DE1117759B - Elektromagnetisches Relais mit mehreren schichtartig uebereinander angeordneten Eisenkreisen - Google Patents
Elektromagnetisches Relais mit mehreren schichtartig uebereinander angeordneten EisenkreisenInfo
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- H01H51/28—Relays having both armature and contacts within a sealed casing outside which the operating coil is located, e.g. contact carried by a magnetic leaf spring or reed
- H01H51/281—Mounting of the relay; Encapsulating; Details of connections
-
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
S 64498 Vmc/21g
ANMELDETAG: 19. AU G U S T 1959
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABEDER
AUSLEGESCHRIFT: 23. NOVEMBER 1961
AUSLEGESCHRIFT: 23. NOVEMBER 1961
Die Erfindung bezieht sich auf elektromagnetische Relais, welche schichtartig übereinander angeordnete
Eisenkreise besitzen, die aus Flußbügel, Kernbügel und Anker aufgebaut sind, der mit seinem freien
Ende in einen von den beiden Bügeln gebildeten Arbeitsluftspalt hineinragt, wobei Teile der Eisenkreise
gleichzeitig in der Weise als elektrische Leiter dienen, daß ein am Anker angebrachter Kontakt mit
einem weiteren, vorzugsweise mit dem Kernbügel verbundenen Kontakt zusammenarbeitet.
Bei den bisher bekannten Relais dieser Art hat man die Teile der Eisenkreise in im Innenraum des
Spulenkörpers für die Magnetisierungswicklung vorgesehenen Führungen durch Einstecken befestigt.
Diese Führungen sind dabei einstückig mit dem Spulenkörper ausgebildet.
Zweck der Erfindung ist es, den Träger der Eisenkreise so auszubilden, daß einmal die Montage von
derartigen Relais vereinfacht und auf Grund der Ausbildung des Trägers die Möglichkeit einer vorteilhaften,
geschützten Unterbringung der Kontakte innerhalb des Trägers geschaffen wird.
Erreicht wird dieser Zweck dadurch, daß erfindungsgemäß der Träger entsprechend der Anordnung
der Eisenkreise schichtartig in mehreren Lagen aufgeteilt ist, die flachen Einzelteile der Eisenkreise
zwischen die Lagen des Trägers eingelegt sind und die gesamte Anordnung durch Verbindung der einzelnen
Lagen des Trägers miteinander zu einer Baueinheit vereinigt ist.
Es ist an sich bekannt, ein elektromagnetisches Relais so aufzubauen, daß zwischen mehreren übereinander
angeordneten Eisenkreisen Isolierstoffplatten eingefügt werden und die gesamte Anordnung durch
Schrauben zusammengehalten wird, so daß eine An-Ordnung entsteht, wie das bei dem bekannten Schichtaufbau
von Kontaktfedersätzen der Fall ist.
Es ist weiterhin bekannt, eine Reihe von nebeneinander angeordneten Schutzrohr-Kontakten in den
Trennungslinien zweier Halbschalen festzulegen, wobei die Halbschalen miteinander verbunden werden.
Im Gegensatz dazu sind die der Erfindung zugrunde liegenden Relais mit übereinander, also nicht nebeneinander
angeordneten Eisenkreisen ausgerüstet und besitzen zudem Magnete, die aus starren Bügeln aufgebaut
sind, während es sich bei der bekannten Anordnung um federnde Kontaktlamellen handelt.
Die durch die Erfindung erzielte Vereinfachung in der Montage des Relais ist darin zu sehen, daß die
Aufnahmen für die einzelnen Eisenkreisteile zunächst in ihrer gesamten Ausdehnung offen liegen und die
einzelnen Teile der Eisenkreise auf einfache Weise Elektromagnetisches Relais
mit mehreren schichtartig übereinander
angeordneten Eisenkreisen
Anmelder: Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München, München 2, Wittelsbacherplatz 2
Gundokar Braumann, München, ist als Erfinder genannt worden
eingelegt werden können. Die Vorteile einer solchen Ausbildung des Trägers hinsichtlich der Unterbringung
der Relaiskontakte sind darin zu sehen, daß dadurch die Möglichkeit besteht, die Lagen des Trägers
so auszubilden, daß diese die Eisenkreise derart umschließen, daß die Kontaktstellen in für sich abgeschlossenen
Räumen liegen. Man kann darüber hinaus den Lagen des Trägers eine derartige Form
geben, daß die in den verschiedenen Schichten des Relais liegenden Eisenkreise in untereinander nicht in
Verbindung stehenden Räumen untergebracht werden.
In fertigungsvereinfachender Weise werden nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung sämtliche
Lagen des Trägers in der gleichen Form gestaltet. Lediglich zur Abdeckung der oberen Eisenkreisschicht
kann gegebenenfalls ein Deckel abweichender einfacherer Form verwendet werden. In vorteilhafter
Weise werden die Trägerlagen an ihrer einen Seite völlig glatt ausgebildet und an der gegenüberliegenden
Seite mit wannenförmigen Aufnahmen versehen, welche die Eisenkreisteile aufnehmen.
Eine weitere Vereinfachung in der Fertigung, die sich auch auf die Montage des Relais vorteilhaft auswirkt,
wird dadurch erzielt, daß die die wannenförmige Vertiefung umschließenden Ränder völlig
eben ausgebildet sind. Man hat bei der obenerwähnten bekannten Anordnung von Schutzrohr-Kontakten
zwischen zwei Halbschalen an den Rändern einer Schale Einschnitte vorgesehen, in welche die Kontakte
eingelegt werden. Der dieser Anordnung zugrunde liegende Nachteil der durch die Toleranzen
des Federmaterials bedingten ungenauen Anpassung der Kontaktlamellen an die Einschnitte wird durch
die oben angegebene Gestaltung der Lagen des Trägers vermieden. Es wirkt sich dieser Vorteil beson-
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3 4
ders dann aus, wenn man beispielsweise aus Keramik Fig. 3 eine Einzelheit aus Fig. 2,
gefertigte, mit einem Glasurüberzug versehene Träger- Fig. 4 einen Relaisstreifen in anderer Ausfüh-
lagen durch Verschmelzen luftdicht verbindet und rungsform,
dabei die die Kontaktstellen umschließenden Räume Fig. 5 den zuletzt erwähnten Relaisstreifen in
evakuiert oder mit einem Schutzgas füllt. Selbst- 5 einer Draufsicht,
verständlich können die einzelnen Trägerlagen auch Fig. 6 diesen Streifen in einer seitlichen An-
aus einem anderen Material als Keramik ausgebildet sieht und
und auch anders als durch Verschmelzen, beispiels- Fig. 7 und 8 einen nach dem Baukastensystem zuweise
durch Verkleben oder Verschweißen, verbun- sammengestellten Relaisstreifen,
den werden. Wird keine Abschließung der Kontakt- io Der Träger des in Fig. 1 dargestellten Relais setzt stellen gefordert, können die Lagen selbstverständlich sich aus entsprechend der Anordnung der Eisenauch durch mechanische Befestigungsmittel mitein- kreise schichtartig übereinanderliegenden Lagen 1 ander verbunden werden. und 2 zusammen. Diese Lagen besitzen eine etwa
den werden. Wird keine Abschließung der Kontakt- io Der Träger des in Fig. 1 dargestellten Relais setzt stellen gefordert, können die Lagen selbstverständlich sich aus entsprechend der Anordnung der Eisenauch durch mechanische Befestigungsmittel mitein- kreise schichtartig übereinanderliegenden Lagen 1 ander verbunden werden. und 2 zusammen. Diese Lagen besitzen eine etwa
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden T-förmige Gestalt. Die mit 1 bezeichneten Lagen sind
bei einem aus mehreren nebeneinander anzuordnen- 15 an ihrer Unterseite, die in der perspektivischen Dar-
den Relais aufgebauten Relaisstreifen die in der stellung nicht sichtbar ist, völlig eben ausgebildet und
gleichen Schicht nebeneinanderliegenden Lagen des besitzen an der dieser gegenüberliegenden Seite
Trägerkörpers für den gesamten Streifen einstückig wannenförmige Vertiefungen 3, die in ihrer Gestalt
ausgebildet. der T-Form der Lagen angepaßt sind. Bei der mit 2
In vorteilhafter Weise geschieht die Zusammen- 20 bezeichneten Lage handelt es sich um ein beidseitig
fassung der Lagen so, daß die nebeneinanderliegen- völlig ebenes Bauteil, das zur Abdeckung der oberen
den Anker der Eisenkreise in entsprechenden, jeweils Eisenkreisschicht des Relais dient, wie später näher
über einen Zwischenraum nebeneinander angeordne- erläutert werden soll.
ten, die Anker und die zu ihrer Lagerung dienenden Die dem Relais zugeordneten Eisenkreisteile sind
Flußbügelteile für sich umschließenden Lagenteilen 25 ein Kernbügel 4 und ein Flußbügel 5, der an seiner
liegen und diese Lagenteile durch einen Steg derart dem Kernbügel zugekehrten Seite einen beweglich an
zusammengefaßt sind, daß kammförmige Gebilde ihm gelagerten Anker trägt, wie aus der Fig. 3 er-
entstehen. sichtlich ist. Mit dem Kernbügel ist eine Kontakt-
Bei der bekannten, mehrfach erwähnten Anord- feder 6 verschweißt, die mit Zungen 7 und 8 frei vom
nung von Schutzrohr-Kontakten zwischen zwei Halb- 30 Flußbügel liegt und dort an der dem Anker zuschalen
werden sämtliche nebeneinanderliegenden gekehrten Seite mit Kontaktstellen 9 und 10 versehen
Kontakte durch eine Wicklung beeinflußt. Die vor- ist. Der Kontaktbügel ist so gebogen ausgebildet, daß
stehend erwähnte Ausbildung der Lagen des Streifen- er sich in die wannenförmige Vertiefung des ihn aufträgers,
bei denen ebenfalls mehrere Anker neben- nehmenden T-Balkens der Trägerlage 1 einpaßt,
einander angeordnet sind, unterscheidet sich insofern 35 In die wannenförmigen Aufnahmen 3 der in der vorteilhaft von der bekannten Anordnung, als die Darstellung untenliegenden Trägerlagen 1 wird zunebeneinanderliegenden Anker einzeln von besonde- nächst der Kernbügel eingelegt. Daraufhin wird in ren Spulen umgeben und unabhängig voneinander die Vertiefung des zweiten T-Balkens der Trägerlage betätigt werden können. der Flußbügel S eingelegt, der dabei auf dem seit-
einander angeordnet sind, unterscheidet sich insofern 35 In die wannenförmigen Aufnahmen 3 der in der vorteilhaft von der bekannten Anordnung, als die Darstellung untenliegenden Trägerlagen 1 wird zunebeneinanderliegenden Anker einzeln von besonde- nächst der Kernbügel eingelegt. Daraufhin wird in ren Spulen umgeben und unabhängig voneinander die Vertiefung des zweiten T-Balkens der Trägerlage betätigt werden können. der Flußbügel S eingelegt, der dabei auf dem seit-
Die beschriebene Ausbildung des Trägers bietet 40 liehen Rand der wannenförmigen Vertiefung aufliegt
sowohl beim Einzelrelais als auch bei einem Relais- und mit seinem hinteren, mit einer Lötfahne 11 verstreifen
die Möglichkeit, ein Relais nach dem Bau- sehenen Ende über die Trägerlage herausragt. Zur
kastensystem zusammenzustellen. Man kann also Führung des Flußbügels sind in seiner Aufnahme
mehrere von entsprechenden Lagen des Trägers ein- Noppen 12 vorgesehen, die beim richtig eingelegten
gefaßte Schichten von Eisenkreisen durch Verbindung 45 Flußbügel in Einschnitte 13, die sich in rechtwinkelig
dieser Lagen, beispielsweise durch Verschmelzen zum Anker hin abgebogenen Ansätzen 14 des Flußderselben,
festlegen und im Bedarfsfall mehrere der- bügeis befinden, eingreifen. Der Flußbügel nimmt
artige Anordnungen mechanisch miteinander verbin- dann eine solche Lage ein, daß er mit seinem freien
den. Man kann also, um ein Beispiel zu nennen, Ende den Kernbügel überlappt und mit ihm einen
Relaisstreifen mit jeweils drei übereinander angeord- 50 Arbeitsluftspalt bildet. In diesen Arbeitsluftspalt ragt
neten Eisenkreisen und weitere Relaisstreifen mit dann das freie Ankerende hinein. Im Bereich seines
jeweils zwei übereinander angeordneten Eisenkreisen, freien Endes ist der Anker mit einer Kontaktstelle 24
die für sich jeweils völlig geschlossene Einheiten bil- (Fig. 3) versehen, die beim eingelegten Flußbügel den
den, auf Lager halten und durch mechanische Ver- erwähnten Kontaktstellen 9 und 10 der Kontaktbindung,
beispielsweise Zusammenklemmen, dieser 55 feder 6 gegenüberliegt.
Einheiten Relais oder Relaisstreifen schaffen, bei Die eingelegten Bauteile werden dann durch die in
denen eine gewisse Anzahl Eisenkreise in Schichten der Darstellung über der erwähnten Trägerlage lie-
übereinander angeordnet sind. Auf diese Art und gende zweite Trägerlage so abgedeckt, daß diese mit
Weise lassen sich die Relais sehr einfach hinsichtlich ihrer unteren ebenen Seite auf die die Eisenkreisteile
ihrer Kontaktbestückung den jeweils geforderten Be- 60 aufnehmende Seite der ersten Trägerlage aufgesetzt
dingungen anpassen. wird. Die wannenförmige Vertiefung 3 dieser zweiten
Im folgenden sei die Erfindung an Hand der in Trägerlage steht dann zur Aufnahme einer zweiten
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher Schicht von Eisenkreisteilen zur Verfügung. Sie wird
erläutert. Es zeigt mit dieser zweiten Schicht bestückt und durch eine
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung den Aufbau 6g dritte Trägerlage entsprechend abgedeckt,
des vorliegenden Relais, Man kann nun bei Verwendung gleicher Eisen-
Fig. 2 einen aus mehreren derartigen Relais auf- kreisteile und gleicher Trägerlagen beliebig viele
gebauten Relaisstreifen, Schichten von Eisenkreisen in der vorher angegebe-
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neu Art und Weise übereinander anordnen. Die gebildete Kontaktstelle 24. Schließlich ist der Flußletzte
Schicht wird zweckmäßig durch einen Deckel bügel mit einer Lötfahne 25 ausgerüstet,
abgedeckt, wie er in Fig. 1 mit 2 bezeichnet ist. Es Die Zusammenstellung des Relaisstreifens erfolgt
entsteht so ein allseitig glatt abgeschlossenes Bauteil, in ähnlicher Weise, wie sie bereits für das Einzelaus
dem lediglich die zum Anschließen der Strom- 5 relais an Hand von Fig. 1 beschrieben worden ist.
kreise erforderlichen Lötfahnen 11 der Flußbügel Es wird zunächst der Kernbügel 18 in die Aufnahmen
und 15 der Kernbügel und gegebenenfalls die sich an der in der Darstellung untenliegenden Trägerlage 16
diese anschließenden Teile der erwähnten Bauteile eingelegt. Dieser Kernbügel ist mäanderförmig geherausragen.
Diese frei liegenden Teile der Bügel bogen ausgeführt und wird mit den Abbiegungen, die
können dann magnetisch leitend, aber elektrisch iso- io mit geschlitzten Kontaktfedern 26 versehen sind, in
liert, verbunden werden, um die Flußverhältnisse und die wannenförmigen Vertiefungen 19 der Trägerlage
die Empfindlichkeit des Relais zu verbessern. Diese eingelegt. Die Kontaktfedern 26 sind in ihrer in der
Verbindung kann außerhalb des Trägerkörpers vor- Darstellung obenliegenden Seite entsprechend der
genommen werden. Die dem Relais zugeordneten Anweisung nach Fig. 1 mit Kontaktstellen 27 und 28
Wicklungen können als körperlos gewickelte Spulen 15 ausgerüstet.
auf die die Anker tragenden Flußbügel umgebenden Es folgt dann die Bestückung der unteren Träger-
7-BaUkSU der Trägerlagen aufgeschoben werden. lage mit den zugehörigen, die Anker tragenden Fluß-
Die Trägerlagen können aus einem beliebigen bügel 20. Diese werden wieder so eingelegt, daß sie
Isolierstoff hergestellt und beispielsweise durch Ver- durch die Noppen 29 in ihren Aufnahmen im Zukleben
oder Verschweißen oder auf andere Weise 20 sammenwirken mit Einschnitten 30 an abgebogenen
mechanisch miteinander verbunden werden. Lappen 31 in ihrer richtigen Lage fixiert werden.
In vorteilhafter Ausführungsform werden die Es wird dann, wenn die Flußbügel 20 mit den
Trägerlagen aus einem Material, beispielsweise aus Ankern 21 eingelegt sind, zunächst die zweite Träger-Keramik,
hergestellt, das ein Verschmelzen derselben lage mit ihrer unteren ebenen Seite auf die bestückte
erlaubt. Bei Keramikteilen wird zweckmäßig eine 25 erste Trägerlage aufgelegt, diese zweite Trägerlage
Oberflächenglasur vorgesehen, die einen niedrigeren bestückt und in gleicher Art je nach Bedarf eine
Schmelzpunkt besitzt als das für die Formteile ver- entsprechende Anzahl von Trägerlagen mit zugehöriwendete
Material. gen Eisenkreisschichten übereinander zusammen-
Wie die Darstellung erkennen läßt, liegt jede gestellt. Die obere Eisenkreisschicht wird dann durch
Kontaktstelle des Relais in einem für sich abge- 30 den Deckel 17 abgedeckt.
schlossenen Raum. Wenn man die Trägerlagen mit- In der Fig. 2 ist weiterhin ein stegartiges Bauteil 32
einander verschmilzt, kann man diesen Vorgang in dargestellt, das mit Ansätzen 33 und 34 versehen ist.
einem Vakuumofen vornehmen, so daß die die Kon- Dieses Bauteil schafft eine magnetisch leitfähige Vertakte
aufnehmenden Räume evakuiert und luftdicht bindung zwischen den Flußbügeln und dem Kernabgeschlossen werden. Es besteht weiterhin die Mög- 35 bügel und wird elektrisch von diesen isoliert angelichkeit,
durch entsprechende Maßnahmen während ordnet. Die Trägerlagen besitzen zur Führung der
des Verschmelzens die Räume mit einem Schutzgas Ansätze 33 und 34 durchgehende Nuten 35 und 36.
zu füllen. Der Steg 33 wird auf die aus dem zusammengestell-
Der in Fig. 2 dargestellte Relaisstreifen setzt sich ten Trägerkörper herausragenden, den Lötfahnen
aus Relais zusammen, wie sie in Fig. 1 abgebildet 40 benachbarten Enden der Flußbügel elektrisch isoliert
und im vorhergehenden beschrieben worden sind. aufgelegt und greift mit seinen Ansätzen 33 und 34
Diese Relais sind konstruktiv zu einer Einheit zu- in die erwähnten Nuten 35 und 36 der Trägerlagen
sammengefaßt, in der die einzelnen nebeneinander- ein, wobei die freien Enden dieser Ansätze den Kernliegenden Trägerlagen zu einstückigen kammförmigen bügel überlappen.
Bauteilen 16 bzw. 17 zusammengefaßt sind und die 45 Die Trägerlagen können auch in diesem Fall als
den nebeneinanderliegenden Relais zugeordneten Keramikformteile ausgebildet sein und miteinander
Kernbügel ein durchgehendes einstückiges Bauteil 18 verschmolzen werden. Jeder einzelne Kontakt des
bilden. Relaisstreifens liegt in einem für sich abgeschlossenen
Die Trägerlagen 16 sind ebenfalls an ihrer unteren, Raum, der vorzugsweise entweder evakuiert oder mit
nicht sichtbaren Seite völlig eben ausgebildet und be- 50 einem Schutzgas gefüllt wird.
sitzen auf der gegenüberliegenden Seite eine der An- Die dem Relaisstreifen zugeordneten Wicklungen
zahl der dem Streifen zugeordneten Relais entspre- werden vorzugsweise als körperlos gewickelte Spulen
chende Anzahl von wannenförmigen Vertiefungen auf die übereinanderliegenden, die Flußbügel um-19.
Die Flußbügel sind mit 20 bezeichnet. Bei dem fassenden Teile der Trägerlagen aufgeschoben. Indargestellten
Relaisstreifen gehören zu jeder Eisen- 55 folge der kammartigen Ausbildung der Trägerlagen
kreisschicht fünf Flußbügel. Der besseren Übersicht- ergibt sich der Vorteil, daß sämtlichen nebeneinlichkeit
halber ist nur ein derartiger Flußbügel in die anderliegenden Ankern eigene Erregerspulen zuDarstellung
aufgenommen und in Fig. 3 noch einmal geordnet werden können. Werden zusätzlich Haltein
einer Ansicht von der Seite dargestellt worden, an spulen angewandt, kann man entweder für jedes
der der zugehörige Anker 21 gelagert ist. Dieser 60 Relais eine eigene oder auch für mehrere Relais geAnker
ist beweglich mit dem Flußbügel durch eine meinsame Haltespulen vorsehen.
Feder 22 verbunden, die zwischen Anker und Fluß- In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel darbügel
angeordnet und an einem Ende mit dem Fluß- gestellt. Es handelt sich auch bei dieser Anordnung
bügel, an ihrem anderen Ende mit dem Anker ver- um einen Relaisstreifen, der sich von der Anordnung
schweißt ist. Die Drehachse des Ankers wird durch 65 gemäß Fig. 2 dadurch unterscheidet, daß die nebeneine
Ausdrückung 23 gebildet, auf der der Anker mit einanderliegenden Relais in jeder Eisenkreisschicht
seinem hinteren Teil aufliegt. In der Nähe seines jeweils zwei sich gegenüberliegende, einen gemeinfreien Endes befindet sich eine zylinderförmig aus- samen Kernbügel überlappende und mit entsprechen-
den Ankern ausgerüstete Flußbügel besitzen. Die Trägerlagen sind mit 37 und 38 bezeichnet. Der
Kernbügel 39 ist auch in diesem Fall für sämtliche Eisenkreisschichten der nebeneinanderliegenden Relais
gemeinsam als einstückiges Bauteil ausgebildet und besitzt im wesentlichen die gleiche Form wie der
in Fig. 2 mit 18 bezeichnete Kernbügel. Er unterscheidet sich von diesem lediglich durch eine Bestückung
mit anders geformten Kontaktfedern 40. Diese sind beidseitig geschlitzt und ragen mit Rücksicht
auf die beidseitig des Kernbügels angeordneten Anker nach beiden Seiten über den Kernbügel heraus.
Sie sind, genau wie im vorher beschriebenen Beispiel, mit Kontaktstellen versehen. Die zugehörigen
Flußbügel 20 unterscheiden sich nicht von den in der Anordnung nach Fig. 2 verwendeten Flußbügeln.
Es gehören zu jeder Eisenkreisschicht der in Fig. 4 dargestellten Anordnung zwölf Flußbügel. Es sind
aber bei der Darstellung der gezeigten Schicht der besseren Übersicht halber lediglich zwei Flußbügel
dargestellt. Ein Unterschied in der Ausbildung der Eisenkreisteile besteht gegenüber der Anordnung
nach Fig. 2 weiterhin in der Ausbildung der Flußrückführung. Es ist mit dem Kernbügel 39 ein stegförmiges
Blech 41 verschweißt. Die die Flußbügelenden über das erwähnte Blech mit dem Kernbügel
verbindenden Bleche sind für beide Seiten als eigene stegförmige Bauteile 42 und 43 ausgebildet. Die Flußrückführung
kann, wie an Hand der nächsten Figur gezeigt werden soll, auch anders ausgebildet sein.
Entsprechend der Anordnung der Eisenkreisteile sind die Trägerlagen, die wieder für jede Schicht als.
gemeinsame Bauteile geformt sind, doppelkammförmig ausgebildet und besitzen entsprechende
wannenförmige Vertiefungen 44, die in diesem Fall eine doppel-T-förmige Gestalt besitzen. Die Bestükkung
und Zusammenstellung der einzelnen Trägerlagen erfolgt in der gleichen Weise wie bei der Anordnung
nach Fig. 2 und braucht nicht näher beschrieben zu werden. Zum Unterschied von der
erwähnten Anordnung liegen bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 jeweils zwei Kontakte in für sich
abgeschlossenen Räumen.
Selbstverständlich können auch bei der Anordnung nach Fig. 4 beliebig viele Eisenkreise in schichtartiger
Anordnung übereinander zusammengestellt werden.
In den Fig. 5 und 6 ist ein Relaisstreifen mit vier übereinanderliegenden Eisenkreisen dargestellt, dessen
Einzelteile im wesentlichen entsprechend der Anweisung der Fig. 4 ausgebildet und zusammengestellt
sind.
Die in Fig. 5 dargestellte Draufsicht verdeutlicht vor allem die Spulenbestückung des Relaisstreifens.
Die einzelnen Trägerlagen sind miteinander durch Verschmelzen verbunden und bilden mit den herausragenden
Enden der Flußbügel 20, der Kernbügel 39 und der Bleche 41 eine abgeschlossene Einheit. Es
sind für jede Reihe der übereinander angeordneten Anker jeweils Erregerspulen 45 vorgesehen, die, wie
im vorhergehenden bereits erwähnt, als körperlos gewickelte Spulen auf die die Anker umgebenden
Teile der Trägerschichten aufgeschoben sind. Des weiteren besitzt dieser Relaisstreifen Haltespulen 46,
wobei jeweils für sechs nebeneinanderliegende Relais zwei Haltespulen vorgesehen sind.
Die Spulen sind, wie erwähnt, einfach auf den Träger aufgeschoben. Zu ihrer Halterung dienen
Isolierstoffplatten 47, die, mit entsprechenden Schlitzen versehen, auf die aus dem Trägerkörper herausragenden
Enden der Flußbügel 20 und der Bleche 41 aufgeschoben sind. Diese Platten werden durch
magnetisch leitfähige Bleche 48 festgehalten und legen somit ihrerseits die Spulen des Relaisstreifens
fest. Die Bleche 48 dienen gleichzeitig der Flußrückführung, d. h., sie übernehmen neben ihren Befestigungsfunktionen
die Aufgabe der in Fig. 4 mit 42
ίο und 43 bezeichneten stegförmigen, magnetisch leitfähigen
Bleche. Die Bleche 48 sind mit U-förmig ausgebogenen, in der Längsrichtung des Relaisstreifens
durchlaufenden Rippen 49 versehen, welche entsprechend angeordnete Schlitze besitzen, durch
welche die freien Enden der Kernbügel bzw. der Bleche 41 hindurchtreten. Diese Schlitze sind so
dimensioniert, daß sich die Bleche auf die Bauteile aufklemmen. Es muß selbstverständlich dafür Sorge
getragen werden, daß die Flußbügel durch diese Bleche nicht elektrisch verbunden werden, was einfach
durch Einlegen einer dünnen Isolierstoffolie auf der Innenseite der Bleche erreicht werden kann. Die
erwähnten Platten 47 dienen gleichzeitig als Träger von Gleichrichtern 50. Wie aus der Fig. 5 ersichtlich,
ist jedem Relais ein eigener Gleichrichter zugeordnet. Die Spulenverdrahtung wird durch einen Kontaktbügel
51 vereinfacht, der in einer Ausnehmung 52 einer außenliegenden Trägerlage eingeklemmt ist.
Die Bleche 48 sind für jede Streifenseite als einstückiges, sich auf sämtliche auf der betreffenden
Seite den Träger durchstoßenden Bauteile aufklemmendes Bauteil ausgebildet. Es ist in Abweichung
davon natürlich möglich, für jede der nebeneinanderliegenden Reihen von Bauteilen ein eigenes Blech
vorzusehen.
In den Fig. 7 und 8 ist der Aufbau eines im wesentlichen nach den Fig. 4 bis 6 ausgebildeten
Relaisstreifens nach dem Baukastensystem dargestellt, und zwar zeigt die Fig. 7 in perspektivischer
Darstellung zwei für sich abgeschlossene Einheiten 55 und 56, die in Fig. 8 in seitlicher Ansicht zusammengestellt
gezeigt sind.
Die in Fig. 7 untenliegende Einheit 56 besitzt zwei Eisenkreisschichten, die mit HiMe einer entsprechenden
Anzahl von Trägerlagen 37,38, die miteinander verschmolzen sind, zusammengestellt sind. Die obenliegende
Einheit 55 besitzt drei übereinander angeordnete Eisenkreisschichten, die entsprechend zusammengestellt
sind. Die dargestellten Einheiten werden einfach aufeinandergelegt und nach ihrer
Bestückung mit Spulen 57 und 58 durch Isolierstoffplatten 53 und entsprechend angepaßten Blechen 54,
die etwa die gleiche Form besitzen wie die Bleche 48 in Fig. 6, zusammengehalten.
Diese Möglichkeit des wahlweisen Zusammenbaues von Relais bzw. Relaisstreifen, die eine den
jeweils geforderten Bedingungen entsprechende Anzahl von Kontakten besitzen, ist ein besonderer Vorteil
des beschriebenen Relaisaufbaues.
Claims (18)
1. Elektromagnetisches Relais mit mehreren schichtartig übereinander angeordneten Eisenkreisen,
die einen Flußbügel, einen Kernbügel und einen Anker besitzen, der mit seinem freien
Ende in einem von den erwähnten Bügeln gebildeten Luftspalt liegt, wobei Teile des Eisenkreises
in der Weise als elektrische Leiter dienen,
daß ein am Anker angebrachter Kontakt mit einem weiteren, vorzugsweise mit dem Kernbügel
verbundenen Kontakt zusammenarbeitet, und mit einem aus Isolierstoff bestehenden Träger, der
die einzelnen Teile der Eisenkreise in ihrer riehtigen Lage fixiert und gleichzeitig die Magnetisierungswicklungen
des Relais trägt, dadurch ge kennzeichnet, daß der Träger entsprechend der
Anordnung der Eisenkreise schichtartig in mehreren Lagen aufgeteilt ist, die flachen Einzelteile
der Eisenkreise zwischen die Lagen des Trägers eingelegt sind und die gesamte Anordnung durch
Verbindung der einzelnen Lagen des Trägers miteinander zu einer Baueinheit vereinigt ist.
2. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung
der Lagen (1, 2) des Trägers, daß diese die Eisenkreise so umschließen, daß die von ihnen gebildeten
Kontaktstellen in abgeschlossenen Räumen liegen.
3. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung
der Lagen (1, 2) des Trägers, daß die Kontaktstellen der in den verschiedenen Schichten des
Relais liegenden Eisenkreise in für sich abgeschlossenen Räumen liegen.
4. Elektromagnetisches Relais nach den Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Lagen des Trägers, gegebenenfalls außer der die obenliegende Schicht abdeckenden
Lage (2), die gleiche Form besitzen.
5. Elektromagnetisches Relais nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Lagen (1) des Trägers an ihrer einen Seite völlig glatt
ausgebildet und an ihrer anderen Seite mit einer wannenförmigen, der Aufnahme der Eisenkreisteile
dienenden Vertiefung (3) versehen sind und daß die einzelnen Lagen jeweils nach Zwischenlegen
der Eisenkreisteile mit der unteren völlig glatten Seite auf die die wannenförmige Vertiefung
enthaltende Seite aufgesetzt sind.
6. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die wannenförmige
Vertiefung (3) umschließenden Ränder der einzelnen Trägerlagen völlig eben ausgebildet
sind.
7. Elektromagnetisches Relais nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lagen (1, 2) des Trägers aus Keramik bestehen und vorzugsweise
mit einem Glasurüberzug versehen sind, dessen Schmelzpunkt tiefer liegt als der des verwendeten
Keramikmaterials.
8. Elektromagnetisches Relais nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lagen (1,2) des Trägers miteinander verschmolzen sind.
9. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung
zwischen den einzelnen Lagen (1, 2) völlig luftdicht ausgeführt ist.
10. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Kontaktstellen umschließenden Räume evakuiert sind.
11. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Kontaktstellen umschließenden Räume mit einem Schutzgas gefüllt sind.
12. Elektromagnetisches Relais nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß auf die aus dem Träger herausragenden Teile der Eisenkreise, die
zum Anschließen von Stromkreisen geeignet ausgebildet sind, ein magnetisch leitfähiges Blech
aufgeschoben ist, das diese Bauteile in Schlitzen durchstoßen, welche derart dimensioniert sind,
daß sich das Blech auf die Bauteile aufklemmt.
13. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais
aus mehreren für sich abgeschlossenen Einheiten aufgebaut ist, die jeweils durch Verbinden, vorzugsweise
Verschmelzen, der zu einer Einheit gehörenden Lagen des Trägers zusammengestellt
sind, und daß mehrere derartige Einheiten durch Verbinden, beispielsweise Zusammenklemmen,
untereinander zu einem Relais vereinigt sind.
14. Elektromagnetisches Relais nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die verschiedenen abgeschlossenen Einheiten durch das auf die aus den Trägern herausragenden
Teile der Eisenkreise aufgeklemmte Blech zusammengehalten werden.
15. Relaisstreifen mit mehreren elektromagnetischen Relais nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die nebeneinanderliegenden Lagen
(16,17, 38, 39) der Träger der einzelnen Relais für sämtliche Relais des Streifens einstückig ausgebildet
sind.
16. Relaisstreifen nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Lagen
des Trägerkörpers, daß die nebeneinanderliegenden Anker der verschiedenen Relais in entsprechenden,
jeweils über einen Zwischenraum nebeneinander angeordneten, die Anker für sich umschließenden Lagenteilen liegen und diese
Lagenteile durch Stege derart zusammengefaßt sind, daß kammförmige Gebilde entstehen (16,
17, 38, 39).
17. Relaisstreifen nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die den Relais des Streifens
zugeordneten Spulen auf den nebeneinander über Zwischenräume angeordneten Lagenteilen gehalten
werden.
18. Relaisstreifen nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktstellen der einzelnen
Relais in jeder Schicht in für sich abgeschlossenen Räumen liegen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 109 740/429 11.61
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