DE1115054B - Verfahren und Vorrichtung zum dynamischen Auswuchten von Kraftfahrzeugraedern direktam Fahrzeug - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum dynamischen Auswuchten von Kraftfahrzeugraedern direktam FahrzeugInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01M—TESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01M1/00—Testing static or dynamic balance of machines or structures
- G01M1/14—Determining imbalance
- G01M1/16—Determining imbalance by oscillating or rotating the body to be tested
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum dynamischen Auswuchten von Kraftfahrzeugrädern direkt am Fahrzeug Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum dynamischen Auswuchten von Kraftfahrzeugrädern direkt am Fahrzeug und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
- Es ist bekannt, daß statisch einwandfrei ausgewuchtete Kraftfahrzeugräder infolge von Unwuchtkräftepaaren zu einem »Flattern« neigen können, welches große Gefahrenmomente mit sich bringt.
- Das bei Personenwagen im allgemeinen zwischen 60 und 120km/h auftretende Flattern der »Reifen« löst dieselben aus ihrer Bodenhaftung und leitet oftmals das gefürchtete Schleudern ein. Weiterhin erschwert das »Flattern« der Vorderräder erheblich die Lenkung des Kraftfahrzeuges. Man ist dementsprechend seit einigen Jahren dazu übergegangen, Kraftfahrzeugräder nicht nur statisch, sondern auch sorgfältig dynamisch auszuwuchten. Hierzu müssen die Räder jedoch im allgemeinen von dem Fahrzeug abgenommen werden und auf entsprechende Auswuchtmaschinen aufgespannt werden. Abgesehen davon, daß dieser Vorgang mühselig und zeitraubend ist, zeigte die Praxis, daß oftmals erhebliche Unwuchtkräfte beispielsweise in den Bremstrommeln oder in den Lagern verbleiben.
- Es wurden dementsprechend Verfahren vorgeschlagen und entsprechende Geräte zur Durchführung dieser Verfahren auf den Markt gebracht, um Kraftfahrzeugräder direkt am Fahrzeug, d. h. ohne Abnahme der Räder von demselben, auswuchten zu können. Ein Gerät dieser Gattung arbeitet beispielsweise folgendermaßen: Die Räder eines Kraftfahrzeuges werden nacheinander bis zur Bodenfreiheit mittels eines Wagenhebers hochgebockt. An dem Reifen wird an einer beliebigen Stelle, beispielsweise mittels eines Kreidestriches, eine gut sichtbare Marke angebracht. Je nach dem vorgeschlagenen Verfahren wird nun an die Achse oder an die Bremstrommel ein sich am Boden abstützender Schwingungsmesser, ein sogenannter »Geber«, angesetzt. Das Rad wird mittels eines sogenannten »Raddrehers«, worunter eine fahrbare Kombination aus einem Motor und einer Reibwalze zu verstehen ist, auf Touren gebracht. Das Rad wird mit einer Stroboskoplampe beleuchtet, die von einem Auswertgerät synchron zu den Geberwechselspannungen gesteuert wird. Die Winkellage der Unwucht kann aus der Winkellage der Marke im visuellen Eindruck unter der Stroboskopbeleuchtung abgeschätzt werden. Die Größe der Unwucht wird an einem von dem Schwingungsmesser beaufschlagten Größenanzeigeinstrument abgelesen.
- Obwohl Einigkeit darüber herrschte, daß ein »Messen« der dynamischen Unwucht des Kraftfahrzeugreifens mittels derartiger Verfahren unsicher ist, glaubte man jedoch, daß man auf experimentellem Wege, d. h. durch wiederholtes Einsetzen von Paaren von Ausgleichsgewichten verschiedener Größe in verschiedenen Winkellagen, die dynamische Unwucht beseitigen könnte. Die dynamische Unwucht galt dabei als beseitigt, wenn der horizontal an die Bremstrommel angesetzte Geber keine Schwingungen mehr aufzeigte. Versuche haben nun gezeigt, daß dieser Schluß in vielen Fällen nicht zutreffend ist. Durch das Hochbocken des Wagens wurden nämlich die Federungscharakteristiken des Gesamtschwingungssystems verändert, da die Rückstellfederkraft des Reifens am Boden wegfällt. Wenn beispielsweise das Kraftfahrzeug bei 100 km/h Geschwindigkeit im praktischen Fahrbetrieb ein erhebliches »Flattern« der Reifen zeigte, ist mit Sicherheit damit zu rechnen, daß, wenn das Rad bei aufgebocktem Kraftfahrzeug auf eine entsprechende Tourenzahl gebracht wird, dieses Flattern bei dieser Tourenzahl nicht wieder, sondern bei irgendeiner anderen Tourenzahl auftritt.
- Die bisherigen Verfahren sind dementsprechend in der Praxis daran gescheitert, daß diese Umstände nicht oder nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt wurden.
- Das Kraftfahrzeug wird gemäß der Erfindung nicht hochgebockt, sondern mit dem zu prüfenden Rad auf eine oder zwei drehbare Walzen aufgefahren, bis deren Achse oder die Mittelparallele beider Achsen etwa parallel vertikal unterhalb der Radachse liegt.
- So werden die natürlichen Fahrverhältnisse, insbesondere die Reifeneinllüsse berücksichtigt. Dadurch, daß das Aufbocken des Kraftfahrzeuges entfällt, ergibt sich weiterhin eine wesentliche Arbeitszeiteinsparung gegenüber den bekannten Verfahren.
- Gemäß einer bevorzugten Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens sitzt in einer Grube ein Gestell, in welchem die Lagerböcke der Walze über Federn mit horizontalem und vertikalem Freiheitsgrad frei schwingend gelagert sind. An die Welle der Walze ist drehschlüssig ein Motor angekuppelt.
- Die Unwuchtschwingungen können an der Antriebswalze abgenommen werden.
- In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine schematische Ansicht der Vorrichtung gemäß der Erfindung bei einem aufgefahrenen Rad eines Kraftfahrzeuges, Fig. 2 ein Walzenpaar, Fig. 3 ein Walzenpaar mit Kraftfahrzeugrad zwischen beiden Walzen.
- Gemäß der Darstellung in Fig. 1 wird ein Kraftfahrzeug mit dem zu prüfenden Rad 1 auf eine drehbare Walze 2 gefahren, bis deren Achse etwa vertikal unter der Achse des Rades 1 liegt. Die Drehlager der Walze 2 sind je mittels Federn 3 und 4 in einem Lagerbock abgestützt, so daß die Walze 2 Schwingungen sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung ausführen kann. Die Unwuchtschwingungen des Rades 1 können dann mittels bekannter Meßeinrichtungen, z. B. solchen, wie sie zur Bestimmung der Unwucht eines Kraftfahrzeugrades am hochgebockten Kraftfahrzeug bisher verwendet wurden, gemessen werden. Durch die gemäß der Erfindung gewählte Anordnung bleiben jedoch die Rückstellfederkräfte des luftgefüllten Kraftfahrzeugreifens erhalten, so daß die Messung unter wirklichkeitsgetreuen Verhältnissen vorgenommen wird.
- In den Fig. 2 und 3 ist eine Doppelwalzenanordnung gezeigt. Die Lager von zwei Walzen 2 a und 2 b sind über eine Stange miteinander verbunden. Die Stange ist mittels einer Welle in einem Bock drehbar gelagert. Gemäß Fig. 2 wird das Kraftfahrzeugrad 1 auf die Walze 2 aufgefahren, so daß die Achse des Kraftfahrzeugrades sich senkrecht über der Achse der Walze 2 b befindet. Die auf die dynamische Unwucht zurückführenden Schwingungen des Kraftfahrzeugrades 1 führen dann zu Schwingungsbewegungen der Anordnung um die Achse des Drehlagers.
- Gemäß Fig. 3 wird das Kraftfahrzeugrad 1 auf die beiden Walzen 2 a und 2 b so aufgefahren, daß die Mittelparallele beider Achsen etwa vertikal unterhalb der Achse des Rades 1 liegt. Auf diese Weise kann dann die statische Unwucht des Kraftfahrzeugrades 1 bestimmt werden.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum dynamischen Auswuchten von Kraftfahrzeugrädern unmittelbar am Fahrzeug, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftfahrzeug mit dem zu prüfenden Rad auf eine oder zwei drehbare Walzen aufgefahren wird, bis deren Achse oder die Mittelparallele beider Achsen etwa parallel vertikal unterhalb der Radachse liegt.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen in einer Grube versenkt angeordnet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen als Antriebswalzen ausgebildet sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Walzenpaar um eine vertikale Achse gegen Federwirkung drehbar ist.
- 5. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen gegen Federwirkung vertikal beweglich angeordnet sind.
- 6. Vorrichtung nach Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Rad des Kraftfahrzeuges ein Walzenpaar zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH18904A DE1115054B (de) | 1954-01-07 | 1954-01-07 | Verfahren und Vorrichtung zum dynamischen Auswuchten von Kraftfahrzeugraedern direktam Fahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH18904A DE1115054B (de) | 1954-01-07 | 1954-01-07 | Verfahren und Vorrichtung zum dynamischen Auswuchten von Kraftfahrzeugraedern direktam Fahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1115054B true DE1115054B (de) | 1961-10-12 |
Family
ID=7148511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH18904A Pending DE1115054B (de) | 1954-01-07 | 1954-01-07 | Verfahren und Vorrichtung zum dynamischen Auswuchten von Kraftfahrzeugraedern direktam Fahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1115054B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3238786A (en) * | 1963-01-14 | 1966-03-08 | Pellicciotti Fernando Albert | Wheel unbalance measuring |
-
1954
- 1954-01-07 DE DEH18904A patent/DE1115054B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3238786A (en) * | 1963-01-14 | 1966-03-08 | Pellicciotti Fernando Albert | Wheel unbalance measuring |
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