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DE1122542B - Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte durch Umsetzung sulfonierter Phenole, die frei von kondensierten Ringen sind, mit Harnstoff und Formaldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte durch Umsetzung sulfonierter Phenole, die frei von kondensierten Ringen sind, mit Harnstoff und Formaldehyd

Info

Publication number
DE1122542B
DE1122542B DEB56967A DEB0056967A DE1122542B DE 1122542 B DE1122542 B DE 1122542B DE B56967 A DEB56967 A DE B56967A DE B0056967 A DEB0056967 A DE B0056967A DE 1122542 B DE1122542 B DE 1122542B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
formaldehyde
urea
condensation products
phenols
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB56967A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Friedrich-Wilhelm Guthke
Dr Otto Hertel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB56967A priority Critical patent/DE1122542B/de
Priority to CH226361A priority patent/CH395134A/de
Priority to GB7785/61A priority patent/GB914620A/en
Priority to BE600956A priority patent/BE600956A/fr
Publication of DE1122542B publication Critical patent/DE1122542B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • C07G99/002Compounds of unknown constitution containing sulfur

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)
  • Compounds Of Unknown Constitution (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte durch Umsetzung sulfonierter Phenole, die frei von kondensierten Ringen sind, mit Harnstoff und Formaldehyd Die Patentanmeldung B 53374 IVb/ 12 q (deutsche Auslegeschrift 1 113 457) betrifft ein Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte, durch Umsetzung sulfonierter Phenole, die frei von kondensierten Ringsystemen sind, mit Harnstoff und Formaldehyd und Nachbehandlung der erhaltenen Kondensate mit Phenolen und Formaldehyd, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man in der ersten Verfahrensstufe je 1 Mol eines sulfonierten Phenols oder Phenolgemisches mit 1 bis 1,5 Mol Harnstoff und 1,7 bis 2,2 Mol Formaldehyd umsetzt.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in Abänderung dieses Verfahrens ebenfalls lichtechte Kondensationsprodukte erhält, wenn man die in der ersten Verfahrensstufe erhaltenen Kondensate statt mit Phenolen und Formaldehyd mit sulfonierten oder sulfomethylierten Phenolen und Formaldehyd nachbehandelt. Die in der zweiten Kondensationsstufe einzusetzenden Mengen an Phenolderivaten und Formaldehyd können, je nach dem vorgesehenen Verwendungszweck derKondensationsprodukte, in weiten Grenzen variiert werden. Zur Herstellung von Gerbstoffen verwendet man auf 1 Mol der in der ersten Stufe kondensierten Phenolsulfonsäure in der Regel 0,5 bis 1,5 Mol Phenolderivat und 0,3 bis 2 Mol Formaldehyd, während man gute Dispergiermittel durch Nachkondensation mit 0,5 bis 5 Mol Phenolderivat und 0,3 bis 7 Mol Formaldehyd, bezogen auf 1 Mol ursprünglich eingesetzter Phenolsulfonsäure, erhält.
  • Die genannten Phenolabkömmlinge können nach bekannten Verfahren durch Sulfonieren oder Sulfomethylieren von Phenolen erhalten werden, die keine kondensierten Ringsysteme enthalten. Als Beispiele seien niedermolekulare Phenole, wie Halogenphenole und .insbesondere Kresole und das Phenol selbst, ferner Bis-Phenole, wie 4,4'-Dioxydiphenylpropan-(2,2) und 4,4'-Dioxydiphenylsulfon, genannt. Man kann Sulfonierungs- oder Sulfomethylierungsprodukte aus reinen Phenolen oder aus technischen Phenolgemischen verwenden.
  • Die nach dem neyien Verfahren erhaltenen Kondensationsprodukte sind ebenso wie die nach dem Verfahren der Hauptpatentanmeldung gewonnenen Produkte ausgesprochene Weißgerbstoffe. Sie lassen sich auf bekannte Weise mit anorganischen oder organischen Säuren den Erfordernissen des Gerbvorganges anpassen. Die neuen Kondensationsprodukte liefern bei der Gerb ung weiße Leder von hervorragender Lichtechtheit.
  • Sie können ferner sehr vorteilhaft als Gerbstoffe für eine Chromnachgerbung verwendet werden; man erhält dabei ebenfalls ausgezeichnete Leder von sehr heller Farbe und vorzüglicher Lichtechtheit. Hervorzuheben ist auch ihre gute Verträglichkeit mit anderen synthetischen Gerbmitteln.
  • Die erfindungsgemäß erhältlichen Kondensationsprodukte sind temperaturbeständig und unbeschränkt lagerfähig; sie neigen nicht zur Kristallisation und lassen sich ohne Verminderung ihrer wertvollen Eigenschaften durch bekannte Trocknungsverfahren, wie Eindampfen im Vakuum oder Walzen- oder Sprühtrocknung, in die feste Form überführen. Das Trocknen der Verfahrensprodukte wird vorzugsweise nach deren Neutralisation mit alkalischen Mitteln, z. B. mit Ammoniak oder Alkalimetallhydroxyden, jedoch vor dem Einstellen mit Säuren durchgeführt. Nach dem Einstellen mit festen Säuren oder Säurespendern, z. B. mit Natriumbisulfat, Oxalsäure. Adipinsäure, Zitronensäure oder Gemischen solcher sauer reagierender Stoffe, entstehen pulverförmige, nicht hygroskopische Gerbstoffe, die in kaltem Wasser leicht und klar löslich sind und die die gleichen ausgezeichneten Eigenschaften besitzen wie die flüssigen Produkte. Man kann auch die Lösungen der neutralen Gerbstoffpulver mit flüssigen anorganischen oder organischen Säuren einstellen.
  • Besondere Bedeutung haben die neuen Kondensationsprodukte als Hilfsmittel für Pigmentfarbstoff zubereitungen. Sie verhindern die beim Färben von Fasergut störende Pigmentwanderung. Mit Kunststoffdispersionen sind die neuen Produkte sehr gut verträglich. Sie sind vorzügliche Dispergiermittel für alle Zwecke, die eine besonders hohe Lichtbeständigkeit erfordern. Man kann sie dazu so, wie sie bei der Herstellung anfallen, in flüssiger oder fester Form benutzen. Durch Zugabe saurer oder alkalischer Stoffe kann man ihre Eigenschaften den Bedürfnissen der Verbraucher anpassen.
  • Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente sind Gewichtsheinheiten. Beispiel 1 250 Teile Phenol werden mit 270 Teilen 98o/oiger Schwefelsäure 4 Stunden auf 100°C erhitzt. Man kühlt auf 50°C ab und versetzt das Umsetzungsgemisch mit 100 Teilen Wasser und 176 Teilen Harnstoff. Bei 40 bis 60°C gibt man allmählich 475 Teile 30o/oigen Formaldehyd zu. Man setzt 190 Teile 50o/oige wäBrigeNatriumhydroxydlösung und 374Teile Phenolsulfonsäure, die, wie oben beschrieben, hergestellt worden ist, zu und kondensiert unter langsamer Zugabe von 150 Teilen Formaldehyd bei 25 bis 45° C, bis der Formaldehydgeruch verschwunden und das Umsetzungsprodukt klar wasserlöslich geworden ist. Dann wird mit 245 Teilen 500%iger wäßriger Natriumhydröxydlösung neutralisiert und die Reaktionslösung durch einen Sprühdüsentrockner zu Pulver getrocknet.
  • Es werden 1210 Teile eines farblosen Pulvers erhalten, das in Wasser leicht und klar löslich ist. Beispiel 2 Wie im Beispiel 1 beschrieben, werden 250 Teile Phenol mit 270 Teilen 98%iger Schwefelsäure sulfoniert und nach Abkühlen und Zugabe von 100 Teilen Wasser bei 40 bis 60° C mit 160 Teilen Harnstoff und 460Teilen Formaldehyd kondensiert. Nach Zusatz von 80 Teilen 50o/oiger wäßriger Natriumhydroxydlösung und 1100 Teilen einer wäßrigen Lösung von Phenolmethansulfonsäure werden dem Gemisch bei 25 bis 45° C 150 Teile Formaldehyd langsam zugefügt. Anschließend wird das flüssige Umsetzungsgemisch mit 319 Teilen 50o/oigerwäßrigerNatriumhydroxydlösung neutralisiert und durch einen Sprühdüsentrockner zu 1280 Teilen eines farblosen, in Wasser leicht und klar löslichen Pulvers getrocknet.
  • Die Phenol-methansulfonsäure kann z. B. in an sich bekannter Weise hergestellt werden, indem man 94 Teile Phenol, 113 Teile Natriumsulfit, 150 Teile 30o/oigen wäßrigen Formaldehyd und 500 Teile Wasser 4 Stunden lang unter Rückflußkühlung erhitzt und nach Abkühlen aus dem Umsetzungsgemisch mit 100 Teilen Wasser und 158 Teilen konz. Schwefelsäure unter Kühlung umsetzt. Beispiel 3 Wie im Beispiel 1 angegeben, werden 250 Teile Phenol mit 270 Teilen 98o/oiger Schwefelsäure sulfoniert und die so erhaltene Phenolsulfonsäure nach Abkühlen und Verdünnen durch 100 Teile Wasser mit 160 Teilen Harnstoff und 450 Teilen 30o/oigem Formaldehyd bei 40 bis 60° C kondensiert. Man fügt dann 90 Teile 50o/oige Natronlauge und 720 Teile einer wäßrigen Lösung von sulfomethyliertem 4,4'-Dioxydiphenylsulfon zu und kondensiert mit 150 Teilen 30o/oigem Formaldehyd, wie im Beispiel 1 beschrieben. Die Reaktionslösung wird auf einem Doppelwalzentrockner -zu 927 Teilen eines farblosen Pulvers getrocknet, das in Wasser klar und leicht löslich ist.
  • Die Lösung von sulfomethyliertem 4,4'-Dioxydiphenylsulfon kann z. B. in an sich bekannter Weise hergestellt werden, indem man 180 Teile 4,4'-Dioxydiphenylsulfon, 85 Teile Natriumsulfit, 115 Teile wäßrigen 30o/oigen Formaldehyd und 340 Teile Wasser 10 Stunden lang in einem Rührautoklav auf 150°C erhitzt. Nach Abkühlen auf ungefähr 80 bis 90° C werden unter Rühren 28 Teile 98o/oige Schwefelsäure zugesetzt.
  • Beispiel 4 286 Teile eines handelsüblichen, technischen Gemisches von Phenol und Kresol, das auch geringe Anteile Xylenol enthalten kann, werden mit 300 Teilen 98o/oiger Schwefelsäure 4 Stunden auf 100° C erhitzt. Bei 50° C versetzt man mit 100 Teilen Wasser und 200 Teilen Harnstoff und läßt bei 30 bis 50° C langsam 530 Teile 30o/oigen Formaldehyd zulaufen. Nach Beendigung der Umsetzung fügt man 189 Teile 50o/oige wäßrige Natriumhydroxydlösung und 205 Teile des Sulfonsäuregemisches zu, das, wie oben beschrieben, hergestellt wurde, und kondensiert bei 20 bis 40° C unter langsamem Zusatz von 85 Teilen 30o/oigem Formaldehyd bis zum Verschwinden des Formaldehydgeruches und Erreichen der klaren Wasserlöslichkeit des Reaktionsproduktes. Nach der Neutralisation mit 190 Teilen 50o/oiger wäßriger Natriumhydroxydlösung wird die Reaktionslösung auf einem Doppelwalzentrockner zu 1108 Teilen eines schwachrosagefärbten, leicht wasserlöslichen Pulvers getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abänderung des Verfahrens zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte durch Umsetzung sulfonierter Phenole, die frei von kondensierten Ringen sind, mit Harnstoff und Formaldehyd, nach Patentanmeldung B 53374 IVb/ 12 q (deutsche Auslegeschrift 1 113 457), dadurch gekennzeichnet, daß man die Nachbehandlung der in der ersten Verfahrensstufe erhaltenen Kondensate statt mit Phenolen und Formaldehyd mit sulfonierten oder sulfomethylierten Phenolen und Formaldehyd durchführt.
DEB56967A 1960-03-08 1960-03-08 Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte durch Umsetzung sulfonierter Phenole, die frei von kondensierten Ringen sind, mit Harnstoff und Formaldehyd Pending DE1122542B (de)

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CH226361A CH395134A (de) 1960-03-08 1961-02-24 Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte
GB7785/61A GB914620A (en) 1960-03-08 1961-03-03 Light-fast condensation products and their production
BE600956A BE600956A (fr) 1960-03-08 1961-03-06 Produits de condensation résistant à la lumière et procédé pour leur production

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