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DE1120009B - Einrichtung zum Messen der EMK einer Elektrizitaetsquelle - Google Patents

Einrichtung zum Messen der EMK einer Elektrizitaetsquelle

Info

Publication number
DE1120009B
DE1120009B DEN14225A DEN0014225A DE1120009B DE 1120009 B DE1120009 B DE 1120009B DE N14225 A DEN14225 A DE N14225A DE N0014225 A DEN0014225 A DE N0014225A DE 1120009 B DE1120009 B DE 1120009B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltmeter
source
voltage
measuring
emf
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN14225A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Dedde De Jong
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NL INSTR ELECTRISCHE APP N FAB
Original Assignee
NL INSTR ELECTRISCHE APP N FAB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NL INSTR ELECTRISCHE APP N FAB filed Critical NL INSTR ELECTRISCHE APP N FAB
Publication of DE1120009B publication Critical patent/DE1120009B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R19/00Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof
    • G01R19/0084Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof measuring voltage only

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Messen der EMK einer Elektrizitätsquelle Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, mit der die elektromotorische Kraft (EMK) von Spannungsquellen, wie Thermo-Elementen und PH-Elektroden, gemessen werden kann, die eine geringe Gleichspannung, z. B. von der Größenordnung von 10 mV, liefern und die gleichzeitig, sei es durch ihre Eigenschaften, sei es dadurch, daß lange Zuleitungen erforderlich sind, einen verhältnismäßig großen Innenwiderstand aufweisen.
  • Da die einwandfreie Verstärkung derart kleiner Gleichspannungen nicht oder wenigstens nicht mit einfachen Mitteln gelingt, ist man auf die Verwendung von Drehspulmeßwerken angewiesen. Schaltet man nun ein solches Drehspulmeßinstrument direkt an die zu messende Spannungsquelle, so entsteht durch den vom Meßinstrument verbrauchten Strom ein Spannungsabfall am Innenwiderstand der Spannungsquelle, so daß nicht deren elektromotorische Kraft, sondern eine um diesen inneren Spannungsabfall verminderte Spannung gemessen wird.
  • Man kann zwar den Innenwiderstand der Spannungsquelle durch entsprechende Eichung berücksichtigen; diese Maßnahme verliert jedoch ihre Wirkung, wenn sich der genannte Innenwiderstand im Laufe der Zeit oder durch Auswechseln der Spannungsquelle ändert. Eine solche Änderung des Innenwiderwiderstandes tritt beispielsweise bei Thermo-Elementen stets auf.
  • Durch Erhöhung der Empfindlichkeit des Meßinstrumentes kann man selbstverständlich dessen Stromverbrauch und damit auch die Abhängigkeit der Messung von Änderungen des Innenwiderstandes der Spannungsquelle vermindern. Diese Maßnahme findet jedoch andererseits darin ihre Grenze, daß man das Meßinstrument möglichst robust ausführen möchte.
  • Um von Änderungen des Innenwiderstandes der Spannungsquelle vollkommen unabhängig zu sein, ist es erforderlich, stromlos zu messen. Eine solche stromlose Messung ist beispielsweise durch das bekannte Kompensationsverfahren möglich, bei dem eine besondere Kompensationsspannungsquelle, deren Spannung leicht meßbar bzw. bestimmbar und im übrigen veränderbar ist, mit der zu messenden Spannungsquelle unter Zwischenschaltung eines Nullinstrumentes zusammengeschaltet wird. Die Kompensationsspannung wird dann so lange verändert, bis das Nullinstrument Stromlosigkeit anzeigt und folglich die Kompensationsspannung den Wert der zu messenden Spannung besitzt.
  • Dieses bekannte Kompensationsverfahren, das in Gestalt verschiedener Kompensationsschaltungen aus- geführt wird, besitzt jedoch den Nachteil, daß die Messung nicht direkt erfolgt, sondern daß jeweils eine Ablesung der zu messenden Spannung erst nach Vornahme der Kompensation möglich ist. Es fehlt also bei diesen nach dem Kompensationsprinzip arbeitenden Einrichrungen eine direkte Anzeige. Der gewünschte Meßwert wird vielmehr erst nach dem Tätigwerden einer Bedienungsperson gewonnen.
  • Zur Durchführung des Abgleiches bei derartigen Kompensationseinrichtungen hat man auch selbsttätige Einrichtungen entwickelt, die jedoch infolge ihres komplizierten Aufbaues verhältnismäßig teuer sind.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und robuste Einrichtung zum Messen der EMK einer Elektrizitätsquelle zu schaffen, deren Meßgenauigkeit von Anderungen des Innenwiderstandes dieser Elektrizitätsquelle unabhängig ist.
  • Diese Einrichtung soll vor allem nicht so kostspielig sein wie die bekannten selbsttätigen Kompensatoren.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird nun nicht das bekannte Kompensationsprinzip verwendet; vielmehr geht die Erfindung von dem üblichen einfachen Drehspul-Spannungsmesser aus und macht ihn durch Einbeziehung in eine besondere Schaltung für den vorliegenden Zweck geeignet. Um diese Aufgabe lösen zu können, beschränkt man sich jedoch darauf, daß ein gegebenes Meßinstrument innerhalb einer gegebenen, festen Schaltung nur an einer einzigen Stelle des gesamten Meßbereiches genau mißt, weil nur an dieser Stelle der zu messenden Spannungsquelle kein Strom entnommen wird. Man nimmt es also bewußt in Kauf, daß die Anzeige unterhalb und oberhalb dieses Wertes mit gewissen Fehlern behaftet ist.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Messen der EMK einer Elektrizitätsquelle mit im Verhältnis zum endlichen Widerstand eines unmittelbar, gegebenenfalls über Zuleitungen, an die Quelle angeschlossenen, zum Ablesen der EMK dienenden Spannungsmessers nicht zu vernachlässigenden Innenwiderstandes und besteht darin, daß gleichsinnig parallel zu der Elektrizitätsquelle über einen Vorwiderstand eine Hilfsspannungsquelle solcher Spannung angeschlossen ist, daß bei einer vorbestimmten Spannung der Elektrizitätsquelle diese keinen Strom führt, im Sinne der Erzielung einer unabhängig vom Innenwiderstand der Elektrizitätsquelle einschließlich der Zuleitungen derselben genauen Messung an der der vorbestimmten EMK entsprechenden Stelle des Meßbereiches des Spannungsmessers.
  • Es wird also auch bei der Einrichtung gemäß der Erfindung wie bei den bekannten Kompensatoren eine Hilfsspannungsquelle verwendet, obgleich hier keine Kompensation stattfindet. Je nach der Größe der Hilfsspannung und den übrigen Daten der Schaltung, d. h. dem genannten Vorwiderstand und dem Innenwiderstand des Spannungsmessers, liegt nun der Punkt, an dem eine genaue und von Anderungen des Innenwiderstandes der Elektrizitätsquelle unabhängige Messung erfolgt, an einer bestimmten Stelle des Meßbereiches.
  • Eine Meßeinrichtung mit den vorstehend beschriebenen Eigenschaften ist für viele praktische Anwendungsfälle außerordentlich nützlich. So kann man beispielsweise die Temperatur eines Ofens. die durch ein Thermo-Element gemessen wird. in unmittelbarer Nähe einer vorbestimmten Temperatur in jedem Falle genau messen. Man kann auf diese Weise auch einen einfachen, billigen und dennoch völlig zuverlässigen Regler aufbauen, indem man beispielsweise dem Zeiger des Meßinstrumentes eine Kontakteinrichtung zuordnet. Die erfindungsgemäße Einrichtung bietet gerade in einem solchen Falle noch den besonderen Vorteil, daß man unterhalb der vorbestimmten Solltemperatur oder auch oberhalb derselben die Tendenz des zeitlichen Temperaturverlaufes genau verfolgen kann, wenn auch bei größerer Abweichung vom Sollwert die Meßgenauigkeit entsprechend absinkt.
  • In Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist weiterhin vorgesehen. daß die Hilfsspannungsquelle einstellbar ist. Dadurch kann diejenige Stelle des Meßbereiches, an der die Einrichtung stromlos und damit genau mißt, willkürlich verschoben werden.
  • Weiterhin wird vorgeschlagen, daß die Hilfsspannungsquelle mit einer der Skala des Spannungsmessers entsprechenden Einstellskala versehen ist.
  • Diese Skala gibt also nicht die jeweils von der Hilfsspannungsquelle abgegriffene Spannung an, sondern diejenige Spannung einer an die Einrichtung angeschlossenen zu messenden Spannungsquelle, die bei Einstellung auf diesen Punkt stromlos gemessen wird.
  • Eine solche Skala erleichtert selbstverständlich die Einstellung des gewünschten Meßpunktes innerhalb des Meßbereiches sehr.
  • Wenn man eine durch die gemessene EMK dargestellte Meßgröße, beispielsweise eine Temperatur messen will, wird vorgeschlagen, daß die Skala des Spannungsmessers und die vorgenannte Einstellskala der Hilfsspannungsquelle in dieser Meßgröße, also beispielsweise der Temperatur, geeicht sind. Man kann also jederzeit den gewünschten Wert der Meßgröße, bei dem die Messung stromlos und damit genau erfolgen soll, leicht mit einem Handgriff an der genannten Einstellskala einstellen.
  • In Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist weiterhin vorgesehen, daß der Spannungsmesser einen einstellbaren Sollwertanzeiger hat. Dieser Zeiger dient zur Markierung desjenigen Wertes der zu messenden EMK, der jeweils stromlos gemessen werden kann.
  • Vorzugsweise steht der Einsteller der Hilfsspannungsquelle mit diesem Sollwertzeiger in Einstellverbindung. Dadurch wird erreicht, daß mit einem einzigen Handgriff durch Drehen des Sollwertzeigers auf den gerade gewünschten Wert auch die dazugehörige Hilfsspannung, die eine stromlose Messung an diesem Punkt des Meßbereiches gestattet, mit eingestellt wird.
  • Es ist nicht erforderlich, noch besonders zu erwähnen, daß mit dem Sollwerteinsteller in an sich bekannter Weise ein Kontakt verbunden sein kann, der mit einem an dem Zeiger des Spannungsmessers befindlichen Gegenkontakt zusammenarbeitet und zur Durchführung irgendwelcher Regelaufgaben verwendet werden kann. Desgleichen können selbstverständlich an Stelle derartiger Kontakte auch andere Schalteinrichtungen optischer oder elektrischer Art mit dem Sollwertzeiger und dem beweglichen Zeiger des Spannungsmessers verbunden sein. Die Erfindung bezieht sich jedoch nicht auf die Ausbildung derartiger Kontakteinrichtungen od. dgl.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung in einem Beispiel näher erläutert.
  • In der Zeichnung stellt das Thermo-Element T die zu messende Elektrizitätsquelle dar und ist an den Klemmen K an einen Spannungsmesser M, beispielsweise ein Drehspul-Millivoltmeter, angeschlossen.
  • Außer dem beweglichen Zeiger W dieses Spannungsmessers ist noch ein Sollwertzeiger 0 vorgesehen, der von Hand auf jede beliebige Stelle der Skala eingestellt werden kann. In der Zeichnung ist die Anordnung von Kontakten an den beiden Zeigern angedeutet. Diese Kontakte berühren sich, wenn die beiden Zeiger an derselben Stelle der Skala stehen.
  • An den Spannungsmesser M ist ferner über einen Vorwiderstand R eine einstellbare Hilfsspannung angeschlossen. Diese Hilfsspannung wird von einem aus einer Batterie oder einer anderen Gleichspannungsquelle gespeisten Potentiometer P geliefert. Die vorgenannte Hilfsspannungsquelle ist so bemessen, daß sie, unter Berücksichtigung der sonstigen Daten der Schaltung, für den gesamten Meßbereich des Spannungsmessers M ausreicht.
  • Die Hilfsspannungsquelle dient dazu, den von dem Spannungsmesser benötigten Strom besonders an der Stelle des Meßbereiches zu liefern, an der der zu messenden Elektrizitätsquelle, im vorliegenden Beispiel also dem Thermo-Element, kein Strom entnommen werden soll. An dieser Stelle fließt also. wie auch bei kleineren und größeren Werten, ein bestimmter Strom durch den Vorwiderstand R, der an diesem einen gewissen Spannungsabfall zur Folge hat.
  • Die an dem Spannungsmesser M anliegende und von diesem angezeigte Spannung ist also um den vorgenannten Spannungsabfall niedriger als die gerade eingestellte Hilfsspannung. Je nach Wahl des VorwiderstandesR, der im übrigen keinesfalls kritisch ist, muß also für den jeweils vorgesehenen Meßbereich des Spannungsmessers M eine mehr oder weniger große einstellbare Hilfsspannung vorgesehen sein.
  • Ist diese Hilfsspannung nun auf einen bestimmten Wert fest eingestellt, der einer bestimmten Stelle innerhalb des Meßbereiches des Spannungsmessers M entspricht, dann wird sich beimAnheizen eines Ofens, dessen Temperatur durch das Thermo-Element T gemessen wird, folgendes Bild zeigen: Bei niedriger Temperatur, d. h. im unteren Teil des Meßbereiches des Spannungsmessers M, wird die Anzeige des Zeigers W mit einem gewissen Fehler behaftet sein. Dieser Fehler ist um so größer, je größer der Stromverbrauch des Spannungsmessers M ist. Mit zunehmender Temperatur und damit Annäherung an den voreingestellten Wert wird jedoch die Genauigkeit der Anzeige des Spannungsmessers M immer größer, bis schließlich bei Erreichen der voreingestellten Temperatur unter der Wirkung der Hilfsspannung eine stromlose und damit fehlerfreie Messung erfolgt.
  • An dieser Stelle des Meßbereiches machen sich Änderungen des Innenwiderstandes des Thermo-Elementes und seiner Zuleitungen überhaupt nicht bemerkbar, so daß man ohne weiteres beschädigte Zuleitungen durch neue austauschen kann, ohne eine Nacheichung der Meßeinrichtung vornehmen zu müssen. Auch das Auswechseln des Thermo-Elementes selbst, beispielsweise infolge Beschädigung, ist ohne weiteres möglich, sofern nur das neueThermo-Element die gleiche Charakteristik besitzt. Erfahrungsgemäß schwanken jedoch die Charakteristiken der gebräuchlichen Thermo-Element-Paare viel weniger als ihre Innenwiderstände, die ja in erster Linie vom Querschnitt und von der Länge der Einzeldrähte abhängen.
  • Oberhalb des eingestellten Wertes sinkt die Meßgenauigkeit selbstverständlich wieder entsprechend.
  • Es ist jedoch darauf hinzuweisen, daß in der Nähe des voreingestellten Punktes nur die Differenz zwischen der Meßspannung und der Hilfsspannung einen Strom durch das Thermo-Element verursacht, so daß auch bei Abweichungen von dem voreingestellten Wert die Anzeige des Spannungsmessers M nur verhältnismäßig wenig von dem Innenwiderstand der Elektrizitätsquelle, also hier des Thermo-Elementes, abhängig ist.
  • Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht darin, daß die Leistung für den Betrieb des Spannungsmessers im wesentlichen nicht von dem Thermo-Element - und in dem voreingestellten Punkt sogar überhaupt nicht von diesem -, sondern praktisch nur von der Hilfsspannungsquelle geliefert wird. Deshalb kann diese Leistung so groß gewählt werden, daß ein verhältnismäßig robustes Meßwerk verwendet werden kann.
  • Die zu jedem Punkt des Meßbereiches des Spannungsmessers M gehörige Hilfsspannung läßt sich beim Bau der Einrichtung leicht messen oder auch berechnen. Zweckmäßig versieht man die Skala des Potentiometers oder sonstigen Einstellers für die Hilfsspannung mit einer Einteilung und Beschriftung, die sich auf die Stellen des Meßbereiches des Spannungsmessers bezieht, an denen jeweils ohne Stromentnahme aus der zu messenden Elektrizitätsquelle gemessen wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht die gemessene Gleichspannung einer Temperatur. Zweckmäßig ist deshalb nicht nur die Skala des Spannungsmessers M, sondern auch die Skala der Hilfsspannungsquelle in Temperaturgraden geeicht.
  • Gemäß Zeichnung ist der Einsteller der Hilfsspannungsquelle unabhängig von dem einstellbaren Sollwertzeiger O des Spannungsmessers M. Man kann diese beiden Einsteller jedoch über entsprechende Getriebe oder sonstige Verbindungen in Einstellverbindung miteinander bringen, so daß bei Einstellen des Sollwertzeigers auf einen bestimmten Wert des Meßbereiches gleichzeitig die Hilfsspannung auf einen solchen Wert eingestellt ist, daß an dieser Stelle des Meßbereiches eine stromlose Messung, bezogen auf die zu messende Elektrizitätsquelle, erfolgt.
  • Erfolgt die Speisung des Potentiometers aus einer Spannungsquelle, deren Spannung sich allmählich ändert, z. B. aus einer Batterie, so kann man Maßnahmen treffen, um die Gesamtspannung am Potentiometer vor der Messung oder zu einem anderen, bestimmten Zeitpunkt auf den besagten Sollwert zu bringen. Um nachzuprüfen, ob die Gesamtspannung richtig ist, wird dann beispielsweise die Verbindung des Thermo-Elementes T mit der Meßeinrichtung durch einen Schalter unterbrochen; ist dann die Gesamtspannung am Potentiometer gleich dem Sollwert, so muß das InstrumentM den eingestellten Grenzwert anzeigen.
  • Wenn die Speisespannung für das Potentiometer von einer Spannungsquelle, z. B. dem Lichtnetz, geliefert wird, in der Spannungsschwankungen auftreten können, so kann man die Spannung am Potentiometer durch an sich bekannte Mittel stabilisieren, z. B. durch eine geeignete Gasentladungsröhre, wie eine mit Neon gefüllte Stabilisatorröhre, oder eine geeignete Kristalldiode, deren Arbeitspunkt im sogenannten Zener-Bereich gewählt ist.
  • In bestimmten Fällen, z.B. bei Verwendung von Thermo-Elementen, die der Korrosion ausgesetzt sind, kann es erwünscht sein, von Zeit zu Zeit den Innenwiderstand Rt des Thermo-Elementes nachzuprüfen.
  • Hierzu kann der Spannungsmesser M der erfindungsgemäßen Einrichtung mit einer Widerstandsskala versehen sein, auf der eine Einstellmarke für den einstellbaren Sollwertzeiger 0 vorgesehen ist. Im kalten Zustand des Thermo-Elementes wird dann der Sollwertzeiger O auf diese Einstellmarke gebracht und gleichzeitig die an den Klemmen des Spannungsmessers M anliegende Hilfsspannung auf den zugehörigen Wert eingestellt. Der Ausschlag des Spannungsmessers ist nun ein Maß für den Wert des ihm parallel geschalteten Widerstandes Rt, der dann unmittelbar auf der Widerstandsskala abgelesen werden kann.
  • In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die Einstellbarkeit der Kompensationsspannung dadurch erzielt, daß ein Potentiometer P mit einstellbarem Abgriff verwendet wird, das vorzugsweise mit dem Sollwertzeiger 0 des Spannungsmessers gekuppelt ist. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsform beschränkt, sondern umfaßt auch jede andere Schaltung, die an den Klemmen des Spannungsmessers M eine Spannung erzeugt, wobei die Größe dieser Spannung entsprechend der Lage bzw. mit Hilfe des einstellbaren Sollwertzeigers des Spannungsmessers eingestellt wird.
  • Obwohl das Prinzip der erfindungsgemäßen Einrichtung für den Fall einer Spannungsbemessung an einem Thermo-Element beschrieben wurde, ist die Anwendungsmöglichkeit der Erfindung nicht auf diesen Fall beschränkt. Die erfindungsgemäße Einrichtung eignet sich ebenfalls zur Messung der Spannung von pßl-Elektroden unabhängig von deren Innenwiderstand sowie für viele andere ähnliche Zwecke.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zum Messen der EMK einer Elektrizitätsquelle mit im Verhältnis zum endlichen Innenwiderstand eines unmittelbar, gegebenenfalls über Zuleitungen, an die Quelle angeschlossenen, zum Ablesen der EMK dienenden Spannungsmessers nicht zu vernachlässigenden Innenwiderstand, dadurch gekennzeichnet, daß gleichsinnig parallel zu der Elektrizitätsquelle (T) über einen Vorwiderstand (R) eine Hilfsspannungsquelle solcher Spannung angeschlossen ist, daß bei einer vorbestimmten Spannung der Elektrizitätsquelle diese keinen Strom führt, im Sinne der Erzielung einer unabhängig vom Innenwider- stand der Elektrizitätsquelle einschließlich der Zuleitungen derselben genauen Messung an der der vorbestimmten EMK entsprechenden Stelle des Meßbereiches des Spannungsmessers.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsspannungsquelle einstellbar ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsspannungsquelle mit einer der Skala des Spannungsmessers entsprechenden Einstellskala versehen ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3 zur Messung einer durch die EMK dargestellten Meßgröße. dadurch gekennzeichnet, daß die Skala des Spannungsmessers und die Einstellskala der Hilfsspannungsquelle in der Meßgröße geeicht sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsmesser einen einstellbaren Sollwertzeiger hat.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteller der Hilfsspannungsquelle mit dem Sollwertzeiger in Einstellverbindung steht.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 640 601.
DEN14225A 1957-05-06 1957-10-21 Einrichtung zum Messen der EMK einer Elektrizitaetsquelle Pending DE1120009B (de)

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NL1120009X 1957-05-06

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DE (1) DE1120009B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE640601C (de) * 1935-01-31 1937-01-11 Willy Kordatzki Dr Vorrichtung zur Bestimmung des Saeuregrades nach der Kompensationsmethode

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE640601C (de) * 1935-01-31 1937-01-11 Willy Kordatzki Dr Vorrichtung zur Bestimmung des Saeuregrades nach der Kompensationsmethode

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