DE1114334B - Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen Aufzeichnungen - Google Patents
Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen AufzeichnungenInfo
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- H04R—LOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
- H04R17/00—Piezoelectric transducers; Electrostrictive transducers
- H04R17/04—Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus
- H04R17/08—Gramophone pick-ups using a stylus; Recorders using a stylus signals being recorded or played back by vibration of a stylus in two orthogonal directions simultaneously
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Description
INTERNAT. KL. G 10 j
DEUTSCHES
PATENTAMT
V16560IXa/42g
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 28. SEPTEMBER 1961
Die Erfindung betrifft einen Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen Aufzeichnungen
aus einer Rille einer Schallplatte, bestehend aus zwei Kristallelementen, einem die beiden
Kristallelemente mit dem die Abtastnadel tragenden Nadelhalter verbindenden Kupplungsorgan und einem
weiteren, mit einer Abtastnadel versehenen Nadelhalter zur Abtastung einer monauralen Schallschrift.
Bei dem heutigen Stand der Schallplattentechnik begegnet man einer verhältnismäßig großen Zahl verschiedenartiger
Schallplatten, welche, wenn eine möglichst gute Wiedergabe bei möglichst geringem Verschleiß
der Schallplatten erzielt werden soll, je mit einem speziellen Tonabnehmer abgetastet werden
müssen. Es sind zwar bereits Tonabnehmer mit zwei Abtastnadeln bekannt, von denen die eine sich für
die Abtastung einer Normalrille und die andere sich für die Abtastung einer Mikrorille eignet. Heutzutage
werden auch sogenannte stereophonische Schallplatten hergestellt, bei denen in einer Rille zwei Aufzeichnungen
untergebracht sind, die sich mit einer einzigen Abtastnadel abtasten lassen. Da die Rillen dieser
Schallplatten mit einem von dem der Normal- und Mikrorillen abweichenden Profil geschnitten sind, ist
die Abtastung nur mit einer dazu passenden Abtastnadel zweckmäßig, da andernfalls die Schallplatte
leidet.
Die Erfindung bezweckt, einen Tonabnehmer zu schaffen, der sich sowohl zur Abtastung von Schallplatten
mit Stereoaufzeichnung als auch von in Seitenschrift bzw. in Tiefenschrift aufgezeichneten Tonrillen,
die nur eine Aufzeichnung enthalten, eignet, wobei es sich in diesen drei Fällen sowohl um eine
Normalrille als auch um eine Mikrorille handeln kann. Der Tonabnehmer läßt sich somit ohne irgendeine
Abänderung in sechs Fällen verwenden. Die Umschaltung soll durch entsprechende Schaltung der Kristallelemente
erfolgen.
Die Erfindung besteht darin, daß zur Ankopplung der Abtastnadel für die monaurale Schallschrift ein
Kupplungsorgan vorgesehen ist, das dem Kupplungsorgan zur Ankopplung der Abtastnadel für die Zweikomponentenschallschrift
entspricht.
Es sind Tonabnehmer zur Abtastung von Einkomponentenschrift mit zwei je mit einer Abtastnadel versehenen
Nadelträgern bekannt, die über zwei getrennte Zwischenstücke mit dem durch einen paralllel zu seinen
längsten Kanten geführten Einschnitt in zwei Teile aufgeteilten Kristallelement verbunden sind. Auf diese
Weise entstehen zwei praktisch nicht miteinander gekoppelte Abtastsysteme zum Abtasten von Tonrillen
verschiedenartigen Profils.
Tonabnehmer zur Abtastung
von stereophonisch aufgenommenen
Aufzeichnungen
Anmelder:
Machiel de Vries, Amsterdam (Niederlande)
Machiel de Vries, Amsterdam (Niederlande)
Vertreter: Dr. W. Germershausen, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 54
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 54
Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 27. Mai 1958
Niederlande vom 27. Mai 1958
Machiel de Vries, Amsterdam (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung besitzt jedes Kupplungsorgan zwei unter sich gleiche Hebel,
von denen die einen Enden unter sich und mit einem Nadelhalter und die anderen Enden je mit einem der
Kristallelemente verbunden sind.
In Weiterbildung der Erfindung bestehen die derart ausgebildeten Hebel aus zwei unter sich scharnierartig
verbundenen Armen.
Es ist zweckmäßig, beide Kupplungsorgane zu einem Teil zu vereinigen.
Die Kupplungsorgane bestehen aus einem elastischen Kunststoff.
« Bei Abtastung von Seitenschrift sind die Kristallelemente so geschaltet, daß sich ihre Spannungen bei
waagerechten Schwingungen addieren, bei senkrechten Schwingungen dagegen aufheben. Bei Abtastung
von Tiefenschrift dagegen sind sie so geschaltet, daß sich ihre Spannungen bei senkrechten Schwingungen
addieren, bei waagerechten Schwingungen dagegen aufheben.
Derartige Summen- und Differenzschaltungen sind an sich bekannt.
Unter Hinweis auf die Zeichnungen wird zur Klarstellung der Erfindung ein Ausführungsbeispiel beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht des Tonabnehmers im SchaubM,
Fig. 2 in der gleichen Lage wie in Fig. 1 die beiden Wandlerelemente zusammen mit einem Kupplungs-
109 690/175
organ und den Teilen für den elektrischen Anschluß im Schaubild,
Fig. 3 und 4 Ansichten in kleinerem Maßstab gemäß dem Pfeil in Fig. 2.
Das Gehäuse des Tonabnehmers besteht aus zwei Teilen 1, 2, von denen der eine das Spiegelbild des
anderen ist. Diese Teile 1, 2 werden durch einen Bügel 3 und einen Bolzen 4 zusammengehalten. An
dem Bügel 3 ist eine Achse 5 angeordnet, auf der ein nicht eingezeichneter Knopf befestigt werden kann,
mit dem der Tonabnehmer aus der einen Betriebslage in die andere gebracht werden kann. In dem Gehäuse
befinden sich zwei Kristallelemente 6, 7. Diese Elemente sind durch Klötzchen aus elastischem
Kunststoff 8, 9 im Gehäuse eingeklemmt. Kontaktstreifen 10, 11, 12, 13 führen zu Anschlußstiften 14,
15, 16, 17. Die freien Enden der Kristallelemente 6, 7 sind durch ein zusammengesetztes Kupplungsorgan
mit zwei Nadelhaltern verbunden. Der Nadelhalter 19 ist mit der Abtastnadel 20 versehen. Der andere
Nadelhalter befindet sich diametral gegenüber auf der Unterseite des Tonabnehmers, er ist in Fig. 1 nicht
sichtbar.
Einer der beiden Nadelhalter trägt eine Abtastnadel, deren Spitze zur Abtastung von Normalrillen geeignet
ist, während die der anderen Nadel zur Abtastung von Mikrorillen vorgesehen ist. Das Kupplungsorgan
18, das aus einem Stück elastischen Kunststoffs besteht, besitzt zwei Manschetten 21, 22 und acht Arme
23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30. Dabei sind die Arme 23, 24 symmetrisch zu den Armen 25, 26 und die
Arme 27, 28 symmetrisch zu den Armen 29, 30 ausgebildet. Die Arme 23, 28 sind an der Stelle, an dei
sie ineinander übergehen, mit der Manschette 21 verbunden, während in der gleichen Weise die Arme 25,
30 mit der Manschette 22 verbunden sind. In den Manschetten 21, 22 befinden sich schlitzförmige Öffnungen
31, 32, in denen die freien Enden der Kristallelemente 6, 7 einrasten. Die Arme 24, 26 sind durch
ein Verbindungsstück 33 und die Arme 27, 29 durch ein Verbindungsstück 34 miteinander verbunden. Der
Nadelhalter 19 liegt lose an dem Verbindungsstück 33 und der andere Nadelhalter an dem Verbindungsstück
34 an. Dadurch, daß die Arme unterschiedlich dick ausgeführt sind, kann eine Scharnierwirkung
zwischen ihnen auftreten.
Die Arbeitsweise des Tonabnehmers ergibt sich aus Fig. 3 und 4. In Fig. 3 ist der Fall wiedergegeben, daß
der Tonabnehmer bei einer Rille angewendet wird, deren Wand je eine Aufzeichnung trägt. Jede der RiI-lenwände
steht unter einem Winkel von 45° zur Schallplattenfläche 35. Die eine Schallaufzeichnung
läßt die Abtastnadel in Richtung des Pfeiles 36 schwingen. Diese Schwingungen werden durch die Arme 27,
28 an die Manschette 21 und das Kristallelement 6 weitergeleitet. Die Manschette 22 und das Kristallelement
7 werden dagegen nicht oder nur unwesentlich erregt. Das Kristallelement 6 wird gemäß dem gebogenen
Pfeil 37 tordiert.
Schwingungen der Abtastnadel gemäß dem Pfeil 38 tordieren entsprechend das Kristallelement 7 gemäß
dem Pfeil 39, bewegen jedoch das Kristallelement 6 nicht. Die durch die zwei verschiedenen Aufzeichnungen
an den Kristallelementen 6, 7 entstehenden elektrischen Spannungen können getrennt über die Anschlußstifte
14, 15 bzw. 16, 17 abgenommen werden.
In Fig. 4 ist wiedergegeben, wie eine waagerecht modulierte Rille abgetastet wird. Wenn die Abtastnadel
in waagerechter Richtung gemäß dem Pfeil 40 bewegt wird, werden die beiden Kristallelemente 6, 7
gleichzeitig tordiert, und zwar gemäß den Pfeilen 41, 42. Bei entsprechender Schaltung der Anschlußstifte
liegen die beiden Kristallelemente 6, 7 in Serie, so daß sich beide Spannungen addieren. Die Abtastnadel
führt jedoch auch senkrechte Bewegungen aus, beispielsweise infolge von Unregelmäßigkeiten der Schallplatte.
Diese Bewegungen gemäß dem Pfeil 43 wirken sich in Torsionsbewegungen an den Kristallelementen
gemäß den Pfeilen 44, 45 aus. Während die Pfeile 41, 42 in die gleiche Richtung weisen, sind die Pfeile 44,
45 entgegengesetzt gerichtet. Die entstehenden Spannungen heben sich also auf. Das bedeutet, daß Nebengeräusche,
die sonst durch Unregelmäßigkeiten dei Schallplatte entstehen, weitgehend vermieden werden.
Dazu ist es selbstverständlich von größter Wichtigkeit, daß die Arme 27, 28 genau den Armen 29, 30
gleich sind. Es kann sogar wichtig sein, wenn die untere Nadel benutzt wird, daß auch die Arme 23, 24
den Armen 25, 26 gleich sind.
Es ist klar, daß auch eine senkrecht modulierte Rille (Tiefenschrift) mit dem Tonabnehmer abgetastet
werden kann. Dazu ist eine elektrische Umschaltung der beiden Kristallelemente erforderlich, derart,
daß die von den senkrechten Nadelschwingungen erzeugten Spannungen sich addieren, die von den waagerechten
Schwingungen erzeugten dagegen sich aufheben.
Der beschriebene Tonabnehmer ist also nicht nui zum Abtasten von Seitenschrift und Tiefenschrift
schlechthin geeignet, sondern er besitzt gegenüber den üblichen Tonabnehmern durch die Vermeidung unerwünschter
Nebengeräusche sogar einen wesentlichen Vorteil.
Obgleich die Anordnung der Kristallelemente in Bezug aufeinander entsprechend der Fig. 2 hinsichtlich
des Gesamtumfangs des Tonabnehmers die günstigste ist, so sind auch andere Anordnungen der Kristallelemente
unter Beibehaltung der übrigen Vorteile möglich. So läßt sich eine Anordnung denken, bei der
die Längsachsen der Kristallelemente parallel zueinander, die Kristallelemente selbst jedoch in einer einzigen
Ebene liegen. Auch ist es möglich, die Längsachsen der Kristallelemente zusammenfallen zu lassen,
und zwar so, daß die freien Enden der Kristallelemente einander zugekehrt sind. In diesem Fall sollen
die verschiedenen Arme des Kupplungsorgans sowie auch beide Manschetten nicht genau in einer
Ebene liegen.
Claims (7)
1. Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen Aufzeichnungen aus einer
Rille einer Schallplatte, bestehend aus zwei Kristallelementen, einem die beiden Kristallelemente
mit dem die Abtastnadel tragenden Nadelhalter verbindenden Kupplungsorgan und einem weiteren,
mit einer Abtastnadel versehenen Nadelhalter zur Abtastung einer monauralen Schallschrift, da
durch gekennzeichnet, daß zur Ankopplung der Abtastnadel für die monaurale Schallschrift ein
Kupplungsorgan vorgesehen ist, das dem Kupplungsorgan zur Ankopplung der Abtastnadel für
die Zweikomponentenschallschrift entspricht.
2. Tonabnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Kupplungsorgan zwei
unter sich gleiche Hebel besitzt, von denen die einen Enden unter sich und mit einem Nadelhalter
und die anderen Enden je mit einem der Kristallelemente verbunden sind.
3. Tonabnehmer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel aus zwei unter sich
scharnierartig verbundenen Armen bestehen.
4. Tonabnehmer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kupplungsorgane zu einem Teil vereinigt sind.
5. Tonabnehmer nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsorgane aus einem elastischen KunststofiE bestehen.
6. Tonabnehmer nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Abtastung von
Seitenschrift die Kristallelemente so geschaltet sind, daß sich ihre Spannungen bei waagerechten
Schwingungen addieren, bei senkrechten Schwingungen dagegen aufheben.
7. Tonabnehmer nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Abtastung von
Tiefenschrift die Kristallelemente so geschaltet sind, daß sich ihre Spannungen bei senkrechten
Schwingungen addieren, bei waagerechten Schwingungen dagegen aufheben.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 675 787;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1029 172;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1785 427.
Deutsche Patentschrift Nr. 675 787;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1029 172;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1785 427.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
109 690/175 9.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL228118 | 1958-05-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1114334B true DE1114334B (de) | 1961-09-28 |
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ID=19751221
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV16560A Pending DE1114334B (de) | 1958-05-27 | 1959-05-21 | Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen Aufzeichnungen |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1114334B (de) |
| GB (1) | GB919488A (de) |
| NL (1) | NL105975C (de) |
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0
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-
1958
- 1958-08-28 US US757746A patent/US2997548A/en not_active Expired - Lifetime
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