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Wasserfreie insektizide Schädlingsbekämpfungsmittel Die insektizide
Wirkung wasserfreier, Pyrethroide enthaltender Schädlingsbekämpfungsmittel ist bekannt,
wobei unter Pyrethroiden neben Pyrethrum Pyrethrumextrakte und die unter der Bezeichnung
Allethrin (Allylhomologes des Cinerin I) oder seinen Homologen bekannten synthetischen
Produkte verstanden weiden.
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Ferner ist es bekannt, die Giftwirkung mancher als Schädlingsbekämpfungsmittel
bekannter Stoffe durch den Zusatz synergistisch wirkender Stoffe zu erhöhen. Diese
Substanzen mit weit voneinander abweichender chemischer Struktur und zuweilen heftigem
Geruch, die gewöhnlich etwas lähmende oder tödliche Eigenwirkung besitzen, zeigen
in Kombination mit bekannten Giftstoffen eine biologische Wirkung, die größer als
die Summe der biologischen Wirkungen der einzelnen Bestandteile solcher Zubereitungen
ist.
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Es wurde nun gefunden, daß man eine unerwartete Steigerung der Wirkung
von Pyrethroide enthaltenden wasserfreien insektiziden Schädlingsbekämpfungsmitteln
dadurch erzielen kann, wenn sie, in einer Mineralölfraktion des Kerosintyps gelöst,
ein Pyrethroid und einen gewichtsmäßigen Überschuß an einem Stickstoffbasensalz
aus der Gruppe von öllöslichen Salzen des Ammoniaks oder seiner Alkylierungsprodukte
oder von Alkylenaminen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen mit Alkylarylmonosulfonsäuren,
deren Alkylgruppen 6 bis 30 Kohlenstoffatome enthalten und deren Arylgruppe entweder
einen Benzol- oder einen Naphthalinrest darstellt, als synergistisch wirksamen Bestandteil
enthalten.
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Da der Wert von pyrethrumartigen Stoffen, welche noch die für Säugetiere
am wenigsten schädlichen Insektizide darstellen, in der Hauptsache in der lähmenden
Wirkung kleiner Dosen zu sehen ist, ist die gewünschte Wirkung eines synergistisch
wirkenden Stoffes hauptsächlich eine vermehrte tödliche Wirkung ohne wesentliche
Steigerung der Giftwirkung gegenüber Säugetieren.
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Vielfach hat es sich auch als zweckmäßig erwiesen, daß man dem Pyrethroid
zusätzlich insektizide Stoffe, die gleichfalls in den vorgenannten Paraffinölen
löslich sind, zusetzt. Solche Stoffe sind Diaryltrichloräthanderivate, kernpolyhalogenierte
aromatische und cycloaliphatischer Verbindungen, alkylierte aromatische Kohlenwasserstoffe
oder Gemische dieser Stoffe.
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Zweckmäßig verwendet man ferner 0,2 bis 3 °/o des synergistisch wirkenden
Stoffes, auf das Gesamtgewicht des Schädlingsbekämpfungsmittels berechnet.
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Die in Zubereitungen nach der vorliegenden Erfindung neben den Pyrethroiden
zu verwendenden Verbindungen sind öllösliche Salze von alkylierten aromatischen
Sulfonsäuren mit niedermolekularen Stickstoffbasen. Der Ausdruck »öllöslich« wird
verwendet, um die Löslichkeit in solchen Mineralölfiaktionen anzuzeigen, wie sie
gewöhnlich zum Lösen und bzw. oder Verdünnen von Insektiziden verwendet weiden.
Solche Mineralölfraktionen enthalten notwendigerweise, wenn überhaupt, nur sehr
geringe Anteile an aromatischen und cyclischen Bestandteilen und sind als die verschiedenen
Marken von mehr oder weniger desodorisiertem Paraffinöl erhältlich. Der erforderliche
Löslichkeitsgrad wird zumeist durch den beabsichtigten Gebrauch der Salze und die
erwünschten Konzentrationen für fertige Insektizide oder für höherkonzentrierte
Produkte zur Herstellung der ersteren bedingt. In letzterem Falle wählt man Produkte
höherer Löslichkeit, als bei der Herstellung verdünnter Lösungen erforderlich ist.
Im allgemeinen besitzen die Salze von Sulfonsäuren mit längeren oder mehreren Alkylgruppen
höhere Löslichkeit oder gar vollständige Mischbarkeit in bzw. mit den genannten
Mineralölfraktionen.
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Beispielsweise werden die Sulfonsäuren, die zur Herstellung der nach
der Erfindung zu verwendenden Stickstoffbasensalze dienen, durch Sulfonierung von
Alkylbenzolen oder Alkylnaphthalinen erhalten, die
ihrerseits beispielsweise
-nach Friedel-Crafts oder durch Kondensation in der Dampfphase erhältlich sind.
Sie können durch gleichzeitige Alkylierung und Sulfonierung zusammen mit Alkanolen
hergestellt werden. Um Salze mit genügender Öllöslichkeit zu erhalten, müssen der
einzelne oder mehrere Alkylreste des aromatischen Kerns zusammen mindestens 6, vorzugsweise
8 bis 30 Kohlenstoffatome enthalten, wobei die Produkte mit einzelnen längeren Ketten
gegenüber den Produkten mit einer Mehrzahl kürzerer Ketten bevorzugt sind. Es ist
nicht erforderlich, daß ein gewisses Sulfonsäureprodukt ausschließlich aus einer
Verbindung besteht, vielmehr kann ein solches Produkt aus einem Gemisch von Sulfonsäuren
bestehen, die Alkylgruppen mit verschiedener Länge aufweisen. Solche Mischungen
lassen sich aus wenig gereinigten Rohstoffen herstellen, ohne daß ihre Wirksamkeit
für die Zwecke der vorliegenden Erfindung beeinträchtigt wird.
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So kann z. B. ein Sulfonsäuregemisch verwendet werden, welches durchschnittlich
10, 12 oder 16 Kohlenstoffatome in Alkylketten des Benzols oder Naphthalins enthält,
doch in welchen die Anzahl der Kohlenstoffatome in den einzelnen Alkylketten zwischen
4 bis 6 Kohlenstoffatomen unter oder über den gegebenen Zahlen schwanken kann. Dementsprechend
lassen sich die Sulfonsäuren, die oft als Mineralölsulfonsäure bezeichnet werden
und durch Raffination von Mineralweißölen erhalten werden, zur Ausführung der vorliegenden
Erfindung verwenden.
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In den die Erfindung betreffenden Mischungen werden diese Sulfonsäuren
in Form ihrer Salze mit niedermolekularen Stickstoffbasen angewendet. Solche Stickstoffbasen
sind Ammoniak und seine Alkylierungsprodukte, z. B. die Mono- und Polymethyl-, -äthyl-,
-propyl-, -butyl-, -amyl- und -hexylamine und Heterocyclen, wie Pyrrolidine und
Piperidine.
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Solche Salze lassen sich direkt durch Umsetzung der freien Sulfonsäuren
mit einer Stickstoffbase oder einem Gemisch von Stickstoffbasen herstellen, gewünschtenfalls
in Gegenwart eines Lösungs- oder Kühlmittels, z. B. Petroläther oder höherer Fraktionen
von Mineral- oder Kohlenteerölen mit nachfolgender Verdampfung von etwa gegenwärtigem
Wasser und des Lösungs- oder Kühlmittels, wenn die Abwesenheit des letzteren im
Endprodukt vorgezogen wird. Oder man kann technisch erhältliche Natriumsalze zersetzen,
z. B. mit Schwefelsäure, worauf die erhaltenen freien Sulfonsäuren in jeder üblichen
Weise abgetrennt werden und endlich mit der gewünschten Stickstoffbase oder Stickstoffbasen
umgesetzt werden. Je nach den Bestandteilen der Salze sind letztere viskose, honigähnliche
Flüssigkeiten bei Raumtemperatur oder Feststoffe, die bei mäßigem Erwärmen schmelzen.
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Die Sulfonsäuren sollen zweckmäßig in einer Menge von mindestens etwa
0,2 Gewichtsprozent der fertigen insektiziden Zubereitungen verwendet werden. In
den Fällen, in welchen die fertige Zubereitung kein anderes Mittel mit hervorstechender
Lähmungswirkung enthält oder nur eine kleine Menge eines solchen Mittels, wird die
Menge an sulfonsaurem Salz vorzugsweise auf 2,0 bis 3,0 Gewichtsprozent der fertigen
Zubereitung gesteigert.
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Wie bereits erwähnt, können im wesentlichen zur Erhöhung der lethalen
Wirkung der Schädlingsbekämpfungsmittel nach der Erfindung Diaryltrichloräthanderivate,
z. B. Bis-(methoxyphenyl)-trichloräthan, 1,1,1-Trichlor-2,2-bis-(p-chlorphenyl)-äthan
u. dgl., kernhalogenierte aromatische und cycloaliphatische Verbindungen, z. B.
Hexachlorbenzol oder 1,2,4,5,6,7, 8, 8- Octachlor-2, 3, 3 a, 4, 7, 7 a-hexahydro-4,
7-methylinden, und alkylierte aromatische Verbindungen, vor allem die Methylnaphthaline
beigemischt werden.
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Zusammenfassend ist zu bemerken, daß durch den Zusatz der Stickstoffbasensalze
nach der Erfindung, die für sich keinerlei lethale Wirkung besitzen und gegenüber
Säugetieren nur sehr geringe Toxizität aufweisen, eine sehr erhebliche synergistische
Wirkung gegenüber der insektiziden Wirkung der Pyrethroide und gegebenenfalls insektizider
Zusatzstoffe allein hervorgerufen wird, durch die eine frühzeitige Lähmung neben
einer wesentlich höheren Sterblichkeit erzielt wird.
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Die Mischungen der sulfonsauren Salze mit Pyrethroiden und gegebenenfalls
anderen Insektiziden werden in Form von homogenen Lösungen sowohl als Sprühregen
als auch als Aerosole verwendet. Lm allgemeinen wird vorgezogen, die Mischungen
der sulfonsauren Salze mit den organischen Giftstoffen in Form klarer Lösungen in
Mineralölfraktionen herzustellen, die die gewünschte Konzentration aufweisen und
von wesentlichen Mengen an Wasser frei sind.
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Es wurde festgestellt, daß Mineralöllösungen von sulfonsauren Salzen,
die nach der vorliegenden Erfindung verwendet werden, keine tiefere Viskosität und
niedrigere Oberflächenspannung aufweisen als die entsprechenden Öle selbst, doch
zeigen sie in den meisten Fällen etwas höhere Werte. Dementsprechend kann angenommen
werden, daß die Wirkung der genannten sulfonsauren Salze nicht physikalischen, sondern
physiologischen Erscheinungen zuzuschreiben ist.
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Während die Art der Stickstoffbase in den bei den Zubereitungen nach
der vorliegenden Erfindung verwendeten Sulfonsäuresalzen im Hinblick auf die biologische
Wirksamkeit auf fliegende Insekten ziemlich gleichgültig ist, erhält man eine schnellere
und bessere Wirkung auf kriechende Insekten im allgemeinen mit Salzen von Alkylaminen,
die Alkylgruppen mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 3 bis 5 Kohlenstoffatome,
in Form einer verzweigten Kette enthalten. Beispielsweise läßt sich in Mischungen
mit Allethrin die lethale Wirkung des letzteren, beispielsweise auf Schaben, durch
den Zusatz eines Ammoniumsalzes verdoppeln. Sie kann bis auf das Sechs- oder Siebenfache
über die von Allethrin allein durch den Zusatz eines Salzes eines Amins, wie Propyl-,
Butyl- oder Amylamin, gesteigert werden. Infolgedessen können besondere Salze leicht
;n Übereinstimmung mit dem beabsichtigten Gebrauch der fertigen Zubereitungen ausgewählt
werden.
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Bei der Prüfung der Zubereitungen nach der Erfindung im Freien unter
verschiedenen Bedingungen wurde gefunden, daß ihre Wirkung durch geringe Feuchtigkeit
und hohe Temperaturen viel weniger beeinträchtigt wird als die von Zubereitungen,
die aus den gleichen Giftstoffen unter gleichen Bedingungen, jedoch in Abwesenheit
von Sulfonsäuresalzen nach der vorliegenden Erfindung hergestellt worden sind. Daher
erhält man sehr gute Ergebnisse mit den erfindungsgemäßen Zubereitungen selbst in
trockenen Gegenden.
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Aus der britischen Patentschrift 350 897 waren insektizide Schädlingsbekämpfungsmittel
bekannt, die aus insektiziden Stoffen im Gemisch mit Alkalimetallsulfonaten in Mineralölen
gelöst bestehen. Im Gegensatz hierzu werden nach der vorliegenden Erfindung
keine
Alkalimetallverbindungen, sondern Ammonium-bzw. Aminsalze von Alkylarylsulfonsäuren
Pyrethrum-Insektiziden zugesetzt, wobei nach Vergleichsversuchen, die unter gleichen
Bedingungen mit Alkalimetallsalzen ausgeführt werden, ein technischer Fortschritt
den letzteren gegenüber erzielt wird. Während nämlich bei Verwendung der beanspruchten
Sulfonate ein synergistischer Effekt in bezug auf die insektizide Wirkung der Pyrethroide
erzielt wird, erhält man keine solche synergistische Wirkung, wenn man die beanspruchten
Sulfonate durch Alkalimetallsulfonate ersetzt.
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Aus der französischen Patentschrift
909530 ist es ferner bekannt,
toxischen Wirkstoffen Sulfonsäuresalze des Ammoniaks oder substituierten Ammoniaks
zuzusetzen, die Benetzungsmittel sind und dazu dienen, in wäßrigem Medium Benetzung
und Kontakt mit den zu bekämpfenden Organismen und dadurch die Wirkung zu erhöhen.
Im Gegensatz zu der Wirkung dieser bekannten Mischungen, die nicht Pyrethrine betreffen,
handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um eine echte synergistische Wirkung,
bei der durch die gleichzeitige Verwendung der beanspruchten Stoffe eine gegenseitige
Beeinflussung und eine in ihrem Charakter veränderte erhöhte insektizide Wirkung
zustande kommt.
| Beispiele 1 bis IX |
| Nr. |
| des Giftstoff in Sulfonsaures Salz Milli- |
| Bei- Milligramm gramm |
| spiels |
| I Pyrethrum- Isopropylaminsalz der 500 |
| extrakt- Dodecylbenzolmono- |
| stoffe 100 sulfonsäure |
| 1I Allethrin 100 Ammoniumsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| III Allethrin 100 Dimethylaminsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| IV Allethrin 100 Trimethylaminsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| V Allethrin 100 Äthylaminsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| VI Allethrin 100 Allylaminsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| VII Allethrin 100 Isopropylaminsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| VIII Allethrin 100 Isobutylaminsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| IX Allethrin 100 Isoamylaminsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| Beispiele X bis XVI |
| Nr. |
| des Giftstoff in Milli- |
| Bei- Milligramm Sulfonsaures Salz gramm |
| spiels |
| X Allethrin 100 n-Hexylaminsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| XI Allethrin 100 Cholinsalz der Dodecyl- 400 |
| benzolmonosulfon- |
| säure |
| XII Allethrin 100 Pyrrolidinsalz der 400 |
| Dodecylbenzolmono- |
| sulfonsäure |
| XIII Allethrin 100 Piperidinsalz der 500 |
| Dodecylbenzol- |
| monosulfonsäure |
| XIV Allethrin 100 Ammoniumsalz eines 500 |
| Gemisches von C"- |
| C2$-Alkylbenzol- |
| nronosulfonsäuren |
| XV Allethrin 100 Isopropylaminsalzeines 500 |
| Gemisches von |
| Alkylarylsulfonsäuren |
| aus der Weißöl- |
| raffination (Mineral- |
| ölsulfonsäuren) |
| XVI Alleihrin 100 Ammoniumsalz der Di- 500 |
| isopropylnaphthalin- |
| monosulfonsäure |
Die Beträge an Giftstoffen und Sulfonsäuresalzen, wie sie in allen Beispielen I
bis XVI angegeben sind, wurden in einer solchen Menge desodorisierten Paraffinöls
gelöst, daß 100 ccm der Lösung in jedem Falle erhalten wurden, wodurch mit I bis
XVIII weiter unten bezeichnete Lösungen gebildet wurden.
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Außerdem wurden Lösungen hergestellt, indem in d :m obengenannten
desodorisierten Paraffinöl folg °,nde Substanzen unter Herstellung von 100 ccm Lösung
in jedem Fall gelöst wurden: (a) Pyrethrumextraktstoffe . . . . . . . . 50 mg (b)
Amtliches Vergleichsmittel
..... 100 mg-(c) Allethrin . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . 50 mg (d) Allethrin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
100 mg (e) Isopropylaminsalz der Dodecylbenzolmonosulfonsäure
....... 500
mg (f) Ammoniumsalz eines Gemisches von C"-C2g-AlkylbenzolSulfOnsäuren ......................
500 mg Die oben beschriebenen Lösungen I bis XVI und (a) bis (f) wurden auf ihre
Fliegenwirkung nach der Standard Peet-Grady-Methode an großen Fliegenmengen geprüft,
wie in »Soap«, Blue Book, 1952, S.255, beschrieben. Die Ergebnisse werden in der
folgenden Tabelle I gezeigt.
| Tabelle I |
| o Oberhalb oder |
| Lösung °/o Lähmung in /o Sterblichkeit unterhalb des |
| in 24 Stunden Vergleichs- |
| 3 Min. 5 Min. l OMin. mittels |
| i |
| (a) 94 ; 95 96 22 -14 |
| (b) 98 99 ' 99 35 bis 45 0 |
| (c) 94 95 97 30 -10 |
| (d) 96 98 99 50 -f-10 |
| (e) 66 65 ' 50 8 -34 |
| (f) 67 58 42 3 -38 |
| 1 99 ' 99 99 65 -y-16 |
| 11 97 98 f 99 86 -f-42 |
| 111 96 97 99 79 -1--35 |
| IV 97 98 99 85 -1-42 |
| V 98 99 99 86 +41 |
| VI 96 97 100 82 -;-41 |
| VII 98 f 99 100 84 -1-36 |
| VIII 97 98 99 75 -y-32 |
| IX 97 j 98 100 72 -y-32 |
| X 97 98 99 89 -I-40 |
| XII 94 96 ' 99 71 -f-31 |
| XIII 97 y 98 99 91 -f-50 |
| XIV 98 l 98 .' 99 84 -f-37 |
| XV 99 99 99 76 -y-35 |
| XVI 96 98 ! 99 73 -y-31 |
| XVII 97 97 ` 99 71 -f-33 |
| VIII 96 97 99 76 -f-34 |
Die Wirkung der erfindungsgemäßen Mischungen wurde auf deutsche männliche Schaben
durch eine Versuchsmethode, die in »Soap«, Bd. 22, S.145 (1946), beschrieben ist,
geprüft, wobei die oben beschriebenen Lösungen 1, VII, VIII, IX, XII, XIII, XIV,
XV, XVIII, (b), (c), (d), (e), (f) verwendet werden.
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Die Ergebnisse der Teste werden in der folgenden Tabelle II gezeigt:
| Tabelle 1I |
| Ober- °/° Sterblichkeit - oder |
| Lösung unterhalb des |
| Vergleichs- |
| ccm 24 Std. ' 48 Std. mittels |
| (b) 0,4 78 183 bis 85 |
| (d) 0,4 5 I 16 - 70 |
| (c) 0,4 4 13 - 73 |
| (e) 0,4 0 0 - 85 |
| (f) 0,5 0 0 - 83 |
| 1 _ 0,4 88 91 '-, 6 |
| VII 0,4 66 86 - 2 |
| VIII 0,4 45 82 - 13 |
| XII 0,4 31 57 -30 |
| IX 0,4 69 95 -F- 10 |
| XIIl 0,4 51 69 -22 |
| XIV 0,4 39 62 -30 |
| XV 0,4 42 64 - 19 |
Die Möglichkeit des Ersatzes großer Mengen Pyrethrumextraktstoffe in Aerosolen dadurch,
daß man Allethrin mit einem der verwendeten Salze nach der Erfindung kombiniert,
wird durch folgende Teste gezeigt, die nach einer Prüfungsmethode durchgeführt wurden,
die in »Soap«, Blue Book, 1952, S. 251, beschrieben wurde.
| Tabelle III |
| Isopropylamin- Lähmung °/° Sterb@ich- |
| Pyrethrine Alle- Piperonyl- DDT Methylierte salz der Dode-
keit °/° |
| thrin butoxyd Naphthaline cylbenzolmono- 24 Std. |
| sulfonsäure 5 Min. I10Min.I15Min. |
| °J° des betreffenden Stoffes, bezogen auf das Gesamtmittel |
| (1) 0,2 - 0,5 2,0 5,0 - 33 47 59 73,0 |
| Amtliches Versuchstest- |
| Aeroso10,4 2,0 29 i 41 52 82,3 |
| (2) - 0,2 - 2,0 5,0 1,0 29 45 58 81,5 |
| Amtliches Versuchstest- |
| Aerosol0,4 2,0 23 35 41 68 |
| (3) - 0,2 - 2,0 7,2 2,0 23 36 41 74,0 |
| Amtliches Versuchstest- |
| Aerosol 0,4 2,0 23 ' 35 41 68 |
Die obigen Konzentrationen bezeichnen die Prozentsätze an aktiven Bestandteilen
in dem fertigen Aerosol-Sprühnebel, der aus 42,5 °/o Trichlorfluormethan (Freon
11) und Dichlordifiuormethan (Freon 12) und
1501, eines Konzentrats, in welch
letzterem sich der Gehalt an aktiven Bestandteilen befand, aus desodorisiertem Paraffinöl
bestand.
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Beispiel XIX Eine Fläche in der Nachbarschaft von Schweineställen
in Arizona wurde regelmäßig mittels einer Nebelvorrichtung mit einem Sprühregen
besprüht, der 0,2 Gewichtsprozent (0,25 °/o Gewicht pro Volumen, insbesondere 0,25
g auf 100 ccm) Pyrethrumextraktstoffe enthielt, wobei die Wirkung mit Hilfe von
(elektrisch tötenden) Fliegenfallen festgestellt wurde, was die Anzahl überlebender
Fliegen ergab. Um nun die Kosten dieser Behandlung herabzusetzen, wurde die Fläche
zuerst mit 1,1,1-Trichlor-2,2-bis-(p-chlorphenyl)-äthan und, nachdem die Fliegen
gegenüber Sprühnebeln, die bis zu 10°/0 1,1,1-Trichlor-2,2-bis-(p-chlorphenyl)-äthan
enthielten, widerstandsfähig wurden, mit 10 % Octachlor-hexahydro-endomethyleninden,
511-10 y-Hexachlorcyclohexan und 30/, O,O-Diäthyl
-O-p-nitrophenyl-thionophosphat
besprüht. In jedem Falle konnte die Verminderung der Fliegenanzahl nicht über 700/Q
gesteigert werden im Vergleich mit der anfänglichen Verminderung von etwa 92 °/Q.
Die Fläche wurde dann mit derselben Vorrichtung mit einem Sprühnebel besprüht, der
aus 0,26 0/Q (Gewicht pro Volumen, insbesondere 0,26 g auf 100 ccm) Allethrin, 1,3"/,
Äthylhexyl-diketopyrrolidin entsprechend der USA.-Patentschrift 2476512 und
1,30/, des Isopropylaminsalzes der Dodecylbenzolmonosulfonsäure in desodorisiertem
Paraffinöl bestand, wodurch die Verminderung der Fliegenanzahl auf 94 und
950/, umschlug, ohne bemerkenswerte Abnahme innerhalb von 5 Monaten.
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In der vorliegenden Beschreibung bezeichnet der Ausdruck »Allethrin«
das synthetische Analoge des Cinerins I, d. h. ein d,l-2-Allyl-4-oxy-3-methyl-2-cyclopenten-l-on,
das mit einem Gemisch von cis- und trans-Chrysanthemummonocarbonsäuren verestert
ist, wobei die angegebenen Mengen 100 0/Q dieser Ester aus handelsüblichem 90 0/Qigem
Material entsprechen, wie durch Wasserstoffabspaltung oder eine andere geeignete
Methode analytisch gefunden wurde.
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Der Ausdruck »methylierte Naphthaline« bezeichnet handelsübliche Mischungen
von Mono-, Di und Trimethylnapthalinen mit einem vorwiegenden Prozentsatz an Dimethylnaphthalinen.
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Der Ausdruck »Piperonylbutoxyd« bezeichnet das Handelsprodukt, das
hauptsächlich aus 3,4-Methylendioxy-6-propyl-benzyl-l-butyl-diäthylenglykoläther
besteht.
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Aus der vorhergehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß die Erfindung
nicht auf die speziellen einzelnen Stoffe, Anteilsverhältnisse und andere besondere
Einzelheiten, wie sie oben beschrieben sind, beschränkt ist und mit vielen Modifikationen
in der technischen Praxis ausgeführt werden kann. Beispielsweise lassen sich technisch
erhältliche Sulfonsäuren, z. B. Dodecylbenzolsulfonsäure, durch Decyl- oder Hexadecylbenzolsulfonsäuren
sowie Düsopropylnaphthalinsulfonsäure oder die entsprechenden Sulfonsäuren, die
man aus Benzol oder Naphthalin mit Hilfe von Diamylen und rauchender Schwefelsäure
erhalten kann, oder durch Alkyltetrahydronaphthalinsulfonsäuren ersetzen. Gegebenenfalls
können die nach der vorliegenden Erfindung zu verwendenden Salze aus Mischungen
der verschiedenen Sulfonsäuren hergestellt werden, und auch Mischungen der verschiedenen
Basen verwendet werden, wobei für annähernd genaue Neutralisation Sorge zu tragen
ist, so daß die erhaltenen Produkte praktisch neutral sind oder in Wasser nur sehr
wenig Alkalität oder Azidität besitzen, was von ihrer Herstellung oder den unterschiedlichen
Ionisationskonstanten der Bestandteile herrührt. In den meisten Fällen werden die
Salze von ziemlich flüchtigen niederen Stickstoffbasen für die technische Verwendung
bevorzugt.