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Vorrichtung zum Herstellen und Abstandbilden von Verbindungsblättchen
für Mundstückzigaretten oder von anderen Abschnitten Die Erfindung betrifft eine
Vorrichtung zum Herstellen und Abstandbilden von Verbindungsblättchen für Mundstückzigaretten
oder von anderen Abschnitten, die von einem Band mittels einer Saugwalze gefördert
und auf dieser von einer Schneidvorrichtung abgetrennt werden. Bei derartigen Saugwalzen
muß die Umfangsgeschwindigkeit der Saugwalze größer als die Zuführgeschwindigkeit
des Bandes sein, um zwischen den geschnittenen Blättchen einen Abstand zu bilden.
Dieser Abstand ist bekanntlich notwendig, um die Abschnitte von der Saugwalze abnehmen
und unmittelbar anschließend auf die ebenfalls in Abständen ankommenden Zigaretten-Mundstück-Gruppen
aufbringen zu können, um die sie dann anschließend im Bereich von deren Stoßstellen
als Verbindungsblättchen herumgewickelt werden. Aus diesem Grunde schlupft das Bandmaterial
auf der Oberfläche der Saugwalze. Dies bedingt, daß die drei am Schneidvorgang beteiligten
Elemente, nän-flich die Saugwalze, das Bandmaterial und die Schneidvorrichtung,
nicht mit gleicher Geschwindigkeit umlaufen dürfen. Entweder man sieht die gleiche
Geschwindigkeit für Sang- und Messerwalze oder aber für Bandmaterial und Messerwalze
vor. In beiden Fällen ist die Abnutzung der Messerschneide erheblich, da sowohl
das Schleifen auf der harten Saugwalzenoberfläche als auch das Schleifen auf dem
Papier die Messerschneide stark beansprucht.
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In den meisten Fällen ist man dazu übergegangen, die Saugwalze und
die Messerwalze mit gleicher Geschwindigkeit umlaufen zu lassen und nimmt dabei
in Kauf, daß das Band auf das Messer wie eine Schleifscheibe wirkt. Hinzu kommt,
daß der Zug, den die Saugwalze auf das Band bzw. den abzuschneidenden Bandabschnitt
während des Schneidens ausübt, häufig zu einem frühzeitigen Abreißen dieses Bandabschnittes
führt, ohne daß er sauber abgeschnitten ist. Dies ist besonders dann der Fall, wenn
die Messer nicht gleichmäßig angreifen.
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Es ist auch schon vorgeschlagen worden, mit einer gleichförmig umlaufenden,
das Band mit Schlupf fördernden, als Gegenmesser dienenden Saugwalze eine durch
ein Ellipsengetriebe während des Schnittes auf gleiche Umfangsgeschwindigkeit wie
die Saugwalze gebrachte, anschließend beschleunigte und bei dem nächsten Schnitt
wieder auf Saugwalzengeschwindigkeit verzögerte Einmesserwalze derart zusammenarbeiten
zu lassen, daß die Umdrehungsdauer der Einmesserwalze dem Förderweg des Bandes um
die notwendige Länge der Verbindungsblättchen und dem Abstand der Abschnitte auf
der Saugwalze entspricht. Es ist auch grundsätzlich bekannt, das Abschneiden des
Bandes schlagartig, und zwar durch eine schlagartig erfolgende Bewegung des Messers
gegen die Saugwalzenoberfläche, durchzuführen.
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Schließlich sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Umfangsfläche
der Saugwalze unterteilt ist und die die abgeschnittenen Verbindungsblättchen fördernden
Oberflächenteile mit größerer Geschwindigkeit bewegbar sind als die das Band fördernden
Flächenteile, indem sie auf dem Wege von der Schneid- zur Abgabestelle z. B. radial
nach außen bewegbar und nach erfolgter Abgabe in ihre Ausgangslage zurück bewegbar
oder in Drehrichtung beschleunigbar vorgesehen sind.
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Von den beschriebenen Vorrichtungen unterscheidet sich die Vorrichtung
nach der Erfindung dadurch, daß die Saugwalze planetar drehbar gelagert ist.
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Dadurch wird erreicht, daß sich während des Abschneidens die Saugwalze,
das Band und die Schneidvorrichtung mit gleicher Geschwindigkeit bewegen und nach
erfolgtem Schneidvorgang der der Schneidstelle zugekehrte Teil der Oberfläche der
Saugwalze schneller bewegt, als das Band zugeführt wird.
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Die Saugwalze ist zu diesem Zweck vorteilhaft lose drehbar auf einem
exzentrischen Zapfen einer im Takt der Maschine umlaufenden Antriebswelle gelagert
und wälzt sich mit ihrem Antriebszahnrad mit der gewünschten Geschwindigkeit und
Förderrichtung an einem ortsfesten Innenzahnkranz ab.
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Ein besonderer Vorteil dieser Drehbewegung der Saugwalze besteht darin,
daß eine Einmesserwalze verwendet werden kann, deren Walzenkörper an der dem Messer
abgekehrten Seite in einem durch die
oszillierende Bewegung der
Saugwalze vorgegebenen Maße vergrößert sein kann. Hierdurch erhält man bei dem der
geforderten Umfangsgeschwindigkeit entsprechenden geringen Schneldkreisdurchmesser
der Messerwalze einen Walzenkörper, in dem das Messer und seine Halterung in jeder
beliebigen Form und Anordnung untergebracht werden kann.
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Die durch die vorgesehene Ausbildung des Messerwalzenkörpers auftretende
Unwucht kann ohne Schwierigkeiten durch bekannte Maßnahmen, etwa durch Verwendung
von Material unterschiedlichen Gewichtes und/oder Beschränkung der verwendeten Materialquerschnitte
auf der der Messerschneide abgekehrten Seite des Walzenkörpers, ausgeglichen werden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht der Vorrichtung, Fig. 2 die Vorrichtung
ohne Einmesserwalze, ün Schnitt nach der Linie A-B gemäß Fig. 1,
Fig.
3 eine vergrößerte Teilansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1, und zwar
die Einmesserwalze, Fig. 4 eine Ansicht eines Teiles der Vorrichtung gemäß Fig.
1 kurz vor dem Schnittzeitpunkt, Fig. 5 im Schnittzeitpunk# Fig.
6 kurz nach dem Schnitt und Fig. 7 eine Teilansicht der Saugwalzenlage
in ihrem größten Abstand von der Einmesserwalze.
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Die Vorrichtung besteht aus der Saugwalze 1, die mit ihrem
Antriebszahnrad 5 auf einem exzentrischen Zapfen 2 der Antriebswelle
3 lose drehbar gelagert ist, die wiederum in dem Maschinengestell M gelagert
ist. An diesem Maschinengestell M ist konzentrisch zu der Antriebswelle
3 ein ortsfester Innenzahnkranz 4 befestigt, der mit dem Antriebszahnrad
5 zusammenarbeitet. Als Schneidvorrichtung ist eine mit der Saugwalze
1 zusammenarbeitende Eimnesserwalze 6
vorgesehen, deren Messer mit
6b bezeichnet ist. Die Einmesserwalze 6 mit dem Messer 6
b ist (s. Fig. 7)
exzentrisch auf der Welle 9 befestigt.
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Die Antriebswelle 3 macht pro Takt der Maschine eine Umdrehung.
Das bei dieser Umdrehung auf dem Exzenterzapfen 2 umlaufende, sich an dem Innenzahnkranz
4 planetenartig abwälzende Antriebszahnrad 5 dreht die Saugowalze
1 mit einer Geschwindigkeit, die dem Verhältnis der Zähnezahl des Innenzahnkranzes
4 und des Antriebszahnrades, 5 entspricht. Dieses Verhältnis wird durch die
Teilung der Saugwalze 1 bestimmt. Hat etwa die Saugwalze 1
eine Teilung
von zwölf, d. h- eine Auflagefläche für zwölf Blättchen, dann ist die Zähnezahl
des Antriebszahnrades 5 um ein Zwölftel geringer als, die Zähnezahl des Innenzahnkranzes
4. Durch diese Differenz der Zähnezahl wird die Saugwalze 1. bei jeder Umdrehung
der Antriebswelle 3, bezogen auf den Exzenterzapfen 2, auf diesem um eine
Teilung gedreht. Die Saugwalze 1 führt daher zusätzlich zu ihrer planetaren
Umlaufbewegung eine im Takt der Maschine erfolgende oszillierende Bewegung von der
Schnittstelle weg und wieder zurück aus, und es ist bei dieser durch den Exzenterzapfen
2 bedingten oszillierenden Bewegung der Saugwalze 1 dafür gesorgt, daß deren
Bewegung im Takt der Maschine eindeutig mit ihrer Winkelbewegung synchronisiert.
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Betrachtet man diese zusammengesetzte Umfangsgeschwindigkeit der Saugwalzenaberfläche
an der Schneidstelle zum Schneidzeitpunkt, so wird die Geschwindigkeit so festgesetzt,
daß sie zum. Schneidzeitpunkt gleich der Bandgeschwindigkeit bzw. der Fördergeschwindigkeit
der Zuführrollen 8 ist. Erst nach dem Schneiden bewegt sich der der Schneidstelle
zugekehrte Teil der Förderoberfläche der Saugwalze infolge der zusätzlichen oszillierenden
Bewegung schneller als das Band 7, das somit auf der Saugwalzenoberfläche
nach dem Schneiden vorübergehend schlüpft. Vor dem nachfolgenden Schnitt wird die
Geschwindigkeit der Saugwalze 1 wieder auf die Geschwindigkeit des Bandes
7 und der Einmesserwalze 6 reduziert.
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Durch die oszillierende Bewegung der Saugwalze ändert sich bei jedem
Arbeitstakt der Abstand zwischen Einmesserwalze 6 und Saugwalzenoberfläche,
denn die Saugwalzenoberfläche entfernt sich von der Einmesserwalze 6 und
bewegt sich an diese wieder heran. Dies hat in bezug auf die Güte des Schnittes
erhebliche Vorteile, da hierdurch beim Schneiden eine annähernd schlagartige Wirkung
erreicht wird.
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Außerdem hat man die Möglichkeit, eine Einmesserwalze zu verwenden,
bei der man den der Schneide des Messers 6b abgekehrten Teil des Walzenkörpers 6a
in bezug auf seine Form so ausbilden kann, daß er sich vorübergehend in den durch
die oszillierende Bewegung der Saugwalze frei werdenden Raum hinein bewegen kann.
Je nach der Wahl der Exzentrizität der Saugwalze kann man daher diesen Teil des
Eimnesserwalzenkörpers 6 a entsprechend größer ausbilden. Dadurch besteht
wiederum die Mög-
lichkeit, eine mit konstanter Geschwindigkeit umlaufende
Einmesserwalze zu verwenden, bei der gemäß Fig. 3 der Durchmesser des Schneidkreises
10 um Welle9vielkleiner ist als derDurchmesserdesWalzenkörpers
6 a und deren Messerschneide 6 b sich wesentlich leichter haltern,
einstellen und ausrichten läßt.
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Unter Hinweis auf die Fig. 4 bis 6 arbeitet die Vorrichtung
folgendermaßen: Entsprechend der Fördergeschwindigkeit wird das Band 7 von
der Saugwalze 1 mitgenommen. Bei Annäherung der Schneide des Messers
6b an die Sangwalzenoberfläche (Fig 4) nähert sich die Umfangsgeschwindigkeit
der Saugwalze an diejenige der Messerschneide. Außerdem wird die Saugwalzenoberfläche
in Richtung auf die Einmesserwalze zu bewegt, weil der Exzenter 2 in die
der Messerwalze am nächsten liegende Stellung gedreht wird. Zum Schnittzeitpunkt
gemäß Fig. 5 hat der Exzenter 2 in der Stellung Z' die größte Annäherung
an die Eininesserwalze erreicht Gleichzeitig wird die Schneide des Messr-rs.6b an
das Band 7 gepreßt und schneidet dieses, unterstützt durch die etwa schlagartige
Gegenbewegung der Saugwalze 1, auf deren Oberfläche ab. Nach dein Schnitt
entfernt sich die Saugwalze wieder von der Einmesserwalze, da der Exzenter 2 gemäß
Fig. 6 in die Stellung T' bewegt worden ist. Fig. 7
zeigt die Saugwalze
mit dem Band 7 in einer Lage, in der sie am weitesten von der Einniesserwalze
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entfernt ist, die ihrerseits in diesem Moment die gezeichnete Lage eingenommen
hat. Während des weiteren Umlaufes des Exzenters bewegt sich die Saugwalzenoberfläche
durch die zusätzliche oszillierende Bewegung in Förderrichtung schneller als das
Band7, wodurch der erforderlielw Abstand gemäß Fig. 1 gebildet wird.