-
Gebiet der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf digitale Geräte zur Eingabe
von Schrift für
Computersysteme und im Besonderen auf einen multifunktionalen digitalen
Stift mit Funktionssteuerungsmerkmalen.
-
Hintergrund der Erfindung
-
Herkömmliche
digitale Schreibgeräte,
die Schriftzüge
erfassen, sind bekannt. Ein Typ eines im Stand der Technik bekannten
herkömmlichen
digitalen Schreibgeräts
schließt
eine digitale Stift- und Tablettkonfiguration ein. Der digitale
Stift und das Tablett sind verbunden. Das Tablett ist mit einem
Personal Computer verbunden. Das Tablett schließt Elektronik zur Zeichenerkennung
ein, wenn der digitale Stift in Kontakt mit dem Tablett ist. Zusätzlich kann das
Tablett besondere Funktionsbereiche einschließen, auf die der Benutzer mit
dem Stift drücken
kann, um eine Funktion aufzurufen. Die Funktion kann vorkonfiguriert
oder vorprogrammiert sein. Zum Beispiel kann die Funktion so vorprogrammiert
sein dass sie eine Tastaturfunktion einschließt, wie etwa Datei öffnen, z.
B., <STRG><O>,
Datei drucken, z. B., <STRG><P>.
-
Die
digitale Stift- und Tablettkonfiguration schließt eine Reihe von Nachteilen
ein. Zum Beispiel sind digitaler Stift und Tablett sperrige Einheiten.
Sie brauchen bei Verwendung viel Platz und sind zu schwer, um als
tragbare Geräte
in Frage zu kommen. Zusätzlich
kann der Stift ohne das Tablett nicht benutzt werden, und umgekehrt.
Um zu helfen, diese Nachteile anzugehen, ist ein weiteres herkömmliches Schreibgerät auf dem
Markt erschienen, der Anoto Digital Pen, der von einem Tochterunternehmen
von C Technologies AB aus Schweden, Anoto AB aus Schweden, hergestellt
wird.
-
Der
Anoto Digital Pen schließt
eine Digitalkamera ein, eine verbesserte Bildverarbeitungseinheit und
einen Bluetooth-Hochfrequenz-Transceiver. Er beinhaltet auch eine
Tintenpatrone, sodass ein Benutzer sehen kann, was geschrieben oder
gemalt wird. Der Bilderfassungsmechanismus des Anoto Digital Pen
wird durch das Entfernen einer Kapsel aktiviert und durch das Wiederaufsetzen
der Kapsel deaktiviert. Jedoch ist die Bildverarbeitungsfähigkeit des
Anoto Digital Pen nur dann verfügbar,
wenn der Anoto Digital Pen auf einem speziell ausgestalteten Papier
verwendet wird. Das speziell ausgestaltete Papier muss ein standardisiertes
Muster einschließen,
das aus vielen kleinen Punkten besteht, die von einer Gitterstruktur
leicht versetzt angeordnet sind und einem speziellen Übertragungskasten
(manchmal als „Magic Boxes" bezeichnet. Wenn
ein Benutzer mit dem Anoto Digital Pen auf dem speziell ausgestalteten
Papier schreibt oder malt, dann stellt der Anoto Digital Pen eine
digitale Spur von allem, was geschieht, her. Diese Information wird
in dem Stift gespeichert bis der Übertragungsanzeigekasten ausgewählt wird.
Sie wird dann von Ihrem digitalen Stift direkt an Ihren sich in
der Nähe
befindlichen Personal Computer weitegeleitet, oder über eine
BluetoothTM-Vorrichtung – wie etwa ein BluetoothTM-fähiges Handy – über das
Internet. an jeden Computer, jedes Handy oder jede Informationsdatenbank
auf der Welt
-
Ein
Nachteil des Anoto Digital Pens und anderer Typen digitaler Stifte,
die Schriftzüge
erfassen, ist, dass die digitalen Stifte selbst keine Funktionsknöpfe oder
Anzeigen besitzen um zusätzliche Schriftzüge wie Hervorheben,
Fett schreiben, oder Schriftfarbe ändern, zu erfassen. Wenn beispielsweise
ein Benutzer handschriftlich Notizen aufschreibt und dann einen
Leuchtmarker benutzt, um bestimmte Textstellen oder Muster hervorzuheben,
dann kann ein herkömmliches
Schreibgerät
oder System wie die oben beschriebenen nur die ursprüngliche
handschriftliche Information erfassen, jedoch nicht hervorgehobene
Textstellen oder Muster. Außerdem
kann ein Versuch, zurückzugehen
und, zum Beispiel, Text zu markieren, wenn ein herkömmliches
Schreibgerät oder
System verwendet wird, dazu führen,
dass vorher geschriebener Text gelöscht oder durchgestrichen wird.
-
Andere
Nachteile einiger anderer digitaler Stifte, die Schriftzüge erfassen
sind, das die digitalen Stifte keine zusätzliche Funktion ausweisen,
die bewirken, dass sie für
einen Benutzer anderweitig nützlich
sind. Zum Beispiel könnte
ein digitaler Stift mit einer Alarmfunktion von einem Benutzer verwendet werden,
um sich an bestimmte wichtige Termine etc. erinnern zu lassen. Solche
Benachrichtigungen an den Benutzer könnten durch Ton (z. B. ein
Piepen, ein Summen, etc.), durch Vibration des Stifts, und so weiter,
bereitgestellt werden. Ein weiteres Beispiel ist ein digitaler Stift,
der als Rechner funktionieren kann und der benutzt werden könnte, um
schnelle mathematische Berechnungen durchzuführen. Mit einem derartigen
digitalen Stift könnte
ein Benutzer auf Taschenrechner verzichten.
-
Noch
ein weiterer Nachteil von herkömmlichen
digitalen Stiften ist, dass sie keine Stimmaufzeichnungsfunktion
haben. Eine derartige Stimmaufzeichnungsfunktion könnte in
mehreren Situationen nützlich
sein. Zum Beispiel könnte
ein derartiges Merkmal in Momenten, in denen der Benutzer nicht schreiben
kann, sehr nützlich
sein (z. B. wenn der Benutzer Auto fährt), oder wenn der Benutzer
das spezielles Papier nicht zur Hand hat.
-
Noch
ein weiterer Nachteil herkömmlicher
digitaler Stifte ist, dass das spezielle Papier und die „Magic
Boxes", die auf
solchem oben beschriebenen speziellen Papier benutzt werden, nicht
wiederverwendbar sind, da Tinte auf dem Papier haften bleibt, wenn
der Stift benutzt wird. In bestimmten Situationen kann es wünschenswert
sein, dass die Tinte nicht auf dem Papier haften bleibt, sodass
das Papier wiederverwendet werden kann. Zum Beispiel könnte ein
Benutzer wünschen,
eine „Magic
Box" immer wieder
zu verwenden, um geschriebenes Material an einen Hauptrechner zu übertragen.
-
Deshalb
besteht ein Bedarf an (1) einem digitalen Schreibsystem, das zusätzliche
Schriftzüge erfasst
zusätzlich
zu handgeschriebenem Text und Mustern, (2) einem digitalen Schreibsystem
mit zusätzlichen
Funktionen, (3) ein digitales Schreibsystem mit Stimmaufzeichnungs-
und Stimmerkennungsfunktion, und (4) ein digitales Schreibsystem, bei
dem, in bestimmten Situationen, die Tinte nicht auf dem Papier haften
bleibt.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Gemäß einer
illustrierenden Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Schreibsystem zur Erfassung
von mit Schriftzügen
assoziierten Bilddaten konfiguriert. Das Schreibsystem stellt auch zusätzliche
Formatierungsfunktionen bereit, zum Beispiel fett Schreiben, Hervorheben,
Unterstreichen, kursiv Schreiben, und ähnliches. Ferner kann das Schreibsystem
andere Merkmale enthalten, die in geeigneter Weise die Funktionen
zur Erfassung der Handschrift ergänzen, wie etwa, zum Beispiel, eine
Digitalkamera, ein Taschenrechner, ein Benutzerbenachrichtigungsmerkmal,
Alarmfunktion, Timer, Kalenderfunktion, biometrische Sensoren, und ähnliches.
In einer Ausführungsform,
schließt
das Schreibsystem gemäß der vorliegenden
Erfindung ein digitales Schreibgerät mit Auswahlmechanismen ein,
mit denen ein Benutzer zwischen den verschiedenen bereitgestellten
alternativen Funktionen wählen
kann, zum Beispiel, Hervorheben, fett Schreiben, Unterstreichen,
und ähnliches.
Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Benutzeroberfläche für die Verwaltung
von Datenfiles bereitgestellt, welche von einem System gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung generiert sind.
-
Ein
Verfahren gemäß einer
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung schließt
das Erfassen von Information ein, die zu dem von dem Benutzer Geschriebenen
gehört.
Zum Beispiel schließt
ein Verfahren gemäß dieser
Ausführungsform
als Antwort auf Auswahlsignale das Formatieren von erfasster Information
ein. Das Formatieren kann fett Schreiben, Unterstreichen, Hervorheben,
Farbe ändern
einschließen,
unter anderen Merkmalen, die auf die erfasste Handschrift angewendet
werden können.
Gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können
die Formatierungsmerkmale zu verschiedenen Zeitpunkten in Bezug
zu dem Erfassen der Schriftzüge
ausgewählt
werden, zum Beispiel kann das Merkmal fett Schreiben ausgewählt werden,
bevor der handgeschriebene Text als fett geschrieben erfasst wird, oder
alternativ kann eine bereits erfasste Handschrift zur Anwendung
der Hervorhebung auf sie ausgewählt
werden.
-
Zusätzlich werden
gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung mehrere Ausführungsformen
mit zusätzlichen
bereitgestellten Funktionen vorgestellt. Zum Beispiel schließt eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ein Benachrichtigungsmerkmal ein, das
es einem Benutzer ermöglicht,
einen Auslöser
oder Alarm im Voraus einzustellen, damit die Benachrichtigung erfolgt,
wie etwa, zum Beispiel, einen Timer- oder einen Kalendereintrag.
Es werden ebenfalls mehrere Alternativen für das Benachrichtigungsmerkmal
gezeigt, einschließlich
eines akustischen Alarms, Vibration, optische Anzeige, oder ähnliches.
Andere passende vorgestellte Funktionen schließen Festbild oder Videoerfassungsgeräte ein,
Input- und Output- Audiogeräte, Rechner,
biometrische Geräte,
und ähnliches.
-
Die
in der Spezifikation beschriebenen Merkmale und Vorteile sind nicht
alles einschließend,
und insbesondere werden einem Fachmann mit gewöhnlichen Kenntnissen der Technik
viele zusätzliche Merkmale
und Vorteile ersichtlich sein, wenn er die Zeichnungen, Spezifikation,
und Ansprüche
betrachtet. Außerdem
sollte beachtet werden, dass die in der Spezifikation verwendete
Sprache hauptsächlich
unter dem Gesichtspunkt der Lesbarkeit und zum Zwecke der Belehrung
gewählt
wurde, und dass sie nicht gewählt
wurde, um den Gegenstand der Erfindung abzugrenzen oder einzuschränken.
-
Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
-
1 ist
eine Abbildung eines digitalen Schreibgeräts gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
2 ist
ein Funktionsblockdiagramm eines digitalen Schreibgeräts gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
3 zeigt
eine beispielhafte Software eines Funktionssteuerungs-Teilsystemes
in einem Softwarespeicher für.
ein digitales Schreibgerät
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
4 zeigt
einen beispielhaften Verarbeitungsvorgang eines Funktionssteuerungs-Teilsystems gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
5a, 5b,
und 5c zeigen eine Abbildung eines beispielhaften
Vorgangs gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
6a ist
ein beispielhafter Screenshot einer Benutzeroberfläche gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
6b ist
eine beispielhafte detaillierte Ansicht eines Screenshots einer
Benutzeroberfläche gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
-
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
-
Die
Figuren und die folgende Beschreibung beziehen sich auf bevorzugte
Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung, sind jedoch nur beispielhaft. Es sollte
beachtet werden, dass anhand der folgenden Diskussion alternative
Ausführungsformen der
hier offenbarten Strukturen und Verfahren leicht als praktikable
Alternativen erkannt werden können, welche
angewendet werden können
ohne von den Grundsätzen
der beanspruchten Erfindung abzuweichen.
-
Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein digitales Schreibgerät, das Funktionssteuerungs-Auswahlmechanismen,
z.B. Knöpfe,
Druckschalter, oder ähnliches.
Ein Benutzer, der Text, Muster oder andere handgeschriebene Ausdrücke auf
ein Schreibmedium,. z. B. Papier, schreibt, kann das digitale Schreibgerät bedienen.
Das digitale Schreibgerät
erfasst den handgeschriebenen Ausdruck, zum Beispiel, in Form von
Bildern und speichert die handgeschriebenen Ausdrücke in Form
von Daten. Wenn zusätzliche
Ausdrücke
zu dem handgeschriebenen Ausdruck hinzugefügt werden, z. B. Hervorheben
eines Wortes, dann werden die Funktionssteuerungsknöpfe so konfiguriert,
dass sie diesen zusätzlichen
Ausdruck ebenfalls als Daten erfassen.
-
1 bildet
ein digitales Schreibgerät 100 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ab. Das digitale Schreibgerät 100 schließt ein Stiftgehäuse 110,
eine optionale Griffzone 115, eine Stift- (oder Tintenspitze 120,
eine Zeichenerkennungslinse 125, und die Funktionssteuerungsbox 130 und
ein Anzeigefeld 135 ein. In einer Ausführungsform, sind die Tintenspitze 120 und
die Zeichenerkennungslinse 125 sehr nahe beieinander. Zusätzlich kann
die Funktionssteuerungsbox 130 aus einem oder mehreren
mechanischen oder elektrischen Schaltern 130a–130c (z.B.
berührungsempfindliche
oder optische Schalter) bestehen. Die Funktionssteuerungsbox 130 kann
so ausgebildet sein, dass sie an einer Seite des Stiftgehäuses 110 platziert
werden kann.
-
2 zeigt
ein Funktionsblockdiagramm eines digitalen Schreibgeräts 100 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Das digitale Schreibgerät 100 schließt ein Zeichenerkennungs-Teilsystem 210,
ein Funktionssteuer-Teilsystem 220 ein Prozessor- (oder
Controller-) Teilsystem und ein Speicher-Teilsystem 240 ein.
Das Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 kann eine Zeichenerkennungslinse 125 einschließen und
mit dem Prozessor-Teilsystem 230 und dem Speicher-Teilsystem 240 verbunden
sein. Das Funktionssteuerungs-Teilsystem 220 ist mit dem
Prozessor-Teilsystem 230 verbunden
und kann ebenfalls mit dem Speicher-Teilsystem 240 und/oder
dem Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 verbunden werden.
-
Das
Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 kann eine Digitalkamera
oder ein optisches Zeichenerkennungssystem, das Mustererkennungssensoren
einschließt,
sein, z.B. Fotosensoren. In einigen Ausführungsformen enthält der digitale
Stift 100 eine separate Minikamera 290. In solchen
Ausführungsformen
kann der digitale Stift 100 als Kamera sowie als Stift
verwendet werden und kann benutzt werden, um Bilder oder Videosequenzen
zu erfassen. In anderen Ausführungsformen,
wenn das Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 eine Kamera ist,
kann das Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 selbst dazu verwendet
werden, Bilder oder Videosequenzen zu erfassen.
-
Das
Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 ist konfiguriert, Schriftzüge, z.B.
handgeschriebenen Text, Zahlen, Symbole, Zeichnungen oder andere Muster,
die auf dem beschriebenen Medium erscheinen können, zu erfassen. Das Funktionssteuerungs-Teilsystem 220 kann
zugeordnete (oder vordefinierte) oder konfigurierbare (z. B. benutzerdefinierbare)
funktionelle Vorgänge
die, zum Beispiel, in Assoziierung mit einem oder mehr Anwendungsprogrammen
benutzt werden können.
Zum Beispiel kann das Funktionssteuerungs-Teilsystem 220 konfiguriert
sein, einen Bereich zu identifizieren, den ein Benutzer mit einem
Leuchtmarker markiert hat und diese Information zurück zu einer
Anwendung übertragen,
die mit dem Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 assoziiert
ist. Das Prozessor-Teilsystem 230 stellt herkömmliche
Prozessor-Funktionen bereit, einschließlich das Abrufen und Ausführen von
Anweisungen, um Funktionen auszuführen, beispielsweise von dem
Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 und
dem Funktionssteuerungs-Teilsystem 220 definierte Funktionen.
Das Speicher-Teilsystem 240 kann flüchtigen Speicher (z. B. dynamischen und/oder
statischen Schreib-Lese-Speicher) und/oder nichtflüchtigen
Speicher (z.B. Flash-Speicher
und/oder elektrisch löschbaren
Festwertspeicher) einschließen.
-
Das
digitale Schreibgerät
kann auch eine optionale Tintenpatrone einschließen, die sehr nahe am Zeichenerkennungsgerät konfiguriert
ist, so dass von einem Benutzer geschriebene Muster sofort von dem Zeichenerkennungs-Teilsystem 210 erfasst
werden. Zusätzlich
kann das digitale Schreibgerät
ein Datenübertragungsschnittstellen-Teilsystem 250 enthalten. Das
Datenübertragungsschnittstellen-Teilsystem 250 kann
für kabelgebundene
(verkabelt) oder kabellose (unverkabelt) Datenübertragung sein. Das Datenübertragungsschnittstellen-Teilsystem 250 kann,
zum Beispiel, ein Hochfrequenztransceiver oder eine USB-Schnittstelle
(Universal Serial Bus) sein. Alternativ kann dass Datenübertragungsschnittstellen-Teilsystem 250 ein
Infrarot-Datenübertragungssystem
sein. Das Datenübertragungsschnittstellen-Teilsystem 250 ist
zum Beispiel mit dem Prozessor-Teilsystem 230 verbunden,
um Information zum Beispiel an einen Hauptrechner entweder in Echtzeit oder
im Batch-Modus (z.B. Synchronisierungsverfahren wie Steckverbindung
oder USB-Verbindung (Universal Serial Bus) auf dem Stift, oder ähnliches).
Zudem gilt, dass die oben diskutierten Komponenten des digitales
Schreibgeräts 100 alle über einen
Datenbus 260 in dem digitalen Schreibgerät 100 miteinander
verbunden werden können.
-
3 zeigt
eine Ausführungsform
der Software des Funktionssteuerungs-Teilsystems 220 in einem Softwarespeicher
für ein
digitales Schreibgerät 100 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Der Softwarespeicher schließt einen
Stifttreiber 310 und eine Anwendung 320 ein. Die
Software 220a für
das Funktionssteuerungs-Teilsystem 220 kann auf dem Stifttreiber 310 liegen,
auf einem Betriebssystem oder auf jedem davon einzeln oder in Kombination.
Der Stifttreiber 220 ist mit dem Datenbus 260 verbunden.
Der Stiftdatenbus 260 kann eine elektrische Verbindung
mit der Funktionssteuerungsbox 130 (oder den Schaltern 130a–130c)
einschließen.
Gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann ein Benutzer die Auswahlmechanismen 130a–130c (130n allgemein)
so konfigurieren, dass diese einer bestimmten Funktion entsprechen,
z.B. Hervorheben, fett Schreiben, kursiv Schreiben, Unterstreichen,
Schriftfarbe ändern,
und ähnliches.
Die Konfigurierung kann auf dem digitalen Stift 100 selbst
bereitgestellt werden oder kann, zum Beispiel, über eine Softwareanwendung
auf einem Personal Computer, die auf den digitalen Stift 100 übertragen
wird, vollzogen werden. Ferner können verschiedene
Benutzer die Auswahlmechanismen verschieden konfigurieren und eine
Gruppe von Benutzerprofilen kann auf dem digitalen Stift 100 gespeichert
und vor dem Betrieb ausgewählt
werden, zum Beispiel unter Verwendung von biometrischen Merkmalen,
wie oben diskutiert.
-
Wenn
der Benutzer während
des Betriebes einen Auswahlmechanismus betätigt, z.B. einen von 130a–130c alleine
oder in Kombination, dann senden die Auswahl- oder Schaltmechanismen 130n ein Funktionsauswahlsignal
zurück
an den Stiftdatenbus 260 an das Prozessor-Teilsystem 230,
an die Stiftsteuerung, und dann an das Funktionssteuerungs-Teilsystem 220.
Das Funktionssteuerungs-Teilsystem 220 interpretiert die
ausgewählte Funktion
und signalisiert dem Betriebssystem oder der Anwendung 320,
die ausgewählte
Funktion auszuführen.
Die Schriftzüge
mit denen die Formatierung assoziiert wird, können auf mehrere Arten bestimmt
werden. Zum Beispiel kann ein Benutzer einen Auswahlmechanismus 130n betätigen, um
vor dem handschriftlichen Schreiben der Schriftzüge, auf die die Formatierung
angewendet wird, die Formatierungsfunktion auszuwählen. Hat
der Benutzer das handschriftliche Schreiben beendet, kann der Benutzer
denselben oder einen anderen Auswahlmechanismus betätigen um
das Ende der Schriftzüge
anzugeben, auf die die Formatierung angewendet wird. In einer alternativen
Ausführungsform
kann der Benutzer zunächst
die Schriftzüge
erzeugen und dann eine Teilmenge der Schriftzüge auswählen und einen Auswahlmechanismus 130n betätigen, um
die Formatierung auf die ausgewählten
Schriftzüge
anzuwenden.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung gibt es mehrere mögliche
Techniken für
das Auswählen
einer Teilmenge von Schriftzügen
zur Anwendung der Formatierungsfunktion auf diese. Zum Beispiel
stellt in einer Ausführungsform
gemustertes Papier, das maschinenlesbare Markierungen oder „Glyphen" umfasst, ein Koordinatensystem
bereit, das interpretierbar ist, sodass die Position jedes einzelnen
Glyphen eindeutig identifiziert wird. Diese Koordinaten- oder Positionsinformation
wird typischer weise zusammen mit den Schriftzügen erfasst. Anschließend kann
ein Benutzer die Koordinateninformation zweier gegenüberliegender
Ecken eines rechteckigen Bereichs auf dem gemusterten Papier angeben
(z.B. Auswählen einer
Gruppe von Glyphen) und unter Benutzung der erfassten Koordinateninformation
kann der Prozessor die Teilmenge der Schriftzüge, die sich in dem ausgewählten rechteckigen
Bereich befindet, bestimmten. Zum Beispiel zeigen 5a bis 5c ein Beispiel
eines Vorgangs gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In diesem Beispiel werden vorhandene
Schriftzüge
durch Angabe der Koordinaten am linken oberen Ende einer handschriftlichen
Teilmenge und der Koordinaten des rechten unteren Endes der Teilmenge
ausgewählt. Dann
betätigt
der Benutzer den Funktionssteuerungsschalter 130a, der
zum Beispiel konfiguriert ist, Schriftzüge „hervorzuheben". Der digitale Stift 100 überträgt dann
die Funktion („Hervorheben") und die Koordinateninformation
zurück
an das Prozessor-Teilsystem 230, auf den Stifttreiber 310 und
das Funktionssteuerungssystem 220. Das Funktionssteuerungs-Teilsystem 220 würde der
Anwendung 320 Information bereitstellen, die ihr befiehlt,
den durch die Positionskoordinaten ausgewählten Bereich hervorzuheben.
-
Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung schließt die Auswahl einer Teilmenge
der erfassten Schriftzüge
zur Anwendung einer ausgewählten
Formatierungsfunktion darauf eine Bildverarbeitungsfunktion ein.
Gemäß dieser Ausführungsform,
können
Schriftzüge
unter Verwendung eines optischen Bildgebungssystems, zum Beispiel
einer Photosensor-Anordnung, erfasst werden. Die Schriftzüge werden
als Bitmaps oder ähnliche Bilder,
die über
das von einer Schreiboberfläche
reflektierte Licht erzeugt werden, erfasst. Anschließend kann
ein Benutzer eines Auswahlmechanismus betätigen, z.B. einen Knopf, und
eine Teilmenge der Schriftzüge,
auf die die Formatierungsfunktion angewendet werden soll, erneut
erfassen. Dann kann ein Prozessor vorher erfasste Bilder mit den
aktuell erfassten Bildern vergleichen um eine Übereinstimmung zu finden und
dadurch die Teilmenge der erfassten Schriftzüge, auf die die ausgewählte Formatierungsfunktion
angewendet werden soll, zu bestimmen. Mehrere andere Umsetzungen
sind möglich, um
dieselbe Funktion bereitzustellen. Zum Beispiel kann ein Benutzer,
anstatt einen Auswahlmechanismus 130n zu verwenden, die
Spitze des digitalen Stifts 100 bei einer Ausführungsform
des Stiftes mit Mehrfachspitzen eine Kugelschreiberspitze durch eine
Leuchtmarkerspitze austauschen und der digitale Stift 100 würde die
Hervorhebungs-Funktion automatisch anhand der Verwendung der Leuchtmarkerspitze
erkennen und die Hervorhebungsinformation entsprechend erfassen.
-
In
einer anderen Ausführungsform
ist es möglich,
dass ein einzelner Auswahlmechanismus 130a gedrückt wird
und so mehrere verschiedene Funktion aufgerufen werden, je nach
aufgewendetem Druck/aufgewendeter Kraft. Zum Beispiel kann ein leichter
Druck auf den Kontrollschalter 130a zum Hervorheben des
Textes führen, ein
etwas höherer Druck
auf den Kontrollschalter 130a kann zu fett Schreiben des
Textes führen,
ein nochmals höherer Druck
auf den Kontrollschalter 130a könnte zur Änderung der Textfarbe führen. In
einer Ausführungsform
kann der von dem Benutzer aufgewendete Druck sensorisch über einen
druckempfindlichen Resistor („FSR"; Force Sensitive
Resistor) erfasst werden, welcher sich auf der Spitze des digitalen
Stiftes 100 befindet. In dieser Ausführungsform ist es nicht notwendig,
dass der Stift 100 einen spezifisch festgelegten Knopf
für jede
gewünschte
Funktion aufweist. In einer alternativen Ausführungsform kann der Auswahlmechanismus
konfiguriert sein als ein Schalter mit n Schaltzuständen, wobei
n jede gerade Zahl sein kann und der Anzahl der Zustände (z.B.
der verfügbaren
Funktionen) entspricht.
-
Ein
weiteres Beispiel ist dass in einer Ausführungsform ein Funktionssteuerungsschalter 130a für eine Stimmaufzeichnung
konfiguriert ist. In einer derartigen Ausführungsform ist ein Gerät gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Dual Mode Pocket Memo Recorder, der sowohl das Herunterladen
von geschriebenen als auch akustischen Daten auf einen Hauptrechner
bietet. Ein derartiger digitaler Stift 100 kann beispielsweise
benutzt werden, um Elemente einer Aufgabenliste in den Speicher
des digitalen Stifts aufzunehmen. Außerdem kann ein solcher digitaler
Stift 100 besonders nützlich
in Situationen sein, in denen ein Benutzer nicht schreiben kann
oder wenn der Benutzer kein spezielles Papier zur Hand hat. Zum
Beispiel könnte
ein Benutzer Auto fahren.
-
Stimmaufzeichnung über den
digitalen Stift 100 kann auch noch mehrere andere Vorteile
haben. Zum Beispiel wird in einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung die Stimmaufzeichnung mit dem geschriebenen Material verbunden.
Zum Beispiel könnte
ein Benutzer mit einem digitalen Stift 100 auf Papier zeichnen
und eine verbale Beschreibung der Zeichnung aufnehmen. Eine derartige
verbale Beschreibung würde
in Verbindung mit der Zeichnung für eine sehr genaue und klare
Darstellung der Gedanken des Benutzers sorgen. Noch ein weiteres Beispiel
eines Vorteils der Stimmaufzeichnung ist, dass in einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Stimmaufzeichnung in Verbindung mit Stimmerkennung
verwendet wird. Eine derartige Kombination kann zum Beispiel benutz
werden, um E-Mail-Adressen nachzuschlagen.
-
In
einer derartigen Ausführungsform
schließt der
digitale Stift 100 einen Codierer-Dekodierer („CODEC", Coder-Decoder) 295 ein um
Funktionen, wie etwa das Konvertieren eines analogen Stimmsignals
in ein digitales Signal, auszuführen.
Der CODEC 295 kann in Hardware, Software oder Firmware
oder eine Kombination aus diesen implementiert werden. In einer
Ausführungsform
kann Komprimierung angewendet werden um die digitalen Stimmdaten
eigenständigen
Speicher (nichtflüchtig)
effektiver zu speichern, um eine längere Aufnahmezeit zu implementieren.
In einer Ausführungsform
ist der verwendete Komprimierungsalgorithmus kompatibel mit PC-Standards.
-
In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist der digitale Stift 100 auch
ein Modul 270 zur Umwandlung von Stimme in Text auf. Das Modul
zur Umwandlung von Stimme in Text 270 kann verwendet werden,
um Stimmdaten in Text mit einer speziellen Stimmerkennungssoftwareanwendung umzuwandeln,
wie sie heutzutage mit einigen Stimmrecordern erhältlich ist.
-
In
einer Ausführungsform
kann der digitale Stift 100 auch einen Audioeingang 265 und
einen Audioausgang 285 haben. Der Audioeingang 285 kann zum
Beispiel ein Lautsprecher- oder Kopfhöreranschluss sein. Sowohl der
Audioeingang 265 als auch der Audioausgang 285 kann
mit einem CODEC 295 betrieben werden. Ein derartiger digitaler
Stift 100 kann als eigenständiges Stimmaufnahme- und Wiedergabesystem
verwendet werden verwendet werden, d.h. die Daten müssen nicht
notwendigerweise auf einen Hauptrechner heruntergeladen werden.
-
In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist der digitale Stift 100 auch
ein biometrisches Sensormodul auf. Zum Beispiel könnte dieses
biometrische Sensormodul ein Fingerabdruckssensor sein. Ein derartiges
biometrisches Sensormodul 280 kann zur Identifizierung
des Benutzers des Stifts verwendet werden. Für einige Anwendungen könnte dies
an die Stelle eines Passworts treten. Wenn mehrere Benutzer einen
digitalen Stift 100 verwenden, dann könnte in einigen Ausführungsformen eine
derartige biometrische Erkennung auch benutzt werden um die bevorzugten
Einstellungen jeden Benutzers abzurufen, wenn dieser Benutzer beginnt, den
Stift zu benutzen. In einigen Ausführungsformen können solche
bevorzugten Einstellungen auch automatisch mit einem Benutzer assoziiert
werden, durch Identifizieren des Benutzers über biometrische Merkmale.
Es wird erwähnt,
dass der biometrische Sensor in einer Ausführungsform zusammen mit dem
optionalen Griffbereich 115 oder an Stelle des optionalen Griffbereichs 115 verwendet
werden kann.
-
Ein
weiteres Beispiel einer Funktion, die in dem digitalen Stift 100 zur
Verfügung
gestellt werden könnte
ist die eines Taschenrechners. Ein derartiger digitaler Stift 100 würde den
Benutzer mit einem Taschenrechner ausstatten, der einfach verfügbar, klein und
leicht tragbar ist.
-
In
einer Ausführungsform
können
Zahlen und Operatoren handschriftlich erfasst werden. Somit wäre keine
Tastatur notwendig. In einer anderen Ausführungsform kann das Erfassen
auch durch die Verwendung speziellen Papiers mit aufgedruckten Zahlen
und Operatoren erfolgen. Ferner könnte in einer Ausführungsform
das Ergebnis der Rechnung auf einem On-Board-Bildschirm 135 angezeigt
werden, z.B. einem Flüssigkristallbildschirm
(„LCD", Liquid Crystal
Display).
-
Noch
ein weiteres Beispiel einer Funktion, die in dem digitalen Stift 100 verfügbar sein
kann, ist eine Benutzerbenachrichtigungsfunktion, z.B. eine Benachrichtigung über Alarm
oder ähnliches,
die als Antwort auf ein vom Benutzer programmiertes auslösendes Ereignis
bereitgestellt wird. Das spezielle Papier kann herkömmlich gemustertes
Papier, das z.B. Glyphen aufweist und die „Magic Boxes" können im Voraus
festgelegte Muster sein, die einer Funktion entsprechen, sobald
das Musterbild erkannt wird. Zusätzlich
kann in einer Ausführungsform
spezielles Papier mit spezifischen Feldern („Magic Boxes") verwendet werden,
um einen Alarm einzugeben. In einer Ausführungsform können verschiedenen
auslösende Ereignisse
für die
Benutzerbenachrichtigung abhängig
von den in dem digitalen Stift verfügbaren Funktionen vorprogrammiert
werden. Zum Beispiel kann in einem digitalen Stift, der mit einem
digitalen Kalendermerkmal ausgestattet ist, das auslösende Ereignis
ein Termin zu einem bestimmten Datum oder einer bestimmten Zeit
sein oder eine Erinnerung an einen bestimmten Anlass, oder ähnliches.
Alternativ kann in einem digitalen Stift, der eine digitale Uhr oder
einen digitalen Timer enthält,
das auslösende Ereignis
ein Timer/Countdown-Alarm sein, oder ein Weckalarm, oder ähnliches.
Die Benutzerbenachrichtigung kann auf mehrere verschiedene Arten
geschehen. Zum Beispiel schließen
einige mögliche Benutzerbenachrichtigungen
einen Alarm über
den Bildschirm 135, ein Summen (akustische Rückmeldung),
eine Vibration des digitalen Stifts 100, oder über eine
oder mehr Lumineszenzdioden („LEDs", light emitting
diodes).
-
In
einer Ausführungsform
mit einem digitalen Stift, der über
ein digitales Kalendermerkmal verfügt, das auf den Terminen, Besprechungen,
Erinnerungen oder ähnlichem
basiert, die mit dem digitalen Stift 100 eingegeben wurden,
kann der Kalender zwischen dem digitalen Stift 100 und
einem Hauptrechner synchronisiert werden. Zum Beispiel kann das Synchronisieren
unter Verwendung des Datenübertragungsmoduls
des digitalen Stifts entweder automatisch oder in von dem Benutzer
gewählten
Intervallen erfolgen.
-
4 bildet
einen Verarbeitungsvorgang des Funktionssteuerungssystem 220 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Verarbeitung beginnt 410 und
eine spezielle Funktion wird ausgewählt 420 durch einen
Auswahlmechanismus, z.B. 130a. Eine Position auf einer
Schreiboberfläche,
zum Beispiel einem Stück
Papier 430 wird identifiziert auf der der funktionelle
Vorgang erscheinen soll. In einer Ausführungsform schließt dies
die Identifizierung einer ersten Position p1 und einer zweiten Position
p2 (siehe z.B. 5b) ein, indem der digitale
Stift über
oder auf diesen beiden Bereichen bewegt wird um einen Auswahlmechanismus auszulösen (z.B.
einen Schalter oder einen Sensor). Das Funktionssteuerungs-Teilsystem 220 berechnet dann 440 einen
Bereich A unter Verwendung der beiden Datenpunkte. Diese Information
kann dann zum Beispiel an die Anwendung 320 weitergeleitet
werden, die die Funktion anwendet, z.B. Hervorheben von vorher geschriebenem Text
wie in den 5a bis 5c gezeigt
wird. Der Vorgang endet 460 mit dem Ausschalten oder mit
dem Warten auf die nächste Ausführung einer
Funktion.
-
Ein
Schreibsystem gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann auch mit einem speziellen Papier,
auf dem die Tinte nicht haften bleibt, verwendet werden. Derartiges
Nichthaften der Tinte könne
zu einer Wiederverwendbarkeit führen.
In einer Ausführungsform
könnte
eine Karte, die in eine Geldbörse
passt (z.B. in der Größe einer
Kreditkarte) von einem Benutzer getragen werden. Der Benutzer könnte jedes
Mal, wenn er eine spezifische Funktion (z.B. Übertragen von auf speziellem
Papier geschriebenen Daten an den Hauptrechner, Übertragen nur von Daten, die
auf einer bestimmten Seite stehen) ausführen will, eine „Magic
Box" auf dieser Karte
abhaken. In einer Ausführungsform
könnte
das spezielle Papier auf einer derartigen Karte so behandelt werden,
dass Tinte nicht darauf haften bleibt.
-
In
einer Ausführungsform
sind die „Magic
Boxes" vordefniert
und können
intelligente Zeichenerkennungsfelder („ICR", Intelligent Character Recognition)
sein. So könnte
zum Beispiel für
das Übertragen
von Daten auf einer bestimmten Seite die Seitenzahl in ein ICR-Feld
auf der Karte „geschrieben" werden. In einer
anderen Ausführungsform
könnte
eine visuelle Tastatur auf der Karte sichtbar sein, und die geeignete „Taste" könnte angetippt
werden, um eine spezifische Funktion auszuführen. Dies könnte eine Alternative
zur Verwendung von ICR sein. Eine andere Alternative zur Verwendung
von ICR ist die Verwendung von Graffiti, wie es im Zusammenhang
mit den Personal Digital Assistants („PDAs") gut bekannt ist. In einer alternativen
Ausführungsform
kann die „Magic
Box" ein vorher
bestimmtes Muster (z.B. ein Zeichen) sein, dem eine bestimmte Funktion
oder ein bestimmter Vorgang zugewiesen wurde, sodass diese ausgeführt wird,
sobald das optische System das vorher bestimmte Muster erkennt.
-
Noch
eine weitere Verwendung der Magic Boxes ist die Verwendung zum Zweck
der „Schnell-Mail" („Speed
Mail). Es soll erwähnt
werden, dass sich in einigen Ausführungsformen derartige Magic
Boxes auf der oben beschriebenen Karte befinden. In anderen Ausführungsformen
befinden sich die Magic Boxes auf dem Papier, auf das der Benutzer
schreibt. Zusätzlich
kann in einigen Ausführungsformen
Tinte an solchen Magic Boxes haften, während in anderen Ausführungsformen
Tinte nicht an solchen Magic Boxes haften kann. Der Ausdruck Schnell-Mail
ist analog zu dem Schnellwahl-Merkmal, über das die meisten Telefone
heutzutage verfügen.
Spezifische E-Mailadressen können
vorprogrammiert werden, indem ihnen spezifische Nummern zugewiesen
werden (z. B. entspricht „1" Mamas E-Mailadresse),
und dann könnte
die spezifische Nummer in eine Magic Box geschrieben werden, um die
Daten an die spezifische E-Mailadresse zu versenden.
-
Sind
Dokumente unter Verwendung des digitalen Stifts 100 erstellt
worden und wurden diese an einen Hauptrechner übertragen, dann sollte es für einen
Benutzer ein fach sein, sie zu finden und zu verwenden. 6a ist
ein Screenshot einer Ausführungsform
einer Benutzeroberfläche
auf einem Hauptrechner, die es für
Benutzer leichter macht, digitale Schriftdokumente zu finden, anzuzeigen
und sie in andere Anwendungen zu integrieren.
-
Wie
in 6a gezeigt, werden in einer Ausführungsform
alle mit dem Stift erstellten Dokumente in einem Ordner mit dem
Titel „My
Pen Documents" aufgelistet.
Es wird darauf hingewiesen dass in einer Ausführungsform dieser Zielordner
umbenannt oder von dem Benutzer nach Wunsch geändert werden kann. Die erstellten
Dokumente könnten
nach verschiedenen Kriterien sortiert werden (z.B. Datum, Typ, etc.)
Ferner stellt diese Benutzeroberfläche eine Vorschau der verschiedenen
Dokumente bereit, ohne dass die Software eines dritten Anbieters
benötigt
wird. Es ist auch möglich,
die Dokumente mit Hilfe eines Suchformulars zu suchen.
-
6b stellt
eine detailliertere Ansicht der Benutzeroberfläche 600 bereit. In
einer Ausführungsform
ermöglicht
die Benutzeroberfläche 600 es
dem Benutzer, die Dokumente direkt zu benutzen (z. B. sie zu drucken,
sie als Anhang in einer E-Mail zu schicken, sie direkt in einer
E-Mail zu verschicken, etc.) Zudem können bei der Übertragung
an den Hauptrechner Tags an sie angefügt werden (z.B. Datum, Zeit,
Name des Autors, Untertitel, Stickwort, etc.). In einer Ausführungsform
kann das Einfügen derartiger
Tags automatisch geschehen. In einer anderen Ausführungsform
erfolgt das Einfügen
derartiger tags manuell. In noch einer anderen Ausführungsform
kann das Einfügen
derartiger Tags über eine
Kombination aus automatischem und manuellen Einfügen erfolgen.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
kann die Benutzeroberfläche 600 eine
Liste von Vorlagen für
jeden Dokumenttyp umfassen. (Die verschiedenen „Typen" von Dokumenten können e-mails, Faxe, Briefe,
Sitzungsprotokolle, Notizen, Erledigungslisten, Zeichnungen, Kalendereinträge, usw.
umfassen). Beispielsweise falls es sich bei dem Dokument um ein
Faxdokument handelt, kann der Nutzer das Dokument automatisch in
eine Faxvorlage einfügen. Das
Dokument kann dann unter Verwendung von Software von Dritten gefaxt
werden. Bei einer Ausführungsform
ermöglicht
die Nutzeroberfläche 600 die
nahtlose Integration in die Software von Dritten.
-
In
einer Ausführungsform
kann der Benutzer einem spezifischen Dokument oder bestimmten Dokumenttypen
bestimmte Regeln zuweisen. Wenn zum Beispiel ein Dokument eine E-Mail
ist, dann kann ein Benutzer Regeln zuweisen wie etwa, welche Anwendung
für die
E-Mail benutzt werden soll (z. B. Microsoft OutlookTM,
Lotus NotesTM, etc.), wie das Dokument erscheinen
soll (z.B., in Skizzenform, etc.), und so weiter.
-
Ferner
können
derartige Regeln der jeweiligen spezifischen E-Mail zugewiesen werden
oder allen E-Mails, die mit dem digitalen Stift 100 geschrieben
worden sind. Zudem kann eine Regel permanent oder temporär zugewiesen
werden.
-
In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann ein Benutzer solche Regeln aufstellen,
indem er einen „Rule-setup-Wizard" (Assistent für das Erstellen
von Regeln) benutzt, der dem Benutzer beim Definieren und Zuweisen
der Regeln hilft. Der digitale Stift 100 kann auch konfiguriert
werden. um bidirektionale (oder alternativ unidirektionale) Datenübertragung
mit einem anderen Gerät,
z. B. einem Hauptrechner, durch sein Kommunikations-Teilsystem 250 bereit
zu stellen. Zum Beispiel kann in einer Ausführungsform, wenn der digitale
Stift 100 mit einem Hauptrechner verbunden ist, der Hauptrechner
so konfiguriert werden, dass er digitale Stiftstatus-Information abruft.
Alternativ kann der digitale Stift 100 so konfiguriert
werden, dass er Stiftstatus-Information an den Hauptrechner überträgt. In jedem
Fall kann der Hauptrechner die Stiftstatus-Information anzeigen.
Stiftstatus-Information kann zum Beispiel den Batteriestatus, den
verfügbaren
Speicherplatz, den belegten Speicherplatz, die Stiftseriennummer,
das Stiftkennwort, Benutzereinstellungen (z. B. Konfiguration der
Auswahlmechanismen), und ähnliches
sein. Zudem kann Stiftinformation auch Befehle einschließen, die
vom Hauptrechner zu dem digitalen Stift 100 übertragen
werden, zum Beispiel, ein Benachrichtigungsgerät auf ON/OFF einstellen (Vibrator,
LED) oder Power-off-Delays einstellen, oder einen Kalender synchronisieren,
oder ähnliches.
-
Auch
wenn besondere Ausführungsformen und
Anwendungen der vorliegenden Erfindung hier abgebildet und beschrieben
wurden, soll verstanden werden, dass die Erfindung nicht auf die
genaue Konstruktion und Komponenten beschränkt ist, wie sie hier offenbart
sind und dass verschiedene Modifikationen, Änderungen und Variationen in
der Anordnung, Ausführung
und in Details der Verfahren und Geräte der vorliegenden Erfindung
vorkommen können, ohne
dass vom Schutzumfang der Erfindung wie in den angehängten Ansprüchen definiert,
abgewichen wird.
-
Zusammenfassung der Erfindung
-
Ein
digitales Schreibsystem gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erfasst Schriftzüge zusätzlich zu Text und Mustern.
Es kann unter anderem einen digitalen Stift, spezielle löschbare
Tinte und Papier, und eine Anwendungssoftware für die Verwaltung der erfassten
Dateien mit einer entsprechenden Benutzeroberfläche einschließen. Ein
digitaler Stift gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann ein Zeichenerkennungs-Teilsystem,
ein Funktionssteuerungs-Teilsystem mit Auswahlmechanismen, ein Prozessor-Teilsystem,
Speicher-Teilsysteme
und kabelgebundene oder kabellose Datenübertragungs-Teilsysteme einschließen. Zusätzlich können Ausführungsformen
eines digitalen Stifts gemäß der vorliegenden
Erfindung zusätzliche
Funktionsmerkmale einschließen, einschließlich zum
Beispiel ein Benutzerbenachrichtigungsmerkmal (z.B. Alarm), ein
Digitalkameramerkmal, Stimmaufnahme- und Stimmerkennungsmerkmale,
Kalendermerkmale, Rechnermerkmale, biometrische Sensormerkmale und ähnliches.