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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
zum Feststellen der Radgeschwindigkeit z. B. eines Fahrzeugs und
auch eine mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigte
Radlagervorrichtung zum drehenden Halten eines Rads.
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BESCHREIBUNG DES STANDS DER
TECHNIK
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Eine
Radlagervorrichtung, die ein Rad eines Fahrzeugs in Bezug auf eine
Aufhängungsvorrichtung halten kann, und mit der eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
zum Feststellen einer Umdrehungsgeschwindigkeit des Rads eines Fahrzeugs,
um das Antiblockier-Bremssystem (ABS) zu steuern, vereinigt ist,
ist allgemein bekannt. Eine derartige Lagervorrichtung umfasst im
Allgemeinen eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung, die Folgendes
umfasst: einen Magnetcodierer, der Magnetpole aufweist, die entlang
seines Umfangs abwechselnd angeordnet sind, und der in eine Dichtungsvorrichtung
eingebaut ist, die zwischen einem inneren und einem äußeren
Element, zwischen denen Wälzkörper (Kugeln) enthalten
sind, angeordnet ist, und einen Radgeschwindigkeitsfeststellsensor,
um die Veränderung der Magnetpole des Magnetcodierers gemäß der
Umdrehung des Rads festzustellen.
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Der
Radgeschwindigkeitssensor wird gewöhnlich an einem Achsschenkel
angebracht, nachdem die Radlagervorrichtung am Achsschenkel, der eine
Aufhängungsvorrichtung bildet, angebracht wurde. In der
letzten Zeit wurde eine Radlagervorrichtung, die mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
vereinigt ist, vorgeschlagen, bei der ein Radgeschwindigkeitsfeststellsensor
in das Radlager aufgenommen ist, um die Größe
der Radlagervorrichtung zu verringern sowie die Mühe bei
der Luftspalteinstellung zwischen dem Radgeschwindigkeitssensor
und dem Magnetcodierer zu beseitigen.
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Ein
nachstehendes Bezugspatentdokument 1 offenbart ein Beispiel der
Radlagervorrichtung, die mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigt
ist. Bei diesem Beispiel, das einen Codierer, der auf einen Innenring
des Lagers gepasst ist, einen ringförmigen Sensorhalter,
der dem Codierer gegenüberliegend an einem Ende eines äußeren
Elements angebracht ist, und einen Radgeschwindigkeitssensor, der
einstückig im Sensorhalter geformt ist und über
einen vorbestimmten axialen Spalt dem Codierer gegenüberliegend
angeordnet ist, umfasst, umfasst der Codierer einen ringförmigen
Magnetcodierer, ist an der Innenseite des Codierers über
den Sensorhalter eine Dichtung angeordnet, und umfasst die Dichtung
eine ringförmige erste und zweite Dichtungsplatte, die
einander gegenüberliegend am Sensorhalter und am Innenring
angebracht sind.
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Bei
einer derartigen Radlagervorrichtung, die mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigt
ist, wird gewöhnlich ein zweckbestimmtes Presspasswerkzeug
verwendet, um den Sensorhalter an der Radlagervorrichtung anzubringen.
Genauer wird ein ringförmiges Passelement aus Metall, das den
Sensorhalter bildet, unter Verwendung eines Presspasswerkzeugs,
das im Wesentlichen eine „C”-förmige
Gestaltung aufweist, auf das äußere Element pressgepasst.
Ein Grund, warum das Werkzeug im Wesentlichen eine „C”-förmige
Gestaltung aufweist, ist, dass durch das Ausschneiden eines Teils
des Presspasswerkzeugs, das eine ringförmige Gestaltung
aufweist, vermieden wird, dass ein schwacher Halteabschnitt aus
Kunstharz zum Halten des Sensors gepresst wird.
- Bezugspatentdokument
1: Japanische Patentoffenlegungsschrift
Nr. 300289/2005
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Probleme, die die Erfindung lösen
soll
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Doch
manchmal wird das Problem verursacht, dass das ringförmige
Passelement nicht dicht mit einer Endfläche des äußeren
Elements in Kontakt gebracht werden kann und daher ein konstanter Luftspalt
zwischen dem Codierer und dem Sensor nicht stabil erhalten werden
kann und auch das Dichtungsleistungsvermögen unzureichend
wird. Dies liegt daran, dass eine ausreichende Presskraft nicht direkt
auf das mit dem Halteabschnitt aus Kunstharz bedeckte ringförmige
Passelement ausgeübt werden kann, wenn das ringförmige
Passelement durch das Presspasswerkzeug, das eine im Wesentlichen „C”-förmige
Gestaltung aufweist, pressgepasst wird.
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Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
und eine mit der Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigte
Radlagervorrichtung bereitzustellen, die zwischen dem Codierer und
dem Sensor konstant einen Luftspalt von hoher Genauigkeit erhalten
kann und die Verlässlichkeit der Radgeschwindigkeitsfeststellung
verbessern kann, ohne Dichtungsprobleme zu verursachen.
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Mittel zur Lösung
der Probleme
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Zur
Erfüllung der oben erwähnten Aufgabe wird nach
der vorliegenden Erfindung eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
bereitgestellt, die einen Codierer und einen ringförmigen
Sensorhalter, der dem Codierer gegenüberliegend angeordnet
ist, umfasst; wobei der Sensorhalter ein ringförmiges Passelement
aus einer Stahlplatte und einen Halteabschnitt, der einstückig
mit dem ringförmigen Passelement geformt ist und einen
dem Codierer gegenüberliegend angeordneten Radgeschwindigkeitssensor
aufweist, umfasst; wobei am Außenumfang des Halteabschnitts
mehrere im Wesentlichen kreisbogenförmige Einbuchtungen gebildet
sind, sodass Abschnitte des Umfangs des ringförmigen Passelements
vom Halteabschnitt freiliegen.
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Da
bei der Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung der vorliegenden
Erfindung am Außenumfang des Halteabschnitts mehrere im
Wesentlichen kreisbogenförmige Einbuchtungen gebildet sind,
so dass Abschnitte des Umfangs des ringförmigen Passelements
vom Halteabschnitt freiliegen, ist es möglich, das ringförmige
Passelement nicht nur an Abschnitten, die nicht durch den Halteabschnitt
bedeckt sind, sondern auch an seinem Umfang ausreichend presszupassen,
wenn das ringförmige Passelement auf das äußere
Element der Radlagervorrichtung pressgepasst wird. Demgemäß ist
es möglich, an im Wesentlichen seinem gesamten Umfang eine
konstante Verschiebung des ringförmigen Passelements zu
erlangen und dadurch konstant einen Luftspalt von hoher Genauigkeit
zwischen dem Codierer und dem Sensor zu erlangen und die Verlässlichkeit
der Radgeschwindigkeitsfeststellung zu verbessern, ohne Dichtungsprobleme
zu verursachen.
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Nach
der vorliegenden Erfindung wird auch eine mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
vereinigte Radlagervorrichtung bereitgestellt, die Folgendes umfasst:
ein äußeres
Element, das an seinem Außenumfang einstückig
mit einem Aufbauanbringungsflansch zur Anbringung an einer Aufhängungsvorrichtung
eines Fahrzeugs ausgeführt ist und außerdem an
seinem Innenumfang mit zwei Reihen von äußeren
Laufringflächen ausgeführt ist; ein inneres Element,
das eine Radnabe und einen Innenring beinhaltet, wobei die Radnabe
an ihrem einen Ende einstückig mit einem Radanbringungsflansch ausgeführt
ist und einen zylinderförmigen Abschnitt aufweist, der
sich axial vom Radanbringungsflansch erstreckt, wobei der Innenring
auf den zylinderförmigen Abschnitt der Radnabe pressgepasst
ist und die Radnabe und der Innenring an ihrem Außenumfang
mit zwei Reihen von inneren Laufringflächen ausgeführt
sind, die den zwei Reihen von äußeren Laufringflächen
gegenüberliegen; zwei Reihen von Wälzkörpern,
die zwischen den äußeren und den inneren Laufringflächen
des äußeren und des inneren Elements enthalten
sind; und eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung, die einen Codierer,
der auf den Außenumfang des Innenrings gepasst ist, und
einen ringförmigen Sensorhalter, der so an einem Ende des äußeren
Elements angebracht ist, dass er dem Codierer gegenüberliegt,
umfasst; wobei der Sensorhalter ein ringförmiges Passelement
aus einer Stahlplatte und einen Halteabschnitt, der einstückig
mit dem ringförmigen Passelement geformt ist und einen
dem Codierer gegenüberliegend angeordneten Radgeschwindigkeitssensor
aufweist, umfasst; wobei am Außenumfang des Halteabschnitts
mehrere im Wesentlichen kreisbogenförmige Einbuchtungen
gebildet sind, so dass Abschnitte des Umfangs des ringförmigen
Passelements vom Halteabschnitt freiliegen.
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Daher
ist es möglich, eine mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
vereinigte Radlagervorrichtung bereitzustellen, die zwischen dem
Codierer und dem Sensor konstant einen Luftspalt von hoher Genauigkeit
aufweisen kann und die Verlässlichkeit der Radgeschwindigkeitsfeststellung
verbessern kann, ohne Dichtungsprobleme zu verursachen.
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Wirkungen der Erfindung
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Nach
der mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigten
Radlagervorrichtung der vorliegenden Erfindung ist es aufgrund des
Umstands, dass sie eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
umfasst, die einen Codierer, der auf den Außenumfang des
Innenrings gepasst ist, und einen ringförmigen Sensorhalter,
der so an einem Ende des äußeren Elements angebracht
ist, dass er dem Codierer gegenüberliegt, beinhaltet; wobei
der Sensorhalter ein ringförmiges Passelement aus einer
Stahlplatte und einen Halteabschnitt, der einstückig mit dem
ringförmigen Passelement geformt ist und einen dem Codierer
gegenüberliegend angeordneten Radgeschwindigkeitssensor
aufweist, beinhaltet; und am Außenumfang des Halteabschnitts
mehrere im Wesentlichen kreisbogenförmige Einbuchtungen
gebildet sind, so dass Abschnitte des Umfangs des ringförmigen
Passelements vom Halteabschnitt freiliegen, möglich, an
im Wesentlichen seinem gesamten Umfang eine konstante Verschiebung
des ringförmigen Passelements zu erlangen und dadurch konstant einen
Luftspalt von hoher Genauigkeit zwischen dem Codierer und dem Sensor
zu erlangen und die Verlässlichkeit der Radgeschwindigkeitsfeststellung
zu verbessern, ohne Dichtungsprobleme zu verursachen.
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Die beste Weise zur Ausführung
der Erfindung
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Die
beste Weise zur Ausführung der vorliegenden Erfindung ist
eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung, die einen Codierer
und einen ringförmigen Sensorhalter, der dem Codierer gegenüberliegend
angeordnet ist, umfasst; wobei der Sensorhalter ein ringförmiges
Passelement aus einer Stahlplatte und einen Halteabschnitt, der
einstückig mit dem ringförmigen Passelement geformt
ist und einen dem Codierer gegenüberliegend angeordneten
Radgeschwindigkeitssensor aufweist, umfasst; wobei am Außenumfang
des Halteabschnitts mehrere im Wesentlichen kreisbogenförmige
Einbuchtungen gebildet sind, so dass Abschnitte des Umfangs des
ringförmigen Passelements vom Halteabschnitt freiliegen.
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Bevorzugte Ausführungsform
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Unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen wird eine bevorzugte
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben
werden.
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1 ist
eine Längsschnittansicht einer bevorzugten Ausführungsform
einer mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigten Radlagervorrichtung
der vorliegenden Erfindung, 2 ist eine
Aufrissansicht von 1, und 3 ist eine
teilweise vergrößerte Ansicht von 1.
In der nachstehenden Beschreibung wird eine äußere
Seite einer Lagervorrichtung, wenn diese an einem Fahrzeug angebracht
ist, als „Außenseite” (die linke Seite in
einer Zeichnung), und eine innere Seite einer Lagervorrichtung,
wenn diese an einem Fahrzeug angebracht ist, als „Innenseite” (die
rechte Seite in einer Zeichnung) bezeichnet.
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Die
mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigte Radlagervorrichtung
der vorliegenden Erfindung ist ein sogenannter Typ der „dritten
Generation”, wobei eine Radnabe 1 und ein zweireihiges
Wälzlager 2 vereinigt sind.
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Das
zweireihige Wälzlager 2 umfasst ein äußeres
Element 4, ein inneres Element 3 und zwei Reihen
von Wälzkörpern (Kugeln) 5, 5.
Das äußere Element 4 besteht aus Stahl
mit einem mittleren Kohlenstoffgehalt wie etwa S53C, der 0,40 bis
0,80 Gew.% Kohlenstoff enthält, und ist an seinem Außenumfang
einstückig mit einem Aufbauanbringungsflansch 4b ausgeführt,
der zur Anbringung an einem Achsschenkel (nicht gezeigt) geeignet
ist, und außerdem an seinem Innenumfang mit zwei Reihen
von äußeren Laufringflächen 4a, 4a ausgeführt,
die durch Hochfrequenzinduktionsabschrecken so gehärtet sind,
dass sie eine Oberflächenhärte von 54 bis 64 HRC
aufweisen.
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Andererseits
ist die Radnabe 1 einstückig an seinem außenseitigen
Ende mit einem Radanbringungsflansch 7 zum Anbringen eines
Rads (nicht gezeigt) des Fahrzeugs, und an seinem Außenumfang mit
einer (außenseitigen) inneren Laufringfläche 1a versehen,
von der ein zylinderförmiger Abschnitt 1b axial
verlängert ist. Der Innenumfang der Radnabe 1 ist
mit einer Kerbverzahnung (oder Keilverzahnung) 1c ausgeführt,
in die ein äußeres Gelenkelement (nicht gezeigt),
das ein Gleichlaufgelenk bildet, eingesetzt werden kann. Zusätzlich
sind Nabenschrauben 7a an umfänglich gleichmäßig
beabstandeten Stellen am Radanbringungsflansch 7 befestigt.
Ein Innenring 6 ist auf den zylinderförmigen Abschnitt 1b der
Radnabe 1 pressgepasst und an seinem Außenumfang
mit der anderen (innenseitigen) inneren Laufringfläche 6a,
die der anderen der beiden Reihen von äußeren
Laufringflächen 4a, 4a entspricht, versehen. Es
sollte bemerkt werden, dass das innere Element 3 die Radnabe 1 und
den darauf pressgepassten Innenring 6 umfasst.
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Zwischen
den äußeren Laufringflächen 4a, 4a des äußeren
Elements 4 und den gegenüberliegend angeordneten
inneren Laufringflächen 1a, 6a der Radnabe 1 bzw.
des Innenrings 6 sind zwei Reihen von Wälzkörpern 5, 5 enthalten,
und werden darin durch Käfige 9, 9 wälzbar
gehalten. An beiden Enden des äußeren Elements 4 sind
Dichtungen 10, 11 angebracht, um ein Austreten
von Schmierfett, das in der Lagervorrichtung enthalten ist, wie
auch ein Eindringen von Regenwasser oder Staub in das Lager zu verhindern.
Obwohl in einer veranschaulichten Ausführungsform Kugeln
als Wälzkörper verwendet werden, wird man verstehen,
dass Kegelrollen als Wälzkörper verwendet werden
können.
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Die
Radnabe 1 besteht aus Stahl mit einem mittleren Kohlenstoffgehalt
wie etwa S53C, der 0,40 bis 0,80 Gew.% Kohlenstoff enthält,
und ist durch Hochfrequenzinduktionsabschrecken so gehärtet, dass
es in einem Bereich von einem Dichtungsstegabschnitt, mit dem die
außenseitige Dichtung 10 gleitfähig in
Kontakt steht, über die innere Laufringfläche 1a bis
zum zylinderförmigen Abschnitt 1b eine Oberflächenhärte
von 54 bis 64 HRC aufweist. Dies ermöglicht nicht nur,
die Abriebfestigkeit des Dichtungsstegabschnitts zu verbessern,
sondern auch die mechanische Stärke gegen die Drehbiegebelastung,
die auf den Radanbringungsflansch 7 ausgeübt wird,
zu erhöhen.
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Bei
der bevorzugten Ausführungsform umfasst ein ringförmiger
Sensorhalter 15 ein ringförmiges Passelement 16,
das an einem Ende des äußeren Elements 4 angebracht
ist, und einen Halteabschnitt 17 aus Kunstharz, der wie
in 2 und 3 gezeigt einstückig
mit dem ringförmigen Passelement 16 ausgeführt
ist.
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Das
ringförmige Passelement 16 ist als Ganzes als
ringförmiger Körper ausgeführt und umfasst einen
zylinderförmigen Passabschnitt 16a, der auf den
Außenumfang des äußeren Elements 4 pressgepasst
ist, einen Flanschabschnitt 16b, der sich vom Passabschnitt 16a radial
einwärts erstreckt, einen geneigten Abschnitt 16c,
der vom Flanschabschnitt 16b winkelig radial einwärts
geneigt ist, und einen zylinderförmigen Abschnitt 16d,
der sich axial vom geneigten Abschnitt 16c erstreckt. Das
ringförmige Passelement 16 ist durch Pressen einer
Stahlplatte wie etwa einer Edelstahlplatte, die über Korrosionsbeständigkeit
verfügt, gebildet. Der Halteabschnitt 17 ist durch
Bereitstellen mehrerer Öffnungen 18 im geneigten
Abschnitt 16c, um das Kunstharz des Halteabschnitts 17 fest
zu ergreifen, einstückig mit dem ringförmigen
Passelement 16 ausgeführt. Die Dichtung 11 ist
in den zylinderförmigen Abschnitt 16d des ringförmigen
Passelements 16 eingepasst, und der Sensorhalter 15 ist
so auf das Ende des äußeren Elements 4 pressgepasst,
dass der Flanschabschnitt 16b des ringförmigen
Passelements 16 eng mit der Endfläche des äußeren
Elements 4 in Kontakt steht.
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Der
Radgeschwindigkeitssensor 20 ist in das Kunstharz, das
den Halteabschnitt 17 bildet, eingebettet, und über
einen vorbestimmten axialen Spalt einem Magnetcodierer 19 gegenüberliegend
angeordnet. Der Radgeschwindigkeitssensor 20 umfasst ein
Magnetfeststellelement wie etwa ein Hall-Element, ein Magnetwiderstandselement
(MR-Element) o. ä., dessen Eigenschaften sich gemäß der
Fließrichtung des Magnetflusses verändern, und
eine integrierte Schaltung, in die eine Schaltung zur Wellenformung
zum Formen der Ausgangswellenform des Magnetfeststellelements aufgenommen
ist.
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Bei
der bevorzugten Ausführungsform sind am Außenumfang
des Halteabschnitts 17 mehrere im Wesentlichen kreisbogenförmige
Einbuchtungen 14 gebildet, so dass Abschnitte des Umfangs
des ringförmigen Passelements 16 vom Halteabschnitt 17 frei
liegen. Die radiale Tiefe jeder Einbuchtung 14 reicht bis
zu einem im Wesentlichen mittleren Abschnitt des Halteabschnitts 17 in
einer radialen Richtung, so dass die Stärke des Halteabschnitts 17 aufrechterhalten
werden kann.
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In 2 ist
ein Kontaktbereich des Presspasswerkzeugs mit dem ringförmigen
Passelement 16, wenn das ringförmige Passelement 16 durch
das Presspasswerkzeug auf das äußere Element 4 pressgepasst
wird, gezeigt. Man wird verstehen, dass es möglich ist,
durch das Presspasswerkzeug nicht nur Abschnitte des Passabschnitts 16a des ringförmigen Passelements 16,
die nicht durch den Halteabschnitt 17 bedeckt sind, sondern
auch Abschnitte des Flanschabschnitts 16b, die durch die
im Umfang des Halteabschnitts 17 gebildeten Einbuchtungen 14 freigelegt
sind, zu pressen, wenn das ringförmige Passelement 16 auf
das äußere Element 4 der Radlagervorrichtung
pressgepasst wird. Demgemäß ist es aufgrund des
Umstands, dass das ringförmige Passelement direkt unter
dem Kopf des Radgeschwindigkeitssensors 20 direkt durch
das Presspasswerkzeug geschoben werden kann, möglich, an im
Wesentlichen seinem gesamten Umfang eine konstante Verschiebung
des ringförmigen Passelements 16 zu erlangen und
dadurch konstant einen Luftspalt von hoher Genauigkeit zwischen
dem Codierer 19 und dem Sensor 20 zu erlangen
und die Verlässlichkeit der Radgeschwindigkeitsfeststellung
zu verbessern, ohne Dichtungsprobleme zu verursachen.
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Die
innenseitige Dichtung 11 umfasst eine erste und eine zweite
Dichtungsplatte 21, 22 mit jeweils einem „L”-förmigen
Querschnitt, die einander gegenüberliegend angeordnet sind.
Die zweite Dichtungsplatte 22 umfasst einen zylinderförmigen
Abschnitt 22a zur Passung auf den Innenring 6 und
einen stehenden Abschnitt 22b, der sich vom zylinderförmigen
Abschnitt 22a radial auswärts erstreckt. Die zweite
Dichtungsplatte 22 ist durch Pressen einer Stahlplatte
wie etwa eines austenitischen Edelstahlblechs (JIS SUS 304 usw.)
oder eines konservierten kaltgewalzten Blechs (JIS SPCC usw.)
gebildet.
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Andererseits
umfasst die erste Dichtungsplatte 21 einen zylinderförmigen
Abschnitt 21a, der in den Sensorhalter 15 gepasst
ist, und einen stehenden Abschnitt 21b, der sich von einem
Ende des zylinderförmigen Abschnitts 21a radial
einwärts erstreckt. Ein Dichtungselement 24, das
eine Seitenlippe 24a, eine Schmierfettlippe 24b und
eine Mittellippe 24c umfasst, die einstückig ausgeführt
sind, ist über eine vulkanisierte Klebung an die erste
Dichtungsplatte 21 geklebt. Das Dichtungselement 24 ist aus
einem elastischen Material wie etwa Gummi gebildet. Die Seitenlippe 24a steht
gleitfähig mit dem stehenden Abschnitt 22b der
zweiten Dichtungsplatte 22 in Kontakt, und die Schmierfettlippe 24b und
die Mittellippe 24c stehen gleitfähig mit dem
zylinderförmigen Abschnitt 22a der zweiten Dichtungsplatte 22 in
Kontakt.
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Eine
Basis 25 aus Stahl ist über den Halteabschnitt 17 des
Sensorhalters 15 der Dichtung 11 gegenüberliegend
angeordnet. Die Basis 25 weist im Wesentlichen einen „L-förmigen
Querschnitt auf, der einen zylinderförmigen Abschnitt 25a,
welcher auf den Innenring 6 gepasst ist, und einen stehenden
Abschnitt 25b, welcher sich vom zylinderförmigen
Abschnitt 25a radial auswärts erstreckt, umfasst.
Der Magnetcodierer 19 ist aus einem Elastomer wie etwa Gummi,
der mit einem magnetischen Pulver wie etwa Ferrit vermischt ist,
gebildet und über eine vulkanisierte Klebung einstückig
an die Innenseite des stehenden Abschnitts 25b der Basis 25 geklebt.
Der Magnetcodierer 19 weist Nord- und Südpole
auf, die entlang seines Umfangs abwechselnd angeordnet sind, und
bildet einen Drehcodierer zum Feststellen der Radgeschwindigkeit.
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Nach
einem derartigen Aufbau ist es aufgrund des Umstands, dass der Radgeschwindigkeitssensor 20 im
ringförmigen Sensorhalter 15 eingebettet ist und
die Dichtung 11 an der Innenseite des Radgeschwindigkeitssensors 20 angeordnet
ist, möglich, im Zustand vor dem Anbringen des äußeren Gelenkelements
an der Radnabe 1 einschließlich einer Zeit während
des Transports zu einer Fertigungsstraße bei einem Automobilhersteller
und unter harten Fahrtbedingungen eines Fahrzeugs ein Eindringen
von Fremdstoffen wie etwa magnetischen Pulvern in den Raum zwischen
dem Magnetcodierer 19 und dem Radgeschwindigkeitssensor 20 sicher
zu verhindern. Daher ist es möglich, die Verlässlichkeit der
Feststellung der Radgeschwindigkeit zu verbessern, die Größe
der radialen Abmessungen der Lagervorrichtung zu verringern, und
auch die Umgebung des Radgeschwindigkeitssensors 20 zu
vereinfachen.
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Obwohl
bei der veranschaulichten Ausführungsform eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
vom aktiven Typ gezeigt wird, die den Magnetcodierer 19 und
den Radgeschwindigkeitssensor 20, der Magnetfeststellelemente
wie etwa Hall-Effekt-Elemente beinhaltet, umfasst, ist es möglich, eine
Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vom passiven Typ zu verwenden,
die z. B. einen Magnetcodierer, einen Magnet, eine ringförmige
Spule usw. umfasst. Die Feststellrichtung kann sowohl auf die radiale
als auch auf die axiale Richtung angewendet werden.
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Die
vorliegende Erfindung wurde unter Bezugnahme auf die bevorzugte
Ausführungsform beschrieben. Es ist offensichtlich, dass
Durchschnittsfachleuten nach dem Lesen und Verstehen der vorhergehenden
ausführlichen Beschreibung Abwandlungen und Änderungen
einfallen werden. Es ist beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung
so ausgelegt werden soll, dass sie alle derartigen Änderungen und
Abwandlungen beinhaltet, soweit diese in den Umfang der beiliegenden
Ansprüche oder ihrer Entsprechungen fallen.
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GEWERBLICHE ANWENDUNGSMÖGLICHKEIT
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Die
mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigte Radlagervorrichtung
der vorliegenden Erfindung kann auf Radlagervorrichtungen, die jede
beliebige Art von Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung enthalten,
angewendet werden.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Längsschnittansicht einer bevorzugten Ausführungsform
einer mit einer Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigten Radlagervorrichtung
der vorliegenden Erfindung;
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2 ist
eine seitliche Aufrissansicht von 1; und
-
3 ist
eine teilweise vergrößerte Ansicht von 1.
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ZUSAMMENFASSUNG DER OFFENBARUNG
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
und eine mit der Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung vereinigte
Radlagervorrichtung bereitzustellen, die zwischen dem Codierer und
dem Sensor konstant einen Luftspalt von hoher Genauigkeit erhalten
kann und die Verlässlichkeit der Radgeschwindigkeitsfeststellung
verbessern kann, ohne Dichtungsprobleme zu verursachen. Zur Lösung
der oben erwähnten Aufgabe wird eine Radgeschwindigkeitsfeststellvorrichtung
bereitgestellt, die einen Codierer und einen ringförmigen
Sensorhalter, der dem Codierer gegenüberliegend angeordnet
ist, umfasst; wobei der Sensorhalter ein ringförmiges Passelement
aus einer Stahlplatte und einen Halteabschnitt, der einstückig
mit dem ringförmigen Passelement geformt ist und einen dem
Codierer gegenüberliegend angeordneten Radgeschwindigkeitssensor
aufweist, umfasst; wobei am Außenumfang des Halteabschnitts
mehrere im Wesentlichen kreisbogenförmige Einbuchtungen
gebildet sind, so dass Abschnitte des Umfangs des ringförmigen
Passelements vom Halteabschnitt freiliegen.
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- 1
- Radnabe
- 1a,
6a
- innere
Laufringfläche
- 1b
- zylinderförmiger
Abschnitt
- 1c
- Kerbverzahnung
- 2
- zweireihiges
Wälzlager
- 3
- inneres
Element
- 4
- äußeres
Element
- 4a
- äußere
Laufringfläche
- 4b
- Aufbauanbringungsflansch
- 4c
- Kerbverzahnung
- 5
- Wälzkörper
- 6
- Innenring
- 7
- Radanbringungsflansch
- 7a
- Nabenschraube
- 9
- Käfig
- 10
- außenseitige
Dichtung
- 11
- innenseitige
Dichtung
- 14
- Einbuchtung
- 15
- Sensorhalter
- 16
- ringförmiges
Passelement
- 16a
- Passabschnitt
- 16b
- Flanschabschnitt
- 16c
- geneigter
Abschnitt
- 16d
- zylinderförmiger
Abschnitt
- 17
- Halteabschnitt
- 18
- Öffnung
- 19
- Magnetcodierer
- 20
- Radgeschwindigkeitssensor
- 21
- erste
Dichtungsplatte
- 21a
- zylinderförmiger
Abschnitt
- 21b
- stehender
Abschnitt
- 22
- zweite
Dichtungsplatte
- 22a
- zylinderförmiger
Abschnitt
- 22b
- stehender
Abschnitt
- 24
- Dichtungselement
- 24a
- Seitenlippe
- 24b
- Schmierfettlippe
- 24c
- Mittellippe
- 25
- Basis
- 25a
- zylinderförmiger
Abschnitt
- 25b
- stehender
Abschnitt
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - JIS SUS 304 [0026]
- - JIS SPCC [0026]