DE1114276B - Impulsgeber fuer die Erzeugung unregelmaessig aufeinanderfolgender Impulse an Textilmaschinen, insbesondere Kunstfadenspinnmaschinen - Google Patents
Impulsgeber fuer die Erzeugung unregelmaessig aufeinanderfolgender Impulse an Textilmaschinen, insbesondere KunstfadenspinnmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung von Steuerimpulsen, die unregelmäßig aufeinanderfolgen,
aber im Mittel, d. h. über eine längere Zeit gerechnet, in gleich großer Häufigkeit auftreten.
Derartige Steuerimpulse werden z. B. benötigt an Textilmaschinen, insbesondere an Spinnmaschinen zur
Herstellung künstlicher Fäden mit schwankendem Titer oder in der Zwirnerei und Spulerei zur Verhütung
der Spiegelbildung auf Aufwickelspulen.
Bei der Herstellung künstlicher Fäden mit plötzlich wechselndem Titer, wie sie z. B. als Noppenseide bekannt
sind, geht man meistens so vor, daß zwei auf die gleiche Spinndüse arbeitende Spinnpumpen vorgesehen
sind, von denen die eine als Grundspinnpumpe für die Förderung der Spinnlösung für den
normalen Titer und eine zweite als Zusatzspinnpumpe für die Förderung zusätzlicher Spinnlösung, die die
verdickten, als Noppen benannten Stellen ergibt, dient. Diese Noppenstellen müssen in stets unregelmäßigen
Abständen aufeinanderfolgen, da andernfalls ao bei der Weiterverarbeitung Musterungen im Gewebe
aufzutreten pflegen. Auf der anderen Seite müssen aber diese Noppen über eine genügend große Zeitspanne
immer in gleicher Anzahl verteilt sein, um Absätze im Warenbild der fertigen Web- und Wirkware
zu verhüten. Die die Zusatzspinnpumpe betätigende Vorrichtung wird durch Steuerimpulse eines
Impulsgebers, der meist über eine Verstärkereinrichtung auf die Pumpe einwirkt, gesteuert. Als Impulsgeber
hat man z. B. radioaktive Strahler verwendet, die stets unregelmäßig aufeinanderfolgende und über
größere Zeitmaße ausreichend gleichzahlige Impulse aussenden. Die Strahler haben den Nachteil, daß man
nicht in der Lage ist, die Impulse mit vorher festgelegtem Mindest- bzw. Größtabstand aufeinanderfolgen
zu lassen, ohne die Bedingung der langzeitigen gleichen Verteilung zu verletzen. Solches ist aber für die
Erreichung bestimmter modischer Noppeneffekte im Warenbild nicht zu vernachlässigen.
Es ist auch eine Vorrichtung bekannt, bei der die Zusatzspinnpumpe ihre Impulse durch eine Nockenscheibe
mit unterschiedlichem Nockenabstand erhält, wobei diese Nockenscheibe durch ein Störgetriebe
derart angetrieben wird, daß sich die Umfangsgeschwindigkeit der Nockenscheibe ständig ändert.
Zwar ist hier gegenüber der vorerwähnten Einrichtung erreicht, daß die Impulse mit vorher festlegbaren
Mindest- bzw. Höchstabständen aufeinanderfolgen, die Periode bis zur Wiederkehr der gleichen
Impulsreihenfolge ist aber viel zu gering, als daß sie
den heutigen Anforderungen genügen könnte.
Weiter ist eine Vorrichtung bekannt, bei der die Impulsgeber für die Erzeugung unregelmäßig
aufeinanderfolgender Impulse
an Textilmaschinen,
inbesondere Kunstfadenspinnmaschinen
inbesondere Kunstfadenspinnmaschinen
Anmelder:
Vereinigte Glanzstoff-Fabriken A. G.,
Wuppertal-Elberfeld
Wuppertal-Elberfeld
Dipl.-Ing. Adolf Koschmieder, Kelsterbach/M.,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Titerschwankungen dadurch erreicht werden, daß ein zwischen der Düse und dem Aufwickelorgan angeordneter
Schwenkhebel in unregelmäßigen Zeitabständen so ausgeschwenkt wird, daß der Faden kurzzeitig
und plötzlich entlastet wird, was zu Titeränderungen führt. Der Impulsgeber für den Schwenkhebel
arbeitet mit zwei Schwingstäben, die mit Hufe von zwei gemeinsam angetriebenen, aber mit unterschiedlicher
Drehzahl umlaufenden und in ihrer Gestalt verschiedenen Kurvenscheiben einander parallel hin und
her geschoben werden. Sie tragen beide je einen Kontakt; diese berühren sich bei der Begegnung und
schließen den Impulsgeberstromkreis.
Zwar ist diese Vorrichtung in der Lage, unterschiedliche Impulse zu erzeugen, die Periode ist jedoch
wegen des Vorhandenseins nur einer Kontaktstelle zwischen den beiden Schwingstäben sehr gering,
während Mindest- und Höchstabstände auch mit ihr nicht von vornherein festgelegt werden können. Außerdem
führen wegen der Schwerfälligkeit der Anlage kurz aufeinanderfolgende Impulse zwangläufig dazu,
daß diese Impulse ineinander übergehen und nur einen einzelnen übergroßen Impuls ergeben.
Die Nachteile dieser bekannten Steuerimpulsgeber sind bei dem erfindungsgemäßen behoben. Nach der
Erfindung ist der Impulsgeber durch eine Vielzahl von einer gemeinsamen Welle über getrennte Zwischengetriebe
angetriebener und im Mittel mit gleicher Drehzahl umlaufender Kontaktscheiben mit gegeneinander
phasenverschobenen Kontakten für die Impulsgabe gekennzeichnet, wobei als Zwischengetriebe
Störgetriebe vorgesehen sind, die jeweils jede einzelne Kontaktscheibe mit einer von den anderen unter-
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schiedlichen Störfrequenz um dieGrunddrehgeschwindigkeit
pendeln lassen. Der erfindungsgemäße Impulsgeber besteht also aus einer Vielzahl von Kontaktscheiben,
die der Zahl nach entsprechend der gewünschten Periodenlänge gewählt werden und die
nebeneinander angeordnet sind und sich mit gleicher Grunddrehzahl drehen. Der Grunddrehzahl werden
mehr oder weniger große pendelnde Stördrehfrequenzen überlagert, die ein ständiges Zu- und Abnehmen
der Kontaktscheibenumfangsgeschwindigkeit um die Grundgeschwindigkeit bewirken. Da nun jede Scheibe
mit anderer Störfrequenz bei gleicher Grunddrehzahl pendelt, ist eine Wiederkehr der von der Vielzahl der
Kontaktscheiben auf die gemeinsame Impulsleitung abgegebenen gleichen Impulsabstände erst in sehr
großen Zeitabständen und, sofern man beabsichtigt, erst nach Tagen oder Wochen gegeben. Der Mindest-
und der Größtabstand der im Drehwinkelmaß aufeinanderfolgenden Impulse kann bei gegebenem Phasenverschiebungswinkel
der Grundkontaktlage durch Wahl der Störwinkelgröße festgelegt werden. Läuft von zwei benachbarten Kontaktscheiben die erste gerade
mit großem Momentannachstörwinkel und die folgende mit großem Momentanvorstörwinkel, so ist eine
Kontaktfolge von kürzestem Abstand erreicht. Umgekehrt tritt weitester Abstand ein, wenn die erste
Scheibe gerade mit weitester Voreilung und die zweite Scheibe mit weitester Nacheilung läuft. Für eine ausreichend
hohe Periodenzeit ist die Anzahl der Kontaktscheiben entscheidend. Bei gegebener Scheibenzahl
ist es weiterhin erforderlich, daß die Störfrequenzen untereinander keinen gemeinsamen Teiler haben.
Um die Unregelmäßigkeiten der Noppenfolge im späteren Warenfertiggebilde noch deutlicher hervortreten
zu lassen, empfiehlt es sich, die Störfrequenzunterschiede der einzelnen aufeinanderfolgenden Kontaktscheiben
möglichst groß zu wählen. Die Störgetriebe können beispielsweise als Zahnradgetriebe
ausgebildet sein.
Der erfindungsgemäße Impulsgeber ist an Hand der Zeichnungen nach Aufbau und Funktion beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 die Anordnung eines Impulsgebers mit vier Kontaktscheiben,
Fig. 2 in vergrößertem Maßstab das Störgetriebe einer der Kontaktscheiben,
Fig. 3 ein Schema zur Verdeutlichung des Zusammenwirkens der Kontaktscheiben in perspektivischer
Schau,
Fig. 4 ein Diagramm zur Verdeutlichung des unterschiedlichen Abstandes der aufeinanderfolgenden Impulse.
Nach Fig. 1 treibt der Antriebsmotor 1 über ein regelbares Getriebe 2 die Eingangswelle 3 des Impulsgebers
an. Auf dieser Welle sind im vorliegenden Falle vier Kontaktantriebe 4, 5, 6 und 7 vorgesehen,
die jeweils aus zwei auf der Welle 3 fest angeordneten Zahnrädern 8 und 9 von verhältnismäßig geringer
unterschiedlicher Zähnezahl bestehen. Alle Zahnräder 9 der vier Kontaktantriebe 4, 5, 6 und 7 haben
beispielsweise gleiche Zähnezahl, während die Zahnräder 8 gegenüber 9 und untereinander unterschiedliche
Zähnezahl aufweisen. Die Zahnräder 8 und 9 auf der WeUe 3 treiben jeweils drehbeweglich auf der
Welle 10 sitzende Zahnräder 11 und 12 an. Zwischen den Zahnrädern 11 und 12 jedes Kontaktantriebes ist
eine Scheibe 13 angeordnet, die in besonderer, nachfolgend beschriebener Weise mit den Zahnrädern 11
und 12 in Verbindung steht und außerdem eine Abnehmerscheibe 14 antreibt, die selbst die Kontaktgabe
besorgt oder mit der eigentlichen Kontaktscheibe 15 verbunden ist. Der Steuerimpuls wird dann über den
Abnehmer 16 meist zu einem Verstärker an der Spinnmaschine weitergeleitet. Ähnlich wie am Kontaktantrieb
4 sind am Kontaktantrieb 5 die Kontaktscheibe 17 und der Abnehmer 18, am Kontaktantrieb 6 die
Kontaktscheibe 19 und der Abnehmer 20 und am
ίο Kontaktantrieb 7 die Kontaktscheibe 21 und der Abnehmer
22 angeordnet. Die nacheinander um einen festgelegten Phasenverschiebungswinkel erfolgenden
Steuerimpulse gehen alle über die gleiche Sammelleitung 23 zur Verstärkervorrichtung 24, die die Zusatzspinnpumpen
an der Spinnmaschine in kurzzeitige Bewegung setzt.
Die Funktion des Störgetriebes wird an Hand der Fig. 2 erläutert. Die Pendelscheibe 13 ist über den
Zapfen 25 schwenkbar am Zahnrad 12 gelagert und ragt mit dem an ihr befestigten Zapfen 26 in eine exzentrisch
im Zahnrad 11 angeordnete Nut 27. Da die beiden Zapfen 25 und 26 auf der Pendelscheibe 13
etwa um 90° versetzt angreifen, gelangt diese entsprechend der Abtastung der exzentrischen Nut 27
durch den Zapfen 26 in pendelnde Bewegung um den Zapfen 25. Diese pendelnde Bewegung ist abhängig
von der Relativbewegung des Zahnrades 11 gegenüber dem Rad 12, die aus dem Zusammenwirken derselben
mit den Rädern 8 und 9 entsteht. Entsprechend der gewählten unterschiedlichen Zähnezahlen verschieben
sich die Zahnräder während des Laufens gegeneinander, wobei der in der exzentrischen Nut 27
gleitende Zapfen 26 einmal näher und dann entfernter zum Drehpunkt des Zahnrades 11 zu liegen kommt,
wodurch er die Scheibe 13 verschwenkt. Durch einen in der um weitere 90° versetzten Nut 30 der Pendelscheibe
13 geführten Stift 28, der in der Abnehmerscheibe 14 befestigt ist und durch die Öffnung 29
im Zahnrad 12 hindurchgeführt ist, werden diese Pendelungen auf die Scheibe 14 übertragen, welche damit
im Mittel mit der Drehzahl des Rades 12 umläuft, infolge der Pendelung der Scheibe 13 aber diesem abwechselnd
vor- und nachläuft. In gleicher Weise wie das Rad 14 läuft die mit diesem fest verbundene
Kontaktscheibe 15 um, wobei der auf ihr angeordnete Kontakt 31 gegen den entsprechenden Abnehmer
16 wirkt, sobald er an diesem vorbeigleitet. Die Kontaktgabe kann beispielsweise elektrisch durch unmittelbares
Einleiten eines Stromes oder magnetisch durch Fernwirkung auf einen Gegenmagneten, der ein
Relais oder ein ähnliches Element steuert, gegebenenfalls
auch mechanisch durch unmittelbare Verstellung eines Schwenkhebels oder Schiebekolbens, die dann
den Impuls auch hydraulisch oder pneumatisch weiterleiten kann, erfolgen.
Die sich lose auf der Welle 10 drehenden Kontaktscheiben 15, 17, 19 und 21 laufen also alle mit gleicher
mittlerer Drehzahl um. Die Kontakte der einzelnen Scheiben sind im gegebenen Beispiel, bei dem
es sich um vier Kontaktscheiben handelt, im Mittel jeweils um 90° gegeneinander versetzt, d. h. also, wenn
gemäß Fig. 3 der Kontakt 31 der Scheibe 15 gegen den Abnehmer 16 anläuft, hat der Kontakt 34 der
Scheibe 21 den Abnehmer 22 bereits verlassen. Der Kontakt 32 der Scheibe 17 läuft im Mittel um 90°
hinter dem der ersten Scheibe 15 und der Kontakt 33 der Scheibe 19 um 180° hinter dem der ersten Scheibe
her. Zur Verdeutlichung sind in der Fig. 3 die Kon-
taktnullagen der Scheiben 17, 19 und 21 in strichpunktierter Linie auf der Scheibe 15 eingezeichnet.
Wenn nun jeder Kontakt durch sein Störgetriebe in einem gewissen Störbereich, der praktischerweise ein
immer gleich großes Störwinkelmaß aufweisen sollte, wie z. B. Störwinkelbereich 35 der Scheibe 15 oder
Störwinkelbereich 36 an der Scheibe 17, hin und her pendeln kann, so bildet sich zwischen dem Störwinkelbereich
35 und 36 der vor- und der nachlaufenden Scheibe 15 und 17 ein störfreier Bereich 37 aus (hier
durch gestrichelte Linien auf der Scheibe 15 angedeutet), in welchem niemals eine Kontaktgabe erfolgen
wird. Man hat also auf diese Weise durch Austausch oder geeignete Wahl der Zähnezahlen innerhalb der
Zahnräder 8, 9, 11 und 12 sowie der anderen konstruktiven Gegebenheiten des Störantriebes der einzelnen
Kontaktantriebe 4, 5, 6 und 7 die Möglichkeit, einen impulsfreien Zeitraum, in welchem keine Steuerimpulse
gegeben werden, festzulegen. Dieser entspricht dann dem Mindestabstand der aufeinanderfolgenden
Noppen.
Durch die unterschiedliche Wahl der Zahnräder 8 und 11 der einzelnen Kontaktantriebe wird die notwendige
Variation der Störfrequenz erzielt, die darin besteht, daß die Scheibe 15 nach anderer Grundumdrehungszahl
ihre Pendelperiode einstellt als die Scheiben 17, 19 oder 21. In Fig. 4 ist in einem Diagramm
eine mögliche und erprobte Störfrequenzanordnung bei vier Kontaktscheiben wiedergegeben. In
Pfeilrichtung 38 ist die Zeit und senkrecht dazu in Pfeilrichtung 39 die Winkellage der einzelnen Kontakte
bzw. deren Kontaktscheiben aufgetragen. Der Abstand 40 zwischen den einzelnen benachbarten Geraden
41, 42, 43 und 44 stellt also die Grundphasenverschiebung im Winkelmaß zwischen den einzelnen
Kontakten 31 bis 34 heraus, die bei Anordnung von vier umlaufenden Kontakten im allgemeinen mit 90°
gewählt werden wird. Sie kann aber auch unterschiedliche Größe aufweisen, was zur Folge hätte, daß die
störfreien Bereiche 37 zwischen den Kontaktfolgen ebenfalls nicht mehr gleich groß sind.
Um jede der Geraden 41, 42, 43 und 44 sind beispielsweise sinusförmig verlaufende Wellenlinien 45,
46, 47 und 48 eingezeichnet, die hier alle gleiche Amplituden, aber untereinander unterschiedliche Perioden
49,50,51 und 52 in Pfeilrichtung 38 aufweisen. Diese
Wellenlinien stellen die der Grundphase zu überlagernden Störwinkel von unterschiedlicher Störfrequenz
dar. Sie werden durch das Störgetriebe erzeugt und können bei entsprechender Wahl der exzentrischen
Nut 27 im Zahnrad 11 auch anderen als sinusförmigen Verlauf annehmen. Die Störfrequenz wird
durch die Relativgeschwindigkeit der beiden Zahnräder 11 und 12 bestimmt. Wird in einem der Kontaktantriebe
4 bis 7 der Pendelausschlag der Pendelscheibe 13 vergrößert, so wird auch die Störamplitude
der betreffenden Kontaktscheibe — also der mit 35 oder 36 bezifferte Störwinkelbereich der Fig. 3
oder die Amplitude der Wellenlinie 45 oder 46 der Fig. 4 — entsprechend vergrößert. Dadurch werden
dann auch die beiden störfreien Nachbarbereiche 37 verändert. Die weiterhin im Diagramm der Fig. 4 nur
links dargestellten, gestrichelt gezeichneten Steillinien 53, 54, 55 usw. charakterisieren aneinandergereiht
den Verlauf der Grunddrehung, wobei der Abstand 56 zwischen den Steillinien jeweils das Zeitmaß für
eine volle mittlere Umdrehung der Kontaktscheiben wiedergibt. Die volle mittlere Umdrehung 56 ist also
hier zeitlich kürzer als die kürzeste Störperiode 51 der Wellenlinie 47 gewählt. Selbstverständlich sind auch
andere Verhältnisse erzielbar; sie ergeben sich bei der Wahl anderer Relativgeschwindigkeitsverhältnisse
zwischen den beiden Zahnrädern 11 und 12.
Die Schnittpunkte in der Reihenfolge 57, 58, 59, 60, 61, 62 usw. der Steillinien 53, 54, 55 usw. mit den
Wellenlinien 45, 46, 47 und 48 geben nun den jeweiligen Beginn der aufeinanderfolgenden Kontaktimpulse
wieder, und zwar in Pfeilrichtung 38 gesehen im Zeitmaß und in Pfeilrichtung 39 gesehen im Winkelmaß
in der geforderten unregelmäßigen Weise, wie ein Vergleich der Schnittpunktabstände auf den Steillinien
53 und 55 ausreichend sichtbar verdeutlicht.
Man erkennt daraus aber auch, daß es empfehlenswert ist, einer Kontaktscheibe mit Störfrequenzlinie
von kurzer Periode eine solche mit längerer folgen zu lassen, um einen schnelleren Wechsel der Impulsabstände
zu erreichen, wie es in Fig. 4 dargestellt ist.
Die der Grunddrehgeschwindigkeit überlagerten Stördrehgeschwindigkeiten bewirken eine ständige
Änderung der Gesamtdrehgeschwindigkeit jeder einzelnen Kontaktscheibe. Wenn also beispielsweise
die Kontaktgabe elektrisch mittels Schleifsegment und Bürste vorgenommen wird, so wird .je nach
der momentanen Drehgeschwindigkeit der Kontaktscheibe eine mehr oder weniger lange Berührung zwischen
Segment und Bürste stattfinden. Im Diagramm der Fig. 4 ist dieser Tatbestand aus der ständig wechselnden
jeweiligen Neigung der Wellenlinien 45 bis 48 zu entnehmen. Befindet sich der Schnittpunkt zwischen
Steillinie und Wellenlinie im aufsteigenden Ast — also beispielsweise die Punkte 57, 58 usw. —, so
ist die Momentandrehgeschwindigkeit der Kontaktscheibe gerade erniedrigt, die Kontaktgabezeit wird
also verhältnismäßig lang. Im absteigenden Ast, beispielsweise am Schnittpunkt 63, ist die Momentandrehgeschwindigkeit
erhöht, wodurch sich die Kontaktgabezeit wesentlich verkürzt. Man kann diesen Wechsel in den Kontaktgabezeiten dazu benutzen, die
Impulslänge und damit die Länge der zu erzeugenden Noppen in gewissen Grenzen zu steuern. Die Kontaktgabezeit
wird um so mehr verändert, je kürzer im Falle gleichgehaltener Störamplitude die Periodenlänge
49 bis 52 gewählt wird.
Die vorbeschriebene Impulsgebereinrichtung soll nur den Vorgang der unregelmäßigen Impulsgabe verdeutlichen,
ohne daß dadurch der Erfindungsgegenstand auf die dargestellten Konstruktionselemente begrenzt
ist. So können anders funktionierende Störgetriebe verwendet und die Fortleitung der Impulse
durch beliebige Zwischenträger vorgenommen werden. Je nach der geforderten Systemperiodenlänge — also
der Periode, nach welcher die gleichliegende Konstellation 57, 58, 59 usw. wiederkehrt — können
mehr oder weniger als vier Kontaktscheiben vorgesehen sein. Wesentlich ist nur, daß die einzelnen
Störfrequenzen als Erzeuger der unterschiedlich erfolgenden Kontaktgabe untereinander keinen gemeinsamen
Teiler besitzen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Impulsgeber für die Erzeugung unregelmäßig aufeinanderfolgender Impulse mittlerer gleicher 6g Häufigkeit zur Verwendung an Textilmaschinen, insbesondere an Spinnmaschinen zur Herstellung künstlicher Fäden mit schwankendem Titer, ge kennzeichnet durch eine Vielzahl von einer ge-meinsamen Welle (3) über getrennte Zwischengetriebe (8, 9, 11, 12) angetriebener und im Mittel mit gleicher Drehzahl umlaufender Kontaktscheiben (15, 17, 19, 21) mit gegeneinander phasenverschobenen Kontakten (16, 18, 20, 22) für die Impulsgabe, wobei als Zwischengetriebe Störgetriebe vorgesehen sind, die jeweils jede einzelneKontaktscheibe mit einer von den anderen unterschiedlichen Störfrequenz um die Grunddrehgeschwindigkeit pendeln lassen.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 683 978; britische Patentschrift Nr. 749 563.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE559498D BE559498A (de) | 1956-08-01 | ||
| NL94039D NL94039C (de) | 1956-08-01 | ||
| DEV10988A DE1114276B (de) | 1956-08-01 | 1956-08-01 | Impulsgeber fuer die Erzeugung unregelmaessig aufeinanderfolgender Impulse an Textilmaschinen, insbesondere Kunstfadenspinnmaschinen |
| GB2433657A GB818809A (en) | 1956-08-01 | 1957-07-31 | Improvements relating to arrangements for the generation of control impulses |
| CH354201D CH354201A (de) | 1956-08-01 | 1957-08-01 | Impulsgeber für die Erzeugung unregelmässig aufeinanderfolgender Impulse gleicher mittlerer Häufigkeit zur Verwendung an Textilmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV10988A DE1114276B (de) | 1956-08-01 | 1956-08-01 | Impulsgeber fuer die Erzeugung unregelmaessig aufeinanderfolgender Impulse an Textilmaschinen, insbesondere Kunstfadenspinnmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1114276B true DE1114276B (de) | 1961-09-28 |
Family
ID=7573295
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEV10988A Pending DE1114276B (de) | 1956-08-01 | 1956-08-01 | Impulsgeber fuer die Erzeugung unregelmaessig aufeinanderfolgender Impulse an Textilmaschinen, insbesondere Kunstfadenspinnmaschinen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
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| CH (1) | CH354201A (de) |
| DE (1) | DE1114276B (de) |
| GB (1) | GB818809A (de) |
| NL (1) | NL94039C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008000102A1 (de) * | 2006-06-30 | 2008-01-03 | Amsler Tex Ag | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von kurzen garneffekten |
Citations (2)
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| DE683978C (de) * | 1937-07-28 | 1939-11-20 | Onderzoekings Inst Res | Vorrichtung zur Herstellung von Kunstfaeden mit Titerschwankungen |
| GB749563A (en) * | 1952-12-17 | 1956-05-30 | Celanese Corp | Apparatus for the production of artificial filaments of varying denier |
-
0
- NL NL94039D patent/NL94039C/xx active
- BE BE559498D patent/BE559498A/xx unknown
-
1956
- 1956-08-01 DE DEV10988A patent/DE1114276B/de active Pending
-
1957
- 1957-07-31 GB GB2433657A patent/GB818809A/en not_active Expired
- 1957-08-01 CH CH354201D patent/CH354201A/de unknown
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|---|---|
| GB818809A (en) | 1959-08-26 |
| NL94039C (de) | |
| BE559498A (de) | |
| CH354201A (de) | 1961-05-15 |
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