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Die
vorliegende Erfindung betrifft elektrochemische Chips mit integrierter
Sensoranordnung, Verfahren zur deren Bildung und Elektrodenbeschichtungen.
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Elektrochemische
Sensoren sind für
den Nachweis des Vorhandenseins oder der Messung der Konzentration
einer chemischen oder biochemischen Zielsubstanz in einer Flüssigkeit
verwendbar.
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Ein
typischer elektrochemischer Sensor hat eine Erfassungselektrode
(ebenfalls als Arbeitselektrode oder Messelektrode bekannt) und
entweder eine Gegenelektrode (ebenfalls als Hilfselektrode bekannt)
oder eine Referenzelektrode oder beide. Die Elektroden werden während des
Arbeitsgangs in die Flüssigkeit,
die die Zielsubstanz enthält,
eingetaucht. Ein Schlüsselverfahren
bei einer elektrochemischen Reaktion ist der Transfer von Elektronen
zwischen der Oberfläche
der Arbeitselektrode und Molekülen in
der Grenzflächenregion
(entweder in der Flüssigkeit
oder an der Elektrodenoberfläche
immobilisiert). Ein elektrisches Signal kann nachgewiesen werden, wenn
die Arbeitselektrode der Zielsubstanz ausgesetzt wird. Das Signal
entsteht entweder aufgrund einer Änderung im Potential an der
Elektrode oder durch einen Elektronenfluss (Strom) durch die Elektroden,
welcher als Antwort auf ein auferlegtes Spannungssignal an den Elektroden
als ein Ergebnis der Reduktions-Oxidationsreaktionen,
die als Redox-Reaktionen bekannt sind, die an den Elektrodenoberflächen auftreten,
erzeugt wird.
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Eine
Elektrode eines Sensors kann von einer Beschichtung bedeckt sein,
um die Eigenschaften, die Selektivität und Empfindlichkeit des Sensors
zu kontrollieren. Zum Beispiel ist es manchmal wünschenswert,
den elektrischen Widerstand an der Grenzfläche Elektrode-Flüssigkeit
zu kontrollieren. Der Widerstand an der Grenzfläche beeinflusst die Stromantwort
der Elektrode, da er die Durchlässigkeit
der Elektrolyten, die die Elektrode erreichen, und folglich das
Signal/Rauschverhältnis
beeinflusst. In diesem Zusammenhang sind Metall unterstützte Doppelschichtlipidmembrane
(s-BLM) als eine Beschichtung auf Elektroden verwendet worden. Siehe z.B.
Tien et al., „Supported
Bilayer Lipid Membranes as Ion and Molecular Probes", Analytical Sciences, (1998),
Vol. 14, S. 3. Bekannte s-BLM Beschichtungen stellen jedoch nur
einen begrenzten Anstieg des elektrischen Widerstandes bereit. Des
Weiteren ist es mit bekannten s-BLM Beschichtungen schwierig einen
stabilen spezifischen Widerstand zu erhalten, da der Widerstand
des Beschichtungsmaterials nicht leicht kontrollierbar ist und die
gebildete Beschichtung aufgrund rauer Laborhandhabung beschädigt werden
kann.
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Vorrichtungen
mit integrierter Sensoranordnung sind verwendbar, da sie kompakt
sind und sie können
verwendet werden, um die gleiche Komponente an verschiedenen Messpunkten
oder verschiedene Komponenten einer Probe gleichzeitig zu analysieren.
Eine Anzahl von Techniken ist verwendet worden, um Vorrichtungen
mit integrierter elektrochemischer Sensoranordnung zu bilden. Zum
Beispiel offenbart das US-Patent
6,315,940 von Nisch et al. eine Mikroelementvorrichtungen mit einer
Grundplatte und einer Deckplatte, wobei die Deckplatte mehrere Mikroküvetten hat,
von denen jede eine Erfassungselektrode umfasst, die innerhalb einer
Mikroküvette
der Deckplatte oder an der Oberseite der Grundplatte oder in einer
dritten Platte, die zwischen die Deckplatte und die Grundplatte
eingeschoben ist, gebildet wird. Diese bestehenden Techniken haben jedoch
Nachteile, wie zum Beispiel ein relativ kompliziertes Verfahren
für die
Herstellung der integrierten Vorrichtungen.
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Deshalb
besteht weiterhin ein Bedarf für
eine verbesserte Elektrodenbeschichtung und verbesserte Versuche,
Elektroden und elektrochemische Chips mit integrierter Sensoranordnung
zu bilden.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Ein
elektrochemischer Chip mit integrierter Sensoranordnung wird bereitgestellt,
wobei der Chip eine Anordnung (Raster/"Array") von Elektroden hat. Mindestens eine
der Elektroden kann von einer Beschichtung, die mit einer Ferrocenverbindung
dotiert ist, bedeckt sein. Die Anordnung kann auf einer Grundplatte,
die an eine Deckplatte mit einer Öffnung gebunden ist, gebildet
werden, so dass die Anordnung innerhalb eines Hohlraums, der durch
die Grundplatte und die Deckplatte definiert wird, liegt. Leitfähige Leitungen
zur Verbindung der Elektroden an elektrochemische Instrumente können auf
derselben Oberfläche
der Grundplatte gebildet werden, auf der die Elektroden gebildet
werden.
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In Übereinstimmung
mit einem Aspekt der Erfindung wird ein elektrochemischer Chip mit
integrierter Sensoranordnung bereitgestellt, der eine Anordnung
von Elektroden umfasst, wobei mindestens eine Elektrode der Anordnung
von Elektroden von einer Beschichtung, die mit einer Ferrocenverbindung dotiert
ist, bedeckt ist.
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In Übereinstimmung
mit einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur Bildung
eines elektrochemischen Chips bereitgestellt, das das Bilden einer
ersten Platte durch Abscheiden einer leitfähigen Schicht auf einem ersten
Träger
(=Support) und Ätzen
der leitfähigen
Schicht, um eine Elektrodenanordnung zu bilden, das Bilden einer
zweiten Platte durch Ätzen
einer Öffnung
in einen zweite Träger
und das Binden der zweiten Platte an die erste Platte umfasst, so
dass die erste Platte und die zweite Platte einen Hohlraum definieren,
wobei die Elektrodenanordnung innerhalb des Hohlraums liegt. Die Öffnung kann
ein Fenster oder eine Vertiefung sein. Das Verfahren kann des Weiteren
das Bedecken mindestens einer Elektrode der Elektrodenanordnung
mit einer Beschichtung, die mit einer Ferrocenverbindung dotiert
ist, umfassen. Das Verfahren kann des weiteren das Oxidieren der
Ferrocenverbindung umfassen.
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In Übereinstimmung
mit noch einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur
Bildung eines elektrochemischen Chips bereitgestellt, das das Bilden
einer Metallanordnung und das Bedecken von mindestens einigen Elementen
der Anordnung mit einer unterstützten
("supported") Doppelschichtlipidmembran,
die mit einer Ferrocenverbindung dotiert ist, umfasst.
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In Übereinstimmung
mit noch einem weiteren anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur
Verwendung einer Ferrocenverbindung als ein Dotierungsmittel in
einer Elektrodenbeschichtung bereitgestellt.
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In Übereinstimmung
mit einem noch anderen Aspekt der Erfindung wird ein elektrochemischer Chip
mit integrierter Sensoranordnung bereitgestellt, der eine erste
Platte mit einer Anordnung von Elektroden darauf und eine zweite
Platte mit einer Öffnung
umfasst, wobei die zweite Platte an die erste Platte gebunden ist,
so dass die erste Platte und die zweite Platte einen Hohlraum definieren,
wobei die Anordnung von Elektroden innerhalb des Hohlraums liegt.
Die Öffnung
kann ein Fenster oder eine Vertiefung sein. Die erste Platte kann
eine Vielzahl von Leiterbahnen haben, die auf der gleichen Oberfläche der ersten
Platte gebildet werden, auf welcher die Anordnung von Elektroden
gebildet wird, wobei jede der Leiterbahnen sich von einer der Elektroden
nach außen über eine
Peripherie der Anordnung erstreckt.
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Andere
Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden dem Durchschnittsfachmann
nach der Durchsicht der folgenden Beschreibung der spezifischen
Ausführungsformen
der Verbindung zusammen mit den beiliegenden Figuren offensichtlich
werden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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In
den Figuren, welche beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung
veranschaulichen,
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ist 1 eine
schematische Perspektivansicht eines elektrochemischen Chips mit
integrierter Sensoranordnung;
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ist 2 eine
schematische Querschnittzeichnung des elektrochemischen Chips von 1;
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veranschaulichen 3A–3C schematisch
einen Ansatz, um die Grundplatte von 1 zu bilden;
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veranschaulichen 4A–4D schematisch
einen Ansatz, um die Deckplatte von 1 zu bilden;
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ist 5 eine
schematische Querschnittzeichnung eines anderen elektrochemischen
Chips mit integrierter Sensoranordnung;
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ist 6 eine
schematische Querschnittzeichnung einer Deckplatte; und
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ist 7 ein
Teilgrundriss einer Elektrodenanordnung auf einer Grundplatte.
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Detaillierte Beschreibung
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Wenn
hier verwendet:
- – bedeutet „Anordnung von Elektroden" mindestens zwei
Elektroden, die in irgendeinem Muster gebildet sind. Die Elektroden
können
entweder miteinander verbunden oder unabhängig verdrahtet sein.
- – bedeutet „Sensoranordnung" eine Anordnung von
Sensoren, die aus identischen oder unterschiedlichen Sensoren bestehen
kann.
- – bedeutet „gebunden" zusammengehalten,
entweder chemisch oder mechanisch oder auf andere Weise.
- – bedeutet „Ferrocenverbindung" eine chemische Verbindung,
die eine Ferrocengruppe enthält. Eine
Ferrocengruppe hat die chemische Formel C5H5FeC5H4.
Beispiele von Ferrocenverbindungen beinhalten Ferrocen (C5H5FeC5H5) und Benzoylferrocen (C5H5FeC5H4COC6H5).
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Im Überblick
kann ein elektrochemischer Chip mit integrierter Sensoranordnung
eine Anordnung von Elektroden haben. Mindestens eine der Elektroden
kann durch eine Beschichtung, die mit einer Ferrocenverbindung dotiert
ist, wie z.B. eine unterstützte
Doppelschichtlipidmembran (s-BLM), die mit Benzoylferrocen dotiert
ist, bedeckt sein. Die Elektroden können auf einer Grundplatte
gebildet werden, welche an eine Deckplatte mit einer Öffnung gebunden
ist, so dass die Anordnung innerhalb eines Hohlraums liegt, der
durch die Grundplatte und die Deckplatte definiert wird. Die Öffnung der
Deckplatte kann ein Fenster oder eine Vertiefung sein. Die Elektroden
können
miteinander verbunden oder unabhängig verdrahtet
sein. Die Elektroden und die Verbindungsleitungen können auf
der gleichen Oberfläche
der Grundplatte gebildet werden.
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Die
mit Ferrocen dotierte Beschichtung hat einen hohen elektrischen
Widerstand. Somit ist der Widerstand an den beschichteten Elektroden
höher im
Vergleich zu unbeschichteten Elektroden oder Elektroden, die mit
einem herkömmlichen
undotierten s-BLM beschichtet sind. Der Anstieg des elektrischen
Widerstands der Beschichtung, die die Elektroden bedeckt, kann sowohl
durch die Dotierungskonzentration als auch durch den Grad der Oxidation der
Ferrocenverbindung kontrolliert werden. In diesem Zusammenhang ist
entdeckt worden, dass das Oxidieren der dotierten Ferrocenverbindung
den Widerstand erhöht.
Mit einem geeigneten Widerstand kann das Signal-zu-Rauschverhältnis des
Sensors gesteigert werden.
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1 und 2 veranschaulichen
schematisch einen elektrochemischen Chip 10 mit einer Grundplatte 12 und
einer Deckplatte 14. Eine Anordnung von Elektroden 16 wird
auf der Grundplatte 12 gebildet. Die Deckplatte 14 hat
eine Öffnung,
ein Fenster 17. Die Grundplatte 12 und die Deckplatte 14 definieren
zusammen einen Hohlraum, eine Reaktionskammer 18, so dass
die Anordnung von Elektroden 16 innerhalb der Reaktionskammer 18 liegt.
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Optional
können
ein oder mehrere Ausleger 20 auf der Deckplatte 14 als
Träger
der externen Elektroden (nicht gezeigt), wie zum Beispiel eine externe
Gegen- oder Referenzelektrode oder beide, bereitgestellt werden.
Jede externe Elektrode kann in eine Öffnung 22 in einen
Ausleger 20 eingeführt
werden und sich in die Reaktionskammer 18 erstrecken.
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Die
Elektroden 16 können
alle Arbeitselektroden sein oder können eine oder mehrere Gegenelektroden
und/oder Referenzelektroden beinhalten. Jede Elektrode 16 kann
einzeln elektrisch durch Kontaktlöcher 24 auf einer
Leiterplatte (PCB) 26 kontrolliert werden. PCB 26 stellt
elektrische Input/Output-Anschlüsse
zu externen elektrischen und/oder elektronischen Instrumenten bereit.
Wie von einem Durchschnittsfachmann verstanden wird, werden Bindungsanschlüsse und
Leiterbahnen (ebenfalls als „runners" bekannt) typischerweise
zum Verbinden der Elektroden mit den Kontaktlöchern 24 verwendet. Externe
Instrumente können
mit den Elektroden über Kontaktlöcher 24 verbunden
werden. Alternativ könnten
die Bindungsanschlüsse
und leitfähige
Leitungen direkt die Elektroden mit externen Instrumenten verbinden.
Die Bindungsanschlüsse
und die Leiterbahnen können
ebenfalls auf der Grundplatte 12 gebildet werden. Aus Gründen der
Klarheit sind die Bindungsanschlüsse
und die Leiterbahnen, die die Elektroden 16 mit den Kontaktlöchern 24 verbinden,
jedoch nicht in 1 gezeigt (aber in 7 gezeigt).
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Der
elektrochemische Chip 10 kann verschiedene Größen und
Formen haben, die für
bestimmte Anwendungen geeignet sind. Zum Beispiel kann der elektrochemische
Chip 10 eine Chipgröße, die
von 1 × 1
cm bis 2 × 2.25
cm variiert und einen Kammerbereich, der von 6 × 6 mm bis 2 × 44 mm
variiert, haben.
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Während eine
Anordnung von 5 × 5
Elektroden in 1 gezeigt ist, kann die Anordnung
von Elektroden 16 jedes geeignete Muster oder jede Anzahl
von Elektroden, abhängig
von der Anwendung, haben. Die Elektroden 16 können verschiedene
Formen haben, wie zum Beispiel quadratisch, rechteckig, rund, eiförmig und ähnliches.
Die Elektroden 16 können
ebenfalls verschiedene Größen haben
und können
sehr klein gemacht werden, wie zum Beispiel kleiner als 90 μm in Länge und
Breite. Durchmesser von 10 μm
bis 90 μm
sind getestet worden und haben sich als geeignet herausgestellt.
Typischerweise kann jede Arbeitselektrode eine Oberfläche im Bereich
von 1 × 10–7 bis
1 × 10–4 cm2 oder weniger haben. Kleinere Größen können bei
manchen biochemischen Anwendungen bevorzugt sein. Die Elektroden 16 können gleichmäßig oder
ungleichmäßig mit verschiedenen
Zwischenelektrodenabständen
beabstandet sein, abhängig
von der Anwendung. Zum Beispiel haben sich Zwischenelektrodenabstände im Bereich
von 10 bis 100 μm
in einem beispielhaften elektrochemischen Chip als geeignet herausgestellt. Die
Pixelgrößen des
Chips 10 können
ebenfalls variieren. Pixel mit einer Länge von 0.25 mm haben sich in
einem beispielhaften elektrochemischen Chip als geeignet herausgestellt.
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Wie
in 2 veranschaulicht, kann die Grundplatte 12 durch
ein Bindungsmaterial 38 an die Deckplatte 14 gebunden
werden.
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Die
Grundplatte 12 beinhaltet einen Grundwafer 30,
eine erste Isolierungsschicht 32, eine leitfähige Schicht 34 und
eine zweite Isolierungsschicht 36. Der Wafer 30 kann
aus Silizium oder einem anderen geeigneten Material, wie zum Beispiel
Glas, Kunststoff, Polymerbahn, Keramik und Halbleitermaterialien
hergestellt werden. Die Isolierungsschichten 32 und 36 können aus
den gleichen oder unterschiedlichen Materialien hergestellt werden.
Ein geeignetes Material für
die Isolierungsschichten 32 und 36 beinhaltet
Siliziumdioxid, Siliziumnitrit und andere geeignete organische und
anorganische Materialien. Für
die Verwendung in biochemischen Anwendungen sollte das ausgesetzte
Material (unbedeckte Teile des Wafers 44 und der Schichten 32 und 36)
mit den beabsichtigten Elektrolyten und biologischen oder biochemischen
Testlösungen
kompatibel sein. Die Isolierungsschichten 32 und 36 sollten
dick genug sein, um ausreichende Isolierung bereitzustellen. Jede
der Isolierungsschichten 32 und 36 können eine
Dicke im Bereich von 0.1 bis 5 μm
haben. Die leitfähige
Schicht 34 kann geeignete leitfähige Materialien, wie zum Beispiel
Cr, Au und Ti umfassen und kann selbst geschichtet sein. Zum Beispiel
kann die leitfähige
Schicht 34 aus einer Schicht Au auf einer Schicht Cr oder
Ti gebildet werden. Die Elektrodenanordnung 16 wird aus
der leitfähigen
Schicht 34 gebildet. Die zuvor genannten Leiterbahnen zur
Verbindung der Elektroden mit externen Instrumenten können ebenfalls
aus der leitfähigen
Schicht 34 gebildet werden. Wenigstens eine Elektrode 16 kann
mit einer Beschichtung 28, die mit einer Ferrocenverbindung dotiert
ist, wie z.B. eine mit Benzoylferrocen dotierte s-BLM, bedeckt sein.
Wenn gewünscht,
können
einige oder alle der Elektroden 16 durch eine mit Ferrocen
dotierte Beschichtung bedeckt sein.
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Die
Deckplatte 14 beinhaltet den Wafer 44 und Maskierungsschichten 40, 42, 46 und 48.
Wie der Wafer 30 kann der Wafer 44 aus Silizium
oder einem anderen geeigneten Material hergestellt werden. Die Maskierungsschichten 40, 42, 46 und 48 werden
auf dem Wafer 44 abgeschieden, um den Wafer 44 während des Ätzens zu
maskieren. Wenn der Wafer 44 durch ein nasschemisches Verfahren geätzt werden
soll, können
zwei Maskierungsschichten auf jeder Seite des Wafers 44,
wie in 2 gezeigt, abgeschieden werden. Die inneren Maskierungsschichten 42 und 46 können thermische
Oxidschichten und die äußeren Maskierungsschichten 40 und 48 können Siliziumnitritschichten
sein, die durch chemische Niederdruckgasphasenabscheidung abgeschieden
werden. Die Schichten 42 und 46 können 0.03
bis 1 μm
dick sein. Die Schichten 40 und 48 können 0.1
bis 2 μm
dick sein. Wenn der Wafer 44 durch ein Trockenätzverfahren
geätzt
werden soll, kann eine einzelne Maskierungsschicht auf jeder Seite ausreichend
sein. Die einzelne Maskierungsschicht kann aus Materialien, wie
zum Beispiel Fotolack, Siliziumoxid, Siliziumnitrit und irgendwelchen
anderen Materialien, die für
Trockenätzen
geeignet sind, gebildet werden. Eine oder mehrere Maskierungsschichten 40, 42, 46 und 48 können nach
dem Ätzen entfernt
werden. Um das Herstellungsverfahren jedoch zu vereinfachen, können die
Maskierungsschichten intakt bleiben.
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Beispielansätze, um
die Grundplatte 12 und die Deckplatte 14 zu bilden,
sind in 3A bis 3C und 4A bis 4D veranschaulicht.
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In
Bezug auf 3A wird die Isolierungsschicht 32 auf
einem Siliziumwafer 30 abgeschieden, um einen Träger zu bilden.
Die leitfähige
Schicht 34 wird als nächstes
auf der Isolierungsschicht 32 abgeschieden. Jede geeignete
Abscheidungstechnik kann verwendet werden.
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In
Bezug auf 3B wird die leitfähige Schicht 34 dann
gemustert und geätzt,
um eine Elektrodenanordnung 16, Bindungsanschlüsse und Stromleitungen,
die jede Elektrode mit einem Bindungsanschluß verbinden, zu bilden. Standardhalbleitermikrofabrikationstechniken,
wie zum Beispiel Lithographietechniken, können verwendet werden.
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In
Bezug auf 3C wird die Isolierungsschicht 36 als
nächstes
auf der leitfähigen
Schicht 34 abgeschieden. Die Schicht 36 wird dann
geätzt,
um die Elektrodenanordnung 16 und die Bindungsanschlüsse freizulegen.
Die Schicht 36 kann mit irgendeiner geeigneten Ätztechnik,
wie zum Beispiel Plasmatrockenätzen
oder nasschemisches Ätzen, geätzt werden.
Die Schicht 36 wird in dem Bereich um eine Peripherie der
Elektrodenanordnung 16, wo die zwei verbundenen Platten
in Kontakt sein werden, nicht geätzt.
Wie in 2 veranschaulicht, wird die Deckplatte 14 an
die Grundplatte 12 an der restlichen Isolierungsschicht 36,
welche an die Deckplatte 14 angrenzt, gebunden werden.
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In
Bezug auf 4A wird ein Träger zur
Bildung der Deckplatte 14 durch aufeinanderfolgende Abscheidung
der Maskierungsschichten 42 und 46 und dann der
Maskierungsschichten 40 und 48 auf beiden Seiten
des Wafers 44 gebildet. Der Wafer 44 kann aus
Silizium hergestellt werden. Die Isolierungsschichten können unter
Verwendung einer chemischen Niederdruckgasphasenabscheidung gebildet
werden.
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In
Bezug auf 4B werden der Fensterbereich
für die
Reaktionskammer 18, die Bereiche für die Bindungsanschlüsse und
die Bereiche für
die Ausleger 20 aus den Schichten 40, 42, 46 und 48 unter
Verwendung von Standardhalbleitermikrofabrikationstechniken, wie
zum Beispiel Lithographietechniken, herausgeätzt, um den Wafer 44 in
diesen Bereichen freizulegen.
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In
Bezug auf 4C wird der Wafer 44 aus der
Vorderseite (Oberseite in den Figuren), welche von der Grundplatte 12 wegzeigt,
wenn die Deckplatte 14 an die Grundplatte 12 gebunden
wird, herausgeätzt.
Mehr als 10 μm
Dicke des Wafers 44 können innerhalb
der offenen Bereiche weggeätzt
werden. In Bezug auf 4D wird der Wafer 44 dann
von der Rückseite
(Unterseite in den Figuren), welche zur Grundplatte 12 hinzeigt,
wenn die Deckplatte 14 an die Grundplatte 12 gebunden
wird, durchgeätzt.
Die Seite außerhalb
des Wafers 44 kann ebenfalls geätzt werden, um die Bindungsanschlüsse freizulegen.
Um den Wafer 44 zu ätzen,
können
Techniken, wie zum Beispiel nasschemisches Ätzen mit KOH oder Siliziumtrockenätzen verwendet
werden.
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Wie
oben angemerkt, kann eine oder mehrere der Maskierungsschichten 40, 42, 46 und 48 nach dem Ätzen entfernt
werden.
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Zurückkehrend
zu 2 können
die Grundplatte 12 und die Deckplatte 14 dann
zusammengebunden werden mit dem Fenster 17 der Deckplatte 14 über der
Elektrodenanordnung 16 unter Verwendung von Techniken,
wie zum Beispiel in dem US-Patent 6,503,847 von Chen et al. („Chen"), ausgestellt am
07. Januar 2003, gelehrt, dessen Inhalt hier als Referenz einbezogen
ist. Insbesondere können
verdünnte
Polydimethylsiloxan (PDMS) Lösungen
wie von Chen gelehrt hergestellt werden. Die Oberfläche von
Schicht 40 (oder die Rückseite
des Wafers 44, wenn die Maskierungsschichten 40 und 42 entfernt worden
sind) wird dann mit PDMS Rotationsbeschichtet. Die PDMS-Beschichtung
kann eine Dicke im Bereich von 1 bis 500 μm haben. Während des Beschichtungsverfahrens
kann die Vorderseite des Wafers 44 mit Polymerfilm laminiert
werden, um zu verhindern, dass sie mit PDMS beschichtet wird. Das PDMS
kann zur Halbhärtung
vorgehärtet
werden, bevor die Deckplatte 14 an der Grundplatte 12 ausgerichtet
wird und die zwei Platten werden aneinander gepresst bis das PDMS
vollständig
ausgehärtet
ist. Obwohl nicht in 2 gezeigt (aus Klarheitsgründen), werden,
wie verständlich
ist, die Rückseite
der Deckplatte 14 und die Innenflächen von Fenster 17 mit
einer Schicht PDMS nach dem Binden bedeckt. Geeigneterweise ist
die PDMS-Schicht ein biokompatibles Material, so dass der Chip 10 immer
noch biokompatibel sein kann, sogar wenn der Wafer 30 und die
Maskierungsschichten nicht biokompatibel sind.
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Wie
angenommen werden kann, können mehr
als ein Paar der Grund- und Deckplatten gleichzeitig aus zwei Waferlagen
gebildet werden. Wenn mehr als ein Paar gebildet wird, können einzelne Paare,
nachdem das PDMS vollständig
ausgehärtet ist,
herausgeschnitten werden, wie z.B. durch Würfeln. Jedes Paar kann dann über Bonddrähte an ein PCB
gebunden werden.
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Wie
erwähnt
werden eine oder mehrere Elektroden 16 durch eine mit einer
Ferrocenverbindung dotierte Beschichtung, wie zum Beispiel ein Benzoylferrocen
dotiertes s-BLM, bedeckt. Die Beschichtung kann auf einer Elektrode 16 auf
verschiedene Art und Weise abgeschieden werden. Ein beispielhaftes
Verfahren zur Bedeckung einer Elektrode mit einem mit Benzoylferrocen
dotiertem s-BLM ist wie folgt:
- – Löse Benzoylferrocen
und Dimyristoyl-L-α-phosphatidylcholin
(DMPC) in Chloroform mit analytischer Qualität, um eine Lipidlösung herzustellen,
wobei die Konzentrationen von Benzoylferrocen und DMPC im Bereich
von 0.1 bis 10 mg/ml liegt. Zum Beispiel können sie 1 mg/ml bzw. 2 mg/ml
sein;
- – Reinige
den elektrochemischen Chip 10. Beschalle den Chip 10 zum
Beispiel nacheinander in Alkohol und deionisiertem Wasser für 5 Minuten und
trockne den Chip 10 dann an der Luft;
- – Trage
die Lipidlösung
auf die Oberfläche
der Elektrode in kleinen Mengen auf, wie z.B. tropfe 20 μl Aliquots
der Lipidlösung
mit einer Mikrospritze;
- – Verdampfe
das Chloroform auf der Elektrode schrittweise an der Luft bei Raumtemperatur;
- – Transferiere
1 ml Phosphatpufferlösung
(PBS) auf die mit Lipid beschichtete Elektrode 16, wobei die
Pufferlösung
8 g/l NaCl, 0.2 g/l KCl, 1.44 g/l Na2HPO4, 0.24 g/KH2PO4 mit einem pH-Wert von 7.4 enthalten kann.
Die Pufferlösung
kann ebenfalls irgendeine geeignete neutrale wässrige Lösung sein, in der die Doppelschichtlipidmembran stabil
ist.
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Andere
geeignete Dotierungsverfahren, wie z.B. Absorption und Diffusionsdotierungsverfahren können ebenfalls
verwendet werden. Es wird jedoch angenommen, dass das Dotierungsverfahren
die s-BLM Eigenschaften nicht negativ beeinflussen sollte.
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Wie
angenommen werden kann, wird sich ein mit Benzoylferrocen dotiertes
s-BLM spontan (durch molekulares Selbstausrichten) in der PBS-Lösung auf
der Elektrode bilden.
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Testergebnisse
haben gezeigt, dass der elektrische Widerstand einer s-BLM Beschichtung höher ist,
wenn sie mit Benzoylferrocen dotiert als ohne Dotierung. Die Testergebnisse
zeigen ebenfalls, dass der elektrischer Widerstand weiter erhöht werden
kann, wenn das dotierte Benzoylferrocen oxidiert ist.
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Benzoylferrocen
in dem beschichteten s-BLM kann durch Aussetzen der Elektroden 16 gegenüber zyklischen
Potentialänderungen,
z.B. von –0.3
bis +0.8 V, oxidiert werden, wenn sie in einer elektrolytischen
Lösung,
wie z.B. einem PBS-haltigen Kaliumferrocyanid (K3[Fe(CN)6]) eingetaucht wird, wobei Redoxreaktionen
auf der Beschichtung auftreten.
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Ob
Benzoylferrocen in der Beschichtung oxidiert worden ist oder nicht
kann durch Beobachten der Stromantwort der Elektrode auf Redoxreaktionen leicht
getestet werden. Wenn die Stromantwort gering ist, ist es oxidiert
worden. Wenn die Stromantwort groß ist, dann ist es nicht vollständig oxidiert worden.
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Geeigneterweise
kann der elektrische Widerstand an den Elektroden 16 durch
Kontrollieren des Oxidationsgrades von Benzoylferrocen in der s-BLM
Beschichtung kontrolliert werden. Des Weiteren zeigen die Testergebnisse,
dass die Oxidation von Benzoylferrocen irreversibel ist. Das heißt, dass Benzoylferrocen
wird oxidiert bleiben, wenn es einmal oxidiert ist, wobei somit
ein stabiler elektrischer Widerstand an den Elektrodengrenzflächen bereitgestellt
wird. (Wenn das Benzoylferrocen jedoch nicht vollständig oxidiert
ist, kann es weiter oxidiert werden, wenn das Potential, das an
die Elektroden angelegt wird, höher
ist als das Oxidationspotential).
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Der
Widerstand der Beschichtung kann ebenfalls durch Anpassen der Dotierungskonzentration
kontrolliert werden.
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Andere
Ferrocenverbindungen können ebenfalls
verwendet werden, um die s-BLM Beschichtung zu dotieren. Zum Beispiel
können
Ferrocen (C5H5FeC5H5) oder 1,1'[(4,4'-Bipiperidin)-1,1'-diyldicarbonyl]-bis[1'-methoxycarbonyl)ferrocen]
verwendet werden.
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Des
Weiteren kann s-BLM durch andere Materialien, wie zum Beispiel jedes
geeignete organische Polymer oder Membrane, die modifiziert, immobilisiert
oder an der Oberfläche
der Elektroden 16 selbst ausgerichtet werden können, ersetzt
werden und mit einer Ferrocen-haltigen Verbindung dotiert werden.
Vorteilhafterweise behält
die dotierte Lipidmembran ihre biokompatible Mikroumgebung in der Gegenwart
von Enzymen, womit der Sensor somit für biochemische Anwendungen
geeignet ist.
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Die
Beschichtung kann durchlässig
oder undurchlässig
sein, abhängig
von der Art des anzuwendenden Erfassungsmechanismus. Zum Beispiel kann
eine durchlässige
Beschichtung für
ampermetrische Sensoren verwendet werden, während eine undurchlässige Beschichtung
für Widerstand
oder Impedanzsensoren verwendet werden kann.
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Es
ist ebenfalls möglich,
verschiedene Elektroden 16 mit verschiedenen Beschichtungen,
wie zum Beispiel Beschichtungen, die verschiedene Materialien oder ähnliche
Materialien mit unterschiedlichen Oxidationszuständen umfassen, zu beschichten.
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In
Betrieb wird der elektrochemische Chip 10 mit der externen
Kontrolle und den datenaufnehmenden Instrumenten über die
Kontaktlöcher 24 verdrahtet.
Die Reaktionskammer 18 wird mit einer Flüssigkeit
gefüllt.
Die Elektroden werden auf eine typische Art und Weise für einen
elektrochemischen Sensor oder eine Sensoranordnung vorgespannt,
so dass die elektrischen Signale nachgewiesen werden können, um
zu bestimmen, ob und/oder wie schnell eine bestimmte Redoxreaktion
in der Flüssigkeit
auftritt. Somit kann bestimmt werden, ob eine oder mehrere bestimmte
Zielsubstanzen in der Flüssigkeit
vorliegen oder die Konzentrationen der Substanzen. Wenn erforderlich,
können
entweder eine externe Gegenelektrode oder eine externe Referenzelektrode,
die von einem Ausleger 20 unterstützt wird, oder beide verwendet
werden. Die Elektroden 16 können alle als Arbeitselektroden
verwendet werden. Oder eine oder mehrere der Elektroden 16 können als
Gegen- oder Referenzelektroden verwendet werden.
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Wie
angenommen wird, ist der elektrochemische Chip 10 leicht
herzustellen. Die Zwei-Plattenstruktur macht es einfach, um die
Elektrodenanordnung 16 zu bilden, da die leitfähige Schicht 34 auf
einer flachen Oberfläche
abgeschieden und dann weggeätzt
werden kann, um die einzelnen Elektroden zu bilden. Gleichzeitig
können
andere Metallkomponenten, wie zum Beispiel Bindungsanschlüsse und
Verbindungsleitungen, leicht gebildet werden. Eine große Reaktionskammer 18 ist
ebenfalls möglich,
da sie so tief wie die vollständige
Dicke des Wafers 44 sein kann. Da zwei Wafer verwendet
werden, können mehrere
elektronische Vorrichtungen auf den elektrochemischen Chip 10 als
auf einen einzelnen Waferchip passen.
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Geeigneterweise
können
alle Elektroden, einschließlich
Arbeitselektroden, Gegenelektroden und Referenzelektroden, aus dem
gleichen Material auf derselben leitfähigen Schicht 34 gebildet
werden. Optional können
Gegenelektroden und Referenzelektroden, die aus unterschiedlichen
Materialien hergestellt wurden, nichts desto trotz bereitgestellt
und durch den Ausleger 20 unterstützt werden.
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Da
alle Elektroden 16 sich in einer Reaktionskammer 18 befinden,
ist gleichzeitiges Erfassen oder Testen möglich, was den Probenverbrauch
und die Analysezeit verringert. Mehrere Komponenten der gleichen
Probe können
zur selben Zeit getestet werden. Alternativ können Daten, die von mehreren Elektroden
erhalten werden, kombiniert werden, um zu genaueren und verlässlichen
Ergebnissen zu gelangen.
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Wie
angenommen wird, ist die Bildung eines elektrochemischen Chips wie
hier gelehrt weiterhin vorteilhaft, da das Herstellungsverfahren
einfach und preisgünstig
ist, sogar ohne Beschichten der Elektroden mit einer Beschichtung,
die mit einer Ferrocenverbindung dotiert ist.
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Der
elektrochemische Chip 10 kann außer bei elektrochemischem Erfassen
ebenfalls bei anderen Anwendungen verwendet werden. Zum Beispiel können die
Elektroden für
elektrische AC oder DC Messungen verwendet werden.
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Andere
Merkmale, Vorzüge
und Vorteile der vorliegenden Erfindung, die oben nicht ausdrücklich erwähnt sind,
können
aus dieser Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen vom Durchschnittsfachmann
verstanden werden.
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Wie
vom Durchschnittsfachmann verstanden werden kann, sind viele Modifikationen
der beispielhaften Ausführungsformen
der hier beschriebenen Erfindung möglich. Zum Beispiel kann die
leitfähige Schicht 34 (und
somit die Elektroden 16) aus jeden geeigneten Metallen
oder Metalllegierungen, wie zum Beispiel Au, Pt, Ag, Indiumzinnoxid
(ITO) und ähnlichem
oder leitfähigen
Polymeren, hergestellt werden. Isolierende Materialien für die Schichten 32, 36 können jede
geeignete Art von isolierenden Polymeren sein. Bindungsmaterial
für die
Schicht 38 kann jedes geeignete biokompatible und chemisch
resistente Material sein.
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Die
Grundplatte 12 und die Deckplatte 14 müssen nicht
chemisch verbunden sein. Sie können einfach
gestapelt und mechanisch gehalten werden, so dass die Reaktionskammer 18 auslaufsicher
ist, in welchem Fall die Bindungsschicht 38 ausgelassen werden
kann.
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Des
Weiteren kann die Deckplatte 14 eine andere Fensterform
haben als die in den 2 und 4A–4D gezeigte.
Zum Beispiel kann das Fenster auf der Deckplatte eine andere Form
außer einem
Quadrat haben, wenn es von der Vorderseite aus gesehen wird. Des
Weiteren muss das Fenster auf der Deckplatte nicht vollständig offen
sein. Zum Beispiel veranschaulicht 5 einen
anderen elektrochemischen Chip mit integrierter Sensoranordnung 10', wobei die Öffnung in
der Deckplatte 14' nur halb
durchgeätzt
wird, wobei somit eine Vertiefung gebildet wird. Die Deckplatte 14' und die Grundplatte 12' werden zusammengebunden,
um einen Hohlraum, die Reaktionskammer 18' zu definieren. Die Flüssigkeitsproben
können
durch die Kanäle 50 in der
Deckplatte 14' in
die und aus der Reaktionskammer 18' fließen. Die gesamte Rückseite
der Deckplatte 14' und
die Seitenwände
der Reaktionskammer 18' können mit
einem biokompatiblen Material 38', wie zum Beispiel PDMS und ähnliches,
beschichtet sein.
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Eine
andere alternative Deckplatte 14'',
welche keinen Ausleger hat, ist in 6 veranschaulicht. Der
Siliziumwafer der Deckplatte 14'' kann
entweder von oben oder von unten geätzt werden.
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Die
Elektroden 16 können
ebenfalls auf den Seitenwänden
der Reaktionskammer 18 gebildet werden, wenn notwendig.
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Wie
in 7 veranschaulicht, können die Elektroden 16' ebenfalls parallel
und in zwei oder mehrere Gruppen gruppiert miteinander verbunden werden
und jede Gruppe von Elektroden kann mit einem gemeinsamen Bindungsanschluß 52 durch
Leiterbahnen 54 verbunden werden. Wie veranschaulicht erstreckt
sich jede der Leiterbahnen von einer Elektrode nach außen über eine
Peripherie der Elektrodenanordnung.
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Wenn
die Grund- und Deckplatten mit einem Bindungsmaterial, das nicht
biokompatibel ist, verbunden werden, kann eine Schicht aus biokompatiblem,
chemisch inertem Material auf den Seitenwänden des Fensters über der
Deckplatte abgeschieden werden, bevor sie an die Grundplatte gebunden
wird, um biokompatible Innenflächen
in der Reaktionskammer bereitzustellen.
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Die
Erfindung ist eher beabsichtigt, all diese Modifikationen in ihrem
Umfang zu umfassen, wie durch die Ansprüche definiert.
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Zusammenfassung
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Ein
elektrochemischer Chip mit integrierter Sensoranordnung wird bereitgestellt,
wobei der Chip eine Anordnung von Elektroden hat. Die Anordnung kann
auf einer Grundplatte, die an eine Deckplatte mit einer Öffnung gebunden
ist, gebildet werden. Die Öffnung
kann ein Fenster oder eine Vertiefung sein. Die Platten sind so
verbunden, dass sie einen Hohlraum definieren, wobei die Anordnung
innerhalb des Hohlraums liegt. Leitfähige Leitungen zum Verbinden der
Elektroden an elektrochemische Instrumente können auf derselben Oberfläche der
Grundplatte gebildet werden, auf der die Elektroden gebildet werden.
Mindestens eine der Elektroden kann mit einer Beschichtung, die
mit einer Ferrocenverbindung dotiert ist, bedeckt sein. Die Beschichtung
kann eine unterstützte
Doppellipidmembran sein, die mit Benzoylferrocen dotiert ist. Die
dotierte Ferrocenverbindung kann oxidiert werden.