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Kupplungsvorrichtung für Adressendruckmaschinen zwischen einer treibenden
und mindestens zwei getriebenen, die Druckvorrichtung und die Druckplatten-Zuführungsvorrichtung
betätigenden Wellen Die Erfindung betrifft eine Kupplungsvorrichtung für Adressendruckmaschinen
zwischen einer treibenden und mindestens zwei getriebenen, die Druckvorrichtung
und die Druckplatten-Zuführungsvorrichtung betätigenden Wellen mit mittels Elektromagnete
betätigbarer, schlupffreier mechanischer Eintourenkupplungen zwischen der treibenden
und jeder getriebenen Welle.
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Es sind bereits Eintourenkupplungen zwischen einer treibenden und
zwei getriebenen Wellen für Adressendruckmaschinen bekannt, bei denen in Kerben
von Kupplungsmitteln einfallende Klinken dazu dienen, eine der getriebenen Wellen
allein oder die beiden getriebenen Wellen gleichzeitig mit der treibenden Welle
zu verbinden. Das Einrücken der Kupplung erfolgt dabei mechanisch.
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Jedoch kann bei diesen bekannten Kupplungen eine Verschiebung des
Umlaufs zwischen den beiden getriebenen Wellen auftreten, so daß die Maschine nicht
mehr richtig arbeitet.
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Wenn nämlich zwei getriebene Wellen gleichzeitig in Umdrehungen versetzt
werden sollen, wird der entsprechende Steuervorgang für die beiden Kupplungen im
gleichen Augenblick ausgelöst, während jedoch die beiden Kerben der Kupplungsmittel,
bevor sie mit den Klinken in Eingriff kommen, sich in einem gewissen Winkelabstand
gegeneinander befinden. Es kann dann der Fall eintreten, daß infolge von Ungleichheiten
der mechanischen Funktionsgrößen der Kupplungselemente, wie z. B. unterschiedlicher
Reibungskräfte, die eine der Klinken nachdem Moment der Auslösung hinreichend Zeit
hat, in die zugeordnete Kerbe einzugreifen, während die zweite Klinke infolge einer
geringen Verzögerung ihrer Bewegung nicht sogleich, sondern erst nach einer vollen
Umdrehung der treibenden Achse in ihrer Kerbe eingreift.
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Dieser Mangel wird durch die Erfindung behoben. Erfindungsgemäß ist
zur Steuerung der die Kupplungen betätigenden Elektromagnete ein einziger Stromkreis
vorgesehen, in dem diese Elektromagnete parallel sowie ein von der treibenden Welle
in einem oder mehreren Schaltbereichen, die zwischen jeweils zu beiden Seiten der
vorgegebenen möglichen Kupplungsstellungen für die treibende und die getriebenen
Wellen sich erstreckenden Sperrbereichen liegen, schließbarer Steuerkontakt und
Synchronisierungskontakte zu den Elektromagneten in Reihe geschaltet sind, wobei
die Synchronisierungskontakte von den getriebenen Wellen während deren Umdrehung
jeweils einmal in einem Synchronisationsbereich schließbar sind, der wenigstens
teilweise einen der vorgegebenen Schaltbereiche überdeckt. Es findet somit bei der
Kupplung nach der Erfindung die Auslösung einer Klinke nur statt, wenn sowohl Steuerkontakt
wie Synchronisierungskontakte gleichzeitig geschlossen sind und der Stromlluß für
den Auslösemagnet der Klinke über diese Kontakte verläuft. Damit ist gewährleistet,
daß im Falle gemeinsamer Kupplung mehrerer Wellen mit der treibenden Welle diese
Kupplung für alle Wellen gleichzeitig erfolgt und daß im Falle aufeinanderfolgender
Kupplung mehrerer getriebener Wellen mit der treibenden Welle bei der Kupplung der
Synchronismus der Winkelbewegung für alle Wellen gewährleistet ist.
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Es wird nun an Hand eines Ausführungsbeispiels, das schematisch in
den Zeichnungen dargestellt ist, die Erfindung näher beschrieben werden, und zwar
soll zum leichteren Verständnis zunächst die Kupplungsanordnung an einer Einrichtung
erläutert werden, die nur eine getriebene Welle aufweist, und dann erst soll gezeigt
werden, wie die die Erfindungbildende Kupplungsvorrichtung mit einer treibenden
und mehr als einer getriebenen Welle arbeitet und beispielsweise ausgebildet sein
kann. In der Zeichnung ist Fig.1 ein Querschnitt der Kupplung, die eine treibende
Welle mit einer getriebenen Welle verbindet, Fig. 2 ein Schnitt nach -der Linie
H-H der Fig. 1,
Fig. 3 ein ähnlicher Schnitt wie Fig. 2, der sich
jedoch auf eine Vorrichtung n-it einer treibenden Welle und zwei getriebenen Wellen
bezieht, Fig. 4 das Bild einer Schaltung, die zur Steuerung der in Fig. 3 dargestellten
Vorrichtung benutzt werden kann, - _ _ .-Fig. 5 ein Querschnitt nach der Linie V-V
der Fig. 3 und Fig. 6 ein Diagramm,.welches die Schließungszeiten der Kontakte andeutet,
die das Anziehen der Elektromagnete der Steuervorrichtung bewirken.
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Bei der Anordnung nach Fig. 1 soll eine getriebene Welle 1 mit einer
treibenden Welle- 2 gekuppelt werden. Die Welle 2 wird z. B. über eine Rolle 3 und
einen (nicht dargestellten) Treibriemen von einem beliebigen (nicht dargestellten)
Motor, z. B. einem Elektromotor, angetrieben.
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Auf der treibenden= Welle ist ein Ritzel 4 befestigt, welches in ein
Zahnrad 5 eingreift, das auf der getriebenen Welle 1 lose angeordnet ist. Auf dem
Zahnrad 5 ist ein Schaltrad 6, das z. B. vier Zähne hat, befestigt; mit diesem kann
eine Klinke 7, die von einer Scheibe 8 getragen wird, in Eingriff kommen.
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Die Klinke 7 wird normalerweise durch einen Riegel 9 außer Eingriff
gehalten, der durch eine Feder 10 in die zurückgezogene Stellung bewegt werden kann,
aber durch eine kleine Klinke 11 in der Sperrstellung gehalten wird. Diese
Klinke 11, die um eine Achse 12 schwenkbar ist, wird durch eine Feder 13
in die Verriegelungsstellung gezogen. Ein Arm der Klinke 11 ist als Anker
eines Elektromagnets 14 ausgebildet (der Anker kann auch mechanisch an der
Klinke befestigt sein).
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Die Scheibe 8 enthält einen Teil 15, der eine Nase bildet, auf die
sich das Ende eines Winkelhebelarmes 16 stützt; dieser wird durch eine Feder 17
gegen die Nockenscheibe 8, 15 gezogen. Das andere Ende des Winkelhebels 16 trägt
einen Anschlag 18, gegen den ein Knopf 19 durch den Riegel 9 bewegt werden kann,
wenn dieser in die zurückgezogene Stellung gelangt.
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Die Arbeitsweise der Kupplungsvorrichtung ist folgende: In der Ruhelage
wird der Riegel 9 durch die kleine Klinke 11 in der Sperrstellung zurückgehalten,
wobei die Kupplungsklinke 7 mit ihrem Ansatz auf dem Riegel 9 aufliegt.
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Zum Einkuppeln wird ein elektrischer Impuls während des Bruchteils
einer Sekunde in den Elektromagnet 14 geschickt. Der durch einen Arm der kleinen
Klinke 11 gebildete Anker wird angezogen, so daß sich die Klinke entgegen dem Uhrzeigersinn
dreht und den Riegel freigibt, der in seine zurückgezogene Stellung durch die Feder
10 zurückbewegt wird. Die Klinke 7 wird hierdurch frei und kommt mit dem
ersten Zahn des Schaltrades 6 in Eingriff. Die getriebene Welle 1 wird daher
mitgenommen.
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Gleichzeitig ist der Knopf 19 des Riegels 9 in Berührung mit dem Anschlag
18 des Winkelhebels 16. gekommen, so daß der Anschlag 18 dieses Hebels den Riegel
9 in die Sperrstellung gegen die Wirkung der Feder 10 zurückführt, wenn der Nocken
15 sich an dem Ende des Winkelhebels 16 vorbeibewegt und diesen im Uhrzeigersinn
schwenkt.
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Da die Wirkung des Elektromagnets 14 aufgehört hat, hält die kleine
Klinke 11. den Riegel 9 von neuem in der Sperrstellung. Unter diesen Umständen trifft
der Ansatz der Klinke 7 nach einer Umdrehung der getriebenen Welle 1 auf den Riegel
9, so daB die Klinke 7 von dem Schaltrad 6 gelöst wird. Die getriebene Welle 1 wird
daher angehalten.
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Um die getriebene Welle 1 in der Sperrstellung festzuhalten, ist-
eine Sperrklinke 20 (die in Fig. 1 nicht sichtbar, aber in Fig.5 dargestellt
ist) vorgesehen, die eine Drehung der Welle in der entgegengesetzten Richtung verhindert.
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Die Drehbewegung in der normalen Richtung wird durch einen Anschlag
21 verhindert, gegen den sich die Klinke 7 abstützt.
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Damit die getriebene Welle 1 mehrere Umdrehungen ohne Entkupplung
ausführen kann, genügt es, entweder den Stromkreis des Elektromagnets 14 geschlossen
zu halten oder diesen Stromkreis während eines Bruchteils einer Sekunde vor jedem
Durchlauf der Klinke 7 an dem Riegel 9 zu schließen, um zu bewirken, daß dieser
sich rechtzeitig von der Klinke 7 zurückbewegt.
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Wenn zwei oder mehrere Vorrichtungen ihre Bewegung von der gleichen
getriebenen Welle über die Kupplung erhalten, müssen diese synchrone Winkelbewegungen
ausführen, d. h., es dürfen keine Abweichungen um den Bruchteil einer Umdrehung
oder um eine vollständige Umdrehung auftreten, wenn entweder mit gleichzeitiger
Kupplung der Vorrichtung oder eines Teils derselben oder mit aufeinanderfolgenden
einzelnen oder gruppenweisen Kupplungsvorgängen gearbeitet wird, wie dies bei der
Zuführung der Druckplatten und dem Druck in Adressiermaschinen der Fall ist. Diese
Synchronisierung der Winkelbewegung wird derart verwirklicht, wie es mit Bezug auf
die Fig. 4 und 6 weiter unten beschrieben ist, die sich auf den besonderen Fall
von zwei getriebenen Wellen beziehen, nämlich die Antriebswelle der Zuführungsvorrichtung
der Druckplatten und die Antriebswelle der Druckvorrichtung in Adressiermaschinen.
Bei dem gleichzeitigen Kupplungsvorgang werden die Stromkreise der verschiedenen
Elektromagnete der Steuervorrichtung, die z. B. wie der Elektromagnet 14 in Fig.
1 ausgeführt sind, während eines Sicherheitszeitraumes geschlossen, so daß die Stromkreise
vor und nach dem theoretischen Kupplungszeitpunkt bei jedem Durchgang des Schaltrades
6 der Fig. 1 mit einem genügend großen Spielraum geschlossen sind, damit unter Berücksichtigung
der mechanischen und elektrischen Eigenschaften der gesamten Vorrichtung die Mitnahme
durch den ersten vorbeilaufenden Zahn sichergestellt ist. Diese Betätigungsbereiche
sind in dem Diagramm der Fig. 6 durch die Segmente a dargestellt, welche den Bruchteil
der Umdrehung der treibenden Welle angeben, während deren ein Kontakt, der in Reihe
mit dem Elektromagnet 14 liegt, geschlossen wird, während die Pfeile a', b'
und b' den theoretischen Kupplungszeitpunkt darstellen.
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Für aufeinanderfolgende Kupplungsvorgänge wird das Schließen des Stromkreises
des Elektromagnets 14 für die einmalige Betätigung der Steuervorrichtung pro Umdrehung
in dem oben definierten Betätigungsbereich vor dem theoretischen Kupplungszeitpunkt
vorgenommen. Wie man aus Fig. 6 erkennt, schließt die treibende Welle, welche das
Schaltrad 6 mitnimmt, einen Kontakt in dem obenerwähnten Sicherheitsbereich, der
durch das Segment a gegeben ist.
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Andererseits stellt jede der getriebenen Wellen ebenso einen Kontakt
während eines Bruchteils ihrer
Umdrehung her, wobei dieser Bereich
durch das Segment b in dem Diagramm der Fig. 6 wiedergegeben ist. Dieser Bruchteil
einer Umdrehung ist so bemessen, daß, wenn die treibende Welle und die getriebene
Welle synchrone Winkelbewegungen ausführen, der Winkelbereich des Segmentes b mindestens
einen Teil des Winkelbereiches überdeckt, der dem Segment a entspricht, und sich
über den theoretischen Kupplungspunkt (ä b') so weit hinaus erstreckt, daß
die Kontaktgabe sichergestellt ist, wenn die Vorrichtung gekuppelt wird, ohne daß
jedoch der Winkelbereich überdeckt wird, der dem nächsten benachbarten Segment a
entspricht.
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Diese beiden Bedingungen werden mit Hilfe der in Fig. 4 dargestellten
Schaltung erfüllt.
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Die treibende Welle stellt, wie aus der Figur hervorgeht, mit Hilfe
einer weiter unten beschriebenen Vorrichtung einen Kontakt 21' innerhalb des Bereiches
her, der durch die Segmente a in dem Diagramm der Fig. 6 dargestellt ist.
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Jede der getriebenen Wellen 1 und 1 a stellt ebenso einen Kontakt
bei 22 oder 22 a in dem Winkelbereich her, der durch die Segmente b in dem Diagramm
dargestellt ist, wobei diese Winkelbereiche, wie aus Fig. 6 ersichtlich, so bemessen
sind, daß, wenn die treibende Welle und die getriebenen Wellen 1 oder 1 a gleiche
Winkelbewegungen ausführen, sie den Sicherheitsbereich a ganz oder teilweise überdecken
und sich von da bis zum theoretischen Kupplungszeitpunkt und darüber hinaus erstrecken,
und zwar so weit, daß dies genügt, um den Kontakt sicherzustellen, wenn die Vorrichtung
gekuppelt ist, ohne jedoch den folgenden Betätigungsbereich zu. überdecken.
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Alle bei 21', 22 und 22 a durch die treibende Welle 2 und die getriebenen
Wellen 1 und la hergestellten Kontakte liegen in Reihe mit dem Hauptschalter 23
der Elektromagnete 14 und 14 a, wobei dieser Hauptschalter durch einen
Fußhebel 24 betätigt werden kann. Jeder Elektromagnet kann mit Hilfe eines Schalters
25 bzw. 25 a eingeschaltet oder abgeschaltet werden.
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. In der Schaltung der Fig. 4 sind ein doppelpoliger Unterbrechungsschalter
26 sowie ein Motor 27 vorgesehen, der die treibende Welle 2 mittels
der Rolle 3 (Fig. 1 und 2) antreibt.
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Die Arbeitsweise der oben beschriebenen elektrischen Anordnung ist
folgende: Im Fall der gleichzeitigen Kupplung der Kupplungsvorrichtungen der getriebenen
Wellen 1 und 1a Die Elektromagnete 14 und 14a werden über die Schalter
25 und 25 a eingeschaltet.
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Nach dem Schließen des Hauptschalters 23 mittels des Fußhebels 24
werden die Kontakte 22 und 22a, die mit den getriebenen Wellen 1 und
1 a verbunden sind, in der entkuppelten Stellung eingeschaltet, und der Stromkreis
wird durch Schließen des Kontaktes 21' an der treibenden Welle 2 geschlossen, so
daß die beiden Vorrichtungen gleichzeitig gekuppelt werden. Im Fall der aufeinanderfolgenden
Kupplung Diese Betätigung wird herbeigeführt, wenn eine der beiden Vorrichtungen
sich schon in einer stetigen Bewegung befindet und der Hauptschalter 23 ständig
geschlossen ist.
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Um diejenige Vorrichtung zu betätigen, die sich in Ruhe befindet,
genügt es, den Schalter 25 bzw. 25 a
einzuschalten. Der Stromkreis des. Elektromagnets
14 bzw. 14 a der betreffenden Vorrichtung wird geschlossen, wenn der Kontakt 21'
der treibenden Welle 2 und der Kontakt 22 bzw. 22 a der getriebenen Welle 1 bzw.
1 a gleichzeitig geschlossen sind. Der Stromkreis wird zwangläufig in dem Sicherheitsbereich
geschlossen, der dem theoretischen Kupplungszeitpunkt (Diagramm der Fig.6) vorangeht,
und der Synchronismus der Winkelbewegung ist sichergestellt.
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Die Kontakte 21', 22 und 22 a werden auf folgende Weise geschlossen
(Fig. 3 und 5): Der Kontakt 21' wird durch eine feste Nockenscheibe 28 eines Zahnrades
29 geschlossen, das mit einem Ritze130 im Eingriff steht, welches auf der Welle
der Seilscheibe 3 befestigt ist, die von dem Motor 27 angetrieben wird.
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Der Kontakt 22 (der nur aus Fig. 5 ersichtlich ist) wird durch eine
feste Nockenscheibe 31 geschlossen, die auf einem Zahnrad 32 sitzt, welches mit
einem Zahnrad 33 der getriebenen Welle 1 im Eingriff steht.
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Der Kontakt 22 a wird in derselben Weise durch die Bewegung der getriebenen
Welle 1 a geschlossen, die ein Zahnrad 33 a (s. Fig. 3) ähnlich dem Rad 33 antreibt,
das in der gleichen Weise wirkt.
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Die bekannten Adressiermaschinen weisen einen Tisch auf, auf dem die
beiden Gleitschienen liegen, in denen die Adressenplatten bewegt werden. Diese Platten
sind in einem Zuführungsmagazin aufgestapelt, Ein Schiffchen, das eine Hin- und
Herbewegung ausführt, stößt die Adressenplatten einzeln nacheinander in die Gleitschienen
und führt sie unter dem Druckkopf vorbei, der aus einem nachgiebigen Material in
ebener oder zylindrischer Form besteht, das durch eine geeignete Vorrichtung eingefärbt
ist. Am Ausgang der Gleitschienen werden die Adressenplatten in einem Aufnahmemagazin
aufgestapelt.
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Der Druckkopf ist auf einer hin- und herschwingenden Querwelle montiert,
die an den beiden Enden von einem Lager getragen wird. Die Lager sind so weit voneinander
entfernt, daß sie einen solchen Abstand haben, daß die Drucksachen unter dem Druckkopf
eingeführt werden können. Eine Querbrücke von entsprechender Breite dient zur Unterstützung
für ein oder mehrere Zwischenlager der schwingenden Welle. Sie kann auch die Farbvorrichtung,
einen Zähler, Wähler, Auswerfer usw. tragen. Die Brücke und die äußeren Lager können
aus einem Stück bestehen oder auch aus Einzelteilen zusammengesetzt sein.
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Die Steuerwellen 1 und 1 a der Druckvorrichtung und der Zuführungsvorrichtung
der Adressenplatten befinden sich unter dem Tisch und beiderseits von einem Rad
34 (s. Fig. 3 und 5), das sich, um die Konstruktion zu vereinfachen, frei mit den
Schalträdern 6 und 6a auf der Welle 1 oder 1a drehen kann, mit denen es verbunden
ist. Die Wellen werden mit Hilfe der synchronisierten, oben beschriebenen Kupplung
mitgenommen. Diese Wellen sind in Lagern 35 und 35a gelagert, die unter dem
Tisch aufgehängt sind und mit dem Druckkopf sowie dem Schiffchen über Exzenter,
Nockenscheiben oder Kurbeln, Schubstangen, Hebel und Wellen usw. in Verbindung stehen.
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Eine (nicht dargestellte) Nockenscheibe auf der Steuerwelle der Druckvorrichtung
bewirkt ein Anheben eines Gegenstückes bei jeder Abwärtsbewegung des Druckkopfes,
um die Drucksache gegen die Adressenplatte zu führen. Dieses Gegenstück ..kann
eine
elastische Kompensationsvorrichtung enthalten, welche das Bedrucken von Drucksachen
sehr verschiedener Dicke ermöglicht oder von solchen, die unter dem Druckkopf aufgestapelt
sind, wobei nach jedem Druck die oberste Drucksache herausgezogen wird. Das Rad
34 wird durch den Elektromotor 27 mit Hilfe von Ritzeln und Zahnrädern angetrieben,
die die notwendige Untersetzung ergeben. Die Schalträder 6 und 6 a sind in derselben
Winkelstellung befestigt, wobei das Rad 34 zwischen den Schalträdern 6 und 6 a liegt.
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Die Verbindung zwischen dem Rad 34 und den Schalträdern kann
entweder fest oder elastisch ausgebildet oder eine Reibungsverbindung sein, wenn
es notwendig ist, den Stoß im Moment des Kuppelns aufzunehmen, wobei die Schalträder
immer in der gleichen Winkelstellung aufgebracht sind.
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Die Kontaktvorrichtung 30, 29, 28, 21', die mit den Schalträdern
fest verbunden ist, stellt die Verbindung während der Sicherheitsbereiche a her,
die bei der Erläuterung des Diagramms der Fig. 6 definiert worden sind. Wenn die
Verbindung zwischen dem Antriebsrad 34 und den Schalträder n6 und 6a fest ist, dann
kann die Steuerung der Kontaktvorrichtung, wie dargestellt, durch die Wellen erfolgen,
welche das Ritzel 30 und das Antriebsrad 34 tragen. Mehrere Kontakte 21' können
parallel geschaltet sein, wobei sie von Nockenscheiben ähnlich der Nockenscheibe
28 in passender Anordnung gesteuert werden, um die Häufigkeit der Schaltung herabzusetzen,
wobei es wichtig ist, einen Kontakt innerhalb des gegebenen Sicherheitsbereiches
bei jedem Durchlauf eines Zahnes des Schaltrades 6 oder 6 a herzustellen.
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Auf jeder der beiden getriebenen Wellen 1 und 1 a befindet sich eine
gleiche Kontaktanordnung 33, 32, 31, 22, die einen Kontakt in dem Winkelbereich
b herstellt, der durch das Diagramm der Fig. 6 gegeben ist. Die Adressiermaschine
wird mit Hilfe eines Fußhebels 24 betätigt, der den Schalter 23 (Fig. 4) beim Niederdrücken
schließt und ihn in der Ruhelage öffnet. Dieser Schalter befindet sich in dem Stromkreis
der Elektromagnete 14 und 14 a für die Zuführungsvorrichtung der Druckplatten und
die Druckvorrichtung.
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Eine Schalttafel, die an der Maschine festgemacht ist, trägt folgende
Schalter: einen Hauptschalter 26 für den Motor 27 und die Stromkreise der Elektromagnete
14 und 14a der Kupplungssteuerung sowie die zwei Schalter 25 und 25a für die Kreise
der Elektromagnete 14 und 14a der Zuführungsvorrichtung für die Adressenplatten
und der Druckvorrichtung.
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Die Arbeitsweise ist folgende: Der Hauptschalter 26 wird in die Arbeitsstellung
gebracht, um den Elektromotor 27 einzuschalten und die Stromkreise der Elektromagnete
14 und 14a sowie der zusätzlichen Vorrichtungen vorzubereiten.
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Der Schalter 25 für die Zuführungsvorrichtung der Adressenplatten
wird eingeschaltet.
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Der Fußhebel 24 wird niedergedrückt, so daß der Schalter 23 geschlossen
wird, bis die erste Adressenplatte in die Druckstellung gelangt. Der Schalter 25a
für das Drucken wird geschlossen. Die Maschine ist dann bereit, bei jeder Umdrehung
eine verschiedene Adressenplatte abzudrucken. Um eine Adresse zu drucken, wird die
Drucksache unter den Druckkopf gelegt und der Fußhebel 24 so lange niedergedrückt,
bis das Einrücken der Kupplungen erfolgt.
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Um eine Adressenplatte ohne Abdruck durchlaufen zu lassen (Auswahl
nach Sicht), wird der Schalter 25a für den Druck ausgeschaltet, bevor der
Fußhebel 24 heruntergedrückt wird.
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Um die gleiche Adressenplatte mehrmals abzudrucken (Wiederholung),
wird der Schalter 25 der Zuführungsvorrichtung für die Adressenplatten ausgeschaltet,
bevor der Fußhebel 24 niedergedrückt wird.
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Mit der beschriebenen Vorrichtung ist es möglich, auf einfache Weise
die verschiedenen Betätigungsarten einer Adressiermaschine, insbesondere die folgenden
Arbeitsweisen, auszuführen: 1. die automatische positive oder negative Auswahl,
2. die automatische Wiederholung, 3. die fortlaufende Arbeitsweise, 4. das automatische
Anhalten nach jedem ausgewählten Abdruck, 5. das automatische Anhalten nach n Abdrucken
und 6. das automatische Anhalten der Drucksachen fortlaufend nach n Abdrucken.
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Die elektromagnetische Kupplungsanordnung mit der Synchronisierung
der Winkelbewegung der getriebenen Achsen kann auch bei Maschinen Anwendung finden,
die mehr als zwei getriebene Wellen aufweisen (ein Fall, der oben bei der Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles der Erfindung erwähnt worden ist). Es genügt, eine Kupplung
pro getriebene Welle vorzusehen und so viele Elektromagnete für die Steuerung der
Kupplung, wie getriebene Wellen vorhanden sind, wobei die Elektromagnete parallel
geschaltet sind und jedem ein Wählschalter, wie z. B. 25 oder 25a,
mit ebensoviel Kontakten 22 und 22a zugeordnet ist, die in Reihe mit dem Kontakt
21' der treibenden Welle liegen.
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Es ist ersichtlich, daß an Stelle der Kupplung mit einem Schaltrad
und Schaltklinken auch eine Klauenkupplung oder eine beliebige andere Vorrichtung
benutzt werden kann, die eine feste Verbindung ergibt.