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Prüf- und Sortiereinrichtung für Zahnräder Die Erfindung bezieht sich
auf eine Prüf- und Sortiereinrichtung für Zahnräder, bei der die Werkstücke mit
einem Meisterzahnrad kämmen und entsprechend dem Prüfbefund selbsttätig sortiert
und entsprechenden Führungsrinnen zugeführt werden, vorzugsweise in Verbindung mit
einer Bearbeitungsmaschine.
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Es sind an Werkzeugmaschinen für Zahnräder Steuereinrichtungen mit
Sortier- und Prüflehren bekannt, die durch soeben bearbeitete Werkstücke betätigt
werden, wobei als Prüflehre ein Zahnrad benutzt wird, mit dem das zu prüfende Werkstück
im Eingriff laufen gelassen wird und die Prüfeinrichtung auf elektrischem Wege die
Werkzeugmaschinen steuern, d. h. entweder ein Nachstellen der Werkzeuge veranlassen
oder die Maschine stillsetzen kann.
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Es sind auch Maschinen mit Einrichtungen für ein selbsttätiges Sortieren
von das Toleranzmaß überschreitenden Zahnradwerkstücken in Ausschußstücke und reparierbare
Stücke bekannt.
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Die bekannten Maßnahmen haben die selbsttätige Überprüfung der Zahnform
der Werkstücke zum Ziel. Die der Erfindung im wesentlichen zugrunde liegende Aufgabe
umfaßt auch die Prüfung des Werkstückdurchmessers, eventueller Exzentrizitäten und
des Schrägungswinkels der Zähne. Die Erfindung löst diese Aufgabe insbesondere dadurch,
daß das Meisterzahnrad gegenüber der Achse des Werk-Stückes sowohl derart schwenkbar
als auch rechtwinklig zu dieser derart verschiebbar ist, daß durch mindestens eine
dieser Bewegungen elektrische Kontakte betätigt werden, die in an sich bekannter
Weise Klappen zu den Führungsrinnen öffnen oder schließen.
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Als erfindungsgemäße Maßnahme ist zudem vorgesehen, daß durch die
Steuerkontakte die Werkzeugmaschine entsprechend den Abmessungen der geprüften Zahnräder
eingestellt bzw. abgestellt wird.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Zeichnungen näher beschrieben,
durch die Ausführungsbeispiele veranschaulicht sind. Es zeigt Fig. 1 die Seitenansicht
der Prüf- und Sortiereinrichtung, Fig. 2 eine Ansicht der von der linken Seite der
Fig. 1 her betrachteten Einrichtung nach Entfernen der linken Begrenzungswand, Fig.
3 eine Ansicht wie Fig. 2, jedoch einer anderen Ausführungsform, Fig. 4 eine schaubildliche
Ansicht einer nochmals anderen Ausführungsform und Fig. 5 die Draufsicht auf die
Prüf- und Sortiereinrichtung nach Fig. 4.
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Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besitzt die erfindungsgemäße Prüf-
und Sortiereinrichtung ein Gehäuse 70 mit einem Kopfteil 72, in dem der Meßapparat
untergebracht ist. Auf einem Schlitten 74 auf dem Gehäuse 70 ist ein weiterer Schlitten
76 angeordnet, der wechselweise in Richtung auf das Kopfteil 72 vor- und zurückbewegt
wird. Diese Bewegung erfolgt durch einen doppeltwirkenden, flüssigkeitsbeaufschlagten
Kolben in dem Zylinder 78. Der Schlitten 76 ist auf einem Querschlitten 79 angeordnet
und ebenfalls mit Hilfe eines doppeltwirkenden Kolbens in dem Zylinder 81 bewegbar.
Auf dem Schlitten 76 ist aufrecht stehend ein Spindelstock 80 vorgesehen, in dem
ein hin- und hergehendes Gleitstück untergebracht ist, sowie eine drehbare Spindel
82, deren Endteil mit der Kupplung 84 verbunden ist. Die Kupplung 84 wiederum ist
mit deren Kolbenstange 86 eines doppeltwirkenden Kolbens in dem Zylinder 88 verbunden.
Eine verlängerbare Welle 90, die mit der Spindel 82 verbunden ist, ist zur
Aufnahme eines als Zahnrad ausgebildeten Werkstückes 92 ausgebildet. Die rotierende
Kupplung 84 wird von einem direkt gekuppelten, elektrischen Getriebemotor 94 angetrieben.
Dieser Motor ist in etwa im rechten Winkel angeordnet und treibt über die Drehkupplung
84 die Spindel 82 und die Welle 90 an. Der Kolben indem Zylinder 78 verschiebt den
Schlitten 76 und die Spindel 82 in den Kopfteil 72 hinein bzw. wieder zurück, während
der Kolben bzw. der Zylinder 81 dazu dient, daß der Schlitten 76 und die Spindel
82 sich in der Querrichtung bewegen können und das zu überprüfende Zahnrad 92 in
Eingriff mit einem drehbar
angeordneten, frei rotierenden Meisterzahnrad
96 zu bringen, das im Inneren des Kopfteils 72 untergebracht ist.
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Das Meisterzahnrad 96 ist derart angeordnet, daß es eine Verschiebe-
und eine Schwenkbewegung ausführen kann. Das Meisterzahnrad wirkt mit zwei Schalterarmen
zusammen, die derart angeordnet sind, daß sie in einem im wesentlichen rechten Winkel
zueinander bewegbar sind. Dies wird dadurch erreicht, daß das Meisterzahnrad auf
einem Gabelteil 98 befestigt wird, das seinerseits an dem Ende der Welle
100 angebracht ist. Das andere Ende der Welle ist mit einem Schalterarm 102 versehen,
während die Welle 100 verschiebbar in den Lagern 104 angeordnet ist,
so daß die Welle eine Längsbewegung in bezug auf das Werkstück 92 ausführen kann.
Wenn die Welle 100 eine Längsbewegung ausführt, dann stößt das Teil 106 an
der Gabel 98 gegen das Ende 108 eines zweiten verschwenkbaren Armes 110,
der bei 112 drehbar gelagert ist und auf dessen Ende 108 die Feder 114 drückt.
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Der Arm 102 besitzt ein im allgemeinen T-förmiges Kopfstück
116, das Schalterarme 118 trägt, die mit einer Anzahl von Mikroschaltern 120 zusammenwirken.
Diese Schalter dienen dazu, die Bewegungen des Armes 102 aufzunehmen und dadurch
Steuerungen auszulösen, wie nachstehend noch näher beschrieben wird.
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Der Arm 102 und die Schalter 120 dienen hierbei dazu, einen ungenauen
Schrägungswinkel der Zähne des Werkstückes 92 festzustellen, und zwar in Abhängigkeit
der Winkelbewegung des Meisterzahnrades 96 um die Achse der Welle 100. Es ist klar,
daß das Meisterrrad 96 bestrebt ist, sich entsprechend der Zahnschrägung des Werkstückes
einzustellen, wodurch diese Schwenkbewegung auf das Gabelteil 98 und auf
die Welle 100 weitergeleitet wird. Der Arm 102 wird dadurch je nachdem mehr
oder weniger ausschlagen und dabei einen oder mehrere Schalter 120 betätigen.
Je nach der Größe des Ausschlages des Armes 102 und je nach der zulässigen, durch
die Anordnung und Einstellung der Schalter 120 gegebenen Toleranz wird das
Werkstück 92 entweder für gut oder für schlecht befunden. Der Arm
110 besitzt ebenfalls ein im allgemeinen T-förmiges Kopfstück 122, an dem
Schalterarme 124 angeordnet sind, die auf aufrecht stehende Stößel 126 von mehreren
Mikroschaltern einwirken, die mit 128 bezeichnet sind. Die Verschwenkbewegung des
Armes 110 um den Drehpunkt 112 wird dadurch elektrische Impulse auslösen, die auf
»Gut«- oder »Ausschuß«-Steuerung einwirken. Außerdem kann dadurch ein Steuerkreis
ausgelöst werden, der den Mittelpunktabstand usw. der Maschine regelt. In dieser
Ausbildungsform der Erfindung entspricht die Bewegung des Armes 110 der Entfernung
der Mittelpunkte zwischen dem Meisterzahnrad 96 und dem Werkstück 92. Die als Zahnräder
ausgebildeten Werkstücke 92 führen dabei durch den Motor 94 vorzugsweise mindestens
eine vollständige Umdrehung aus, damit alle Zähne des Werkstückes der Prüfung unterzogen
werden und damit der Arm 110 auch imstande ist, nichtkonzentrische, also unrunde
Zahnräder zu registrieren. Bei diesen Zahnrädern sind nicht alle Zähne im gleichen
Abstand von der Drehachse angeordnet. Wenn nun ein Werkstück unrund ist, dann wird
auch der Mittelpunktabstand ungenau sein. Der Arm 110 wird ferner ungenaue
Zahnprofile und ungenaue Zahnabstände ermitteln, wobei diese Ungenauigkeiten als
Fehler im Mittelpunktabstand in Erscheinung treten, wenn das Meisterzahnrad und
das Werkstück ineinandergreifen. Während der Umdrehung des Werkstückes 92 wird ein
unrundes Zahnrad entweder als zu klein oder als zu groß ermittelt werden, je nachdem,
welcher Teil des Umfanges zuerst mit dem Leitzahnrad zusammentrifft. Während nun
zu große Zahnräder im allgemeinen nachbearbeitet werden können, müssen zu kleine
Zahnräder im allgemeinen verschrottet werden. Mindestens ein Teil der als unrund
ermittelten Zahnräder und der Zahnräder, die einen ungenauen Schrägungswinkel der
Zähne bzw. ungenaue Zahnabstände oder Zahnprofile aufweisen, wird jedoch nachbearbeitet
werden können.
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Während des Betriebes der Maschine werden die Zahnräder der Prüf-
und Sortiereinrichtung durch eine als Vibrator ausgebildete Fördereinrichtung zugeführt.
Außerdem ist noch eine Einspann- und eine Auswurfvorrichtung (nicht dargestellt)
vorgesehen, wobei die Auswurfvorrichtung dazu dient, die Werkstücke nacheinander
in die Führung 130 einzubringen, so daß jedes der Zahnräder die Führung 130 hinabrollen
kann, und zwar bis es gegen einen nach außen gerichteten Finger 132 stößt, der drehbar
an der Welle 133 befestigt ist. Das Gewicht des Zahnrades drückt den Finger 132
nach unten und bringt den drehbar angeordneten Anschlag 134 in Eingriff. Das Zahnrad
folgt dann dem Finger 132 und wird in eine Aussparung 136 des Anschlages
134 geleitet. Dort wird das Zahnrad festgehalten, damit es von der Welle
90 aufgenommen werden kann, wobei der Finger 132 das Zahnrad während des Eingriffs
der Welle 90 abstützt. Wenn die Welle 90 in die Bohrung des Zahnrades eingeschoben
ist und wenn der Zylinder 81, der das Zahnrad von dem Anschlag 134 wegbewegt, beaufschlagt
ist, dann drückt das Zahnrad auf den Anschlag 134 und den Finger 132. Das Zahnrad
92 kann sich dann in Richtung auf das Meisterzahnrad 96 zu bewegen und in dieses
eingreifen. Nachdem das Zahnrad 92 den Finger 132 freigegeben hat, bringt die Feder
138 den Anschlag 134 und auch den Finger 132 wieder in deren Ausgangsstellung zur
Aufnahme des nächsten Werkstückes zurück.
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Die Arbeitsweise der Prüf- und Sortiereinrichtung ist folgende: Der
Zylinder 78 bewegt den Schlitten 76 mit der Welle 90 gegen das zu prüfende
Zahnrad. Anschließend arbeitet der Zylinder 88 und verlängert die Welle, so daß
diese das Werkstück festhält. Der Kolben des Zylinders 81 bewegt dann den Schlitten
76 in die Prüfstellung, und gleichzeitig dreht der Motor 94 das Zahnrad, so daß
dieses in Berührung mit dem Meisterzahnrad 96 kommt. Nach einer gewissen Zeitspanne,
die mindestens einer vollen Umdrehung des zu prüfenden Zahnrades entspricht, bewegt
sich der Kolben des Zylinders 88 derart, daß das zu prüfende Zahnrad losgelassen
wird, und der Kolben des Zylinders 78 zieht die Welle von dem Zahnrad zurück. Dieses
rollt oder fällt dann in eine vertikale Führung 140 hinunter. Der Kolben
des Zylinders 81 stellt dann den Schlitten 76 in die Ausgangsstellung zurück.
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Die Zahnräder 92, die geprüft und von der Welle 90 freigegeben worden
sind, rollen in die senkrechte Führung 140, an die vier Gleitbahnen 142, 146, 148
und 150 angeschlossen sind. An der Anschlußstelle der Gleitbahnen 142 und 146 an
die senkrechte Führung
140 sind Klappen 144 und 152 vorgesehen,
die in ihrer Normalstellung aufrecht stehen, so daß sie die Gleitbahnen abschließen.
An der Anschlußstelle der Gleitbahn 150 mit der Bahn 140 ist eine Klappe
154 vorgesehen, die in der Normalstellung ebenfalls die Gleitbahn 150 abschließt.
Wenn nun der Schrägungswinkel der Zähne auf dem Zahnrad ungenau ist, dann werden
entsprechende Endausschalter betätigt, die ein Öffnen der Klappe 144 bewirken
und diese in horizontale Stellung bringen. Dadurch werden die entsprechenden Zahnräder
in die Gleitbahn 142 geleitet. Wenn dagegen das Zahnrad zu klein ist, also
ein Untermaß aufweist, dann werden keine Endausschalter durch die Arme 102 und 110
betätigt, und die normale Stellung der Klappen 144 und 152
lenken das
Zahnrad in die Gleitbahn 148, die für Zahnräder mit Untermaß vorgesehen ist. Dabei
wirkt dieses Zahnrad auf einen Endausschalter und schließt diesen, wie dies in Fig.
3 dargestellt ist. Wenn aber Zahnräder die Prüf- und Sortiereinrichtung passieren,
die die richtigen Abmessungen haben, dann steuern die angesprochenen Endausschalter
die Klappe 152, so daß diese Klappe das jeweilige Zahnrad in die Gleitbahn 146 leitet.
Zahnräder mit Übermaß betätigen ebenfalls Endausschalter, die auf die Klappe 154
einwirken und diese öffnen, so daß die Gleitbahn 148 geschlossen wird und das entsprechende
Zahnrad in die Gleitbahn 150 hinunterrollt.
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In der vorbeschriebenen Ausführungsform der Erfindung sind die Zahnräder
in vier Gruppen eingeteilt worden. Es ist jedoch klar, daß bei der Sortierung auch
eine feinere Gruppierung vorgesehen werden kann; z. B. ist es möglich, daß die Endausschalter,
die auf ein Übermaß und auf ein Untermaß der Zahnräder ansprechen, miteinander kombiniert
werden, so daß diese imstande sind, auch ein nicht konzentrisches, also ein unrundes
Zahnrad zu ermitteln. Dies wird dann der Fall sein, wenn diese Schalter innerhalb
einer gewissen Zeitspanne aufeinanderfolgend betätigt werden. Diese Schalter lenken
dann das entsprechende Zahnrad in eine separate Gleitbahn, ohne daß dabei ein weiter
unten näher beschriebener Stromkreis gesteuert würde. Es können auch noch andere
Steuerungen vorgesehen sein. Die Endausschalter können derart angeordnet und eingestellt
werden, daß sie bereits sehr kleine Abweichungen der hergestellten Zahnräder feststellen.
Die Prüf- und Sortiereinrichtung kann z. B: zur Kontrolle der Tätigkeit der Zahnradherstellungsmaschinen
verwendet werden. Ebenfalls ist es möglich, diese Einrichtung zur Kompensation des
Werkzeugverschleißes bzw. von Temperatureinflüssen während des Arbeitsvorganges
zu benutzen.
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Die Prüf- und Sortiereinrichtung gemäß dieser Darstellung der Erfindung
ermittelt Exzentrizitäten mittels eines Qualitätssteuerkreises und/oder eines Steuerkreises,
der einen aufeinanderfolgenden Ausschuß feststellt. Ein derartiger Steuerkreis setzt
die Herstellungsmaschine still, wenn ein bestimmter Anteil der Zahnradrohlinge exzentrisch
gebohrt ist, wobei die exzentrischen Zahnräder in Untergrößen und Übergrößen aufgeteilt
werden, und zwar je nachdem, an welchem Teil des Umfanges der Zahnräder das Meisterzahnrad
zuerst eingreift.
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Bei Verwendung und Einschaltung einer entsprechenden elektrischen
Steueranlage überprüft die Prüf- und Sortiereinrichtung den gesamten, mit Zähnen
versehenen Umfang jedes Zahnrades und teilt die Zahnräder in vier Gruppen ein, nämlich
in Zahnräder, die die richtigen Abmessungen aufweisen, in zu kleine, in zu große
und in Zahnräder mit einem falschen Schrägungswinkel. Diese Einteilung macht es
möglich, daß zu große Zahnräder nochmals bearbeitet werden können, während zu kleine
Zahnräder verschrottet werden, ohne daß eine weitere Kontrolle erforderlich ist.
Nur die falsch geschnittenen Zahnräder und die zu großen Zahnräder müssen nochmals
überprüft werden, um entscheiden zu können, ob diese noch brauchbar sind. Nichtkonzentrische
Zahnräder werden bei dieser Aufteilung in die Behälter für die Unter- und Übermaße
eingeordnet, wodurch sie auf ihre Brauchbarkeit überprüft werden können. Ein besonderer
Vorteil der Anordnung nach der Erfindung besteht darin, daß Zahnräder mit einem
falschen Schrägungswinkel festgestellt und separat ausgeschieden werden, so daß
diese also nicht als Zahnräder mit Unter- oder übermaß eingeteilt werden und die
Kontrolleinrichtung zur Überprüfung der Größe nicht in Tätigkeit tritt. Desgleichen
lassen nacheinander hergestellte, nichtkonzentrische Zahnräder die Einrichtung zur
Prüfung der Größe nicht ansprechen, weil bei aufeinanderfolgender Feststellung von
Ausschuß das Zeitrelais die Maschine anhält, bis der Fehler behoben ist.
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Eine andere Ausbildungsform der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt.
Fig. 3 zeigt. eine insgesamt mit 44 bezeichnete Prüf- und Sortiereinrichtung für
Zahnräder, die lediglich eine Größenkontrolle aufweist. Diese Einrichtung weist
zwei zusammenwirkende Prüfzahnräder 230 und 232 auf, wobei eine Unterteilung der
zu prüfenden Zahnräder in drei Klassen erfolgt, und zwar einerseits in solche Zahnräder,
die die richtigen Abmessungen aufweisen, ferner in solche mit Untermaß und schließlich
in solche mit Übermaß. Die guten Zahnräder verlassen die Maschine auf der Gleitbahn
234, die Zahnräder mit Untermaß auf der Gleitbahn 236 und die Zahnräder mit übennaß
auf der Gleitbahn 238. Das Prüfzahnrad 230 ist fest angebracht und wird von einem
elektrischen Motor 240 angetrieben, während das Meisterzahnrad 232 undrehbar angeordnet,
jedoch an einem Arm 242 befestigt ist, so daß es sich in Richtung auf das feste
Zahnrad 230 zu- bzw. wegbewegen kann. Die Werkstücke gleiten infolge ihrer Schwerkraft
auf der vertikalen Gleitbahn 244 und kommen mit den Prüfzahnrädern in Eingriff.
Da das Prüfzahnrad 230 angetrieben wird und das Meisterzahnrad 232 nicht rotiert,
wird das Werkstück gegen das Meisterzahnrad 232 gedreht und geht auf diese Weise
zwischen den beiden Zahnrädern hindurch, wobei dem Schalterarm 242 ein Ausschlag
vermittelt wird. Die Bewegung des Armes 242 wird von Endausschaltern 245 registriert,
die in der Nähe des Armendes angebracht sind. Die Schalter 245 betätigen Relais,
und durch Magnete 246 und 247 werden die Klappen 248 und 250 bewegt. Diese Klappen
leiten die geprüften Zahnräder in die Gleitbahnen 236 oder 238, wodurch diese sortiert
sind.
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In Fig. 4 und 5 ist eine Prüf- und Sortiereinrichtung unter Verwendung
eines Förderbandes dargestellt, die besonders für breite Zahnräder und solche mit
geringem Zahnabstand geeignet ist. Es wird bemerkt, daß die Einrichtung nach Fig.
4 und 5 auch für andere Zwecke Verwendung finden kann.
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In dieser Ausführungsform der Erfindung werden die Zahnradwerkstücke
auf dem Förderband 260 gelagert.
Das Förderband 260 führt die Zahnräder
zu den beiden Prüfrädern 264 und 268 und bringt diese mit den zu prüfenden Zahnrädern
in Eingriff. Das Zahnrad 264 ist angetrieben und besitzt im axialen Abstand voneinander
verhältnismäßig schmale Zahnflächenabschnitte 266, während das Meisterzahnrad 268
derart mittels eines Bolzens befestigt ist, daß es sich nicht drehen kann. Das Meisterzahnrad
268 besitzt eine verhältnismäßig kleine Zahnbreite 270, die zwischen den
im Abstand voneinander angeordneten Flächen 266 des angetriebenen Rades 264 angeordnet
ist. Durch eine derartige Konstruktion wird der Eingriff des zu prüfenden Werkstückes
262 erleichtert und die Gefahr der Klemmung vermindert. Relativ breite Zahnräder
werden an beiden Enden unterstützt, so daß sie nicht kippen bzw. klemmen, wenn sie
in die Prüfzahnräder einzugreifen beginnen. Eine Beschädigung durch einen falschen
Eingriff wird dadurch verhindert. Es wird bemerkt, daß natürlich jedes Prüfzahnrad
zwei Flächen im Abstand voneinander aufweisen kann und daß es auch möglich ist,
daß jedes Prüfzahnrad eine einzige Zahnfläche besitzt. Wenn es erforderlich ist,
kann auch ein einziges Prüfzahnrad mit einer großen Fläche zusammen mit einem Prüfzahnrad
mit einer schmalen Fläche Verwendung finden, um die entsprechende Abstützung des
Prüflings zu gewährleisten. .
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Das Förderband 260 bringt die zu prüfenden Zahnräder in festen
Eingriff mit dem angetriebenen Zahnrad 264 und, da das Zahnrad
264 rotierend und das Meisterzahnrad268 nichtrotierend angeordnet ist, wird
das zu prüfende Zahnradwerkstück sich im Eingriff mit dem fest angeordneten Zahnrad
268 drehen und zwischen den beiden Prüfzahnrädern 264 und 268 hindurchwandern. Das
Meisterzahnrad 268 ist fest an einer Welle 269 angebracht, die sich durch die Öffnung
272 erstreckt. Die Welle 269 ist darin an einem (nicht dargestellten) Arm angeordnet,
der dem Arm 242 der Einrichtung entsprechend Fig. 3 entspricht. Der Arm der Welle
269 überträgt die Bewegung auf Mikroendausschalter, die ihrerseits wieder Magnete
in Tätigkeit setzen, die mit den Ablenkklappen 274 und 276 zusammenwirken. Die Ablenkklappen
274 und 276 sind dabei auf der Oberseite des Bandes 260 angeordnet, und zwar
auf der Rückseite der beiden Zahnräder, und stehen normal parallel zu dem Band
260, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist. Es wird bemerkt, daß auch andere
elektrisch wirkende Einrichtungen vorgesehen sein können, die von der Bewegung des
Meisterzahnrades 268 gesteuert werden. Die Klappe 274 in Fig: 4 ist in einer Stellung
gezeigt, in der sie die Klappe 276 berührt. Die Klappe 274 steht dabei in einem
Winkel zu der anderen Klappe. Wenn das Werkstück ein Untermaß aufweist, dann leitet
die Klappe in der dargestellten Stellung das Zahnrad direkt in die Auswurfbahn 278
für Zahnräder mit Untermaß (Fig.5). Das Band dient dabei zur Förderung des Zahnrades
entlang der Klappe 274 und in die Auswurfbahn. Wenn dagegen das Zahnrad Übermaß
besitzt, dann nimmt die Klappe 276 eine schräge Stellung ein, in der die Auswurfbahn
für die Untergrößen verschlossen ist und in der die Klappe die Zahnräder in die
Bahn 280 für Zahnräder mit übermaß leitet. Wenn das geprüfte Zahnrad die
richtigen Abmessungen aufweist, dann stehen die Klappen 274 und 276 parallel zu
dem Band 260, so daß die beiden Bahnen 278 und 280 geschlossen sind. Das Band kann
dann dieses Zahnrad weiterfördern, so daß dieses am Ende des Bandes in einem Aufnahmekasten
abgelegt wird. Die beiden Zahnräder 264 und 268 können nach außen und innen derart
verstellt werden, daß sie zu Zahnrädern in einem größeren Durchmesserbereich passen.
Eine Änderung des Meisterzahnrades ist nur dann erforderlich, wenn die Anzahl der
Zähne, deren Profile, deren Winkel und Abstände geändert werden sollen. Diese Änderung
des Meisterzahnrades kann einfach durch Lösen von versenkten Schrauben 282 und durch
Auswechseln dieser Zahnräder erreicht werden.