-
Photoblitzleuchte Die Erfindung bezieht sich auf eine Photoblitzleuchte
mit einem Reflektor, der aus mehreren aneinandergelenkten, unter Federwirkung stehenden
und auf ihrer Innenfläche konkaven Schalen besteht.
-
Es ist eine Photoblitzlpuchte dieser Art bekannt, bei der der Reflektor
aus zwei durch ein Scharnier verbundenen Hälften besteht, die zusammengeklappt die
Form eines Lampenkörpers haben und als Etui für den Lampenkörper dienen. Der Reflektor
läßt sich gegen den Druck einer Feder auseinanderklappen. Die Reflektorhälften sind
mit Haltekerben versehen, die durch den Druck der Feder in Einschnitte des Lampenkörpers
einrasten.
-
Bei dieser Photoblitzleuchte muß die Blitzlichtlampe gesondert aufbewahrt
werden und kann erst kurz vor Inbetriebnahme in die Lampenfassung eingesetzt werden.
-
Es ist ferner eine Blitzlichtleuchte mit zusammenlegbarem Reflektor
bekannt, bei der der Reflektor aus einer so dünnen federnden Folie, z. B. aus Stahlblech
oder Bronzeblech, besteht, daß er leicht zusammenrollbar ist und nach dem Entrollen
seine ursprüngliche Form selbsttätig wieder annimmt.
-
Dieser Reflektor kann durch Herunterziehen oder durch Herunterdrücken
in einen Mantel zwangläufig zusammengerollt werden und liegt dann im zusammengerolltenZustand
in dem Mantel. Auch bei dieser Blitzlichtleuchte kann der Lampenkolben erst dann
eingesetzt werden, wenn der Reflektor in Betriebsstellung ist.
-
Die erfindungsgemäße Photoblitzleuchte eingangs genannter Art ist
demgegenüber dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor aus einer starr zwischen
einem Sockel und einem Deckel angeordneten Schale und aus mit dieser und unter sich
gelenkig verbundenen weiteren Schalen gebildet ist und daß diese Schalen entgegen
der Wirkung einer die Entfaltung in die Arbeitsstellung bewirkenden Feder zu einem
den Blitzlampenkolben umschließenden Rohr zusammenklappbar sind, das seinerseits
samt dem Blitzlampenkolben in ein Trägerrohr einschiebbar ist.
-
Bevorzugt bilden die Reflektorschalen im auseinandergeklapptenZustand
zusammen eine in Flucht liegende konkave reflektierende Innenfläche.
-
Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion kann der Blitzlampenkolben,
also etwa der Kolben einer Magnesiumlampe, selbst während Nichtbenutzung der Blitzleuchte,
also wenn sie im zusammengeklappten Zustand ist, an Ort und Stelle bleiben. Dies
steht im Gegensatz zu den üblichen Photoblitzleuchten, bei welchen stets die eigentliche
Blitzleuchte und die Blitzlampe getrennt aufbewahrt werden müssen. Das das Gehäuse
bildende Rohr der Blitzleuchte kann natürlich ein selbständiger Teil sein, so daß
die Blitzleuchte einen für einen beliebigen Photoapparat verwendbaren Zubehörteil
bildet.
-
Es ist jedoch zu bemerken, daß das das Gehäuse der Blitzleuchte bildende
Rohr auch durch eine in einem Photoapparat vorgesehene Ausnehmung gebildet werden
kann.
-
Die elektrischen Teile zur Stromlieferung für die Speisung der Blitzlampe
können beliebig in dem Gehäuse untergebracht sein. Sie können z. B. am Boden desselben
oder auch in einer seitlichen Kammer angeordnet werden.
-
Die Blitzleuchte bietet außerdem den Vorteil, daß sie praktisch sofort
verwendbar ist, da es genügt, an ihrem Deckel zu ziehen, um sie betriebsbereit zu
machen, da sich die Blitzlampe bereits in ihrer Fassung befindet.
-
Ein weiterer Vorteil der Blitzleuchte besteht darin, daß ihr Reflektor
während der Nichtbenutzung vollkommen geschützt ist, was eine Zerstörung oder Veränderung
seines reflektierenden Teils verhindert.
-
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber
erläutert.
-
Fig. 1 und 2 sind Seitenansichten der Blitzleuchte in der geschlossenen
Stellung bzw. während der Öffnung;
Fig. 3, 4 und 5 zeigen die geöffnete
Blitzleuchte von vorn bzw. von hinten bzw. von unten; Fig. 6, 7, 8 und 9 sind Ansichten
eines Einzelteils des Reflektors der Blitzleuchte von vorn bzw, von hinten bzw.
in einem lotrechten Schnitt in einem waagerechten Schnitt. . . .
-
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Blitzleuchte besteht im
wesentlichen aus einem zvlindrischen Fußteil 2, welcher mit einem kreisförmigen
parallelen Deckel 3 durch einen Teil 4 verbunden ist, welcher außen die Form
eines Zylinderabschnitts und innen eine konkave Form aufweist.
-
Oben und unten sind an diesen Teil 4 beiderseits von ihm zwei Einzelteile
5 a, 5 b angelenkt, welche ebenfalls außen die Form eines Zylinderabschnitts
und innen eine konkave Form haben. An jeden dieser beiden Teile 5 a, 5 b ist noch
seitlich ein Einzelteil 6 a, 6 b angelenkt, welcher wie die vorhergehenden außen
die Form eines Zylinderabschnitts und innen eine konkave Form hat.
-
Alle diese Teile 4, 5 a, 5 b und 6 a, 6 b sind natürlich
an ihren benachbarten Kanten so ausgeschnitten, daß sie in eine Flucht kommen können,
wie dies Fig. 3, 4 und 5 zeigen, wodurch ein rechteckiger konkaver Reflektor entsteht.
-
An dem oberen Ende eines jeden der beiden Außenteile 6a, 6
b ist ein Finger vorgesehen. An diesen Fingern sind die beiden Enden einer dünnen
langen Schraubenfeder 8 befestigt, welche die Teile 4, 5 a, 5 b, 6 a,
6 6 in einer Flucht hält.
-
Infolge der Gelenkverbindungen zwischen den Einzelteilen ist es jedoch
möglich, den Reflektor zusammenzuklappen, indem die Teile 5 a, 5 b, 6 a,
6 b konzentrisch zu dem Fußteil 2 und zu dem Deckel 3 verschwenkt werden.
-
Hierdurch kann der Reflektor eine Rohrform erhalten, wenn er nicht
benutzt wird. Diese Form bietet den Vorteil, daß sie bequem ist, da ein zylindrischer
Zubehörteil stets leichter und bequemer unterzubringen ist als ein kreisförmiger
flacher Teil, wie die üblichen Reflektoren. Sie bietet jedoch gleichzeitig den sehr
wesentlichen Vorteil, daß eine Blitzlampe in dem Reflektor untergebracht werden
kann, selbst wenn er zusammengeklappt ist. Der Fußteil 2 ist nämlich so ausgebildet,
daß er die Fassung 9 zur Aufnahme der Magnesiumlampe 10 bildet.
-
Diese Blitzleuchte wird zusammen mit einem Gehäuse benutzt, welches
innen zylindrisch ist und den zusammengeklappten Reflektor aufnehmen kann, wenn
die Blitzleuchte nicht benutzt wird.
-
Wenn die Blitzleuchte einen von einem Photoapparat unabhängigen Zubehörteil
bilden soll, wird dieses Gehäuse durch einen zylindrischen Behälter 12 gebildet.
Dieser kann zweckmäßig in seinem unteren Teil die zur Stromlieferung für die Lampe
10 erforderlichen Teile enthalten. In der Zeichnung nicht dargestellte Kontakte
sind in dem oberen Teil des Behälters 12 und an dem Fußteil 2 vorgesehen, derart,
daß die Lampe nur unter Spannung gesetzt werden kann, wenn der Reflektor offen ist,
d. h., wenn die Blitzleuchte aus dem Behälter 12 herausgezogen ist.