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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Drehstabanordnungen zur Verwendung
in Aufhängungssystemen
für Lastkraftwagen,
Busse und dergleichen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung
einen verbesserten Drehstab mit verstellbarer Länge für Drehstabanordnungen.
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Hintergrund
der Erfindung
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Aufhängungen
von Lastkraftwagen und Bussen verwenden mindestens eine Drehstabanordnung,
um die Antriebsachse am Fahrzeugrahmen zu befestigen. Die Befestigung
der Antriebsachse an dem Fahrzeugrahmen durch die Drehstabanordnung hält die Ausrichtung
der Antriebsachse zum Fahrzeugrahmen aufrecht, hält die ordnungsgemäße Aufhängungsgeometrie
für das
Fahrzeug aufrecht und erlaubt die Bewegung der Aufhängung sowohl
beim Einfedern als auch beim Ausfedern für alle Gelände-, Straßen- und Fahrbedingungen. Aufgrund
des weiten Bereichs der dynamischen Betriebsbedingungen für diese
Fahrzeuge, insbesondere Schwerlastkraftwagen, führen die schweren Stoßlasten
am Aufhängungssystem
in Verbindung mit den fahrbahnbedingten Vibrationen im Aufhängungssystem
zu schädlichen
Auswirkungen an den einzelnen Aufhängungsbauteilen einschließlich der
Drehstabanordnungen und haben einen negativen Einfluss auf den physischen
Ermüdungszustand
der Bedienungsperson. Diese rauen dynamischen Bedingungen können den Verschleiß von Drehstabanordnungen
des Aufhängungssystems
beschleunigen, was zu einer frühzeitigen
Verschlechterung dieser Drehstabanordnungen führt.
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Wie
vorstehend beschrieben ist es der Zweck von Drehstabanordnungen
an großen
Fahrzeugen, die Achse zu stabilisieren. Sie verhindern es, dass
sich die Achse um ihre eigene Achse dreht, sie verhindern, dass
sich die Achse beim Bremsen und Beschleunigen vorwärts und
rückwärts bewegt,
und sie verhindern eine Gierbewegung der Achse. Obgleich eine Vielfalt
von Aufhängungskonstruktionen vorhanden
ist, werden allgemein eine oder zwei Vorgehensweisen genutzt, um
die Achse zu stabilisieren. Die erste Vorgehensweise verwendet gerade Drehstabanordnungen,
die einen zentralen Drehstab und Drehgelenke an beiden Enden haben.
Typischerweise werden zwei dieser geraden Stäbe vorne und hinten am Fahrzeug
montiert, wobei ein Ende an der Achse montiert ist und das andere
Ende am Rahmen montiert ist. Eine zusätzliche gerade Drehstabanordnung
wird in ähnlicher
Weise seitlich im Fahrzeug montiert, allgemein senkrecht zu den
anderen Drehstabanordnungen. Die zweite Vorgehensweise ist, eine
Drehstabanordnung in V-Konfiguration einzubauen. Diese Art der Drehstabanordnungen
hat Drehgelenke am Scheitelpunkt des V sowie am Ende jedes Schenkels.
Der Scheitelpunkt wird typischerweise an der Achse montiert und
die Schenkel werden dann am Rahmen montiert. Die Drehstabanordnungen
mit V-Konfiguration
kontrollieren sowohl die Vorwärts-
als auch Rückwärtsbewegung
sowie die seitliche Bewegung. Der Hauptvorteil der Drehstabanordnung
mit V-Konfiguration ist die Achsenstabilität.
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Eine
typische gerade Drehstabanordnung oder Drehstabanordnung mit V-Konfiguration
nach dem Stand der Technik weist zwei oder drei Drehgelenksaugen-Schmiedeteile
auf, die miteinander durch einen zentralen Drehstab verbunden sind,
um die mechanische Vollständigkeit
zu schaffen. Der zentrale Drehstab kann ein Vollstab oder ein Rohrstab
sein. Die Augen und der zentrale Stab bilden einen natürlichen
Weg für
die Übertragung
von Stoß- und
Vibrationsenergie von dem Aufhängungssystem in
den Rahmen, die Fahrerkabine und andere Bereiche der gefederten
Fahrzeugmasse. Um diesen Weg zu isolieren, wurde eine Isolierfunktion
in eine Drehgelenksanordnung eingebaut, die mit jedem Auge verbunden
wird. Diese Isolierfunktion macht somit die Drehgelenksanordnung
zu einem kritischen Bauteil mit Mehrfachfunktion für die Drehstabanordnung wie
auch für
das gesamte Aufhängungssystemen.
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Durch
das Aufaddieren von Toleranzen und anderen Schwankungen, die während der
Fahrzeugmontage auftreten, ist des manchmal wünschenswert, den zentralen
Drehstab der Drehstabanordnung verstellbar zu gestalten. Eine typische
verstellbare Drehstabanordnung 200 nach dem Stand der Technik
ist in 6 gezeigt.
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Die
Drehstabanordnung 200 enthält ein Paar Drehgelenksanordnungen 202,
einen Vollstab 204, einen Vollstab 206 und eine
Befestigungsschelle 208. Jeder Vollstab 204 und 206 weist
einen erweiterten Abschnitt 210 auf, der an den Enden der
Stäbe 204 und 206 angestaucht
ist, und ein erweiterter Abschnitt 210 ist mit einem jeweiligen
Auge 212 der Drehgelenksanordnung 202 verschweißt.
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Die
Befestigungsschelle 208 umfasst ein rohrförmiges Gehäuse 222 mit
einem Paar von radial verlaufenden Ansätzen 224. Der Vollstab 204 bildet ein
Gewindeende 226 und der Vollstab 206 bildet ein Gewindeende 228.
Das rohrförmige
Gehäuse 222 bildet
eine Gewindebohrung 230, in welches das Gewindeende 226 des
Vollstabs 204 und das Gewindeende 228 des Vollstabs 206 eingebaut
sind. Wenn die geeignete Eingriffslänge zwischen dem Gewindeende 226 und
der Bohrung 230, die geeignete Eingriffslänge zwischen
dem Gewindeende 228 und der Bohrung 230 und somit
die geeignete Länge
der Drehstabanordnung 200 eingestellt sind, wird ein Paar
Schrauben 232 durch die Ansätze 224 eingeführt und
ein Paar Muttern 244 wird auf die Schrauben 232 aufgeschraubt.
Die Muttern 234 werden festgezogen, um die Befestigungsschelle 208 zu
sichern.
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Während die
vorstehend beschriebene Konstruktion einer Drehstabanordnung mit
verstellbarer Länge
in verschiedenen Aufhängungen
zufriedenstellende Leistung zeigte, gibt es verschiedene Punkte,
die im Hinblick auf diese Konstruktion angesprochen werden müssen. Zunächst ist
die Anzahl der für diese
Konstruktion erforderlichen Bauteile übermäßig. Dies führt zu übermäßigen Kosten, Problemen mit
dem Inventar und Problemen mit der Logistik im gesamten Herstellungsprozess.
Zweitens ist die Montage der vorstehend beschriebene Konstruktion arbeitsaufwändig, was
zu über mäßigen Kosten
während
der Montage des Systems führt.
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Kurzbeschreibung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung stellt der Technik eine vereinfachte längenverstellbare
Drehstabanordnung zu geringeren Kosten zur Verfügung. In einer Ausführungsform
besteht ein zentraler Drehstab aus zwei Stäben, wobei einer der Stäbe ein Vollstab
mit einem Gewindeende ist und der andere Stab rohrförmig ist.
Eine Einstellmutter ist drehbar an dem rohrförmigen Stab befestigt und nimmt
in Gewindeeingriff das Gewindeende des Vollstabs auf, um die Verstellbarkeit
herzustellen. In einer anderen Ausführungsform besteht der zentrale
Drehstab aus zwei Stücken,
wobei einer der Stäbe
ein Vollstab mit einem Gewindeende ist und der andere Stab rohrförmig mit einem
Innengewinde ist. Eine Einstellmutter nimmt in Gewindeeingriff die
beiden Gewindeabschnitte der beiden Stäbe auf, um die Verstellbarkeit
herzustellen.
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Weitere
Anwendungsgebiete der vorliegenden Erfindung werden aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung deutlich. Es versteht sich, dass die
detaillierte Beschreibung und spezifische Beispiele zwar die bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung angeben, jedoch nur zu Erläuterungszwecken dienen sollen
und den Schutzumfang der Erfindung nicht einschränken sollen.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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Die
vorliegende Erfindung ist an Hand der detaillierten Beschreibung
und der beiliegenden Zeichnungen besser verständlich.
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1 ist
eine Seitenansicht einer geraden Drehstabanordnung, die den Verstellmechanismus gemäß vorliegender
Erfindung aufweist;
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2 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
des in 1 gezeigten Verstellmechanismus;
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3 ist
eine Draufsicht der in 1 gezeigten geraden Drehstabanordnung;
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4 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht,
die einen Verstellmechanismus gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
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5 ist
eine Draufsicht einer Drehstabanordnung mit V-Konfiguration, die
den in 2 und 4 gezeigten Verstellmechanismus
aufweist;
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6 ist
eine Draufsicht einer geraden Drehstabanordnung, die den Verstellmechanismus
nach dem Stand der Technik enthält;
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7 ist
eine Seitenansicht einer geraden Drehstabanordnung, die den Verstellmechanismus gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufweist;
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8 ist
eine Draufsicht der in 7 dargestellten geraden Drehstabanordnung;
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9 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
des in 7 gezeigten Verstellmechanismus; und
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10 ist
eine Draufsicht einer Drehstabanordnung mit V-Konfiguration, die
die in 8 gezeigten Verstellmechanismen aufweist.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Die
folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen) ist ausschließlich beispielhafter Natur
und soll in keiner Weise die Erfindung, ihre Anwendung oder Nutzung
einschränken.
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In 1 ist
eine gerade Drehstabanordnung dargestellt, die einen einzigartigen
Verstellmechanismus gemäß vorliegender
Erfindung aufweist und die allgemein mit Bezugszeichen 10 bezeichnet
ist. Die Drehstabanordnung 10 weist einen Paar Drehgelenksanordnungen 12,
einen zentralen Vollstab 14, einen zentralen rohrförmigen Stab 16 und
einen Verstellmechanismus 18 auf.
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Jede
Drehgelenksanordnung 12 umfasst ein Auge 22, einen
zentralen Verbindungszapfen 24 und eine Elastomerbuchse 26,
die zwischen dem Auge 22 und den zentra len Verbindungszapfen 24 angeordnet
ist. Eine Drehgelenksanordnung 12 ist an dem zentralen
Vollstab 14 befestigt, indem ein entsprechendes Auge 22 an
dem zentralen Vollstab 14 verschweißt oder anderweitig befestigt
ist. Die andere Drehgelenksanordnung 12 ist an dem zentralen
rohrförmigen
Stab 16 befestigt, indem ein entsprechendes Auge 22 an
dem zentralen rohrförmigen
Stab 16 verschweißt
oder anderweitig befestigt ist. Nach dem Zusammenbau wird ein Verbindungszapfen 24 an
einer am Rahmen oder einer anderen Struktur der gefederten Masse
des Fahrzeugs angebrachten Halterung befestigt und der entgegengesetzte
Verbindungszapfen 24 wird an einer an der Achsenanordnung
oder einer anderen Struktur der ungefederten Masse des Fahrzeugs
angebrachten Halterung befestigt. Der zentrale rohrförmige Stab 16 bildet
einen axial verlaufenden Schlitz 28 und ein Paar radial
verlaufende Flansche 30. Der Schlitz 28 und die
Flansche 30 werden verwendet, und den zentralen rohrförmigen Stab
zu sichern, nachdem die Einstellung der Länge der Drehstabanordnung 10 wie
nachfolgend beschrieben erfolgt ist.
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Wie 2 zeigt,
enthält
der Verstellmechanismus 18 einen Außengewindeabschnitt 32 des zentralen
Vollstabes 14, eine Haltenut 34 und einen ringförmigen Flansch 36,
die in dem zentralen rohrförmigen
Stab 16 gebildet sind, sowie eine Einstellmutter 38.
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Die
Einstellmutter 38 bildet ein Innengewinde 42,
das in Gewindeeingriff den Außengewindeabschnitt 32 des
zentralen Vollstabs 14 aufnimmt. Die Einstellmutter 38 hat
ferner einen ringförmigen Flansch 44,
der in der Haltenut 34 aufgenommen ist, und eine ringförmige Nut 46,
die den ringförmigen Flansch 36 aufnimmt,
um die Einstellmutter 38 an dem zentralen rohrförmigen Stab 16 zu
sichern. Der zentrale rohrförmige
Stab 16 wird mit einer offenen Nut (nicht dargestellt)
hergestellt, die schließlich
die Haltenut 34 wird. Die Einstellmutter 38 wird
innerhalb der offenen Nut 34 positioniert und das offene
Ende des zentralen rohrförmigen
Stabs 16 wird umgeformt, um den ringförmigen Flansch 36 in
der Nut 46 zu erzeugen und anzuordnen, während gleichzeitig
die Haltenut 34 gebildet wird und der ringförmige Flansch 44 der
Einstellmutter 38 innerhalb der Nut 34 eingeschlossen
wird. Die Einstellmutter 38 ist relativ zu dem zentralen
rohrförmigen
Stab 16 frei drehbar, kann sich jedoch relativ zu dem zentralen
rohrförmigen
Stab 16 aufgrund des Eingriffs der ringförmigen Flansche 36 und 44 mit
den Nuten 46 bzw. 34 nicht axial bewegen.
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Die
Längeneinstellung
der Drehstabanordnung 10 kann entweder bevor oder nachdem
die Drehstabanordnung 10 in ein Fahrzeug eingebaut ist durchgeführt werden.
Wenn die Drehstabanordnung 10 nicht am Fahrzeuge angebracht
ist, kann die Einstellung erfolgen, indem der zentrale Vollstab 14 gehalten
wird und die Einstellmutter 38 relativ zu dem zentralen
rohrförmigen
Stab 16 gedreht wird, oder indem die Einstellmutter 38 gehalten
wird und der zentrale Vollstab 14 gedreht wird. Nach dem
Einbau in das Fahrzeug kann die Einstellung nur durch Drehen der
Einstellmutter 38 erreicht werden, was die Länge der
Drehstabanordnung 10 verstellt, da die beiden zentralen
Stäbe 14 und 16 aufgrund
ihrer Verbindung mit dem Fahrzeug nicht drehbar sind.
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Nachdem
die Drehstabanordnung 10 in das Fahrzeug eingebaut wurde
und die Einstellmutter 38 gedreht wurde, um die endgültige Länge der
Drehstabanordnung 10 einzustellen, wird die Einstellmutter 38 an
dem zentralen rohrförmigen
Stab 16 unter Verwendung des Schlitzes 28 und
des Flansches 30 verriegelt. Eine Schraube 50 wird
durch eine in jedem Flansch 30 gebildete Bohrung 52 eingeführt. Eine Mutter 54 wird
an der Schraube 50 angebracht, und wenn die Mutter 54 festgezogen
wird, werden die Flansche 30 aufeinander zu gedrückt, so
dass sich die Größe des Schlitzes 28 reduziert
und dadurch die Einstellmutter 38 an dem zentralen rohrförmigen Stab 16 befestigt
wird, indem die Drehung der Einstellmutter 38 relativ zu
dem zentralen rohrförmigen Stab 16 unterbunden
wird. Während
der Schlitz 28 und die Flansche 30 als eine Einrichtung
zum Verriegeln der Länge
der Drehstabanordnung 10 dargestellt sind, können auch
andere nach dem Stand der Technik bekannte Einrichtungen verwendet
werden, wie zum Beispiel ohne Einschränkung das Bilden eines zentralen
rohrförmigen
Stabs 16 in der Weise, dass die Einstellmutter 38 gesichert
wird, oder das Verhindern der Drehung der Einstellmutter 38 relativ zu
dem zentralen Vollstab 14 oder dem zentralen rohrförmigen Stab 16,
indem verschiedene nach dem Stand der Technik bekannte Gewindesperrsysteme oder
Drehverhinderungssysteme verwendet werden.
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In 4 ist
ein Verstellmechanismus für
eine Drehstabanordnung 110 gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt und allgemein mit Bezugszeichen 118 bezeichnet. Der
Verstellmechanismus 118 weist einen Außengewindeabschnitt 32 des
zentralen Vollstabs 14, einen in einem zentralen rohrförmigen Stab 116 gebildeten Innengewindeabschnitt 134 und
eine Einstellmutter 138 auf.
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Der
rohrförmige
Stab 116 entspricht dem zentralen rohrförmigen Stab 16 mit
der Ausnahme, dass die Nut 34 und ein Flansch 36 des
zentralen rohrförmigen
Stabs 16 durch den Innengewindeabschnitt 134 ersetzt
sind. Der zentrale rohrförmige Stab 116 bildet
einen Schlitz 28, das Paar Flansche 30 und der
zentrale rohrförmige
Stab 116 sind an einem jeweiligen Auge 22 gleich
wie bei dem zentralen rohrförmigen
Stab 16 befestigt.
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Die
Einstellmutter 138 bildet ein Innengewinde 42,
das in Gewindeeingriff den Außengewindeabschnitt 32 des
zentralen Vollstabs 14 aufnimmt. Die Einstellmutter 138 bildet
ferner ein Außengewinde 144,
das von dem Innengewindeabschnitt 134 des zentralen rohrförmigen Stabs 116 in
Gewindeeingriff aufgenommen wird. Die Einstellmutter 138 ist
sowohl relativ zu dem zentralen Vollstab 14 als auch dem zentralen
rohrförmigen
Stab 116 frei drehbar.
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Die
Längeneinstellung
der Drehstabanordnung 110 kann entweder vor oder nach der
Montage der Drehstabanordnung 110 an einem Fahrzeug durchgeführt werden.
Wenn die Drehstabanordnung 110 nicht am Fahrzeug montiert
ist, kann die Einstellung erfolgen, indem die Einstellmutter 138 relativ
zu einem der beiden oder zu beiden zentralen Stäben 14 und 116 gedreht
wird, oder indem einer der beiden oder beide zentralen Stäbe 14 oder 116 relativ
zu der Einstellmutter 138 gedreht werden. Nach der Montage
am Fahrzeug kann die Einstellung nur durch das Drehen der Einstellmutter 138 relativ
zu den zentralen Stäben 14 und 116 erfolgen.
Die Drehung der Einstellmutter 138 relativ zu den zentralen
Städten 14 und 116 verursacht,
dass sich die zentralen Stäbe 14 und 116 aufgrund
der Konstruktion des Gewindeabschnitts 32, des Innengewindes 42,
des Innengewindeabschnitts 134 und des Außengewindes 144 in entgegengesetzte
axiale Richtungen bewegen.
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Nachdem
die Drehstabanordnung 110 in das Fahrzeug eingebaut wurde
und die Einstellmutter 138 gedreht wurde, um die endgültige Längeneinstellung
der Drehstabanordnung 110 vorzunehmen, wird die Einstellmutter 138 an
dem zentralen rohrförmigen Stab 116 unter
Verwendung des Schlitzes 28, der Flansche 30,
der Schraube 50 und der Mutter 54 in der gleichen
Weise wie vorstehend für
die Einstellmutter 38 beschrieben verriegelt. Andere nach
dem Stand der Technik bekannte Einrichtungen können zur Sicherung der Einstellmutter 138 verwendet
werden, wie zum Beispiel ohne Einschränkung das Bilden eines zentralen
rohrförmigen
Stabs 116 in der Weise, dass die Einstellmutter 138 gesichert
wird, oder das Verhindern der Drehung der Ein stellmutter 138 relativ
zu dem zentralen Vollstab 14 oder dem zentralen rohrförmigen Stab 116,
indem verschiedene nach dem Stand der Technik bekannte Gewindesperrsysteme
oder Drehverhinderungssysteme verwendet werden.
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In 5 ist
eine Drehstabanordnung mit V-Konfiguration fünfzehn dargestellt und allgemein mit
Bezugszeichen 310 bezeichnet. Die Drehstabanordnung mit
V-Konfiguration 310 enthält eine
Scheitel-Drehgelenksanordnung 312, ein Paar End-Drehgelenksanordnungen 12,
einen ersten zentralen Vollstab 14, zentralen rohrförmigen Stab 16,
Verstellmechanismus 18, einen zweiten zentralen Vollstab 14, zentralen
rohrförmigen
Stab 116 und Verstellmechanismus 118. Während die
Drehstabanordnung mit V-Konfiguration 310 sowohl den Verstellmechanismus 18 als
auf den Verstellmechanismus 118 aufweist, hat eine Drehstabanordnung
mit V-Konfiguration typischerweise ein Paar Verstellmechanismen 18 oder
einen Paar Verstellmechanismen 118. Die Integration sowohl
des Verstellmechanismus 18 als auch des Verstellmechanismus 118 in
derselben Drehstabanordnung mit V-Konfiguration erfolgt nur der
Einfachheit halber, um die Anpassungsfähigkeit der vorliegenden Erfindung
darzustellen.
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In 7–9 ist
eine gerade Drehstabanordnung, die einen Verstellmechanismus gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufweist, dargestellt und allgemein mit
Bezugszeichen 410 bezeichnet. Die Drehstabanordnung 410 weist
ein Paar Drehgelenksanordnungen 412, einen zentralen Vollstab 414,
einen zentralen rohrförmigen
Stab 416 und einen Verstellmechanismus 418 auf.
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Jede
Drehgelenksanordnung 412 umfasst ein Auge 422,
einen zentralen Verbindungszapfen 424 und eine Elastomerbuchse 426,
die zwischen dem Auge 422 und dem zentralen Verbindungszapfen 424 angeordnet
ist. Eine Drehgelenksanordnung 412 ist an dem zentralen
Vollstab 414 befestigt, indem ein entsprechendes Auge 422 mit
dem zentralen Vollstab 414 verschweißt oder anderweitig daran angebracht
ist. Die andere Drehgelenksanordnung 412 ist an dem zentralen
rohrförmigen
Stab 416 befestigt, indem ein entsprechendes Auge 422 mit
dem zentralen rohrförmigen
Stab 416 verschweißt
oder anderweitig an diesem befestigt ist. Nach dem Zusammenbau wird
ein Verbindungszapfen 424 an einer am Rahmen oder einer
anderen Struktur der gefederten Masse des Fahrzeugs angebrachten
Halterung befestigt und der entgegengesetzte Verbindungszapfen 424 wird
an einer an der Achsenanordnung oder einer anderen Struktur der
ungefederten Masse des Fahrzeugs angebrachten Halterung befestigt.
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Der
zentrale rohrförmige
Stab 416 bildet einen axial verlaufenden Schlitz 428 und
ein Paar radial verlaufende Flansche 430. Der Schlitz 428 und
die Flansche 430 werden verwendet, um den zentralen rohrförmigen Stab 4i6 zu
sichern, nachdem die Einstellung an der Länge der Drehstabanordnung 410 wie
nachfolgend beschrieben vorgenommen wurde.
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Wie 9 zeigt,
enthält
der Verstellmechanismus 418 einen Außengewindeabschnitt 432 des zentralen
Vollstabs 414, eine Haltenut 434 und einen ringförmigen Flansch 436,
die durch den zentralen rohrförmigen
Stab 416 gebildet werden, sowie eine Einstellmutter 438.
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Die
Einstellmutter 438 bildet ein Innengewinde 442,
das in Gewindeeingriff einen Außengewindeabschnitt 432 des
zentralen Vollstabs 414 aufnimmt. Die Einstellmutter 438 enthält ferner
einen ringförmigen
Flansch 444, der in der Haltenut 434 aufgenommen
ist, und eine ringförmigen
Nut 446, die den ringförmigen
Flansch 436 aufnimmt, um die Einstellmutter 438 an
dem zentralen rohrförmigen
Stab 416 zu sichern. Die Einstellmutter 438 wird
mit offener ringförmiger
Nut 446 hergestellt, so dass der Flansch 436 ohne
weiteres in die ringförmige
Nut 446 eingeführt werden
kann. Der Flansch 436 des zentralen rohrförmigen Stabs 416 wird
in der offenen Nut 446 positioniert und das offene Ende
der Einstellmutter 438 wird umgeformt, um den ringförmigen Flansch 444 herzustellen
und in der Nut 434 anzuordnen, während gleichzeitig die geschlossene
Haltenut 446 gebildet wird, die den ringförmigen Flansch 436 des
zentralen rohrförmigen
Stabs 416 in der Nut 446 einschließt. Die
Einstellmutter 438 ist relativ zu dem zentralen rohrförmigen Stab 416 frei
drehbar, kann sich jedoch aufgrund des Eingriffs der ringförmigen Flansche 436 und 444 mit
den Nuten 446 bzw. 434 relativ zu dem zentralen
rohrförmigen
Stab 416 nicht axial bewegen.
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Die
Längeneinstellung
der Drehstabanordnung 410 kann entweder bevor oder nachdem
die Drehstabanordnung 410 in ein Fahrzeug eingebaut ist
durchgeführt
werden. Wenn die Drehstabanordnung 410 nicht am Fahrzeug
angebracht ist, kann die Einstellung erfolgen, indem der zentrale
Vollstab 414 gehalten wird und die Einstellmutter 438 relativ
zu dem zentralen rohrförmigen
Stab 416 gedreht wird, oder indem die Einstellmutter 438 gehalten
wird und der zentrale Vollstab 414 gedreht wird. Nach dem Einbau
in das Fahrzeug kann die Einstellung nur durch Drehen der Einstellmutter 438 erreicht
werden, was die Länge
der Drehstabanordnung 410 verstellt, da die beiden zentralen
Stäbe 414 und 416 aufgrund ihrer
Verbindung mit dem Fahrzeug nicht drehbar sind.
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Zwischen
dem zentralen rohrförmigen
Stab 416 und dem zentralen Vollstab 414 ist eine
Elastomer-Auskleidung bzw. -hülse 448 angeordnet.
Die Auskleidung oder Hülse 448 verbessert
die Haltekraft des Klemmmechanismus für die Drehstabanordnung 410.
Ohne die Auskleidung oder Hülse 448 würde der zentrale
rohrförmige
Stab 416 nur durch die Gewindespitzen gehalten. Die Auskleidung
oder Hülse 448 verformt
sich und fließt
nach unten zu der Gewindebasis und erhöht somit die geklemmte Oberfläche.
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Nachdem
die Drehstabanordnung 410 in das Fahrzeug eingebaut wurde
und die Einstellmutter 438 gedreht wurde, um die endgültige Länge der Drehstabanordnung 410 einzustellen,
wird der zentrale Vollstab 414 an dem zentralen rohrförmigen Stab 416 unter
Verwendung des Schlitzes 428 und der Flansche 430 verriegelt.
Eine Schraube 450 wird durch eine in jedem Flansch 430 gebildete
Bohrung 452 eingeführt.
Eine Mutter 454 wird an der Schraube 450 angebracht
und wenn die Mutter 454 festgezogen wird, werden die Flansche 430 aufeinander
zu gedrückt,
so dass sich die Größe des Schlitzes 428 reduziert
und dadurch der zentrale Vollstab 414 an dem zentralen
rohrförmigen
Stab 416 befestigt wird, indem die Drehung des zentralen
Vollstabs 414 relativ zu dem zentralen rohrförmigen Stab 416 unterbunden
wird. Wie vorstehend im Detail erläutert, erhöht die Auskleidung oder Hülse 448 den
Oberflächenkontakt
zwischen den zentralen Stäben 414 und 416, und
während
der Schlitz 428 und die Flansche 430 als eine
Einrichtung zum Verriegeln der Länge
der Drehstabanordnung 410 dargestellt sind, können auch
andere nach dem Stand der Technik bekannte Einrichtungen verwendet
werden, wie zum Beispiel ohne Einschränkung das Bilden eines zentralen
rohrförmigen
Stabs 416 in der Weise, dass der zentrale Vollstab 416 gesichert
wird, oder das Verhindern der Drehung der Einstellmutter 438 relativ
zu dem zentralen Vollstab 414 oder dem zentralen rohrförmigen Stab 416,
indem verschiedene nach dem Stand der Technik bekannte Gewindesperrsysteme
oder Drehverhinderungssysteme verwendet werden.
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In 10 ist
eine Drehstabanordnung mit V-Konfiguration fünfzehn dargestellt und allgemein durch
das Bezugszeichen 510 bezeichnet. Die Drehstabanordnung
mit V-Konfiguration 510 enthält eine Scheitel-Drehgelenksanordnung 512,
ein Paar End- Drehgelenksanordnungen 412,
einen ersten zentralen Vollstab 414, einen ersten zentralen
rohrförmigen
Stab 416, einen ersten Verstellmechanismus 418,
einen zweiten zentralen Vollstab 414, einen zweiten zentralen
rohrförmigen
Stab 416 und einen zweiten Verstellmechanismus 418.
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Die
Beschreibung der Erfindung ist lediglich beispielhafter Natur und
somit ist beabsichtigt, dass Variationen, die vom Grundgedanken
der Erfindung nicht abweichen, innerhalb des Schutzumfangs der Erfindung
liegen sollen. Derartige Variationen sind nicht als eine Abweichung
von dem Geist und Schutzumfang der Erfindung zu betrachten.
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Zusammenfassung
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Ein
System zur Längeneinstellung
einer Drehstabanordnung weist einen an einer Gelenksanordnung befestigten
rohrförmigen
Stab und einen an einer anderen Gelenksanordnung befestigten Vollstab
auf. Der Vollstab verläuft
in den rohrförmigen Stab.
Eine an dem rohrförmigen
Stab angebrachte Einstellmutter nimmt in Gewindeeingriff den Vollstab auf
und die Drehung der Einstellmutter verstellt die Länge der
Drehstabanordnung. Das System zur Längeneinstellung kann in einer
geraden Drehstabanordnung oder in einer Drehstabanordnung mit V-Konfiguration
integriert werden.