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Technischer Bereich
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Rahmengestell für einen Schaltschrank, insbesondere ein montagefreundliches Rahmengestell für einen Schaltschrank und das zugehörige Montageverfahren.
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Hintergrundtechnik
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Heute verfügbare Schaltschränke bestehen überwiegend aus Rahmengestell, Türen, Wandplatten und Geräteeinbauböden, wobei das Rahmengestell die wichtigste Strukturkomponente des Schaltschranks darstellt.
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Zum Aufbau einer rechteckigen Form verwenden derartige Schaltschränke ein als deutsches Patent Nr.
DE 3344598 („Rahmengestell für einen Schaltschrank”) veröffentlichtes rechteckiges Rahmengestell. Es besteht aus zwölf Rahmengestellprofilen und acht dreidimensionalen Eckverbindern. Wie in
und
dargestellt, verfügen die Rahmengestellprofile (
1) dieses Schaltschrank-Rahmengestells über zwei Innenwände (
11), welche in Richtung des Rahmengestell-Innenraums ausgerichtet sind. Diese Innenwände (
11) stehen senkrecht zueinander und bilden eine senkrechte Kante. Die beiden Innenwände verfügen über Befestigungslöcher (
12), (
13). Die Abstände zwischen den Befestigungslöchern sind gleich. Diese Rahmengestellprofile können nur an den Verbindungspunkten der gegebenen Befestigungsabstände der beiden Innenwände (
11) befestigt werden; es gibt nur zwei Montageflächen, was ungünstig für die Anforderungen an Erweiterbarkeit des Einbauraumes und flexible Veränderbarkeit ist. Darüber hinaus werden bei diesem Rahmengestell für einen Schaltschrank dreidimensionale Eckverbinder (
2) verwendet. Diese bestehen aus jeweils drei Prismen (
21), welche senkrecht zueinander stehen und sich kreuzen. Die Prismen (
21) werden in die Innenräume (
14) der Rahmengestellprofile gesteckt und die Verbindungsstellen (
15) der Rahmengestellprofile miteinander verschweißt. Auf diese Weise ist die Verbindung sicher und stabil, nach dem Verschweißen sind Härte und Festigkeit hoch. Ein Nachteil ist, dass das verschweißte Rahmengestell ein zusammenhängender Körper ist und nicht auseinander genommen werden kann, was relative hohe Kosten für Transport und Lagerung verursacht. Außerdem sind für das Schweißen großformatige Klemmvorrichtungen erforderlich, welche die Rahmengestellprofile in Position halten. Nach dem Schweißen entstehen relativ starke Deformationen, die Einheitlichkeit der Produkte ist kaum zu gewährleisten. Die Herstellkosten für die großformatigen Klemmvorrichtungen sind verhältnismäßig hoch. Der Schwierigkeitsgrad bei der Bearbeitung der dreidimensionalen Eckverbinder ist ebenfalls hoch, da es sich um eine dreidimensionale Gabelstruktur handelt. Wenn diese durch maschinelles Schneiden bearbeitet wird, ist die Herstellung zeit- und materialintensiv, die Kosten sind hoch und die Effizienz gering. Dieses Verfahren eignet sich daher nicht für die Massenfertigung. Beim Einsatz wirtschaftlicherer Gießtechnologien ist aufgrund kaum feststellbarer innerer Mängel der Gussstücke die Zuverlässigkeit der Produkte beeinträchtigt.
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Stand der Technik
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Aus der
DE 29706667 U1 ist ein Rahmengestell für einen Schaltschrank bekannt. Bei dem dort beschriebenen Rahmen weisen die Eckverbinder an den in eine Stütze oder einen Holm einführbaren Schenkel eingearbeitete Bohrungen auf, die zumindest auf einer der angrenzenden Innenwandung einer aufgeschobenen Stutze oder einem Holm zugewandten Seite einen Bereich mit einen größeren Durchmesser als in den Stützen bzw. Holmen vorgesehene Lochungen aufweist. Die Lochungen sind derart positioniert, dass bei eingeführtem Schenkel der erweiterte Bereich innerhalb der Lochung liegt. Der Festlegung einer Stütze bzw. eines Holms an dem jeweiligen eingeführten Schenkel des Eckverbinders dient ein in die Bohrung einbringbares Befestigungsmittel, welches einen sich nach außen hin erweiternden Bereich aufweist, der größer als derjenige der Lochung ist.
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Die
DE19529270 C1 beschreibt ein Eckverbindungselement, welches drei Beine besitzt, wobei die drei Beine jeweils rechtwinklig zueinander stehen, die Hohlprofile auf diese Beine aufschiebbar sind, die drei Beine genau in die Hohlprofile der Längsholme und der Querholme passen und die Oberfläche jedes Beines wenigstens eine Vertiefung trägt.
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Die
DE 4439622 C1 offenbart einen Schaltschrank mit einem aus Rahmenschenkeln und Eckverbindern zusammengesetzten Rahmengestell, dessen offene Seiten, Deck- und Bodenbereiche bzw. -flächen mittels Wandelementen und mindestens einer Tür verschlossen oder verschließbar sind, wobei die Wandelemente und die Tür mittels eines rechtwinklig nach innen abgewinkelten Randes versteift sind.
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Die
EP 0389910 A1 schließlich beschreibt ein modulares Gehäusesystem für elektronische Baueinheiten, insbesondere der Datentechnik, bestehend aus in der Längsrichtung mit Führungsrillen versehenen Holmen aus Strangprofil, die nach dem Baukastenprinzip mit Eckknoten und Verbindungselementen für den jeweiligen Verwendungszweck anpassbar zusammengesetzt sind.
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Gegenstand der Erfindung
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Bei dem technischen Problem, welches mittels der vorliegenden Erfindung gelöst wird, handelt es sich um eine Verbesserung der Defizite der heute verfügbaren Technik durch Vorstellen eines montagefreundlichen Rahmengestells für einen Schaltschrank und das zugehörige Montageverfahren. Solche Schaltschränke können nicht nur hohen Belastungen standhalten, sondern sind auch sehr flexibel hinsichtlich des Schaltschrank-Zusammenbaus, der festen Einbauteile und der Einbauräume im Schaltschrankinneren, was vorteilhaft im Falle von Veränderungen bei den Spezifikationen der Produkttypen ist.
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Die Erfindung löst das technische Problem durch das folgende technische Konzept: Das montagefreundliche Rahmengestell für einen Schaltschrank besteht aus einem oberen Rahmengestell und einem unteren Rahmengestell, jeweils zusammengesetzt aus jeweils vier Eckverbindungsteilen und vier waagerechten Rahmengestellprofilen, und vier senkrechten Rahmengestellprofilen, welche die vier Ecken des oberen Rahmengestells und des unteren Rahmengestells verbinden. Die Profilflächen der waagerechten und der senkrechten Rahmengestellprofile weisen in gleichmäßigen Abständen Montagelöcher auf.
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Besondere Merkmale dieses montagefreundlichen Rahmengestells für einen Schaltschrank sind:
Das Gestell enthält 16 prismenförmige Verbindungsstäbe, deren äußere Abmessungen in die rechteckigen Innenräume der kurzen Rahmengestellprofile bzw. der Innenräume der Enden der senkrechten Rahmengestellprofile passen. Die prismenförmigen Verbindungsstäbe können in die rechteckigen Innenräume der Enden der senkrechten Rahmengestellprofile gesteckt werden. An einem Ende der erwähnten prismenförmigen Verbindungsstäbe befindet sich ein Kopf, der in die gestufte Senkbohrung des Eckverbinders gesteckt werden kann. In der Mitte dieses Kopfes befindet sich ein Gewinde.
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Die erwähnten Eckverbinder bestehen aus drei rechtwinkligen Flächen, die zueinander senkrecht stehen. Auf zwei dieser Flächen befinden sich symmetrisch in beiden Ecken Ausbuchtungen, die für die Steckverbindung mit dem Rahmengestellprofil dienen. Auf der anderen rechtwinkligen Fläche befinden sich symmetrisch in beiden Ecken gestufte Senkbohrungen, die für die Steckverbindung mit den Verbindungsstabköpfen dienen. In der Mitte der gestuften Senkbohrungen befinden sich Gewinde für Schraubbolzen.
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Bei den erwähnten waagerechten und senkrechten Rahmengestellprofilen handelt es sich um Profilmaterial mit dem Querschnitt
. An ihrer zum Schaltschrankinnenraum gerichteten Seite haben die Profile auf der Innenseite drei zueinander senkrecht stehende Stufenflächen. Zusammen mit den Außenseiten des Profilmaterials bilden sie einen rechteckigen Innenraum, in welchen die Ausbuchtungen der Eckverbinder passen, so dass die waagerechten Rahmengestellprofile und die senkrechten Rahmengestellprofile zusammen sechs Montageflächen bilden. In die rechteckigen Innenräume an beiden Enden der Rahmengestellprofile lassen sich die Ausbuchtungen der Eckverbinder stecken und beide so miteinander verbinden.
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Die Erfindung löst das technische Problem durch die folgenden weiteren Maßnahmen:
Die drei Stufenflächen der Innenseiten der erwähnten senkrechten und waagerechten Rahmengestellprofile weisen in gleichmäßigen Abständen rechteckige und kreisförmige Montagelöcher auf.
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An beiden Ecken der Außenseiten der erwähnten senkrechten Rahmengestellprofile befinden sich verlängerte Kanten, welche zwei Ableitungsrinnen bilden können, so dass senkrechte Rahmengestellprofile mit dem Querschnitt
entstehen. Diese Ableitungsrinnen können vom Dach des Schaltschranks herunterlaufendes Wasser über die Außenseiten der senkrechten Rahmengestellprofile geregelt auf den Boden ableiten.
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Der Aufbau der erwähnten oberen und unteren Rahmengestelle ist identisch. Sie bestehen jeweils aus einem waagerechten vorderen Rahmengestellprofil und waagerechten seitlichen Rahmengestellprofilen, die durch Eckverbinder miteinander verbunden sind. Bei dem waagerechten vorderen Rahmenprofil handelt es sich um Profilmaterial mit dem Querschnitt
, Form und Größe sind identisch wie bei den senkrechten Rahmengestellprofilen. Bei den waagerechten seitlichen Rahmengestellprofilen handelt es sich um Profilmaterial mit dem Querschnitt
, d. h.: die waagerechten Rahmengestellprofile haben an einer Ecke der Außenseite eine verlängerte Kante, welche eine Rinne bilden kann. Die aus den wie beschrieben aufgebauten waagerechten Rahmengestellprofilen zusammengesetzten oberen oder unteren Rahmengestelle können an den vier Gestellkanten Wassersammelrinnen bilden. Wasser auf dem Schaltschrankdach kann sich in diesen vier Rinnen sammeln und dann über die Ableitungsrinnen an den Außenseiten der senkrechten Rahmengestellprofile geregelt zum Boden abgeleitet werden.
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Die erwähnten prismenförmigen Verbindungsstäbe haben an jeder Stabseite Löcher, welche zu den rechteckigen und kreisförmigen Löchern auf den Stufenflächen der Innenseiten der senkrechten Rahmengestellprofile passen.
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Montageverfahren für das montagefreundliche Rahmengestell für einen Schaltschrank:
- I. Die 16 prismenförmigen Verbindungsstäbe werden mit jeweils einem Ende in die rechteckigen Löcher an den beiden Enden der vier senkrechten Rahmengestellprofile gesteckt. Die Köpfe der prismenförmigen Verbindungsstäbe ragen aus den Enden der senkrechten Rahmengestellprofile heraus.
- II. Man nimmt 8 gleich lange waagerechte Rahmengestellprofile und 8 Eckverbinder mit identischen Abmessungen. In die rechteckigen Löcher an den beiden Enden der waagerechten Rahmengestellprofile werden jeweils die Ausbuchtungen der Eckverbinder gesteckt und beide so miteinander verbunden. Die Verbindungsstellen werden jeweils verschweißt. Auf diese Weise entstehen ein oberes und ein unteres Rahmengestell mit exakt identischen Abmessungen.
- III. Die Kopfenden der vier senkrechten Rahmengestellprofile, an denen an beiden Enden bereits die prismenförmigen Verbindungsstäbe montiert sind, werden in die entsprechenden gestuften Senkbohrungen an den Eckverbindern der vier Ecken des oberen und des unteren Rahmengestells gesteckt.
- IV. In die Gewinde für Schraubbolzen in den Eckverbindern werden jeweils Schraubbolzen gesteckt, wobei die Schraubbolzen in die Schraubgewinde in der Mitte der Köpfe der prismenförmigen Verbindungsstäbe passen. Auf diese Weise werden die senkrechten Rahmengestellprofile mit dem oberen und unteren Rahmengestell verbunden. Die Verbindungsstellen der senkrechten Rahmengestellprofile zum oberen und unteren Rahmengestell werden verschweißt, so dass ein Schaltschrank-Rahmengestell mit stabiler Struktur entsteht.
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Im Vergleich zu der bisher verfügbaren Technik hat die Erfindung folgende Vorteile: Dieses montagefreundliche Rahmengestell für einen Schaltschrank hat eine einfache und rationelle Struktur. Da es sich bei den Rahmengestellprofilen, aus denen das Rahmengestell besteht, ausnahmslos um Profilmaterial mit der Form
handelt, ist seine Biegefestigkeit deutlich höher. Die durch den Zusammenbau von Eckverbindern mit prismenförmigen Verbindungsstäben gebildete Gestellstruktur ist stabil und hält Belastungen stand. Darüber hinaus ist das Rahmengestell für einen Schaltschrank durch die Tatsache, dass die einzelnen Rahmengestellprofile über mehrere Montageflächen verfügen, auch äußerst flexibel hinsichtlich des Schaltschrank-Zusammenbaus, der festen Einbauteile und der Einbauräume im Schaltschrankinneren, was vorteilhaft im Falle von Veränderungen bei den Spezifikationen der Produkttypen ist.
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Der konkrete Aufbau der Erfindung wird in den beigefügten Abbildungen und den Ausführungsbeispielen ausführlich dargestellt.
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Erläuterung der Abbildungen
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zeigt die Einzelteile des Aufbaus der dreidimensionalen Ecken der bisher verfügbaren Rahmengestelle für Schaltschränke.
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zeigt die Struktur der Eckenverbinder der in dargestellten bisher verfügbaren Rahmengestelle für Schaltschränke.
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zeigt die räumliche Struktur des Schaltschrank-Rahmengestells aus dieser Erfindung.
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zeigt das senkrechte Rahmengestellprofil und das vordere waagerechte Rahmengestellprofil des Schaltschrank-Rahmengestells aus dieser Erfindung, darin zeigen:
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eine Abbildung des Querschnitts des senkrechten und vorderen waagerechten Rahmengestellprofils
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die Ansicht der Struktur aus Richtung I in
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die Ansicht der Struktur aus Richtung II in
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die Ansicht der Struktur aus Richtung III in
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die die Ansicht der Struktur aus Richtung IV in
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zeigt die seitlichen waagerechten Rahmengestellprofile des Schaltschrank-Rahmengestells aus dieser Erfindung, darin zeigen:
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eine Abbildung des Querschnitts der seitlichen waagerechten Rahmengestellprofile
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die Ansicht der Struktur aus Richtung V in
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die Ansicht der Struktur aus Richtung VI
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die Ansicht der Struktur aus Richtung VII
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die Ansicht der Struktur aus Richtung VIII
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zeigt die räumliche Struktur des oberen Teils des Schaltschrank-Rahmengestells aus dieser Erfindung
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zeigt die räumliche Struktur der Eckverbinder des Schalt schrank-Rahmengestells aus dieser Erfindung, darin zeigen:
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die axonometrische Darstellung der Eckverbinder
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die Struktur der Eckverbinder aus , um 180 Grad gedreht
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zeigt die Einzelteile der Struktur beim Zusammenbau der Eckkörper des Schaltschrank-Rahmengestells aus dieser Verbindung
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zeigt die Einzelteile der Struktur beim Zusammenbau der oberen und unteren Rahmengestelle mit den senkrechten Rahmengestellprofilen dieser Erfindung.
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Konkrete Ausführung
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Ausführungsbeispiel: Wie in , , , , , und gezeigt, beinhaltet das montagefreundliche Rahmengestell für einen Schaltschrank folgende Komponenten: vier senkrecht stehende Rahmengestellprofile (3), die identisch aufgebauten oberen (4) und unteren (4) Rahmengestelle, acht Eckverbinder (5) und 16 prismenförmige Verbindungsstäbe (6).
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Wie zeigt, bestehen die erwähnten Eckverbinder (5) aus drei rechtwinkligen Flächen (53) (54), die zueinander senkrecht stehen. Auf zwei dieser Flächen (53) befinden sich symmetrisch in beiden Ecken Ausbuchtungen (51), die für die Steckverbindung mit dem Rahmengestellprofil dienen. Auf der anderen rechtwinkligen Fläche (54) befinden sich symmetrisch in beiden Ecken gestufte Senkbohrungen (52), die für die Steckverbindung mit den Verbindungsstabköpfen dienen. In der Mitte der gestuften Senkbohrungen (52) befinden sich Gewinde für Schraubbolzen (55).
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Wie
zeigt, handelt es sich bei den erwähnten senkrechten Rahmengestellprofilen (
3) um Profilmaterial mit dem Querschnitt
. Die senkrechten Rahmengestellprofile (
3) haben an ihrer zum Schaltschrankinnenraum gerichteten Innenseite drei zueinander senkrecht stehende Stufenflächen (
31). Sie sind vertikal mit den Außenseiten (
32), (
33) des Profilmaterials verbunden und bilden mit ihnen zusammen sie einen rechteckigen Innenraum (
34), in welchen die Ausbuchtungen (
51) der Eckverbinder (
5) gesteckt werden können. An den beiden Ecken der Außenseiten der erwähnten senkrechten Rahmengestellprofile (
3) befinden sich verlängerte Kanten, welche zwei Ableitungsrinnen (
35) (
36) bilden können. Die drei Stufenflächen der Innenseiten (
31) sowie die Außenseiten (
32) (
33) des Profilmaterials weisen in gleichmäßigen Abständen rechteckige Montagelöcher (
31.2), (
32.2) und (
33.2) sowie kreisförmige Montagelöcher (
31.1), (
32.1) und (
33.1) auf. Die rechteckigen Montagelöcher (
31.2), (
32.2) und (
33.2) und kreisförmigen Montagelöcher (
31.1), (
32.1) und (
33.1) der Stufenflächen der Innenseiten (
31) sind jeweils gleich groß, sie liegen auf einer Geraden und die Abstände zwischen den Löchern sind gleich.
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An den durch die senkrechten Rahmengestellprofile (3) gebildeten fünf Montageflächen können in vertikaler Richtung beliebig Einbauten und Einstellungen vorgenommen werden, daher lassen sich problemlos viele Befestigungsmöglichkeiten schaffen.
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Wie zeigt, dienen die erwähnten prismenförmigen Verbindungsstäbe (6) als Verbindungsteile zwischen den senkrechten Rahmengestellprofilen (3) und dem oberen und unteren Rahmengestell (4). Die äußeren Abmessungen der prismenförmigen Verbindungsstäbe (6) passen in die rechteckigen Innenräume (34) der Enden der senkrechten Rahmengestellprofile (3). Die prismenförmigen Verbindungsstäbe (6) lassen sich in die rechteckigen Innenräume (34) der Enden der senkrechten Rahmengestellprofile (3) stecken. An einem Ende der prismenförmigen Verbindungsstäbe (6) befindet sich ein Kopf (61), der in die gestufte Senkbohrung (52) des Eckverbinders (5) gesteckt werden kann. In der Mitte dieses Kopfes (61) befindet sich ein Gewinde (63). Der Kopf (61) des prismenförmigen Verbindungsstabes (6) wird in die gestufte Senkbohrung (52) des geschweißten Eckverbindungsstücks1
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- Anm. d. Übers.: Anders als an den übrigen Textstellen ist hier im Zusammenhang mit (5) von einem „geschweißten” Eckverbindungsstück die Rede, u. U. handelt es sich um einen Schreibfehler.
(5) gesteckt, und diese Verbindung kann durch einen Schraubbolzen (7) befestigt werden. Das untere Ende (62) wird in den rechteckigen Innenraum (34) des Endes des senkrechten Rahmengestellprofils (3) gesteckt und lässt sich mit diesem zu einer Einheit verbinden.
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Der Aufbau der erwähnten oberen und unteren Rahmengestelle (
4) ist identisch. Sie bestehen jeweils aus einem waagerechten vorderen Rahmengestellprofil (
41) und waagerechten seitlichen Rahmengestellprofilen (
42), die durch Eckverbinder (
5) miteinander verbunden sind. Bei dem waagerechten vorderen Rahmenprofil (
41) handelt es sich um Profilmaterial mit dem Querschnitt
, Form und Größe sind identisch wie bei den senkrechten Rahmengestellprofilen (
3). An beiden Enden verfügt es über einen rechteckigen Innenraum (
41.2).
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Wie
zeigt, handelt es sich bei den waagerechten seitlichen Rahmengestellprofilen (
42) um Profilmaterial mit dem Querschnitt
. An ihrer zum Schaltschrankinnenraum gerichteten Seite haben die Profile auf den Innenseiten drei zueinander senkrecht stehende Stufenflächen (
42.1). Sie sind vertikal mit den Außenseiten (
42.2), (
42.3) des Profilmaterials verbunden und bilden zusammen mit der anderen Außenseite (
42.6) und der Außenwand zwei rechteckige Innenräume (
42.4). Die Außenseite (
42.2) ist nach außen verlängert und bildet zusammen mit der Außenwand eine Rinne (
42.5).
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Die drei Stufenflächen (42.1) der Innenseiten sowie die Außenseiten der Profile (42.2), (42.3) und (42.6) weisen in gleichmäßigen Abständen rechteckige Montagelöcher (42.1b), (42.2b), (42.3b) und (42.6b) und kreisförmige Montagelöcher (42.1a), (42.2a), (42.3a) und (42.6a) auf. Alle rechteckigen Montagelöcher (42.1b), (42.2b), (42.3b) und (42.6b) und kreisförmigen Montagelöcher (42.1a), (42.2a), (42.3a) und (42.6a) sind gleich groß, liegen auf einer Geraden und die Abstände zwischen den Löchern sind gleich. Auf diese Weise werden sechs Montageflächen gebildet, daher lassen sich problemlos viele Befestigungsmöglichkeiten schaffen. Montageverfahren für das montagefreundliche Rahmengestell für einen Schaltschrank:
- I. Zuerst werden die 16 prismenförmigen Verbindungsstäbe (6) werden mit jeweils einem Ende in die rechteckigen Löcher an den beiden Enden der vier senkrechten Rahmengestellprofile (3) gesteckt. Die Köpfe (61) der prismenförmigen Verbindungsstäbe (6) ragen aus den Enden der senkrechten Rahmengestellprofile (3) heraus.
- II. Man nimmt 4 gleich lange vordere waagerechte Rahmengestellprofile und 8 Eckverbinder mit identischen Abmessungen. In die rechteckigen Löcher (41.2) und (42.4) an den beiden Enden der vorderen waagerechten Rahmengestellprofile (41) und der seitlichen waagerechten Rahmengestellprofile (42) werden jeweils die Ausbuchtungen (51) der Eckverbinder (5) gesteckt und beide so miteinander verbunden. Die Verbindungsstellen werden jeweils verschweißt. Auf diese Weise entstehen oberes und ein unteres Rahmengestell (4). Anschließend werden die Kopfenden (61) der vier senkrechten Rahmengestellprofile (3), an denen an beiden Enden bereits die prismenförmigen Verbindungsstäbe (6) montiert sind, in die entsprechenden gestuften Senkbohrungen (52) der Eckverbinder (5) der vier Ecken des oberen und des unteren Rahmengestells (4) gesteckt.
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Danach werden in die Gewinde für Schraubbolzen (55) in den Eckverbindern (5) werden jeweils Schraubbolzen (7) gesteckt, wobei die Schraubbolzen (7) in die Schraubgewinde (63) in der Mitte der Köpfe der prismenförmigen Verbindungsstäbe (6) passen. Die senkrechten Rahmengestellprofile (3) werden mit dem oberen und unteren Rahmengestell (4) verbunden. Die Verbindungsstellen (43) der senkrechten Rahmengestellprofile (3) zu den Ecken des oberen und unteren Rahmengestells (4) werden verschweißt, so dass ein Schaltschrank-Rahmengestell mit stabiler Struktur entsteht.
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Obige Darstellung ist eine erweiterte, ausführliche Beschreibung der Erfindung im Hinblick auf eine konkrete, vorteilhafte Ausführungsform. Die konkrete Ausführung der Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf obige Beschreibung. Technische Fachleute aus den Gebieten, in welchen die Erfindung genutzt wird, können – unter der Voraussetzung, dass sie das Konzept der Erfindung beibehalten – die Gestellform flexibel verändern, und daraus eine Reihe von Produkten ableiten. Wenn nur einige einfache Weiterentwicklungen oder Austausche vorgenommen werden, fallen diese alle unter den Patentschutz für die Erfindung gemäß dem in diesem Patent dargestellten Patentanspruch.