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Gleichlaufeinrichtung mit zwei Impulsgebern Die Erfindung betrifft
eine Gleichlaufeinrichtung für ein als Leitgerät dienendes Tonbandgerät und einen
als Folgegerät verwendeten Filmbildwerfer, mit zwei je einem der Geräte zugeordneten
Impulsgebern, die über einen Steuerkreis den Motorstromkreis des Folgegerätes abhängig
von ihrem gegenseitigen Lageunterschied beeinflussen, wobei die Geschwindigkeit
des Leitgerät-Impulsgebers insbesondere von der Geschwindigkeit des durch das Leitgerät
bewegten. Tonbandes abhängt.
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Eine solche Gleichlaufeinrichtung hält beide Geräte in erforderlichem
Ausmaß synchron, wenn sie einmal in Gang sind. Wichtig und bisher noch nicht befriedigsnd
gelöst ist es aber, mit einfachen Mitteln Leit-und Folgegerät so in Betrieb zu setzen,
daß die von ihnen bewegten Mittel, also das Tonband und der Film, von Anfang an
einen möglichst kleinen Laufunterschied haben, ohne in die zunächst selbständig
ausgebildeten, handelsüblichen Geräte einzugreifen. Das ist z. B. von besonderer
Bedeutung, wenn mit einem Bildwerfer ein Film und mit einem Tonbandspieler ein dazugehöriger
Ton gleichzeitig wiedergegeben werden soll und der Ton vorher mit den gleichen Geräten
aufgezeichnet wurde. Bei den bekannten Geräten können beim Aufzeichnen und bei jeder
Wiedergabe. die Verhältnisse beim Anlaufen der Geräte verschieden sein, so daß Gangunterschiede
von vornherein entstehen, die mit den meist einfach gebauten Gleichlaufeinrichtungen
nicht selbsttätig ausgeglichen werden können.
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Es wurde schon vorgeschlagen, immer nach dem Abschalten der Geräte
den Impulsgeber des Tonbandgerätes in eine bestimmte Stellung zu bringen und das
Verlassen, dieser Stellung beim Anlaufen des Tongeräts zum Einschalten des Bildwerfers
zu benutzen. Das setzt aber eine besondere Tätigkeit des Vorführenden am Schluß
jeder Vorführung voraus, die leicht einmal vergessen wird. Weiter braucht man dazu
besondere Markierungen, ausschaltbare Rasten oder ähnliches an der Gleichlaufeinrichtung;
so daß diese kompliziert wird, ohne daß man jedoch mit Sicherheit selbsttätiges,
gleichzeitiges Anlaufen erreicht.
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Es ist auch bekannt, verschiedene Geräte durch Drehstrom-Synchronmotoren
anzutreiben und deren Phasenunterschiede selbsttätig auszugleichen. Die Geräte laufen
dann genau gleich an und weiter; die Anlage verlangt aber komplizierte, schwere
und teure Einrichtungen sowie nicht überall vorhandene Stromquellen, so daß sie
für leichte, tragbare Amateurgeräte nicht verwendbar ist.
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Diese Nachteile sind nach der Erfindung dadurch vermieder4 daß dem
Impulsgeber des Leitgerätes zusätzlich ein Schaltkreis mit einem Mittel zugeordnet
ist, daß unabhängig von; den auf Grund des Phasenunterschieds zwischen den Impulsgebern
im: Steuerkreis .auftretenden Stromschwankungen auf die Unterschiede der Spannungswerte
anspricht, die im Schaltkreis einerseits bei bewegtem, andererseits; bei ruhendem
Leitgerät-Impulsgeber auftreten: und mindestens einen im Motorstromkreis des Folgegeräts
liegenden Schalter beeinflußt, der den Bildwerfer zu Beginn der Vorführung ein-
und nach Ende. derselben ausschaltet.
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Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung
durch Schaltpläne wiedergegeben. Es zeigt Fig.1 ein Ausführungsbeispiel mit getrennten
Schaltkreiskontakten am Impulsgeber des Leitgeräts, Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel
mit induktiver Beeinflussung des Schaltkreises und parallel geschalteten Impulsgebern,
Fig. 3 eine Abwandlung davon: mit hintereinandergeschalteten Impulsgebern, Fig.
4 eine Abwandlung der Fig. 3 mit vom Leitgerät-Impulsgeber gesteuerten Schaltkreiskontakten,
Fig.5 eine Abwandlung dazu entsprechend der Fig. 2, Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel
mit mehreren Leitungen zwischen den Impulsgebern, die zugleich, Teile des Schaltkreises
sind. ' Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist ein in einem Filmbildwerfer
150 untergebrachter Motor mit 151, ein mit ihm gekuppelter Impulsgeber mit 152 bezeichnet.
Der Motor 151 ist einerseits. über einen Widerstand 153, andererseits über einen
in einem Leitgerät 154 untergebrachten Schalter 155 mit Buchsen 156,
157 verbunden, die ihrerseits Spannung von einer VVechselstromquelle erhalten. Der
Impulsgeber
152 hat zwei etwa halbkreisförmige Kontaktflächen 158,
159 und zwei auf diesen schleifende, einander gegenüberliegende Kontakte 160, 161.
Die Kontaktflächen sind über je einen Fliehkraftschalter 162, 163 ständig mit einem
Anschlußpunkt 164 verbunden, der in der Leitung zwischen dem Motor 151 und dem Widerstand
153 liegt.
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Das Leitgerät 154 ist ein Magnettongerät; die den Gleichlauf bewirkenden,
im folgenden beschriebenen Teile können fest eingebaut oder abnehmbar an diesem
befestigt sein. Ein. Impulsgeber 165 wird von dem Band des Magnettongerätes aus
angetrieben. Er hat eine halbkreisförmige Kontaktfläche 166 und zwei einander gegenüberliegende
Kontakte 167, 168, die über je eine Leitung 169, 170 mit je einem der Kontakte
160, 161 verbunden. sind. In jede der Leitungen ist ein in der Ruhelage geschlossener
Druckknopfschalter 171,172 eingeschaltet. Die Kontaktfläche 166 ist mit einem Anschlußpunkt
173 verbunden; von diesem führen eine Leitung 174 zu dem Anschlußpunkt 164 und eine
Leitung 175 zu dem Leitungsstück zwischen dem Widerstand 153 und der Buchse 157.
In die Leitung 174 ist ein im Ruhezustand offener Druckknopfschalter 1.76
eingefügt.
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Die vorstehend beschriebenen Teile stellen den Gleichlauf zwischen
beiden Geräten her. Befinden sich die Druckknopfschalter in der dargestellten Ruhelage,
so überbrücken die Impulsgeber 152, 165 je nach ihrer gegenseitigen Lage den Widerstand
153 oder lassen. den Motorstrom durch diesen Widerstand fließen. Im einen Fall läuft
der Motor 151 etwas schneller, im anderen etwas langsamer als es der Gleichlaufdrehzahl
entspricht.
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Die Hiehkraftschalter 162 und 163 sind bei geringen Drehzahlen, d.
h. während des Motoranlaufs, geschlossen, so daß unabhängig von der gegenseitigen
Stellung der Impulsgeber der Widerstand 153 ständig überbrückt ist. Kurz unterhalb
der Gleichlaufdrehzahl öffnet sich der Fliehkraftschalter 162, so daß beide Impulsgeber
mit je einer Kontaktfläche arbeiten. Wird die Gleichlaufdrehzahl um einen bestimmten
Betrag überschritten, so öffnet sich der Fliehkrafts.chalter 163, se daß der Widerstand
153 unabhängig von der gegenseitigen Lage der Impulsgeber vorgeschaltet bleibt.
Die Fliehkraftschalter unterstützen so das rasche Erreichen und Einhalten eines
Drehzahlbereiches, innerhalb dessen dann die Impulsgeber die genaue Gleichlaufregelung
übernehmen.
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Innerhalb dieses Bereiches kann der Bildwerfer mit Hilfe der Druckknopftasten
beschleunigt oder verzögert werden. Schließt man die Druckknopftaste 176, so ist
unabhängig von den Impulsgebern; der Widerstand 153 überbrückt. öffnet man die Druckknopfschalter
171 und 172, so ist ein Überbrücken ausgeschlossen.
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Der Kontaktfläche 166 sind zwei weitere, einander gegenüberliegende
Kontakte 177, 178 zugeordnet. Sie sind miteinander über die Primärwicklung
179 eines Übertragers verbunden. Dessen Sekundärwicklung 180 liegt in einem Stromkreis
mit einem Gleichrichter 181 und einem Relais 182, das den Schalter 155 beeinflußt.
Parallel zu dem Relais 182 liegt ein Kondensator 183.
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Die Mitte 184 der Primärwicklung 179 ist durch eine
Leitung 185 über einen Gleichrichter 186 mit der Mitte 187 einer Spule
188 verbunden, deren eines Ende an die Buchse 156 und deren anderes Ende über den
Anschlußpunkt 173 und die Leitung 175 an die Buchse 15.7 angeschlossen ist. Zwischen
die Leitung 185 und den Anschlußpunkt 173 ist ein Kondensator 189 eingeschaltet.
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Wenn die dargestellten Geräte in Arbeitsbereitschaft sind, so führen
die Buchsen 156, 157 Wechselspannung. Der Schalter 155 ist aber noch geöffnet, und
der Motor 151 steht. Ein: mit Hilfe des Gleichrichters 186 gleichgerichteter Strom
fließt durch die Leitung 185, einen Teil der Primärwicklung 179 und einen der Kontakte
177, 178 zu dem Anschlußpunkt 173. Da der Strom hinreichend geglättet ist, wird
in der Sekundärwicklung 180 keine. Spannung induziert.
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Wenn sich der Impulsgeber 165 dreht, so fließt dieser Strom in rascher
Folge und wechselnder Richtung durch die beiden Hälften der Primärwicklung 179.
Dadurch wird in der Sekundärwicklung 180 eine Spannung induziert, und es
fließt ein Strom durch das Relais 182. Dieses schließt daher im gleichen Augenblick
den Schalter 155, und der Motor 151 des Folgegeräts läuft an. Der Strom fließt durch
das Relais 182, so lange sich der Impulsgeber 165 dreht. Bleibt er stehen, so wird
auch der Motor 151 wieder abgeschaltet.
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Mit dieser beschriebenen Einrichtung können daher die genannten Geräte
in stets gleicher Art selbsttätig miteinander eingeschaltet und auch ständig im
Gleichlauf betrieben werden.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 ist ein Motor 1 eines Filmbildwerfers
einerseits über einen Schalter 2, andererseits über einen. induktiven Widerstand
3 mit den beiden Polen einer Wechselstromquelle 4 verbunden.
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Mit dem Motor 1 ist ein, Impulsgeber 5 gekuppelt. Er
besitzt eine gleich schnell wie der Motor umlaufende Schleifbahn 6 mit einer Kontaktfläche
7; ein stillstehender Kontakt 8 gleitet auf dieser Schleifbahn.
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Ein Motor 9 eines als Leitgerät dienenden Tonbandgerätes ist mit einem
Impulsgeber 10 gekuppelt, der wie der Impulsgeber 5 aufgebaut ist, d. h. eine Schleifbahn
11 mit einer Kontaktfläche 12 hat, der ein ruhender Kontakt 13 zugeordnet ist. Die
Kontaktfläche 7 ist über einen Widerstand 14 ständig mit der Kontaktfläche 12 und
außerdem mit einem Pol einer Gleichstromquelle 15 verbunden. Von dem anderen Pol
dieser Stromquelle führt eine Leitung 16 über eine den Widerstand 3 induktiv beeinflussende
Spule 17 zu einem Anschlußpunkt 18, der mit den Kontakten 8 und 13 verbunden
ist. Diese die Impulsgeber 5 und 10 verbindenden Elemente stellen
den Steuerkreis der Glaichlaufeinrichtung dar.
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In die Verbindung 19 zwischen dem Arnschlußpunkt 18 und dem Kontakt
13 ist eine Primärwicklung 20 eines Übertragers eingeschaltet; dessen Sekundärwicklung
21 liegt in einem Stromkreis mit einem Gleichrichter 22 und einem Relais 23, das
den Schalter 2 beeinflußt. Parallel zu dem Relais 23 ist ein Kondensator 24 geschaltet.
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Wenn die Geräte in Betrieb genommen werden sollen, so erhalten zuerst
die Stromquellen 4 und 15
Spannung, der Schalter 2 bleibt aber geöffnet.
Schließt man nun den nicht dargestellten Stromkreis des Motors 9, so setzt sich
das Tonbandgerät in Bewegung. Sobald sich der Impulsgeber 10 dreht, entsteht
in der Verbindung 19 ein unterbrochener Gleichstrom, der von der Gleichstromquelle
15 ausgeht und dessen Frequenz von der Drehgeschwindigkeit der Kontaktfläche 12
abhängt. Dieser durch die Primärwicklung 20 fließende unterbrochene Gleichstrom
induziert in
der Sekundärwicklung 21 einen Strom, der von dem Gleichrichter
22 gleichgerichtet und dem Relais 23 zugeleitet wird. Dieses schließt den Schalter
2, so daß der Motor 1 Spannung erhält und anläuft. Das Relais bleibt erregt, und
der Schalter ist geschlossen, so lange in der Verbindung 19 Strom wechselnder Stärke
fließt. Dies ist der Fall, so lange die Geräte in Betrieb sind und die Gleichlaufeinrichtung
arbeitet; erst beim Ausschalten des Motors 9 hört der Stromwechsel auf, und das
Relais 23 öffnet den Schalter 2 wieder. Je nach der Stellung des Impulsgebers 10
kann in der Verbindung 19 ein Gleichstrom fließen, bis die Geräte endgültig
abgeschaltet, d. h. die Stromquellen 4 und 15 ohne Spannung werden. Dieser Gleichstrom
beeinflußt das Relais 23 nicht.
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Die Gleichlaufeinrichtung arbeitet folgendermaßen: Der durch die Verbindung
19 und die Spule 17 ffießende Strom hängt in seiner Stärke davon ab, welche Lage
die Kontaktflächen 7 und 12 der Impulsgeber 5 und 10 zueinander einnehmen. Schließen-
beide gleichzeitig die Verbindung zu den Kontakten 8 und 13, so sind die Leitungswege
mit dem Widerstand 14 und der Primärwicklung 20 parallel geschaltet, und
der Strom ist verhältnismäßig groß. Der induktive Widerstand 3 wird daher durch
die induktive Beeinflussung von der Spule 17 her verkleinert, der Motor 1 läuft
rascher. Sind die Verbindungen über die Kontakte 8 und 13 jeweils gerade im Wechsel
unterbrochen, so ist der durch die Spule 17 fließende Strom verhältnismäßig klein,
der induktive Widerstand also groß, und der Motor 1 läuft langsamer. Der Widerstand
3 ist so bemessen, daß die Geschwindigkeiten des Motors 1 in drei, genannten Grenzfällen
jeweils, über bzw. unter der gewünschten Gleichlaufgeschwindigkeit liegen. Die Impulsgeber
5 und 10 verschieben sich bei jeweiligen Abweichungen in der Geschwindigkeit
entsprechend und regeln dadurch den Motor 1 auf genauen Gleichlauf ein.
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Beim Ausführungsbeispiel nach. Fig. 3 hat der Filmbildwerfer einen
Motor 30, der einerseits über einen Schalter 31, andererseits über zwei z.
B. Ohmsche Widerstände 32 und 33 mit einer Wechselstromquelle 34 verbunden ist.
Mit dem Motor 30 ist ein Impulsgeber 35 gekuppelt. Ein Motor 36 des Tonbandgeräts
ist mit einem Impulsgeber 37 gekuppelt. Die Impulsgeber 35 und: 37 sind gleich
aufgebaut wie die Impulsgeber 5 und 10 in Fig. 2. Ihre Kontaktflächen 38 und 39
sind ständig durch eine Leitung 40 miteinander verbunden, ebenso ihre Kontakte 41
und 42 über eine Leitung 43. In die letztgenannte Leitung sind ein Relais 44 und
eine Gleichstromquelle 45 eingeschaltet.
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Das Stück der Leitung 43 zwischen dem Relais 44
und der
Gleichstromquelle 45 ist über eine Primärwicklung 46 eines Übertragers mit
der Leitung 40 verbunden. Eine Sekundärwicklung 47 des Übertragers liegt
in einem Schaltstromkreis, der einen Gleichrichter 48, ein dien Schalter
31 beeinflussendes Relais 49
und einen zu diesem parallel geschalteten
Kondensator 50 enthält.
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Beim Stillstand der Geräte, aber arbeitsbereitem Folgegerät, ist der
Stromkreis des Motors 30 an die Stromquelle 34 angeschlossen, der Schalter 31 aber
offen. Setzt man den Motor 36 des Leitgerätes durch Einschalten seines Stromkreises
in Bewegung, so entsteht wegen. der periodisch unterbrochenen Verbindung zwischen
der Kontaktfläche 39 und dem Kontakt 42 ein unterbrochener Gleichstrom in der Primärwicklung
46. Dieser induziert einen Strom in der Sekundärwicklung 47, der vom Gleichrichter
48 gleichgerichtet wird und das Relais 49 erregt. Dieses schließt den Schalter 31,
so daß der Motor 30 anläuft.
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Während des nun folgenden Laufes fließt in den Leitungen 40 und 43
des Steuerkreises ein Strom, so lange die Kontakte 41. und 42 gleichzeitig die ihnen
zugeordneten Kontaktflächen berühren. Wenn der Strom fließt, spricht das Relais
44 an und schließt über einen Schalter 51 den Widerstand 32 kurz. Der Motor 30 läuft
daher schneller. Ahnlich wie bei dem Beispiel nach Fig. 2 sind die Widerstände 32
und 33 so bemessen, daß der Motor 30 langsamer läuft, als es dem Gleichlauf entsprechen
würde, wenn beide Widerstände vorgeschaltet sind, aber schneller, wenn der Widerstand
32 kurzgeschlossen ist. Die Impulsgeber 35 und 37 bewirken, daß sich der Motor 30
auf die richtige Drehzahl einspielt. Das Relais 49 bleibt während der ganzen Regelung
angezogen und öffnet den Schalter erst wieder, wenn das Leitgerät stillgesetzt ist.
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Die Gleichstromquellen 15 und 45, die bei den Ausführungsbeispielen
nach Fig. 2 und 3 verwendet sind, werden zweckmäßigerweise selbsttätig gleichzeitig
mit dem Motorstromkreis des Folgegeräts eingeschaltet oder von dessen: Stromquelle
abgeleitet. Die in den Fig. 2 und 3 schematisch angedeutete Kupplung zwischen dem
Motor und dem Unterbrecher des Tonbandgeräts kann z. B. aus dem Tonband bestehen,
das um eine mit dem Unterbrecher verbundene Rolle geschlungen ist.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.4 ist ein Motor 55 eines Folgegerätes
einerseits, über einen Schalter 56, andererseits über einen Widerstand 57 beliebiger
Art mit einer Wechselstromquelle 58 verbunden. Mit dem Motor 55 ist ein Impulsgeber
59 gekuppelt, der eine umlaufende Kontaktfläche 60 und einen stillstehenden Kontakt
61 hat. Ein Impulsgeber 62 eines Leitgerätes hat eine Kontaktfläche 63 und einen
dem Kontakt 61 entsprechenden Kontakt 64, außerdem aber noch einander gegenüberliegende,
feststehende Kontakte 65 und 66.
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Der Kontakt 61 ist über eine -Leitung 67 mit der einen Seite, der
Kontakt 64 über eine Leitung 68 mit der anderen Seite des Widerstandes 57 verbunden.
Eine Leitung 69 verbindet die beiden Kontaktflächen 60 und 63. Diese Leitungen bilden
zusammen mit den Impulsgebern einen Steuerkreis. Abhängig von der gegenseitigen
Stellung der beiden Kontaktflächen ist dieser Kreis unterbrochen oder geschlossen,
so daß der Widerstand 57 vor den. Motor gelegt oder kurzgeschlossen ist.
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Die Kontakte 65 und 66 sind je mit einem Ende einer Primärwicklung
70 eines Übertragers verbunden. Die Mitte 71 dieser Wicklung ist an, einen Pol einer
Gleichstromquelle 72 angeschlossen, deren anderer Pol mit der Kontaktfläche 63 verbunden.
ist. Eine Sekundärwicklung 73 des Übertragers liegt in einem Stromkreis mit einem
Gleichrichter. 74 und einem den Schalter 56 beeinflussenden Relais 75, zu dem ein
Kondensator 76 parallel geschaltet ist.
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Bei stillstehenden, aber betriebsbereiten Geräten ist der Stromkreis
des Motors 55 mit der Stromquelle 58 verbunden, der Schalter 56 geöffnet. Wenn sich
das Leitgerät in Bewegung setzt, also die Kontaktfläche 63 gedreht wird, fließt
ein von der Stromquelle 72 ausgehender Gleichstrom abwechselnd in entgegengesetzter
Richtung durch die beiden Hälften der Primärwicklung 70. Dadurch wird in. der Sekundär-
Wicklung
73 ein: Strom induziert, der das Relais 75 ansprechen läßt. Infolgedessen schließt
sich der Schalter 56, und der Motor 55 läuft an. Der Strom in dem Schaltstromkreis
des Relais.75 ist unabhängig von dem Strom des Steuerkreises und fließt, solange
sich der Impulsgeber 62 dreht. Die Impulsgeber bewirken während dessen, ähnlich
wie es zu den Fig. 1 bis 3 beschrieben wurde, den Gleichlauf zwischen beiden Geräten
durch abwechselndes Vorschalten und Kurzschließen des Widerstandes 57.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist ein, Folgegerätmotor 80
einerseits über einen. Widerstand 81, andererseits über zwei Schalter 82 und 83
mit einer Wechselstromquelle 84 verbunden. Mit der einen Seite des Widerstands 81
ist je ein Kontakt 85 und 86 eines Folgegerät-Impulsgebers 87 und eines Leitgerät-Impulsgebers
88 verbunden. Die Impulsgeber sind wie in. den vorbeschriebenen Beispielen ausgeführt;
ihre Kontaktflächen 89 und 90 sind ständig miteinander durch eine Leitung 91 verbunden.
Von dieser führt eine Leitung 92 zu dem nicht mit den Kontakten verbundenen Ende
des Widerstandes 81. Die vorstehenden Mittel bilden zusammen einen Steuerkris, der
abhängig von der gagenseitigen Lage der beiden Impulsgeber den Widerstand 81 vor
den Motor 80 schaltet oder kurzschließt und dadurch den Gleichlauf von Leit- und
Folgegerät bewirkt.
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Ein unabhängig davon arbeitender Schaltkreis geht von einer Gleichstromquelle
93 aus, die an einem Pol ebenfalls mit der Kontaktfläche 90 verbunden ist. Ihr anderer
Pol ist mit einem Anschlußpunkt 94 verbunden, von dem zwei Leitungen 95 und 96 je
über ein verzögert abfallendes Relais 97 und 98 und je einen Widerstand
99 und 100 zu je einem Kontakt 101 und 102 führen, der ebenfalls der
Kontaktfläche 90 zugeordnet ist. Jedes der Relais 97, 98 beeinflußt einen der Schalter
82, 83. Parallel zu jedem Relais liegt ein Kondensator 103, 104.
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Wenn sich der Impulsgeber 88 dreht, so fließt ein Gleichstrom abwechselnd
über einen der Kontakte 101 und 102 und erregt im Wechsel eines der Relais 97 oder
98. Das jeweils erregte schließt den ihm zugeordneten Schalter 83 oder 82. Da aber
beide Relais verzögert abfallen und die Erregung mit einer der Drehzahl des Impulsgebers
88 entsprechenden Frequenz wechselt, bleiben die Schalter 82 und 83 so lange geschlossen,
wie der Impulsgeber 88 sich dreht. Sie schalten daher den Motor 80 ein, wenn der
Impulsgeber 88 zusammen mit dem Leitgerät in Gang gesetzt wird. Bleibt der Impulsgeber
stehen, so. fällt eines der Relais ab, sein Schalter öffnet sich, und der Motor
80 erhält keinen Strom mehr.
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Bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 bis 5 sind die Kontaktfläch--n
jeweils bei beiden Impulsgebern in gleicher Anzahl angeordnet, da sich beide Impulsgeber
gleich schnell drehen. Eine Kontaktfläche nimmt jeweils den halben Umfang der Schleifbahn
ein.
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Eine hiervon abweichende Ausführungsform ist in Fig. 6 wiedergegeben.
Ein Motor 110 ist einerseits über einen induktiven Widerstand 111, andererseits
über zwei Schalter 112 und 113 mit einer Wechselstromquelle 114 verbunden. Der mit
dem Motor gekuppelte Impulsgeber 115 hat eine nahezu halbkreisförmige Schleifbahn
116, die ständig mit einem An schlußpunkt 118 verbunden ist, und zwei
einander gegenüberliegende feste Kontakte 119 und 120. Beide Kontakte sind über
Leitungen 121, 122 mit entsprechenden Kontakten 123, 124 eines Leitgerät-Impulsgebers
125 verbunden. Dieser Impulsgeber hat vier untereinander und mit einem Pol einer
Gleichstromquelle 126 verbundene Kontaktflächen 127, die symmetrisch mit gleich
großen Zwischenräumen auf einer Schleifbahn 128 des Impulsgebers angeordnet sind.
Der andere Pol der Stromquelle 126 ist mit einem Anschlußpunkt 129 verbunden, von
dem eine Leitung 130 über eine den Widerstand 111 beeinflussende Spule
131 zu dem Anschlußpunkt 118 führt.
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Die beschriebenen Mittel stellen einen Steuerkreis dar. Die Drehzahlen
der Impulsgeber verhalten sich, wenn ihre zugehörigen Geräte in Gleichlauf sind,
wie 1: 4. Ein Pol der Stromquelle 126 ist abwechselnd mit einer der Leitungen, 121,
122 verbunden; je nach der Lage der Kontaktflächen 116 wird der Stromkreis geschlossen
oder bleibt offen, so daß die Spule 131 in wechselnder Stärke den, Widerstand 111
und damit die Geschwindigkeit des Motors 110 beeinflußt.
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Von dem. Anschlußpunkt 129 führt eine Leitung 132 zu einem Anschlußpunkt
133, der durch Leitungen 134 und 135 über je ein verzögert abfallendes Relais 136,
137 und einen Widerstand 138, 139 mit je einer der Leitungen, 121, 122 verbunden
ist. Kondensatoren 140 und 141 sind parallel zu den Relais 136, 137
geschaltet. Die Relais beeinflussen die Schalter 112, 113.
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Sobald sich der Impulsgeber 125 dreht, steht abwechselnd eine der
Leitungen 121 und 122 unter Spannung. Es fließt daher abwechselnd durch eines der
Relais 136, 137 Strom, und die Schalter 112 und 113 werden von den
Relais geschlossen, so daß der Motor 110 läuft. Dieser Zustand bleibt erhalten,
bis das Leitgerät wieder stillgesetzt wird.
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In den Ausführungsbeispielen war als Stromquelle für den Bildwerfermotor
stets eine Wechselstromquelle angenommen. Steht für diesen Zweck Gleichstrom zur
Verfügung, so kann eine Gleichspannung für den Steuer- oder Schaltkreis unmittelbar
von dieser Gleichstromquelle abgeleitet werden,.