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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Olefinoligomere
und relativ langkettige Olefine können bei der Herstellung
von hochwertigen Schmiermittelkomponenten oder Mischkomponenten
verwendet werden. Ein Problem mit dem Gebrauch der Olefinoligomere
bei einer der oben genannten Verwendungen ist, dass die olefinische
Doppelbindung nicht unbedingt gewünscht wird. Olefinische
Doppelbindungen verursachen Probleme bei Kraftstoffen und in den
Schmiermitteln. Olefine können oligomerisieren und "Gummi"-Ablagerungen
im Kraftstoff bilden. Olefine im Kraftstoff können auch
zu Problemen bei der Luftqualität führen. Olefine
können auch oxidieren, was ein besonderes Problem bei Schmiermitteln
sein kann. Ein Weg zur Minderung des Problems ist, einige oder alle
Doppelbindungen zu hydrieren, so dass man gesättigte Kohlenwasserstoffe
erhält. Ein Verfahren hierzu wird in der veröffentlichten
US-Anmeldung US 2001/0001804 beschrieben, die hierin vollinhaltlich
aufgenommen ist. Mit Hilfe der Hydrierung lässt sich die
Konzentration der Olefine im Schmiermittel oder Kraftstoff effizient
herabsetzen, jedoch erfordert sie das Vorhandensein von Wasserstoff
und eines Hydrierungskatalysators, das beides kostspielig sein kann.
Auch übermäßige Hydrierung kann zum Hydrocracking
führen. Das Hydrocracking kann zunehmen, wenn man versucht,
die Olefine auf immer niedrigere Konzentrationen zu hydrieren. Das
Hydrocracking ist in der Regel nicht wünschenswert, da
es ein Material mit niedrigerem Molekulargewicht produziert, wobei
das Ziel der Oligomerisierung die Herstellung eines Materials mit
höherem Molekulargewicht ist. Als Richtlinie wird in der
Regel das durchschnittliche Molekulargewicht des Materials vorzugsweise
erhöht, und nicht gesenkt. Mit dem Hydrierungsverfahren
möchte man somit die Olefine so sorgfältig wie
möglich hydrieren, während jedes mögliche
Hydrocracking oder Hydrodealkylieren minimiert wird. Dieses ist
von Natur aus schwierig und ist eher eine Notlösung.
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Das
Hydrocracking eines leicht verzweigten Kohlenwasserstoffmaterials
kann auch zu weniger Verzweigung führen. Das Cracking ist
in den tertiären und sekundären Zentren bevorzugt.
Z. B. kann ein verzweigter Kohlenwasserstoff an einem sekundären Zentrum
cracken, so dass zwei linearere Moleküle erhalten werden,
was im Allgemeinen ebenfalls nicht wünschenswert ist.
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Möglicherweise
können Ionenflüssigkeitskatalysatorsysteme zur
Oligomerisierung von Olefinen wie Normalalphaolefinen, zur Herstellung
von Olefinoligomeren verwendet werden. Ein Patent, das den Gebrauch eines
Ionenflüssigkeitskatalysatorsystems zur Herstellung von
Polyalphaolefinen beschreibt, ist
US
6 395 948 , das hierin vollinhaltlich durch Bezugnahme aufgenommen
ist. Eine veröffentlichte Anmeldung, die ein Verfahren
zur Oligomerisierung der Alphaolefine in Ionenflüssigkeiten
offenbart, ist
EP 791, 643 .
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Ionenflüssigkeitskatalysatorsysteme
werden auch für Isoparaffin – Olefinalkylierungsreaktionen
verwendet. Patente, die ein Verfahren zur Alkylierung von Isoparaffinen
durch Olefine offenbaren, sind
US
5 750 455 und
US 6 028
024 .
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Man
möchte über ein Verfahren zur Herstellung eines
Schmiermittels oder von Destillat-Kraftstoff-Ausgangsmaterialien
mit niedrigem Grad an Ungesättigtheit (niedriger Konzentration
an Doppelbindungen) verfügen, so dass die Notwendigkeit
für eine tiefe Hydrierung reduziert wird, während
das durchschnittliche Molekulargewicht und die Verzweigung des Materials
vorzugsweise beibehalten oder stärker bevorzugt erhöht
werden. Die vorliegende Erfindung stellt ein neues Verfahren mit
gerade solchen gewünschten Eigenschaften bereit.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung eines
Schmiermittels oder einer Schmiermittelkomponente bereit, und zwar
durch Oligomerisierung von Olefinen, so dass Olefinoligomere des gewünschten
Kettenlängenbereichs hergestellt werden, und durch Alkylierung
des Olefinoligomers mit einem Isoparaffin, so dass mindestens ein
Teil der restlichen Doppelbindungen der Olefinoligomere "gecappt"
(alkyliert) wird.
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Eine
bestimmte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellt
ein Verfahren zur Herstellung einer Destillat-Kraftstoff-Komponente
oder einer Schmiermittelkomponente bereit, umfassend das Zusammenbringen
von einem Strom, der ein oder mehrere Olefine umfasst, und einem
Strom, der ein oder mehrere Isoparaffine umfasst, mit einem Katalysator,
der eine saure Chloraluminat-Ionenflüssigkeit umfasst,
in der Anwesenheit einer Brönsted-Säure, so dass
man ein alkyliertes Oligomer-Produkt mit einer Bromzahl kleiner
4 erhält.
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In
einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
wird ein Verfahren zur Herstellung eines Kraftstoffs oder eines
Schmiermittels offenbart, umfassend das Hinführen eines
Gemischs aus Olefinen und einem Isoparaffin zu einer Oligomerisierungs-
bzw. Alkylierungszone, die eine saure Chloraluminat-Ionenflüssigkeit
umfasst, bei Oligomerisierungs- bzw. Alkylierungsbedingungen, so
dass man ein alkyliertes Oligomerprodukt mit einem TBP@50 von mindestens
1000°F gemäß simulierter Destillation
(SIMDIST) und einer Bromzahl kleiner 4 erhält.
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Die
Oligomerisierung von zwei oder mehr Olefinmolekülen ergibt
die Bildung eines Olefinoligomers, das in der Regel eine lange verzweigte
Molekülkette mit einer verbleibenden Doppelbindung enthält.
Die vorliegende Erfindung stellt einen neuen Weg zur Verringerung
der Konzentration der Doppelbindungen und gleichzeitig zur Erhöhung
der Qualität des gewünschten Kraftstoffs oder
des Schmiermittels bereit. Diese Erfindung verringert auch das Ausmaß von
Hydrofinishing, das zur Erzielung eines gewünschten Produkts
mit niedriger Olefinkonzentration erforderlich ist. Die Olefinkonzentration
kann durch den Bromindex oder die Bromzahl festgestellt werden.
Die Bromzahl kann durch den Test ASTM D 1159 festgestellt werden.
Der Bromindex kann durch ASTM D 2710 festgestellt werden. Die Testmethoden
D 1159 und ASTM D 2710 sind hierin durch Bezugnahme vollinhaltlich
aufgenommen. Der Bromindex ist effektiv die Anzahl mg Brom (Br2), die mit 100 g Probe unter Testbedingungen
reagieren. Die Bromzahl ist effektiv die Anzahl g Brom, die mit
100 g Probe unter den Testbedingungen reagieren.
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In
der vorliegenden Anmeldung wurden Destillationsdaten für
mehrere der Produkte durch SIMDIST erzeugt. Die simulierte Destillation
(SIMDIST) beinhaltet bei Bedarf die Verwendung von ASTM D 6352 oder ASTM
D 2887. ASTM D 6352 und ASTM D 2887 sind hiermit durch Bezugnahme
vollinhaltlich aufgenommen. Destillationskurven können
auch mit ASTM D86 erzeugt werden, das hiermit durch Bezugnahme vollinhaltlich aufgenommen
ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
wird HCl oder ein Bestandteil, der Protonen direkt oder indirekt
liefert, zu dem Reaktionsgemisch hinzugefügt. Obgleich
man nicht durch Theorie eingeschränkt werden möchte,
wird es angenommen, dass das Vorhandensein einer Brönsted-Säure,
wie HCl, die Aktivität und die Azidität des Ionenflüssigkeits-Katalysatorsystems
stark erhöht.
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Unter
anderen Faktoren beinhaltet die vorliegende Erfindung eine überraschende
neue Weise zur Herstellung eines Schmiermittelbasisöls
oder einer Schmiermittelmischkomponente, die verringerte Mengen
Olefine aufweist, ohne Hydrierung oder mit minimalem Hydrofinishing.
Die vorliegende Erfindung erhöht auch den Wert der resultierenden
Olefinoligomere, indem sie das Molekulargewicht des Oligomers erhöht
und die Verzweigung durch Einbringen von Isoparaffingruppen in die
Oligomer-Skelette erhöht. Diese Eigenschaften steigern
jeweils signifikant den Wert des Produkts, besonders wenn mit einem
in hohem Grade linearen Kohlenwasserstoff begonnen wird, wie den
bevorzugten Beschickungen für die vorliegende Erfindung
(d. h. durch Fischer-Tropsch hergeleitete Kohlenwasserstoffe). Die
vorliegende Erfindung basiert auf dem Gebrauch eines sauren Chloraluminat-Ionenflüssigkeitskatalysators
zur Alkylierung eines oligomerisierten Olefins mit einem Isoparaffin
unter verhältnismäßig milden Bedingungen.
Die Alkylierung kann erstaunlicherweise unter effektiv den gleichen
Bedingungen wie die Oligomerisierung erfolgen. Die Alkylierungs-
und Oligomerisierungsreaktionen erfolgen vorzugsweise in einer gemeinsamen
Reaktionszone, was ein alkyliertes Oligomer mit gewünschten
Eigenschaften ergibt.
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Ein
bevorzugtes Katalysatorsystem der vorliegenden Erfindung ist ein
saures Chloroaluminat-Ionenflüssigkeitssystem. Stärker
bevorzugt wird das saure Chloraluminat-Ionenflüssigkeitssystem
in Anwesenheit einer Brönsted-Säure verwendet.
Vorzugsweise ist die Brönsted-Säure ein Halohalid
und am stärksten bevorzugt HCl.
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EINGEHENDE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein neues Verfahren zur Herstellung
von Kraftstoff- oder Schmiermittelkomponenten durch saure katalysierte
Oligomerisierung von Olefinen und Alkylierung mit Isoparaffinen
in Ionenflüssigkeitsmedium bereit, so dass man ein Produkt
mit stark reduziertem Olefingehalt und verbesserter Qualität
erhält. Überraschenderweise fanden wir, dass die
Oligomerisierung eines Olefins und die Alkylierung eines Olefins
und/oder seiner Oligomere mit einem Isoparaffin zusammen in einer
einzelnen Reaktionszone durchgeführt werden kann. Der erhaltene
alkylierte oder teilweise alkylierte Oligomerstrom hat sehr wünschenswerte
Eigenschaften zur Verwendung als Kraftstoff- oder Schmiermittel-Mischkomponente.
Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung eines Destillatkraftstoffs, Schmiermittels, einer Destillatkraftstoffkomponente,
Schmiermittelkomponente oder des Lösungsmittels mit verbesserten
Eigenschaften, wie stärkere Verzweigung, höherem
Molekulargewicht und niedriger Bromzahl bereit.
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Ionenflüssigkeiten
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Ionenflüssigkeiten
sind eine Kategorie von Verbindungen, die ganz aus Ionen bestehen
und die im Allgemeinen bei oder unter Verfahrenstemperaturen Flüssigkeiten
sind. Häufig sind Salze, die völlig aus Ionen bestehen,
Feststoffe mit hohen Schmelzpunkten, z. B. über 450°C.
Diese Feststoffe bezeichnet man in der Regel als 'geschmolzene Salze',
wenn sie über ihre Schmelzpunkte erwärmt werden.
Natriumchlorid z. B. ist ein allgemeines 'geschmolzenes Salz' mit
einem Schmelzpunkt von 800°C. Ionenflüssigkeiten
unterscheiden sich von den 'geschmolzenen Salzen' dadurch, dass
sie niedrige Schmelzpunkte z. B. von –100°C bis
200°C haben. Ionenflüssigkeiten sind über
einer sehr breiten Temperaturbereich flüssig, wobei einige
einen Flüssigkeitsbereich bis zu 300°C oder höher
haben. Ionenflüssigkeiten sind im Allgemeinen nicht-flüchtig,
effektiv ohne Dampfdruck. Viele sind gegenüber Luft und
Wasser stabil und können gute Lösungsmittel für
eine breite Anzahl von anorganischen, organischen und polymeren
Materialien sein.
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Die
Eigenschaften der Ionenflüssigkeiten können angepasst
werden, indem man die Kationen- und Anionenpaarung verändert.
Ionenflüssigkeiten und einige ihrer kommerziellen Anwendungen
sind z. B. beschrieben in J. Chem. Tech. Biotechnol, 68:
351–356 (1997); J. Phys. Condensed Matter,
5: (supp. 346): B99-B106 (1993); Chemical and Engineering
News, 30. März, 1998, 32-37; J. Mater. Chem., *2627-2636 (1998);
und Chem. Rev., 99: 2071–2084 (1999),
deren Inhalt hiermit vollinhaltlich durch Bezugnahme aufgenommen
ist.
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Viele
Ionenflüssigkeiten sind auf Amin-Basis. Zu den üblichsten
Ionenflüssigkeiten gehören diejenigen, die durch
Umsetzen eines stickstoffhaltigen heterozyklischen Rings (zyklische
Amine), vorzugsweise stickstoffhaltigen aromatischen Ringen (aromatischen
Aminen), mit einem Alkylierungsmittel (z. B., einem Alkylhalogenid)
hergestellt werden, damit man ein quaternäres Ammoniumsalz
erhält, und Durchführen von Ionenaustausch oder
anderen geeigneten Reaktionen mit verschiedenen Lewis-Säuren
oder ihren konjugierten Basen, so dass man Ionenflüssigkeiten
erhält. Beispiele für geeignete heteroaromatische
Ringe umfassen Pyridin und seine Derivate, Imidazol und seine Derivate
und Pyrrol und seine Derivate. Diese Ringe können mit verschiedenen
Alkylierungsmitteln alkyliert werden, so dass ein breiter Bereich
an Alkylgruppen am Stickstoff einschließlich gerader, verzweigter
oder zyklischer C1-20-Alkylgruppen, aber
vorzugsweise C1-12-Alkylgruppen eingebracht
wird, da Alkylgruppen, die länger als C1-C12 sind, ungewünschte feste Produkte
anstatt Ionenflüssigkeiten produzieren können. Ionenflüssigkeiten
auf Pyridinium- und Imidazolium-Basis sind möglicherweise die
am häufigsten verwendeten Ionenflüssigkeiten.
Andere Ionenflüssigkeiten auf Amin-Basis, einschließlich zyklischer
und nichtzyklischer quaternärer Ammoniumsalze, werden häufig
verwendet. Ionenflüssigkeiten auf Phosponium- und Sulfonium-Basis
werden auch verwendet.
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Gegenanionen,
die verwendet werden, umfassen Chloraluminat, Bromaluminat, Galliumchlorid,
Tetrafluorborat, Tetrachlorborat, Hexafluorphosphat, Nitrat, Trifluormethansulfonat,
Methylsulfonat, p-Toluolsulfonat, Hexafluorantimonat, Hexafluorarsenat,
Tetrachloraluminat, Tetrabromoaluminat, Perchlorat, Hydroxidanion,
Kupferdichloridanion, Eisentrichloridanion, Antimonhexafluorid,
Kupferdichloridanion, Zinktrichloridanion, sowie verschiedene Lanthan-,
Kalium-, Lithium-, Nickel-, Kobalt-, Mangan- und andere Metallionen.
Die Ionenflüssigkeiten, die in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, sind vorzugsweise saure Halogenaluminate und vorzugsweise
Chloraluminate.
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Die
Form des Kations in der Ionenflüssigkeit der vorliegenden
Erfindung kann aus der Gruppe ausgewählt werden, bestehend
aus Pyridinium-Verbindungen und Imidazolium-Verbindungen. Kationen,
die sich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren als
besonders nützlich erwiesen haben, umfassen Pyridinium-Verbindungen.
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Bevorzugte
Ionenflüssigkeiten, die bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren verwendet werden können, umfassen saure Chloraluminat-Ionenflüssigkeiten.
Die bevorzugten Ionenflüssigkeiten, die in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, sind saure Pyridiniumchloraluminate. Stärker
bevorzugte Ionenflüssigkeiten, die bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren geeignet sind, sind Alkylpyridiniumchloraluminate. Noch
stärker bevorzugte Ionenflüssigkeiten, die bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren geeignet sind,
sind die Alkylpyridiniumchloraluminate, die eine einzelne lineare
Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen Länge haben.
Eine bestimmte Ionenflüssigkeit, die sich als geeignet
erwiesen hat, ist 1-Butylpyridiniumchloraluminat.
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In
einer stärker bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung wird 1-Butylpyridiniumchloraluminat in Anwesenheit
einer Brönsted-Säure verwendet. Man möchte
zwar nicht durch Theorie eingeschränkt werden, jedoch wirkt
die Brönstedsäure als Promotor oder Cokatalysator.
Beispiele für die Brönstedsäuren sind
Schwefelsäure, HCl, HBr, HF, Phosphorsäure, HI,
usw. Andere stärke Säuren, die Protondonatoren
sind, können auch geeignete Brönstedsäuren
sein.
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Die Beschickungen
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren enthält
einer der wichtigen Beschickungen einen olefinischen Kohlenwasserstoff.
Die olefinische Gruppe stellt die reaktive Stelle für die
Oligomerisierungsreaktion sowie die Alkylierungsreaktion zur Verfügung.
Der olefinische Kohlenwasserstoff kann ein ziemlich reines olefinisches Kohlenwasserstoffdestillat
sein, oder kann ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen mit unterschiedlichen
Kettenlängen und folglich einem breiten Siedebereich sein.
Der olefinische Kohlenwasserstoff kann ein terminales Olefin (ein
Alphaolefin) sein oder kann ein internes Olefin (interne Doppelbindung)
sein. Die olefinische Kohlenwasserstoffkette kann entweder eine
gerade Kette sein oder verzweigt oder ein Gemisch von beiden. Die Beschickungen,
die in der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, können
unreaktive Verdünnungsmittel wie Normalparaffine umfassen.
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In
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält
die olefinische Beschickung ein Gemisch von meist linearen Olefinen
von C2 bis etwa C30.
Die Olefine sind meistens, aber nicht ausschließlich Alphaolefine.
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In
einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
kann die olefinische Beschickung mindestens 50% einer einzelnen
Alphaolefinsorte enthalten.
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In
einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
kann die olefinische Beschickung aus einem NAO-Destillat aus einem
Normal-Alphaolefin-Verfahren (NAO) mit hohem Reinheitsgrad bestehen,
das durch Ethylenoligomerisierung erhalten wird.
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In
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält
ein Teil oder die gesamte olefinische Beschickung zu dem erfindungsgemäßen
Verfahren thermisch gecrackte Kohlenwasserstoffe, vorzugsweise gecracktes
Wachs und vorzugsweise gecracktes Wachs aus einem Fischer-Tropsch
(FT) Verfahren. Ein Verfahren zur Herstellung der Olefine durch
Cracken von FT-Produkten wird in
US
Patent 6 497 812 offenbart, das hierin durch Bezugnahme
vollinhaltlich aufgenommen wird.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren ist eine weitere
wichtige Beschickung ein Isoparaffin. Das einfachste Isoparaffin
ist Isobutan. Isopentane, Isohexane, Isoheptane und andere höhere
Isoparaffine sind auch bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren verwendbar. Ökonomie und Verfügbarkeit
sind die Haupttreiber zur Auswahl der Isoparaffine. Leichtere Isoparaffine
sind aufgrund ihres niedrigen Benzinmischungswerts (aufgrund ihres
verhältnismäßig hohen Dampfdrucks) eher
billiger und verfügbarer. Gemische leichter Isoparaffine können
auch in der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Gemische, wie
C4-C5-Isoparaffine,
können verwendet werden und können wegen der verringerten
Trenn-Kosten bevorzugt sein. Der Isoparaffin-Beschickungsstrom kann
auch Verdünnungsmittel, wie Normalparaffine, enthalten.
Dadurch können Kosten eingespart werden, indem die Kosten
der Trennung der Isoparaffine von den nahe siedenden Paraffinen
verringert werden. Normalparaffine sind im erfindungsgemäßen
Verfahren unreaktive Verdünnungsmittel.
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In
einer wahlfreien Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
kann das erfindungsgemäß hergestellte resultierende
alkylierte Oligomer hydriert werden, damit die Konzentration der
Olefine und folglich die Bromzahl weiter verringert wird. Nach Hydrierung
hat die Schmiermittelkomponente oder das Basisöl eine Bromzahl
kleiner 0,8, vorzugsweise kleiner 0,5, vorzugsweise kleiner 0,3,
noch stärker bevorzugt kleiner 0,2.
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Die
Oligomerisierungs- bzw. Alkylierungsbedingungen für das
erfindungsgemäße Verfahren umfassen eine Temperatur
von etwa 0 bis etwa 200°C, vorzugsweise von etwa 0 bis
etwa 150°C, stärker bevorzugt von etwa 0 bis etwa
100°C und am stärksten bevorzugt von 20 bis 70°C.
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Zusammenfassend
umfassen die möglichen Vorteile des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der Zusammensetzung:
- • Verringerte
Kapitalkosten für Hydrotreating/Hydrofinishing
- • Niedrigere Betriebskosten wegen des verringerten
Wasserstoffs und der umfangreichen Hydrierungsanforderungen
- • Gebrauch des gleichen Ionenflüssigkeitskatalysatorsystems
für Oligomerisierung und Alkylierung in einem Einschrittverfahren
- • Verbesserte Verzweigungseigenschaften des Produktes
- • Erhöhtes Gesamt-Molekulargewicht des Produktes
- • Einbringung einer billigen Beschickung (Isoparaffine)
zur Steigerung der Flüssigkeitsausbeute eines hochwertigen
Destillatkraftstoffs oder der Schmiermittelkomponenten
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BEISPIELE
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Beispiel 1:
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Herstellung von frischer 1-Butyl-pyridiniumchloraluminat-Ionenflüssigkeit
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1-Butyl-pyridiniumchloraluminate
ist bei Raumtemperatur eine Ionenflüssigkeit, die hergestellt
wird durch Mischen von reinem 1-Butyl-pyridiniumchlorid (einem Feststoff)
mit reinem festem Aluminiumtrichlorid in einer inerten Atmosphäre.
Die Synthesen von 1-Butyl-pyridiniumchlorid und dem entsprechenden
1-Butyl-pyridiniumchloraluminat sind unten beschrieben. In einem
2-L Autoklav mit Teflon-Mantel wurden 400 g (5,05 Mol) wasserfreies
Pyridin (99,9% rein, erworben von Aldrich) mit 650 g (7 Mol) 1-Chlorbutan
(99,5% rein, erworben von Aldrich) gemischt. Das reine Gemisch wurde
verschlossen, und man ließ es bei 125°C über
Nacht unter autogenem Druck rühren. Nach dem Abkühlen
und Entlüften des Autoklaven wurde das Reaktionsgemisch
in Chloroform verdünnt und aufgelöst und in einen
Drei-Liter-Rundbodenkolben überführt. Die Einengung
des Reaktionsgemisches bei vermindertem Druck in einem Rotationsverdampfer
(in einem heißen Wasserbad) zur Entfernung von überschüssigem
Chlorid, nicht-umgesetztem Pyridin und Chloroformlösungsmittel ergab
ein braunes festes Produkt. Die Reinigung des Produktes erfolgte
durch Lösen der erhaltenen Feststoffe in heißem
Aceton und Fällen des reinen Produkts durch Abkühlen
und Hinzufügen von Diethylether. Das Filtrieren und Trocknen
unter Vakuum und Hitze in einem Rotationsverdampfer ergaben 750
g (88% Ausbeute) des gewünschten Produktes als elfenbeinfarbener
glänzender Feststoff. 1H-NMR und 13C-NMR waren für das gewünschte
1-Butylpyridiniumchlorid ideal, und es waren keine Verunreinigungen
gemäß NMR-Analyse vorhanden.
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1-Butylpyridiniumchloraluminat
wurde hergestellt durch langsames Mischen von getrocknetem 1-Butylpyridiniumchlorid
und wasserfreiem Aluminiumchlorid (AlCl3)
entsprechend dem folgenden Verfahren. Das 1-Butylpyridiniumchlorid
(hergestellt, wie oben beschrieben) wurde unter Vakuum bei 80°C
48 Stunden lang getrocknet, so dass das Restwasser beseitigt wurde
(1-Butylpyridiniumchlorid ist hydroskopisch und absorbiert leicht
Wasser an der Luft). Fünfhundert Gramm (2,91 Mol) des getrockneten
1-Butylpyridiniumchlorids wurden in einen 2-Liter-Becher in einer
Stickstoffatmosphäre in einem Handschuhkasten überführt.
Dann wurden 777,4 g (5,83 Mol) wasserfreies pulverförmiges
AlCl3 (99,99% von Aldrich) in kleinen Teilen
(beim Rühren) hinzugefügt, so dass die Temperatur
der stark exothermen Reaktion gesteuert wurde. Sobald alles AlCl3 zugegeben wurde, wurde die resultierende
bernsteinfarbig aussehende Flüssigkeit vorsichtig in dem
Handschuhkasten über Nacht rühren gelassen. Die
Flüssigkeit wurde dann filtriert, um jedes unaufgelöste
AlCl3 zu entfernen. Das resultierende saure
1-Butylpyridiniumchloraluminat wurde als Katalysator für
die Beispiele in der vorliegenden Anmeldung verwendet.
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Beispiel 2
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Oligomerisierung von 1-Decen in den Ionenflüssigkeiten
in Anwesenheit von Isobutan
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Die
Oligomerisierung von 1-Decen wurde in saurem 1-Butylpyridiniumchloraluminat
in Anwesenheit von 10 Mol% Isobutan durchgeführt. Die Reaktion
erfolgte in Anwesenheit von HCl als Promotor. Das folgende Verfahren
beschreibt im Allgemeinen das Verfahren. Zu 42 g 1-Butylpyridiniumchloraluminat
in einem 300 cm3 Autoklav mit Überkopfmischer
wurden 101 g 1-Decen und 4,6 g Isobutan hinzugefügt und
der Autoklav wurde verschlossen. Dann wurde 0,4 g HCl eingeführt
und das Rühren begonnen. Die Reaktion wurde auf 50°C
erwärmt. Die Reaktion war exotherm und die Temperatur sprang
schnell auf 88°C. Die Temperatur ging in wenigen Minuten
zurück auf 44°C und wurde bis auf 50°C
gebracht, und die Reaktion wurde bei etwa 1200 U/min eine Stunde
lang unter autogenem Druck kräftig gerührt (~Atmosphärendruck
in diesem Fall). Dann wurde das Rühren gestoppt, und die
Reaktion wurde auf Raumtemperatur abgekühlt. Der Inhalt
wurde absetzen gelassen, und die organische Schicht (unmischbar
in der Ionenflüssigkeit) wurde abdekantiert und mit 0,1
N wässriger KOH-Lösung gewaschen. Das farblose Öl
wurde mit simulierter Destillation und Bromanalyse analysiert. Die
Bromzahl war 2,6. Die Brom-Zahl ist viel kleiner als die, die normalerweise
für die 1-Decen-Oligomerisierung bei Fehlen von Isobutan
beobachtet wird. Die Bromzahl für die 1-Decen-Oligomerisierung
bei Fehlen von iC4 ist im Bereich von 7,5–7,9,
bezogen auf den Katalysator, die Kontaktzeit und die Katalysatormengen,
die in der Oligomerisierungsreaktion verwendet werden.
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Die
Tabelle 1 vergleicht die Bromzahlen des Ausgangs-1-Decens, der 1-Decen-Oligomerisierungs-Produkte
in Anwesenheit von iC
4, der 1-Decen-Oligomerisierungs-Produkte
ohne iC
4 und der Alkylierungsprodukte der
1-Decen-Oligomere mit überschüssigem iC
4. Tabelle 1
| Material | 1-Decen | Oligomerisierungs-Alkylierung von
1-Decen mit 10 mol% iC4 | Oligomerisierungs-Produkte von
1-Decenikein iC4 | Alkylierte 1-Decen-Oligomere |
| Brom-Zahl | 114 | 2.6 | 7.9 | 2.8 |
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Die
vorstehenden Daten legen nahe, dass die In-situ-Oligomerisierung
bzw. Alkylierung (wo Isoparaffine in den Oligomerisierungsreaktor
eingeführt werden) Öle mit niedriger Olefin-Konzentration
ergibt. Die Daten in der Tabelle 1 vergleicht die Olefinität
der Produkte aus den In-situ-Oligomerisierungs- bzw. Alkylierungs-Produkten
mit reinen Oligomeren und mit den Produkten, die aus der Alkylierung
der Oligomere mit Isobutan in einer Reaktion in einem zweiten Schritt
erhalten werden.
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Beispiel 3:
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Oligomerisierung eines Gemischs von Alphaolefinen
in Anwesenheit von Isobutan
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Ein
1:1:1 Gemisch von 1-Hexen:1-Octen:1-Decen wurde in Anwesenheit von
Isobutan oligomerisiert, und zwar bei den Reaktionsbedingungen,
die vorher zur Oligomerisierung von 1-Decen in Anwesenheit von Isobutan
beschrieben wurden (100 g Olefine, 20 g IL Katalysator, 0,25 g HCl
als Cokatalysator, 50°C, autogener Druck, 1 Stunde). Die
Produkte wurden vom IL-Katalysator getrennt, und die IL-Schicht
wurde mit Hexan gespült, das abdekantiert wurde und zu
den Produkten hinzugefügt wurde. Die Produkte und die Hexanwäsche wurden
mit 0,1 N NaOH behandelt, um jegliches restliches AlCl
3 zu
entfernen. Die organischen Schichten wurden gesammelt und über
wasserfreiem MgSO
4 getrocknet. Das Einengen
(in einem Rotationsverdampfer unter vermindertem Druck, in einem
Wasserbad bei –70°C) ergab das Oligomer-Produkt
als viskose gelbe Öle. Die nachstehende Tabelle 2 zeigt
die simulierte Destillation, Viskosität und Pourpunkt-
und Trübungspunktdaten der alkylierten Oligomer-Produkte
des olefinischen Gemischs in Anwesenheit von Isobutan. Tabelle 2
| SIMDIST
TBP
(WT%), | Oligomere
von C6 =, C8 =, C10 = W/iC4 °F |
| TBP
@0.5 | 313 |
| TBP
@5 | 450 |
| TBP
@10 | 599 |
| TBP
@15 | 734 |
| TBP
@20 | 831 |
| TBP
@30 | 953 |
| TBP
@40 | 1033 |
| TBP
@50 | 1096 |
| TBP
@60 | 1157 |
| TBP
@70 | 1220 |
| TBP
@80 | 1284 |
| TBP
@90 | 1332 |
| TBP
@95 | 1357 |
| TBP
@99.5 | 1384 |
| Physik.
Eingenschaften: | |
| VI | 140 |
| VIS@100 | 7.34
CST |
| VIS@40 | 42
CST |
| Prourpunkt | –54°C |
| Trübungspunkt | < –52°C |
| Brom
# | 3.1 |
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Beispiel 4:
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Oligomerisierung von 1-Decen in Ionenflüssigkeiten
in Anwesenheit unterschiedlicher Isobutan-Konzentrationen
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Die
Oligomerisierung von 1-Decen wurde in saurem 1-Butylpyridiniumchloraluminat
in Anwesenheit verschiedener Mol% Isobutan durchgeführt.
Die Reaktion erfolgte in Anwesenheit von HCl als Promotor (Cokatalysator).
Das nachstehende Verfahren beschreibt im Allgemeinen das Verfahren.
Zu 42 g 1-Butylpyridiniumchloraluminat in einem 300 cm3 Autoklav
mit einem Überkopf-Mischer wurden 101 g 1-Decen und 4,6
g Isobutan gegeben, und der Autoklav wurde verschlossen. Dann wurde
0,2–0,5 g HCl in den Reaktor eingeführt, und dann
mit dem Rühren begonnen. Die Reaktion ist exotherm, und
die Temperatur stieg schnell auf 88°C. Die Temperatur fiel
schnell auf Mitte 40 ab und wurde bis auf 50°C gebracht
und für den Rest der Reaktionszeit bei etwa 50°C
gehalten. Die Reaktion wurde eine etwa Stunde lang bei autogenem
Druck kräftig gerührt. Das Rühren wurde
gestoppt, und die Reaktion wurde auf Raumtemperatur abgekühlt.
Der Inhalt wurde absetzen gelassen, und die organische Schicht (unvermischbar
in der Ionenflüssigkeit) wurde abdekantiert und mit 0,1 N
wässeriger KOH-Lösung gewaschen. Die gewonnenen Öle
wurden durch simulierte Destillation, Bromanalyse, Viskosität,
Viskositätszahlen sowie Pour- und Trübungspunkte
charakterisiert.
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Die
nachstehende Tabelle 3 zeigt die Eigenschaften der resultierenden Öle
verschiedener 1-Decen/Isobutan-Verhältnisse. Alle Reaktionen
wurden etwa 1 Stunde lang bei 50°C in Anwesenheit von 20 g
Ionenflüssigkeitskatalysator durchgeführt. Tabelle 3
| SIMDIST
TBP (WT%), °F | C10=/iC4 = 0.8 | C10=/iC4 = 1 | C10=/iC4 = 4 | C10=/iC4 = 5.5 | C10=/iC4 = 9 |
| TBP
@0.5 | 440 | 433 | 663 | 746 | 775 |
| TBP
@20 | 612 | 683 | 792 | 836 | 896 |
| TBP
@30 | 798 | 842 | 894 | 928 | 986 |
| TBP
@40 | 931 | 970 | 863 | 999 | 1054 |
| TBP
@50 | 1031 | 1041 | 1007 | 1059 | 1105 |
| TBP
@60 | 1098 | 1099 | 1067 | 1107 | 1148 |
| TBP
@70 | 1155 | 1154 | 1120 | 1154 | 1187 |
| TBP
@80 | 1206 | 1205 | 1176 | 1200 | 1228 |
| TBP
@90 | 1258 | 1260 | 1242 | 1252 | 1278 |
| TBP
@95 | 1284 | 1290 | 1281 | 1282 | 1305 |
| TBP
@99.5 | 1311 | 1326 | 1324 | 1313 | 1336 |
| | | | | | |
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Die
in Tabelle 3 gezeigten Daten zeigen eindeutig, dass die Menge an
Isobutan, das der Reaktion hinzugefügt wurde, den Siedebereich
der produzierten Öle beeinflusst. Wie in Tabelle 3 gezeigt,
gibt es bei höherer Isobutan-Konzentration in der Reaktion
mehr Kohlenwasserstoffe in den niedrig siedenden Destillaten. Dieses
zeigt an, dass mehr Alkylierung an der Reaktion beteiligt ist, wenn
mehr Isobutan zugegen ist. Bei mehr vorhandenem Isobutan ist die
1-Decen-Alkylierung mit iC4 zur Herstellung
von C14 und 1-Decen-Dimeralkylierung zur
Herstellung von C24 häufiger als
bei niedrigeren Isobutan-Konzentrationen. Folglich kann der Grad
der Verzweigung und der Oligomerisierung durch die Wahl der Olefine,
der Isoparaffine, der Verhältnisse von Olefin zu Isoparaffin, der
Kontaktzeit und der Reaktionsbedingungen angepasst werden. Die alkylierten
Oligomere nehmen aufgrund des "Off-Capping" ihrer olefinischen Stellen
nicht mehr an weiteren Oligomerisierungen teil, und die endgültige
Oligomerkette ist möglicherweise kürzer als die
Normaloligomer-Produkte, aber verzweigter. Der Oligomerisierungsweg
ist zwar der Hauptmechanismus, jedoch ist es sehr klar, dass die
Alkylierung von 1-Decen und seiner Oligomere mit Isobutan an der
Chemie teilnimmt.
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Die
nachstehende Tabelle 4 vergleicht einige physikalische Eigenschaften
der Produkte, die aus den Reaktionen von Tabelle 3 erhalten wurden. Tabelle 4
| | C10=/iC4 = 0.8 | C10=/iC4 = 1 | C10=/iC4 = 4 | C10=/iC4 = 5.5 | C10=/iC4 = 9 |
| VI | 145 | 171 | 148 | 190 | 150 |
| Vis@100 | 9.84 | 7.507 | 9.73 | 7.27 | 11.14 |
| VIS@40 | 61.27 | 37.7 | 59.63 | 33.5 | 70.21 |
| Pour-Punkt | –42 | –42 | | –44 | –52 |
| Trübungs-Punkt | –63 | –64 | | –69 | –28 |
| Brom-Zahl | 3.1 | 0.79 | 2.2 | 3.8 | 6.1 |
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Die
Oligomerisierung/Alkylierung, die bei einem i-Decen/iC4-Verhältnis
von 5,5 durchgeführt wurde, wurde mehrmals mit gleichen
Beschickungsverhältnissen und – Bedingungen wiederholt.
Das Viscosität@100 in den wiederholten Proben reichte von
6,9–11,2. Die VI reichte von 156–172. Alle wiederholten
Proben enthielten niedrigsiedende Destillate (unter 775°F)
im Bereich von 10%–15%. Das niedrig siedende Destillat scheint
die VI zu beeinflussen.
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Die
in Tabelle 4 gezeigten Bromzahlen sind viel kleiner als normalerweise
für die 1-Decen-Oligomerisierung bei Fehlen von Isobutan
beobachtet. Die Bromzahl für die 1-Decen-Oligomerisierung
bei Fehlen von iC4 ist im Bereich von 7,5–7,9,
je nach Katalysator, der Kontaktzeit und der Katalysatormengen,
die in der Oligomerisierungsreaktion verwendet werden. Wie oben
gezeigt führt eine gleichzeitige Alkylierung und Oligomerisierung
zu Oligomer-Produkten mit wünschenswerter Bromzahl, VI,
Viskositäten sowie Pour- und Trübungspunkten.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Prozess
und Verfahren zur Herstellung eines besseren Schmiermittels oder
einer Kraftstoffmischkomponente durch Oligomerisierung bzw. Alkylierung
eines Gemisches, enthaltend Olefine und Isoparaffine, unter Herstellung
eines alkylierten, gecappten Olefinoligomers mit Hilfe eines Katalysatorsystems
auf Basis einer sauren Chloraluminat-Ionenflüssigkeit.
Das Katalysatorsystem enthält bevorzugt eine Brönstedsäure.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 6395948 [0003]
- - EP 791643 [0003]
- - US 5750455 [0004]
- - US 6028024 [0004]
- - US 6497812 [0026]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - J. Chem. Tech.
Biotechnol, 68: 351–356 (1997) [0016]
- - J. Phys. Condensed Matter, 5: (supp. 346): B99-B106 (1993) [0016]
- - Chemical and Engineering News, 30. März, 1998, 32-37;
J. Mater. Chem., *2627-2636 (1998) [0016]
- - Chem. Rev., 99: 2071–2084 (1999) [0016]