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DE111417C - - Google Patents

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Publication number
DE111417C
DE111417C DENDAT111417D DE111417DA DE111417C DE 111417 C DE111417 C DE 111417C DE NDAT111417 D DENDAT111417 D DE NDAT111417D DE 111417D A DE111417D A DE 111417DA DE 111417 C DE111417 C DE 111417C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
mass
cement
burning
fire
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT111417D
Other languages
English (en)
Publication of DE111417C publication Critical patent/DE111417C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/20Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

oC-Z tieft cn
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherigen Methoden zum Brennen von Portland-Cement und dergl. in Schachtöfen leiden an dem Uebelstande, dafs die Rohmasse stets gehörig vorgearbeitet werden mufs, um einen einigermafsen stetigen Betrieb zu sichern.
Diesem Uebelstande helfen die rotirenden Oefen ab, unter welchen sich der vorliegende dadurch auszeichnet, dafs er getheilt ist und jeder Theil mit besonderer Geschwindigkeit rotirt.
■ Eine in gewissem Grade ähnliche Einrichtung ist bisher nur als Trockentrommel bekannt geworden (vergl. die deutsche Patentschrift 61279). Dieselbe soll bei der Zuckergewinnung zum Trocknen von Rübenschnitzeln dienen, was, wie auch jeder andere Trockenvorgang, nur bei verhältnifsmäfsig niedrigen Temperaturen geschehen kann. Für die Herstellung von Portland-Cement sind aber ganz beträchtliche Hitzegrade (Temperaturen von 1500 bis 16000) unbedingt erforderlich, welche, abgesehen von der dabei nothwendigen hochfeuerbeständigen Futtermasse eine entsprechend gebaute Feuerung erheischen, welche die bei diesem Brennen von Cement unmittelbar auf einander folgenden Vorgänge in rationeller Weise durchzuführen gestattet.
Diese Vorgänge bestehen darin, dafs die in nassem Zustande in den Ofen eingeführte Rohmasse in dem höher gelegenen Theile einem ■Glüh- oder Vorbrennprocefs bei Rothglühhitze und in dem tiefer gelegenen Theile dem eigentlichen Sinter- oder Brennprocefs bei Weifsgluth unterworfen wird.
Dieses wird dadurch erreicht, dafs die am iiefgelegenen Ende eintretenden Heizgase der herabgleitenden Cementmasse entgegen durch den Ofen geleitet, gleichzeitig aber und besonders bei ihrem Eintritt von der angehäuften Masse zurückgehalten werden und ihre Heizkraft hier ungeschwächt zur Wirkung bringen. Ein derartig gebauter, einfach getheilter drehbarer Ofen ist in der beiliegenden Zeichnung im Längsschnitt dargestellt. Derselbe besteht aus der Feuerkammer A, dem Untertheile B, dem Obertheile C und dem Schornstein D. Die aus hochgradig feuerbeständiger Masse hergestellte Feuerkammer A dient zur Entflammung des durch ein Gebläse eingeführten staubförmigen oder flüssigen Brennstoffes und schliefst sich an den in geneigter Lage drehbaren Ofentheil B unmittelbar an, indem sie denselben mit einer muffenartigen Erweiterung α umschliefst. Der auf Rollen c in der Achsenrichtung von B ebenfalls geneigt gelagerte Obertheil C umgreift mit einer Muffe c1 das obere Ende des auf Rollen b laufenden Untertheiles B. Das obere Ende von C dreht sich in einer entsprechenden Aussparung des Schornsteinmauerwerks D. Angetrieben werden beide mit hochfeuerbeständiger Masse, wie Chamotte oder dergl., ausgefütterten Ofentheile B und C durch geeignete Vorgelege E und F, welche in der Zeichnung beispielsweise aus Schnecke und Schneckenrad bestehend dargestellt sind. Durch das Schornsteinmauerwerk D ist von aufsen eine Schüttrinne G hindurchgeführt, welche in das obere Ende des Ofentheiles C einmündet. Ein unterhalb der Schüttrinne in dem Schornstein gebildeter Hohlraum d dient als Staubfänger, in welchem sich der von den abziehenden Feuergasen etwa mitgerissene feine
Staub ansammelt. Die Ofentheile B und C drehen sich langsam. Praktische Versuche haben ergeben, dafs bei einer Umdrehung des. Untertheiles B der Obertheil C etwa zwei Umdrehungen machen sollte.
Die über die Schüttrinne G in den Ofen' theil C in nassem Zustande eingeführte Rohmasse wird bei der Drehung zunächst getrocknet, alsdann innig gemischt und zerkleinert und nach und nach auf Rothgluth (etwa iooo0) gebracht. In diesem Zustande gelangt die Cementmasse in den langsamer sich drehenden Ofentheil B und füllt denselben in entsprechend gröfserem Mafse an. Die der Vorlage A entströmenden Heizgase treffen auf die in dem Untertheil B angehäufte Rohmasse und erhitzen dieselbe bis zur Weifsgluth (1500 bis 16000). Am , unteren Ende des Ofentheiles B befindet sich die höchste Temperatur, bei welcher der Sinter- oder Brennprocefs bezw. Schmelzprocefs sich dauernd vollzieht. Das fertig gebrannte Gut fällt durch eine in der Vorlage A vorgesehene Oeffnung aus dem Ofen heraus. Während die an der höchsten Stelle eingeführte Rohmasse infolge der verschiedenartigen Drehung der beiden Ofencylinder B und C erst schneller und dann langsamer nach unten gleitet und daher den unteren Cylinder fast vollständig anfüllt, strömen die in der Feuerkammer entflammten Heizgase in entgegengesetzter Richtung nach oben und bewirken die verschiedenen Einzelprocesse, deren unmittelbare Aufeinanderfolge Wärmeverluste nicht eintreten lä'fst. Bei Anwendung des beschriebenen Ofens wird der Brennstoff in wesentlich höherem Mafse ausgenutzt, wodurch die Herstellungskosten des Portland-Cements beträchtlich verringert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Getheilter drehbarer Ofen zum Brennen von Cement, dadurch gekennzeichnet, dafs der Sinterraum (B) zwecks Anstauens und anhaltenden Brennens der Rohmasse langsamer als der Vorwärmraum (C) gedreht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT111417D Active DE111417C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE111417C true DE111417C (de)

Family

ID=381157

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT111417D Active DE111417C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE111417C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2461724A (en) * 1946-11-27 1949-02-15 Ben Cohn Yarn protector

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2461724A (en) * 1946-11-27 1949-02-15 Ben Cohn Yarn protector

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