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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten einer Faserbahn
mit einem Vorhangbeschichter, wobei in dem Verfahren die Beschichtungsfarbe
einer Entgasungsbehandlung unterzogen wird, bevor sie dem Beschichter
zugeführt wird.
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Weil
beschichtete Qualitäten von Papier und das Beschichten
als ein Verfahren in ihrer Popularität gewachsen sind,
werden steigende Anforderungen an Beschichtungsverfahren und -ausrüstung
gestellt. Beim Beschichten, insbesondere beim Pigmentbeschichten,
wird die Oberfläche des Papiers mit einer Schicht einer
Streichmasse an einer Beschichtungsstation ausge bildet, gefolgt
von dem Ablaufen lassen des überschüssigen Wassers.
Eine übliche Pigmentbeschichtungsmethode ist das sogenannte
Rakelstreichen, bei welchem die Menge der Beschichtung mittels einer
sogenannten Dosierrakel gesteuert wird. Die am weitesten verbreiteten
Arten von Rakelstreichstationen sind ein mit einer Auftragwalze
ausgestatteter Rakelbeschichter und ein mit einer Düsenaufbringungseinrichtung
versehener Rakelbeschichter. Beim Beschichten wird auch ein sogenannter
Filmtransferbeschichter verwendet, dessen Popularität in
jüngster Zeit zugenommen hat. Desgleichen ist eine aufstrebende
neue Technologie bei der Beschichtung von Faserbahnen die Verwendung von
Vorhangbeschichtern.
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Vorhangbeschichter
können in Schlitzzufuhr- oder Gleitzufuhrbeschichter eingeteilt
werden. In einem Gleitzufuhr-Vorhangbeschichter wird die Beschichtung
mittels eines Düsenblocks auf eine geneigte Gleitfläche
zugeführt, entlang welchem die Beschichtung zu einem Rand
der Gleitfläche strömt, wobei sich der Vorhang
bildet, wenn die Beschichtung über den Rand der Gleitfläche
strömt, welcher eine Zufuhrlippe bildet. Bei Schlitzzufuhr-Auftragsbalken,
wird die Beschichtung durch eine Zuführkammer in einen
schmalen, vertikalen Schlitz gepumpt, wobei sich die Beschichtung
an dessen Lippe bildet und auf eine Bahn strömt. Die Beschichtung
kann in einer oder mehreren Schichten aufgebracht werden. Der sich
ergebende Vorhang kann durch Randführungen gesteuert werden,
die, wie der Name sagt, entlang der Ränder eines Zufuhrschlitzes
bzw. einer Zufuhrlippe angeordnet sind.
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Es
gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Sorten von Papier und Pappe
bzw. Karton und diese können durch das Riesgewicht in zwei
Klassen eingeteilt werden: Papiere, welche in einer einfachen Lage
vorliegen und ein Riesgewicht von 25–300 g/m2 aufweisen,
und Pappen bzw. Kartons, welche durch Mehrlagetechniken hergestellt
werden und ein Riesgewicht von 100–600 g/m2 aufweisen.
Wie man erkennen kann, besteht eine flexible Trennungslinie zwischen
Papier und Pappe, wobei die Pappen mit den niedrigsten Riesgewichten
leichter sind als die schwersten Papiere. Im Allgemeinen wird Papier zum
Drucken und Pappe zum Verpacken verwendet. Papiere und Pappen können
beschichtet oder unbeschichtet sein.
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Die
folgenden Beschreibungen sind Beispiele von derzeitigen Werten für
beschichtbare Faserbahnen und es können beträchtliche
Abweichungen von den angegebenen Werten existieren. Die Beschreibungen
basieren hauptsächlich auf der Quelle der Veröffentlichung
Papermaking Science and Technology, section Papermaking Part 3,
Finishing, edit. Jokio, M., publ. Fapet Oy, Jyväskylä 1999,
361p.
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Beschichtetes
Zeitschriftenpapier (LWC = beschichtetes Leichtgewicht) beinhaltet
mechanische Pulpe 40–60%, gebleichte Weichholzpulpe 25–40%
und Füll- und Beschichtungsfarben 20–35%. Allgemeine
Werte für LWC-Papier können wie folgt angenommen
werden: Riesgewicht 40–70 g/m2, Hunterglanz
50–65%, PPS S10-Rauheit 0,8–1,5 μm (Offset)
und 0,6–1,0 μm (Roto), Dichte 1100–1250 kg/m3, Helligkeit 70–75% und Opazität
89–94%.
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Allgemeine
Werte für MFC-Papier (maschinenfertigbearbeitet, beschichtet)
können wie folgt angenommen werden: Riesgewicht 50–70
g/m2, Hunterglanz 25–70%, PPS S10-Rauheit
2,2–2,8 μm, Dichte 900–950 kg/m3, Helligkeit 70–75% und Opazität
91–95%.
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Allgemeine
Werte für FCO-Papier (Offsetfilmbeschichtet) können
wie folgt angenommen werden: Riesgewicht 40–70 g/m2, Hunterglanz 45–55%, PPS S10-Rauheit
1,5–2,0 μm, Dichte 1000–1050 kg/m3, Helligkeit 70–75% und Opazität
91–95%.
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Allgemeine
Werte für MWC-Papier (beschichtet, mittleres Gewicht) können
wie folgt angenommen werden: Riesgewicht 70–90 g/m2, Hunterglanz 65–75%, PPS S10-Rauheit
0,6–1,0 μm, Dichte 1150–1250 kg/m3, Helligkeit 70–75% und Opazität 89–95%.
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HWC
(Schwergewicht, beschichtet) weist ein Riesgewicht von 100–135
g/m2 auf und es kann sogar mehr als zweimal
beschichtet werden.
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Bei
beschichteten, auf chemischer Pulpe basierenden, holzfreien Druckpapieren
oder Feinqualitätspapieren (WFC) schwanken die Mengen der
Beschichtung über einen breiten Bereich gemäß den Anforderungen
an eine beabsichtigte Anwendung. Im Folgenden werden typische Werte
für einmal und zweimal beschichtete, auf chemischer Pulpe
basierende Druckpapiere angegeben: für das einmal beschichtete
ein Riesgewicht von 90 g/m2, Hunterglanz 65–80%,
PPS S10-Rauheit 0,75–2,2 μm, Helligkeit 80–88%
und Opazität 91–94%, und für das zweimal beschichtete
ein Riesgewicht von 130 g/m2, Hunterglanz
70–80%, PPS S10-Rauheit 0,65–0,95 μm,
Heligheit 83–90% und Opazität 95–97%.
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Pappen
bilden eine relativ heterogene Gruppe, welche bezüglich
des Riesgewichts hohe Qualitäten, deren Riesgewicht sogar
mehr als 500 g/m2 betragen kann, und hinsichtlich
des Riesgewichts niedrige Qualitäten beinhalten, deren
Riesgewicht ungefähr 120 g/m2 beträgt,
wobei die Qualitäten möglicherweise von denjenigen,
die auf fabrikneuem Material basieren, sogar bis zu denjenigen reichen,
die zu 100% auf recyceltem Material basieren, und von unbeschichteten
zu denjenigen mit mehrfacher Beschichtung. Beschichtete Pappen beinhalten
wie folgt:
- – faltbare Graupappe (FBB)
basierend auf fabrikneuem Material, durchgebleichte Pappe (SBB), Flüssigkeitsverpackungspappe
(LPB), weiß beschichtete Deckelabdichtung, Trägerpappe
- – weiß beschichtete Graupappe (WLC) basierend auf
recyceltem Material bzw. Sekundärstoff, beschichtete recycelte
Pappe.
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Die
Vorhangbeschichtung ist grundsätzlich bei der Herstellung
aller oben genannten beschichtbaren Qualitäten verwendbar.
Im Vergleich zu Rakel- oder Filmtransferbeschichtung bringt der
Vorhangbeschichter eine viel geringere Kraft auf eine Bahn auf, was
zu einer geringeren Anzahl an durch einen Bruch der Papierbahn verursachten
Unterbrechungen führt und somit die Laufeigenschaften verbessert.
Die Vorhangbeschichtung ist nicht in der Lage, eine Oberflächenglätte
zu erreichen, die derjenigen entspricht, die durch Rakelbeschichten
erreichbar ist, aber die dadurch erreichte Abdeckung ist besser,
als was durch Rakelbeschichten oder Filmtransferbeschichten erreicht
wird.
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In
der Verfahrenstechnik stellt das Mischen von Gasen, wie zum Beispiel
Luft, mit Flüssigkeiten und die in einem Verfahren verwendeten
Zusammensetzungen typischerweise eine Quelle vieler Probleme. Insbesondere
beim Vorhangbeschichtungsprozess von Papier oder einem entsprechenden
Faserbahnmaterial sind ein in der Beschichtungsfarbe vorhandenes
Gas oder Gasblasen in dem Beschichtungsverfahren für die
Entwicklung von Ungleichmäßigkeiten auf der Oberfläche
des Papiers und sogar für Flecken, die vollständig
frei von einer Beschichtung sind, verantwortlich. Beim Mehrfach- Vorhangbeschichten
ist die Bedeutung der Entgasung sogar noch ausgeprägter.
Somit muss, wenn die Anzahl der Beschichtungsschichten zum Beispiel
drei oder vier ist, die zur Herstellung jeder Schicht verwendete
Beschichtung so gründlich wie möglich entgast
werden.
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Es
sind zum Bespiel verschiedene Vakuumentgaser bzw. -entlüfter
zum Entfernen eines innerhalb einer Beschichtungsfarbe vermischten
und aufgelösten Gases entwickelt worden, wie zum Beispiel in
den früheren Patentanmeldungen FI20055280, FI20055713 und
FI20055704 des vorliegenden Anmelders beschrieben.
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Vakuumentlüfter
werden vorzugsweise mit einem Absolutdruck von ungefähr
1 kPa bis 15 kPa versehen. Falls die Kammer mit einem geringeren Absolutdruck
versehen wird, wird z. B. die Verdampfungstemperatur einer in der
Beschichtungsfarbe enthaltenen Flüssigkeit niedriger und
es besteht ein Risiko, dass sich die Qualität der Beschichtungsfarbe als
ein Ergebnis der Verdampfung verschlechtert. Falls andererseits
die Kammer mit einem höheren Absolutdruck versehen wird,
ist dies nicht notwendigerweise genug zum Vergrößern
der Größe der in der Beschichtungsfarbe enthaltenen
Gasblasen und zum Entfernen derselben mittels Vakuum. In einem sehr
bevorzugten Fall wird die Vakuumkammer mit einem Absolutdruck von
ungefähr 3 kPa bis 15 kPa versehen. Das Anheben eines unteren
Grenzwerts für den angewendeten Absolutdruck dient dazu,
es noch sicherer zu ma chen, dass für die Beschichtungsfarbe
keine Chance besteht, während der Entgasung zu verdampfen.
Der Vakuumentlüfter ermöglicht eine hohe Effizienz,
wodurch es möglich wird, ein in einer Beschichtungsfarbe
enthaltenes Gas schnell und gründlich aus einer großen
Menge der Beschichtungsfarbe zu entfernen.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Vorhangbeschichtungsverfahren
zum Erzeugen einer fehlerfrei beschichteten Oberfläche
zu schaffen. Um diese Aufgabe zu lösen, wird ein Verfahren
zum Beschichten einer Faserbahn mit einem Vorhangbeschichter angegeben,
wobei in dem Verfahren die Beschichtungsfarbe einer Entgasungsbehandlung
unterzogen wird, bevor sie zu dem Beschichter zugeführt
wird, wobei das Verfahren die Verwendung eines Vakuumentgasers zum
Entfernen schädlicher, durch einen Gasanteil der Beschichtungsfarbe
hervorgerufenen Fehler in dem Entgasungsprozess beinhaltet, wobei
dem Entgaser eine Beschichtungsfarbe zugeführt wird, deren
Gasanteil in dem Bereich von ungefähr 2 bis 35% liegt,
wobei die Entgasung auf eine solche Art und Weise durchgeführt
wird, dass der Luftgehalt der Beschichtungsfarbe auf den Wert von
ungefähr 0 bis ungefähr 0,25% reduziert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren das Entfernen von Gasblasen
auf eine solche Art und Weise beinhaltet, dass die Größe
der Gasblasen, die in der Beschichtungsfarbe verbleiben können,
weniger als ungefähr 0,1 mm beträgt, wodurch die
Größe der Fehler, die durch die Gasblasen hervorgerufen
werden und die in der auf einer Faserbahn vorhandenen Beschichtung
auftreten können, jeweils weniger als 0,1 mm beträgt.
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Im
Zusammenhang mit dieser Erfindung bezieht sich die Größe
eines auf der Oberfläche einer Faserbahn vorhandenen Fehlers
auf eine Erstreckung des Fehlers, welche durch eine in der Beschichtungsfarbe
vorhandene Gasblase in einer Richtung seitlich zu der Bewegungsrichtung
der Faserbahn verursacht wird. Wenn die Vorhangbeschichtung auf
die Oberfläche einer Faserbahn herunterrieselt, bewirkt
die sich schnell bewegende Faserbahn die Verlängerung einer
in der Beschichtungsfarbe vorhandenen Gasblase in der Bewegungsrichtung
der Faserbahn, wodurch der in der Faserbahnbeschichtung auftretende
Fehler oval oder länglich wird. Das im Hinblick auf die
Größe des Fehlers entscheidende Maß ist
die Erstreckung in seitlicher Richtung zu der Bewegungsrichtung
der Bahn, welche vorzugsweise weniger als 0,1 mm beträgt
und somit nicht visuell festgestellt werden kann. Des weiteren ist
bei Druckerzeugnissen die Rasterbildschirmgröße
typischerweise 0,1 mm, wodurch die Fehlergröße,
welche geringer ist, die Druckqualität nicht beeinträchtigt.
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Das
Vorhangbeschichtungsverfahren ist nicht nur zum Pigmentbeschichten,
sondern auch für die Aufbringung eines Materials geeignet,
welches z. B. eine Grenzschicht auf der Oberfläche einer
Faserbahn erzeugt.
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Eine
solche Grenzschicht kann eine flüssigkeits- und/oder gasdichte
Schicht sein.
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Zusätzlich
kann das Verfahren verwendet werden, um verschiedene andere funktionelle Schichten
auf die Oberseite einer Faserbahn aufzubringen.
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Die
Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen detaillierter beschrieben, in welchen:
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1 eine
prinzipielle Weise der Anwendung eines Vorhangbeschichtungsprozesses
in einer schematischen Ansicht zeigt; und
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2 einen
zur Ausführung eines Verfahrens gemäß der
Erfindung verwendbaren Entlüfter bzw. Entgaser zeigt.
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Unter
Bezugnahme auf 1 ist nur schematisch eine Anordnung
dargestellt, welche zur Durchführung eines Verfahrens gemäß der
Erfindung anwendbar ist und welche in der früheren finnischen Patentanmeldung
FI20065055 des Anmelders detaillierter beschrieben ist. Bei der
Anordnung von 1 wird die von einem Aufbereitungsverfahren
für die Beschichtungsfarbe kommende Beschichtungsfarbe zuerst
in einen Speichertank 1 gefördert, von welchem
sie mittels einer Pumpe 6A zu einem Entgasungsverfahren 2 geleitet
wird, welchem in der dargestellten Ausführungsform ein
Vorbehandlungsverfahren 7 vorangeht. Das Vorbehandlungsverfahren 7 kann
z. B. beinhalten, dass die Beschichtungsfarbe einer Erwärmung,
Kühlung, Filterung, einer vorgeschalteten Entgasungsbehandlung,
einer Ultraschallbehandlung oder verschiedenen Kombinationen davon
unterzogen wird. Das Vorbehandlungsverfahren kann auch weggelassen
werden. Das Entgasungsverfahren 2 basiert vorzugsweise
auf der Anwendung von Vakuum.
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Das
Entgasungsverfahren wird gefolgt von dem Leiten der Beschichtungsfarbe
mittels einer Pumpe 6B in einen Zufuhrtank 4 für
eine Beschichtungsvorrichtung 5, von welcher sie mittels
einer Pumpe 6C zu der Beschichtungsvorrichtung zum Aufbringen
auf eine Faserbahn zugeführt wird. In der dargestellten
Anordnung wird die Pumpe 6C von Filterelementen 9 gefolgt,
welche von jeder konventionellen Bauart sein können.
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Zusätzlich
kann die Anordnung mit einer vorzugsweise online, d. h. während
des Verfahrens, ausgeführten Messeinheit 8 zum
Messen z. B. der Beschichtungsfarbe auf ihren Gasinhalt versehen
sein, wenn sie das Entgasungsverfahren verlässt, wodurch
es der Beschichtungsfarbe, welche hinsichtlich ihres Gasgehalts
von erlaubten Grenzwerten abweicht, nicht ermöglicht wird,
Zugang zu dem Versorgungstank 4 der Beschichtungsvorrichtung
zu erlangen und sie zurück in den Speichertank geführt
wird, z. B. in Verbindung mit dem Starten der Vorrichtung, wobei
in diesem Fall die Beschichtungsfarbe, falls dies erforderlich ist,
mehrere Male durch das Entgasungsverfahren 2 vor ihrer
Zufuhr in den Zufuhrtank 4 recycelt werden kann. Die Online-Messausrüstung 8 kann
z. B. Messinstrumente für eine Dichte der von dem Entgasungsverfahren
ankommenden Beschichtungsfarbe aufweisen, wobei die gemessenen Dichtheitsdaten
z. B. für die indirekte Ermittlung eines in der Beschichtungsfarbe
verbleibenden Gasanteils nützlich sind. Die Dichtemessung
kann z. B. als eine Druckdifferenzmessung durchgeführt
werden. Die Online-Messausrüstung kann auch eine direkte
Gasanteilmessvorrichtung beinhalten, die z. B. auf der Verwendung
von Schall oder Ultraschall basiert, welche anstatt der indirekten,
auf der Messung der Dichte basierenden Gasanteilermittlung verwendet
werden kann.
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Die
Einrichtung zum Leiten der Beschichtungsfarbe nicht in den Zufuhrtank 4,
sondern statt dessen zurück in den Speichertank kann geeignete Ventilelemente
(nicht dargestellt) aufweisen, welche auch zum Zurückführen
der überschüssigen Beschichtungsfarbe in den Speichertank 1 verwendet werden,
welche von dem Entgasungsverfahren 2 im normalen Betrieb
geliefert werden sollen.
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Wenn
sich die Vorrichtung im normalen Betrieb befindet, wird Beschichtungsfarbe
von dem Speichertank 1 in einer Standardmenge mittels der Pumpe 6A zu
dem Entga sungsverfahren 2 geliefert. Dies dient dazu, den
Betrieb eines Entgasers zu stabilisieren und führt zu einem
einheitlicheren Ergebnis. Von dem Entgasungsverfahren wird, ebenfalls
in einer Standardmenge, durch Entgasung behandelte Beschichtungsfarbe
mittels der Pumpe 6B in den Zufuhrtank 4 geliefert.
Der Zufuhrtank 4 ist z. B. mit einer Füllstandsmessausrüstung
versehen, wobei auf der Basis der von derselben zur Verfügung
gestellten Daten der Zufuhrtank mit der zu einer bestimmten Zeit
erforderlichen Beschichtungsfarbe beschickt wird, wobei die überschüssige
Beschichtungsfarbe zurück in den Speichertank 1 geführt
wird. Die Zufuhrmenge der Beschichtungsfarbe von dem Entgasungsverfahren
liegt vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 0 bis circa 200% mehr
als das, was für das Beschichtungsverfahren benötigt
wird. Die Lieferung von Beschichtungsfarbe von dem Entgaser kann auch
so eingestellt sein, dass sie direkt zu dem Beschichtungsverfahren
ohne einen Zufuhrtank 4 verläuft.
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Unter
Bezugnahme auf 2 ist dort in einer schematischen
Ansicht eines Prinzips eine Ausführungsform eines Vakuumentgasers
bzw. -entlüfters dargestellt, welcher zur Durchführung
eines Verfahrens der Erfindung angewendet werden kann. Dieser Vakuumentlüfter
ist in der früheren finnischen Patentanmeldung FI20055280
des Anmelders detaillierter beschrieben worden. Die Vorrichtung
weist eine rotierbare Trommel 18 auf, welche innerhalb
eines Vakuumtanks 13 angeord net und von einem Motor 21 angetrieben
ist. Die Trommel weist eine innere Oberfläche auf, die
in einer stufenweisen Konfiguration ausgeführt ist, welche
in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel drei Stufen 10, 11, 12 aufweist,
so dass die Beschichtungsfarbe, welche aufgrund der Drehbewegung
nach oben ansteigt, an jeder der Stufen einen dünnen, trüben
Film bildet. Wenn sie die letzte Stufe verlässt, wird der
Film der Beschichtungsfarbe von einem oberen Rand der Trommel auf
eine innere Wandung des Vakuumtanks geleitet und entlang desselben
weiter zu einem unteren Abschnitt des Tanks für eine Übergabe
zu dem Anwendungsort mittels einer Freigabeöffnung 17.
In seinem oberen Abschnitt ist der Tank vorzugsweise mit Instrumenten 20 zum Abbilden
des sich ergebenden trüben Films versehen, wodurch, vorausgesetzt,
dass der trübe Film intakt geblieben ist, in der Beschichtungsfarbe
keine Luftblasen mehr übrig sind. Die durch die Abbildungseinrichtung 20 erzeugte
visuelle Information kann zum Steuern der Betriebsparameter eines
Entgasers verwendet werden.
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Wie
z. B. in 2 dargestellt, können
die Stufen durch aufeinanderfolgende, mit einer konkaven Unterseite
versehene Abschnitte gebildet werden, deren vorderer Rand 10a, 11a, 12a die
Erhöhung einer Stufe festlegt, d. h. die Erhöhung
eines sich ergebenden, dünnen, trüben Films. Für
eine wirksame Entgasung und im Hinblick auf die Schaffung einer
kompakten Kon struktion der Vorrichtung liegt der Unterschied in
den Höhen zwischen aufeinander folgenden Stufen vorzugsweise
innerhalb des Bereichs von 20 mm bis 150 mm, noch bevorzugter innerhalb
des Bereichs von 40 mm bis 100 mm. Der radiale Abstand zwischen
Stufen, d. h. die Breite einer sich ergebenden Trübung
bzw. Opazität liegt vorzugsweise innerhalb des Bereichs
von 20 mm bis 200 mm, noch bevorzugter innerhalb des Bereichs von
40 mm bis 120 mm.
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Diese
Lösung für einen Entgaser verbessert die Entgasung
einer Beschichtungsfarbe und erhöht die Kapazität.
Die Lösung ermöglicht auch das frühe Verfolgen
des Prozesses und eine Kontrolle über Betriebsparameter
der Vorrichtung auf der Basis dieser Verfolgung. Betriebsparameter
beinhalten z. B. eine Rotationsgeschwindigkeit der Trommel 18,
ein Vakuumniveau in dem Tank 13, ein in dem Boden des Tanks 13 vorhandenes
Flüssigkeitsniveau, welches durch eine Zufuhrrate der in
die Trommel eintretenden Beschichtungsfarbe und durch eine Abfuhrrate der
mittels der Entgasung behandelten, den Tank verlassenden Beschichtungsfarbe
beeinflusst wird.
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Die
mehrstufige Trübung einer Beschichtungsfarbe verbessert
die Entfernung von Luft, wodurch es möglich wird, dass
das Absolutdruckniveau mit einem unteren Grenzwert versehen werden
kann, welcher höher ist als bei vorherigen Lösungen,
wodurch die Verschlechterung der Qualität der Beschichtungsfarbe
vermieden wird, was ansonsten zu einer möglichen Verdampfung
einiger Inhaltsstoffe der Beschichtungsfarbe, verursacht durch ein
sehr niedriges Druckniveau führen könnte.
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Eine
solche mehrstufige Ausführung stellt ausreichend Zeit zur
Verfügung, dass Gasblasen von der Beschichtungsfarbe entweichen
können, wodurch sogar die Gasblasen in der Größenordnung von
weniger als 0,1 mm im Durchmesser genug Zeit haben, die Beschichtungsfarbe
zu verlassen, und die möglicherweise in der Beschichtungsfarbe
verbleibenden Gasblasen von einer solch geringen Größe sind,
dass sie zu keinem sichtbaren Fehler in der Beschichtung führen,
die auf die Oberseite einer Faserbahn aufgebracht werden soll. Der
Vakuumentgaser kann z. B. auch Lösungen beinhalten, die
in den früheren finnischen Anmeldungen FI20055713 und FI20055704
des Anmelders beschrieben wurden, und es kann sich um eine Mehrfachlösung
handeln, wie zum Beispiel das in der Anmeldung FI20055704 beschriebene
Verfahren, welches einen vakuumbetriebenen Entgaser verwendet, der
mit zwei separaten Kammern zum Durchführen der Entgasung
in zwei separaten Arbeitsgängen gebildet ist, während eine
einzelne Vorrichtung verwendet wird.
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Zusammenfassung
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Verfahren zum Beschichten
einer Faserbahn mit einem Vorhangbeschichter
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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten einer Faserbahn
mittels eines Vorhangbeschichters, wobei in dem Verfahren die Beschichtungsfarbe
einer Entgasungsbehandlung unterzogen wird, bevor sie zu dem Beschichter
zugeführt wird. Das Verfahren beinhaltet die Verwendung
eines Vakuumentgasers zum Entfernen schädlicher, durch
einen Gasanteil der Beschichtungsfarbe hervorgerufenen Fehler in
dem Entgasungsprozess, wobei dem Entgaser eine Beschichtungsfarbe
zugeführt wird, deren Gasanteil in dem Bereich von ungefähr
2 bis 35% liegt, und die Entgasung wird auf eine solche Art und
Weise durchgeführt, dass der Luftgehalt der Beschichtungsfarbe
auf den Wert von ungefähr 0 bis ungefähr 0,25%
reduziert wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- - Veröffentlichung
Papermaking Science and Technology, section Papermaking Part 3,
Finishing, edit. Jokio, M., publ. Fapet Oy, Jyväskylä 1999,
361p [0005]