DE1113584B - Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen Schallaufzeichnungen - Google Patents
Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen SchallaufzeichnungenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
B50644Vrad/42g
ANMELDETAG:
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
7. OKTOBER 1958
7. SEPTEMBER 1961
Die Erfindung bezieht sich auf einen Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen
Schallaufzeichnungen mit einem die Abtastnadel tragenden, senkrecht und seitlich bewegbaren ferromagnetischen
Anker, der mit zwei getrennten, fest angeordneten Spulensystemen magnetisch zusammenwirkt
und bei seitlicher Bewegung im wesentlichen nur in dem ersten Spulensystem und bei senkrechter
Bewegung im wesentlichen nur in dem zweiten Spulensystem eine Spannung induziert.
Es sind bereits Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen Schallaufzeichnungen
bekannt, bei denen innerhalb des Luftspaltes eines Magneten Spulen beweglich angeordnet und diese
durch die Abtastnadel senkrecht und seitlich bewegbar sind. Auch ist es schon bekannt, die Abtastnadel
auf einem senkrecht und seitlich bewegbaren ferromagnetischen Anker anzuordnen, der mit zwei getrennten,
fest angeordneten Spulensystemen magnetisch zusammenwirkt. Zur wahlweisen Abtastung von
Tiefen- und Seitenschrift ist außerdem bereits ein Tonabnehmer mit T-förmigem Anker bekannt, dessen
drei Schenkel in Gummi weich gelagert sind und bei dem jedem Schenkel eine Induktionsspule zugeordnet
ist.
Bei diesen bekannten Anordnungen ist jedoch infolge der verwendeten Haltefedern bzw. der relativ
großen Masse des Ankers bzw. der Spulen das Trägheitsmoment in den beiden möglichen Bewegungsrichtungen
relativ groß, so daß bei Verwendung dieser bekannten Tonabnehmer bei modernen Mikrorillenschallplatten
die Tonrille einer starken Belastung ausgesetzt ist. Auch ist bei diesen bekannten Tonabnehmern
eine einwandfreie Trennung von Seiten- und Tiefenschrift nicht immer möglich.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen
Schallaufzeichnungen zu schaffen, dessen Anker relativ leicht beweglich gelagert ist und der sowohl senkrechte
als auch seitliche Schrift der Schallplatte gleichzeitig und voneinander unbeeinflußt abtastet
und getrennt in Spannungen umwandelt.
Die Erfindung besteht darin, daß der Anker stift- oder röhrchenförmig ausgebildet und zwischen den
Polstücken eines Magneten angeordnet ist, der dem ersten Spulensystem zugehört, und daß das zweite
Spulensystem einen Kern mit zwei Polspitzen aufweist, welche nahe dem durch den Magnet magnetisch
gepolten oberen Ende des Ankers unter Freilassung eines Luftspaltes angeordnet sind.
Der Anker kann an seinem einen Ende die Abtastnadel tragen und am entgegengesetzten Ende an dem
Tonabnehmer
zur Abtastung von stereophonisch
aufgenommenen Schallaufzeichnungen
aufgenommenen Schallaufzeichnungen
Anmelder:
Raymond William Bayliff,
Hampton, Middlesex (Großbritannien)
Hampton, Middlesex (Großbritannien)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann, Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 8. Oktober 1957
Großbritannien vom 8. Oktober 1957
Raymond William Bayliff,
Hampton, Middlesex (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
freien Ende einer streifenförmigen, bei seitlicher Auslenkung
der Abtastnadel in sich verdrehbaren Tragplatte angeordnet sein.
In Weiterbildung der Erfindung besteht diese Tragplatte aus einem magnetischen Material und ist so
angeordnet, daß sie bei senkrechten Bewegungen der Abtastnadel zusammen mit dem Anker an den Flußänderungen
im Kern teilnimmt.
Bei dem Tonabnehmer gemäß der Erfindung sind alle beweglichen Teile sehr leicht ausgebildet und besitzen
ein sehr geringes Trägheitsmoment, so daß der Tonabnehmer auch zum Abtasten von im allgemeinen
sehr empfindlichen Mikrorillenschallplatten Verwendung finden kann. Durch den Tonabnehmer gemäß
der Erfindung werden außerdem die senkrechten und seitlichen Nadelbewegungen auf die zugeordneten
Spulensysteme völlig unabhängig voneinander und mit sehr geringen nichtlinearen Verzerrungen übertragen.
Wenn der Tonabnehmer zur Abtastung von Schallrillen mit sogenannter symmetrischer Modulation
verwendet wird, d. h. zur Abtastung einer Schallrille, bei der die Schwingungsrichtungen der beiden Kanäle
senkrecht zu den aufeinander senkrecht stehen-
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den Seitenwänden der Schallrille liegen, diese Schwingungsrichtungen
also unter einem Winkel von 45° beiderseits der Tonträgernormalen liegen (45°/45°-
Schrift), werden die beiden Spulensysteme derart an Klemmen angeschlossen, daß die zwischen einem
Klemmenpaar erzeugte Spannung im wesentlichen der Summe der Spannungen, die in der auf seitliche
Bewegungen der Abtastnadel ansprechenden Flachspule des ersten Spulensystems und in den auf senkrechte
Bewegungen der Abtastnadel ansprechenden Wicklungen des zweiten Spulensystems erzeugt werden,
proportional ist und daß die zwischen dem anderen Klemmenpaar erzeugte Spannung der Differenz
dieser Spannungen proportional ist.
Die Schaltung der Spulen kann vorzugsweise derart erfolgen, daß zwei der Klemmen mit den Enden
der Wicklungen des zweiten Spulensystems verbunden sind und die dritte Klemme über die Flachspule
mit dem Verbindungspunkt der beiden Wicklungen verbunden ist.
Die Erfindung wird an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einem teilweise als Ansicht gezeichneten Schnitt;
Fig. 2 zeigt die Unterseite des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1;
Fig. 3 ist ein Stück der Vorderansicht einer Abwandlung der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2;
Fig. 4 zeigt die Unterseite der Anordnung nach Fig. 3;
Fig. 5 ist die Unteransicht eines anderen Teils der Abwandlung nach Fig. 3 und 4;
Fig. 6 ist ein Schaltbild, das eine der möglichen Schaltungen für die Wicklungen erkennen läßt;
Fig. 7 veranschaulicht schematisch die bevorzugte Art, in der die aus Fig. 6 ersichtlichen Verbindungen
hergestellt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist ein Anker 10 vorgesehen, der als Röhrchen aus Flußstahl
mit einer Länge von 2,5 mm, einem Außendurchmesser von 0,4 mm und einer Wandstärke von
0,0375 mm ausgebildet ist. Das obere Ende des Ankers ist starr mit einem Ende einer überhängenden
Tragplatte 11 verbunden, die aus einem Flußstahl-Streifen mit einer Dicke von 0,0375 mm besteht,
deren Ebene rechtwinklig zur Längserstreckung des Ankers verläuft. Das andere Ende der Tragplatte 11
ist mit dem Gehäuse 13 des Tonabnehmers durch nicht dargestellte Mittel verbunden. Die Tragplatte 11
besitzt eine Versteifungsrippe 14, die sich längs der Mittellinie des Bleches erstreckt. Diese Rippe weist
eine solche Tiefe auf, daß die Nachgiebigkeit C2 in
senkrechter Richtung gegenüber der bei nur seitlicher Auslenkung erforderlichen Nachgiebigkeit in geeigneter
Weise vergrößert wird.
Die hier gemachten Angaben über die Nachgiebigkeit C und die Massen M beziehen sich auf die Spitze
eines Saphirtaststiftes 16, der in das untere Ende des Ankers eingesetzt ist. Die Indexbuchstaben x, y und ζ
beziehen sich auf die in Fig. 1 und 2 durch Doppelpfeile angedeuteten, zueinander rechtwinkligen Richtungen.
Ein dünner Stahldraht mit einem Durchmesser von z.B. etwa 0,04 mm, der in der Zeichnung nicht
dargestellt ist, ist mit einem Ende nahe der Abtastnadel 16 an dem Anker 10 befestigt, während sein
anderes Ende ebenfalls mit dem Gehäuse 13 verbunden ist. Dieser Draht ist gespannt und erstreckt sich
geradlinig und rechtwinklig zur Ebene der seitlichen Schwingungen des Ankers in der Richtung v.
Eine Flachspule 17 ist so angeordnet, daß sie den Anker umgibt und sich ihre Achse mit der Längsachse
des Ankers deckt. Ferner ist ein geeigneter Dauermagnet 33 vorgesehen, der mit dem Gehäuse
13 des Tonabnehmers fest verbunden ist. Die Polstücke 18 aus Weicheisen dieses Magneten tragen
ίο Polspitzen 18' und 18", die sich oberhalb und unterhalb
der Spule 17 über diese hinweg in Richtung auf den Anker erstrecken. Die oberen Polspitzen 18' sind
gemäß Fig. 1 an der Oberseite abgeschrägt. Die Anordnung ist derart, daß der magnetische Fluß dann,
x5 wenn der Anker seine Ruhestellung einnimmt, zwischen
den Polstücken in der Richtung y verläuft und daß der Anker in seiner Längsrichtung nicht von
einem Fluß durchsetzt wird.
Die Polstücke 18 bilden zusammen mit den PoI-spitzen
einen der beiden erwähnten Kerne, und seitliche Bewegungen der Abtastnadel 16 in der Richtung
y führen zu einer Änderung der Flußverteilung in diesem Kern und zu entsprechenden Änderungen
des den Anker 10 und somit auch die Flachspule 17 in der Längsrichtung durchsetzenden Flusses.
Der andere Kern 28 wird durch eine einen Durchmesser von 1,25 mm aufweisende Stange gebildet,
die in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise geformt ist. Er weist an den Enden Polspitzen auf, die durch
einen Luftspalt 31 von etwa 1 mm Breite voneinander getrennt sind. Die unteren Enden dieser Polspitzen
befinden sich in einem Abstand von etwa 1,0 mm von dem oberen Ende des Ankers 10 und
dem vorderen Ende der Tragplatte 11. Die beiden symmetrisch zueinander angeordneten Schenkel des
Kerns 28 sind jeweils von einer Wicklung 29 umgeben. Diese Wicklungen sind hintereinandergeschaltet.
Am oberen Teil des Kerns 28 ist ein Luftspalt 30 vorgesehen, um bei einem starken polarisierenden
Magnetfeld in einen steileren Bereich der Magnetisierungskurve zu kommen. Ferner trägt der Luftspalt
30 dazu bei, das System 28, 29, 31 in bezug auf die drei Hauptachsen symmetrisch zu machen und so
eine ausreichende Unempfindlichkeit gegenüber den Wirkungen äußerer störender Magnetfelder zu gewährleisten.
Zu dem gleichen Zweck umfassen die beiden Wicklungen 29 jeweils die gleiche Anzahl von
Windungen. Außerdem weisen sie die gleichen Abmessungen auf.
Ein Ende der Flachspule 17 ist mit einer Klemme 34 verbunden, während ihr anderes Ende an einer
Klemme 35 angeschlossen ist, mit der ein Ende der in Reihe geschalteten Wicklungen 29 verbunden ist,
so daß die Klemme 35 einen gemeinsamen Kontakt darstellt. Das andere Ende der hintereinandergeschalteten
Wicklungen 29 ist an eine weitere Klemme 36 angeschlossen.
Während des Betriebs, d. h. wenn eine senkrecht und seitlich modulierte Schallrille abgetastet wird,
wird die seitliche Modulation in bekannter Weise in Spannungen umgewandelt. Die dieser Modulation
entsprechende Spannung wird zwischen den Anschlußklemmen 34 und 35 abgenommen.
Die Abtastung der senkrechten Modulation geht folgendermaßen vor sich: Das vordere Ende der Tragplatte 11 und das obere Ende des Ankers 10 werden durch das Magnetfeld zwischen den oberen Polspitzen 18' magnetisiert. Diese magnetisierten
Die Abtastung der senkrechten Modulation geht folgendermaßen vor sich: Das vordere Ende der Tragplatte 11 und das obere Ende des Ankers 10 werden durch das Magnetfeld zwischen den oberen Polspitzen 18' magnetisiert. Diese magnetisierten
Teile verhalten sich wie ein kleiner Magnet, dessen Pole in der Richtung y voneinander getrennt sind. Da
dieser kleine Magnet bei Abtastung der Tiefenschrift in der Richtung ζ schwingt, d. h. in einer zur Langsachse
des Ankers 10 parallelen Richtung, bewirkt er, daß ein variabler Magnetfluß die Kerne 28 und die
Wicklungen 29 durchsetzt. Die hierdurch in den Wicklungen 29 induzierten elektromotorischen Kräfte
erscheinen zwischen den Anschlußklemmen 35 und 36.
Ein Vorteil des vorstehend beschriebenen Ton- ίο
abnehmers besteht darin, daß die Vorrichtungen zum Wiedergeben der senkrechten Modulation nicht die
Verwendung besonders schwingender Teile zusätzlich zu den für die Wiedergabe der seitlichen Modulation
benötigten bedingen, so daß eine Massenerhöhung vermieden wird.
Um eine gute Entkopplung zwischen den durch die beiden Systeme 10,17,18 und 10, 28, 29 erzeugten
Signalen zu erzielen, sind zwei mechanische Verstelleinrichtungen vorgesehen, die jedoch auch fortgelassen
werden können. Gemäß Fig. 3 und 4 kann eine dieser Verstelleinrichtungen in Verbindung mit
der Unterstützung für die Kerne 28 vorgesehen werden, damit man diese seitlich, d. h. in der Richtung y,
um einen kleinen Betrag verstellen und sie dann in einer Lage festspannen kann, bei der die Wicklungen
29 ein vernachlässigbar kleines Ausgangssignal erzeugen, wenn die Abtastnadel 16 durch eine nur
seitlich modulierte Schallrille betätigt wird. Der Kern 28 wird mit einem Tragklotz 38 verkittet, der z. B.
aus einem nichtmagnetischen plastischen Material besteht und an dem Gehäuse 13 mittels Schrauben 39
befestigt ist, die sich durch Schlitze 40 in dem Tragklotz 38 erstrecken.
Die andere mögliche Vorkehrung ist aus Fig. 5 ersichtlich. Sie ermöglicht es, die Polstücke 18 seitlich,
d. h. in der Richtung y, um einen kleinen Betrag zu verstellen, so daß man eine Einstellung findet, bei
der die Flachspule 17 ein vernachlässigbar kleines Ausgangssignal erzeugt, wenn die Abtastnadel 16
durch eine nur senkrecht modulierte Schallrille betätigt wird. In diesem FaU besitzt jedes Polstück 18
einen Fortsatz 41 mit einem Schlitz 42. Die Polstücke sind mit dem Gehäuse 13 durch sich durch die
Schlitze 42 erstreckende Schrauben 43 verbunden.
Um eine Beschädigung des Tragbleches 11 und des Drahtes für den Fall zu vermeiden, daß der Tonabnehmer
auf eine Schallplatte fallen gelassen wird, können gemäß Fig. 1 kleine Klötze 37 aus Hartgummi
oaet einem plastischen Material vorgesehen
sein, die den Taststift gegen eine übermäßige senkrechte Verschiebung sichern.
Nachstehend sind geeignete Werte der Nachgiebigkeit C und der Masse M in den drei Richtungen x, y
und ζ für den beschriebenen Tonabnehmer aufgeführt:
Mx = 0,5· 10-3 g
Cx = kleiner als 0,02 · 10 β cm/dyn
M, = 0,5· 10-3 g
Cy = 5- 10 -β cm/dyn
M, = l,2-10-3g
C2 = 2,0-ΙΟ-6 cm/dyn
Wenn der Tonarm zur Verwendung in Verbindung mit Schallaufzeichnungen mit symmetrischen Modulationen
bestimmt ist, bei denen die Modulation, wie oben erwähnt, zwar rechtwinklig zueinander verlaufen,
ihre Achsen gegenüber der Senkrechten jedoch jeweils um 450° versetzt sind, kann man zwischen
den Klemmen 34, 35 und 36 (Fig. 1) ein Summen- und Differenznetzwerk vorsehen. Wenn die Spannung
der Klemme 34 gegenüber der Klemme 35 I/ beträgt und die Spannung der Klemme 36 gegenüber 35 V,
so wird dieses Netzwerk so ausgebildet, daß zwischen einem Paar von Ausgangsklemmen eine Spannung
L' + V und zwischen dem anderen Paar von Ausgangsklemmen eine Spannung Z/ — V erzeugt wird.
Die Wicklungen 29 werden je in zwei Wicklungen aufgeteilt, derart, daß auf jedem Schenkel des Kerns
28 zwei Wicklungen 29 α, 29 δ bzw. 29 α', 29 V vorhanden
sind. Dann kann man die Wicklungen gemäß Fig. 6 so schalten, daß dann, wenn V die an jedem
Paar von Wicklungen 29 sich bildende Spannung und L die an der Flachspule 17 auftretende Spannung ist,
die Spannung zwischen den Klemmen 34 und 35 gleich L — V und diejenige zwischen den Klemmen
36 und 35 gleich L + V ist.
Das bevorzugte Verfahren zum Verbinden der Wicklungen 29 zum Zwecke der Erzielung der Symmetrie
und zur Herabsetzung der Beeinflussung des Tonabnehmers durch äußere magnetische Störfelder
geht aus Fig. 7 hervor, wo der Kern 28 durch gestrichelte Linien angedeutet ist. Sämtliche Wicklungen
sind in der gleichen Richtung gewickelt.
Es ist ersichtlich, daß bei der Anordnung nach Fig. 7 ein sich infolge der senkrechten Bewegung der
Abtastnadel ändernder Fluß die beiden Schenkel des Kerns 28 nacheinander von der einen Polspitze um
das System herum zur anderen Polspitze durchsetzt. Störfelder, z. B. von Transformatoren stammende
Brummfelder, durchwandern die beiden Kemteile parallel, d. h. in der gleichen Richtung. Die Wicklungen
29 α und 29 a' sind somit derart hintereinandergeschaltet, daß sich die Signalspannungen addieren,
während sich die Brummspannungen subtrahieren. Das gleiche gilt für die Wicklungen 29 b
und 29 b'.
Claims (5)
1. Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen Schallaufzeichnungen mit
einem die Abtastnadel tragenden, senkrecht und seitlich bewegbaren ferromagnetischen Anker, der
mit zwei getrennten, fest angeordneten Spulensystemen magnetisch zusammenwirkt und bei
seitlicher Bewegung im wesentlichen nur in dem ersten Spulensystem und bei senkrechter Bewegung
im wesentlichen nur in dem zweiten Spulensystem eine Spannung induziert, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Anker (10) stift- oder röhrchenförmig ausgebildet und zwischen den Polstücken
(18) eines Magneten (33) angeordnet ist, der dem ersten Spulensystem zugehört, und daß das zweite
Spulensystem einen Kern (28) mit zwei Polspitzen aufweist, welche nahe dem durch den Magnet
(33) magnetisch gepolten oberenEnde des Ankers (10) unter Freilassung eines Luftspaltes angeordnet
sind.
2. Tonabnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker (10) an seinem einen
Ende die Abtastnadel (16) trägt und am entgegengesetzten Ende an dem freien Ende einer streifenförmigen,
bei seitlicher Auslenkung der Abtastnadel in sich verdrehbaren Tragplatte (11) angeordnet
ist.
3. Tonabnehmer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragplatte (11) aus einem
magnetischen Material besteht und so angeordnet ist, daß sie bei senkrechten Bewegungen der Abtastnadel
zusammen mit dem Anker an den Flußänderungen im Kern (28) teilnimmt.
4. Tonabnehmer nach Anspruch 1 bis 3 zur Abtastung von symmetrisch modulierten Schallrillen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spulensysteme derart an Klemmen angeschlossen sind,
daß die zwischen einem Klemmenpaar (35, 36) erzeugte Spannung im wesentlichen der Summe
der Spannungen, die in der auf seitliche Bewegungen der Abtastnadel ansprechenden Flachspule
(17) des ersten Spulensystems und in den auf senkrechte Bewegungen der Abtastnadel ansprechenden
Wicklungen (29) des zweiten Spulen-
systems erzeugt werden, proportional ist und daß die zwischen dem anderen Klemmenpaar (34, 35)
erzeugte Spannung der Differenz dieser Spannungen proportional ist.
5. Tonabnehmer nach Anspruch4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei der Klemmen (34,36) mit
den Enden der Wicklungen (29) des zweiten Spulensystems verbunden sind und die dritte Klemme
(35) über die Flachspule (17) mit dem Verbindungspunkt der beiden Wicklungen (29) verbunden
ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 675 787, 816 311;
USA.-Patentschrift Nr. 2114471;
britische Patentschrift Nr. 394 325.
Deutsche Patentschriften Nr. 675 787, 816 311;
USA.-Patentschrift Nr. 2114471;
britische Patentschrift Nr. 394 325.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 687/93 8.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB31481/57A GB856829A (en) | 1957-10-08 | 1957-10-08 | Improvements in gramophone pick-ups |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1113584B true DE1113584B (de) | 1961-09-07 |
Family
ID=10323744
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEB50644A Pending DE1113584B (de) | 1957-10-08 | 1958-10-07 | Tonabnehmer zur Abtastung von stereophonisch aufgenommenen Schallaufzeichnungen |
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| BE (1) | BE571819A (de) |
| CH (1) | CH363499A (de) |
| DE (1) | DE1113584B (de) |
| FR (1) | FR1212894A (de) |
| GB (1) | GB856829A (de) |
| NL (2) | NL103122C (de) |
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