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Schaltungsanordnung für Fernsprechnebenstellenanlagen mit Wählerbetrieb
und Herstellung verschiedenwertiger Verbindungen über die Amtsleitung Es sind bereits
Schaltungsanordnungen für Fernsprechnebenstellenanlagen bekannt, bei denen Schaltmittel
vorgesehen sind, die bei Eintreffen des ersten Zählimpulses über die Amtsleitung
während des Gespräches ein Registriergerät anschalten, das alle einlaufenden Zählimpulse
für eine berechtigte hochwertige Verbindung registriert.
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Mit Einführung des Selbstwühlferndienstes, der hierzu berechtigten
Teilnehmern einer Nebenstellenanlage die Möglichkeit gibt, Fernverbindungen auch
ohne Mitwirken der Nebenstellenbeamtin herzustellen, ist es notwendig geworden,
solche Verbindungen durch die Nebenstellenbeamtin zu überwachen, damit die je Ferngespräch
anfallenden Gebühreneinheiten ermittelt werden können.
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Zu diesem Zweck ist bereits eine Schaltungsanordnung bekannt, bei
der der nach Herstellung einer Fernverbindung während des Gespräches eintreffende
erste Zählimpuls Schaltmittel steuert, die den Zählimpuls in einer Zähleinrichtung
od. dgl. des Amtsver-Bindungssatzes registrieren und Anzeigeschaltmittel einschalten
sowie die Auslösung des Amtsverbindungssatzes in Abhängigkeit von einer Schaltmaßnahme
der Nebenstellenbeamtin bringen. Damit besteht für die Nebenstellenbeamtin in einfacher
Weise die Möglichkeit, die je Ferngespräch anfallenden Gebühreneinheiten zu ermitteln
und für den betreffenden Teilnehmer zu notieren.
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Dieses Verfahren ist gleichfalls für fernberechtigte Nebenstellenteilnehmer
durchführbar, die ohne Vermittlung der Nebenstellenbeamtin Fernverbindungen selbst
herstellen können, indem beispielsweise für jeden fernberechtigten Teilnehmer am
Vermittlungsplatz eine Kennzeichenlampe vorgesehen ist, die beispielsweise kurzzeitig
aufleuchtet, wenn die Nebenstellenbeamtin die entsprechende Amtsübertragung auslöst.
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Die vorliegende Erfindung betrifft gleichfalls eine Schaltungsanordnung
für Fernsprechnebenstellenanlagen mit Wählerbetrieb und Herstellung verschiedenwertiger
Verbindungen über die Amtsleitung, bei denen über die Amtsleitung einlaufende Zählimpulse
Schaltmittel steuern, die der Kennzeichnung von hochwertigen Gesprächen dienen und
die Auslösung solcher hochwertigen Verbindungen von Schaltmaßnahmen der Nebenstellenbeamtin
abhängig machen. Diese Schaltungsanordnung ist dadurch gekennzeichnet, daß lediglich
bei Eintreffen von mehr als einem Zählimpuls über die Amtsleitung- Schaltmittel
der Amtsübertragung zwecks Kennzeichnung der Amtsverbindung als hochwertige Verbindung
zur Wirkung kommen, die die Freigabe der Amtsübertragung nach Schlußzeichengabe
durch die Nebenstelle von einer besonderen Schaltmaßnahme der Nebenstellenbeamtin
abhängig machen.
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Eine derartig ausgebildete Schaltungsanordnung hat den Vorteil, daß
lediglich die Ferngespräche von der Nebenstellenbeamtin kontrolliert werden, deren
Kosten die eines normalen Ortsgespräches übersteigen. Vielfach werden nämlich Ferngespräche
dadurch vorzeitig abgebrochen, daß der gewünschte Gesprächs-Partner nicht anwesend
ist oder weil man mit Herstellung einer Verbindung feststellt, daß man falsch gewählt
hat. Da aber der Arbeitsaufwand für das Notieren dieser Ferngespräche der gleiche
ist wie für das Notieren eines mehrere Gebühreneinheiten verursachenden Ferngespräches,
besteht die Gefahr, daß die Nebenstellenbeamtin überlastet wird. Diese Gefahr wird
aber gemäß der vorliegenden Erfindung erheblich eingeschränkt, da die Aufmerksamkeit
der Nebenstellenbeamtin nur noch für die tatsächlichen und im allgemeinen wesentlich
höhere Kosten verursachenden Ferngespräche in Anspruch genommen wird.
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Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß sie ohne Abänderung
auch in Anlagen anwendbar ist, bei denen die Zählimpulse erst am Ende des Gespräches
einlaufen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Abgehende Amtsverbindungen der Sprechstelle N werden über den Amtswähler
AW hergestellt. Mit der Einschaltung der Anlage besteht folgender Stromkreis für
das Thermorelais Th 2:
1. -f-, 1 tr, 2v1, 3 sz, 4b, Th2,
-.
NachAblauf einerbestimmtenZeitwirdderThermokontakt
5 th 2 geschlossen und somit das Relais B eingeschaltet: 2. -I-,
1 tr, 2 v 1, 3 sz, 5 th2, B, -.
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Durch Kontakt 4 b wird der Stromkreis 1 für das Thermorelais Th
2 geöffnet. Für das Relais B besteht folgender Haltestromkreis: 3.
-I-, 1 tr, 2v1, 3 sz, 6b, B, -.
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Das in Arbeitslage befindliche Relais B kennzeichnet den Frei-Zustand
der Amtsübertragung.
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Wird von dem Teilnehmer der Sprechstelle N das Kennzeichen zur Herstellung
einer Amtsverbindung gegeben, so stellt sich der Amtswähler AW auf die anrufende
Stelle ein. Über den Schaltarm c besteht folgender Stromkreis: 4. -h,
C, 7tr, clAW, R, T, -.
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Die Relais C, R und T sind erregt. Die Sprechleitungen sind über die
Kontakte 8 c/9 c durchgeschaltet. Im Schleifenstromkreis ist das Speisebrückenrelais
S erregt. Durch das Relais S erfolgt die Durchschaltung der Amtsleitung mit Kontakt
10 s. Es wird das Relais V 1 eingeschaltet: 5. -I-, 11 s, V 1, -.
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Durch Kontakt 2 v 1 wird der Haltestromkreis 3 des Relais
B geöffnet. Das Relais B fällt ab, und somit ist die Amtsübertragung
als besetzt gekennzeichnet.
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Über die zum Amt führende Leitung können Ortsverbindungen und auch
Fernverbindungen hergestellt werden. Bei Ortsverbindungen wird nach erfolgter Schlußzeichengabe
zum Amt ein Zählimpuls zur Nebenstellenanlage übertragen, der auf das Relais ZR
einwirkt. Dieser eine Zählimpuls am Schluß der Ortsverbindung wird nicht auf den
der Amtsübertragung zugeordneten Zähler Zä übertragen.
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Bei Fernverbindungen werden die Zählimpulse während des Gespräches
über die Amtsleitung auf das Relais ZR der Nebenstellenanlage übertragen. Der erste
Zählimpuls wird unterdrückt. Erst der zweite Zählimpuls wirkt auf den Gesprächszähler
Zä der Amtsübertragung ein. Der erste Zählimpuls wird nachträglich durch die Relaisgruppe
I bis IV erzeugt, und zwar nach der gezeigten Ausführungsform am Ende der Verbindung.
Dieser Zählimpuls wirkt dann ebenfalls auf den Gesprächszähler Zä ein, so daß der
Gesprächszähler Zä entsprechend der Anzahl Zählstromstöße über die Amtsleitung verstellt
wird.
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Als Zählstromstöße dienen Wechselstromstöße mit einer außerhalb des
Sprachbereiches liegenden Frequenz, z. B. 15 kHz.
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In der Nebenstellenanlage sind einmal Sprechstellen angeschlossen,
die selbst Ortsverbindungen herstellen können, aber für die Herstellung einer Fernverbindung
die Vermittlungstätigkeit der Nebenstellenbeamtin in Anspruch nehmen müssen. Für
derartige Sprechstellen wirrt mit der Wahl der Teilnehmernummer eine Mitlaufeinrichtung,
bestehend aus den beiden Wählerrelais E und Z1, eingestellt. Wird die Fernamtskennzeichnung
»00« gewählt, so wird durch die Mitlaufeinrichtung E/Z1 das Relais Tr erregt und
durch dieses Relais der Amtsverbindungsweg ausgelöst. Bei Verwendung einfacher Mitlaufschalteinrichtungen
besteht die Möglichkeit, daß nach der Wahl einer Ziffer durch den Hakenumschalter
ein weiterer Impuls erzeugt wird, der zwar auf die Mitlaufschalteinrichtungen einwirkt
und somit die Sperrung aufhebt, während dieser zusätzliche Impuls über die Amtsleitung
keine weitere Wählereinstellung zur Folge hat. Um auch in diesem Falle die Herstellung
einer unzulässigen Verbindung zu verhindern, bewirkt dann der erste Zählimpuls über
die Amtsleitung bei der hochwertigen Fernverbindung die Trennung dieser Verbindung,
wenn es sich um eine Sprechstelle mit nur teilweiser Amtsverkehrsberechtigung handelt.
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In der Nebenstellenanlage sind auch Sprechstellen angeschlossen, die
sowohl zur Herstellung von Ortsverbindungen als auch von Fernverbindungen zugelassen
sind, ohne in letzterem Falle die Vermittlungstätigkeit der Beamtin in Anspruch
nehmen zu müssen. Für derartig bevorzugte Sprechstellen ist am Anschlußkontakt für
Schaltarm d des Amtswählers AW das Relais F angeschlossen. Das Relais F verhindert
einmal die Steuerung der Mitlaufeinrichtungen E/Z1 und weiterhin die Steuerung des
Trennrelais Tr in Abhängigkeit vom ersten Zählimpuls.
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Ist die Fernverbindung einer Sprechstelle mit nur teilweiser Amtsberechtigung
ordnungsgemäß von der Nebenstellenbeamtin hergestellt, oder aber die Fernverbindung
von einer vollamtsberechtigten Sprechstelle aufgebaut, so wird am Schluß der Fernverbindung
der Nebenstellenbeamtin ein besonderes Schlußzeiehen gegeben, und zwar wird in vorliegender
Ausführungsform die Überwachungslampe ÜL flackernd zum Aufleuchten gebracht. Es
wird mit der Betätigung der Gesprächszählerrückstelltaste GRT gleichzeitig auch
das Relais SZ zum Abfall gebracht und hierdurch erst die Amtsübertragung für die
Belegung in abgehender Richtung freigegeben.
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Wählt der Teilnehmer der Sprechstelle N, die nur teilamtsberechtigt
ist, die erste Ziffer »0« der Fernamtsverbindung »00«, so werden die von Relais
S aufgenommenen Stromstöße durch Kontakt 10s über die Amtsleitung auf die Wähler
der öffentlichen Vermittlungsstelle übertragen. Während der Stromstoßreihe wird
das Relais V 2 eingeschaltet: 6. -I-, 1 tr, 12v1, 13s, V2,
-.
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Mit der ersten Stromstoßreihe wird das Wählerrelais Z 1 eingestellt:
7. +, 14v2, 15s, 16f, 17u1, 18we, Z1, -. Nach Wahl der ersten Ziffer »0«
gelangt das Wählerrelais Z1 in die Stellung »0«. Fällt nach der ersten Stromstoßreihe
das Relais V 2 ab, so wird das Relais U1 eingeschaltet: B. -I-, 19 v 2, 20 tm, 21
we, 22 wz, U 1(I), -. Durch Öffnen von Kontakt 17u l und Schließen von Kontakt
23u1 wird die Steuerung des Wählerrelais E vorbereitet.
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Wählt der Teilnehmer der Sprechstelle N die zweite Ziffer »0« der
Fernkennziffer »00«, so wird diese Stromstoßreihe ebenfalls durch Kontakt 10s auf
die Amtsleitung übertragen. Gleichzeitig wird das Schaltwerk E eingestellt: 9. -h,
14v2, 15s, 16f, 23u 1, E, -.
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Das Schaltwerk E gelangt in die Stellung »0«. Fällt nunmehr nach beendeter
zweiter Stromstoßreihe das
Relais V 2 in die Ruhelage zurück, so
wird das Relais Tr eingeschaltet: 10. -I-, 19v2, e in Stellung »0«, z in Stellung
»0«, Tr (I), -.
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Für das Relais Tr wird ein Haltestromkreis hergestellt: 11. -I-, 24
tr, W1, Tr (I), -.
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Mit Ansprechen des Relais Tr wird das Relais TM eingeschaltet: 12.
-I-, 24 tr, TM (I), 36 b, W 2, -
Das Relais TM hält sich über
folgenden Weg: 13. -I-, 37 tm, TM (1I), 36 b, W 2, -.
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Mit Ansprechen des Relais TM wird das Wählerrelais Z 1 eingeschaltet:
14. -h , 38 u 1, 39 tm, 40 wz, 41 z, Z 1, -.
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Durch das Wählerrelais Z 1 wird das Relais U 1 eingeschaltet: 15.
+, 19v2, 42z, U 1(III), -.
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Der Stromkreis 14 für das Wählerrelais Z wird am Kontakt 38u l geöffnet.
Fällt das Wählerrelais Z ab, so wird der Stromkreis 15 des Relais U 1 am Kontakt
42z geöffnet. Es wird der Stromkreis 14 des Wählerrelais Z erneut geschlossen. Das
Relais U1 und das Wählerrelais Z arbeiten in Selbstunterbrechungsschaltung so lange
zusammen, bis das Wählerrelais Z die Ruhelage erreicht hat. In der Ruhelage des
Relais Z ist der Kontakt 40 wz geöffnet und der Kontakt 43 wz geschlossen. Es wird
nunmehr das Wählerrelais E eingeschaltet: 16. -I-, 38 u 1, 39 tm, 43 wz, 44 we,
E, -.
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Das Wählerrelais E schaltet erneut das Relais U1 ein: 17. -E-, 19
v 2, 45 e, U 1(III), -. ' Es arbeiten nunmehr Relais U 1 und Wählerrelais
E so lange in Unterbrecherschaltung miteinander, bis das Schaltwerk E die Ruhelage
erreicht hat, in der der Kontakt 44 we geöffnet ist.
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Das Relais Tr unterbricht am Kontakt 7 tr den Stromkreis 4
der Relais C, R und T. Es erfolgt die Auslösung des Amtswählers AW und die Freigabe
der Amtsübertragung. Durch Öffnen der Kontakte 8c/9 c fällt das Speisebrückenrelais
S ab. Durch Öffnen von Kontakt 11s wird der Stromkreis 5 des Relais
V 1
unterbrochen. Mit der Trennung der unzulässigen Verbindung erhält der
Teilnehmer der Sprechstelle aus der Teilnehmerschaltung ein Besetztzeichen. Erreicht
der Amtswähler AW die Ruhelage, so wird die Gegenwicklung Il des Relais Tr eingeschaltet:
18. -h , 24 tr, W l, 25 tr, T r (1I), 26 kaw, -.
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Das Relais Tr wird zum Abfall gebracht. Durch Kontakt ltr wird das
Thermorelais Th2 in Stromkreis 1 eingeschaltet und die Stromkreise 2 und 3 von Relais
B hergestellt. Durch Kontakt 36 b wird der Haltestromkreis 13 des
Relais TM unterbrochen. Die Amtsübertragung ist für die Belegung in abgehender Richtung
freigegeben.
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Hat der Teilnehmer der Sprechstelle durch irgendeine zusätzliche Stromstoßerzeugung,
z. B. mittels des Nummernschalters, die Einstellung des Wählerrelais E oder des
Wählerrelais Z auf die Anschlußkontakte »0« verhindert, so kann das Relais Tr nicht
erregt werden und die Trennung der Verbindung veranlassen. In diesem Fall sorgt
aber der erste über die Amtsleitung eintreffende Zählimpuls bei Fernverbindungen
für die Trennung der unzulässigen Verbindung.
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Hat der Teilnehmer der Sprechstelle N, die nur teilamtsberechtigt
ist, die Fernverbindung erlangt, und wird bei Melden der Sprechstelle der erste
Zählimpuls über die Amtsleitung auf das Relais ZR übertragen, so wird das Relais
I eingeschaltet: 19. +, I, 27 1I, 28 zr, W 3, -.
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Das Relais I wird erregt und bereitet am Kontakt 29I einen Stromkreis
für das Relais 1I vor. Fällt nach dem ersten Zählimpuls das Relais ZR ab, so wird
der Kurzschluß des Relais II über die Kontakte 271I/28 zr und 30 b aufgehoben.
Es wird das Relais I erregt gehalten und das Relais II zum Ansprechen gebracht:
20. -I-, I, 29I, 1I, 30b, W3, -.
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Da das Relais F nicht erregt ist, wird mit dem ersten auf das Relais
ZR einwirkenden Zählimpuls auch das Relais Tr eingeschaltet: 21. -f-, 31zr, 32f,
4611, Tr(I), -.
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Für das Relais Tr wird der Haltestromkreis 13 hergestellt. Es erfolgt
die Trennung der Verbindung durch das Relais Tr in der bereits beschriebenen Weise.
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Wird nach der Zurückführung des Amtswählers A W in die Ruhelage das
Relais Tr ausgeschaltet und im Anschluß hieran durch das Thermorelais Th2 das Relais
B erregt, so wird der Stromkreis 20 unterbrochen. Es kehren auch die Relais I und
II in die Ruhelage zurück. Es ist somit auch bei einer Fehleinstellung der Mitlaufeinrichtungen
Z und E die Herstellung einer unzulässigen Verbindung verhindert, die durch eine
unzulässige Maßnahme des Teilnehmers der anrufenden Stelle hervorgerufen worden
ist. Die Herstellung einer unzulässigen Verbindung wird aber auch dann verhindert,
wenn die Mitlaufschaltwerke E und Z durch irgendeine technische Störung bei Wahl
der Fernkennziffer »00« nicht entsprechend eingestellt werden.
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Eine Sprechstelle mit nur teilweiser Amtsberechtigung hat zur Erlangung
einer Fernverbindung die Beamtin, z. B. durch Wahl der Meldekennziffer über die
Hausverbindungseinrichtung anzurufen. In diesem Fall wird sich dann die Beamtin
über die Kontakte 33 as/34 as an die freie Amtsleitung einschalten. Mit der Anschaltung
der Beamtin wurde das Relais F erregt: 22. -f-, F (I), 35 as, -.
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Relais F öffnet die Kontakte 16f und 32f. Durch Kontakt
16f wird die Steuerung der Wählerrelais Z und E verhindert. Der Kontakt
32f verhindert die Einschaltung des Relais Tr durch den ersten über.die Amtsleitung
gesandten Zählimpuls.
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Die Beamtin baut den Verbindungsweg über die Amtsleitung auf. Die
Stromstöße werden von Relais S aufgenommen und durch Kontakt 10s über die Amtsleitung
übertragen. Wird nunmehr während der Fernverbindung über die Amtsleitung der erste
Zählstromstoß übertragen, so werden die Relais I und II entsprechend Stromkreis
19 und 20 erregt.
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Nach beendeter Herstellung der Fernverbindung über die Amtsleitung
wird der Amtswähler A W auf
die Sprechstelle N gestellt. Nach dieser
Einstellung ist das C-Relais entsprechend Stromkreis 4 eingeschaltet.
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Nach beendeter Einstellung des Amtswählers A W auf die Sprechstelle
N schaltet sich die Beamtin vom Amtsverbindungsweg ab. Der Amtsverbindungsweg wird
über die Kontakte 48 as/49 as durchgeschaltet. Der Erregerstromkreis 22 des Relais
F wird am Kontakt 35 as unterbrochen. Eine Steuerung des Relais Tr durch
nachfolgende Zählstromstöße während der Verbindung ist durch den geöffneten Kontakt
4611 verhindert. Trifft über die Amtsleitung der zweite Zählstromstoß ein und wird
durch diesen das Relais ZR erneut erregt, so ist das Relais SZ eingeschaltet: 23.
-1 -, 31 zr, 50 1I, SZ (I), -.
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Für das Relais SZ wird folgender Haltestromkreis hergestellt: 24.
-1 -, Gesprächszählrückstelltaste GRT in Ruhelage, SZ (II), 51 sz,
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Durch das Relais SZ wird der Kontakt 3 sz geöffnet und über Kontakt
52sz ein Stromkreis für das Relais E1 vorbereitet. Mit der Einschaltung des Relais
ZR durch den zweiten Zählstromstoß wird der Gesprächszähler Zä eingeschaltet: 25.
-f-, Zä, 5211, 28 zr, W 3, -.
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Gleichzeitig mit der Einschaltung des Gesprächszählers Zä wird das
Relais III eingeschaltet: 26. -I-, Zä, 5211, 28 zr, 5 zr, 54 IV,
55 1I, III, W4, -.
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Nach beendetem zweitem Zählstromstoß wird der Stromkreis 25 des Gesprächszählers
Zä unterbrochen. Auch der Erregerstromkreis 26 des Relais III wird am Kontakt 53
zr geöffnet. Für die Relais I, 1I und III besteht aber nunmehr folgender Haltestromkreis:
27. -(-, I, 29I, 1I, IV, 5611I, 11I, W4, -.
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Durch Wahl entsprechender Widerstandsverhältnisse werden in vorgenanntem
Kreis nur die Relais I, 1I und III erregt gehalten. Das Relais IV wird nicht zum
Ansprechen gebracht.
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Die weiteren über die Amtsleitung einlaufenden Zählstromstöße werden
in gleicher Weise von Relais ZR aufgenommen und auf den Gesprächszähler Zä im Stromkreis
25 übertragen.
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Mit dem zweiten Zählstromkreis ist das Relais SZ entsprechend Stromkreis
23 eingeschaltet. Beendet nunmehr der Teilnehmer der Sprechstelle N die Fernverbindung
durch Auflegen des Hörers, so fällt das Speisebrückenrelais S ab. Es wird das Relais
V2 entsprechend Stromkreis 6 eingeschaltet. Durch öffnen von Kontakt 11 s wird der
Stromkreis 5 des Relais V 1 unterbrochen. Es fällt das Relais V 1 ab. Durch öffnen
von Kontakt 10s wird das Schlußzeichen über die Amtsleitung übertragen. Mit dem
Abfallen des Relais V1 wird bei erregtem Relais SZ das Relais E1 eingeschaltet:
28. -F, ltr, 2v 1, 52sz, E1, -.
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Durch das Relais E 1 wird die Lampe üL in einen vom Unterbrecher
FL abhängigen Stromkreis eingeschaltet: 29. -f-, ÜL, 57 e l,
FL, -.
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Durch das flackernde Aufleuchten der Lampe ÜL erkennt die Nebenstellenbeamtin
die Beendigung der Fernverbindung. In der Abfallverzögerungszeit des Relais V 2
wird das Relais Tr eingeschaltet: 30. -h, 57v1, 58v2, W l, Tr (I), -.
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Das Relais Tr hält sich im Stromkreis 11. Das Relais TM wird entsprechend
Stromkreis 12 erregt und im Stromkreis 13 gehalten. Das Relais TM wird, da die Mitlaufeinrichtungen
E und Z nicht eingestellt worden sind, mit der Freigabe der Amtsleitung durch Ansprechen
des Relais B ausgeschaltet.
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Die Nebenstellenbeamtin macht sich entsprechend der Gesprächszählereinstellung
die hierfür in Frage kommenden Notizen und kann nunmehr den Gesprächszähler Zä durch
Betätigen einer Taste in die Ruhelage zurückführen. Ein Kontakt GRT der Gesprächszählerrückstelltaste
öffnet den Haltestromkreis 24 des Relais SZ. Das Relais SZ fällt ab und unterbricht
durch Kontakt 52 sz den Stromkreis 28 des Relais El. Das Relais E
1 schaltet die Lampe üL durch Öffnen von Kontakt 57e1 aus. Nach Abfall des
Relais SZ wird das ThermorelaisTh2 im Stromkreis 1 und das Relais B entsprechend
Stromkreis 2 und 3 eingeschaltet. Durch Kontakt 36b wird der Haltestromkreis 13
des Relais TM geöffnet, das Relais TM führt den Kontakt in die Ruhelage zurück.
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Durch Ansprechen des Relais B wird der Haltestromkreis 20 des Relais
1I1 unterbrochen. Der Nebenschluß über den Widerstand W 3 besteht nicht mehr. Es
kann nunmehr das Relais IV im Stromkreis 27 zur Wirkung kommen. Das Relais IV spricht
an, und es wird, da Relais III erregt ist, der Gesprächszähler Zä der Amtsübertragung
eingeschaltet: 31. -I-, Zä, 5911I, 60 IV, 47zr; W3, -.
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über Kontakt 611V wird das Relais III kurzgeschlossen. Das Relais
III fällt ab. Am Kontakt 56111
wird der Stromkreis 27 unterbrochen, so daß
die Relais I, II und IV ebenfalls in die Ruhelage zurückkehren. Am Kontakt 5911I
ist der Stromkreis 31 des Gesprächszählers Zä geöffnet.
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Der erste Zählimpuls über die Amtsleitung, der nicht auf den Gesprächszähler
Zä übertragen wird, wird also bei Beendigung der Verbindung erzeugt und durch diesen
der Gesprächszähler Zä gesteuert. Der Gesprächszähler Zä nimmt also die gesamte
Zahl von Zählstromstößen auf, die über die Amtsleitung übertragen werden.
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In der gezeigten Ausführungsform besteht auch die Möglichkeit, daß
für eine Sprechstelle mit nur teilweiser Amtsberechtigung diese Berechtigung durch
die Beamtin geändert werden kann. Ist der Amtswähler AW auf die Sprechstelle
N eingestellt und wird der Nebenstellenbeamtin ein Flackerzeichen gegeben,
so tritt die Beamtin in die entsprechende Amtsleitung ein und kann nunmehr nach
Rücksprache mit dem Teilnehmer der Sprechstelle N eine Fernverbindungskennzeichnung
herbeiführen. Zu diesem Zweck betätigt sie nach der Abschaltung von der Amtsleitung
die Gesprächszählerrückstelltaste GRT. über den Arbeitskontakt dieser Taste wird
das Relais F1 erregt. Für das Relais F 1 wird ein Haltestromkreis hergestellt: 32.
-I-, F (II), F 1(1I), 62 f 1, 63 tm, -.
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Im Haltestromkreis des Relais F 1 wird auch das Relais F erregt. Es
wird der Kontakt 16f geöffnet und somit die Steuerung der Mitlaufschaltwerke
Z und E verhindert. Durch öffnen von Kontakt 32f
wird die Einschaltung
des Relais Tr durch den ersten Zählimpuls verhindert. Der Teilnehmer der Sprechstelle
N ist somit in der Lage, auch durch Wahl der Fernamtskennziffer »00« eine hochwertige
Fernverbindung herzustellen, ohne daß in diesem Fall die Trennung der Verbindung
herbeigeführt wird. Die durch die Zählimpulse herbeigerufenen Schaltvorgänge sind
dann die gleichen wie bei Herstellung einer Fernverbindung durch die Nebenstellenbeamtin.
Bei Beendigung der Verbindung wird dann in der bereits beschriebenen Art und Weise
ein zusätzlicher Zählimpuls zur Steuerung des Gesprächszählers Zä erzeugt.
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Sprechstellen, die in der Herstellung von Orts- und Fernverbindungen
in keiner Weise beschränkt sind, sind besonders als fernberechtigt gekennzeichnet.
Für derartige Anschlußstellen ist der Anschlußkontakt für Schaltarm d des
Amtswählers AW an die Wicklung 1I des Relais F angeschlossen. Ist der Amtswähler
AW auf eine derartige Stelle eingestellt und wird das Steuerrelais V 1 im Stromkreis
5 eingeschaltet, so wird auch das Relais F erregt: 33. -I-, F (1I), d/AW, 64 v 1,
Gl, -.
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Das Relais F verhindert wiederum die Steuerung der Mitlaufeinrichtungen
Z und E durch Öffnen des Kontaktes 16f. Durch Öffnen von Kontakt 32f wird
die Trennung durch den ersten Zählimpuls verhindert. Von der Sprechstelle mit Fernverbindung
können also ungehindert Fernverbindungen hergestellt werden. Die Steuerung des Gesprächzählers
während der Fernverbindung und die Steuerung des Gesprächszählers durch den nachträglich
erzeugten Zählimpuls bei Beendigung der Verbindung erfolgt in der beschriebenen
Weise.
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Bei der Herstellung einer Rückfrageverbindung wird ebenfalls das Relais
F eingeschaltet, so daß dieses Relais wiederum die Steuerung der Mitlaufeinrichtungen
Z und E verhindert. Bei bestehender Amtsverbindung sind die Relais S und V 1 erregt.
Drückt der Teilnehmer der Sprechstelle N die Taste Ta, so wird das Differenzrelais
X im Speisestromkreis erregt. Es wird das Relais Z1 eingeschaltet: 34: +,
65v1, 66x, Z 1(I), 67y, 68 as, -.
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Wird die Taste Ta losgelassen und somit das Differenzrelais
X zum Abfall gebracht, so sind die Relais Y
und Z1 wie folgt eingeschaltet:
35. +, 65v1, H Y, 69z1, Z 1(II), Z 1(I), 67y, 68 as, -.
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Es wird auch das Relais Y erregt. Für die Relais
Y
und Z 1 besteht nunmehr folgender Stromkreis: 36. -f-, 65 v 1, 1I Y, 69
z 1, Z 1(II), 70 y 1 Y
68as; -. III F Durch die Kontakte 71y/72y erfolgt die
Umschaltung auf die Rückfrageleitung RL; über Kontakt 73 y wird die Amtsverbindung
gehalten.
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Parallel zur Wicklung I des Relais Y liegt die Wicklung III des Relais
F, so daß Relais F mit dem Relais Y erregt wird. Das Relais F öffnet den Kontakt
16f. Die zur Einstellung des Rückfrageweges ausgesandten Stromstoßreihen können
somit nicht auf die Mitlaufeinrichtungen Z und E übertragen werden.
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Nach beendeter Rückfrageverbindung erfolgt durch vorübergehenden Tastendruck
die Ausschaltung der Relais Z l, Y und F. Die rückfragende Sprechstelle ist
wieder mit der Amtsleitung verbunden.
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Nach Beendigung der Verbindung erfolgt durch Abfallen der Relais S
und V 1 die Trennung der Verbindung in der bereits beschriebenen Weise.