DE1118456B - Verfahren zur Herstellung von trockenen, frei fliessbaren, schmelzbaren Praepolymeren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von trockenen, frei fliessbaren, schmelzbaren PraepolymerenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von festen Polymeren mit relativ niedrigem
Molekulargewicht, nämlich von Präpolymeren (Vorpolymeren), die aus polyfunktionellen Monomeren
gebildet wurden.
Die Bezeichnung »Präpolymeres« wird verwendet zur Beschreibung thermoplastischer Polymerisationsprodukte
von relativ niedrigem Molekulargewicht, welche noch einen Grad an NichtSättigung aufweisen
und zur weiteren Polymerisierung zu starren, vernetzten Strukturen geeignet sind. Sie werden durch
Polymerisation von polyfunktionellen Monomeren, die mehr als eine polymerisierbare ungesättigte Gruppe
enthalten, hergestellt. Derartige Präpolymere werden in Preßpulvern, Plättchen und Überzügen als vernetzende
Mittel in Kombinationen mit anderen Harzen und auf vielen anderen Anwendungsgebieten verwendet.
Der Einsatz von Präpolymeren bringt vielerlei Fortschritte gegenüber der Verwendung der entsprechenden
Monomeren mit sich, wie Leichtigkeit der Handhabung, Fehlen von Schrumpfung während der
Endhärtung und Stabilität.
Ein ideales Präpolymeres für allgemeine Anwendung
soll in der Form eines frei fließenden Pulvers vorliegen. Ein solches Präpolymeres kann leicht gehandhabt und
gelagert, leicht gemischt, geschüttet und verbunden und leicht in üblichen Lösungsmitteln gelöst oder auf
andere Weise für spezielle Anwendungen behandelt werden.
von trockenen, frei fließbaren,
schmelzbaren Präpolymeren
Anmelder:
Food Machinery and Chemical Corporation, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 6. Mai 1959 (Nr. 811276)
V. St. v. Amerika vom 6. Mai 1959 (Nr. 811276)
Paul Edwin Willard, Baltimore, Md. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
weder in dem Monomeren oder einem anderen Lösungsmittel sowohl für das Präpolymere als auch
das Monomere vorlag.
Die deutsche Patentschrift 840 762 beschreibt z. B. ein Extraktionsverfahren mit zwei Lösungsmitteln,
wobei eine konzentrierte Lösung des Präpolymeren erhalten wird. In der deutschen Patentschrift 845 394
wird ein Verfahren zur Herstellung einer festen Prä
Maßstab durchführbar. Tatsächlich waren die Schwierigkeiten zur Abscheidung von reinen, festen Präpolymeren
aus Polymerisationsmischungen derartig groß, Eine Hauptschwierigkeit bei der Herstellung von 30 daß diese Produkte bisher dem Handel als Lösungen
Präpolymeren liegt in der Gewinnung aus der Poly- angeboten wurden, in denen das Präpolymere entmerisationsmischung
der thermoplastischen polymeren
Materialien in einem festen, nicht klebrigen Zustand.
Falls man eine Polymerenlösung, die unumgesetztes
Monomeres enthält, mit einem Lösungsmittel, das 35
das Polymere nicht löst, mischt, um das Polymere
auszufällen und das Monomere aufzulösen, schlägt
sich selbst bei Polymeren von relativ hohem Molekulargewicht das Polymere als eine zähe Masse nieder,
welche eingeschlossenes Monomeres enthält und nicht 40 polymeren-Monomeren-Mischung vorgeschlagen, woeinfach auf einer üblichen Vorrichtung zur Entfernung zu zunächst eine Präpolymeren-Monomeren-Mischung des Monomeren verarbeitet werden kann. mit einem Gehalt an mindestens 90% Präpolymeren!
Materialien in einem festen, nicht klebrigen Zustand.
Falls man eine Polymerenlösung, die unumgesetztes
Monomeres enthält, mit einem Lösungsmittel, das 35
das Polymere nicht löst, mischt, um das Polymere
auszufällen und das Monomere aufzulösen, schlägt
sich selbst bei Polymeren von relativ hohem Molekulargewicht das Polymere als eine zähe Masse nieder,
welche eingeschlossenes Monomeres enthält und nicht 40 polymeren-Monomeren-Mischung vorgeschlagen, woeinfach auf einer üblichen Vorrichtung zur Entfernung zu zunächst eine Präpolymeren-Monomeren-Mischung des Monomeren verarbeitet werden kann. mit einem Gehalt an mindestens 90% Präpolymeren!
Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt im Fall von hergestellt und dann eine konzentrierte Lösung dieser
Präpolymeren, bei denen wegen des relativ niedrigen Mischung sprühgetrocknet wird. Jedoch waren vor
Molekulargewichts die Ausfällung und Abscheidung 45 der nun offenbarten Erfindung keine praktischen und
von nicht verunreinigtem Polymeren noch schwieriger wirksamen Maßnahmen zur Herstellung eines trockeist.
Es war bisher notwendig, sehr verdünnte Lösungen nen Präpolymeren direkt aus der Polymerisationsanzuwenden
und eine niedrige Umwandlung von Poly- reaktionsmasse vorhanden, die gute physikalische
meren in Kauf zu nehmen oder einen sehr großen Eigenschaften und gutes Aussehen aufwiesen. Es
Überschuß des Lösungsmittels anzuwenden, um die 50 zeigte sich nun, daß ein frei fließbares, schmelz-Menge
des eingeschlossenen Monomeren zu ver- bares Präpolymeres leicht aus einer Lösung des Prämindern.
Keiner dieser Versuche ist in technischem polymeren in unumgesetzten Monomeren unter Ver-
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wendung eines relativ geringen Überschusses an Aus- dünnungsmittel, falls vorhanden, in dem flüssigen
fällungsmittel für das Präpolymere abgeschieden Ausfällungsmittel gelöst bleiben,
werden kann, wobei sich jetzt das Präpolymere frei Eine einfache Quelle von intensiven Scherkräften,
von eingeschlossenem Monomeren abscheidet, so daß die besonders für vorliegende Erfindung brauchbar
es leicht zu einem frei fließbaren, nicht klebrigen 5 ist, bildet eine Kolloidmühle. Eine Kolloidmühle bePulver
getrocknet werden kann. Das wird erreicht steht aus einem rasch umlaufenden Rotor, der mit
durch Einleiten der Lösung des Präpolymeren in einem geringen Spielraum in einem Stator eingeunumgesetztem
Monomeren in eine Scherzone, wie schlossen ist, und wird hauptsächlich zur Herstellung
z. B. diejenige einer Kolloidmühle, wobei gleichzeitig von Emulsionen und kolloidalen Suspensionen verin
diese Scherzone ein flüssiges Niederschlagsmittel, io wendet, wobei eine feinzerteilte Flüssigkeit oder ein
welches ein Lösungsmittel für das Monomere und fester Stoff in einer Flüssigkeit suspendiert wird. Bei
kein Lösungsmittel für das Präpolymere ist, eingeleitet dem vorliegenden neuen Verfahren der Trennung und
wird. Die Mischung wird den Scherkräften unter- Abscheidung von Präpolymeren aus Lösungen wird
worfen, wobei sich die unmittelbare Abscheidung des das nicht umgesetzte Monomere gleichzeitig aus dem
Präpolymeren aus der Mischung in einer Form voll- 15 ausfallenden Präpolymeren gelöst und abgetrennt,
zieht, die praktisch frei von Monomeren!, Ausfällungs- Das Ausfällungsmittel bildet, wie oben ausgeführt,
mittel oder Verdünnungsmittel, welches während der ein Lösungsmittel für nicht umgesetztes Monomeres
Polymerisation vorgelegen haben kann, ist. Dieser und eventuell vorhandenes Lösungsmittel und ist kein
Niederschlag wird danach in ein frei fließbares Pulver Lösungsmittel für das Präpolymere. Katalysatorennur
durch Waschen und Trocknen übergeführt. 20 rückstände können ebenso auf diesem Wege aus dem
Das Verfahren der Erfindung ist auf die Abscheidung Präpolymeren abgeschieden werden. Natürlich ist das
von Präpolymeren, die einen verbleibenden Nicht- auszuwählende Ausfällungsmittel für jede spezielle
Sättigungsgrad aufweisen, aus Lösungen, aus welchen Abscheidung abhängig von dem speziell vorliegenden
sie hergestellt wurden, anwendbar. Ein Monomeres, Monomeren und Polymeren. Im allgemeinen sind
das mehr als eine polymerisierbare Gruppe enthält, 25 niedrige aliphatische Alkohole wirksame Ausfällungswird
entweder ohne Verdünnungsmittel oder in Gegen- mittel, da sie leicht aus dem ausgeschiedenen Präpolywart
eines Verdünnungsmittels, Co-Monomeren oder meren auswaschbar und trockenbar sind und ebenso
von anderen Zusätzen polymerisiert, bis ein schmelz- leicht aus der Lösung des nicht umgesetzten Monobares
Polymeres gebildet ist, worauf die Reaktion meren abgetrennt werden, was die Gewinnung und
abgebrochen wird, bevor Gelbildung erfolgt. Wenn 30 Zurückführung in den Kreislauf sowohl von Ausein
Lösungsmittel verwendet wird, kann die Konzen- fällungsmittel als auch von Monomeren! erleichtert,
tration und Art des Lösungsmittels so gewählt werden, Mindestens zwei und vorzugsweise zwischen 4 und
daß die Temperatur darauf eingeregelt wird, bei 10 Volumina Ausfällungsmittel werden je Volumen
welcher die Mischung am Rückfluß kocht, und ebenso, Polymerisationsmischung in der Scherzone angewandt,
daß die Löslichkeitsverhältnisse zwischen den Bestand- 35 Größere Mengen Ausfällungsmittel sind im allteilen
der Reaktionsmischung beeinflußt werden. gemeinen unnötig, um ausreichende Abscheidung und
Üblicherweise wird ein Peroxydkatalysator verwendet, Auflösung des eingeschlossenen Monomeren und
obwohl auch Luft, Hitze, Licht, basische und Säure- Niederschlagung des Polymeren zu erzielen. Natürlich
katalysatoren und andere Mittel zur Erzielung ist es unwirtschaftlich, unnötig große Mengen Ausfreier
Startradikale für die Polymerisation angewandt 40 fällungsmittel anzuwenden; andererseits kann die
werden können. Die Polymerisation wird unterbrochen, Verwendung eines sehr großen Überschusses Ausbevor
das fließbare Polymere in die Gelform überge- fällungsmittel vorteilhaft sein, wenn es erwünscht ist,
führt ist. Die Reaktionszeit variiert mit der Art des die letzten Spuren eingeschlossener Monomere aus
Monomeren, dem Katalysator, der Konzentration der dem Polymeren zu extrahieren oder wenn das speziell
Reaktionsteilnehmer unter den Reaktionsbedingungen. 45 vorliegende Monomere von beschränkter Löslichkeit
Den Abbruch der Polymerisation vor der Gelbildung in dem Ausfällungsmittel ist. Zu wenig Ausfällungskann
man durch eine Vielzahl von Methoden errei- mittel vermindert die Wirksamkeit der Abscheidung,
chen, z. B. durch Erniedrigung der Temperatur, um da keine ausreichende Lösungswirkung für das verdie
Reaktion abzubrechen, oder Zugabe eines Hemm- änderte Monomere erreicht wird. Die relativen Vostoffes
entweder vor oder während der Polymeri- 50 lumina werden in üblicher Weise durch Regelung der
sationsreaktion. Da für jedes Polymerisationssystem Zufiußgeschwindigkeit der Ströme von Polymerisat
der Umwandlungsgrad, der vor der Gelbildung erreich- und Ausfällungsmittel in die Kolloidmühle eingebar
ist, unterschiedlich ist, kann die Polymerisations- regelt. Die Temperaturbedingungen hängen von den
technik innerhalb eines weiten Gebietes variieren. Löslichkeitsverhältnissen in dem speziell vorliegenden
Die Abscheidung des Präpolymeren aus der Poly- 55 System ab, jedoch zieht man es auf Grund der thermomerisationsmischung
wird auf folgende Weise erreicht: plastischen Natur und der Löslichkeit der Präpoly-Die
Polymerisationsmischung, die im wesentlichen aus meren selbst üblicherweise vor, die Ausfällung und die
Präpolymerem, welches in nichtumgesetztem Mono- nachfolgenden Schritte in der Kälte durchzuführen,
meren gelöst ist, besteht und die ein zusätzliches Ver- Nachdem das Präpolymere durch Durchleitung durch
dünnungsmittel enthalten kann, wird mit dem Aus- 60 die Scherzone ausgefällt ist, wird es durch Filtrieren
fällungsmittel gemischt, in welchem das Monomere abgeschieden, gewaschen und getrocknet, bis ein frei
und das Verdünnungsmittel löslich sind und worin fließbares Pulver anfällt.
das Präpolymere unlöslich ist. Diese Mischstufe wird Für das Verfahren der vorliegenden Erfindung ge-
in einer Scherzone ausgeführt, wobei gleichzeitig die eignete Präpolymere leiten sich von polyungesättigten
Polymerisationsmischung und das Niederschlagsmittel 65 Verbindungen, die zwei oder mehr polymerisierbare
in die Scherzone eingeleitet und dort den Scherkräften Gruppen enthalten, ab. Von speziellem Interesse sind
ausgesetzt werden. Das Präpolymere wird praktisch die Polyallylester von Polycarbonsäuren, wie z.B.
sofort ausgefällt, während Monomeres und Ver- Allyl- und Methallylester von Orthophthal-, Iso-
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phthal- und Terephthalsäure, von Bicyclo-(2,2,1)- Beispiel 2
5-hepten-2,3-dicarbonsäure, Bicyclo-(2,2,l)-5-hepten- Ein Copolymeres wurde wie folgt hergestellt: In 1,4,5,6,7,7-hexachlor-2,2-dicarbonsäure, von Tetra- einem Reaktionsgefäß wurden 185Teile Diallylhydrophthal- und Hexahydrophthalsäure, Cyanur- phthalat, 187 Teile Triallylcyanurat, 45 Teile Isosäure, Isocyanursäure, Maleinsäure, und viele andere 5 propanol (91 Volumprozent) und 3,7 Teile einer Polyallylester. Die Präpolymeren können Homopoly- wäßrigen, 50%igen Wasserstoffperoxydlösung einmere oder Copolymere mit anderen mono- oder poly- gebracht. Diese wurden gründlich gemischt und auf ungesättigten Verbindungen sein. eine Gefäßtemperatur von 110°C während 4,3 Stunden
5-hepten-2,3-dicarbonsäure, Bicyclo-(2,2,l)-5-hepten- Ein Copolymeres wurde wie folgt hergestellt: In 1,4,5,6,7,7-hexachlor-2,2-dicarbonsäure, von Tetra- einem Reaktionsgefäß wurden 185Teile Diallylhydrophthal- und Hexahydrophthalsäure, Cyanur- phthalat, 187 Teile Triallylcyanurat, 45 Teile Isosäure, Isocyanursäure, Maleinsäure, und viele andere 5 propanol (91 Volumprozent) und 3,7 Teile einer Polyallylester. Die Präpolymeren können Homopoly- wäßrigen, 50%igen Wasserstoffperoxydlösung einmere oder Copolymere mit anderen mono- oder poly- gebracht. Diese wurden gründlich gemischt und auf ungesättigten Verbindungen sein. eine Gefäßtemperatur von 110°C während 4,3 Stunden
Nachfolgend sind verschiedene spezifische Aus- erhitzt. Das rohe Reaktionsprodukt wurde gekühlt
führungsformen des vorliegenden Verfahrens auf- io und gleichzeitig mit dem lOfachen Volumen Methageführt,
die zur Erläuterung dienen und nicht als nol in eine Kolloidmühle gepumpt, welche bei
Begrenzung der vorliegenden Erfindung aufzufassen 3000 Umdr./Min. mit einem Spielraum von 0,0025 cm
sind. Alle Teile sind Gewichtsteile, falls nicht anders zwischen Rotor und Stator und einer Strömungsangegeben,
geschwindigkeit 22,7 l/Min, bei einer Temperatur
15 von 0 bis 5°C arbeitete. Die Mischung aus der Kolloid-Beispiel
1 mühle wurde auf 50C gekühlt und filtriert. Der Filterkuchen
wurde in kaltem Methanol auf geschlämmt
Diallylphthalat-Präpolymeres wurde wie folgt her- und erneut filtriert. Eine dritte Wäsche und Filtration
gestellt: Ein Reaktionsgefäß aus rostfreiem Stahl wurde aus kaltem Wasser durchgeführt, wonach der
wurdemit4018kgDiallylphthalat-Monomerem,282kg 20 weiße Filterkuchen bei 8O0C getrocknet wurde. Das
Isopropanol (91 Volumprozent) und 34 kg 50,4%igem Produkt war ein frei fließbares weißes Pulver und lag
Wasserstoffperoxyd beschickt. Diese wurden- durch- in einer Ausbeute von 31,5% vor. Eine 25%ige
einandergemischt und auf eine Gefäßtemperatur von Lösung dieses Copolymeren im Diallylphthalat hatte
104 bis 1080C erhitzt, wobei das Ganze unter Rück- eine Viskosität von 125OcP bei 250C. Der Schmelz-
'fluß bei atmosphärischem Druck stand und wobei 25 bereich des Copolymeren lag zwischen 100 und 1200C.
alles überschüssige Isopropanol abgezogen wurde, bis Das Copolymere wurde durch Mischen mit 2%igem
die gewünschte Temperatur erreicht war. Die Poly- tert-Butylperbenzoat gehärtet, wozu es 15 Minuten
merisationsreaktion wurde durch fortlaufende Messung lang auf 175° C erhitzt und einem Druck von 420 kg/cm2
der Viskosität der Reaktionsmischung verfolgt, die ausgesetzt wurde und eine klare, unschmelzbare
von dem Prozentsatz des umgewandelten Monomeren 3° Scheibe ergab,
und dem durchschnittlichen Molekulargewicht des Beispiel 3
gebildeten Präpolymeren abhängt. Nach 10 Stunden
gebildeten Präpolymeren abhängt. Nach 10 Stunden
war die Viskosität auf etwa 27 cP bei 1060C gestiegen, Dimethallylisophthalat wurde wie folgt polymeri-
was einer etwa 27%igen Umwandlung von Mono- siert: 100 Teile Dimethallylisophthalat, 12 Teile Meth-
merem zu Präpolymeren! entsprach. Die übliche Um- 35 anol und 0,38 Teile tert-Butylperbenzoat wurden in
Wandlung für Diallylphthalat-Präpolymeres liegt vor ein Reaktionsgefäß eingebracht, durchmischt und bei
der Gelbildung im Bereich von 25 bis 35%. Das rohe 110° C während 3,7 Stunden bei einem Druck von
Reaktionsprodukt bestand aus Diallylphthalat-Prä- 3,5 kg/cm2 am Rückfluß erhitzt. Die Viskosität der
polymerem, das in Monomeren! und Isopropanol Reaktionsmischung betrug 30OcP, gemessen bei
gelöst war. Zur Ausfällung des gebildeten Präpoly- 40 250C. Die Mischung wurde auf — 100C abgekühlt
merem wurde das Produkt aus dem Reaktionsgefäß und gleichzeitig mit etwa ihrem 4fachen Volumen
gekühlt und gleichzeitig dem 5fachen seines Volumens Methanol in eine Kolloidmühle eingepumpt, die bei
Isopropanol (91 Volumprozent) in eine Kolloidmühle 4000 Umdr./Min. und bei einem Spielraum von
gepumpt, welche bei 3600 Umdr./Min. mit einem 0,0025 cm zwischen Rotor und Stator und bei einer
Spielraum von 0,0025 cm zwischen Rotor und Stator 45 Fließgeschwindigkeit von 45,4 l/Min, arbeitete. Die
und einer Fließgeschwindigkeit von 756 l/Stunde entstehende Suspension wurde etwa 30 Minuten bei
arbeitete. Eine Gesamtmenge von 21800 kg Iso- 15°C gerührt, danach auf 00C abgekühlt und filtriert,
propanol wurden angewandt, welches gekühlt war, so Der Filterkuchen wurde in kaltem Methanol auf-
daß die Ausfällung bei einer Temperatur von O0C geschlämmt und erneut filtriert. Eine dritte Wäsche
stattfand. Die Mischung, die bei diesem Abscheidungs- 50 und Filtration wurde aus kaltem Wasser durchgeführt,
schritt erhalten wurde, bestand aus niedergeschlagenen worauf der weiße Filterkuchen bei 8O0C getrocknet
Präpolymerisatteilchen, die in einer Isopropanol- wurde. Das Produkt bestand aus einem frei fließbaren
Monomeren-Lösung suspendiert waren. Man rührte weißen Pulver, das eine Viskosität von 628 cP. bei
diese Lösung etwa 45 Minuten bei etwa 15°C, um 25°C aufwies, gemessen als 24%ige Lösung in Diallyl-
kleinere Teilchen zu koagulieren und die Filtration 55 phthalat.
zu erleichtern. Die Brühe wurde danach auf etwa 0 bis Das Pulver wurde mit 2 % tert-Butylperbenzoat
5°C gekühlt und auf einem kontinuierlichen rotieren- gemischt und durch Erhitzen während 15 Minuten auf
den Vakuumfilter filtriert. Der Filterkuchen wurde 175° C unter 424 kg/cm2 gehärtet, wobei sich eine
wiederum in kaltem Isopropanol angerührt und erneut klare, unschmelzbare, unlösliche Scheibe von einer
filtriert. Eine dritte Waschung und Filtration wurde 60 Rockwell-Härte von 117 (M-Skala) ergab,
aus einer Brühe aus kaltem Wasser durchgeführt, . . . .
worauf der feuchte Filterkuchen bei etwa 8O0C ge- .Beispiel 4
trocknet wurde. Das erhaltene Diallylphthalat-Vor- 100 Teile Diallylbicyclo-(2,2,l)-5-hepten-2,3-di-
polymerisat war ein frei fließendes weißes Pulver, carbonsäureester wurden mit 8 Teilen Isopropanol
welches thermoplastisch und löslich in Ketonen von 65 (99 Volumprozent) und 0,37 Teilen tert.-Butylper-
niederem Molekulargewicht und aromatischen Kohlen- benzoat gemischt und in ein Reaktionsgefäß ein-
wasserstoffen sowie unlöslich in Wasser, Alkoholen gebracht, gerührt und am Rückfluß bei 108 bis 1090C
und Petroleumlösungsmitteln war. während 5,75 Stunden erhitzt, nach welcher Zeit die
Viskosität der Reaktionsmischung 300 cP betrug, gemessen bei 25°C. Die Mischung wurde auf 0°C
abgekühlt und gleichzeitig mit etwa ihrem 8fachen Volumen an Methanol, ebenfalls bei O0C, in eine
Kolloidmühle eingepumpt, die bei 3600 Umdr./Min. mit einem Spielraum von 0,0025 cm zwischen Rotor
und Stator und einer Strömungsgeschwindigkeit von l/Stunde und einer Temperatur von etwa 00C
arbeitete. Die Mischung aus der Kolloidmühle wurde etwa 1 Stunde bei 15° C gerührt, danach auf O0C
abgekühlt und filtriert. Der Filterkuchen wurde mit kaltem Methanol und mit Wasser gewaschen und bei
800C getrocknet. Das Produkt war ein frei fließendes
Pulver mit einer Viskosität von 705,5 cP bei 25° C, gemessen als 25%ige Lösung in Diallylphthalat.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von trockenen, frei fließbaren, schmelzbaren Präpolymeren, die einen
verbleibenden NichtSättigungsgrad aufweisen und geeignet zur weiteren Polymerisation zu einem
thermohärtbaren Harz sind, dadurch gekennzeichnet, daß man einen monomeren Polyallylester
einer Polycarbonsäure in Gegenwart von freie Radikale bildenden Katalysatoren polymerisiert,
bis ein Teil des Monomeren in Polymeres umgewandelt ist, wobei das Polymere in Lösung
in diesem Monomeren ist, und daß man die Lösung des Polymeren in eine Scherzone leitet, wobei diese
Scherzone auf einer schmalen Querschnittsfläche dieser Lösung wirkt, und daß man die Lösung
starken Scherzügen in der Scherzone unterwirft, und je Volumen dieser Lösung mindestens zwei
Volumina eines inerten flüssigen Ausfällungsmittels, welches ein Lösungsmittel für das Monomere
und kein Lösungsmittel für das Polymere ist, gleichzeitig in die Scherzone einleitet und auf diese
Weise das Polymere innerhalb der Scherzone ausfällt und gleichzeitig das Monomere in diesem
flüssigen Niederschlagsmittel löst; daß man ferner die Mischung des ausgefällten Polymeren und die
Lösung des Monomeren in dem flüssigen Ausfällungsmittel aus der Scherzone ableitet und das
ausgefällte Polymere aus der Lösung des Monomeren in flüssigem Ausfällungsmittel abtrennt,
wäscht und trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 25 bis 40 % des Monomeren in
Polymeres verwandelt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Monomeres einen
Diallylester einer Phthalsäure einsetzt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Monomeres einen
Dimethylallylester einer Phthalsäure einsetzt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Monomeres Diallylo-phthalat
verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Monomeres einen
Diallylester einer Bicyclodicarbonsäure einsetzt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung von
monomeren Polyallylestern von Polycarbonsäuren polymerisiert.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als Mischung der Monomeren
eine Mischung verwendet, die mindestens etwa 50% Diallylphthalat enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 840 762, 845 394.
Deutsche Patentschriften Nr. 840 762, 845 394.
© 109 747/589 11.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US811276A US3030341A (en) | 1959-05-06 | 1959-05-06 | Manufacture of prepolymers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1118456B true DE1118456B (de) | 1961-11-30 |
Family
ID=25206093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF31179A Pending DE1118456B (de) | 1959-05-06 | 1960-05-06 | Verfahren zur Herstellung von trockenen, frei fliessbaren, schmelzbaren Praepolymeren |
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| Country | Link |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1262602B (de) * | 1963-04-03 | 1968-03-07 | Fmc Corp | Verfahren zur Herstellung von Polymerisaten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3030341A (en) | 1962-04-17 |
| BE590472A (de) | |
| ES257518A1 (es) | 1961-01-01 |
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