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Anordnung zur Befestigung von Klemmenteisten an Gestellen von Kabelverteilern
od. dgl. Es ist bekannt, zum Zweck der Platzersparnis und zur Erzielung einer leichten
Zugänglichkeit der Anschlüsse für die Kabeladern Klemmenteisten in Kabelabschluß-
oder -verteilergeräten, wobei die Klemmenleisten auch in Gestellrahmen befestigt
sein können, so anzuordnen, daß die Achsen ihrer Klemmschrauben mit der Horizontalen
spitze Winkel einschließen. Durch geeignete Bemessung des Neigungswinkels der Klemmenteisten
ist eine Platzersparnis bis zu 50 "/n möglich.
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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Befestigung von Klemmenteisten
an Gestellen von Kabelverteilern od. dgl., wobei die Achsen der Klemmschrauben mit
der Gestellebene spitze Winkel einschließen (geneigte Klemmenteisten). Die Erfindung
bezweckt, eine konstruktiv einfache Möglichkeit zur Befestigung der Klemmenteisten
am Gestenrahmen zu schaffen, die so erfolgen soll, daß einzelne Klemmenteisten ohne
Beeinflussung der anderen Klemmenteisten im Gestellrahmen herausgenommen werden
können und eine nachträgliche Vergrößerung der Anzahl der im Gestell vorhandenen
Klemmenteisten vorgenommen werden kann. Diese und weitere Vorteile bietet erfindungsgemäß
eine Anordnung, bei der den einzelnen Klemmenteisten zugeordnete, rechteckige Winkel
einschließende Winkelbleche mit Z-förnügem Querschnitt vorgesehen sind, welche sich
für benachbarte Klemmenteisten mit jeweils einem Schenkel überlappen und an den
überlappungsstellen mit den Klemmenteisten durch Schrauben lösbar verbunden sind,
und bei der die so verbundenen Klemmenteisten an dem Gestellrahmen durch Grundbleche
und Abschlußbleche befestigt sind.
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In den Fig.1 bis 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
wobei die Fig. 1 und 3 teilweise als Schnitt gezeichnet sind.
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In Fig. 1 ist mit 1 der Gestellrahmen bezeichnet, an welchem die Klemmenteisten
2 befestigt werden sollen. Durch die Winkelbleche 3, die sich mit jeweils einem
Schenkel überlappen und an diesen überlappungsstellen mittels Schrauben 4 mit den
Klemmenleisten 2 verbunden sind, wird zunächst eine Verbindung der Klemmenteisten
untereinander geschaffen. Aus der Figur ist ersichtlich, daß durch die geneigte
Anordnung der Klemmenteisten - in diesem Ausführungsbeispiel sind die Klemmenteisten
mit den Achsen ihrer Klemmschrauben 6 etwa unter 45° gegen die Ebene des Gestellrahmens
geneigt - einerseits eine erhebliche Platzersparnis in senkrechter Richtung erzielt
und andererseits eine einfache Möglichkeit gegeben wird, die Schaltadern 5 an die
die Klemmschrauben 6 enthaltenden Klemmverbindungen der Klemmenlei.sten 2 und die
mit 7 bezeichneten Adern des Kabels 8 an die Lötanschlüsse 9 heranzuführen. Werden
die Schrauben 4 wie in dem Ausführungsbeispiel gemäß der Zeichnung von vorn betätigt,
so können zu beiden Seiten des Gestellrahmens 1 Klemmenteisten angeordnet sein.
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Die durch die Winkelbleche 3 gebildete zusammenhängende Anordnung
der Klemmenteisten 2 muß nunmehr am Gestellrahmen 1 befestigt werden. Dies geschieht
über Grundbleche 10 und Abschlußbleche 11, wobei zur Befestigung an den Grundblechen
10
in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein zusätzliches Winkelblech 12 vorgesehen
ist, das beispielsweise durch Punktschweißung mit dem Grundblech 10 verbunden
ist. Die Grundbleche sind mittels Schrauben 13 (s. Fig. 2) und die Abschlußbleche
durch Schraubverbindungen 14 am Gestellrahmen 1 befestigt, so daß durch diese Bauelemente
die Klemmenleistenanordnung gehalten wird.
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Die erwünschte leichte Auswechselbarkeit einzelner Klemmenteisten
2 ist durch die Verbindung mittels der Winkelbleche 3 erreicht, denn es genügt zu
diesem Zweck, die der auszuwechselnden Klemmenleiste zugeordneten Schrauben 4 zu
lösen. Dabei wird die Festlegung der benachbarten Klemmenteisten nicht beeinflußt.
Um nun auch eine einfache Möglichkeit zum nachträglichen Einbau weiterer Klemmenleisten
zu haben, ist es erforderlich, die Grundbleche 10 oder die Abschlußbleche 11 oder
beide Bauelemente an dem Rahmen 1 verschiebbar zu befestigen, d. h. die Verbindungen
13 oder 14 oder beide lösbar auszuführen.
Bei dem in den Fig.1 und
2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist für jede senkrechte Reihe von Klemmenleisten
ein Grundblech 10 und ein Abschlußblech 11 vorgesehen, wobei sich sowohl
das Grundblech als auch das Abschlußblech über die ganze Breite der Klemmenleisten
erstrecken. Das Absrhlußblech 11 besitzt an seinem unteren Ende eine breite Aussparung,
durch welche die zum Anschließen de~ Kabeladern 7 dienenden Lötanschlüsse 9 hip
durchtreten. Ein solches breites Abschlußblech wirkt wie eine Abdeckplatte, die
das Eindringen von Staub und Spritzwasser in die unter ihr liegenden Teile des Gestells
verhindert. Es ist einzusehen, daß sowohl_ die Grundbleche als auch die Abschlußbleche
schmal ausgefiihrt sein können, so daß für jede senkrechte Reihe von Klemmenleisten
mehrere solcher Bleche Verwendung finden. Besonders zweckmäßig wird in diesem Fall
eine Anordnung der Grundbleche und/oder der Abschlußbleche sein, bei der jeder senkrechten
Strebe des Gestenrahmens ein Grundblech und joder ein Abschlußblech zugeordnet ist.
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Im allgemeinen wird es zweckmäßig sein, das Kabel 8 an seiner Aufteilungsstelle
zusätzlich zu stützen, was im Beispiel der Fig.1 durch eine Schelle 15 erreicht
wird. Diese Schelle 15 ist zweckmäßig mit den Grundblechen 10 in der Weise
verbunden, daß sie durch die vorzugsweise lösbare Schraubverbindung 13 am Gestellrahmen
1 gehalten wird. Dadurch wird erreicht, daß bei einem nachträglichen Einbau weiterer
Klemmenleisten 2, der durch Zuschaltung weiterer Adern des Kabels 8 notwendig werden
kann, die Schelle 15 entsprechend der notwendig werdenden weiteren Entfernung des
Kabelmantels verrückt wird. Die Schelle 15 kann aber auch, wie in den Figuren dargestellt,
mit zusätzlichen Schrauben 18 an dem durchgehenden Grundblech 10 befestigt sein.
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Während in Fig.l eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Anordnung
teilweise im Schnitt gezeigt ist, stellt Fig. 2 eine Vorderansicht dar. In dieser
Figur tragen die einzelnen Teile dieselben Bezugszeichen wie in Fig.1.
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In Fig. 3 ist eine Variante der Anordnung gemäß Fig.1 und 2 dargestellt,
die darin besteht, daß das Kabel 8 nicht durch eine Schelle, sondern durch einen
Sperrstopfen 16 gehalten ist. Dieser Sperrstopfen erfüllt zwei Aufgaben, indem er
nämlich außer der Halterung zugleich einen druckdichten Abschluß des Kabels vornimmt.
Der Sperrstopfen wird beispielsweise durch ein Winkelblech 17 gehalten, das, wie
vorher die Schelle 15, durch die auch die Festlegung des Grundbleches 10 am Gestenrahmen
1 bewirkende lösbare Schraubverbindung 13 oder durch zusätzliche Schrauben 18 mit
dem Gestenrahmen verbunden ist. Hierdurch wird wieder eine automatische Verschiebung
der Aufteilungsstelle am Kübel beim nachträglichen Einbau weiterer Klemmenleisten
2 erreicht. Auch in dieser Figur tragen die weiteren bereits vorher beschriebenen
Teile dieselben Bezugszeichen wie in Fig.1.
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Es ist einzusehen, daß die Erfindung nicht auf die in die Figuren
beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist. Beispielsweise ist es möglich, die
Neigung der Klemmenleisten gegenüber der Gestenebene anders zu wählen. Weiterhin
brauchen die Klemmenleisten nicht horizontal angeordnet zu sein, sondern die Erfindung
läßt sich ebensogut bei vertikal in Gesteilschienen od. dgl. eingebauten Klemmenleisten
anwenden.