DE1120535B - Verfahren zur Erstellung einer kriechstromfreien Schnittflaeche bei Bandkabeln - Google Patents
Verfahren zur Erstellung einer kriechstromfreien Schnittflaeche bei BandkabelnInfo
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Description
- Verfahren zur Erstellung einer kriechstromfreien Schnittfläche bei Bandkabeln Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erstellung einer kriechstromfreien Schnittfläche bei Bandkabeln mit Kunststoffisolation für Femmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen.
- Die Erfindung bezweckt, ein Bandkabel mit Kunststoffisolation an seinem Schnittende kriechstromfrei zu halten, um bei Verdrahtungen mit sehr dünnen Isolationsleitern die Anwendung eines Bandkabels zu ermöglichen, ohne daß aufwendige Isolationsarbeiten zur Verhinderung von Kriechströmen die Verdrahtungsarbeiten erschweren.
- Bei Verdrahtungen mit sehr dünnen Leitern mußte man bisher auf die Anwendung von Bandkabelnverzichten, da die in den Bandkabeln eng neben- oder übereinanderliegenden isolierten Leiter nicht genügendAbstand voneinanderhaben, um andemSchnittende eines solchen Bandkabels Kriechströme mit Sicherheit zu vermeiden. Namentlich bei Bandkabeln mit Adern aus mehreren miteinander verdrallten isolierten Drähten können die Drähte einer Ader an der Schnittstelle in Schnittrichtung untereinanderliegen, so daß durch Gratbildung beim Schnitt sogar eine überbrückung der Drähte an den Schnittflächen zustande kommen kann. Die Verhinderung der Kriechströme oder einer elektrischen Berührung an der Schnittstelle des Bandkabels würde ein Aufspleißen der Bandkabelenden und zusätzliche Maßnahmen zur Verhinderung der Berührung zwischen den aufgespleißten Adern und Drähten erfordern, die sich als derartig aufwendig herausgestellt haben, daß man in solchen Fällen auf die Anwendung der an sich günstigen Bandkabel verzichten mußte.
- Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß die Kunststoffisolation an dem zu beschneidenden Bandkabelende erweicht, längs den Adern des Bandkabels zurückgeschoben und nach Beschneidung der Adern wieder vorgeschoben wird, in welcher Stellung die erweichte Kunststoffisolation sich wieder festigt. Dadurch werden die Schnittflächen der Adern des Bandkabels von isolierenden Hülsen überragt, die von der Kunststoffisolation selbst gebildet werden und welche außerdem ein zusammenhängendes Ganzes bilden, wodurch ein ungewolltes Aufriffeln an der Schnittstelle verhindert wird. Wird z. B. das Bandkabel von einer Vorratsrolle mit einer zusätzlichen, von den zu unterbindenden Kriechströmen bestimmten Länge abgeschnitten, so braucht lediglich das Schnittende des abgetrennten Bandkabels kurzzeitig erweicht, die Isolation mit Hilfe eines einfachen, mit Reibung auf der erweichten Isolationshülle aufsitzenden Werkzeuges zurückgeschoben und nach Abschneiden der Adern wieder vorgeschoben zu werden, worauf die Isolation ihre ursprüngliche Elastizität wieder erhält. Bei der Verdrahtung mit einem solchen Bandkabel sind keinerlei zusätzlichen Maßnahmen für die Kriechstromabsicherung mehr notwendig.
- Je nach Bedarf können die öffnungen der die Adern überragenden hülsenförmigen Kunststoffisolation verschlossen werden.
- Im folgenden ist die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Es bedeutet Fig. 1 ein Schaubild eines abgeschnittenen Bandkabelstückes vor der Behandlung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, Fig. 2 das Bandkabelstück nach Fig. 1 mit erweichter und zurückgeschobener Isolation, Fig. 3 das Bandkabelstück nach Fig. 1 nach der Behandlung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren mit teilweise geschnittenen Aderenden.
- In Fig. 1 ist ein fünfadriges Bandkabel 1 an sich bekannter Art dargestellt, dessen eindrähtige Adern 2 in an sich bekannter Weise mit einer Kunststoffisolation3, z. B. aus thermoplastischem Kunststoff, durch Spritzen oder Pressen ummantelt sind. Die Länge des Bandkabels 1 wird so bemessen, daß es der gewünschten plus einer zusätzlichen Länge entspricht, die für die wirksame Verhinderung von Kriechströmen zwischen den Schnittflächen der Adern2 notwendig ist. Sodann wird das Schnittende des Bandkabels 1 auf Kriechweglänge erwärmt oder in ein verdunstendes Quellmittel, z. B. in Methylen-Chloryd, kurzzeitig eingetaucht und dadurch erweicht.
- Wie aus Fig. 2 zu ersehen, wird der erweichte Bereich 4 der Kunststoffisolation 3 längs den Adern 2 durch ein nicht dargestelltes Werkzeug zurückgeschoben und die freien Enden 5 der Adern 2 auf die gewünschte Länge abgeschnitten.
- Wie aus Fig. 3 hervorgeht, wird der erweichte Bereich 4 der Kunststoffisolation 3 wieder vorgeschoben, wodurch die Kunststoffisolation 3 in Form von leeren Hülsen die Schnittflächen der Adern 2 überragt. Ist die Isolation wieder erkaltet oder das Quellmittel verdunstet, so erhält die Kunststoffisolation 3 auch im Bereich 4 ihre ursprünglichen Eigenschaften wieder und weist eine Länge auf, über welche keine Kriechströme zustande kommen können.
- Im Bedarfsfall können öffnungen 6 der über die Adern 2 herausragenden Kunststoffisolation 3 in einfacher Weise dadurch verschlossen werden, daß sie zusammengedrückt und verschweißt, verklebt oder mit einem bestimmten Kleber, z. B. durch Tauchen, gefüllt werden.
- An Stelle des dargestellten Bandkabels 1 kann auch ein Bandkabel, dessen Adern in bekannter Weise aus mehreren voneinander isolierten und miteinanderverdrallte Drähten bestehen, nach dem Verfahren behandelt werden, da die Schlagjänge der verdrallten Drähte bei jeder Ader wesentlich größer ist als die nur wenige Millimeter betragende Verschiebung der Kunststoffisolation, so daß die Verdrallung der Drähte die Verschiebung der Kunststoffisolation durch ein Werkzeug nicht wesentlich behindert.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE-. 1. Verfahren zur Erstellung einer kriechstromfreien Schnittfläche bei Bandkabeln mit Kunststoffisolation für Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen-, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffisolation (3) an dem zu beschneidenden Bandkabelende erweicht, längs den Adern (2) des Bandkabels (1) zurückgeschoben und nach Beschneidung der Adern (2) wieder vorgeschoben wird, in welcher Stellung die erweichte Kunststoffisolation (3) sich wieder festigt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Öffnungen (6) der die Adern (2) überragenden hülsenförmigen Kunststoffisolation (3) verschlossen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES70380A DE1120535B (de) | 1960-09-16 | 1960-09-16 | Verfahren zur Erstellung einer kriechstromfreien Schnittflaeche bei Bandkabeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES70380A DE1120535B (de) | 1960-09-16 | 1960-09-16 | Verfahren zur Erstellung einer kriechstromfreien Schnittflaeche bei Bandkabeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1120535B true DE1120535B (de) | 1961-12-28 |
Family
ID=7501672
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES70380A Pending DE1120535B (de) | 1960-09-16 | 1960-09-16 | Verfahren zur Erstellung einer kriechstromfreien Schnittflaeche bei Bandkabeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1120535B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2417864A1 (fr) * | 1978-02-17 | 1979-09-14 | Asea Ab | Procede de liaison de cables |
| US5428189A (en) * | 1992-10-30 | 1995-06-27 | Daimler-Benz Ag | Cable arrangement |
-
1960
- 1960-09-16 DE DES70380A patent/DE1120535B/de active Pending
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| US5428189A (en) * | 1992-10-30 | 1995-06-27 | Daimler-Benz Ag | Cable arrangement |
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