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Die
Erfindung betrifft eine Doppelsieb-Bahnbildungspartie einer Papier-
oder Pappemaschine, welche eine Einzelsieb-Anfangs-Entwässerungspartie
und eine Doppelsiebzone aufweist, in der sich innerhalb einer oberen
Siebschleife eine Entwässerungsbox befindet, die mit einer
gekrümmten Abdeckung versehen ist, wobei die Box das obere
Sieb in einen Kontakt mit einer Papiermassenschicht auf einem unteren
Sieb führt. In Verbindung mit der Entwässerungsbox
steht eine erste Entwässerungszone, in der die Abdeckung
der Entwässerungsbox so ausgebildet ist, dass sie eine
nicht pulsierende Entwässerung der Papiermasse zwischen
den Sieben erzeugt, und eine nachfolgende, zweite Entwässerungszone,
in welcher die Abdeckung der Entwässerungsbox aus in Querrichtung
angeordneten Entwässerungsschienen besteht, welche eine
pulsierende Entwässerung der Papiermasse zwischen den Sieben
erzeugen.
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Bei
einem mit einer Anfangsentwässerung versehenen Doppelsiebformer
wird die Papiermasse von dem Stoffauflauf auf das untere Sieb geführt,
auf welchem Was ser von demselben nach unten entfernt wird, wonach
sie zu der Doppelsiebzone geführt wird, in welcher Wasser
von den beiden nach unten durch das untere Sieb und nach oben durch
das obere Sieb entfernt wird. Am Beginn der Doppelsiebzone wird das
obere Sieb in Kontakt mit der Papiermassenschicht auf dem unteren
Sieb gebracht. Das obere Sieb kann mittels einer mit einer offenen
Oberfläche versehenen Formwalze auf die Papiermasseschicht geführt
werden. Das Entwässern auf der Formwalze ist im wesentlichen
nicht pulsierend, aber auf der Auslassseite der Formwalze wird eine
starke Unterdruckpulsation erzeugt, welche im schlechtesten Fall die
Bahn zerstören bzw. abreißen kann. Es sind auch Anordnungen
bekannt, bei welchen das obere Sieb von einer Brustwalze direkt
zu einer pulsierenden Entwässerungszone geführt
wird, so dass das obere Sieb nicht unterstützt ist, wenn
es mit der Oberfläche der Papiermassenschicht zusammenläuft.
In einem solchen Fall ist die Einstellbarkeit der Aufwärtsentwässerung
schlecht.
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Eine
pulsierende Entwässerung wird durch Entwässerungsschienen
erzeugt, welche dafür vorgesehen sind, die Siebe im Bezug
auf ihre Bewegungsrichtung in Querrichtung zu unterstützen. Wenn
sich nur innerhalb einer der Siebschleifen Entwässerungsschienen
befinden, ist es für das äußere Sieb
möglich, sich selbst einzustellen, wenn die Dicke der Papiermassenschicht
zwischen den Sieben sich verändert, und die Größe
der von den Entwässerungsschienen erzeugten Druckpulse
verbleibt im wesentlichen konstant, wenn sich das Flä chengewicht
des Papiers oder der Pappe bzw. des Kartons ändert. Alternativ
können sich Entwässerungsschienen innerhalb beider
Siebschleifen befinden, wobei sich die Richtung der Druckpulse und
des Entwässerns ändert. Um die Höhe der
Druckpulse konstant zu halten, sind die Entwässerungsschienen
von einer Seite üblicherweise einstellbar belastbar bzw.
beladbar, weshalb sie auch beladbare Schienen genannt werden.
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Die
Verwendung von Entwässerungsschienen und beladbarer Schienen
intensiviert das Entwässern und verbessert die Bildung
der Bahn, weil die Druckpulse Scherkräfte in der Papiermassenschicht
erzeugen, welche bereits gebildete Flocken brechen. Andererseits
verringern die Druckpulse und das Ändern der Entwässerungsrichtung
das Rückhaltevermögen, wenn Feinstoffe und Füllstoffe
durch das Wasser in der Umgebung der Oberflächenschichten
der Bahn weggewaschen werden. Effektive Druckpulse erhöhen
die Orientierung der Fasern und erhöhen damit die Festigkeitsdifferenz
zwischen der Maschinen- und der Querrichtung des Papiers. Schienenentwässerung
erhöht auch den Verschleiß der Siebe. Die Dicke
der Papiermassenschicht zwischen den Sieben und die großen
Variationen der Dicke setzen der Verwendung von beladbaren Schienen
Grenzen, aufgrund derer beladbare Schienen nicht immer verwendet
werden können. Beladbare Schienen schädigen bzw.
beeinflussen typischerweise das Brechen und die interlaminare Festigkeit,
welche sehr wichtig für bestimmte Kartonqualitäten
sind. Um die Festigkeit zu maximieren, wünscht man sich manchmal,
die Schienen wegzulassen oder sie in einem späteren Schritt
anzuordnen.
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7 der
WO 2004018768 zeigt eine
Anordnung gemäß dem Stand der Technik, bei welcher
an dem Beginn einer Doppelsiebzone innerhalb einer oberen Siebschleife
ein Saugkasten vorgesehen ist, in Verbindung mit welchem wenigstens
zwei aufeinanderfolgende Entwässerungszonen sind. Eine
erste Entwässerungszone ist durch einen Siebtisch gebildet,
der eine gekrümmte Abdeckung aufweist, an welcher das obere
Sieb abgestützt ist, wobei das untere Sieb in dem Bereich
des Siebtischs nicht unterstützt ist. Der Siebtisch weist
eine im wesentlichen offene Oberfläche auf und erzeugt
aufgrund der Wirkung des in dem Tisch angeordneten Unterdrucks eine
im wesentlichen nicht pulsierende Entwässerung der Masse
zwischen den Sieben. Eine zweite Entwässerungszone ist
durch in Querrichtung angeordnete Entwässerungsschienen
innerhalb des oberen Siebs, wobei die Schienen gegenüber
der Masse zwischen den Sieben unterstützt sind, zusammen
mit den Entwässerungsschienen innerhalb des unteren Siebs
gebildet, wobei die Schienen einstellbar gegen die Masse zwischen
den Sieben in dem Bereich der Schlitze eingestellt werden kann,
welche zwischen den festen Entwässerungsschienen zur Erzeugung einer
pulsierenden Entwässerung der Masse in der zweiten Entwässerungszone
verbleiben.
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Wenn
die Doppelsiebzone mit der nicht pulsierenden Entwässerung
beginnt, ist es möglich, die Retention gut zu halten, weil
ein auf der Oberfläche der Papier massenschicht gebildetes
Fasernetz Feinstoffe und Füllstoffe gut in den nachfolgenden
Entwässerungsstufen zurückhält, in denen
der Entwässerungsdruck pulsierend ist. Wenn Pappe mit hohem Flächengewicht
hergestellt wird, oder wenn langsam ableitende (drain ?) Pulpen
verwendet werden, kann ein nicht pulsierender Siebtisch an dem Beginn
der Doppelsiebzone nicht immer so viel Wasser von der Papiermasse
entfernen, dass die Bahn unmittelbar nach dem Siebtisch ohne Risiken
zwischen den Entwässerungsschienen und den beladbaren Schienen transferiert
werden kann. Falls die Papiermassenschicht zu dick oder seine Konsistenz
zu gering ist, besteht ein Risiko, dass die Bahn die starke Pulsation des
beladbaren Maschinenbereichs nicht aushält, sondern bricht.
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Es
ist beobachtet worden, dass durch Erhöhen des Unterdrucks
des nicht pulsierenden Siebtischs die Entwässerungskapazität
auf eine bestimmte Grenze angehoben werden kann, nach welcher die Entwässerungskapazität
sich trotz der Erhöhung des Unterdrucks zu verringern beginnt.
Die Verringerung der Entwässerung hat ihren Grund wahrscheinlich
in der Tatsache, dass, wenn der Unterdruck zunimmt, die Oberfläche
der Papiermassenschicht gegen das Sieb verdickt wird, so dass die
Entwässerung durch die Oberflächenschicht schwierig
wird. Aus diesem Grund sollte die Wirkung des Unterdrucks in bestimmten
Abständen unterbrochen werden, wodurch die Dicke der Papiermassenschicht
teilweise wiederhergestellt wird und sich die Porenstruktur ihrer
Oberfläche öffnet. Auch relativ geringe Druckpulse sind
in der Lage, die Oberflächenstruktur des Fasernetzes zu öffnen,
so dass die Entwässerung fortgesetzt werden kann.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, die oben beschriebenen Probleme
des Standes der Technik zu lösen.
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Die
Erfindung ist durch das gekennzeichnet, was in dem kennzeichnenden
Teil von Anspruch 1 angegeben ist.
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Auf
eine als solches bekannte Art und Weise befindet sich an dem Beginn
der Doppelsiebzone eine erste Entwässerungszone, welche
eine nicht pulsierende Entwässerung erzeugt, sowie eine
zweite Entwässerungszone, welche eine pulsierende Entwässerung
erzeugt. In der neuen Anordnung ist die zweite Entwässerungszone
so konstruiert, dass sich Entwässerungsschienen nur innerhalb
der oberen Siegschleife befinden, wobei das untere Sieb frei von beladbaren
Schienen ist, wodurch die Position des unteren Siebs sich automatisch
verändern kann, wenn sich die Dicke der Papiermassenschicht
zwischen den Sieben ändert. Des weiteren befindet sich nach
einem Entwässerungskasten vor einem Transfersaugkasten
innerhalb des unteren Siebs ein Siebtisch der mit einer gekrümmten
Abdeckung versehen ist und der die Entwässerung durch das
untere Sieb erhöht.
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Wenn
nur das obere Sieb gegen Entwässerungsschienen gehalten
ist und das untere Sieb frei von beladbaren Schienen ist, erzeugt
die zweite Entwässerungszone nur eine sanfte Pulsaktion,
welche ausreichend ist, um die Oberflächenstruktur des
Fasernetzes zu öffnen, sodass die Entwässerung
auch in dem Fall fortschreiten kann, in welchem die Oberfläche
der Bahn sich nachteiligerweise in der vorhergehenden Entwässerungszone
verdickt hat.
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In
einer Ausführungsform der Erfindung weist die Entwässerungsbox
drei Saugkammern auf, von denen wenigstens die letzte, d. h. die
dritte Saugkammer, frei von beladbaren Schienen innerhalb des unteren
Siebs ist. In dem Bereich der letzten Saugkammer ist der Abstand
der Schienen in der Maschinenrichtung klein, wodurch ein relativ
hoher Unterdruck verwendet werden kann. Auf diese Weise wird ein
hoher Entwässerungsdruck erzeugt, ohne dass die Siebe auseinanderlaufen.
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In
einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist die Entwässerungsbox
vier Saugkammern auf, von denen die dritte Saugkammer mit Entwässerungsschienen
und beladbaren Schienen innerhalb des unteren Siebs versehen ist,
wobei aus diesem Grund die dritte Saugkammer eine deutlich stärkere
Pulsaktion erzeugt als die zweite Saugkammer. Mittels der ersten
und der zweiten Saugkammer kann eine ausreichende Menge von strukturellem
Fasernetz auf der oberen Fläche der Bahn vor den beladbaren
Schienen gebildet werden.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung beginnt
die Einzelsieb-Anfangs-Entwässerungspartie auf einem Siebtisch,
welche eine erste Entwässerungszone, auf welcher die Entwässerung beginnt,
und eine zweite Entwässerungszone aufweist, welche eine
pulsierende Entwässerung erzeugt.
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Die
Anfangs-Entwässerungspartie kann sehr kurz sein, wodurch
die Doppelsiebzone unmittelbar nach dem beginnt. Alternativ kann
die Anfangs-Entwässerungspartie länger sein, wodurch
sie eine oder mehrere Entwässerungselemente aufweist, die
innerhalb der unteren Siebschleife nach dem Siebtisch vor dem Beginn
der Doppelsiebzone angeordnet sind.
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Die
Bahnbildungspartie gemäß der Erfindung ist insbesondere
zur Herstellung von Pappe bzw. Karton und dicken Papiersorten geeignet.
Sie ist auch zur Herstellung von mehrschichtigem Karton geeignet.
Weil in der oberen Siebeinheit eine ausreichende Entwässerungskapazität
vorhanden ist, kann die Länge der Fourdrinier-Siebpartie
so gewählt werden, dass das Verhältnis der aufwärts
und abwärts bestehenden Wasservolumina 50/50 ist. Dann
ist die Siebreinheit der Bahn gut, weil es nicht notwendig ist, Wasser
in mehr als einer Richtung von jeder Schicht zu entfernen.
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Die
Erfindung wir nun unter Bezugnahme auf die Figuren der beigefügten
Zeichnungen beschrieben, auf deren Ausführungsformen die
Erfindung jedoch nicht ausschließlich beschränkt
sein soll.
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1 ist
eine Seitenansicht eines Teils einer Bahnbildungspartie gemäß der
Erfindung.
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2 zeigt
die Entwicklung der Entwässerung in einem nicht-pulsierenden
Siebtisch als eine Funktion des verwendeten Unterdrucks.
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3 ist
eine Seitenansicht eines Teils einer Bahnbildungspartie, deren kurze
Anfangs-Entwässerungspartie einen Siebtisch aufweist, welcher
mit einer Absaugung versehen ist.
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4 ist
eine Seitenansicht eines Teils einer Bahnbildungspartie gemäß einer
anderen Ausführungsform der Erfindung.
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5 zeigt
eine Variation der Bahnbildungspartie von 4.
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6 zeigt
eine weitere Variation der Bahnbildungspartie von 4
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7 zeigt
die zur Herstellung einer Pappebahn anwendbare Bahnbildungspartie
als ein Ganzes.
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8 zeigt
eine weitere zur Herstellung einer Pappebahn anwendbare Bahnbildungspartie
als ein Ganzes.
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Die
in 1 dargestellte Bahnbildungspartie weist eine untere
Siebschleife 11, welche eine Einzelsieb-Anfangs-Entwässerungspartie
bildet, und eine obere Siebschleife 21 auf, welche zusammen
mit dem unteren Sieb 11 eine Doppelsiebzone bildet, nach
welcher die Bahn dem unteren Sieb 11 folgt. Papiermasse
wird von einem Stoffauflauf 10 über eine Brustwalze
zu einer Fourdrinier-Siebpartie des unteren Siebs 11 zugeführt,
auf welchem Wasser von der Papiermasse mittels Entwässerungselementen (in
den Figuren nicht dargestellt) entfernt wird, die unterhalb des
unteren Siebs 11 angeordnet sind. Das obere Sieb bildet
eine Schleife, deren Bewegung durch Führungswalzen 22 geführt
wird. Innerhalb der oberen Siebschleife 21 befindet sich
eine Entwässerungsbox 23, welche das obere Sieb 21 auf
die Papiermassenschicht leitet. In diesem Schritt besteht die obere
Fläche der Papiermassenschicht aus relativ dichtem Faserstoff
bzw. Pulpe, wohingegen ihre untere Fläche in ein Fasernetz
gegen das untere Sieb 11 gegautscht wird.
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Die
Entwässerungsbox
23 ist mit einer gekrümmten
Abdeckung versehen und sie weist drei aufeinanderfolgende Saugkammern
24,
25,
26 auf, welche
vorteilhafterweise unterschiedliche Unterdrücke aufweisen.
Durch den Effekt der Saugkammern
24,
25,
26 in
Verbindung mit der Entwässerungsbox
23 werden
wenigstens zwei aufeinanderfolgende Entwässerungszonen
ZB
I und ZB
II gebildet,
von denen die Erste nicht pulsierend und die Zweite pulsierend ist.
Die erste Saugkammer
24 ist mit einer Abdeckungsstruktur
versehen, welche eine nicht pulsierende Entwässerung der
Papiermasse zwischen den Sieben
11,
21 erzeugt.
Die Abdeckung
27 weist einen großen offenen Oberflächenbereich
auf und durch Öffnungen in der Abdeckung ist die erste
Entwässerungszone ZB
I in Kontakt
mit dem in der Saugkammer
24 herrschenden Unterdruck. Es
ist eine Eigenschaft der Struktur der Ab deckung
27, dass
gleichmäßige und längliche Schlitze in
der Querrichtung der Maschine vermieden worden sind, welche einen pulsierenden
Entwässerungsdruck erzeugen würden. Abdeckungsstrukturen,
die eine nicht pulsierende Entwässerung erzeugen, sind
z. B. in der
US 6372091 und
der
WO 2004018768 beschrieben.
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In
dem Bereich der zweiten und dritten Saugkammer 25, 26 weist
die Abdeckung der Entwässerungsbox 23 Entwässerungsschienen 28 auf,
die in Querrichtung bezüglich der Maschinenrichtung angeordnet
sind und die das obere Sieb 21 stützen bzw. halten.
Zwischen den Schienen 28 verbleiben Schlitze, durch welche
die zweite Entwässerungszone ZBII in
Verbindung mit dem in den Saugkammern 25, 26 herrschenden
Unterdruck ist. Innerhalb der unteren Siebschleife 11 befinden
sich keine Schienen, die die Bewegung des unteren Siebs 11 beschränken
oder leiten, wobei sich aus diesem Grund das untere Sieb 11 flexibel
in der Höhrichtung bewegen kann. Dann ist der Abstand zwischen
den Sieben 11 und 21 direkt abhängig
von der Dicke der Papiermassenschicht zwischen denselben. Die Entwässerungsschienen 28 erzeugen
nur sanfte Druckpulse, deren Größe unabhängig
von der Dicke der Papiermassenschicht zwischen den Sieben 11 und 21 ist
im wesentlichen konstant. Die Anordnung ist sehr gut anwendbar zur Herstellung
dicker Pappequalitäten. In dem Bereich der dritten Saugkammer 26 treten
die Entwässerungsschienen 28 dichter bzw. näher
beieinander auf und der Unterdruck ist höher als im Bereich
der zweiten Saugkammer 25.
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Die
Entwässerungsbox 23 wird auch von einem Siebtisch 16,
der innerhalb der unteren Siebschleife 11 angeordnet ist
und eine gekrümmte Foilabdeckung aufweist, und von zwei
Saugkästen 17 gefolgt, deren Zweck es ist, sowohl
das Wasser von der Bahn zu entfernen als auch sicherzustellen, dass die
Bahn dem unteren Sieb nach der Doppelsiebzone folgt.
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2 stellt
die Entwicklung der Entwässerung in dem Bereich der nicht
pulsierenden Entwässerungszone ZBI als
eine Formation des Unterdrucks in der Saugkammer 24 dar.
Die obere Kurve demonstriert die gewünschte Entwässerung
und die untere Kurve demonstriert die tatsächliche Entwässerung wenn
die Bahn mit schwierig zu entwässernden Faserstoffen oder
mit hohen Flächengewichten hergestellt wird. In der Figur
ist zu erkennen, dass, wenn sich die Ansaugung erhöht,
die Entwässerung sich nicht immer wie erwartet erhöht,
sondern die Entwässerung nach einem bestimmten Maximalwert
sich zu verringern beginnt (schraffierter Bereich). Dies ist der Fall
auf Grund der Tatsache, dass die Oberfläche der Bahn sich
auf Grund der Wirkung des Unterdrucks verdickt, wodurch die Entwässerung
durch die dichte Oberflächenschicht schwierig wird. Die
Verdickung des Fasernetzes kann dadurch verringert werden, dass
Druckpulse auf dasselbe gerichtet werden, welche durch Entwässerungsschienen
erzeugt wurden. Um dies zu erreichen, ist bei der Bahnbildungspartie gemäß der
Erfindung nach einer nicht pulsierenden Entwässerungszone
eine pulsierende Entwässerungszone angeordnet, in welcher
die Dicke der welcher die Dicke der Papiermassenschicht nicht durch beladbare
Schienen begrenzt ist.
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3 zeigt
eine alternative Anordnung, in welcher der Doppelsiebzone eine sehr
kurze Anfangs-Entwässerungspartie vorausgeht. Die anfängliche
Entwässerung findet auf einem Siebtisch 13 statt,
welche mit Unterdruck versehen ist und welche zwei aufeinanderfolgende
Entwässerungszonen ZAI und ZAII aufweist. Die Entwässerung beginnt
in dem Bereich der ersten Entwässerungszone ZAI und
setzt sich in der zweiten Entwässerungszone ZAII fort,
in welcher die Abdeckung des Siebtischs 13 Entwässerungsschienen 15 aufweist,
die in Querrichtung bezüglich der Maschinenrichtung angeordnet
sind und die eine pulsierende Entwässerung der Papiermasse auf
dem unteren Sieb 11 erzeugen.
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Die
Entwässerungsbox 23 entspricht der in Verbindung
mit 1 beschriebenen Entwässerungsbox, die
eine erste nicht pulsierende Entwässerungszone ZBI und eine zweite pulsierende Entwässerungszone
ZBII aufweist, welche des weiteren in zwei
Teile aufgeteilt ist, die unterschiedliche Unterdrücke
und Schienendichten aufweisen.
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Die
Aufgabe ist es, bereits in dem Anfangsschritt der Entwässerung
eine gut filternde Faserschicht auf beiden Oberflächen
der Bahn zu erzeugen, wobei die Schicht Wasser durchlässt,
aber Feinstoffe und Füllstoffe zurückhält.
Wenn die Papiermassenschicht zur der Doppelsiebzone kommt, wird ihre
untere Fläche be reits in ein Fasernetz gegautscht, wohingegen
sich auf der oberen Fläche noch immer verdünnte
Papiermasse befindet. Die erste Entwässerungszone ZBI der Doppelsiebzone entfernt Wasser auf
effektive Art und Weise, wodurch das Fasernetz auf der Oberfläche
der Papiermassenschicht gegenüber dem oberen Sieb 21 gebildet
wird. In der ersten Saugkammer 24 kann ein relativ niedriger
Unterdruck, z. B. 1–15 kPa, verwendet werden. Der Unterdruck
in der zweiten Saugkammer 25 beträgt vorzugsweise
5–15 kPa und in ihrem Bereich sind die Entwässerungsschienen 28 relativ
verstreut. Der Unterdruck in der dritten Saugkammer liegt in dem
Bereich von 20–25 kPa und die Entwässerungsschienen 28 sind
dichter als im Bereich der zweiten Saugkammer 25 angeordnet.
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Die
Länge der Fourdrinier-Siebpartie von dem Auftreffpunkt
des Schneidstrahls des Stoffauflaufs zu dem Beginn der Doppelsiebzone
beträgt vorzugsweise weniger als 3 Meter. Dann ist die
Konsistenz in der oberen Fläche der Papiermassensuspensionen
niedrig und die Eigenschaften der oberen Fläche der Bahn
können noch immer in ausreichender Weise in der Doppelsiebzone
beeinflusst werden.
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4 zeigt
eine weitere Ausführungsform der Erfindung, in der eine
Entwässerungsbox 123 vier Kammern aufweist und
bei der auch vier unterschiedliche Entwässerungszonen vorgesehen
sind. Die Anfangs-Entwässerungspartie ist auch hier sehr kurz
und weist einen Siebtisch 13 nach einer ersten Entwässerungszone ZAI auf, von welcher einige in Querrichtung
angeordnete Entwässerungsschienen 15 vorgesehen
sind, welche eine pulsierende Entwässerungszone ZAII bilden.
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Die
erste Entwässerungszone ZBI der
Doppelsiebzone weist eine erste Saugkammer 24 auf, welche
mit einer Abdeckung 27 versehen ist, welche eine nicht
pulsierende Entwässerung erzeugt. Die zweite Entwässerungszone
ZBII weist eine zweite Saugkammer 25 auf,
welche mit Entwässerungsschienen 28 in dem Bereich
versehen ist, in dem das untere Sieb 11 nicht unterstützt
ist. Eine dritte Entwässerungszone ZBIII weist
eine dritte Saugkammer 126 auf, welchem mit Entwässerungsschienen 28 versehen
ist, gegenüberliegend von welchen Entwässserungsschienen 18 angeordnet
sind, deren Belastung bzw. Beladung einstellbar ist und die innerhalb
der unteren Siebschleife 11 angeordnet sind. Auf Grund
der Entwässerungsschienen 28 und der beladbaren
Schienen 18 ist die Entwässerung in der dritten
Entwässerungszone ZBIII stark pulsierend
und ihre Richtung ändert sich. Eine vierte Entwässerungszone
ZBIIII weist eine vierte Saugkammer 127 auf,
in deren Bereich ein Satz an Entwässerungsschienen 28 als
die Abdeckung der Entwässerungsbox 123 vorgesehen
sind, gegenüberliegend von welcher keine beladbaren Schienen
vorgesehen sind. Somit ist die Entwässerung in der vierten
Entwässerungszone ZBIIII weniger
pulsierend als in der dritten Entwässerungszone ZBIII. Nach der Entwässerungsbox 123 ist
innerhalb der unteren Siebschleife 11 auch ein Siebtisch 16 vorgesehen,
der mit einer gekrümmten Abdeckung und einem Transfersaugkasten 17 versehen
ist.
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In
dem Bereich der ersten drei Entwässerungszonen ZBI, ZBII und ZBIII können die Struktur und die
Eigenschaften der Bahn, welche gebildet wird, noch immer beeinflusst
werden. In dem Bereich der letzten Entwässerungszone ZBIV ist bereits ein vollständiges
Fasernetz gebildet worden, auf Grund dessen es darin möglich
ist, hauptsächlich die Wirksamkeit der Entwässerung
und den Trockengehalt der Bahn nach der Doppelsiebzone zu beeinflussen.
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Das
Anordnen der beladbaren Schienen 18 nur im Bereich der
dritten Saugkammer 126 macht es möglich, solche
Karton- bzw. Pappesorten herzustellen, welche ein hohes Flächengewicht
aufweisen und in deren Herstellung schwierig zu entwässernde
Faserstoffe verwendet werden. Die beladbaren Schienen erhöhen
die Entwässerungskapazität beträchtlich,
aber gleichzeitig verringern sie das Bersten bzw. den Berstwiderstand
und die interlaminare Festigkeit der Bahn, was wichtige Eigenschaften
bei bestimmten Pappesorten sind, aber bei allen Sorten sind diese
Eigenschaften nicht gleich wichtig. Wenn ein gutes Bersten und interlaminare
Festigkeit verfolgt wird, ist die Anordnung von 3 vorteilhafter
als die Anordnung von 4.
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Eine
Bahnbildungspartie gemäß der Erfindung ist auch
bei der Herstellung von beschichteten Pappe- und Papierqualitäten
anwendbar, z. B. bei der Verwendung eines Mehrschicht-Stoffauflaufs.
Die Entwässerung kann so eingestellt werden, dass sie in einem
gewünschten Verhältnis durch das obere und das
untere Sieb durchgeführt wird. Die Anordnung stellt eine
Möglichkeit zur Verfügung, die Eigenschaften der
unterschiedlichen Schichten der Pappe besser unterschiedlich zu
halten als vorher. Dies ist eine Konsequenz der Möglichkeit,
die Entwässerung so anzuordnen, dass Wasser von der unteren
Oberfläche nach unten und Wasser von der oberen Oberfläche
nach oben entfernt wird.
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5 zeigt
eine 4 entsprechende Bahnbildungspartie, bei welcher
nach dem Siebtisch 13 vor dem Beginn der Doppelsiebzone
innerhalb des unteren Siebs 11 ein Saugkasten 19 angeordnet
ist, welcher Wasser von der Papiermasse durch das untere Sieb 11 entfernt,
bevor es zu dem Einflussbereich der Entwässerungsbox 123 kommt.
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6 zeigt
eine 5 entsprechende Anordnung, bei welcher der Abstand
zwischen dem Siebtisch 13 und dem Siebtisch 19 so
groß ist, dass ein Satz von als solches bekannte Entwässerungselemente
dort angeordnet sein kann, wobei diese Elemente nicht im Detail
in der Figur beschrieben sind. Diese Anordnung ist vorteilhaft,
wenn man wünscht, mehr Wasser durch das untere Sieb 11 vor
der Doppelsiebzone zu entfernen.
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7 zeigt
eine 6 entsprechende Bahnbildungspartie in ihrer Gesamtheit
von einem Stoffauflauf 10 zu einem Aufnahmepunkt. Papiermasse wird
von dem Stoffauflauf 10 über eine Brustwalze 12 zu
einem Siebtisch 13 geführt. Die Formplatte 13 wird gefolgt
von einem Satz an Saugkästen 30, 19,
welche Wasser aus der Papiermasse durch ein unteres Sieb 11 entfernen.
Wenn sie zu der Doppelsiebzone kommt, wird Wasser von der Bahn mittels
der Entwässerungsbox 123 entfernt, welche vier
verschiedene Entwässerungszonen aufweist, wobei die erste davon
nicht pulsierend und die folgenden drei auf unterschiedliche Arten
pulsierend sind. Beladbare Schienen 18 sind bis zum Bereich
der dritten Entwässerungszone nicht angeordnet. Nachdem
die Doppelsiebzone geendet hat, wird Wasser noch immer von der Bahn
auf der Fourdrinier-Siebpartie mittels Saugkästen 31 entfernt.
Nach der Fourdrinier-Siebpartie wird die Bahn von dem unteren Sieb 11 mittels einer
Aufnahmewalze 32 auf ein Gewebe bzw. einen Stoff 33 der
pressenden Partie geführt bzw. übertragen.
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8 zeigt
eine 4 entsprechende Bahnbildungspartie in ihrer Gesamtheit
von dem Stoffauflauf 10 zu dem Aufnahmepunkt. Hier ist
die Anfangs-Entwässerungspartie kurz und weist nur einen Siebtisch
auf, nach welcher die Doppelsiebzone beginnt. Hinsichtlich ihrer
anderen Teile entspricht die Anordnung derjenigen, die oben in Verbindung
mit 7 beschrieben worden ist.
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Viele
verschiedene Variationen der Erfindung sind innerhalb des durch
die nachfolgend angegebenen Ansprüche festgelegten Schutzbereichs möglich.
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Zusammenfassung
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Bahnbildungspartie einer Papier-
oder Pappemaschine
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Eine
Doppelsieb-Bahnbildungspartie einer Papier- oder Pappemaschine weist
eine Einzelsieb-Anfangs-Entwässerungspartie und eine Doppelsiebzone
auf, in der sich innerhalb einer oberen Siebschleife (21)
eine Entwässerungsbox (23) befindet, die mit einer
gekrümmten Abdeckung versehen ist, wobei die Box das obere
Sieb (21) in einen Kontakt mit einer Papiermassenschicht
auf einem unteren Sieb (11) führt. In Verbindung
mit der Entwässerungsbox (23) steht eine erste
Entwässerungszone (ZBI), in der
die Abdeckung (27) der Entwässerungsbox so ausgebildet
ist, dass sie eine nicht pulsierende Entwässerung der Papiermasse
zwischen den Sieben (11, 21) erzeugt, und eine
zweite Entwässerungszone (ZBII),
in welcher die Abdeckung der Entwässerungsbox in Querrichtung
angeordneten Entwässerungsschienen (28) aufweist,
welche eine pulsierende Entwässerung der Papiermasse zwischen den
Sieben (11, 21) erzeugen. In dem Bereich der zweiten
Entwässerungszone (ZBII) ist das
obere Sieb (21) gegen die Entwässerungsschienen
(28) unterstützt bzw. gehalten, wobei das untere
Sieb (11) nicht unterstützt ist. Nach der Entwässerungsbox
(23, 123) ist innerhalb der unteren Siebschleife
(11) ein mit einer gekrümmten Abdeckung versehener
Siebtisch (16) vorgesehen ist, der vor einem Transfersaugkasten
(17) angeordnet ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - WO 2004018768 [0005, 0027]
- - US 6372091 [0027]