DE1119748B - Basische Flickmasse fuer Drehtrommeloefen - Google Patents
Basische Flickmasse fuer DrehtrommeloefenInfo
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- DE1119748B DE1119748B DEH38196A DEH0038196A DE1119748B DE 1119748 B DE1119748 B DE 1119748B DE H38196 A DEH38196 A DE H38196A DE H0038196 A DEH0038196 A DE H0038196A DE 1119748 B DE1119748 B DE 1119748B
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- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B35/00—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
- C04B35/01—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
- C04B35/03—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on magnesium oxide, calcium oxide or oxide mixtures derived from dolomite
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Description
- Basische Flickmasse für Drehtrommelöfen Für die feuerfeste Auskleidung von Industrieöfen, Schmelzöfen u. dgl., insbesondere zur Herstellung von Konverterböden, werden basische Mischungen verwendet, die im wesentlichen aus gekörntem Sinterdolomit und Stahlwerksteer als Bindemittel bestehen. Diese Mischungen werden zu Ziegeln gepreßt oder in Formen eingestampft und anschließend gebrannt, oder sie werden in den kalten Ofen eingestampft, der anschließend aufgeheizt wird. Beim Brennen der Mischung hinterläßt der Teer ein Kohlenstoffskelett, das die Dolomitkörner miteinander verbindet und die Zwischenräume zwischen den Körnern ausfüllt.
- Der aus der Steinkohle gewonnene Rohteer besteht aus einem Gemisch kolloidaler Lösungen von Harzen in ölen verschieden hoher Siedepunkte und enthält im Mittel 60% Pech, der als Rückstand bei der üblichen fraktionierten Destillation des Rohteeres anfällt. Durch teilweise Austreibung niedrigsiedender öle aus dem Rohteer kann ein Teer mit einem höheren Pechgehalt erzeugt werden, der auch eine höhere Viskosität aufweist. Für die Herstellung haltbarer Konverterböden hat sich ein Stahlwerksteer als besonders geeignet erwiesen, der etwa 60 bis 65% Pech enthält. Es hat sich in der Praxis gezeigt, daß die Verwendung von Teeren mit sehr hohem Pechgehalt oder von Pech für die Herstellung von Konverterböden mit Schwierigkeiten verbunden ist und zu schlechten Ergebnissen führt. Bereits Teere mit einem Pechgehalt von mehr als 68% sind zu zäh für die Verarbeitung und erbringen keine Verbesserung der Futterhaltbarkeit mehr.
- Die für Konverterauskleidungen oder Konverterböden verwendeten, bekannten Futterniässen besitzen einen Teergehalt, der etwa 7 bis 9% des Gewichtes der Teer-Dolomit-Mischung beträgt. Futtermassen mit einem niedrigeren Teergehalt führen zu einer bedeutenden Verschlechterung der Verarbeitbarkeit der Futtermassen und der Haltbarkeit der feuerfesten Auskleidung. Futtermassen mit einem Teergehalt, der den Betrag von etwa 101Y9 überschreitet, sind nicht brauchbar, da sie zu teigig sind und beim Brennen leicht durch ölabscheidungen eine verstärkte Porenbildung verursachen.
- Es ist bekannt, Futtermassen mit einem Teergehalt von etwa 7 bis 90/a und einem Pechgehalt im Teer von etwa 60 bis 65'% zum Ausflicken des Mauerwerks von Industrieöfen zu verwenden. Hierbei wird die Flickmasse auf die schadhafte Stelle aufgestampft und bei einer Temperatur bis zu 500° C gebrannt. Wird diese Temperatur überschritten, ist nicht mehr gewährleistet, daß sich die Flickmasse ausreichend mit dem Grundmaterial verbindet oder daß ein hoher Anteil des Teers der Flickmasse nicht bereits beim Einbringen der Flickmasse in den Ofen verbrennt. Man hat auch schadhafte Stellen in der Auskleidung von Herdöfen in der Weise ausgebessert, daß die Flickmasse in den mehr als 500° C heißen Ofen von Hand oder mit Schleudermaschinen eingeworfen wird. Durch Eindringen von Schlacke in die Flickmasse erfolgt gegebenenfalls im Laufe der Zeit eine hinreichende Verfestigung der Flickmasse und Verbindung mit dem Grundmaterial.
- Derartige Arbeitsweisen sind bei der Ausbesserung schadhafter Stellen in der Auskleidung von zylindrischen Trommelöfen, die sich während des Betriebes um ihre horizontale Achse drehen, nicht anwendbar. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen ist es nicht durchführbar, bei jeder erforderlichen Flickarbeit eine Abkühlung des Trommelofens auf eine Temperatur unter 500° C abzuwarten, da sich dadurch lange Ofenstillstandszeiten und untragbare Produktionsverluste ergeben. Die Ausbesserung des Futters eines Trommelofens muß daher bei einer Temperatur durchgeführt werden, die mehr als 600° C beträgt. Bei derart hohen Temperaturen sind die bekannten Teer-Dolomit-Futtermassen nicht ausreichend sinterfähig, weil ein großer Teil des Teeres frühzeitig verbrennt. Die Ausbesserungsarbeiten werden besonders dadurch erschwert, daß der Trommelofen sich während der Ausbesserung der zylindrischen Ofenauskleidung um seine horizontale Achse dreht und daß die auf die schadhaften Stellen aufgebrachte Flickmasse infolge der Schwerkraft wieder abfallen kann, bevor eine Verfestigung und Verbindung mit der Grundmasse eingetreten ist.
- Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß bei einer basischen Futtermasse zum Ausbessern der feuerfesten Auskleidung von Drehtrommelöfen, die Dolomit und Teer in einer Menge von nicht mehr als 1111/o des Dolomitgewichtes enthält, die Futtermasse einen solchen Zusatz von Hartpech enthält, daß der gesamte Pechgehalt der Futtermasse 7 bis etwa 25 %, vorzugsweise 10 bis 18% des Gewichtes der Futtermasse beträgt.
- In den folgenden Zahlenbeispielen ist die Erfindung näher erläutert. Das Beispiel 1 zeigt die Zusammensetzung der bekannten Teer-DOlOmit-Futtermassen, das Beispie12 die Zusammensetzung einer Futtermasse gemäß der Erfindung. Für beide Beispiele ist ein mittlerer Pechgehalt im Teer von 60% zugrunde gelegt.
Beispiel 1 Masse aus 9 % Teer (mit 60 % Pech) und 91% Dolomit In 100 kg Masse sind enthalten 91 kg Dolomit 5,4 kg Pech aus Teer 3,6 kg pechfreie Teersubstanz Die Flickmasse enthält 5,4% Pech. Es hat sich gezeigt, daß die Ausbesserung der Auskleidung von Drehtrommelöfen mittels einer Flickmasse, deren Pechgehalt gemäß der Erfindung durch Beimischen von Hartpech zu einer Teer-Dolomit-Mischung auf 7 bis 25 %- gesteigert wird, wesentliche Vorteile besitzt. Obgleich ein Teil des Teers während des Einbringens der Flickmasse in den Ofen verbrennt, ist der Kohlenstoffgehalt der Flickmasse genügend hoch, so daß sich beim Brennen der Flickmasse noch ein haltbares Kohlenstoffskelett zwischen den Dolomitkörnern bilden kann. Die Flickarbeiten können bei Temperaturen in dem Drehtrommelofen über 600° C durchgeführt werden. Da die Flickmasse selbst bei sehr hohem Hartpechzusatz körnig krümeligen Charakter besitzt, kann sie ohne Schwierigkeit von Hand oder maschinell auf die schadhaften Stellen aufgebracht werden. Die Verbindung der Flickmasse mit der Trommelauskleidung erfolgt derart rasch, daß die Flickmasse nicht mehr abfällt, wenn sich der Trommelofen während der Ausbesserungsarbeit dreht.Beispiel 2 Masse aus 9% Teer (mit 600% Pech), 8 % Hartpech, 83 % Dolomit In 100 kg Masse sind enthalten 83 kg Dolomit 8 kg Hartpech 5,4 kg Pech aus Teer 3,6 kg pechfreie Teersubstanz Die Flickmasse enthält 8-1-5,4=13,4% Pech.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Basische Futtermasse zum Ausbessern der feuerfesten Auskleidung von Drehtrommelöfen, die Dolomit und Teer in einer Menge von nicht mehr als 11'% des Dolomitgewichtes enthält, gekennzeichnet durch einen Zusatz von so viel Hartpech, daß der gesamte Pechgehalt der Futtermasse 7 bis etwa 25%, vorzugsweise 10 bis 18% des Gewichtes der Futtermasse beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 748 792, 816 996.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH38196A DE1119748B (de) | 1959-12-21 | 1959-12-21 | Basische Flickmasse fuer Drehtrommeloefen |
| GB4376360A GB901413A (en) | 1959-12-21 | 1960-12-20 | Basic patching material for rotary drum furnaces |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH38196A DE1119748B (de) | 1959-12-21 | 1959-12-21 | Basische Flickmasse fuer Drehtrommeloefen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1119748B true DE1119748B (de) | 1961-12-14 |
Family
ID=7153561
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH38196A Pending DE1119748B (de) | 1959-12-21 | 1959-12-21 | Basische Flickmasse fuer Drehtrommeloefen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1119748B (de) |
| GB (1) | GB901413A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1256139B (de) * | 1962-04-02 | 1967-12-07 | Filippo & Carlo Tassara Spa In | Material zur Reparatur von Bauteilen aus feuerfestem Material |
| DE1508180B1 (de) * | 1966-01-10 | 1971-07-01 | Heinrich Prof Dr Dr H C Hock | Verwendung von angereichertem Stahlwerksteer oder Elektrodenpech als Bindemittel fuer Teerdolomitsteine |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748792C (de) * | 1941-01-10 | 1945-01-26 | Masse zum Flicken der Silikaausmauerung von Siemens-Martin-OEfen | |
| DE816996C (de) * | 1949-02-25 | 1951-10-15 | Demag Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Schleudern von Teerdolomitmassen fuer Ausmauerungen |
-
1959
- 1959-12-21 DE DEH38196A patent/DE1119748B/de active Pending
-
1960
- 1960-12-20 GB GB4376360A patent/GB901413A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE748792C (de) * | 1941-01-10 | 1945-01-26 | Masse zum Flicken der Silikaausmauerung von Siemens-Martin-OEfen | |
| DE816996C (de) * | 1949-02-25 | 1951-10-15 | Demag Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Schleudern von Teerdolomitmassen fuer Ausmauerungen |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1256139B (de) * | 1962-04-02 | 1967-12-07 | Filippo & Carlo Tassara Spa In | Material zur Reparatur von Bauteilen aus feuerfestem Material |
| DE1508180B1 (de) * | 1966-01-10 | 1971-07-01 | Heinrich Prof Dr Dr H C Hock | Verwendung von angereichertem Stahlwerksteer oder Elektrodenpech als Bindemittel fuer Teerdolomitsteine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB901413A (en) | 1962-07-18 |
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