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DE1113985B - Verfahren und Messeinrichtung zum abschnittsweisen Ermitteln eines mit Dauererdschluss oder Erdschlusswischer behafteten Leitungs- oder Kabelabschnitts und zum Orten derErdschlussstelle in kompensierten oder ungeloeschten Wechselstromnetzen - Google Patents

Verfahren und Messeinrichtung zum abschnittsweisen Ermitteln eines mit Dauererdschluss oder Erdschlusswischer behafteten Leitungs- oder Kabelabschnitts und zum Orten derErdschlussstelle in kompensierten oder ungeloeschten Wechselstromnetzen

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Publication number
DE1113985B
DE1113985B DEV15706A DEV0015706A DE1113985B DE 1113985 B DE1113985 B DE 1113985B DE V15706 A DEV15706 A DE V15706A DE V0015706 A DEV0015706 A DE V0015706A DE 1113985 B DE1113985 B DE 1113985B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
earth
section
earth fault
relay
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV15706A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Woischytzky
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VERBUNDNETZ OST VEB
Original Assignee
VERBUNDNETZ OST VEB
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Filing date
Publication date
Application filed by VERBUNDNETZ OST VEB filed Critical VERBUNDNETZ OST VEB
Priority to DEV15706A priority Critical patent/DE1113985B/de
Publication of DE1113985B publication Critical patent/DE1113985B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/26Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents
    • H02H3/28Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at two spaced portions of a single system, e.g. at opposite ends of one line, at input and output of apparatus
    • H02H3/30Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at two spaced portions of a single system, e.g. at opposite ends of one line, at input and output of apparatus using pilot wires or other signalling channel
    • H02H3/307Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at two spaced portions of a single system, e.g. at opposite ends of one line, at input and output of apparatus using pilot wires or other signalling channel involving comparison of quantities derived from a plurality of phases, e.g. homopolar quantities; using mixing transformers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Locating Faults (AREA)

Description

  • Verfahren und Meßeinrichtung zum abschnittsweisen Ermitteln eines mit Dauererdschluß oder Erdschlußwischer behafteten Leitungs- oder Kabelabschnitts und zum Orten der Erdschlußstelle in kompensierten oder ungelöschten Wechselstromnetzen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Meßeinrichtung zum abschnittsweisen Ermitteln eines mit Dauererdschluß oder Erdschlußwischer behafteten Leitungs- oder Kabelabschnitts und zum Orten der Erdschlußstelle in kompensierten oder ungelöschten, insbesondere vermaschten Wechselstromnetzen.
  • Zur Erfassung von Erdschlüssen in Wechselstromnetzen sind Erdschlußrichtungsrelais bekannt, die nach dem wattmetrischen Prinzip aufgebaut sind und aus den elektrischen Größen Nullstrom und Nullspannung die Richtung des Erdschlußstromes anzeigen. Unter Nullstrom und Nullspannung versteht man in einem Drehstromsystem mit symmetrischen Komponenten mathematisch bekanntlich den Strom JD =1/s ' (JR -I- JS -i- JT) bzw. die Komponenten der Spannung U0 ='/a # (UR -I- US -f- UT).
  • Die Meldeschaltungen der Erdschlußrichtungsrelais sind je nach Ausführung unterschiedlich. Während eine Ausführung eine verzögerte Richtungsanzeige bevorzugt, um die mit der Zustandsänderung des Netzes verbundenen Ausgleichsvorgänge erst abklingen und das Relais im Dauererdschlußzustand messen zu lassen, arbeiten andere Relaistypen schnell messend, also ohne Verzögerungsschaltung. Die zuletzt genannten Relais sollen dazu dienen, auch kurzzeitig auftretende Erdschlüsse, sogenannte Erdschlußwischer, festzustellen, damit Isolationsverschlechterungen in den Netzen rechtzeitig erkannt werden. Sämtliche bekannten Erdschlußrelais messen jedoch nur die Leistungsrichtung. Aus den sehr zahlreichen Richtungsangaben muß dann durch telefonische Umfrage in sämtlichen Stationen diejenige Leitung als fehlerhaft ausfindig gemacht werden, an deren Anfang und Ende die Erdschlußrichtungsrelais ungleiche Stromrichtungen anzeigen. Eine andere bekannte Erdschlußsucheinrichtung benutzt anzeigende Wattmeter, die nach Abklingen. des Ausgleichsvorganges in den Meßkreis der jeweiligen Leitungsabzweige geschaltet werden, Aus den dann noch fließenden Restwirkströmen, zusammen mit der Komponente der Nullspannung, kann wohl die Leistungsrichtung und zusätzlich die Leistungsgröße ermittelt werden, jedoch ist diese Messung gleichfalls zeitraubend und ungenau. Mit den sogenannten Erdschlußwattmetern können auch nur Dauererdschlüsse gemessen werden.
  • Allen bisher bekannten Erdschlußmeßeinrichtungern haften Nachteile an, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sind. Die Leistungsrichtungsanzeigen sind zweifelhaft, wenn die Messung nach Abklingen der Ausgleichsvorgänge im Netz vorgenommen wird; weil die verbleibenden Erdschlußrestströme sehr klein sind und in der Größenordnung der Übersetzungsfehler der Stromwandler liegen.
  • Auch durch Winkelfehler der Stromwandler und infolge unsymmetrischer Belastungsströme können die Richtungsrelais getäuscht werden und fehlerhaft an.-zeigen. An die zur Erzeugung des Nullstromes nötigen Summenstromwandler werden daher große Genauigkeitsanforderungen gestellt. Die Wandler müssen besonders gut abgestimmt werden und sind entsprechend teurer.
  • Schnell messende Erdschlußrelais wiederum können ebenfalls fehlerhaft anzeigen; wenn in parallel geschalteten Leitungen mit unterschiedlichen Kenndaten die Ausgleichsströme gegenläufig fließen. Wie oszillographische Messungen bei Erdschlußversuchen gezeigt haben, verläuft der Ausgleichsvorgang mit mittelfrequenten, aperiodisch gedämpften Schwingungen. Zu Beginn der kapazitiven Umladung im Netz sind vektorielle Ungleichheiten möglich, die vom Zeitmoment und von der Erdschlußkompensation sowie von der Eigenfrequenz des Netzes abhängig sind, wodurch ebenfalls fehlerhafte Richtungsangaben zustande kommen können. Weiterhin sind Erdschlußsucheinrichtungen bekannt, mittels deren nur die erdschlußbedingten Ströme hinsichtlich ihrer Phasenlage verglichen werden, wobei die Sucheinrichtung entweder manuell oder automatisch nacheinander auf die zu untersuchenden Leitungen geschaltet - wird: Obwohl zur Auswahl fehlerbehafteter Leitungen nur die Stromverhältnisse untersucht werden, haften diesen Sucheinrichtungen prinzipiell die gleichen Mängel an wie den wattmetrischen Sucheinrichtungen und Erdschlußrelais. Die Untersuchungen werden ebenfalls nur nach Abklingen der Ausgleichsvorgänge im Netz durchgeführt und dienen somit zur Untersuchung der Erdschlußströme. Hierdurch können die gleichen Fehlanzeigen wie bei wattmetrischen Sucheinrichtungen und Erdschlußrelais auftreten. Erdschlußwischer lassen sich hiermit ebenfalls nicht feststellen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine fehlerfreie Selektion von sowohl Dauererdschlüssen als auch Erdschlußwischern in kompensierten oder ungelöschten Wechselstromnetzen zu ermöglichen und hierzu eine Meßeinrichtung zu schaffen, die frei von den Mängeln der bekannten Sucheinrichtungen ist und darüber hinaus die annähernde Ortung der Fehlerstelle gestattet.
  • Die Erfindung nutzt dabei die Tatsache aus, daß zu Beginn eines jeden Erdschlusses im Netz - bedingt durch die Netzkapazitäten - über die Fehlerstelle kurzzeitig auf die Dauer von maximal drei Halbwellen ein verhältnismäßig großer mittelfrequenter, aperiodisch gedämpfter kapazitiver Ausgleichsstrom fließt (z. B. 100 bis 1000 Hz), dessen Größe von der Entfernung zur Erdschlußstelle oder der des Erdschlußwischers und von der Verteilung der Netzkapazitäten abhängig ist. Während die erdschlußfreien Leitungszweige nur Bruchteile des gesamten Erdschlußstromes führen, fließt über den erdschlußbehafteten Leitungszweig stets der größte Erdschluß-Stromanteil. Das gleiche trifft für den Ausgleichs-Strom zu. Der mittelfrequente, aperiodisch gedämpfte kapazitive Ausgleichsstrom klingt nach wenigen Halbwellen sofort wieder ab, wenn die Ladungsmenge des erdschlußbehafteten Leiters über Erde abgeflossen ist und die fehlerfreien Leiter infolge Spannungserhöhung gegen Erde eine höhere Ladungsmenge aufgenommen haben.
  • Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum abschnittsweisen Ermitteln eines mit Dauererdschluß oder Erdschlußwischer behafteten Leitungs- oder Kabelabschnitts und zum Orten der Erdschlußstelle in einem kompensierten oder ungelöschten, insbesondere vermaschten Wechselstromnetz, bei dem mittels Summen- bzw. Nullstromwandler in allen Abschnitten Nullströme abgebildet und untereinander in Vergleich gesetzt werden. Erfindungsgemäß wird der Vergleich der beiden größten Nullströme in den beiden dem erdschlußbehafteten Abschnitt angrenzenden, gegenseitig.in. Nachrichtenverkehr stehenden Stationen bzw. Meßorten vorgenommen, indem der Einschwingvorgang der mittelfrequent verlaufenden Nullströme in an sich bekannter Weise nach Gleichrichtung in einem Kondensator gespeichert wird, und wird mit der Ladung des Kondensators eine-Verzögerungskette beaufschlagt, deren Ausgangsstrom einen mit einer Zeigerrückgangssperre versehenen Strommesser beeinflußt. -Die Nullströme werden mit Hilfe besonderer Schaltmittel nur von den Meßemrichtungen gemessen bzw: werden nur die Meßeinrichtungen selbsttätig in den Meßvorgang einbezogen, in deren Leitung dieser Ausgleichs- bzw. Nullstrom einen bestimmten einstellbaren Bruchteil des maximal möglichen Erdschlußstromes überschreitet, was praktisch nur in der Nähe der Erdschlußstelle der Fäll sein kann.
  • Wie bereits dargelegt, ist dieser Ausgleichsstrom in der erdschlußbehafteten Leitung am größten. Wenn nun zweckmäßig die Skalen der Meßeinrichtungen aller von einem Netzknotenpunkt abgehenden Leitungen örtlich nebeneinander liegen, also z. B. in einer Art Schalttafel räumlich vereinigt sind, wird durch einen Vergleich der von denMeßeinrichtungen angezeigten Werte sofort die mit Erdschluß oder mit Erdschlußwischer behaftete Leitung auf Grund des größten Zeigerausschlages gekennzeichnet.
  • Die Meßeinrichtungen werden zweckmäßig so eingestellt, daß auf Grund rechnerisch oder empirisch ermittelter Grenzwerte der im gesamten Netz fließenden Ausgleichsströme ein bestimmter Ausschlag des Meßinstrumentenanzeigers; z. B. bei einem Dauer-Naherdschluß Maximalausschlag; erreicht wird. Das Meßinstrument wird mit einer Kontaktanordnung versehen, die nach Erreichen eines vorgegebenen Wertes des Erdschlußstromes über ein Hilfsrelais die erdschlußbehaftete Leitung im Bedarfsfall aus dem Netz herausschaltet, damit durch die bei Erdschluß einsetzende Spannungsunsymmetrie keine weiteren Folgeschäden entstehen können.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht in der Möglichkeit zur Ortung der Erdschlußstelle, indem als Kriterium für die örtliche Lage der Fehlerstelle auf der vom Erdschluß befallenen Leitung das Verhältnis der an den beiden Enden des festgestellten erdschlußbehafteten Abschnittes meßbaren Nullströme unter Einbeziehung der Nullimpedanzen dient. Die Stromverteilung stellt an Hand der an den beiden Leitungsenden angezeigten Stromwerte ein Maß für die Lage des Fehlers zwischen den Leitungsabschnitten dar.
  • Es ist einleuchtend, daß die Messung der Ausgleichsströme gegenüber den wattmetrischen Richtungskontrollen größere Vorzüge aufweist. Jeder kurzzeitig auftretende Erdschluß, sogenannter Erdschlußwischer, wird mit der gleichen Sicherheit wie Dauererdschlüsse selektiv und ohne Zeitaufwand erfaßt. Es sprechen nur die in der Nähe der Fehlerstelle eingebauten Meßeinrichtungen an, so daß von vornherein bereits eine grobe Eingrenzung der Fehlerstelle gegeben ist und die telefonische Abfrage aller zum gleichen Netz gehörenden Stationen entfällt.
  • Die Meßeinrichtung nach der Erfindung wird durch die kapazitiven Einschwingvorgänge keinesfalls getäuscht und zeigt stets den richtigen, zeitlich begrenzten Mittelwert des kapazitiven Ausgleichsstromes an.
  • Da stets ein relativ großer Ausgleichsstrom kurzzeitig zur Verfügung steht, der zur eindeutigen Fehlerselektion allein ausreichend ist, braucht die Genauigkeit der Summenstromwandler zur Gewinnung des Nullstromes im Gegensatz zu den bisher erforderlichen, gut abgestimmten Nullstromwandlergruppen nicht besonders groß zu sein.
  • Es ist wichtig, zu beachten, daß nach dem Meßvorgang ein nachträglich verlaufener Erdschluß das erste Meßergebnis verfälschen kann. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden daher relaisgesteuerte Schaltmittel vorgesehen, die nach Ansprechen der Zeigerrückgangssperre ein nachträgliches Aufladen des Speicherkondensators verhindern. Zur Quittierung des Meßwertes und zur Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft der Meßeinrichtung ist ein handbetätigtes Schaltmittel vorgesehen, das durch Unterbrechung einer Relais-Ruhestromschaltung die Verbindung zwischen dem Speicherkondensator und dem Gleichrichter wiederherstellt und gleichzeitig die Zeigerrückgangssperre über weitere relaisgesteuerte Schaltmittel löst, damit der Meßwertzeiger in die Ausgangslage wieder zurückschwingen kann.
  • Die Meßeinrichtung nach der Erfindung besteht aus einem Anpassungswandler, der zwei Sekundärwicklungen aufweist und in einem Nullstromwandlerkreis des zu prüfenden Leitungsabschnittes eingeschaltet ist. Der einen Sekundärwicklung des Anpassungswandlers ist ein Speicherkreis und in Ergänzung hierzu ein Meßkreis nachgeschaltet.
  • An die andere Sekundärwicklung ist über einen Regelwiderstand und einen Gleichrichter ein Startrelais als Schaltmittel angeschlossen. Der Regelwiderstand ist dabei so eingestellt, daß bei Erreichen eines bestimmten Bruchteiles des maximal möglichen Ausgleichsstromes das Startrelais anspricht. Über Schaltmittel, die den Zeiger eines im Meßkreis Regenden Strommessers bei Maximalausschlag mittels Zeigerrückgangssperre festhalten, werden weitere Schaltmittel betätigt, die einen im Speicherkreis liegenden Speicherkondensator von dem Speicherkreis auf den Meßkreis umschalten zwecks Entladung und Messung der vom kapazitiven Ausgleichsstrom proportional abhängigen elektrischen Ladungsmenge.
  • Zur Messung der mittels des Speicherkondensators gespeicherten Ladungsmenge ist dem Strommesser eine Verzögerungskette vorgeschaltet, deren Zeitkonstante auf die verzögerte, aperiodisch gedämpfte Auslenkung des Stromzeigers abgestimmt ist.
  • Die von den Startrelais betätigten Schaltmittel sind schnell arbeitende Relais, wobei das Relais, welches in Verbindung mit einer Zeigerrückgangssperre den Zeiger des Strommessers festhält, abfallverzögert ist. Die Abfallverzögerung dieses Relais ist so auf die Zeitkonstante der Verzögerungskette des Meßkreises abgestimmt, daß der Zeiger genau bei Maximalausschlag festgehalten wird. Die Umschaltung des Speicherkondensators auf den Meßkreis erfolgt durch ein Relais, welches durch eine Hilfsspannung gehalten wird, und die Unterbrechung dieser Hilfsspannung und hiermit die Rückschaltung des Speicherkondensators auf den Meßkreis erfolgt durch Unterbrechung dieser Hilfsspannung mittels eines handbetätigten Schaltmittels bzw. mittels einer Rückstelltaste.
  • Von der gleichen Hilfsspannung wird die Zeigerrückgangssperre betätigt, welche den Zeiger freigibt und dieser somit in die Nullstellung zurückkehrt und die Meßeinrichtung wieder in Bereitschaft ist.
  • Zweckmäßigerweise enthält der Strommesser eine Kontaktanordnung, die nach Erreichen eines rechnerisch oder enipirisch ermittelten einstellbaren Grenzwertes über ein weiteres Relais den erdschlußbehafteten Leitungsabschnitt aus dem Netz herausschaltet. Von den gleichen Relais werden zwecks Kontrolle optische und akustische Signalmittel betätigt.
  • An Hand der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Meßeinrichtung schematisch dargestellt. Von der Hauptleitung RST eines Verbundnetzes geht ein Leitungszweig rst ab. In letzteren ist wie in jedem anderen Leitungszweig eine Meßeinrichtung unter Zwischenschaltung eines Summenstromwandlers 1, welcher den Nullstrom bildet, angeschlossen. Im Nullstromkreis des Summenstromwandlers ist ein Anpassungswandler 2 mit seinen Sekundärwicklungen 3 und 4 eingeschaltet. Bei Auftreten eines Erdschlusses oder Erdschlußwischers fließt im Nullstromkreis ein mittelfrequenter, aperiodisch gedämpfter kapazitiver Ausgleichsstrom und ein diesem entsprechender Sekundärstrom in den Sekundärwicklungen 3 und 4 des Anpassungswandlers 2. Der sekundäre Ausgleichsstrom wird nach Linearisierung durch den Belastungswiderstand 5 und Gleichrichtung durch den Gleichrichter 6 von dem Kondensator 7 gespeichert. Gleichzeitig fließt ein Sekundärstrom durch die Sekundärwicklung 4 des Anpassungswandlers 2 und durch den vorher auf einen bestimmten Wert des Ausgleichsstromes eingestellten Regelwiderstand 8, ferner über den Gleichrichter 9 und das Startrelais 11, wobei der Kondensator 10 als Glättungskondensator und gleichzeitig zur Nachbeschleunigung des Startrelais 11 dient. Das Startrelais 11 spricht nur an, wenn der mittels Regelwiderstand 8 eingestellte Strom von dem im Leitungszweigrst fließendeAusgleichsstromüberschritten wird. Das Startrelais 11 schließt in diesem Falle die Kontakte 12, 13 und 14. Der Kontakt 14 betätigt die akustische Signalvorrichtung 15; während der Kontakt 13 den Arbeitsstromkreis des Relais 16 und der Kontakt 12 den Parallelkreis des Relais 16 schließt, in welchen zwecks Erzielung einer Abfallverzögerung der Widerstand 17 und der Kondensator 18 eingeschaltet sind. Nach Schließen des Kontaktes 12 liegt gleichzeitig eine positive Spannung an dem in diesem Moment noch offenen Kontakt 19 des Relais 16. Die Kontakte 19; 20 und 21 werden betätigt, und der Kontakt 21 schaltet lediglich in diesem Ausführungsbeispiel zwecks Aufrechterhaltung des Parallelkreises des Relais 16 von dem Widerstand 17 auf den Widerstand 22 um, und der Kondensator 18 hält bis zu seiner Entladung das Relais 16 in der Arbeitsstellung fest. Durch den verzögerten Kontakt 20 wird der Fallbügel der Zeigerrückgangssperre 32. abgehoben, so daß sich der Zeiger des Strommessers 31 bewegen kann. Die an dem Kontakt 19 anliegende Spannung wird dagegen über den Vorwiderstand 23 dem Relais 24 sowie dem hierzu parallelliegenden Vorwiderstand 25 und dem optischen Signalmittel 26 zugeführt. Das Relais 24 betätigt den Kontakt 27, wodurch der Kondensator 7, der bis zu diesem Moment den Ausgleichsstrom aufgespeichert hat, von dem Gleichrichter 6 abgeschaltet und auf die in Ergänzung mit dem Kondensator 7 und dem Kondensator 28 sowie den Widerständen 29 und 30 gebildete Verzögerungskette geschaltet wird. Der Kondensator 7 entlädt sich somit über diese Verzögerungskette und über den Strommesser 31, wobei die Verzögerungskette zur Erhöhung der Zeitkonstante dient, um eine Anpassung an die verzögerte, aperiodisch gedämpfte Auslenkung des Strommessers 31 zu bewirken. In diesem Moment hat sich der Kondensator 18 entladen, und das Relais 16 fällt nunmehr ab, wodurch die Kontakte 21, 19 und 20 geöffnet werden. Der Fallbügel der Zeigerrückgangssperre 32 fällt dadurch wieder ab und hält den Zeiger des Strommessers 31 fest, so daß der genaue Meßwert, welcher dem Betrag des Ausgleichsstromes entspricht, abgelesen werden kann. Voraussetzung hierfür ist, daß die Abfallzeit des verzögerten Relais 16 so auf die Zeitkonstante der Verzögerungskette abgestimmt ist, daß die Zeigerrüekgangssperre genau in dem Moment wirksam wird, wenn der Zeiger des Strommessers seinen Maximalausschlag erreicht hat. Die Arbeitsspannung für das Relais 24 ist über den Kontakt 19 des abfallverzögerten Relais 16 geführt, damit der Kondensator 7 genügend Zeit zur Speicherung des Ausgleichsstromes hat, bevor durch das Relais 24 mit Kontakt 27 der Entlade- bzw. Meßvorgang eingeleitet wird. Sobald das Relais 24 betätigt und der Meßvorgang ausgelöst ist, hält sich dasselbe über den Kontakt 33 und über die Rückstelltaste34 mittels der dort anliegenden Hilfsspannung selbst fest, während der Kontakt 35 geöffnet wird und damit den Arbeitsstromkreis des Relais 16 unterbricht, Nach Betätigen der Rückstelltaste 34 wird die Hilfsspannung für das Relais 24 unterbrochen und dem Relais 16 zugeführt, wodurch sich die Kontakte 21, 19 und 20 schließen. Der Kontakt 19 arbeitet leer, da sich das Relais 11 nunmehr nach Abklingen des Ausgleichsstromes in Ruhestellung befindet, während die gleiche Hilfsspannung, die das Relais 16 betätigt, über Kontakt 20 der Zeigerrückgangssperre 32 zugeführt wird. Dadurch wird die den Zeiger des Strommessers 31 festhaltende Zeigerrückgangssperre angehoben, so daß der Zeiger in die Nullstellung zurückfallen kann. Nach Loslassen der Rückstelltaste 34 fällt Relais 16 wieder ab; und der Zeiger wird nach Abfallen der Zeigerrückgangssperre bis zum Beginn des nächsten Meßvorganges in der Nullstellung festgehalten. Die Rückstelltaste 34 und das optische Signalmittel 26 werden zweckmäßigerweise an der Frontplatte der Meßeinrichtung angeordnet, Zweckmäßigerweise ist dem Strommesser eine Kontaktanordnung zugeordnet,, die der Einfachheit halber nebst der weiteren Einrichtung in der Zeichnung nicht mit dargestellt ist. Diese Kontaktanordnung steuert ein weiteres Relais, welches im Bedarfsfall nach Erreichen eines rechnerisch oder empirisch ermittelten, einstellbaren Grenzwertes den erdschlußbehafteten Leitungsabschnitt automatisch aus dem Netz herausschaltet.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum. abschnittsweisen Ermitteln. eines mit Dauererdschluß oder Erdschlußwischer behafteten Leitungs- oder Kabelabschnittes und zum Orten der Erdschlußstelle in eine. kouipensierten oder ungelöschten, insbesondere vermaschten Wechselstromnetz, bei dem mittels Summen- bzw. Nullstromwandler in allen Abschnitten Nullströme abgebildet und untereinander in Vergleich gesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Vergleich der beiden größten Nullströme in den beiden dem erdschlußbehafteten Abschnitt angrenzenden, gegenseitig in Nachrichtenverkehr stehenden Stationen bzw. Meßorten vorgenommen wird, indem der Einschwingvorgang der mittelfrequent verlaufenden Nullströme in an sich bekannter Weise nach Gleichrichtung (6) in einem Kondensator (7) gespeichert wird, und daß mit der Ladung des Kondensators (7) eine Verzögerungskette (28 bis 30) beaufschlagt wird, deren Ausgangsstrom einen mit einer Zeigerrückgangssperre (32) versehenen Strommesser (31) beeinflußt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Beaufschlagung der Verzögerungskette (28 bis 30) durch Schaltmittel (11 bis 14, 24, 27) erfolgt, die in Abhängigkeit von einem wahlweise einstellbaren (8) Bruchteil des maximal möglichen Erdschlußstromes gesteuert werden.
  3. 3. Verfahren zur Ortung der Erdschlußstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kriterium für die örtliche Lage der Erdschlußstelle das Verhältnis der an den beiden Enden des festgestellten erdschlußbehaftetenAbschnittes meßbaren Nullströme dient.
  4. 4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch Signalmittel (15; 26), die nach überschreiten des wahlweise einstellbaren (8) Bruchteils des maximal möglichen Erdschlußstromes durch eine Relaisanordnung (11, 24) ansprechen.
  5. 5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch relaisgesteuerte (24) Schaltmittel (27), die nach Ansprechen der Zeigerriickgangssperre (32) ein nachträgliches Aufladen des Kondensators (7) verhindern.
  6. 6, Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein handbetätigtes Schaltmittel (34), das durch Unterbrechung einer Relais=Ruhestromsehaltung (33, 23, 24) die Verbindung zwischen dein. Speicherkondensator (7) und Gleichrichter (6) wiederherstellt, und gleichzeitig die Zeigerrückgangssperre (32) über weitere relaisgesteuerte Schaltmittel (16, 20) gelöst wird.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine vom Zeiger des Strommessers (31) gesteuerte Kontaktanordnung, die nach Erreichen eines vorgegebenen Wertes des Erdschlußstromes über ein Hilfsrelais die Abschaltung des erdschlußbehafteten Leitungsabschnittes, insbesondere eines Strahlennetzes, veranlaßt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1051970, 1026 420; deutsche Patentschriften Nr. 689 724, 886 937, 952832.
DEV15706A 1959-01-06 1959-01-06 Verfahren und Messeinrichtung zum abschnittsweisen Ermitteln eines mit Dauererdschluss oder Erdschlusswischer behafteten Leitungs- oder Kabelabschnitts und zum Orten derErdschlussstelle in kompensierten oder ungeloeschten Wechselstromnetzen Pending DE1113985B (de)

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