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DE1115476B - In fester Form, vorzugsweise als Presskoerper, dosierbare Reagenzien zur komplexometrischen Bestimmung von Calcium und Magnesium - Google Patents

In fester Form, vorzugsweise als Presskoerper, dosierbare Reagenzien zur komplexometrischen Bestimmung von Calcium und Magnesium

Info

Publication number
DE1115476B
DE1115476B DEH32872A DEH0032872A DE1115476B DE 1115476 B DE1115476 B DE 1115476B DE H32872 A DEH32872 A DE H32872A DE H0032872 A DEH0032872 A DE H0032872A DE 1115476 B DE1115476 B DE 1115476B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnesium
reagents
calcium
solid form
trioxymethylaminomethane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH32872A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hermann Bueechl
Dr Hermann Flaschka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heyl and Co Chemisch-Pharmazeutische Fabrik
Original Assignee
Heyl and Co Chemisch-Pharmazeutische Fabrik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heyl and Co Chemisch-Pharmazeutische Fabrik filed Critical Heyl and Co Chemisch-Pharmazeutische Fabrik
Priority to DEH32872A priority Critical patent/DE1115476B/de
Publication of DE1115476B publication Critical patent/DE1115476B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N31/00Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods
    • G01N31/22Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods using chemical indicators
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N31/00Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods
    • G01N31/16Investigating or analysing non-biological materials by the use of the chemical methods specified in the subgroup; Apparatus specially adapted for such methods using titration

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

  • In fester Form, vorzugsweise als Preßkörper, dosierbare Reagenzien zur komplexometrischen Bestimmung von Calcium und Magnesium Die Erfindung betrifft in fester Form, vorzugsweise als Preßkörper, dosierbare Reagenzien zur komplexometrischen Bestimmung von Calcium und/oder Magnesium. Sie besteht darin, daß die äthylendiamintetraessigsaure Titriersubstanz, die Indikatorsubstanz oder beide als Verfestigungs- bzw. Verdünnungsmittel Trioxymethylaminomethan enthalten.
  • Das Hauptanwendungsgebiet der bisher bekannten komplexometrischen Methoden zur Bestimmung von Calcium und Magnesium liegt in der Bestimmung der Wasserhärte (Gesamthärte). Bekanntlich benutzt man hierzu als Orundreagenz Äthylendiamintetraessigsäure in Form einer Maßlösung ihrer wasserlöslichen Natriumsalze, nämlich entweder des Dihydrates des Dinatriumsalzes der Athylendiamintetraessigsäure oder des Tetranatriumsalzes der Athylendiamintetraessigsäure.
  • Ferner ist ein auf Magnesium ansprechender Indikator aus der Reihe der o,o'-Dioxy-dinaphthylazo-Farbstoffe, vorzugsweise l-(l-Oxy-2-naphthylazo)-6-nitro-2-naphthol-4-sulfosäure (kurz Evio T genannt), der gegebenenfalls zur Verbesserung des Farbumschlages mit einem indifferenten und komplementären Farbstoff, wie z. B. Methylorange oder Methylgelb, versetzt werden kann, erforderlich, wobei dieser Indikator sowohl in Lösung als auch in fester Form eventuell auch mit Kochsalz oder Salmiak verdünnt, angewandt wird.
  • Zur Einstellung des notwendigen alkalischen Milieus (Pa 9 bis 10) bedient man sich ferner einer für die Farbintensität des Indikators entscheidenden ammoniakalischen Lösung, die mit Ammoniumchlorid gepuffert wird.
  • Um Indikatorstörungen zu vermeiden, werden ferner in geringen Mengen Natriumsulfid, Thioacetamid od. dgl. als Blockierungsmittel für Schwermetallspuren sowie Dikaliummagnesiumsalz der Äthylendiamintetraessigsäure als neutrale Magnesiumgarantie hinzugefügt.
  • Mit der Anwendung der bisher gebräuchlichen Analysenlösungen sind jedoch beträchtliche Nachteile verbunden, urn die auch der Geübte, beispielsweise bei ambulanter Untersuchung, nicht herumkommt.
  • Auch wenn die Maßlösungen schon fertig vorliegen, ergeben sich infolge Verdunstungsverlusten aus lose verschlossenen oder gar offenen Standgefäßen bzw.
  • Meßbüretten Schwierigkeiten beim Einhalten der Titerkonstanz. Ferner entstehen Fehler durch Abgabe von Calcium- und Magnesiumionen aus den Wandungen der Glasgefäße, bei der Zubereitung der ammoniakalischen Pufferlösung sowie auch beim Ablesen der Bürettenminisken und aus anderen Ursachen mehr.
  • Die Erfindung betrifft nun Feststoffzubereitungen, mit deren Hilfe die obengenannten Schwierigkeiten bei der komplexometrischen Bestimmung von Calcium und Magnesium, wie z. B. der Bestimmung der Gesamtwasserhärte, umgangen werden. Es wurde nämlich im kommerziell zugänglichen Trioxymethylaminomethan aus der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Stoffe eine Verbindung gefunden, die alle an einen solchen Verfestigungskörper zu stellenden Anforderungen erfüllt.
  • Trioxymethylaminomethan ist nämlich gegenüber den angewandten Reagenzien und den zu bestimmenden Ionen indifferent; es ist kristallin, farblos und hat einen über 1000 C liegenden Schmelzpunkt; es ist leicht löslich in Wasser, gleichzeitig aber nicht hygroskopisch, reagiert unter Pufferwirkung für den pErBereich von 9 bis 10 alkalisch und bindet auch Kohlendioxyd nicht; es ist ungiftig und ohne weitere Zusatzstoffe einwandfrei tablettierbar.
  • Überraschend wurde weiter gefunden, daß Trioxymethylaminomethan dem empfindlichen Indikator eine praktisch unbegrenzte Haltbarkeit und eine besonders hohe Farbintensität verleiht.
  • Mit dieser Erfindung ist es also möglich, die komplexometrische Maßlösung durch eine feste Substanz zu ersetzen. Das feste Reagenz wird in einfacher Weise dadurch hergestellt, daß das Dihydrat des Dinatriumsalzes der Athylendiamintetraessigsäure, oder daß Tetranatriumsalz der Sithylendiamintetraessigsäure mit Trioxymethylaminomethan vermischt, gegebenenfalls unter Zusatz von Wasser oder Alkohol granuliert und in bestimmter Dosierung tablettiert wird. Zweckmäßigerweise wählt man solche Mengenverhältnisse, daß, bezogen auf ein bestimmtes Volumen der Probelösung, die Tabletteneinheit gerade einem deutschen Härtegrad oder einem Vielfachen davon entspricht. Natürlich kann man auch auf andere Härtegrade (z. B. französische Härte od. dgl.) einstellen, wie auch die Möglichkeit besteht, einen Teil von Trioxymethylaminomethan, soweit dies der geforderte p,-Bereich und die einwandfreie Indikatorfunktion zuläßt, durch billigere wasserlösliche und indifferente Füllstoffe, wie z. B. Kochsalz oder Salmiak, zu ersetzen. Die Dosierung kann ohne Tablettierung auch durch Messung der Pulver- oder Granulatmenge mit einem geeichten Dosierlöffel erfolgen.
  • In ähnlicher Weise können die übrigen Reagenzien, d. h. der Indikator, die Puffersubstanz und eventuelle Zusatzstoffe (z. B. 1-(1-Oxy-2-naphthylazo)-6-nitro-2-naphthol-4-sulfosäure, Methylorange, Thioacetamid und Dikaliummagnesiumsalz der Sithylendiamintetraessigsäure) mit Trioxymethylaminomethan zu einer Pulvermischung verarbeitet und als solche oder tablettiert angewandt werden.
  • Da bei hoher temporärer Härte mit zunehmendem Gehalt an Trioxymethylaminomethan Calciumfällung eintreten kann, ist es vorbeugend notwendig, den Anteil an Magnesiumkomplex über das herkömmiiche Maß hinaus zu erhöhen oder einen Teil von Trioxymethylaminomethan durch Ammoniumchlorid zu ersetzen. Gewünschtenfalls kann man auch nur die Indikatorsubstanz als erfindungsgemäßen Feststoff zusammen mit einer herkömmlichen Sithylendiamintetraessigsäure-Maßlösung oder im Gegensatz dazu nur die Titriersubstanz in Tablettenform verwenden.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur Härtebestimmung des Wassers Reagenzien in fester, auch verpreßter Form zu verwenden. So hat man bereits Oxyanthrachinon mit den Hilfsreagenzien zusammen in Pastillenform als Reagens beschrieben. Auch hat man metallspezifische Indikatoren, allein oder im Gemisch mit einem indifferenten Somplementärfarbstoff, das Mg- oder Zn-Äthylendiamintetraacetat, Ammoniumchlorid u. dgl. schon in fester Form angewandt, sei es für sich, sei es im Gemisch, vorzugsweise als Tabletten. Ihre Reaktionsfähigkeit ist aber noch an den gleichzeitigen Gebrauch der üblichen 250/obigen Ammoniaklösung mit all den für flüssige komplexometrische Reagenzien geschilderten Nachteilen gebunden.
  • Dadurch unterscheiden sich diese älteren Vorschläge grundsätzlich gegenüber der erfindungsgemäßen Verwendung von Trioxymethylaminomethan als Verfestigungsmittel, da diese Verbindung nicht nur puffernd, sondern auch gleichzeitig alkalisierend, stabilisierend auf den komplexometrischen Indikator und vor allem intensivierend auf dessen Farbcharakter wirkt.
  • Gerade dieser letztere Effekt ist neben der angegebenen Möglichkeit, die wäßrige Ammoniaklösung zu eliminieren und damit alle notwendigen Reagenzien in fester Form anbieten zu können, ausschlaggebend.
  • In den nachfolgenden Beispielen werden mögliche Ausführungsformen der Herstellung und der Anwendung des Erfindungsgegenstandes gegeben: Beispiel 1 a) Man vermischt 3,319 g Dihydrat des Dinatriumsalzes von Äthylendiamintetraessigsäure mit 496,681 g Trioxymethylaminomethan so lange, bis 50mg der Mischung 10 dH in 5 ml Testwasser kompensieren, granuliert mit Wasser oder Alkohol in üblicher Weise, bestimmt wiederum wie oben die 10 dH entsprechende Menge des Granulats, um dieses dann auf Tabletten dieses Gewichts wie üblich zu verpressen. b) Zur Herstellung der Indikatorsubstanz wird das Gemisch aus 0,50 g 1-(1-Oxy-2-naphthylazo)-6-nitro-2-naphthol-4-sulfosäure bzw. 0,50 g 1-(1-Oxy-2 - naphthylazo) -6- nitro -2- naphthol -4- sulfosäure t 0,25g Methylorange, 0,10g Thioacetamid und 30 g Dikaliummagnesiumsalz von Athylendiaminteraessigsäure mit Trioxymethylaminomethan auf 500 g homogen verdünnt.
  • Beispiel 2 a) Man verfährt, wie im Beispiel 1 beschrieben, indem man statt 3,319 g Dihydrat des Dinatriumsalzes von Äthylendiamintetraessigsäure 3,389 g Tetranatriumsalz von Äthylendiamintetraessigsäure verwendet und an Stelle von Trioxymethylaminomethan mit der Mischung aus Trioxymethylaminomethan und Ammoniumchlorid im Verhältnis 3 : 2 jeweils auf 500 g verdünnt. b) Man verfährt, wie im Beispiel 1, b) angegeben, wobei jedoch an Stelle von 30 g nur 1 g Dikaliummagnesiumsalz von Äthylendiamintetraessigsäure verwendet wird.
  • Beispiel 3 Die nach Beispiel 1 und 2 präparierten festen Reagenzien kommen wie folgt zur Anwendung: In 5 ml des zu prüfenden Wassers werden etwa 50mg der Indikatorsubstanz gemäß Beispiel 1, b) oder 2, b) mittels Dosierlöffel gegeben und gelöst.
  • Eine reine Blau- bzw. Grünfärbung (bei Verwendung des Mischindikators) zeigt eine Härte von 0° dH an, eine violette bzw. braungrüne Mischfarbe entspricht weniger als 0,50 dH, während eine rote Farbe auf mindestens 0,5° dH hinweist.
  • In dieser roten, gegebenenfalls auf 400 C erwärmten Probelösung werden nun so viele der nach Beispiel 1, a) oder 2, a) präparierten Härtetabletten nacheinander gelöst, bis die Farbe nach Reinblau bzw. Sattgrün umgeschlagen ist.
  • Die Anzahl der verbrauchten Tabletten gibt die vorhandenen Grade dH an. Wünscht man die Genauigkeit von 1/20 dH, so bestimmt man in 10 ml Wasser.
  • Aus der Beziehung 10 dH = 10 mg CaO bzw.
  • 7,10mg MgO/l lassen sich selbstredend so auch reine Ca- bzw. Mg-Lösungen bestimmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: In fester Form, vorzugsweise als Preßkörper dosierbare Reagenzien zur komplexometrischen Bestimmung von Calcium und/oder Magnesium, dadurch gekennzeichnet, daß die äthylendiamintetraessigsaure Titriersubstanz, die Indikatorsubstanz oder beide als Verfestigungs- bzw. Verdünnungsmittel Trioxymethylaminomethan enthalten.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 492 609, 968793.
DEH32872A 1958-04-01 1958-04-01 In fester Form, vorzugsweise als Presskoerper, dosierbare Reagenzien zur komplexometrischen Bestimmung von Calcium und Magnesium Pending DE1115476B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH32872A DE1115476B (de) 1958-04-01 1958-04-01 In fester Form, vorzugsweise als Presskoerper, dosierbare Reagenzien zur komplexometrischen Bestimmung von Calcium und Magnesium

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Publications (1)

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DE1115476B true DE1115476B (de) 1961-10-19

Family

ID=7151990

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1230247B (de) * 1960-05-28 1966-12-08 Heyl Kommanditgesellschaft Ges Loesungen metallspezifischer Indikatorfarbstoffe vom Typ der Diarylazofarbstoffe fuer komplexometrische Bestimmungen

Citations (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE492609C (de) * 1928-06-28 1930-02-25 Friedrich Hahn Dr Verfahren zum Schaetzen und Bestimmen des Haertegrades von Wasser
DE968793C (de) * 1954-12-09 1958-03-27 Merck Ag E Verfahren und Materialien zur Bestimmung der Wasserhaerte

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