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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein Magnetron-Sputterverfahren
und Magnetron-Sputtervorrichtungen, und die vorliegende Erfindung
betrifft insbesondere Magnetron-Sputterverfahren und Magnetron-Sputtervorrichtungen
mit mehreren Targets in einer Vakuumkammer.
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Stand der Technik
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Aus
dem Stand der Technik ist eine Magnetron-Sputtervorrichtung, die
in 6 gezeigt ist, als eine Art von Magnetron-Sputtervorrichtung
bekannt. Wie in 6 gezeigt ist, weist eine Magnetron-Sputtervorrichtung 101 eine
Vakuumkammer 102, die mit einem vorgegebenen Evakuierungssystem 103 und einem
vorgeschriebenes Gaseinführrohr 104 verbunden
ist, auf, und ein Substrat 106, auf welchem Filme auszubilden
sind, ist in einem oberen Abschnitt im Innern der Vakuumkammer 102 angeordnet.
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In
einem unteren Abschnitt im Innern der Vakuumkammer 102 sind
mehrere Targets 107 angeordnet, die die jeweils Magnetkreis
bildenden Elemente 105 aufweisen. Jedes Target 107 ist
so ausgestaltet, dass eine vorgegebene Spannung an das Target 107 von
einer Energieversorgung 109 via eine Trägerplatte 108 angelegt
wird.
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Dann
ist eine Schirmung 110, die auf Erdpotenzial gelegt ist,
zwischen den Targets 107 angeordnet, um stabil ein Plasma
auf jedem Target 107 zu erzeugen, um einen gleichförmigen Film
auf dem Substrat 106 auszubilden.
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Offenbarung der Erfindung
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Durch die Erfindung zu
lösende
Aufgaben
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In
einem solchen herkömmlichen
System oder Verfahren wird jedoch das Plasma durch die Schirmung 110,
die zwischen den Targets 107 angeordnet ist, während der
Filmbildung absorbiert, so dass ein Nicht-Erosionsbereich, der nicht
erodiert wird, in einem Bereich verbleibt, der sich in der Nähe der Schirmung 110 jedes
Target 107 befindet.
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Das
Vorhandensein dieses Nicht-Erosionsbereichs verursacht eine anormale,
elektrische Entladung auf der Oberfläche des Targets 107 oder
stellt eine Einladung zur Verschlechterung der Filmqualität durch
Ablagerung des Targetmaterials in dem Nicht-Erosionsbereich dar.
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Die
vorliegende Erfindung wurde gemacht, um solche Probleme des herkömmlichen
Systems oder Verfahrens zu lösen,
und die vorliegende Erfindung ist auf Magnetron-Sputterverfahren
und Magnetron-Sputtervorrichtungen
gerichtet, die in erheblichem Maße den Nicht-Erosionsbereich verringern können, um
so eine anormale, elektrische Entladung, die durch den Nicht Erosionsbereich,
der auf der Oberfläche
des Targets vorhanden ist, verursacht ist, und die Ablagerung von
Targetmaterial, die eine Verschlechterung der Filmqualität bewirkt,
zu verhindern.
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Mittel zur Lösung der
Aufgaben
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Zur
Lösung
der zuvor beschriebenen Aufgaben stellt die vorliegende Erfindung
ein Magnetron-Sputterverfahren bereit, welches umfasst: Durchführen des
Sputterns durch Erzeugen von Magnetron-Entladungen in der Nähe mehrerer
Targets, wobei die Targets nahe aneinander angeordnet sind, um unmittelbar
den benachbarten Targets gegenüberliegend
angeordnet zu sein und wobei jedes Target in einer Vakuumatmosphäre elektrisch
unabhängig
ist, und Anlegen von Spannungen mit einer Phasendifferenz von 180
Grad zu den benachbarten Targets in einer vorgegebenen zeitlichen
Abstimmung während des
Sputterns.
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In
dem zuvor beschriebenen Magnetron-Sputterverfahren können die
Spannungen mit einer Phasendifferenz von 180 Grad periodisch und
alternierend an die benachbarten Targets angelegt werden.
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In
dem zuvor beschriebenen Magnetron-Sputterverfahren können die
Spannungen, die an die benachbarten Targets angelegt werden, gepulste
Gleichstromspannungen sein.
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In
dem zuvor beschriebenen Magnetron-Sputterverfahren können die
Frequenzen der Spannungen, die an die benachbarten Targets angelegt
werden, gleich sein.
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In
dem zuvor beschriebenen Magnetron-Sputterverfahren sind die Spannungen,
die an benachbarte Targets angelegt werden, immer exklusiv zu einander.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Magnetron-Sputtervorrichtung bereit,
die mehrere Targets, die elektrisch unabhängig voneinander und in einer Vakuumkammer
angeordnet sind, beinhaltet, worin benachbarte Targets nahe aneinander
angeordnet sind, um so unmittelbar gegenüberliegend zueinander angeordnet
zu sein, und ein Spannungsversorgungsabschnitt ist ferner vorgesehen,
der ferner eine Energieversorgung aufweist, die in der Lage ist,
an jedes Target ein Spannung mit einer jeweiligen Phasendifferenz
von 180 Grad in einer vorgegebenen, zeitlichen Abstimmung anzulegen.
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In
der zuvor beschriebenen Magnetron-Sputtervorrichtung kann ein Raum
zwischen den benachbarten Targets auf einen Abstand so eingestellt
sein, dass eine anomale elektrische Entladung zwischen benachbarten
Targets nicht auftritt; und auch ein Plasma zwischen den benachbarten
Targets nicht erzeugt wird.
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In
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird es durch das Anlegen
von Spannungen mit einer Phasendifferenz von 180 Grad zu den benachbarten Targets,
die nahe aneinander angeordnet sind, in einer vorgegebenen, zeitlichen
Abstimmung während des
Sputterns möglich,
ein gleichförmiges
Plasma an jedem Target stabil zu erzeugen, selbst in einem Zustand,
bei dem keine Schirmung zwischen den Targets vorgesehen ist.
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Im
Ergebnis kann gemäß der vorliegenden Erfindung
der Nicht Erosionsbereich signifikant verringert werden und folglich
ist es möglich,
eine anomale, elektrische Entladung auf der Oberfläche des Targets
zu verhindern, sowie eine Ablagerung der Targetmaterialien in dem
Nicht-Erosionsbereich soweit wie möglich zu verhindern.
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Des
Weiteren kann mit der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung das
zuvor beschriebene, erfindungsgemäße Verfahren leicht und mit
guter Effizienz durchgeführt
werden.
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Wirkungen der Erfindung
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Erfindungsgemäß ist es
möglich,
ein gleichförmiges
Plasma an jedem Target stabil zu erzeugen, sogar in einem Zustand,
bei dem keine Schirmung zwischen den Targets vorgesehen ist. Folglich
ist es möglich,
eine anomale, elektrische Entladung auf der Oberfläche des
Targets zu verhindern sowie die Ablagerung der Targetmaterialien
in dem Nicht-Erosionsbereich soweit wie möglich zu verhindern.
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Kurzbeschreibung der Figuren
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1 ist
eine Querschnittsansicht, die eine Ausgestaltung einer Magnetron-Sputtervorrichtung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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2 ist
ein Diagramm der zeitlichen Abstimmung, das ein Beispiel der Schwingungsverläufe der
Spannungen zeigt, die an die Targets der vorliegenden Erfindung
angelegt werden.
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3 zeigt
die Diagramme der zeitlichen Abstimmung, die die Verhältnisse
zwischen den Frequenzen und Schwingungsverläufen der Spannungen zeigen,
die an die Targets angelegt werden.
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Die 4(a) und 4(b) sind
Diagramme der zeitlichen Abstimmung, die ein anderes Beispiel der Schwingungsverläufe der
Spannungen zeigen, die an die Targets angelegt werden.
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5(a) ist ein erläuterndes Diagramm, welches
einen Zustand der Targets eines Vergleichbeispiels zeigt.
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5(b) ist ein erläuterndes Diagramm, welches
einen Zustand der Targets eines Arbeitsbeispiels zeigt.
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6 ist
eine Querschnittsansicht, die eine Ausgestaltung einer Magnetron-Sputtervorrichtung gemäß herkömmlicher
Technologien zeigt.
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- 1
- Magnetron-Sputtervorrichtung
- 2
- Vakuumkammer
- 6
- Substrat
- 8
(8A, 8B, 8C und 8D)
- Target
- 10
- Spannungsversorgungsabschnitt
- 11A,
11B, 11C und 11D
- Energieversorgung
- 12
- Spannungssteuerabschnitt
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Beste Ausführungsform
der Erfindung
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird im Detail anhand der begleitenden
Figuren beschrieben.
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1 ist
eine Querschnittsansicht, die eine Ausgestaltung einer Magnetron-Sputtervorrichtung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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Wie
in 1 gezeigt ist, weist eine Magnetron-Sputtervorrichtung 1 der
vorliegenden Erfindung eine Vakuumkammer 2 auf, mit der
ein vorgegebenes Evakuierungssystem 3 und ein vorgegebenes
Gaseinführrohr 4 verbunden
ist, an die auch ein Vakuummeter 5 angebracht ist.
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In
einem oberen Abschnitt im Innern der Vakuumkammer 2 ist
ein Substrat 6 angeordnet, das mit einer Energieversorgung
(nicht dargestellt) verbunden ist, während es von einem Substrathalter 7 gehalten
wird.
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In
der vorliegenden Erfindung ist es, obwohl es möglich ist, das Substrat 6 an
einer vorgegebenen Position in der Vakuumkammer 2 zu befestigen,
im Hinblick auf die Gewährleistung
eines gleichförmigen Filmdicke
bevorzugt, eine Ausgestaltung so anzupassen, dass das Substrat 6 durch
Schwingen, Drehen oder Verschieben bewegt wird.
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In
einem unteren Abschnitt im Innern der Vakuumkammer 2 sind
mehrere Targets 8 (in der vorliegenden Ausführungsform 8A, 8B, 8C und 8D)
jeweils auf Trägerplatten 9A, 9B, 9C und 9D platziert,
die elektrisch unabhängig
von einander sind.
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Bei
der vorliegenden Erfindung ist die Anzahl der Targets 8 nicht
besonders eingeschränkt.
Jedoch im Hinblick auf die Erreichung einer stabileren, elektrischen
Entladung, ist es bevorzugt, eine gerade Anzahl von Targets 8 vorzusehen.
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In
der vorliegenden Ausführungsform
sind die Targets 8A, 8B, 8C und BD zum
Beispiel in rechtwinkliger Form ausgebildet und sind auf derselben Höhe vorgesehen.
Im Hinblick auf die Gewährleistung
einer gleichförmigen
Filmdicke (Qualität
des Films) sind die Targets 8A, 8B, 8C und 8D nahe
aneinander angeordnet, so dass Seitenflächenabschnitte in der Längsrichtung
der betreffenden, benachbarten Targets 8A und 8B, 8B und 8C und
BC und 8D sich unmittelbar gegenüber liegen.
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In
diesem Fall und hinsichtlich der Gewährleistung einer gleichförmigen Filmdicke
(Qualität
des Films) wird es bevorzugt, eine Ausgestaltung so anzupassen,
dass ein Bereich zur Anordnung der Targets 8A, 8B, 8C und 8D größer als
die Größe des Substrats 6 ist.
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In
der vorliegenden Erfindung ist eine Beabstandung zwischen den benachbarten
Targets 8A und 8B, 8B und 8C,
und 8C und 8D nicht auf einen besonderen Abstand
beschränkt.
Jedoch wird es bevorzugt, die Beabstandung auf einen Abstand festzulegen,
bei dem keine anomale elektrische Entladung (Bogenentladung) zwischen
den benachbarten Targets auftritt, und ferner kein Plasma zwischen
den benachbarten Targets 8A und 8B, 8B und 8C,
und 8C und 8D nach dem Paschenschen Gesetz erzeugt wird.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform
wurde durch die vorliegenden Erfinder, bestätigt, dass wenn die Beabstandung
zwischen den benachbarten Targets 8A und 8B, 8B und 8C,
und 8C und 8D weniger als 1 mm beträgt, keine
anomale, elektrische Entladung (Bogenentladung) zwischen den benachbarten
Targets auftritt, wohingegen Plasma erzeugt wird, wenn die Beabstandung
60 mm übersteigt
(Druck: 0,3 Pa, zugeführte
Leistung: 10 W/cm2).
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Wenn
ferner der Nachteil, dass ein Film an dem Seitenstirnflächenabschnitt
oder Ähnlichem
in der Längsrichtung
der Targets 8A bis 8D haftet, Berücksichtigung
findet, wird es stärker
bevorzugt, die Beabstandung auf 1 mm oder mehr und 3mm oder weniger
festzulegen.
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Andererseits
ist ein Spannungsversorgungsabschnitt 10 zum Anlegen einer
vorgegebenen Spannung an die Targets 8A, 8B, 8C und 8D auf
der Außenseite
der Vakuumkammer 2 vorgesehen.
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Der
Spannungsversorgungsabschnitt 10 der vorliegenden Ausführungsform
weist Energieversorgungen 11A, 11B, 11C und 11D auf,
die jeweils den Targets 8A, 8B, 8C und 8D entsprechen.
Diese Energieversorgungen 11A, 11B, 11C und 11D sind
mit einem Spannungsteuerabschnitt 12 verbunden, so dass
die Stärke
und die zeitliche Abstimmung der Ausgabespannungen gesteuert werden;
und somit werden vorgegebene Spannungen, die nachfolgend beschrieben
werden, jeweils an die Targets 8A, 8B, 8C und 8D über die
Trägerplatten 9A, 9B, 9C und 9D angelegt.
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Unter
den Trägerplatten 9A, 9B, 9C und 9D, nämlich auf
der Seite der Trägerplatten 9A, 9B, 9C und 9D und
den Targets 8A, 8B, 8C und 8D gegenüberliegend,
sind Magnetkreis bildende Elemente 13A, 13B, 13C und 13D vorgesehen,
die zum Beispiel einen Permanentmagneten beinhalten.
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In
der vorliegenden Erfindung, obwohl es möglich ist, die Magnetkreis
bildenden Elemente 13A, 13B, 13C und 13D an
vorgegebenen Positionen zu befestigen, wird es im Hinblick darauf,
eine Gleichförmigkeit
in den ausgebildeten Magnetkreisen zu erreichen, bevorzugt, ein
Ausgestaltung so zum Beispiel anzupassen, dass sich die Magnetkreis
bildenden Elemente 13A, 13B, 13C und 13D in
horizontaler Richtung hin- und herbewegen.
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Es
sollte deutlich werden, dass es bevorzugt wird, dass der Magnetkreis
so ausgestaltet wird, dass der magnetische Feldverlust, der auf
der Oberfläche jedes
Targets 8A, 8B, 8C und 8D hervorgerufen
werden, so ist, dass das horizontale, magnetische Feld 100 bis 2000
G an der Position beträgt
mit einem senkrechten, magnetischen Feld von 0.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
eines Magnetron-Sputterverfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
wird nachfolgend beschrieben.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform, wenn
das Sputtern unter einem vorgegebenen Druck durchgeführt wird,
nachdem ein Sputtergas in das Innere der Vakuumkammer 2 eingebracht
wurde, werden Spannungen mit einer Phasendifferenz von 180 Grad
in einer vorgegebenen, zeitlichen Abstimmung an die benachbarten
Targets 8A und 8B, 8B und 8C, und 8C und 8D angelegt.
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2 ist
ein Diagramm der zeitlichen Abstimmung, welches ein Beispiel der
Schwingungsverläufe
der Spannungen zeigt, die an die Targets der vorliegenden Erfindung
angelegt werden.
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Wie
in 2 gezeigt ist, werden in diesem Beispiel die Spannungen
mit einer Phasendifferenz von 180 Grad, wie nachfolgend beschrieben
zum Beispiel periodisch und alternierend an den benachbarten Targets 8A und 8B, 8B und 8C,
und 8C und 8D angelegt.
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Insbesondere
werden in diesem Beispiel gepulste Gleichstromspannungen an die
Targets 8A bis 8D angelegt.
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In
diesem Fall ist es im Hinblick auf eine zuverlässige Erzeugung des Plasmas
an den Targets BA bis 8D bevorzugt, dass die Spannungen,
die an die benachbarten Targets 8A und 8B, 8B und 8C, und 8C und 8D angelegt
werden, Schwingungsverläufe
aufweisen, die exklusiv zueinander sind, was auch keine Zeitdauer
beinhaltet, bei der die Spannungen, die an benachbarte Targets angelegt
werden, sich auf demselben Potenzial befinden; d.h. Schwingungsverläufe, die
sich nicht gegenseitig überlappen.
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In
der vorliegenden Erfindung wird es bevorzugt, dass die Frequenz
der Spannungen, die an die Targets 8A bis 8D angelegt
werden, so niedrig wie möglich
in einem Bereich ist, in dem geladene elektrische Ladungen entweichen
(um genauer zu sein: z.B. 1 Hz oder höher).
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Die
obere Grenzfrequenz der Spannungen, die an die Targets 8A bis 8D angelegt
werden, ist wie nachfolgend beschrieben festgelegt.
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3 zeigt
Diagramme der zeitlichen Abstimmung, die die Verhältnisse
zwischen den Frequenzen und den Schwingungsverläufen der Spannungen zeigen,
die an die Targets angelegt werden.
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Ein
Fall ist beschrieben, bei dem die zuvor beschriebenen, gepulsten
Gleichstromspannungen an benachbarte Targets A und B angelegt werden, die
die zuvor beschriebene Ausgestaltung aufweisen. Wie in 3 gezeigt
ist, wurde durch diese Erfindung bestätigt, dass bis zu 10 kHz eine
Wirkung der Kapazität
des Target A und B und deren Schaltungen klein ist und folglich
wird der Schwingungsverlauf (Rechteckform) nicht deformiert. Im
Ergebnis kann durch exklusives Anliegen der Spannungen an die benachbarten
Targets A und B Plasma zuverlässig
an den Targets A und B erzeugt werden.
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Andererseits
wurde in der vorliegenden Erfindung bestätigt, dass wenn die Frequenz
der angelegten Spannung 10 kHz (12 kHz in 3) übersteigt,
kann eine Wirkung der Kapazität
von Target A und B und deren Schaltungen nicht vernachlässigt werden,
und daher ist die Schwingungsform so deformiert, dass sie ähnlich einer
Sinusschwingung ist. Im Ergebnis tritt in den Schwingungsverläufen der
Spannungen, die an die benachbarten Targets A und B angelegt werden,
eine Zeitdauer auf, bei der Spannungen dasselbe Potenzial aufweisen
und somit wird es unmöglich,
zuverlässig
Plasma an den Targets A und B zu erzeugen, wie es zuvor beschrieben
wurde.
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Folglich
liegt in der vorliegenden Ausführungsform
die Frequenz der Spannungen, die an die Targets 8A bis 8D angelegt
werden, bevorzugt im Bereich von 1 Hz bis 10 kHz.
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In
der vorliegenden Erfindung ist es, obwohl an die benachbarten Targets 8A bis 8D Spannungen mit
unterschiedlichen Frequenzen angelegt werden, im Hinblick auf die
Gewährleistung
einer gleichförmigen
Filmdicke bevorzugt, Spannungen derselben Frequenz an benachbarte
Targets 8A bis 8D anzulegen.
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Die
Stärke
der Spannungen (elektrische Leistung), die an die benachbarten Targets 8A bis 8D angelegt
werden, ist nicht besonders eingeschränkt. Jedoch im Hinblick auf
die Gewährleistung
einer gleichförmigen
Filmdicke ist es bevorzugt, Spannungen derselben Stärke an die
benachbarten Targets 8A bis 8D anzulegen.
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In
diesem Fall im Hinblick auf eine stabile Plasmaerzeugung an den
Targets 8A bis 8D wird es bevorzugt, den Maximalwert
in der positiven (+) Richtung der angelegten Spannung so festzulegen,
dass er auf Erdpotenzial liegt.
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Die 4(a) und 4(b) sind
Diagramme der zeitlichen Abstimmung, die ein anderes Beispiel der Schwingungsverläufe der
Spannungen zeigen, die an die Targets angelegt werden.
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Wie
in den 4(a) und 4(b) gezeigt
ist, können
erfindungsgemäß anstatt
der zuvor beschriebenen, gepulsten Gleichstromspannung (alternierende) Wechselstromspannungen
mit einer Phasendifferenz von 180 Grad periodisch und alternierend
an die benachbarten Targets angelegt werden.
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In
diesem Beispiel ist es ebenso im Hinblick auf eine zuverlässige Plasmaerzeugung
an den Targets 8A bis 8D bevorzugt, dass die Spannungen,
die an die benachbarten Targets 8A und 8B, 8B und 8C, und 8C und 8D angelegt
werden, Schwingungsverläufe
aufweisen, die exklusiv zueinander sind, was keine Zeitdauer beinhaltet,
bei der die Spannungen, die an die benachbarten Targets angelegt
werden, sich auf demselben Potenzial befinden, d.h. Schwingungsverläufe die
nicht gegenseitig überlappen.
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Ebenso
wird es bevorzugt, dass die Frequenz der Spannungen, die an die
Targets 8A bis 8D angelegt werden, so niedrig
wie möglich
in einem Bereich ist, bei dem geladene elektrische Ladungen austreten
(um genauer zu sein: z.B. 1 Hz oder mehr).
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Andererseits
was die obere Grenzfrequenz der Spannungen, die an das Target 8A bis 8D angelegt
werden, betrifft, wurde durch die vorliegenden Erfinder bestätigt, dass
der Umfang der Deformation des Schwingungsverlaufs aufgrund einer
Zunahme der Frequenz im Vergleich mit dem Fall der zuvor beschriebenen,
gepulsten Gleichstromspannung klein ist, und somit ist es möglich, eine
Spannung mit einer Frequenz von bis zu etwa 60 kHz anzulegen.
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Folglich
liegt in diesem Beispiel die Frequenz der Spannungen, die an die
Targets 8A bis 8D angelegt werden, bevorzugt im
Bereich von 1 Hz bis 40 kHz.
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Gemäß der vorliegenden
Ausführungsform, die
zuvor beschrieben wurde, ist es durch Anlegen von Spannungen mit
einer Phasendifferenz von 180 Grad an die benachbarten Targets 8A und 8B, 8B und 8C,
und 8C und 8D, die dicht aneinander während des
Sputterns angeordnet werden, möglich,
zuverlässig
ein gleichförmiges
Plasma an den Targets 8A bis 8D zu erzeugen, selbst
in einem Zustand, bei dem keine Schirmungen zwischen den Targets 8A bis 8D vorgesehen
ist. Im Ergebnis kann der Nicht Erosionsbereich in den Targets 8A bis 8D signifikant verringert
werden; und folglich ist es möglich,
eine anomale elektrische Entladung auf der Oberfläche der
Targets 8A bis 8D zu verhindern sowie die Ablagerung
von Targetmaterialien in dem Nicht-Erosionsbereich so weit reichend
wie möglich
zu verhindern.
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Ebenso
kann mit der Magnetron-Sputtervorrichtung 1 der vorliegenden
Ausführungsform
das zuvor beschriebene erfindungsgemäße Verfahren leicht mit guter
Effizienz durchgeführt
werden.
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Die
vorliegenden Erfindung kann bei einer unvorgegebenen Anzahl von
diversen Arten von Targets zur Anwendung kommen; und es gibt keine
Einschränkung
betreffend der Art des Sputtergases, das eingebracht werden kann.
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Arbeitsbeispiel
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Ein
Arbeitsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist nachfolgend beschrieben.
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<Arbeitsbeispiel>
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Die
Magnetron-Sputtervorrichtung, die in 1 gezeigt
ist, wurde verwendet, und sechs Folien der Targets, die durch Zugabe
von 10 Gewichts-% SnO2 zu In2O3 erhalten wurden, wurden in der Vakuumkammer
angeordnet.
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Dann
wird ein Sputtergas, welches Ar und O2 beinhaltet,
wurde in das Innere der Vakuumkammer eingebracht. Unter einem Druck
von 0,7 Pa werden Spannungen, die eine gepulsten rechteckigen Schwingungsverlauf
mit entgegen gesetzten Phasen (Frequenz: 50 Hz, zugeführte Leistung:
6,0 kW), wie in 2 gezeigt ist, an die Targets
angelegt, um das Sputtern durchzuführen.
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<Vergleichsbeispiel>
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Sputtern
wird unter denselben Verfahrensbedingungen, wie beim Arbeitsbeispiel,
unter Verwendung der Magnetron-Sputtervorrichtung der herkömmlichen
Technologie, wie in 6 gezeigt, durchgeführt.
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Wohingegen
ein Nicht Erosionsbereich 80 mit einer Breite von etwa
10 mm am Randabschnitt des Targets 8 in Vergleichsbeispiel
vorhanden ist, wie in 5(a) gezeigt
ist, ist nahezu kein Nicht-Erosionsbereich am Randabschnitt des Targets 8 in
Arbeitsbeispiel vorhanden, wie in 5(b) gezeigt
ist.
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Zusammenfassung
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Magnetron-Sputterverfahren und
eine Magnetron-Sputtervorrichtung bereit, die signifikant einen
Nicht-Erosionsbereich verringert, der eine anomale elektrische Entladung
auf einer Oberfläche
des Targets und die Ablagerung von Targetmaterialien verursacht.
Mehrere Targets 8A, 8B, 8C und 8D sind
in einer Vakuumatmosphäre
angeordnet, während
sie elektrisch unabhängig
voneinander sind; und Sputtern wird durch Erzeugen einer Magnetron-Entladung
in der Nachbarschaft der Targets 8A, 8B, 8C und 8D durchgeführt. Während des
Sputterns werden Spannungen mit einer Phasendifferenz von 180 Grad
alternierend an die benachbarten Targets 8A, 8B, 8C und 8D in
einer vorgegebenen, zeitlichen Abstimmung angelegt.