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DE1114682B - Hydraulische Servosteuereinrichtung - Google Patents

Hydraulische Servosteuereinrichtung

Info

Publication number
DE1114682B
DE1114682B DEL30362A DEL0030362A DE1114682B DE 1114682 B DE1114682 B DE 1114682B DE L30362 A DEL30362 A DE L30362A DE L0030362 A DEL0030362 A DE L0030362A DE 1114682 B DE1114682 B DE 1114682B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
control piston
piston
auxiliary
main control
hydraulic servo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL30362A
Other languages
English (en)
Inventor
Rene Leduc
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1114682B publication Critical patent/DE1114682B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B9/00Servomotors with follow-up action, e.g. obtained by feed-back control, i.e. in which the position of the actuated member conforms with that of the controlling member
    • F15B9/16Systems essentially having two or more interacting servomotors, e.g. multi-stage
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K1/00Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces
    • F16K1/14Lift valves or globe valves, i.e. cut-off apparatus with closure members having at least a component of their opening and closing motion perpendicular to the closing faces with ball-shaped valve member

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

  • Hydraulische Servosteuereinrichtung Die Erfindung bezieht sich auf hydraulische Servosteuereinrichtungen mit Zylindern und einem Steuerkolben sowie einer Betätigungsspindel zur Steuerung von im Steuerkolben befindlichen Ventilen, die als Kugelventile ausgebildet sind, bei denen als Stößel eine kleinere Kugel dient. Diese Servosteuerungen sind heute in einer großen Zahl von Anwendungen, insbesondere im Flugzeugbau, verbreitet.
  • Die Entwicklung der Technik und die Anforderungen auf diesem Gebiete machen es mehr und mehr notwendig, bei derartigen Einrichtungen dafür zu sorgen, daß die Trägheit und die Betätigungskräfte vernachlässigbar klein sind, d. h. daß die parasitären Kräfte, die dem Steuerimpuls entgegenwirken, wie Reibung, Ventilbetätigung, praktisch Null sind.
  • Diese parasitären Kräfte stören z. B. die Kräfte, die von Einrichtungen, welche eine »künstliche Reaktion« hervorrufen, erzeugt werden, durch die der Pilot in der Steuerung eine Reaktionskraft »fühlt«, die eine Funktion von verschiedenen Größen des gewählten Fluges sind. Diese parasitären Kräfte stören auch die von den Einrichtungen des automatischen Piloten oder den Stabilisierungseinrichtungen ausgehenden Kräfte und vermindern die Genauigkeit der von diesen Einrichtungen hervorgerufenen Steuerergebnisse.
  • Um andererseits den Anforderungen an die in modernen Flugzeugen erforderliche Leistung und die Kleinheit der Zeitkonstante gerecht zu werden, die annähernd der Zeit entspricht, die das gesteuerte Organ benötigt, um etwa zwei Drittel der Geschwindigkeit zu erreichen, die man ihm zu übertragen wünscht, kann man die relativ schweren und sperrigen elektrischen Kraftverstärker kaum verwenden, die zu große Zeitkonstanten haben; dagegen erfordern hydraulische Kraftverstärker eine schwerfällige Steuerung, die schwierig anzuordnen und empfindlich gegen verschiedene Formänderungen der Flugzeugkonstruktion ist.
  • Man hat daher schon nach einer hydraulischen Servosteuerung gesucht, die die oben aufgezählten technischen Erfordernisse dadurch berücksichtigt, daß bei ihr die parasitären Kräfte vernachlässigbar klein sind und dadurch eine befriedigende Möglichkeit zur Anwendung der in der Praxis an sich brauchbaren elektrohydraulischen Steuerungen gegeben ist.
  • So sind bereits hydraulische Servosteuereinrichtungen bekannt, bei denen die Ventilöffnungen durch Kugelventile, d. h. verlustlos, gesteuert werden. Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine solche Anordnung für ein sehr schnelles Flugzeug die einzige praktisch annehmbare ist, weil sie den Vorteil hat, mit voller Sicherheit und über eine relativ lange Zeitdauer (1 Stunde) auch dann noch funktionieren zu können, wenn die hydraulische Versorgung gestört ist, und weil bei ihr die Zahl und das Gewicht der hydraulischen Pumpen vermindert werden kann und ein fortgesetztes Durcharbeiten der Leckflüssigkeit und die damit verbundene Erwärmung vermieden wird.
  • Eine Vorrichtung dieser Art ist in dem französischen Patent 1003 822 bzw. dem USA.-Patent 2 574 335 und dem britischen Patent 654 415 beschrieben.
  • Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung derartiger Vorrichtungen; die insbesondere gestattet, die Betätigungskräfte, d. h. in der Hauptsache die Kräfte zum Öffnen der Ventile, vernachlässigbar klein zu machen. (Die Reibung kann leicht durch bekannte Mittel vermindert werden.) Gemäß der Erfindung wird eine solche Steuereinrichtung dadurch verbessert, daß jedes zur Absperrung eines Kanals dienende Kugelventil in mehrere parallel geschaltete Kugelventile aufgeteilt ist, bei denen die Durchmesser sowohl der als Verschlußstücke als auch der als Stößel dienenden Kugeln von einem kleinsten bis zu einem größten Wert gleichmäßig abgestuft sind; so daß sich die parallel geschalteten Einzelventile nacheinander in der Reihenfolge der zunehmenden Kugeldurchmesser entsprechend der Zunahme des Betätigungshubes öffnen.
  • Es ist an sich bereits bekannt, bei einem pneumatischen Ventil zur Speisung eines davon im Abstand liegenden pneumatischen Zylinders zwischen der Druckleitung und der Ableitung eine Ventileinrichtung anzuordnen, die in mehrere parallel geschaltete Kugelventile aufgeteilt ist, deren als Verschlußstücke dienende Kugeln verschiedene Durchmesser haben. Die Kugelventile lassen sich über ein gemeinsames Schwenkglied nacheinander so betätigen, daß das Kugelventil mit der kleineren Verschlußkugel vor den Kugelventilen mit den größeren Verschlußkugeln öffnet, um zunächst nur eine Teilentlastung der Druckluftleitung zu erhalten.
  • Demgegenüber handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um die Lösung einer ganz speziellen Problemstellung bei hydraulischen Servosteuereinrichtungen.
  • Dank dieser Bemessung läßt sich die Betätigungskraft erheblich vermindern, und es können sehr große Geschwindigkeiten ohne Instabilitätserscheinungen, d. h. ohne Schwingungen um eine Gleichgewichtsstellung, erhalten werden. Die Servosteuerung löst rasche Bewegungen aus, wobei Anfang und Ende der Bewegung jedoch stark progressiv und geschmeidig sind.
  • Vorteilhafterweise ist zwischen der Betätigungsspindel und dem Steuerkolben ein in einer als Zylinder dienenden Ausnehmung im Steuerkolben gleitender Hilfssteuerkolben angeordnet, der gleichfalls Kugelventile enthält, die durch die Betätigungsspindel bewegt werden, während der Hilfssteuerkolben die Kugelventile des Steuerkolbens bewegt.
  • Zur Erreichung besonders guter Stabilitätsverhältnisse ist es vorteilhaft, die Abmessungen und Ausbildung der Kugeldurchmesser, der Winkel der Betätigungskonusse und das Verhältnis der jeweils wirksamen Kolbenflächen in beiden Zylindern so aufeinander abzustimmen, daß das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit des Hilfssteuerkolbens und dem Hub des Stößels, der diese Geschwindigkeit auslöst, mindestens viermal so groß ist wie das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit des Hauptsteuerkolbens und dem Hub des als Stößel für den Hauptsteuerkolben wirkenden Hilfssteuerkolbens, durch den die Geschwindigkeit des Hauptsteuerkolbens ausgelöst wird. Diese Beziehung wird nachfolgend noch näher erläutert.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Fig.l ist eine schematische Darstellung eines Längsschnittes durch eine gemäß der Erfindung ausgebildete Servosteuerung; Fig. 2 ist eine Darstellung eines Schnittes entlang der Linie II-11 in Fig. 1; Fig.3 ist eine der Fig.1 entsprechende Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform.
  • In Fig. 1 ist eine hydraulische Servosteuerung der als Kugelventilsteuerung bekannten Art dargestellt, bei der die Anordnungen im Aufbau gemäß der Erfindung getroffen sind. Mit 15 ist das Gehäuse, mit 9 der Hauptsteuerkolben und mit 10 die Kugelventile der Servosteuerung bezeichnet. Die Kugelventile 10 sind durch den Hilfssteuerkolben 8 der Servosteuerung steuerbar. Das Drucköl tritt bei 18 in das Gehäuse ein und bei 19 wieder aus.
  • Wie in Fig.2 dargestellt, ist jedes Kugelventil 10 bzw. 20 gemäß der Erfindung in eine Reihe von nacheinander wirksam werdenden Kugelventilen unterteilt. In Fig. 2 sind die Kugelventile 20 der Fig. 1 aufgeteilt in eine Folge von Kugeln 20 a, 20 b, 20 c, 20 d von zunehmender Größe, deren Stößel oder Steuerkugeln mit 21 a, 21 b, 21 c, 21 d bezeichnet sind. Wie aus der Figur ersichtlich, sind der Abstand des Kugelsitzes von der Mittelachse und die Länge der Stößel bzw. die Durchmesser der Kugeln 21 so gewählt, daß sie ein aufeinanderfolgendes Abheben der Kugeln in Abhängigkeit von ihrer Größe entsprechend der Zunahme des Betätigungshubes bewirken. Auf diese Weise wird die Betätigungskraft vermindert, und darüber hinaus arbeitet die Servosteuerung geschmeidiger und schwankungsfreier. Bei gegebenem Hub und Geschwindigkeit der Servosteuerung verlaufen der Start und der Auslauf langsam, mit hoher Beschleunigung und Verzögerung während der wenigen Zehntelsekunden, welche das nacheinander eintretende Spiel der Kugeln wiedergeben. Man kann auf diese Weise sehr schnelle Hübe der Servosteuerung stoßfrei und ohne Schwingungen um die Gleichgewichtsstellung erreichen.
  • Nach Fig.1 dient, entsprechend einem Ausführungsbeispiel nach der Erfindung, der Hilfssteuerkolben 8 der Servosteuerung als Kolben für eine Hilfsservosteuerung, deren Stößel mit 1, deren Ventilkugeln mit 3 und deren konisch ansteigende Flächen mit 2 bezeichnet sind. Das Gehäuse dieser Hilfsservosteuerung wird durch den Hauptkolben 9 der Servosteuerung gebildet, dessen Körper zu diesem Zweck eine Bohrung aufweist, die durch den Hilfssteuerkolben 8 in zwei Kammern 4 und 5 aufgeteilt wird. Das Ganze bildet eine zweistufige Servosteuerung, wobei die Hilfsservosteuerung so dimensioniert ist, daß ihre Kugeln einen Durchmesser von weniger als 1 mm haben und die wirksame Kolbenfläche nicht mehr als 0,5 cm2 beträgt. Die Betätigungskräfte für die Gesamtanordnung kann man auf einige Gramm vermindern.
  • Die Arbeitsweise der Einrichtung ist also die folgende: Der Stößen kann nach rechts oder nach links verstellt werde, und zwar durch eine Aktion des Piloten (auf mechanischem, elektrischem oder hydraulischem Wege), eines Stabilisierungssystems (mechanisch, elektrisch oder hydraulisch) oder eines automatischen Piloten (mechanisch, elektrisch oder hydraulisch).
  • Es sei angenommen, daß sich der Stößel 1 nach rechts verstellt. Im Laufe dieser Bewegung hebt der konische Abschnitt 2 des Stößels 1 die Ventilkugeln 3 an und stellt so eine Verbindung zwischen den Kammern 4 und 5 der Hilfsservosteuerung her. Die Fläche 6 des Hilfskolbens 8 in der Kammer 4 ist größer als die Fläche 7 des Hilfskolbens in der Kammer 5, wodurch der Hilfskolben 8 der Servosteuerung unter Einwirkung des zugeführten Druckes sich relativ zum Hauptkolben 9 der Hauptservosteuerung nach rechts verlagert. Diese Bewegung vermindert die Abhebgeschwindigkeit der Ventilkugeln 3, Damit vermindert sich auch die Beschleunigung des Hilfskolbens 8 im Verhältnis zum Hauptkolben 9. Die Relativbewegung des Kolbens 8 gegenüber dem Kolben 9 hat ein Anheben der Ventilkugeln 10 zur Folge, wodurch die Kammern 11 und 12 der Hauptservosteuerung in Verbindung gebracht werden. Die Fläche 13 des Hauptkolbens 9 in der Kammer 11 ist größer als die Fläche 14 des Hauptkolbens in der Kammer 12, wodurch der Kolben 9 durch Einwirken des zugeführten Druckes relativ zum als festliegend angenommenen Gehäuse 15 der Servosteuerung verlagert wird.
  • Wenn die Geschwindigkeit des Hauptkolbens 9 gleich der Geschwindigkeit des Betätigungsstößels 1 wird, wird eine Bewegung nach rechts des Hilfskolbens 8 relativ zum Hauptkolben 9 ein Schließen des Kugelventils 3 bewirken. Der Hilfskolben 8 behält dadurch seine Lage im Verhältnis zum Hauptkolben 9 bei, und die angehobene Lage der Kugeln 10 bleibt unverändert.
  • Der Hauptkolben 9 behält dann seine gleichförmige Bewegung nach rechts mit einer Geschwindigkeit bei, die der des Betätigungsstößels 1 gleich ist.
  • Wenn der Pilot, das Stabilisatorsystem oder der automatische Pilot die Bewegung des Betätigungsstößels 1 anhält, hat eine Bewegung des Hilfskolbens 8 nach rechts ein Anheben der Ventilkugeln 16 zur Folge.
  • Die Kammer 4 erhält dadurch den Druck des Vorratsbehälters. Der Versorgungsdruck wirkt nur noch auf die Fläche 7 der Kammer 5, der Hilfskolben 8 macht im Verhältnis zum Hauptkolben 9 eine Bewegung nach links. Diese Bewegung vermindert die Anhebgeschwindigkeit der Ventilkugeln 16. Die Beschleunigung des Hilfskolbens 8 im Verhältnis zum Hauptkolben 9 wird also auch vermindert.
  • Die Bewegung des Hilfskolbens 8 nach links im Verhältnis zum Hauptkolben 9 hat eine Verkleinerung der Öffnung der Ventilkugeln 10 zur Folge. Die Geschwindigkeit des Hauptkolbens 9 gegenüber dem Gehäuse 15 wird also auch kleiner.
  • Sobald die Ventilkugeln völlig abgesenkt sind, wird diese Geschwindigkeit Null. Die Bewegung des Hilfskolbens 8 nach links im Verhältnis zum Hauptkolben 9 senkt dann die Ventilkugeln 16 ab. Der Hilfskolben 8 steht still, und das gesamte System beendet seine Bewegung.
  • Eine Bewegung nach links des Betätigungsstößels 1 führt ebenso zu einer Bewegung des Hauptkolbens 9 nach links mit der gleichen Geschwindigkeit. Das Anhalten des Betätigungsstößels 1 führt gleicherweise zu einem Stillstand des Hauptkolbens 9.
  • Nach der Erfindung ist eine kalibrierte Bohrung 17 vorgesehen, um die sich auf die Flächen 6 und 7 der Kolben 8 und 9 auswirkenden Öldrücke miteinander zu verbinden. Mit Hilfe einer entsprechenden Bemessung dieser Öffnung kann die Relativgeschwindigkeit der Kolben 8 und 9 eingestellt und die Stabilität des Systems vergrößert werden.
  • In' dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind sowohl ` der Hilfssteuerkolben 8 als auch der Hauptsteuerkolben 9 in separaten, koaxial angeordneten, fest miteinander verbundenen Teilen eines feststehenden Gehäuses 15 angeordnet. In diesem Fall ist der Hub des Hilfskolbens gleich dem Hub des Hauptkolbens.
  • Die Arbeitsweise ist die folgende: Eine Bewegung nach rechts des Stößels 1 hat ein Anheben der Ventilkugeln 3 zur Folge und setzt so die Kammern 4 und 5 miteinander in Verbindung. Da die Fläche 6 des Hilfskolbens 8 in der Kammer 4 größer ist als dessen Fläche 7 in der Kammer 5, bewegt sich der Hilfskolben 8 unter dem Einfluß des hydraulischen Druckes nach rechts. Diese Bewegung nach rechts verlangsamt die Anhebgeschwindigkeit der Ventilkugeln 3 und vermindert so die Beschleunigung des Hilfskolbens 8 im Verhältnis zum Gehäuse 15. Wenn der Hauptkolben 9 noch in Ruhestellung angenommen wird, stellt die Bewegung nach rechts des Hilfskolbens 8 im Verhältnis zum Gehäuse 15 also auch eine Relativbewegung des Hilfskolbens 8 gegenüber dem Hauptkolben 9 nach rechts dar. Diese Bewegung nach rechts des Hilfskolbens 8 im Verhältnis zum Hauptkolben 9 bewirkt ein Anheben der Ventilkugeln 10 und setzt so die Kammern 11 und 12 miteinander in Verbindung.
  • Da die Fläche 13 des Hauptkolbens 9 in der Kammer il größer ist als die Fläche 14 des Hauptkolbens in der Kammer 12, bewegt sich der Hauptkolben 9 unter dem Einfluß des hydraulischen Druckes nach rechts, wobei diese Bewegung nach rechts die Abhebgeschwindigkeit der Ventilkugeln 10 verlangsamt und so die Beschleunigung des Hauptkolbens 9 im Verhältnis zum Gehäuse 15 vermindert.
  • Wenn die Geschwindigkeit des Hilfskolbens 8 im Verhältnis zum Gehäuse 15 gleich der Geschwindigkeit des Betätigungsstößels 1 im Verhältnis zum Gehäuse 15 wird, wird der Hub der Ventilkugeln unverändert, und der Hilfskolben 8 setzt seine gleichförmige Bewegung nach rechts mit einer Geschwindigkeit fort, die der des Betätigungsstößels 1 gleich ist.
  • Wenn der Hauptkolben 9 die Geschwindigkeit des Hilfskolbens 8 noch nicht erreicht hat, heben die Ventilkugeln 10 weiter an.
  • Wenn die Geschwindigkeit des Hauptkolbens 9 im Verhältnis zum Gehäuse 15 gleich der Geschwindigkeit des Hilfskolbens 8 im Verhältnis zum Gehäuse 15, d. h. gleich der Geschwindigkeit des Betätigungsstößels 1 im Verhältnis zum Gehäuse 15 wird, wird der Hub der Ventilkugeln 10 konstant, und der Hauptkolben 9 setzt seine gleichförmige Bewegung nach rechts mit einer Geschwindigkeit fort, die der des Hilfskolbens 8, d. h. der des Betätigungsstößels 1, gleich ist.
  • Wenn der Pilot, das Stabilisatorkorrektursystem oder der automatische Pilot die Bewegung des Betätigungsstößels 1 im Verhältnis zum Gehäuse 15 anhält, vermindert die Bewegung nach rechts des Hilfskolbens 8 das Anheben der Ventilkugeln 3. Der Hilfskolben 8 wird im Verhältnis zum Gehäuse 15 verlangsamt. Der Hauptkolben 9, der im Verhältnis zum Gehäuse 15 noch nicht langsamer geworden ist, hat also eine Relativbewegung nach rechts im Verhältnis zum Hilfskolben 8, und diese Relativbewegung vermindert den Hub der Ventilkugeln 10. Auch der Hauptkolben 9 verlangsamt sich also im Verhältnis zum Gehäuse 15.
  • Wenn die Ventilkugeln 3 schließen, steht der Hilfskolben 8 im Verhältnis zum Gehäuse 15 still. Die rückläufige Bewegung des Hauptkolbens 9 im Verhältnis zum Gehäuse 15 schließt dann die Ventilkugel 10. Der Hauptkolben 9 beendet seine Relativbewegung gegenüber dem Gehäuse 15.
  • Das Gesamtsystem ist also in Ruhestellung.
  • Eine Verlagerung nach links des Betätigungsstößels 1 bewirkt ebenso eine Bewegung nach links des Hauptkolbens 9.
  • Um eine optimale Stabilität der Servosteuereinrichtung zu erhalten, hat es sich als zweckmäßig herausgestellt, wenn man folgende Verhältnisse berücksichtigt: Bei einer Steuerbewegung dl, d. h. einer Differenz 4i zwischen der Bewegung des »Eingangs« (Betätigungsstößel l) und des »Ausgangs« (Hilfskolben 8), erhält der Hilfskolben 8 eine Geschwindigkeit VJ, die im wesentlichen dem Wert dl proportional ist. Man kann schreiben: V1 J B1 - d" wobei Bi praktisch konstant ist, zumindestens solange 1, genügend kleine Werte behält. B, ist eine Funktion vom Durchmesser der Kugeln 3 oder 16, vom Winkel an der Spitze des Konus 2, der die Kugeln anhebt, und von der Differenz der Hilfskolbenflächen 6 und 7.
  • Die gleiche Überlegung kann man anstellen, wenn man das Vorhandensein des Betätigungsstößels 1 außer Acht läßt und annimmt, die Steuereinrichtung bestünde nur aus dem Zylinder 15, einem Betätigungsstößel an Stelle des Hilfskolbens 8 und dem Hauptkolben 9. Für die Geschwindigkeit des Hauptkolbens 9 bei einer Steuerbewegung 42 ergibt sich ein Wert V2, der mit 42 in folgender Beziehung steht: V2 = B.2 . J2.
  • Für B2 gilt das gleiche wie für Bi, natürlich hier bezogen auf die Kugeln 10 oder 20, den Konus am Hilfskolben 8 und die Hauptkolbenflächen 13 und 14.
  • Unter Beachtung der obigen Beziehungen hat sich als für die Stabilität des Systems besonders vorteilhaft ein Verhältnis zwischen Bi und B2 von Bi @ 4B2 ergeben, d. h., am Anfang und Ende von Bewegungen soll das Verhältnis zwischen augenblicklicher Geschwindigkeit V der Stößel und der zur Erreichung dieser Geschwindigkeit notwendigen Verschiebung A beim Hilfskolben mindestens viermal so groß als beim Hauptkolben sein.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Hydraulische Servosteuereinrichtung mit Zylindern und einem Steuerkolben sowie einer Betätib ngsspindel zur Steuerung von im Steuerkolben befindlichen Ventilen, die als Kugelventile ausgebildet sind, bei denen als Stößel eine kleinere Kugel dient, dadurch gekennzeichnet, daß jedes zur Absperrung eines Kanals dienende Kugelventil in mehrere parallel geschaltete Kugelventile (20; 21 a, 21 b, 21 c, 21 d) aufgeteilt ist, bei denen die Durchmesser sowohl der als Verschlußstücke als auch der als Stößel dienenden Kugeln von einem kleinsten bis zu einem größten Wert gleichmäßig abgestuft sind, so daß sich die parallel geschalteten Einzelventile nacheinander in der Reihenfolge der zunehmenden Kugeldurchmesser entsprechend der Zunahme des Betätigungshubes öffnen.
  2. 2. Hydraulische Servosteuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Betätigungsspindel (1) und dem Hauptsteuerkolben (9) ein in einer als Zylinder dienenden Ausnehmung im Hauptsteuerkolben gleitender Hilfssteuerkolben (8) angeordnet ist, der gleichfalls Kugelventile (3, 16) enthält, die durch die Betätigungsspindel (1) bewegt werden, während der Hilfssteuerkolben (8) die Kugelventile des Hauptsteuerkolbens (9) bewegt.
  3. 3. Hydraulische Servosteuereinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Kugeln der Hilfssteuereinrichtung kleiner als etwa 1 mm ist.
  4. 4. Hydraulische Servosteuereinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Fläche des Hilfssteuerkolbens (8) eine Größe von etwa 0;5 cm2 nicht übersteigt.
  5. 5. Hydraulische Servosteuereinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölzufuhr zu der einen ringförmigen Spalt zwischen dem Hauptsteuerkolben (9) und dem Hilfssteuerkolben (8) bildenden Kammer (5) des Zylinders des Hilfssteuerkolbens (8) durch eine durch den Hauptsteuerkolben (9) hindurchführende und in die Kammer (5) mündende Bohrung und die Ölabführung durch eine Bohrung im Hilfssteuerkolben (8) sichergestellt ist, die die Kammer (4) des Zylinders für den Hilfssteuerkolben (8) über die Kugelventile (20) mit der Ölrücklaufleitung (19) verbindet.
  6. 6. Hydraulische Servosteuereinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine kalibrierte Bohrung (17) im Hauptsteuerkolben (9) seine größere Kolbenfläche (13) mit der Kammer (4) im Inneren des Hauptsteuerkolbens (9) verbindet, in der sich die größere Fläche (6) des Hilfssteuerkolbens (8) befindet.
  7. 7. Hydraulische Servosteuereinrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen und Ausbildung der Kugeldurchmesser, der Winkel der Betätigungskonusse und das Verhältnis der jeweils wirksamen Kolbenflächen in beiden Zylindern so aufeinander abgestimmt sind, daß das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit des Hilfssteuerkolbens (8) und dem Hub des Stößels (1), der diese Geschwindib keit auslöst, mindestens viermal so groß ist wie das Verhältnis zwischen der Geschwindigkeit des Hauptsteuerkolbens (9) und dem Hub des als Stößel für den Hauptsteuerkolben (9) wirkenden Hilfssteuerkolbens (8), durch den die Geschwindigkeit des Hauptsteuerkolbens (9) ausgelöst wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1003 822; USA.-Patentschriften Nr.1558 064, 2 574 335.
DEL30362A 1957-05-07 1958-05-07 Hydraulische Servosteuereinrichtung Pending DE1114682B (de)

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FR2999262A1 (fr) * 2012-12-10 2014-06-13 Jean Pierre Rizzo Robinet-vanne a boule et a tiroir a usages multiples

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