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Ferngesteuertes Gerät zur Farbkennzeichnung von isolierten elektrischen
Leitern bzw. Kabeln Die Erfindung betrifft ein ferngesteuertes Gerät zur wahlweisen
Farbkennzeichnung von isolierten elektrischen Leitern bzw. Kabeln oder Teillängen
hiervon, bei dem das zu kennzeichnende Gut an einer Druckbahn entlanggeführt wird
und bei dem in einem Behälter befindliche Druckfarbe auf eine umlaufende Drucktrommel
mit Hilfe einer Farbilbertragungseinrichtung übertragen wird.
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Da die elektronischen Schaltungen und die Verkabelungen der Verbindungsdrähte
immer komplizierter werden, ist es erwünscht, die Farbkennzeichnung der Drahtisolierung
zu verbessern, um das Auffinden der Verbindungsdrähte in dem fertigen Gerät zu erleichtern.
Es ist bekannt, zu diesem Zweck die isolierten Leiter oder Kabel mit kennzeichnenden
Farbmarkierungen zu versehen. Die Farbmarkierung besteht gewöhnlich aus einer Grundfarbe
auf der Isolierung des Drahtes, auf der sich eine dünne Farbkennzeichnung befindet,
die sich von der Grundfarbe unterscheidet. Das Auffinden und Verfolgen der einzelnen
Verbindungsleitungen wird dadurch erleichtert# daß die Grundfarbe und die Kennzeichnungsfarbe
so gewählt sind, daß sich eine eindeutige Kombination ergibt. Um unverwechselbare
Kombinationen bei komplizierten Geräten verwenden zu können, müssen viele verschiedene
Farbkombinationen benutzt werden. Dies stellt jedoch an die Lagerhaltung hohe Anforderungen,
da die Nachfrage für die Drühte mit verschiedenen Farbkennzeichnungen starken Schwankungen
unterworfen ist.
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Um diese Nachteile der bekannten Einrichtungen zu vermeiden, sind
bei dem neuen Gerät erfindungsgemäß paarweise zu beiden Seiten in der Drucklaufrichtung
des zu kennzeichnenden Leiters bzw. Kabels hintereinanderliegende Farbbehälter mit
jeweils v erschiedenen Druckfarben sowie an sich bekannten Farb4bertragungsrollen
und je einer Drucktrommel vorgesehen, und eine Betätigungsvorrichtung (Welle,
Stift und Nockenscheibe) ist jedem Farbbehälter und jeder Farbübertragungseinrichtung
zugeordnet, welche durch ein elektrisches Signal die Druckfarbe von dem betreffenden
Farbbehälter auf die zugehörigen Farbübertragungsrollen leitet und auf ein zweites
elektrisches Signal hin eine weitere Betätigungsvorrichtung auslöst, die die gewählte
Drucktrommel in Berührung mit dem zu kennzeichnenden isolierten Leiter bzw. Kabel
bringt (Fig. 4 und 5).
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Vorzugsweise enthält die Drucktrommel eine Trommel zum Aufdrucken
der Grundfarbe und eine weitere Trommel zum Aufdruck der Kennfarbe. Eine Auswahlvorrichtung
für die Drucktrommel wird von einem dritten Signal betätigt und ist mit der Drucktrommel
gekoppelt, um wahlweise die eine oder andere Trommel mit dem Leiter in Berührung
zu bringen.
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Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung
näher erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf # ein Gerät nach
der Erfindung, Fig. 2 eine Ansicht eines isolierten Leiters, der durch ein Gerät
der Fig. 1 mit einer Farbkennzeichnung versehen ist, Fig. 3 einen
Teilschnitt durch ein Gerät nach Fig. 1,
Fig. 4 einen Teilschnitt durch ein
Gerät der Fig. 1,
Fig. 5 einen Teilschnitt durch ein Gerät der Fig.
1,
Fig. 6 einen Teilschnitt durch ein Gerät der Fig. 1,
Fig.
7 eine schaubildliche Ansicht eines Teiles des Gerätes der Fig.
3,
Fig. 8 eine Ansicht von einem Teil des Gerätes nach Fig.
3 und Fig. 9 eine Schaltung von einem Teil des Gerätes nach Fig.
1.
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In Fig. 1 ist eine normale Vorratsrolle 101 mit isoliertem,
elektrischem Leitungsdraht dargestellt, die drehbar auf einer Welle 102 läuft. Der
Draht ist ein weißisolierter Draht> auf den die Farbkennzeichnung durch das neue
Druckgerät aufgedruckt werden soll.
Der Draht 103 wird durch Rollen
104 für den Druckvorgang ausgerichtet. Eine automatische Spannvorrichtung
105
dient dazu, den Draht straff zu spannen, während er an einer Drucktrommel
106 vorbeiläuft, die den Draht mit der Farbkennzeichnung versieht. Der mit
der Farbkennzeichnung versehene Draht wird über eine Rolle 108 durch einen
Trocke nofen 107
gezogen. Er wird dann über eine Rolle 109 einer Äufnahmerolle
110 zugeleitet, nachdem er eine Meßvorrichtung 111 durchlaufen hat,
welche die mit einer bestimmten Farbkennzeichnung versehenen Drahtlängen abmißt.
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Mit jeder Drucktrommel sind zwei Farbübertragungsrollen
113 und 114 zusammengebaut. Die Farbübertragungsrollen versehen die zugehörigen
Drucktrommeln mit Farbe aus einem Behälter 115.
Die Wahl der richtigen Farbe
für die Grundfärbung und für die Kennfärbung wird von der Schalttafel
116
ferngesteuert. Die Farbübertragungsrollen werden von den Farbbehältern
so lange getrennt gehalten und die Drucktrommeln von den Drähten so lange entfernt
gehalten, bis die Farbe und der Druckvorgang von der Schalttafel aus gewählt und
eingestellt sind. Jede Drucktrommel ist mit zwei verschiedenen Druckmustern ausgestattet,
und zwar einem für die Grundfarbe und einem anderen für die Kennzeichnung. Die Auswahl
des zu druckenden Musters wird ebenfalls von der Schalttafel 116 ferngesteuert.
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Zum Antrieb des Gerätes wird ein nicht dargestellter Motor benutzt,
der über einen Riemen 120 eine Riemenscheibe 121 und Wellen 122 und 123 über
entsprechende Getriebe antreibt. Die Welle 123
treibt die Drahtführungsrolle
108 über eine Kupplung 124 und ein Kegelrad 125. Um ein Verschmieren
der Farbe zu vermeiden, wenn die Drucktrommeln den den Draht berühren, ist die Drehgeschwindigkeit
dadurch synchronisiert, daß von den Wellen 122 und 123 eine Bewegung abgeleitet
wird, welche die Drahtführungsrolle 108 steuert. Das ganze Gerät ist auf
einem Rahmen 130 angebracht.
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In Fig. 2 ist ein Drahtstück dargestellt, das einen Leiter 201 und
eine Isolation 202 aufweist. Die Isolation ist mit einem Gerät der Fig.
1 mit der Farbenkennzeichnung versehen. Die Grundfarbe wird in Form eines
langen Streifens 203 aufgetragen, während die Kennzeichnungsfarbe als schmaler
oder kurzer Streifen 204 aufgedruckt ist. Die Grundfarbe und auch die Kennzeichnungsfarbe
können geändert werden, um viele nicht verwechselbare Farbkombinationen zu schaffen
und das Auffinden der Verbindungsdrähte in den elektronischen Geräten zu erleichtern.
Die Arbeitsweise der Drucktrommeln und der Farbverteilungsrollen geht am besten
aus Fig. 3
hervor.
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In Fig. 3 ist der Rahmen 130 dargestellt. Die Druckrolle
106, welche die Drucktrommel 301 für die Grundfarbe und die Drucktrommel
302 für die Kennzeichnungsfarbe trägt, ist auf einer Welle 801
(in
Fig. 8) gelagert. Um dem Behälter 115 Farbe zu entnehmen, ist eine
Aufnahmerolle 304 drehbar in der Farbe angeordnet. Der Farbüberzug der Rolle 304
wird über Rollen 113 und 114 auf die Drucktrommel übertragen, wenn diese
in Berührung mit der Rolle 304 stehen. Die Bewegung, welche die Rolle 304 in Berührung
mit der Rolle 114 und die Drucktrommel in Berührung mit dem Draht bringt, wird wahlweise
gesteuert. Infolge dieses gesteuerten Eingriffs in Zusammenwirkung mit dem selektiven
Eingriff zwischen Drucktrommel und dem zu bedruckenden Draht kann die auf den Draht.
aufzubringende Farbe und die Länge des zu markierenden Drahtes gesteuert werden.
Das Verfahren der selektiven Steuerung wird weiter unten ausführlich erläutert.
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Um die Drehung der Druckrolle mit der Drahtbewegung zu synchronisieren,
liefert die Welle 122, welche die Zuführungsgeschwindigkeit des Drahtes. regelt,
auch die Kraft zur Drehung der Drucktrommel über eine Anzahl von Schnecken
305 und Schneckenrädern 306. Die Drehung des Schneckenrades
306 treibt die Drucktrommel über ein Kettenrad 307, eine Kette
308 und ein Kettenrad 309. Die Zahnräder 310 und
311 sind vorgesehen, um die Farbzuführungsrolle 113 anzutreiben. Die
Zahnräder 312 auf der Welle 307 und 313 synchronisieren, wenn
sie in Eingriff gebracht werden, die Drehung derZuführungsrolle114undderFarbauftragsrolle304.
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Um ein Einfärben der Druckrollen, die nicht benutzt werden, zu vermeiden
und um außerdem die markierte Länge des Drahtes durch die Bewegung der Drucktrommel
zu steuern, ist eine Welle 320 mit den Nockenscheiben 321 und
322 vorgesehen. Die Welle wird jeweils um 90' mit Hilfe einer Zahnstange
323
weiterbewegt, die von der Stange 324 angetrieben wird. Die Stange 324
kann als Kolben ausgebildet sein, der durch eine Magnetspule in an sich bekannter
Weise betätigt wird.
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In der in Fig. 3 und 4 dargestellten Ruhelage wird der Behälter
von den Zuführungsrollen mit Hilfe eines Stiftes 325 auf der Nockenscheibe
321 ferngehalten. In ähnlicher Weise wird die Drucktrommel mit Hilfe eines
Stiftes 326, der auf der Nockenscheibe 322 läuft, von dem Draht entfernt
gehalten.
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Wenn eine Farbwahl ausgeführt wird, wird die Welle 320 nach
Fig. 5 um 90' gedreht. Durch die Drehung der Nockenscheibe kann der
Stift sich in eine Vertiefung in der Nockenscheibe bewegen. Der Behälter wird seitwärts
verschoben; die Farbe wird dann den übertragungsrollen durch die Auftragsrollen
zugeführt. Der Behälter wird in Richtung auf die übertragungsrollen durch Federkraft
bewegL Um die Drucktrommel mit dem laufenden Draht in Berührung zu bringen, wird
die Welle 320 durch eine Magnetspule um 900 weiterbewegt, wie aus
Fig. 6
hervorgeht. Durch diese weitere Drehung wandert der Stift
326 in eine Vertiefung der Kurvenscheibe 322. Die gesamte Druckvorrichtung
einschließlich des Behälters, der übertragungsrollen und der Druckrollen wird durch
Federdruck in Berührung mit dem Draht gebracht. Da die Drucktrommel mit einer Geschwindigkeit
umläuft, die der Bewegungsgeschwindigkeit des Drahtes entspricht, erfolgt die Berührung
der Drucktrommel mit dem Draht einwandfrei und ohne daß Kleckse oder Verschmierungen
auf dem Draht entstehen.
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Die Arbeitsweise der durch die Magnetspule betätigten Vorrichtung
zur Drehung der Welle 320 kann am besten aus Fig. 7 entnommen werden.
Die Welle 320 kann gedreht werden, um die verschiedenen Stellungen, nämlich
die Ruhestellung, die Vorbereitungsstellung und die Druckstellung der Rollenanordnung
zu bewirken. Die Stange 323 ist an der Stange 324 befestigt, die durch die
Magnetspule 701 betätigt wird. Wenn die Magnetspule 701. erregt wird,
wird die Stange 324 zurückgezogen und bewegt die Zahnstange323, die mit dem Zahnrad
702 in Eingriff steht. Das Rad 702
kann sich um die Welle
320 frei drehen und ist mit einer Platte 703 verbunden, die eine Klinke
704
trägt. Diese greift in Kerben des Schaltrades 705 ein.
Das Schaltrad 705 ist auf der Welle 320 durch einen Stift
706 befestigt. Eine Zugfeder 707 dient dazu, die Zahnstange in die
Anfangsstellung zurückzuziehen, worauf die Klinke 704 in den folgenden Einschnitt
einfällt, so daß das Gerät für die nachfolgende Bewegung vorbereitet ist. Um eine
rasche Auswahl zu ermöglichen, wird die Stange von der Magnetspule gewöhnlich rasch
betätigt. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, daß die Welle über die richtige Lage
hinausschießt. Um eine solche zu große Bewegung zu verhindern, ist ein Anschlag
708 vorgesehen, der an der Zahnstange 323 befestigt ist und sich mit
ihr bewegt. Der Anschlag ist mit einer Führungsfläche 709 versehen, die mit
einer Anschlagfläche 710 auf einer Nockenscheibe 711 in Eingriff kommt.
Die Scheibe 711 ist auf der Welle 320 mit Hilfe eines Stiftes
712
befestigt. Der Anschlag wird zur Seite bewegt, wenn die Zahnstange am
Ende des Hubes zurückkehrt.
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Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind an der Drucktrommel Muster
vorgesehen, um sowohl die Grundfarbe als auch die Kennfarbe auf den Draht zu übertragen,
wenn er durch die Druckvorrichtung läuft. Der Vorgang der Auswahl geht am besten
aus Fig. 8
hervor. In Fig. 8 ist die Drucktrommel 106 dargestellt,
welche ein Muster 301 für die Grundfarbe und ein Muster 302 für die
Kennfarbe enthält. Die Trommel ist auf einer Welle 801 befestigt, die innerhalb
der Welle 309 bewegt werden kann und durch einen Stift 802 mit ihr
verbunden ist. Auf diese Weise sind die beiden Wellen zu gemeinsamer Drehung verbunden,
die Welle 801 kann sich jedoch innerhalb der Welle 309 in Längsrichtung
verschieben. Wenn die Kennfarbe gedruckt werden soll, wird die Spule 803
erTegt und der Anker 804 zurückgezogen, der über einen Stift 805 die Wellen
806 und 807 herauszieht. Durch diese Bewegung wird das Druckmuster
302 für die Kennfarbe auf den Draht 303 ausgerichtet. Wenn die Spule
803 abgeschaltet wird, kehrt die Vorrichtung unter der Einwirkung der Feder
809 in die Ausgangsstellung zurück, so daß die Grundfarbe auf den Draht aufgebracht
werden kann. Die Auswahlvorgänge gehen im einzelnen am besten aus Fig.
9 hervor.
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In Fig. 9 wird der Strom von einer Stromquelle 901 dem
Gerät über Leitungen 903 und 904 zugeführt, wenn der Schalter 902
geschlossen ist. Der Strom wird dem Relais 905 über einen Moment-Anlaßschalter
906 zugeleitet. Wenn das Relais 906
anzieht, ist der Stromkreis über
den Haltekontakt 907, einen normalerweise geschlossenen Stopschalter
908, über Kontakte 909 zur Überwachung der Geschwindigkeit und Knotenerkennungskontakte
910
geschlossen. Wenn die zu dem Relais 905 gehörenden Kontakte
911 und 912 geschlossen werden, wird dem Antriebsmotor 913
Strom zugeführt. Parallel zu dem Relais 905 liegt ein Relais 914, dessen
Kontakte 915 ein Schließen des Ofens verhindern, wenn nicht der Draht angetrieben
ist. Da der Antriebsstrom durch das Knotenerkennungsgerät, welches den Schalter
öffnet, wenn ein Knoten im Draht vorhanden ist, und das Gerät zur Überwachung der
Geschwindigkeit, welches den Stromkreis öffnet, wenn der Draht rutscht oder auf
andere Weise eine Drahtbewegung verhindert wird, unterbrochen wird, ist eine Sicherung
gegen Beschädigungen gegeben.
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Die Drahtantriebskupplung 124 (Fig. 1) wird durch eine Magnetspule
920 betätigt, die von den Leitungen 902 und 904 über einen Schalter
921 gespeist wird. Ein Relais 992, das parallel zur Spule
920 liegt, verhindert durch einen Kontakt 923 eine Betätigung der
Ofentür. Der Ofen 107 (Fig. 1) ist zweckmäßig mit beweglichen Türen
ausgestattet, die beim Ansprechen der Magnetspule 924 geschlossen werden. Hierdurch
ist eine Sicherung gegen zu starke Erhitzung des stillstehenden Drahtes gegeben,
die durch die Schaltung mit den Kontakten 923 und 915 verhindert wird.
Wenn die Ofentüren richtig geschlossen sind, wird den Heizspulen 925 des
Ofens über einen Schalter 925 Strom zugeführt.
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Wenn der Schalter 930 geschlossen ist, wird der Spule
803 des Farbdruckers Strom zugeführt. über einen zugehörigen Kontakt
931 wird einer Signallampe 932 Strom über eine Leitung 933
zugeführt und die Lampe 934 über eine Leitung 935 unterbrochen.
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Die Einschaltung der drei Stellungen Leerlauf, Vorbereitung und Drucken
erfolgt dadurch, daß der Spule 701 Strom über den Momentschalter
936 zu-
geführt wird. Wie in Verbindung mit Fig. 6 erläutert wurde,
dreht die Spule die Welle jedesmal, wenn sie von Strom durchflossen wird. Um die
Stellungen der Welle anzuzeigen, sind Lampen 937, 938 und 939
für die
Stellungen Leerlauf, Vorbereitung und Druck vorgesehen, die über Kontakte 940, 941
und 942 betätigt werden. Die Kontakte werden über Nockenscheiben 943, 944 945 auf
der Welle 320 betätigt.