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Technisches Gebiet
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Diese
Erfindung betrifft im allgemeinen metallische Pulver und genauer
Verfahren zum Erzeugen metallischer Pulver.
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Hintergrund
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Mehrere
unterschiedliche Prozesse zum Erzeugen pulverisierter metallischer
Produkte sind entwickelt worden und werden gegenwärtig eingesetzt, um
metallische Pulver mit bestimmten Eigenschaften zu erzeugen, so
wie erhöhten
Dichten und erhöhtem Fließvermögen, die
bei anschließenden
metallurgischen Prozessen wünschenswert
sind, so wie zum Beispiel Sinter- und
Plasmasprühprozessen.
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Ein
Prozeß,
als plasmabasierende Verdichtung bekannt, umfaßt das In-Kontakt-Bringen eines metallischen
Vorläufermaterials
mit einem heißen Plasmastrahl.
Der heiße
Plasmastrahl verflüssigt und/oder
atomisiert das Metall, um kleine, im allgemeinen kugelartig geformte
Teilchen zu bilden. Diese Teilchen dürfen sich dann wieder verfestigen,
bevor sie entnommen werden. Das sich ergebende pulverisierte metallische
Produkt ist oftmals dadurch gekennzeichnet, daß es ein hohes Fließvermögen und eine
hohe Dichte hat, was somit das pulverisierte metallische Produkt
erwünscht
zum Einsatz in nachfolgenden Prozessen (z. B. Sintern und Plasmasprühen) macht.
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Unglücklicherweise
jedoch sind plasmabasierte Verdichtungsprozesse nicht ohne ihre
Nachteile. Zum Beispiel werden plasmabasierte Verdichtungsprozesse
teuer zu implementieren sein, sind energieintensiv und leiden auch
an vergleichsweise geringen Ausbeuten.
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Ein
weiterer Prozeßtyp,
als Sprühtrocknen bekannt,
umfaßt
einen Prozeß,
bei dem eine Lösung oder
ein Schlamm, die/der das gewünschte
Metall enthält,
schnell in Teilchenform getrocknet wird, indem die Flüssigkeit
in einer heißen
Atmosphäre
atomisiert wird. Ein Typ des Sprühtrockenprozesses zum
Erzeugen eines pulverisierten metallischen Produktes verwendet eine
sich drehende atomisierende Scheibe, die in einer erhitzten Prozeßkammer
vorgesehen ist. Ein flüssiges
Vorläufermaterial
(z. B. ein Schlamm oder eine Lösung),
die ein pulverisiertes metallisches Material enthält, wird
auf die sich drehende Scheibe gerichtet. Das flüssige Vorläufermaterial wird durch die
sich drehende Scheibe im allgemeinen nach außen beschleunigt. Die erhitzte
Kammer beschleunigt die Verdampfung der flüssigen Komponente des flüssigen Vorläufermaterials,
wenn dieses von der sich drehenden Scheibe nach außen beschleunigt
wird. Das sich ergebende pulverisierte metallische Endprodukt wird
dann von einer Umfangswand gesammelt, welche die sich drehende Scheibe
umgibt.
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Obwohl
der voranstehende Sprühtrockenprozeß oftmals
verwendet wird, um ein pulverisiertes metallisches Produkt zu bilden,
ist er nicht ohne Nachteile. Zum Beispiel werden Sprühtrockenprozesse
auch an vergleichsweise geringen Ausbeuten leiden und führen typischerweise
zu einem metallischen Pulverprodukt mit einer geringeren Dichte,
als sie mit plasmabasierten Verdichtungsprozessen möglich ist.
Sprühtrockenprozesse
bringen auch recht große
Vorrichtungen mit sich (z. B. haben die atomisierenden Scheiben
Durchmesser in der Größenordnung
von 10 m) und sind energieintensiv. Der Sprühtrockenprozeß wird auch
schwierig zu steuern sein, und es ist nicht unüblich, daß man einem gewissen Ausmaß an Variabilität in den
Eigenschaften des pulverisierten metallischen Produktes gegenübersteht,
obwohl die Prozeßparameter
dieselben bleiben. Eine solche Variabilität erhöht weiter die Schwierigkeit,
ein endgültiges
pulverisiertes metallisches Produkt mit den gewünschten Eigenschaften zu erzeugen.
Folglich verbleibt ein Bedürfnis
nach einem System, das in der Lage ist, ein pulverisiertes metallisches
Endprodukt mit Eigenschaften, so wie hoher Dichte und hohem Fließvermögen, zu
erzeugen, das das pulverisierte metallische Endprodukt attraktiver
zum Einsatz in anschließenden
Anwendungen macht. Idealerweise sollte ein solches System in der
Lage sein, erhöhte
Ausbeuten an pulverisiertem metallischem Endprodukt zu erzeugen,
wobei gleichzeitig weniger Komplexität, Energie und Kosten entwickelt
werden, wenn mit herkömmlichen
Prozessen verglichen wird.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Ein
Verfahren zum Erzeugen eines metallischen Pulverproduktes gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung kann aufweisen: Bereitstellen eines Vorrats eines
Vorläufers
für metallisches
Pulver; Kombinieren des Vorläufers
für metallisches
Pulver mit einer Flüssigkeit,
um einen Schlamm zu bilden; Einspeisen des Schlammes in einen pulsierenden Strom
heißen
Gases; und Gewinnen des metallischen Pulverproduktes.
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Auch
offenbart ist ein metallisches Pulverprodukt, das agglomerierte
metallische Teilchen aufweist, mit einem Fließvermögen nach Hall von weniger als
ungefähr
30 Sekunden für
50 Gramm.
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Kurzbeschreibung der Zeichnungen
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Veranschaulichende
und gegenwärtig
bevorzugte beispielhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Zeichnungen gezeigt, wobei:
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1 ein
Ablaufdiagramm ist, das ein Verfahren gemäß der Erfindung(en) hierin
veranschaulicht;
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2 eine
Schnittansicht eines Pulsverbrennungssystems ist, das bei und/oder
mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann;
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3 ein
weiteres Ablaufdiagramm ist, das ein alternatives Verfahren gemäß der Erfindung
veranschaulicht;
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4 noch
ein weiteres Ablaufdiagramm ist, das ein weiteres alternatives Verfahren
gemäß der Erfindung
veranschaulicht;
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5 noch
ein weiteres Ablaufdiagramm ist, das noch ein weiteres alternatives
Verfahren gemäß der Erfindung
veranschaulicht;
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6 ein
grafisches Schaubild ist, das die Ergebnisse des Umsetzens eines
Verfahrens gemäß der Erfindung
in die Praxis zeigt; und
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7 ein
grafisches Schaubild ist, das die Ergebnisse des Umsetzens eines
Verfahrens gemäß dem Stand
der Technik in die Praxis zeigt.
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Genaue Beschreibung
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Ein
Verfahren 10 zum Erzeugen eines metallischen Pulverproduktes
ist in 1 veranschaulicht und umfaßt das Bereitstellen eines
Vorrats eines Vorläufers
für metallisches
Pulver und das Mischen des Vorläufers
für metallisches
Pulver mit einer Flüssigkeit,
um im Schritt 12 einen Schlamm zu bilden. Der Schlamm wird
dann in einen pulsierenden Strom heißen Gases 14 gespeist.
Bei einer Ausführungsform wird
der pulsierende Strom heißen
Gases durch ein Pulsverbrennungssystem 100 (2)
erzeugt. Das metallische Pulverprodukt wird dann im Schritt 16 gewonnen.
Wie es in weiteren Einzelheiten hiernach beschrieben werden wird,
weist das gewonnene metallische Pulverprodukt Agglomerationen kleinerer Teilchen
mit höheren
Dichten und höherem
Fließvermögen im Vergleich
zu metallischen Pulverprodukten, die durch herkömmliche Sprühtrockenprozesse erzeugt worden
sind, auf.
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Genauer
umfaßt
ein grundlegender Prozeß hierin
zunächst
das Bilden eines Schlammes im Schritt 12, der den Vorläufer für metallisches
Pulver enthält.
Bei einem typischen Beispiel wird der Vorläufer für metallisches Pulver mit einer
Flüssigkeit
(z. B. Wasser) gemischt, um den Schlamm zu bilden, obwohl andere
Flüssigkeiten,
so wie Alkohole, flüchtige Flüssigkeiten
und organische Flüssigkeiten,
verwendet werden können.
Bei einer Ausführungsform
weist die flüssige
Komponente des Schlammes eine Mischung aus Wasser und einem Bindemittel
auf, die anfangs erzeugt werden kann, indem ein Bindemittel, so
wie zum Beispiel Polyvinylalkohol (PVA), und Wasser gemischt werden.
Der Vorläufer
für metallisches
Pulver, so wie zum Beispiel Molybdänpulver (siehe die hiernach
aufgeführten
Beispiele), wird dann der Mischung Wasser/Bindemittel hinzugefügt, um den
Schlamm zu bilden.
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Es
sollte jedoch angemerkt werden, daß es notwendig oder wünschenswert
sein kann, die flüssige
Mischung vorzuerhitzen, bevor der Vorläufer für metallisches Pulver hinzugefügt wird,
um sicherzustellen, daß das
Bindemittel vollständig
in dem flüssigen
Träger
gelöst
ist. Die bestimmten Temperaturen, die beteiligt sind, können zu
einem gewissen Grade von dem bestimmten flüssigen Träger (z. B. Wasser) und dem
ausgewählten
Bindemittel (z. B. PVA) abhängig
sein. Daher sollte die vorliegende Erfindung nicht als auf irgendeine
bestimmte Temperatur oder einen Temperaturbereich zum Vorerhitzen
der flüssigen
Mischung beschränkt
angesehen werden. Jedoch kann als Beispiel bei einer Ausführungsform
die flüssige
Mischung auf eine Temperatur in einem Bereich von ungefähr 35°C bis ungefähr 100°C vorerhitzt
werden.
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Der
Schlamm kann zwischen ungefähr
60 bis ungefähr
99 Gew.% Feststoffe aufweisen, so wie ungefähr 60 % bis ungefähr 90 Gew.%
Feststoffe und weiter bevorzugt ungefähr 80 Gew.% Feststoffe. Der Schlamm
kann zwischen ungefähr
1 bis ungefähr
40 Gew.% Flüssigkeit
aufweisen, so wie ungefähr
10 bis ungefähr
40 Gew.% Flüssigkeit
und weiter bevorzugt ungefähr
20 Gew.% Flüssigkeit.
Die flüssige
Komponente kann ungefähr
0.01 bis ungefähr
5 Gew.% Bindemittel aufweisen, so wie ungefähr 0.4 bis ungefähr 0.9 Gew.%
Bindemittel und weiter bevorzugt ungefähr 0.7 Gew.% Bindemittel. Bei
einer Ausführungsform
weist der Schlamm ungefähr
80 Gew.% Feststoffe und ungefähr
20 Gew.% Flüssigkeit
auf, wovon ungefähr
0.7 Gew.% Bindemittel sind. Der Vorläufer für metallisches Pulver kann
Größen in einem
Bereich von ungefähr
Submikrometergrößen haben,
z. B. von ungefähr
0.25 μm
bis ungefähr
100 μm,
so wie ungefähr
1 μm bis
ungefähr
20 μm und
weiter bevorzugt in einem Größenbereich
von ungefähr
5 μm bis ungefähr 6 μm.
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Der
Schlamm wird dann in ein Pulsverbrennungssystem 100 (2)
gespeist, woraufhin der Schlamm auf einen Strom heißen Gases
(oder heißer Gase)
auftrifft, die bei oder nahe Schallgeschwindigkeit pulsiert sind.
Die Schallpulse heißen
Gases kommen in Kontakt mit dem Schlamm und treiben im wesentlichen
das gesamte Wasser aus und bilden das metallische Pulverprodukt.
Die Temperatur des pulsierenden Stromes heißen Gases kann in einem Bereich
von ungefähr
300°C bis
ungefähr
800°C, so
wie ungefähr
427°C bis
ungefähr
677°C und
weiter bevorzugt ungefähr
600°C sein,
obwohl andere Temperaturen abhängig
von dem bestimmten Vorläufer
für metallisches
Pulver, der verarbeitet wird, verwendet werden können. Allgemein gesprochen
liegt die Temperatur des pulsierenden Stromes heißen Gases
unterhalb des Schmelzpunktes der Vorläufer für metallisches Pulver, der
verarbeitet wird. Zusätzlich
ist der Vorläufer
für metallisches
Pulver in dem Schlamm üblicherweise
nicht lange genug im Kontakt mit den heißen Gasen, um eine wesentliche
Menge der Wärme
auf das me tallische Pulver zu übertragen.
Zum Beispiel wird für
eine typische Ausführungsform
geschätzt,
daß die
Schlammischung im allgemeinen während
des Kontaktes mit dem pulsierenden Strom heißen Gases auf eine Temperatur
in dem Bereich von ungefähr
93°C bis
ungefähr
121°C erhitzt
wird.
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Wie
hierin in weiteren Einzelheiten beschrieben wird, weist das sich
ergebende metallische Pulverprodukt Agglomerationen kleinerer Teilchen
auf, die im wesentlichen massiv (d. h. nicht hohl) und im allgemeinen
kugelartig in der Form sind. Demgemäß können die Agglomerationen im
allgemeinen als "Fußbälle" gekennzeichnet werden, "die aus 'Schrotkügelchen' (BBs = ballistic
balls) gebildet sind".
Zusätzlich
weist das metallische Pulverprodukt eine hohe Dichte auf und ist
hochgradig fließfähig, wenn mit
herkömmlichen
metallischen Pulvern verglichen wird, die durch herkömmliche
Prozesse erzeugt werden. Zum Beispiel können metallische Molybdänpulver,
die gemäß der Lehren
hierin erzeugt worden sind, Scott-Dichten im Bereich von ungefähr 1 g/cm3 bis ungefähr 4 g/cm3 haben,
so wie ungefähr
2.6 g/cm3 bis ungefähr 2.9 g/cm3.
Fließfähigkeiten
nach Hall liegen im Bereich von weniger als ungefähr 30 s/50g
bis so niedrig bis 20-23 s/50g für
metallisches Molybdän.
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Mit
Bezug nun hauptsächlich
auf die 1 kann das Verfahren oder der
Prozeß 10 zum
Erzeugen eines metallischen Pulverproduktes das Herstellen oder
Bilden eines Schlammes im Schritt 12 aufweisen. Dann wird
dieser Schlamm im Schritt 14 einem pulsierenden Strom heißer Gase
ausgesetzt, was das erwünschte
metallische Pulverprodukt bei 16 liefert. Der grundlegende
Prozeß wird
durch die Verbindungspfeile 11 und 15 in durchgezogener
Linie angegeben, im Gegensatz zu den optionalen alternativen Prozeßströmen, die
durch die Pfeile und Kästchen
in strichlierten Linien angegeben sind, im allgemeinen durch Bezugsziffern 33 bis 39 identifiziert,
die hiernach beschrieben werden.
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Mit
Bezug nun auf 2 kann der pulsierende Strom
heißer
Gase durch ein Pulsverbrennungssystem 100 des Typs erzeugt
werden, der in der Technik gut bekannt ist und leicht kommerziell
erhältlich
ist. Beispielsweise kann bei einer Ausführungsform das Pulsverbrennungssystem 100 ein
Pulsverbrennungssystem aufweisen, das bei Pulse Combustion Sy stems,
San Rafael, CA, 94901 erhältlich
ist. Anfangs kann Luft durch einen Einlaß 21 in die äußere Hülle 20 des
Pulsverbrennungssystems 100 bei niedrigem Druck zugeführt (z.
B. gepumpt) werden, woraufhin es durch ein Einweg-Luftventil 22 strömt. Die
Luft tritt dann in eine abgestimmte Verbrennungskammer 23 ein,
wo Brennstoff über
Brennstoffventile oder – ports 24 hinzugefügt wird.
Die Brennstoff-Luft-Mischung wird dann durch eine Zündflamme 25 gezündet, was
einen pulsierenden Strom heißer
Gase erzeugt, der auf eine Vielfalt von Drücken gebracht werden kann,
z. B. ungefähr
2000 Pa (3 Psi) oberhalb des Verbrennungsgebläsedrucks. Der pulsierende Strom
heißer
Gase eilt das Endrohr 26 hinunter in Richtung auf den Atomisierer 27.
Unmittelbar oberhalb des Atomisierers kann Abschreckluft durch einen
Einlaß 28 eingespeist
werden und kann mit den heißen
Verbrennungsgasen gemischt werden, um einen pulsierenden Strom heißer Gase
mit der gewünschten
Temperatur zu erlangen. Der Schlamm wird über den Atomisierer 27 in
den pulsierenden Strom heißer
Gase eingeführt.
Der atomisierte Schlamm kann sich dann in dem konischen Auslaß 30 in
einer allgemein (jedoch nicht notwendig) konischen Form 31 ausbreiten
und dann in eine herkömmliche
großformige
Trockenkammer (nicht gezeigt) eintreten. Weiter stromabwärts kann
das metallische Pulverprodukt gewonnen werden, indem standardmäßige Sammelausrüstung verwendet
wird, so wie Zyklonen und/oder Gasreiniger (auch nicht gezeigt).
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Im
gepulsten Betrieb wird das Luftventil 22 zyklisch geöffnet und
geschlossen, um abwechselnd Luft in die Verbrennungskammer 23 einzulassen
und diese für
die Verbrennung abzuschließen.
Bei einem solchen Zyklus kann das Luftventil 22 für einen
anschließenden
Puls unmittelbar nach der vorangegangenen Brennzeit wieder geöffnet werden.
Das Wiederöffnen
erlaubt dann, daß eine
anschließende
Luftladung eintritt. Das Brennstoffventil 24 läßt dann
wieder Brennstoff zu, und die Mischung entzündet sich in der Verbrennungskammer 23 selbst,
wie oben beschrieben. Dieser Zyklus des Öffnens und Schließens des
Luftventils 22 und des Verbrennens des Brennstoffes in
der Kammer 23 in einer pulsierenden Weise kann bei verschiedenen
Frequenzen steuerbar sein, z. B. von ungefähr 80 Hz bis ungefähr 110 Hz,
obwohl auch andere Frequenzen verwendet werden können.
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Das
Pulsverbrennungssystem 100 stellt somit einen pulsierenden
Strom heißer
Gase zur Verfügung,
in den der Schlamm mit dem Vorläufer
für metallisches
Pulver eingespeist wird. Die Kontaktzone und die Kontaktzeit sind
sehr kurz, wobei die Kontaktzeit oftmals in der Größenordnung
eines Bruchteils einer Mikrosekunde ist. Somit erzeugt die physikalische
Wechselwirkung von Gas, Schallwellen und Schlamm das metallische
Pulverprodukt. Genauer wird die flüssige Komponente des Schlamms
von den Schall- (oder nahe Schall-) pulswellen des heißen Gases
beseitigt oder weggetrieben. Die kurze Kontaktzeit stellt auch sicher,
daß die
Schlammkomponenten minimal erhitzt werden, z. B. auf Werte in der Größenordnung
von ungefähr
93°C bis
ungefähr 121°C am Ende
der Kontaktzeit, Temperaturen, die ausreichend sind, die flüssige Komponente
zu verdampfen, jedoch nicht dem Schmelzpunkt des Metalls, das in
dem Schlamm enthalten ist, nahe sind.
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Bei
diesem Prozeß bleibt
eine Menge der flüssigen
Komponente (z. B. Bindemittel) in den sich ergebenden Agglomeraten
des metallischen Pulverprodukts. Bei den sich ergebenden Pulvern
kann dieses verbleibende Bindemittel durch einen anschließenden Heizschritt 34 (z.
B. teilweise oder vollständig)
weggetrieben werden. Allgemein gesprochen wird ein Heizschritt 34 bei
einer Temperatur durchgeführt,
der unterhalb des Schmelzpunktes des metallischen Pulverprodukts
liegt, so daß sich
ein im wesentlichen reines (d. h. bindemittelfreies) metallisches
Pulverprodukt ergibt. Es kann auch angemerkt werden, daß die Agglomeraten
des metallischen Pulverproduktes bevorzugt ihre Formen halten (in
vielen Fällen,
obwohl nicht notwendig, im wesentlichen sphärisch), selbst nachdem das
Bindemittel im Heizschritt 34 beseitigt worden ist. Daten
für das
Fließvermögen (Hall-Daten)
in erhitzter und/oder roher Form sind verfügbar (wobei erhitzt nach dem
Beseitigen des Bindemittels ist, roh vor dem Beseitigen), wie es in
bezug auf die Beispiele hiernach beschrieben wird.
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Man
bemerke weiter, daß in
manchen Fällen eine
Vielfalt von Größen agglomerierter
Produkte während
dieses Prozesses erzeugt werden kann, und es kann wünschenswert
sein, das metallische Pulverprodukt weiter in ein metallisches Pulverprodukt
mit einem Größenbereich
innerhalb eines gewünschten
Produktgrößenbereiches
zu trennen oder zu klassifizieren. Zum Beispiel sorgen für Molybdänpulver
Siebgrößen von –200 bis
+325 U.S. Tyler mesh für
ein metallisches Pulverprodukt innerhalb eines gewünschten
Produktgrößenbereichs
von ungefähr
44 μm bis
76 μm. Ein
hierin beschriebener Prozeß kann
einen wesentlichen Prozentanteil des Produktes in diesem gewünschten
Produktgrößenbereich
liefern; jedoch kann es Restprodukte geben, insbesondere die kleineren
Produkte, außerhalb
des gewünschten
Produktgrößenbereichs,
die in das System rückgeführt werden
können,
siehe Schritt 36, obwohl Flüssigkeit (z. B. Wasser und
Bindemittel) wieder hinzugefügt
werden müssen,
um eine geeignete Schlammzusammensetzung zu erzeugen. Ein solches
Rückführen ist
als ein optionaler alternativer (oder zusätzlicher) Schritt oder Schritte
in 1 gezeigt. Diese Schritte sind insbesondere als
der Trenn- oder Sichtschritt 33 mit oder ohne das zusätzliche
Erhitzen und/oder die Sichtschritte 34, 35 gezeigt,
die dann irgendwelche Produkte mit außerhalb des Bereichs liegenden
Größen (z.
B. Produkte, die entweder kleiner oder größer sind als der gewünschte Produktgrößenbereich)
zurück
zu dem Rückführschritt 36 geben,
der wiederum zu dem Schritt 12 zum Bilden eines Schlammes
zurückführt, wie
es durch die Pfeillinie 37 gezeigt ist. Als Alternative
können
die Ergebnisse des Rückführschrittes 36 die
Erzeugung von oder die Zufuhr in alternative Prozesse für die Erzeugung
weiterer Endprodukte sein, siehe Schritt 38, eingespeist
in diesen durch den Pfeil 39 nach unten. Diese Schritte
sind auch in den 3, 4 und 5 (in
Form durchgezogener Linien) gezeigt und können dabei Alternativen (wie
in 1) sein oder können
Hauptschritte in einem oder mehreren Prozessen sein. Es sei angemerkt,
obwohl dies nicht gezeigt ist, daß der Rückführprozeß 36 als Alternative
das Zuführen
einer oder mehrerer geeigneter Anteile des metallischen Pulverproduktes
des Brennformprozesses zurück
an den Startmaterialschritt 40 umfassen kann, siehe dessen
Beschreibung hiernach, da bei einem Beispiel Größenreduktion durch Zerkleinern
oder Zerstrahlen vorgenommen wird.
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Die
Produkte hierin sind auch unterscheidbar, da die Pulverteilchen
in der Nachbearbeitungsstufe (d. h. nach dem Schritt 14 des
Kontaktes mit Heißgas)
größer (d.
h. plus oder minus zehn Mal (+/– 10
X) größer) als
die Startmaterialien sind (z. B. 5-6 μm für den Vorläufer des metallischen Produktes
gegenüber
44-76 μm
für das
metallische Pulverprodukt), jedoch in einer Weise kombiniert sind,
die das Schmelzen des Vorläufers
des metallischen Pulvers nicht umfaßt. Somit weist das metallische
Pulverprodukt Kombinationen oder Agglomerationen größerer Anzahlen
kleinerer Teilchen auf, wobei jede Agglomeration als ein „Fußball, gebildet
aus 'BBs'" kennzeichenbar ist.
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Noch
weiter kann angemerkt werden, daß in manchen Fällen zusätzliche
Vor- und/oder Nachbearbeitungsschritte hinzugefügt werden können. Zum Beispiel kann das
Vorläuferpulver,
das in das System gespeist wird, irgendeine Art der Vorverarbeitung
erfordern, um eine bestimmte gewünschte
Vorverarbeitungsgröße zu erreichen.
Einige solcher zusätzlicher alternativer
Schritte sind in den 3, 4 und 5 gezeigt,
wobei die jeweiligen alternativen Prozesse 10a, 10b und 10c das
anfängliche
Erlangen eines Startmaterials im Schritt 40 und von da
entweder das direkte Liefern in den Schritt zum Herstellen des Schlammes,
siehe Pfeil 41, oder das Sieben oder Zerstrahlen des Startmaterials über die
Schritte 42 und/oder 44 über alternative Wege 43 und/oder 45 zeigen.
Wie weiter in den Beispielen hiernach beschrieben, kann ein bekanntes,
leicht verfügbares Vorläufer-Molybdänpulver
mit einer Größe von ungefähr 14-15 μm verwendet
werden, obwohl dieses zuvor auf die Größe von 5-6 μm zerstrahlt werden kann, siehe
Schritt 44, wie hierin beschrieben ist.
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Die 4 und 5 stellen
einige zusätzliche
alternative Verfahrensschritte dar, die zusätzlichen Nutzen und/oder größere Praktikabilität liefern. Zunächst, wie
in 4 gezeigt, sind drei alternative zusätzliche
Schritte für
den Transport, d. h. die Schritte 46, 47 und 48,
gezeigt. Deren Zweck kann auf dem Gesichtspunkt der Verfügbarkeit
des Pulsverbrennungssystems basieren. Genauer kann es notwendig oder
wünschenswert
sein, die „rohen" Startmaterialien über den
Schritt 46 an den Ort des Pulsverbrennungssystems 100 zu
transportieren, vor dem Bewerkstelligen der anderen Schritte der
Prozedur. Man bemerke, daß es
auch sein könnte,
daß der
Schlamm an einem Ort entfernt von dem Ort des Pulsverbrennungssystems 100 hergestellt
werden könnte,
so daß der
Schritt 46 statt dessen zwischen dem Schritt 12 „Herstellen
eines Schlammes" und
dem Schritt 14 „Einführen des
Schlammes in den pulsierenden Strom" angeordnet werden würde. Ein Transportschritt 47 kann
dann auch durchgeführt
werden, nachdem der Sprühschritt 14 beendet
ist, wie es auch mit dem Schritt 47 in 4 gezeigt
ist. Dann könnte
irgendein Sieben und/oder Erhitzen, z. B. die Schritte 33, 34, 35,
durchgeführt
werden, wenn gewünscht,
bevor im Schritt 16 ein metallisches Pulverprodukt erhalten
wird; obwohl es möglich
ist, daß solche
Nachbearbeitungsschritte als Alternative vor Ort durchgeführt werden
und somit der Transportschritt 47 danach ausgeführt wird.
Wenn Rückführung gewünscht wird,
kann ein Transportschritt 48 verwendet werden, um rückführbare Pulverteilchen
zurück
an den Ort des Pulsverbrennungssystems 100 zu bewegen,
damit sie in einen Schlamm umgebildet und wieder in den pulsierenden
Strom heißen
Gases eingeführt
werden. 5 fügt zwei zusätzliche alternative Schritte 50 und 51 hinzu,
die über
die Rückführung, Schritt 50,
und/oder das Sieben, Schritt 51, vor Ort an dem Ort des
Pulsverbrennungssystems 100 sorgen.
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Es
sollte angemerkt werden, daß die
hierin beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen verwendet werden
könnten,
um einen weiten Bereich an metallischen Pulverprodukten aus irgendeinem
eines weiten Bereichs von Vorläufern
für metallische
Pulver zu bilden, einschließlich
zum Beispiel im wesentlichen „reiner" Metalle (z. B. jedweder
eines weiten Bereiches eutektischer Metalle, nicht eutektischer
Metalle und Feuerfestmetalle), ebenso wie Mischungen aus diesen
(z. B. metallische Legierungen), mit dem Verständnis, daß bei allen alternativen Fällen bestimmte
Modifikationen notwendig sein können
(z. B. bei den Temperaturen, Bindemitteln, Verhältnissen usw.). Dies kann insbesondere
sowohl für
die Materialien mit niedrigerem Schmelzpunkt als auch für die Feuerfestmetalle
(mit hohen Schmelzpunkten) zutreffen. Somit können unterschiedliche Mischmengen (Feststoffe
zu Wasser zu Bindemittel) und/oder unterschiedliche Temperaturen
und/oder Zufuhrgeschwindigkeiten wünschenswert und/oder notwendigerweise
eingerichtet werden. Ansonsten können
die Prozesse und/oder Produkte im wesentlichen ähnlich den hier beschriebenen
sein. Darüber
hinaus, obwohl manche Metalle oder andere dichte Materialien relativ
niedrige Schmelzpunkte haben können,
kann es auch sein, daß die
Prozesse damit weiter produktiv sind, weil die extrem kurzen Kontaktzeiten
ausreichend sein können,
um Endprodukte ohne Schmelzen oder wenigstens ohne einen unerwünschten Grad
an Schmelzen zu erzeugen (z. B. kann das Schmelzen erlaubt sein,
wenn ein gewisser Grad an Schmelzen durch ausreichend schnelles
Abkühlen und/oder
Wiederverfestigung vor entweder extremer Agglomeration oder Anhaften
innerhalb der Maschine folgt). Unterschiedliche Bindemittel und/oder
Suspensionsmittel (d. h. Alternativen zu Wasser) können auch
in den Gesamtprozessen hier gefunden werden, obwohl wie derum dies
weitere Änderungen
in Parametern (Verhältnisse,
Temperaturen, Geschwindigkeiten zum Beispiel) anzeigen kann.
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BEISPIELE
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Mehrere
Beispiele sind gefahren worden, wobei Molybdänpulver als ein Vorläufer für metallisches
Pulver mit einer Größe in einem
Bereich von 5-6 um verwendet wurde. Wie hierin beschrieben umfaßt der erste
Schritt die Bildung eines Schlammes im Schritt 12, siehe 1 und 3-5.
In diesem Fall wurde zuerst eine Mischung aus Wasser und Bindemittel
erzeugt. Die sich ergebende Mischung wurde dann auf eine Temperatur
von ungefähr
71°C (ungefähr 160°F) erhitzt,
um eine erwünschte
Dispersion des Bindemittels im Wasser zu liefern, wobei das Bindemittel
bei diesem ersten Beispiel Polyvinylalkohol (PVA) war. Die Mischung
wurde erhitzt, bis die Mischung klar war. Der Vorläufer für das metallische Pulver,
Molybdän,
wies Teilchen in einem Größenbereich
von ungefähr
5-6 um auf, wurde dann zu der erhitzten Mischung Wasser/Bindemittel
hinzugefügt (die
vor oder während
des Hinzufügens
von Metall abgekühlt
werden kann) und gerührt,
um einen Schlamm zu bilden, der ungefähr 80 Gew.% Feststoffe zu ungefähr 20 Gew.%
Wasser und Bindemittelflüssigkeiten
aufwies, wobei ungefähr
0.1 bis ungefähr
1.0 Gew.% des Gesamten Bindemittel war (d. h. ungefähr 19 Gew.%
bis ungefähr
19.9 Gew.% Wasser); wobei ungefähr
0.4 Gew.% bis ungefähr
0.8 Gew.% Bindemittel bevorzugt ist, wie es hiernach weiter beschrieben
wird.
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Dieser
Schlamm wurde dann in ein Pulsverbrennungssystem 100 gegeben,
das von Pulse Combustion Systems, San Rafael, CA 94901, hergestellt wird.
Das besondere Pulsverbrennungssystem 100, wie es verwendet
wurde, hatte eine thermische Kapazität von ungefähr 30 kW (ungefähr 100000 BTU/h)
bei einer Verdampfungsrate von ungefähr 18 kg/Stunde (ungefähr 40 Pfund/Stunde),
woraufhin der Schlamm mit Verbrennungsgasen zusammengebracht wurde,
die im Schritt 14 durch das Pulsverbrennungssystem erzeugt
wurden. Die Temperatur des pulsierenden Stroms heißer Gase
bei diesem Beispiel war in dem Bereich von ungefähr 427°C bis ungefähr 677°C (ungefähr 1050°F bis ungefähr 1250°F). Der pulsierende Strom heißer Gase,
der von dem Pulsverbrennungssystem 100 erzeugt wurde, trieb
das Wasser im wesentlichen aus dem metallischen Pulverprodukt. Die
Kontaktzone und die Kontaktzeit waren sehr kurz, die Kontaktzone
war bei diesem Beispiel in der Größenordnung von ungefähr 5.1 cm
(ungefähr
2 Zoll) und die Kontaktzeit in der Größenordnung von 0.2 Mikrosekunden.
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Das
sich ergebende metallische Pulverprodukt wies Agglomerationen kleinerer
Teilchen auf, die im wesentlichen massiv (d. h. nicht hohl) waren
und im allgemeinen kugelartige Formen hatten. Das metallische Pulverprodukt
hatte auch eine vergleichsweise hohe Dichte und ein hohes Fließvermögen, wenn
mit herkömmlichen
Pulvern, die durch herkömmliche
Prozesse gebildet wurden, verglichen wurde.
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Bei
diesem Beispiel war, bei Molybdänpulver,
der gewünschte
Produktgrößenbereich
ungefähr 44 μm bis ungefähr 76 μm, entsprechend
Siebgrößen von –200 bis
+325 U.S. Tyler mesh. Der Prozeß lieferte
ungefähr
30 Gew.% in diesem gewünschten Produktgrößenbereich.
Metallisches Pulverprodukt außerhalb
dieses Größenbereiches
wurde dann durch das System rückgeführt, wobei
zusätzlich Wasser
und Bindemittel hinzugefügt
wurden, um die geeignete Schlammzusammensetzung zu erzeugen. Siehe 1 und 3-5.
Wenn der gewünschte
Produktgrößenbereich
etwas ausgedehnt wurde, erzeugte dieses Beispiel ungefähr 50 Gew.%
Teilchen in Siebgrößen von –100 bis
+325 U.S. Tyler mesh.
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Es
sei angemerkt, daß bei
diesen Beispielen auch Vor- und/oder Nachprozeduren durchgeführt wurden.
Zunächst
wurde ein bekanntes, leicht verfügbares
Vorläufer-Molybdänpulver
mit Teilchengrößen von
ungefähr
14-15 μm
verwendet, daher wurde es zunächst
vorab, im Schritt 44, auf die Größe von 5-6 μm zerstrahlt, wie oben beschrieben.
Auch mußte bei
dem sich ergebenden metallischen Pulverprodukt restliches Bindemittel
ausgetrieben werden (teilweise oder vollständig), durch anschließendes Erhitzen, siehe
Schritt 34, auf ungefähr
1300°C für Molybdän, was noch
unterhalb des Schmelzpunktes von Molybdän liegt. Ein Nachbearbeitungssieben
wurde auch durchgeführt,
um die bevorzugten Maschen/Siebgrößen zu erhalten. Kleinere Restprodukte
wurden, wie angesprochen, rückgeführt.
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Die
Ergebnisse für
vier beispielhafte Läufe nach
diesem Prozeß sind
in 6 gezeigt, hier beliebig als Rezepturen A, B,
C und D bezeichnet. Alle vier dieser beispielhaften Rezepturen wurden
aus ungefähr
80 Gew.% Feststoffen (metallischen Pulvern) und ungefähr 20 Gew.%
Flüssigkeiten
hergestellt, wobei die Änderungen
in der Menge des Bindemittels lagen; Rezeptur A hatte 0.5 Gew.%
PVA-Bindemittel; Rezeptur B – 0.6
Gew.% PVA; Rezeptur C – 0.7
Gew.% PVA und Rezeptur D hatte 0.8 Gew.% PVA, wobei der Rest des
flüssigen
Anteils Wasser war. Was dann für
alle Läufe
mit den vier Rezepturen gezeigt wird, wenn die hierin beschriebenen
Verfahren verwendet werden, sind zunächst sehr kleine Mengen an
großen
Agglomerationen, siehe die drei linken Spalten, welche die Größen +140; –140/+170 und –170/+200
nach U. S. Tyler mesh darstellen. Die aufaddierten Mengen dieser
großen
Agglomerationen betragen zwischen ungefähr 2 und 10 % des gesamten
Pulvers, das für
jede Charge hergestellt wurde. Als nächstes, in den drei mittleren
Spalten, welche die Maschengrößen –200/+230; –230/+270
und –270/+325
darstellen, sind die Summen der Agglomerationen in den Größen, die
für die
Molybdänpulver
als Endprodukt gewünscht
werden, angegeben. Die Mengen der gewünschten Summen, die bei diesen
vier Beispielen gezeigt sind, liegen in dem Bereich von ungefähr 15 Gew.%
zu ungefähr
30 Gew.%. Rezeptur A liefert die kleinere Menge, was weiter mit ungefähr 20 Gew.%
für Rezeptur
B fortschreitet, ungefähr
25 Gew.% für
die Rezeptur C und ungefähr
30 Gew.% für
die Rezeptur D. Man bemerke, daß diese Summen
im wesentlichen direkt basierend auf den unterschiedlichen Mengen
an Bindemittel variierten, das zu den Anfangsschlämmen hinzugefügt wurde. Die
letzten beiden Spalten spiegeln die Mengen der kleineren Teilchen,
Agglomerationen und/oder unreagierten oder im wesentlichen unreagierten
metallischen Pulverelemente wider, die durch den Prozeß gelaufen
sind (bei diesen Beispielen zwischen ungefähr 62 Gew.% und ungefähr 82 Gew.%).
Der höchste
Gehalt an Bindemitteln bei diesen vier Probeläufen, Rezeptur D, sorgte für den größen realisierten Prozentanteil
erwünschter
Agglomerationen. Die Rezeptur D lieferte auch die höchste Menge
an zu großen
Agglomerationen ebenso wie die kleinste Menge an unreagierten Teilchen.
Der niedrigste Gehalt an Bindemittel (Rezeptur A) lieferte die am
wenigsten gewünschten
Produktgrößen, jedoch
auch die wenigsten zu großen
Agglomerationen ebenso wie die meisten nicht reagierten oder im
wesentlichen nicht reagierten Teilchen. Basierend auf den Daten
für die Rezepturen
A, B, C und D scheint es, daß eine
Menge an Bindemittel von ungefähr
zwischen etwa 0.7–0.8
Gew.% (z. B. ungefähr
0.75 Gew.%) eine erwünschte
Optimierung zwischen erwünschter
Ausbeute mit begünstigter
Rückführbarkeit
und zufriedenstellenden Ansammlungen der zu großen Agglomerationen darstellen
kann.
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Wie
angesprochen liefert die größere Menge an
Bindemittel die größeren Menge übergroßer Agglomerationen,
für die
Rezeptur D fast 10 Gew.%. Die kleineren nicht reagierten oder nicht
ganz ausreichend großen
Agglomerationen können
einfach über den
Schritt 36 in den 1 und 3-5 zurückgeführt werden.
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Im
Gegensatz dazu erzeugte ein typischer herkömmlicher Sprühtrockenprozeß ein pulverisiertes
metallisches Molybdänprodukt
mit den Eigenschaften, die in 7 veranschaulicht
sind. Kurz gesagt umfaßte
das herkömmliche
Sprühtrockenverfahren
eine sich drehende Atomisierscheibe, die in einer erhitzten Atmosphäre bei einer
Temperatur von etwa 315°C
enthalten war. Ein Schlamm, welcher pulverisiertes Molybdänmetall
enthielt, wurde dann auf die sich drehende Scheibe gerichtet, woraufhin
er durch die sich drehende Scheibe im allgemeinen nach außen beschleunigt
wurde, wobei die erhitzte Atmosphäre dazu diente, das Molybdänpulver
zu trocknen, bevor es eingesammelt wurde. Wie in 7 veranschaulicht,
sind zwei Chargen metallischen Molybdänpulvers dargestellt, die zwischen etwa
52 % und 57 % der Agglomerationen in den ersten vier Säulen liefern;
wobei diese vier Säulen übergroße Agglomerationen
außerhalb
des gewünschten Größenbereiches
des Produktes lieferten. Diese stellen auch eine wesentliche Anzahl
der hohlen Kugeln dar, welche oben als ein Problem beschrieben worden
sind. Darüber
hinaus zeigen die größeren Größen auch
große
Verluste an Bindemittel an. Weiter zeigt dieser Prozeß des Standes
der Technik einen bimodalen Betrieb beim Abfall auf geringere Produktionsmengen
der gewünschten
Größen, siehe
die Spalten –200/+250
und –250/+325
(obwohl diese beiden Spalten noch das Produkt in dem Bereich von ungefähr 30 %
der Gesamtmenge berücksichtigen), wobei
kleine Mengen an viel kleineren Teilchen vorliegen, siehe die Spalten
für die
Größen –325/+400 und –400.
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Darüber hinaus
sind bei den Pulvern der vorliegenden Erfindung auch die Dichte-
und Strömungsdaten
günstig.
Die jeweiligen Chargen 1 und 2 des Prozesses des Standes der Technik zum
Bilden von Molybdänpulvern
(deren Siebgrößenergebnisse in 7 gezeigt
sind) hatten jeweilige gemessene Dichten von etwa 1.8 und 1.9 g/cm3 auf der Scott-Skala (wobei die +325-Pulver
für die
Dichtebestimmungen verwendet wurden). Zusätzlich war das Fließvermögen nach
Hall in der Größenordnung
von ungefähr
50 s/50 g (50 Sekunden für
die Bewegung und 50 g durch eine Öffnung von 0.1 Zoll); Charge
2 zeigte etwa 53 Sekunden/50g (wieder wurden die +325-Pulver für die Fließbestimmungen
verwendet).
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Im
Vergleich zeigen andererseits die Ergebnisse der vier beispielhaften
Rezepturen der vorliegenden Erfindung höhere Dichten zwischen etwa 2.75
und 2.9 g/cm3 auf der Scott-Skala, wobei
Rezeptur D 2.75 g/cm3 hatte; Rezeptur C – 2.76 g/cm3; Rezeptur – B 2.83 g/cm3 und
Rezeptur A – 2.87
g/cm3; und zwischen etwa 2.67 und 2.78 g/cm3 auf der Scott-Skala; wobei Rezeptur D 2.67
g/cm3 hatte; Rezeptur C – 2.71 g/cm3;
Rezeptur B – 2.77
g/cm3 und Rezeptur A – 2.78 g/cm3.
Diese größeren Dichten
der vorliegenden Erfindung können
hauptsächlich
auf das Fehlen der hohlen Kugeln zurückzuführen sein, die bei den Sprühtrockenprozessen
des Standes der Technik gefunden wurden. Darüber sind solche Dichten begünstigt,
weil dies bedeutet, daß mehr
Metall in einem gegebenen Volumen an Pulver verfügbar ist, da Metall, das in
irgendwelchen nachfolgenden Prozessen, die das Pulver als Endprodukt
nutzen (wie bei Beschichtungsprozessen zum Beispiel) effizienter
eingesetzt werden kann.
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Weiter
zeigten die Ergebnisse für
die Fließvermögen nach
Hall bei den Pulvern der vorliegenden Erfindung auch ein hoch fließfähiges metallisches
Pulverprodukt an, im Bereich von ungefähr 20 s/50 g bis ungefähr 22 s/50
g; genauer Rezeptur A – 20.00
s/50 g; Rezeptur B – 20.33
s/50 g; Rezeptur C – 21.95
s/50 g und Rezeptur D – 22.28
s/50 g. Diese viel schnelleren Fließgeschwindigkeiten bedeuten auch
größere Effizienz
bei jedweder Verwendung des metallischen Pulverproduktes der vorliegenden
Erfindung.
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Es
kann auch angemerkt werden, daß diese Daten
aus den Läufen
der Rezepturen A-D und den Chargen 1 und 2 gemäß Stand der Technik (siehe 6 und 7 ebenso
wie die Dichte- und
Fließdaten
oben) aus den Endprodukt-Pulvern abgeleitet wurden, die aus der
Pulsverbrennungsmaschine als Grünling
ausgegeben wurden (z. B. vor dem Durchführen des op tionalen Schritts 34 des
Erhitzens). Nichtsdestotrotz beeinflußt anschließendes Erhitzen (z. B. am optionalen
Schritt 34) diese Ergebnisse nicht in irgendeiner wesentlichen
Weise. Der Sprühtrockenprozeß des Standes
der Technik führt weiter
zu bimodalen Ausgaben mit im wesentlichen unbedeutenden Änderungen
in Dichte oder Fließvermögen, während der
vorliegende Prozeß weiter Gauß'sche Verteilungen
für die
Ausbeute zeigt, ohne bedeutsame Änderungen
in Dichte oder Fließvermögen.
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In
der Summe zeigen die Darstellungen der 6 und 7 und
diese Dichte- und Fließfähigkeitsdaten
einige der Vorteile der vorliegenden Erfindung. Zunächst gibt
es eine bimodale Verteilung beim herkömmlichen Sprühtrocknen,
siehe 7 und die obige Beschreibung. Obwohl diese bimodale Verteilung
teilweise innerhalb des gewünschten
Materialbereiches liegt, liefert die vorliegende Erfindung Material,
das in dem gewünschten
Bereich Gauß'sch und nicht bimodal
ist, siehe 6. Die Verteilung der vorliegenden
Erfindung kann auch so betrachtet werden, daß sie eine zweite Kurve außerhalb
der gewünschten
Maschengröße für die kleineren
Teilchen hat (obwohl sie weiter als Gauß'sch betrachtet werden könnte, wie
hier gezeigt); jedoch besteht diese zweite oder Erweiterung der
Kurve, die die weniger als wünschenswerten
Endprodukte darstellt, aus im wesentlichen unreagiertem Material.
Dies ist anders als beim nicht Gauß'schen/bimodalen herkömmlichen Sprühtrockenprozeß, der statt
dessen die Ausbeute des Materials zeigt, das vollständig reagiert und
zu groß für die Rückführung ist.
Darüber
hinaus zeigen die Daten aus den Rezepturen A-D, daß die Gauß'sche Kurve in dem
gewünschten
Produktbereich leicht bewegt werden kann, indem unterschiedliche
Mengen an Bindemittel verwendet werden. Die Darstellung der 6 zeigt,
daß das
Verwenden höherer
Werte an Bindemittel mehr reagiertes Produkt und ein Verschieben
des reagierten Produktes in Richtung auf größere Teilchen liefert, siehe
insbesondere Rezeptur D. Die vorliegende Erfindung führt auch
zu einer strafferen Verteilung der Ausbeute. Dies ist eine straffere
Verteilungskurve in dem nutzbaren Bereich im Vergleich zu der bimodalen
Kurve aus dem herkömmlichen
Sprühtrocknen
von Molybdän.
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Zusätzlich gibt
es mehrere Vorteile bei der üblichen
bevorzugten Verringerung des Anteils an Bindemittel in der vorliegenden
Erfindung im Vergleich zu herkömmlichen
Sprühtrockenpro zessen. Das
herkömmliche
Sprühtrocknen
verwendet im allgemeinen ungefähr
1 Gew.% Bindemittel im Vergleich zu einigen der bevorzugten Mengen
zwischen etwa 0.1 Gew.% bis etwa 0.9 Gew.%, einschließlich der
gezeigten Bereiche von 0.5 Gew.% bis 0.8 Gew.% für Molybdänpulver gemäß –200/+325 U.S. Tyler mesh.
Tatsächlich
können
oftmals die höheren Mengen
an Bindemittel in dem Bereich von 1 Gew.% weniger erwünschtes
Haften beim vorliegenden Prozeß liefern,
was neben anderen Effekten das Fließvermögen beeinflußt. Noch
weiter liefert dieser niedrigere Gehalt an Bindemittel bei den Prozessen
der vorliegenden Erfindung höher
reine Produkte in den fertiggestellten Produktpulvern aufgrund der
geringeren Verunreinigungen, die zu Beginn eingeführt wurden.
Somit sind die hier erzeugten Endproduktmaterialien von höherer Qualität/Reinheit
und haben verbesserte Eigenschaften im Vergleich zu denjenigen, die
unter Verwendung herkömmlichen
Sprühtrocknens
erzeugt wurden. Die Daten zeigen, daß im Vergleich zu herkömmlichem
sprühgetrockneten
Material die Fließzeit
abnimmt (d. h. schnellere Fließgeschwindigkeiten
gleich abnehmenden Fließzeiten) und
die Dichte zunimmt (keine oder wenigstens wesentlich weniger hohle
Agglomerationen).
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Nachdem
die bevorzugten Agglomerationen der vorliegenden Erfindung hier
aufgeführt
sind, wird vorausgesetzt, daß geeignete
Modifikationen an diesen vorgenommen werden können, die nichtsdestotrotz
im Umfang der Erfindung verbleiben werden. Die Erfindung soll daher
nur in Übereinstimmung
mit den folgenden Ansprüchen
betrachtet werden.
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Die
in der vorstehenden Beschreibung, in der Zeichnung sowie in den
Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch
in beliebiger Kombination für
die Verwirklichtung der Erfindung wesentlich sein.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Ein
Verfahren zum Erzeugen eines metallischen Pulverproduktes umfaßt: Bereitstellen
eines Vorrats an einem Vorläufer
für metallisches
Pulver; Kombinieren des Vorläufers
für metallisches
Pulver mit einer Flüssigkeit,
um einen Schlamm zu bilden; Zuführen
des Schlammes in einen pulsierenden Strom heißen Gases; und Einholen des
metallischen Pulverprodukts.