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DE1118352B - Einrichtung zum Messen des Induktionsverlaufes im Luftspalt einer umlaufenden elektrischen Maschine - Google Patents

Einrichtung zum Messen des Induktionsverlaufes im Luftspalt einer umlaufenden elektrischen Maschine

Info

Publication number
DE1118352B
DE1118352B DES64914A DES0064914A DE1118352B DE 1118352 B DE1118352 B DE 1118352B DE S64914 A DES64914 A DE S64914A DE S0064914 A DES0064914 A DE S0064914A DE 1118352 B DE1118352 B DE 1118352B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measuring
electrical
machine
air gap
electrical machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES64914A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Dr Friedrich Kuhrt
Eberhard Braunersreuther
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES64914A priority Critical patent/DE1118352B/de
Publication of DE1118352B publication Critical patent/DE1118352B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R33/00Arrangements or instruments for measuring magnetic variables
    • G01R33/02Measuring direction or magnitude of magnetic fields or magnetic flux
    • G01R33/06Measuring direction or magnitude of magnetic fields or magnetic flux using galvano-magnetic devices
    • G01R33/07Hall effect devices

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Condensed Matter Physics & Semiconductors (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Messen des Induktionsverlaufes im Luftspalt einer umlaufenden elektrischen Maschine Für die Konstruktion und Entwicklung elektrischer Maschinen ist es von großer Wichtigkeit, den Verlauf der magnetischen Induktion zwischen Feld und Anker zu kennen, bei Gleichstrommaschinen insbesondere zwischen den Polschuhen und dem Anker.
  • Dabei interessieren vor allem die Feldveränderungen während des Betriebes unter verschiedenen Belastungsverhältnissen der Maschine. Es lassen sich dadurch beispielsweise Ankerrückwirkungen, Verschiebung der Wendezonen, Einfluß der Güte der Kompensation u. a. m. feststellen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu schaffen, mit dem diese Größen in einfacher und zugleich eleganter Weise meßtechnisch erfaßt werden können.
  • Es ist bekannt, zur Messung des Feldverlaufes eine rotierende Prüfspule zu verwenden, die mit Hilfe eines Kontaktgebers an ein ballistisches Galvanometer anschließbar ist. Aus dem Ausschlag dieses Galvanometers kann man die Höhe der in der Prüfspule induzierten EMK ermitteln, die eine Funktion der jeweiligen Lage der Spule im Magnetfeld ist. Daraus kann punktweise die Feldverteilung ermittelt werden. Ein grundsätzlicher Nachteil dieser Methode ist das umständliche Meßverfahren.
  • Zum Untersuchen des Verlaufes von Magnetfeldern an Gleichstrommaschinen hat man ferner schon Meßfühler aus Wismut verwendet. Bei einer solchen Anordnung befindet sich an einem beweglichen Arm eine Wismutspirale in Form eines dünnen Drahtes, der an seinen Enden an zwei mit Klemmen versehenen, in einem Isoliergriff zusammengehaltenen Zuleitungen angeschlossen ist. Bei dieser bekannten Meßanordnung wird aber einerseits die Messung bei ruhender Maschine vorgenommen, andererseits wird die Widerstandsänderung eines Wismutdrahtes erfaßt, die verhältnismäßig klein ist.
  • Zum Untersuchen magnetischer Felder an sich sind ferner bereits Hall-Spannungserzeuger aus halbleitenden Materialien verwendet worden. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Verwendung von Germanium. Dieser halbleitende Stoff besitzt eine sehr hohe Hall-Konstante. Mit einem Germanium-Meßkörper läßt sich eine relativ hohe Hall-Spannung erzielen.
  • Die Erfindung bringt eine vorteilhafte Verbesserung an einer Einrichtung zur Messung des Induktionsverlaufes im Luftspalt einer umlaufenden elektrischen Maschine während ihres Betriebes mit einem auf dem umlaufenden Maschinenanker angebrachten Meßfühler, dessen elektrische Anschlüsse über Schleifringe und Bürsten herausgeführt sind.
  • Gemäß der Erfindung ist die Einrichtung dadurch gekennzeichnet, daß als Meßkörper mindestens ein Hall-Spannungserzeuger aus einer halbleitenden Verbindung höherer Trägerbeweglichkeit als etwa 6000 cm2/Vsec dient. Hierbe 4 von der an sich bekannten Erkenntnis GebrauW gemacht, daß es bei Hall-Spannungserzeugern für Magnetfeldmessungen im praktischen Betrieb nicht nur darauf ankommt, Stoffe mit hohem Hall-Koeffizienten zu verwenden, die deshalb eine hohe Hall-Spannung liefern, sondern wesentlich auch darauf, daß der Hall-Generator auch eine hohe Wirkleistung abzugeben vermag.
  • Die Anwendung halbleitender Verbindungen mit der genannten hohen Trägerbeweglichkeit ergibt somit gegenüber bekannten, zur Magnetfeldmessung verwendeten Hall-Spannungserzeugern, z. B. aus Wismut oder Germanium, den Vorteil, daß der Hall-Spannungsstromkreis eine größere Leistung abzugeben vermag. Der Hall-Generator ist niederohmig belastbar, ohne daß die Hall-Spannung zusammenbricht. Auf diese Weise können gewöhnliche Drehspulinstrumente zur Messung verwendet werden. Bei den bekannten Hall-Generatoren aus Wismut oder Germanium ist dies nur in geringerem Umfang möglich. Hier sind vielmehr im allgemeinen Sondermaßnahmen erforderlich, beispielsweise eine Kompensationsmeßschaltung.
  • Weiterhin bietet die Erfindung den Vorteil, daß temperaturbedingte Meßfehler weitgehend vermieden sind, sofern Indiumarsenid als Material für den Hall-Spannungserzeuger verwendet wird. Im Gegensatz zu vielen bekannten Meßanordnungen, bei denen besondere Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Temperaturabhängigkeit des Meßergebnisses zu kompensieren, zeigt die Erfindung eine Möglichkeit, wie man das Aufkommen eines Temperaturfehlers von vornherein zu verhindern oder zumindest zu vermindern in der Lage ist, indem ein Material verwendet wird, das von sich aus bereits einen besonders kleinen Temperaturkoeffizienten aufweist. In diesen Fällen erübrigt sich im allgemeinen somit die Anwendung von Kompensationsmitteln zur Beseitigung von Temperaturfehlern.
  • Die Anbringung des Meßkörpers oder der Meßkörper kann in verschiedener Weise erfolgen, bei spielsweise mit Hilfe einer Kittmasse od. dgl. Die Meßkörper werden im Luftspalt der Maschine so angebracht, daß sie das Spiel zwischen Rotor und Stator nicht stören. Als besonders geeignet haben sich Meßkörper aus bekannten halbleitenden Verbindungen von der Form A111 Bv, vor allem aus Indiumantimonid, bewährt, bei dem bereits Trägerbeweglichkeiten von 60000 cm2/Vsec erreicht wurden. Zu erwähnen ist außerdem Indiumarsenid, das sich neben ebenfalls verhältnismäßig hoher Trägerbeweglichkeit durch eine geringe Temperaturabhängigkeit auszeichnet. Jeder der Meßkörper besitzt zwei Stromelektroden und zumindest ein Paar Hall-Elektroden, die möglichst induktionsfrei angeordnet werden. Während diese jeweils zur Abnahme des Meßwertes dienen, werden bei Verwendung mehrerer Hall-Plättchen die Stromelektroden in Reihe geschaltet. Dies ergibt bei gleichzeitig untereinander identischen Meßkörpern den Vorteil, daß alle Meßwerte auf den gleichen Strom bezogen sind und somit unmittelbar im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Die Anzahl der verwendeten Meßgeräte, als welche sowohl einfache Anzeigeinstrumente als auch schreibende Geräte in Frage kommen, kann beliebig sein. Man kann mit einem Meßinstrument auskommen, das der Reihe nach an alle Meßkörper angeschlossen wird. Zur Erreichung hochgenauer Messungen können die jeweils nicht durch das Meßgerät belasteten Meßkörper mit einem Ersatzwiderstand in der Größe des Meßgerät-Innenwiderstandes belastet werden.
  • Bei dem nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist in vorteilhafter Weise lediglich ein einziger als Hall-Generator ausgebildeter Meßkörper verwendet. Dieser hat insgesamt vier Elektrodenanschlüsse, von denen zwei zur Zuführung des Hilfsstromes und zwei zur Abnahme der Hall-Spannung dienen. Der Hall-Generator ist ortsfest auf dem Anker der Maschine angebracht, so daß also bei Maschinen, deren Anker gleichzeitig Rotor ist, der Hall-Generator mit der Maschine umläuft.
  • Im allgemeinen wird die Anbringung des Hall-Generators in der Mitte des Rotors erfolgen. Die Hall-Spannung wird über eine Stromabnehmereinrichtung von den Elektrodenanschlüssen des Meßkörpers heraus- und den ruhenden Meßinstrumenten zugeführt.
  • Ein getreues Abbild des Induktionsverlaufes längs des inneren Ankerumfanges der Maschine ergibt sich, wenn als Anzeigeinstrument ein mit der Drehzahl der Maschine synchronisierter Kathodenstrahloszillograph vorgesehen wird. Die Hall-Spannung kann aber auch direkt von einem Schleifenoszillographen aufgeschrieben werden. Dies ist insbeson- dere für Felduntersuchungen bei dynamischen Vorgängen, z. B. beim Anlaufen des Motors, bei plötzlichen Belastungsänderungen usw. zweckmäßig.
  • Die Stromabnehmereinrichtung für den Meßkörper bildet vorteilhaft einen einheitlichen Bauteil.
  • Zur Verbindung mit der elektrischen Maschine bestehen verschiedene Möglichkeiten. Es ist möglich, den umlaufenden Teil der Stromabnehmereinrichtung konzentrisch zur Rotorwelle der elektrischen Maschine auszubilden sowie mit der Welle fest zu verbinden und die stillstehenden Teile entweder am Stator der Maschine zu befestigen oder an einer sonstigen geeigneten Halterung, z. B. auf dem Fundament der Maschine. Soll die Stromabnehmereinrichtung für verschiedene Maschinen verwendet werden, so empfiehlt sich eine Verbindung mit dem Rotor der Maschine über eine elastische Kupplung. Zweckmäßig ist es, die elektrischen Anschlüsse der Meßkörper zur Verbindung mit den umlaufenden Teilen der Stromabnehmereinrichtung durch eine Bohrung in der Rotorwelle herauszuführen. Auch die Kuppe lungswelle kann hohl sein und in ihrem Inneren die elektrischen Verbindungsleitungen enthalten. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Stromabnehmereinrichtung zwischen einem Lager der Rotorwelle und dem Rotorkörper, also innerhalb des Maschinengehäuses, anzubringen. In diesem Fall ist ein nachträgliches Anbohren der Rotorwelle oder dergleichen Maßnahme zur Verlegung der elektrischen Verbindungen zwischen dem Meßkörper und den umlaufenden Teilen der Stromabnehmereinrichtung nicht erforderlich.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜcHE: 1. Einrichtung zum Messen des Induktionsverlaufes im Luftspalt einer umlaufenden elektrischen Maschine während ihres Betriebes mit einem auf dem umlaufenden Maschinenanker angebrachten Meßfühler, dessen elektrische Anschlüsse über Schleifringe und Bürsten herausgeführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Meßkörper mindestens ein Hall-Spannungserzeuger aus einer halbleitenden Verbindung höherer Trägerbeweglichkeit als etwa 6000 cm2/ Vsec dient.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifringe nebst Bürsten und die zugehörigen Halterungsteile, elektrische Anschlußklemmen u. dgl. zu einer Baueinheit zusammengefaßt sind, die zur elektrischen und mechanischen Verbindung mit der Maschine über eine elastische Kupplung eingerichtet ist.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungswelle hohl ist und in ihrem Inneren die elektrischen Verbindungsleitungen enthält.
  4. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 590 678; USA.-Patentschrift Nr. 2562 120; »Physical Review«, 90 (1953), S. 153; »Zeitschrift Naturforschung«, 8 a (1953), S.463 bis 469; Jahn, Georg: »Messungen an elektrischen Maschinen«,
  5. 5. Auflage, Springer-Verlag, Berlin, 1925, S. 214 bis 218.
DES64914A 1954-04-15 1954-04-15 Einrichtung zum Messen des Induktionsverlaufes im Luftspalt einer umlaufenden elektrischen Maschine Pending DE1118352B (de)

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DE1118352B true DE1118352B (de) 1961-11-30

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1257959B (de) * 1963-07-31 1968-01-04 Siemens Ag Anordnung zur Messung eines wandernden veraenderlichen magnetischen Flusses

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE590678C (de) * 1931-09-15 1934-01-08 Reinhold Bauder Dipl Ing Zelle zum Messen der Feldstaerke bzw. Induktion magnetischer Felder
US2562120A (en) * 1948-08-26 1951-07-24 Bell Telephone Labor Inc Magnetic field strength meter

Patent Citations (2)

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