DE1115019B - Verfahren zur Gewinnung von wasserloeslichen Polymeren aus ihren waessrigen Dispersionen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von wasserloeslichen Polymeren aus ihren waessrigen DispersionenInfo
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Description
Es wurde gefunden, daß man ein wasserlösliches Polymeres einer polymerisierbaren, eine CH2 = CC-Gruppe
enthaltenden Verbindung aus seiner wäßrigen Dispersion gewinnen kann, wenn man die wäßrige
Dispersion mit einem Fällungsmittel in einer zur Verminderung der Viskosität der Dispersion ausreichenden,
jedoch für die Fällung des Polymeren nicht ausreichenden Menge mischt, die so hergestellte Mischung
mit einer zur Ausfällung des Polymeren in Form feiner, diskreter Teilchen ausreichenden Menge des
Fällungsmittels verdünnt, das ausgefallene, feste Polymere von der restlichen Flüssigkeit abtrennt und
trocknet, wobei das Fällungsmittel wenigstens teilweise löslich in Wasser und inert gegenüber dem Polymeren
ist und wobei das Polymere in dem Fällungsmittel praktisch unlöslich ist und die wäßrige Lösung des
Fällungsmittels ein Nichtlösungsmittel für das Polymere in einer Konzentration bis einschließlich der
Sättigungskonzentration des Fällungsmittels darstellt.
Bei der Herstellung von wasserlöslichen Polymerisäten,
wie Polyacrylamid, wird die Polymerisation einer Vinylverbindung, wie Acrylamid, im wäßrigen
Medium durchgeführt. Oft ist die Konzentration des Monomeren in der Lösung relativ gering und beträgt
ungefähr 5 bis 20 %. Nach Vollendung der Polymerisation verbleibt das wasserlösliche Polymere in der
Lösung, allerdings nicht in sehr starker Konzentration. Es ist wirtschaftlich wenig wirkungsvoll und außerdem
unerwünscht, die Entfernung des wasserlöslichen Polymeren aus dem wäßrigen Medium durch übliche
Mittel, wie einfache Destillation, zu versuchen. Andererseits sind derartige wäßrige Lösungen des
polymeren Materials nicht leicht zu handhaben. Insbesondere trifft das auf den Versand eines derartigen
Materials zu, da beträchtliche Wassermengen, beispielsweise 90 bis 95 °/o, für den Transport von 5 bis
10 °/» Polymerisatmaterial versendet werden müssen. Es besteht daher ein Bedürfnis nach geeigneten
Mitteln, um das Polymere aus dem wäßrigen Medium auf eine solche Weise zu entfernen, daß man ein
trockenes, festes Polymerisat erhält, das praktisch frei von Wasser ist und in Form von kleinen, diskreten
Teilchen anfällt. Es ist bekannt, daß wasserlösliche Polymere aus wäßrigen Lösungen durch Einbringen
dieser in ein Fällungsmittel isoliert werden können. Ist die Viskosität der wäßrigen Lösung oder Dispersion
des Polymeren relativ groß, so bewirkt die Einbringung einer derartigen viskosen Lösung in das
Fällungsmittel die Ausfällung von großen Agglomeraten, was natürlich unerwünscht ist. Erfindungsgemäß
können wäßrige Lösungen oder Dispersionen von wasserlöslichen Polymeren mit einem Fällungs-Verfahren
zur Gewinnung
von wasserlöslichen Polymeren
aus ihren wäßrigen Dispersionen
Anmelder:
American Cyanamid Company,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann
und Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger,
Patentanwälte, München 2, Bräuhausstr. 4
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 14. Oktober 1957 (Nr. 689 757)
V. St. v. Amerika vom 14. Oktober 1957 (Nr. 689 757)
Irwin Henry Hess, White Plains, N. Y.,
und Kerwin Kenton Kurtz, Whippany, N. J.
und Kerwin Kenton Kurtz, Whippany, N. J.
(V. St. A.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
mittel in ausreichender Menge zur Reduzierung der Viskosität der Dispersion bis zu einem Punkt verdünnt
werden, an dem die Losung oder Dispersion in eine weitere Menge des Fällungsmittels zur Ausfällung
feinzerteilter, diskreter Teilchen ohne gleichzeitiges Auftreten großer, zäher Agglomerate eingebracht
werden kann. Die zuerst verwendete Menge an Fällungsmittel muß ausreichend zur Reduzierung der
Viskosität sein, soll aber nicht ausreichend zur Ausfällung
des Polymeren aus der Lösung sein. Nachdem die anfängliche Viskosität genügend ohne Ausfällung
des Polymeren vermindert worden ist, wird die so behandelte Lösung in eine zur Ausfällung praktisch
des gesamten Polymeren ausreichende Menge desselben oder eines anderen Fällungsmittels eingebracht.
Andererseits kann die behandelte Lösung auch durch Einbringung einer größeren, zur Ausfällung des
Polymeren aus der Lösung ausreichenden Menge eines Fällungsmittels in die behandelte Lösung verdünnt
werden.
Die Fällungsmittel sind dadurch charakterisiert, daß sie wenigstens teilweise in Wasser löslich und
inert gegenüber dem Polymeren insofern sind, als sie keine Reaktion mit ihm eingehen oder seine
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chemischen Eigenschaften in irgendeiner Weise ändern. Außerdem soll das Polymere in dem Fällungsmittel praktisch unlöslich sein. Das Fällungsmittel
kann mit Wasser mischbar oder darin nur teilweise löslich sein. Wenn das Fällungsmittel nur eine begrenzte
Löslichkeit in Wasser besitzt, so soll die wäßrige Lösung des Fällungsmittels vor vollständiger
Sättigung oder höchstens bei vollständiger Sättigung vor der Bildung eines Zweiphasensystems ein Nichtlösungsmittel
für das Polymere sein. Folgerichtig muß das Polymere an irgendeinem Punkt vor der Bildung
des Zweiphasensystems zwischen dem Wasser und dem teilweise löslichen Fällungsmittel aus der
wäßrigen Lösung ausfallen. Die wäßrige Lösung des Polymeren wird zu Beginn im allgemeinen eine
viskose Lösung sein. Wird dann das Fällungsmittel zugegeben, so bilden sich örtlich wolkige Dispersionen
des Polymeren, die eine lokalisierte Ausfällung anzeigen. Nach Bewegung der Lösung, wodurch eine
Verteilung des Fällungsmittels innerhalb der gesamten wäßrigen Lösung des Polymeren verursacht wird,
verschwinden diese wolkigen Bezirke. Eine Bewegung der wäßrigen Lösung des Polymeren während der
Zugabe des Fällungsmittels wird also vorteilhaft das gesamte Material zu einer homogenen Lösung verteilen.
Die Geschwindigkeit der Bewegung kann der Zugabe des Fällungsmittels angepaßt werden. Ist die
Bewegung langsam, so soll die Zugabe des Fällungsmittels in relativ geringen Mengen erfolgen. Wird das
Fällungsmittel in großen Mengen innerhalb eines gegebenen Zeitraums zugefügt, so soll die Bewegung
heftig sein. Es ist möglich, die wäßrige Lösung des Polymeren vor der Zugabe des Fällungsmittels zur
Verminderung der Viskosität der Polymerenlösung mit Wasser zu verdünnen. Jedoch wird dadurch nur
die Zugabe größerer Mengen Fällungsmittel erforderlich. Eine derartige Maßnahme ist daher unzweckmäßig.
Das Fällungsmittel wird zur wäßrigen Lösung des Polymeren unter Bewegung in abgemessenen
Teilmengen zugefügt, bis die erste dauernde Trübung auftritt. Wenn ohne Zugabe weiterer Mengen
Fällungsmittel bei ständiger Bewegung die Trübung sich nicht zerstreut, so ist die wäßrige Lösung des
Polymeren fertig für die Zugabe größerer Mengen Fällungsmittel zur vollständigen Ausfällung des Polymeren
als feine, diskrete Teilchen. Man kann die Zugabe des Fällungsmittels an jedem Punkt kurz vor
den ersten Anzeichen einer ständigen Trübung abstoppen. Dies wird letztlich jedoch stets die Ausfällung
von größeren Teilchen verursachen. Die Bewegungsmittel sollten nahe des Zugabeorts des
Fällungsmittels angebracht sein. Sie müssen die Wiederauflösung des Polymeren herbeiführen können,
das bei der ersten Berührung des Fällungsmittels mit der Polymerenlösung ausfällt. Die örtliche Ausfällung
soll durch Regulierung der Bewegung und/oder durch Regulierung der Zugabegeschwindigkeit der ersten
Menge des Fällungsmittels auf einem Minimum gehalten werden. Wie oben ausgeführt, kann das im
ersten Verfahrungsschritt verwendete Fällungsmittel dasselbe oder ein anderes als das im zweiten Verfahrensschritt
verwendete Fällungsmittel sein. Vorzugsweise wird jedoch in beiden Verfahrensschritten dasselbe
Fällungsmittel verwendet. Dies hat den Vorteil, daß das Fällungsmittel zurückgeführt und nach
Reinigung wieder verwendet werden kann. Die Verwendung zweier verschiedener Fällungsmittel würde
bei Rücklauf die Verwendung eines gemischten Fällungsmittels ergeben oder eine Trennung durch
Destillation erforderlich machen.
Als Fällungsmittel kommen für das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise in Betracht: Ketone,
wie Aceton, Methyläthylketon, Diäthylketon, oder die aliphatischen einwertigen Alkohole, wie Methanol,
Äthanol, Propanol oder Isopropanol, oder Äther, wie Dimethyläther, Methyläthyläther, Diäthyläther oder
Dioxan, Morpholin oder die Glykolmono- und/oder
ίο -diäther, wie Äthylenglykolmonoäthyläther, Äthylenglykolmonobutyläther,
Äthylenglykolmonomethyläther, Diäthylenglykolmonoäthyläther, Äthylenglykoldiäthyläther,
Diäthylenglykoldimethyläther, oder die Glykolätherester, wie Äthylenglykolmonomethylätheracetat;
Ester, wie Äthylacetat, können ebenfalls verwendet werden.
Zu den wasserlöslichen Polymeren in wäßriger Lösung, die erfindungsgemäß behandelt werden
können, zählen Polymere und Copolymere des Acrylamids, der Acrylsäure und ihrer Salze, wie Natriumacrylat,
Kaliumacrylat, Lithiumacrylat oder Ammoniumacrylat, weiter Polymere, die Vinylalkohol- oder
Vinylsulfonateinheiten enthalten, und Salze hiervon. Diese Polymere sind als Homopolymere oder als
Copolymere wasserlöslich. Werden diese monomeren Materialien mit einer anderen, polymerisierbaren, eine
CH2 = Cd-Gruppe enthaltenden Verbindung copolymerisiert,
so werden wasserlösliche Polymere gebildet, wenn wesentliche Mengen der zuerst genannten
Materialien verwendet werden. Beispiele für polymerisierbare Monomere, die zusammen mit den obenerwähnten
Monomeren, jedoch in geringerer Menge verwendet werden können, sind Styrol, ringsubstituierte
Alkylstyrole, wie o-Methylstyrol, m-Methylstyrol,
p-Methylstyrol, 2,4-Dimethylstyrol, 2,5-Dimethylstyrol,
3,4-Dimethylstyrol, oder durch höhere Monoalkyl- oder Polyalkylreste ringsubstituierte
Styrole, beispielsweise durch Äthyl-, Propyl- oder Butylgruppen ringsubstituierte Styrole.
Außerdem kann man Nitrile, wie Acrylnitril, Methacrylnitril, Äthacrylnitril oder a-Chloracrylnitril,
verwenden. Ebenso lassen sich die Ester der Acrylsäure verwenden, wie Methylacrylat, Äthylacrylat,
Butylacrylat, Methylmethacrylat, Äthylmethacrylat.
Man kann auch ringsubstituierte Halogenstyrole, wie o-, m- oder p-Chlorstyrol, 2,4-Dichlorstyrol, 2,5-Dichlorstyrol,
verwenden. Wie schon erwähnt, sollen die zuletzt erwähnten Monomeren, nämlich die Styrole,
Nitrile, Acrylate u. dgl., bei Bildung der Copolymerisate mit den Acrylamiden, Acrylsäuren und deren
Salzen in geringeren Mengen verwendet werden, damit man keine wasserunlöslichen Polymere erhält.
Falls das Polymere wasserunlöslich ist, ist die vorliegende Erfindung nicht anwendbar.
Da zu Beginn die Polymere hergestellt wurden, sind deren Lösungen bei Beendigung der Polymerisation
im allgemeinen heiß. Man kann die heiße Lösung gewünschtenfalls unmittelbar behandeln oder
sie abkühlen lassen, bevor man das erfindungsgemäße Verfahren durchführt. Die Temperatur, bei der die
erste Verdünnung vorgenommen wird, ist nicht kritisch. Es ist jedoch erforderlich, daß das Fällungsmittel in der genau richtigen Menge zur Verminderung
der Viskosität der wäßrigen Lösung in ausreichendem Maße verwendet wird, so daß die Lösung dann in
eine größere Menge des Fällungsmittels ohne Bildung großer, zäher Agglomerate verteilt werden kann. Die
anfängliche Menge Fällungsmittel darf jedoch nicht
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ausreichend zum Eintritt einer wesentlichen Fällung des Polymeren aus der Lösung sein. Die anfängliche
Menge des Fällungsmittels hängt ab und ändert sich mit der Konzentration des Polymeren in der Lösung
und/oder der Art des Polymeren in der Lösung. Hat man eine 10°/aige Polyacrylamidlösung, so soll man
die Lösung mit einem Fällungsmittel, wie Methanol, in einer Menge von nicht wesentlich weniger als
ungefähr 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht des Wassers, und nicht mehr als ungefähr
66 °/o Methanol, bezogen auf das Gesamtgewicht des Wassers, verdünnen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist auf wäßrige Lösungen von wasserlöslichen Polymeren anwendbar,
deren Molekulargewichte beträchtlich schwanken können. Beispielsweise können die Polymeren Molekulargewichte
zwischen ungefähr 50 000 und 5 000 000 besitzen, wobei das Molekulargewicht der höheren
Polymeren ein Durchschnittsmolekulargewicht ist. Verwendet man Polymere mit höheren Molekulargewichten,
beispielsweise zwischen ungefähr 100 000 und 5 000 000 oder noch höher, so kann das Durchschnittsmolekulargewicht
durch die Methode der Lichtstreuung bestimmt werden (vgl. P. J. Flory,
Principles of Polymer Chemistry, Cornell University Press, 1953, S. 256 bis 316). Zur Bestimmung der
Molekulargewichte von niedrigeren Polymeren kann man das Verfahren des osmotischen Druckes verwenden.
Polymere mit Molekulargewichten unter 50 000 können bis zu den Dinieren von polymerisierbaren
Monomeren leicht erfindungsgemäß behandelt werden.
Die Polymerenkonzentration in der wäßrigen Lösung kann beträchtlich schwanken in Abhängigkeit
von der bei der Herstellung verwendeten Konzentration des Monomeren in der Lösung. Die Konzentration
kann zwischen ungefähr 1 und 80 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung, schwanken.
Für die meisten Zwecke können die Polymerenlösungen eine Konzentration zwischen ungefähr 10
und 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung, besitzen.
Bei Durchführung des zweiten Schrittes des erfindungsgemäßen Verfahrens, nämlich der Einführung
der verdünnten Polymerenlösung in die große Menge Fällungsmittel, ist die Temperatur nicht kritisch. Man
kann bei Temperaturen von ungefähr 0° C bis zu Temperaturen eben unter dem Siedepunkt des
Fällungsmittels arbeiten. Vorzugsweise jedoch und aus wirtschaftlichen Gründen arbeitet man zwischen
ungefähr 10 und 60° C. Während des ersten und zweiten Verfahrensschritts des erfindungsgemäßen
Verfahrens soll — wenigstens in gewissem Ausmaße —
die Lösung bewegt werden, einmal, um eine homogene gleichmäßige Mischung der Polymerenlösung und des
Fällungsmittels herzustellen, und zum anderen, um das Polymere praktisch vollständig aus der Lösung
auszufällen. Die Bewegung kann mit üblichen Mischoder Rührvorrichtungen, Zentrifugalpumpen, Kolloidmühlen
oder Homogenisatoren vorgenommen werden. Da Unter- oder Überdruck nicht erforderlich ist bei
der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, ist Normaldruck im allgemeinen zu empfehlen.
Bei der Ausfällung ist es manchmal wünschenswert und häufig günstig, Elektrolyte, wie Kaliumhydroxyd,
Natriumhydroxyd, Salpetersäure, Salzsäure, Natriumchlorid
oder Kaliumchlorid, zu verwenden.
Nach Ausfällung des Polymeren aus der Lösung können übliche mechanische Mittel zur Abtrennung
des ausgefällten Polymeren von der Restflüssigkeit, die das Lösungsmittel, in dem das Polymere gelöst
war, und das Ausfällungsmittel, in dem das Polymere unlöslich ist, enthält, angewandt werden. Man kann
mechanische Mittel, wie Filtern, Dekantieren oder Zentrifugieren, benutzen.
Nach der mechanischen Abtrennung des ausgefällten Polymerenmaterials von der Restflüssigkeit
wird das Polymere mit zusätzlichen Mengen des Fällungsmittels gewaschen und in einem Heißlufttrockner
oder einem Trockenofen getrocknet.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Alle Teile sind Gewichtsteile, wenn nichts anderes
angegeben ist. Die Verfahren wurden bei Zimmertemperatur durchgeführt, wenn nichts anderes ausgeführt
ist.
In ein Reaktionsgefäß, ausgerüstet mit einem Rührer, wurden 496 Teile einer 5,46%igen wäßrigen
Polyacrylamidlösung mit einer Brookfield-Viskosität von 32 000 cP bei 250C gegeben. Dieser Beschickung
wurden langsam 210 Teile Methanol und 0,47 Teile einer 70%igen Salpetersäurelösung unter Bewegung
der gesamten Mischung zugefügt. Die zugegebene Methanolmenge war die maximale Menge, die ohne
Ausfällen des Polymeren zugegeben werden konnte. Nach vollständiger Dispergierung des Methanols in
der Polymerenlösung wurden schnell 816 Teile Methanol zur Ausfällung des Polymeren zugefügt.
Der Ansatz wurde dann zur Entfernung des Polymeren in Form feiner, diskreter Teilchen filtriert.
In ein Reaktionsgefäß, ausgerüstet wie im Beispiel 1,
wurde 1 Teil einer 13,5°/oigen wäßrigen Polyvinylalkohollösung mit einer Viskosität von 105 cP gegeben.
Zu dieser Beschickung wurden dann langsam unter ständiger Bewegung 0,6 Teile Aceton zugegeben.
Nachdem alles Aceton eingemischt worden war, wurden schnell unter ständiger Bewegung 2,9 Teile
Aceton zur Ausfällung des Polymeren zugegeben; der Reaktionsansatz wurde dann zur Gewinnung des
Polymeren filtriert.
Zu 1 Teil einer 13,5°/oigen wäßrigen Polyvinylalkohollösung mit einer Viskosität von 105 cP wurden
langsam unter ständiger Bewegung 0,8 Teile Isopropanol zugefügt. Danach wurden unter ständiger
Bewegung schnell 4,2 Teile Isopropanol zur Ausfällung des Polymeren zugefügt. Das Polymere wurde
durch Filtration gewonnen.
Zu 1 Teil einer 10%igen wäßrigen Polyvinylalkohollösung mit einer Viskosität von 3050 cP bei Zimmertemperatur
wurde langsam unter ständiger Bewegung
1 Teil Methanol zugefügt. Nach vollständiger Dispergierung des zugegebenen Methanols wurden schnell
2 Teile Methanol zur Ausfällung des Polymeren zugefügt. Das Polymere wurde dann durch Filtration
gewonnen.
Zu 1 Teil einer lO°/oigen wäßrigen Polyvinylalkohollösung
mit einer Viskosität von 3050 cP wurden langsam unter ständiger Bewegung 0,95 Teile
Aceton zugefügt. Nach vollständiger Dispergierung des zugefügten Acetons in der Polymerenlösung
wurden schnell 2 Teile Aceton zur Ausfällung des Polymeren zugefügt. Das Polymere wurde durch
Filtration gewonnen.
Zu 1 Teil einer 15°/oigen Natriumpolyacrylatlösung
mit einer Viskosität von ungefähr 25 00OcP bei 25° C wurden langsam 0,5 Teile Methanol unter
ständiger Bewegung zugefügt und nach vollständiger Dispergierung des Methanols rasch 2,0 Teile Methanol
zur Ausfällung des Polymeren zugefügt. Das Polymere wurde durch Filtration gewonnen.
Zu 10 Teilen einer 15%igen wäßrigen Natriumpolyacrylatlösung mit einer Viskosität von ungefähr
25 000 cP bei 25° C wurden langsam 5 Teile Aceton unter ständiger Bewegung zugefügt. Hierauf wurden ao
rasch 20 Teile Aceton zur Ausfällung des Polymeren zugefügt. Das Polymere wurde durch Filtrierung gewonnen.
Zu 1 Teil einer 10°/oigen wäßrigen Lösung eines
Copolymeren aus Acrylamid und Diallyldimethylammoniumchlorid mit einer Viskosität von 23 000 cP
bei 25° C wurden langsam unter ständiger Bewegung 0,75 Teile Methanol zugefügt. Darauf wurden rasch
1,75 Teile Methanol zur Ausfällung des Copolymeren zugefügt. Das Copolymere wurde durch Filtration
gewonnen.
Zu 1 Teil einer lO0/oigen wäßrigen Lösung eines
Copolymeren aus Acrylamid und Diallyldimethylammoniumchlorid mit einer Brookfield-Viskosität von
23 000 cP bei 25° C wurden langsam unter ständiger Bewegung 0,4 Teile Aceton zugefügt. Nach vollständiger
Dispergierung des Acetons in der Polymerenlösung und dadurch bewirkte Verminderung der
Viskosität wurden rasch 1,6 Teile Aceton zur Ausfällung des Polymeren zugefügt. Das Polymere wurde
durch Filtration gewonnen.
Zu 1 Teil einer lO°/oigen wäßrigen Lösung eines Copolymeren aus Acrylamid und Diallyldimethylamoniumchlorid
mit einer Viskosität von 23 000 cP bei 25° C wurden langsam unter ständiger Bewegung
0,5 Teile Alkohol zugefügt. Danach wurden rasch 2,0 Teile Alkohol zur Ausfällung des Polymeren zugefügt,
das durch Filtration gewonnen wurde.
Zu 1 Teil einer 8»/oigen wäßrigen Polyacrylamid-Iösung
mit einer Brookfield-Viskosität von ungefähr 700 000 cP bei 25° C wurden langsam unter ständiger
Bewegung 0,3 Teile Methanol zugefügt. Danach wurden rasch 1,7 Teile Methanol zur Ausfällung des
Polymeren zugefügt.
Zu 1 Teil einer 8°/oigen wäßrigen Polyacrylamidlösung
mit einer Viskosität von ungefähr 700 000 cP wurden langsam unter ständiger Bewegung 0,5 Teile
Aceton zugefügt. Nach vollständiger Dispergierung
35 des Acetons in der Polymerenlösung wurden rasch
2,0 Teile Aceton zur Ausfällung des Polymeren zugegeben.
Zu 1 Teil einer 12,5%igen wäßrigen Polyacrylamidlösung
mit einer Viskosität von ungefähr 30 000 cP
wurden unter ständiger Bewegung langsam 0,55 Teile Methanol zugefügt. Darauf wurden rasch 3,0 Teile
Methanol zur Ausfällung des Polymeren zugefügt.
Zu 1 Teil einer 12,5fl/oigen wäßrigen Polyacrylamidlösung
mit einer Viskosität von ungefähr 30 000 cP wurden langsam unter ständiger Bewegung
0,4 Teile Isopropanol zugefügt. Nach vollständiger Dispergierung des Isopropanols wurden rasch
2,6 Teile Isopropanol zur Ausfällung des Polymeren zugefügt, das durch Filtration abgetrennt wurde.
Zu 1 Teil einer 20°/cJgen wäßrigen Lösung eines
Copolymeren aus Acrylamid und Acrylsäure mit einer Viskosität von ungefähr 3500OcP bei
Zimmertemperatur wurden unter ständiger Bewegung langsam 1,2 Teile Methanol zugefügt. Nach vollständiger
Dispergierung des Methanols in der Copolymerenlösung wurde die verdünnte Copolymerenlösung
mit verminderter Viskosität rasch zu 2,8 Teilen Methanol zur Ausfällung des Copolymeren gegeben,
das dann durch Filtration vom Filtrat getrennt wurde.
Zu 1 Teil einer 20°/oigen wäßrigen Lösung eines Copolymeren aus Acrylamid und Acrylsäure mit
einer Viskosität von 35 000 cP bei Zimmertemperatur wurden unter ständiger Bewegung langsam 0,55 Teile
Aceton zugefügt. Darauf wurden rasch 3,0 Teile Aceton zur Ausfällung des Polymeren zugegeben,
das durch Filtration erhalten wurde.
Zu 1 Teil einer 2O°/oigen wäßrigen Lösung eines Copolymeren aus Acrylamid und Acrylsäure mit
einer Viskosität von 35Ö00cP wurden unter ständiger Bewegung langsam 0,5 Teile Isopropanol zugefügt.
Darauf wurden rasch 2,5 Teile Isopropanol zur Ausfällung des Polymeren zugefügt, das durch
Filtration erhalten wurde.
55
60
65
Claims (4)
1. Verfahren zur Gewinnung eines wasserlöslichen Polymeren einer polymerisierbaren, eine
C H2=Cd-Gruppe enthaltenden Verbindung aus
seiner wäßrigen Dispersion in Form feiner, diskreter Teilchen, dadurch gekennzeichnet, daß man
die wäßrige Dispersion mit einem Fällungsmittel, das wenigstens teilweise in Wasser löslich und
inert gegenüber dem Polymeren ist und dessen wäßrige Lösung ein Nichtlösungsmittel für das
Polymere in einer Konzentration bis einschließlich der Sättigungskonzentration darstellt, in zur
Verminderung der Viskosität der Dispersion ausreichenden, jedoch zur Ausfällung des Poly-
meren aus der Dispersion nicht ausreichenden Menge vermischt, daß man die so hergestellte
Mischung mit einer zur Ausfällung des Polymeren ausreichenden weiteren Menge des Fällungsmittels
verdünnt, daß man das feste, ausgefällte Polymere von der Restflüssigkeit abtrennt
und trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das feste, ausgefällte
Polymere durch Filtration oder durch Zentrifugieren von der Restflüssigkeit abtrennt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als
Fällungsmittel Aceton oder Methanol verwendet.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als
Polymeres ein Acrylamidpolymerisat oder ein Mischpolymerisat aus Acrylamid und Acrylsäure
verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 766 565.
Britische Patentschrift Nr. 766 565.
ι 109 708/440 10.61
Applications Claiming Priority (1)
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| US689757A US3046259A (en) | 1957-10-14 | 1957-10-14 | Process for water soluble polymer recovery |
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- 1958-10-14 DE DEA30533A patent/DE1115019B/de active Pending
Patent Citations (1)
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Also Published As
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| FR1212909A (fr) | 1960-03-28 |
| US3046259A (en) | 1962-07-24 |
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