DE1113603B - Reinigung im Maehdrescher - Google Patents
Reinigung im MaehdrescherInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F12/00—Parts or details of threshing apparatus
- A01F12/44—Grain cleaners; Grain separators
- A01F12/442—Rotary cleaners
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Threshing Machine Elements (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
V18602 ΠΙ/45 e
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 7. SEPTEMBER 1961
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 7. SEPTEMBER 1961
Die Erfindung betrifft eine Reinigung im Mähdrescher, bei welcher das Reinigungsgut mittels Zubringerschnecke
zu einer rotierenden Siebtrommel gelangt, durch ein stimseitig der Siebtrommel angebrachtes
Sauggebläse während des Siebtrommeldurchlaufes vorgereinigt und in einem Sichterkanal nachgereinigt
wird.
Mit fortschreitender Mechanisierung der verschiedenen Halmfruchternteverfahren sind ständig regionale
Erweiterungen mechanisierter Erntevorgänge verbunden. Dabei gewinnt der Mähdrusch in bergigem
Gelände eine besondere Bedeutung.
Es ist naheliegend, daß bei Mähdrusch am Hang die Einrichtungen in einer Mähdreschmaschine
gewisse Veränderungen erfahren müssen. Das für eine einwandfreie Gewinnung und Bergung des Korngutes
wichtigste Aggregat des Mähdreschers — die Reinigung — unterliegt daher einer besonderen Betrachtung
und erfordert eine ihr eigene Konzeption.
Erfahrunggemäß sind die bekannten Flachsiebreinigungen für den Zweck des Hangeinsatzes der
Mähdrescher ungeeignet. Der bergaufwärts fahrende Flachsieb-Mähdrescher gewährt zwar einen brauchbaren
Reinigungsgrad des Gutes, jedoch tritt infolge der nach dem Maschinenende geneigten Siebfläche
ein starker Abtrieb des Kornes zum Spreuanteil auf und bedingt wesentliche Verluste an Korn. Bei Bergabwärtsfahrt
wird die Trennung des Kurzstrohs, der Ähren und anderen Beimengungen vom Korn durch
die ansteigende Fläche der Reinigungssiebe zum Maschinenende derart ungünstig beeinflußt, daß die
vorherrschende Stauwirkung des Gutes auf der Siebfläche den Trennprozeß verzögert und eine starke
Durchsetzung des Kornes mit Verunreinigungen zur Folge hat.
Die unzulängliche Reinigungsfunktion hangaufwärts und hangabwärts erntender Mähdrescher kann
zwar mittels sogenannter Jalousiesiebe als Reinigungssiebe teilweise verbessert werden, da die Jalousieklappen
entsprechend den Arbeitsbedingungen einstellbar sind und somit fördernd oder verzögernd auf
das über die Siebfläche gleitende Reinigungsgut einwirken können.
Doch ist, abgesehen von der dadurch erforderlich werdenden ständigen Bedienung der Siebe, bei
Neigungswechsel in FaUinie des Hanges bei Querneigung der Maschine — also beim Mähdrusch in
Schichtlinie — die Einstellbarkeit der Jalousieklappen praktisch wirkungslos. Der ungünstigste Reinigungseffekt zeigt sich bekanntlich bei quergeneigter
Maschine. Das seitliche Abgleiten des Gutes zu dem hangabwärts liegenden Seitenteil der Flachsiebe
Reinigung im Mähdrescher
Anmelder:
VEB Mähdrescherwerk Weimar,
Weimar, Buttelstedter Str. 4
Weimar, Buttelstedter Str. 4
Walter Tobisch, Weimar,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
führt, besonders bei stärkerer Neigung, zu völlig unbefriedigender Arbeit der Reinigung. Längsunterteilungen
auf den Siebflächen bringen nur für geringes Seitengefälle noch tragbare Ergebnisse.
Angesichts dieser nachteiligen Funktion von Flachsiebreinigungen in unebenen Erntegebieten geht die
Erfindung von der Nutzbarkeit bereits bekannter und bewährter Reinigungselemente aus und stellt sich die
Aufgabe, durch sinnvolle Kombination sowie durch neuartige Anordnungs- und Konstruktionsmerkmale
von Reinigungselementen eine wirksame Reinigungseinrichtung im Mähdrescher zu schaffen, welche unabhängig
von unterschiedlichen Arbeitslagen der Maschine eine zwangsweise verlustmindernde Körnerführung
bis zur Bergung und damit einen vorteilhaften Reinigungseffekt erzielt.
Die Lösung der Aufgabenstellung wird wie folgt erreicht: Das Reinigungsgut gelangt zunächst nach
dem Ausdrusch über Elevator und Zubringerschnecke in eine rotierende Siebtrommel, die innenseitig mit
einem üblichen Schneckengang und mit Hubschaufeln versehen ist. Beim zwangläufigen Durchlauf des
Gutes durch die Siebtrommel erfolgt zunächst eine Vorreinigung, wobei Kurzstroh- und Spreuteile in
üblicher Weise von einem Sauggebläse aufgenommen und zur Spreubergung befördert werden. Die durch
den Siebtrommelmantel austretenden Körner, welche noch durch Unkraut-Feinsämereien, Spreu- und
geringe Strohteile verunreinigt sind, erfahren einen beschleunigten Impuls mittels einer Beschleunigerwalze,
wie sie z. B. bei stationären Reinigungsanlagen bekanntgeworden ist.
Die umlaufende Beschleunigerwalze ist erfindungsgemäß unmittelbar unterhalb und achsparallel zur
Siebtrommel angeordnet. Der Walzenmantel ist nach der Erfindung so gestaltet, daß dieser die Gegenform
eines innenseitig durch mehrere parallel neben-
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Claims (4)
- 3 4einanderliegende rinnenartige Leitbahnen unterteilten leitung 7 eines in der Zeichnung nicht näher darge-Richtschachtes darstellt, der richtungsmäßig den stellten Sauggebläses einen Teil der Beimengungen desWalzenmantel tangiert und in bekannter Weise im zu reinigenden Dreschgutes saugend aufnimmt undspitzen Winkel gegen den Reinigungsluftstrom am dieses über die Leitung 7 abführt.Gehäuse eines Sichterkanals mündet. 5 Abgesiebtes Korn, welches durch den Siebtrommel-Das von der Beschleunigerwalze erfaßte Reini- mantel fällt und noch mit Unkraut-Feinsämereien, gungsgut, welches von dieser auf eine Geschwindig- Spreu- und Kurzstrohteilchen vermischt ist, wird von keit von etwa 15 m/Sek. gebracht wird, durcheilt die der innerhalb des Ummantelungsgehäuses achsparallel rinnenartigen Leitbahnen des Richtschachtes und zur Siebtrommel 4 angeordneten Beschleunigerwalze bleibt daher, von der jeweiligen Quer- oder Längs- io 10 erfaßt, die der nachzureinigenden Kornmasse einen lage der Maschine unbeeinflußt, gleichmäßig verteilt. beschleunigten Austritt aus dem vom Ummantelungs-In dieser egalisierten Breitenverteilung tritt das Gut gehäuse 9 gebildeten Richtschacht 11 vermittelt. Der in den Sichterkanal ein, in welchem die Nachreini- Richtschacht 11 verläuft—im Querschnitt gesehen — gung bzw. Trennung der mit höherer Massenkraft tangential und über die gesamte Breite der Besieh bewegenden Körner von den leichteren Bestand- 15 schleunigerwalze 10. Dieser ist in die parallel nebenteilen in üblicher Weise durch den Reinigungsluft- einanderliegenden rinnenartigen Leitbahnen 12 unterstrom erfolgt. teilt. Die zylindrische Mantelfläche der Beschleuniger-Das beschleunigte Korn trifft etwa in verlängerter walze, welche mit den Leitbahnen angepaßten ent-Einmündungsrichtung des Richtschachtes am Ge- sprechenden Aussparungen versehen ist und einenhäuse des Sichterkanals, und zwar an der der Ein- 20 gewissen Besatz, z.B. Borsten, aufweist, bewirktmündung gegenüberliegenden Sichtergehäusewand, durch die erhöhte Umlaufgeschwindigkeit den Be-auf den Trog einer bekannten Fördervorrichtung, schleunigungsvorgang direkt an den Leitbahnen 12wird durch mindestens eine Trogseitenwand, die als des Richtschachtes 11. Der Richtschacht 11 mündetelastische pralldämpfende Kornprallfläche ausgebildet am Sichterkanal 13 und ist im spitzen Winkel gegenist, aufgefangen und von der Fördervorrichtung zur 25 den Reinigungsluftstrom gerichtet. Das an der Mün-Bergung gebracht. dung austretende Korn durcheilt den vom Gebläse 14Nur teilweise oder unausgedroschene Ähren, die erzeugten Reinigungsluftstrom, wird schließlich von die Siebtrommel passieren und infolge ihres verhältnis- der elastisch ausgebildeten Kornprallfläche 15 aufmäßig hohen Eigengewichtes nicht von dem Saug- gefangen und gelangt im Trog 16 durch die Schneckengebläse aufgenommen werden, auch nicht durch den 30 fördervorrichtung 17 zur Kornbergung 18, 19.
Siebtrommelmantel fallen können, nimmt eine an Die ebenfalls beschleunigten leichteren Bestandteile Mähdreschern übliche, am stirnseitigen Auslaufende des Gutes trägt der Reinigungsluftstrom im richtungsder Siebtrommel angeordnete Nachdrusch-Förder- mäßig verstellbaren Gehäuseteil 20 der nicht näher schnecke auf, deren Längsachsrichtung sich etwa dargestellten Spreubergung oder der Strohmasse zu; rechtwinklig mit der Siebtrommelachse kreuzt. Diese 35 diese werden somit aus der Maschine ausgeschieden, raumsparende Anordnungsweise gibt einen weiteren Grobe Bestandteile, z. B. teilweise oder unaus-Vorteil der erfindungsgemäßen Reinigung und die gedroschene Ähren, werden vom Schneckengang 5 der Möglichkeit eines direkten Förderweges des Nach- Nachdresch-Förderschnecke 8 zugeführt, die stirndreschgutes zur Dreschtrommel unter Fortfall sonst seitig der Siebtrommel 4 und unterhalb des Saugüblicher Elevatoren. 40 trichtere 6 so angeordnet ist, daß beide Aggregate 4Soll die ständige Funktionssicherheit der Reinigung und 8 in axialer Richtung rechtwinklig zueinanderin Hanglagen erhalten bleiben, so ist diese von der stehen.kontinuierlichen Beschickung, d.h. von einer stauungs- Um eine gleichmäßige Auflockerung der Reini-freien Zuführung des Reinigungsgutes abhängig. Die gungsmasse im rotierenden Siebzylinder zu erreichen,Erfindung beinhaltet zur Erreichung dieser Erforder- 45 sind die Hubschaufeln in Form einfacher Stegblechenis einen einfachen Lösungsweg. Nach diesem ist die 21 innerhalb des Schneckenganges 5 versetzt ange-Zubringerschnecke mittels Hohlwelle auf der Sieb- bracht.trommelwelle gelagert. Der Antrieb erfolgt hierbei Die gesamte Reinigungsanlage ist beim Ausfüh-durch den Elevator, wobei die Zubringerschnecke mit rungsbeispiel an einem schütterlosen Mähdrescherhöherer Drehzahl als die Siebtrommel umläuft. 50 vorgesehen. Der Dreschvorgang wird von der Dresch-An einem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung trommel 22 übernommen. Das Stroh verläßt dienäher erläutert werden. Es zeigt Maschine an deren Unterseite. Die bei der Stroh-Fig. 1 das Schema einer Seitenansicht der Reini- überkehr noch aus dem Strohfilm über den Stabrostgungsanlage (untere Partie im Schnitt), 25 abgeschiedenen Kornanteile werden von den Zu-Fig. 2 einen Schnitt der Anlage gemäß Schnitt- 55 führschnecken 26 und 27 sowie durch die Leitkanälelinie A-B in Fig. 1, 28 und 29 mit dem von der Dreschtrommel 22 aufFig. 3 einen Schnitt des Richtschachtes, ent- den Stufenboden 30 geworfenen Reinigungsgut zusprechend Schnitt C-D in Fig. 2, sammengeführt und mittels Förderschnecke 31 demFig. 4 das Schema eines Mähdreschers mit der ein- Elevator 1 übergeben, von wo aus Durchlauf undgebauten Reinigungsanlage gemäß der Erfindung. 60 Reinigungsprozeß in vorbeschriebener Weise erfolgt.Das vom Elevator 1 über die auf der Siebtrommel- Ein Einbau der Anlage ist aber auch in Mähdreschwelle 2 hülsenartig gelagerte Zubringerschnecke 3 der maschinen möglich, die mit Schüttlern ausgerüstet rotierenden Siebtrommel 4 zugeleitete ausgedroschene sind, wobei diese beispielsweise unterhalb der Reini-Reinigungsgut wird während des durch die an gung angeordnet sein können,
der Innenfläche der Siebtrommel 4 angeordneten 65Schneckengänge 5 bedingten zwangläufigen Durch- PATENTANSPRÜCHE:lauf es grob vorgereinigt, indem stirnseitig der Sieb- 1. Reinigung im Mähdrescher, bei welcher dastrommel 4 der Trichter 6 mit angeschlossener Saug- Reinigungsgut mittels Zubringerschnecke zu einerrotierenden Siebtrommel gelangt, durch ein stirnseitig der Siebtrommel angebrachtes Sauggebläse während des Siebtrommeldurchlaufes vorgereinigt und in einem Sichterkanal nachgereinigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb und achsparallel zur Siebtrommel (4) eine an sich bekannte Beschleunigerwalze (10) angeordnet ist, deren Walzenmantel einem innenseitig durch mehrere parallel nebeneinanderliegende rinnenartige Leitbahnen (12) unterteilten, den Walzenmantel tangierenden Richtschacht (11) angepaßt ist. - 2. Reinigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß etwa in verlängerter Einmündungsrichtung des Richtschachtes (11) am Gehäuse des Sichterkanals (20) an der der Einmündung gegenüberliegenden'Gehäusewand, achsparallel zur Beschleunigerwalze (10) der Trog (16) einer bekannten Fördervorrichtung (17) angebracht ist und mindestens eine Trogseitenwand(15) als elastische, pralldämpfende Kornprallfläche ausgebildet ist.
- 3. Reinigung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des stirnseitigen Auslaufendes der Siebtrommel (4) eine an Mähdreschern übliche Nachdrusch-Förderschnecke (8) vorgesehen ist, deren Längsachsrichtung sich mit der Siebtrommelachse etwa rechtwinklig kreuzt.
- 4. Reinigung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zubringerschnecke (3) der Siebtrommel (4) mittels Hohlwelle auf der Siebtrommelwelle (2) gelagert und die Zubringerschnecke (3) mit höherer Drehzahl als die der Siebtrommel (4) ausgelegt ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 399 329, 642 914;
USA.-Patentschrift Nr. 1568 618.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 109 687/55 8.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV18602A DE1113603B (de) | 1960-05-12 | 1960-05-12 | Reinigung im Maehdrescher |
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|---|---|---|---|
| DEV18602A DE1113603B (de) | 1960-05-12 | 1960-05-12 | Reinigung im Maehdrescher |
Publications (1)
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|---|---|
| DE1113603B true DE1113603B (de) | 1961-09-07 |
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ID=7577227
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEV18602A Pending DE1113603B (de) | 1960-05-12 | 1960-05-12 | Reinigung im Maehdrescher |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1113603B (de) |
Cited By (5)
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1960
- 1960-05-12 DE DEV18602A patent/DE1113603B/de active Pending
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