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TECHNISCHES GEBIET
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Diese
Erfindung betrifft eine Schaumzusammensetzung und einen Schaum und
genauer eine Schaumzusammensetzung, welche ein thermoplastisches
Elastomer enthält,
das die Charakteristik von wiederholtem und reproduzierbarem Durchlaufen
von Vernetzen und Entnetzen durch Temperaturveränderung (hier nachstehend manchmal
als „Recyclingvermögen" bezeichnet) aufweist.
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STAND DER TECHNIK
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Recycling
von einmal verwendeten Materialien ist eine drängende Aufgabe in diesen Tagen
für den Umweltschutz,
das Einsparen von Ressourcen und aus anderen Erwägungen. Ein vernetzter Kautschuk
(vulkanisierter Kautschuk) weist eine stabile dreidimensionale Netzwerkstruktur
auf, welche durch kovalente Bindung einer makromolekularen Substanz
und eines Vernetzungsmittels (Vulkanisierungsmittels) gebildet wird, und
weist demgemäß sehr hohe
Festigkeit auf. Eine Umformung eines solchen Materials ist jedoch
aufgrund der Vernetzung durch die starke kovalente Bindung schwierig.
Auf der anderen Seite verwenden thermoplastische Elastomere physikalisches
Vernetzen und ein Formen eines solchen Materials wird leicht durch
Wärmeschmelzen
des Materials ohne die Notwendigkeit einer komplizierten Vulkanisierung
und von Formschritten, einschließlich Vorformen, erreicht.
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Ein
typisches bekanntes Beispiel eines solchen thermoplastischen Elastomers
ist ein thermoplastisches Elastomer, welches eine Harzkomponente
und eine Kautschukkomponente enthält, und wobei die mikrokristalline
Harzkomponente ein hartes Segment darstellt, welches als eine Vernetzungseinheit
für die
dreidimensionale Netzwerkstruktur wirkt, wobei eine plastische Verformung
der Kautschukkomponente (weiches Segment) bei Raumtemperatur verhindert
wird und sie bei einer erhöhten
Temperatur erweicht oder schmilzt, wodurch eine plastische Verformung
des Elastomers verursacht wird. Bin solches thermoplastisches Elastomer,
welches die Harzkomponente enthält,
leidet jedoch oft unter dem Verlust der Kautschukelastizität und deshalb
besteht ein hoher Bedarf für
ein Material, welches frei von einer solchen Harzkomponente ist
und welchem Thermoplastizität
verliehen werden kann.
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Angesichts
einer solchen Situation haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung
bereits gefunden, dass ein thermoplastisches Elastomer, welches
durch Wasserstoffbrückenbindung
vernetzbar ist und welches ein elastomeres Polymer mit einem Carbonyl-enthaltenden
Rest und einem heterocyclischen Amin-enthaltenden Rest in seiner
Seitenkette einschließt,
wiederholt Vernetzen und Entnetzen durch Verändern der Temperatur durch
die Verwendung der Wasserstoffbrückenbindung
durchlaufen kann. Basierend auf einer solchen Entdeckung schlugen
die Erfinder ein thermoplastisches Elastomer, welches durch Wasserstoffbrückenbindung
vernetzbar ist und welches ein elastomeres Polymer mit (i) einem
Carbonyl-enthaltenden Rest und (ii) einem heterocyclischen Amin-enthaltenden
Rest in seiner Seitenkette einschließt; und ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen thermoplastischen Elastomers, welches das Umsetzen
eines elastomeren Polymers mit einem cyclischen Säureanhydridrest
in seiner Seitenkette und einer heterocyclischen Amin-enthaltenden
Verbindung bei einer Temperatur, welche das chemische Binden der
heterocyclischen Amin-enthaltenden
Verbindung an den cyclischen Säureanhydridrest
ermöglicht,
einbezieht, um dabei das thermoplastische Elastomer herzustellen,
vor (siehe zum Beispiel Patentdokument 1).
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Das
thermoplastische Elastomer mit solchen Eigenschaften hat einen enormen
industriellen und auf den Umweltschutz bezogenen Wert und es wird
von einem solchen Material auch erwartet, dass es ein Material mit
hoher Festigkeit nach dem Vernetzen und ausgezeichnetem Recyclingvermögen ohne
Veränderung
bei seinen physikalischen Eigenschaften sogar nach wiederholtem
Vernetzen und Entnetzen ist.
- Patentdokument 1: JP 2000-169527 A
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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AUFGABENERFÜLLUNG DER
ERFINDUNG
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Jedoch
sogar das wie vorstehend bezeichnete, in Patentdokument 1 beschriebene
thermoplastische Elastomer litt unter einer übermäßig hohen Härte und Dichte und folglich
erhöhtem
Gewicht und relativer Dichte, als es als eine Zusammensetzung nach
dem Mischen desselben mit einem Füllstoff und dergleichen verwendet
wurde. Auch war eine solche Zusammensetzung gelegentlich in ihrer
Beständigkeit
gegen Druckverformung ungenügend,
wenn sie für
eine bestimmte Zeit unter Druck gesetzt und von dem Druck befreit
wurde, und eine Verwendung der Zusammensetzung für Schaumanwendungen wie Abdeck-
und Packmaterialien war schwierig.
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Demgemäß ist eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Schaum mit verringerter
Härte und Dichte
sowie verbesserter Beständigkeit
gegen Druckverformung und eine Schaumzusammensetzung zur Herstellung
eines solchen Schaums bereit zu stellen.
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MITTEL ZUR LÖSUNG DER
AUFGABEN
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Angesichts
der wie vorstehend beschriebenen Situation führten die Erfinder der vorliegenden
Erfindung eine intensive Untersuchung zur Überwindung der wie vorstehend
beschriebenen Probleme durch und fanden, dass ein Schaum, welcher
aus einer Schaumzusammensetzung hergestellt wird, welche ein thermoplastisches
Elastomer mit einer Seitenkette mit vorbestimmter Struktur und ein
Treibmittel enthält,
verringerte Härte
und Dichte mit verbesserter Beständigkeit
gegen Druckverformung aufweist, und die vorliegende Erfindung wurde
auf der Grundlage einer solchen Entdeckung vervollständigt. Demgemäß stellt
die vorliegende Erfindung die Schaumzusammensetzung und den Schaum
wie in den nachstehenden Punkten (I) bis (XXX) beschrieben bereit.
- (I) Schaumzusammensetzung, umfassend: ein thermoplastisches
Elastomer (A), welches eine Seitenkette aufweist, die mindestens
einen aus Iminogruppe, Stickstoffenthaltendem Heterocyclus und kovalenter
Vernetzungsstelle ausgewählten
Bestandteil und einen Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält;
und ein Treibmittel (D).
- (II) Schaumzusammensetzung, umfassend: eine thermoplastische
Elastomerzusammensetzung, umfassend ein thermoplastisches Elastomer
(A), welches eine Seitenkette aufweist, die mindestens einen aus Iminogruppe,
Stickstoffenthaltendem Heterocyclus und kovalenter Vernetzungsstelle
ausgewählten
Bestandteil und einen Carbonyl-enthaltenden Rest enthält; ein
thermoplastisches Polymer (B) und ein internes Trennmittel (C);
und ein Treibmittel (D).
- (III) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (II), wobei
das thermoplastische Polymer (B) eine MFR (Schmelzflussindex) von
mindestens 0,01 g/10 min aufweist, gemessen bei 230°C unter einer
Last von 2,16 kg.
- (IV) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehenden (II) oder (III),
wobei der Gehalt des thermoplastischen Polymers (B) 1 bis 300 Gewichtsteile
in Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen Elastomers
(A) beträgt.
- (V) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (II)
bis (IV), wobei das thermoplastische Elastomer (A) und das thermoplastische
Polymer (B) einen Löslichkeitsparameter
(Sp)-Wert aufweisen, der die folgende Formel erfüllt: [Mathematische
Formel 1] wobei Sp(A) den Löslichkeitsparameter des thermoplastischen
Elastomers (A) darstellt und Sp(B) den Löslichkeitsparameter des thermoplastischen
Polymers (B) darstellt.
- (VI) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (II)
bis (V), wobei das interne Trennmittel (C) mindestens ein Bestandteil
ist, der aus Fettsäureamid,
Fettsäureester,
Fettsäuremetallsalz
und metallischer Verbindung ausgewählt ist.
- (VII) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (II)
bis (VI), wobei der Gehalt des internen Trennmittels (C) 0,1 bis
50 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen
Elastomers (A) beträgt.
- (VIII) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (II)
bis (VII), wobei die thermoplastische Elastomerzusammensetzung eine
Kapillarviskosität
von mindestens 3000 Pa·s
aufweist, gemessen bei 120°C
und bei einer Scherrate von 60,8 s–1.
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Die
Seitenkette des thermoplastischen Elastomers (A) enthält bevorzugt
eine Iminogruppe und/oder einen Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus,
und einen Carbonyl-enthaltenden Rest, stärker bevorzugt eine Iminogruppe
und einen Carbonyl-enthaltenden Rest, und noch stärker bevorzugt
eine Iminogruppe, einen Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus und
einen Carbonyl-enthaltenden
Rest.
- (IX) Schaumzusammensetzung gemäß einem
der vorstehenden (I) bis (VIII), wobei die Seitenkette des thermoplastischen
Elastomers (A) eine Struktur enthält, welche durch die folgende
Formel (1) dargestellt wird: [Chemische
Formel 1] wobei A ein Alkylrest, der 1 bis 30 Kohlenstoffatome
enthält,
ein Aralkylrest, der 7 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, oder
ein Arylrest, der 6 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, ist; B eine Einfachbindung,
ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder ein Schwefelatom,
oder ein organischer Rest, der ein solches Atom oder einen solchen Rest
enthalten kann, ist.
- (X) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (IX), wobei
die Seitenkette, welche die durch die Formel (1) dargestellte Struktur
enthält,
eine Struktur enthält,
welche durch die folgende Formel (2) oder (3) dargestellt wird,
die an eine Hauptkette an der α-Position
oder β-Position bindet: [Chemische
Formel 2] wobei A ein Alkylrest, der 1 bis 30 Kohlenstoffatome
enthält,
ein Aralkylrest, der 7 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, oder
ein Arylrest, der 6 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, ist, B und D unabhängig voneinander
eine Einfachbindung, ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom
oder ein Alkylrest, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist)
oder ein Schwefelatom, oder ein organischer Rest, der ein solches
Atom oder einen solchen Rest enthalten kann, sind.
- (XI) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (I)
bis (VIII), wobei die Seitenkette des thermoplastischen Elastomers
(A) eine Struktur enthält,
welche durch die folgende Formel (4) dargestellt wird: [Chemische
Formel 3] wobei E ein Stickstoff-enthaltender Heterocyclus
ist, und B eine Einfachbindung, ein Sauerstoffatom, ein Aminorest
NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom
oder ein Alkylrest, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder
ein Schwefelatom, oder ein organischer Rest, der ein solches Atom
oder einen solchen Rest enthalten kann, ist.
- (XII) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (XI), wobei
die Seitenkette, welche die durch die Formel (4) dargestellte Struktur
enthält,
eine Struktur enthält,
welche durch die folgende Formel (5) oder (6) dargestellt wird,
die an eine Hauptkette an der α-Position
oder β-Position
bindet: [Chemische
Formel 4] wobei E ein Stickstoff-enthaltender Heterocyclus
ist, und B und D unabhängig
voneinander eine Einfachbindung, ein Sauerstoffatom, ein Aminorest
NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom
oder ein Alkylrest, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist)
oder ein Schwefelatom oder ein organischer Rest, der ein solches
Atom oder einen solchen Rest enthalten kann, sind.
- (XIII) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (I)
bis (VIII), (XI) und (XII), wobei der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus
ein fünfgliedriger
oder ein sechsgliedriger Ring ist.
- (XIV) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (XIII), wobei
der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus ein Triazolring, Thiadiazolring,
Pyridinring, Thiazolring, Imidazolring oder Hydantoinring ist.
- (XV) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (XI), wobei
die Seitenkette, welche die durch die Formel (4) dargestellte Struktur
enthält,
eine Struktur enthält,
die durch die folgende Formel (7), Formel (8) oder (9), oder Formel
(10) dargestellt wird: [Chemische
Formel 5] wobei B eine Einfachbindung ein Sauerstoffatom,
ein Aminorest NR' (wobei
R' ein Wasserstoffatom
oder ein Alkylrest, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist)
oder ein Schwefelatom oder ein organischer Rest, der ein solches
Atom oder einen solchen Rest enthalten kann, ist, und G und J unabhängig voneinander ein
Wasserstoffatom, ein Alkylrest, der 1 bis 30 Kohlenstoffatome enthält, ein
Aralkylrest, der 7 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, oder ein Arylrest, der
6 bis 20 Kohlenstoffatome enthält,
sind.
- (XVI) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (XV), wobei
die Seitenkette, welche die durch die Formel (4) dargestellte Struktur
enthält,
eine Struktur enthält,
welche an eine Hauptkette an der α-Position oder β-Position
bindet und durch die folgende Formel (11) oder (12), eine der Formeln
(13) bis (16), oder Formel (17) oder (18) dargestellt wird: [Chemische
Formel 6] wobei B und D unabhängig voneinander eine Einfachbindung,
ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder ein Schwefelatom,
oder ein organischer Rest, der ein solches Atom oder Rest enthalten
kann, sind, G und J unabhängig
voneinander ein Wasserstoffatom, ein Alkylrest, der 1 bis 30 Kohlenstoffatome
enthält,
ein Aralkylrest, der 7 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, oder
ein Arylrest, der 6 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, sind.
- (XVII) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (I)
bis (XVI), wobei das Vernetzen an der kovalenten Vernetzungsstelle
durch mindestens eine Bindung, welche aus Amid, Ester, Lacton, Urethan, Ether,
Thiourethan und Thioether ausgewählt
ist, verwirklicht werden kann.
- (XVIII) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (I)
bis (XVI), wobei das Vernetzen an der kovalenten Vernetzungsstelle
durch mindestens eine Bindung, welche aus Amid, Ester, Lacton, Urethan,
Ether, Thiourethan und Thioether ausgewählt ist, verwirklicht wurde.
- (XIX) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (XVIII), wobei
die kovalente Vernetzungsstelle einen tertiären Aminorest enthält.
- (XX) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehenden (XVIII) oder
(XIX), wobei die kovalente Vernetzungsstelle mindestens eine Struktur
enthält,
welche durch eine der folgenden Formeln (19) bis (21) dargestellt
wird: [Chemische
Formel 7] wobei K, L, Q und R unabhängig voneinander eine Einfachbindung
ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder ein Schwefelatom,
oder ein organischer Rest, der ein solches Atom oder einen solchen
Rest enthalten kann, sind, und T ein gegebenenfalls verzweigter
Kohlenwasserstoffrest ist, der ein Sauerstoffatom, Schwefelatom
oder Stickstoffatom enthalten kann.
- (XXI) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (XX), wobei
die kovalente Vernetzungsstelle mindestens eine Struktur enthält, welche
durch eine der folgenden Formeln (22) bis (24) dargestellt wird,
die an eine Hauptkette an der α-Position
oder β-Position
bindet: [Chemische
Formel 8] wobei K, L, Q und R unabhängig voneinander eine Einfachbindung;
ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder ein Schwefelatom;
oder ein organischer Rest, der ein solches Atom oder Rest enthalten
kann, sind, und T ein gegebenenfalls verzweigter Kohlenwasserstoffrest
ist, der ein Sauerstoffatom, Schwefelatom oder Stickstoffatom enthalten
kann.
- (XXII) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehenden (XX) oder (XXI),
wobei jedes T in den Formeln (19) bis (24) einen tertiären Aminorest
enthält.
- (XXIII) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (XVIII)
bis (XXII), wobei die kovalente Vernetzungsstelle durch eine Umsetzung
eines cyclischen Säureanhydridrests
mit einer Hydroxygruppe, einem Aminorest und/oder einer Iminogruppe
gebildet wird.
- (XXIV) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (I)
bis (XXIII), wobei der Gehalt des Schaums 0,01 bis 10 Gew.-% in
Bezug auf ein Gesamtgewicht der Schaumzusammensetzung beträgt.
- (XXV) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (I)
bis (XXIV), welche bei einer Temperatur von nicht höher als
180°C geknetet
werden kann.
- (XXVI) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (I)
bis (XXV), welche ferner ein thermoplastisches Styrolelastomer umfasst.
- (XXVII) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (XXVI), wobei
der Gehalt des thermoplastischen Styrolelastomers 1 bis 500 Gewichtsteile
in Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen Elastomers (A)
beträgt.
- (XXVIII) Schaumzusammensetzung gemäß einem der vorstehenden (I)
bis (XXVII), welche ferner einen Füllstoff umfasst.
- (XXIX) Schaumzusammensetzung gemäß vorstehendem (XXVIII), wobei
der Gehalt des Füllstoffes
1 bis 200 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen
Elastomers (A) beträgt.
- (XXX) Schaum, erhalten durch Blähen der Schaumzusammensetzung
gemäß einem
der vorstehenden (I) bis (XXIX).
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WIRKUNGEN DER ERFINDUNG
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Wie
nachstehend beschrieben wird, ist die vorliegende Erfindung sehr
nützlich,
da sie einen Schaum mit verringerter Härte und Dichte sowie verbesserter
Beständigkeit
gegen Druckverformung und eine Schaumzusammensetzung zur Herstellung
eines solchen Schaums bereitstellen kann.
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BESTE WEISE ZUR DURCHFÜHRUNG DER
ERFINDUNG
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Als
Nächstes
wird die vorliegende Erfindung detaillierter beschrieben.
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Die
Schaumzusammensetzung gemäß einer
ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
ist eine Schaumzusammensetzung, welche ein thermoplastisches Elastomer
(A), das eine Seitenkette aufweist, welche mindestens einen aus
Iminogruppe, Stickstoffenthaltendem Heterocyclus und kovalenter
Vernetzungsstelle ausgewählten
Bestandteil und einen Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält;
und ein Treibmittel (D) umfasst.
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Die
Schaumzusammensetzung gemäß einer
zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
ist eine Schaumzusammensetzung, welche eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung,
die ein thermoplastisches Elastomer (A), das eine Seitenkette aufweist,
welche mindestens einen aus Iminogruppe, Stickstoffenthaltendem
Heterocyclus und kovalenter Vernetzungsstelle ausgewählten Bestandteil
und einen Carbonyl-enthaltenden Rest enthält; ein thermoplastisches Polymer
(B); und ein internes Trennmittel (C); sowie ein Treibmittel (D)
umfasst.
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Als
Nächstes
werden das thermoplastische Elastomer (A), das thermoplastische
Polymer (B), das interne Trennmittel (C) und das Treibmittel (D),
welche in der Schaumzusammensetzung gemäß der ersten und der zweiten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
verwendet werden (hier nachstehend manchmal einfach als „die erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung" bezeichnet), im
Detail beschrieben.
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<Thermoplastisches
Elastomer (A)>
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Das
thermoplastische Elastomer (A), welches in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung verwendet
wird, ist ein natürliches
oder synthetisches elastomeres Polymer mit einer Seitenkette, welche
mindestens einen aus Iminogruppe, Stickstoffenthaltendem heterocyclischem
Rest und kovalenter Vernetzungsstelle ausgewählten Bestandteil und einen
Carbonyl-enthaltenden Rest enthält.
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In
der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck „Seitenkette" eine Seitenkette
oder einen terminalen Rest eines elastomeren Polymers und „mit einer
Seitenkette, welche mindestens einen aus Iminogruppe, Stickstoff-enthaltendem
Heterocyclus und kovalenter Vernetzungsstelle ausgewählten Bestandteil
und einen Carbonyl-enthaltenden Rest enthält" bedeutet, dass mindestens ein Bestandteil,
der aus Iminogruppe, Stickstoff-enthaltendem Heterocyclus und kovalenter
Vernetzungsstelle ausgewählt
ist, sowie ein Carbonyl-enthaltender Rest an das Atom (welches typischerweise
ein Kohlenstoffatom ist), welches die Hauptkette des elastomeren
Polymers darstellt, durch eine chemisch stabile Bindung (zum Beispiel
eine kovalente Bindung oder eine ionische Bindung) gebunden sind.
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Das
elastomere Polymer, welches die Hauptkette des thermoplastischen
Elastomers (A) darstellt, ist nicht besonders eingeschränkt, solange
es ein allgemein bekanntes natürliches
oder synthetisches Polymer ist, dessen Glasübergangspunkt nicht höher als
Raumtemperatur (25°C)
ist.
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Beispiele
eines solchen elastomeren Polymers schließen Dienkautschuke wie natürlichen
Kautschuk (NR), Isoprenkautschuk (IR), Butadienkautschuk (BR), 1,2-Butadienkautschuk,
Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk
(NBR), Chloroprenkautschuk (CR), Butylkautschuk (IIR) und Ethylen-Propylen-Dienkautschuk
(EPDM) und ihre hydrierten Produkte; Olefinkautschuke wie Ethylen-Propylen-Kautschuk
(EPM), Ethylen-Acryl-Kautschuk (AEM), Ethylen-Buten-Kautschuk (EBM),
chlorsulfoniertes Polyethylen, Acrylkautschuk, Fluorkautschuk, Polyethylenkautschuk
und Polypropylenkautschuk; Epichlorhydrinkautschuk; Polysulfidkautschuk;
Siliconkautschuk und Urethankautschuk ein.
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Alternativ
kann das elastomere Polymer ein elastomeres Polymer sein, welches
eine Harzkomponente enthält,
und Beispiele des elastomeren Polymers schließen gegebenenfalls hydrierte
elastomere Polystyrolpolymere (zum Beispiel SBS, SIS und SEES),
elastomere Polyolefinpolymere, elastomere Polyvinylchloridpolymere,
elastomere Polyurethanpolymere, elastomere Polyesterpolymere und
elastomere Polyamidpolymere ein.
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Das
wie vorstehend beschriebene elastomere Polymer kann ein flüssiges oder
ein festes Polymer mit einem nicht-eingeschränkten Molekulargewicht sein
und das elastomere Polymer kann in geeigneter Weise abhängig von
der Verwendung, den erforderlichen physikalischen Eigenschaften
und anderen Faktoren der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung und
eines Schaums gemäß einer
dritten erfindungsgemäßen Ausführungsform
(welcher hier nachstehend einfach als „der erfindungsgemäße Schaum" bezeichnet wird) ausgewählt werden.
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Wenn
Wert auf die Fluidität
der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
und des erfindungsgemäßen Schaums
(welche manchmal zusammen als „der
erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung)" bezeichnet
werden können)
nach ihrem Erwärmen
(Entnetzen) gelegt wird, ist das elastomere Polymer bevorzugt flüssig, und
zum Beispiel im Falle eines Dienkautschuks wie Isoprenkautschuk
oder Butadienkautschuk kann ein solcher Dienkautschuk bevorzugt
ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts im Bereich von 1.000 bis 100.000
und stärker
bevorzugt etwa 1.000 bis 50.000 aufweisen.
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Wenn
auf der anderen Seite Wert auf die Festigkeit des erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung) gelegt wird, ist das elastomere Polymer bevorzugt
fest, und zum Beispiel im Falle eines Dienkautschuks wie Isoprenkautschuk
oder Butadienkautschuk kann ein solcher Dienkautschuk bevorzugt
ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts von mindestens 100.000
und stärker
bevorzugt etwa 500.000 bis 1.500.000 aufweisen.
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In
der vorliegenden Erfindung ist das Gewichtsmittel des Molekulargewichts
ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts (berechnet bezogen auf
Polystyrol), welches durch Gelpermeationschromatographie (GPC) bestimmt
wird, welche bevorzugt unter Verwendung von Tetrahydrofuran (THF)
als das Lösungsmittel durchgeführt wird.
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In
der vorliegenden Erfindung können
die wie vorstehend beschriebenen elastomeren Polymere als ein Gemisch
von zwei oder mehr verwendet werden. In einem solchen Fall können die
elastomeren Polymere in jedem Verhältnis abhängig von der Verwendung des
erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung) und den physikalischen Eigenschaften und anderen
Faktoren, welche für
den erfindungsgemäßen Schaum (Zusammensetzung)
erforderlich sind, gemischt werden.
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Wie
vorstehend beschrieben kann das elastomere Polymer bevorzugt einen
Glasübergangspunkt
von nicht höher
als 25°C
aufweisen und wenn das elastomere Polymer zwei oder mehr Glasübergangspunkte
aufweist oder wenn zwei oder mehr elastomere Polymere als ein Gemisch
verwendet werden, ist mindestens einer der Glasübergangspunkte bevorzugt nicht
höher als
25°C. Das
elastomere Polymer weist bevorzugt einen solchen Glasübergangspunkt
auf, dass der aus dem erfindungsgemäßen Schaum (Zusammensetzung)
geformte Gegenstand dann Kautschukelastizität bei Raumtemperatur aufweist.
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In
der vorliegenden Erfindung ist der Glasübergangspunkt derjenige, der
durch Differentialscanningkalorimetrie (DSC), welche bevorzugt mit
einer Temperaturerhöhungsrate
von 10°C/min
durchgeführt
wird, gemessen wird.
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Ein
solches elastomeres Polymer ist bevorzugt ein Dienkautschuk wie
ein natürlicher
Kautschuk (NR), Isoprenkautschuk (IR), Butadienkautschuk (BR), 1,2-Butadienkautschuk,
Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Ethylen-Propylen-Dienkautschuk
(EPDM) oder Butylkautschuk (IIR); oder ein Olefinkautschuk wie Ethylen-Propylen-Kautschuk
(EPM), Ethylen-Acryl-Kautschuk (AEM) oder Ethylen-Buten-Kautschuk
(EBM), angesichts des Glasübergangspunktes
des Kautschuks, welcher nicht höher
als 25°C
ist, und der Kautschukelastizität
bei Raumtemperatur des aus dem erfindungsgemäßen Schaum (Zusammensetzung)
geformten Gegenstandes. Wenn zudem das verwendete elastomere Polymer
ein Olefinkautschuk ist, wird der resultierende erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) eine verbesserte Zugfestigkeit nach dem Vernetzen
aufweisen und auch wird eine Verschlechterung der Zusammensetzung
aufgrund der Abwesenheit der Doppelbindung unterdrückt.
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In
der vorliegenden Erfindung ist die Menge an Styrol, welche im Falle
von Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR)
gebunden ist, oder der Hydrierungsgrad im Falle eines hydrierten
elastomeren Polymers nicht besonders eingeschränkt, und eine solche Menge
oder Grad können
auf jedweden Wert abhängig
von der Verwendung des erfindungsgemäßen Schaums (Zusammensetzung)
und den physikalischen Eigenschaften und anderen Faktoren, welche
für den
erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) erforderlich sind, eingestellt werden.
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Wenn
ein Ethylen-Propylen-Dienkautschuk (EPDM), ein Ethylen-Acryl-Kautschuk
(AEM), ein Ethylen-Propylen-Kautschuk (EPM) oder ein Ethylen-Buten-Kautschuk
(EBM) für
die Hauptkette des elastomeren Polymers verwendet wird, liegt der
Ethylengehalt bevorzugt im Bereich von 10 bis 90 Mol-% und stärker bevorzugt
40 bis 90 Mol-%. Wenn der Ethylengehalt in einem solchen Bereich
liegt, wird der resultierende Schaum (Zusammensetzung) eine verbesserte
Beständigkeit
gegen Druckverformung sowie eine ausgezeichnete mechanische Festigkeit
aufweisen.
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Das
thermoplastische Elastomer (A), welches in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung verwendet
wird, ist das wie vorstehend beschriebene elastomere Polymer mit
einer Seitenkette, welche mindestens einen aus Iminogruppe, Stickstoffenthaltendem
Heterocyclus und kovalenter Vernetzungsstelle ausgewählen Bestandteil
und einen Carbonyl-enthaltenden Rest enthält. Bevorzugt enthält die Seitenkette
eine Iminogruppe und/oder einen Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus
zusammen mit einem Carbonyl-enthaltenden
Rest, und stärker
bevorzugt enthält
die Seitenkette eine Iminogruppe und einen Carbonyl-enthaltenden Rest,
und noch stärker
bevorzugt enthält
die Seitenkette eine Iminogruppe, einen Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus und einen Carbonyl-enthaltenden Rest.
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Wenn
die Seitenkette eine Iminogruppe und einen Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält,
kann die Seitenkette in der vorliegenden Erfindung bevorzugt eine
Struktur aufweisen, welche durch die folgende Formel (1) dargestellt
wird: [Chemische
Formel 9]
wobei A ein Alkylrest, der 1 bis 30 Kohlenstoffatome
enthält,
ein Aralkylrest, der 7 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, oder
ein Arylrest, der 6 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, ist; B eine Einfachbindung,
ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder ein Schwefelatom,
oder ein organischer Rest, der ein solches Atom oder einen solchen
Rest enthalten kann, ist.
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Der
Substituent A ist nicht besonders eingeschränkt, solange er ein Alkylrest,
der 1 bis 30 Kohlenstoffatome enthält, ein Aralkylrest, der 7
bis 20 Kohlenstoffatome enthält,
oder ein Arylrest, der 6 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, ist.
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Beispiele
eines solchen Substituenten A schließen geradkettige Alkylreste
wie Methylgruppe, Ethylgruppe, Propylgruppe, Butylgruppe, Pentylgruppe,
Octylgruppe, Dodecylgruppe und Stearylgruppe; verzweigte Alkylreste
wie Isopropylgruppe, Isobutylgruppe, s-Butylgruppe, t-Butylgruppe,
Isopentylgruppe, Neopentylgruppe, t-Pentylgruppe, 1-Methylbutylgruppe,
1-Methylheptylgruppe und 2-Ethylhexylgruppe; Aralkylreste wie Benzylgruppe
und Phenetylgruppe; und Arylreste wie Phenylgruppe, Tolylgruppe
(o-, m-, p-), Dimethylphenylgruppe und Mesitylgruppe ein.
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Unter
diesen sind die bevorzugten Alkylreste und inbesondere Butylgruppe,
Octylgruppe, Dodecylgruppe, Isopropylgruppe und 2-Ethylhexylgruppe,
angesichts der verbesserten Verarbeitbarkeit des resultierenden
erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung).
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Der
Substituent B ist nicht besonders eingeschränkt, solange er eine Einfachbindung,
ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder ein Schwefelatom,
oder ein organischer Rest, der ein solches Atom oder einen solchen
Rest enthalten kann, ist.
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Zum
Beispiel kann der Substituent B eine Einfachbindung, ein Sauerstoffatom,
ein Schwefelatom oder ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist), ein Alkylenrest oder
ein Aralkylenrest, welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten, die
ein solches Atom oder einen solchen Rest enthalten können; ein
Alkylenetherrest (ein Alkylenoxyrest, zum Beispiel die Gruppe -O-CH2CH2-), ein Alkylenaminorest
(zum Beispiel die Gruppe -NH-CH2CH2-) oder ein Alkylenthioetherrest (ein Alkylenthiorest,
zum Beispiel die Gruppe -S-CH2CH2-), welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten,
die ein solches Atom oder einen solchen Rest an ihrem terminalen
Rest aufweisen; oder ein Aralkylenetherrest (Aralkylenoxyrest),
ein Aralkylenaminorest oder ein Aralkylenthioetherrest, welche 1
bis 20 Kohlenstoffatome enthalten, die ein solches Atom oder einen
solchen Rest an ihrem terminalen Rest aufweisen, sein.
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Im
Aminorest NR' schließen Beispiele
des Alkylrests, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, Methylgruppe,
Ethylgruppe, Propylgruppe, Butylgruppe, Pentylgruppe, Hexylgruppe,
Heptylgruppe, Octylgruppe, Nonylgruppe, Decylgruppe und ihre Isomere
ein.
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Im
Substituenten B können
das Sauerstoffatom, das Schwefelatom oder der Aminorest NR' oder das Sauerstoffatom,
der Aminorest NR',
oder das Schwefelatom des Alkylenetherrests, Alkylenaminorests,
Alkylenthioetherrests, Aralkylenetherrests, Aralkylenaminorests
oder Aralkylenthioetherrests, welche 1 bis 20 Kohlenstofftome enthalten,
die ein solches Atom oder Rest an ihrem terminalen Rest aufweisen,
bevorzugt eine konjugierte Estergruppe, Amidgruppe, Imidgruppe,
Thioestergruppe oder dergleichen zusammen mit der benachbarten Carbonylgruppe
bilden.
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Unter
diesen ist der Substituent B bevorzugt ein Sauerstoffatom, ein Schwefelatom
oder ein Aminorest; oder ein Alkylenetherrest, ein Alkylenaminorest
oder ein Alkylenthioetherrest, welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome
enthalten, mit einem solchen Atom oder einen solchen Rest an ihrem
terminalen Rest, und stärker
bevorzugt ein Aminorest (NH), ein Alkylenaminorest (Gruppe -NH-CH2-, Gruppe -NH-CH2CH2- oder Gruppe -NH-CH2CH2CH2-) oder ein Alkylenetherrest
(Gruppe -O-CH2-, Gruppe -O-CH2CH2- oder Gruppe -O-CH2CH2CH2-), welche ein
konjugiertes System bilden.
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Das
thermoplastische Elastomer (A), welches in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung verwendet
wird, weist bevorzugt die Seitenkette mit der durch die Formel (1)
dargestellten Struktur als eine Seitenkette, welche eine durch die
Formel (2) oder (3) dargestellte Struktur enthält, die an die Hauptkette an der α-Position
oder β-Position
bindet, auf: [Chemische
Formel 10]
wobei A ein Alkylrest, der 1 bis 30 Kohlenstoffatome
enthält,
ein Aralkylrest, der 7 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, oder
ein Arylrest, der 6 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, ist, und B und D unabhängig voneinander
eine Einfachbindung, ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom
oder ein Alkylrest, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist)
oder ein Schwefelatom; oder ein organischer Rest, der ein solches
Atom oder einen solchen Rest enthalten kann, sind.
-
In
dieser Formel ist der Substituent A im Allgemeinen der gleiche wie
der Substituent A in der Formel (1) und der Substituent B und D
sind unabhängig
voneinander im Allgemeinen die gleichen wie der Substituent B in
der Formel (1).
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Jedoch
sind die Beispiele wie vorstehend für den Substituenten B in der
Formel (1), den Substituenten D in der Formel (3) beschrieben bevorzugt
eine Einfachbindung; oder ein Alkylenrest oder ein Aralkylenrest, welche
1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten, die ein Sauerstoffatom, einen
Aminorest NR' oder
ein Schwefelatom enthalten können
und welche ein konjugiertes System mit dem Imidstickstoff bilden,
und am stärksten bevorzugt
ein solcher Alkylenrest. Genauer kann der Substituent D bevorzugt
einen Alkylenaminorest oder einen Aralkylenaminorest, welche 1 bis
20 Kohlenstoffatome enthalten, die ein Sauerstoffatom, einen Aminorest NR' oder ein Schwefelatom
enthalten können,
mit dem Imidstickstoff in der Formel (3) bilden, und am stärksten bevorzugt
einen solchen Alkylenaminorest.
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Beispiele
des Substituenten D schließen
eine Einfachbindung, einen Alkylenetherrest, einen Alkylenaminorest,
einen Alkylenthioetherrest, einen Aralkylenetherrest, einen Aralkylenaminorest,
einen Aralkylenthioetherrest, welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten
und ein Sauerstoffatom, ein Schwefelatom oder einen Aminorest an
ihrem terminalen Rest aufweisen; und Methylengruppe, Ethylengruppe,
Propylengruppe, Butylengruppe, Hexylengruppe, Phenylengruppe und
Xylylengruppe und ihre Isomere ein.
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In
der vorliegenden Erfindung wird die Seitenkette, welche die Iminogruppe
und den Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält
(welche typischerweise eine Seitenkette ist, welche die durch die
Formel (1) oder die Formel (2) oder (3) dargestellte Struktur enthält), bevorzugt
in einer Menge (Einbringungsmenge) von 0,1 bis 50 Mol-% in Bezug
auf 100 Mol-% des Monomers, welches das elastomere Polymer darstellt,
eingebracht. Wenn die Einbringungsmenge niedriger als 0,1 Mol-%
ist, kann die Festigkeit nach dem Vernetzen nicht ausreichend sein,
und wenn die Einbringungsmenge über
50 Mol-% liegt, kann die Vernetzungsdichte übermäßig hoch werden, was einen
Verlust an Kautschukelastizität
begünstigen
kann. Wenn die Einbringungsrate in einem solchen Bereich liegt,
wird die intermolekulare oder intramolekulare Wechselwirkung mit
einem guten Ausgleich zwischen den Seitenketten des elastomeren
Polymers auftreten, und der resultierende erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) wird eine hohe Zugfestigkeit nach dem Vernetzen,
ein hohes Recyclingvermögen
und auch eine verbesserte Beständigkeit
gegen Druckverformung aufweisen. Angesichts einer weiteren Verbesserung
von solchen Eigenschaften wird die Seitenkette bevorzugt in einer
Menge von 0,1 bis 30 Mol-% und stärker bevorzugt in einer Rate
von 0,5 bis 20 Mol-% eingebracht.
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Wenn
in der vorliegenden Erfindung die Seitenkette einen Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus und einen Carbonyl-enthaltenden Rest enthält, kann
die Seitenkette bevorzugt eine durch die folgende Formel (4) dargestellte
Struktur enthalten: [Chemische
Formel 11]
wobei E ein Stickstoff-enthaltender Heterocyclus
ist, und B und D unabhängig
voneinander eine Einfachbindung, ein Sauerstoffatom, ein Aminorest
NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom
oder ein Alkylrest, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist)
oder ein Schwefelatom, oder ein organischer Rest, der ein solches
Atom oder einen solchen Rest enthalten kann, sind.
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In
dieser Formel kann der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus E jedweder
der wie vorstehend beschriebenen Stickstoff-enthaltenden Heterocyclen
sein.
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Die
Substituenten B und D sind unabhängig
voneinander im Allgemeinen die gleichen wie der Substituent B in
der Formel (1).
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Der
verwendete Stickstoff-enthaltende Heterocyclus kann ein Heteroatom
verschieden von dem Stickstoffatom wie ein Schwefelatom, Sauerstoffatom
oder Phosphoratom enthalten, solange er das Stickstoffatom in dem
Heterocyclus enthält.
Eine heterocyclische Verbindung wird verwendet, da eine stärkere Wasserstoffbrückenbindung,
welche die Vernetzung darstellt, gebildet wird, wenn eine heterocyclische
Struktur verwendet wird, und der resultierende erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) wird eine verbesserte Zugfestigkeit aufweisen.
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Der
Stickstoff-enthaltende Heterocyclus kann auch einen Substituenten
aufweisen. Beispiele des Substituenten schließen Alkylreste wie Methylgruppe,
Ethylgruppe, (Iso)propylgruppe und Hexylgruppe; Alkoxyreste wie
Methoxygruppe, Ethoxygruppe und (Iso)propoxygruppe; einen Rest,
der ein Halogenatom wie Floratom, Chloratom, Bromatom oder Iodatom
enthält;
Cyanogruppe; Aminorest; aromatischen Kohlenwasserstoffrest; Estergruppe;
Ethergruppe; Acylrest und Thioethergruppe ein. Diese können auch
als eine Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden. Die
Position der Substitution mit einem solchen Substituenten und die
Anzahl der Substituenten sind nicht besonders eingeschränkt.
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Darüber hinaus
kann der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus entweder aromatisch
oder nicht-aromatisch
sein. Wenn jedoch der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus aromatisch
ist, wird der resultierende erfindungsgemäße Schaum (Zusammensetzung)
eine höhere
Zugfestigkeit sowie eine verbesserte mechanische Festigkeit nach
dem Vernetzen aufweisen.
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Der
Stickstoff-enthaltende Heterocyclus ist bevorzugt ein fünfgliedriger
Ring oder ein sechsgliedriger Ring.
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Beispiele
eines solchen Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus schließen Pyrrolidon,
Pyrrolidon, Oxindol (2-Oxindol), Indoxyl (3-Oxindol), Dioxindol,
Isatin, Indolyl, Phthalimidin, β-Isoindigo,
Monoporphyrin, Diporphyrin, Triporphyrin, Azaporphyrin, Phthalocyanin,
Hämoglobin,
Uroporphyrin, Chlorophyll, Phylloerythrin, Imidazol, Pyrazol, Triazol,
Tetrazol, Benzimidazol, Benzopyrazol, Benzotriazol, Imidazolin,
Imidazolon, Imidazolidon, Hydantoin, Pyrazolin, Pyrazolon, Pyrazolidon,
Indazol, Pyridoindol, Purin, Cinnolin, Pyrrol, Pyrrolin, Indol, Indolin,
Oxylindol, Carbazol, Phenothiazin, Indolenin, Isoindol, Oxazol,
Thiazol, Isoxazol, Isothiazol, Oxadiazol, Thiadiazol, Oxatriazol,
Thiatriazol, Phenanthrolin, Oxazin, Benzoxazin, Phthalazin, Puteridin,
Pyrazin, Phenazin, Tetrazin, Benzoxazol, Benzisoxazol, Anthranyl,
Benzothiazol, Benzofurazan, Pyridin, Chinolin, Isochinolin, Acridin,
Phenanthridin, Anthrazolin, Naphthyridin, Thiazin, Pyridazin, Pyrimidin,
Chinazolin, Chinoxalin, Triazin, Histidin, Triazolidin, Melamin,
Adenin, Guanin, Thymin, Cytosin und Derivate davon ein. Unter diesen
und insbesondere hinsichtlich des Stickstoff-enthaltenden fünfgliedrigen
Rings sind die bevorzugten die folgenden Bindungen, ein Triazolderivat,
welches durch die folgende Formel (25) dargestellt wird, und ein
Imidazolderivat, welches durch die folgende Formel (26) dargestellt
wird. Diese Verbindungen sind gegebenenfalls mit verschiedenen Substituenten
wie vorstehend beschrieben substituiert und auch können diese
Verbindungen hydriert oder dehydriert sein.
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In
den Formeln ist der Substituent X ein Alkylrest, der 1 bis 30 Kohlenstoffatome
enthält,
ein Aralkylrest, der 7 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, oder
ein Arylrest, der 6 bis 20 Kohlenstofftome enthält, und er ist im Allgemeinen
der gleiche wie der Substituent A in der Formel (1).
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Bezüglich des
Stickstoff-enthaltenden sechsgliedrigen Rings sind die bevorzugten
die folgenden Verbindungen. Wie im Falle des fünfgliedrigen Rings sind diese
Verbindungen gegebenenfalls mit verschiedenen Substituenten wie
vorstehend beschrieben substituiert und auch können diese Verbindungen hydriert
oder dehydriert sein.
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Auch
können
der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus, der mit einem Benzolring
kondensiert ist, oder der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus, der
mit einem anderen Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus kondensiert
ist, verwendet werden. Bevorzugte Beispiele eines solchen kondensierten
Rings sind nachstehend gezeigt. Wie im Falle wie vorstehend beschrieben
sind diese kondensierten Ringe gegebenenfalls mit verschiedenen
Substituenten wie vorstehend beschrieben substituiert und auch können diese
Ringe hydriert oder dehydriert sein.
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Unter
solchen Stickstoff-enthaltenden Heterocyclen ist die Verwendung
eines Triazolrings, Thiadiazolrings, Pyridinrings, Thiazolrings,
Imidazolrings oder Hydantoinrings angesichts des ausgezeichneten
Recyclingvermögens,
der Beständigkeit
gegen Druckverformung, mechanischen Festigkeit und Härte des
resultierenden erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung) bevorzugt.
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Stärker bevorzugt
kann das in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
verwendete thermoplastische Elastomer (A) die Seitenkette mit der
durch die Formel (4) dargestellten Struktur als eine Seitenkette
mit einer durch die Formel (5) oder (6) dargestellten Struktur,
welche an die Hauptkette an der α-Position oder
der β-Position
bindet, aufweisen: [Chemische
Formel 16]
wobei E ein Stickstoff-enthaltender Heterocyclus
ist, und B und D unabhängig
voneinander eine Einfachbindung, ein Sauerstoffatom, ein Aminorest
NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom
oder ein Alkylrest, der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist)
oder ein Schwefelatom, oder ein organischer Rest, der ein solches
Atom oder einen solchen Rest enthalten kann, sind.
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In
dieser Formel kann der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus E jedweder
der beispielhaften Stickstoff-enthaltenden Heterocyclen wie vorstehend
beschrieben sein.
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Die
Substituenten B und D sind unabhängig
voneinander im Allgemeinen die gleichen wie der Substituent B in
der Formel (1).
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Jedoch
ist der Substituent D in der Formel (6) bevorzugt eine Einfachbindung,
ein Alkylenrest oder ein Aralkylenrest, welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome
enthalten, die ein Sauerstoffatom, einen Aminorest NR' oder ein Schwefelatom
enthalten können
und welche ein konjugiertes System mit dem Imidstickstoff bilden,
und am stärksten
bevorzugt eine Einfachbindung.
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Genauer
ist der Substituent D derjenige, der einen Alkylenaminorest oder
einen Aralkylenaminorest, welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten,
die ein Sauerstoffatom, einen Aminorest NR' oder ein Schwefelatom enthalten können, mit
dem Imidstickstoff in der Formel (6) bildet, und stärker bevorzugt
ist der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus direkt (durch eine Einfachbindung)
an den Imidstickstoff in der Formel (6) gebunden.
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Wenn
das in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
verwendete thermoplastische Elastomer (A) eine Seitenkette, welche
einen Triazolring, Imidazolring oder Thiazolring enthält, als
die Seitenkette, welche den Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus
enthält,
aufweist, kann das thermoplastische Elastomer (A) bevorzugt die
Seitenkette mit der durch die Formel (4) dargestellten Struktur
als eine Seitenkette, welche die durch die folgende Formel (7),
die folgende Formel (8) oder (9), oder die folgende Formel (10)
dargestellte Struktur enthält: [Chemische
Formel 17]
und stärker
bevorzugt als eine Seitenkette, welche die Struktur enthält, die
an die Hauptkette an der α-Position oder β-Position
bindet und durch die folgende Formel (11) oder (12), jede der folgenden
Formel (13) bis (16), oder die folgende Formel (17) oder (18) dargestellt
wird, aufweisen: [Chemische
Formel 18]
wobei B und D unabhängig voneinander eine Einfachbindung,
ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder ein Schwefelatom oder
ein organischer Rest, der ein solches Atom oder einen solchen Rest
enthalten kann, sind, und G und J unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom,
ein Alkylrest, der 1 bis 30 Kohlenstoffatome enthält, ein Aralkylrest,
der 7 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, oder ein Arylrest, der
6 bis 20 Kohlenstoffatome enthält,
sind.
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In
den Formeln sind die Substituenten B und D unabhängig voneinander im Allgemeinen
die gleichen wie die Substituenten B und D in den Formeln (4) bis
(6).
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Bezüglich der
Substituenten G und J schließen
Beispiele Wasserstoffatom; und jene Substituenten, welche für den Substituenten
A in der Formel (1) beschrieben werden, einschließlich geradkettige
Alkylreste wie Methylgruppe, Ethylgruppe, Propylgruppe, Butylgruppe,
Pentylgruppe, Octylgruppe, Dodecylgruppe und Stearylgruppe; verzweigte
Alkylreste wie Isopropylgruppe, Isobutylgruppe, s-Butylgruppe, t-Butylgruppe,
Isopentylgruppe, Neopentylgruppe, t-Pentylgruppe, 1-Methylbutylgruppe,
1-Methylheptylgruppe und 2-Ethylhexylgruppe; Aralkylreste wie Benzylgruppe
und Phenethylgruppe; Arylreste wie Phenylgruppe, Tolylgruppe (o-, m-,
p-), Dimethylphenylgruppe und Mesitylgruppe, ein. Die Substituenten
G und J können
entweder gleich oder unterschiedlich sein.
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In
der vorliegenden Erfindung wird die Seitenkette, welche den Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus und den Carbonyl-enthaltenden Rest enthält (welche
typischerweise eine Seitenkette ist, die die durch die Formel (4)
oder die Formel (5) oder (6) dargestellte Struktur enthält), bevorzugt
in einer Menge (Einbringungsmenge) von 0,1 bis 50 Mol-% in Bezug
auf 100 Mol-% des Monomers, welches das elastomere Polymer darstellt, eingebracht.
Wenn die Einbringungsmenge niedriger als 0,1 Mol-% ist, kann die
Festigkeit nach dem Vernetzen nicht ausreichend sein, und wenn die
Einbringungsmenge über
50 Mol-% liegt, kann die Vernetzungsdichte übermäßig hoch werden, was einen
Verlust an Kautschukelastizität
begünstigen
kann. Wenn die Einbringungsrate in einem solchen Bereich liegt,
wird die intermolekulare oder intramolekulare Wechselwirkung mit einem
guten Ausgleich zwischen den Seitenketten des elastomeren Polymers
auftreten, und der resultierende erfindungsgemäße Schaum (Zusammensetzung)
wird eine hohe Zugfestigkeit nach dem Vernetzen, ein hohes Recyclingvermögen und
auch eine verbesserte Beständigkeit
gegen Druckverformung aufweisen. Angesichts einer weiteren Verbesserung
von solchen Eigenschaften wird die Seitenkette bevorzugt in einer
Menge von 0,1 bis 30 Mol-% und stärker bevorzugt in einer Menge
von 0,5 bis 20 Mol-% eingebracht.
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In
der vorliegenden Erfindung, wenn sowohl die Seitenkette, welche
die Iminogruppe und den Carbonyl-enthaltenden Rest enthält, als
auch die Seitenkette, welche den Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus und den Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält,
vorhanden sind, werden diese Seitenketten bevorzugt in einer Gesamtmenge
(Einbringungsmenge) von 0,1 bis 50 Mol-% in Bezug auf 100 Mol-%
des Monomers, welches das elastomere Polymer darstellt, eingebracht;
und diese Seitenketten werden bevorzugt in einem Einbringungsverhältnis (die
Seitenkette, welche den Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus und
den Carbonyl-enthaltenden Rest enthält/die Seitenkette, welche
die Iminogruppe und den Carbonyl-enthaltenden Rest enthält) von
1/99 bis 99/1 und stärker
bevorzugt 10/90 bis 90/10 eingebracht.
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Wenn
die Einbringungsrate und das Einbringungsverhältnis in einem solchen Bereich
liegen, kann die mechanische Festigkeit wie Zugfestigkeit weiter
verbessert werden und das Färben
des Schaums (Zusammensetzung) aufgrund der Gegenwart des eingebrachten
Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus kann gleichzeitig unterdrückt werden, ohne die Eigenschaften
wie die hohe Zugfestigkeit nach dem Vernetzen, das hohe Recyclingvermögen und
die verbesserte Beständigkeit
gegen Druckverformung zu beeinträchtigen.
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Als
Nächstes
wird die Bindungsposition des Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus
für den
Fall beschrieben, wenn das in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung verwendete
thermoplastische Elastomer (A) die Seitenkette aufweist, die den
Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus enthält. Für die Zweckmäßigkeit
der Beschreibung ist der beschriebene Stickstoff-enthaltende Heterocyclus „eine Stickstoff-enthaltende
n-gliedrige Ringverbindung (n ≥ 3)".
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Die
Bindungsposition („die
1- bis n-Position")
wie nachstehend beschrieben ist die, welche auf die IUPAC-Nomenklatur
bezogen ist. Wenn die Verbindung zum Beispiel 3 Stickstoffatome
aufweist, welche jeweils ein freies Elektronenpaar aufweisen, wird
die Bindungsposition durch die auf die IUPAC-Nomenklatur bezogene
Reihenfolge bestimmt. Genauer wurden die Bindungspositionen in den
vorstehend erwähnten
Stickstoff-enthaltenden Heterocyclen, welche die fünfgliedrigen
Ringe, die sechsgliedrigen Ringe und die kondensierten Ringe einschließen, gezeigt.
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In
dem thermoplastischen Elastomer (A) ist die Bindungsposition der
Stickstoff-enthaltenden n-gliedrigen Ringverbindung, welche an das
Copolymer direkt oder mit einem dazwischenliegenden organischen Rest
bindet, nicht besonders eingeschränkt und das Binden kann an
jeder Position (an der 1- bis n-Position) stattfinden. Bevorzugt
ist die Bindungsposition die 1-Position oder 3- bis n-Position.
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Wenn
die Stickstoff-enthaltende n-gliedrige Ringverbindung ein Stickstoffatom
enthält
(zum Beispiel wie im Falle des Pyridinrings), ist die Bindungsposition
bevorzugt die 3-Position bis (n-1)-Position, da es wahrscheinlicher
ist, dass ein Chelat in dem Molekül gebildet wird, und die resultierende
Schaumzusammensetzung wird bessere physikalische Eigenschaften,
einschließlich
Zugfestigkeit, aufweisen.
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Wenn
die Bindungsposition der Stickstoff-enthaltenden n-gliedrigen Ringverbindung
in geeigneter Weise ausgewählt
wird, wird das Vernetzen durch Wasserstofbrückenbindung, ionische Bindung,
Koordinationsbindung oder dergleichen zwischen den Molekülen des
thermoplastischen Elastomers gefördert,
und das resultierende Produkt wird ein verbessertes Recyclingvermögen sowie
ausgezeichnete mechanische Eigenschaften aufweisen.
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Wenn
in der vorliegenden Erfindung die Seitenkette des thermoplastischen
Elastomers (A) eine kovalente Vernetzungsstelle und einen Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält,
wird die Vernetzung stärker
bevorzugt an der kovalenten Vernetzungsstelle durch mindestens eine
Bindung, welche aus Amid, Ester, Lacton, Urethan, Ether, Thiourethan
und Thioether ausgewählt
ist, verwirklicht. Das in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung verwendete
thermoplastische Elastomer (A) kann auch dasjenige sein, wobei die
Vernetzung durch eine solche Bindung verwirklicht wurde.
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Die
Seitenkette, welche die kovalente Vernetzungsstelle und den Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält, ist
nicht besonders eingeschränkt,
solange sie eine Seitenkette ist, welche den Carbonyl-enthaltenden
Rest aufweist und auch für
die kovalente Vernetzungsstelle eine funktionelle Gruppe aufweist,
welche zum Erzeugen von mindestens einer Bindung, die aus Amid,
Ester, Lacton, Urethan, Ether, Thiourethan und Thioether ausgewählt ist,
durch Umsetzen mit „einer
Verbindung, welche eine kovalente Bindung erzeugt" in der Lage ist.
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In
der vorliegenden Erfindung schließen Beispiele der „Verbindung,
welche eine kovalente Bindung erzeugt" eine Polyaminverbindung, welche zwei
oder mehrere Aminoreste und/oder Iminogruppen (zwei oder mehr in
der Gesamtanzahl der Aminoreste und Iminogruppen, wenn beide Reste/Gruppen
vorhanden sind) in einem Molekül
enthält;
eine Polyolverbindung, welche zwei oder mehr Hydroxygruppen in einem
Molekül
enthält;
eine Polyisocyanatverbindung, welche zwei oder mehrere Isocyanat
(NCO)-Gruppen in einem Molekül enthält; und
eine Polythiolverbindung, welche zwei oder mehrere Thiolgruppen
(Mercaptogruppen) in einem Molekül
enthält,
ein.
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Beispielhafte
Polyaminverbindungen schließen
ein alicyclisches Amin, ein aliphatisches Polyamin, ein aromatisches
Polyamin und ein Stickstoff-enthaltendes heterocyclisches Amin wie
nachstehend gezeigt ein.
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Beispielhafte
alicyclische Amine schließen
1-Amino-3-aminomethyl-3,5,5-trimethylcyclohexan, Bis-(4-aminocyclohexyl)methan,
Diaminocyclohexan und Di-(aminomethyl)cyclohexan
ein.
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Beispielhafte
aliphatische Polyamine schließen
Methylendiamin, Ethylendiamin, Propylendiamin, 1,2-Diaminopropan,
1,3-Diaminopentan, Hexamethylendiamin, Diaminoheptan, Diaminododecan,
Diethylentriamin, Diethylaminopropylamin, N-Aminoethylpiperazin,
Triethylentetramin, N,N'-Dimethylethylendiamin, N,N'-Diethylethylendiamin,
N,N'-Diisopropylethylendiamin,
N,N'-Dimethyl-1,3-propandiamin, N,N'-Diethyl-1,3-propandiamin,
N,N'-Diisopropyl-1,3-propandiamin,
N,N'-Dimethyl-1,6-hexandiamin,
N,N'-Diethyl-1,6-hexandiamin
und N,N',N''-Trimethylbis-(hexamethylen)triamin und Polyethylenimin
ein.
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Beispielhafte
aromatische Polyamine und Stickstoff-enthaltende heterocyclische
Amine schließen
Diaminotoluol, Diaminoxylol, Tetramethylxylylendiamin, Tris-(dimethylaminomethyl)phenol,
Metaphenylendiamin, Diaminodiphenylmethan, Diaminodiphenylsulfon
und 3-Amino-1,2,4-triazol ein.
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Die
Polyaminverbindung kann gegebenenfalls mindestens eines ihrer Wasserstoffatome
substituiert mit einem Alkylrest, einem Alkylenrest, einem Aralkylenrest,
einer Oxygruppe, einem Acylrest, einem Halogenatom oder dergleichen
aufweisen. Die Polyaminverbindung kann auch ein Heteroatom wie ein
Sauerstoffatom oder Schwefelatom in seinem Gerüst einschließen.
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Die
Polyaminverbindung kann alleine oder in Kombination von zwei oder
mehreren verwendet werden. Wenn zwei oder mehrere Polyaminverbindungen
verwendet werden, können
sie in jedem Verhältnis
abhängig von
der Verwendung des erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung) und den physikalischen Eigenschaften und anderen
Faktoren, welche für
den erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) erforderlich sind, gemischt werden.
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Von
den vorstehend beschriebenen Polyaminverbindungen sind die bevorzugten
Hexamethylendiamin, N,N'-Dimethyl-1,6-hexandiamin,
Diaminodiphenylsulfon und Polyethylenimin, angesichts der beträchtlichen
Wirkung bei der Verbesserung der Beständigkeit gegen Druckverformung
und der mechanischen Festigkeit, insbesondere Zugfestigkeit.
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Die
Polyolverbindung ist bezüglich
ihres Molekulargewichts und Gerüsts
nicht besonders eingeschränkt,
solange sie zwei oder mehr Hydroxygruppen aufweist, und Beispiele
davon schließen
Polyetherpolyole, Polyesterpolyole, andere Polyole und Gemische
davon wie nachstehend beschrieben ein.
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Beispielhafte
Polyetherpolyole schließen
die Polyole ein, welche durch Zugeben von mindestens einem Bestandteil,
der aus Ethylenoxid, Propylenoxid, Butylenoxid, Styroloxid und dergleichen
ausgewählt
ist, zu mindestens einem Bestandteil, der aus mehrwertigen Alkoholen
wie Ethylenglycol, Diethylenglycol, Propylenglycol, Dipropylenglycol,
Glycerin, 1,1,1-Trimethyloipropan, 1,2,5-Hexantriol, 1,3-Butandiol,
1,4-Butandiol, 4,4'-Dihydroxyphenylpropan,
4,4'-Dihydroxyphenylmethan
und Pentaerythritol ausgewählt
ist; und Polyoxytetramethylenoxid hergestellt werden, welche alleine
oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden können.
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Beispielhafte
Polyesterpolyole schließen
Kondensationspolymere von einem oder mehreren Polyolen mit niedrigem
Molekulargewicht wie Ethylenglycol, Propylenglycol, Butandiol, Pentandiol,
Hexandiol, Cyclohexandimethanol, Glycerin und 1,1,1-Trimethylolpropan
mit einer oder mehr Carbonsäuren
mit niedrigem Molekulargewicht und oligomeren Säuren wie Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Korksäure, Sebacinsäure, Terephthalsäure, Isophthalsäure und
Dimersäure,
und Ringöffnungspolymere
wie Propiolacton und Valerolacton ein, welche alleine oder in Kombination
von zwei oder mehreren verwendet werden können.
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Beispielhafte
andere Polyole schließen
Polymerpolyole, Polycarbonatpolyole; Polybutadienpolyole, hydrierte
Polybutadienpolyole, Acrylpolyole, und Polyole mit niedrigem Molekulargewicht
wie Ethylenglycol, Diethylenglycol, Propylenglycol, Dipropylenglycol,
Butandiol, Pentandiol, Hexandiol, Polyethylenglycollaurylamin (zum
Beispiel N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)laurylamin),
Polypropylenglycollaurylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-methyl-2-hydroxyethyl)laurylamin),
Polyethylenglycoloctylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)octylamin),
Polypropylenglycoloctylamin (zum Beispiel N,N-Bis-2-methyl-2-hydroxyethyl)octylamin),
Polyethylenglycolstearylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)stearylamin)
und Polypropylenglycolstearylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-methyl-2-hydroxyethyl)stearylamin
ein, welche alleine oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet
werden können.
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Beispielhafte
Polyisocyanatverbindungen schließen Diisocyanatverbindungen
wie aromatische Polyisocyanate wie 2,4-Tolylendiisocyanat (2,4-TDI),
2,6-Tolylendiisocyanat (2,6-TDI), 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (4,4'-MDI), 2,4'-Diphenylmethandiisocyanat
(2,4'-MDI), 1,4-Phenylendiisocyanat,
Xylylendiisocyanat (XDI), Tetramethylxylylendiisocyanat (TMXDI),
Tolidindiisocyanat (TODI) und 1,5-Naphthalindiisocyanat (NDI); aliphatische
Polyisocyanate wie Hexamethylendiisocyanat (HDI), Trimethylhexamethylendiisocyanat
(TMHDI), Lysindiisocyanat und Norbornandiisocyanatmethyl (NBDI);
alicyclische Polyisocyanate wie Transcyclohexan-1,4-diisocyanat,
Isophorondiisocyanat (IPDI), H6XDI (hydriertes
XDI), H12MDI (hydriertes MDI) und H6TDI (hydriertes TDI); Polyisocyanatverbindungen
wie Polymethylenpolyphenylenpolyisocyanat; Carbodiimid-modifizierte
Polyisocyanate von solchen Isocyanatverbindungen; Isocyanurat-modifizierte
Polyisocyanate von solchen Isocyanatverbindungen; und Urethanvorpolymere,
welche durch Umsetzen von solchen Isocyanatverbindungen mit den
wie vorstehend beschriebenen Polyolverbindungen erhalten werden,
ein, welche alleine oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet
werden können.
-
Die
Polythiolverbindung ist bezüglich
ihres Molekulargewichts und Gerüsts
nicht eingeschränkt,
solange sie eine Verbindung ist, welche zwei oder mehr Thiolgruppen
enthält,
und beispielhafte Polythiolverbindungen schließen Methandithiol, 1,3-Butandithiol, 1,4-Butandithiol,
2,3-Butandithiol, 1,2-Benzoldithiol, 1,3-Benzoldithiol, 1,4-Benzoldithiol,
1,10-Decandithiol, 1,2-Ethandithiol, 1,6-Hexandithiol, 1,9-Nonandithiol,
1,8-Octandithiol, 1,5-Pentandithiol, 1,2-Propandithiol, 1,3-Propandithiol,
Toluol-3,4-dithiol, 3,6-Dichlor-1,2-benzoldithiol, 1,5-Naphthalindithiol,
1,2-Benzoldimethanthiol, 1,3-Benzoldimethanthiol, 1,4-Benzoldimethanthiol,
4,4'-Thiobisbenzolthiol,
2,5-Dimercapto-1,3,4-thiadiazol, 1,8-Dimercapto-3,6-dioxaoctan,
1,5-Dimercapto-3-thiapentan, 1,3,5-Triazin-2,4,6-trithiol (Trimercaptotriazin),
2-Di-n-butylamino-4,6-dimercapto-s-triazin, Trimethylolpropantris-(β-thiopropionat), Trimethylolpropantris-(thioglycolat)
und Polythiol (Thiokol- oder Thiolmodifiziertes Polymer (Harz, Kautschuk,
usw.)) ein, welche alleine oder in Kombination von zwei oder mehreren
verwendet werden können.
-
Bevorzugte
Beispiele der funktionellen Gruppe, welche zur Erzeugung von mindestens
einer Bindung, welche aus Amid, Ester, Lacton, Urethan, Ether, Thiourethan
und Thioether ausgewählt
ist, durch Umsetzen mit einer solchen „Verbindung, welche eine kovalente
Bindung erzeugt" in
der Lage ist, schließen
einen cyclischen Säureanhydridrest,
eine Hydroxygruppe, einen Aminorest, eine Carboxygruppe, Isocyanatgruppe
und Thiolgruppe ein.
-
Andere
Seitenketten, welche eine kovalente Vernetzungsstelle enthalten,
sind nicht besonders eingeschränkt,
solange sie diejenigen sind, welche eine solche funktionelle Gruppe
enthalten.
-
In
dem thermoplastischen Elastomer (A), welches in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
verwendet wird, ist mindestens eine Vernetzung an der kovalenten
Vernetzungsstelle bevorzugt, nämlich mindestens
eine Vernetzung durch die kovalente Bindung zwischen der funktionellen
Gruppe und der „Verbindung,
welche eine kovalente Bindung erzeugt", welche in einem Molekül eingeschlossen
ist, und insbesondere wenn eine Vernetzung durch mindestens eine
Bindung, welche aus Lacton, Urethan, Ether, Thiourethan und Thioether
ausgewählt
ist, gebildet wird, sind bevorzugt 2 oder mehr, stärker bevorzugt
2 bis 20 und am stärksten
bevorzugt 2 bis 10 Vernetzungen in einem Molekül eingeschlossen.
-
In
der vorliegenden Erfindung enthält
die Vernetzung an einer solchen kovalenten Vernetzungsstelle bevorzugt
einen tertiären
Aminorest (-N=), angesichts der verbesserten Beständigkeit
gegen Druckverformung und mechanischen Festigkeit (Dehnung bei Bruch
und Bruchfestigkeit) des resultierenden erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung). Man nimmt an, dass diese Wirkung durch die Zunahme
der Vernetzungsdichte aufgrund der Wasserstoffbrückenbindung (Wechselwirkung)
des tertiären
Aminorests mit dem Carbonyl-enthaltenden
Rest und dem Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus realisiert wurde.
Demgemäß sind von
jenen, welche vorstehend gezeigt sind, bevorzugte Beispiele der „Verbindung,
welche eine kovalente Bindung erzeugt" Polyethylenglycollaurylamin (zum Beispiel
N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)laurylamin),
Polypropylenglycollaurylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-methyl-2-hydroxyethyl)laurylamin),
Polyethylenglycoloctylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)octylamin),
Polypropylenglycoloctylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-methyl-2-hydroxyethyl)octylamin),
Polyethylenglycolstearylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)stearylamin
und Polypropylenglycolstearylamin (zum Beispiel N,N-Bis-(2-methyl-2-hydroxyethyl)stearylamin).
-
In
der vorliegenden Erfindung enthält
die Vernetzung an der kovalenten Vernetzungsstelle bevorzugt mindestens
eine durch eine der folgenden Formeln (19) bis (21) dargestellte
Struktur: [Chemische
Formel 19]
wobei K, L, Q und R unabhängig voneinander eine Einfachbindung,
ein Sauerstoffatom, ein Aminorest NR' (wobei R' ein Wasserstoffatom oder ein Alkylrest,
der 1 bis 10 Kohlenstoffatome enthält, ist) oder ein Schwefelatom;
oder ein organischer Rest, der ein solches Atom oder Rest enthalten
kann, sind, T ein gegebenenfalls verzweigter Kohlenwasserstoffrest
ist, der ein Sauerstoffatom, Schwefelatom oder Stickstoffatom enthält. Stärker bevorzugt
enthält
T in den Formeln einen tertiären
Aminorest.
-
In
den Formeln sind die Substituenten K, L, Q und R unabhängig voneinander
im Allgemeinen die gleichen wie der Substituent B in der Formel
(1).
-
Der
Substituent T ist bevorzugt ein gegebenenfalls verzweigter Kohlenwasserstoffrest,
der 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, und Beispiele schließen Alkylenreste
wie Methylengruppe, Ethylengruppe, 1,3-Propylengruppe, 1,4-Butylengruppe,
1,5-Pentylengruppe, 1,6-Hexylengruppe, 1,7-Heptylengruppe, 1,8-Octylengruppe,
1,9-Nonylengruppe, 1,10-Decylengruppe, 1,11-Undecylengruppe und
1,12-Dodecylengruppe; N,N-Diethyldodecylamin-2,2'-diyl, N,N-Dipropyldodecylamin-2,2'-diyl, N,N-Diethyloctylamin-2,2'-diyl, N,N-Dipropyloctylamin-2,2'-diyl, N,N-Diethylstearylamin-2,2'-diyl und N,N-Dipropylstearylamin-2,2'-diyl; Vinylengruppe;
zweiwertige alicyclische Kohlenwasserstoffreste wie 1,4-Cyclohexylengruppe
und Polyethyleniminrest; zweiwertige aromatische Kohlenwasserstoffreste
wie 1,4-Phenylengruppe, 1,2-Phenylengruppe, 1,3-Phenylengruppe und
1,3-Phenylenbis-(methylen)gruppe; dreiwertige Kohlenwasserstoffreste
wie Propan-1,2,3-triyl, Butan-1,3,4-triyl, Trimethylamin-1,1',1''-triyl und Triethylamin-2,2',2''-triyl; vierwertige Kohlenwasserstoffreste, welche
durch die folgenden Formeln (27) und (28) dargestellt werden: [Chemische
Formel 20]

und Substituenten, welche durch Kombinieren von
zwei oder mehr solchen Substituenten gebildet werden, ein.
-
Zudem
enthält
in der vorliegenden Erfindung die Vernetzung an der kovalenten Vernetzungsstelle
bevorzugt mindestens eine durch eine der folgenden Formeln (22)
bis (24) dargestellte Struktur, welche an die Hauptkette des elastomeren
Polymers an der α-Position
oder β-Position
bindet, und in diesen Formeln enthält T stärker bevorzugt einen tertiären Aminorest.
Bevorzugte Beispiele der durch eine der Formeln (22) bis (24) dargestellten
Struktur schließen
Verbindungen ein, welche durch die Formeln (29) bis (40) dargestellt
werden. [Chemische
Formel 21]
- [In diesen Formeln sind die Substituenten
K, L, Q und R unabhängig
voneinander im Allgemeinen die gleichen wie die Substituenten K,
L, Q und R in den Formeln (19) bis (21) und der Substituent T ist
im Allgemeinen der gleiche wie der Substituent T in der Formel (19).] [Chemische
Formel 22]
- [In diesen Formeln stellt 1 eine
ganze Zahl von mindestens 1 dar.]
[Chemische
Formel 23] [Chemische
Formel 24] - [In diesen Formeln stellen 1, m und n unabhängig voneinander
eine ganze Zahl von mindestens 1 dar.]
[Chemische
Formel 25]
-
In
der vorliegenden Erfindung wird die Vernetzung an der kovalenten
Vernetzungsstelle bevorzugt durch die Umsetzung des cyclischen Säureanhydridrests
mit der Hydroxygruppe oder dem Aminorest und/oder der Iminogruppe
gebildet.
-
Das
thermoplastische Elastomer (A), welches in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung verwendet
wird, weist bevorzugt einen Glasübergangspunkt
von nicht höher
als 25°C
auf und wenn das elastomere Polymer zwei oder mehr Glasübergangspunkte
aufweist oder wenn zwei oder mehr thermoplastische Elastomere als
ein Gemisch verwendet werden, ist mindestens einer der Glasübergangspunkte
bevorzugt nicht höher
als 25°C.
Wenn der Glasübergangspunkt
nicht höher
als 25°C
ist, wird der Formkörper
Kautschukelastizität
bei Raumtemperatur aufweisen.
-
Die
erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
enthält
mindestens ein solches thermoplastisches Elastomer. Wenn zwei oder
mehr thermoplastische Elastomere verwendet werden, können sie
in jedem Verhältnis
abhängig
von der Verwendung des erfindungsgemäßen Schaums (Zusammensetzung)
und den physikalischen Eigenschaften und anderen Faktoren, welche
für die
Zusammensetzung erforderlich sind, gemischt werden.
-
Das
Verfahren, welches zur Herstellung des thermoplastischen Elastomers
(A), das in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
verwendet wird, verwendet wird, ist nicht besonders eingeschränkt und jedes
Verfahren, welche allgemein auf dem Fachgebiet verwendet wird, kann
ausgewählt
werden.
-
Genauer,
ein beispielhaftes bevorzugtes Verfahren zur Herstellung des thermoplastischen
Elastomers (A) mit der Seitenkette, welche die Iminogruppe und den
Carbonyl-enthaltenden Rest enthält,
ist ein Herstellungsverfahren, welches den Reaktionsschritt (hier
nachstehend als „Reaktionsschritt
A" bezeichnet) des
Umsetzens eines elastomeren Polymers mit einer Seitenkette, welche
einen cyclischen Säureanhydridrest
enthält,
mit einer Verbindung, welche zur Einbringung einer Iminogruppe in
der Lage ist, umfasst. Ein beispielhaftes bevorzugtes Verfahren
zur Herstellung des thermoplastischen Elastomers (A) mit der Seitenkette,
welche den Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus und den Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält,
ist ein Herstellungsverfahren, welches den Reaktionsschritt (hier
nachstehend als „Reaktionsschritt
B" bezeichnet) des
Umsetzens eines elastomeren Polymers mit einer Seitenkette, welche
einen cyclischen Säureanhydridrest
enthält,
mit einer Verbindung, welche zum Einbringen eines Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus in der Lage ist, umfasst. Bezüglich des Verfahrens zur Herstellung
des thermoplastischen Elastomers (A) mit der Seitenkette, welche die
Iminogruppe, den Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus und den Carbonyl-enthaltenden
Rest enthält,
ist ein beispielhaftes bevorzugtes Verfahren ein Verfahren, welches
sowohl den Reaktionsschritt A als auch den Reaktionsschritt B einschließt. Dieses
Verfahren kann den Reaktionsschritt B als einen Schritt, der gleichzeitig
mit dem Reaktionsschritt A durchgeführt wird, oder als einen Schritt,
der vor oder nach dem Reaktionsschritt A durchgeführt wird,
einschließen.
Jedoch ist der Reaktionsschritt B bevorzugt als ein Schritt eingeschlossen, der
nach dem Reaktionsschritt A durchgeführt wird.
-
Unterdessen
schließen
beispielhafte bevorzugte Verfahren zur Herstellung des thermoplastischen Elastomers
(A) mit der Seitenkette, welche die kovalente Vernetzungsstelle
und den Carbonyl-enthaltenden Rest enthält, ein Herstellungsverfahren,
welches den Reaktionsschritt (hier nachstehend als „Reaktionsschritt C" bezeichnet) des
Umsetzens des elastomeren Polymers mit einer Verbindung, welche
zur Einbringung des cyclischen Säureanhydridrests
wie nachstehend beschrieben in der Lage ist, umfasst, und ein Herstellungsverfahren,
welches den Reaktionsschritt (hier nachstehend als „Reaktionsschritt
D" bezeichnet) des
weiteren Umsetzens des elastomeren Polymers mit einer Seitenkette,
welche einen cyclischen Säureanhydridrest
enthält,
hergestellt durch das vorstehende Verfahren, mit der Verbindung,
welche die kovalente Bindung wie vorstehend beschrieben erzeugt,
umfasst, ein.
-
Als
Nächstes
werden das elastomere Polymer mit einer Seitenkette, welche einen
cyclischen Säureanhydridrest
enthält,
die Verbindung, welche zur Einbringung der Iminogruppe in der Lage
ist, die Verbindung, welche zur Einbringung eines Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus in der Lage ist, und die Reaktionsschritte A bis D
im Detail beschrieben.
-
(Elastomeres Polymer mit einer Seitenkette,
welche einen cyclischen Säureanhydridrest
enthält)
-
Das
elastomere Polymer mit einer Seitenkette, welche einen cyclischen
Säureanhydridrest
enthält,
ist ein elastomeres Polymer, in welchem ein cyclischer Säureanhydridrest
an ein Atom, welches die Hauptkette darstellt, in einer chemisch
stabilen Weise gebunden (kovalent gebunden) ist, und ein solches
elastomeres Polymer wird durch Umsetzen des elastomeren Polymers
wie vorstehend beschrieben mit einer Verbindung, welche zum Einbringen
eines cyclischen Säureanhydridrests
in der Lage ist, hergestellt.
-
Beispielhafte
Verbindungen, welche zur Einbringung eines cyclischen Säureanhydridrests
in der Lage sind, schließen
cyclische Säureanhydride
wie Bernsteinsäureanhydrid,
Maleinsäureanhydrid,
Glutarsäureanhydrid
und Phthalsäureanhydrid
ein.
-
In
der vorliegenden Erfindung kann das verwendete elastomere Polymer
mit einer Seitenkette, welche einen cyclischen Säureanhydridrest enthält, dasjenige
sein, welches durch ein allgemein verwendetes Verfahren hergestellt
wird, zum Beispiel durch ein Verfahren, bei welchem ein cyclisches
Säureanhydrid
mit dem elastomeren Polymer unter allgemein verwendeten Bedingungen
wie Rühren
unter Erwärmen
pfropfpolymerisiert wird. Das elastomere Polymer kann auch ein kommerziell
erhältliches
Produkt sein.
-
Solche
beispielhaften kommerziellen Produkte schließen Maleinsäureanhydrid-modifizierte Isoprenkautschuke
wie LIR-403 (hergestellt von Kuraray Co., Ltd.) und LIR-410A (ein
Prototyp, hergestellt von Kuraray Co., Ltd.); modifizierte Isoprenkautschuke
wie LIR-410 (hergestellt von Kuraray Co., Ltd.); Carboxy-modifizierte
Nitrilkautschuke wie Krynac 110, 221 und 231 (hergestellt von Polysar
Ltd.); Carboxy-modifizierte Polybutene wie CPIB (hergestellt von
Nippon Petrochemicals Co., Ltd.) und HRPIB (ein Prototyp im Labor
von Nippon Petrochemicals Co., Ltd.); Maleinsäureanhydrid-modifizierte Ethylen-Propylen-Kautschuke wie Nucrel
(hergestellt von DuPont-Mitsui Polychemicals Co., Ltd.), Yukaron
(hergestellt von Mitsubishi Chemical Corporation) und TAFMER M (zum
Beispiel MA8510 (hergestellt von Mitsui Chemicals, Inc.)); Maleinsäureanhydrid-modifizierte
Ethylen-Buten-Kautschuke
wie TAFMER M (zum Beispiel MH7020 (hergestellt von Mitsui Chemicals, Inc.));
Maleinsäureanhydrid-modifizierte
Polyethylene wie die ADTEX-Reihe (Maleinsäureanhydrid-modifiziertes EVA, Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
EMA (hergestellt von Japan Polyolefins Co., Ltd.)), die HPR-Reihe (Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
EEA, Maleinsäureanhydrid-modifiziertes EVA
(hergestellt von Mitsui-DuPont Polyolefin)), die Bondfast-Reihe
(Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
EMA (hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.)), die Dumilan-Reihe
(Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
EVOH (hergestellt von Takeda Pharmaceutical Co., Ltd.)), BONDINE
(Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
EEA (hergestellt von ATOFINA)), Tuftec (Maleinsäureanhydrid-modifiziertes SEBS,
M1943 (hergestellt von Asahi Kasei Corporation)), KRATON (Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
SEBS, FG1901X (hergestellt von Kraton Polymers)), Tufprene (Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
SBS, 912 (hergestellt von Asahi Kasei Corporation)), SEPTON (Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
SEPS (hergestellt von Kuraray Co., Ltd.)), REXPEARL (Maleinsäureanhydrid-modifiziertes EEA,
ET-182G, 224M, 234M (hergestellt von Japan Polyolefins Co., Ltd.))
und Auroren (Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
EEA, 200S, 250S (hergestellt von Nippon Paper Chemicals Co., Ltd.))
und Maleinsäureanhydrid-modifizierte
Polypropylene wie Admer (zum Beispiel QB550, LF128 (hergestellt
von Mitsui Chemicals, Inc.)) ein.
-
(Verbindung, welche zur Einbringung einer
Iminogruppe in der Lage ist)
-
Die
Verbindung, welche zur Einbringung einer Iminogruppe in der Lage
ist, ist nicht besonders eingeschränkt, solange sie eine Verbindung
mit einer Iminogruppe, welche keinen Teil einer cyclischen Verbindung wie
eines Heterocyclus darstellt, und einem anderen Rest mit aktivem
Wasserstoff (zum Beispiel Hydroxygruppe, Thiolgruppe, Aminorest,
usw.) in ihrem Molekül
ist. Beispiele schließen
Alkylaminoalkohole wie N-Methylaminoethanol, N-Ethylaminoethanol,
N-n-Propylaminoethanol, N-n-Butylaminoethanol, N-n-Pentylaminoethanol,
N-n-Hexylaminoethanol, N-n-Heptylaminoethanol, N-n-Octylaminoethanol,
N-n-Nonylaminoethanol, N-n-Decylaminoethanol, N-n-Undecylaminoethanol,
N-n-Dodecylaminoethanol, N-(2-Ethylhexyl)aminoethanol, N-Methylaminopropanol
und N-Methylaminobutanol; aromatische Aminoalkohole wie N-Phenylaminoethanol,
N-Toluylaminoethanol, N-Phenylaminopropanol und N-Phenylaminobutanol;
Alkylaminothiole wie N-Methylaminoethanthiol, N-Ethylaminoethanthiol,
N-n-Propylaminoethanthiol, N-n-Butylaminoethanthiol, N-Methylaminopropanthiol
und N-Methylaminobutanthiol; aromatische Aminothiole wie N-Phenylaminoethanthiol,
N-Toluylaminoethanthiol, N-Phenylaminopropanthiol und N-Phenylaminobutanthiol;
Alkyldiamine wie N-Methylethylendiamin, N-Ethylethylendiamin, N-n-Propylethylendiamin,
N-Methylpropandiamin, N-Ethylpropandiamin, N-Methylbutandiamin,
N,N'-Dimethylethylendiamin
und N,N'-Diethylethylendiamin;
aromatische Diamine wie N-Phenylethylendiamin, N-Phenylpropandiamin,
N-Phenylbutandiamin und N,N'-Diphenylethylendiamin
ein.
-
Unter
diesen sind die bevorzugten N-n-Butylaminoethanol, N-n-Octylaminoethanol
und N-n-Dodecylaminoethanol.
-
(Eine Verbindung, welche zur Einbringung
eines Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus in der Lage ist)
-
Die
Verbindung, welche zur Einbringung eines Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus in der Lage ist, kann der Stickstoff-enthaltende Heterocyclus
selbst wie vorstehend beschrieben sein oder ein Stickstoff-enthaltender
Heterocyclus, welcher einen Substituenten (zum Beispiel Hydroxygruppe,
Thiolgruppe, Aminorest, usw.) aufweist, der sich mit einem cyclischen
Säureanhydridrest
wie Maleinsäureanhydrid
umsetzt.
-
(Reaktionsschritt A)
-
Der
Reaktionsschritt A ist der Schritt, in welchem die Verbindung, welche
zum Einbringen einer Iminogruppe in der Lage ist, und das elastomere
Polymer mit einer Seitenkette, welche einen cyclischen Säureanhydridrest
enthält,
gemischt werden, um eine Umsetzung (Ringöffnung des cyclischen Säureanhydridrests)
bei einer Temperatur (zum Beispiel 60 bis 250°C), bei welcher die Verbindung
und der cyclische Säureanhydridrest
eine chemische Bindung eingehen können, zu fördern. Die Seitenkette des
bei der Umsetzung erhaltenen thermoplastischen Elastomers (A) wird
die durch die Formel (2) oder (3) dargestellte Struktur enthalten.
-
Die
Verbindung, welche zur Einbringung einer Iminogruppe in der Lage
ist, kann mit einem Teil oder dem gesamten cyclischen Säureanhydridrest
in der Seitenkette des elastomeren Polymers umgesetzt werden. In
diesem Kontext bedeutet „ein
Teil" bevorzugt
mindestens 1 Mol-%, stärker
bevorzugt mindestens 10 Mol-% und am stärken bevorzugt 30 Mol-% in
Bezug auf 100 Mol-% des cyclischen Säureanhydridrests. Wenn die Verbindung
in einer Menge in einem solchen Bereich verwendet wird, werden vorteilhafte
physikalische Eigenschaften (zum Beispiel Bruchbeständigkeitseigenschaften)
vollständig
entwickelt und die Beständigkeit
gegen Druckverformung wird auch verbessert.
-
(Reaktionsschritt B)
-
Der
Reaktionsschritt B ist der Schritt, in welchem eine Verbindung,
welche zur Einbringung eines Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus
in der Lage ist, mit einem elastomeren Polymer mit einer Seitenkette,
welche einen cyclischen Säureanhydridrest
enthält,
gemischt wird, um eine Umsetzung (Ringöffnung des cyclischen Säureanhydridrests)
bei einer Temperatur (zum Beispiel 60 bis 250°C), bei welcher die Verbindung
und der cyclische Säureanhydridrest
eine chemische Bindung eingehen können, zu fördern. Die Seitenkette des
bei dieser Umsetzung hergestellten thermoplastischen Elastomers
(A) wird die durch die Formel (5) oder (6) dargestellte Struktur
enthalten.
-
Die
Verbindung, welche zur Einbringung eines Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus in der Lage ist, kann mit einem Teil oder dem gesamten
cyclischen Säureanhydridrest
in der Seitenkette des elastomeren Polymers umgesetzt werden. In
diesem Kontext bedeutet „ein
Teil" bevorzugt
mindestens 1 Mol-%, stärker
bevorzugt mindestens 50 Mol-% und am stärken bevorzugt mindestens 80
Mol-% in Bezug auf 100 Mol-% des cyclischen Säureanhydridrests. Wenn die
Verbindung in einer Menge in einem solchen Bereich verwendet wird,
werden die Wirkungen der Einbringung des Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus vollständig
entwickelt und die Zugfestigkeit und andere mechanische Festigkeit
nach dem Vernetzen werden auch verbessert.
-
Wenn
die Verbindung, welche zur Einbringung einer Iminogruppe in der
Lage ist, und die Verbindung, welche zur Einbringung eines Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus in der Lage ist, gleichzeitig verwendet werden, kann
sowohl der Reaktionsschritt A als auch der Reaktionsschritt B durchgeführt werden.
In einem solchen Fall können
die Verbindung, welche zur Einbringung einer Iminogruppe in der
Lage ist, und die Verbindung, welche zur Einbringung eines Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus in der Lage ist, mit einem Teil oder dem gesamten cyclischen
Säureanhydridrest
in der Seitenkette des elastomeren Polymers umgesetzt werden. Obwohl
die Menge von jeder Verbindung, welche mit dem cyclischen Säureanhydridrest
umgesetzt wird, nicht besonders eingeschränkt ist, können diese Verbindungen bevorzugt
in einer Gesamtmenge von mindestens 1 Mol-%, stärker bevorzugt mindestens 50
Mol-% und am stärksten
bevorzugt mindestens 80 Mol-% in Bezug auf 100 Mol-% des cyclischen
Säureanhydridrests
umgesetzt werden. Wenn diese Verbindungen in Mengen in solchen Bereichen
verwendet werden, wird das resultierende Produkt verbesserte Zugeigenschaften,
Beständigkeit
gegen Druckverformung und Zugfestigkeit nach dem Vernetzen aufweisen,
ohne das Recyclingvermögen
zu beeinträchtigen.
-
Das
Verhältnis
zwischen diesen Verbindungen, welche mit dem cyclischen Säureanhydridrest
umgesetzt werden (die Verbindung, welche zur Einbringung einer Iminogruppe
in der Lage ist:die Verbindung, welche zur Einbringung eines Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus in der Lage ist), liegt bevorzugt im Bereich von 1:99
bis 99:1, stärker
bevorzugt 10:90 bis 99:1 und am stärksten bevorzugt 20:80 bis
90:10.
-
(Reaktionsschritt C)
-
Der
Reaktionsschritt C ist der Schritt, in welchem ein elastomeres Polymer
mit einer Verbindung, welche zur Einbringung eines cyclischen Säureanhydridrests
in der Lage ist, umgesetzt wird, um ein elastomeres Polymer mit
einer Seitenkette, welche einen cyclischen Säureanhydridrest enthält, herzustellen.
-
(Reaktionsschritt D)
-
Der
Reaktionsschritt D ist der Schritt, in welchem ein elastomeres Polymer
mit einer Seitenkette, welche einen cyclischen Säureanhydridrest enthält, mit
einer Verbindung, welche zur Erzeugung einer kovalenten Bindung
in der Lage ist, gemischt wird, um eine Umsetzung (Ringöffnung des
cyclischen Säureanhydridrests) bei
einer Temperatur (zum Beispiel 60 bis 250°C), bei welcher der cyclische
Säureanhydridrest
und die Verbindung eine chemische Bindung eingehen können, zu
fördern.
Die Seitenkette des bei dieser Umsetzung hergestellten thermoplastischen
Elastomers wird die durch jedwede der Formeln (22) bis (24) dargestellte,
Struktur enthalten.
-
Die
Verbindung, welche eine kovalente Bindung erzeugt, kann mit einem
Teil oder dem gesamten cyclischen Säureanhydridrest in der Seitenkette
des elastomeren Polymers umgesetzt werden. In diesem Kontext bedeutet „ein Teil" bevorzugt mindestens
1 Mol-%, stärker
bevorzugt mindestens 10 Mol-% und am stärken bevorzugt mindestens 30
Mol-% in Bezug auf 100 Mol-% des cyclischen Säureanhydridrests. Wenn die
Verbindung in einem solchen Bereich verwendet wird, werden vorteilhafte
physikalische Eigenschaften (zum Beispiel Bruchbeständigkeitseigenschaften)
vollständig
entwickelt und die Beständigkeit
gegen Druckverformung wird auch verbessert.
-
Ein
solches Herstellungsverfahren kann zum Beispiel auch ein Verfahren
sein, in welchem ein elastomeres Polymer mit einer Seitenkette,
welche einen cyclischen Säureanhydridrest
enthält,
und eine Verbindung, welche zur Einbringung einer Iminogruppe in
der Lage ist, und/oder eine Verbindung, welche zur Einbringung eines
Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus in der Lage ist, bei 60 bis
250°C in
einer Walzenmühle, einer
Knetvorrichtung, einem Einschneckenextruder, einem Doppelschneckenextruder,
einer Universalmischvorrichtung oder dergleichen gemischt werden.
-
In
einem solchen Herstellungsverfahren kann das Vorhandensein von verschiedenen
nichtumgesetzten Resten (Strukturen) in der Seitenkette des thermoplastischen
Elastomers (A), nämlich
der cyclische Säureanhydridrest
und die durch die Formeln (2), (3), (5) und (6) dargestellten Strukturen
und dergleichen, durch allgemein verwendete analytische Mittel wie
NMR- und IR-Spektroskopie bestätigt
werden.
-
<Thermoplastisches
Polymer (B)>
-
Das
thermoplastische Polymer (B), welches in der Schaumzusammensetzung
gemäß der zweiten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
verwendet wird, ist nicht besonders eingeschränkt, solange es thermoplastisch
ist, und Beispiele des thermoplastischen Polymers (B) schließen Ethylen-Propylen-Copolymer,
weiches Polyolefinharz, Propylen-Buten-Copolymer und Ethylen-Octen- oder Ethylen-Buten-Copolymer
ein.
-
Beispiele
eines solchen verwendeten thermoplastischen Polymers (B) schließen kommerziell
erhältliche
Produkte wie Ethylen-Propylen-Copolymer (TAFMER P0775, hergestellt
von Mitsui Chemicals, Inc.), Ethylen-Propylen-Copolymer (TAFMER
P0080K, hergestellt von Mitsui Chemicals, Inc.), weiches Polyolefinharz (M142E,
hergestellt von Idemitsu Kosan Co., Ltd.), weiches Polyolefinharz
(Catalloy-Reihe, hergestellt von SunAllomer Ltd.), weiches Polyolefinharz
(NEWCON-Reihe, hergestellt von Japan Polypropylen Corporation), Propylen-Buten-Copolymer (VESTOPLAST,
hergestellt von Degussa) und Ethylen-Octen- oder Ethylen-Buten-Copolymer (Engage-Reihe,
hergestellt von DuPont Dow Elastomers Japan) ein.
-
In
der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
kann das thermoplastische Polymer (B) bevorzugt einen MFR (Schmelzflussindex)
von mindestens 0,01 g/10 min und stärker bevorzugt 0,1 bis 100
g/10 min gemessen bei 230°C
unter einer Last von 2,16 kg, aufweisen.
-
Die
MFR ist der Wert, der gemäß „Plastics-Testing
method for melt mass-flow rate (MFR) of thermoplastics" definiert in JIS
K 7210:1999 gemessen wurde.
-
Wenn
der MFR in einem solchen Bereich liegt, wird die Viskositätseinstellung
der thermoplastischen Elastomerzusammensetzung, welche das thermoplastische
Elastomer (A), das thermoplastische Polymer (B) und das interne
Trennmittel (C) wie nachstehend beschrieben enthält, ermöglicht und folglich wird auch
die Einstellung der Schaumbildungsrate der resultierenden Schaumzusammensetzung
ermöglicht.
-
In
der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
beträgt
der Gehalt des thermoplastischen Polymers (B) bevorzugt 1 bis 300
Gewichtsteile und stärker
bevorzugt 10 bis 300 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A).
-
In
der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
können
das thermoplastische Elastomer (A) und das thermoplastische Polymer
(B) angesichts der vorteilhaften Kompatibilität zwischen dem thermoplastischen Elastomer
(A) und dem thermoplastischen Polymer (B) bevorzugt einen Löslichkeitsparameter
(Sp)-Wert aufweisen, der die folgende Ungleichung erfüllt: [Mathematische
Formel 2]
wobei Sp(A) den Löslichkeitsparameter des thermoplastischen
Elastomers (A) darstellt und Sp(B) den Löslichkeitsparameter des thermoplastischen
Polymers (B) darstellt.
-
<Internes
Trennmittel (C)>
-
Das
interne Trennmittel (C), welches in der Schaumzusammensetzung gemäß der zweiten
erfindungsgemäßen Ausführungsform
verwendet wird, ist nicht besonders eingeschränkt, solange es eine Verbindung
ist, welche zur Verringerung der Klebrigkeit der Zusammensetzung
in der Lage ist, und Beispiele schließen Fettsäureamide, Fettsäureester,
Fettsäuremetallsalze
und metallische Verbindungen ein, welche alleine oder in Kombination
von zwei oder mehr verwendet werden können.
-
Genauer
kann das verwendete interne Trennmittel (C) ein kommerziell erhältliches
Produkt wie ein Gemisch eines Fettsäureamids, eines Fettsäureesters
und eines Metallsalzes einer Fettsäure (zum Beispiel Struktol
HT 204, hergestellt von Schill Seilacher) sein.
-
In
der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
beträgt
der Gehalt des internen Trennmittels (C) bevorzugt 0,1 bis 50 Gewichtsteile
und stärker
bevorzugt 0,1 bis 20 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A).
-
In
der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
kann die thermoplastische Elastomerzusammensetzung, welche das thermoplastische
Elastomer (A), das thermoplastische Polymer (B) und das interne Trennmittel
(C) enthält,
bevorzugt eine Kapillarviskosität
von mindestens 3000 Pa·s
und stärker
bevorzugt mindestens 5000 Pa·s
aufweisen, gemessen bei 120°C
und bei einer Scherrate von 60,8 s–1.
-
In
der vorliegenden Erfindung ist die Kapillarviskosität der Wert,
der gemäß „Plastics- Testing method of
flow characteristics of plastics using capillary rheometers" definiert in JIS
K 7199: 1999 gemessen wird.
-
Wenn
die Kapillarviskosität
in einem solchen Bereich liegt, wird die resultierende Schaumzusammensetzung
eine verbesserte Schaumbildungsrate aufweisen und das resultierende
Produkt wird ein verringertes Gewicht und eine verbesserte Polstereigenschaft
aufweisen.
-
In
der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird die thermoplastische Elastomerzusammensetzung eine verbesserte
Oberflächentextur
aufweisen, wenn sie aus einem Extruder extrudiert wird, da sie das
thermoplastische Polymer (B) und das interne Trennmittel (C) enthält. Man
nimmt an, dass diese Wirkung durch die Verbesserung beim Fließvermögen, was
durch das thermoplastische Polymer (B) verwirklicht wurde, kombiniert
mit der Verringerung der Klebrigkeit, was durch das interne Trennmittel
(C) verwirklicht wurde, erreicht wurde.
-
<Treibmittel
(D)>
-
Das
in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
verwendete Treibmittel (D) ist nicht besonders eingeschränkt, solange
es ein Gas erzeugt, wenn es mit einem Material gemischt und Wärme oder
dergleichen ausgesetzt wird, um dabei in dem Produkt Blasen zu bilden,
und solche Treibmittel werden im Allgemeinen in physikalische Treibmittel
und chemische Treibmittel klassifiziert.
-
Beispielhafte
physikalische Treibmittel schließen anorganische Treibmittel
wie Stickstoff, Luft, Kohlendioxid, Ammoniak, Wasser und Hohlglasballon;
und organische Treibmittel wie Pentan, Dichlorethan und CFC ein.
-
Beispielhafte
chemische Treibmittel schließen
anorganische Treibmittel wie dasjenige, welches durch die Umsetzung
zwischen einer Säure
und Natriumbicarbonat arbeitet, und thermolytische Treibmittel wie
Carbonat; und organische Treibmittel wie dasjenige, welches durch
die Umsetzung von zum Beispiel einer Isocyanatverbindung arbeitet,
und ein thermolytisches Treibmittel, in welchem mindestens eines
verwendet wird, welches aus Azoverbindung, Hydrazinderivat, Semicarbazidverbindung,
Azid, Nitrosoverbindung, Triazolverbindung, Tetrazolverbindung und
Bicarbonat ausgewählt
ist, ein.
-
Beispielhafte
thermolytische organische chemische Treibmittel schließen Azodicarbonamid
(ADCA), Diazoaminobenzol (C6H5N=NHC6H5), N,N'-Dinitrosopentamethylentetramin
(DPT), 4,4'-Oxybis-(benzolsulfonylhydrazid)
(OBSH), Hydrazodicarbonamid (HDCA), Bariumazodicarboxylat (Ba/AC),
Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3), Ammoniumcarbonat
((NH4)2CO3) und Aluminiumacetat (Al(CH3COO)3) ein, welche kommerziell erhältliche
Produkte wie ADCA (Handelsname VINYFOR), DPT (Handelsname CELLULAR),
OBSH (Handelsname NEOCELLBORN), DPT/ADCA (Handelsname EXCELLAR),
ADCA/OBSH (Handelsname SPANGCELL) oder NaHCO3 (Handelsname
CELLBORN), welche von Eiwa Chemical Ind. Co., Ltd. hergestellt werden,
sein können.
-
Wenn
ein solches Treibmittel (D) mit dem thermoplastischen Elastomer
(A) eingebracht wird, wird der resultierende erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) eine verringerte Härte und Dichte sowie ein verringertes
Gewicht und eine verbesserte Polstereigenschaft aufweisen. Obwohl
solche Wirkungen bezogen auf die Einbringung des Treibmittels erreicht
werden, sind die Wirkungen in dem erfindungsgemäßen Schaum (Zusammensetzung),
der das thermoplastische Elastomer (A) verwendet, im Vergleich zum
Beispiel mit dem Schaum (Zusammensetzung), welcher ein dynamisch
vernetztes thermoplastisches Elastomer (TPV) verwendet, stärker unterschiedlich.
-
Genauer
enthält
er im Falle des dynamisch vernetzten thermoplastischen Elastomers
(TPV) eine große
Menge an vernetztem Kautschuk und demgemäß weist die Matrix wenig Raum
für das
thermoplastische Harz auf und es ist weniger wahrscheinlich, dass
das Schäumen
sogar bei einer hohen Temperatur (zum Beispiel bei einer Temperatur
von bis zu 200°C)
stattfindet. Hingegen weist der erfindungsgemäße Schaum (Zusammensetzung)
ein verbessertes Schaumbildungsvermögen sowie eine verbesserte
Zugfestigkeit nach dem Vernetzen auf, da, wie nachstehend beschrieben
wird, das thermoplastische Elastomer bei einer Temperatur von etwa
80 bis 200°C
entnetzt ist, was in einem verbesserten Schaumbildungsvermögen resultiert,
wogegen es bei einer Temperatur von nicht höher als 80°C vernetzt ist, was in einer
verbesserten Zugfestigkeit resultiert. Während das dynamisch vernetzte
thermoplastische Elastomer, welches einen Kautschuk (vernetzten
Kautschuk) einschließt,
unter dem Problem des Verlustes der Oberflächenglattheit und -glanzes
nach dem Schäumen
leidet, leidet der erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) zudem aufgrund des Nichtvorhandenseins des vernetzten
Kautschuks nicht unter einem solchen Problem.
-
In
der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
beträgt
der Gehalt des Treibmittels (D), welches zu dem thermoplastischen
Elastomer (A) gegeben wird, bevorzugt 0,01 bis 10 Gew.-%, stärker bevorzugt 0,1
bis 10 Gew.-%, noch stärker
bevorzugt 0,5 bis 5 Gew.-% und am stärksten bevorzugt 1 bis 3 Gew.-%
in Bezug auf das Gesamtgewicht der Schaumzusammensetzung. Wenn der
Gehalt des Treibmittels in einem solchen Bereich liegt, wird der
resultierende erfindungsgemäße Schaum
eine vorteilhafte Härte
und Dichte sowie eine verbesserte Beständigkeit gegen Druckverformung
aufweisen.
-
Die
erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
kann bevorzugt angesichts der Verbesserung der Druckverformung ein
thermoplastisches Styrolelastomer und angesichts der Verbesserung
der Verstärkungswirkung
und der Verarbeitbarkeit einen Füllstoff
enthalten.
-
Als
Nächstes
werden das thermoplastische Styrolelastomer und der Füllstoff,
welche gegebenenfalls in die erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung aufgenommen
werden können,
im Detail beschrieben.
-
<Thermoplastisches
Styrolelastomer>
-
Das
thermoplastische Styrolelastomer, welches gegebenenfalls in die
erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
eingebracht werden kann, ist ein bekanntes thermoplastisches Styrolelastomer,
welches als ein Blockcopolymer aus einer aromatischen Vinylverbindung
und einem konjugierten Dien erhalten wird.
-
Angesichts
der Verbesserung der Beständigkeit
gegen Druckverformung ist das in der vorliegenden Erfindung verwendete
thermoplastische Styrolelastomer bevorzugt dasjenige, welches an
seinem terminalen Rest eine Stelle aufweist, welche mit aromatischem
Vinyl blockpolymerisiert ist, was einer Vernetzungsstelle und einem
Gewichtsmittel des Molekulargewichts von mindestens 100.000 entspricht.
-
Solche
beispielhaften aromatischen Vinylverbindungen schließen Styrol, α-Methylstyrol,
3-Methylstyrol und 4-Propylstyrol ein, welche alleine oder in Kombination
von zwei oder mehr verwendet werden können.
-
Beispielhafte
konjugierte Diene schließen
Butadien, Isopren und Gemische davon ein.
-
Wenn
ein solches thermoplastisches Styrolelastomer eingebracht wird,
wird die resultierende Schaumzusammensetzung eine verbesserte Beständigkeit
gegen Druckverformung aufweisen. Dies ist vermutlich so, weil das
thermoplastische Styrolelastomer, welches nicht kompatibel und schlecht
fließfähig ist, eine
unabhängige
Phase bildet, und das thermoplastische Styrolelastomer, welches
eine hohe Affinität
zu Öl aufweist,
in die Vernetzungsstruktur des thermoplastischen Elastomers (A)
eingebracht wird, wenn das thermoplastische Styrolelastomer das Öl absorbiert
hat.
-
In
der vorliegenden Erfindung ist das bei der Herstellung des thermoplastischen
Styrolelastomers verwendete Herstellungsverfahren nicht besonders
eingeschränkt.
Jedoch ist ein beispielhaftes bevorzugtes Verfahren die Herstellung,
bei welcher das Polymer (Block (A)), welches durch Polymerisieren
der aromatischen Vinylverbindung erhalten wird, mit dem Polymer
(Block (B)), welches durch Polymerisieren des konjugierten Diens
erhalten wird, copolymerisiert wird.
-
Der
Block (A) kann bevorzugt ein Zahlenmittel des Molekulargewichts
im Bereich von 3.000 bis 50.000 aufweisen. Wenn das Molekulargewicht
in einem solchen Bereich liegt, wird das resultierende thermoplastische
Styrolelastomer eine verbesserte mechanische Festigkeit aufweisen
und die unter Verwendung des thermoplastischen Styrolelastomers
hergestellte erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
wird eine hohe Beständigkeit
gegen Druckverformung aufweisen.
-
Der
Block (B) kann bevorzugt ein Zahlenmittel des Molekulargewichts
im Bereich von 10.000 bis 200.000 aufweisen. Wenn das Molekulargewicht
in einem solchen Bereich liegt, wird die Viskosität während dem
Schmelzmischen im Verlauf des Erhaltens der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
unter Verwendung des resultierenden thermoplastischen Styrolelastomers
vorteilhaft sein und folglich wird auch die Viskosität während dem
Schmelzmischen der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
vorteilhaft sein.
-
Das
als ein Blockcopolymer erhaltene thermoplastische Styrolelastomer
weist mindestens einen Block (A) und mindestens einen Block (B)
auf und die Form des Blocks kann durch A-(B-A)n oder
(A-B)m dargestellt werden. Von diesen Formen
ist angesichts des vorteilhaften Fließvermögens und der mechanischen Eigenschaften
A-B-A bevorzugt und auch akzeptabel ist die Kombination von A-B
und A-B-A.
-
In
der vorliegenden Erfindung ist das thermoplastische Styrolelastomer
bevorzugt dasjenige, welches einen Styrolgehalt von 10 bis 60 Gew.-%
und stärker
bevorzugt 30 bis 50 Gew.-% aufweist. Wenn der Styrolgehalt in einem
solchen Bereich liegt, wird die Viskosität während dem Schmelzmischen im
Verlaufe des Erhaltens der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung vorteilhaft
sein und die resultierende erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung wird
eine verbesserte mechanische Festigkeit und Beständigkeit gegen Druckverformung
aufweisen.
-
Beispielhafte
thermoplastische Styrolelastomere schließen hydriertes Styrol-Isopren-Blockcopolymer (SEPS:
Styrol-Ethylen-Propylen-Styrol-Blockcopolymer), Styrol-Ethylen-Ethylen-Propylen-Styrol-Blockcopolymer
(hier nachstehend als „SEEPS" bezeichnet) und
Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol-Blockcopolymer (hier nachstehend als „SEES" bezeichnet) ein.
-
In
der vorliegenden Erfindung schließen solche beispielhaften thermoplastischen
Styrolelastomere kommerziell erhältliche
Produkte wie SEPTON 2006 (SEPS, hergestellt von Kuraray Co., Ltd.)
und SEPTON 4055 (SEEPS, hergestellt von Kuraray Co., Ltd.) ein.
-
In
der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
beträgt
der Gehalt des thermoplastischen Styrolelastomers bevorzugt 1 bis
500 Gewichtsteile, stärker
bevorzugt 30 bis 200 Gewichtsteile und am stärksten bevorzugt 50 bis 150
Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen
Elastomers (A). Wenn der Gehalt des thermoplastischen Styrolelastomers
in einem solchen Bereich liegt, wird die resultierende erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
eine verbesserte mechanische Festigkeit und Beständigkeit gegen Druckverformung
aufweisen.
-
<Füllstoff>
-
Der
Füllstoff,
der gegebenenfalls in die erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung eingebracht wird,
enthält
bevorzugt Ruß und/oder
Kieselsäure.
Der Typ des Rußes
kann in geeigneter Weise abhängig
von der Verwendung der Zusammensetzung ausgewählt werden. Ruß wird im
Allgemeinen abhängig
vom Durchmesser des Teilchens in harten Kohlenstoff und weichen
Kohlenstoff eingeteilt. Der weiche Kohlenstoff hat eine niedrige
Verstärkungswirkung
auf den Kautschuk, wogegen der harte Kohlenstoff eine hohe Verstärkungswirkung
auf den Kautschuk hat. In der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung
eines harten Kohlenstoffs mit einer hohen Verstärkungswirkung bevorzugt.
-
Der
Gehalt des Rußes
(wenn der Ruß alleine
verwendet wird) beträgt
bevorzugt 1 bis 200 Gewichtsteile, stärker bevorzugt 10 bis 100 Gewichtsteile
und am stärksten
bevorzugt 20 bis 80 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A).
-
Die
verwendete Kieselsäure
ist nicht besonders eingeschränkt
und beispielhafte Kieselsäuren
schließen
Quarzstaub, kalzinierte Kieselsäure,
gefällte
Kieselsäure,
pulverisierte Kieselsäure,
geschmolzene Kieselsäure
und Diatomeenerde ein. Der Gehalt (wenn Kieselsäure alleine verwendet wird)
beträgt
1 bis 200 Gewichtsteile, bevorzugt 10 bis 100 Gewichtsteile und
am stärksten
bevorzugt 20 bis 80 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A). Unter diesen ist die bevorzugte
die gefällte
Kieselsäure.
-
Wenn
der verwendete Füllstoff
Kieselsäure
ist, kann sie mit einem Silankupplungsmittel verwendet werden. Beispielhafte
Silankupplungsmittel schließen
Bis-(triethoxysilylpropyl)tetrasulfid
(Si69), Bis-(triethoxysilylpropyl)disulfid (Si75), γ-Mercaptopropyltrimethoxysilan
und Vinyltrimethoxysilan ein. Die Aminosilanverbindung, wie sie
nachstehend beschrieben wird, kann auch verwendet werden.
-
Wenn
sowohl Ruß als
auch Kieselsäure
verwendet werden, beträgt
der Gehalt (Gesamtmenge des Rußes
und der Kieselsäure)
bevorzugt 1 bis 200 Gewichtsteile und stärker bevorzugt 10 bis 100 Gewichtsteile und
am stärksten
bevorzugt 20 bis 80 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A).
-
Die
Füllstoffe,
welche verschieden von dem Ruß und
der Kieselsäure
sind und in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendet werden können,
schließen
Eisenoxid, Zinkoxid, Aluminiumoxid, Titanoxid, Bariumoxid, Magnesiumoxid,
Calciumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Zinkcarbonat, Talkton, Kaolinton
und kalzinierten Ton ein. Der Gehalt eines solchen Verstärkungsmittels
beträgt
bevorzugt 10 bis 100 Gewichtsteile und stärker bevorzugt 20 bis 80 Gewichtsteile
in Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen Elastomers
(A).
-
Der
Füllstoff,
der gegebenenfalls in der erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung verwendet wird,
ist bevorzugt ein Füllstoff
mit darin eingebrachtem Aminorest (hier nachstehend einfach als „Füllstoff
mit eingebrachtem Aminorest" bezeichnet).
-
Beispiele
des Füllstoffes,
welcher als die Grundlage des Füllstoffes
mit eingebrachtem Aminorest (hier nachstehend manchmal einfach als „Füllstoffgrundlage" bezeichnet) verwendet
wird, schließen
Kieselsäuren wie
Quarzstaub, kalzinierte Kieselsäure,
gefällte
Kieselsäure,
pulverisierte Kieselsäure,
geschmolzene Kieselsäure
und Diatomeenerde; Ruß,
Eisenoxid, Zinkoxid, Titanoxid, Bariumoxid, Magnesiumoxid, Calciumcarbonat,
Magnesiumcarbonat, Zinkcarbonat, Talkton, Kaolinton und kalzinierten
Ton ein und die bevorzugten sind Kieselsäure, Ruß und Calciumcarbonat und der
am stärksten
bevorzugte ist Kieselsäure,
angesichts der Einfachheit der Einbringung des Aminorests und der
Einfachheit der Einstellung der Rate (Anteils) der Einbringung.
-
Der
in die Füllstoffgrundlage
eingebrachte Aminorest (hier nachstehend manchmal einfach als „Aminorest" bezeichnet) ist
nicht besonders eingeschränkt
und solche beispielhaften Aminoreste schließen einen aliphatischen Aminorest,
einen aromatischen Aminorest, einen Aminorest, der einen Heterocyclus
darstellt, und ein Gemisch von solchen Aminoresten ein.
-
In
der vorliegenden Erfindung wird ein Aminorest, der in einer aliphatischen
Aminverbindung eingeschlossen ist, als ein aliphatischer Aminorest
bezeichnet; ein Aminorest, der an einen aromatischen Rest gebunden
ist, welcher in einer aromatischen Aminverbindung eingeschlossen
ist, wird als ein aromatischer Aminorest bezeichnet; und ein Aminorest,
der in einer heterocyclischen Aminverbindung eingeschlossen ist,
wird als ein heterocyclischer Aminorest bezeichnet.
-
Unter
diesen sind die bevorzugten ein heterocyclischer Aminorest, ein
Gemisch von Aminoresten, welches den heterocyclischen Aminorest
enthält,
und ein aliphatischer Aminorest, und die stärker bevorzugten sind ein heterocyclischer
Aminorest und ein aliphatischer Aminorest, angesichts eines geeigneten
Grades der Wechselwirkung mit dem thermoplastischen Elastomer (A)
und folglich einer wirksamen Dispersion in dem thermoplastischen
Elastomer.
-
Der
Aminorest ist bezogen auf seinen Substitutionsgrad nicht besonders
eingeschränkt
und er kann jedweder der primären
(-NH2), sekundären (Iminogruppe, >NH), teritären (>N-) und quartären (>N+<) Aminoreste sein.
-
Wenn
der Aminorest jedoch ein primärer
Aminorest ist, neigt die Wechselwirkung mit dem thermoplastischen
Elastomer (A) zu einer Steigerung und eine Gelbildung kann abhängig von
den bei der Herstellung der Zusammensetzung verwendeten Bedingungen
stattfinden.
-
Unterdessen,
wenn der Aminorest ein tertiärer
Aminorest ist, neigt die Wechselwirkung mit dem thermoplastischen
Elastomer (A) zu einer Schwächung
und die resultierende Schaumzusammensetzung kann eine nicht ausreichende
Verbesserung bei der Beständigkeit
gegen Druckverformung aufweisen.
-
Angesichts
der wie vorstehend beschriebenen Situation ist der Aminorest bevorzugt
ein primärer
oder ein sekundärer
Aminorest und stärker
bevorzugt ein sekundärer
Aminorest.
-
Demgemäß ist der
Aminorest bevorzugt ein heterocyclischer Aminorest, ein Gemisch
von Aminoresten, welches einen heterocyclischen Aminorest enthält, oder
ein primärer
oder sekundärer
aliphatischer Aminorest, und stärker
bevorzugt ein heterocyclischer Aminorest oder ein primärer oder
sekundärer
aliphatischer Aminorest.
-
Die
Füllstoffgrundlage
kann mindestens einen Aminorest auf ihrer Oberfläche aufweisen. Jedoch kann der
Füllstoff
bevorzugt zwei oder mehr Aminoreste aufgrund einer stärkeren Verbesserung
bei der Beständigkeit
gegen Druckverformung der resultierenden Schaumzusammensetzung aufweisen.
-
Wenn
zwei oder mehr Aminoreste vorhanden sind, ist mindestens einer der
zwei oder mehr Aminoreste bevorzugt ein heterocyclischer Aminorest
und stärker
bevorzugt kann der Füllstoff
auch einen primären
oder einen sekundären
Aminorest (aliphatischen Aminorest, aromatischen Aminorest oder
heterocyclischen Aminorest) aufweisen.
-
Der
Typ und der Grad der Substitution des Aminorests können in
geeigneter Weise abhängig
von den für
die Zusammensetzung erforderlichen physikalischen Eigenschaften
ausgewählt
werden.
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Der
Füllstoff
mit eingebrachtem Aminorest wird durch Einbringung des Aminorests
in die Füllstoffgrundlage
erhalten.
-
Das
bei der Einbringung des Aminorests verwendete Verfahren ist nicht
besonders eingeschränkt
und beispielhafte Verfahren schließen Oberflächenbehandlungen (zum Beispiel
Oberflächenmodifizierung
und Oberflächenbeschichtung),
welche allgemein bei verschiedenen Füllstoffen, Verstärkungsmitteln
und dergleichen verwendet werden, ein. Bevorzugte Verfahren schließen das
Verfahren, bei welchem eine Verbindung, die eine funktionelle Gruppe,
welche zur Umsetzung mit der Füllstoffgrundlage
in der Lage ist, und einen Aminorest aufweist, mit dem Füllstoff
umgesetzt wird (Oberflächenmodifizierung),
das Verfahren, bei welchem die Oberfläche der Füllstoffgrundlage mit einem
Polymer mit einem Aminorest beschichtet wird (Oberflächenbeschichtung),
und ein Verfahren, bei welchem eine Verbindung mit einem Aminorest
im Verlaufe der Synthese des Füllstoffes
umgesetzt wird, ein.
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Die
Füllstoffe
mit eingebrachtem Aminorest können
entweder alleine oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet
werden. Wenn zwei oder mehr Füllstoffe
mit eingebrachtem Aminorest in Kombination verwendet werden, können sie
abhängig
von der Verwendung des erfindungsgemäßen Schaums (Zusammensetzung)
und den physikalischen Eigenschaften und anderen Faktoren, welche
für den
erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) erforderlich sind, in jedem Verhältnis gemischt
werden.
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Der
Gehalt des Füllstoffes
mit eingebrachtem Aminorest beträgt
bevorzugt 1 bis 200 Gewichtsteile und stärker bevorzugt mindestens 10
Gewichtsteile und am stärksten
bevorzugt mindestens 30 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A).
-
Falls
notwendig kann die erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
ein Polymer, welches verschieden von dem thermoplastischen Elastomer
(A) und dem thermoplastischen Polymer (B) ist, eine Aminorest-enthaltende
Verbindung, welche verschieden von dem Füllstoff mit eingebrachtem Aminorest
ist, eine Verbindung, welche ein Metallelement enthält (hier
nachstehend einfach als „Metallsalz" bezeichnet), ein
Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
Polymer, ein Mittel gegen Alterung, ein Antioxidationsmittel, ein
Pigment (Farbstoff), einen Weichmacher, ein thixotropes Mittel,
ein UV-Absorptionsmittel, ein Flammschutzmittel, ein Lösungsmittel,
ein grenzflächenaktives
Mittel (einschließlich
eines Egalisierhilfsmittels), ein Dispergiermittel, ein Dehydratisierungsmittel,
ein Antikorrosionsmittel, ein klebrigmachendes Mittel, ein antistatisches
Mittel und einen Füllstoff
und andere Additive enthalten, solange der Vorteil der vorliegenden
Erfindung nicht nachteilig beeinflusst wird.
-
Die
verwendeten Additive können
jene sein, welche allgemein auf dem Fachgebiet verwendet werden, und
nichteinschränkende
solche beispielhaften Additive sind wie nachstehend beschrieben.
-
Das
Polymer, welches verschieden von dem thermoplastischen Elastomer
(A) und dem thermoplastischen Polymer (B) ist, ist bevorzugt dasjenige
mit einer Glasübergangstemperatur
von nicht höher
als 25°C aus
dem gleichen Grund wie vorstehend beschrieben. Beispielhafte solche
Polymere schließen
natürlichen Kautschuk
(NR), Isoprenkautschuk (IR), Butadienkautschuk (BR), 1,2-Butadienkautschuk,
Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk
(NBR), Butylkautschuk (IIR), Ethylen-Propylen-Dienkautschuk (EPDM), Ethylen-Propylen-Kautschuk
(EPM), Ethylen-Acryl-Kautschuk (AEM), Ethylen-Buten-Kautschuk (EBM),
gegebenenfalls hydriertes elastomeres Polystyrolpolymer (zum Beispiel
SBS, SIS und SEBS), elastomeres Polyolefinpolymer, elastomeres Polyvinylchloridpolymer,
elastomeres Polyurethanpolymer, elastomeres Polyesterpolymer und
elastomeres Polyamidpolymer ein und die bevorzugten sind ein Polymer
wie IIR, EPM oder EBM, welche keine ungesättigte Bindung enthalten, oder
ein Polymer, welches wenige ungesättigte Bindungen enthält (zum
Beispiel EPDM). Auch bevorzugt sind Polymere mit einer Stelle, welche
zum Bilden einer Wasserstoffbrückenbindung
in der Lage ist, zum Beispiel ein Polyester, ein Polylacton und
ein Polyamid.
-
Die
erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
kann ein oder mehrere Polymere, welche verschieden von dem thermoplastischen
Elastomer (A) sind, enthalten und der Gehalt eines solchen Polymers beträgt bevorzugt
0,1 bis 100 Gewichtsteile und stärker
bevorzugt 1 bis 50 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A).
-
Als
Nächstes
wird die Aminorest-enthaltende Verbindung, welche verschieden von
dem Füllstoff
mit eingebrachtem Aminorest ist, beschrieben.
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Der
Aminorest in der Aminorest-enthaltenden Verbindung ist im Wesentlichen
der gleiche wie derjenige, der für
den Füllstoff
mit eingebrachtem Aminorest beschrieben wurde, und die Anzahl der
Aminoreste in der Verbindung ist nicht besonders eingeschränkt, solange
mindestens ein Aminorest vorhanden ist. Jedoch kann die Aminorest-enthaltende
Verbindung bevorzugt zwei oder mehr Aminoreste enthalten, angesichts
der Bildung von zwei oder mehr Vernetzungen mit dem thermoplastischen
Elastomer (A), um dabei die physikalischen Eigenschaften zu verbessern.
-
Der
Aminorest in der Aminorest-enthaltenden Verbindung ist bezüglich seines
Substitutionsgrades nicht besonders eingeschränkt und er kann jedweder der
primären
(-NH2), sekundären (Iminogruppe, >NH), teritären (>N-) und quartären (>N+<) Aminoreste wie
im Falle des Aminorests in dem Füllstoff
mit eingebrachtem Aminorest sein und der Aminorest kann in geeigneter
Weise abhängig
von dem Recyclingvermögen
und den physikalischen Eigenschaften wie der Beständigkeit
gegen Druckverformung, mechanischen Festigkeit und Härte, welche
für den
erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) erforderlich sind, ausgewählt werden. Wenn ein sekundärer Aminorest
ausgewählt
wird, neigt der resultierende Schaum (Zusammensetzung) zum Aufweisen
einer hohen mechanischen Festigkeit, wogegen die Auswahl eines tertiären Aminorests in
einer Neigung zu einem hohen Recyclingvermögen resultiert. Insbesondere
wenn zwei sekundäre
Aminoreste vorhanden sind, wird der resultierende erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) ein ausgezeichnetes und gut ausgeglichenes Recyclingvermögen und
Beständigkeit
gegen Druckverformung aufweisen.
-
Wenn
die Aminorest-enthaltende Verbindung zwei oder mehr Aminoreste enthält, beträgt die Anzahl der
primären
Aminoreste in der Aminorest-enthaltenden Verbindung bevorzugt nicht
mehr als zwei und stärker bevorzugt
nicht mehr als eins. Wenn drei oder mehr primäre Aminoreste vorhanden sind,
kann die Vernetzung (Bindung), welche durch solche Aminoreste und
eine funktionelle Gruppe in dem thermoplastischen Elastomer (A)
(insbesondere Carboxygruppe, welche ein Carbonyl-enthaltender Rest
ist) gebildet wird, übermäßig beständig sein,
was das ausgezeichnete Recyclingvermögen beeinträchtigt.
-
In
anderen Worten, der Substitutionsgrad des Aminorests, die Anzahl
der Aminoreste und die Struktur der Aminorest-enthaltenden Verbindung
können
in geeigneter Weise eingestellt und unter Berücksichtigung der Bindungsstärke zwischen
der funktionellen Gruppe in dem thermoplastischen Elastomer (A)
und dem Aminorest in der Aminorest-enthaltenden Verbindung ausgewählt werden.
-
Beispielhafte
bevorzugte Aminorest-enthaltende Verbindungen schließen sekundäre aliphatische
Diamine wie N,N'-Dimethylethylendiamin,
N,N'-Diethylethylendiamin,
N,N'-Diisopropylethylendiamin,
N,N'-Dimethyl-1,3-propandiamin,
N,N'-Diethyl-1,3-propandiamin, N,N'-Diisopropyl-1,3-propandiamin,
N,N'-Dimethyl-1,6-hexandiamin,
N,N'-Diethyl-1,6-hexandiamin
und N,N',N''-Trimethylbis-(hexamethylen)triamin;
tertiäre aliphatische
Diamine wie Tetramethyl-1,6-hexandiamin; Polyamine, welche ein aromatisches
primäres
Amin und ein heterocyclisches Amin enthalten, wie Aminotriazol und
Aminopyridin; geradkettige Alkylmonoamine wie Dodecylamin; und tertiäre heterocyclische
Diamine wie Dipyridyl angesichts der beträchtlichen Verbesserung bei
der Beständigkeit
gegen Druckverformung, mechanischen Festigkeit und dergleichen ein.
-
Unter
diesen sind die bevorzugten die sekundären aliphatischen Diamine,
Polyamine, welche ein aromatisches primäres Amin und ein heterocyclisches
Amin enthalten, und tertiären
heterocyclischen Diamine.
-
Zusätzlich zu
den vorstehend erwähnten
kann eine Aminorest-enthaltende Polymerverbindung als die Aminorest-enthaltende
Verbindung verwendet werden.
-
Die
Aminorest-enthaltende Polymerverbindung ist nicht besonders eingeschränkt und
Beispiele schließen
Polymere wie Polyamid, Polyurethan, Harnstoffharz, Melaminharz,
Polyvinylamin, Polyallylamin, Polyacrylamid, Polymethacrylamid,
Polyaminostyrol und Aminorest-enthaltendes
Polysiloxan sowie Polymere, welche durch Modifizieren von verschiedenen
Polymeren mit einer Aminorest-enthaltenden Verbindung erhalten werden,
ein.
-
Diese
Polymere sind bezüglich
ihres mittleren Molekulargewichts, Molekulargewichtsverteilung,
Viskosität
und anderen physikalischen Eigenschaften nicht besonders eingeschränkt und
sie können
jedwede gewünschten
physikalischen Eigenschaften abhängig
von der Verwendung des erfindungsgemäßen Schaums (Zusammensetzung)
und den physikalischen Eigenschaften und anderen Faktoren, welche
für den
erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) erforderlich sind, aufweisen.
-
Die
Aminorest-enthaltende Polymerverbindung ist bevorzugt ein Polymer,
welches durch Polymerisieren (durch Polyaddition oder Polykondensation)
einer Aminorest-enthaltenden, kondensierbaren oder polymerisierbaren
Verbindung (Monomer) hergestellt wird. Stärker bevorzugt ist die Aminorest-enthaltende
Polymerverbindung ein Aminorest-enthaltendes Polysiloxan, welches
entweder ein Homokondensat einer Silylverbindung mit einem hydrolysierbaren
Substituenten und dem Aminorest oder ein Cokondensat einer solchen
Silylverbindung mit einer Silylverbindung ohne einen Aminorest ist,
angesichts der Einfachheit der Verfügbarkeit und der Herstellung
und der Einfachheit der Einstellung des Molekulargewichts und der
Einstellung der Rate der eingebrachten Aminoreste.
-
Die
Silylverbindung mit einem hydrolysierbaren Substituenten und dem
Aminorest ist nicht besonders eingeschränkt und beispielhafte Verbindungen
sind Aminosilanverbindungen, welche Aminosilanverbindungen mit einem
aliphatischen primären
Aminorest einschließen,
wie γ-Aminopropyltrimethoxysilan, γ-Aminopropyltriethoxysilan,
Aminopropylmethyldimethoxysilan, γ-Aminopropylmethyldiethoxysilan
und 4-Amino-3,3-dimethylbutyltrimethoxysilan
(diese Verbindungen werden von Nippon Unicar Co., Ltd. hergestellt);
Aminosilanverbindungen mit einem aliphatischen sekundären Aminorest
wie N,N-Bis-[(3-trimethoxysilyl)propyl]amin, N,N-Bis-{(3-triethoxysilyl)propyl]amin,
N,N-Bis-[(3-tripropoxysilyl)propyl]amin
(diese Verbindungen werden von Nippon Unicar Co., Ltd. hergestellt),
3-(n-Butylamino)propyltrimethoxysilan (Dynasilane 1189, hergestellt von
Degussa-Hüls)
und N-Ethylaminoisobutyltrimethoxysilan (Silquest A-Link 15-Silan,
hergestellt von OSi Specialties); Aminosilanverbindungen mit einem
aliphatischen primären
und einem aliphatischen sekundären Aminorest
wie N-β-(Aminoethyl)-γ-aminopropylmethyldimethoxysilan,
N-β-(Aminoethyl)-γ-aminopropyltrimethoxysilan
und N-β-(Aminoethyl)-γ-aminopropyltriethoxysilan
(hergestellt von Nippon Unicar Co., Ltd.); Aminosilanverbindungen
mit einem aromatischen sekundären
Aminorest wie N-Phenyl-γ-aminopropyltrimethoxysilan
(hergestellt von Nippon Unicar Co., Ltd.); und Aminosilanverbindungen
mit einem heterocyclischen Aminorest wie Imidazoltrimethoxysilan
(hergestellt von Japan Energy Corporation) und Triazolsilan, hergestellt
durch Umsetzen von Aminotriazol mit einer Epoxysilanverbindung,
einer Isocyanatsilanverbindung oder dergleichen in der Gegenwart
oder Abwesenheit eines Katalysators bei einer Temperatur von niedriger
als die Raumtemperatur.
-
Unter
diesen sind Aminoalkylsilanverbindungen wie Aminosilanverbindungen
mit einem aliphatischen primären
Aminorest, Aminosilanverbindungen mit einem aliphatischen sekundären Aminorest
und Aminosilanverbindungen mit einem aliphatischen primären und
einem aliphatischen sekundären
Aminorest angesichts ihrer hohen Wirksamkeit bei der Verbesserung
der Beständigkeit
gegen Druckverformung und anderer physikalischer Eigenschaften bevorzugt.
-
Die
Silylverbindung ohne Aminorest ist nicht besonders eingeschränkt, solange
sie eine Verbindung ist, die unterschiedlich von der Silylverbindung
mit einem hydrolysierbaren Substituenten und dem Aminorest ist und
welche keinen Aminorest enthält.
Beispiele davon schließen
Alkoxysilanverbindungen und halogenierte Silanverbindungen ein.
Unter diesen sind Alkoxysilanverbindungen angesichts ihrer Verfügbarkeit,
Einfachheit der Handhabung und ausgezeichneten physikalischen Eigenschaften
des resultierenden Cokondensats bevorzugt.
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Beispielhafte
Alkoxysilanverbindungen schließen
Tetramethoxysilan, Tetraethoxysilan, Tetrabutoxysilan, Tetraisopropoxysilan,
Methyltrimethoxysilan, Methyltriethoxysilan, Methyltributoxysilan,
Methyltriisopropoxysilan, Phenyltrimethoxysilan und Dimethyldimethoxysilan
ein.
-
Beispielhafte
halogenierte Silanverbindungen schließen Tetrachlorsilan und Vinyltrifluorsilan
sein.
-
Unter
diesen sind die bevorzugten Tetraethoxysilan und Tetramethoxysilan,
angesichts des niedrigen Preises und der sicheren Handhabung.
-
Die
Silylverbindungen mit einem hydrolysierbaren Substituenten und dem
Aminorest und die Silylverbindungen ohne Aminorest können entweder
alleine oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden.
-
Solche
Aminorest-enthaltenden Polymerverbindungen können entweder alleine oder
in Kombination von zwei oder mehr verwendet werden. Wenn zwei oder
mehr solche Aminorest-enthaltenden
Polymerverbindungen in Kombination verwendet werden, kann ihr Mischungsverhältnis in
geeigneter Weise abhängig
von der Verwendung des erfindungsgemäßen Schaumes (Zusammensetzung)
und den physikalischen Eigenschaften und anderen Faktoren, welche
für den
erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) erforderlich sind, ausgewählt werden.
-
Der
Gehalt der Aminorest-enthaltenden Polymerverbindung kann durch die
Anzahl (Äquivalent)
an Stickstoffatomen in der Verbindung mit Bezug auf die Seitenkette
des thermoplastischen Elastomers (A) wie bei der Aminorest-enthaltenden
Verbindung definiert werden. Es können jedoch einige Aminoreste
vorhanden sein, welche zum wirksamen Aufbau einer Wechselwirkung
mit dem thermoplastischen Elastomer (A) abhängig von der Struktur, dem
Molekulargewicht und dergleichen der Polymerverbindung nicht in
der Lage sind.
-
Demgemäß beträgt der Gehalt
der Aminorest-enthaltenden Polymerverbindung bevorzugt 1 bis 200 Gewichtsteile,
stärker
bevorzugt mindestens 5 Gewichtsteile und am stärksten bevorzugt mindestens
10 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen
Elastomers (A).
-
Das
Metallsalz ist nicht besonders eingeschränkt, solange es eine Verbindung
ist, welche mindestens ein Metallelement enthält, und das Metallsalz ist
bevorzugt eine Verbindung, welche mindestens ein aus Li, Na, K,
Ti, V, Cr, Mn, Fe, Co, Ni, Cu, Zn, Ga und Al ausgewähltes Metallelement
enthält.
-
Beispiele
des Metallsalzes schließen
ein Salz einer gesättigten
C1-C20-Fettsäure wie
Formiat, Acetat und Stearat von mindestens einem der vorstehend
erwähnten
Metallelemente; ein Salz einer ungesättigten Fettsäure wie
(Meth)acrylat; ein Metallalkoxid (ein Reaktionsprodukt mit einem
Alkohol, der 1 bis 12 Kohlenstoffatome enthält); ein Nitrat, ein Carbonat,
ein Hydrogencarbonat, ein Chlorid, ein Oxid, ein Hydroxid eines solchen
Metalls und einen Komplex mit einem Diketon ein.
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Der „Komplex
mit einem Diketon" wie
hier verwendet ist ein Komplex, in welchem ein 1,3-Diketon (zum Beispiel
Acetylaceton) oder dergleichen mit einem Metallatom koordiniert
hat.
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Unter
diesen ist das Metallelement bevorzugt Ti, Al oder Zn und das Metallsalz
ist bevorzugt ein Salz einer gesättigten
Fettsäure,
welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, wie Acetat oder Stearat,
ein Metallalkoxid (ein Reaktionsprodukt mit einem Alkohol, der 1
bis 12 Kohlenstoffatome enthält),
ein Oxid, ein Hydroxid und ein Komplex mit einem Diketon, und stärker bevorzugt
ein Salz einer gesättigten
Fettsäure,
welche 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthält, wie Stearat, ein Metallalkoxid
(ein Reaktionsprodukt mit einem Alkohol, der 1 bis 12 Kohlenstoffatome
enthält)
und ein Komplex mit einem Diketon, angesichts einer größeren Verbesserung
bei der Beständigkeit
gegen Druckverformung des resultierenden erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung).
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Die
Metallsalze können
entweder alleine oder in Kombination von zwei oder mehr verwendet
werden. Wenn zwei oder mehr Metalle in Kombination verwendet werden,
können
sie in jedwedem Verhältnis
abhängig von
der Verwendung des erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung) und den physikalischen Eigenschaften und anderen
Faktoren, welche für
den erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) erforderlich sind, verwendet werden.
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Der
Gehalt eines solchen Metallsalzes beträgt bevorzugt 0,05 bis 3,0 Äquivalente,
stärker
bevorzugt 0,1 bis 2,0 Äquivalente
und am stärksten
bevorzugt 0,2 bis 1,0 Äquivalente
in Bezug auf die Carbonylgruppe in dem thermoplastischen Elastomer
(A). Wenn der Gehalt des Metallsalzes in einem solchen Bereich liegt, wird
der resultierende erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) verbesserte physikalische Eigenschaften wie Beständigkeit
gegen Druckverformung, mechanische Festigkeit und Härte aufweisen.
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Das
verwendete Metallsalz kann in jedweder möglichen Form des Metalls, einschließlich dem
Hydroxid, Metallalkoxid, Carboxylat und dergleichen, vorliegen.
Wenn das Salz zum Beispiel ein Hydroxid ist und das Metall Eisen
ist, können
Fe(OH)2 und Fe(OH)3 entweder
alleine oder als ein Gemisch verwendet werden.
-
Obwohl
das Metallsalz bevorzugt eine Verbindung ist, welche mindestens
ein aus Li, Na, K, Ti, V, Cr, Mn, Fe, Co, Ni, Cu, Zn, Ga und Al
ausgewähltes
Metallelement enthält,
können
zudem auch andere Metallelemente in einer Menge einschlossen sein,
welche die Vorteile der vorliegenden Erfindung nicht nachteilig
beeinflusst. Obwohl der Gehalt des Metallelements, welches verschieden
von den vorstehend erwähnten
Metallelementen ist, nicht besonders eingeschränkt ist, wird ein solches Metallelement
bevorzugt in einer Menge von 1 bis 50 Mol-% in Bezug auf alle Metallelemente
in dem Metallsalz eingebracht.
-
Das
Maleinsäureanhydrid-modifizierte
Polymer ist ein Polymer, welches durch Modifizieren des elastomeren
Polymers wie vorstehend beschrieben mit Maleinsäureanhydrid hergestellt wird.
Obwohl die Seitenkette des Maleinsäureanhydrid-modifizierten Polymers
eine funktionelle Gruppe enthalten kann, welche verschieden von
dem Maleinsäureanhydridrest
und dem Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus ist, enthält die Seitenkette
bevorzugt nur den Maleinsäureanhydridrest.
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Der
Maleinsäureanhydridrest
wird nicht in die Hauptkette des elastomeren Polymers eingebracht,
er wird aber (zur Modifizierung) in die Seitenkette oder dem terminalen
Rest des elastomeren Polymers eingebracht. Zudem ist der Maleinsäureanhydridrest
ein cyclischer Säureanhydridrest
und dieser cyclische Säureanhydridrest
(Einheit) wird keine Ringöffnung
durchlaufen.
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Demgemäß ist ein
Beispiel des Maleinsäureanhydrid-modifizierten
thermoplastischen Polymers ein thermoplastisches Elastomer ohne
Stickstoff-enthaltenden Heterocyclus, aber mit einem cyclischen
Säureanhydridrest
in der Seitenkette wie in der Formel (41) gezeigt: [Chemische
Formel 26]
wobei X eine Ethylengruppe oder Propylengruppe
ist; und 1, m und n unabhängig
voneinander eine Zahl im Bereich von 0,1 bis 80 sind. Spezielle
Beispiele eines solchen elastomeren Polymers sind jene, welche für das elastomere
Polymer mit einem cyclischen Säureanhydridrest
in der Seitenkette beschrieben wurden.
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Der
Grad der Modifizierung mit Maleinsäureanhydrid beträgt bevorzugt
0,1 bis 50 Mol-%, stärker
bevorzugt 0,3 bis 30 Mol-% und am stärksten bevorzugt 0,5 bis 10
Mol-% in Bezug auf 100 Mol-% der Hauptketteneinheit des elastomeren
Polymers, angesichts der Fähigkeit
zur Verbesserung der Beständigkeit
gegen Druckverformung, ohne nachteilig das ausgezeichnete Recyclingvermögen zu beeinflussen.
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Die
Maleinsäureanhydrid-modifizierten
Polymere können
entweder alleine oder in Kombination von zwei oder mehr verwendet
werden. Wenn zwei oder mehr Maleinsäureanhydrid-modifizierte Polymere
in Kombination verwendet werden, kann ihr Mischungsverhältnis in
geeigneter Weise abhängig
von der Verwendung der erfindungsgemäßen (Schaum) Zusammensetzung
und den physikalischen Eigenschaften und anderen Faktoren, welche
für den
erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) erforderlich sind, ausgewählt werden.
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Der
Gehalt eines solchen Maleinsäureanhydrid-modifizierten
Polymers beträgt
bevorzugt 1 bis 100 Gewichtsteile und stärker bevorzugt 5 bis 50 Gewichtsteile
in Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen Elastomers
(A). Wenn der Gehalt des Maleinsäureanhydrid-modifizierten Polymers
in einem solchen Bereich liegt, wird der resultierende erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) eine verbesserte Verarbeitbarkeit und mechanische
Festigkeit aufweisen.
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Bei
der Herstellung des erfindungsgemäßen thermoplastischen Elastomers
(A) und insbesondere im Reaktionsschritt A oder B, wenn ein elastomeres
Polymer mit einer Seitenkette, welche einen cyclischen Säureanhydridrest
enthält,
nicht umgesetzt verbleibt, kann es sein, dass das verbleibende Elastomer,
welches mit dem Carbonyl-enthaltenden Rest modifiziert ist, nicht
entfernt wird, sondern als solches in dem erfindungsgemäßen Schaum
(Zusammensetzung) eingeschlossen wird.
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Beispiele
des Mittels gegen Alterung schließen gehinderte Phenolverbindungen
und aliphatische und aromatische gehinderte Aminverbindungen ein.
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Beispiele
des Antioxidationsmittels schließen Butylhydroxytoluol (BHT)
und Butylhydroxyanisol (BHA) ein.
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Beispiele
des Pigments schließen
anorganische Pigmente wie Titandioxid, Zinkoxid, Ultramarin, Eisenrot,
Lithopon, Blei, Cadmium, Eisen, Cobalt, Aluminium, Hydrochlorid
und Sulfat; organische Pigmente wie Azopigment und Kupferphthalocyaninpigment
ein.
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Beispiele
des Weichmachers schließen
Derivate von Benzoesäure,
Phthalsäure,
Trimellithsäure,
Pyromellithsäure,
Adipinsäure,
Sebacinsäure,
Fumarsäure,
Maleinsäure,
Itaconsäure
und Zitronensäure;
Polyesterweichmacher; Polyetherweichmacher und Epoxyweichmacher
ein.
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Beispiele
des thixotropen Mittels schließen
Bentonit, Siliciumdioxid, Kieselsäuerderivate und Harnstoffderivate
ein.
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Beispiele
des UV-Absorptionsmittels schließen 2-Hydroxybenzophenon-UV-Absorptionsmittel,
Benzotriazol-UV-Absorptionsmittel und Salicylsäureester-UV-Absorptionsmittel ein.
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Beispiele
des Flammschutzmittels schließen
Phosphor-Flammschutzmittel wie TCP; Halogen-Flammschutzmittel wie chloriertes Paraffin
und Perchlorpentacyclodecan; Antimon-Flammschutzmittel wie Antimonoxid; und
Aluminiumhydroxid und Magnesiumhydroxid ein.
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Beispiele
des Lösungsmittels
schließen
Kohlenwasserstoffe wie Hexan und Toluol; halogenierte Kohlenwasserstoffe
wie Tetrachlormethan; Ketone wie Aceton und Methylethylketon; Ether
wie Diethylether und Tetrahydrofuran; und Ester wie Ethylacetat
ein.
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Beispiele
des grenzflächenaktiven
Mittels (Egalisierhilfsmittels) schließen Polybutylacrylat, Polydimethylsiloxan,
modifizierte Silikonverbindungen und grenzflächenaktive Fluormittel ein.
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Ein
Beispiel des Dehydratisierungsmittels schließt Vinylsilan ein.
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Beispiele
des Antikorrosionsmittels schließen verschiedene Antikorrosionspigmente
wie Zinkphosphat, Gerbsäurederivate,
Phosphorsäureester
und basische Sulfonate ein.
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Beispiele
des klebrigmachenden Mittels schließen bekannte Silankupplungsmittel,
Silanverbindungen, welche einen Alkoxysilylrest enthalten, Titankupplungsmittel
und Zirkoniumkupplungsmittel und genauer Trimethoxyvinylsilan, Vinyltriethoxysilan,
Vinyltris-(2-methoxyethoxy)silan, γ-Methacryloxypropyltrimethoxysilan und
3-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
ein.
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Beispiele
des antistatischen Mittels schließen im Allgemeinen quartäre Ammoniumsalze
und hydrophile Verbindungen wie Polyglycole und Ethylenoxidderivate
ein.
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Der
Gehalt des Weichmachers beträgt
bevorzugt 0,1 bis 100 Gewichtsteile, stärker bevorzugt 1 bis 80 Gewichtsteile,
noch stärker
bevorzugt 1 bis 50 Gewichtsteile und am stärksten bevorzugt 1 bis 30 Gewichtseile in
Bezug auf 100 Gewichtsteile des thermoplastischen Elastomers (A).
Der Gehalt an anderen Additiven liegt bevorzugt im Bereich von 0,1
bis 50 Gewichtsteilen, stärker
bevorzugt 1 bis 30 Gewichtsteilen, noch stärker bevorzugt 1 bis 10 Gewichtsteilen
und am stärksten
bevorzugt 1 bis 5 Gewichtsteilen in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A).
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Obwohl
einige der thermoplastischen Elastomere (A) selbstvernetzbar sind,
können
die thermoplastischen Elastomere (A) in Kombination mit einem Vulkanisierungsmittel,
einem Vulkanisierungshilfsmittel, einem Vulkanisierungsbeschleunigungsmittel,
einem Vulkanisierungsverzögerungsmittel
oder dergleichen verwendet werden, solange die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung nicht beeinträchtigt
wird.
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Beispiele
des Vulkanisierungsmittels schließen Schwefel-Vulkanisierungsmittel,
organische Peroxid-Vulkanisierungsmittel, Metalloxid-Vulkanisierungsmittel,
Phenolharz-Vulkanisierungsmittel
und Chinondioxim-Vulkanisierungsmittel ein.
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Beispielhafte
Schwefel-Vulkanisierungsmittel schließen pulverisierten Schwefel,
gefällten
Schwefel, hoch dispergierbaren Schwefel, oberflächenbehandelten Schwefel, unlöslichen
Schwefel, Dimorpholindisulfid und Alkylphenoldisulfide ein.
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Beispielhafte
organische Peroxid-Vulkanisierungsmittel schließen Benzoylperoxid, t-Butylhydroperoxid,
2,4-Dichlorbenzoylperoxid, 2,5-Dimethyl-2,5-di-(t-butylperoxy)hexan
und 2,5-Dimethylhexan-2,5-di-(peroxylbenzoat) ein.
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Andere
Vulkanisierungsmittel schließen
Magnesiumoxid, Bleiglätte
(Bleioxid), p-Chinondioxim, Tetrachlor-p-benzochinon, p-Dibenzoylchinondioxim,
Poly-p-dinitrosobenzen und Methylendianilin ein.
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Beispiele
des Vulkanisierungshilfsmittels schließen Zinkoxid, Magnesiumoxid,
Amine; Fettsäuren
wie Acetylsäure,
Propionsäure,
Butansäure,
Stearinsäure,
Acrylsäure
und Maleinsäure;
Zinksalze von Fettsäuren wie
Zinkacetylat, Zinkpropionat, Zinkbutanoat, Zinkstearat, Zinkacrylat
und Zinkmaleat ein.
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Beispiele
des Vulkanisierungsbeschleunigungsmittels schließen Thiuram-Vulkanisierungsbeschleunigungsmittel
wie Tetramethylthiuramdisulfid (TMTD) und Tetraethylthiuramdisulfid
(TETD); Aldehydammoniak-Vulkanisierungsbeschleunigungsmittel wie
Hexamethylentetramin; Guanidin-Vulkanisierungsbeschleunigungsmittel
wie Diphenylguanidin; Thiazol-Vulkanisierungsbeschleunigungsmittel
wie 2-Mercaptobenzothiazol und Dibenzothiazyldisulfid (DM); und
Sulfenamid-Vulkanisierungsbeschleunigungsmittel wie N-Cyclohexyl-2-benzothiazylsulfenamid
und N-t-Butyl-2-benzothiazylsulfenamid ein. Ein Alkylphenolharz
oder sein Halogenid können
auch verwendet werden.
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Beispiele
des Vulkanisierungsverzögerungsmittels
schließen
organische Säuren
wie Phthalsäureanhydrid,
Benzoesäure,
Salicylsäure
und Acetylsalicylsäure;
Nitrosoverbindungen wie N-Nitrosodiphenylamin, N-Nitrosophenyl-β-naphthylamin
und ein Polymer von N-Nitrosotrimethyldihydrochinolin; Halogenide
wie Trichlormelanin; 2-Mercaptobenzimidazol und N-(Cyclohexylthio)phthalimid
(SANTOGARD PVI) ein.
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Der
Gehalt eines solchen Vulkanisierungsmittels beträgt bevorzugt 0,1 bis 20 Gewichtsteile
und stärker
bevorzugt 1 bis 10 Gewichtsteile in Bezug auf 100 Gewichtsteile
des thermoplastischen Elastomers (A).
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Die
verwendeten Vulkanisierungsbedingungen, wenn die erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
permanent vernetzt wird (unter Verwendung eines Vulkanisierungsmittels),
sind nicht besonders eingeschränkt
und eine geeignete Bedingungskonstellation kann abhängig von
den in die Zusammensetzung eingebrachten Komponenten und dergleichen
ausgewählt
werden. Eine bevorzugte Vulkanisierungsbedingung ist die Durchführung der
Vulkanisierung bei einer Temperatur von 130 bis 200°C für 5 bis
60 Minuten.
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Wenn
die erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
auf eine Temperatur von etwa 80 bis 200°C erwärmt wird, wird die dreidimensionale
Vernetzung (Vernetzungsstruktur) dissoziiert werden und die Schaumzusammensetzung
wird etwas Weichheit und Fluidität
gewinnen, vermutlich aufgrund der Schwächung der intermolekularen
oder intramolekularen Wechselwirkung zwischen den Seitenketten.
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Wenn
man die erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung,
welche weicher und fluider wurde, bei einer Temperatur von etwa
80°C oder
niedriger stehen lässt,
wird die dissoziierte dreidimensionale Vernetzung (Vernetzungsstruktur)
ihre Vernetzung wiedergewinnen, wobei sie vulkanisiert wird. Das
Recyclingvermögen der
erfindungsgemäßen Schaumzusammensetzung
wird durch die Wiederholung von solchen Schritten verwirklicht.
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Eine
solche erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
kann bevorzugt bei einer Temperatur von nicht höher als 180°C geknetet werden. Ein solches
Vermögen,
bei einer Temperatur von nicht höher
als 180°C geknetet
zu werden, ist bevorzugt, da herkömmliche bekannte Treibmittel
(insbesondere organische chemische Treibmittel) derart designed
sind, dass sie bei einer Temperatur von höher als 180°C Schäumen verursachen. Wenn das
eingebrachte Treibmittel dasjenige ist, welches bei einer Temperatur
von nicht höher
als 180°C
Schäumen
verursacht, sollte die Zusammensetzung bei einer Temperatur geknetet
werden, welche nicht höher
als eine solche Schaumbildungstemperatur ist.
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Das
Verfahren, welches zur Herstellung des erfindungsgemäßen Schaums
(Zusammensetzung) verwendet wird, ist nicht besonders eingeschränkt und
beispielhafte Verfahren schließen
ein Verfahren, bei welchem das thermoplastische Elastomer (A) und
das Treibmittel mit optionalen Additiven in einer Walzenmühle, einer
Knetvorrichtung, einem Einschneckenextruder, einem Doppelschneckenextruder,
einer Universalmischvorrichtung oder dergleichen geknetet werden
und das geknetete Gemisch auf eine Temperatur von gleich oder höher als
die Schaumbildungstemperatur des Treibmittels (zum Beispiel durch
Heißpressen)
erwärmt wird;
und ein Verfahren, bei welchem die Bestandteile in einem Einschneckenextruder,
einem Doppelschneckenextruder oder dergleichen gemischt und gleichzeitig
mit der Extrusion geschäumt
werden, ein.
-
Wie
in den Beispielen genauer beschrieben wird die Zusammensetzung bei
einer Temperatur von 160 bis 180°C
für mehrere
Minuten geknetet und in eine Form bei etwa 200°C für einige Minuten bis einige
Dutzend Minuten heißgepresst
und dann kaltgepresst, wobei auf Raumtemperatur erniedrigt wird.
Insbesondere wird die Schaumzusammensetzung, welche das thermoplastische
Polymer (B) und das interne Trennmittel (C) enthält, gemäß der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
gleichzeitig mit der Extrusion geschäumt, indem der Harzdruck unmittelbar
vor der Düse
der Extruderaufgabevorrichtung erhöht wird, zum Beispiel auf einen
Druck von mindestens 5 MPa, wie in den Beispielen beschrieben wird.
-
Der
erfindungsgemäße Schaum
(Zusammensetzung) weist ein ausgezeichnetes Schaumbildungsvermögen auf
und als eine Konsequenz weist das resultierende Produkt eine niedrige
Härte sowie
niedrige Dichte auf. Der erfindungsgemäße Schaum (Zusammensetzung)
weist auch eine verbesserte Beständigkeit
gegen Druckverformung aufgrund der Verwendung des thermoplastischen
Elastomers (A) auf und wegen solchen vorteilhaften Eigenschaften
ist er zur Verwendung als ein Material für eine Abdeckung oder Verpackung
angepasst.
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Beispiele
-
Als
Nächstes
wird die vorliegende Erfindung durch Bezugnahme auf die Beispiele,
welche den Umfang der vorliegenden Erfindung in keiner Weise einschränken, detaillierter
beschrieben.
-
(Beispiel 1)
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Zuerst
wurden 100 g Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
Ethylen-Propylen-Copolymer (TX-1215,
hergestellt von Mitsui Chemicals, Inc., hier nachstehend als „maleiertes
EPM1" bezeichnet)
(Maleinsäureanhydridgerüst, 10,2
mMol) und 100 g Ethylen-Propylen-Copolymer (TAFMER P(0180), hergestellt
von Mitsui Chemicals, Inc., hier nachstehend abgekürzt als „EPM1") in eine Knetvorrichtungsanordnung
bei 180°C
eingebracht und für
4 Minuten mastiziert. Als Nächstes
wurden 0,64 g N-n-Octylaminoethanol (NYMEEN C-201, hergestellt von
NOF CORPORATION) zugegeben und das Gemisch wurde für 7 Minuten
geknetet. Dann wurden 0,72 g 4H-3-Amino-1,2,4-triazol (ATA, hergestellt
von Nippon Carbide Industries Co., Inc.) zugegeben und das Gemisch
wurde für
5 Minuten geknetet. Der Inhalt (Kautschuk) wurde aus der Knetvorrichtung
entfernt und wieder in die Knetvorrichtung zum Kneten für 5 Minuten
gegeben, wobei das thermoplastische Elastomer 1 hergestellt wurde.
-
Als
Nächstes
wurden 2 g Azodicarbonamid (AZ VI-8, hergestellt von Otsuka Chemical
Co., Ltd.) in die Knetvorrichtung gegeben und mit dem thermoplastischen
Elastomer 1 bei 160°C
für 5 Minuten
geknetet, wobei die thermoplastische Elastomerzusammensetzung 1
hergestellt wurde.
-
Die
so hergestellte thermoplastische Elastomerzusammensetzung 1 wurde
in eine Form mit einer Schaumbildungsrate von 1,5 gegeben und Heißpressen
bei 200°C
für 10
Minuten und dann Kaltpressen (Pressen mit Kühlen durch einen Wassermantel)
für 7 Minuten
ausgesetzt, wobei Schaum 1 hergestellt wurde.
-
(Vergleichsbeispiel 1)
-
Das
in Beispiel 1 hergestellte thermoplastische Elastomer 1 wurde bei
200°C für 10 Minuten
heißgepresst,
wobei der gepresste Gegenstand 1 hergestellt wurde.
-
(Vergleichsbeispiel 2)
-
Das
Verfahren von Beispiel 1 wurde unter Verwendung von 200 g dynamisch
vernetztem thermoplastischem Elastomer (Santoprene 121-68W228 (Schaumqualität), hergestellt
von Advanced Elastomer Systems Japan Ltd.) anstelle des thermoplastischen
Elastomers 1 wiederholt, wobei Schaum 2 hergestellt wurde.
-
<Relative
Dichte>
-
Von
dem so hergestellten gepressten Gegenstand 1, Schaum 1 und Schaum
2 wurden ihre relative Dichte (g/cm3) gemessen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 nachstehend gezeigt.
-
<JIS-A-Härte>
-
Probeplatten
(Dicke, 2 cm; Länge,
15 cm; Breite, 15 cm) wurden unter Verwendung des gepressten Gegenstandes
1, Schaum 1 beziehungsweise Schaum 2 hergestellt. Für jeden
Typ der Probenplatte wurden 3 Probenplatten aufeinander platziert
und bei 200°C
für 20
Minuten heißgepresst.
Die JIS-A-Härte
wurde gemäß JIS K6253
gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 nachstehend gezeigt.
-
<Zugeigenschaften>
-
Flächengebilde
mit einer Dicke von 2 mm wurden unter Verwendung des gepressten
Gegenstandes 1, Schaum 1 beziehungsweise Schaum 2 hergestellt.
-
Hantelförmige Nr.
3-Teststücke
wurden aus den Flächengebilden
ausgestanzt und ein Zugtest wurde gemäß JIS K6251 bei einer Zuggeschwindigkeit
von 500 mm/min durchgeführt,
wobei der 100 %-Modul (M100) [MPa], die
Bruchfestigkeit (TB) [MPa] und die Dehnung
bei Bruch (EB) [%] bei Raumtemperatur gemessen
wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 nachstehend gezeigt.
-
<Schaumbildungsvermögen>
-
(1) Zustand von geschäumten Zellen
-
Das
Schaumbildungsvermögen
wurde durch visuelles Bestätigen
des Zustandes der geschäumten Zellen
im Schaum 1 und Schaum 2 bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle
1 nachstehend gezeigt.
-
(2) Oberfläche des Schaums
-
Das
Schaumbildungsvermögen
wurde durch visuelles Bestätigen
des Zustandes der Schaumoberfläche
im Schaum 1 und Schaum 2 bewertet. Die Ergebnisse sind in Tabelle
1 nachstehend gezeigt.
-
<Druckverformung
(C-Set)>
-
Flächengebilde
mit einer Dicke von 2 mm wurden unter Verwendung des gepressten
Gegenstandes 1, Schaum 1 beziehungsweise Schaum 2 hergestellt. Für jeden
Typ wurden 7 Flächengebilde
aufeinander geklebt und bei 200°C
für 20
Minuten heißgepresst,
wobei ein Probezylinder (Durchmesser, 29 mm; Dicke, 12,5 mm) hergestellt
wurde.
-
Dieser
Probezylinder wurde mit einer speziellen Einspannvorrichtung um
25% zusammengepresst und man ließ ihn bei 70°C für 22 Stunden
stehen. Die Druckverformung wurde dann gemäß JIS K6262 gemessen. Tabelle 1
| | Beispiel
1 | Vergleichsbeispiel
1 | Vergleichsbeispiel
2 |
| Maleiniertes
EPM1 | 100 | 100 | - |
| EPM1 | 100 | 100 | - |
| NYMEEN
C-201 | 0,64 | 0,64 | - |
| ATA | 0,72 | 0,72 | - |
| Santoprene | - | - | 200 |
| Azodicarbonamid | 2 | 0 | 2 |
| Knetzeit | 160°C, 5 min | - | 160°C, 5 min |
| Heißpressen | 200°C, 10 min | - | 200°C, 10 min |
| Kaltpressen | 7
min | - | 7
min |
| Schaumbildungsrate | 1,5 | - | 1,5 |
| Relative
Dichte (g/cm3) | 0,44 | 0,89 | 0,45 |
| JIS-A-Härte | 38 | 68 | 39 |
| Zugeigenschaften | | | |
| M100 (MPa) | 0,66 | 1,8 | 0,04 |
| TB (MPa) | 0,97 | 3,2 | 0,04 |
| EB (%) | 406 | 614 | 80 |
| Schaumbildungsvermögen | | | |
| Zustand
der geschäumten
Zellen | Einheitlich | - | Nicht
einheitlich |
| Schaumoberfläche | Gut | - | Schlecht |
| Druckverformung
(%) | 43 | 58 | 48 |
-
Wie
in Tabelle 1 gezeigt wies der in Beispiel 1 erhaltene Schaum eine
vorteilhafterweise verringerte relative Dichte und Härte im Vergleich
zur Probe von Vergleichsbeispiel 1, welche das Treibmittel nicht
enthielt, auf. Die in Tabelle 1 gezeigten Ergebnisse zeigten auch,
dass der in Beispiel 1 erhaltene Schaum bei allen von Zugeigenschaften,
Schaumbildungsvermögen
und Beständigkeit
gegen Druckverformung im Vergleich zum Schaum von Vergleichsbeispiel
2, welcher unter Verwendung des dynamisch vernetzten thermoplastischen Elastomers
hergestellt worden war, ausgezeichnet war.
-
(Beispiele 2 bis 7 und Referenzbeispiele
1 und 2)
-
Das
thermoplastische Elastomer (A), das thermoplastische Polymer (B)
und das interne Trennmittel (C) sowie das thermoplastische Styrolelastomer,
der Füllstoff,
das Paraffinöl,
das Phenolmittel gegen Alterung, der N-n-Octylaminoethanol (NYMEEN
C-201, hergestellt von NOF CORPORATION) und das 4H-3-Amino-1,2,4-trtazol
(ATA, hergestellt von Nippon Carbide Industries Co., Inc.) wurden
in den in Tabelle 2 gezeigten Mengen in Gewichtsteilen gemischt,
wobei eine thermoplastische Elastomerzusammensetzung hergestellt wurde,
welche dann in eine Extruderzugabevorrichtung (Modell PEX-25-28;
Typ, eine Schnecke; Schneckendurchmesser, 25 mm; LID, 28; Düsendurchmesser,
1 mm; hergestellt von Pla Giken Co., Ltd.) mit dem Treibmittel (D)
in der in Tabelle 2 gezeigten Menge in Gew.-% gegeben wurde. Das
Gemisch wurde dann bei der vorher bestimmten Zylindertemperatur
(Cl, 140°C;
C2, 160°C;
C3, 100°C;
C4, 100°C;
Adapter, 100°C;
Düse, 100°C) und beim
Harzdruck vor der Düse
auf dem in Tabelle 2 gezeigten Level extrudiert und geschäumt, wobei
der Schaum hergestellt wurde.
-
Der
MFR des gemischten thermoplastischen Polymers (B), die Kapillarviskosität der thermoplastischen
Elastomerzusammensetzung und die Schaumbildungsrate und äußere Erscheinung
des resultierenden Schaums wurden durch die Verfahren wie nachstehend
beschrieben gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
-
<MFR(Schmelzflussindex)>
-
Der
MFR des thermoplastischen Polymers (B) wurde bei 230°C unter der
Last 2,16 kg gemäß dem Verfahren
gemessen, welches in JIS K 7210: 1999, „Plastics-Testing method for
melt mass-flow rate (MFR) of thermoplastics" definiert wird.
-
<Kapillarviskosität>
-
Die
Kapillarviskosität
der thermoplastischen Elastomerzusammensetzung wurde bei 20°C und bei
einer Scherrate von 60,8 s–1 gemäß dem Verfahren
gemessen, welches in JIS K 7199: 1999, „Plastics-Testing method of
flow characteristics of plastics using capillary rheometers" definiert wird.
-
<Schaumbildungsrate
des Schaums>
-
Die
relative Dichte des durch das Extrusionsschäumen hergestellten Schaums
wurde vor und nach dem Schäumen
gemessen und Vergleichsberechnungen unterworfen, um seine Schaumbildungsrate
zu bestimmen.
-
<Äußere Erscheinung
des Schaums>
-
Die äußere Erscheinung
des durch das Extrusionsschäumen
hergestellten Schaums wurde durch visuelle Untersuchung und Berühren der äußeren Oberfläche bestimmt.
Die Probe mit der Oberfläche
mit rauer Textur wurde als „schlecht" eingestuft und diejenige
mit leicht rauer Textur wurde als „mäßig" eingestuft. Diejenige ohne raues Anfühlen wurde
als „gut" eingestuft und diejenige
mit glänzender
Oberfläche
wurde als „ausgezeichnet" eingestuft. Der
Schaum mit der Bewertung, welche nicht schlechter als „mäßig" ist, ist für seine praktische
Verwendung akzeptabel.
-
-
Die
vorstehend in Tabelle 2 gezeigten Komponenten sind wie nachstehend
beschrieben.
- – Thermoplastisches Elastomer
(A1): maleiniertes EPM1
- – Thermoplastisches
Polymer (B1): Ethylen-Propylen-Copolymer (TAFMER P0775, hergestellt
von Mitsui Chemicals, Inc.)
- – Thermoplastisches
Polymer (B2): weiches Polyolefinharz (M142E, hergestellt von Idemitsu
Kosan Co, Ltd.)
- – Thermoplastisches
Polymer (B3): Ethylen-Propylen-Copolymer (TAFMER P0080K, hergestellt
von Mitsui Chemicals, Inc.)
- – Internes
Trennmittel (C1): ein Gemisch von Fettsäureamid, Fettsäureester
und Fettsäuremetallsalz (Struktol
HT 204, hergestellt von Schill Seilacher)
- – Thermoplastisches
Styrolelastomer: SEPTON 4077 (SEEPS); Styrolgehalt, 30 Gew.-%; hergestellt
von Kuraray Co., Ltd.
- – Füllstoff:
leichtes Calciumcarbonat, hergestellt von Maruo Calcium Co., Ltd.
- – Paraffinöl: PW-100,
hergestellt von Idemitsu Kosan Co., Ltd.
- – Phenolmittel
gegen Alterung: Pentaerythrityl-tetrakis-[3-(3,5-di-t-butyl-4-hydroxyphenyl)propionat]
(IRGANOX 1010, hergestellt von Ciba Specialty Chemicals)
- – ATA:
4H-3-Amino-1,2,4-triazol, hergestellt von Nippon Carbide Industries
Co., Inc.
- – NYMEEN
C-201: N-n-Octylaminoethanol, hergestellt von NOF CORPORATION
- – Treibmittel:
OBSH (NEOCELLBORN, hergestellt von Eiwa Chemical Ind. Co., Ltd.)
-
Wie
in Tabelle 2 gezeigt waren die Schäume, welche durch das Extrusionsschäumen in
den Beispielen 2 bis 7 erhalten wurden, bei der äußeren Erscheinung und dem Schaumverhältnis im
Vergleich mit den in den Referenzbeispielen 1 und 2 erhaltenen Schäumen, welche
das interne Trennmittel (C) nicht enthielten, ausgezeichnet. Ein
Vergleich des in Beispiel 5 erhaltenen Schaums mit den Schäumen der
anderen Beispiele zeigt auch, dass ein Anstieg beim Harzdruck vor
der Düse
der Extruderaufgabevorrichtung in der besseren äußeren Erscheinung des Schaumprodukts
resultiert.
-
GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
-
Wie
vorstehend beschrieben kann die vorliegende Erfindung einen Schaum
mit verringerter Härte
und Dichte und einer verbesserten Beständigkeit gegen Druckverformung
sowie eine Schaumzusammensetzung zur Herstellung eines solchen Schaums
bereitstellen und ist deshalb nützlich.
-
ZUSAMMENFASSUNG
-
Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines
Schaums mit verringerter Härte und
Dichte und einer verbesserten Beständigkeit gegen Druckverformung
sowie einer Schaumzusammensetzung zur Herstellung eines solchen
Schaums. Diese Aufgabe wird durch eine nachstehend beschriebene Schaumzusammensetzung
gelöst.
Die erfindungsgemäße Schaumzusammensetzung
umfasst ein thermoplastisches Elastomer, welches eine Seitenkette
aufweist, die eine Iminogruppe und/oder einen Stickstoff-enthaltenden
Heterocyclus, und einen Carbonyl-enthaltenden Rest enthält; und
ein Treibmittel.