtasten hierbei durch entsprechende Umwandlung die Aufzeichnung auf den Bändern in einer anderen Stellenanordnung erlaubt.
  • Der Gebrauch der Tastatur in Verbindung mit einem Kathodenstrahlverteiler wird an Hand des Ausführungsbeispieles der Fig. 32c erläutert. Beschrieben wurde eine solche Einrichtung bereits in Verbindung mit dem zeilenweisen Einstellen von Stanzinechanismen und Schreibwerken. Sie kann aber auch für die Speicherung in Verbindung mit einem Auswahlspeicher, der mit hoher Geschwindigkeit läuft, angewendet werden, wenn die Speicherung in Verbindung mit einem Kathodenstrahlverteiler abgefühlt wird. Diese Mittel würden dann sowohl das Aufschreiben in bestimmten Feldern des Speichers als auch das Löschen von Impulsen innerhalb des Speichers erlauben. Im folgenden sei nochmals kurz an Hand der Fig. 32 c auf die Arbeitsweise der Einrichtung eingegangen: Der Kathodenstrahl des Kathodenstrahlrohres 1888 ist derart vorgespannt, daß bei jedem überstreichen der Sektoren 1887/0 bis 1887/9 des Schirmes 1886 diese Sektoren Sekundärelektronen emittieren. Ist einer der Schalter 1912/0 bis 1912/9 eingeschaltet, so wird auf Grund des Spannungsabfalls an dem dem Sektor zugeordneten hochohmigen Widerstand 1885/0 bis 1885/9 ein Impuls in der zeitlichen Stellung weitergeleitet, die dem überstreichen dieses Sektors durch den Elektronenstrahl entspricht. Synchronisierimpulse können von der zusätzlichen Elektrode 1884 abgeleitet werden. Die Impulse werden zur Verstärkung der Pentode 1883 zugeführt und über Leitung 1882 an die Aufzeichenmittel weitergegeben. Die kreisförmige Auslenkung des Kathodenstrahles wird durch eine Steuerfrequenz bewirkt, die mittels der Abfühlspule 1881 dem Speicher entnommen wird und nach Verstärkung mittels der Pentode 1880 der Ablenkplatte DP 1 und. über eine Phasenschieberanordnung 1879, den AblenkplattenDP3 und DP4 der Kathodenstrahlröhre 1888 zugeführt wird.
  • In Fig. 32d ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung dargestellt, welche in Abhängigkeit von unterschiedlichen, Zählwerten zugeordneten Spannungen Impulse bewirkt, die in ihrer zeitlichen Lage diesen Zählwerten entsprechen. Es sei davon ausgegangen, daß beispielsweise bei dem elektronischen oder elektrostatischen Rechnen Zählwerte durch bestimmte Spannungen dargestellt sind. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 32 d werden solche Spannungen mittels eines der Schalter 1878/0 bis 1878/9 den Anzapfungen des Widerstandes 2193 entnommen. - Bei dem elektrostatischen Rechnen nach Fig. 25 wurde die Erzeugung von Impulsen, deren zeitliche Lage der Spannung entsprach, durch schrittweise versetzte Markierungen auf dem Schirm 1788 bewirkt. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 32 d ist ein elektronischer Verteiler 2192 mit Schirm 1877 vorgesehen, der, auf einer kreisförmigen Linie angeordnet, die sekundärernissionsfähigen Elektroden 2195 aufweist, die den Elektroden 1885 der Fig. 32 c entsprechen. Darüber hinaus weist er Elektroden 2194 auf, die etwa entlang einer arithmetischen Spirale derart angeordnet sind, daß ihre gegenseitigen Winkelabstände gleich sind, ihre Abstände vom Mittelpunkt des Schirmes aber schrittweise steigen. Entsprechend der am Spannungsteiler 2193 abgegriffenen Vorspannung stellt sich der Verstärkungsgrad der Pentode 2190 ein, die eine derartige Charakteristik aufweist, daß ihre Verstärkung sich in Abhängigkeit von der Vorspannung ändert. Die Elektroden 2194 sind unter sich und mit dem Gitter einer Verstärkerpentode 2189 verbunden, deren Ausgang über Leitung 1876 mit den Aufzeichenmitteln verbunden ist.
  • Die kreisförmige Auslenkung des Elektronenstrahles wird durch eine mittels der Abfühlspule 1875 abgefühlte Steuerfrequenz bewirkt, die, über die Pentode 2190 verstärkt, über entsprechende, in der Figur nicht dargestellte Phasenschieberanordnungen auf die Ablenkplatten der Kathodenstrahlröhre 2192 gegeben wird. Der Durchmesser des durch den Kathodenstrahl auf den Schirm 1877 geschriebenen Kreises hängt bei konstanter Eingangsspannung der Pentode 2190 von deren Verstärkung und damit von der der Pentode zugeführten Vorspannung ab. Hierdurch können die der Pentode zugeführten Spannungsstufen in Impulse umgewandelt werden, deren Zeitpunkt der Auslösung davon abhängt, an welchem der verschiedenen, miteinander verbundenen Sektoren 2194 der Kathodenstrahl die Sekundäremission auslöste.
  • Mit dem elektronischen Rechnen, dem Aufschreiben usw. können Bestätigungsvorgänge verbunden werden, die eine Sicherheit höchsten Grades gewährleisten. Bei dem Aufschreiben auf Bändern usw. kann dieses Aufschreiben beispielsweise zweimal bewirkt werden, und zwar zu verschiedener Zeit, durch verschiedene Personen und in verschiedenen Bahnen des Bandes; beispielsweise kann die die Zweitaufzeichnung aufnehmende Bahn gegen die der Erstaufzeichnung seitlich versetzt vorgesehen sein. Werden die entsprechenden Impulse beider Aufzeichnungen während eines späteren Durchlaufes des Bandes durch eine entsprechend der Gruppenkontrolleinrichtung nach Fig. 33 vorgesehene Prüfanordnung verglichen, so bleibt bei einander sich entsprechenden Impulsen das Relais 2179 unerregt, während es im Falle des Auftretens von Differenzen zwischen zwei einander entsprechenden Impulsen erregt wird und z. B. die Prüfeinrichtung od. dgl. stoppt.
  • Eine Bestätigung der Ergebnisse von Rechnungen kann mit großer Zuverlässigkeit dadurch erreicht werden, daß der Rechenvorgang zweimal abgewickelt wird, gegebenenfalls über getrennte elektronische Geräte, und daß die erhaltenen Ergebnisse in einer Einrichtung, die etwa der Anordnung nach Fig. 33 entspricht, selbsttätig miteinander verglichen werden.
  • Beim Rechnen, Fernschreiben usw. garantiert das Vorsehen einer entsprechenden zweiten übertragung mit einem anschließenden Vergleich der übermittelten Impulse mit einer Kontrolleinrichtung, die der der Fig. 33 entspricht, höchste Zuverlässigkeit. So kann die an sich große Zuverlässigkeit des elektronischen Rechnens derart gesteigert werden, daß die Sicherheit mechanischer Rechengeräte übertroffen wird.
  • Eine solche schon mehrfach erwähnte Gruppenkontrolleinrichtung mit elektronischen Mitteln wird an Hand des Ausführungsbeispieles der Fig. 33 erläutert. Diese Einrichtung hat die Aufgabe, Impulsfolgen von z. B. zwei innerhalb eines Bandes aufeinanderfolgenden Einheiten zu vergleichen, die durch Abfühlspulen abgefühlt werden, die einen gegenseitigen Abstand aufweisen, der der Länge einer Einheit entspricht. Im Schaltbild der Fig. 33 sind solche Spulen 1873, 1874 und 2174, 2188 dargestellt, die mit den Gittem der Pentoden 2173, 2175 und 2186, 2187 verbunden sind. Das in Fig. 33 dargestellte Ausführungsbeispiel erlaubt, zusätzlich Bestätigungsaufgaben zu übernehmen. Die Gruppenkontrolleinrichtung besteht hauptsächlich aus zwei Teilen; einer dieser Teile ist der Gruppenauswahlteil mit den Bauelementen 2170 bis 2172, 2190 und 2191.
  • In Fig. 33 wurde für die Auswahl der Stelle ein Kathodenstrahlverteiler 2170 benutzt. - Bei abgeänderten Ausführungsbeispielen lassen sich induktiv wirksame Verteiler verwenden. - Der Kathodenstrahlverteiler 2170 entspricht dem Verteiler 1725 der Fig. 27, der bereits für Tabelliermaschinen höheren Wirkungsgrades vorgeschlagen wurde. Die kreisförmige Auslenkung des Kathodenstrahles über die Sektoren 1872/1 bis 1872/n des Schirmes 2121 wird mittels der Pentode 2171 und der nachgeordneten Phasenschieberbrücke 1871 über die Ablenkplattensysteme DP 1 und DP 2 bewirkt.
  • Die Gruppenkontrolleinrichtung gemäß Fig. 33 weist zwei Gruppenkontrollsätze auf, von denen der linke die Endergebnisse und der rechte die Unterergebnisse kontrolliert. Die Stelle, an der eine Gruppenkontrolle der Sortierungsimpulse erreicht werden soll, wird mittels einer Schalttafel 2172 für die Endergebnisse und einer zweiten Schalttafel 2190 für die Zwischenergebnisse bestimmt. Durch Schließen entsprechender Kontakte dieser Schalttafel werden über die Leitungen al bis a. Verbindungen zu den Sektoren 1872/1 bis 1872/n des Kathodenstrahlschirmes 2191 bewirkt. In der Schalttafel 2172 sind die den Leitungen a. bis a zugeordneten Kontakte, in der Schalttafel 2190 Jie' den Leitungen a("-1) und a. geschlossen.
  • Das Vergleichen erfolgt nach dem Gegentaktverfahren; die mittels der Abfühlspulen 1874 und 2174 abgefühlten Impulse werden durch die zugeordneten Pentoden 2173 und 2175 verstärkt., In den Anodenkreisen dieser Pentoden ist die Primärwicklung des Gegentakttransfortnators 2177 angeordnet. Die Pentoden 2173 und 2175 werden im Gleichtakt mittels des Gasentladungsrohres 2176 geschaltet: sie sind nur geöffnet, wenn das Gasentladungsrohr, das in einem Sägezahnentladungskreis arbeitet, gezündet ist. Diese Zündung wird an all den Stellen bewirkt, deren zugeordnete Schalter der Schalttafel 2172 geschlossen sind. Durch den über die Sekundärernissionssektoren 1872 laufenden Elektronenstrahl des Verteilers 2170 wird die Erregung des Gasentladungsrohres 2176 im Zeitpunkt des Durchlaufes der in Frage - kommenden eingestellten Stellen der Aufzeichnung sichergestellt.
  • Die Sekundärwicklungen des Gegentakttransformators 2177 sind mit den Steuergittern der Entladungsrohre 2178 und 2181 verbunden. in den Hauptentladungskreisen dieser Gasentladungsrohre ist je eine Wicklung des Relais 2179 vorgesehen. Das Relais weist einen Haltekontakt 2180 auf, der auch bei kurzzeitiger Erregung des Relais den Anker in der Arbeitslage festhält. Ein weiterer Arbeitskontakt 1870 dient den verschiedenen Steuerzwecken. Werden beim gleichzeitigen Abfühlen der einander entsprechenden Stellen aufeinanderfolgender Einheiten die gleichen Impulse abgefühlt, so werden in den Sekundärwicklungen des Gegentakttransformators 2177 keine Spannungen bewirkt, da die in den Pentoden 2173 und 2175 verstärkten Impulse einander aufheben; entsprechen aber die mittels der Abfühlspulen 1874 und 2174 abgefühlten Impulse einander nicht oder differiert ihre zeitliche Lage, so heben ihre Wirkungen in den Primärwicklungen des Transformators 2177 einander nicht auf. In einem solchen Fall wird in den Sekundärwicklungen des Transformators ein Spannungsstoß erzeugt, der entweder das Entladungsrohr 2178 oder das Entladungsrohr 2181 zündet. Durch diese Zündung aber wird das Relais 2179 erregt und hält sich über seinen Ruhekontakt 2180.
  • Die Anordnung von Spulen und Röhren für die Zwischenergebnisse auf der rechten Seite des Schaltbildes der Fig. 33 entspricht völlig dem soeben geschilderten. Hinsichtlich des Arbeitsverhaltens besteht volle Identität zwischen Abfühlspulen 1873 und 2188 einerseits sowie 1874 und 2174 andererseits, zwischen Pentoden 2186 und 2187 einerseits und Pentoden 2173 und 2175 andererseits. Ebenso entsprechen die Transformatoren 2184 und 2177 sowie die Gasentladungsrohre 2185, 2182 und 2183 den Entladungsrohren 2176, 2178 und 2181.
  • Die Fig. 34 veranschaulicht nochmals zwei entsprechend der Länge einer Einheit innerhalb einer Bahn eines Bandes 2189 gegeneinander versetzt vorgesehene Abfühlköpfe 1874 und 2174.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Datenverarbeitende Büromaschine mit elektronischer Verarbeitungsvorrichtung und einer eine Vielzahl mehrstelliger Zahlen fassenden, einen Bestandteil der Maschine bildenden Speichereinrichtung, in der die Zahlen darstellenden Signale in periodischer Folge auswählbar verfügbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichereinrichtung mehrere parallel wirksame Speichereinheiten aufweist, von denen jede einzelne die Daten darstellenden Signale periodisch verfügbar hält und deren Einzelabschnitte der Speicherperioden so aufeinander abgestellt sind, daß die Ziffern gleicher Stellenbedeutung der gespeicherten Zahlen in gleichen Zeitabschnitten gegenüber den zugeordneten Aufzeichen- bzw. Abfühleinrichtungen verfügbar sind.
  2. 2. Datenverarbeitende Büromaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zahl, die in einen der Datenspeicher eingebracht oder von dort abgefühlt wird, durch eine Signalfolge dargestellt wird, deren Signale in hintereinanderliegenden Stellenzeitabschnitten auftreten, die für den Stellenwert der Signale kennzeichnend sind, und daß zur Kennzeichnung von Dezimalzählwerten diese Stellenzeitabschnitte je in eine Mehrzahl von ebenfalls hintereinanderliegenden Zählwertzeitabschnitten unterteilt sind, die die Darstellung verschiedener Zählwerte innerhalb einer Zahlenstelle ermöglichen, und daß die den Zählwert der einzelnen Stellen kennzeichnenden Signale stellenweise nacheinander im Arbeitsrhythmus einer elektronisch nach dem Serienprinzip arbeitenden Recheneinrichtung zugeführt werden, die sie mit den Zählwerten der entsprechenden Zahlenstellen eines zweiten Operanden zum Zwecke der rechnerischen Verarbeitung zusammenführt. 3. Datenverarbeitende Büromaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhaltung des Ergebnisses der rechnerischen Verarbeitung zweier Zahlen zahlenstellenweise im Speicher begonnen wird, bevor alle Stellen der beiden Zahlen endgültig rechnerisch verarbeitet sind. 4. Speicheranordnung für eine Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente gruppenweise miteinander zu Elementenreihen verbunden sind und daß weitere Verbindungen jeweils ein Element jeder Gruppe zu Elementenspalten zusammenfassen und daß fernerhin die Auswahl eines bestimmten der Elemente durch Erregung sowohl der zugeordneten Reihenverbindung als auch der zugeordneten Spaltenverbindung bewirkt wird und die Elemente derartig ausgebildet sind, daß nur das am Kreuzungspunkt von erregter Elementenreihe und Elementenspalte befindliche Element eine Auswirkung der Erregung zeigt. 5. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichereinriehtung eine Vielzahl voneinander unabhängiger, jeweils Stellen zugeordneter Speicherplätze aufweist, welche je eine Stelle von in Stellen aufteilbaren, zu verarbeitende Daten darstellenden Worten durch Einstellung bestimmter Feldzustände festhalten, und daß die Speichereinrichtung mit der elektronischen Verarbeitungsvorrichtung derart verbunden ist, daß sie Zählwerte von Daten den Speichern entnimmt, sie verarbeitet und das Ergebnis dieser Verarbeitung wieder an einen Speicher abgibt. 6. Büromaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung als Recheneinrichtung ausgebildet ist und eine ein- oder mehrstellige Rechenstelle sowie eine Zehner-übertragseinrichtung aufweist. 7. Büromaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherfähigkeit der' Recheneinrichtung eine einzige Zahlenstelle umfaßt und die Recheneinrichtung mit einem oder mehreren der Datenspeicher verbindbar ist und die Zu- bzw. Abführung der Daten darstellenden Zahlen zu oder aus der Recheneinrichtung zahlenstellenweise nacheinander erfolgt. 8. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahlen in den verschiedenen Datenspeichern so aufgezeichnet werden, daß die Ziffern gleicher Stellenbedeutung der gespeicherten Zahlen in gleichen Zeitabschnitten verfügbar sind. 9. Büromaschine nach den Ansprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Datenspeicher zyklisch so miteinander zusammenwirken, daß eine Zahl, die dem einen Datenspeicher stellenweise nacheinander entnommen und der Verarbeitungseinrichtung zugeführt wird, dort mit den Zählwerten der Stellen einer zweiten Zahl zusammengeführt wird, und daß die in der Verarbeitungseinrichtung gewonnene Zahl stellenweise nacheinander mit gleicher Stellenbedeutung dem zweiten Zahlenspeicher zugeführt wird. 10. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Resultatsignal der Verarbeitungseinrichtung, das sich aus der Verarbeitung von Zahlen darstellenden Signalen innerhalb eines Steflenzeitabschnittes ergibt, wieder im Datenspeicher innerhalb dieses Stellenzeitabschnittes aufgezeichnet wird und daß ein sich bei der Verarbeitung innerhalb dieses Stellenzeitabschnittes erforderlicher Zählwertübertrag in der Zehner-übertragseinrichtung der Verarbeitungseinrichtung festgehalten wird und bei der Verarbeitung von Zahlen darstellenden Signalen innerhalb des Stellenzeitabschnittes der nächsthöheren Stelle Berücksichtigung findet. 11. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß neben den Datenspeichern, die unmittelbar mit der Recheneinrichtung verbindbar sind (Arbeitsspeicher), ein Auswahlspeicher mit weiteren Zahlen- und Datenspeichern vorgesehen ist, die zur übertragung der in ihnen gespeicherten Zahlen in die oder von der Recheneinrichtung der Zwischenschaltung von Zahlenspeichern des Arbeitsspeichers dienen. 12. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingabe der Zahlen aus Eingabemitteln oder Zahlenspeichern des Auswahlspeichers in die Zahlenspeicher des Arbeitsspeichers bzw. die Ausgabe von Zahlen aus Zahlenspeichern des Arbeitsspeichers in Ausgabernittel bzw. Zahlenspeichern des Auswahlspeichers stellenweise nacheinander erfolgt. 13. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellenwert und/oder der Zählwert einer Ziffer durch die örtliche Lage eines Impulses im Zahlenspeicher ausgedrückt wird. 14. Büromaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Festhaltung des Ergebnisses einer rechnerischen Verarbeitung einer Zahlenstelle im Speicher bewirkt wird, bevor die rechnerische Verarbeitung der folgenden Zahlenstelle der beiden Operanden zur Ergebnisbildung führte. 15. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählwerte des Ergebnisses in den entsprechenden vorher gelöschten Stellenbereichen eines der Operanden im Speicher festgehalten werden. 16. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die übertragung eines Impulses zum Zwecke der Addition oder Subtraktion eines Zählwertes unter Veränderung der relativen Lage zu einem Bezugs, punkt erfolgt. 17. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß beim Zusammenführen der einzelnen Zählwerte die übertragung des den einen Zählwert darstellenden Impulses unter Versetzung dieses Impulses um den dem zweiten Zählwert entsprechenden Abstand erfolgt. 18. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß zu subtrahierende Zahlenwerte vor ihrer Verarbeitung in einer Umsetzvorrichtung in ihre Komplementärwerte verwandelt werden. 19. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß bei Speicherung einer Zahl sowohl der eigentliche Zahlenwert als auch sein Komplementärwert gleichzeitig in getrennten Zahlenspeichern festgehalten werden. 20. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 19 bei Multiplikationen, gekennzeichnet durch eine Stellenversetzeinrichtung, die nach jeweils zehn Additionsspielen auf die nächste Stelle weiterschaltet, wobei ein steuerbarer Schalter in Abhängigkeit vom Zählwert des entsprechenden Faktors darüber entscheidet, welche Anzahl der zehn Additionsspiele wirksam wird. 21. Büromaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß für Multiplikationsvorgänge vorgerechnete Ergebnisse aus einem Einmaleins-Impulsgeber zuschaltbar sind. 22. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Division je Stelle, von vorn beginnend, zehn Komplementär-Additionsspiele bzw. zehn Subtraktionsspiele des Divisors stattfinden, von denen diejenigen unwirksam gemacht werden, die im Anschluß an das Ausbleiben des Zehner-übertragsimpulses für die »flüchtige Eins« erfolgen, und daß regelmäßig eine einmalige positive Addition des Divisors erfolgt. 23. Büromaschine nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung auf die nächste Stelle durch einen steuerbaren Schalter bewirkt wird, wenn nach Ausbleiben des Zehnerübertragsimpulses der »flüchtigen Eins« die positive Addition des Divisors erfolgt ist. 24. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Recheneinrichtung Auswahlspeicher zugeordnet sind, die zur Durchführung verkürzter Rechenvorgänge vorgerechnete Zahlen enthalten. 25. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verrechnung gewonnene Zahlen ihrerseits die Auswahl von diesen Zahlen zugeordneten Zahlenspeichern bewirken. 26. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kontrolle der jeweiligen Arbeitsvorgänge entweder ein aufgezeichneter Impuls mit einem eingegebenen Impuls verglichen oder ein zweiter Impuls in anderen Bereichen aufgezeichnet und mit einem ersten verglichen wird. 27. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sicherung der Arbeitsvorgänge in der gleichen Rechenstelle nacheinander oder in einer zweiten Rechenstelle gleichzeitig die gleichen Operanden entweder auf Grund der Aufzeichnungen im gleichen Speicher oder auf Grund derjenigen eines zweiten Speichers vorgenommen werden und dabei die Ergebnisse beider Rechenoperationen verglichen werden. 28. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß zur Gruppenkontrolle die an bestimm en Stellen aufgezeichneten Impulse zweier aufeinanderfolgender Speichereinheiten miteinander verglichen werden und bei Ungleichheit weitere vorgesehene Funktionen ausgelöst werden. 29. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß als einen festen Bestandteil der Maschine bildende Arbeits-und/oder Auswahlspeicher ein magnetisierbarer Träger in Form einer drehbaren Trommel oder Scheibe vorgesehen ist, auf dessen Oberfläche Signale nach- oder nebeneinander aufgezeichnet, abgefühlt und/oder gelöscht werden, die entweder zu einem fixierten Punkt des Umfangs oder zur Steuerfrequenz eines Elektronenschalters oder den Impulsen eines Impulsverteilers eine definierte Lage haben. 30. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß als der Büromaschine zugeordneter Eingabe-, Ausgabe-und/oder Auswahlspeicher ein magnetisierbarer Träger in Form eines Bandes vorgesehen ist, auf dessen Oberfläche Signale nacheinander oder nebeneinander festgehalten, abgefühlt und gelöscht werden, die entweder zu dem Rand, Perforationen bzw. sonstige Markierungen des Bandes, einer gleichfalls auf den Träger modulierten Steuerfrequenz eines Elektronenschalters oder den Impulsen eines Impulsverteilers eine definierte Lage haben. 31. Büromaschine nach den Ansprüchen 29 und 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahl der Speicherbereiche bei der Aufzeichnung, Abfühlung oder Löschung entweder durch mehrere in geeigneter Weise räumlich versetzte Magnetköpfe erfolgt, die durch elektromechanische oder elektrische Schaltmittel wirksam gehalten werden, oder daß dies bei einer Spule durch öffnen oder Schließen eines Stromkreises im Zeitpunkt des Vorbeigleitens der entsprechenden Speicherbereiche bzw. Impulsfolgen erfolgt, wobei entweder der Speicher, der Magnetkopf oder beide bewegt werden, oder daß die Auswahl in Kombination von räumlicher und zeitlicher Auswahl erfolgt. 32. Vorrichtung an Speichern nach den Ansprüchen 29 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß der die Aufzeichnung veranlassende Stromstoß die öffnung bzw. Schließung eines elektronischen Schalters bewirkt, der an dieser Stelle bzw. bis zu dieser Stelle oder von dieser Stelle ab definierte Impulse oder Frequenzmodulationen auf dem Speicher festhält. 33. Vorrichtung an Speichern nach den Ansprüchen 29 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß den einzelnen Bahnen der Speicher ortsfeste Magnetköpfe zugeordnet sind. 34. Vorrichtung an Speichern nach den Ansprüchen 29 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetköpfe quer zu den Bahnen verschiebbar sind. 35. Vorrichtung an Speichern nach den Ansprüchen 29 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß ungesteuerte Löschköpfe die zwangläufige Löschung der Impulse nach ihrer Verarbeitung bewirken. 36. Vorrichtung an Speichern nach den Ansprüchen 29 bis 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzeichen-, Abfühl- und Löschköpfe zur Steuerung und Durchführung der Rechen- und Speicherfunktionen in einem den Rotor umgebenden Stator angeordnet sind. 37. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicher kontinuierlich zyklisch zugreifbare Abschnitte (Bahnen) für Zahlen aufweisen, die jeweils Unterabschnitte (Stellenzeitabschnitte), Stellenbereiche (Sektoren) enthalten, welche den Stellenwerten von in dem Speicherabschnitt zu speichernden Zahlen zugeordnet sind. 38. Büromaschine nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein weiterer, der Einführung von Zwischen- bzw. Schaltzeiten dienender Unterabschnitt vorgesehen ist. 39. Büromaschine nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß im Speicher für mehrere Zahlen getrennte Bahnen vorgesehen sind. 40. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Stellenbereich (Sektor) gruppenweise Felder zur Aufnahme von die Zählwerte darstellenden Signalen bzw. Zwischenaufzeichnungen oder zur Einschaltung von Zwischenzeiten vorgesehen sind. 41. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, 37 bzw. 40, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zählwertabschnitt bzw. jedes Feld eine definierte Zählwertbedeutung hat. 42. Büromaschine nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, daß von den die Zählwertsignale aufnehmenden Feldern das erste Feld dem Zählwert »0«, das zweite Feld dem Zählwert »l«, das dritte Feld dem Zählwert »2« usw. zugeordnet ist. 43. Büromaschine nach den Ansprüchen 29 bis 42, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung der Zählwerte in Form von Amplituden-bzw. Frequenzmodulationen, Impulsen oder Strecken von Frequenzmodulationen erfolgt. 44. Büromaschine mit umlaufendem Speicher mit einer Vielzahl von Zahlenspeichern in Form von magnetisierbaren Bahnen zur Aufnahme von Signalen nach den Ansprüchen 1 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Signalbahnen mindestens einen einzelnen wirksamen Signalkopf und eine weitere Signalbahn eine Gruppe von Signalköpfen, die in Abständen entlang der Bahn angeordnet sind, aufweist und daß der einzelne Signalkopf mit einem Signalkopf der Gruppe über steuerbare Schaltmittel zur übertragung der Signale von Bahn zu Bahn mit zeitlicher bzw. örtlicher Versetzung in Verbindung steht. 45. Büromaschine nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der übertragung der Zählwert der Signale ohne Änderung des Stellenwertes verändert wird. 46. Büromaschine nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der übertragung der Stellenwert der Signale ohne Änderung des Zählwertes verändert wird. 47. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß die Verarbeitungseinrichtung eine Stellenauswahleinrichtung aufweist, welche zum Zwecke der Verarbeitung ein- oder mehrstelliger Zählwerte von Zahlen diese nacheinander dem Speicher entnimmt und der Verarbeitungseinrichtung zuführt. 48. Büromaschine nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellenauswahleinrichtung die Auswahl der Stellen mittels der zeilenweisen Bewegung eines Elektronenstrahles über einen elektrostatischen Schirm bewirkt. 49. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 48, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rechenstelle ein Rechenkörper vorgesehen ist, welcher den Ziffern 0 bis 9 entsprechende Reihen von galvanischen oder elektronischen Schaltern aufweist, daß die zu unterschiedlichen Reihen gehörenden Schalter miteinander über Spulen verbunden sind, welche der Summe bzw. bei Multiplikationskörpern dem Produkt n-üteinander zu verarbeitender Ziffern entsprechen, und daß den Spulen Schaltmittel zugeordnet sind, welche das Ergebnis der Verarbeitung der Ziffern darstellenden Ergebnissignale bewirken. 50. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 49, gekennzeichnet durch eine Recheneinrichtung in Verbindung mit Speichern nach Anspruch 29, deren Rechenstelle im Stator zehn um je ein Feld versetzt angeordnete Aufzeichenköpfe aufweist, von denen nur jeweils der einem zu verarbeitenden Zählwert zugeordnete Kopf eingeschaltet ist. 51. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 49, gekennzeichnet durch eine Recheneinrichtung in Verbindung mit Speichern nach Anspruch 29, deren Rechenstelle im Stator zehn um je ein Feld versetzt angeordnete Abfühlköpfe aufweist, von denen nur jeweils der einem der zu verarbeitenden Zählwerte zugeordnete Kopf eingeschaltet ist. 52. Büromaschine nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, daß beim Vorbeigleiten eines um eine dem zweiten Zählwert zugeordnete Feldzahl von der Null-Lage entfernten Impulses unter dem Abfühlkopf ein Spannungsstoß bewirkt wird, der zu dem einaeschalteten Aufzeichenkopf weitergeleitet wird und die Aufzeichnung eines Ergebnissignales in dem sich in diesem Augenblick unter ihm befindlichen, dem Ergebnis der Zusammenführung beider Zählwerte zugeordneten Feld bewirkt. 53. Büromaschine nach Anspruch 51, dadurch gekennzeichnet, daß beim Vorbeigleiten eines um eine dem zweiten Zählwert zugeordnete Feldzahl von der Null-Lage entfernten Impulses unter dem eingeschalteten Abfühlkopf in diesem ein Spannungsimpuls induziert wird, der zu dem Aufzeichenkopf weitergeleitet wird und die Aufzeichnung eines Ergebnissignals in dem sich in diesem Augenblick unter ihm befindlichen, dem Ergebnis der Zusammenführung beider Zählwerte zugeordneten Feld bewirkt. 54. Büromaschine nach den Ansprüchen 16, 45, 49 bis 53, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung des die Feldversetzung bestimmenden Zählwertes über den einzelnen Zählwerten zugeordnete Schalter erfolgt. 55. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 29 und 47 bis 54, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählwerte »0« bis »9« jeweils in einem Teilbereich und die Zählwerte »10« bis »19« in einem anderen Teilbereich eines Stellenbereiches aufgezeichnet werden. 56. Büromaschine nach Anspruch 55, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzeichnung in dem den Zählwerten größer als »9« zugeordneten Teilbereich eines Stellenbereiches die Durchführung eines Zehner-übertrags auslöst. 57. Büromaschine nach den Ansprüchen 55 und 56, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Bahn die Felder »0« bis »9«, d. h. der erste Teilbereich, magnetisierbar und die Felder »10« bis »19«, d. h. der zweite Teilbereich, nicht magnetisierbar sind und in einer anderen Bahn der erste Teilbereich nicht magnetisierbar und der zweite Teilbereich gehalten magnetisierbar sind. 58. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 57, dadurch gekennzeichnet, daß die Subtraktion von zehn in gleicher Stelle mit Hilfe fest angeordneter gegeneinander versetzter Magnetköpfe erfolgt. 59. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 58, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchführung des Zehner-Übertrags mit Hilfe fest angeordneter versetzter Magnetköpfe erfolgt. 60. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 29 mit im Kreuzungspunkt von Zählwerten liegenden Spulen, die zwei Wicklungen aufweisen, von denen die eine einem und die andere einem anderen Zählwert zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß diese zwei Wicklungen als Primärwicklungen mit einer Sekundärwicklung gekoppelt sind, in der ein Impuls induzierbar ist, der anzeigt, ob beide Primärwicklungen im Kreuzungspunkt erregt worden sind. 61. Büromaschine nach Anspruch 60, dadurch gekennzeichnet, daß die ein und demselben Zählwert zugeordneten Wicklungen zu Reihen bzw. Spalten verbunden sind. 62. Büromaschine nach Anspruch 61, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils zu erregenden Wicklungsreihen bzw. -spalten gleichsinnig erregt werden. 63. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 62, dadurch gekennzeichnet, daß im Kreuzungspunkt von Wicklungsreihe und Wicklungsspalte die magnetischen Flüsse sich in verstärktem Sinne überlagern. 64. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 63, dadurch gekennzeichnet, daß dem magnetischen Fluß des Feldes der Wicklungen an den Kreuzungspunkten ein magnetischer Fluß entgegenwirkt, der kleiner ist als der Fluß des Feldes zweier gleichsinnig erregter Wicklungen. 65. Büromaschine nach Anspruch 64, dadurch gekennzeichnet, daß der entgegengesetzte magnetische Fluß mit Hilfe einer besonderen, am Kreuzungspunkt vorgesehenen Wicklung erzeugt wird. 66. Speicheranordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elementenreihen und die Elementenspalten Zählwerten zugeordnet sind. 67. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 66, dadurch gekennzeichnet, daß die den Wicklungs- bzw. Elementenreihen bzw. -spalten zugeordneten Zählwerte Summanden oder Faktoren darstellen. 68. Büromaschine mit Speicheranordnung nach den Ansprüchen 1 bis 67, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente magnetisch wirksam werden und mindestens zwei Primärwicklungen und eine Sekundärwicklung aufweisen, daß die Primärwicklungen schachbrettartig derart miteinander verbunden sind, daß die jeweils einen Primärwicklungen der Elemente zu Wicklungsreihen und die anderen zu Wicklungsspalten zusammengeschaltet sind, und daß in ihnen Zahlenwerte gespeichert sind, indem zur Darstellung des Wertes diesem jeweils zugeordnete Reihe und Spalte der Wicklungen erregt werden und als Kennzeichen die sich am Kreuzungspunkt von Reihe und Spalte ergebende verstärkte magnetische Erregung liegt, und daß zur Abfrage des eingespeicherten Wertes nacheinander die magnetischen Zustände der Elemente abgefragt werden und in Abhängigkeit vom magnetischen Zustand des Elementes in der zugeordneten Sekundärwicklung Impulse induziert werden, welche dem eingespeicherten Wert entsprechen und nachgeordneten Auswertungseinrichtungen zugeleitet werden. 69. Büromaschine mit Speicheranordnung nach den Ansprüchen 1 bis 66, dadurch gekennzeichnet, daß als Speicherelemente Elektronenröhren vorgesehen sind und daß jeweils eine Elektrode dieser Röhren zu Reihen und eine jeweils andere Elektrode zu Spalten zusammengefaßt sind. 70. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 68, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen bestimmten, in einem gegenüber Signalköpfen relativ bewegten Aufzeichnungsträger festgehaltenen Signalen zugeordnet sind und in Abhängigkeit vom Auftreten des jeweiligen Signals erregt werden bzw. in Abhängigkeit von der Erregung das zugeordnete Signal aufgezeichnet wird. 71. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 70, dadurch gekennzeichnet, daß als Kennzeichen eines Ergebniswertes bzw. eines eingespeicherten Wertes der Zeitpunkt der Induzierung des zugeordneten Signals in der Sekundärwicklung vorgesehen ist. 72. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 71, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Reihe von Zählwerten zugeordneter Spulen ein voreingestellter Zählwert durch den magnetischen Fluß der betreffenden Spule dargestellt wird und die Abgabe des den Zählwert darstellenden Impulses über induktive Kopplungsglieder erfolgt, die eine Änderung des Flusses dieser Spule bewirken. 73. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 72, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündung von den Zählwerten zugeordneten Glimmrohren über einen Verteiler erfolgt. 74. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 73, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler induktiv wirksam ausgebildet ist und eine Reihe von Spulen aufweist, deren Kraftfluß nacheinander durch ein umlaufendes magnetisches Joch beeinflußt wird. 75. Büromaschine mit induktiv wirksamem Verteiler nach Anspruch74, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärwicklungen in Reihe geschaltet sind und gemeinsam erregt werden. 76. Büromaschine mit induktiv wirksamem Verteiler nach Anspruch 74, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärspulen wahlweise einzeln und/oder in vorbestimmten Gruppierungen erregbar sind. 77. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 73, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler induktiv wirksam ausgebildet ist und Spulen aufweist, in welchen magnetische Markierungen zugeordneter Aufzeichnungsbahnen Steuersignale induzieren. 78. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 77, dadurch gekennzeichnet, daß den Verbindungen der Elemente Schaltwege einer elektronischen Verteileinrichtung zugeordnet sind, so daß durch in Abhängigkeit von Steuersignalen bewirkte Weiterschaltung der elektronischen Verteileinrichtung die Elemente nacheinander vorbereitend erregt werden, und daß die Speicherung zugeführter Informationssignale innerhalb der Elementengruppe erfolgt, die in dem betreffenden Zeitpunkt vorbereitet ist. 79. Einrichtung nach Anspruch 7 8, dadurch gekennzeichnet, daß den Verbindungen der Elemente mindestens zwei elektronische Verteilvorrichtungen zugeordnet sind, deren eine den die Elemente zu Reihen, deren andere den die Elemente zu Spalten verbindenden Schaltwegen zugeordnet ist, wobei die Verteilvorrichtungen die Schaltwege derart wirksam machen, daß für aufeinanderfolgende Schaltzyklen der einen Verteilvorrichtung jeweils ein nächstfolgender Schaltweg der anderen Verteilvorrichtung wirksam gemacht wird und die Speicherung zugeführter Inforrnationssignale an derjenigen Speicherstelle erfolgt, die durch die Wirksamkeit der Schaltwege vorbereitet ist. 80. Speicheranordnung nach Anspruch 78, dadurch gekennzeichnet, daß ihr zwei elektronische Verteilvorrichtungen zugeordnet sind, deren eine den die Elemente zu Reihen und deren andere den die Elemente zu Spalten verbindendenSchaltwegen zugeordnet ist, wobei die Verteilvorrichtungen die Schaltwege derart wirksam machen, daß für aufeinanderfolgende Schaltzyklen der einen Verteilvorrichtung jeweils ein nächstfolgender Schaltweg der anderen Verteilvorrichtung wirksam gemacht wird und die Abfühlung eingespeicherter Informationssignale in derjenigen Speicherstelle erfolgt, die durch die Wirksamkeit der Schaltwege vorbereitet ist. gl. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 80, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung der Spulen und Joche auf Stator und Rotor in einem ungleichzahligen Verhältnis erfolgt. 82. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis gl, dadurch gekennzeichnet, daß fürjedes magnetische Joch ein Spulensatz vorgesehen ist. 83. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 82, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Verteiler ein Verstärker während des Durchlaufes festlegbarer Bereiche des magnetisierbaren Trägers wirksam gemacht wird. 84. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zusammenführung von Zählwerten in der Recheneinrichtung Kondensatoren vorgesehen sind, denen eine die Feststellung der dem Kondensator zugeführten Ladungseinheiten gestattende Meßeinrichtung zugeordnet ist. 85. Büromaschine nach Anspruch 84, dadurch gekennzeichnet, daß dieEinbringung derLadungsmenge während definierter, den jeweiligen Zählerwerten entsprechender Schaltzeiten erfolgt. 86. Büromaschine nach Anspruch 84, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbringung der Ladungsmengen in den Kondensator während einer für alle Zählwerte gleichen Zeit über den jeweiligen Zählwerten zugeordneten Widerstände erfolgt. 87. Büromaschine nach Anspruch 86, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedlichenWiderstände mittels einer Pentode durch Änderungen der Gittervorspannung dargestellt werden. 88. Büromaschine nach den Ansprüchen 85 bis 87, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände oder Spannungen durch eine Tastatur wahlweise einschaltbar sind. 89. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechenstelle zurErgebnisbildung innerhalb einerZahlenstelle nach Zuführung und Aufsummierung der beiden Zählwerte der Operanden weitere Zählwerte darstellende Signale zugeführt werden und daß beim Erreichen eines einem vorbestimmten Zählwert zugeordneten Ergebniszustandes die Rechenstelle ein Steuersignal abgibt, welches die Aufzeichnung eines Ergebnissignals bewirkt. 90. Büromaschine nach den Ansprüchen 84 bis 89, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststellung der im Kondensator enthaltenen Zählwerte mit Hilfe einer von der erreichten Spannung zu zündenden Röhre dadurch erfolgt, daß Zählwerten entsprechende Ladungseinheiten durch Zuführung weiterer gezählter Ladungseinheiten ergänzt werden. 91. Büromaschine nach den Ansprüchen 84 bis 90 bei Anwendung von rotierenden, magnetisierbaren Speichern, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der Ladungseinheiten während der Speicherrotation vom Durchgang einer Null-Lage bis zum Durchlauf des Zählwertimpulses unter dem entsprechenden Abfühlkopf erfolgt. 92. Büromaschine nach den Ansprüchen 84 und 89 bis 91 bei Anwendung von rotierenden, magnetisierbarenSpeichern, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zeitpunkt der überschreitung einer eingestellten Zündspannung einer parallel zum Kondensator geschalteten Glimmröhre durch die Kondensatorspannung der dabei auftretende Stromstoß die Aufzeichnung bewirkt. 93. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28 unter Verwendung eines Zählwertübertragsspeichers nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Kennzeichen für einen vorzunehmenden Zählwertübertrag in der vorhergehenden Stelle ein elektronisches Relais gezündet wird. 94. Büromaschine nach Anspruch 93, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais aus einer Gasentladungsröhre, einem im Gasentladungskreis liegenden Widerstand und mindestens zwei Elektronenröhren besteht, von denen durch den bei der gezündeten Röhre am Widerstand auftretenden Spannungsabfall jeweils die eine Röhre geöffnet und zugleich die andere geschlossen wird, während bei nicht gezündeter Gasentladungsröhre die andere Röhre geöffnet und die eine Röhre geschlossen ist. 95. Büromaschine nach Anspruch 93, dadurch gekennzeichnet, daß der Zählwertübertragungsvorgang durch einen Ringmodulatorkreis gesteuert wird. 96. Büromaschine nach den Ansprüchen 58 und 93 bis 95, dadurch gekennzeichnet, daß ein synchron zum Speicher gesteuerter elektronischer Schalter die Impulse nach der Feststellung, ob deren Zählwert in der jeweiligen Stelle die »9« überschreitet, den entsprechenden Aufzeichenköpfen zuleitet. 97. Büromaschine nach den Ansprüchen 58, 59 und 93 bis 96, dadurch gekenn eichnet, daß bei gleichzeitiger Durchführung des Zählwertübertrages bzw. bei kombinierter Durchführung der Feststellung der »9« überschreitenden Zählwerte und der Subtraktion von »10« die übertragung auf zwei bzw. vier Aufzeichenköpfe erfolgt. 98. Büromaschine nach den Ansprüchen 93 bis 97 unter Anwendung von Einrichtungen nach den Ansprüchen 60 bis 82, dadurch gekennzeichnet, daß Sekundärspulen in solche für Summenzählwerte unter »10« und solche für Werte über »9« aufgeteilt sind. 99. Büromaschine nach Anspruch 98, dadurch gekennzeichnet, daß den beiden Gruppen von Sekundärspulen jeweilsAufzeichenköpfe zugeordnet sind, die um zehn Felder gegeneinander versetzt angeordnet sind. 100. Büromaschine nach den Ansprüchen84 bis 99, dadurch gekennzeichnet, daß als Kennzeichen für einen erforderlichen Zählwertübertrag die Zündung einer Gasentladungsröhre dient, derenGitter so vorgespannt ist, daß sie erst dann zündet, wenn der Kondensator ein Spannungspotential annimmt, das einer Elektrizitätsmenge von zehn je Zähleinheit vorgesehenen Ladeeinheiten entspricht. 101. Büromaschine nach den Ansprüchen 20 bis 24, 49 bis 51 zur Durchführung von Multiplikationen, dadurch gekennzeichnet, daß die von einer der Gruppen von Signalköpfen abgefühlten Signale der Recheneinfichtung zugeführt werden, um stellenverschoben mit Signalen einer anderen Zahl verarbeitet zu werden, und daß die von der Recheneinrichtung gelieferten Ergebnissignale von einem einzelnen Signalkopf aufgezeichnet werden. 102. Büromaschine nach den Ansprüchen 20 bis 24, 40 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß zur Durchführung von Stellenverschiebungen die Schaltmittel für dieKöpfe je einmal für eineFolge von Arbeitsspielen der Speichereinrichtung um eine Stelle weitergeschaltet werden. 103. Büromaschine nach den Ansprüchen 20 bis 24, 40, 46, 102 und 103, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellenversetzung in Abhängigkeit von einem Verteiler bewirkt wird, der zwecks Stellenversetzung je Schaltstellung um einen Aufzeichen- bzw. Abfühlkopf weiterschaltet. 104. Büromaschine nach den Ansprüchen 20 bis 24, 40 bis 46, 101 bis 103, dadurch gekennzeichnet, daß bei Eingabe des zweiten Faktors die Steuerung der Additionsspiele im Zusammenwirken mit Schrittschaltwerken erfolgt, wobei das Ergebnis der Schrittzählung mit dem Zählwert des betreffenden Faktors verglichen wird und beiübereinstimmung beiderWerte über einen steuerbaren Schalter die entsprechenden Schaltbefehle ausgelöst werden. 105. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28 und 101 bis 104, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schrittschaltrelais die Summe der nach dem Komma eingegebenen Zahlenstellen beider Faktoren feststellt und zur Markierung der Kommastellung des Ergebnisses im Speicher auswertet. 106. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28 und 105, dadurch gekennzeichnet, daß bei Eingabe der Zahlen aus einem Speicher die Markierung der Kommastellung des Ergebnisses von der im Speicher durch Impulse festgehaltenen Anzahl der hinter dem Komma stehenden Stellen abgeleitet wird. 107. Büromaschine nach den Ansprüchen 105 und 106, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen des Kommas auf dem Speicher ohne Stellenweiterschaltung erfolgt. 108. Büromaschine nach den Ansprüchen 105 bis 107, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einer Volltastatur umlegbare Kommaleisten und bei Verwendung einer Zehnertastatur besondere Kommatasten den Befehl zur Kommasetzung auslösen. 109. Büromaschine nach Anspruch 108, dadurch gekennzeichnet, daß sich bei Verwendung einer Volltastatur mit Kommaleisten das Schrittschaltrelais, von hinten beginnend, so lange weiterschaltet, bis es durch den Kontakt der betätigten Kommaleiste gestoppt wird. 110. Büromaschine nach Anspruch 108 oder 109, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kommasetzung beim Quotienten nach Abgleich des Dividenden und des Divisors auf die gleiche Stellenzahl nach dem Komma das Schrittschaltrelais jeweils nach zehn Umdrehungen um eine Stelle zurückschaltet und beim Erreichen der Ausgangsstellung der Kommaimpuls ausgelöst wird. 111. Büromaschine nach den Ansprüchen 105 bis 110, dadurch gekennzeichnet, daß die Festlegung der Kommastellung logarithmisch ermittelter Ergebnisse auf Grund des Zählwertes der Kennziffer im Zusammenwirken mit den die Kommastellung bearbeitenden Einrichtungen vorgenommen wird. 112. Büromaschine nach den Ansprüchen 105 bis 111, dadurch gekennzeichnet, daß bei gemeinsamerVerwendung vonAbrundungs- undKommasetzungseinrichtungen der Leitungsweg zum Abrundungsschalter über das Schrittschaltrelais für die Kommasetzung geführt wird. 113. Vorrichtung zur Ausführung von Auswahl- bzw. Verteilvorgängen nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Auswahl bestimmter Speicherbereiche oder Zeitabschnitte Signale in Abhängigkeit von einem Verteilschalter und Einstellschalter nur weitergeschaltet werden, wenn der Verteilerschalter eine Schaltstellung einnimmt, bei der ein zugeordneter Einstellschalter geschlossen ist. 114. Büromaschine nach Anspruch 113, dadurch gekennzeichnet, daß Signale Schaltwege von Abfühlköpfen zu zugeordneten Verstärkern schließen. 115. Büromaschine nach Anspruch 113 bzw. 114, dadurch gekennzeichnet, daß gespeicherte Zahlen über den Stellen- oder Zählwerten zugeordnete trägheitslose Schalter, z. B. Glimmröhren, gesteuerte Elektronenröhren oder Ringmodulatoren mit Trockengleichrichtern dem Speicher entnommen werden. 116. Büromaschinen nach den Ansprüchen 60 bis 83, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. die Joche sich auf dem Umfang einer unmagrietischen Scheibe befinden. 117. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 83, dadurch gekennzeichnet, daß die Joche als zahnförmige Zacken ausgebildet sind. 118. Büromaschine nach den Ansprüchen 60 bis 83, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler aus einer mit der Recheneinrichtung mittels einer übersetzung verbundenen Spule besteht, die relativ zu einem Speicher bewegt wird. 119. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3 und 113 bis 115, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander abgefühlte Zählwertsignale durch einen oder mehrere Elektronenschalter auf eine Mehrzahl nachgeordneter Schaltwege übertragen werden. 120. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28 und 113 bis 115 und 119, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elektronenschalter als Geber ausgebildet ist und ein Elektronenstrahlrohr aufweist, dessen Schirm wirksame Flächenelemente aufweist, die periodisch vom Elektronenstrahl überstrichen werden, wobei den Flächenelementen Schalter zugeordnet sind, welche ihre Wirksamkeit steuern. 121. Büromaschine nach Anspruch 120, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Elektronenstrahlröhre ausgelöste Strom einen Spannungsabfall bewirkt, der über nachgeschaltete Auswerteinrichtungen als zeitliche Lage der Impulse von Impulsfolgen wirksam wird. 122. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28, 113 bis 115 und 119, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung einer Elektronenstrahlröhre als Empfänger die den Empfänger steuernden Signale die Intensität eines über Schirmelemente gleitenden Elektronenstrahles beeinflussen, so daß bei durch positive Steuerimpulse erhöhter Intensität der auftretende Strom bzw. Sekundäremissionsstrom an zugeordneten Widerständen einen Spannungsabfall bewirkt. 123. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die in die stellenweise nacheinander wirksam werdenden Zahlenspeicher zu überführenden bzw. mit solchen Zahlenspeichem entnommenen Zahlen zu verarbeitenden Zählwerte einzugebender Zahlen, die in einem unbewegten Eingabemittel gleichzeitig n-üt den Zählwerten aller Zahlenstellen der Zahl festgehalten sind, dadurch nacheinander in die entsprechenden Stellen der Zahlenspeicher übergeführt bzw. mit den Zählwerten gleicher Stellenbedeutung der Zahlenspeicher zusammengeführt werden, daß mit den Zahlenspeichern synchron zusammenwirkende Verteiler die im Eingabemittel festgehaltenen Zählwerte stellenwertweise nacheinander wirksam machen. 124., Büromaschine nach Anspruch 123, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einführung der Zahlen trägheitslose Schalter, z. B. Glimmrelais, vorgesehen werden, welche den einzelnen Ziffern (Zählwerten) zugeordnet sind. 125. Büromaschine nach den Ansprüchen 123 und 124, dadurch gekennzeichnet, daß als die Einführung der Zahlen bewirkende Schalter Verteiler vorgesehen sind, durch die den einzelnen Zahlenstellen zugeordnete Schaltwege nacheinander wirksam gemacht werden. 126. Büromaschine nach den Ansprüchen 123 bis 125, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gruppe von parallel geschalteten, den einzelnen Stellen zugeordnete Glimmröhren vorgesehen ist, von der jeweils eine Röhre wahlweise zündbar ist, und daß die Zündung durch eine Stellenversetzungseinrichtung gesteuert wird. 127. Büromaschine nach den Ansprüchen 123 bis 126, dadurch gekennzeichnet, daß während der Motordrehung nacheinander eine Stelle der Tastatur nach der anderen durch Zündung der jeweils nächsten Glimmröhre beim Durchlauf einer Verteilerzacke durch die jeweils nächste der zugeordneten Spulen wirksam gemacht wird. 128. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 18 bzw. 123 bis 127, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung von Zählwerten aus nicht synchron betriebenen Einführungsmitteln in Form eines Additionsvorganges mit Addition der »0« zu dem einzuführenden Zählwert erfolgt. 129. Büromaschine nach Anspruch 128, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung von Nullimpulsen dem Rotor ein Nullimpulsgeber mit einem am Stator vorgesehenen Aufnahmeorgan zugeordnet ist. 130. Büromaschine nach Anspruch 128, dadurch gekennzeichnet, daß eine besondere elektronische Einrichtung zur Nullirnpulsergänzung wirksam wird, wenn keine der Röhren eines Glimmrelaisverteilers gezündet ist. 131. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme von willkürlich stellenweise einzuführenden Zahlenwerten besondere Zahlenspeicher vorgesehen sind, die mit der Recheneinrichtung, dem Arbeits- und/oder dem Auswahlspeicher zusammenwirken und die Stellenwerte der Zahlen in bestimmbarer Stellenwertzuordnung innerhalb eines durch die Maschine bestimmten Arbeitszyklus zu übertragen gestatten. 132. Büromaschine nach Anspruch 131, dadurch gekennzeichnet, daß während eines übertrages zwischen dem Arbeits- und/oder dem Auswahlspeicher einerseits und einem Aufnahmespeicher andererseits die Synchronisierung von Feststellmitteln für Zähl- bzw. Stellenwerte betätigende und/oder sie darstellende Signale auf dem einen magnetisierbaren Träger abgefühlt und auf dem zweiten magnetisierbaren Träger aufgezeichnet werden. 133. Büromaschine nach Anspruch 132, dadurch gekennzeichnet, daß auf magnetisierbaren Trägern Startsignale vorgesehen sind, mittels welcher die Synchronisierung bewirkt wird. 134. Magnetisierbarer Speicher für Büromaschinen nach Anspruch 133, dadurch gekennzeichnet, daß bestimmte Teile aufgezeichneter Zählwertsignalkombinationen als Startsignale wirksam werden. 135. Büromaschine nach Anspruch 133, dadurch gekennzeichnet, daß die Startsignale Schaltwege für nachfolgende Signalkombinationsteile vorbereiten. 136. Büromaschine nach Anspruch 132, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellenwert von Signalen durch den örtlichen bzw. der Abfühlung den zeitlichen Abstand zwischen einem ersten und einem zweiten Signal bestimmt ist. 137. Büromaschine nach Anspruch 132 oder 136, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziffernwert von Signalen durch den örtlichen bzw. der Abfühlung zeitlichen Abstand zwischen einem ersten und einem zweiten Signal bestimmt. 138. Büromaschine nach den Ansprüchen 132 und 133, dadurch gekennzeichnet, daß getrennte Synchronisiersignale Vorgesehen sind, die in getrennten Bahnen eines Zwischenspeichers, jedoch in Lagen aufgezeichnet sind, welche denen der Zählwertsignale örtlich zugeordnet sind. 139. Büromaschine mit Speichern nach den Ansprüchen 29 bis 32, dadurch gekenn eichnet, daß die die Daten darstellenden Signale unter Steuerung einer Verteileinrichtung aufgezeichnet sind, welche, durch die Synchronisiersignale gesteuert, synchron wirksam wird. 140. Büromaschine nach den AnsprÜchen46 und 123 bis 131, dadurch gekennzeichnet, daß bei stellenweise nacheinander erfolgender Eingabe, z. B. bei Eintastung über eine Zehnertastatur, die stellenrichtige Tabulation mittels eines Schrittverteilrelais bewirkt wird, das bei jeder Stelleneingabe, z. B. bei jedem Tastendruck, eine um eine Zahlenstelle versetzte Spule einschaltet oder eine Spule jeweils um diese Stelle örtlich verschiebt. 141. Büromaschine nach Anspruch 140, dadurch gekennzeichnet, daß der zuletzt eingeschaltete Abfühlkopf bei der Weiterverarbeitung der Zählwerte die Bedeutung der Null-Lage übernimmt. 142. Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 141 mit Speichern in Anwendung zur Durchführung von Sortiervorgängen, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einem Speicher aufgezeichneten Signale nur dann auf einen zweiten Speicher oder einen anderen Teil des gleichen Speichers übertragbar sind, wenn der Speicher in einem einstellbaren Bereich ein dem zweiten Speicher oder Speicherteil zugeordnetes Sortiermerkmal trägt. 143. Auswertgerät in Form von Markierungseinrichtungen für die Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 142, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausführung der Zeichen auf Lochkartenaggregate, magnetisierbare Speicher oder einstellige bzw. Spalten- oder Zeilenschreibwerke über den Ausgabe- und/oder Aufnahmespeicher erfolgt. 144. Einrichtung züm Betrieb einer Auswerteinrichtung für die Büromaschine nach den Ansprüchen 1 bis 143, dadurch gekennzeichnet, daß zur Wiedergabe von in Form von Signalen gespeicherten Schriftzeichen diese stellenweise nacheinander einem Umsetzer zugeführt werden, der Impulsreihen liefert, welche die Steuerung von Anzeige- bzw. Schreibeinrichtungen bewirken können. 145. Anwendung von Umsetzern nach Anspruch 144, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aufzeichnung von Zeichen auf dem Speicher sowohl die für das Schreibwerk erforderliche Impulsfolge als auch die entsprechende im Arbeitsspeicher verwendete Signalfolge je Zeichen festgehalten wird. 146. Auswerteinrichtung für Büromaschinen nach den Ansprüchen 1 bis 142 bzw. 144 oder 145, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander zugeführte Schriftzeichen darstellende Impulse über einen Verteiler einem Ausgabespeicher, z. B. einem Glimmspeicher, zugeführt werden und anschließend abschnittsweise aus diesem Speicher parallel zur Wiedergabe gebracht werden. 147. Einrichtung zum Betrieb einer Auswerteinrichtung nach Anspruch 144, gekennzeichnet durch einen als Umsetzer wirksamen Anrufspeicher. 148. Auswerteinrichtung nach Anspruch 144, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein einziger Umsetzer für eine Stelle vorgesehen ist, welcher nacheinander für die verschiedenen Stellen eines mehrstelfigen Datenkomplexes, z. B. einer Schreibzeile, wirksam wird. 149. Umsetzer nach Anspruch 144, gekennzeichnet durch auf Magnetkemen vorgesehene Spulen, welche eine Vielzahl von Wicklungen aufweisen, die in Abhängigkeit von der zu erzeugenden Signalfolge zu Wicklungsfeldern zusammengeschaltet sind. 150. Umsetzer nach Anspruch 144, gekennzeichnet durch die Verschlüsselung bewirkende Rotationskörper, welche an ihrem Umfang magnetisierte bzw. magnetisch leitende Felder in Form von vorspringenden Zähnen, in magnetisch indifferentes Material eingebettete Joche od. dgl. aufweisen, welche in ihrer Anordnung entlang des Umfanges der zeitlichen Folge der Signale innerhalb der gewünschten Signalfolge entsprechend sowie durch im Wirkungsbereich der magnetisierten bzw. magnetisierbaren Felder auf Magnetkemen vorgesehene Spulen. 151. Umsetzer nach Anspruch 149 oder 150, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen entsprechend den umzusetzenden Signalen bzw. in Zuordnung zu den zu erzeugenden Signalfolgen erregbar sind und daß die Spulen Sekundärwicklungen aufweisen, in welchen bei Änderung des magnetischen Flusses der Keine durch Durchlaufen von magnetischen Jochen bzw. Zacken die gewünschten Signalfolgen induziert werden. 152. Umsetzer nach Anspruch 144, gekennzeichnet durch eine Elektronenstrahlröhre mit zugeordneten Ablenkmitteln, welche zur Erzeugung der umgesetzten Signalfolgen auf Anruf den Elektronenstrahl über diese Signalfolge darstellenden Markierungen führen. 153. Umsetzer nach Anspruch 152, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen als Elektroden bzw. auf der Oberfläche von Elektroden innerhalb des Elektronenstrahlrohres vorgesehen sind und der Elektronenstrahl beim Auftreffen die umgesetzten Signalfolgen auslöst. 154. Umsetzer nach Anspruch 152, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen auf einem optisch wirksamen Schirm bzw. in einer optisch wirksamen Blende vorgesehen sind, die vor dem Lichtschirrn des Elektronenstrahlrohres angeordnet ist, und daß sie durch den Leuchtfleck der Röhre optisch abgetastet werden, so daß mittels einer Photozelle die umgesetzten Signalfolgen bewirkt werden.
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