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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Vergärung von Bierwürze.
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In einer klassischen Brauerei findet eine Vergärung von Bierwürze in oben offenen Gärbottichen statt, bevor das dabei entstandene Jungbier in geschlossene Lagertanks geleitet wird, in denen eine Nachgärung und Reifung erfolgt. Der nötige Restextrakt für die Reifung wird beim Schlauchen unter Zugabe von sogenannten Kräusen, bei denen es sich um ein Extrakt in Form von Würze oder angegorener Würze handelt, nach der Endvergärung des Jungbieres eingeleitet oder das Jungbier wurde nicht endvergoren und mit Restextrakt geschlaucht.
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Die Verwendung eines oben offenen Gärbottiches hat mehrere Vorteile. Dazu gehört die Möglichkeit, die auf der Oberseite der Bierwürze gebildete Gärdecke zu beobachten und damit den Gärverlauf zu beurteilen. Des Weiteren kann die Gärdecke und damit während der Vergärung gebildete unedle Ausscheidungen durch ein Abheben des die Gärdecke bildenden Schaumes entfernt werden.
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Ferner kann bei obergärigen Biersorten die nach oben aufschwimmende Hefe durch ein Abschöpfen oder durch ein Abführen über eine sogenannte Heferutsche geerntet werden, was physiologische Vorteile für die Hefekultur hat.
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Eine Esterbildung im Bier ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal des Bieres. Dabei hat die Geometrie des verwendeten Gärgefä-ßes einen großen Einfluss auf die Bildung und die Qualität des jeweils hergestellten Bieres. Vor allem bei obergärigen Weizenbieren ist eine Gärung in einem oben offenen Gärbottich hilfreich, um eine ausreichende Aromabildung zu gewährleisten.
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Trotz dieser Vorteile einer offenen Gärung wurde zuletzt zunehmend eine Gärung in geschlossenen Gärbehältern verwendet, welche mit Vorteilen im Hinblick auf eine Reinigung des jeweiligen Gärbehälters und die Hygiene verbunden ist.
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Zum Reinigen von oben offenen Gärbottichen ist es bekannt, einen Deckel auf den jeweiligen Gärbottich aufzusetzen. Dies ist jedoch mit einem erheblichen mechanischen Aufwand verbunden.
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Alternativ dazu ist es zum Reinigen von oben offenen Gärbottichen bekannt, diese Gärbottiche manuell zu reinigen.
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Des Weiteren ist es bereits bekannt, Reinigungssysteme mit einem umlaufenden Reinigungsrohr zu verwenden, welches auf die Seitenwand des Gärbottichs Reinigungsflüssigkeit fein verteilt. Nachteilig an dieser Vorgehensweise ist eine Bildung von Aerosol, welches abgesaugt werden muss, um in einem Nebengefäß befindliches Bier nicht zu kontaminieren und das Bedienpersonal nicht zu gefährden.
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Ähnliches gilt im Falle einer Verwendung von Reinigungsvorrichtungen mit gerichteten Spritzköpfen.
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Bei allen diesen Varianten können eine effektive Hefeernte und eine Gärdeckenentfernung nur durch ein manuelles Absaugen oder Abheben durchgeführt werden.
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Eine weitere Variante sieht vor, eine fest installierte Haube auf den Gärbottich aufzubringen. Der Zugang zu einem derartigen Bottich kann durch eine verschließbare Öffnung seitlich in der Haube verwirklicht werden. Ein Vorteil dieser weiteren Variante besteht darin, dass eine Hefeernte über eine Heferutsche erfolgen kann. Die Zugänglichkeit zum Bottich ist allerdings eingeschränkt. Zur Reinigung dieses Bottiches kann ein Spritzkopf fest installiert sein. Dies ermöglicht es, den Tank mittels eines sogenannten CIP-Verfahrens zu reinigen. Hierzu wird ein Deckel in die Öffnung eingesetzt.
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Aus der
US 639 642 A ist ein oben offener Gärbottich bekannt, der einen Bottichboden und eine Bottichseitenwand aufweist. Dieser Gärbottich ist mit einer Vorrichtung zum Absaugen von bei der Biervergärung gebildetem Kohlenstoff ausgestattet, welche als Schüssel oder Pfanne ausgebildet ist.
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Aus der
DE 514 734 A ist ein Verfahren zur Trennung der Kräusen von der Gärflüssigkeit, insbesondere in einer Brauerei, bekannt, bei welchem die sich bildenden Kräusen durch über die ganze Oberfläche verteilte Überdeckungskörper hindurchtreten und von diesen abfangen läßt. Die Überdeckungskörper haben die Gestalt von in die Gärflüssigkeit eintauchenden Wannen, in denen das übergelaufene Kräusenmaterial zusammensinkt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einen oben offenen Gärbottich aufweisende Vorrichtung zur Vergärung von Bierwürze anzugeben, bei welcher die Abführung der bei der Vergärung gebildeten Ausscheidungen verbessert ist.
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Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Eine Vorrichtung zur Vergärung von Bierwürze, welche einen oben offenen Gärbottich aufweist, der mit einem Bottichboden und einer sich vom Bottichboden nach oben erstreckenden Bottichseitenwand ausgestattet ist, weist eine auf der Oberseite der Bottichseitenwand vorgesehene, nach oben offene umlaufende Rinne auf. Ein Vorteil dieser Rinne besteht darin, dass bei der im Gärbottich erfolgenden Vergärung der Bierwürze auf der Oberseite der Bierwürze gebildete Ausscheidungen in die Rinne überlaufen können und dann von dieser Rinne aus in einen geeigneten Behälter geleitet werden können. Ein manuelles Abschöpfen dieser Ausscheidungen, bei denen es sich um eine Gärdecke handelt, ist nicht mehr notwendig. Des Weiteren kann bei obergärigen Biersorten die bei der Vergärung nach oben aufschwimmende Hefe durch ein Abführen über diese Rinne geerntet werden. Ferner kann bei der Vergärung der Bierwürze gebildetes Gärungskohlendioxid über diese Rinne abgesaugt werden.
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Die Rinne weist einen Rinnenboden, eine äußere Rinnenseitenwand und eine innere Rinnenseitenwand auf, wobei die äußere Rinnenseitenwand vom Rinnenboden aus betrachtet vorzugsweise höher ist als die innere Rinnenseitenwand. Dies hat den Vorteil, dass in der Rinne gesammeltes Fluid nicht über die äußere Rinnenseitenwand, die auch den oberen Endbereich des Gärbottichs bildet, unkontrolliert nach außen austreten und dort Verunreinigungen verursachen kann.
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Vorzugsweise weist der Rinnenboden eine oder mehrere Öffnungen auf, die jeweils in einen in der Bottichseitenwand vorgesehenen und nach unten verlaufenden Kanal führen. Das in der Rinne gesammelte Fluid kann durch den oder die Kanäle nach unten abfließen und dort in ein geeignetes Gefäß geleitet werden.
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Vorzugsweise weist der Rinnenboden ein Gefälle in Richtung der Öffnung(en) auf. Dies begünstigt das Abfließen des in der Rinne gesammelten Fluids in den Kanal bzw. die Kanäle.
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Gemäß einer Ausführungsform ist an einen oder mehrere Kanäle eine Absaugvorrichtung angeschlossen. Dies verbessert das Abfließen des in der Rinne gesammelten Fluids durch den Kanal insbesondere dann, wenn das im Kanal gesammelte Fluid dickflüssig ist oder wenn Feststoffanteile darin enthalten sind.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform ist einer der Kanäle als Ablauf für ein Fluid und ein weiterer Kanal als Zulauf für ein Fluid nutzbar. Beispielsweise kann der Rinne durch den als Zulauf genutzten Kanal Wasser zugeführt werden, mittels dessen das in der Rinne gesammelte Fluid bei Bedarf mit Wasser verdünnt werden kann und dann durch einen oder mehrere weitere Kanäle aus der Rinne abgeführt werden kann.
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Vorzugsweise ist auch der Bottichboden mit einer Bodenöffnung versehen. Durch diese Bodenöffnung kann das bei der Vergärung gebildete Jungbier abgeführt werden.
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Nach der Abführung des Jungbieres bzw. der Entleerung des Gärbottichs kann ein Reinigungsvorgang gestartet werden.
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Gemäß einer Ausführungsform kann durch einen oder alle vorhandenen Kanäle von unten Reinigungsflüssigkeit aus dem Reinigungsflüssigkeitstank einer CIP-Anlage in die Rinne gefördert werden, welche über die innere Rinnenseitenwand die Innenseite der Bottichseitenwand beaufschlagt, an dieser nach unten abläuft und dabei Verschmutzungen mitnimmt und dann, durch die im Bottichboden vorgesehene Bodenöffnung wieder aus dem Gärbottich abgeführt werden kann.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform erfolgt lediglich eine Reinigung der Rinne. Bei dieser anderen Ausführungsform wird durch einen der vorhandenen Kanäle Reinigungsflüssigkeit in die Rinne gefördert, durchläuft die Rinne und wird dann durch einen anderen Kanal wieder aus der Rinne und dem Gärbottich entfernt.
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Das Fördern der Reinigungsflüssigkeit in die Rinne erfolgt vorzugsweise unter Verwendung einer Pumpe.
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Vorzugsweise sind zwischen der CIP-Anlage und dem Gärbottich Reinigungsflüssigkeitsleitungen vorgesehen, durch welche Reinigungsflüssigkeit von der CIP-Anlage zum Gärbottich transportierbar sowie Verunreinigungen enthaltende Reinigungsflüssigkeit vom Gärbottich zur CIP-Anlage rückführbar ist.
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Vorzugsweise ist zwischen der CIP-Anlage und dem Gärbottich ein Reinigungspanel angeordnet, in welches die Reinigungsflüssigkeitsleitungen münden. Dieses Reinigungspanel ist zur Führung der Reinigungsflüssigkeit mit Ventilen ausgestattet, so dass beispielsweise eine Reinigung des gesamten Gärbottiches oder eine Reinigung nur der Rinne durchgeführt werden kann.
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Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus deren nachfolgender beispielhafter Erläuterung anhand der Figuren. Es zeigt
- 1 eine Blockdarstellung zur Erläuterung einer Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel für die Erfindung und
- 2 eine Blockdarstellung zur Erläuterung einer Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel für die Erfindung.
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Die 1 zeigt eine Blockdarstellung zur Erläuterung einer Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel für die Erfindung. Diese Vorrichtung ist zur Vergärung von Bierwürze ausgebildet. Sie weist einen oben offenen Gärbottich 1 auf, der mit einem Bottichboden 2 und einer sich vom Bottichboden nach oben erstreckenden Bottichseitenwand 3 ausgestattet ist.
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Der Bottichboden 2 kann als zylindrokonischer, flacher oder flachkonischer Boden oder als Klöpperboden ausgeführt sein. Er kann eine Neigung bzw. ein Gefälle aufweisen. Der Bottichboden 2 hat eine Bodenöffnung 12, durch welche beispielsweise das bei der Vergärung entstandene Jungbier nach unten in einen nicht gezeichneten Lagertank abgeführt werden kann.
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Bei der Seitenwand 3 kann es sich um die rundum verlaufende Seitenwand eines runden Gärbottichs oder um die vier Seitenwände eines rechteckigen Gärbottichs handeln.
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Auf der Oberseite der Bottichseitenwand 3 ist eine nach oben offene umlaufende Rinne 4 vorgesehen. Diese weist einen Rinnenboden 5, eine umlaufende äußere Rinnenseitenwand 6 und eine umlaufende innere Seitenwand 7 auf. Die äußere Rinnenseitenwand 6 ist vom Rinnenboden 5 aus betrachtet höher als die innere Rinnenseitenwand 7. Der Rinnenboden 5 weist eine oder mehrere Öffnungen 8 auf, über welche der Rinnenboden 5 mit jeweils einem in der Bottichseitenwand 3 vorgesehenen und nach unten verlaufenden Kanal 9, 10 verbunden ist. Der Rinnenboden 5 weist vorzugsweise ein Gefälle auf derart, dass sich die Öffnungen 8 an den tiefsten bzw. niedrigsten Stellen der Rinne 4 befinden.
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Bei der Vergärung von in den Gärbottich eingebrachter Bierwürze werden auf der Oberseite der Bierwürze Ausscheidungen gebildet, die entfernt werden müssen. Diese auf der Oberseite der Bierwürze gebildeten Ausscheidungen laufen über die innere Rinnenseitenwand 7 in die oben offene umlaufende Rinne 4 über und werden durch die Öffnungen 8 in den bzw. die Kanäle 9, 10 geleitet und über diese Kanäle unten aus dem Gärbottich 1 abgeführt und beispielsweise in dort aufgestellten, nicht gezeichneten Behältern gesammelt. Zur Unterstützung dieser Abführung der bei der Vergärung gebildeten Ausscheidungen wird vorzugsweise eine Absaugvorrichtung 11 verwendet, die das in den jeweiligen Kanal 9, 10 eingebrachte Fluid nach unten absaugt. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Ausscheidungen dickflüssig sind und/oder Feststoffteilchen enthalten.
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Bei obergärigen Biersorten schwimmt - wie es oben bereits ausgeführt wurde - auf der Oberfläche der Bierwürze Hefe auf. Auch diese Hefe kann über die innere Rinnenseitenwand 7 in die Rinne 4 übertreten und dann durch die Öffnungen 8 in die Kanäle 9, 10 geleitet werden und auf der Unterseite des Gärbottichs 1 in einem dort positioniertem Gefäß gesammelt werden.
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Des Weiteren wird bei der Vergärung von Bierwürze auf der Oberseite Gärungskohlendioxid gebildet. Auch dieses kann insbesondere unter Verwendung der Absaugvorrichtung 11 in die Rinne 4 gesaugt und durch die Kanäle 9, 10 nach unten abgeführt werden.
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Um die Abführung von bei der Vergärung gebildeten Ausscheidungen weiter zu verbessern, kann bei Bedarf beispielsweise der Kanal 9 als Zulauf für ein Fluid, beispielsweise die in die Rinne 4 eingebrachten Ausscheidungen verdünnendes Wasser, verwendet werden. Die mit dem Fluid verdünnten Ausscheidungen werden in diesem Fall durch den als Ablauf dienenden Kanal 10 aus dem Gärbottich entfernt.
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Des Weiteren können die Kanäle 9 und 10 auch als Zulauf oder Ablauf für eine Reinigungsflüssigkeit verwendet werden, um nach erfolgter Vergärung von Bierwürze und erfolgter Abführung des bei dieser Vergärung entstandenen Jungbieres den Gärbottich zu reinigen.
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Zu diesem Zweck weist die in der 1 gezeigte Vorrichtung des Weiteren eine CIP-Anlage 13 auf, welche einen Reinigungsflüssigkeitstank 13a enthält. Die CIP-Anlage 13 ist über ,Reinigungsflüssigkeitsleitungen 14, 15, in denen jeweils eine Pumpe 25, 26 angeordnet ist, mit einem Reinigungspanel 16 verbunden. Das Reinigungspanel 16 ist über weitere Reinigungsflüssigkeitsleitungen 38, 39, 40 mit dem Gärbottich 1 verbunden.
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Das Reinigungspanel 16 ist dazu ausgebildet, in verschiedenen Reinigungsbetriebsarten die Reinigungsflüssigkeit in jeweils gewünschter Weise zu führen. Zu diesem Zweck weist das Reinigungspanel 16 Ventile 17, 18, 19, 20 und 21 sowie Gewindestutzen 22, 23, 24 auf.
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In einer ersten Reinigungsbetriebsart wird Reinigungsflüssigkeit vom Reinigungsflüssigkeitstank 13a aus über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 14 dem Reinigungspanel 16 zugeführt. Im Reinigungspanel sind die Ventile 17, 18 und 21 geöffnet und die Ventile 19 und 20 geschlossen. Folglich wird dem Reinigungspanel 16 über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 14 zugeführte Reinigungsflüssigkeit durch das geöffnete Ventil 17, den Gewindestutzen 23 und die Reinigungsflüssigkeitsleitung 38 dem Kanal 9 des Gärbottichs 1 zugeführt und durch diesen in die Rinne 4 gepumpt. Ebenso wird dem Reinigungspanel 16 über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 14 zugeführte Reinigungsflüssigkeit durch das geöffnete Ventil 18, den Gewindestutzen 22 und die Reinigungsflüssigkeitsleitung 39 dem Kanal 10 des Gärbottichs 1 zugeführt und durch diesen in die Rinne 4 gepumpt. Die in die Rinne 4 gepumpte Reinigungsflüssigkeit trägt in der Rinne 4 gebildete Verschmutzungen ab. Aus der Rinne 4 erfolgt ein Überlauf der Reinigungsflüssigkeit über die innere Rinnenseitenwand 7 in den Innenraum des Gärbottichs. Dort läuft die Reinigungsflüssigkeit an der Bottichseitenwand 3 nach unten und trägt dort angesiedelte Verschmutzungen ab. Diese werden zusammen mit der Reinigungsflüssigkeit durch die Bodenöffnung 12 aus dem Gärbottich entfernt und über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 40, dem Gewindestutzen 24, das geöffnete Ventil 21 und die Reinigungsflüssigkeitsleitung 15 unter Verwendung der Pumpe 26 in den Reinigungsflüssigkeitstank 13a der CIP-Anlage 13 zurückgeführt.
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In einer zweiten Reinigungsbetriebsart wird nur die Rinne 4 gereinigt. In dieser zweiten Reinigungsbetriebsart wird Reinigungsflüssigkeit vom Reinigungsflüssigkeitstank 13a aus über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 14 dem Reinigungspanel 16 zugeführt. Im Reinigungspanel 16 sind die Ventile 17 und 19 geöffnet und die Ventile 18, 20 und 21 geschlossen. Dies hat zur Folge, dass die dem Reinigungspanel 16 über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 14 zugeführte Reinigungsflüssigkeit durch das geöffnete Ventil 17, den Gewindestutzen 23 und die Reinigungsflüssigkeitsleitung 38 dem Kanal 9 des Gärbottichs 1 zugeführt wird und durch diesen in die Rinne 4 gepumpt wird. Die in die Rinne 4 gepumpte Reinigungsflüssigkeit durchläuft die Rinne 4 und trägt dort Verschmutzungen ab. Diese Verschmutzungen enthaltene Reinigungsflüssigkeit wird durch den Kanal 10 wieder aus dem Gärbottich 1 entfernt und über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 39, das geöffnete Ventil 19 und die Reinigungsflüssigkeitsleitung 15 wieder in den Reinigungsflüssigkeitstank 13a der CIP-Anlage 13 zurückgeführt.
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In einer dritten Reinigungsbetriebsart wird ebenfalls nur die Rinne 4 gereinigt. In dieser dritten Reinigungsbetriebsart wird Reinigungsflüssigkeit vom Reinigungsflüssigkeitstank 13 aus über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 14 dem Reinigungspanel 16 zugeführt. Im Reinigungspanel 16 sind die Ventile 18 und 20 geöffnet und die Ventile 17, 19 und 21 geschlossen. Dies hat zur Folge, dass die dem Reinigungspanel 16 über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 14 zugeführte Reinigungsflüssigkeit durch das geöffnete Ventil 18, den Gewindestutzen 22 und die Reinigungsflüssigkeitsleitung 39 dem Kanal 10 des Gärbottichs 1 zugeführt wird und durch diesen in die Rinne 4 gepumpt wird. Die in die Rinne 4 gepumpte Reinigungsflüssigkeit durchläuft die Rinne 4 und trägt dort Verschmutzungen ab. Diese Verschmutzungen enthaltene Reinigungsflüssigkeit wird durch den Kanal 9 wieder aus dem Gärbottich 1 entfernt und über die Reinigungsflüssigkeitsleitung 38, den Gewindestutzen 23, das geöffnete Ventil 20 und die Reinigungsflüssigkeitsleitung 15 in den Reinigungsflüssigkeitstank 13a der CIP-Anlage 13 zurückgeführt.
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In einer vierten Reinigungsbetriebsart, bei welcher die CIP-Anlage 13 und das Reinigungspanel 16 nicht vorgesehen sind, wird Reinigungsflüssigkeit von oben in den oben offenen Gärbottich 1 eingebracht. Diese Reinigungsflüssigkeit fließt durch die Bodenöffnung 12 des Gärbottichs 1 über eine nicht gezeichnete Reinigungsflüssigkeitsleitung von unten in die Kanäle 9 und 10 und wird durch diese unter Verwendung einer Pumpe in die Rinne 4 gepumpt. Dort löst sie gebildete Verschmutzungen und tritt dann über die innere Rinnenseitenwand 7 in den Gärbottich ein, läuft auf der Innenseite der Bottichseitenwand 3 nach unten, löst dort gebildete weitere Verschmutzungen und tritt dann durch die Bodenöffnung 12 aus dem Gärbottich 1 aus. Von dort aus kann sie zur Realisierung mehrerer Reinigungsflüssigkeitskreisläufe mehrmals wieder durch die Kanäle 9 und 10 in die Rinne 4 gepumpt werden, dort Verschmutzungen lösen, über die innere Rinnenseitenwand 7 in den Gärbottich übertreten, auf der Innenseite der Bottichseitenwand 3 nach unten ablaufen und dabei dort gebildete Verschmutzungen lösen und dann erneut durch die Bodenöffnung 12 aus dem Gärbottich 1 austreten. Nach Beendigung dieser mehreren Reinigungsflüssigkeitskreisläufe oder bereits nach einem ersten Reinigungsflüssigkeitsdurchlauf kann die Verschmutzungen enthaltene Reinigungsflüssigkeit nach ihrem Austreten durch die Bodenöffnung 12 aus dem Gärbottich 1 entfernt werden.
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Die 2 zeigt eine Blockdarstellung zur Erläuterung einer Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel für die Erfindung. Diese unterscheidet sich von der in der 1 gezeigten Vorrichtung dadurch, dass sie auf der Oberseite der Bottichseitenwand 3 eine erste Rinne 4 für die Abführung der während der Vergärung auf der Oberseite der Bierwürze gebildeten Ausscheidungen bzw. die oben aufschwimmende Hefe bzw. das Gärungskohlendioxid sowie eine von der ersten Rinne 4 getrennte weitere Rinne 31 aufweist, bei der es sich um eine Reinigungsflüssigkeitsrinne handelt. Die Rinnen 4 und 31 sind auf der Oberseite der Bottichseitenwand 3 nebeneinander angeordnet, wobei ausgehend vom Außenrand des Gärbottichs zunächst die Rinne 31 und dann die Rinne 4 positioniert ist. Des Weiteren weist bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel die Reinigungsflüssigkeitsrinne 31 eine innere Rinnenseitenwand 32, eine äußere Rinnenseitenwand 33 und einen Rinnenboden 34 auf. Dieser ist über Öffnungen 35 mit in der Bottichseitenwand nach unten verlaufenden Kanälen 36 und 37 verbunden. Im unteren Endbereich des Kanals 36 ist ein Ventil 27 angeordnet, im unteren Endbereich des Kanals 37 ein Ventil 29. Des Weiteren ist im unteren Endbereich des Kanals 9 ein Ventil 28 und im unteren Endbereich des Kanals 10 ein Ventil 30 angeordnet. Untere Verwendung der Ventile 27 und 29 kann der Fluss von Reinigungsflüssigkeit in oder aus dem Gärbottich gesteuert werden. Mittels der Ventile 28 und 30 kann der Abfluss von Ausscheidungen, Hefe oder Gärungskohlendioxid gesteuert werden.
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In den Reinigungsbetriebsarten fließt bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel Reinigungsflüssigkeit durch die Ventile 27 und 29 in den Gärbottich und wird dann durch die Kanäle 36 und 37 in die Rinne 31 gepumpt. Von dort aus tritt sie über die äußere Rinnenseitenwand der Rinne 4 in die Rinne 4 über, nimmt dort gebildete Verschmutzungen mit, tritt dann über die innere Rinnenseitenwand 7 der Rinne 4 in den Innenbereich des Gärbottichs 1 ein, läuft an der Innenseite der Bottichseitenwand 3 nach unten, nimmt dabei an der Bottichseitenwand 3 gebildete Verschmutzungen mit und wird schließlich durch die Bodenöffnung 12 des Gärbottichs 12 aus diesem abgeführt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Gärbottich
- 2
- Bottichboden
- 3
- Bottichseitenwand
- 4
- Rinne
- 5
- Rinnenboden
- 6
- äußere Rinnenseitenwand
- 7
- innere Rinnenseitenwand
- 8
- Öffnung im Rinnenboden
- 9
- Kanal
- 10
- Kanal
- 11
- Absaugvorrichtung
- 12
- Bodenöffnung
- 13
- CIP-Anlage
- 13a
- Reinigungsflüssigkeitstank
- 14
- Reinigungsflüssigkeitsleitung
- 15
- Reinigungsflüssigkeitsleitung
- 16
- Reinigungspanel
- 17
- Ventil
- 18
- Ventil
- 19
- Ventil
- 20
- Ventil
- 21
- Ventil
- 22
- Gewindestutzen
- 23
- Gewindestutzen
- 24
- Gewindestutzen
- 25
- Pumpe
- 26
- Pumpe
- 27
- Ventil
- 28
- Ventil
- 29
- Ventil
- 30.
- Ventil
- 31
- weitere Rinne
- 32
- innere Rinnenseitenwand
- 33
- äußere Rinnenseitenwand
- 34
- Rinnenboden
- 35
- Öffnung im Rinnenboden
- 36
- Kanal
- 37
- Kanal
- 38
- Reinigungsflüssigkeitsleitung
- 39
- Reinigungsflüssigkeitsleitung
- 40
- Reinigungsflüssigkeitsleitung