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Im
Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bezieht sich der Ausdruck ”Solarzelle” auf eine
Vorrichtung, die ein Siliziumsubstrat wie z. B. einen Wafer oder
eine Dünnschicht
enthält.
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Bereitstellung
eines Kontaktes an der Rückseite
einer Solarzelle. Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Solarzelle
mit Kontakten, die gemäß dem Verfahren
bereitgestellt sind.
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Hintergrund der Erfindung
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Die
konventionelle rückseitenkontaktierte Solarzelle
ist in 1 dargestellt. Das konventionelle Verfahren ist,
eine Beschichtung 3 auf das kristalline Silizium 1 in
eine Öffnung
einer Beschichtungsbarriere 2 aufzubringen. Normalerweise
ist die Beschichtungsbarriere 2 auch die Oberflächenpassivierung und/oder
Antireflexionsdeckschicht.
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Der
Stand der Technik erfordert, dass die beschichteten Kontakte relativ
dick sind, um den notwendigen Strom in solchen rückseitenkontaktierten Solarzellen
zu führen.
Da das aufgebrachte Metall einen thermischen Expansionskoeffizienten
aufweist, der sich von dem des Siliziums unterscheidet, ist ein daraus
resultierendes Problem, dass die Beschichtung abfallen kann, wenn
sie Schwankungen in der Temperatur ausgesetzt wird. Ein weiterer
Nachteil mit dieser Gestaltung der Kontakte ist, dass die Metall/Si-Grenzfläche relativ
groß sein
muss, um dem Beschichtungs-Verfahren eine ausreichend große Oberfläche bereitzustellen,
um die notwendigen Querschnittsflächen der Kontakte in einer
ausreichend kurzen Prozesszeit für
Massenproduktion bereitzustellen. Eine große Metall/Si-Kontaktfläche wird die
Oberflächenrekombination
verstärken
und wiederum die Effizienz der Solarzelle reduzieren. Schließlich bedeutet
die lange Zeit, die zur Beschichtung einer dicken Schicht notwendig
ist, einen Bedarf an großen
Investitionen an die Herstellungsausrüstung zur Herstellung großer Mengen.
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Ein
Design für
Rückseitenkontakte,
die sowohl kleine Kontaktflächen
und große
Querschnittsflächen
auf den Leitern erlaubt, wurde in der veröffentlichten US-Patentanmeldung
2004/0200520 A1 offenbart. Das Verfahren zur Herstellung solch einer Solarzelle
ist jedoch komplex und daher schwierig zu konkurrenzfähigen Kosten
zu realisieren.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein kosteneffizientes
Verfahren bereitzustellen, das eine Beschichtung zur Bereitstellung
elektrischer Kontakte auf rückseitenkontaktierten
Solarzellen bereitstellt. Das Verfahren ermöglicht ferner eine kleine Metall/Si-Kontaktgrenzfläche in Kombination
mit einer ausreichend großen
Querschnittsfläche
der Kontakte, um den Strom zu führen,
der durch die Solarzelle erzeugt wird. Das Verfahren ist jedoch
auch voll anwendbar auf die Rückseitenkontaktierung
einer Solarzelle mit Vorderseiten- und Rückseitenkontakten.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist in den beiliegenden unabhängigen Ansprüchen definiert.
Weitere Ausführungsformen
der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen
definiert.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Ausführungsformen
der Erfindung werden nachfolgend detailliert beschrieben mit Bezug
auf die beiliegenden Zeichnungen, in denen:
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1 die
Beschichtung einer rückseitenkontaktierten
Solarzelle gemäß dem Stand
der Technik zeigt,
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2 die
Beschichtung einer rückseitenkontaktierten
Solarzelle gemäß einer
Ausführungsform der
Erfindung zeigt,
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3a–e eine
erste Ausführungsform
des Verfahrens gemäß der Erfindung
zeigen,
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4a–d eine
zweite Ausführungsform
des Verfahrens gemäß der Erfindung
zeigen,
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5a–d eine
dritte Ausführungsform
des Verfahrens gemäß der Erfindung
zeigen,
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6a–f eine
sechste Ausführungsform
des Verfahrens gemäß der Erfindung
zeigen,
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7a–e eine
siebte Ausführungsform
des Verfahrens gemäß der Erfindung
zeigen.
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Detaillierte Beschreibung
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Ausführungsbeispiele
des Verfahrens und der Solarzelle gemäß der Erfindung werden nachfolgend
detailliert beschrieben. Es sollte jedoch beachtet werden, dass
die Erfindung nicht auf diese Ausführungsformen begrenzt ist,
sondern innerhalb des Umfangs der nachfolgenden Ansprüche variiert
werden kann. Es sollte ebenfalls beachtet werden, dass Elemente
einiger der Ausführungsformen
mit Elementen anderer Ausführungsformen
leicht kombiniert werden können.
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Erste Ausführungsform
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Eine
erste Ausführungsform
des Verfahrens wird nun mit Bezug auf die 3a–e beschrieben.
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In
einem ersten Schritt (dargestellt in 3a) wird
ein Passivierungsstapel oder eine Passivierungsschicht 2 auf
einen Siliziumwafer 1 aufgebracht. Die Passivierungsschicht 2 kann
zum Beispiel a-Si und SiNx oder SiOx und/oder SiNx usw. enthalten.
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In
einem zweiten Schritt (dargestellt in 3b) wird
eine Beschichtungskeimschicht 4 über die gesamte Oberfläche der
Passivierungsschicht 2 aufgebracht. Die Beschichtungskeimschicht 4 kann zum
Beispiel Silber, Nickel, Kupfer, a-Si oder Mikro-Si usw. enthalten.
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In
einem dritten Schritt wird ein Ätzmittel
aufgebracht, um die Beschichtungskeimschicht 4 in + und – Bereiche
zu spalten, d. h. die Beschichtungskeimschicht wird in ersten Bereichen,
die mit A bezeichnet sind, geöffnet.
Im gleichen Verfahrensschritt wird die Beschichtungskeimschicht 4 in
dem Bereich, der in 2 mit B bezeichnet ist, ebenfalls
geöffnet (das
Ergebnis ist in 3c dargestellt). Das Ätzmittel kann
z. B. KOH für
Si-basierte Materialien
sein; Säuren
können
genutzt werden, um Silber, Nickel und andere Metalle wegzuätzen.
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In
einem nächsten
Schritt wird die Passivierungsschicht 2 geöffnet, um
Platz für
die Solarzellenleiter 3 bereitzustellen (dargestellt in 3d).
In 2 sind die offenen Bereiche für die Passivierungsschicht 2 mit
dem Buchstaben B bezeichnet. Die Kontaktöffnung kann zum Beispiel erhalten
werden durch Aufbringen eines Ätz-Schutzmittels über die
gesamte Rückseite
der Zelle mit Ausnahme der Bereiche B, an denen der Kontakt gebildet
werden soll. Eine andere Option ist es, ein Ätz-Schutzmittel nur an den Öffnungen
A in 2 aufzubringen, vorausgesetzt, dass die Beschichtungskeimschicht,
aufgebracht wie vorstehend in Schritt 2 beschrieben, beständig gegenüber dem Ätzmittel
ist, das für
die Öffnung
der Passivierungsschicht (A) verwendet wird.
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Danach
wird die Zelle einer Ätzflüssigkeit ausgesetzt
und die Passivierungsschicht wird weggeätzt, so dass das Silizium 1 des
Bereichs B freigelegt wird.
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Das Ätz-Schutzmittel
wird dann entfernt.
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Das Ätz-Schutzmittel
ist ein Mittel, das an den Materialien der Zelle haftet, aber welches
die Materialien vor dem Ätzmittel
während
des Ätzprozesses
schützt.
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Noch
eine andere Alternative, die Passivierungsschicht in B zu entfernen,
ist es, ein Ätzmittel zum
Beispiel mittels Tintenstrahl direkt auf die Bereiche B aufzubringen.
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Wie
in 2 gesehen werden kann, gibt es als Folge einen
Bereich C zwischen Bereich A und Bereich B, in dem die Beschichtungskeimschicht 4 nicht
entfernt ist.
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In
einem nächsten
Schritt (dargestellt in 3e) wird
die Kontaktbeschichtung 3 auf die vollständige Rückseite
der Solarzelle aufgebracht, mit Ausnahme der Öffnungsbereiche A. Das heißt, dass die
Kontaktbeschichtung 3 die Bereiche B und C in 2 abdeckt.
Die Kontaktbeschichtung kann z. B. eine Nickelkeim- und eine Barriereschicht
umfassen, dann Kupfer und/oder Silber als Hauptladungsträger gefolgt
von Silber, Zinn oder anderem geeigneten Material zum Zweck der
Lötbarkeit.
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Wie 2 und 3c entnommen
werden kann, hat die Kontaktbeschichtung 3 eine im Wesentlichen
T-förmige
Querschnittsform.
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Zweite Ausführungsform
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Eine
zweite Ausführungsform
wird in Bezug auf die 4a–d beschrieben.
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Im
ersten Schritt (dargestellt in 4a) wird ein
Passivierungsstapel oder eine Passivierungsschicht 2 auf
einen Siliziumwafer 1 aufgebracht. Die Passivierungsschicht 2 kann
zum Beispiel a-Si und SiNx oder SiOx und/oder SiNx usw. enthalten.
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In
einem zweiten Schritt wird die Passivierungsschicht 2 geöffnet, um
Raum für
eine Kontaktbeschichtung 3 bereitzustellen. Wie für die erste
Ausführungsform
beschrieben, bildet die Kontaktbeschichtung 3 den elektrischen
Kontakt der Solarzelle. In 2 sind die
offenen Bereiche der Passivierungsschicht 2 mit dem Buchstaben
B bezeichnet (dargestellt in 4b).
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In
einem dritten Schritt wird eine Beschichtungskeimschicht 4 über die
gesamte Oberfläche
der Zelle aufgebracht (dargestellt in 4c). Das
Aufbringen erfolgt durch Sprühen,
Drucken oder Verdampfen von a-Si und/oder einem Metall, wie Nickel und/oder
Silber über
die Oberfläche
der Zelle.
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In
einem vierten Schritt wird die Beschichtungskeimschicht 4 geöffnet durch
Aufbringen eines Ätz-Schutzmittels
auf die gesamte Rückseite
der Solarzelle, mit Ausnahme der Bereiche, die in 2 mit A
bezeichnet sind, gefolgt vom Aussetzen der Solarzelle einem Ätzmittel.
Dieses wird die Beschichtungskeimschicht 4 vom Bereich
A entfernen und so die Beschichtungskeimschicht 4 in +
und – Bereiche spalten.
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In
einem fünften
Schritt wird die Kontaktbeschichtung 3 auf die gesamte
Rückseite
der Solarzelle aufgebracht, mit Ausnahme der Öffnungsbereiche A. Das heißt, dass
die Kontaktbeschichtung 3 die Bereiche B und C in 2 bedeckt.
Die Kontaktbeschichtung kann zum Beispiel eine Palladium- und/oder
Nickelkeim- und Barriereschicht umfassen, dann Kupfer und/oder Silber
usw. (vierter und fünfter Schritt
dargestellt in 4d).
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Dritte Ausführungsform
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Eine
dritte Ausführungsform
wird beschrieben mit Bezug auf die 5a–d.
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In
der dritten Ausführungsform
wird die Beschichtungskeimschicht 4 aufgebracht nach dem Öffnen des
Bereichs B wie in der zweiten Ausführungsform beschrieben (dargestellt
in 5b), aber wird aufgebracht in Form eines Musters
ohne die gesamte Oberfläche
zu bedecken, zum Beispiel wird die Beschichtungskeimschicht 4 nur
auf die Bereiche C und B aufgebracht, jedoch nicht auf Bereiche
A (dargestellt in 5c). Solch ein Aufbringen einer
Beschichtungskeimschicht kann zum Beispiel erfolgen, indem die Beschichtungskeimschicht 4 in
einem vorbestimmten Muster durch Tintenstrahldruck aufgebracht wird
unter Verwendung von Tinten, die zum Beispiel Palladium, Silber
oder Nickel enthalten.
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Danach
wird die Kontaktbeschichtung 3 auf gleiche Art aufgebracht
wie vorstehend für
die zweite Ausführungsform
beschrieben (dargestellt in 5d).
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Vierte Ausführungsform
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In
einer vierten Ausführungsform
wird das Ätzmittel
zum Öffnen
der Passivierungsschicht 2 und/oder der Beschichtungskeimschicht
nur in ausgewählten
Bereichen durch zum Beispiel Tintenstrahldruck aufgebracht. Folglich
ist es nicht notwendig, ein Ätz-Schutzmittel
aufzubringen, um bestimmte Bereiche vor dem Ätzprozess zu schützen.
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Fünfte Ausführungsform
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In
einer fünften
Ausführungsform
wird ein Laser genutzt, um die Öffnungen
in der Beschichtungskeimschicht 4 und/oder der Passivierungsschicht 2 bereitzustellen.
Eine Voraussetzung hierfür
ist, dass die Materialien, die für
die Schichten 2 und 4 ausgewählt werden, von einer Art sind,
die mit einem Laser entfernt werden kann.
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Sechste Ausführungsform
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In
einer sechsten Ausführungsform
(dargestellt in den 6a–f) besteht die Beschichtungskeimschicht 4 aus
zum Beispiel a-Si wie beschrieben in Ausführungsform 1. Die Öffnungen
B werden zum Beispiel durch Laserablation bereitgestellt. Eine Beschichtungsschutzschicht 7 wird
dann auf die Bereiche A zum Beispiel durch Tintenstrahldruck abgeschieden.
Eine Metallbarriereschicht 8 zum Beispiel Nickel, Nickel-Phosphor
oder Wolfram wird dann durch Beschichtung auf die Bereiche B und
C aufgebracht (schematisch dargestellt in 6e).
Die Beschichtungsschutzschicht 7 in Bereichen A wird dann entfernt
durch ein Ätzmittel,
welches auch die Beschichtungskeimschicht 4 in den Bereichen
A entfernen wird. In einem nächsten
Schritt wird eine dickere Metallschicht aus zum Beispiel Kupfer
oder Silber zur Bereitstellung der Kontaktbeschichtung 3 abgeschieden
durch Beschichtung oben auf die Beschichtungsbarriereschicht im
Bereich B und C. Alternativ kann die Beschichtungsschutzschicht 7 nach
Aufbringen der Kontaktbeschichtung 3 entfernt werden.
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Siebte Ausführungsform
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In
einer siebten Ausführungsform
(dargestellt in 7a–e) besteht die Beschichtungskeimschicht 4 zum
Beispiel aus a-Si wie beschrieben in Ausführungsform 1. Die Passivierungsschicht
und Beschichtungskeimschicht wird dann im Bereich B geöffnet. Alternativ
kann die Beschichtungskeimschicht abgeschieden werden nach Öffnen des
Passivierungsstapels im Bereich B wie beschrieben in Ausführungsform
3. Eine Beschichtungsschutzschicht 7 wird dann auf die
Bereiche A abgeschieden durch beispielsweise Tintenstrahldruck oder
Dispensen, wie dargestellt in 7d. Der
Beschichtungsschutz sollte vorzugsweise eine reflektierende Schicht
sein und könnte
zum Beispiel aus einem oder mehreren der folgenden Materialien hergestellt
sein: Polyamid, Sulfo-Polyester, Polyketon, Polyester und Acrylharze,
und wobei die Materialien reflektierend gemacht werden durch Beladung
mit einem weißen Pigment
wie Sub-Mikrometer Partikel aus Titandioxid.
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Eine
Metallkeim- und Barriereschicht, zum Beispiel Nickel oder Nickel-Phosphor,
wird dann durch Beschichtung auf Bereiche B und C abgeschieden (schematisch
dargestellt in 7e). In einem nächsten Schritt
wird eine dickere Metallschicht aus beispielsweise Kupfer oder Silber
zum Aufbau der gewünschten
Dicke an Metall für
die Kontakte 3 abgeschieden durch Beschichtung oben auf
die Beschichtungskeim- und Barriereschicht in Bereich B und C.
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In 7e wurde
dargestellt, dass Kontaktbeschichtungen 3 für benachbarte
Kontakte bereitgestellt sind.
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Gemeinsame Merkmale
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2 zeigt
eine Solarzelle, die eine Schicht aus photovoltaischem Absorbermaterial
umfasst, wie eine Siliziumschicht 1. Die Solarzelle umfasst
weiterhin eine Rückseite
der Solarzelle, dargestellt als die obere Oberfläche, und eine Vorderseite der
Solarzelle, dargestellt als die untere Oberfläche. Mindestens ein Kontakt 3 (zwei
Kontakte sind dargestellt in 2) ist auf
der Rückseite
bereitgestellt. Der mindestens eine Kontakt 3 ist auf der
Rückseite
der Solarzelle durch folgende Schritte bereitgestellt worden
- a) Hinzufügen
einer Passivierungsschicht oder eines Stapels aus Passivierungsschichten 2 über die
Rückseite
der Siliziumschicht 1;
- b) Hinzufügen
einer Beschichtungskeimschicht 4 über die Passivierungsschicht 2;
- c) Trennen der Beschichtungskeimschicht 4 durch einen
ersten Bereich A in erste und zweite Elektrodenbereiche;
- d) Öffnen
eines zweiten Bereichs B der Beschichtungskeimschicht 4;
- e) Öffnen
des zweiten Bereichs B der Passivierungsschicht 2; und
- f) Aufbringen einer Kontaktbeschichtung 3 auf die Öffnung des
zweiten Bereichs B der Passivierungsschicht 2 als auch
der Beschichtungskeimschicht 4, die den zweiten Bereich
B umgibt.
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In
einem Aspekt kann Schritt c) des Trennens der Beschichtungskeimschicht 4 durch
einen ersten Bereich A in erste und zweite Elektrodenbereiche das Öffnen des
Bereichs A der Beschichtungskeimschicht 4 umfassen. Genauer
kann Schritt c) durchgeführt
werden, indem zuerst ein Ätz-Schutzmittel
auf die Solarzelle in Bereichen außer dem des ersten Bereichs
A aufgebracht wird und danach ein Ätzmittel aufgebracht wird,
um die Beschichtungskeimschicht 4 im ersten Bereich A durch Ätzen zu öffnen.
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In
einem anderen Aspekt umfasst Schritt c) das Aufbringen eines Isoliermaterials
auf die Beschichtungskeimschicht. Genauer kann in diesem Aspekt
c) das Abscheiden einer Beschichtungsschutzschicht auf die Solarzelle
im ersten Bereich A umfassen oder alternativ wird ein reflektierendes
Beschichtungsschutzmittel auf die Passivierungsschicht abgeschieden.
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In
jedem der zwei oben genannten Aspekte können die Schritte c) und d)
gleichzeitig durchgeführt
werden.
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In
einem Aspekt kann Schritt e) vor Schritt b) ausgeführt werden.
Alternativ kann Schritt b) ausgeführt werden nach Schritt e).
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In
einem Aspekt kann Schritt e) ausgeführt werden, indem zuerst ein Ätz-Schutzmittel
auf die Solarzelle aufgebracht wird in Bereichen außer denen
des zweiten Bereichs B und danach ein Ätzmittel aufgebracht wird,
um die Passivierungsschicht 2 im zweiten Bereich B aufzuätzen.
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In
einem Aspekt kann mindestens einer der Schritte c), d) oder e) das
Aufbringen eines Ätzmittels direkt
auf den zweiten Bereich B umfassen. In einem anderen Aspekt kann
mindestens einer der Schritte c), d) oder e) ein Laserablationsverfahren
umfassen.
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Die
Kontaktbeschichtung 3 kann eine im Wesentlichen T-förmige Querschnittsform
aufweisen. Die Kontaktbeschichtung 3 kann auch bereitgestellt werden
für benachbarte
Kontakte in allen Ausführungsformen,
obwohl dies nur für
die siebte Ausführungsform
(7e) spezifisch beispielhaft dargestellt wurde.
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Gemäß den vorstehend
beschriebenen Ausführungsformen
wird eine Solarzelle bereitgestellt mit einem vergrößerten Bereich
zur Beschichtung elektrischer Leiter auf Solarzellen. Dieser vergrößerte Bereich
wird gebildet durch den Kontaktbereich B (bezeichnet den Bereich,
in dem die Siliziumschicht 1 in Kontakt mit der Kontaktbeschichtung 3 ist)
plus Beschichtungsbereich C × 2
(bezeichnet den Bereich C auf jeder Seite des Bereichs B, wo die
Kontaktbeschichtung 3 mit der Beschichtungskeimschicht 2 verbunden
ist).
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Darüber hinaus
kann der Beschichtungsbereich (2 × C) größer sein als der Kontaktbereich
B, wodurch die Beschichtungsdicke H reduziert wird.
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Es
sollte beachtet werden, dass die Beschichtungskeimschicht 4 ein
reflektierendes Material enthalten kann, um die Lichtaufnahme in
der Solarzelle zu verbessern.
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Die
gewünschte
elektrische Leistung der Solarzelle ist abhängig davon, dass der Ohmsche
Kontakt zwischen den Metallkontakten und dem Basismaterial (Silizium)
eingerichtet ist. Ein Ohmscher Kontakt kann zum Beispiel erzeugt
werden durch eine Wärmebehandlung,
um entweder eine Silizid- oder eine eutektische Phase zu erzeugen.
Die Wärmebehandlung
kann entweder nach Abscheidung des ersten Metallkontakts und der
Barriereschicht erfolgen oder nach Abscheidung des gesamten Metallstapels.
Die Wärmebehandlung
kann zum Beispiel in einem Konvektionsofensystem durchgeführt werden oder
durch lokales Aufheizen der Kontaktbereiche (B) mit einem Laser.
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In
einem alternativen Verfahren wird eine dünne Schicht oder alternativ
Nuklei in Nanometer-Größenordnung,
aus Palladium auf den Wafer abgeschieden vor einer stromlosen Abscheidung
einer Keim- und Barriereschicht. Palladium erhöht die Nukleierung für stromlose
Beschichtungs-Chemien, was zu gleichmäßigeren Metallschichten führt. Zusätzlich ist
die Wärmebilanz
zur Herstellung eines Silizids niedrig für Palladium verglichen mit
den meisten der allgemein verwendeten Übergangsmetallsilizide zur
Herstellung Ohmscher Kontakte auf Silizium.
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Ein
nützliches
Ergebnis ist, dass rückseitenkontaktierte
Solarzellen robuster gegenüber
Temperaturzyklen gemacht werden können, wodurch Zell-Bauformen
möglich
sind mit höheren
Strömen pro
elektrischem Kontakt als bei konventionell beschichteten elektrischen
Kontakten. Diese erhöhte Leistungsfähigkeit
für höhere Ströme kann
zum Beispiel genutzt werden, um Zellen mit Rückseitenkontakt mit längeren Fingern
(auf größeren Substraten) zu
ermöglichen
als mit Bauarten gemäß dem Stand der
Technik. Weiterhin können
kürzere
Beschichtungsprozesszeiten erzielt werden, da es weniger Zeit in
Anspruch nimmt, einen vorhandenen Querschnittsbereich für den elektrischen
Leiter aufzubauen.
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Darüber hinaus
können
rückseitenkontaktierte
Solarzellen hergestellt werden mit einer kleineren Metall-Siliziumgrenzschicht,
was zu einer vergrößerten Zelleffizienz
beiträgt
aufgrund einer geringeren Rekombination an der Metall/Si Grenzfläche.
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Zusätzlich hat
der Produktionsablauf in den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
das Potential, die Produktionskosten für beschichtete rückseitenkontaktierte
Solarzellen zu reduzieren.
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Bitte
beachten Sie, dass die Zeichnungen Illustrationen sind und dass
der Maßstab
nicht notwendigerweise korrekt ist. In einigen Ausführungsformen ist
die Passivierungsschicht 2 zum Beispiel nur ungefähr 50–100 nm,
wohingegen die Dicke der beschichteten Kontakte über Bereich A und B im Mikrometerbereich
liegen kann. Es ist zu beachten, dass diese Werte nicht als Einschränkung der
vorliegenden Anmeldung gemeint sind, es ist möglich, die Erfindung mit großen Abweichungen
von diesen Werten zu erhalten.
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Außerdem muss
der obere Bereich des T-förmigen
Kontaktes, gebildet auf der Beschichtungskeimschicht, einen kontinuierlichen
Stromleiter bilden, während
der untere Teil, gebildet auf den geöffneten Bereichen B nicht kontinuierlich
sein kann. Beispielsweise durch Öffnungsbereiche
B als Vielzahl hintereinander liegender Punkte als gepunktete Linie,
wird man den allgemein bekannten Nutzen eines lokalen Kontaktes
erhalten.
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Zusammenfassung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Solarzelle, die eine
Siliziumschicht (1) umfasst und ein Verfahren zur Bereitstellung
eines Kontaktes auf der Rückseite
solch einer Solarzelle. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- a) Hinzufügen
einer Passivierungsschicht (2) über die Rückseite der Siliziumschicht
(1);
- b) Hinzufügen
einer Beschichtungskeimschicht (4) über die Passivierungsschicht
(2);
- c) Trennen der Beschichtungskeimschicht (4) durch einen
ersten Bereich (A) in erste und zweite Elektrodenbereiche;
- d) Öffnen
eines zweiten Bereichs (B) der Beschichtungskeimschicht (4);
- e) Öffnen
des zweiten Bereichs (B) der Passivierungsschicht (2);
- f) Aufbringen einer Kontaktbeschichtung (3) auf die Öffnung des
zweiten Bereichs (B) der Passivierungsschicht (2) als auch
auf die Beschichtungskeimschicht (4), die den zweiten Bereich
(B) umgibt.