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Technisches Gebiet:
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Kabelstecker.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen modularen
Stecker zum Abschließen
von elektrischen Drähten
in einem Kabel, wie etwa Rundkabel oder jede Art von Kabeltypen
mit Leiterpaaren.
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Stand der Technik:
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In
der Telekommunikationsindustrie werden üblicherweise modulare Steckverbinder
verwendet, um technische Einrichtungen beim Kunden (CPE), etwa Telefone
oder Computer, mit einer Buchse in einem anderen CPE-Teil, etwa
ein Modem oder eine Wandanschlussleiste, zu verbinden. Diese modularen
Stecker schließen
im Wesentlichen zwei Arten von Kabeln oder Leitungen ab:
Flachkabel
und Rundkabel.
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Bei
bandförmigen
Kabeln sind die Leiter, die durch das Kabel laufen, im Wesentlichen
in einer Ebene angeordnet und laufen über die Länge des Kabels im Wesentlichen
parallel zueinander. Die einzelnen Leiter können ihre eigene Isolierung
haben oder können
durch in der Buchse des Flachkabels selbst definierte Kanäle voneinander
isoliert sein, wobei die Flachbuchse die notwendige Isolierung bereitstellt.
Umgekehrt können
die in Standardrundkabel untergebrachten Leiter eine zufällige oder
gezielte Anordnung annehmen, wobei die Leiter verdrillt oder umeinander
gewickelt sind und ihre relative Lagen über die Kabellänge hinweg
verändern.
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Herkömmliche
modulare Stecker sind gut geeignet, bandförmige Kabel abzuschließen. Typischerweise
bestehen diese Stecker aus einer dielektrischen, etwa Kunststoff,
Struktur, in der ein Satz von Anschlussklemmen Seite an Seite in
einen Satz von Rinnen oder Kanälen
in dem Steckerkörper
eingebaut ist, so dass die Anschlüsse mit der Konfiguration der
Leiter in dem damit verbundenen Kabel zusammenpassen. Wenn der Stecker
in eine Buchse eingefügt
ist, kontaktieren die Anschlussklemmen elektrisch mit Buchsenfedern
in der Buchse, um die Verbindung herzustellen.
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Andererseits
bereitet das Abschließen
von Standardrundkabeln oder Leitungen dem Fachmann besondere Probleme
beim Zusammenbau. Zum Beispiel erfordert das Abschließen eines
Rundkabels, das zum Beispiel vier Leiterpaare trägt, mittels eines existierenden
modularen Steckers, folgende Schritte: Zunächst muss das Kabel oder die
Leitungsbuchse abisoliert werden, um die innen liegenden Leiter
zu erreichen. Als nächstes
muss, da die Leiter in einem Leiterpaar üblicherweise miteinander verdrillt
sind, die Verdrillung beseitigt werden und die Leiter müssen geordnet
werden, um sie entsprechend der geforderten Verbindung auszurichten.
Während
des Ordnens aller Leiter in einer Seite an Seite-Ebene beinhaltet
das Ausrichten der Leiter bei einigen standardisierten Steckern
auch das Trennen der Leiter bei wenigstens einem der Paare und das
Führen
dieser über
oder unter Leiter anderer Paare. Somit kann der Ordnungsprozess
damit enden, dass verschiedene Leiter unterschiedlicher Paare sich überkreuzen,
wodurch Nebensprechen zwischen den einzelnen Leiterpaaren induziert
wird.
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Nebensprechen
ist definiert als die Kreuzkopplung elektromagnetischer Energie
zwischen benachbarten Leiterpaaren in dem gleichen Kabelbündel oder
Kabelverbinder. Nebensprechen kann in eine von zwei Arten eingeteilt
werden: Nahnebensprechen, üblicherweise
als NEXT bezeichnet, hat die meiste Bedeutung, da das hochenergetische
Signal eines benachbarten Leiters relativ signifikant Nebensprechen
in ein gedämpftes
Empfangssignal induzieren kann. Die andere Art ist Fernnebensprechen
oder FEXT. FEXT ist typischerweise ein geringeres Problem, da das
fern interferierende Signal gedämpft
wird, wenn es die Schleife durchläuft. Da die Buchsenfedern,
Leiter und die Steckeranschlussklemmen oder Kontakte in der Nähe der Buchsenfedern
in einem Kommunikationsstecker im Allgemeinen ziemlich nahe beieinander
liegen und einander ausgesetzt sind, ist die Kontrolle des Nebensprechens
eine sehr wichtige Betrachtung bei jedem Steckermodell. Leider kann
Nebensprechen bei einem Kommunikationsstecker nicht einfach eliminiert
werden. Buchsen werden so ausgelegt, dass sie ein gewisses Maß an kompensierendem
Nebensprechen erzeugen, um dem im Stecker erzeugten Nebensprechen
entgegenzuwirken. Entsprechend sollte ein Kommunikationsstecker
eher ausgelegt werden, um Nebensprechen zu „optimieren" anstatt zu minimieren.
Der Ausdruck „optimieren" ist so zu verstehen, dass
das in einem Stecker induzierte Nebensprechen kontrolliert wird
und somit im Vergleich zu jedem anderen Stecker konstant ist. Somit
kann, wenn das induzierte NEXT in einem Stecker vorhersehbar ist,
die Buchse entsprechend ausgelegt werden, um das vorhergesehene,
im Stecker induzierte NEXT zu kompensieren.
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Bei
zur Zeit verwendeten modularen Steckern ist es schwierig, wenn die
Leiter entdrillt und in die Vorderseite des Steckergehäuses eingefügt sind, deren
Längen
zu kontrollieren, was wiederum eine Schwankung in der elektrischen
Leistung verursacht. Dieser Mangel an genauer Kontrolle führt auch
zu Schwankungen der elektrischen Leistung von Stecker zu Stecker,
wobei doch die Reproduzierbarkeit der Leistung gewünscht ist.
Zusätzlich
wird im Allgemeinen ein Ankerstab verwendet, um die Leitung oder
das Kabel in dem Gehäuse
zu halten, wodurch auch Spannungsentlastung bereitgestellt wird.
Jedoch verformt der Ankerstab das Kabel und führt eine Zufallsgröße in die
Leistung ein, die durch die Leiter verursacht wird, welche an verschiedenen
Abschnitten ihrer Verdrillung zusammengepresst werden. Folglich
ist es schwierig, elektrische Merkmale eines Steckers vorherzusagen
und der hohe Grad an Unbeständigkeit
kann zu einer reduzierten Signalübertragungsleistung
in wenigstens einigen Schaltungen führen. Dieses Problem ist vollständig im
US-Patent Nr. 6,056,586 von Lin, veröffentlicht am 2. Mai 2000, diskutiert,
auf dessen Offenbarung hier Bezug genommen wird.
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Ebenso
werden bei einigen gegenwärtigen Hochfrequenzkommunikationssteckern
die Leiter in der Mitte des Steckers durch Isolierungsverschiebeverbinder
abgeschlossen. Die Materialkosten des Steckers sind aufgrund der
Menge an Material, wie etwa Phosphorbronze, die bei dieser Art von
Struktur benötigt
wird, stark erhöht.
Bei einem solchen Stecker ist auch die Gesamtgröße des Steckers erhöht, was
die Verwendung des Steckers an einer räumlich begrenzten Stelle, wie
etwa hochintegrierte Netzwerkklemmen, behindert oder verhindert.
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Außerdem ist
die Zeit des Technikers, die bei den bekannten Verfahren für das Auseinandertrennen
der verdrillten Leiterpaare und das Führen dieser in die richtigen
Steckeranschlussklemmen benötigt wird,
beachtlich. Gerade wenn der Techniker, Spleißer oder eine andere mit dem
Zusammenbau beauftragte Person in der Anordnung der Leiter genau
ist, ist die von ihm oder ihr benötigte Zeit enorm, um eine solche
Genauigkeit zu erreichen. Somit kann der Zeitaufwand durch das richtige
Führen
der Leiter beachtliche Kosten erzeugen. Wenn man sich bewusst macht,
dass täglich
Tausende solcher Anschlüsse gemacht
werden, bei denen wenigstens Hunderte von Technikern involviert
sind, kann abgeschätzt werden,
dass beim Zusammenbau des Steckers jede Reduzierung des Zeitaufwands
eine beachtliche wirtschaftliche Bedeutung haben kann.
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Demgemäß existiert
ein Bedarf nach einem modularen Stecker, der ein Standardrundkabel
abschließen
kann und der eine einfache Schnittstelle zwischen den Leitern in
dem Kabel und den Steckeranschlussklemmen bereitstellt, der eine
geringere Einbauzeit als bisher benötigt und der im Wesentlichen
gleichbleibende elektrische Merkmale von Stecker zu Stecker aufweist.
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Ein
Schritt, um diese Ziele zu erreichen, ist im US-Patent 6,250,949
von Lin, veröffentlichet
am 26. Juni 2001, dessen Offenbarung durch Bezugnahme hier integriert
wird, offenbart. Das US-Patent 6,250,949 stellt einen modularen
Stecker bereit, der durch einen Techniker leicht zusammengebaut
werden kann. Der Stecker umfasst einen Leiter ordnenden Schlitten,
der das Führen
und die Anordnung der verdrillten Leiterpaare im Stecker regelt.
Der Leiter ordnende Schlitten hilft sicherzustellen, dass die Längen der
einzelnen Leiter und die relativen Lagen der einzelnen Leiter im
Stecker von Stecker zu Stecker relativ gleichmäßig sind. Somit hilft das im
US-Patent 6,250,949 offenbarte Steckermodell das NEXT zu „optimieren", so dass das NEXT
des Steckers durch ein NEXT Kompensationsschema innerhalb der Buchse
wirksam reduziert werden kann.
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Solch
ein Stecker wurde von der Industrie gut angenommen und häufig verwendet.
Bei CAT5 Standards reicht das Steckermodell aus, um das NEXT innerhalb
eines akzeptablen Niveaus zu halten. Jedoch gibt es immer einen
Trend zu schnelleren Übertragungsgeschwindigkeiten
und einer weiteren Reduzierung des NEXT, so dass zukünftige Stecker/Buchsen
Kombinationen das NEXT noch weiter reduzieren müssen, so wie die Leistungsstandards steigen
(wie etwa die durch zukünftige
CAT-Standards definierte minimale Leistungsmerkmale).
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Darstellung der Erfindung:
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Eine
Lösung
wäre die
Bereitstellung eines neuen Steckermodells. Das neue Steckermodell
würde die
Orientierung, den Abstand und die Längen der Leiter im Stecker
modifizieren, so dass das im Stecker erzeugte NEXT noch enger kontrolliert
wird. Diese Lösung
leidet an einem Nachteil, da neue Vorlagenformen für die Steckerbauteile
entworfen werden müssten,
um die Änderungen
in der Orientierung, des Abstands und/oder der Längen der Leiter im Stecker
aufzunehmen. Darüber
hinaus müssten
Techniker, Spleißer
und andere Personen, die die Stecker zusammenbauen, neu geschult
werden, um ein neues Steckermodell zusammenzubauen.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Steckermodell bereitzustellen,
das das im Stecker erzeugte NEXT eng kontrolliert, so dass nur ein
Minimum an Schwankungen in dem NEXT von einen Stecker zum anderen
auftritt. Darüber
hinaus ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung bereitzustellen,
die kein Umrüsten
der Vorlagenformen benötigt,
die verwendetet werden, um die Bauteile der bereits existierenden
Stecker zu formen. Darüber
hinaus ist es eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Steckermodell bereitzustellen, das in der gleichen Weise wie der
im US-Patent 6,250,949 offenbarte Stecker zusammengebaut werden
kann, so dass eine Schulung von Personen, die den Stecker zusammenbauen,
nicht notwendig ist. Diese und andere Aufgaben werden durch einen Steckverbinder
zum Abschließen
eines Kommunikationskabels mit einer Vielzahl von Leitern darin
erfüllt. Der
Stecker umfasst einen Leiter ordnenden Schlitten, der eine Vielzahl
von Kanälen
zum Trennen leitfähiger
Drähte
umfasst, Der Schlitten ist aus wenigstens zwei Materialien gebildet,
umfassend ein erstes Material, welches ein leitfähiges Material ist, und eine zweites
Material, welches ein dielektrisches Material ist. Das erste Material
kann ein Metall und das zweite Material kann ein Kunststoff sein.
Bei einer Ausführungsform
ist das erste Material in das zweite Material imprägniert.
Bei einer anderen Ausführungsform ist
das erste Material als eine Schicht auf einer äußeren Oberfläche des
zweiten Materials ausgebildet.
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Andere
Aufgaben und weitere Anwendungsmöglichkeiten
der vorliegenden Erfindung werden aus der nachstehenden detaillierten
Beschreibung deutlich. Jedoch versteht es sich, dass die detaillierte Beschreibung
und die speziellen Beispiele, wenn sie auch bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung angeben, nur der Anschauung dienen, da verschiedene Änderungen
und Modifikationen innerhalb des Sinns und Rahmens der Erfindung
für den
Fachmann aus der detaillierten Beschreibung deutlich werden.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen:
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Die
vorliegende Erfindung wird aus der hier angegebenen detaillierten
Beschreibung zusammen mit den begleitenden Zeichnungen, die nur
der Erläuterung
dienen und nicht die vorliegende Erfindung beschränken, deutlicher
verstanden werden. Es zeigen
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1 eine
perspektivische Explosionsdarstellung eines Kabelabschlusssteckers,
die die Prinzipien der Erfindung darstellt;
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1b eine
Querschnittsansicht der Kreuzform des Schlittens, wie er in das
Kabel eingefügt
ist;
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2a eine
perspektivische Ansicht des Gehäuses
des Steckers von 1;
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2b eine
Draufsicht auf das Gehäuse;
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2c eine
Seitenansicht des Gehäuses;
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2d eine
Ansicht des Gehäuses
von unten;
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2e eine
Rückseitenansicht
des Gehäuses;
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3a eine
perspektivische Ansicht des Schlittens der Erfindung;
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3b eine
Draufsicht auf den Schlitten;
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3c eine
Seitenansicht des Schlittens;
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3d eine
Ansicht des Schlittens von unten;
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3e eine
Rückseitenansicht
des Schlittens;
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4a eine
perspektivische Ansicht der Haube oder des Deckels für den Schlitten
der Erfindung;
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4b eine
Draufsicht auf die Haube;
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4c eine
Ansicht der Haube von unten;
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4d eine
Seitenansicht der Haube;
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4e eine
Rückseitenansicht
der Haube;
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5a eine
perspektivische Ansicht der keilförmig gespaltenen Manschette
der Erfindung;
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5b eine
Seitenansicht der Manschette;
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5c eine
Ansicht der Manschette von unten;
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5d eine
Vorderansicht der Manschette;
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6a eine
perspektivische Ansicht des zusammengebauten Kabelabschlusssteckers
der Erfindung;
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6b eine
Seitenansicht des zusammengebauten Steckers;
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6c eine
Draufsicht auf den Stecker;
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6d eine
Rückseitenansicht
des Steckers;
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7 eine
Tabelle, die die NEXT-Leistung für
einen gemäß dem Stand
der Technik gestalteten Stecker zeigt;
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8 eine
Tabelle, die die NEXT-Leistung für
einen gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung gestalteten Stecker zeigt;
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9 eine
Tabelle, die die NEXT-Leistung für
einen gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung gestalteten Stecker bei einer Konzentration von 10%
zeigt, und
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10 eine
Tabelle, die die NEXT-Leistung für
einen gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung gebauten Stecker bei einer Konzentration von 15% zeigt.
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Ausführliche Beschreibung der bevorzugten
Ausführungen:
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In
der folgenden Beschreibung wird der Abschlussstecker der Erfindung
bei einer Verwendung mit einem im Stand der Technik üblicherweise
verwendeten Kabel beschrieben, das vier verdrillte, isolierte Drahtpaare
in einer schützenden
Ummantelung typischerweise aus Polyvinylchlorid (PVC) oder aus einem
anderen geeigneten Material aufweist. Üblicherweise werden die Drähte an den
Farben ihrer Isolierung identifiziert und zwei Drähte jeden
Paares werden miteinander verdrillt und die Paare werden wiederum
miteinander verdrillt. Im Stand der Technik ist bekannt, dass solches
Verdrillen der Drähte
und Paare dazu dient, eine wesentliche Reduzierung des Nebensprechens
zwischen einzelnen Drähten
und Drahtpaaren im Kabel zu erreichen. Es versteht sich jedoch,
dass auch Kabel, die eine andere Anzahl von Drähten und Drahtpaaren aufweisen,
durch einen Stecker abgeschlossen werden können, der die Merkmale und
Prinzipien der vorliegenden Erfindung aufweist. Auch beziehen sich
Ausdrücke
wie „unten", „oben", „vorne", „hinten" und dergleichen
auf Orientierung in den einzelnen Figuren und nicht auf Orientierungen,
die bei der tatsächlichen
Verwendung oder Praxis auftreten können.
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1 ist
eine perspektivische Explosionsansicht eines Kabelabschlusssteckers 11 der
vorliegenden Erfindung, die dessen einzelne Bauteile darstellt. Der
Stecker 11 weist ein äußeres Gehäuseteil 12 mit einem
hohlen Inneren zur Aufnahme eines Draht ordnenden Schlittens 13 auf.
Vorzugsweise besteht des Gehäuse 12 aus
einem geeigneten dielektrischen Material (z.B. Kunststoff). Eine
Haube oder ein Deckelteil 14, vorzugsweise aus dem gleichen
oder ähnlichen
Material, weist herabhängende
Rastarme 16 auf, deren distale Enden ausgelegt sind, um
mit den Unterseiten von Schlitzen 17 im Schlitten 13 zu
verrasten. Wie man sieht, ist der Schlitten 13 ein langgezogenes
Teil mit einer Längsachse
und auch mit einem flachen Bodenteil und ersten und zweiten Seitenwänden. Das
Steckerende 18 des Schlittens 13 weist eine Vielzahl
von Kanälen
auf, etwa parallele Nuten 15, die, wie später ausführlicher
beschrieben wird, angepasst sind, um verschiedene Drähte aus dem
Kabel (nicht gezeigt) in paralleler Beziehung in einer ebenen Anordnung
zu halten. Das Gehäuse 12 hat
an seinem Steckerende 19 einen Leiterausrichtebereich mit
einer Vielzahl von (z.B. acht) Schlitzen 20, in die Messerkontaktelemente 21 einfügbar sind. Das
Kontaktelement 21 weist scharfe Spitzen auf, um die Isolierung
der in den Nuten 15 liegenden Drähte zu durchstoßen, um
mit diesen einen elektrischen Kontakt herzustellen. Die Messer 21 wiederum
sind in den Schlitzen 20 angeordnet, um einen elektrischen
Kontakt mit den Buchsenfedern der Buchse (nicht gezeigt) herzustellen,
die den Stecker 11 aufnimmt.
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Der
Schlitten 13 weist an seinem Kabelabschlussende 22 vier
in Kreuzform angeordnete Trennwände 23 auf,
um vier Drahtpaarkanäle
oder Durchlässe 24 zu bilden,
die sich parallel zur Längsachse
erstrecken, von denen nur zwei gezeigt sind. Der Abstand der distalen
Ecken gegenüberliegend angeordneter
Trennwände
ist geringfügig
weniger als der innere Durchmesser der Schutzummantelung des Kabels,
so dass das Kabelende 22 des Schlittens in die Kabelummantelung
eingefügt
werden kann. Ein Quetschring oder eine Hülse 26 aus einem geeigneten
metallischen Material weist einen inneren Durchmesser auf, der ausreichend
ist, um über
das Kabelende mit dem darin eingefügten Schlitten geschoben zu
werden. Wenn der Ring 26 gequetscht ist, wird die Kabelummantelung
fest gegen die distalen Ecken der Trennwände 23 gepresst, wodurch durch
seinen Widerstand gegenüber
longitudinalen oder axialen Kräften,
wie in 1b gezeigt, Zugentlastung gewährleistet
wird. Aufgrund dieser einzigartigen Zugentlastungsanordnung sind
die Drähte
und Drahtpaare des Kabels, die sich in den Kanälen 24 befinden, keinen
Seitenkräften
ausgesetzt, die dazu führen,
ihre Orientierung im Bezug zueinander, wie es bei Vorrichtungen
des Stands der Technik üblich ist,
zu verdrehen. Solches Verdrehen kann Veränderungen oder Ansteigen des
Nebensprechens zwischen den Drähten
erzeugen, das unvorhersehbar und somit zu vermeiden ist.
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Ein
geschlitzter Keilkragen 27 mit einem gebogenen, davon abstehenden
Antihängenbleibarm 28,
passt über
das gequetschte Ende des Kabels und in das Gehäuse 12. Im Gehäuse 12 ist
dieser über Rastmittel 29 an
beiden Seiten, die in Rastschlitze 31 im Gehäuse 12 passen,
eingeklinkt. Wenn die Manschette eingeklinkt ist, ist der Schlitten
im Gehäuse verrastet
und der Stecker ist dann im Wesentlichen eine einheitliche Struktur.
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In
den 2a bis 2e sind
verschiedene Ansichten des Gehäuses 12 gezeigt.
Das Gehäuse 12 weist
eine Öffnung
in seinem hohlen Innenbereich auf. Die Öffnung 32 und der
Innenbereich sind so ausgelegt, dass sie den Schlitten, wenn er
darin eingefügt
ist, aufnehmen. Ein Einrastarm 33 steht vom Gehäuse 32 rechtwinklig
ab, wie am besten in 2c zu sehen, und bewirkt das
Fixieren und Lösen
des Steckers 11 von der Buchse oder anderen Aufnehmern,
in die er während
der Verwendung eingesteckt ist. In 2e ist
die Ebene der unteren Enden der Schlitze 20 zu sehen, unter
die das Steckerende 18 des Schlittens 13 in einen
Leerraum 34 gleitet.
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In
den 3a bis 3e sind
verschiedene Ansichten des Schlittens der vorliegenden Erfindung gezeigt.
In 3b, die eine Draufsicht auf den Schlitten 13 ist,
sind zwei verdrillte Drahtpaare 36 und 37 gezeigt,
um die Art darzustellen, in welcher sie durch den Schlitten 13 geordnet
sind. Es versteht sich, dass die Lage der Paare 36 und 37 in
den Rillen 15 nur anschaulichen Zwecken dient und es nicht
beabsichtigt ist, dass es zwingend die gezeigten Rillen sind.
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In 3b läuft das
verdrillte Paar 36 des Kabels, nicht gezeigt, durch einen
Seitenkanal 24 (3a), in
welchem die Verdrillung beibehalten wird, zu einer Verengung 38 an
dem Ende des Kanals, die die Drähte
des Paars 36 in eine vertikale Ausrichtung, d.h. ein Draht über dem
anderen, zwingt. Hinter der Verengung 38 sind die zwei
Drähte gerade
und parallel, wobei sie, wie man sieht, in den Rillen 15 liegen.
Somit wird die Verdrillung des Paars bis zu einer Stelle aufrechterhalten,
an der sie flach und parallel gelegt werden, wodurch die Möglichkeit des
Nebensprechens, das auftreten würde,
wenn sie an einer Stelle im Schlitten vor der Verengung 38 gerade
ausgerichtet wären,
reduziert ist. Beide Seitenkanäle 24,
die durch die Trennwände 23 gebildet
werden, weisen eine Verengung 38 auf. Weder der obere Kanal 24 noch
der untere Kanal, der sich auf der Unterseite des Schlittens befindet
und mit den Rillen 15 durch die Öffnung 39 kommuniziert,
weisen eine Verengung auf. Wie bereits angeführt, sind die zwei Drähte des
Paares 37 in benachbarten Rillen liegend gezeigt. Meistens,
abhängig
davon, welche besondere Leitung sie darstellen, liegen sie in getrennten
Rillen. Die Gestaltung des Schlitten macht es jedoch möglich, die
Drähte
so zu ordnen, wie es für
eine Verbindung zu der Buchse notwendig ist, solange das Nebensprechen
durch Minimieren der Länge
der nicht-verdrillten Teile der Drahtlängen minimiert oder wenigsten
kontrolliert wird. Einige Veränderungen des
Nebensprechens können
durch Ändern
der Länge
eines oder mehrerer der parallelen Drähte in den Rillen 15 oder
durch Ändern
der Länge
der Rillen selbst realisiert werden.
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Auf
jeder Seite des Schlittens 13 sind Nuten oder Schlitze 17,
die den Einrastarm 16 des Haubenelements 14 aufnehmen,
der in den Boden des Schlittens 17 einklinkt, um das Haubenelement 14 zu halten.
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Das
Haubenelement 14 ist in den 4a bis 4e gezeigt
und weist, wie in 4a gezeigt, abstehende Seiten
oder Arme 16 auf, die in die Nuten oder Schlitze 17 des
Schlittens 13 passen. Das untere oder distale Ende jeden
Arms 16 weist eine Einrastlippe 41 auf, die, wenn
die Haube 14 auf den Schlitten 13 gesetzt ist,
in die untere Ecke des Schlitzes 17 einrastet. Die Haube 14 weist
eine Verlängerung 42 auf,
die vorwärts
zwischen den Wänden
des Schlittens 13 vorsteht, welche Verlängerungen des oberen Kanals 24 sind,
und fügt
eine Maßnahme
zu dessen Unterstützung
hinzu. Die Verlängerung 42 liegt über dem
Drahtpaar, das von dem unteren Kanal 24 des Schlittens 13 durch
die Öffnung 39 zu
den Rillen 15 geführt
wird, und dient dazu, dessen Aufbeulen zu verhindern. Die Haube 14 weist
auch eine Öffnung
oder Aussparung 43 in deren Oberseite 44 auf, die
einen optischen Zugang zu dem Drahtpaar in dem unteren Kanal oder
Durchgang 24 des Schlittens 13 bereitstellt.
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Die 5a bis 5d sind
verschiedene Ansichten des geschlitzten Keilkragens 27,
der einen Körper
aus geeignetem Kunststoffmaterial mit geschlitzten Ober- und Unterseiten 44 und 46 aufweist, welche
durch abstehende Seitenwände 47 und 48 verbunden
sind. Eine Öffnung 49,
die über
das Kabel und den Quetschring 26 passt, ist in dem Körper des Keilkragens 27 ausgebildet.
Jede Seitenwand 47 und 48 weist eine Rastnase 29 auf,
die so ausgeformt und angeordnet ist, dass sie in die Einrastschlitze 31 passt,
um den Kragen 27 zu halten, wenn er in das Gehäuse 12 gedrückt ist.
Die Schlitze im Kragen 27 können zusammengedrückt werden,
wenn er in das Gehäuse 12 eingefügt wird,
der Kragen 27 greift aber auch fest in das Ende des Kabels,
wenn die Rastnasen in Schlitzen 31 sitzen, wodurch er mit
dem Schlitten 13 und dem Gehäuse 12 verankert ist.
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Von
dem Unterteil oder Boden des Kragens 27 abstehend befindet
sich ein gebogener Antihängenbleibarm 28,
dessen Funktion, wie später
deutlich wird, es ist, ein Hängenbleiben
des Einrastarms 33 oder ein daran Hängebleiben zu verhindern, und
der auch als ein Betätiger
für den
Einrastarm 33 funktioniert. Somit wird Druck auf den Arm 28 auf
den Einrastarm 33 übertragen,
um den Stecker 4 in eine Buchse einzufügen, oder um ihn aus der Buchse
zu entfernen. Aufgrund der kleinen Größe des Steckers und der Buchse
kann es für
einen Installierer schwierig sein, den Arm 33 zu betätigen. Diese
Schwierigkeit ist durch die Wirkung des Antihängenbleibarms 28 wesentlich
reduziert.
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Der
zusammengebaute Stecker 11 der Erfindung ist in den 6a bis 6d gezeigt.
Wie man sieht, ist ein Kabel 30 mit der darin eingefügten, in Kreuzform
konfigurierten Trennwandanordnung des Schlittens 13, mit
dem um die Kabelbuchse geklemmten Quetschring 26 und dem
gespaltenen Kragen 27, der das gequetschte Teil umgibt,
in die Rückseite
des Gehäuses 12 eingefügt, bis
die Einrastteile 29 in die Einrastschlitze 31 einschnappen.
Der Antihängenbleibarm 28 liegt über dem
distalen Ende des Einrastarms 33, wenn der geschlitzte
Kragen eingefügt
ist, und verhindert in dieser Position ein versehendliches Einschnappen
des Einrastarms. Es soll darauf hingewiesen werden, dass ein Druck
auf den Arm 28 auf den Arm 33 übertragen wird, um den Stecker 11 mit
der Buchse zu verrasten oder zu lösen.
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Der
Leiter ordnende Schlitten 13, wie in erster Linie in den 1, 1b und 3a–3e dargestellt,
wurde bisher, wie in Spalte 4, Zeilen 46–47 des US-Patents 6,250,949
angeführt,
aus einem dielektrischen Material (z.B. Kunststoff) ausgebildet.
Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist der Schlitten 13 jedoch „metallisiert", indem der Schlitten aus
wenigstens zwei Materialien, darunter ein erstes Material, das ein
leitfähiges
Material, wie etwa Metall, ist, und ein zweites Material, das ein
dielektrisches Material, wie etwa Kunststoff, ist, gebildet ist.
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Aufgrund
der Ausbildung des Schlittens 13 aus zwei Materialien,
darunter ein leitfähiges
Material, ist es möglich,
ein gewisses Maß an
Abschirmung oder Dämpfung
des Nebensprechens zwischen verdrillten Paaren im Bereich der Trennwände 23 bereitzustellen.
Es wurde festgestellt, dass die resultierende Steckeranordnung ein
sehr reproduzierbares NEXT-Niveau aufweist. Mit anderen Worten gibt
es bemerkenswert geringe Abweichungen in dem NEXT, das zwischen
einem gegebenen Satz von Paaren in einen Stecker gemessen wird,
verglichen mit dem NEXT, das zwischen dem gleichen Satz an Paaren
in einem anderen Stecker gemessen wird.
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Zum
Beispiel zeigt 7 eine Tabelle, die das gemessene
NEXT zwischen den Paaren 1 und 2, den Paaren 1 und 3 und den Paaren
1 und 4 zeigt, das in einem in Übereinstimmung
mit dem US-Patent 6,250,949 hergestellten Stecker auftritt. Wie
in der Tabelle zu sehen ist, ist das NEXT zwischen den Paaren 1
und 3 am störendsten.
Dies liegt an der Leiterordnung in den parallelen Nuten 15 des
Leiter ordnenden Schlittens 13. Das maximal gemessene NEXT
zwischen den Paaren 1 und 3 in der Steckerprobe war 14,88 mV, das
Minimum war 13,33 mV und der Durchschnitt war 14,26 mV (Die Werte
sind auch in der Tabelle angeführt,
wobei der Wert in Dezibel (dB) angegeben ist und gleich dem log10 des mV-Werts mal (–20) ist.). Am wichtigsten
ist, dass die Standardabweichung des zwischen den Paaren 1 und 3
gemessenen NEXT 0,35 mV beträgt,
was zeigt, dass eine relative große Inkonsistenz an dem zwischen
den in den Paaren 1 und 3 induzierten NEXT eines Steckers verglichen
mit einem anderen Stecker vorhanden ist.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Schwankung oder Standardabweichung
des NEXT in dem Stecker zu reduzieren. Dies liegt daran, dass eine
Buchse leichter gefertigt werden kann als ein Stecker, um ein gegebenes
oder festes Niveau an NEXT-Kompensation genau zu induzieren. Üblicherweise
umfasst eine Buche eine gedruckte Verdrahtungsplatte mit gekreuzten
Leiterbahnen oder kammförmigen
Kondensatoren, um das kompensierende NEXT zu induzieren. Solche gedruckten
Verdrahtungsplatten werden maschinell hergestellt und sind leicht
reproduzierbar, um eine konstantes Niveau kompensierendes NEXT in
einer Buchse verglichen mit einer anderen Buchse zu erzeugen.
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Auf
der anderen Seite werden Stecker üblicherweise an einem geschnittenen
Ende eines Drahtes per Hand angebaut. Der Techniker oder Fließbandarbeiter
muss einen Teil eines umgebenden Isoliermaterials abziehen, vorsichtig
und gleichmäßig einen
Teil der verdrillten Drahtpaare abwickeln und diese in den Stecker
einfügen
und an den leitenden Anschlussklemmen des Stecker befestigen. Solche menschlichen
Arbeiter führen
unvermeidlich Schwankungen bei der Herstellung der Stecker ein, so
dass das NEXT eines Steckers von dem in dem nächsten Stecker induzierten
NEXT etwas abweicht. Das US-Patent 6,250,949 zeigt ein Steckermodell, das
die Gleichmäßigkeit
des Zusammenbauprozesses von Stecker zu Stecker verbessert. Wie
jedoch in den Testdaten von 7 dargestellt,
gibt es bei einer gegebenen Probe von 34 so konstruierten Steckern in
dem gemessen NEXT immer noch eine Standardabweichung von 0,35 mV.
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In
der vorliegenden Erfindung wurde der die Leiter ordnende Schlitten 13 konstruiert,
um die Schwankungen des NEXT zu minimieren, die zwischen den Paaren
1 und 3 im Stecker aufgrund dieser durch den Zusammenbauprozess
eingeführten Schwankungen
induziert sind. Bei einer ersten Ausführungsform ist der Leiter ordnende
Schlitten aus einem dielektrischen Material, wie etwa Kunststoff,
gebildet. Als nächstes
ist ein Teil des Schlittens 13 im Bereich der Trennwände 23 mit
einem leitfähigen Material
wie etwa Metall überzogen.
Dieser Überzug kann
durch ein Verfahren, wie etwa ein Vakuummetallisierungsverfahren,
ausgeführt
worden sein.
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8 zeigt
eine Tabelle, die das zwischen den Paaren 1 und 2, den Paaren 1
und 3 und den Paaren 1 und 4 gemessene NEXT zeigt, das in einer Probe
von 18 Steckern auftritt, die in Übereinstimmung mit der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung konstruiert sind. Der Trennwandbereich 23 des
Schlittens 13 wurde mit Metallschichten aus Edelstahl und
Kupfer mit einer Gesamtdicke von etwa 5 μm beschichtet. Auch wenn Edelstahl
und Kupfer als leitfähige
Schichten bei dieser Steckertestcharge verwendet wurden, können auch
andere leitfähige
Materialen wie etwa Kohlenstoff, Aluminium, Gold oder jedes andere
Metall oder Legierungen davon verwendet werden.
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Wie
in der 8 zu sehen ist, betrug das maximal zwischen den
Paaren 1 und 3 gemessene NEXT in der Steckerprobe 14,36 mV, das
Minimum war 13,42 mV und der Durchschnitt war 13,97 mV (wieder sind
die Werte auch in der Tabelle angegeben, wobei die Werte in Dezibel
(dB) angeben und gleich dem log10 des mV-Werts
mal (–20)
sind). Am Wichtigsten ist, dass die Standardabweichung für das zwischen
den Paaren 1 und 3 in der ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung gemessene NEXT 0,28 mV betrug. Dies ist eine 20%ige Reduzierung
der Standardabweichung von 0,35 mV, die den gemäß dem Stand der Technik hergestellten
Steckern entspricht. Die geringere Standardabweichung bedeutet,
dass im Mittel das in dem Stecker induzierte NEXT vollständiger durch
das in die Buchse gelegte kompensierende NEXT gelöscht werden
kann.
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9 zeigt
eine Tabelle, die das zwischen den Paaren 1 und 2, den Paaren 1
und 3 und den Paaren 1 und 4 gemessene NEXT zeigt, das bei einem
Stecker auftritt, der in Übereinstimmung
mit einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung konstruiert ist. Bei der zweiten Ausführungsform
wird der Schlitten durch einen Formprozess, etwa einem zweiteiligen
Formprozess, hergestellt. Das Material, das verwendet wird, um den
Trennwandbereich 23 des Schlittens 13 zu formen,
ist eine Mischung eines dielektrischen Materials, etwa Kunststoff,
und eines leitfähigen
Materials, etwa Metallfasern. Das Material, das verwendet wird,
um den Nutenbereich 15 des Schlittens 13 zu formen,
ist ein dielektrisches Material. Bei einer Testprobe von 26 Steckern
wurden Edelstahlfasern in einem Kunststoffmaterial dispergiert oder
suspendiert, um den Trennwandbereich 23 des Schlittens 13 zu
formen. Bezogen auf das Gesamtgewicht des Schlittens 13 machen
die Edelstahlfasern ungefähr
10% des Gesamtgewichts aus, wobei das dielektrische Material die restlichen
90% des Gesamtgewichts ausmacht. Auch wenn Edelstahlfasern in der
Steckertestprobe verwendet wurden, kann jedes andere leitfähige Material,
wie etwa Kupfer, Aluminium, Gold, Kohlenstoff oder jedes andere
Metall oder Legierungen davon, verwendet werden.
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Wie
in 9 zu sehen ist, war das zwischen den Paaren 1
und 3 in der Steckerprobe maximal gemessene NEXT 14,41 mV, das Minimum
war 13,36 mV und der Durchschnitt war 14,02 mV (wieder sind die
Werte auch in der Tabelle angegeben, wobei die Werte in Dezibel
(dB) angeben und gleich dem log10 des mV-Werts mal (–20) sind).
Am wichtigsten ist, dass die Standardabweichung des für das zwischen den
Paaren 1 und 3 gemessenen NEXT in der zweiten Ausführungsform
der Erfindung 0,28 mV betrug. Dies ist wieder eine 20%ige Reduzierung
der Standardabweichung von 0,35 mV, die den nach dem Stand der Technik
hergestellten Steckern entspricht. Die geringere Standardabweichung
bedeutet, dass im Mittel das in dem Stecker induzierte NEXT vollständiger durch
das in die Buchse gelegte kompensierende NEXT gelöscht werden
kann.
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10 zeigt
eine Tabelle, die das zwischen den Paaren 1 und 2, den Paaren 1
und 3 und den Paaren 1 und 4 gemessene NEXT zeigt, das bei einem
Stecker, der in Übereinstimmung
mit einer Variation der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
konstruiert ist, auftritt. Bei der Variation der zweiten Ausführungsform
wird der Schlitten wieder durch einen Formprozess, etwa einem zweiteiligen Formprozess,
geformt. Jedoch weist die Variation der zweiten Ausführungsform
einen Anteil der im Trennwandbereich 23 des Schlittens 13 eingebetteten Edelstahlfasern
von 15% des Gesamtgesicht des Schlittens auf anstelle eines Trennwandbereichs 23 des
Schlittens 13, der mit eingebetteten Edelstahlfasern mit
einem Anteil von 10% des Gesamtgewichts des Schlittens geformt ist.
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Wie
in 10 zu sehen ist, war das zwischen den Paaren 1
und 3 in einer Steckerprobe von 30 Steckern maximal gemessene NEXT
14,33 mV, das Minimum war 13,50 mV und der Durchschnitt war 13,88
mV. Am Wichtigsten ist, dass die Standardabweichung für das zwischen
den Paaren 1 und 3 in der Variation der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gemessene NEXT 0,22 mV betrug. Dies ist
ungefähr
eine 37%ige Reduzierung der Standardabweichung von 0,35 mV, die
den gemäß dem Stand
der Technik hergestellten Steckern gemeinsam ist. Die geringere
Standardabweichung bedeutet, dass im Mittel das in dem Stecker induzierte NEXT
vollständiger
durch das in die Buchse gelegte kompensierende NEXT gelöscht werden
kann.
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Bei
der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung war das leitfähige Material in den Trennwandbereich 23 des
Schlittens 13 imprägniert. Es
soll erkennbar sein, das ein größerer oder
kleinerer Bereich des Schlittens 13 imprägniertes
leitfähiges
Material enthalten kann. Es ist der Trennwandbereich 23 des
Schlittens 13, bei dem sich die Abschirmung oder Dämpfung des
Nebensprechens zwischen den in engem Abstand liegenden verdrillten Paaren
im Stecker am meisten bemerkbar macht. Es wäre jedoch möglich, in den gesamten Schlitten 13 leitfähiges Material
einzubetten, solange in dem Bereich der parallelen Nuten 15 Sorge
getragen wird, dass kein Leitungspfad zwischen den Leitern darin entsteht.
Dies könnte
zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass ein nichtleitfähiges Beschichtungsmaterial
auf die parallelen Nuten 15 aufgetragen wird. Deshalb ist
es im Sinn der Erfindung und im Rahmen der Patentansprüche, dass
entweder der gesamte Schlitten 13 mit dem leitfähigen Material
oder nur ein Teil des leitfähigen
Schlittens 13 so imprägniert
ist, etwa der Bereich der Trennwände 23.
Ebenso ist es im Sinn der Erfindung und im Rahmen der Patentansprüche, dass
bei der ersten Ausführungsform
entweder der gesamte Schlitten oder nur ein Teil des Schlittens 13,
etwa der Bereich der Trennwände 23, mit
einem leitfähigen
Material überzogen
ist.
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Obwohl
die vorliegende Erfindung in Verbindung mit einer Steckerkonfiguration
wie in der
US 6,250,949 beschrieben
wurde, ist es einleuchtend, dass die Lehre der Erfindung auch auf
andere Steckermodelle übertragbar
ist. Zum Beispiel kann ein Schlitten, zum Beispiel ein Leiter ordnender
Bereich, bei einem anderen Steckermodell in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung metallisiert sein, um das in dem Stecker erzeugte Nebensprechen
zu reduzieren. Somit kann jedes Steckermodell von der Lehre der
vorliegende Erfindung profitieren, um die Kanalleistung weiter zu
verbessern. Durch das Metallisieren des Leiter ordnenden Schlittens, z.B.
des Teils des Steckers, der die Leiter im Stecker hält oder
ordnet, kann jedermann die NEXT-Leistung des
Steckers „optimieren", so dass die gesamte
Nebensprechleistung von Stecker/Buchse verbessert ist oder dass
ein zusätzliches
Leiterpaar zu Stecker/Buchse hinzugefügt werden kann.
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Es
ist offensichtlich, dass die so beschriebene Erfindung auf viele
Arten verändert
werden kann. Solche Variationen sollten nicht als eine Abweichung vom
Sinn und Rahmen der Erfindung betrachtet werden und es ist beabsichtigt,
dass all solche dem Fachmann offensichtliche Modifikationen im Rahmen der
folgenden Ansprüche
enthalten sind.
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Zusammenfassung
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Ein
Steckverbinder schließt
ein Kommunikationskabel mit einer Vielzahl von Leitern darin ab.
Der Stecker umfasst einen Leiter ordnenden Schlitten, der eine Vielzahl
von Kanälen
zum Trennen leitfähiger
Drähte
umfasst. Der Schlitten ist aus wenigstens zwei Materialien gebildet,
darunter ein erstes Material, das ein leitfähiges Material ist, und ein
zweites Material, das ein dielektrisches Material ist. Das erste Material
kann ein Metall und das zweite Material kann ein Kunststoff sein.
Bei einer Ausführungsform
ist das erste Material in wenigstens einen Teil des zweiten Materials
imprägniert.
Bei einer anderen Ausführungsform
ist das erste Material als eine Schicht auf einer äußeren Oberfläche wenigstens
eines Teils des zweiten Materials ausgebildet.