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DE1121799B - Verfahren zur Herstellung von poroesen Formkoerpern aus Kunststoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von poroesen Formkoerpern aus Kunststoff

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Publication number
DE1121799B
DE1121799B DEW20494A DEW0020494A DE1121799B DE 1121799 B DE1121799 B DE 1121799B DE W20494 A DEW20494 A DE W20494A DE W0020494 A DEW0020494 A DE W0020494A DE 1121799 B DE1121799 B DE 1121799B
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DE
Germany
Prior art keywords
plastic
needles
incisions
layer
porous
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Pending
Application number
DEW20494A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Franz Xaver Wortmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRANZ XAVER WORTMANN DR ING
Original Assignee
FRANZ XAVER WORTMANN DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRANZ XAVER WORTMANN DR ING filed Critical FRANZ XAVER WORTMANN DR ING
Priority to DEW20494A priority Critical patent/DE1121799B/de
Publication of DE1121799B publication Critical patent/DE1121799B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C44/00Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles
    • B29C44/34Auxiliary operations
    • B29C44/56After-treatment of articles, e.g. for altering the shape
    • B29C44/5627After-treatment of articles, e.g. for altering the shape by mechanical deformation, e.g. crushing, embossing, stretching
    • B29C44/5663After-treatment of articles, e.g. for altering the shape by mechanical deformation, e.g. crushing, embossing, stretching by perforating the foam, e.g. to open the cells
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D29/00Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor
    • B01D29/01Filters with filtering elements stationary during filtration, e.g. pressure or suction filters, not covered by groups B01D24/00 - B01D27/00; Filtering elements therefor with flat filtering elements
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    • B01D39/14Other self-supporting filtering material ; Other filtering material
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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    • B29C33/0033Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor constructed for making articles provided with holes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von porösen Formkörpern aus Kunststoff Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von porösen Formkörpern aus gegebenenfalls mit Glasfascrn verst.irktem und mittels Nadeln perforiertem Kunststoff zum Durchblasen, Absaugen oder Filtrieren von gasförmigen oder flüssigen Medien.
  • Als poröse Formkörper für die angegebenen Zwecke hat man bislang hauptsächlich poröse Metallbleche benutzt, die aus ìs1ctallpulvern zusammengesintert werden. In (gewissem Umfang erfüllen sie die an sie gestellten Forderungen. Ihr Hauptnachteil besteht jedoch darin, daß sie mit der Zeit verstopfen, da die ganz unregelmiißige Form der Poren zu viele Versperrungsmöglichkeiten für z. B. Staubteilchen geben. Außerdem werden die feineren Poren beim Eindringen von Wasser infolge der Kapillarität auf längere Zeit hin undurchlässig.
  • Neuerdings geht man dazu über, die Poren in Metallbleche zu stanzen oder zu bohren. Bei beiden Verfahren ist es schwierig. Porendurchmesser unter (,5 mm herzustellen. Da diese Schwierigkeiten mit wachsender Blechstärke zunehmen. so ist die Blechstärke normalerweise nicht größer als der Porendurchmesser. Naturgemäß ist es kaum möglich, mit derartig dünnen Blechen wellenfreie Oberflächen herzustellen.
  • Sehr feinc Poren lassen sich beim Durchstechen geeigneter Materialien, z. B. von Tuchbespannungen, mit Nadeln erreichen. Es ist jedoch klar, daß eine poröse Tuchbespannung für tcchnische Anwendungen mit größeren Festigkeitsforderungen nicht in Frage kommt.
  • Das gleiche gilt für die bekannten Verfahren, bei denen z. B. mittels einer oszillierenden Nadelreihe oder mittels einer mit Nadeln besetzten Walze eine weiche Kunststoff- oder Gummifolie durchstochen wird. Die Besonderheiten dieser Verfahren, wie Nadelheizung oder Anwendung eines Funkenüberschlags od. ä., können hier unberücksichtigt bleiben, da alle Verfahren biegeschlaffe Folien voraussetzen, die ohne weiteres durchstochen werden können. Für viele Zwecke kommen derartige poröse Folien nicht in Frage. Es bleibt also das Problem, eine genügend biegesteife Oberfläche großer Festigkeit mit sehr vielen und sehr feinen Poren zu schaffen, die sich einerseits in technisch brauchbarer Weise herstellen läßt und andererseits auch gegen Verstopfungen hinreichend betriebssicher ist.
  • Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren werden erfindungsgemäß die Nadeln in den zu einer Fläche ausgebreiteten flüssigen Kunststoff eingetaucht und erst nach dem Verfestigen des Kunststoffes aus diesem wieder herausgezogen. Hierbei wird die Fläche zwecksmäßig nicht nur längs einer Linie. sondern auf einer größeren Fläche von vielen Nadeln gleichzeitig durchstoßen. Dazu können die Nadeln zuvor in besonderen Nadelstreifen, die als Einstechwerkzeuge dienen. zusammengefaßt werden. Nach dem Aushärten des Kunststoffes werden die Streifen aus der Kunststofffläche herausgezogen und hinterlassen einen genauen und glattwandigen Abguß ihrer Form. Das wesentliche dieses Vorganges besteht darin. daß beim genauen Abguß der Nadelform die Schwankungen des kleinsten Porendurchmessers, d. h. an der Spitze der im allgemeinen konischen Porenform ebenso klein gehalten werden können wie die Herstellungstoleranzen der Nadeln.
  • Als Kunststoffflächen sollen z. B. glasfaserverst irkte Polyesterkunstharzflächen Verwendung finden. Zur Herstellung derartiger Flächen bzw. Platten tränkt man ein geeignetes (Glasfaser-) Gewebe mit dem im flüssigen Zustand vorliegenden Kunststoff.
  • Da der Phasenwechsel des Kunststoffes vom fiüssigen in den festen Zustand Zeit erfordert. so ist im Gegensatz zur üblichen Anwendung von Nadeln ein kurzzeitiges Einstechen und Herausziehen nicht möglich. Die Nadelstreifen bestehen ähnlich wie die bekannten Kratzenbeläge von Textilmaschinen aus riemenartigen Streifen, in denen eine große Zahl von Nadeln fest eingebettet ist.
  • An Hand der Zeichnung wird das erfindungsgefäße Verfahren weiter erläutert.
  • Fig. ] zeigt einen Nadelstreifen, in den die oberen Enden der Nadeln eingebettet sind; Fig. 2 zeigt das untere Ende einer Nadel in vergrößertem Maßstab; Fig. 3 veranschaulicht die Herstellung eines Nadelstreifens gemäß Fig. 1 in kleinerer Darstellung; Fig. 4 zeigt einen Nadelstreifen gemäß einer anderen Ausführungsform; Fig. 5 veranschaulicht die Herstellung gewölbter poröser Kunststoffflächen; Fig. 6 zeigt eine poröse Oberfläche für Absaugezwecke als Teil einer Sandwich-Bauweise; Fig. 7 zeigt im Schnitt eine Kunststoffplatte, die aus drei Schichten gebildet ist und deren mittlere Schicht Querkanäle aufweist; Fig. 7 a ist ein Schnitt nach der LinieVIla-VIIa der Fig. 7.
  • Fig. 8 und 9 zeigen rohrförmige Körper, welche aus mehreren Schichten gebildet sind.
  • Bei der Ausführungsform der Fig. 1 sind die Nadeln 1 in dem Nadelstreifen 2 gehalten, der aus einer Kunstharzschicht besteht. An dem eingebetteten Ende der Nadeln 1 ist eine Quetschstelle 9 erkennbar, durch welche ein besserer Halt der Nadeln in dem Kunstharz erreicht wird.
  • Damit die Nadeln die gesamte Stärke der Kunststoffschicht durchdringen können, wird (vgl. Fig. 5) die Kunststoflfläche 3 nicht direkt auf einer harten Unterlage 4, sondern auf einer dünnen und weichen Zwischenschicht 5 ausgebreitet, in welche die Nadelspitzen eindringen können. Infolge der konischen Form der Nadeln 1 (vgl. Fig. 1 und 2) bestimmt die Stärke der weichen Zwischenschicht die Größe der Porenöffnungen auf einer Seite der Kunststoffiläche.
  • Damit z. B. geringe Unterschiede in der Einstechtiefe der Nadeln nicht zu großen Änderungen im Porendurchmesser führen, werden vorteilhaft Nadeln besonderer Form verwendet, wie eine in Fig. 2 gezeigt ist. An eine möglichst kurze Kegelspitze, die in die Zwischenschicht eindringen soll, schließt sich ein Schaft mit einem zunächst kleinen Kegelwinkel an, der langsam auf einen größeren Kegelwinkel übergeht und schließlich wieder in ein zylindrisches Stück ausläuft. An die Konstanz des Nadeldurchmessers im Bereich der Nadelspitze sind hohe Anforderungen zu stellen. Eine Schwankung des Porendurchmessers von 50/0 führt zur Änderung der Porenfläche von rund 100in, wodurch der notwendige Beschleunigungsdruck zum Ansaugen einer bestimmten Absaugemenge schon um etwa 20°/o schwankt.
  • Wesentlich ist, daß der Porendurchmesser im Verhältnis zur Wandstärke der Kunststoffschicht klein ist, wodurch sich die gewünschte steife und feste Wand ergibt. Außerdem sollen bei dem gemäß der Erfindung hergestellten porösen Formkörper viele Poren vorhanden sein. Die Porenform soll genau der Nadelform entsprechen. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Nadeln nach dem Phasenwechsel des Kunstharzes genau entgegengesetzt zur Einstichrichtung herausgezogen werden.
  • Ein besonderer Vorzug des neuen Verfahrens liegt in der Unabhängigkeit des Porendurchmessers von der Schichtdicke. So kann z. B. ein Porendurchmesser von etwa 0,1 mm ohne weiteres mit einer Schichtdicke von etwa 10 mm kombiniert werden.
  • Derartig dicke poröse Flächen ermöglichen infolge hoher Biegesteifigkeit praktisch wellenfreie Oberflächen und können trotzdem leicht und fest aufgebaut werden, wie ein unten näher erläutertes Beispiel (vgl. Fig. 7) zeigt.
  • Da die Poren glattwandig sind und im allgemeinen eine konische Form haben, so wird die Verstopfungsgefahr mindestens so gut vermieden wie bei gebohrten Metallblechen. Staubteilchen, die in die Poren eindringen, können sich dort infolge der glatten Wand und der konischen Form der Poren nicht mehr verklemmen. Dringt Wasser in die Poren, so ist die Kapillarspannung bei Porendurchmessern von etwa 0,2 bis 0,5 mm mit einer Druckdifferenz von etwa 150 bis 60 kg m2 zu überwinden.
  • Die als Stechwerkzeug dienenden Nadelstreifen können in folgender Weise hergestellt werden (vgl. Fig. 3): Die Nadeln 1 werden in ähnlicher Weise wie bei ihrer Herstellung maschinell ausgerichtet, geordnet und dann mit gewünschten Abständen gefedert in eine weiche Halteschicht 6 eingestochen. Zur besseren Führung kann diese Schicht, die z. B. aus unelastischen Schaumkunststoffen besteht und mit einer kerbfesten Folie 7 bedeckt ist, in eine Halterung 8 aus festem Material eingebettet werden. Die harte Innenseite der Halterung dient zur Ausrichtung der Nadeln in einer Ebene. Anschließend erhält der Nadelstreifen eine geeignete Berandung und wird dann von der Folienseite her mit einem metallklebenden Kunstharz überschichtet. Die Kunstharzschicht 2 (vgl. Fig. 1) dient zur endgültigen Fixierung der Nadeln, die sicherheitshalber eine Quetschstelle 9 erhalten. Die Folie 7 dichtet das zunächst flüssige Kunstharz 2 gegen die Halteschicht 6 ab und erlaubt nach der Aushärtung ein einwandfreies Entfernen der Halteschicht 6. Um die mechanischen Eigenschaften des Nadelstreifens zu verbessern, kann man an Stelle des reinen Kunstharzes auch eine Verstärkung z. B. mit Glasfaserschichten vorsehen.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind die dort gezeigten Nadeln 17 mit im Durchmesser runden Schäften 18 versehen, die aneinandergelegt und durch eine Kunstharzschicht 19 miteinander verbunden sind. Durch das Aneinanderlegen der zylindrischen Schäfte 18 ergibt sich für die im Durchmesser wesentlich dünneren vorderen Nadelenden der erforderliche genaue Abstand. Eine maschinelle Ausrichtung der Nadeln ist dann nicht mehr erforderlich.
  • Bevor man die Nadelstreifen, wie vorstehend (Fig. 5) beschrieben, benutzt, werden die Nadeln in ein Trennwachs (z. 13. Paraffin) getaucht, um sie nachträglich leicht aus der porösen Kunststofffläche herausziehen zu können. Zum gleichen Zweck kann man auch ein gabelähnliches Gerät zu Hilfe nehmen, dessen Zinken als Keile zwischen Nadelstreifen und poröser Fläche eindringen können. Infolge der Elastizität der Nadeln 1 und des Haltestreifens 2 ist es nicht notwendig, die Nadelstreifen genau senkrecht herauszuziehen, vielmehr ist ein kleiner und unvermeidlicher Trennwinkel durchaus zulässig. Es ist klar, daß sich schmale Nadelstreifen leichter wieder herausziehen lassen als breite. Fig. 5 gibt eine Vorstellung davon, wie durch mehrere schmale Nadelstreifen auch gewölbte Kunststoffflächen porös gemacht werden können. Ein weiterer Vorzug des Verfahrens liegt darin, daß die Nadelstreifen praktisch keinen Verschleiß zeigen und immer wieder verwendet werden können. Man benötigt daher nur eine begrenzte Zahl von Nadelstreifen. Die hier beschriebene poröse Wandung kann natürlich durch Anwendung von Nadelstreifen auf Walzen oder unendlichen Bändern mit dem Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von glasfaserverstärkten Kunststoffplatten kombiniert werden, so daß die Herstellungskosten weit niedriger sein können als bei anderen vergleichbaren porösen Oberflächen.
  • Fig. 6 zeigt, wie eine poröse Oberfläche für Absaugezwecke als Teil einer Sandwich-Bauweise benutzt wird. Dabei bildet die feinporöse Kunstsoffschicht 3 die Außenhaut z.B. eines Flügels. Die größere Öffnung der konischen Poren zeigt zur Innenseite des Flügels. Die poröse Haut 3 wird durch einen wabenartigen Stützkern 10 gegen die gelochte Haut 11 gestützt. Durch die Löcher der Haut 11, deren Abstände dem Wabenmuster entsprechen, tritt die abgesaugte Luft in das Flügelinnere.
  • Der Nachteil dieser Konstruktion liegt darin, daß jeweils die Poren an den Klebstellen verstopft werden und sich dadurch die Wabenstruktur des Stützkerns bei laufender Absaugung auch der außen vorbeiströmenden Reibungsschicht aufprägt. Die poröse Fläche ist damit vermutlich nicht mehr aerodynamisch glatt. Baut man die poröse Fläche erfindungsgemäß nach Art der Fig. 7, so läßt sich dieser Nachteil vermeiden. Zum Unterschied gegenüber der einfachen porösen Fläche 3 werden jetzt zwei mit Kunststoff getränkte Glasfaserschichten 12 und 13 mit einem besonders vorbereiteten Stützkern 14 verbunden und mit Hilfe der Nadelstreifen als Ganzes vor der Aushärtung des Kunststoffes durchstochen. Der Stützkern 14, der z. B. aus einem harten Schaumkunststoff bestehen kann, ist vor der Verarbeitung mit Einschnitten 15 versehen, deren Abstand dem Nadelabstand genau entspricht. Beim Einstechen sollen die Nadeln in die Einschnitte treffen. Die Einschnitte 15 wirken dann als Querkanäle und sorgen dafür, daß die Poren der Innenhaut 13 auf einer gewissen Breite z. B. durch eine konstruktive notwendige Auflage 16 verstopft sein können, ohne daß damit auch die darüberliegenden Poren der Außenhaut 12 in Mitleidenschaft gezogen werden. Sind nämlich die Querschnitte der lnnenhautporen und die der Querkanäle groß gegenüber den Querschnitten der Außenhautporen, so wird die Verteilung des Absaugedruckes an der Außenhaut durch eine Verstopfung einiger Poren der Innenhaut praktisch nicht geändert. Diese Wirkung kann durch kreuzweise Einschnitte noch verbessert werden. Damit kann unter anderem die harte Kernschicht 14 auch doppelt gekrümmten Flächen angepaßt werden. Da eine derartig aufgebaute poröse Fläche bereits für sich allein eine Sandwich-Bauweise mit hoher Steifigkeit darstellt, so wird ihre Stützweite wesentlich größer als bei der einfachen porösen Fläche 3.
  • Für die Herstellung rohrförmiger Körper, die eine gute Absaugung gestatten und eine genügende Festigkeit aufweisen, wird vorteilhaft auf einer aus Glasfaser und flüssigem Kunststoff gebildeten Grundfläche ein Füllmaterial, z.B. ein Schaumkunststoff, aufgebracht und damit verbunden. Das Füllmaterial ist mit Längsrillen versehen. Nach dem Durchstoßen dieser Flächen in den Rillen mit einem Nadelkissen wird die auf diese Weise gewonnene Platte zu einem zylindrischen Körper mit dem Füllmaterial nach außen gebogen. Anschließend werden entweder zylindrisch geformte Überlegstreifen mit Abstand voneinander auf den Grundkörper aufgebracht, oder dieser wird mit einer ebenfalls zylindrischen, ohne Unterbrechung durchlaufenden porösen Fläche aus Glasfasergewebe und Kunststoff umgeben. Fig. 8 zeigt die eine und Fig. 9 die andere Ausführungsform.
  • Bei beiden Ausführungsformen ist 20 die aus Glasfaser und Kunststoff gebildete Grundschicht und 21 das mit Einschnitten versehene Füllmaterial. Über diese zweite Schicht sind nach dem Verformen zu einem zylindrischen Körper bei der Ausführungsform nach Fig. 8 die Ringe 22 mit Abstand voneinander aufgebracht, so daß für das Absaugen Schlitze 23 frei bleiben. Die Ringe 22 bestehen z. B. aus Glasfasergewebe. das nachträglich mit Kunststoff getränkt ist.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 ist eine poröse Fläche 24 auf die beiden Schichten 20 und 21 aufgebracht. Da ein Teil der Poren der oberen Fläche 24 über den Schlitzen der Mittelschicht 21 zu liegen kommt, ist auch bei dieser Ausführungsform eine Absaugung möglich.
  • Es sei ferner darauf hingewiesen, daß das hier erläuterte Verfahren auch die Möglichkeit bietet, die Achsrichtung der Poren schräg zur Oberfläche der Formkörper anzuordnen, was in Sonderfällen, z. B. beim Ausblasen, aber auch beim Einsaugen großer Luftmengen, Vorteile bietet. Weiterhin bestehen für derartige poröse Flächen durch die Kombination feiner konisch geformter Poren in Verbindung mit einem hochfesten korrosionssicheren Material aussichtsreiche Verwendungsmöglichkeiten als Filtermaterial bei der Wasserreinigung. Gemäß der Erfindung hergestellte Platten oder Wandungen können auch sonst bei der Wasseraufbereitung vorteilhaft Verwendung finden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zum Herstellen von porösen Formkörpern aus gegebenenfalls mit Glasfasern verstärktem und mittels Nadeln perforiertem Kunststoff zum Durchblasen, Absaugen oder Filtern von gasförmigen oder flüssigen Medien, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln in den zu einer Fläche ausgebreiteten flüssigen Kunststoff eingetaucht werden und erst nach dem Verfestigen des Kunststoffes aus diesem wieder herausgezogen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadeln vor der Benutzung zum Durchstechen der Kunststofffläche in ein Trennwachs eingetaucht werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörper aus mehreren Schichten aufgebaut werden, wobei Querkanäle in der Mittelschicht eine Verbindung der einzelnen Poren untereinander herstellen.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mittlere Kunststoffschicht vor der Verarbeitung mit Einschnitten versehen wird, die dem Nadelabstand entsprechen, derart, daß die Nadeln beim Durchstechen in die Einschnitte treffen und die Einschnitte dieser Kunststoffschicht als Querkanäle wirken.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschnitte in der mittleren Kunststoffschicht kreuzweise ausgeführt sind.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei mit Kunststoff getränkten Glasfaserschichten als Stützkern eine aus hartem Schaumkunststoff bestehende und mit Einschnitten versehene Zwischenschicht angeordnet wird.
  7. 7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Glasfaserschicht zunächst eine Schicht aus einem gegebenenfalls aus Schaumkunststoff bestehenden Füllmaterial mit Einschnitten aufgebracht wird, worauf in den Einschnitten das Durchstechen der beiden Schichten erfolgt und anschließend der Schichtkörper zu einem zylindrischen Körper mit dem Füllmaterial nach außen geformt und mit zylindrisch geformten, mit Abstand voneinander angeordneten flberlegstreifen oder mit einer ebenfalls zylindrischen, ohne Unterbrechung durchlaufenden porösen Fläche aus Glasfasergewebe und Kunststoff umgeben wird.
  8. 8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenseite des porösen Formkörpers eine große Zahl blasenartiger Kammern befestigt sind, die aus leichten, biegsamen und zugfesten Folien bestehen.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Eintauchen der Nadeln in den flüssigen Kunststoff mit schräg angeordneten oder schräg geführten Nadeln erfolgt, so daß die Achsrichtung der in dieser Weise hergestellten Poren schräg zur Oberfläche des Formkörpers verläuft.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1085165.
DEW20494A 1957-01-24 1957-01-24 Verfahren zur Herstellung von poroesen Formkoerpern aus Kunststoff Pending DE1121799B (de)

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DE2602486A1 (de) * 1976-01-23 1977-07-28 Lesk Geb Ramdohr Margarete Pneumatische austragvorrichtung fuer pulverfoermiges, vorzugsweise schwer fliessfaehiges schuettgut
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