[go: up one dir, main page]

DE1119321B - Magnetische Signaleinrichtung fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Magnetische Signaleinrichtung fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE1119321B
DE1119321B DES47513A DES0047513A DE1119321B DE 1119321 B DE1119321 B DE 1119321B DE S47513 A DES47513 A DE S47513A DE S0047513 A DES0047513 A DE S0047513A DE 1119321 B DE1119321 B DE 1119321B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic
yoke
armature
flux
inductor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES47513A
Other languages
English (en)
Inventor
Georges Edmond Hours
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Societe Industrielle de Liaisons Electriques SA
Original Assignee
Societe Industrielle de Liaisons Electriques SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Societe Industrielle de Liaisons Electriques SA filed Critical Societe Industrielle de Liaisons Electriques SA
Publication of DE1119321B publication Critical patent/DE1119321B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/16Devices for counting axles; Devices for counting vehicles
    • B61L1/163Detection devices
    • B61L1/165Electrical
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
    • B61L1/02Electric devices associated with track, e.g. rail contacts
    • B61L1/08Electric devices associated with track, e.g. rail contacts magnetically actuated; electrostatically actuated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Magnetische Signaleinrichtung für Schienenfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine magnetische Signaleinrichtung für Schienenfahrzeuge, bestehend aus einem an der Strecke oder am Fahrzeug angebrachten Magneten und einem am Fahrzeug oder an der Strecke angebrachten magnetischen Kreis, der ein durch eine Gleichstromerregung vormagnetisiertes Joch mit zwei einen federbelasteten Anker mittels der Vormagnetisierung anziehenden Polen und der zwei weitere Pole, auf die der Magnet bei seinem Vorbeigang an dem magnetischen Kreis einwirkt, enthält, wobei der Anker abfällt und eine Anzeige oder einen Vorgang auslöst, wenn eine gewisse Verminderung der Magnetisierung des Joches eintritt. Bei Signaleinrichtungen dieser Art wird eine Veränderung des magnetischen Flusses ausgenutzt, um ein Signal zu erzeugen oder um einen Arbeitsvorgang auszulösen, ohne daß ein mechanischer Kontakt zwischen der Fahrbahn und dem Fahrzeug besteht.
  • Magnetische Signaleinrichtungen der - erwähnten Art bestehen im allgemeinen aus einer einen magnetischen Fluß erzeugenden Vorrichtung, die im folgenden »Induktor« genannt wird, und aus einer auf den magnetischen Fluß ansprechenden Vorrichtung, die im folgenden als »Empfänger« bezeichnet wird. Eine dieser beiden Vorrichtungen ist auf der Fahrbahn angeordnet, während die andere Vorrichtung an dem jeweiligen Fahrzeug angebracht ist. Der Induktor ruft im allgemeinen eine Wirkung in dem Empfänger nur für eine Fahrtrichtung des Fahrzeuges hervor, die einer vorbestimmten Flußrichtung des magnetischen Flusses durch die magnetischen Kreise des Induktors und, des Empfängers entspricht.
  • Magnetische Signaleinrichtungen, bei denen die Auslösung des zu übertragenden Signals durch das Zusammenwirken zweier magnetischer Flüsse erfolgt, sind bekannt. Diese bekannten Signaleinrichtungen arbeiten insbesondere in der eingangs angegebenen Weise. Dabei war aber grundsätzlich die durch den Vorbeigang des an dem Schienenfahrzeug befestigten Magneten an der ortsfesten Einrichtung bewirkte magnetische Zustandsänderung nicht immer ausreichend stark, um mit Sicherheit die gewünschte Signalabgabe zu gewährleisten.
  • Dies konnte auch bei solchen bekannten magnetischen Gleisgeräten nicht erreicht werden, bei denen die Räder des Schienenfahrzeuges an Stelle eines an diesem befestigten Magneten zum Ausfüllen eines magnetischen Luftspaltes der ortsfesten, rein elektromagnetisch arbeitenden Signaleinrichtung benutzt wurden.
  • Die magnetische Signaleinrichtung nach der Erfindung ermöglicht im Gegensatz zu den bekannten Einrichtungen eine stets sichere Signalabgabe noch bei einem Abstand von der Schiene bis zu 10 cm und erlaubt dabei die Betätigung von drei Schalte kontakten unter starkem Druck.
  • Diese Vorteile werden erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß eine magnetische Signaleinrichtung der eingangs gekennzeichneten Art in der Weise ausgebildet ist, daß die Verminderung der Magnetisierung des Joches dadurch eintritt, daß der magnetische Widerstand des Joches stark zunimmt, wenn sich der von dem vorbeigehenden Magneten in dem Magnetkreis induzierte Magnetfluß und die Vormagnetisierung mit gleicher Richtung in dem Joch überlagern.
  • Nach der Erfindung haben also die beiden Magnetkreise des Empfängers einen gemeinsamen Teil, der im nachfolgenden als »Joch« bezeichnet wird. Durch geeignete fiußerzeugende Mittel, die in dem übrigen Teil des Sekundärkreises, d. h. außerhalb des Joches, angeordnet sind, wird der Sekundärfluß erzeugt und ständig aufrechterhalten. Das Joch muß aus einer solchen magnetischen Legierung bestehen und so ausgebildet sein, daß sein magnetischer Widerstand in Abhängigkeit von dem in ihm vorhandenen Magnetfluß innerhalb eines bestimmten Variationsbereiches dieses Magnetflusses schnell zunimmt.
  • Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung soll das Joch aus einer Legierung bestehen, deren magnetische Permeabilität mit zunehmendem Magnetfluß schnell abnimmt. Der normalerweise durch das Joch fließende Magnetfluß, also der Magnetfluß bei Abwesenheit des Induktors, wird so gewählt, daß sein Wert genügend weit von der unteren Grenze entfernt ist, damit ein steiler Zuwachs des magnetischen Widerstandes als Folge eines Zuwachses des Primärflusses stattfinden kann.
  • Erfindungsgemäß kann das Joch insbesondere aus einer hochpermeablen Legierung bestehen.
  • Ein anderer Vorschlag der Erfindung geht dahin, die Empfindlichkeit der Einrichtung dadurch zu verbessern, daß der Querschnitt des Joches so bemessen ist, daß einerseits der magnetische Widerstand im magnetischen Kreis bei Einwirkung des vorbeigehenden Magneten so stark zunimmt, daß der Anker abfällt, andererseits aber der Fluß im magnetischen Kreis ausreicht, um den Anker im Ruhezustand angezogen zuhalten.
  • Dadurch, daß der Sekundärfluß außerhalb des den beiden Magnetkreisen des Empfängers gemeinsamen Teiles erzeugt wird, fließt der Sekundärfluß praktisch nur im Sekundärkreis, während etwaige Streuungen des Flusses durch den Primärkreis vernachlässigt werden können.
  • Ein besonderer Vorzug des zuletzt erwähnten Merkmals besteht darin, daß der im Empfänger vorhandene nutzbare Magnetfluß im wesentlichen gleich dem Gesamtwert des Sekundärflusses ist.
  • Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung beruht darauf, daß der magnetische Widerstand des Joches zunimmt, wenn der in ihm vorhandene Magnetfluß größer wird.
  • Unter diesen Verhältnissen ist es notwendig, aber auch ausreichend, dem Joch eine solche Permeabilität zu geben, daß das Joch, so lange wie der Wert des Sekundärflusses auf dem fallenden Abschnitt der Permeabilitätskurve der Jochlegierung liegt, dem Magnetfluß, der die Summe des Sekundärflusses und des vom Induktor erzeugten Primärflusses darstellt, einen magnetischen Widerstand entgegensetzt, der den Sekundärfluß so weit herabsetzen kann, daß der gewünschte Arbeitsvorgang ausgelöst wird.
  • Ferner kann es zweckmäßig sein, daß erfindungsgemäß zwei miteinander gekoppelte magnetische Kreise mit je einem Anker vorgesehen sind und je ein Abschnitt des Joches einen Teil der magnetischen Kreise bildet.
  • Schließlich kann es nach einem weiteren Merkmal der Erfindung zweckmäßig sein, den Empfänger mit einer Vorrichtung auszustatten, die den Abfall des Sekundärflusses beschleunigt. Diese Vorrichtung soll wirksam werden, wenn die gegenseitige Bewegung zwischen Induktor und Empfänger mit sehr großer Geschwindigkeit erfolgt, was ja normalerweise bei einem schnellfahrenden Schienenfahrzeug der Fall ist. Bei derartig hohen Geschwindigkeiten ist die Zeitdauer, während der der Magnetfluß des Induktors durch den Primärkreis des Empfängers fließen kann, außerordentlich kurz, so daß die zur Auslösung des gewünschten Arbeitsvorganges zur Verfügung stehende Zeit unter Umständest nicht ausreicht. -Die erwähnte zusätzliche Vorrichtung gestattet eine sichere und zuverlässige Arbeitsweise auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Kupferring, der das Joch umschließt und eine elektromotorische Kraft als Funktion der Zuwachsgeschwindigkeit des Primärflusses erzeugt. Diese elektromotorische Kraft ruft in dem Sekundärkreis die gleichen Wirkungen hervor, wie sie auch durch den Zuwachs des magnetischen Widerstandes entstehen.
  • Zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sollen nachstehend an Hand der Zeichnung genauer beschrieben werden. Es zeigt Fig. 1 eine schematische Frontansicht einer erfindungsgemäßen magnetischen Signaleinrichtung und Fig.2 eine Abänderung der Einrichtung nach Fig. 1.
  • Die in Fig.1 dargestellte erfindungsgemäße Signaleinrichtung besteht im wesentlichen aus zwei Hauptvorrichtungen, nämlich einem Induktor 1 und einem Empfänger 2. Eine dieser Vorrichtungen ist an einem Schienenfahrzeug, etwa an einer Lokomotive, angebracht, während sich die andere Vorrichtung auf der Fahrbahn befindet. Der Empfänger ist dort angeordnet, wo eine Anzeige oder ein Arbeitsvorgang ausgelöst werden soll.
  • Der Induktor 1 besteht aus drei Hauptteilen, nämlich den beiden Polstücken 3 und 4, die durch einen Stab 5 miteinander verbunden sind. Diese drei Teile bestehen aus einem magnetischen Material, das zweckmäßigerweise nur einen geringen magnetischen Widerstand hat. In: diesem magnetischen Kreis wird ein ständiger Magnetfluß aufrechterhalten, wobei wenigstens das eine der Polstücke 3 und 4 entweder ein Permanentmagnet oder der Kern eines Elektromagneten ist, dessen Spule mit einem Gleichstrom gespeist wird. Die zuletzt erwähnte Ausführungsart gestattet die Umkehr der Polaritäten der Polstücke 3 und 4, was in manchen Anwendungsfällen einen erheblichen Vorteil darstellen kann.
  • In Fig. 1 sind der Induktor 1 und der Empfänger 2 in einer Arbeitsstellung wiedergegeben, in der sie sich gegenüberstehen. Ausgenommen in dieser dargestellten besonderen Lage schließt sich der Magnetfluß des Induktors normalerweise durch die Luft. Angenommen, daß der Magnetfluß die durch die Pfeile in Fig. 1 angedeutete Richtung hat, würde sich der Magnetfluß vom Polstück 4 durch die Luft zum Polstück 3 hin schließen.
  • Der Empfänger 2 besteht aus einem Joch 7, an dessen Enden Schuhe 8 und 9 angebracht sind. Im dargestellten Beispiel ist der Abstand zwischen den Schuhen 8 und 9 gleich dem Abstand zwischen den Polstücken 3 und 4 des Induktors. Das Material des Joches 7 ist eine Magnetlegierung, dessen magnetischer Widerstand schnell zunimmt, wenn der durch das Joch fließende Magnetfluß von einem gegebenen Wert an zunimmt. Als solches Material käme eine hochpermeable Legierung u. dgl. in Frage. Nahe den Enden des Joches 7 und mit einem gewissen Abstand von diesen Enden sind zwei Magnetkerne 11 und 12 vorgesehen. Auf den Magnetkernen 11 und 12 befinden sich die Spulen 13 und 14, die mit Gleichstrom gespeist werden und eine solche Polarität erzeugen, daß der Sekundärfluß in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung fließt.
  • Die freien Enden der Magnetkerne 11. und 12 sind mit einem Anker 15 gekoppelt, der an einem festen Lager 16 angelenkt ist und ständig der Wirkung einer Rückholfeder 17 ausgesetzt ist. Der Anker 15 bildet das aktive bewegliche Glied der Einrichtung. Sein Zweck ist, einen gewünschten Arbeitsvorgang, z. B. das Öffnen oder das Schließen eines oder mehrerer elektrischer Kontakte, auszulösen. Wenn im dargestellten Beispiel der Anker 15 in seiner normalen angezogenen Lage ist, wie es Fig. 1 zeigt, schließt er die Kontakte 21, 23, während er im abgefallenen Zustand den bewegbaren Kontakt 21 von dem festen Kontakt 23 abhebt und ihn mit einem anderen festen Kontakt 22 verbindet.
  • Der Anker 1.5 spricht auf die Wirkung des Induktors nur dann an, wenn die Polaritäten des Flusses im Induktor und im Empfänger so sind, wie sie in der Fig. 1 angedeutet sind. Wenn dagegen Empfänger und Induktor so einander gegenübergestellt werden, daß der Fluß im Induktor die zur Zeichnung entgegengesetzte Richtung hat, so fällt der Anker 15 nicht ab. Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung verläuft folgendermaßen: Wenn sich Induktor und Empfänger nicht gegenüberstehen, ziehen die ständig mit Gleichstrom gespeisten Spulen 13 und 14 den Anker 15 gegen die Wirkung der Rückholfeder 17 an. Ein sekundärer Magnetfluß fließt in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung durch den magnetischen Kreis, der aus dem Kern 11, dem mittleren Abschnitt des Joches 7, dem Kern 12 und dem Mittelabschnitt des Ankers 15 besteht. Der normale Wert dieses Sekundärflusses ist so gewählt, daß der Anker 15 gegen die Kerne 11 und 12 entgegen der Wirkung der Rückholfeder 17 unter allen Arbeitsbedingungen angezogen bleibt.
  • Die Windungszahlen für die Spulen 13 und 14, die durch die Spulen 13 und 14 fließenden Stromstärken, die Querschnitte der Kerne 11 und 12, des Ankers 15 und des Joches 7 sowie die Eigenschaften des Jochmaterials (z. B. eine hochpermeable Legierung) sind so gewählt, daß bei Abwesenheit des Induktors die Permeabilität des Joches auf dem fallenden Abschnitt der Permeabilitäts-Induktionskurve liegt. Dieser Arbeitspunkt muß aber so gewählt sein, daß er genügend weit von dem Minimum der Kurve entfernt ist, damit noch ein erheblicher Zuwachs des magnetischen Widerstandes möglich ist.
  • In einem speziellen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung bestand das Joch aus einer hochpermeablen Legierung und hatte einen rechteckigen Querschnitt von 14 - 3 mm = 0,42 cm2. Ein einwandfreies Arbeiten konnte bei diesem Joch mit einem normalen Wert des Sekundärflusses von 3400 Maxwell, also mit einer Induktion von = 8100 Gauß, erzielt werden.
  • Dies entspricht auf der Permeabilitäts-Induktionskurve von einer hochpermeablen Legierung einer Permeabilität von #t = etwa 7000.
  • Wenn unter diesen Bedingungen der Induktor 1 dem Empfänger 2 gegenübergestellt wird, so folgt der durch den Induktor 1 erzeugte Magnetfluß, anstatt sich durch die Luft zu schließen, für eine kurze Zeit einem Weg, zu dem der Schuh 8, das Joch 7 und der Schuh 9 gehören. Im Mittelteil des Joches 7 überlagert sich dieser Fluß dem durch- die Spulen 13 und 14 im Empfänger hervorgerufenen Sekundärfluß.
  • In dem erwähnten speziellen Ausführungsbeispiel war der kritische Wert des Sekundärflusses, bei dem der Anker 15 abfiel, zu 1700 Maxwell gewählt worden. Der Abfall von 3400 auf 1700 Maxwell im Sekundärkreis läßt sich mit dem erwähnten Joch leicht durch einen zusätzlichen Primärfluß von 1860 Maxwell erzielen, der von dem Induktor hervorgerufen wird. Wie das zustande kommt, geht aus folgendem hervor: Der Gesamtftuß in dem Joch ist unter diesen Umständen 1700 + 1860 = 3560 Maxwell, was einer magnetischen Induktion von = 8500 Gauß entspricht. Nun zeigt aber die Permeabilitätskurve einer hochpermeablen Legierung, daß eine Zunahme der Induktion von 8100 auf 8500 Gauß, d. h. um etwa 5%, einen Abfall der Permeabilität von etwa 7000 auf weniger als 4000, also um etwa 50 °/o, zur Folge hat.
  • Wenn der Anker 1.5 abfällt, so wird in dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Kontakt 21, 23 unterbrochen, während der Kontakt 21, 22 geschlossen wird. Sobald sich Induktor und Empfänger nicht mehr gegenüberstehen, sind wieder die ursprünglichen Bedingungen hergestellt. Also jedesmal, wenn Induktor und Empfänger in die in Fig. 1 dargestellte gegenseitige Lage gebracht werden, fällt der Anker 15 ab, wird durch die Rückholfeder 17 gekippt und wird dann wieder angezogen.
  • Man sieht, daß bei dieser erfindungsgemäßen Anordnung der magnetische Sekundärkreis des Empfängers praktisch ständig geschlossen ist, wodurch Streuungen des Flusses vermieden werden.
  • Man sieht ferner, daß, da die Kerne 11 und 12 einen gewissen Abstand von den Enden des Joches 7 haben, kein übermäßig großer Fluß des Induktors 1 unmittelbar durch den Magnetkreis des Empfängers fließen kann, so daß dieser Fluß auch nicht in der Lage ist, die Richtung des Flusses im Empfänger nach dem Abfall des Ankers 15 umzukehren.
  • In dem dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiel sind beide Vorrichtungen polarisiert, so daß die Einrichtung nicht anspricht, wenn eine der Vorrichtungen gegenüber der anderen umgekehrt wird, wenn also beispielsweise das Polstück 3 dem Schuh 8 und das Polstück 4 dem Schuh 9 gegenüberstehen würde. Bei einer solchen umgekehrten Gegenüberstellung würde der Magnetfluß in dem Joch 7 vermindert und im Anker 15 erhöht werden, so daß letzterer gegen die Kerne angezogen bleibt.
  • Auf diese Weise erhält man die Möglichkeit, die an Schienenfahrzeugen angebrachten Empfänger nur dann zu betätigen, wenn diese Fahrzeuge in einer vorbestimmten Richtung fahren, während die auf in entgegengesetzter Richtung fahrenden Fahrzeugen angebrachten Empfänger nicht ansprechen. Dies gestattet auch beispielsweise bei eingleisigem Verkehr eine Unterscheidung zwischen den beiden Fahrtrichtungen der Züge zu erreichen.
  • Um die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Einrichtung vor allem bei höheren Geschwindigkeiten zu vergrößern, kann das Joch 7 von eirein beispielsweise aus Kupfer bestehenden dicken Ring 26 umschlossen sein. Wenn sich Induktor und Empfänger schnell einander nähern, induziert der schnell herankommende Magnetfluß des Induktors in dem Ring 26 eine dem Magnetfluß entgegenwirkende elektromotorische Kraft, welche den Sekundärfluß im Empfänger herabzusetzen bestrebt ist und so den Abfall des Ankers 15 bewirkt. Der Wirkungsgrad des Ringes 26 steigt mit der Geschwindigkeit des Fahrzeuges an. Der Ring 26 verzögert auch die Wiedereinstellung des anfänglichen Sekundärflusses, wenn sich Induktor und Empfänger wieder voneinander entfernen, wodurch auch das Wiederanziehen des Ankers 15 verzögert wird.
  • In gewissen Anwendungsfällen kann es beispielsweise auf einer Lokomotive erwünscht sein, zwei getrennte Anzeigen zu erhalten, die durch Betätigung zweier verschiedener Sätze elektrischer Kontakte herbeigeführt werden. Dies kann man dadurch erzielen, daß man auf der Lokomotive zwei getrennte Empfänger anbringt und auf der Fahrbahn einen elektromagnetischen Induktor, dessen Speisestrom man umpolen kann. Eine derartige Umschaltung der Polarität gestattet die selektive Einwirkung auf einen der beiden Empfänger der Lokomotive.
  • Um eine derartige Einrichtung kompakter zu gestalten, kann man das gleiche Ergebnis mit einem Doppelempfänger erhalten, wie er schematisch in Fig. 2 dargestellt ist. Diese Bauweise enthält die Teile zweier einfacher, in Reihe geschalteter Empfänger. Der Sekundärkreis besteht jetzt aus zwei Schleifen mit einem gemeinsamen Abschnitt. Zu der ersten Schleife gehören eine Hälfte 7 a des Joches 7, ein Mittelstab 25, ein Anker 15a und ein Kern 11 mit der Speisespule 13. Die andere Schleife des Sekundärkreises besteht aus der anderen Hälfte 7 b des Joches 7, dem gleichen Mittelstab 25, einem anderen Anker 15 b und einem anderen Kern 12 mit der Speisespule 14. Jeder Anker besitzt seine eigene Rückholfeder 17 a, 17 b und betätigt einen anderen Kontaktsatz, wie z. B. die Schalter 21a, 21b.
  • Die Anordnung der einzelnen Teile ist so, daß die Kraftlinien in jeder Schleife des Sekundärkreises die durch die Pfeile in Fig. 2 angedeutete Richtung haben, und die Arbeitsweise jeder Sekundärschleife ist ähnlich der des Sekundärkreises von Fig. 1. Nicht dargestellte Kupferringe könnten auf jeder Hälfte 7a, 7b des Joches 7 ähnlich wie in Fig. 1 angebracht sein. Es ist zweckmäßig, daß der durch die Speisespule 13, 14 fließende Strom praktisch unabhängig von schnellen Änderungen des Magnetflusses in dem Sekundärkreis bzw. in den Schleifen des Sekundärkreises ist. Zu diesem Zweck kann ein Widerstand mit großem Ohmschem Wert in den Speisekreis der Spule in Reihe geschaltet werden. Die Speisespannung muß dann selbstverständlich entsprechend groß gewählt werden. Wenn keine geeignete Spannungsquelle zur Verfügung steht, kann auch eine Selbstinduktion mit den Speisespulen 13, 14 in Reihe geschaltet werden.
  • Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele und deren Einzelheiten beschränkt. Beispielsweise könnten die Elektromagneten des Empfängers durch einen oder durch mehrere Permanentmagneten oder durch andere Mittel ersetzt werden, die den benötigten magnetischen Sekundärfluß erzeugen. Ferner könnte beispielsweise in Fig. 2 der Mittelstab 25 durch einen Permanentmagneten ersetzt werden, wobei die Speisespulen 13 und 14 fortfallen würden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Magnetische Signaleinrichtung für Schienenfahrzeuge, bestehend aus einem an der Strecke oder am Fahrzeug angebrachten Magneten und einem am Fahrzeug oder an der Strecke angebrachten magnetischen Kreis, der ein durch eine Gleichstromerregung vormagnetisiertes Joch mit zwei einen federbelasteten Anker mittels der Vormagnetisierung anziehenden Polen und der zwei weitere Pole, auf die der Magnet bei seinem Vorbeigang an dem magnetischen Kreis einwirkt, enthält, wobei der Anker abfällt und eine Anzeige oder einen Vorgang auslöst, wenn eine gewisse Verminderung der Magnetisierung des Joches eintritt, dadurch gekennzeichnet, daß diese Verminderung der Magnetisierung dadurch eintritt, daß der magnetische Widerstand des Joches (7) stark zunimmt, wenn sich der von dem vorbeigehenden Magneten (1) in dem Magnetkreis (2) induzierte Magnetfluß und die Vormagnetisierung mit gleicher Richtung in dem Joch (7) überlagern.
  2. 2. Magnetische Signaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch (7) aus einer Legierung besteht, deren Permeabilität innerhalb eines bestimmten Bereiches mit zunehmender Induktion schnell absinkt.
  3. 3. Magnetische Signaleinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch (7) aus einer hochpermeablen Legierung besteht.
  4. 4. Magnetische Signaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Joches (7) so bemessen ist, daß einerseits der magnetische Widerstand im magnetischen Kreis bei Einwirkung des vorbeigehenden Magneten so stark zunimmt, daß der Anker (15) abfällt, andererseits aber der Fluß im magnetischen Kreis ausreicht, um den Anker im Ruhezustand angezogen zu halten.
  5. 5. Magnetische Signaleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei miteinander gekoppelte magnetische Kreise mit je einem Anker (15 a, 15 b) vorgesehen sind und je ein Abschnitt (7a, 7b) des Joches (7) einen Teil der magnetischen Kreise bildet.
  6. 6. Magnetische Signaleinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen das Joch umschließenden Kupferring (26). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 510 928, 854 810; schweizerische Patentschrift Nr. 295 569; USA.-Patentschrift Nr. 2 235104.
DES47513A 1955-02-17 1956-02-15 Magnetische Signaleinrichtung fuer Schienenfahrzeuge Pending DE1119321B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1119321X 1955-02-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1119321B true DE1119321B (de) 1961-12-14

Family

ID=9630950

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES47513A Pending DE1119321B (de) 1955-02-17 1956-02-15 Magnetische Signaleinrichtung fuer Schienenfahrzeuge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1119321B (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE510928C (de) * 1928-01-01 1930-10-24 Aeg Zugsicherungseinrichtung
US2235104A (en) * 1937-04-30 1941-03-18 Greenly Engineering Models Ltd Inductor type electric relay
DE854810C (de) * 1949-03-27 1952-11-06 Lorenz C Ag Magnetisches Gleisgeraet
CH295569A (de) * 1950-11-18 1953-12-31 Siemens Ag Magnetisch gesteuerter Schienenkontakt im Eisenbahnsicherungswesen.

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE510928C (de) * 1928-01-01 1930-10-24 Aeg Zugsicherungseinrichtung
US2235104A (en) * 1937-04-30 1941-03-18 Greenly Engineering Models Ltd Inductor type electric relay
DE854810C (de) * 1949-03-27 1952-11-06 Lorenz C Ag Magnetisches Gleisgeraet
CH295569A (de) * 1950-11-18 1953-12-31 Siemens Ag Magnetisch gesteuerter Schienenkontakt im Eisenbahnsicherungswesen.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1119321B (de) Magnetische Signaleinrichtung fuer Schienenfahrzeuge
DE510928C (de) Zugsicherungseinrichtung
EP0012812B1 (de) Magnetische Betätigungsvorrichtung mit Flussmodulation
DE945251C (de) Einrichtung zum Zaehlen der Achsen von Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen
CH390309A (de) Einrichtung zur Übermittlung von Steuersignalen auf ein Fahrzeug
DE522395C (de) Selbsttaetiges Streckenblocksystem
DE267556C (de)
DE175523C (de)
AT204600B (de) Vorrichtung zur induktiven Zugbeeinflussung
DE506067C (de) Elektromagnetischer Schalter mit zwei zu einem gemeinsamen Magnetsystem gehoerenden Ankern
DE970272C (de) Einrichtung zur Beeinflussung zwischen Zug und Strecke im Eisenbahnsicherungswesen
DE923728C (de) Vorrichtung zum Schutz von Rohrleitungen gegen vagabundierende Stroeme durch polarisierte Ableitung des Stromes
AT143957B (de) Stromrichtungsempfindliche Auslösevorrichtung für Schnellschalter.
DE187098C (de)
DE504865C (de) Einrichtung zur selbsttaetigen Verhinderung des UEberfahrens von Haltsignalen
DE1146521B (de) Magnetischer Impulsgeber
CH447800A (de) Schlitzverschluss
AT75205B (de) Elektrische Zugdeckungseinrichtung.
CH294550A (de) Einrichtung in Eisenbahnanlagen zur Erzeugung von Beeinflussungsvorgängen zwischen Zug und Strecke.
DE144489C (de)
DE569213C (de) Elektromagnetisches Relais
DE559343C (de) Mehrbegriffiges Signal
CH188190A (de) Zugbeeinflussungseinrichtung mit magnetischer Übertragung der Signale von der Strecke auf den Zug.
DE632368C (de) UEberstromschnellschalter fuer grosse Leistungen
AT111621B (de) Einrichtung zur selbsttätigen Zugbeeinflussung.