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DE1116286B - Galvanisches Primaerelement vom Leclanche-Typus - Google Patents

Galvanisches Primaerelement vom Leclanche-Typus

Info

Publication number
DE1116286B
DE1116286B DEP25084A DEP0025084A DE1116286B DE 1116286 B DE1116286 B DE 1116286B DE P25084 A DEP25084 A DE P25084A DE P0025084 A DEP0025084 A DE P0025084A DE 1116286 B DE1116286 B DE 1116286B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
primary element
galvanic primary
element according
ammonia
electrolyte
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP25084A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Dr Joachim Euler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VARTA Pertrix Union GmbH
Original Assignee
Pertrix Union GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pertrix Union GmbH filed Critical Pertrix Union GmbH
Priority to DEP25084A priority Critical patent/DE1116286B/de
Priority to GB1916261A priority patent/GB972882A/en
Priority claimed from FR863084A external-priority patent/FR1290048A/fr
Publication of DE1116286B publication Critical patent/DE1116286B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M4/00Electrodes
    • H01M4/02Electrodes composed of, or comprising, active material
    • H01M4/36Selection of substances as active materials, active masses, active liquids
    • H01M4/48Selection of substances as active materials, active masses, active liquids of inorganic oxides or hydroxides
    • H01M4/50Selection of substances as active materials, active masses, active liquids of inorganic oxides or hydroxides of manganese
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/04Cells with aqueous electrolyte
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/04Cells with aqueous electrolyte
    • H01M6/06Dry cells, i.e. cells wherein the electrolyte is rendered non-fluid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft; ein galvanisches Primärelement vom Leclanche-Typus.
Derartige Elemente sind seit langem bekannt. Als nachteilig hat sich bei ihnen bisher erwiesen, daß ihre Entladekurve stark abfällt und insbesondere eine hohe Anfangsspitze der Spannung aufweist. Die Hauptursache dafür ist in einem Anstieg des pH-Wertes der positiven Elektrode im Laufe der Entladung zu suchen. Man hat daher diese unerwünschten Erscheinungen dadurch zu beseitigen versucht, daß man saure Substanzen in die positive Elektrode einbrachte, die den pH-Wert im sauren Bereich halten sollten. Bekannte Vorschläge arbeiten beispielsweise mit sauren Fluoriden und stabilisieren den pH-Wert bei etwa 3 oder mit Chlorzink und Salzsäure und stabilisieren bei etwa 1,5. Als nachteilig ist bei diesen Konstruktionen jedoch zu erwähnen, daß durch den stark sauren Charakter des Elektrolyten naturgemäß die Korrosion der Zinkelektrode stark erhöht wird. Außerdem ist in den meisten Fällen mit dieser Stabilisierung die Einbringung unerwünschter Fremdionen in die Zelle verbunden. Schließlich beanspruchen die eingebrachten sauren Substanzen einen Teil des Zellvolumens.
Es war daher Aufgabe der Erfindung, hier Abhilfe zu schaffen und einen Weg zu finden, auf dem sich galvanische Primärelemente mit einer horizontaleren Entladekurve und gleichzeitig befriedigender Lagerfähigkeit herstellen lassen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kombinierte Anwendung eines mit einer alkalischen Lösung behandelten Braunsteins als Depolarisator und eines an sich bekannten ammoniakalischen Salmiakelektrolyten gelöst. Am zweckmäßigsten hat es sich dabei erwiesen, einen Elektrolyten aus einer bei 20° C nahezu gesättigten Salmiaklösung mit solchem Ammoniakgehalt zu verwenden, daß der pH-Wert zwischen 8 und 10, vorzugsweise zwischen 9 und 10, liegt. Dieser pH-Bereich liegt gleichzeitig im optimalen Bereich hinsichtlich der Korrosion der Zinkelektrode, die sowohl in stärker sauren als auch in stärker alkalischen Lösungen wesentlich mehr angegriffen wird. Dadurch ist eine gute Lagerfähigkeit der Zellen gewährleistet. Die Verwendung von Ammoniak zum Alkalisieren des Elektrolyten hat den Vorteil, daß sich Ammoniak praktisch ohne Volumenzunahme im Elektrolyten löst. Außerdem begünstigt Ammoniak zusammen mit einem Salmiaküberschuß in der Puppe die Bildung des grobkristallinen Zn(NHg)2Cl2 oder des löslichen Zn(NH3)4Cl2, die beide den Innenwiderstand der Zelle erheblich weniger erhöhen als die sonst gebildeten feinkristallinen basischen Zinkchloride. Wichtig Galvanisches Primärelement
vom Leclanche-Typus
Anmelder:
Pertrix Union G.m.b.H., Ellwangen/Jagst
Dipl.-Phys. Dr. Joachim Euler, Frankfurt/M.,
ist als Erfinder genannt worden
ist dabei die Verwendung eines Braunsteins, der in seinem pH-Wert so liegt, daß er den des Elektrolyten nicht verschiebt. Dementsprechend liegt also zweckmäßigerweise der Isoaziditätspunkt des verwendeten Braunsteins zwischen 8 und 10, vorzugsweise zwischen 9 und 10.
Die Herstellung eines derartigen Braunsteins kann auf einfachste Weise durch eine Behandlung eines üblichen hochaktiven Braunsteins mit alkalischen Lösungen, wie beispielsweise NH4OH, NaOH, Na2CO3, Ca(OH)2, Ba(OH)2, oder ähnlichem erreicht werden. Man bringt dabei den Braunstein etwa 10 Stunden bei Zimmertemperatur in eine derartige Lösung, worauf er bei erhöhter Temperatur getrocknet und gegebenenfalls noch ausgewaschen wird. Er ist dann mindestens in seiner gesamten Oberfläche so weit alkalisiert, daß er den geforderten Isoaziditätspunkt von 8 bis 10 besitzt. Die Imprägnierung des Braunsteins kann auch bei höheren Temperaturen und dann in entsprechend kürzerer Zeit erfolgen. So sind etwa bei 40° C nur 2 bis 3 Stunden erforderlich.
Eine besonders einfache Art der Vorbehandlung des Braunsteins besteht auch darin, daß man ihn trocken oder mit Wasser befeuchtet von gasförmigem, eventuell feuchtem Ammoniak durchströmen läßt.
Die Vorbehandlung kann an jeder Art Braunstein vorgenommen werden, besondere Vorteile bieten feinkörnige, z. B. elektrolytisch oder durch Fällung hergestellte Braunsteine. Die Herstellung des erfindungsgemäßen Elektrolyten kann entweder durch Einleiten von gasförmigem Ammoniak in eine Salmiaklösung erfolgen oder durch Auflösen von Salmiak in Ammoniakwasser. Es lassen sich aber auch andere Elektrolyte verwenden, sofern sie in dem geforderten pH-Bereich nicht ausfallen. Typische Beispiele dafür sind die Chloride der Alkalimetalle
109 737/106
und der Erdalkalimetalle, z. B. CaCl2, oder auch Mischungen z. B. von NH4Cl und MgCl2.
Als Beispiel einer Zusammensetzung des Elektrolyten für ein Primärelement gemäß der Erfindung sei nachstehend angegeben:
260 Teile Salmiak werden in 440 Teilen Wasser gelöst und mit 350 Teilen konzentriertem Ammoniakwasser versetzt. Der pH-Wert liegt zwischen 9 und 10. 75 g dieses Elektrolyten werden mit 28 g Mehl verdickt und bei 80° C verkocht.
Dieser Elektrolyt wurde in Kombination mit einem Depolarisator aus elektrolytisch hergestelltem Braunstein, der etwa 14 Stunden bei 20° C mit konzentriertem Ammoniakwasser behandelt und anschließend bei 60° C getrocknet worden war, in einem Primärelement verwendet. Es ergab sich dabei die in der Figur dargestellte Entladekurve, in der deutlich zu ersehen ist, daß das erfindungsgemäß aufgebaute Primärelement eine wesentlich gleichmäßigere Entladespannung besitzt als die üblichen, bisher bekannten Leclanche-Zellen, deren Entladung beispielsweise in der Kurve 2 dargestellt ist. Gleichzeitig ist aus der Figur noch zu ersehen, daß die erfindungsgemäßen Primärelemente ihre Spannung über einen weitaus längeren Zeitraum behalten, also eine größere nutzbare Entladedauer besitzen.

Claims (7)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Galvanisches Primärelement vom Leclanche-Typus, gekennzeichnet durch die Kombination eines mit einer alkalischen Lösung behandelten Braunsteins als Depolarisator mit einem ammoniakalischen Salmiakelektrolyten.
2. Galvanisches Primärelement nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Elektrolyten aus einer bei 20° C nahezu gesättigten Salmiaklösung, z. B. aus 20 bis 27 Teilen Salmiak auf 100 Teile Lösung, mit einem solchen Ammoniakgehalt, daß der pH-Wert des Elektrolyten zwischen 8 und 10, vorzugsweise zwischen 9 und 10, liegt.
3. Galvanisches Primärelement nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Depolarisator mit Braunstein von einem Isoaziditätspunkt zwischen 8 und 10, vorzugsweise zwischen 9 und 10.
4. Verfahren zur Herstellung eines galvanischen Primärelementes nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß hochaktiver Braunstein mit Alkali- oder Erdalkalilauge oder Soda behandelt wird.
5. Verfahren zur Herstellung eines galvanischen Primärelementes nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß hochaktiver Braunstein mit gasförmigem, vorzugsweise feuchtem Ammoniak behandelt wird.
6. Verfahren zur Herstellung eines galvanischen Primärelementes nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß gasförmiger Ammoniak in eine wäßrige Salmiaklösung bis zur Sättigung eingeleitet wird.
7. Verfahren zur Herstellung eines galvanischen Primärelementes nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Salmiak in einer wäßrigen Ammoniaklösung aufgelöst wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 35 392, 387 072;
britische Patentschriften Nr. 663 453, 772 038;
USA.-Patentschrift Nr. 2 919 216.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 737/106 10.61
DEP25084A 1960-05-27 1960-05-27 Galvanisches Primaerelement vom Leclanche-Typus Pending DE1116286B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP25084A DE1116286B (de) 1960-05-27 1960-05-27 Galvanisches Primaerelement vom Leclanche-Typus
GB1916261A GB972882A (en) 1960-05-27 1961-05-26 Galvanic primary cell

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP25084A DE1116286B (de) 1960-05-27 1960-05-27 Galvanisches Primaerelement vom Leclanche-Typus
FR863084A FR1290048A (fr) 1961-05-27 1961-05-27 élément de pile galvanique

Publications (1)

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DE1116286B true DE1116286B (de) 1961-11-02

Family

ID=25989971

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP25084A Pending DE1116286B (de) 1960-05-27 1960-05-27 Galvanisches Primaerelement vom Leclanche-Typus

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DE (1) DE1116286B (de)

Citations (5)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE35392C (de) * W. HELLESEN in Kopenhagen Neuerung an elektrischen Batterien
DE387072C (de) * 1922-03-28 1923-12-20 Herman Douglas Nyberg Galvanisches Element
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US2919216A (en) * 1956-11-30 1959-12-29 Sidney A Corren Electrolyte for electrochemical cells

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